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Autor Thema: Winterweizen 2019  (Gelesen 81584 mal)

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Uwe

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Re: Winterweizen 2019
« Antwort #285 am: 17. Mai 2019, 10:11:06 »

Im Winterweizen habe ich einen Teilschlag von 5ha, wo das Zeug nicht so richtig loswachsen will.
Kurzerhand habe ich kleinräumig einfach mal Bodenproben von mittleren und schlechteren Ecken genommen (immer drei Einstiche pro Mischprobe).
Dabei ist herausgekommen, das gerade die miesen Stellen einen pH-Wert von unter 5.0 haben (im Bild gelb markiert, Ausschnitt ist vom Vegetationsbeginn).
Das hätte ich so gar nicht erwartet.
Man sieht ein Linie weiter oben, die habe ich im Herbst gezogen. Bis auf eine Senke ist der pH halbwegs in Ordnung (5.5 ... 7.4).
Unterhalb ist die Linie, die ich im April beprobt habe. Bis auf zwei Ausreisser sind alle pH-Werte im Bereich 4,2 ... 5.1. Das müssen noch Bewirtschaftungsunterschiede aus den letzten 30 Jahren sein. Ist eben mühsam solche Flächen zu übernehmen und langsam wieder in Kultur zu kriegen...

Ganz unten ist noch ein Punkt vom Raps zu sehen, da liegt auch eine Probe hinter einer alten Bewirtschaftungsgrenze und hat nur pH 4.1.
Ich habe erstmal 175t Kohlensauren Kalk für 20ha bestellt.
Rechts unten sieht man einen sehr dunklen Bereich. Dort steht Raps auf einem Teilschlag der vor 2 Jahren als Rosskur 80...100dt Kohnlensauren Kalk bekommen hat.
Hat mir zwar jeder von abgeraten, hat aber Wunder gewirkt. Da ist auf einmal auch Phosphor verfügbar. Langsames Aufkalken kann ich mir auf so einer großen Fläche nicht leisten...

Weiterhin ist interessant, dass selbst bei einem pH-Wert von 4.5 Magnesium immer noch in E liegt (> 10mg/100g Mg). Kinsey lässt grüßen...
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klausg

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Re: Winterweizen 2019
« Antwort #286 am: 18. Mai 2019, 10:02:16 »

Ich weiß nicht, ob Du die Möglichkeit hast, dort an Branntkalk zu kommen. Damit tut sich wenigstens schneller was. Selbst bei einem Mikrofein vermahlenen Kalk dauerts viele Jahre, bis Du was merkst. Alternative zu Branntkalk wäre ein weicherdiger Kreidekalk - der wirkt auch sofort.
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Maximus

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Re: Winterweizen 2019
« Antwort #287 am: 18. Mai 2019, 11:27:29 »

Jemand ne Idee ob dies Stress/Mangel oder schon Pilzbefall ist? Meine Hobbykenntnisse reichen leider nicht aus  ;D 
zweites bzw. drittes Blatt Triticale Lombardo. Ähren sind zur hälfte raus, hat aber noch keine Abschlussbehandlung bekommen - sollte die kommende Woche erfolgen.
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Uwe

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Re: Winterweizen 2019
« Antwort #288 am: 19. Mai 2019, 10:28:26 »

Ich setze diesmal Kalk aus Morawica ein.
Gibt es sowas wie "Jura Kalk"?

http://www.kwmorawica.pl/index.php?option=com_content&view=category&layout=blog&id=16&Itemid=14

Ich bin jedenfalls gespannt, wieviel Minderertrag ich zu den schon aufgekalkten Flächen haben werden.
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Gameorg

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Re: Winterweizen 2019
« Antwort #289 am: 19. Mai 2019, 15:19:25 »

Nach der heutigen Rundfahrt hab ich bemerkt dass sich Mehltau und ich glaube Gelbrost im Weizen und teilweise im Dinkel breit macht. Auch am Fahnenblatt.

Vereinzelt kommen jetzt die Ähren raus.

Wollte ursprünglich auf die Blüte warten und mit Opus Top (epoxiconazol fenpropimorph) behandeln. Wird mir jetzt aber zu heiß.

Kann ich was dazumischen um eine ausreichende Dauerwirkung zu erreichen um jetzt evtl. mit einer vorgezogenen Anwendung durchzukommen? Eine richtige Fahnenblattbehandlung ist das jetzt ja nicht mehr, wir befinden uns ja grade genau zwischen den beiden Terminen.

