www.agrowissen.de  
www.agrowissen.de  
Bitte loggen sie sich ein oder registrieren sie sich.

Einloggen mit Benutzername, Passwort und Sitzungslänge

Autor Thema: Südzucker denkt über Werksschließungen nach  (Gelesen 8114 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

granola

  • Vereinsmitglied
  • ***
  • Offline Offline
  • Beiträge: 2 188
  • immer mit offenem Visier
Wasserkopf abbauen! Re: Südzucker denkt über Werksschließungen nach
« Antwort #30 am: 01. Februar 2019, 11:28:58 »

Südzucker sollte erst mal seine eigenen Wasserköpfe abbauen um Kosten zu senken!Die Leute die uns etwas über Pflanzenschutzdüsen, Zwischenfruchtsaatgut usw. erzählen, wer braucht denn die?
Gespeichert
Vertrauen ist gut, Kontrolle ist schlechter

Schorsch

  • Vereinsmitglied
  • ***
  • Offline Offline
  • Beiträge: 5 061
Re: Südzucker denkt über Werksschließungen nach
« Antwort #31 am: 01. Februar 2019, 18:22:22 »

die Zeit mit guten Weltmarktpreisen, der in den letzten 10 Jahren fast genauso oft über den 400€ als auch unter 400€ war.

Das EU-Preisreporting für den Binnenmarkt gibt Ab-Werk-Preise an. Die Weltmarktnotierung Liffe No 5 gibt fob Preise an, also verladen im Hochseehafen. Die Fobbing-Kosten wurden bei der Südzucker verschiedentlich mit um die 50 bis 70 € je to beziffert. Somit wäre im Zeitraum seit 2006, auf Basis der Londoner Notierung, meist nicht viel mehr als 300 € je to ab Werk zu erlösen gewesen.

Wie lange wird dann der Markt bereit sein, über den Weltmarktpreis einzukaufen und wie lange wird diese Schutzmauer der EU noch existieren. Zumal es auch zollfreie und vergünstigte Importquoten gibt

Die Importe aus leistungsfähigen Erzeugerländern sind mengenmäßig eng gedeckelt, da sie lediglich eine Konzession an mengenmäßig überschaubare traditionelle Handelsbeziehungen von späteren EU-Beitrittsländern sind. AKP-Länder und LDC sind bisher nicht in der Lage dazu, bei niedrigen Preisen hohe Mengen zu liefern.

Der Importzoll bleibt m. E. dauerhaft bestehen, so wie dies bei den meisten bedeutenden Zuckererzeugern weltweit ebenfalls er Fall ist. Dabei bleibt es, denn ohne hohen Importzoll würde es auch keine Versorgungssicherheit mehr geben..
Gespeichert

kater

  • Jr. Member
  • **
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Männlich
  • Beiträge: 25
Re: Südzucker denkt über Werksschließungen nach
« Antwort #32 am: 01. Februar 2019, 19:34:33 »

Der Importzoll bleibt m. E. dauerhaft bestehen, so wie dies bei den meisten bedeutenden Zuckererzeugern weltweit ebenfalls er Fall ist. Dabei bleibt es, denn ohne hohen Importzoll würde es auch keine Versorgungssicherheit mehr geben..

Wie hoch ist der Selbstversorgungsgrad dzt bzw. wie hoch soll er sein.
Wenn ich mal 100% annehme, dann sind wir in der EU noch immer um das Doppelte drüber, wenn man sich an der WHO orientiert (Empfehlung für max. Zuckerkonsum).
https://www.berlin.de/special/gesundheit-und-beauty/ernaehrung/4538541-215-zucker-wie-viel-pro-tag-ist-gesund.html
https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaft-in-zahlen/grafik-des-tages-der-zuckerkonsum-waechst-13683269.html

Gespeichert

Arablefarmer

  • Full Member
  • ***
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Männlich
  • Beiträge: 158
  • Beruf: Landwirt
Re: Südzucker denkt über Werksschließungen nach
« Antwort #33 am: 01. Februar 2019, 22:12:13 »

Vielleicht noch n werk in frankreich? Ein werk mit weniger auslastung fahren würde ja wahrscheinlich die kosten nicht reduzieren....

SZ bewirtschaftet 4 Zuckerfabrike in Frankreich. Wenn Werke schliessen dürfen, wäre es Meiner Meinung nach bei Cristal Union. Im Süden von Paris hat CU 3 Fabrike. 2 leisten unter 10.000 T Rüben pro Tag. Ich wäre nicht erstaunt, wenn die entscheiden, einen von diesen 3 Werken zu schliessen.  :frage:
Gespeichert

juliusjr

  • Hero Member
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 1 852
Re: Südzucker denkt über Werksschließungen nach
« Antwort #34 am: 15. Februar 2019, 09:03:02 »

Im Landtreff schreibt jemand, dass südzucker 2 seiner 4 werke in frankreich schließt.
Anscheinend is sich südzucker sicher dass südzucker die werke mit höchsten kosten je kg zucker hat oder ihn am schlechtesten verkauft bekommt. Ansonsten würden sie warten bis die anderen ihre werke schließen......
Gespeichert

Schorsch

  • Vereinsmitglied
  • ***
  • Offline Offline
  • Beiträge: 5 061
Re: Südzucker denkt über Werksschließungen nach
« Antwort #35 am: 15. Februar 2019, 13:11:07 »

Die Werke Eppeville und Cagny sollen geschlossen werden. Damit würden in Frankreich 2 Südzucker-Werke verbleiben. Außerdem soll in Polen das Werk Strzyzow nahe der Ukrainischen Grenze schließen. In Polen gibt es 4 weitere Südzucker-Standorte die offenbar bestehen bleiben sollen.
Gespeichert

angusy

  • Vereinsmitglied
  • ***
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Männlich
  • Beiträge: 3 137
Re: Südzucker denkt über Werksschließungen nach
« Antwort #36 am: 15. Februar 2019, 13:18:56 »

Steckt da eine Strategie dahinter?

