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Maschinen und Technik => GPS, Precision Farming usw. => Thema gestartet von: Agricol am 04. Dezember 2018, 15:53:00

Titel: Applikationskarte von Netfarming - Erfahrungen?
Beitrag von: Agricol am 04. Dezember 2018, 15:53:00
Hallo,

ich hatte gestern ein sehr interessantes Gespräch mit zwei Mitarbeitern von der Agravis Netfarming GmbH.
Ich könnte mir vorstellen mit den Zonenmanagementkarten im nächsten einige Hektar Mais auf Probe legen zu lassen um den Einfluss Saatstärkenvarianz zu prüfen.

Gibts es bei euch bereits praktische Erfahrungen?
Titel: Re: Applikationskarte von Netfarming - Erfahrungen?
Beitrag von: Mulchsaat am 04. Dezember 2018, 17:44:58
Hallo,

ich hatte gestern ein sehr interessantes Gespräch mit zwei Mitarbeitern von der Agravis Netfarming GmbH.
Ich könnte mir vorstellen mit den Zonenmanagementkarten im nächsten einige Hektar Mais auf Probe legen zu lassen um den Einfluss Saatstärkenvarianz zu prüfen.

Gibts es bei euch bereits praktische Erfahrungen?

Moin!

Wir arbeiten mit Agravisnetfarming, klappt super. In userem Fall ein Fendt mit Variodoc-Pro dem die Karten direkt zugespielt werden. Die Zonen lassen sich im Terminal anpassen. Schöner wäre natürlich eine Karte in %, die man dann für alles nehmen könnte (l/ha, kg/ha, körner/m2) aber diese Einheit kann wohl nicht jedes Terminal lesen (Fendt kann das Anfang 2019). Ich mecker mal wieder über´s Bilder hochladen weil ich es immer noch kacke finde, sonst würde ich dir hier mal ein paar zeigen.

Ob man nun 6 oder 10 Pflanzen/m2 stehen hat macht sich natürlich bemerkbar, speziell in diesem Jahr war das gut zu beobachten, wobei man sagen muss, dass uns auch das bei dieser extremen Trockenheit nicht gerettet hat, aber die Tendenz passt.

Raps und Weizen haben wir in diesem Herbst auch mit den Karten gedrillt, ging alles störungsfrei und extrem einfach, es ist im Prinzip nur ein Anruf, wenn der Betrieb und die Flächen erstmal angelegt sind.



Titel: Re: Applikationskarte von Netfarming - Erfahrungen?
Beitrag von: Agricol am 04. Dezember 2018, 19:10:46
Vielen Dank für den ersten Eindruck.

Du bist in der Thematik schon weiter. Bei uns käme das Verlangen nach mehr Nutzungsmölichkeit wahrscheinlich erst nach einiger Versuche und Erfahrungen.
Wie lange macht Ihr das jetzt mit Netfarming?

Wie schätzt du den wirtschaftlichen Aspekt im Mittel der Jahre ein? Ist der Mehrerlös höher als die anfallenden Kosten für dieses System, vorrausgesetzt alle technischen Gegebenheiten sind vorhanden
Titel: Re: Applikationskarte von Netfarming - Erfahrungen?
Beitrag von: Mulchsaat am 04. Dezember 2018, 19:16:13
Vielen Dank für den ersten Eindruck.

Du bist in der Thematik schon weiter. Bei uns käme das Verlangen nach mehr Nutzungsmölichkeit wahrscheinlich erst nach einiger Versuche und Erfahrungen.
Wie lange macht Ihr das jetzt mit Netfarming?

Wie schätzt du den wirtschaftlichen Aspekt im Mittel der Jahre ein? Ist der Mehrerlös höher als die anfallenden Kosten für dieses System, vorrausgesetzt alle technischen Gegebenheiten sind vorhanden

Definitiv, bei Gelegenheit schreibe ich mal mehr, erstmal machen, das passt wirtschaftlich gut ins Bild, auch wenn ich jetzt noch keine langjährigen Daten habe. Aber auch nur wenn man damit nicht groß Zeit verplempert, Karte schicken lassen und los. "Jede Karte ist besser als keine Karte", sagte mal ein User hier, der das schon bald 20 Jahre macht.

Ist allerdings auch die Frage was die bei euch haben wollen?

Titel: Re: Applikationskarte von Netfarming - Erfahrungen?
Beitrag von: Präzisionsbauer am 04. Dezember 2018, 19:18:30

Raps und Weizen haben wir in diesem Herbst auch mit den Karten gedrillt, ging alles störungsfrei und extrem einfach, es ist im Prinzip nur ein Anruf, wenn der Betrieb und die Flächen erstmal angelegt sind.

Mich würde interessieren: besserer Boden -> mehr Körner/qm? oder genau umgekehrt?

PS.: Ich habe mal die Ertragskartierung der vergangenen 5 Jahre eines Schlages verglichen: Konnte tatsächlich keine eindeutig wiederkehrenden Regelmäßigkeiten feststellen. Ich bin mir nicht mehr sicher ob eine Ertragskartierung vom Vorjahr sinnvoll für Applikationskarten ist...

Gruß
Titel: Re: Applikationskarte von Netfarming - Erfahrungen?
Beitrag von: Mulchsaat am 04. Dezember 2018, 19:19:44

Raps und Weizen haben wir in diesem Herbst auch mit den Karten gedrillt, ging alles störungsfrei und extrem einfach, es ist im Prinzip nur ein Anruf, wenn der Betrieb und die Flächen erstmal angelegt sind.

Mich würde interessieren: besserer Boden -> mehr Körner/qm? oder genau umgekehrt?

PS.: Ich habe mal die Ertragskartierung der vergangenen 5 Jahre eines Schlages verglichen: Konnte tatsächlich keine eindeutig wiederkehrenden Regelmäßigkeiten feststellen. Ich bin mir nicht mehr sicher ob eine Ertragskartierung vom Vorjahr sinnvoll für Applikationskarten ist...

