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Autor Thema: Zwischenfrucht nach Raps vor Weizen  (Gelesen 13714 mal)

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Heiner

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Re: Zwischenfrucht nach Raps vor Weizen
« Antwort #30 am: 13. September 2019, 21:14:49 »

Ob das nun Sinn macht oder nicht sei mal dahingestellt, rechtlich spricht nichts dagegen zu der ZF Gülle auszubringen solange man das noch darf.

Hallo,

das bezieht sich bestenfalls auf Bayern.
Hier in NRW dürfen Zwischenfrüchte, die nicht vor Sommerungen stehen nicht gedüngt werden.


Wäre nach Raps nicht zum Beispiel eine schnelle Saat von Hafer sinnvoll ? Hafer müsste doch einen Gang mit dem Mulcher überleben, wenn jener noch nicht schosst.

was willst Du denn abmulchen ?
Die Rapsstoppel ?
Ist das nicht sinnvoller dann vor der Saat zu mulchen ?
Den Ausfallraps ?
Der kommt auch wieder und er muss ja auch eine gewisse Größe haben um vom Mulcher erfasst zu werden. Wenn der Mulcher in die Erde fasst, dann ist auch der Hafer weg. Hafer ist aber grundsätzlich schon geeignet.

Heiner
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sten

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Re: Zwischenfrucht nach Raps vor Weizen
« Antwort #31 am: 14. September 2019, 01:11:36 »

Wenn eine Zwischenfrucht nach Raps vor Weizen etabliert werden soll, dann muss das fix nach der Ernte passieren. Mulchen würde ich dann tatsächlich den Raps und die Stoppeln wollen. Ist auch nur eine Idee, um phytosanitär keine Probleme im nachfolgenden Weizen zu haben und trotzdem den Stickstoff zu binden.
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Gameorg

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Re: Zwischenfrucht nach Raps vor Weizen
« Antwort #32 am: 14. September 2019, 10:50:30 »

Hängt hald immer von der witterung ab. Bei uns gabs rasch nach der Ernte Niederschlag, somit kam ein guter teil des ausfallrapses raus, dann buchweizen drübergestreut und dann stoppel , ausfallraps und buchweizen in einem gang eingearbeitet (kurzscheibenegge) Günstig und effektiv

buchweizen halber meter hoch und raps unterdrückt.

Eine Saat ohne vorher ankeimenden Ausfallraps is mmn. Zum scheitern veurteilt. Gegen raps ist kein Unkraut gewachsen.

Buchweizen geht rasch in die höhe und eignet sich gut nach raps.


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Heiner

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Re: Zwischenfrucht nach Raps vor Weizen
« Antwort #33 am: 14. September 2019, 22:55:37 »

Wenn eine Zwischenfrucht nach Raps vor Weizen etabliert werden soll, dann muss das fix nach der Ernte passieren. Mulchen würde ich dann tatsächlich den Raps und die Stoppeln wollen. Ist auch nur eine Idee, um phytosanitär keine Probleme im nachfolgenden Weizen zu haben und trotzdem den Stickstoff zu binden.

Hallo sten,

mit dem Ausfallraps hast Du im folgenden Weizen keine Probleme.
Es geht dabei um Probleme die in Rapsfruchtfolgen im Raps auftreten können :

- Kohlhernie -
ab dem 4-Blattstadium kann der Raps wenn er mit Kohlhernie infiziert ist wieder sporulieren.

- Verticillium -
die Rapswurzel sollte möglichst zeitnah nach der Ernte vom Reststängel getrennt werden, damit die Versorgung des Pilzes wenn dieser die Pflanze infiziert hatte unterbrochen wird

- kleine Kohlfliege -
der Ausfallraps ist aufgrund seines Entwicklungsstadiums oftmals sehr attraktiv für die kleine Kohlfliege. Daher sollte er deutlich eher umgebrochen werden als die Larven sich zu verpuppen beginnen.
Dieses Problem betrifft aber Rapsflächen die im nächsten Jahr in der Nähe dieser Fläche ausgesät werden.

- Phoma -
Phomasporen werden von den nicht eingearbeiteten Rapsstoppeln verbreitet und stellen eine potentielle Gefährdung der frisch angesäten Rapsflächen in der Nähe dar.


die Zwischenfrucht Hafer ist für den Weizen kritischer, da hier Blattläuse Verzwergungsviren übertragen können.


