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Autor Thema: Erfahrungen mit dem N-Sensor  (Gelesen 51992 mal)

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Henrik

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Re: Erfahrungen mit dem N-Sensor
« Antwort #105 am: 09. Dezember 2015, 19:30:41 »

Ich finde das zu zeit das beste Einsatz bereich für die N sensoren ist als daten faseung um die Ertrags variation innerhalb das felt. Also Ertrags messer im kartoflen, ruben, Getreide und raps.
Beispiel: Winter raps messen im november oder december und dan eine applications karte machen zum ersten Stickstoff application im februar. Dan hast du schöne zeit um zu überlegen welche teile vom felt mehr oder weniger Stickstoff. Hier ist die bonus du weist wie viel Stickstoff du kaufen soll. Das ist ein bisschen anders als normaler "on the go" application da weist man nie wie viel.

Wir der N-Sensor häufig in Dänemark eingesetzt? Bist ja nicht so weit weg von hier  :)
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Was ich denk und tu, trau ich auch jedem anderen zu.

dirkk

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Re: Erfahrungen mit dem N-Sensor
« Antwort #106 am: 09. Dezember 2015, 22:15:54 »

Zitat
Ist es nicht so, dass man generell den Raps im Herbst scannen sollte?

Ich hab den Raps dies aucherst Mitte November gescannt, da dieser ja immer weiter wächst . An sich ist das Scannen des Rapses dazu gut , im Frühjahr streuen zu können , wenn der Raps runter gefroren ist , weil kaum etwas zum " Lesen " für den Sensor da ist .
Ich hab auch schon die Erfahrung gemacht , daß , wenn der Raps über Winter immer weiter wächst , das Streuen " online " ( also direkt scannen und gleich auf diesen Wert streuen ) deutlich genauer den Raps versorgt . Und bei der zweiten Gabe kommen dann Offsetkarten( bezogen auf die Ertragspotentiale ) zum Einsatz , die den Sensorwert nachregulieren . Da ist natürlich immer eine Unsicherheit drin , weil man nicht weiss , wie die Folgewitterung wird . Denn die Karten nehmen den schwachen Stellen eine gewisse N- Menge weg ( und geben den guten Stellen was hinzu ) ....... wird es sehr trocken ,werden die " Schwachstellen " überversorgt und bei guter Wasserversorgung unterversorgt .  Aber die N- Bilanz kann dadurch deutlich verbessert werden .
Beim Getreide bin ich soweit , dass die Drille ( im Verbund mit der Bodenbearbeitung )  die Bestände im Herbst so homogen hinstellt ( hinstellen muss ) , das es da nichts "Scannbares " gibt , das stell ich schon den zweiten Herbst hintereinander fest - Schwankungen grad mal bei 3 kg N . Im Frühjahr kommen daher in Getreide bei der Erstgabe auch Rasterkarten zum Einsatz , die auf Tonköpfen höher und in Senken geringer dosieren , entsprechend der Erfahrungswerte aus den Vorjahren , und diese Karten können über Jahre unverändert bleiben . Fazit : Ein Satz Rasterkarten für die Startgabe und ein Satz Raster( Offset )karten für die Spätgäbe bei Raps und Getreide .

 Einzig auf homogenen Schlägen entfällt der Aufwand mit den Offset - und Rasterkarten .

eins sollte man sich bewusst sein : Den Düngetermin und auch die Grundhöhe der Düngung bestimmst du selbst , die Sensoren regeln nur die Variabilität , was sie aber recht gut können - die Bestände können besser ans Limit geführt werden . Natürlich braucht es ein wenig Lernzeit .......ich hab den seit 2012 und hab auch noch nicht ausgelernt !

gruss
dirkk

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Lolland

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Re: Erfahrungen mit dem N-Sensor
« Antwort #107 am: 14. Dezember 2015, 14:14:27 »

Hallo Henrik

Der N sensor wird im grunde genommen nicht benutz obwohl mehr als 100 N sensoren auf feldspritzen angebaut ist. Meine Erfahrung is das man das automatik nicht wertraut. Und das der algemine Bauer keine Schulung bekomst wie er eine application formel benutzen soll. So ich raten alle de eine N sensor haben dazu schaltet die sensor an um die felt daten zu erfassen. Wenn du die sensor daten vom eine Jahr ankuckst kriegst due eine bessere verstandsnes wie der variation innerhalb das Feldes. Dan rate ich dazu da die daten vom N sensor als grundlage für eine teilflachenspecifiches applicationkarten benutz werden. Die N sensor karten sind viel schöner als ertragskarten vom Mähdrescher. Die ertragskarten haben viele falsche daten und es dauert lange um die daten schön zu machen.       
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Georg

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Re: Erfahrungen mit dem N-Sensor
« Antwort #108 am: 14. Dezember 2015, 14:50:35 »

Ich hab noch nie so ne gute Beschreibung über den Einsatz eines N-Sensors gelesen wie die von Dirkk.

