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Autor Thema: Harnstoff in Zuckerrüben  (Gelesen 5824 mal)

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zwiebe

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Re: Harnstoff in Zuckerrüben
« Antwort #15 am: 06. Januar 2017, 06:44:28 »

Danke.

Das ähnelt unseren geographischen Lage sehr stark.
Trotz reichlicher Kalkdüngung findet sich kein freier Kalk mit dem Salzsäure Test.
Das mit den frischen P werde ich schon mal testen.
Wobei mir der N Gehalt/ Düngung fast nicht ins Gewicht fällt.
Die Salzwüste denke ich, gehört der Vergangenheit an. Hohe Düngung mit Volldünger zur Kali und Stickstoffversorgung mit 600kg/ha +X gab es zu meiner Kindheit, obwohl die Qualitätsbezahlung gibt es so dann nicht mehr und es wird nur noch der bereinigte Zuckergehalt/ertrag bezahlt.
Die moderne Sätechnik spielt ja mit der Fingerdruckrolle wieder der Salzwüste zu.
Vorernteeinarbeitung von Avadex, Vereinzeln, Handhacke, Rübenroden mit den Schleppergespann, Wagonverladung...
...wir hatten schon vieles...

Aber man kann nicht alles haben,
fette Frauen und Platz im Bett.

https://de.wikipedia.org/wiki/Calciumcyanamid#/media/File:Transformation_of_calcium_cyanamide.svg
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juliusjr

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Re: Harnstoff in Zuckerrüben
« Antwort #16 am: 06. Januar 2017, 10:35:01 »

Apropo freier Kalk. Bei ca einem drittel bis ca die hälfte meiner bodenproben wird eine untersuchung nach freiem kalk gemacht. Das Ergebnis ist immer das gleiche - kein freier Kalk vorhanden. Keine Ahnung  warum beim rest der proben keine Analyse auf freien kalk gemacht wird, weil ich kann kein Konzept erkennen wann so ein test gemacht wird.
Bisher hab ich immer nur auf den ph-wert geachtet und das Ergebnis vom freien kalk ignoriert.
Freier kalk ist eh nie vorhanden.
Unsere böden sind kalkbedürftig und es wird alle x jahre gekalkt. Aber ich will es mit dem ph-wert nicht übertreiben.
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Franzl

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Re: Harnstoff in Zuckerrüben
« Antwort #17 am: 06. Januar 2017, 13:19:09 »

Wir gaben die letzten Jahre vor der Saat immer NPK 14-10-20, so 6 bis 7 dt, damit ist die Düngung zur Rübe auf einen Schlag erledigt. Probleme mit Salzschäden hatten wir noch nie, auch nicht mit 2 dt Harnstoff. Es wird immer alles vor der Saat eingearbeitet, Nachdüngung gibts keine, sehe da bei mir (Gäuboden) auch keinen Sinn drin. Vor der Saat kann ich mit Breitreifen ohne Spuren fahren, nachher muss ich mit den Trennscheiben rein, und das widerstrebt mir, wenns noch dazu auch sehr gut anders geht. Gerade am Anfang ist die Nährstoffversorgung doch wichtig, im Sommer holt sich die Rübe ihren Stoff sowieso ausm Boden.

Selbst wenn die Menge an P und K zur Rübe Wirkung mehr hätte, muss ich da doch im Rahmen der Fruchtfolge was machen, und ich bilde mir ein, dass es schon ein bissl was bringt, gerade für die Jugendentwicklung.
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Niederbayer

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Re: Harnstoff in Zuckerrüben
« Antwort #18 am: 06. Januar 2017, 15:05:37 »

Wir gaben die letzten Jahre vor der Saat immer NPK 14-10-20, so 6 bis 7 dt, damit ist die Düngung zur Rübe auf einen Schlag erledigt. Probleme mit Salzschäden hatten wir noch nie, auch nicht mit 2 dt Harnstoff. Es wird immer alles vor der Saat eingearbeitet, Nachdüngung gibts keine, sehe da bei mir (Gäuboden) auch keinen Sinn drin. Vor der Saat kann ich mit Breitreifen ohne Spuren fahren, nachher muss ich mit den Trennscheiben rein, und das widerstrebt mir, wenns noch dazu auch sehr gut anders geht. Gerade am Anfang ist die Nährstoffversorgung doch wichtig, im Sommer holt sich die Rübe ihren Stoff sowieso ausm Boden.

Selbst wenn die Menge an P und K zur Rübe Wirkung mehr hätte, muss ich da doch im Rahmen der Fruchtfolge was machen, und ich bilde mir ein, dass es schon ein bissl was bringt, gerade für die Jugendentwicklung.

Mit dem Dünger bin ich eig. auch immer recht zufrieden. Solange er nicht zulange gelagert wird... heuer hätten die im Lagerhaus bald eine Fräse gebraucht...

Salzschäden mit Alzon vor der Saat konnte ich heuer beobachten. Mache ich nicht mehr.
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Schorsch

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Re: Harnstoff in Zuckerrüben
« Antwort #19 am: 21. März 2019, 23:39:47 »

Salzschäden mit Alzon vor der Saat konnte ich heuer beobachten. Mache ich nicht mehr.

Es handelt sich wohl eher um Schäden durch Ammoniak, das bei der Harnstoffhydrolyse entsteht und keimende Rüben bis hin zum Absterben schädigen kann. Das kann offenbar bei allen Düngern vorkommen, die Harnstoff enthalten wie z. B. auch Piagran oder Piamon.

Der neue Alzon NeoN soll dagegen laut Hersteller völlig unproblematisch sein, denn der Ureasehemmer sorgt für eine wesentlich verlangsamte Hydrolyse, bei der die Ammoniak-Konzentrationen viel niedriger bleiben.
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