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Autor Thema: Maiszünsler  (Gelesen 60516 mal)

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Wade

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Re: Maiszünsler
« Antwort #225 am: 29. Oktober 2019, 18:13:29 »

Doch, aber Vorsorge ist besser als Behandlung. Und die haben auch keine 100% Erfolgschange sondern weit darunter.
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Schorsch

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Re: Maiszünsler
« Antwort #226 am: 29. Oktober 2019, 18:39:39 »

Ich bin direkt beim Häckseln mit Front- plus Heckmulcher dabei. Somit fahren und wenden die Transportgespanne größtenteils auf bereits gemulchten Stoppeln und fahren kaum mehr zusätzlich Stoppeln platt. So bereitet mir die pfluglose Bodenbearbeitung auch kein schlechtes Gewissen.

Hier in der Gegend ist der Zünsler bei etwa 40% Maisanteil eine sehr großes Thema. Chemische Bekämpfung oder Trichogramma sind hier so gut wie unbekannt. Vielen Bauern ist auch garnicht bewusst wie groß die Verluste durch Stängelknicken wirklich sind. Sie hocken ja nicht selber auf dem Drescher oder Häcksler. Ich hatte in den letzten Jahren größtenteils Glück mit niedrigen Befallsraten. Womöglich wirkt sich das Augenmerk auf eine ausgewogene Ernährung der Bestände mit Beachtung der Spurenelemente tatsächlich positiv aus.
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Präzisionsbauer

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Re: Maiszünsler
« Antwort #227 am: 29. Oktober 2019, 18:47:16 »

Dort wo der Mähdrescher drüber gerollt ist sind sowieso alle Stoppeln platt und zerfasert.
Heuer wurde hier ein neuer Maispflücker von Geringhoff (HorizonStar3) getestet. Da könnte man sich das Mulchen eigentlich sparen und überfahrene Stoppel gibt es nicht mehr  ;). Der schneidet am ersten Knoten ab. Hab anschliessend trotzdem gemulcht - sozusagen mit halber Kraft - damit das Stroh nochmal mehr aufgefasert ist.
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Fehlende ackerbauliche Kompetenz lässt sich auch durch Digitalisierung nicht ausgleichen.

huabermaxl

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Re: Maiszünsler
« Antwort #228 am: 30. Oktober 2019, 20:59:42 »

Wie haltet ihr es in der Region mit der Feldhygiene? Vor allem mulchen und saubere Bodenbearbeitung?

Sorry für die Verspätung. Der Zünsler ist bei uns schon über zwanzig Jahre heimisch.
Gemulcht wird deutlich mehr die letzten Jahre. Allerdings ist's schon n zusätzlicher Aufwand. Pflügen nach Mais iss nich, zwecks Wasserschutz.

Was auffallend ist, in den Ecken, wo mehr chemisch behandelt wird, sinkt auch der Druck in den Flächen, in denen gar nichts bekämpft wird.
Trichogramma wird weniger, obwohl in Baden- Württemberg über die zweite Säule gefördert. Man hat im Grund nur die Ausbringungskosten. Allerdings bei Starkbefall dieses Jahr z.T. nur 40  Prozent Wirkungsgrad bonitiert, bei einem mir bekannten Kollegen. Auch bei guten Bedinungen kommt man halt nie über 70.

@Schorsch
Du erwähntest die Pflanzenernährung. Was für Nährstoffe fehlen, das der Zünsler massiv wird? Zink?

Danke und Gruß
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Settembrini

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Re: Maiszünsler
« Antwort #229 am: 06. November 2019, 09:05:19 »

Ich sehe das Mulchen aus den gleichen Gründen wie nofear nicht als Allheilmittel an. Zudem müsste man unterscheiden , ob es sich um Körner oder Silomais handelt. Wenn ich meinen Körnermais Ende Oktober dresche, habe ich 2 Tage zu pflügen und 2 Tage zu säen. Einen fünften Tag fürs Mulchen zu opfern ist meist nicht drin. Außer dieses Jahr.Ich habe noch ca . ein Drittel des Weizens zu säen. Körnermaisernte und Weizenaussaat ist für mich jedes Jahr ein Alptraum.
Auf der anderen Seite hat man sich an den Maiszünsler gewöhnt, z.B. war er dieses Jahr kein Problem.
Mich würde interessieren , ob jemand Erfahrung mit der Einarbeitung von Maisstroh mit der Kurzscheibenegge gemacht hat?
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wernerzwo

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Re: Maiszünsler
« Antwort #230 am: 06. November 2019, 17:19:04 »

Bei uns wird das Körnermaisstroh flächendeckend seit Jahrzehnten gemulcht und (zum Großteil) eingepflügt. Eine Gegend mit Betrieben, welche teilweise über 50% Körnermais in der Fruchtfolge haben. Chemische oder biologische Bekämpfung des Zünslers spielt praktisch keine Rolle.