Gruß

Nur eben kurz: Die nehmen ja mehrjährige Sentinel-Bilder, keine Ertragskarten und da findest die Stellen wo nichts wächst immer wieder  ;)
Titel: Re: Applikationskarte von Netfarming - Erfahrungen?
Beitrag von: Agricol am 04. Dezember 2018, 19:36:55
Den Eindruck mit den Sentinel Bildern hab ich auch. Wir haben am Beispiel diesen Jahres einige Flächen angeschaut und die Satellitenbilder haben die Bereiche die als erstes unter der Trockenheit gelitten haben gut herausgefiltert.
Und die Beispielzonenkarte passen auch in den optischen Eindruck der letzten Jahre. Deshalb bin ich so interessiert daran.

Preislich soll das für die Erstellung der Managementzonenkarte und der Nutzung des Applikationskartenmoduls ca 10 -14 €/ha kosten.
Dabei hab ich die Kosten für Erstellung der Managementzonenkarte schon auf mehrere Jahre aufgeteilt.
Titel: Re: Applikationskarte von Netfarming - Erfahrungen?
Beitrag von: Präzisionsbauer am 04. Dezember 2018, 19:51:35

Raps und Weizen haben wir in diesem Herbst auch mit den Karten gedrillt, ging alles störungsfrei und extrem einfach, es ist im Prinzip nur ein Anruf, wenn der Betrieb und die Flächen erstmal angelegt sind.

Mich würde interessieren: besserer Boden -> mehr Körner/qm? oder genau umgekehrt?

PS.: Ich habe mal die Ertragskartierung der vergangenen 5 Jahre eines Schlages verglichen: Konnte tatsächlich keine eindeutig wiederkehrenden Regelmäßigkeiten feststellen. Ich bin mir nicht mehr sicher ob eine Ertragskartierung vom Vorjahr sinnvoll für Applikationskarten ist...

Gruß

Nur eben kurz: Die nehmen ja mehrjährige Sentinel-Bilder, keine Ertragskarten und da findest die Stellen wo nichts wächst immer wieder  ;)

Das suggeriert (zumindest in meiner "Untersuchung") die oberflächliche Software. Optisch sieht das dann toll aus und spiegelt genau genommen eigentlich nur die Bodengüte (und die damit zusammenhängende Wasserspeicherkapazität) wieder. Dafür sollten Karten von der Reichsbodenschätzung eigentlich reichen.

Managementzonen sind weiterhin sehr interessant ABER: letzten Endes muss doch der Landwirt entscheiden was er in der jeweiligen Zone macht und vor allem wann..

Hier noch ein hochinteressanter Link zum Thema: https://www.agricon.de/aktuelles/blog/2018/11/01/ertragspotentialkarten-weshalb-sie-leider-nicht-funktionieren/ (https://www.agricon.de/aktuelles/blog/2018/11/01/ertragspotentialkarten-weshalb-sie-leider-nicht-funktionieren/)
Für Schnellleser das Fazit:
Titel: Re: Applikationskarte von Netfarming - Erfahrungen?
Beitrag von: Euro-T am 04. Dezember 2018, 20:37:03
Ich beschäftige mich nun auch schon eine Weile mit dem Thema Applikationskarten und - auch wenn ich jetzt nur Kopfschütteln ernte - die beste Applikationskarte scheint jene bei mir im Kopf zu sein...

Ich habe jetzt soviele Karten aus so vielen Jahren mal quergecheckt und immer wieder sitze ich davor und stutze: "das kenne ich doch aus der Praxis im Schnitt der letzten 20 Jahre ganz anders...?"

Sicher: so ins Detail kann man da mit der Regelung nicht gehen, aber letztlich sind es hier seit Jahren (-zehnten) die gleichen Ecken, wo die Erträge nicht passen, oder der Weizen gerne im Dreck liegt.

Bedeutet für mich, das es nun lediglich ein paar Parameter zu includieren gilt, die bis dato in jeder Anwendung eh vom Betriebsleiter immer noch entschieden werden müssen: Düngen wir an Stelle X viel oder wenig.

Denn die weitere Witterung, von der ja letztlich abhängt, ob man auch die schlechten Ecken mit mehr Dünger versorgt, können wir alle gemeinsam gleich schlecht einschätzen. Aber ich weiß besser als jede Anwendung, mit den Begebenheiten der letzten Jahre zu planen.

Bleibt dann nur noch, die Gesamtrange zu definieren - auch das nimmt mir bis heute keine Software ab, die wollen alle einen min und max Pegel haben.

So werde ich genau auf der Basis in 2019 mal einige Schläge düngen, sollte ich da völligst Schiffbruch erleiden, so werde ich es kundtun, ansonsten bleibe ich meine eigene Applikationskarte. ;D - und aber ja, ich werde auch mal ein paar Karten auf Sentinel Basis testen, bin da aber noch in der Findung, von welchem Anbieter.
Titel: Re: Applikationskarte von Netfarming - Erfahrungen?
Beitrag von: Präzisionsbauer am 04. Dezember 2018, 21:19:14
Ich beschäftige mich nun auch schon eine Weile mit dem Thema Applikationskarten und - auch wenn ich jetzt nur Kopfschütteln ernte - die beste Applikationskarte scheint jene bei mir im Kopf zu sein...


Danke  :bet: zum Glück gibt es noch mehr Landwirte die auf dem Boden der Tatsachen geblieben sind.. Schlägt man heute einschlägige Fachzeitschriften auf, so könnte man meinen dass ohne neueste Methoden überhaupt keine Landwirtschaft mehr betrieben werden kann.

