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Autor Thema: PSM Reldan im Obstbau  (Gelesen 8096 mal)

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evelin

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PSM Reldan im Obstbau
« am: 28. Juni 2007, 21:35:19 »

Reldan (B1) wurde per Ausnahmegenehmigung ab den 10. Mai 2007 für 120 Tage gegen den Apfelwickler an Äpfeln zugelassen.
Aus Brandenburg hat sich heute ein Imker gemeldet, bei welchem die Flugbienen eindeutig Pflanzenschutzmittelschäden aufweisen. In der Unmittelbaren Nähe seines Bienenstandes befindet sich eine Obstanlage.

Reldan steht in Verdacht.

Die Schäden könnten aber auch durch Mospilan (B1) (Acetamiprid) entstanden sein: Per Ausnahmegenehmigung ab dem 2. Mai 2007 für 120 Tage gegen Kirschfruchtfliege an Süßkirschen und Sauerkirschen!
Dem Pflanzenschutzamt hat der Obstbauer gestanden Insegar gespritzt zu haben.
Die blühenden Unkräuter in der Obstanlage hatte er, vor dem Spritzen, aber nicht abgemäht!
Insegar erklärt aber nicht die toten Flugbienen!
Heute hat ein Mitarbeiter der Obstanlage einem der Betroffenen Imker (es sind jetzt 2 Imker in der unmittelbaren Nähe dieser Obstanlage, welche Schäden bei den Bienen haben) gestanden eine Tankmischung gespritzt zu haben:
Insegar + ?
Der Mitarbeiter wollte aber das Mittel nicht nennen!
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lilly

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Re: PSM Reldan im Obstbau
« Antwort #1 am: 29. Juni 2007, 12:03:22 »

ich suche gerade nach dem richtigen ausdruck,
aber irgendeine sehr aggressive krankheit befällt in diesem jahr die obstbäume.

(vielleicht weiß hier jemand wie die krankheit heisst!)

erschreckend wenn dadurch die bienen leiden.  :-[
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Jochen

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Re: PSM Reldan im Obstbau
« Antwort #2 am: 29. Juni 2007, 13:58:10 »


Meinst du feuerbrand lilly?
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lilly

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Re: PSM Reldan im Obstbau
« Antwort #3 am: 29. Juni 2007, 15:41:31 »

ja jochen, genau das meinte ich: feuerbrand!

aber diese erkrankung hat ja nix mit evlelin´s beitrag zu tun :-[

denn reldan ist doch nur gegen den apfelwickler zugelassen und feuerbrand ist doch
eine "bakterielle" erkrankung und dagegen hilft reldan ja gar nicht, oder doch???

daher: will mal nix gesagt haben, denn ich bin völlig am thema vorbei  :-\

ich finde es eben nur erschreckend, wenn der freund und helfer (die BIENE!)
aller im "grünen bereich" arbeitenden menschen derart schaden nimmt.  :(
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cara

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Re: PSM Reldan im Obstbau
« Antwort #4 am: 29. Juni 2007, 17:52:40 »

ich vermute ja in solchen Situationen immer ein  "primäres Managementproblem" ;D

so ein Apfelwickler kommt ja auch nicht von heute auf morgen, dass muss sich doch zumindest im Vorjahr schon angedeutet haben und ich hatte gehofft, dass der Erwerbsgartenbau inzwischen auch schon soweit ist, natürliche Gegenspieler wie Schlupfwespe oder Ohrenkneifer zu "installieren"..
dazu gibt es  doch noch dieses Virus gegen die Apfelwickler.. und nichz zu vergessen: Vögel!

die mögen die Insektizidbehandlung sicher auch nicht.. :rolleyes:

aber nun gut, wenn das alles nichts bringt, verstehe ich, dass man spritzen muss, aber wo ist dann die Sorgfalt bei der Auswahl?
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Jochen

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Re: PSM Reldan im Obstbau
« Antwort #5 am: 29. Juni 2007, 18:20:44 »

hi

Naja ob Reldan so gefährlich ist? Ist ja auch zum Vorratsschutz gegen Kornkäfer Reg. (österreich) und zu uns hats in Obstbau immer geheisen - die ganzen Insektizide im Obstbau sind alle schlecht für die bienen - daher nur abends spritzen bzw. nur wenn nötig in der blühte ...

