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Autor Thema: Zuckerrübenblattsilage  (Gelesen 19088 mal)

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clara

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Zuckerrübenblattsilage
« am: 02. September 2007, 22:27:28 »

Ein rasches Hallo in die Runde,

wer von euch siliert eigentlich noch Rübenblätter mit ein?

Wäre es nicht auch noch eine nutzbare Futterquelle in Jahren wie diesen, wo das Getreide so kostenintensiv für die Viehleute ist?

Viele Grüße

Anja
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Kai

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Re: Zuckerrübenblattsilage
« Antwort #1 am: 02. September 2007, 23:07:00 »

was ich mich frage:
wieso wird das rübenblatt nicht für die biogaserzeugung verwendet ?
weiß jemand von euch welchen düngewert rübenblatt hat ?
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Ruebe

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Re: Zuckerrübenblattsilage
« Antwort #2 am: 02. September 2007, 23:29:32 »

Beim Blatt ist die Bergung das logistische Problem ... oft nass im Untergrund, Blatt nass, viel Sickersaft, teure Bergungstechnik
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Kai

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Re: Zuckerrübenblattsilage
« Antwort #3 am: 02. September 2007, 23:35:34 »

was ist daran teuer ?
das überladeband an roder? etwas länger bauen und dann kommt es auch auf größere anhänger.
wenn es trocken ist geht alles, und wenn es nass ist wird halt nicht abgefahren.
stroh einmischen, was den sickersaft aufsaugt.

das ist doch bestimmt günstiger wie maisanbau und ps wahnsinn beim häckseln oder ?
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Rabe

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Re: Zuckerrübenblattsilage
« Antwort #4 am: 02. September 2007, 23:42:28 »

was ich mich frage:
wieso wird das rübenblatt nicht für die biogaserzeugung verwendet ?
weiß jemand von euch welchen düngewert rübenblatt hat ?

Eine Tonne Rübenblatt enthällt 5kg N, 1,1kg P und 7kg K

Quelle: http://www.weihenstephan.de/ui/forsch/kora/koraa.htm

was ist daran teuer ?
das überladeband an roder? etwas länger bauen und dann kommt es auch auf größere anhänger.
wenn es trocken ist geht alles, und wenn es nass ist wird halt nicht abgefahren.
stroh einmischen, was den sickersaft aufsaugt.

Dadurch wird aber die Rohstoffbeschaffung für die BG schwerer Planbar, da große Mengen an Rohstoff beschafft werden müssen. Stroh würde sich zwar fürs Sickerwasser aufsaugen eignen, hat aber den Nachteil das es wegen der langen Verweildauer von Biogasanlagenbetreibern nur ungern eingesetzt wird. Deshalb fahren ettliche Hähnchenmäster (die BG- Anlagen betreiben) Versuche mit Mais/ GPS- Silage als Einstreu.

MfG
« Letzte Änderung: 02. September 2007, 23:52:51 von Rabe »
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Hilko

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Re: Zuckerrübenblattsilage
« Antwort #5 am: 03. September 2007, 00:48:46 »

. Deshalb fahren ettliche Hähnchenmäster (die BG- Anlagen betreiben) Versuche mit Mais/ GPS- Silage als Einstreu.

MfG


Moin,

daneben hat sich gezeigt das es bei Maiseinstreu auch noch positive Nebeneffekte einstellen. Die Stallgesundheit verbessert sich durch Maiseinstreu, genaue Prozentzahlen weiss ich nun nich mehr aus dem Kopf, aber die Zahlen waren nicht unerheblich.

MfG Hilko
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clara

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Re: Zuckerrübenblattsilage
« Antwort #6 am: 03. September 2007, 10:57:02 »

was ich mich frage:
wieso wird das rübenblatt nicht für die biogaserzeugung verwendet ?
weiß jemand von euch welchen düngewert rübenblatt hat ?