Was würdet ihr vorschlagen zur Schadensbegrenzung?
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agri

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Re: Winterweizen 2019
« Antwort #290 am: 19. Mai 2019, 16:10:17 »

Was ist denn dann eine richtige Fahnenblatt Behandlung wenn nicht jetzt ?

Was willst du denn mit einem Späteren Einsatz von Opus Top bewirken ?

Welche Krankheit ist denn wichtiger als Rost und Sep. ?

Wenn nicht jetzt zu befallsbeginn Rost und Co. , wann dann ?

Wenn ich sonst nix auf Lager hätte und Opus Top ist schon gut , wäre ich schon unterwegs bei Rost !
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Gameorg

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Re: Winterweizen 2019
« Antwort #291 am: 19. Mai 2019, 16:49:06 »

Hi Agri!

Wir sind schon bisschen weiter in der Vegetation. Ein guter Termin um das Fahnenblatt zu Behandeln wär bei uns vor 2 Wochen gewesen. In Retrospekt wohl die richtige Maßnahme. Jetzt sind wir schon am Übergang zum Ährenschieben und im Idealfall würde ich gerne nur 1x behandeln.

In fusarienfreien Jahren reicht Opus top zur Blüte bei uns (Nach Vorlage in EC 31) Eine günstige Lösung im Trockengebiet.

Zu warten wär wohl einzig und allein der Flexibilität gegen Fusarium gedient. Ich seh mir heut nochmal die Befallsintensität an.

Es gab voriges Jahr Fusarium, jedoch nicht auf den Schlägen daher würde ich Fusarium Risiko auf Mittel einschätzen bei eintretenden Niederschlägen. Weizen hat Vorfrucht Raps. Dinkel ist nach Mulchmais, ist aber weniger anfällig auf Fusarium (war voriges Jahr gesund, trotz Niederschlag in die Blüte und Mulchmais).

Tendenziell würde ich also auch das Rostrisiko priorisieren und jetzt gleich fahren. Die Fragen nur ob ich gleich eine stärkere Mischung nehmen soll in Richtung Dauerwirkung und Fusarien  oder erstmal nur Opus und nochmal zur Blüte reagiere wenn nötig. Die Blüte wird hald jetzt nicht mehr weit sein.





« Letzte Änderung: 19. Mai 2019, 16:57:27 von Gameorg »
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agri

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Re: Winterweizen 2019
« Antwort #292 am: 19. Mai 2019, 17:32:09 »

Hallo Gameorg ,

Zu Fusarium gibt es jetzt ein Thema hier und dort haben nette Kollegen schon ihre Erfahrung niedergeschrieben , du fragst nach einem Befall mit Rost und Sep. , einigen wir uns auf ein durchbrechen der Ähre ?

Eine Fusarium Infektion,  wenn überhaupt , wird noch min 10 Tage dauern , ja ?

Je nach Witterung  , handelt es sich um Rost und Sep neue Infektionen auf dem Fahnenblatt ?
hat Rost und sep deinen Bestand in den nächsten 10 Tagen dahin gerafft .
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charlie

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Re: Winterweizen 2019
« Antwort #293 am: 19. Mai 2019, 17:34:40 »

Gelbrost versuchen auszusitzen dürfte ein größeres Problem darstellen.
Gelbrost sollte bei Auftreten so schnell als möglich behandelt werden, da die Ausbreitung explosionsartig mit hohen Ertragsverlusten verläuft.
Opus Top stellte lange Zeit die Strobilurinfreie Lösung kurz vor oder im Ährenschieben dar, Stichwort Strohabreife
Und ich sehe es auch heute noch als sehr gute Wirkstoff-Kombination an dieser Stelle mit einer Aufwandmenge von 1,2l lässt sich auch einiges an Dauerwirkung im Bereich Roste und auch Mehltau erreichen.
Das Morpholin wird sehr schnell in der Pflanze transportiert und somit wird auch die schiebende Ähre ganz gut erreicht, auch wenn sie noch nicht direkt getroffen wird.

Sollte sich zur Blüte wirklich „Fusariumwetter“ einstellen, ist die Leistung von Opus Top hier auch nur begrenzt, bzw wäre mMn dann eine Zumischung von Tebuconazol zum passenden Termin sinnvoll.