Und jetzt an alle Theoretiker die Frage: warum?
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stephanmh

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Re: Maiszünsler
« Antwort #231 am: 06. November 2019, 18:17:52 »

Ich sehe das Mulchen aus den gleichen Gründen wie nofear nicht als Allheilmittel an. Zudem müsste man unterscheiden , ob es sich um Körner oder Silomais handelt. Wenn ich meinen Körnermais Ende Oktober dresche, habe ich 2 Tage zu pflügen und 2 Tage zu säen. Einen fünften Tag fürs Mulchen zu opfern ist meist nicht drin. Außer dieses Jahr.Ich habe noch ca . ein Drittel des Weizens zu säen. Körnermaisernte und Weizenaussaat ist für mich jedes Jahr ein Alptraum.
Auf der anderen Seite hat man sich an den Maiszünsler gewöhnt, z.B. war er dieses Jahr kein Problem.
Mich würde interessieren , ob jemand Erfahrung mit der Einarbeitung von Maisstroh mit der Kurzscheibenegge gemacht hat?

Hallo,
versuche mich auch schon ein paar Jahre in Körnermaisanbau. Maiszünsler war seit dem ersten Jahr vorhanden, obwohl im Umkreis von 10 Km die letzten 15 Jahre kein Mais angebaut wurde. In den ersten Jahren habe ich schön brav gemulcht. Der Zünsler ist aber gefühlt, mehr geworden.  Das Mulchen war sehr schwierig - Maisstroh schob sich auf (an den Seitenkufen) - und der Verschleiß am Mulcher enorm - habe bis auf den Erdboden und leicht darunter gearbeitet. Flächenleistung war auch nicht berauschend. Dann habe ich mal versucht das Maisstroh direkt einzupflügen - ging auch nicht - Maisstroh schob sich auf. Darauf hin habe ich es mit grubbern und anschließend pflügen probiert. Grubbern ging bescheiden - Maisstroh schob sich auf. Pflügen ging danach akzeptabel. Dieses Jahr habe ich mir eine gebrauchte Scheibenegge (5,40m, X-Form, 60cm Scheiben,  4to Gewicht) gekauft und damit die Flächen bearbeitet. Ging auch nicht ganz ohne Verstopfungen. Trotz mehrmaliger Bearbeitung konnte nicht auf den Pflug verzichtet werden.
Eine Kurzscheibenegge mit den kleinen Scheiben kann ich mir auf dem Maisstroh nicht vorstellen - schiebt oder hoppelt oben drüber (zu leicht).
Nächstes Jahr werde ich es mal mit mulchen, Scheibenegge und dann Pflug probieren...
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Mettigel

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Re: Maiszünsler
« Antwort #232 am: 06. November 2019, 18:46:57 »

Was hast du für einen Pflug mit welchem Scharabstand und welche Vorschäler?
Probleme mit aufschieben vom Stroh gibt es eigentlich nur ganz selten. Sowohl mit als auch früher ohne Mulchen.
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Re: Maiszünsler
« Antwort #233 am: 06. November 2019, 19:44:04 »

Mich würde interessieren , ob jemand Erfahrung mit der Einarbeitung von Maisstroh mit der Kurzscheibenegge gemacht hat?
Hatte noch nie Probleme damit. Scheibenegge (hier die Lemken Rubin 9) ist das einzige Gerät, welches bei Körnermaisstroh und enormen Wildschaden hilft. Je nach dem etwas "auf den Kopf stellen" dann schneidet die vordere Scheibenreihe sauber durch. Natürlich nach vorherigem Mulchen.
Hohe Flächenleistung, ausreichendes Mischen von Boden und Stroh um die Drilltechnik vernünftig einzusetzen.