Ein altes Sprichwort heißt: Das Auge des Herrn mästet das Vieh.
Titel: Re: Applikationskarte von Netfarming - Erfahrungen?
Beitrag von: dirkk am 04. Dezember 2018, 22:00:17
Mit etlichen Jahren Erfahrung mit N-Tester  und Sensor und auch nach Betrachtung der Sentinel- Karten über einen längeren Zeitraum möchte ich behaupten , dass zur kleinräumigen Steuerung der Bestände die Karten aus dem Weltall nicht ausreichen .

Und was auch hier schon mehrmals angeklungen ist : die Kenntnis der eigenen Schläge über viele Vegetationsperioden ( das eigene "Popometer")  und die realistische Einschätzung der Potentiale ist bislang durch digitale Methoden schwer zu ersetzen . Das Helmstorf- Beispiel ist da sehr deutlich und ich erfahre es selbst bei mir auch . Selbst der N- Sensor hat bei unterschiedlichen Böden natürlich keine Kenntnis darüber , was unten im Boden in den nächsten Woche passiert - da braucht er dann zusätzlich Offsetkarten . Bei relativ homogenen Schlägen funktioniert er aber gut .

Was aber nicht heisst , daß die Gründe für manche Stellen mit mangelndem Ertragspotential auch beseitigt werden können : Meistens Kalk- oder Phosphatmangel , manchmal auch Bodenstrukturmängel oder Vergrasung bzw. Dränbedürftigkeit . Aber an mangelnder Wasserspeicherfähigkeit und damit auch Ertragsfähigkeit bestimmter Böden kann einfach kaum etwas geändert werden , wenn auch in Jahren mit ausreichenden Niederschlägen diese Stellen " normal " ernten können . Gerade diese nicht mögliche Niederschlagsvorhersage über längere Zeiträume lässt eine exakte Führung Bodenwasser - variabler Schläge nicht zu und wird es auch in Zukunft nicht ermöglichen lassen .
Sonst könnte man ja Ertragspotenzial- Karten für jeweils  feuchte , mittlere und trockene Jahre entwerfen und wäre dann glücklich bei Kenntnis der Witterung der folgenden 2 Monate - denken wir z.B. an die Spät- und Schossergabe im Weizen , die irgendwann im Mai fällt und über deren Sinn an sich erst im Laufe des Juni bzw. Anfang Juli entschieden wird .

Das dann noch unterschiedliche Datenformate der Karten der unterschiedlichen Hersteller / Betreiber die Arbeit weiter erschweren , braucht nicht weiter erwähnt werden - jeder will natürlich dort sein Geld verdienen .........

Gruss
dirkk
Titel: Re: Applikationskarte von Netfarming - Erfahrungen?
Beitrag von: Mulchsaat am 04. Dezember 2018, 23:00:29
Ich beschäftige mich nun auch schon eine Weile mit dem Thema Applikationskarten und - auch wenn ich jetzt nur Kopfschütteln ernte - die beste Applikationskarte scheint jene bei mir im Kopf zu sein...


Danke  :bet: zum Glück gibt es noch mehr Landwirte die auf dem Boden der Tatsachen geblieben sind.. Schlägt man heute einschlägige Fachzeitschriften auf, so könnte man meinen dass ohne neueste Methoden überhaupt keine Landwirtschaft mehr betrieben werden kann.

Ein altes Sprichwort heißt: Das Auge des Herrn mästet das Vieh.

Wenn ihr euch da mal nicht in ein paar Jahren umschaut... Die Technik kann es doch, das ist kein großer Invest und niemand von euch drückt ständig +/- den ganzen Tag.

Schlechte Stellen mehr düngen ist ja schonmal ein beschissener Ansatz speziell hinsichtlich der Grundwasserproblematik. Schlechte Stellen sind schlecht und bleiben schlecht, wobei man natürlich Sandköpfe und abgesoffenn wegen Senke unterscheiden muss.

Im Raps und Getreide sicher nicht soooooo extrem relevant, im Mais jedoch zu 99,9% die Zukunft.
Titel: Re: Applikationskarte von Netfarming - Erfahrungen?
Beitrag von: Mulchsaat am 05. Dezember 2018, 00:39:07
Wobei relevant nicht das richtige Wort ist, aber ich denke die Effekte werden weder im Raps, noch im Weizen so stark zu sehen sein wie im Mais.

Die Spanne der Zonen kannst du dir selbst überlegen, wie du es für richtig hältst und wie deine Erfahrungen sind. Leichte Stellen die aber immer gut laufen werden dünner gedrillt, Stellen wo sowieso nur die hälfte aufläuft stellst halt etwas dicker, wie auch immer du es für richtig hältst teilst du dir deine Zonen ein. Wie gesagt, im Mais gehen wir von 6-10 Pflanzen, das passt ganz gut.

Sinnvoll nach aktuellem Stand und aktuellen Erkenntnissen ist an schlechten Stellen sparen und gute Stellen fördern. So betreiben wir es aktuell und ich gehe von einem RoI innerhalb von höchstens 3-4 Jahren aus, wenn man dabei nur die zusätzlichen Kosten für Freischaltungen und eben die Karten berücksichtigt, die Maschinen konnten das theoretisch schon vorher.

So richtig schön messbar ist das ganze natürlich schwierig, das geschulte Auge sieht aber den homogeneren Bestand in Stressphasen im Vergleich zu einheitlich gedrillten Flächen.

2018 hat ja ziemlich gut gezeigt, was wo los ist und das konnte man auf der Ertragskarte im Drescher auch sehen, die passt recht gut zur Karte von Agravis. Letztendlich ist der Anbieter meines Erachtens auch relativ egal, die Daten beruhen soweit ich weiß alle auf mehrjährigen Sentinel-Bildern.

Hat man jetzt mal ein total verregnetes Jahr, dann kann das natürlich wieder etwas anders aussehen mit der Zonierung, das weißt du aber vorher nicht und bei uns z.B. mangelt es tendenziell immer an Wasser, weshalb die Geschichte bei uns gut klappt/klappen sollte.



