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Autor Thema: Landwirtschaft in Kanada  (Gelesen 272067 mal)

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Der_Oberfranke

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Re: Landwirtschaft in Kanada
« Antwort #720 am: 19. April 2019, 03:33:41 »

Servus,

Kurz vor dem Saisonstart mal wieder paar Updates aus kanadischen Landen... :D

Derzeit sind wir im Endspurt mit den Saisonvorbereitungen. Maschinen sind soweit einsatzbereit, Saatgut gereinigt (Weizen und Erbsen) bzw. als Sackware am Hof angekommen (Raps und Gras, bei letzterem sowohl Basissaatgut, als auch etwas Vorstufensaatgut). Nach derzeitigen Stand würde ich den Saisonstart ca. zwei Wochen eher im vergleich zum vergangenen Jahr vermuten, ich gehe davon aus, dass wir zum Ende der nächsten Woche auf unseren frühen Böden in Flussnähe bzw. mit Südlage loslegen können. Im Süden Albertas dürften die ersten Betriebe vermutlich schon am Säen sein.

Die Marktsituation ist in Kanada derzeit jedoch höchst angespannt und die Verunsicherung der Grainfarmer sehr groß und allgegenwärtig zu spüren. Nachdem die Weizenpreise generell auf relativ bescheidenen Level sind, Indien im vergangenen Jahr den Erbsenmarkt stark ins Wanken gebracht und einen Preisverfall ausgelöst hat, ist in diesem Jahr bzw. zum Ende des letzten Jahres der GAU eingetreten. Bedingt durch die Verhaftung der Huawei-Managerin auf kanadischen Boden sind die Rapspreise stark verfallen. China, eines der wichtigsten Abnehmerländer für kanadischen Raps drückt durch den Boykott den Unmut über die Umstände dieser Verhaftung aus.
Allgemein gehen die Farmer davon aus, dass die schlimmsten Wochen überstanden sind, gleichzeitig erwartet man aber, dass es Jahre dauern wird, bis sich der Rapspreis wieder auf normales Niveau erholt. Auch hier am Betrieb hat, abgesehen davon was direkt in der Ernte verkauft wurde, noch kein weiterer Raps den Hof verlassen und so dürfte die Lage derzeit auf vielen Höfen aussehen.

Aber wie auch immer, hier noch zwei aktuelle Bilder:

« Letzte Änderung: 19. April 2019, 03:38:56 von Der_Oberfranke »
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BNT

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Re: Landwirtschaft in Kanada
« Antwort #721 am: 19. April 2019, 08:24:24 »

Ahoi!

Ist davon nur Raps betroffen oder auch Soja?
Wird mit der Anbaufläche reagiert, also zb mehr Weizen angebaut?
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canuck

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Re: Landwirtschaft in Kanada
« Antwort #722 am: 19. April 2019, 20:31:24 »

Soya ist auch betroffen, vielleicht weniger stark.
Im Osten ist es wahrscheinlich das mehr Mais angebaut wird.Weizen ist fuer uns eigentlich kaum eine Alternative schon vom Preis her und klimaweis auch eher schwieriger.
Mais Preise fuer naechstes Jahr sind ein wenig hoeher.Soya verlor 10-15 % am Preis vom letzten Jahr.
Weizen ist schon laenger tief.
Input Kosten sind eher das Problem :Treibstoff, Duenger und maschinenkosten.
Export unterliegt immer großen Schwankungen besonders wenn noch Politik mittendrin ist. ;D
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Tim

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Re: Landwirtschaft in Kanada
« Antwort #723 am: 19. April 2019, 20:59:32 »

Na ihr habt ja jetzt auch Wahlen , zwecks trudeau  .. carbon-steuer usw.

