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Maschinen und Technik => Angebaut & angehängt => Thema gestartet von: muh am 06. März 2008, 19:11:27

Titel: Köckerling Ultima
Beitrag von: muh am 06. März 2008, 19:11:27
Mich würde ja die Köckerling Ultima schon reizen.

Was kostet so ein Teil in 3m-Ausführung?Der Vorgänger AT(?) hatt ja so Scheiben in den Rädern die meinetwegen einen Senfbestand so durchschnitten, dass sich nichts um das Schar legen konnte, wie geht das bei der Ultima?die hat ja diese Scheiben in den Tasträdern nicht.

Was gibts sonst zu dieser Maschine sagen?Kann man da auch Mais mit legen?Die AT konnte das ja.

Vielleicht ist einer hier, der mir was zu sagen kann.Ich bin da momentan noch nicht auf dem laufenden...
Achja,gibts da von Väderstad was alternatives?
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: guest176 am 06. März 2008, 20:12:45
hallo michael ,
seed-hawk aus kanada wird von väderstad vertrieben (meine wunschmaschine) !
in unserer gegend läuft eine ultima ,für mulchsaat die eierlegende wollmilchsau so der besitzer (hat seine rapit gegen die ultima getaucht)  und ein bekannter ,der sich das teil mal ausgeborgt hatte war von der ultima begeistert .

joe
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: CS 977 am 06. März 2008, 21:29:47
Ich glaube das es da wohl auch kaum wirklich große Unterschiede gibt. Wir kriegen jetzt ne Horsch Pronto, könnte jetzt aber auch nicht sagen was mich genau dazu bewegt hat. Hat sich einfach so ergeben...
Wobei die Ultima ja ne Bandsaatmaschine ist, ja eher vergleichbar mit der Horsch Sprinter...
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Flori am 06. März 2008, 21:36:26

 Hallo,

 ich weiß ehrlich nich was ich an der Ultima finden soll.
 Da kann man sich auch nen Alten Grubber nehmen, nen gebrauchten Fronttank samt
 Gebläse holn und paar Schläuche verlegen..
 
 Und wenn man Pfluglos is wird der Acker eh eben sein..

 Mein kleiner "Beítrag" ^^

 Nette Grüße,

 Flori
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: muh am 07. März 2008, 13:16:03
hallo flori,

deine gedanken sind berechtigt, deswegen auch meine frage.

bei der AT sah die sache etwas anders aus.

seh ich richtig dass keiner was stichhaltiges hierzu weiß.wie das hinhaut dass sich kein senf um die schare legt ist mir immer noch nicht klar.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Rabe am 07. März 2008, 15:12:21
hallo flori,

deine gedanken sind berechtigt, deswegen auch meine frage.

bei der AT sah die sache etwas anders aus.

seh ich richtig dass keiner was stichhaltiges hierzu weiß.wie das hinhaut dass sich kein senf um die schare legt ist mir immer noch nicht klar.

@Michael ruhig bleiben dein Thread ist erst nen 3/4 Tag alt da kann noch viel passieren. Hier im Forum scheint es ja einige Köckerling- Spezialisten wie Volker und Meisteringenieur etc. zu geben. Vielleicht wissen die ja ne Antwort drauf.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Schorsch am 07. März 2008, 15:19:48
Hallo,

Zitat
dass sich nichts um das Schar legen konnte, wie geht das bei der Ultima?die hat ja diese Scheiben in den Tasträdern nicht

Vermutung: Die Schare werden wie bei jedem Grubber vom Erdstrom, der drüberläuft gereinigt.

Schorsch
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Flori am 07. März 2008, 20:10:00

 Hallo Michael,

 bin der Meinung - wenn ich das richtig beobachtet habe - dass dort ne andere komponente bei der
 Selbstreinigung der Schare ne Rolle spielt.

 Vor jedem Schar ist ja ein einzelnes Tiefenführungsrad montiert. Wickelt sich nun z.B. Stroh um
 ein Schar aus dem ersten Balken (Fahrtrichtung) , so läuft das Stützrad eines Schares aus der
 zweiten Balkenreihe neben exakt diesem gerade verstopfenden Schar und "zieht" den Haufen durch
 sobald es nur etwas von dem anhaftendem Stroh zu greifen bekommt. An und für sich keine schlechte
 Idee.