Edit: Anbei ein Bild von welcher Ausgangslage wir sprechen. Kann gerne morgen noch ein Bild machen wie es nach der Bearbeitung aussieht.
« Letzte Änderung: 06. November 2019, 20:09:20 von Präzisionsbauer »
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stephanmh

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Re: Maiszünsler
« Antwort #234 am: 06. November 2019, 19:59:55 »

Was hast du für einen Pflug mit welchem Scharabstand und welche Vorschäler?
Probleme mit aufschieben vom Stroh gibt es eigentlich nur ganz selten. Sowohl mit als auch früher ohne Mulchen.

Habe einen Kverneland EG85 Pflug. Der Körperabstand ist eher nicht das Problem. Sehe die Durchgangshöhe eher als Problem. Scheibensech habe ich schon abgebaut. Es sind normale Einlegehände montiert. Im letzten Jahr war das Maisstroh sehr trocken und diese 10-15cm starke Strohauflage kriegte man kaum eingearbeitet.
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ZX25

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Re: Maiszünsler
« Antwort #235 am: 06. November 2019, 20:07:29 »

Mich würde interessieren , ob jemand Erfahrung mit der Einarbeitung von Maisstroh mit der Kurzscheibenegge gemacht hat?
Hatte noch nie Probleme damit. Scheibenegge (hier die Lemken Rubin 9) ist das einzige Gerät, welches bei Körnermaisstroh und enormen Wildschaden hilft. Je nach dem etwas "auf den Kopf stellen" dann schneidet die vordere Scheibenreihe sauber durch. Natürlich nach vorherigem Mulchen.
Hohe Flächenleistung, ausreichendes Mischen von Boden und Stroh um die Drilltechnik vernünftig einzusetzen.
ich hatte dieses jahr auch zum ersten mal körnermais. danach mulcher und dann kse(unia ares mit ballast). ging m.e. top. danach rapid.
die fläche sieht jetzt richtig gut aus. der weizen ist aber noch nicht da;)
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Settembrini

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Re: Maiszünsler
« Antwort #236 am: 07. November 2019, 09:31:46 »

Ich pflüge mit einem Kverneland VD 100 mit Maiseinleger und gezackten Sech am letzten Körper. Leider funktioniert der Pflug auch nur richtig , wenn man die Maiseinleger am letzten Körper weglässt. Es bleibt dann nätürlich Maisstroh oben.
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Euro-T

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Re: Maiszünsler
« Antwort #237 am: 07. November 2019, 10:28:53 »

Mich würde interessieren , ob jemand Erfahrung mit der Einarbeitung von Maisstroh mit der Kurzscheibenegge gemacht hat?
Hatte noch nie Probleme damit. Scheibenegge (hier die Lemken Rubin 9) ist das einzige Gerät, welches bei Körnermaisstroh und enormen Wildschaden hilft. Je nach dem etwas "auf den Kopf stellen" dann schneidet die vordere Scheibenreihe sauber durch. Natürlich nach vorherigem Mulchen.
Hohe Flächenleistung, ausreichendes Mischen von Boden und Stroh um die Drilltechnik vernünftig einzusetzen.
ich hatte dieses jahr auch zum ersten mal körnermais. danach mulcher und dann kse(unia ares mit ballast). ging m.e. top. danach rapid.
die fläche sieht jetzt richtig gut aus. der weizen ist aber noch nicht da;)

Hier ähnlich, Mulcher, Vector, Ultima.

Auf den letzten ha haben wir den Mulcher mal weggelassen, machte für die Folgearbeiten keinen Unterschied.
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Gruß

~~ Olli

ct

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Re: Maiszünsler
« Antwort #238 am: 12. November 2019, 15:20:15 »

Ist auf der Agritechnika was neues zu finden gegen den Maiszünsler?
Vor zwei Jahren war es bei Kemper, wo gibt's da In Hannover was neues interessantes zu sehen?
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Gruß ct

Farminguin

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Re: Maiszünsler
« Antwort #239 am: 12. November 2019, 17:57:39 »

Ist auf der Agritechnika was neues zu finden gegen den Maiszünsler?
Vor zwei Jahren war es bei Kemper, wo gibt's da In Hannover was neues interessantes zu sehen?

Guck mal bei Wallner..
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