Eine Tonne Rübenblatt enthällt 5kg N, 1,1kg P und 7kg K

Quelle: http://www.weihenstephan.de/ui/forsch/kora/koraa.htm

was ist daran teuer ?
das überladeband an roder? etwas länger bauen und dann kommt es auch auf größere anhänger.
wenn es trocken ist geht alles, und wenn es nass ist wird halt nicht abgefahren.
stroh einmischen, was den sickersaft aufsaugt.

Dadurch wird aber die Rohstoffbeschaffung für die BG schwerer Planbar, da große Mengen an Rohstoff beschafft werden müssen. Stroh würde sich zwar fürs Sickerwasser aufsaugen eignen, hat aber den Nachteil das es wegen der langen Verweildauer von Biogasanlagenbetreibern nur ungern eingesetzt wird. Deshalb fahren ettliche Hähnchenmäster (die BG- Anlagen betreiben) Versuche mit Mais/ GPS- Silage als Einstreu.

MfG

. Deshalb fahren ettliche Hähnchenmäster (die BG- Anlagen betreiben) Versuche mit Mais/ GPS- Silage als Einstreu.

MfG


Moin,

daneben hat sich gezeigt das es bei Maiseinstreu auch noch positive Nebeneffekte einstellen. Die Stallgesundheit verbessert sich durch Maiseinstreu, genaue Prozentzahlen weiss ich nun nich mehr aus dem Kopf, aber die Zahlen waren nicht unerheblich.

MfG Hilko


Hallo Männer,

danke das ihr euch so rege beteiligt, aber es geht mir nicht darum, was man alles in die Biogasanlage kippen kann, sondern, wie man Rübenblatt verfüttern kann.

Es geht mir darum, wie kann ich mit vorhandenen Mitteln kostengünstig Futter werben und bergen- gerade im Hinblick auf die aktuellen Kraftfutterpreise. Hochleistungskühe brauchen "was vernünftiges" zu fressen, sonst fallen sie in der Leistung ab. Bei der Biogasanlage ist "egal", ob das kg TS 6,0 oder 6,5 MJ NEL hat. ABER die Kuh hat nur ein begrenztes Futteraufnahmevermögen und deshalb mache ich mir Gedanken, wie kann ich das Grundfutter in der Leistung schmackhaft, kostengünstig und wiederkäuergerecht produzieren.

Noch hat jeder Rübenbauer die Option das Blatt zu bergen, weil die meisten Rüben ungeerntet sind. Oder wird das Blatt nicht mehr verfüttert wegen der intensiven Bestandesführung mit PSM?

Also, deshalb noch mal meine Frage, wer mischt Rübenblatt oder Rübenschnitzel mit in die Maissilage?

Viele Grüße und frohes Schaffen

Anja
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Thomas

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Re: Zuckerrübenblattsilage
« Antwort #7 am: 03. September 2007, 12:54:55 »

Hallo,

ich hab früher ZR-Blattsilage verfüttert. Zunächst mal ein tolles Futter, sofern die Mengen begrenzt eingesetzt werden.

Das größte Problem ist der gigantische Sickersaftanfall, der die meisten Siloanlagen vor ein Problem stellt. Früher wurde einfach eine Feldmiete angelegt und fertig. Das geht in diesem Fall heute zum Glück nicht mehr.

Transport usw ist doch alles bekannte Technik und kein Problem. Wie das beim SF-Rübenroder möglich ist, bin ich mir nicht sicher. Bei absetzigen Verfahren war das Überladeband jedenfalls mit dran.

Aber wenn ich heute entscheiden sollte, wäre ZR-Blattsilage kein Thema für mich, weil einfach riesige Mengen an Futter schon vorhanden sind und noch gewaltigere Mengen an Mais dazu kommen. Ich brauch das schlicht und einfach nicht. Mais dreschen oder sowas kommt bei mir nicht in Frage, da noch Folgefrüchte rein sollen bzw. Begrünung. Biogasanlagen haben selbst genug bzw. bezahlen nicht genug. Also Mais ins Futter, Rübenblatt auf dem Acker und als gute organische Düngung im nächsten Jahr mit anrechnen.
Das größte Problem bei mir ist aber der Sickersaft.

