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Autor Thema: 2019 - Was tut sich auf den Feldern?  (Gelesen 66672 mal)

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Euro-T

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Re: 2019 - Was tut sich auf den Feldern?
« Antwort #30 am: 16. Februar 2019, 18:13:05 »


Aber sei`s drum, wenn ECMWF Recht behält, dann können wir hurtig auch ohne Frost auf die Flächen - und auch für lange Zeit.. :rolleyes:


Wer ist ECMWF ?

Mir wäre vier Wochen Dauerregen viel lieber als dieses Wetter.

Das europäische Wettermodell, das uns auch letztes Jahr schon die Trockenheit mit erschreckender Genauigkeit vorausgesagt hat.

Naja jedenfalls bin ich heilefroh, nun mit der Greening-ZF abschliessen zu können, schön das ich zum Abschluß nochmal so eine richtige Schweinerei auf den Flächen habe, das ich mir meiner Entscheidung auch so richtig sicher bleibe.

Was machst Du stattdessen ?

Stilllegung.
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Gruß

~~ Olli

Jonathan

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Re: 2019 - Was tut sich auf den Feldern?
« Antwort #31 am: 16. Februar 2019, 18:35:31 »


Naja jedenfalls bin ich heilefroh, nun mit der Greening-ZF abschliessen zu können, schön das ich zum Abschluß nochmal so eine richtige Schweinerei auf den Flächen habe, das ich mir meiner Entscheidung auch so richtig sicher bleibe.

Was machst Du stattdessen ?
[/quote]

Stilllegung.
[/quote]

???  Nach einer ÖVF Zwiechenfrucht muss doch eine Hauptkultur folgen  ???
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angusy

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Re: 2019 - Was tut sich auf den Feldern?
« Antwort #32 am: 16. Februar 2019, 18:36:49 »

Die Frage war ja auch, was er in den nächsten Jahren anstatt der Zwischenfrucht macht.

Die Antwort "Stilllegung". Vermutlich wird er dieses Jahr sehr wohl eine Hauptfrucht anbauen.
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Euro-T

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Re: 2019 - Was tut sich auf den Feldern?
« Antwort #33 am: 16. Februar 2019, 18:56:24 »

Die Frage war ja auch, was er in den nächsten Jahren anstatt der Zwischenfrucht macht.

Die Antwort "Stilllegung". Vermutlich wird er dieses Jahr sehr wohl eine Hauptfrucht anbauen.

Ja, natürlich baue ich nach der ZF eine Hauptkultur an - parallel dazu habe ich schönerweise im Herbst schon die 5% brach liegenlassen, die dann nachfolgend als Stilllegung herhalten dürfen.

Das ist ganz großes Regulierungskino mal wieder, aber egal.
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angusy

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Re: 2019 - Was tut sich auf den Feldern?
« Antwort #34 am: 16. Februar 2019, 19:03:56 »

Stilllegung ist ohnehin das einzige zukunftssichere Modell im Ackerbau.

Hier blüht alles schön, der nicht landwirtschaftlichen Bevölkerung geht es gut und die gesunden Lebensmittel kommen aus China und Amerika. Dort arbeitet man zudem auch noch wesentlich ökologischer.
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wernerzwo

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Re: 2019 - Was tut sich auf den Feldern?
« Antwort #35 am: 16. Februar 2019, 21:51:49 »

War gestern bei Kachelmann auf der Seite:

Da sagt das Europäische Langfristmodell bis Ende März ein Regendefizit (zum Durchschnitt) von ca.  70 Liter.
Das ist auf alle Fälle eine Hausnummer in sechs Wochen...  :-\

Werde auf alle Fälle sobald wie möglich versuchen den Dünger auf die Felder zu bekommen. Die -2° C die letzten Tage reichten aber nicht zum Gülle fahren im Getreide.
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Markus

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Re: 2019 - Was tut sich auf den Feldern?
« Antwort #36 am: 16. Februar 2019, 22:09:53 »

