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Autor Thema: Rückfahrkamera Erfahrungen  (Gelesen 15539 mal)

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dealer

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Rückfahrkamera Erfahrungen
« am: 19. Mai 2013, 15:19:49 »

Hallo,
ich plane auf meinen Traktor eine Rückfahrkamera aufzubauen. Hauptsächlich will ich diese bei der Bodenbearbeitung einsetzen (grubbern, pflügen, ...) Dann sollte mit dem krummen und verdrehten sitzen hoffentlich Schluß sein.
Nun hab ich natürlich schon das Forum durchstöbert und gegoogelt und bin auf einige Firmen gestossen:
- motec
- sharpvision
- luis
- diverse ebay Anbieter
Die Preise gehen von 100€ bis 1000€. Ich war überrascht wie günstig es solche Systeme schon gibt.
Nur sollen die auch für den Anwendungsfall funktionieren (Regen, Staub, unterschiedliche Lichtverhältnisse, Vibrationen)

Was sind eure Erfahrungen mit den Rückfahrkameras?
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Euro-T

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Re:Rückfahrkamera Erfahrungen
« Antwort #1 am: 19. Mai 2013, 15:27:28 »

Was genau erhoffst du denn in der Kamera dann zu sehen was dir das umdrehen erspart ?

Bin da sehr skeptisch, egal wie teuer ein System ist. Zum rangieren oder Düsenüberwachung hinter der Spritze etc. eine super Sache, denke das muß nicht diskutiert werden.
Aber um z.B. einen Erdfluß in einem Grubber zu beobachten wird eine Kamera keinen Schulterblick ersetzen.

Mag aber evtl. auch eine Typfrage sein, z.B. gibt es ja unbestritten ein paar Maxtrons welche auch gefahren werden. Dort kann man die Rodeschare aber nur per Kamera sehen. Die paarmal die ich das Vergnügen hatte war es nicht nur ungewohnt, sondern für mich einfach schlicht undenkbar einen Roder immer am Optimum zu fahren wenn man die Rodeorgane nicht in voller Größe direkt vor Augen hat um vernünftig regeln zu können. Scheint ja aber doch irgendwie zu gehen. 
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Gruß

~~ Olli

jotesen

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Re:Rückfahrkamera Erfahrungen
« Antwort #2 am: 19. Mai 2013, 20:49:51 »

Ich benutzte verschiedene ebay-billigvarianten. an unsern beiden mähdreschern sind welche mit 2 kameras mit kabelverbindung. Die funktionieren unter den meisten umständen sehr gut, allerdings benutze ich die eine kamera nur um zu sehen, wo ich hin fahre und das funktioniert sehr gut. Die andere habe ich im Siebraum, einfach nur, weil ich die halt hatte und mal schauen wollte, was man da so sieht. nutzt recht wenig, aber ich habe sie einfach weiter runter gedreht und sehe nun so mein zugmaul, was praktisch ist beim schneidwerkswagen anhängen.
Die Kameras sind mit Infrarot-LEDs ausgestattet und haben einen Sichtwinkel von 120°

In meinem Fendt Vario 818 habe ich ebenfalls was von ebay. Allerdings mit 2 Funkkameras, die sonst aber ziemlich gleich sind. Die dinger reichen aber nicht um genau zu sehen, wie der Gutfluß im Grubber ist. Aber die sind super um zu sehen, wie es im korntank der drille ist und ich habe eine hinter der drille, damit ich beim zurücksetzten nirgends gegen fahre.
Weil der monitor noch nen eingang hatte, habe ich mir noch eine kleine billige kamera unterm kennzeichen angebracht, die ich nun als 3. rückspiegel benutze, was sich sehr gut macht, wenn ich beispielsweise mit der lemken rubin unterwegs bin, weil die eingeklappt die sicht im rückspiegel deutlich behindert.

Ich habe ausschließlich Monitore mit 7" gewählt, weil mir alles kleinere irgendwie doof vor kam. die Monitore sind bei mir hängend in der Kabine angebracht, was dazu führt, dass man nicht dauerhaft drauf sehen kann, weil das zu hoch ist, aber dafür stören sie da sehr wenig.
Mein bruder hat in seinem 820 eine kamera für den saattank mit 5" monitor, was für die überwachung eines saattanks ok ist, aber mehr auch nicht.
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ct

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Re:Rückfahrkamera Erfahrungen
« Antwort #3 am: 19. Mai 2013, 22:28:36 »

Wir haben auch eine Kamera mit Kabel hinten am Drescher. Habe ich im Autoteilezubehör für 180 EUR erstanden. Geht eigentlich ganz gut. Was nicht gut geht sind extreme Wechsel bei den Lichverhältnissen (Rausfahren aus der Scheune, Drinnen dunkel, draussen hell, oder umgekehrt). Da braucht das System dann einen Neustart um wieder akkurat anzuzeigen. Aber zum Rangieren und Heranfahren an den Schneidwerkswagen echt top. Außerdem stört das Teil unser Funkgerät.
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jotesen

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Re:Rückfahrkamera Erfahrungen
« Antwort #4 am: 20. Mai 2013, 22:33:20 »

Licht ist immer ein Problem, vieles läst sich verbessern, wenn man eine Kamera hat mit som Schirmchen oben drauf. der gehört so weit wie möglich runter (also fast ins Bild), dadurch fällt weniger Licht auf den Lichtsensor und die Dinger arbeiten einfach besser.

Problematisch isses eigentlich nur, wenn man rückwärts in die Halle will und draußen scheint die Sonne, dann ist die Kamera auf helle Umgebung eingestellt und man sieht absolut gar nicht in der dunkleren Halle.