Edit: Das ist jetzt aus der Testphase, die Karte hieß einfach noch Reform, da ist aber ZF drin  ;)

(https://www2.pic-upload.de/thumb/36284179/884F0439-2F5E-4E1D-946A-BB1C3B78FD0E.jpg) (https://www.pic-upload.de/view-36284179/884F0439-2F5E-4E1D-946A-BB1C3B78FD0E.jpg.html)

(https://www2.pic-upload.de/thumb/36284180/3B843FA5-20D2-40E6-95CA-ABC99B1F31B1.jpg) (https://www.pic-upload.de/view-36284180/3B843FA5-20D2-40E6-95CA-ABC99B1F31B1.jpg.html)

(https://www2.pic-upload.de/thumb/36284184/4E0C4AEF-EA2A-4A75-B2ED-1137431F23C1.jpg) (https://www.pic-upload.de/view-36284184/4E0C4AEF-EA2A-4A75-B2ED-1137431F23C1.jpg.html)

(https://www2.pic-upload.de/thumb/36284185/2C25E870-936F-4868-B5F0-5DCE00406A9D.jpg) (https://www.pic-upload.de/view-36284185/2C25E870-936F-4868-B5F0-5DCE00406A9D.jpg.html)

(https://www2.pic-upload.de/thumb/36284192/DDB6A277-4B7A-4667-909F-52572931D265.jpg) (https://www.pic-upload.de/view-36284192/DDB6A277-4B7A-4667-909F-52572931D265.jpg.html)
Titel: Re: Applikationskarte von Netfarming - Erfahrungen?
Beitrag von: Euro-T am 05. Dezember 2018, 01:05:23
Ich beschäftige mich nun auch schon eine Weile mit dem Thema Applikationskarten und - auch wenn ich jetzt nur Kopfschütteln ernte - die beste Applikationskarte scheint jene bei mir im Kopf zu sein...


Danke  :bet: zum Glück gibt es noch mehr Landwirte die auf dem Boden der Tatsachen geblieben sind.. Schlägt man heute einschlägige Fachzeitschriften auf, so könnte man meinen dass ohne neueste Methoden überhaupt keine Landwirtschaft mehr betrieben werden kann.

Ein altes Sprichwort heißt: Das Auge des Herrn mästet das Vieh.

Wenn ihr euch da mal nicht in ein paar Jahren umschaut... Die Technik kann es doch, das ist kein großer Invest und niemand von euch drückt ständig +/- den ganzen Tag.

Ich sage ja nicht, das ich das manuell machen will - es geht rein darum, wie die Applikationskarte zutande kommt.

Zitat
Schlechte Stellen mehr düngen ist ja schonmal ein beschissener Ansatz speziell hinsichtlich der Grundwasserproblematik.

Auch davon hat niemand gesprochen, sondern eigentlich genau vom Gegenteil, bzw. geht es ja genau darum, das man explizit unterscheiden muß, warum an Stelle X der Ertrag Y zustande kommt und eben daran eine Regelung gestalten muß, als eben auch, die Potentiale dieser Stellen für das aktuelle Jahr (also für die Zukunft) zu ermitteln.
Titel: Re: Applikationskarte von Netfarming - Erfahrungen?
Beitrag von: Mulchsaat am 05. Dezember 2018, 01:10:25
Ich beschäftige mich nun auch schon eine Weile mit dem Thema Applikationskarten und - auch wenn ich jetzt nur Kopfschütteln ernte - die beste Applikationskarte scheint jene bei mir im Kopf zu sein...


Danke  :bet: zum Glück gibt es noch mehr Landwirte die auf dem Boden der Tatsachen geblieben sind.. Schlägt man heute einschlägige Fachzeitschriften auf, so könnte man meinen dass ohne neueste Methoden überhaupt keine Landwirtschaft mehr betrieben werden kann.

Ein altes Sprichwort heißt: Das Auge des Herrn mästet das Vieh.

Wenn ihr euch da mal nicht in ein paar Jahren umschaut... Die Technik kann es doch, das ist kein großer Invest und niemand von euch drückt ständig +/- den ganzen Tag.

Ich sage ja nicht, das ich das manuell machen will - es geht rein darum, wie die Applikationskarte zutande kommt.

Zitat
Schlechte Stellen mehr düngen ist ja schonmal ein beschissener Ansatz speziell hinsichtlich der Grundwasserproblematik.

Auch davon hat niemand gesprochen, sondern eigentlich genau vom Gegenteil, bzw. geht es ja genau darum, das man explizit unterscheiden muß, warum an Stelle X der Ertrag Y zustande kommt und eben daran eine Regelung gestalten muß, als eben auch, die Potentiale dieser Stellen für das aktuelle Jahr (also für die Zukunft) zu ermitteln.

Nix Zukunft. Nimm doch erstmal was du hast und das ist die Vergangenheit. Einstellung der einzelnen Zonen auf ein mittleres Ertragsniveau der letzten Jahre, eben mit den Tendenzen der jeweiligen Zone unterschieden. Auch bei dir dürfte Wasser in aller Regel ertragsbegrenzend sein? Wenn nicht gerade 2017 ist, kacken also auch immer die selben Stellen ab und die müssen dünner. Verfroren und versoffen mal Außenbordmotor.
Titel: Re: Applikationskarte von Netfarming - Erfahrungen?
Beitrag von: Euro-T am 05. Dezember 2018, 01:42:31
Ich beschäftige mich nun auch schon eine Weile mit dem Thema Applikationskarten und - auch wenn ich jetzt nur Kopfschütteln ernte - die beste Applikationskarte scheint jene bei mir im Kopf zu sein...


