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Autor Thema: Solaranlage auf Freiflächen  (Gelesen 5270 mal)

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tomiq

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Re: Solaranlage auf Freiflächen
« Antwort #15 am: 16. Mai 2019, 17:17:18 »

Zitat
Womit wir wieder bei der Grundlastdiskussion wären, wie ist die Flexibilisierung von Biogas zu bewerten?
Führt in diesem Thread zu nix, wenn Ihr das diskutieren wollt, macht ein eigenes Thema auf.

Ganz einfach... es gibt in Zukunft, mit wachsenden Anteil an Ökostrom im Netz, nur noch genau
zwei "Betriebszustände" im Strommarkt. Entweder zu viel oder zu wenig Strom!!!

Und hier sehe ich, auch als Betreiber einer Biogasanlage, durchaus Potenzial, da das Biogas relativ einfach
zu speichern ist.

Der kontinuierliche Anlagenbetrieb einer Biogasanlage wird mittelfristig zum Scheitern verurteilt sein.



ade
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Wade

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Re: Solaranlage auf Freiflächen
« Antwort #16 am: 16. Mai 2019, 17:34:00 »

Die PV ist aber viel effizienter als Biogas. Da müsste man die vorher zusperren.
Was bringt man aus einen ha Module raus und wie viele ha würde man bei Biogas dafür brauchen?

1ha Biogas liefert ca 20.000kWh Strom, 1ha PV 1.000.000 kwh (=1000MWh)
Mit der Fläche die aktuell in Biogasanlagen fließt könnte man doppelt so viel Strom erzeugen als Deutschland aktuell Verbraucht (Speicherung mal außen vor gelassen), nur als grobe Richtung wie viel effizienter PV gegenüber Nawaro-Biogas ist.
Im Vergleich zu Nawaro Raps für Biodiesel glaub nochmal ne Zehnerpotenz mehr...
Zwar kann man Biogasanlagen flexibel fahren, aber man muss auch die Frage stellen ob man es nicht auch anderweitig billiger hin bekommt. Zb PV 50GW HGÜ Kabel nach Norwegen. Ich könnte wetten dass man da locker mit den kosten von Biogas mithalten kann... Selbst PV -> PTG könnte man das Gas vermutlich günstiger herstellen als mit Biomasse in einer Biogasanlage.


Die Fläche ist als PV Anlage nur noch extensiv genutzes Grünland, meist mit Beweidung oder später Pflege. Das ist eben höherwertig als nen intensiv genutzter Acker. Ich kenn hier eine Anlage da wird erst im Juni/Juli einmal drinnen gemulcht wenn die ersten Gräser an die PV Module reichen.

tut mir leid aber ich sehe da keine Aufwertung. Ich sehe da nichts drin, keine Blumen, keine Tiere (ist ja Zaun drumrum). Ich bin nicht gegen Photovoltaik aber nicht auf Land. Dächer, Fassaden, zwischen der Autobahn, Radwegen........aber nicht auf Wiesen oder Ackerflächen, da bin ich ein absoluter Gegner.
LG Mathilde
Natürlich gibts noch viel Platz auf Dächern oder konversionsflächen, aber auf nem optimal ausgerichteten Feld geht das ganze halt wesentlich günstiger...
Du wirst doch erkennen dass dort, in einer extensiv bewirtschafteten Wiese unter den PV Modulen mehr Insekten vorhanden sind als in einem intensiv geführten Weizen oder Mais. Insekten, Vögel und kleines Getier lassen sich von nem Zaun auch nicht aufhalten.
Ökologische Aufwertung sehen auch viele nicht wenn man zb als Ausgleichsmaßnahme einen Wald rodet oder Hecken entfernt, um dort dann die Flächen zu einem Trocken-Mager-Rasen zu machen. Aber das sehen die Leute der Naturschutzbehörden offensichtlich anders, vermutlich auch zurecht. Nen reiner Fichtenbestand ist wahrscheinlich noch schlechter als nen Maisacker.


Btw find ichs ne Frechheit dass Ruebe hier seine Verschwörungstheorien und abstruse Politische Meinung kund tun darf, ohne dass man dagegen Argumentieren darf. Dann lösch doch bitte sein geschreibsel auch, ansonsten ist die Moderation recht einseitig oder nicht?