Gerade körnerleguminosen sccheinen einzubrechen, ist fruchtfolge in kanada überhaupt ein pflanzenbauliches Thema wenn nahezu ausschliesslich Sommerungen eher extensiv angebaut werden?
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canuck

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Re: Landwirtschaft in Kanada
« Antwort #724 am: 19. April 2019, 21:31:01 »

Ja Neuwahlen sind im Herbst.Carbon Steuer scheint in Quebec BC und in Ontario eine Mehrheit zu finden.
Trudeau ist ja nicht unbedingt der Freund der westlichen Farmer und des Oel Business.
Ich selber glaube wenn ein Konservativer PM mit Trump verhandelt haette ,haetten wir heute kein Supplymanagment bei Milch Eier Poulet mehr.
Zwei Provinzen haben jetzt Konservative Regierungen,alberta und Ontario.Aber selten wechselt alles im ganzen Land zur selben Politischen Farbe.
Fruchtfolge ist auch in Kanada ein Thema. Ich kann nur mehr vom Osten reden,aber auch hier sind Cover Crops und Rotation ein Thema.
Natuerlich gerade bei Koernermais eher schwierig.Dazu kommt der tiefe Preis bei Getreide mit dem enormen Fusarium Druck.Es bleiben noch einige Spezial Bohnen oder Dinkel Roggen braugerste Hafer die aber eigentlich nur eine Nebenbedeutung haben.
Stark darauf geschaut wird das man nicht mehr den Boden bearbeitet bis gar nichts mehr oben rausschaut. Also no- till oder minimum till speziell wenn der Boden ueber den Winter offen dort liegt.
« Letzte Änderung: 19. April 2019, 21:33:28 von canuck »
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Der_Oberfranke

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Re: Landwirtschaft in Kanada
« Antwort #725 am: 20. April 2019, 04:49:48 »

Na ihr habt ja jetzt auch Wahlen , zwecks trudeau  .. carbon-steuer usw.

Alberta hatte dieser Tage Wahlen und hat die bisherige Regierung abgewählt. Dies dürfte positive Folgen hinsichtlich des Carbon-Tax haben, bzw. wird sich Alberta der Klage gegen diese Besteuerung anschließen.

Die Federal-Elections werden da schon spannender, im Idealfall wäre Trudeau dann Geschichte, aber dies ist noch recht schwer abzuschätzen.

Zitat
ist fruchtfolge in kanada überhaupt ein pflanzenbauliches Thema wenn nahezu ausschliesslich Sommerungen eher extensiv angebaut werden?

Natürlich spielt Fruchtfolge eine Rolle...wenn gleich man dies schwierig mit unseren Standards zuhause vergleichen kann...und es auch von Betrieb zu Betrieb stark schwankende Ansichten gibt.
Grundsätzlich sind z.B. die Anbaupausen im Raps noch sehr viel kürzer, bzw. der Fruchtfolgeanteil sehr viel höher. Klassische Fruchtfolgekrankheiten kannte man bisher auch kaum...die vergangenen Jahre wurde allerdings die ersten Kohlhernie-Fälle in der Region bekannt. Und hier kommen wir dann auch zu den Betrieben, für die Fruchtfolge noch ein Fremdwort ist: zum einen gibt es viele Raps-Weizen-Raps-Betriebe...und dann noch eine Stufe härter: Es gibt auch einige große Farmen die ausschließlich Raps auf Raps anbauen und noch nie was anderes in der Fruchtfolge hatten.

Problem ist einfach, dass uns hier am Standort im wesentlichen nur Erbsen, Raps und Weizen zur Verfügung stehen als Fruchtfolgebausteine. Der ein oder andere probiert sich an Braugerste, ist aber eher eine Niesche. Ansonsten eben noch Grassamenvermehrung..., hier sprechen wir aber von einer Kulturdauer von ca. 5-8 Jahren...bringt also in der eigentlichen Fruchtfolge auch keine Auflockerung.

Zwischenfruchtanbau ist kaum praktikabel. Zum einem werden die Flächen sehr spät geräumt, zum anderen haben wir abhängig vom Jahr z.T. schon Ende August mit markanten Nachtfrösten zu tun.


Zitat
Input Kosten sind eher das Problem :Treibstoff, Duenger und maschinenkosten.