Heiner
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agri

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Re: Zwischenfrucht nach Raps vor Weizen
« Antwort #34 am: 15. September 2019, 08:01:36 »

Heiner ,

eine ernst gemeinte Frage .

Macht das ganze denn wirklich Sinn ?
da ausser Hafer ja auch andere Zwischenfrüchte Wirtspflanzen für div. Schädigungen sind .

Ergibt nicht der Raps selbst genug Probleme die zu erledigen sind wie mehrfache Auflaufwellen um Altraps im Feld zu vermeiden , sprichwort - Schwarzhalten ?
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Ansgar

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Re: Zwischenfrucht nach Raps vor Weizen
« Antwort #35 am: 15. September 2019, 09:05:17 »

die Zwischenfrucht Hafer ist für den Weizen kritischer, da hier Blattläuse Verzwergungsviren übertragen können.

Richtig! Wenn ich schon den ganzen Rauhafer in den Zwischenfruchtmischungen sehe, dann könnte ich eine Krise kriegen! :o :o :o
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angusy

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Re: Zwischenfrucht nach Raps vor Weizen
« Antwort #36 am: 15. September 2019, 09:52:58 »


Macht das ganze denn wirklich Sinn ?

Aus meiner Sicht: Nein.

Habe es vor Jahren mal versucht mit der Zwischenfrucht nach Raps vor Weizen in verschiedenen Varianten.

Mein  Fazit: Es schafft mehr Probleme  als es  löst !
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Tim

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Re: Zwischenfrucht nach Raps vor Weizen
« Antwort #37 am: 15. September 2019, 10:12:22 »

in den englischen beiträgen auf twitter liest man dazu häufig das buchweizen eine eindämmende/vergrämende wirkung auf rapserdfloh hat (dann aber auch meist nicht in die rapsstoppel, sondern als begleitpflanze zur rapsaussaat)

buchweizen soll phospor lösen und er wächst schnell .. dennoch , thema mäuse usw. verbietet das eigentlich und witterungstechnisch ist es hier aktuell im grunde zu trocken um überhaupt irgendwas auf kniehöhe zu dulden, was wasser verbraucht
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Ansgar

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Re: Zwischenfrucht nach Raps vor Weizen
« Antwort #38 am: 15. September 2019, 10:24:39 »

Hat NobbyNobs da nicht mal mit Untersaaten im Raps was versucht, die im Winter dann abfrieren sollten? Was ist daraus geworden, ich finde es leider auf die Schnelle nicht mehr... :frage: :nixweiss:
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Schnortz

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Re: Zwischenfrucht nach Raps vor Weizen
« Antwort #39 am: 15. September 2019, 22:12:56 »

Zuletzt, so meine ich, waren es Ackerbohnen.
https://www.agrowissen.de/de/forum/index.php?topic=17703.315
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Heiner

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Re: Zwischenfrucht nach Raps vor Weizen
« Antwort #40 am: 16. September 2019, 20:35:25 »

Heiner ,

eine ernst gemeinte Frage .

Macht das ganze denn wirklich Sinn ?
da ausser Hafer ja auch andere Zwischenfrüchte Wirtspflanzen für div. Schädigungen sind .

Ergibt nicht der Raps selbst genug Probleme die zu erledigen sind wie mehrfache Auflaufwellen um Altraps im Feld zu vermeiden , sprichwort - Schwarzhalten ?

Hallo agri,

es kann Sinn machen … muss es aber nicht !

Es kommt nun mal ganz darauf an welche Ziele Du verfolgst und wie Du sie angehst :

Es macht Sinn, wenn man was für das Bodenleben tun will, um dadurch seine Erträge zu sichern. Dann ist es sinnvoll den Boden bewachsen zu halten, aber mit einer Mehrzahl an Pflanzenarten. Man hat dann natürlich eine Vielzahl an Microorganismen, die sich aber gegenseitig Konkurrenz machen.

Es macht keinen Sinn, wenn man das nur aus Schluderei macht und nur den Ausfallraps wachsen lässt, aber keine Vielfalt und keinen schonenden Umgang mit dem Boden hat. Wenn es keine Gegenspieler für die problematischen Microorganismen gibt und die Pflanzen unausgewogen ernährt sind, dann ist das Feld frei für Probleme aller Art.

