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Autor Thema: Aufwandmenge und Anwendung Spurennährstoffgabe  (Gelesen 34966 mal)

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Pfanne

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Aufwandmenge und Anwendung Spurennährstoffgabe
« am: 09. März 2019, 20:57:57 »

Hallo
Ich wollte mal fragen, wie ihr das so ihm Jahr handhabt. Es gibt ja viele Fertigmischungen mit unterschiedlichen Zusammensetzungen z.B. YaraVita Getreide Plus usw. Wo bei diesem die Aufwandmenge von Herbst bis Sommer im Winterweizen in der Empfehlung bei 4 Litern liegt und bei Wintergerste bei 5 Litern.
Fahrt ihr die volle Aufwandmenge oder gebt ihr nur einen Teil um die Hitzestress-Phasen besser zu bewältigen?
Ich wollte mich da langsam herantasten und dieses Jahr Mal ausprobieren.
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adefrank

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Rentabel
« Antwort #1 am: 10. März 2019, 01:36:13 »

Hallo
Ich wollte mal fragen, wie ihr das so ihm Jahr handhabt. Es gibt ja viele Fertigmischungen mit unterschiedlichen Zusammensetzungen z.B. YaraVita Getreide Plus usw. Wo bei diesem die Aufwandmenge von Herbst bis Sommer im Winterweizen in der Empfehlung bei 4 Litern liegt und bei Wintergerste bei 5 Litern.
Fahrt ihr die volle Aufwandmenge oder gebt ihr nur einen Teil um die Hitzestress-Phasen besser zu bewältigen?
Ich wollte mich da langsam herantasten und dieses Jahr Mal ausprobieren.
Also angesichts verschiedener Versuchsergebnisse stellt sich allerdings schon die Frage, inwieweit die Anwendungen rentabel sind. Laut dlz 10/2014 (findet man über google)ist das meist nicht gegeben. Klar bringt die Mangangabe bei Mangel um Herbst bzw. Frühjar was, und auch sonst bringt bei Mangelsituationen eine entsprechende Düngung was. Ein anhaltspuntk ist natürlich wenigsten Stichpunktmäig aug einzelnen Schlägen mal eine Spurennährstoffanalyse zu machen. Bei mir ist (bis auf Bor) da alles im recht guten Bereich. Insofern bin ich nicht über Epso-Kombitop (so 5kg/ha pro Anwendung) hinausgegangen. Klar hängt die Versorgung auch vom Wetter ... ab.
Eine Frage die ich mir stelle ist Molybdan. (Umwandlung Nitrat N). Da liegt der Entzug bei Getreide bei etwa 1 g/ha. Ob es da nicht Sinn machen würde 1 bis 2g da pro Ha auszubringen. /Kosten 18 - 36 ct/ha). Weil das doch deutlich günstiger ist als eine aussagekräftige Untersuchung und die benötigte Menge letztendlich minimal ist.
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Heiner

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Re: Aufwandmenge und Anwendung Spurennährstoffgabe
« Antwort #2 am: 10. März 2019, 07:45:59 »

Hallo
Ich wollte mal fragen, wie ihr das so ihm Jahr handhabt. Es gibt ja viele Fertigmischungen mit unterschiedlichen Zusammensetzungen z.B. YaraVita Getreide Plus usw. Wo bei diesem die Aufwandmenge von Herbst bis Sommer im Winterweizen in der Empfehlung bei 4 Litern liegt und bei Wintergerste bei 5 Litern.
Fahrt ihr die volle Aufwandmenge oder gebt ihr nur einen Teil um die Hitzestress-Phasen besser zu bewältigen?
Ich wollte mich da langsam herantasten und dieses Jahr Mal ausprobieren.

Hallo Pfanne,

wie von adefrank schon angesprochen hängt das von verschiedenen Faktoren ab :

1. Bodenversorgung
Wenn die Gehalte mancher Nährstoffe im Mangel sind, macht es Sinn diese über das Blatt zu geben.

2. Nährstoffungleichgewichte im Boden
Durch beispielsweise einen zu hohen pH-Wert können vorhandene Nährstoffe nicht pflanzenverfügbar sein; oder sehr hohe P-Gehalte bedingen eine erhöhte Gabe an Cu

3. Nitratversorgung der Pflanze
Wenn die Pflanze sehr stark mit Nitrat versorgt ist, dann kann durch eine Gabe von Micronährstoffen der Nitratgehalt der Pflanze wieder ins Lot gebracht werden.

Generell gilt :
- öfter wenig ist deutlich mehr als einmal viel
- Bei Eintritt einer Stresssituation (Trockenheit) sollten die Nährstoffe bereits in der Pflanze sein
- gute Effekte erzielt man mit Bittersalz + kleinen Mengen Bor (30g) + ggf Mn oder Mo

daher nehme ich beim Fungizid und Wachstumsregler i.d.R 3 kg/ha EPSOmicrotop mit.


Heiner
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Thomas

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Re: Aufwandmenge und Anwendung Spurennährstoffgabe
« Antwort #3 am: 10. März 2019, 12:13:04 »

Auf leichten Böden sollen Bittersalz Produkte vorteilhafter sein. Vom Preis her passt das auch ganz gut.

Ich habe im Herbst jedenfalls auch Epso Combitop eingesetzt und bei Fungi & WR kommt auch immer was mit rein.

Gruß
Thomas
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