Ja und Nein...bzw. ist das auch etwas ne relative Geschichte. Grundsätzlich seh ich aber bei den Input-Kosten nicht die große Dramatik. Klar, Treibstoffpreise sind auf halbwegs hohen Niveau (könnten sogar steigen wenn das Oilfield-Gewerbe wieder etwas Fahrt auf nimmt)...und auch die Carbon-Tax-Abgabe sind nicht von schlechten Eltern (beinahe ein gutes Drittel der Betriebskosten unserer Getreidetrocknung entfallen beispielsweise auf den Carbon-Tax). Das Problem seh ich schon ganz klar auf der Output, bzw. Erlösseite. Bzw. geht es ja auch etwas um die Vorhersagbarkeit der Profitabilität hinsichtlich der Liquiditätsplanung bzw. des Cashflows und wie man darauf reagiert (und speziell da tun plötzlich fallende Marktpreise mehr weh als langsam und stetig steigende Betriebskosten an die man sich anpassen kann bis zu einem gewissen Punkt). Die Inputkosten hat man dennoch halbwegs im Griff auf mittelfristige Sicht und man hat einige kleine Stellschrauben zur Verfügung diese an die Situation anzupassen. Einsparung von Pflanzenschutzbehandlungen als Beispiel...seit die Weizenpreise auf niedrigen Niveau sind, ist die Fungizidbehandlung im Weizen (ausgehend vom HRS, für die CPS-Anbauer macht es Sinn) hinfällig geworden.

Natürlich muss man aber auch sagen, dass wir hier zwar von Kanada schreiben, Kanada aber nicht gleich Kanada ist. Zwischen uns dürften einige tausen Kilometer räumliche Distanz liegen. Dies bringt natürlich alle erdenklichen Unterschiede mit sich, angefangen beim Klima, den damit verbundenen Einflüsse auf die Landwirtschaft, .........., und nicht zu letzt auch erhebliche politische Unterschiede.

Hoffe, dass ich es irgendwann mal in eure Ecke schaffe, bisher kenne ich nur das westliche Kanada... ;) :D

« Letzte Änderung: 20. April 2019, 04:54:50 von Der_Oberfranke »
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canuck

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Re: Landwirtschaft in Kanada
« Antwort #726 am: 20. April 2019, 08:30:29 »

Danke Oberfranke
Ja es sind grosse Unterschiede in Farming oder sogar Ranching.ich selber kenne die oestlichen Provinzen besser aber wie gesagt da sind um die 5000km Distanz.
Klima ist wohl das Grosse Tagesthema im ganzen Land.Jeder kennt den mehr oder wenig harten Winter.
Den sehr weiten Norden in fast jeder Provinz mit den riesigen Wäldern.
Und ja Farmer ist nicht Farmer,haben sogar sehr verschiedene Ansichten nicht nur politisch.
So niemals einem Rancher, Farmer sagen dies ist eine Beleidigung.Gleichfalls einem Labrador Fischer als Neufundländer zu bezeichnen.Labbi und Nufi da musst aufpassen. ;D
Selber schätze ich die etwas gelöstere Gesinnung der allgemeinen Bevoelkerung.Kommt wahrscheinlich auch von der Weite des Landes und dem großen Imigrationseinfluss von ueberall auf der Welt .Ein guter Mix.Meistens in der Welt als freundlich und zuvorkommend angeschaut aber wenns dann um gewisse Sachen geht,gerade bei Hockey kennen Sie keine Gnade mehr.
Ganz sicher wollen Canadiens nicht Amerikaner oder mit unseren Nachbarn suedlich verwechselt werden. Auch wenn wir Ihnen meist helfen oder Freunde sind.Sorry bis kuerzlich.
Nicht umsonst heißt es der grosse Bruder.
Nochmals zur Fruchtfolge.Die Spezialisierung der Landwirtschaft hat natuerlich auch bei der Rotation einen großen Einfluss .Dies sehen wir z. B. Bei einem Bio Milch  Betrieb,der eine sehr gemischte Fruchtfolge mit wahrscheinlich Weidebetrieb hat.Am anderen Ende ein Schweinemast Betrieb der nur Mais anbaut alles Soya zukauft.Also ueberhaupt keine Rotation hat.Oder Farmer die nur Soya anbauen seit Jahren auch ein extrem.Also es gibt sie alle.
PEI bekannt fuer Kartoffel, dort sind die zwei Haupt fruechte ,Kartoffel und Gerste.Quebec meist Milchfarmen,Geflügel ,Schweine.Ontario auch mit Mais und Soya im Sueden Fruechte.Gemuese sieht man eher in der Naehe von Staedten.Dann der Westen die großen Weiten mit Getreide im Norden Raps und eben die weiten Ranchen.Dies sind Manitoba,Saskatchewan,Alberta.Das Kanada das fast jedemTourist im Kopf rumschwept,wenn er von Landwirtschaft spricht.BC etwas anders mehr huegelig mit sehr fruchtbaren Valleys bei sehr mildem Klima.Die imposanten Waelder mit den schnurgeraden Fichten und eine einmalige Kuestenlandschaft.
Auch die Küste an der Ostseite sehr sehenswert . NovaScotia,NewBrunswick,Neufundland ,Prince Eduard Island.
Vom imposanten Norden das ja die Hauptflaeche Canada’s ist kann ich leider nicht viel aus erster Hand erzaehlen.Landwirtschaftlich nicht mit Mitteleuropa zu vergleichen.
Hoffe auch das Du es einmal bis nach Ottawa schaffst !Trudeau musst ja nicht unbedingt gruessen ;D
Deine Gegend kenne ich nicht direkt ,war nur um Edmonton ein paar mal ,mein Sohn und einige Freunde und Bekannte wohnen dort.
« Letzte Änderung: 20. April 2019, 08:43:21 von canuck »
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Tim