Da sagt das Europäische Langfristmodell bis Ende März ein Regendefizit (zum Durchschnitt) von ca.  70 Liter.
Wenn ich die Modelle für unsere Region richtig interpretiere, sollten wir einen feuchten Mai und einen kühlen Sommer (wie 2012 und 2013 bekommen). Für unsere Region wäre ein trockener März eher wünschenswert, um eine gute Durchwurzelung zu erreichen. Das war im letzen Jahr bei der WG das Problem: Das feuchtkühle Wetter schlug im April plötzlich in Sommerwetter um, die Pflanzen schosse in die Höhe, aber die Wurzeln wurden nicht entsprechend entwickelt.
Habe heute Gelbschalen aufgestellt.
Im Moseltal wurde gestern bei 15 Grad schon von ersten Fängen berichtet.
Bei Befahrbarkeit Anfang der Woche wollte ich noch die unbehandelten Flächen mit Attribut gegen AFU spritzen, danach werden wohl die Stängelschädlinge anstehen bzw. SSA im Raps. Dieser hat schon erste weiße Wurzelhare und treibt schon neue Blätter. Bleibt nur zu hoffen dass kein starker Frost mehr kommt....
Gruß
Markus
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Vario_fahrer

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Re: 2019 - Was tut sich auf den Feldern?
« Antwort #37 am: 16. Februar 2019, 22:23:49 »

Die Wetterberichte sollten erstmal lernen das Wetter für einen Tag zumindest halbwegs korrekt vorherzusagen.
Wenn sie das erfolgreich geschafft haben können die sich an das Wetter für eine Woche trauen, bis die das Wetter für mehrere Monate vorhersagen können vergehen noch zig Jahre.

Von mir aus darf es gerne etwas trockener werden damit die Flächen wieder befahrbar werden, derzeit steht noch einiges an Wasser auf den Feldern.

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dirkk

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Re: 2019 - Was tut sich auf den Feldern?
« Antwort #38 am: 17. Februar 2019, 08:43:43 »

Zitat
Stichwort Sikkation: das wird meine erste (fahrende) Tätigkeit auf den Feldern für 2019 sein. Der heilige 16.2. ist ja nun heute, wäre ich nicht angeschlagen, so hätte ich den heutigen Morgen wohl schon genutzt - leichte Minusgrade hätten die nötige Tragfähigkeit gewährleistet.
  Ich habs gestern schon auf offenem Boden gemacht - mit der Spritze !  Montag mittag den Rest auch noch so , und dann ist das Thema Zwischenfruchtgreening auch für mich ( für immer )  erledigt bis auf den Fakt , das die Greeningflächen hier mehr Regen im Sommer brauchen - hab ja dies Jahr den Vergleich auf großer Fläche zwischen Hochstoppel und Greening bei Rüben , Ackerbohnen und Mais .
Die Befahrbarkeit war so grad eben ordentlich .... ansonsten wird die kommende Woche bis auf ein halben Tag Mäuse füttern nichts passieren .
Für Gülle fahren braucht es noch mehr Tragfähigkeit und für Stickstoff möchte ich erst die N-min Werte auf dem Tisch haben und zu großflächigem Fahren mit Düngerstreuer oder Düngerspritzung ist es noch zu feucht . Ich gehe von der übernächsten Woche als ersten Düngezeitraum aus ....

Gruss
dirkk
« Letzte Änderung: 17. Februar 2019, 08:46:34 von dirkk »
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Gufera

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Re: 2019 - Was tut sich auf den Feldern?
« Antwort #39 am: 17. Februar 2019, 09:40:06 »

Die Wetterberichte sollten erstmal lernen das Wetter für einen Tag zumindest halbwegs korrekt vorherzusagen.
Wenn sie das erfolgreich geschafft haben können die sich an das Wetter für eine Woche trauen, bis die das Wetter für mehrere Monate vorhersagen können vergehen noch zig Jahre.