Ist es sinnvoll in einem Land zu bleiben für lediglich 2 Werke ?


Mir sieht es eher so nach Rasenmäher aus: Jeder bekommt was weggenommen.

Gespeichert

juliusjr

  • Hero Member
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 1 852
Re: Südzucker denkt über Werksschließungen nach
« Antwort #37 am: 27. März 2019, 18:59:43 »

Südzucker will 20cent Dividende zahlen obwohl man Verlust macht, werke schließt (da man nicht will dass man auf dauer verlust macht) und die szvg a+r mittel einbehält. Ich find das bissl bescheuert....
Ich hoff wenigstens auf einen guten rübenpreis.......
Gespeichert

juliusjr

  • Hero Member
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 1 852
Re: Südzucker denkt über Werksschließungen nach
« Antwort #38 am: 27. März 2019, 19:35:30 »

Schon rein steuerlich is das schwachsinn. Dividende auszahlen und a+r mittel einbehalten.....
Teurer wirden die anteileskäufe wofür die a+r mittel gedacht sind auch wenn die aktionäre so verwöhnt werden(glaub dazu is es gedacht weil geld braucht südzucker in nächster zeit....)
Gespeichert

Schorsch

  • Vereinsmitglied
  • ***
  • Offline Offline
  • Beiträge: 5 061
Re: Südzucker denkt über Werksschließungen nach
« Antwort #39 am: 27. März 2019, 22:00:52 »

Südzucker will 20cent Dividende zahlen obwohl man Verlust macht, werke schließt (da man nicht will dass man auf dauer verlust macht) und die szvg a+r mittel einbehält. Ich find das bissl bescheuert....
Ich hoff wenigstens auf einen guten rübenpreis.......

Die AG meldet doch einen Gewinn von 20 Mio €. Die Dividende liegt mit 20 ct am unteren Ende der bisherigen Schwankungsbreite, die nach oben bis 90 ct reicht. Man kann sicher über die Höhe der A+R-Mittel diskutieren, weil diese, wegen der hohen Rübenmengen, im Gesamtvolumen angestiegen sind, während gleichzeitig die Rübenpreise, von denen sie abgezwackt werden, deutlich rückläufig sind.

Was ist an dem Vorgehen steuerlich nachteilig?
Gespeichert

juliusjr

  • Hero Member
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 1 852
Re: Südzucker denkt über Werksschließungen nach
« Antwort #40 am: 27. März 2019, 22:28:26 »

Na vom ebit muss aber noch zinsen und steuern abgezogen werden. Finanzergebnis is meist bei 40 bis 50mio euro. Steuern muss zb die pizzasparte zahlen, die ja gewinn macht.
Außergewöhnliche Kosten  wie zb werksschließungen sind auch nicht im ebit - wobei diese kosten erst in mehr als einem jahr kommen.
Trotzdem das ergebnis was für dividende maßgeblich ist wird stark negativ sein (bei einem ebit von 20mio)

Bezüglich steuer. Ja auf die Dividende muss ich ja steuern zahlen, aber a+r mittel kann ich nicht absetzen.

Wahrscheinlich wird mit der Restrukturierung das nächste jahr auch negativ - zahlt man dann wieder dividende?
Um den eu-markt ins Gleichgewicht zu bringen müssen auch noch andere konzerne als südzucker werke schließen....selbst heuer mit der trockenheit war die eu überversorgt....
« Letzte Änderung: 27. März 2019, 22:32:29 von juliusjr »
Gespeichert

juliusjr

  • Hero Member
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 1 852
Re: Südzucker denkt über Werksschließungen nach
« Antwort #41 am: 27. März 2019, 22:53:00 »

20cent Dividende bedeutet eine Ausschüttung von 40mio versteuerten Rücklagen bei 20mio gewinn vor steuern und zinsen. Der nettoverlust wird ja fast 900mio betragen(aber das meiste nicht cash wirksam)
Gespeichert

juliusjr

  • Hero Member
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 1 852
Re: Südzucker denkt über Werksschließungen nach
« Antwort #42 am: 27. März 2019, 23:08:07 »

Da ja südzucker auch nur ca 40% von agrana und auch nicht alles von cropenergies gehört geht ja vom ebit auch noch der minderheitenanteil ab. Eh bescheuert dass südzucker nur das ebitschätzt  und nicht den erwarteten verlust je Aktie....
Gespeichert

Schorsch

  • Vereinsmitglied
  • ***
  • Offline Offline
  • Beiträge: 5 061
Re: Südzucker denkt über Werksschließungen nach
« Antwort #43 am: 27. März 2019, 23:11:58 »

Hab bisher noch nicht gesehen, dass die Südzucker ein Ebit ausweisen würde. Es wird ein operatives Konzernergebnis von 25 Mio € erwartet. Klar dürfte das Zinsergebnis dafür sorgen, dass das Ergebnis vor Steuern negativ wird. Das sollte aber zu wesentlich geringeren Ertragssteuern führen. Werden denn die Konzern-Segmente (z. B. die "Pizzasparte") jeweils separat steurlich veranlagt? Hätte ich nicht vermutet.
Gespeichert

juliusjr

  • Hero Member
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 1 852
Re: Südzucker denkt über Werksschließungen nach
« Antwort #44 am: 28. März 2019, 07:38:28 »

Na ja operatives ergebnis is zumeist das ebit.... die zahlen werden kommen und wir werden sehen....
Gespeichert