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Re: Landwirtschaft in Kanada
« Antwort #727 am: 20. April 2019, 11:51:22 »

Nicht persönlich nehmen , doch das Schreckgespenst das alle (hier im Blickfeld eher Russen/Ukrainer) in den grossen Prärien billiger produzieren können relativiert sich dann doch ?!

Die Preise für die Agrargüter werden immer mehr zum Politikum.
« Letzte Änderung: 20. April 2019, 11:54:32 von Tim »
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BNT

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Re: Landwirtschaft in Kanada
« Antwort #728 am: 20. April 2019, 16:22:44 »

Erinnert mich an früher, wo es hieß, dass Landwirte in der Prärie auch mal ein, zwei Jahre überhaupt nichts anbauten, wenn die Preise nicht passten. Wenn man nicht viele Optionen hat, ist das vielleicht auch die einzige.


Wär's politisch bei uns nicht so desaströs - wer könnte schon mit dem Ackerbaustandort Mitteleuropa mithalten?
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derKarsten

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Re: Landwirtschaft in Kanada
« Antwort #729 am: 20. April 2019, 22:19:55 »

Erinnert mich an früher, wo es hieß, dass Landwirte in der Prärie auch mal ein, zwei Jahre überhaupt nichts anbauten, wenn die Preise nicht passten. Wenn man nicht viele Optionen hat, ist das vielleicht auch die einzige.


Wär's politisch bei uns nicht so desaströs - wer könnte schon mit dem Ackerbaustandort Mitteleuropa mithalten?

