www.agrowissen.de  
www.agrowissen.de  
Bitte loggen sie sich ein oder registrieren sie sich.

Einloggen mit Benutzername, Passwort und Sitzungslänge

Autor Thema: BP steigt groß in den Getreideanbau ein  (Gelesen 2166 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Henrik

  • Moderator
  • *****
  • Online Online
  • Geschlecht: Männlich
  • Beiträge: 9 369
    • Unser Hof
BP steigt groß in den Getreideanbau ein
« am: 28. Juni 2007, 21:31:38 »

BP steigt groß in den Getreideanbau ein

http://onwirtschaft.t-online.de/c/11/55/54/30/11555430.html

BP treibt sein Programm zur Erzeugung von Kraftstoffen aus Biomasse mit großer Energie voran. Zusammen mit dem Nahrungsmittelkonzern Associated British Foods (ABF) will der Energiekonzern im großen Stil Weizen anbauen, um ihn anschließend zu Ethanol zu verarbeiten. Umweltschützer sind alarmiert.

Gemeinsame Tochtergesellschaft geplant
Zu diesem Zweck planten beide Unternehmen, eine gemeinsame Tochtergesellschaft zu gründen, an sie jeweils mit 45 Prozent beteiligt seien, berichtet die britische Zeitung "The Guardian". Zehn Prozent solle der US-Chemiekonzern DuPont übernehmen.

Tausende Äcker reserviert
Für die Gewinnung des Biosprits ist dem Bericht zufolge eine Raffinerie in der Nähe des nordenglischen Städtchens Hull geplant. Um den Ökogedanken konsequent voranzutreiben, sollten die Anfahrtswege für den Rohstoff so kurz wie möglich sein. Deshalb, so die Planungen, werden in der Region tausende Äcker allein für die Gewinnung des dafür notwendigen Weizens reserviert. Die Kapazität der Raffinerie werde 420 Millionen Liter Ethanol pro Jahr betragen, schreibt der "Guardian". Bis zur Inbetriebnahme 2009 würden insgesamt 220 Millionen Pfund an investiert werden und 70 neue Arbeitsplätze geschaffen werden.

Umweltschützer skeptisch
Die Pläne haben bereits die Umweltschützer auf den Plan gerufen. Sie befürchten, dass die Intensivbewirtschaftung massive Auswirkungen auf das Ökosystem haben könnte. Überdies, so die Einwände, könnte die übermäßige Weizenproduktion auf die Getreidepreise durchschlagen.

Bedenken unbegründet
ABF-Chef George Weston hält die Bedenken dagegen für unbegründet. Insgesamt, so erklärt er dem "Guardian", würden pro Jahr sogar zwei bis drei Millionen Tonnen an in der EU produzierten Weizenüberschüssen übernommen und einige Hektar Brachland wieder in Betrieb genommen. Und da der Weizen ausschließlich für die Produktion von Ethanol bestimmt sei, seien auch keine Auswirkungen auf den Getreidepreis zu befürchten.

Drei Millionen Liter Ethanol im Jahr
BP produziert zurzeit rund drei Millionen Liter Ethanol pro Jahr. Der Konzern hält damit nach eigenen Angaben rund zehn Prozent des Weltmarktanteils für Biosprit.
Gespeichert