Das hat sich bei uns aber von alleine erledigt. Seit wir die Kameras dran haben, fahren wir nur noch vorwärts in die Hallen und rückwärts raus. Mein Vater wollte früher, dass wir immer rückwärts drin stehen um im Falle eines Brandes schnell raus zu kommen, aber ist Blödsinn, mit Kamera sind wir rückwärts genauso schnell draußen, wie vorwärts. Mal abgesehen davon glaube ich eh kaum, dass wir die da noch raus fahren, wenn es da brennt. Ist doch viel zu gefährlich, aber das ist ja hier nun wirklich nicht von Belang.


Also wie gesagt, man sollte kein glasklares Bild erwarten, zumal wir ja alle mehr oder weniger im Staub arbeiten. Und problematische Lichtverhältnisse wie eben hier beschrieben machen das nicht besser, aber es erhöht Sicherheit und Komfort wesentlich und gehört bei mir heute zur Grundausstattung.
Mittelfristig sollen auch alle Anhänger und ähnliche Geräte bei mir eine Kamera ans Heck bekommen, dann muss man zwar ein Kabel mehr einstecken, aber das ist es mir wert.
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Euro-T

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Re:Rückfahrkamera Erfahrungen
« Antwort #5 am: 20. Mai 2013, 22:53:07 »

Licht ist immer ein Problem, vieles läst sich verbessern, wenn man eine Kamera hat mit som Schirmchen oben drauf. der gehört so weit wie möglich runter (also fast ins Bild), dadurch fällt weniger Licht auf den Lichtsensor und die Dinger arbeiten einfach besser.

Zu dem Thema haben wir hier im Forum irgendwann mal genau das Gegenteil "erarbeitet". Unter anderem bei mir funktioniert es wesentlich besser wenn das Schirmchen relativ weit oben ist. Ich denke es kommt drauf an wo der Sensor sitzt, manchmal kann ein runtergeschwenktes Schirmchen auch das Genteil bewirken.

Finde aber grad das Thema nicht mehr...
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Ansgar

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Re:Rückfahrkamera Erfahrungen
« Antwort #6 am: 20. Mai 2013, 23:20:41 »

Zu dem Thema haben wir hier im Forum irgendwann mal genau das Gegenteil "erarbeitet". Unter anderem bei mir funktioniert es wesentlich besser wenn das Schirmchen relativ weit oben ist. Ich denke es kommt drauf an wo der Sensor sitzt, manchmal kann ein runtergeschwenktes Schirmchen auch das Genteil bewirken.

Finde aber grad das Thema nicht mehr...

http://www.agrowissen.de/de/forum/index.php?topic=6400.msg83989#msg83989
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Re:Rückfahrkamera Erfahrungen
« Antwort #7 am: 21. Mai 2013, 20:30:45 »

Hallo,
Danke für eure Beiträge, nur was ist jetzt für meine Anwendung jetzt die richtige Kamera  :-\
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Henrik

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Re: Rückfahrkamera Erfahrungen
« Antwort #8 am: 31. Juli 2017, 23:08:17 »

Habe jetzt am Mähdrescher eine Kamera von Claas nachgerüstet. Nicht ganz billig, aber wichtig war mir das sie vernünftig funktioniert, das tut sie super. War eine gute Entscheidung.  :)
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Sven1971

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Re: Rückfahrkamera Erfahrungen
« Antwort #11 am: 01. August 2017, 10:10:37 »

Ich warte da im Moment noch ein bisschen ab. Soweit ich im Buschfunk höre, kommen in Kürze die ersten zugelassenen Frontkamerasysteme auf den Markt. Wenn das soweit ist, wird die Rennleitung dann sicherlich ein Auge darauf werfen, wenn ohne Fronkameras kein Einweiser dabei ist. Dann passt die Förderung der Berufsgenossenschaft für Kameras sehr gut dafür.
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Wetterauer

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Re: Rückfahrkamera Erfahrungen
« Antwort #12 am: 01. August 2017, 10:15:48 »

Bei einem Preis von 1500 € für ein Frontkamera System bei frontmähwerk ...kommt es auf die 100 € Zuschuss dann auch net mehr drauf an ...
 Das ist ein kleiner Obolus mehr net
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Ede

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Re: Rückfahrkamera Erfahrungen
« Antwort #13 am: 01. August 2017, 10:46:35 »

wird die Rennleitung dann sicherlich ein Auge darauf werfen, wenn ohne Fronkameras kein Einweiser dabei ist
Das glaube ich nicht. "Zufallsfunde" werden vielleicht mal geahndet, ansonsten wird da nix wilder als es bisher war. Man braucht den Einweiser ja nur an unübersichtlichen Einmündungen oder wie es da im Gesetz heißt, und das war bisher auch schon so. Meine Ausfahrten habe ich selbst im Griff (mit der Motorsäge), und ansonsten wähle ich die Route so, daß es paßt. Das ist hier, auf meinen zu fahrenden Strecken, ohne große Umwege möglich.

Und ich seh es auch so, wie Wetterauer, bei den Kosten für so ein Teil ist es nur ein kleiner Obulus.


Gruß
Ede
« Letzte Änderung: 01. August 2017, 10:59:44 von Ede »
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spunky

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Re:Rückfahrkamera Erfahrungen
« Antwort #14 am: 02. August 2017, 23:23:04 »

Hallo,
Danke für eure Beiträge, nur was ist jetzt für meine Anwendung jetzt die richtige Kamera  :-\
wir haben auf dem Drescher auch zwei Billigkameras (Zugmal, Rückfahr) und eine auf der Drille, seit 5 Jahren in betrieb, keine Störungen, Nachtsicht gut, man sieht jeden Strohhalm der rausfällt. Also probier erst die billigen, am besten mit 4-Pin Stecker, die sind am einfachsten zu betreiben.

z.B.: http://www.ebay.de/itm/162230647618
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