Ob Einmischen geht oder Sinn macht? Keine Ahnung. Vielleicht beim recht trockenen Mais denkbar. Aber wie verhält sich die Plane, wenn das ganze Zeugs zusammensackt? Ist die Miete dann noch sturmfest usw.? Schnitzel zum Aufsaugen des Saftes sind wohl zu teuer (und dann ist noch mehr Futter da....). Und dann der zusätzliche Aufwand / Organisation beim Silieren... Wohl unmöglich sofern nicht wirklich enormer Futterbedarf vorhanden ist.

Grüße,
Thomas
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Matthias

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Re: Zuckerrübenblattsilage
« Antwort #8 am: 03. September 2007, 13:23:02 »




Hallo Männer,

danke das ihr euch so rege beteiligt, aber es geht mir nicht darum, was man alles in die Biogasanlage kippen kann, sondern, wie man Rübenblatt verfüttern kann.

Es geht mir darum, wie kann ich mit vorhandenen Mitteln kostengünstig Futter werben und bergen- gerade im Hinblick auf die aktuellen Kraftfutterpreise. Hochleistungskühe brauchen "was vernünftiges" zu fressen, sonst fallen sie in der Leistung ab. Bei der Biogasanlage ist "egal", ob das kg TS 6,0 oder 6,5 MJ NEL hat. ABER die Kuh hat nur ein begrenztes Futteraufnahmevermögen und deshalb mache ich mir Gedanken, wie kann ich das Grundfutter in der Leistung schmackhaft, kostengünstig und wiederkäuergerecht produzieren.

Noch hat jeder Rübenbauer die Option das Blatt zu bergen, weil die meisten Rüben ungeerntet sind. Oder wird das Blatt nicht mehr verfüttert wegen der intensiven Bestandesführung mit PSM?

Also, deshalb noch mal meine Frage, wer mischt Rübenblatt oder Rübenschnitzel mit in die Maissilage?

Viele Grüße und frohes Schaffen

Anja

Hallo,

Du hast dein Thema Rübenblattsilage genannt, was ist daran falsch wenn da auch noch über eine anderweitige Nutzung mitdiskutiert, letztendlich geht es doch um das selbe, Nutzung von Ressourcen. Diese starren Vorgaben und vor allem die Maßregelungen gehen mir langsam auf den Geist.

Das Problem ist denke ich die ordentliche und vor allem hygienische Silierung und wie schon gesagt wurde der Sickersaftanfall. Ich höre immer von den Horrorgeschichten wenn Rübenblattsilage verfüttert wurde, da trafen die Kühe beim Schei... aus 9m Entfernung einen Flaschenhals.

Die Logistik bei der Ernte sollte kein Problem sein, nur das mischen mit Mais denke ich da muss alles passen, außerdem kann das auch schnell in die Hose gehen. Das die Miete plötzlich nicht mehr befahrbar ist oder das bei der Entnahme der Mais auf den Blättern abrutscht.

Das ist uns nämlich mit Zuckerrübenschnitzeln so gegangen, wir silieren die schon seit Jahren erfolgreich mit zwischen den Mais. Das eine mal haben wir versucht 400 t unter dem Mais zu silieren also eine Schicht von reichlich einen halben Meter. Ende vom Lied war das die Masse des  Mais der ca 3,5 m darübersilert wurde die Schnitzel vorn rausgequetscht hat und so jedes mal 100 -150 t Silage runtergebrochen sind und Silierverluste ohne Ende verursacht haben.

Also die Nutzung in der BGA halte ich dann schon für sinnvoller (wenn die sich rechnet), da könnte man ja auch das Sickersaftaufkommen mit nutzen und durch die Anlage laufen lassen.

Mfg
Matthias

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Jonny B.Goode

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Re: Zuckerrübenblattsilage
« Antwort #9 am: 03. September 2007, 14:46:40 »



      Zu meiner Jugendzeit wurde hier viel RÜbenblatt siliert.Das grösste Problem war der Schmutzanteil in der Silage.Sickersaft
      war zweitrangig,da die Umweltschutzbestimmungen damals noch gar nicht existierten.In den alten Rübensorten war die Blattmasse
      um einiges höher als heute.Meiner Meinung nach würde sich der Aufwand heutzutage nicht lohnen Rübenblatt ordnungsgemäss
      zu silieren.