Danke  :bet: zum Glück gibt es noch mehr Landwirte die auf dem Boden der Tatsachen geblieben sind.. Schlägt man heute einschlägige Fachzeitschriften auf, so könnte man meinen dass ohne neueste Methoden überhaupt keine Landwirtschaft mehr betrieben werden kann.

Ein altes Sprichwort heißt: Das Auge des Herrn mästet das Vieh.

Wenn ihr euch da mal nicht in ein paar Jahren umschaut... Die Technik kann es doch, das ist kein großer Invest und niemand von euch drückt ständig +/- den ganzen Tag.

Ich sage ja nicht, das ich das manuell machen will - es geht rein darum, wie die Applikationskarte zutande kommt.

Zitat
Schlechte Stellen mehr düngen ist ja schonmal ein beschissener Ansatz speziell hinsichtlich der Grundwasserproblematik.

Auch davon hat niemand gesprochen, sondern eigentlich genau vom Gegenteil, bzw. geht es ja genau darum, das man explizit unterscheiden muß, warum an Stelle X der Ertrag Y zustande kommt und eben daran eine Regelung gestalten muß, als eben auch, die Potentiale dieser Stellen für das aktuelle Jahr (also für die Zukunft) zu ermitteln.

Nix Zukunft. Nimm doch erstmal was du hast und das ist die Vergangenheit.

Ja...ebendas schrieb ich doch in meinem vorhergehenden Beitrag - die Vergangenheit ist die Basis und bestimmt die grundlegende Regelung (also "mehr, weil", oder "weniger, weil"). Die Zukunft steckt die Eckpunkte für min/max gesamt, oder im Extremfall sogar für eine Umkehr der Regelkurve.

Und das kann eben schon sein, das innerhalb einer Karte die Regelung auch mal invers arbeiten muß - nur weil an einer Stelle ein höheres Potential möglich ist, muß dort nicht gleichermassen auch mehr Dünger fallen - bestes Beispiel ist die Senke. Auf einer NDVI Karte wäre der Bereich dunkelgrün, die Kuppe sei hellgrün. Klassischerweise würde eine Regelung also auf der Kuppe weniger applizieren, in der Senke mehr - genau invers wäre aber richtig.

Gleiches Feld, andere Situation: schwacher Boden, bei zu erwartenden Niederschlägen aber durchaus ertragsfähig. NDVI aus der Historie zeigt tendentiell eher hellgrün, ich sehe aber den aktuellen Bestand und den Wetterbericht, der anhaltend wüchsiges Wetter meldet -> hier darf es dann etwas mehr sein, was ja sogar zu obigem setting passt.
Was aber, wenn eben kein wüchsiges Wetter gemeldet ist, dann braucht es in obigem Fall dennoch keine Inversierung der Parameter, in unterem wäre es aber eigentlich angebracht. 

Wieder andere Situation: Waldrand. Hellgrüner Bereich, weil dort die Vegetation immer etwas hinterherhinkt, aber eben nicht als schwach einzustufen ist - bloß für Sentinel ist das so nicht erkennbar, er unterscheidet lediglich zu einem fixen Zeitpunkt die Masse einer Fläche - warum ist ihm egal.
Also hellgrün - der Schieber zieht auf...nicht gut, garnicht gut. 

Ohne detaillierte Nachbetrachtung und ggf. Korrektur der Daten macht das also nicht immer Sinn.

Dann kann ich eben die Karte auch gleich komplett selbst schreiben.
Titel: Re: Applikationskarte von Netfarming - Erfahrungen?
Beitrag von: wollomo am 05. Dezember 2018, 09:28:56
Das Thema ist natürlich hochinteressant! Auf großen, stark unhomogenen Flächen mag das für mich auch wirklich Sinn machen. Auf unseren relativ kleinen Flächen, die zudem auch noch sehr homogen sind, macht das m.M nach weniger Sinn. Natürlich haben wir auch an den Vorgewenden diese "roten Stellen" aber doch lokal sehr sehr begrenzt. Ansonsten zeigt die Fläche eigentlich einen extrem gleichmäßigen Bestand auf. Ich passe auch Aussaatstärke, Pflanzenschutz, und Düngung dem jeweiligen Feld an.
Titel: Re: Applikationskarte von Netfarming - Erfahrungen?
Beitrag von: Felix am 09. Dezember 2018, 17:04:11
Hallo,

ich hatte gestern ein sehr interessantes Gespräch mit zwei Mitarbeitern von der Agravis Netfarming GmbH.
Ich könnte mir vorstellen mit den Zonenmanagementkarten im nächsten einige Hektar Mais auf Probe legen zu lassen um den Einfluss Saatstärkenvarianz zu prüfen.

Gibts es bei euch bereits praktische Erfahrungen?

Habe ein paar Karten darüber bekommen und muss sagen Sie passen ganz gut zu meinen Beobachtungen. Ob und für welche Betriebsmittel ein sinnvoller Einsatz erfolgt sollte dabei jeder für sich entscheiden. Auf meinem Betrieb sehe ich das größte Potential in der Stickstoffverteilung sowie der Aussaat von Silomais. 


Das Thema ist natürlich hochinteressant! Auf großen, stark unhomogenen Flächen mag das für mich auch wirklich Sinn machen. Auf unseren relativ kleinen Flächen, die zudem auch noch sehr homogen sind, macht das m.M nach weniger Sinn.

Bei uns sind die kleinen Flächen zum Teil der heterogen, das Bild zeigt eine 3ha Fläche mit Winterweizen.
Titel: Re: Applikationskarte von Netfarming - Erfahrungen?
Beitrag von: Uwe am 09. Dezember 2018, 20:42:40
Eigentlich schreit das ganze nach Fuzzy-Control.