 Das sieht man ja auch schön in folgendem Video:  http://www.koeckerling.de/FILM.258.0.html 

 Was ich nicht so toll finde ist dass die Ultima wohl nur mit den Schmalscharen preisgeboten wird,
 dagegen hatte die At ja ganzflächig schneidene Gänsefußschare.
 Für mich ergibt sich daraus die Konsequenz dass du immer ganzflächig vorarbeiten oder
 spritzen musst damit da hinterher nichts zwischen den Saatreihen durchwächst, und dass is schade.

 So könnt ich mir vorstelln das beim Einsatz der AT zur Saat von Winterraps in eine nur gestriegelte
 Getreidestoppel das Ausfallgetreide komplett abgetötet wird, da man ja beim Raps sehr flach arbeitet
 und die Sachen nicht wieder anwachsen können.

 Nette Grüße,

 Flori
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Kai am 08. März 2008, 08:39:21

 Hallo,

 ich weiß ehrlich nich was ich an der Ultima finden soll.
 Da kann man sich auch nen Alten Grubber nehmen, nen gebrauchten Fronttank samt
 Gebläse holn und paar Schläuche verlegen..
 
 Und wenn man Pfluglos is wird der Acker eh eben sein..

 Mein kleiner "Beítrag" ^^

 Nette Grüße,

 Flori

flori du hast in meinen augen recht.
wenn ich diese "grubber drillmaschinen" sehe wird mir ganz schlecht.
wie bekommen die eine exakte tiefenfühung hin, wenn man wechselde böden hat?
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: gpi am 08. März 2008, 10:20:28
moin
schönes video,aber für unsere Kleyböden nicht zu gebrauchen.Mit der Drille kannstim Sandkasten spielen

bei unseren nassen Verhältnissen würden die Druckrollen sofort von anhaftener Erde grösser werden.GPI
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Meisteringenieur am 08. März 2008, 18:07:11
@Kai: Ja die Tiefenführung kommt doch durch die große Rolle vor dem Schar. Dies ist ja mit einem Parallelogramm verbunden (zumindest bei der At ist es so).
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Kai am 12. März 2008, 21:33:29
Ich glaube das es da wohl auch kaum wirklich große Unterschiede gibt. Wir kriegen jetzt ne Horsch Pronto, könnte jetzt aber auch nicht sagen was mich genau dazu bewegt hat. Hat sich einfach so ergeben...
Wobei die Ultima ja ne Bandsaatmaschine ist, ja eher vergleichbar mit der Horsch Sprinter...


so ganz kann ich deine entscheidung nicht verstehen.
man kauft doch nicht ohne grund eine maschine, irgendwas muß euch doch dazu bewegt haben!
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Duke am 13. März 2008, 00:07:57
hi,

wir fahren seit 3 jahren nun schon ne 4m ultima...also noch eine von den ersten maschinen.

von der ablagegenauigkeit und tiefenführung kann ihr keine andere maschine das wasser reichen!
hab vorher ne 4m lemken solitär gehabt -> nur probleme....

fahre auch mit ihr in lohn und hab von direktsaat über mulchsaat bis hin zur saat aufs frisch geackerte alles schon mit ihr gemacht.
verstopfungsprobleme gibt keine, mit großen strohmenge kommt se sehr gut zurecht.

ihr großer vorteil ist die leichtzügigkeit, wir haben 180ps davor..hab se aber auch schon mit nen 135ps schlepper gefahren als kein anderer da war.
arbeitgeschwindigt liegt so bei 12-14km/h
das arbeitsbild muss man sich wie bei nem feingrubber oder kreiselegge vorstellen.

wenn ihr mehr wissen wollt, eifach fragen ;)

mfg

(http://www.landlive.de/media/photos/2007/09/02/IMG_2185.jpg)
(http://www.landlive.de/media/photos/2007/08/30/1_IMG_2186.jpg)
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Schorsch am 13. März 2008, 10:57:40
Hallo,

Zitat
wir fahren seit 3 jahren nun schon ne 4m ultima...also noch eine von den ersten maschinen.
von der ablagegenauigkeit und tiefenführung kann ihr keine andere maschine das wasser reichen!

Endlich mal ein auf Tatsachen beruhender Beitrag, als Ergänzung zu unseren ganzen Vermutungen.

Zur Ausgangsfrage: Was bringt die Vorfrucht- oder Zwischenfrucht-Reste dazu, sich nicht an den Zinken aufzubauen?

