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Autor Thema: Landwirtschaft in Kanada  (Gelesen 211900 mal)

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309CA

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Re: Landwirtschaft in Kanada
« Antwort #45 am: 18. Mai 2015, 08:38:37 »

Ich glaub er ist unteranderem auch in Australien gewesen
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Warum gibt es Gülleauflagen ? wäre es Umwelttechnisch nicht besser wenn möglichst viel der Arbeitnehmer usw mit öffentlichen Verkehrsmittel fahren müssen ?  Viele Schweine-viele Scheine. Zuviel Schweine-zu wenig Scheine.

Henrik

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Re: Landwirtschaft in Kanada
« Antwort #46 am: 18. Mai 2015, 09:06:54 »

Danke Hans für den ausführlichen Bericht, lese solche Berichte über andere Länder hier immer sehr gern, halt Praxis pur  :)

Deere 9330 gechipt auf 425 PS(übrigens ohne Powershift sondern mit dem 12 Gang Getriebe und einstufiger Lastschaltung),

Warum kaufen die Landwirte dort solche Schlepper mit einem einfachem Getriebe? Das Teil kostet doch bald 300.000 $ da fällt doch sicher der Mehrpreis kaum ins gewicht oder? Oder wird es einfach nicht gebraucht weil man kaum schalten muss etc.?
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jaydee88

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Re: Landwirtschaft in Kanada
« Antwort #47 am: 18. Mai 2015, 09:44:23 »

@Georg:Gibt zwei sehr schlagende Argumente für mich:
1.Bezahlung
2.Arbeitsvisum
Ausserdem gefällt es mir einfach in der kanadischen Prärie während der Saison.

@Henrik:
Hab ja schon öfter solche Schlepper mit Schaltgetriebe bewegt,und es ist meist wie mit dem ganzen Stufenloswahn:Wirklich brauchen tuts fast keiner,ist halt komfortabel.Mit den grossen Motoren kann man eh spritsparend fahren,habe zum Beispiel mit dem gechipten 9330er hier fast nur mit knapp 1400 Umdrehungen gesäht mit der 13 Meter Drille.Eine Lastschaltstufe reicht vollkommen aus,um feuchte Stellen zu überwinden oder mal nen kleinen Hügel,den Rest macht der Hubraum.Einzig bei wirklich steilen Flächen,die es hier nicht gibt,wäre Powershift von Vorteil,ein absolutes Muss ist es,wenn der Schlepper am Überlader läuft,aber dazu hat der Betrieb hier ja den 8235R mit IVT...
« Letzte Änderung: 18. Mai 2015, 14:44:51 von jaydee88 »
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309CA

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Re: Landwirtschaft in Kanada
« Antwort #48 am: 18. Mai 2015, 11:06:27 »

Nachteil für mich wäre : der lange sehr kalte Winter , vermutlich kein Dorf in der Nähe Schule Kiga Freunde usw . und die Moskitos was ich aber erst jetzt, mitbekommen habe das es die in Massen gibt. etwas mehr Regen wäre schön.
Vorteile : weites meist ebenes Land, vermutlich weniger Nebel und einiges mehr Sonne, Mentalität der Menschen ?
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Simon

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Re: Landwirtschaft in Kanada
« Antwort #49 am: 18. Mai 2015, 12:38:35 »

Nachteil für mich wäre : der lange sehr kalte Winter , vermutlich kein Dorf in der Nähe Schule Kiga Freunde usw . und die Moskitos was ich aber erst jetzt, mitbekommen habe das es die in Massen gibt. etwas mehr Regen wäre schön.
Vorteile : weites meist ebenes Land, vermutlich weniger Nebel und einiges mehr Sonne, Mentalität der Menschen ?

Moin,

darf man mal fragen, wieviel du schon gereist bist?
Du spekulierst hier in mehreren Beiträgen und nörgelst oder zweifelst über Dinge von denen Du überhaupt nicht weisst dass sie wahr sind sondern nur mal irgendwo gelesen hast.