1. Karten von Sentinal (+ Ertragskarten)
2. gezielte Fragen an den Betriebsleiter
-> aktuelles Klima
-> erwartetes zukünftiges Klima
-> Stelle mit Abweichung wird angezeigt, dazu Fragen mit 'Kreuze an': Sandkopf, Lehmkuppe, humose Senke, ...

Nur mit so einer Art Expertensystem wird man zum Ziel kommen.
Bloße Karten ohne diese Informationen können eigentlich gar nicht zum Ziel führen!
Ich werde diesen Winter mal versuchen Aussaatkarten für Weizen und Raps zu basteln, so wie Olli es beschreibt.
Da läuft die Fuzzy Regelung eben im eigenen Kopf ab.
Titel: Re: Applikationskarte von Netfarming - Erfahrungen?
Beitrag von: DerJo am 09. Dezember 2018, 21:36:25
Das klingt nach einem guten Plan:

Sentinel zeigt die unterschiede, schlägt Zonen vor.
Betriebsleiter schreibt die gewünschten Saatstärken/ Düngermengen rein.
Falls nötig passt er auchdie Zonengrenzen an.

Welcher Anbieter gibt dem Anbauer die Freiheit unkomplziert einzugreifen?

Titel: Re: Applikationskarte von Netfarming - Erfahrungen?
Beitrag von: Felix am 10. Dezember 2018, 07:51:44
Welcher Anbieter gibt dem Anbauer die Freiheit unkomplziert einzugreifen?

Es gibt sowohl bei NetFarming als auch anderen Anbietern die Möglichkeit die Karten nach der Erstellung anzupassen. Im Endeffekt arbeiten die alle etwas unterschiedlich.

NetFarming erstellt Anhand historischer Daten, unter Angabe der letzten 10 Jahre (so war es bei mir), eine Ertragspotentialkarte (Managementzonenkarte). Diese kann in Abstimmung mit dem Betriebsleiter angepasst werden. Weiterhin können durch gezielte Bodenproben und weiteren Input die Aufteilung der Zonen verfeinert werden. Diese Karte ist die Basis für die Erstellung der teilflächenspezifischen Applikationen.

Die vielen Anbieter bieten am Ende ein ähnliches Produkt, der Weg dorthin ist oft ein anderer. Und so gbt es auch Möglichkeiten seine Karten komplett selbst zu "malen"  ;)

Titel: Re: Applikationskarte von Netfarming - Erfahrungen?
Beitrag von: Uwe am 10. Dezember 2018, 08:34:27
Wenn ich es aber richtig verstehe, dann kriegt man erstmal eine Applikationskarte und kann die dann anpassen. Wie genau die entstanden ist, weiß man aber nicht, Besser wäre tatsächlich ein Expertensystem, dass automatisch die richtigen Fragen stellt, z.B.:

- Gebiet mit Frühjahrstrockenheit? -> Ja
- Jahresniederschlag? -> 650mm
- Niederertragszone1 ist Lehmkuppe, Sandkopf, undefiniert -> Sandkopf -> 1.Gabe runterregeln (da eh nichts wächst)
- Niederertragszone2 ist Lehmkuppe, Sandkopf, undefiniert -> Lehmkuppe -> 1.Gabe hochregeln (um Bestand zu homogenisieren)
- ...

Wenn man die fertige Karte bekommt, wo die Lehmkuppe wegen Niederertragszone schon bei -40% liegt, muss man ja schon mutig sein, wenn man die auf +40% ändern will. Das muss eben von Anfang an einfliessen. (und der Betriebsleiter muss sich eben die Zeit nehmen die Fragen durchzugehen...)
Titel: Re: Applikationskarte von Netfarming - Erfahrungen?
Beitrag von: DerJo am 10. Dezember 2018, 09:14:54
Wenn ich es aber richtig verstehe, dann kriegt man erstmal eine Applikationskarte und kann die dann anpassen. Wie genau die entstanden ist, weiß man aber nicht, Besser wäre tatsächlich ein Expertensystem, dass automatisch die richtigen Fragen stellt, z.B.:

- Gebiet mit Frühjahrstrockenheit? -> Ja
- Jahresniederschlag? -> 650mm
- Niederertragszone1 ist Lehmkuppe, Sandkopf, undefiniert -> Sandkopf -> 1.Gabe runterregeln (da eh nichts wächst)
- Niederertragszone2 ist Lehmkuppe, Sandkopf, undefiniert -> Lehmkuppe -> 1.Gabe hochregeln (um Bestand zu homogenisieren)
- ...

Wenn man die fertige Karte bekommt, wo die Lehmkuppe wegen Niederertragszone schon bei -40% liegt, muss man ja schon mutig sein, wenn man die auf +40% ändern will. Das muss eben von Anfang an einfliessen. (und der Betriebsleiter muss sich eben die Zeit nehmen die Fragen durchzugehen...)

Genau das sehe ich als Problem.
Ein Expertensystem muss schon sehr gut durchdacht sein und die Entscheidungen nachvollziehbar begründen.

Bis es sowas gibt, möchte ich lieber meinen Kopf anstrengen und selbst die Entscheidungen treffen. Sentinel sollte dazu Fakten zur Zonierung beitragen.
Die Eingriffsmöglichkeit des Betriebsleiters sehe ich ja gerade als Riesenvorteil der "absetzigen Verfahren" an.
Titel: Re: Applikationskarte von Netfarming - Erfahrungen?
Beitrag von: Felix am 10. Dezember 2018, 17:22:48
Wenn ich es aber richtig verstehe, dann kriegt man erstmal eine Applikationskarte und kann die dann anpassen.

Jein, das liegt daran wie der Anbieter arbeitet, da gibt es unterschiedlichste Ansätze. Und wie wo gehandelt werden sollte hängt vom Standort ab. Da gibt es keinen einheitlichen Ansatz und hier ist eben der Betriebsleiter mit seiner Erfahrung an der Reihe.