Agri hat das schon sehr passend dargestellt
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Gruß

Charlie

Nicht immer sind die, die das Gras wachsen hören, auch bereit, es zu mähen.

agri

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Re: Winterweizen 2019
« Antwort #294 am: 19. Mai 2019, 18:15:46 »


Gelbrost

Agri hat das schon sehr passend dargestellt


huch , ganz rot werd .

Danke Schön .
« Letzte Änderung: 20. Mai 2019, 04:27:20 von agri »
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agri

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Re: Winterweizen 2019
« Antwort #295 am: 19. Mai 2019, 19:49:56 »

Zitat
Für Sichere Kornqualität und sichere Vermarktung lasse ich gern mal den einen oder anderen Doppel liegen.
  Auch bei mir hat der Ponticus sehr überzeugt und bleibt auch in der kommenden Saison die Hauptsorte .   Dazu noch Sacramento für die Wildlaststandorte  und den Rest mit Reform aufgefüllt .  Im Fokus für den Probenanbau hab ich den Asory ( ersetzt in Zukunft den Reform ? )  , und daneben noch LG Magirus und Informer .  Mal sehen was die LSV usw. die nächsten Tage noch ans Licht bringen . Sorten mit HL - Schwächen , Lageranfälligkeit , viel Fusarium fallen raus .

gruss
dirkk

Mal Nachfrag ,


Wie lief es bisher mit dem " Asory " und " Informer "
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Gameorg

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Re: Winterweizen 2019
« Antwort #296 am: 19. Mai 2019, 22:06:31 »

Und ich sehe es auch heute noch als sehr gute Wirkstoff-Kombination an dieser Stelle mit einer Aufwandmenge von 1,2l lässt sich auch einiges an Dauerwirkung im Bereich Roste und auch Mehltau erreichen.
Das Morpholin wird sehr schnell in der Pflanze transportiert und somit wird auch die schiebende Ähre ganz gut erreicht, auch wenn sie noch nicht direkt getroffen wird.

Sollte sich zur Blüte wirklich „Fusariumwetter“ einstellen, ist die Leistung von Opus Top hier auch nur begrenzt, bzw wäre mMn dann eine Zumischung von Tebuconazol zum passenden Termin sinnvoll.

Agri hat das schon sehr passend dargestellt

Das ist eigentlich in der Regel unsere Vorgehensweise Charlie! Hab mir den Bestand nochmal genauer angesehen und auch ne Ähre mitgenommen. Denke ihr habt recht und es ist wohl doch Septoria, oder? (Bild).

Allerdings glücklicherweise erst auf dem 3. und 4. Blatt, also das Fahnenblatt doch noch großteils unbefallen. Interessant was du zum Morpholin schreibst. I







« Letzte Änderung: 19. Mai 2019, 23:06:46 von Gameorg »
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nofear

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Re: Winterweizen 2019
« Antwort #297 am: 19. Mai 2019, 22:09:52 »

Was für Wetter bisher? (trocken vermute ich)
sieht mir eher nach was abiotischem aus. Könnte Mg-Mangel sein so zwischen den Blattadern und mit den abgestorbenen Spitzen...die mMn relativ schwache Wurzel für dieses Entwicklungsstadium würde dies auch bestätigen.
Was evtl. nicht recht dazu passt ist, dass die ältesten Blätter wieder/noch grün sind
« Letzte Änderung: 19. Mai 2019, 22:20:52 von nofear »
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„Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.” (R. Niebuhr)

Gameorg

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Re: Winterweizen 2019
« Antwort #298 am: 19. Mai 2019, 22:13:43 »

Was für Wetter bisher? (trocken vermute ich)
sieht mir eher nach was abiotischem aus. Könnte Mg-Mangel sein so zwischen den Blattadern und mit den abgestorbenen Spitzen...die mMn relativ schwache Wurzel für dieses Entwicklungsstadium würde die sauch bestätigen.

bis 15 april sehr trocken. seit 2-3 wochen kühl/kalt und regnerisch.

oh und sehr windig/stürmische letzte Woche
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nofear

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Re: Winterweizen 2019
« Antwort #299 am: 19. Mai 2019, 22:16:34 »

Denke, das sind die Blätter, die in der kalten/trockenen Phase gebildet wurden. Die letzten hatten wieder Nährstoff. Würde passen.
Wie war dei N-Dünung? (Ich könnte mir vorstellen Harnstoff oder Ammonium?)
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