Schorsch
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Jochen am 13. März 2008, 13:34:19
Hi duke

du fährst lohn - wie sieht das ganze aus wenn das Feld gepflügt wurde - von bild hinterher ? hast du eventuell fotos davon -


mfg
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Duke am 13. März 2008, 14:07:29
hallo jochen und schorsch,

also bei der saat auf acker gibt es eigentlich keine probleme, auch große kluten werden die tiefenführungsrollen gut zerkleinert
-> es lasten ja mindestens 200kg auf einer rolle/schar
man muß nur darauf achte das die ultima quer nicht viel erde verteilt nur längs, d.h. querrillen macht se gut zu aber längsrillen nicht!
bilder von ner saat auf geackerte hab ich leider net, aber ich hab welche vom aufgang/pflanzenvereinzelung.
kann se ja ma reinsetzten wenn ihr se sehen wollt.

also das sich was am zinken aufbaut hatte ich bei der ultima noch nicht, aber beim exatgrubber hatte ich einmal das problem das sich das stroh am zinken aufbaute (sin ja die selben)
und zwar lag das daran, das die zinken abgearbeitet sind und ich sie ein loch tiefer gestellt habe...das hatte zur auswirkung, das das stroh-erde-gemisch nicht mehr vom zinken nach vorne geschossen/gewurfen wurde sondern direkt nach oben und legte sich um den zinken.
durch das um ein loch tiefer schrauben habe ich quasi den zinken nach hinten gedreht...

mfg

Titel: Köckerling Ultima
Beitrag von: Ruedi am 16. November 2009, 08:28:32
auf der suche nach einer neuen drillmaschine ist mir die köckerling ultima
http://www.koeckerling.de/KONZEPT.166.0.html in das oberste blickfeld gekommen

- wenig drehende teile

- wenig buchsen die verschleißen

-übersichtlich

-wenig verschleiß ( nur die grubberschare)

- wartungsfreundlich

-logisches konzept.......überzeugt bei feuchtigkeit

nach aussage eines betriebes in meiner umgebung die bisher noch mit rapid und der ultima arbeiten das hier bis zu 3 tage schnellerer aufgang zu sehen ist und das bei trockenen bedingungen

gibt es ähnliche erfahrungen von euch?

neu stand die nachfolgemaschine auf der agri mit dem tank längst drauf und 1,80m kürzeren maschine auf der messe und heißt dann cs



gruß rüdi
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Euro-T am 16. November 2009, 10:16:59
Hallo,

wir fahren seit 2004 eine Ultima in 4m, die Maschine wird zur Mulchsaat eingesetzt, Versuche in der Direktsaat machen wir seit diesem Jahr, bis dato präsentiert sich der Bestand nicht schlecht, ein paar wenige Bilder dazu gibt es hier:http://www.gkb-ev.de/rueckblick/2009/direktsaat-2009-wagner.html (http://www.gkb-ev.de/rueckblick/2009/direktsaat-2009-wagner.html) - zugegeben, es sieht wüster aus als es ist, wir werden sehen was dabei raus kommt. Die Ultima jedenfalls hat ihr Sache hierbei vernünftig erledigt.

Was uns gut gefällt ist die Rückverfestigung vor der Saat und damit verbunden, das daß gesamte Gewicht der Maschine beim säen über die komplette Breite abgetragen wird und nicht auf dem Fahrwerk lastet.

Was die Verschleißteile angeht ist es richtig, im Wesentlichen sind das die Schare, aber auch die Federelemente der STS Walze unterliegen, ebenso wie natürlich die Striegelzinken einem gewissen Verschleiß.
An sich drehenden Teilen hatten wir - die Spurreißer mal aussen vor gelassen - nach ca 2500ha noch keine Probleme.

Was in früheren Jahren immer mal vorkam waren undichte Zylinder der Tiefenführung, das lag aber wohl an einer fehlerhaften Charge Hydraulikzylinder und ist mittlerweile eigentlich kein Thema mehr - es liegt allerdings immer ein solcher Zylinder im Ersatzteillager, was aber durchaus zu verschmerzen ist.

Wir fahren die Ultima in hügeligem Gelände mit 165 PS, unsere angestrebte Arbeitsgeschwindigkeit liegt bei 12 - 13 km/h, das können wir bergauf nicht immer einhalten, je nach Topografie dürften es dann auch schon ruhig 200PS sein, unter unseren Bedingungen kommen wir aber gut hin - in der Ebene könnten wir mit dem Schlepper um die 18km/h erreichen, was imho aber nicht Sinn der Sache ist.

Was das Thema Feuchtigkeit angeht... wir haben hier teilweise schwere Böden die genrne zum verkleben neigen. Für uns bedeutet das: wenns feucht wird, fahren wir mit der Ultima nach Hause, alles andere gibt nur Schweinerei.
Auf leichteren Standorten mag das sicherlich ganz anders aussehen, hier bricht sofort der Erdfluß ums Schar zusammen und die Walzen verkleben, man bekommt also schon sehr deutlich gezeigt, wanns gut is...