     Hier gabs wohl bis zur Ölkrise 73 ne mobile Grünfuttertrocknungsanlage die auch Rübenblatt zu Cobs trocknete.
     Das war wohl das Optimum.

     Schnitzel sowohl siliert als auch als Pellets werden hier in grossen Mengen verfüttert.Die Fabrik liegt quasi vor der Tür.
     Wir selber füttern Pellets an die Pferde.  Hat wohl ne diätetische Wirkung und macht sich bei vielen Pferden Stoffwechselmässig
     positiv bemerkbar.(Mineralstoffgehalt)
                                                               MfG Jo
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halbspaenner

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Re: Zuckerrübenblattsilage
« Antwort #10 am: 03. September 2007, 15:17:00 »

Moin, endlich mal ein "Viehthema", zu dem ich auch was beisteuern kann: Zu den 6-reihigen Holmer- und Roparodern gab es ein Überladeband, es wurde anstelle der Blattschleuder angebracht. Mit der Einführung der Integralköpfer hat sich das Thema wohl erledigt.
Nun noch meine "Erfahrungen" mit Rübenblatt: Bis 1969 hatten wir noch einige Mastbullen auf dem Betrieb und Rübenblattsilage war ein wichtiges Futtermittel in dieser Ackerbaugegend. Gerodet wurde einreihig mit Querschwadablage des Blattes. Siliert wurde in Feldmieten auf dem Vorgewende, der Sickersaft wurde in den Graben abgeführt und verstopfte die Drainagen. Zusammengefahren haben wir das Blatt mit sog. "Siloschwänzen" in der Heckhydraulik und dann mit Vollgas rückwärts auf die Miete, wer zu schnell war, konnte auch hinten wieder runter fallen. Da das Blatt vornehmlich zusammen gefahren wurde wenn es zum Roden zu naß war, könnt Ihr Euch vorstellen, wieviel Erde mit auf den Haufen kam und folglich welche Qualität die Silage hatte. Wenn ich als Halbstarker Futterdienst hatte, konnte es vorkommen, daß nach dem Füttern mehr Erde auf dem Mist entsorgt werden mußte als vorher Silage in der Krippe landete. Dem entsprechend waren auch die Zunahmen und spezialisierte Mäster oder Milchviehhalter haben sich sehr zügig  dem Mais zugewand. Oft hatten die Bullen auch den Schlund mit Rübenköpfen verstopft, entweder haben wir mit einer Schlundsonde versucht den Kopf ganz rein zu stoßen oder der Tierarzt mußte kommen.
Die damaligen Rübensorten hatten einen wesentlich größeren Blattapparat und es wurden mind. 200 kg N/ha gedüngt, das Blatt war "schwarz". Rübenqualität und Zuckergehalt war Nebensache, Hauptsache Menge sowohl Rüben als auch Blatt.
Ich glaube nicht , daß eine Verwertung des Blattes wieder eingeführt wird, auch im Hinblick auf den Düngewert.
Gruß, Rudolf
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Ihr werdet die Schwachen nicht stärken, wenn Ihr die Starken schwächt.
Abraham Lincoln

Matthias

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Re: Zuckerrübenblattsilage
« Antwort #11 am: 03. September 2007, 18:43:25 »

Hallo,

hab gerade mal in die Futterwerttabelle geschaut, Da stehen 171 gr Rohasche für Sauberes Blatt bis  278gr für verschmutztes Blatt, schon aus den Gesichtspunkten halte ich eine Silierung nach dem heutigen Standart für Wiederkäuer für Zweifelhaft. Die Chlostriedien sind wohl nicht in den Griff zu bekommen. Und ob sich bei Energiewerten von 5,1 - 5,8 MJ/NEL ein Vollpumpen  mit Siliermitteln wie Sorbinsäure oder Natriumnitrit (Kofasil) lohnt glaube ich auch nicht.