Ich persönlich bin auch schon ein paar Saisons unterwegs und ich habe es nie bereut. Sowas klappt aber nur, wenn man neuen und unbekannten Dingen gegenüber aufgeschlossen ist, die Bereitschaft besitzt,  das über Jahre gelernte mal aus einer ganz anderen Perspektive unter völlig anderen Vorraussetzungen zu betrachten und weiss wie man aus möglichst jeder Erfahrung das Gute mitnimmt. Klar gibts ein paar Nachteile, aber das macht doch jeder mit sich selber aus.
Aber so wie du von vorneweg sagen "Oh nee, das und das passt mir nicht, das würde ich ja nie machen und dann auch noch das und das etc."... Damit wirst du im Ausland nie weit kommen, glaube es mir. Und dann auch noch hier noch Fragen stellen, welche die Öffentlichkeit hier absolut nichts angehen. Sorry, mir stößt das ein bisschen sauer auf auch wenns mich persönlich nicht betrifft aber ich weiss was dahinter steckt solche Entscheidungen zu treffen. Wenn man solche Entscheidungen für mehrere Jahre trifft, dann wird's schon genügend positive Seiten haben. Uns geht sein Privatleben doch wohl absolut nichts an, oder?
Nimms bitte nicht persönlich, aber das ist mir nur so an deinen letzten Beiträgen aufgefallen.

Ich kenne Jaydee leider nicht persönlich, finde es aber absolut grossartig was er macht und vor allem wieviel er uns als Forumsmitglieder an seinen Erlebnissen und Erfahrungen teilhaben lässt. Spitze, mach weiter so!!  :daumen1:

Gruss aus Neuseeland
Simon
« Letzte Änderung: 19. Mai 2015, 04:38:56 von Mecklenburger »
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309CA

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Re: Landwirtschaft in Kanada
« Antwort #50 am: 18. Mai 2015, 13:32:37 »

Wo nörgle ich ? das sind Vermutungen und ihr wart da und könnt mich aufklären mich interressiert auch das drum rum und Familienleben . Gut ich denke da wo Jaadee jetzt ist ist etwas dichter bevölkert ? Das mit dem Vogelfrei ist Ja nicht negativ gemeint, sondern nur so kann Mann es in dem alter machen wenn Mann keine große Verpflichtungen wie Familie hat.
Gibt ja einige Video von ihm bei Youtube auch von" Agrar Heute"
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jaydee88

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Re: Landwirtschaft in Kanada
« Antwort #51 am: 18. Mai 2015, 14:11:41 »

Vielen Dank Simon,für dein Verständnis.
Mal ganz allgemein:Man liest so zwischen den Zeilen oftmals den Hochmut und die Arroganz einiger hier im Forum heraus,die scheinbar ein Problem damit haben,was ich mache,bzw dass ich das mit anderen teile.Lustigerweise scheinen diese Probleme die angesprochenen Personen nicht davon abzuhalten,meine Beiträge zu lesen und zu kommentieren,dasselbe ist mir auch des öfteren im Zusammenhang mit Beiträgen anderer,ich sag mal,alternativ denkender bzw. wirtschaftender Forumsmitglieder aufgefallen,und zwar sehr negativ.Es sind auch immer wieder dieselben,die nur ihre eigene,selbstherrliche Meinung gelten lassen und sich offenbar bemüssigt fühlen,hier in einem Forum (wie lachhaft) als der achso schlaue und perfekte Bauer von nebenan darsellen zu müssen...Leider ist dieses weltfremde und arrogante Verhalten auch heute noch bei etlichen Landwirten anzutreffen und hat meines Erachtens u.a. einen sehr grossen Teil zum negativen Image der Landwirte inn der Öffentlichkeit beigetragen.Auch die Arroganz einiger gegenüber Personen,die,wie ich,"NUR" in der Landwirtschaft arbeiten,hinterlässt bei mir oft einen bitteren Beigeschmack,diese Gutsherrenmanieren führen aber genau dazu,dass diese Arbeit keiner mehr machen will bzw dass die Leute abwandern.
« Letzte Änderung: 18. Mai 2015, 14:33:05 von jaydee88 »
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Feldmeister

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Re: Landwirtschaft in Kanada
« Antwort #52 am: 18. Mai 2015, 15:05:52 »

@jaydee
Du findest ja, dass der supercoulter ein modegerät ist. So wie ich das verstanden habe ist das ja alles vertical tillage, also lockern, aber nicht mischen?  Setzt so etwas jemand auch in Deutschland ein? Also ein Grund hast du ja schon mit der Erosion genannt, aber fördert das nicht in der Theorie die Regenwurmpopulation? Ich sehe da aber Probleme beim verrotten und damit später mit Pilzen?