Ein kleiner Nachteil - der ebenso auch wiederum als Vorteil zu sehen ist, ist die lange Bauform. Vorteil hierbei der hohe Durchgang und die satte Lage während der Fahrt, Nachteil hierbei sind "geschlossene" Ecken auf dem Feld. Konstruktionsbedingt ist es manchmal nicht möglich, eine Ecke komplett auszusäen, wenn man nicht an einer Seite "rausfahren" kann. Bei uns ist das an ganzen drei Ecken der Fall, somit also nicht kriegsentscheidend.

Noch Fragen?
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Ruedi am 16. November 2009, 10:53:09
hi euro,

danke für den ausfürlichen bericht, erst einmal habe ich keine fragen, aber ich werde mir diesen monat noch einige schläge ansehen und mit praktikern sprechen


gruß rüdi
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Duke am 16. November 2009, 17:07:51
hi,

wir fahren seit 2005 eine ultima auch in 4m.
dem bericht von euro-t kann ich nur bestätigen, es ist ne gute, robuste und zuverlässige maschine bei mulchsaat/pfluglos ideal aber auch auf geackertem geht se gut ;)

verschleiß ist sehr gering, ich hab dieses jahr gerade mal schare gedreht -> es ist noch der erste satz drauf. (wir machen ca. 300-350ha/jahr)
die ultima ist auch sehr leichtzügig, wir haben nen 180ps schlepper davor, das reicht locker aus -> fahren kann man mit den fast 20km/h

hier noch n paar bilder....
(http://www.landlive.de/media/thumb-photos/2007/08/30/448x338-1_IMG_2186.jpg)
(http://www.landlive.de/media/thumb-photos/2007/09/02/448x0-IMG_2185.jpg)
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: tom82 am 16. November 2009, 19:45:19
Moin

also wir fahren die Ultima(3m) auch seit 2 Jahren und sind sehr zufrieden damit, gerade beim Thema Mulchsaat klappt super... von der Ultima Cs halte ich nicht soviel  hab sie bei der Agri... gesehen wirkt irgendwie verbaut und ob man da noch so einen guten durchgang hat wie bei der alten bezweifle ich..     
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Bene am 17. November 2009, 11:00:01
Hallo,

ich lese hier schon einige Zeit mit und finde das Forum sehr informativ.
Bei uns (3 Landwirte) steht auch die Investition in neue Drilltechnik an. Hat jemand von euch Erfahrung mit der Ultima auf schweren tonigen Kalksteinverwitterungsböden (ca. 45 BP) in Mulchsaat so wie nach Pflug und Kreiselegge? Kommt die Ultima unter schwierigen, feuchten Bedingungen eher an Ihre Grenzen wie eine Kreiseleggenkombination? Oder würdet Ihr eine Universaldrillmaschine mit Kurzscheibenegge und Doppelscheibenschar auf unserem Standort vorziehen? Angebaut werden Wintergerste, Winterweizen, Raps und Mais (Silo und CCM). Der Kollege mit CCM möchte aufs Plügen nicht verzichten (Fusarium und Maiszünsler).

Ich freue mich auf weitere Informative Antworten von Euch.

Gruß
Bene
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Euro-T am 17. November 2009, 11:09:28
Hi,

also wie oben schon geschrieben, die Ultima geht nahezu überall, zumindest was Richtung schwerere Böden betrifft. Mit leichten Böden habe ich keine Erfahrung, aber das trifft bei dir ja auch nicht zu.
Sicherlich tut sie sich mit einem optimalen Saatbett leichter, man wundert sich aber immer wieder, aus welchen Horrortruppenübungsplätzen sie einen vernünftig eingesääten Acker hinterlässt. Die Bearbeitungsintensität der Maschine ist nicht zu unterschätzen. 

Nur was das Feuchte angeht ist es eben so, das man die Grenzen aufgezeigt bekommt - hier könnte man mit der Kreiselegge sicher oftmals länger rumschmieren, aber ob das dann Sinn der Sache ist..

Wenn das Wetter unbeständig ist, fahren wir prinzipiell nach dem Prinzip : "dem Grubber immer auf der Spur", denn wenn sich die Böden hier nach dem Grubber erstmal vollgesogen haben ist Schluß mit lustig.