Es gibt ein Mittel gegen Feuerbrand - wobei ich meine von dem heißts auch das es so bienengiftig ist bzw. sich sehr lange im Obst hält (zwar noch mehr OT - aber es wurde in den Zusammenhang immer gesprochen es gibt gut heilende mittel die starke rückstände in den Apfeln machen - aber wärs nicht sinnvoller die bauern dürfen ein jahr keinen Apfel verkaufen als sie müssen hektarweise roden? (von der bienengefährlichkeit mal abgesehen))

mfg
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cara

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Re: PSM Reldan im Obstbau
« Antwort #6 am: 29. Juni 2007, 18:26:49 »

Jochen, wenn etwas als Bienen- und Fischgift eingestuft ist, halte ich es schon irgendwie für gefährlich.. :rolleyes:
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Jochen

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Re: PSM Reldan im Obstbau
« Antwort #7 am: 29. Juni 2007, 20:00:05 »

@ cara durchaus - was ich eigentlich damit sagen wollte man wird im obstbau kein insektizid finden das sich nicht negativ auf bienen auswirken wird  :gruebel:

(je nach anwendung)
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cara

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Re: PSM Reldan im Obstbau
« Antwort #8 am: 29. Juni 2007, 20:13:51 »

ich kenne mich damit ja nicht aus, und vielleicht bin ich ja auch ein bisschen naiv, aber kann man da denn nicht mit natürlichen Feinden arbeiten?
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Jochen

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Re: PSM Reldan im Obstbau
« Antwort #9 am: 29. Juni 2007, 20:49:31 »

Naja bei gewissen dingen bin ich mir nicht immer so sicher ob das hilft...

wie gesagt es wär schon fein gewesen wenn er vor dem spritzen wenigsten gemulcht hätte... (anwendung)

mfg
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Ceres

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Re: PSM Reldan im Obstbau
« Antwort #10 am: 30. Juni 2007, 23:51:16 »

Hallole

so mein 4.Beitrag

find schon gut wenn man sich um die Bienen und die anderen Lebewesen sorgen macht.

Aber Fakt ist einmal bei der Kirschfruchtfliege gibt es eigentlich seit 3 Jahren kein richtiges Mittel  >:( das in Deutschland also BRD angewendet werden darf (um uns herum  >:( >:( >:(darf es weiterhin angewendet werden) mehr.
Die BBA und das Regierumspräsidum wurden mehrmals auf diesen Mißstand hingewiesen (von Fachleuten in den eigen Reihen z.B. ein Dr......; hatte dies immer wieder angesprochen und auf die Problem hingewiesen)

Das damalige Mittel hatte den Namen Lebaycid und hatte eine Wartezeit (ist der Zeitraum in dem die Früchte noch nicht verzehrt werden dürfen,also in den Handel kommen) die ich als Anwender berechnen konnte.Dann wurde dieses Mittel gesperrt und es gab ein anderes altes Mittel (es war ein Dimethoat)mit neuem Namen aber den gleichen Wirkstoff  wie das alte Mittel hatte,ABER die Wartezeit war um ein vielfaches Größer und da bist du als Anwender immer in der Zwickmühle weil es ja keine Glaskugel gibt die mir das Wetter und die Vegetation vorhersagt.
Seit diesem Jahr ist Mospilan neu zugelassen worden,es konnten noch bestimmte alte Mittel aufgebraucht werden(diese mußten aber auf dem Aufdruck auf der Spritzmittelflasche ausdrücklich mit dem Hinweis gegen  Kirschfruchtfliege sein).
So und es gibt überall Schwarze Schafe wer ist nicht schon mit Alkohol ein Fahrzeug gefahren?
DIES soll keine Entschuldigung sein aber nur so mal als Bemerkung!

So da wir immer mehr in "GEIZ ist GEIL" leben und die Verbraucher nur immer darauf auf den Preis schauen
ist es sowieso eine Frage der Zeit bis zum nächsten Skandal.

Gruß ein Obstbauer
der schon seine Erfahrungen mit den Kontrollen gemacht hat
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Wer Bäume setzt,
obwohl er weiß,dass er nie in ihrem Schatten sitzen wird, hat zumindest angefangen,den Sinn des Lebens zu begreifen.
                              Rabindranath Tagore

evelin

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Re: PSM Reldan im Obstbau
« Antwort #11 am: 05. Juli 2007, 13:39:13 »

Es geht auch völlig ohne Chemie in der Landwirtschaft. Auch im Obstbau ! Man muß nur wollen und nicht das tun was Alle tun, nämlich auf den Rat der Pflanzenschutzverkäufer hören und handeln !

Wie es anders geht siehe hier : http://www.umweltbund.de/deutsch/pflanzen.html


edit von cara: Ton entschärft
« Letzte Änderung: 05. Juli 2007, 18:34:29 von cara »
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Henrik

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Re: PSM Reldan im Obstbau
« Antwort #12 am: 05. Juli 2007, 22:39:36 »

Hallole

so mein 4.Beitrag


Na ja besonders rühmlich ist das für ein Vereinsmitglied nicht . Wenn alle soviel schreiben würden, würde das Forum bald Staub ansetzen ;-)
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