Es gibt ja immer noch weltweit genug öffentlich geförderte Projekte um herauszufinden ob und wie und wie gut so ein N-Sensor bei der N Düngung helfen kann.

Beim "Probieren werden inzwischen meist 4 Varianten angelegt.
1. Nur Sensor
2. Nur Landwirt
3. Auge des Landwirts und Sensor
4. Auge des Landwirtes, Basicdatenkarte, (Leitfähigkeit, Ertragsdaten, Bodenproben etc.) und Sensor.

So wie es sich ließt arbeitet Dirk mit der 4. Version. Uns so wie es sich allgemein darstellt, funktionieren in einem solchen Falle auch die N Sensoren mehr oder weniger gut, egal welcher!

Zu Punkt 1: Ist mit Abstand die schlechteste Version.
zu Punkt 2: Ein "echter Pflanzenproduzent" so wie Dirkk, hätte wahrscheinlich auch ohne Sensor die gleichen wirtschaftlichen Ergebnisse. Es ist lediglich ein bisschen Anstrengender und bei Dirkks Flächenausstattung ist es halt plus Sensor nicht so stressig an das Optimum zu fahren.
zu Punkt 3: Das funktioniert auch ganz gut, aber irgendwann wirds so anstrengend den Sensor immer zu mit +/- nachzusteuern, das mans irgendwann sein läßt.

Zu Punkt 4: Die Kosten für die Vorbereitung der Karten die der N Sensor zur automatischen Feinsteuerung braucht sollte man nicht unterschätzen! Da gehört schon eine ordentliche Portion Idealismus des Betriebsleiters dazu um die Karten zu erstellen. Und vor allen Dingen auch die nötigen Kenntnisse! Es dauert einige Jahre bis man sich sowas erarbeitet hat. Hier gibt's fast keine Erfahrungen und eigentlich auch kein Handbuch! Wenn jemand nicht bereit ist, sich so wie Dirkk oder Superuser da "reinzubeißen" für den ist es billiger die Finger davon zu lassen! Leider gibt es da noch keine "Düngertabelle" wie beim Düngerstreuer.

Ich hab in den letzen 15 Jahren selten soviel Frustration über eine Investition im Bereich 20 bis 40 000 Euro im Bereich Precission Farming gesehen. Vor allen Dingen ist diese Investition "nur 1/3 der ganzen Miete"....

Eines funktioniert bis heute auf keinen Fall, und das wird eigentlich meistens erwartet:

Nen Schlepperfahrer auf den Schlepper setzen und ihn den Acker abfahren lassen und der N-Sensor verteilt den Dünger so wie er soll!

Da gibt es einfach zu viele Probleme und Ungewissheiten!


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brookie

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Re: Erfahrungen mit dem N-Sensor
« Antwort #109 am: 06. März 2016, 10:19:12 »

So, wir haben jetzt die 1. Gabe mit dem Sensor gemacht.
Durch die guten Aussaatbedingungen und den milden Winter haben wir, rein mit dem Auge beurteilt, so homogene Schläge, wie schon lange nicht mehr.
Ich war mir sicher, dass der Sensor keine großen Unterschiede auf den Schlägen feststellen wird, aber da habe ich mich getäuscht.
« Letzte Änderung: 06. März 2016, 10:30:18 von brookie »
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kraichgauer

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Re: Erfahrungen mit dem N-Sensor
« Antwort #110 am: 13. September 2016, 09:47:54 »

Gibt's neue Erfahrungen zu den Sensoren?

@Brookie wie verlief deine erste Saison?
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brookie

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Re: Erfahrungen mit dem N-Sensor
« Antwort #111 am: 13. September 2016, 16:01:23 »

Puh, wo fang ich da am besten an.

Also, was den Sensor betrifft, so hat er einwandfrei funktioniert. Was die Betreuung betrifft, kann man nicht meckern.