Du musst zwischen dem "Wetter" und dem "Klima" unterscheiden. Das sind zweierlei paar Schuhe. Klimaforschung hat nichts mit dem voraussagen von dem lokalen Wetter zu tun.
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Wade

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Re: 2019 - Was tut sich auf den Feldern?
« Antwort #40 am: 17. Februar 2019, 09:45:31 »

Wobei Monate auch noch kein Klima sind, sondern eher Großwetterlage. Dabei muss ja gar nicht Taggenau gesagt werden ob und wie viel es Regnet, es würde ja schon reichen wenn man sagen könnte es wird überdurchschnittlich trocken oder nass.
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BNT

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Re: 2019 - Was tut sich auf den Feldern?
« Antwort #41 am: 17. Februar 2019, 10:15:48 »

Witterung gibt's auch noch.

Am besten sieht man sich immer die Statistiken zum eigenen Standort an. Da kann man einiges lernen.
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Euro-T

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Re: 2019 - Was tut sich auf den Feldern?
« Antwort #42 am: 17. Februar 2019, 10:21:04 »

Wobei Monate auch noch kein Klima sind, sondern eher Großwetterlage. Dabei muss ja gar nicht Taggenau gesagt werden ob und wie viel es Regnet, es würde ja schon reichen wenn man sagen könnte es wird überdurchschnittlich trocken oder nass.

Das scheint das ECMWF aber ganz gut rauszuhaben - zumindest hier passen seit einem Jahr die Langfristprognosen relativ gut.

Mal weiter beobachten.

Unterm Strich scheint es mir fast wertvoller sein, wenn man die Wetterlage der nächsten vier Wochen grob abschätzen kann, als das Wetter von übermorgen.
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Markus

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Re: 2019 - Was tut sich auf den Feldern?
« Antwort #43 am: 17. Februar 2019, 14:55:18 »

Unterm Strich scheint es mir fast wertvoller sein, wenn man die Wetterlage der nächsten vier Wochen grob abschätzen kann, als das Wetter von übermorgen.
:daumen1:
Sehe ich genauso. Auch wenn die Tenedenzen auch nicht zu 90 oder 100% zutreffen.
Was auch die Eintrittswahrscheinlichkeiten für bestimmte Wetterlagen beeinflusst, ist der NAO-Index, das ist so etwas wie der El-Nino der Nordhalbkugel.
Gruß
Markus
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Fox!

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Re: 2019 - Was tut sich auf den Feldern?
« Antwort #44 am: 17. Februar 2019, 18:43:58 »

Anfang Februar habe ich die ersten Frostnächte genutzt und schon mal 60 kg N per Gärrest in die GPS Triticale fahren lassen. Die letzten Tage hatten wir auch immer mal wieder Frost, allerdings schwer vorrauszusagen. Durch die warmen Temperaturen hoffe ich, dass die Flächen zeitnah abtrocknen um auch die letzten Triticaleflächen abfahren zu können. Die Bestände sind teilweise sehr weit und haben bis zu sechs Seitentriebe gebildet. Fast schon wieder zu fett.

Im Weizen peile ich die erste Gabe Mineraldünger zum Monatswechsel an. Die Bestände zeigen sich mit ein bis zwei Seitentrieben bestockt. Der Rapsweizen wirkt optisch etwas vitaler als die Flächen nach Silomais. Letztere haben auch noch kein Herbizid gesehen. Bislang ist da aber eigentlich auch noch nix an Beikräutern und -gräsern zu sehen.

Die Zwischenfruchtflächen vor Mais zeigen sich unterschiedlich mit Weizendurchwuchs. Manche sind nur in den Fahrgassen durchsetzt, andere widerrum fast ganzflächig. Schätze am Ende wird wohl die Hälfte eine Glyphosatbehandlung benötigen, aber da warte ich mal noch bis Mitte März was noch so aufläuft.

Raps wurde angesichts der Trockenheit nicht gesät. An sich habe ich also wohl ein entspanntes Frühjahr vor mir  ;D
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