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donnershag

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Re: Solaranlage auf Freiflächen
« Antwort #17 am: 16. Mai 2019, 18:59:02 »

Ich finde den Gedanke unsere intensive Schafsweide zu überdachen recht spannend. Die Stromproduktion von 2ha Südhang würde ja reichen die Produktion von 3000 T Milch klimaneutral zu gestalten. Klingt spannend.

Er kann mir da weiterhelfen??
Gruß
Martin
« Letzte Änderung: 16. Mai 2019, 19:33:50 von donnershag »
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klausg

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Re: Solaranlage auf Freiflächen
« Antwort #18 am: 16. Mai 2019, 23:52:35 »

Wenn Du im benachteiligten Gebiet bist, brauchst Du das wohlwollen der Gemeinde für die Änderung des Flächennutzungsplanes und Aufstellung eines Bebauungsplanes.
Du solltest mit einem Projektierer für Freiflächenanlagen Kontakt aufnehmen. Das Alles auf eigene Faust ohne einschlägige Erfahrung zu machen, halte ich für schwierig.
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tomtex

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Re: Solaranlage auf Freiflächen
« Antwort #19 am: 17. Mai 2019, 06:13:25 »

Die Fläche ist als PV Anlage nur noch extensiv genutzes Grünland, meist mit Beweidung oder später Pflege. Das ist eben höherwertig als nen intensiv genutzter Acker. Ich kenn hier eine Anlage da wird erst im Juni/Juli einmal drinnen gemulcht wenn die ersten Gräser an die PV Module reichen.

tut mir leid aber ich sehe da keine Aufwertung. Ich sehe da nichts drin, keine Blumen, keine Tiere (ist ja Zaun drumrum). Ich bin nicht gegen Photovoltaik aber nicht auf Land. Dächer, Fassaden, zwischen der Autobahn, Radwegen........aber nicht auf Wiesen oder Ackerflächen, da bin ich ein absoluter Gegner.

LG Mathilde
Seh ich auch so. Das ist weder Umweltschutz noch Aufwertung, das ist einfach nur Geldgier.
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Re: Solaranlage auf Freiflächen
« Antwort #20 am: 17. Mai 2019, 07:19:48 »

Ob man daran eine Aufwertung sieht ist jedem selbst überlassen.
Jeder der dagegen ist sollte einfach keinen Strom mehr aus der Steckdose bekommen oder ein Atomkraftwerk im Garten.
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Mathilde

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Re: Solaranlage auf Freiflächen
« Antwort #21 am: 17. Mai 2019, 08:23:02 »

Hallo,

Dagegen verwehre ich mich entschieden. Wir haben die Anlage auf einem Hallendach und hätten noch viel mehr Dächer. Warum stehen die Teile nicht auf Nabu Flächen wenn das so toll ist.

LG Mathilde
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"Manche Menschen sehen die Dinge wie sie sind und sagen Warum? Ich träume von Dingen die es nie gab, und sage: Warum nicht?"

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Wade

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Re: Solaranlage auf Freiflächen
« Antwort #22 am: 17. Mai 2019, 09:00:48 »

Seh ich auch so. Das ist weder Umweltschutz noch Aufwertung, das ist einfach nur Geldgier.

Ob man daran eine Aufwertung sieht ist jedem selbst überlassen.
Jeder der dagegen ist sollte einfach keinen Strom mehr aus der Steckdose bekommen oder ein Atomkraftwerk im Garten.

Ihr versteht nicht so ganz was ökologische Aufwertung bedeutet oder? Das ist eben KEIN persönliches Empfinden, das ist eben NICHT jedem selbst überlassen! Das wird von den Naturschutzbehörden nach vorgegebenen Richtlinien/Punktesystemen festgelegt. Danach berechnet sich zb auch die nötige Ausgleichsflächen/Maßnahmen bei Neubauten/Flächenversiegelung.


Dagegen verwehre ich mich entschieden. Wir haben die Anlage auf einem Hallendach und hätten noch viel mehr Dächer. Warum stehen die Teile nicht auf Nabu Flächen wenn das so toll ist.
vermutlich sind die NABU Flächen auch alle eher extensiv genutzt und Naturschutzfachlich wertvoller als intensives Grünland/Äcker... Und es geht jetzt erst los mit PV Freiflächenanlagen.