Was den Einsatz/Ertrag in der Praxis angeht, so ist es schwierig nach einem Jahr schon ein Fazit zu ziehen. Hier spielen ja doch mehrere Faktoren eine Rolle, und es braucht doch einiges an praktischer Erfahrung, um den Sensor effektiv einzusetzen.
Bei der Startgabe im Frühjahr hat er sehr gut funktioniert, da ich für mich und meine Schläge definiert hatte, dass die schwachen Stellen mehr N erhalten sollen, und die starken etwas hungern.
Von da stammt auch die eingestellte Grafik.
Danach wird es dann schon etwas schwieriger. Es gilt hier im weiteren Verlauf der Vegetation abzuschätzen, wie sich die Bestände entwickeln werde/sollen. Hier unterscheidet sich dann die Strategie in der Sensor Düngung dann in 2 Varianten; entweder man möchte die Bestände homogenisieren, oder differenzieren. Heisst, ich versuche die schwachen Bestände an die stärkeren heranzuführen, oder aber ich pushe die starken noch mehr. Hier spielt dann auch das Wissen um den eigenen Boden eine tragende Rolle. Was kann er an Trockenheit/Niederschlag kompensieren....
Die Arbeit mit Bodenkarten ( falls vorhanden) spielt hier auch eine wichtige Rolle. Durch die erstellte Kartierung der ersten Gabe und der vorhandenen Bodenkarte wird es wieder ein bisschen einfacher seine Strategie durch Map Overlay zu planen.
Umso mehr Input man dem Sensor gibt, umso exakter kann er arbeiten.
Aber die Menge und den Zeitpunkt muss du immer noch selbst bestimmen. Und ich denke genau darin sitzt der Knackpunkt...wer schon immer ein Gefühl dafür hatte, wann, wieviel und was er düngen soll, wird mit dem Sensor seinen Anbau wahrscheinlich noch etwas optimieren können, aber keine Quantensprünge machen. Einer der schon immer gefahren ist, weil alle fahren, wird auch mit dem Sensor keinen größeren Erfolg erzielen, als vorher.

Ich für mich lerne durch den Sensor meine Bestände einfach noch intensiver kennen, da man durch die Kartierung bei jeder Überfahrt gezielt den Bestand vor Augen hat.
Auch in punkto AFU Problematik kann dies ein Faktor werden.



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granola

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Re: Erfahrungen mit dem N-Sensor
« Antwort #112 am: 16. September 2016, 13:56:43 »

Hallo Henrik

Der N sensor wird im grunde genommen nicht benutz obwohl mehr als 100 N sensoren auf feldspritzen angebaut ist. Meine Erfahrung is das man das automatik nicht wertraut. Und das der algemine Bauer keine Schulung bekomst wie er eine application formel benutzen soll. So ich raten alle de eine N sensor haben dazu schaltet die sensor an um die felt daten zu erfassen. Wenn du die sensor daten vom eine Jahr ankuckst kriegst due eine bessere verstandsnes wie der variation innerhalb das Feldes. Dan rate ich dazu da die daten vom N sensor als grundlage für eine teilflachenspecifiches applicationkarten benutz werden. Die N sensor karten sind viel schöner als ertragskarten vom Mähdrescher. Die ertragskarten haben viele falsche daten und es dauert lange um die daten schön zu machen.     
Ja! werde ich probiren!
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spunky

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Re: Erfahrungen mit dem N-Sensor
« Antwort #113 am: 29. Oktober 2016, 22:29:03 »

Wieviel Hektar macht ihr damit (Raps, Getreide)? Wie oft fahrt ihr damit drüber?

Hat auch jemand Vergleiche gemacht, mit und ohne Sensor auf homogenen Schlag?

Hatte nicht sogar jemand solche Vergleiche (in Norddeutschland, irgendein "Gut ..." glaube ich) gemacht und ist zu einem unrühmlichen Ergebnis gekommen?
« Letzte Änderung: 30. Oktober 2016, 13:00:38 von spunky »
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Heiner

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Re: Erfahrungen mit dem N-Sensor
« Antwort #114 am: 30. Oktober 2016, 06:38:21 »

Hatte nicht sogar jemand solche Vergleiche (in Norddeutschland, irgendein "Gut ..." glaube ich) gemacht und ist zu einem unrühmlichen Ergebnis gekommen?

Hallo spunky,

du sprichst da Versuchsprojekt der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein auf Gut Helmstorf an.
Hier ein Link dazu : http://www.lksh.de/landwirtschaft/pflanze/on-farm-research/
Interessant für dich sind die Beiträge des Betriebsleiters Herr Kock, der das auch ungeschminkt anspricht.


Heiner
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Re: Erfahrungen mit dem N-Sensor
« Antwort #115 am: 14. November 2016, 19:01:56 »

Hallo,

habe die Nacht den Raps mit Propyzamid versorgt und für den sowieso eingeplanten "Rapsherbstscan" gleich mal den Sensor (Isaria) angeschnallt. Trotz massivem Reif auf den Blättern muss ich sagen, dass sich die Zahlen wirklich sehen lassen können. Absolut vergleichbar mit Daten aus der Vegetation.

Gibt es mit anderen Systemen ähnliche Erfahrungen?

Beste Grüße
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"Die Deutschen haben von jeher die Art, daß sie es besser wissen wollen, als der, dessen Handwerk es ist, und es besser verstehen als der, der sein Leben damit zugebracht." Zitat Johann Wolfgang von Goethe, deutscher Dichter

Henrik

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