Das denke ich ist fast auch ein KO-Kriterium für Biogas wenn man sich mit jeder Tonne Trockenmasse 250 kg Dreck in die Anlage fährt wird die nicht lange laufen.

Mfg
Matthias

« Letzte Änderung: 03. September 2007, 19:13:29 von Matthias »
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sebastian

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Re: Zuckerrübenblattsilage
« Antwort #12 am: 03. September 2007, 19:51:38 »

… da kommen ja die Jugenderinnerungen wieder hoch bei dem Thema…
Möchte die Version von Rudolf weitgehend bestätigen; bei uns rodete ein Schmotzer mit Blattquerablage; Rübenblatt wurde mit Kipper zusammengefahren und mit Frontlader oder Bagger auf den Haufen gebracht und das wochenlang…
Daneben gabs noch Futterrüben und alle Getreideflächen wurden selbstverständlich mit diversem Grünraps oder Rübsen bestellt was dann auch tagelang wegsiliert wurde und wenns Wetter mitspielte bis anfang Dezember frisch gefüttert wurde.
Die gute alte Zeit halt… frage mich rückblickend manchmal wie das alles zeitlich auf die Reihe kam…

Letzte Saison war ´88 oder ´89 bei uns…

Meine die Zeit um so was an Hochleistungstiere zu verfüttern ist vorbei. Als Notnagel vielleicht;
Biogas kann ich nicht mitreden; technisch wärs wohl mitunter möglich …

 ;)
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Thomas

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Re: Zuckerrübenblattsilage
« Antwort #13 am: 03. September 2007, 20:27:02 »

Bei den alten Rodern sind auch die wertvollen Rübenköpfe mit ins Blatt gewandert, das ist heute nicht mehr so. Daher ist das ganze auch nicht mehr so gehaltvoll. Bei uns wurde das mit Kippern zusammengefahren und mit dem Frontlader auf einen Haufen geschoben. Wenn dabei mit Sinn und Verstand gearbeitet wurde, kam auch keine Erde mit rein. Das letzte mal war in der Zeit 1997 oder so, da hab ich das auf der Mistplatte zusammengefahren, weil die Jauchgrube dort die Mengen an Saft aufnehmen konnte. Mein Sohn konnte damals schon laufen und war auf den (inzwischen silierten) Haufen geklettert und bis zum Bauch versackt........  :kotz: :kotz:

Gruß
Thomas
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Jonny B.Goode

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Re: Zuckerrübenblattsilage
« Antwort #14 am: 03. September 2007, 22:12:18 »


   Das wär ne Super Idee;

 Von wegen Nostalgie in der Rübenernte.....
 Als im Betrieb meines Vaters noch Blatt siliert wurde,war ne RKS45 von Bleinroth das Maß aller Dinge....
 Da war eigentlich immer etwas dran zu reparieren....war ne Scheisskiste
 War aber geilomat zum rumschustern und verbessern.Bunker vergrössern,verlängern, Zusatzreinigung,2.Siebstern usw
 Der Putzer ging quer zur Rübenreihe....wenn die Schutzmatten vom Putzer nicht überm Boden schleiften hat der dir den ganzen
 Putzerdreck in die Blätter reingeschleudert.Blatt wurde mehr schlecht als Recht in einem querschwad abgelegt.
 Die Nachfolgende Kleine(1rhg)war um einiges besser.Exakte Schwaden.
  Und dann als Jugendliche "Blätterfahren"  (wie die Irren) auch mitm Siloschwanz und dann mit Karacho auf die Miete.

  Hier in der Nähe war jemand der hat mit nem Ladewagen geladen und auf Miete gefahren.....ging gut.

  Dann war der 6rhg Stoll Schubroder in Sachen Blattbergung ein Hype.
  Der einzige Roder der auch die Rübenköpfe mit ins gehäckselte Blatt warf.

  Macht doch mal ne Nostalgiebox auf...    MfG  Jo
   Im Nachbardorf hatte auch einer ne 2 Bunker Maschine von Kleine.Soviel technischer Aufwand für eine Reihe.
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