Seit einigen Jahren hatte die PV die Netzparität erreicht, d.h. es ist günstiger PV Strom zu erzeugen als diesen aus dem Netz zu beziehen. -> Eigenstromverbrauch günstiger als Bezugsstrom
Jetzt kommt es aber in den Bereich in dem Freiflächen PV auch die Kraftwerksparität erreicht. d.h. Strom aus PV ist selbst OHNE Förderung günstiger als Strom aus Fossilen Kraftwerken. Ist es eigentlich schon länger, denn Strom aus (neuen) Kohlekraftwerken liegt bei ~8ct, aber da die meisten Kraftwerke abgeschrieben sind müssen diese nur die Variablen Kosten decken welcher bei Braunkohle bei 3-4ct liegt.
Falls nun wirklich eine CO2 Steuer kommt, von z.b. 50€/t CO2 würde das Kohlestrom um 5ct/kwh teurer machen (die Realen Folgekosten von CO2 liegen bei >200€/t). Damit wäre PV & Windkraft sofort ohne jegliche Förderung wirtschaftlich und auch die EEG Förderung für bestehende Anlagen würden massiv sinken (=sinkende EEG Umlage).
 
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Ede

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Re: Solaranlage auf Freiflächen
« Antwort #23 am: 17. Mai 2019, 10:02:19 »

Hallo,

Dagegen verwehre ich mich entschieden. Wir haben die Anlage auf einem Hallendach und hätten noch viel mehr Dächer. Warum stehen die Teile nicht auf Nabu Flächen wenn das so toll ist.

LG Mathilde

Sehe ich auch so. Der Flächenverbrauch ist bei Freiflächenphotovoltaik viel zu hoch. Dann doch lieber Windkraft, evtl sogar im Wald. Aber das wollen einige ja auch nicht.
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Mathilde

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Re: Solaranlage auf Freiflächen
« Antwort #24 am: 17. Mai 2019, 11:10:24 »



Ihr versteht nicht so ganz was ökologische Aufwertung bedeutet oder? Das ist eben KEIN persönliches Empfinden, das ist eben NICHT jedem selbst überlassen! Das wird von den Naturschutzbehörden nach vorgegebenen Richtlinien/Punktesystemen festgelegt. Danach berechnet sich zb auch die nötige Ausgleichsflächen/Maßnahmen bei Neubauten/Flächenversiegelung.

vermutlich sind die NABU Flächen auch alle eher extensiv genutzt und Naturschutzfachlich wertvoller als intensives Grünland/Äcker... Und es geht jetzt erst los mit PV Freiflächenanlagen.


Hallo,

und nochmal! Nehmen wir ein Gebäude in der Stadt, das ist doch sowieso schon alles verbaut mit Haus, Straße usw. Jetzt an dieses Haus die Photovoltaik drauf und dran dann ist das eine mehrfache Fläche wie die entsprechende Freifläche, da können mich diese theorethischen Punkte von irgendwelchen Leuten in Nabu, Umwelt oder sonstwas für Stellen gerne "gern haben"

LG Mathilde
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Wade

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Re: Solaranlage auf Freiflächen
« Antwort #25 am: 17. Mai 2019, 12:49:56 »

Hallo,

Dagegen verwehre ich mich entschieden. Wir haben die Anlage auf einem Hallendach und hätten noch viel mehr Dächer. Warum stehen die Teile nicht auf Nabu Flächen wenn das so toll ist.

LG Mathilde

Sehe ich auch so. Der Flächenverbrauch ist bei Freiflächenphotovoltaik viel zu hoch. Dann doch lieber Windkraft, evtl sogar im Wald. Aber das wollen einige ja auch nicht.

Das ist keine Frage ob man pv ODER wind braucht, sondern es ist vielmehr pv UND wind. PV liefert vor allem im Sommerhalbjahr, Wind dagegen mehr im Winter. Übers Jahr gesehen ergänzen sich PV & Wind recht gut.

Genauso die Frage ob Freifläche oder Dach. Auch hier ist es ein und. Es gibt noch viele Freie Dächer, das ist richtig. Es gibt aber auch viele Dächer die ungeeignet sind. Und auch aufm Acker ist es doch jedem selbst überlassen was er dort macht. Anstatt 50ha Mais für Biogas könnte man auch 1-2ha PV bauen für den gleichen Stromertrag.