MfG

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juliusjr

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Re: Landwirtschaft in Kanada
« Antwort #53 am: 18. Mai 2015, 15:33:50 »

1tens denke ich kann man in einem öffentlichen forum auch (private) fragen unbeantwortet lassen und 2tens kommt es immer darauf an wie man fragt
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309CA

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Re: Landwirtschaft in Kanada
« Antwort #54 am: 18. Mai 2015, 15:43:19 »

@jaydee
Du findest ja, dass der supercoulter ein modegerät ist. So wie ich das verstanden habe ist das ja alles vertical tillage, also lockern, aber nicht mischen?  Setzt so etwas jemand auch in Deutschland ein? Also ein Grund hast du ja schon mit der Erosion genannt, aber fördert das nicht in der Theorie die Regenwurmpopulation? Ich sehe da aber Probleme beim verrotten und damit später mit Pilzen?

MfG

Feldmeister

Gibt's auf so trockenen Standorten überhaupt Pilzprobleme ?
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jaydee88

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Re: Landwirtschaft in Kanada
« Antwort #55 am: 18. Mai 2015, 16:12:39 »

@jaydee
Du findest ja, dass der supercoulter ein modegerät ist. So wie ich das verstanden habe ist das ja alles vertical tillage, also lockern, aber nicht mischen?  Setzt so etwas jemand auch in Deutschland ein? Also ein Grund hast du ja schon mit der Erosion genannt, aber fördert das nicht in der Theorie die Regenwurmpopulation? Ich sehe da aber Probleme beim verrotten und damit später mit Pilzen?

MfG

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Ja,man will den Boden leicht bearbeiten,ohne die Ernterückstände zu stark einzumischen,um der Winderosion vorzubeugen.Besonders nach Soja und Pintobohnen ist da eh sehr wenig an Ernterückständen vorhanden,wie ich auf den Feldern,die ich eingesät habe,sehen konnte.Klar wird sie Regenwurmpopulation gefördert,aber mit reiner Direktsaat wäre das noch besser,ebenso der Erosionsschutz.Soweit ich das bis jetzt beurteilen kann,hat es scheinbar auch viele traditionelle Gründe,den Boden zu bearbeiten,man ist hier eher etwas konservativ,so hat es den Anschein.Habe grade am  Freitag mit einem Farmer im Ruhestand gesprochen,dessen Familie in den 60ern aus Holland eingewandert ist,er selber,so hat er mir berichtet,hat seit der Übernahme der Farm konsequent und erfolgreich Direktsaat betrieben,und kann es auch nicht verstehen,warum auf diesen sandigen Böden nicht von allen Direktsaat betrieben wird...Mit den Pilzen hast du ebenfalls Recht,Südmanitoba bzw das Red River Valley ist für Westkanadische Verhältnisse was die Niederschlagsverteilung angeht,eigentlich ein Gunststandort,man hat hier aber erhebliche Probleme mit Fusarium,Rost etc.
Was mir neulich auffiel,als ich ein Feld gesät habe,wo der Nachbar letztes Jahr Körnermais hatte,ist dass eine ganze Menge an Lieschblättern und kleineren Pflanzenteilen vom Wind auf "unser" Feld geweht wurde,zum Teil mehr als hundert Meter weit,was sicherlich auch zur verstärkten Ausbreitung von Krankheiten führen kann
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Feldmeister

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Re: Landwirtschaft in Kanada
« Antwort #56 am: 18. Mai 2015, 16:18:45 »

Vielen Dank für die ausführliche Antwort!!  Als ich 2011 in Kanada war konnte man sehen, dass auf den beackerten Feldern Mais wieder durchwächst und dann schwierig zu bekämpfen war (Roundup ready). Bei den direktsaat soll es wohl weniger Probleme geben.
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jaydee88

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Re: Landwirtschaft in Kanada
« Antwort #57 am: 18. Mai 2015, 16:42:36 »

Vielen Dank für die ausführliche Antwort!!  Als ich 2011 in Kanada war konnte man sehen, dass auf den beackerten Feldern Mais wieder durchwächst und dann schwierig zu bekämpfen war (Roundup ready). Bei den direktsaat soll es wohl weniger Probleme geben.

Wo warst du denn genau,wenn man fragen darf?
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jaydee88

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Re: Landwirtschaft in Kanada
« Antwort #58 am: 18. Mai 2015, 16:47:56 »

Nochmal ein paar Bilder vom Grubber,Case Tigermate 2 mit 15 Meter AB und angehängter Summers Spiralpackerwalze,
vom Gespann eines Nachbarn,der grad die EK Drille umgesetzt hat und der Deere DB 66 EK Drille im eingeklappten Zustand auf der Farm.
« Letzte Änderung: 18. Mai 2015, 16:50:59 von jaydee88 »
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Re: Landwirtschaft in Kanada
« Antwort #59 am: 18. Mai 2015, 16:51:24 »

Ich war in ontario, am Huronsee leider nur für einen Monat.
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