Man muss sich also schon darüber klar sein welchen Weg man erfolgreich gehen will.
Entweder den der Vielfalt oder den der Hygiene.
Ein planloses Mischmasch taugt nicht wirklich.


Heiner
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agri

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Re: Zwischenfrucht nach Raps vor Weizen
« Antwort #41 am: 16. September 2019, 21:13:38 »

Ja Heiner das macht sinn bei deinen schon gewichtigen Argumenten , nur .

Wenn ich einen Raps ausreifen lasse und sorten wähle welche einen gesunden Raps mit später Reife sind dann dresche ich nicht vor dem 8 . Augst , dies Jahr der 12.

Wenn ich keinen Ausfallraps aufwachsen lassen möchte dann muss ich reagieren , entweder flach scharen oder Mulschen und trotzdem min 3. Wochen warten denn auch in der vielfältigen Zwischenfrucht darf dann kein Raps stehen .

Das heist ich bin im September und ich möchte und bin geraten eine möglichst Trockene  bis feuchte Saat zum Weizen zu bringen , einigermaßen sicher geht das bis anfang Ocktober und ob sich in dieser kurzen Zeit eine sinnvolle Zwischenfrucht entwickelt , brrrr .
Die Zwischenfrüchte hier bekommen meist erst fahrt mitte Oktober und entwickeln sich wenn noch lange Vegie ist .

und dann hab ich noch nicht den Wasserverbrauch und die jetzigen beiden recht trockenen Jahre berücksichtigt , für mich eine sehr fragliche entscheidung .
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Heiner

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Re: Zwischenfrucht nach Raps vor Weizen
« Antwort #42 am: 24. September 2019, 22:04:44 »

Hallo,

heute ist die Zwischenfrucht nach Raps in die ewigen Jagdgründe eingegangen …  ;)

Heiner
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Heiner

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Re: Zwischenfrucht nach Raps vor Weizen
« Antwort #43 am: 25. Dezember 2019, 20:02:33 »

Hallo,

ich hatte bislang geglaubt, dass die Zwischenfrucht nach Raps aufgrund des bescheidenen Wachstums durch den extrem trockenen Sommer so gut wie keine Effekte hatte, bin jetzt aber doch eines besseren belehrt worden. Aufgrund der nassen Witterungsbedingungen und weiterer 20 mm Niederschlag von gestern konnte man heute so stark wie nicht zuvor den Unterschied zwischen meiner Methode und der Mulchsaat meines Nachbarn an Krümelstruktur und Farbe des Bodens erkennen.

Heiner
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Hendrikzwo

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Re: Zwischenfrucht nach Raps vor Weizen
« Antwort #44 am: 29. Dezember 2019, 18:28:11 »

Hallo,

ich wollte hier auch mal kurz meine Erfahrungen mit Zwischenfrucht nach Raps darlegen.
Geerntet wurde am 22.07., am gleichen Tag kam der Claydon-Striegel zum Einsatz.
Am 8.08. wurde dann der Ausfallraps, ca. 2t pro ha nach einem Hagel 6 Tage vor der Ernte, mit einer Väderstad CCD auf etwa 2cm gelüftet, tiefer wäre auch wegen Trockenheit nicht möglich gewesen.
Am 21.08. erfolgt die Aussaat der ZF aus Buchweizen, Phacelia und Sommerwicke mit meiner Accord DA und Kreiselegge ca. 3cm (Bild 1), wobei nochmal eine Welle Ausfallraps beseitigt wurde. Der schon etwas größere Raps überlebt hier aber. Bild 2 und 3 zeigen dann das Feld 4 Wochen später. Der Buchweizen wächst trotz trockenen Bedingungen schneller als der gleichzeitig aufgelaufene Ausfallraps, den bereits größeren Raps kann er aber nicht unterdrücken. Bild 4 zeigt den Bestand vor dem Umbruch am 06.10., dieser erfolgte mit der CCD auf 4cm, anschließend Aussaat der Gerste mit der Accord. Das ging problemlos, auf Grund von kräftigem Regen anfang Oktober, ca. 40mm in 4 Tagen, habe ich keine Flächenrotte durchgeführt sondern 2 Tage nach dem Umbruch gesät. Bild 5 zeigt den Bestand jetzt Ende Dezember. Im Vordergrund hat Laub die Gerste abgedeckt.

Hendrik
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