Bsp. 1.: Der ertragsbegrenzende Faktor ist Wasser, ergo auf schlechten Stellen weniger Pflanzen die sich trotz weniger Wasser wie andere entwickeln können. Hatte dazu einen sehr guten Austausch mit einem Lohner auf der DeLuTa, seine Aussaage:"ertraglich kaum Unterschiede, ABER die Bestände werden gleichmäßiger."

Bsp. 2.: Auf Tonkuppen ist der Auflauf erheblich schwieriger und um dort die gleiche Bestandesdichte zu erreichen, z.B. bei Zuckerrüben im Hinblick auf Verunkrautung, muss dort die Aussaatstärke erhöht werden.

So kann man x viele Szenarien aufstellen wer wie wo was anpasst.

Wie genau die entstanden ist, weiß man aber nicht.

Wenn der Anbieter dir nicht sagen kann wie die Karte entstanden ist und welche Datengrundlage dafür genutzt wird würde ich den sehr schnell wechseln.
Titel: Re: Applikationskarte von Netfarming - Erfahrungen?
Beitrag von: Euro-T am 18. Dezember 2018, 10:28:38
Ich stelle meine Frage kurzerhand einfach mal hier:

Gibt es eine Möglichkeit, sich eine ISOXML am PC anzugucken?

Hab da keine Möglichkeit gefunden, oder stehe auf dem Schlauch..?
Titel: Re: Applikationskarte von Netfarming - Erfahrungen?
Beitrag von: Mulchsaat am 18. Dezember 2018, 12:07:53
Ich stelle meine Frage kurzerhand einfach mal hier:

Gibt es eine Möglichkeit, sich eine ISOXML am PC anzugucken?

Hab da keine Möglichkeit gefunden, oder stehe auf dem Schlauch..?
Mit welchem Hintergrund, wenn ich mal fragen darf?
Titel: Re: Applikationskarte von Netfarming - Erfahrungen?
Beitrag von: Euro-T am 18. Dezember 2018, 12:50:21
Aus Neugier.
Titel: Re: Applikationskarte von Netfarming - Erfahrungen?
Beitrag von: Felix am 18. Dezember 2018, 13:06:25
Ich stelle meine Frage kurzerhand einfach mal hier:

Gibt es eine Möglichkeit, sich eine ISOXML am PC anzugucken?

Hab da keine Möglichkeit gefunden, oder stehe auf dem Schlauch..?

Freeware ist schwierig, da ist mir so nix bekannt. Aus der XML wirst sicherlich nicht schlau  ;D
Wir haben ein internes Desktop-Tool welches das kann, ansonsten Next Farming Applikationskartencenter z. B.. Ansonsten einfach aml die Karte zusätzlich als Shape anfordern, da kannst gut mit Open Jump hantieren.

Ich kann dir ein Bild machen wenn du möchtest  ;)

Alternativ natürlich, die ISOXML auf ein Terminal laden  ;D
Titel: Re: Applikationskarte von Netfarming - Erfahrungen?
Beitrag von: Josef am 18. Dezember 2018, 13:54:29
Aus Neugier.

Ist mir bei AO Office auch nicht gelungen!!
Titel: Re: Applikationskarte von Netfarming - Erfahrungen?
Beitrag von: k.onrad am 18. Dezember 2018, 14:31:21
Hallo,

xml dateien können mit Texteditoren geöffnet werden. Was da drin steht kann man man sich höchstens mit der zugehörigen ISOBUS Norm übersetzen.
Sehe gerade der Shape-Converter von Müller (nicht open-source, aber zumindest für lau) kann auch ISOXML zu Shape verwandeln (und natürlich umgekehrt). Falls mal damit jemand spielen will.

mfg, Konrad
Titel: Re: Applikationskarte von Netfarming - Erfahrungen?
Beitrag von: Mulchsaat am 18. Dezember 2018, 14:36:08
Hallo,

xml dateien können mit Texteditoren geöffnet werden. Was da drin steht kann man man sich höchstens mit der zugehörigen ISOBUS Norm übersetzen.
Sehe gerade der Shape-Converter von Müller (nicht open-source, aber zumindest für lau) kann auch ISOXML zu Shape verwandeln (und natürlich umgekehrt). Falls mal damit jemand spielen will.

mfg, Konrad

Denke das ist klar, aber sie wollen das ja darstellen wenn ich das richtig verstanden habe, also man bräuchte ein Programm, das quasi ein VT zur Darstellung macht oder verstehe ich dich falsch Olli?
Titel: Re: Applikationskarte von Netfarming - Erfahrungen?
Beitrag von: Euro-T am 18. Dezember 2018, 14:38:14
Hallo,

xml dateien können mit Texteditoren geöffnet werden. Was da drin steht kann man man sich höchstens mit der zugehörigen ISOBUS Norm übersetzen.
Sehe gerade der Shape-Converter von Müller (nicht open-source, aber zumindest für lau) kann auch ISOXML zu Shape verwandeln (und natürlich umgekehrt). Falls mal damit jemand spielen will.

mfg, Konrad

Denke das ist klar, aber sie wollen das ja darstellen wenn ich das richtig verstanden habe, also man bräuchte ein Programm, das quasi ein VT zur Darstellung macht oder verstehe ich dich falsch Olli?

Nein, du verstehst mich genau richtig!  ;D
Titel: Re: Applikationskarte von Netfarming - Erfahrungen?
Beitrag von: Mulchsaat am 18. Dezember 2018, 14:39:38
Hallo,

xml dateien können mit Texteditoren geöffnet werden. Was da drin steht kann man man sich höchstens mit der zugehörigen ISOBUS Norm übersetzen.
Sehe gerade der Shape-Converter von Müller (nicht open-source, aber zumindest für lau) kann auch ISOXML zu Shape verwandeln (und natürlich umgekehrt). Falls mal damit jemand spielen will.

mfg, Konrad

Denke das ist klar, aber sie wollen das ja darstellen wenn ich das richtig verstanden habe, also man bräuchte ein Programm, das quasi ein VT zur Darstellung macht oder verstehe ich dich falsch Olli?