In den letzten Jahren war sicherlich die politische Lage und der Weltmarkt nicht wohl gesonnen für die entlegenen Exportregionen. In diesem Thread ist schon mehrfach darauf hingewiesen das es ende August bereits ein paar Grad frieren kann. Als ich 2007 in Manitoba war hatten wir um dem 25.08. Eine Nacht Raufe auf den Autos, beim Getreide ist nichts passiert, beim Raps der noch grüne Schoten hatte konnte man 2, 3 Wochen später genau sehen wie in den senken braune Körner in den Tank kamen, damit konnte er für Becel nicht mehr, sondern nur noch für Biodiesel abgesetzt werden. Es gibt aber auch Jahre wo das schlimmer kommt, und Getreide in der Teigreife abgeschrieben werden kann. Daher waren eine N-Gabe im Bestand oder Pflanzenschutz der den Bestand 2, 3 Wochen länger grün hält kaum zu sehen, da u.U. Der Ertrag dann ausfällt anstelle zu steigen.
Andererseits gibt es aber auch Jahre wo keine Bestellung in der ersten Maihälfte möglich ist weil es zu nass ist, die Betriebe müssen aber im Spätsommer trotzdem Geld in die Hand nehmen um mit Herbizid und /oder Scheibenegge die Flächen ingang zu halten. Oder er wird die Ernte durch Schnee für 4, 6 Wochen unterbrochen, des war letztes Jahr der Fall und 2008 auch.
Ich insgesammt spielt sich die Natur im Zeitraffer ab, normalerweise ist vor dem 01. Mai nichts auf dem Acker zu machen,  ab ende August ist das meiste Wachstum abgeschlossen, man spricht von 100 Tage farming oder wie Star FM Brandon immer sagt, 94 days of summer.
Zur Fruchtfolge muss man wissen das bis vor ein paar Jahren bei der Vermarktung von Weizen das Wheatboard in Winnipeg mit im Boot war. Der Farmer hat zwar mit regulären Erfasser wie Cargill oder Bunge gehandelt aber das Wheatboard hat seinen Teil dazu beigetragen das die Abrechnung wohl schnell 6, 9 Monate brauchte,  daher haben Farmer in der Gegend wo ich war in 07 nicht unnötig viel Weizen angebaut, die Farm wo ich war hatte kaum 20%.
So wie ich das mitbekommen habe hat die Zerschlagung des Wheatboard heute den Nachteil mit sich gebracht das die Bahnlogistik sehr bescheiden funktioniert.  In 07 wurde dort wo ich war das Getreide je nach Abnehmer zwischen 60 und 100km per Lkw zur Bahn oder ölmühle gefahren was ich für überschaubar hielt, heute sind das schnell mal 4-500km weil Strecken nicht gewartet werden, die Wagons nicht zusammen bekommen werden etc. Umstände, die man sich zumindest hier in Westdeutschland kaum vorstellen kann.
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canuck

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Re: Landwirtschaft in Kanada
« Antwort #730 am: 21. April 2019, 02:24:41 »

Hier muss ich aber wieder sprechen.
Die letzten 10 Jahre waren in fast allen Cashcrop Sektoren preislich und auch politisch gut in Canada.
Wetter Risiko gibt es schon lange in den nördlichen  Regionen.Farmers sind mit dem vertraut und haben auch einige Risikomanagment Tools.
Der Weatboard wurde von den Farmers selbst abgeschafft aus verschiedenen Gruenden.
Ja die Raillogistik scheint immer wieder ein Problem zu sein,bei den weiten Distanzen.
Als Easterner weiß ich noch genau Koernermais fuer 86 $ die Tonne trocken verkauft zu haben.Dies waren die schlechten Zeiten in den 1980- 1990.Dazu Zinsen zuerst von ueber 20%.
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Schorsch

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Re: Landwirtschaft in Kanada
« Antwort #731 am: 21. April 2019, 12:06:28 »

Sehr interessant! Danke für die Klasse-Beiträge. Und frohe Ostern, auch jenseits des Teiches!
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Der_Oberfranke

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Re: Landwirtschaft in Kanada
« Antwort #732 am: 05. Mai 2019, 18:10:46 »

Servus,

Mittlerweile haben wir ein gutes Viertel der Aussaat hinter uns gebracht, fast alle Erbsen sind im Boden. Gleichzeitig kämpfen wir aber seit mittlerweile 2 Wochen mit starken Nachtfrösten. Bisher konnten wir noch nichtmal die Spritze auswintern. Viele Betriebe haben sich bisher auch noch gar nicht getraut mit der Aussaat anzufangen...und auch wir haben mal eine gute Woche Pause eingelegt gehabt, bis der Wetterbericht in der Mittelfrist etwas angenehmer erschien. Momentan warten wir darauf, dass der letzte Schnee wegschmilzt, der in der Zwischenzeit gefallen ist. Ich hab in der Zeit schonmal ein erstes kurzes Video zusammengebastelt:

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charlie

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Re: Landwirtschaft in Kanada
« Antwort #733 am: 05. Mai 2019, 18:29:16 »

@Der_Oberfranke

Danke für die tollen Eindrücke der Land(wirt)schaft in Alberta :daumen:

Überragende Bilder!
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Gruß

Charlie

Nicht immer sind die, die das Gras wachsen hören, auch bereit, es zu mähen.

Peter83

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Re: Landwirtschaft in Kanada
« Antwort #734 am: 05. Mai 2019, 19:14:15 »

top Video:)

Warum Striegelt ihr im Frühjahr? Dachte das wir dort nur nach der Ernte im Herbst einmal gemacht?
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