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Autor Thema: In Gülle Kalk oder Säure einmischen? Was ist nun wirklich besser?  (Gelesen 40844 mal)

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tomiq

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Re: In Gülle Kalk oder Säure einmischen? Was ist nun wirklich besser?
« Antwort #30 am: 05. Februar 2017, 20:54:20 »

Zitat
Hallo tomiq,

wie kommst du auf 6 Liter pro m³, hast du da irgendwelche Infos zu? Im Internet kursieren ja zahlen zwischen 2 und 4 Liter....
Ich hab mal nachgesehen. Unser Gärrest hat einen ph Wert von 7,9. Zielgröße ist ja ph Wert 6 oder?? Kann man sich irgendwo nachlesen wieviel Säure man zudosieren muss bei jeweiligem ph Wert??

Die Aussage kam von GeoKonzept ... man braucht bei Gärsubstrat ca. die doppelte Menge Schwefelsäure wie bei Gülle, um das
Substrat auf einen pH Wert von 6 einzustellen.

In meinen Augen klingt das schon logisch, da das Gärsubstrat im Fermenter einen gewissen Säurepuffer benötigt, damit die BGA
nicht in eine Hydrolyse abdriftet. Der FOS/TAC Wert in der BGA sagt ja das Verhältnis der Säuren zu der Pufferkapazität
aus ... zu Beginn meiner Biogaskarriere im Jahr 2004 habe ich den Test selbst durchgeführt, um etwas "Sicherheit" beim
Erfahrungssammeln zu bekommen.

Der SysreN Sensor mißt permanent den PH-Wert vom ausgebrachten Substrat und dosiert dann in Abhängigkeit der
Abweichung eben mehr oder weniger Schwefelsäure hinzu. So wurde es mir von Seiten GeoKonzept erklärt.


ade
tomiq
 
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nacki13

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Re: In Gülle Kalk oder Säure einmischen? Was ist nun wirklich besser?
« Antwort #31 am: 07. Februar 2017, 10:44:43 »

Ich habe gestern und heute mit dem Morten Torft eine ganze Zeit telefoniert. Er hat mir alles sehr ausführlich und genau erklärt. In Dänemark laufen von dem System nach seiner Aussage schon über 140 Maschinen. Es hat sich dort wohl schon gut etabliert. Die Lohnunternehmer Blunk aus Schleswig-Holstein bekommt dieses Frühjahr auch eine Maschine.

Nochmal zu der erforderlichen Menge an Schwefelsäure und den kosten dazu. Er meinte das Biogasgülle durch den hohen ph Wert nicht bis auf 6 runtergesäuert werden muss um die Ammoniakverluste zu reduzieren. Es haben wohl versuche gezeigt das ein ansäuern auf ph 6,5 bis 7 ausreichen. Dafür wären dann nicht 6 Liter notwendig sondern 3 oder 4. Ich habe beim örtlichen Landhändler mal den Preis für einen LKW Zu Loose Schwefelsäure angefragt. Die Tonne kostet 112,50 €. Das ergibt einen Literpreis von 0,2€. Das macht die ganze Sache natürlich wesentlich interessanter...   

nacki
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Prettnick

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Re: In Gülle Kalk oder Säure einmischen? Was ist nun wirklich besser?
« Antwort #32 am: 13. April 2017, 12:42:07 »

Die Firma JH Agro hat ein stationäres System womit angeblich schon der Verlust im Stall vermindert wird und somit die stalluft verbessert.

https://www.einstreuroboter.de/jh-gülleansäuerung/jh-gülleansäuerung-nh4/gülleansäuerung-rinder/
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Farmer

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Re: In Gülle Kalk oder Säure einmischen? Was ist nun wirklich besser?
« Antwort #33 am: 13. April 2017, 21:31:06 »

Hallo
Sehr interessanter Link, bin sehr gespannt ob sich die Absenkung des Ph Wertes mit der neuen DÜV. rechnen wird.
Für mich macht die Sache Sinn.
Gruß Walter
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Ede

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Re: In Gülle Kalk oder Säure einmischen? Was ist nun wirklich besser?
« Antwort #34 am: 13. April 2017, 21:58:44 »

Greift die Gülle nicht den Beton der gruben/Behälter an, wenn sie angesäuert ist?
Ansonsten könnte das ne echte alternative sein, wenn das von teurer Ausbringtechnik befreien würde.

Gruß
Ede
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John_Seymour

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Re: In Gülle Kalk oder Säure einmischen? Was ist nun wirklich besser?
« Antwort #35 am: 14. April 2017, 12:59:24 »

Ja, die Betonverträglichkeit ist bestimmt bedenklich bei pH < 7, befürchte ich.

Das gleiche Problem kennt man auch aus dem Abwasserbereich.
« Letzte Änderung: 14. April 2017, 22:19:44 von John_Seymour »
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