Nein, du verstehst mich genau richtig!  ;D

Es gibt bestimmt einen „Simulator“ @Felix hast du nicht sowas?
Titel: Re: Applikationskarte von Netfarming - Erfahrungen?
Beitrag von: k.onrad am 18. Dezember 2018, 14:45:50
Von Kverneland gibts sowas, hab den aber auch noch nie genutzt.

mfg, Konrad
Titel: Re: Applikationskarte von Netfarming - Erfahrungen?
Beitrag von: Felix am 18. Dezember 2018, 15:31:56
Hallo,

xml dateien können mit Texteditoren geöffnet werden. Was da drin steht kann man man sich höchstens mit der zugehörigen ISOBUS Norm übersetzen.
Sehe gerade der Shape-Converter von Müller (nicht open-source, aber zumindest für lau) kann auch ISOXML zu Shape verwandeln (und natürlich umgekehrt). Falls mal damit jemand spielen will.

mfg, Konrad

Denke das ist klar, aber sie wollen das ja darstellen wenn ich das richtig verstanden habe, also man bräuchte ein Programm, das quasi ein VT zur Darstellung macht oder verstehe ich dich falsch Olli?

Nein, du verstehst mich genau richtig!  ;D

Es gibt bestimmt einen „Simulator“ @Felix hast du nicht sowas?

Schrieb ich doch das ich sowas habe  ;D

@Mulchi: Ein VT hat absolut nichts mit Applikationskarten am wickel  ;)
Titel: Re: Applikationskarte von Netfarming - Erfahrungen?
Beitrag von: Mulchsaat am 18. Dezember 2018, 15:35:08
Hallo,

xml dateien können mit Texteditoren geöffnet werden. Was da drin steht kann man man sich höchstens mit der zugehörigen ISOBUS Norm übersetzen.
Sehe gerade der Shape-Converter von Müller (nicht open-source, aber zumindest für lau) kann auch ISOXML zu Shape verwandeln (und natürlich umgekehrt). Falls mal damit jemand spielen will.

mfg, Konrad

Denke das ist klar, aber sie wollen das ja darstellen wenn ich das richtig verstanden habe, also man bräuchte ein Programm, das quasi ein VT zur Darstellung macht oder verstehe ich dich falsch Olli?

Nein, du verstehst mich genau richtig!  ;D

Es gibt bestimmt einen „Simulator“ @Felix hast du nicht sowas?

Schrieb ich doch das ich sowas habe  ;D

@Mulchi: Ein VT hat absolut nichts mit Applikationskarten am wickel  ;)

Aber es wurde verstanden was ich sagen wollte  ;D

Ging ja nur um die Möglichkeit der Darstellung, nicht zwingend eine Applikationskarte.
Titel: Re: Applikationskarte von Netfarming - Erfahrungen?
Beitrag von: Mettigel am 14. April 2019, 20:10:05
Habe jetzt Tf Karten von Net Farming bekommen und möchte die Karten zum Maislegen erstellen. Es muss auch eibiges manuell geändert werden, da die nassen Stellen sonst dünner anstatt dicker gelegt werden.
Gelegt wird mit einer 8 reihigen Maschine, wie groß sollte man die Länge und Breite der einzelnen Quadrate wählen?
Titel: Re: Applikationskarte von Netfarming - Erfahrungen?
Beitrag von: Felix am 15. April 2019, 21:13:27
Habe jetzt Tf Karten von Net Farming bekommen und möchte die Karten zum Maislegen erstellen. Es muss auch eibiges manuell geändert werden, da die nassen Stellen sonst dünner anstatt dicker gelegt werden.
Gelegt wird mit einer 8 reihigen Maschine, wie groß sollte man die Länge und Breite der einzelnen Quadrate wählen?

Kannst du das da den überhaupt? Mir zumindest nicht bekannt.

Haben am Samstag anhand der Management Zonen Karte (MZK) welche Netfarming mir erstellt hat eine Applikationskarte für Gülle erstellt, lief super. Am Donnerstag wird der Mais folgen, ebenfalls per Karte. Der Häcksler wird zeigen ob die Einschätzungen passen  ;D
Titel: Re: Applikationskarte von Netfarming - Erfahrungen?
Beitrag von: Mettigel am 15. April 2019, 21:41:10
Da Habe ich mich verschrieben, next Farming sollte es heißen. Habe heute einen Teil der Karten fertig gemacht, da war manuell noch einiges zu ändern. Wie läuft das mit der Gülle, auf besseren Böden wird ja gerade beim Mais auch mehr N mineralisiert wird das auch berücksichtigt?
Titel: Re: Applikationskarte von Netfarming - Erfahrungen?
Beitrag von: Felix am 15. April 2019, 21:52:46
Da Habe ich mich verschrieben, next Farming sollte es heißen. Habe heute einen Teil der Karten fertig gemacht, da war manuell noch einiges zu ändern. Wie läuft das mit der Gülle, auf besseren Böden wird ja gerade beim Mais auch mehr N mineralisiert wird das auch berücksichtigt?

Ah ok, da kannste ja quasi selbst malen. Die Karten sind stets Nordausgerichtet, wenn Glück hast passt es zu deiner Fahrtrichtung.

Das 2630 gibt die Menge als l/ha an eine Box welche dann auf proprietärem Weg die Pumpendrehlzahl der Gülledose verändert. Die Rückdaten würde ich gerne auslesen ... aber das ist n anderes Thema  ;D
Ist die Frage wie sehr der Boden von der Güte bzw. dem Potential her schwankt, in den besseren Zonen wird entsprechend mehr N ausgenutzt - so die Theorie  ;D