Und was hat der NABU oder sonst wer damit zu tun? Ihr solltes mal von der absolut überholten denkweiße weg dass Erneuerbare Energien nur was für linke grüne Spinner ist. Das ist die Energieerzeugung der Zukunft, nicht weils so doll für die Umwelt ist, sondern einfach weil die den Fossilen Energien wirtschaftlich überlegen sind. Dass man nebenbei noch das Klima rettet und weniger Giftstoffe in die Umwelt ballert ist ein netter Nebeneffekt, aber das interessiert die meiste Firmen kaum...
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Re: Solaranlage auf Freiflächen
« Antwort #26 am: 17. Mai 2019, 13:15:23 »

Hallo,

also dann bin ich in Deinen Augen blöd nur weil wir auf unsere Flächen KEINE Windkraftanlagen haben bauen lassen und damit hier bald der einzige Rückzugsort für Vögel und anderes Getier sind? Nein, Wade, das ist mir alles zu pauschal. Der Nabu hat doch soviele alte Truppenübungslätze und andere Flächen der könnte da gut bauen.
Selbst der Regen fließt doch dort gebündelt über die Module und an einer Linie in den Boden und nicht über die Fläche verteilt.
LG Mathilde
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wernerzwo

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Re: Solaranlage auf Freiflächen
« Antwort #27 am: 17. Mai 2019, 19:02:49 »

Diskutiere nicht mit Grünen, Ökos und anderen Spixxxrn - jedes Argument ist für die geistig nicht greifbar!

Ich habe gerade wo anderes eine Debatte, ob unser Außenminister Staatsanwalt war - nachweislich war er nur Referendar bei der Staatsanwaltschaft. Das sind aber nur Fake-News aus der rechten Ecke. Da kannst Du noch so oft Wikipedia oder sonstige Quellen zitieren...

Zurück zum Thema:
Ich gebe Euch vollkommen recht - die "verspiegelung" der Landschaft kann nicht der Weisheit letzter Schluss sein! Erst wenn jede Dach und jede Fassade voll ist, dann kann man über andere Dinge reden - rein ökologisch betrachtet!
Ökonomisch sieht die Sache vielleicht anders aus.

Deutschland nutzt rechnerisch wesentlich mehr Ackerfläche, als es selbst zur Verfügung hat. Wir sind in Europe an zweiter Stellte bei der Siedlungsdichte, das wird gerne vergessen. Das heißt jede anderweitige Nutzung oder Extensivierung von Ackerland ergibt zwangsläufig einen Transfer aus einem anderen Teil der Welt. Ob das ökologisch wie ökonomisch Sinn macht, soll bitte jeder für sich entscheiden...
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Wade

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Re: Solaranlage auf Freiflächen
« Antwort #28 am: 17. Mai 2019, 19:39:30 »

Hallo,

also dann bin ich in Deinen Augen blöd nur weil wir auf unsere Flächen KEINE Windkraftanlagen haben bauen lassen und damit hier bald der einzige Rückzugsort für Vögel und anderes Getier sind? Nein, Wade, das ist mir alles zu pauschal. Der Nabu hat doch soviele alte Truppenübungslätze und andere Flächen der könnte da gut bauen.
Selbst der Regen fließt doch dort gebündelt über die Module und an einer Linie in den Boden und nicht über die Fläche verteilt.
LG Mathilde

Hab ich doch mit keinen Wort geschrieben. Es ist jedoch Ökologisch wie Ökonomisch sinnvoll. Ich hab auch keine Freiflächen PV Anlage, aber vielleicht wird das noch irgendwann in der Zukunft. Aber sich vehement gegen neue Technologien zu sträuben ist auch kein sinnvoller Weg.

Und wenn du schon meine Posts mit ruebe löscht, wiso darf dann wernerzwo hier Grüne, Ökos und Spinner in einen Topf werfen? Persönlicher gehts es ja fast nicht.

Meine Argumente sind absolut rational und nachvollziehbar, wer nen Fehler findet kann ihn gerne schreiben dann können wir drüber diskutieren. Aber Werners erster Teil ist reine Diffamierung, der letzte Teil ist schlicht Falsch...
PV auf Ackerflächen anstelle von Raps oder Biogas ist in der Produktion keine Extensivierung, sondern erzeugt ein Vielfaches der Energie. Gerade aus diesem Hinblick wäre es gut PV aufn Acker zu machen... (ich sage auch mit keinem Wort dass man PV nicht auf Dächer oder konversionsflächen machen soll, dort muss am besten auch so viel gebaut werden wie möglich & nötig)
Und ob wir wirklich "wesentlich mehr Ackerfläche" nutzen bin ich mir ehrlich gesagt gar nicht sicher. Dachte auch immer dass wir so viel Futter & Soja importieren, aber das ist eigentlich recht wenig im Vergleich: https://www.bmel-statistik.de/landwirtschaft/tierhaltung/futtermittel/
97% der Futtermittel stammen aus Deutschland. 6,7 Miot wird importiert, davon viel Soja und Raps.
Gleichzeitig wird aber auch 5-10Mio Tonnen Weizen Exportiert.->https://de.statista.com/statistik/daten/studie/28969/umfrage/exportmenge-von-weizen-aus-deutschland-seit-1990/
Und es wird zb ~1Mio Tonnen Schweinefleisch exportiert. -> https://www.topagrar.com/markt/news/eu-fleischexport-2016-auf-rekordniveau-9247925.html

Das ganze ist aber eigentlich Offtopic...

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wernerzwo

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Re: Solaranlage auf Freiflächen
« Antwort #29 am: 17. Mai 2019, 21:30:52 »


Meine Argumente sind absolut rational und nachvollziehbar, wer nen Fehler findet kann ihn gerne schreiben dann können wir drüber diskutieren. Aber Werners erster Teil ist reine Diffamierung, der letzte Teil ist schlicht Falsch...
PV auf Ackerflächen anstelle von Raps oder Biogas ist in der Produktion keine Extensivierung, sondern erzeugt ein Vielfaches der Energie. Gerade aus diesem Hinblick wäre es gut PV aufn Acker zu machen... (ich sage auch mit keinem Wort dass man PV nicht auf Dächer oder konversionsflächen machen soll, dort muss am besten auch so viel gebaut werden wie möglich & nötig)
Und ob wir wirklich "wesentlich mehr Ackerfläche" nutzen bin ich mir ehrlich gesagt gar nicht sicher. Dachte auch immer dass wir so viel Futter & Soja importieren, aber das ist eigentlich recht wenig im Vergleich: https://www.bmel-statistik.de/landwirtschaft/tierhaltung/futtermittel/
97% der Futtermittel stammen aus Deutschland. 6,7 Miot wird importiert, davon viel Soja und Raps.
Gleichzeitig wird aber auch 5-10Mio Tonnen Weizen Exportiert.->https://de.statista.com/statistik/daten/studie/28969/umfrage/exportmenge-von-weizen-aus-deutschland-seit-1990/
Und es wird zb ~1Mio Tonnen Schweinefleisch exportiert. -> https://www.topagrar.com/markt/news/eu-fleischexport-2016-auf-rekordniveau-9247925.html

Das ganze ist aber eigentlich Offtopic...

Für "Alles-besser-Wisser", die Argumente andere schlichtweg als falsch bezeichnen:

https://www.proplanta.de/Agrar-Nachrichten/Agrarwirtschaft/In-Deutschland-verbrauchte-Lebensmittel-groesstenteils-aus-dem-Ausland_article1516961220.html

Der zentrale Satz darin lautet:
Nach Deutschland importierte Ernährungsgüter belegten in den Herkunftsländern eine Fläche von 12,5 Millionen Hektar

Wir haben selbst nur ca. 16,5 Mio Hektar zur Verfügung, abzüglich unsere Exporte belegen wir damit knapp 19,5 Mio ha für unsere Ernährung! Oder um es drastischer auszudrücken: wir frexxen mehr, als wir selbst produzieren können.

Daher nochmal: jede anderweitige Nutzung oder Extensivierung (Bio!) erfordert AUTOMATISCH einen "Flächenimport" von außen. Ob das "ökologisch" ist, wage ich stark zu bezweifeln - Stichworte: Rodungen / Land-Grabbing / Transporte / usw.

Der ökonomische Reiz ist auch mir bewusst...
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