Mais haben wir mit der Ultima auch schon gesäät, geht konstruktionsbedingt nur reihenunabhängig, technisch aber kein Problem. 
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Bauernverehrer am 17. November 2009, 13:14:50




Mais haben wir mit der Ultima auch schon gesäät, geht konstruktionsbedingt nur reihenunabhängig, technisch aber kein Problem. 
[/quote]

Hallo
das mit dem Mais haben wir mit der Ultima auch schon versucht. Hat uns aber nicht so gut gefallen, da keine vernünftige Unterfussdüngung gemacht werden kann. Wie machst du denn dabei die Düngung? Wir haben in dem Versuch mit der Ultima ca 3to/ha weniger geerntet!
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Euro-T am 17. November 2009, 13:58:30
Stimmt, Unterfußdüngung geht erstmal nicht.

Wir haben den Mais im Lohn gesäät, ich meine der Betrieb hätte den Dünger VSe gegeben.
Vom Ertrag weiß ich leider keine Zahlen..

Ich muß auch zugeben, das ich an die Unterfußdüngung garnicht mehr gedacht hatte, ich bezog mich in erster Linie auf die technische Möglichkeit das es eben überhaupt erstmal geht.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Duke am 22. November 2009, 19:00:06
ich hab mal vor nen paar jahren von nen betrieb erfahren der flüssigdünger bei der ultima in die saatrille gespritzt hat.
die sache wurde auch von köckerling begleitet und gebaut -> stand auch mal was drüber in der lop drinne weis nur leider die ausgabe net mehr....
die firma köckerling müsste aber noch infos drüber haben.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Euro-T am 23. November 2009, 00:11:50
War das nicht noch die Vorgängerin von der Ultima, die AT ?

Wovon ich mir im Übrigen mehr als von der Unterfußdüngung verspreche, ist die Einzelkornablage, Versuche in D brachten ja recht gute Ergebnisse..
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Duke am 23. November 2009, 12:12:09
War das nicht noch die Vorgängerin von der Ultima, die AT ?

http://www.koeckerling.de/Fotogalerie.455.0.html?&0= (http://www.koeckerling.de/Fotogalerie.455.0.html?&0=)
schau mal unten vorletzte reihe mitte, sieht wie ne ultima aus....
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Euro-T am 23. November 2009, 12:58:47
Jepp, hast Recht - aber mit der AT gabs das vor vielen Jahren auch mal versuchsweise - das waren wir. Verlief aber dann aus den verschiedensten Gründen, ausser einer kleinen Fläche haben wir damit weiter nichts mehr gemacht.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Duke am 23. November 2009, 22:12:40
Verlief aber dann aus den verschiedensten Gründen, ausser einer kleinen Fläche haben wir damit weiter nichts mehr gemacht.


was waren die gründe?
könnte mir vorstellen das das saatgut etwas in mitleidenschaft geraten is, da es ja "im dünger" liegt.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Kai am 26. Mai 2010, 23:01:55
kann mir mal einer erklären wie man bei der ultima die saattiefe einstellt ?
ich kenne das system wo hinterm schar ein rad läuft, was per bolzen in der tiefe verstellt wird.
bei der ultima läuft das rad vorm schar, ohne verstellung....bzw. ich kann keine erkennen.

wie wird die saatrille wieder zu gemacht, machen die zustreicher wirklich alles wieder zu auch bei
knatter ton ?
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Euro-T am 27. Mai 2010, 07:26:53
Moin Kai,

die Druckrolle als auch das Schar hängen zusammen an einem Federstahlstiel. Dieser ist vorne am Rahmen befestigt, hinten sitzt ein Hydraulikzylinder. Über diesen wird auch die Arbeitstiefe verstellt. Wenn man mehr Druck gibt, verändert sich der Winkel Andruckrolle - Schar und es wird tiefer gesäät. Funktioniert in der Praxis gut, Vorraussetzung ist natürlich eine gleichmässige Abnutzung der Schare (Schlepperspur).

Abgedeckt wird das Saatgut zum Einen über den Erdstrom des Sääschares, als auch über die Nivellatoren die hinter den Sääagreggaten verbaut sind.

Bei grobem, schwerem Boden ist die Arbeitsqualität natürlich nicht mehr optimal, man darf aber die Arbeitsintensität der Maschine nicht unterschätzen, ist ja im Prinzip mit einer Federzinkenegge zu vergleichen, die STS Walze tut ihr Übriges.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: piotri am 27. Mai 2010, 09:38:25
Hallo

Ich hatte neulich die Ultima zum testen.
Die tiefenverstellung funktioniert so wie Euro-T es beschrieben hat.
Vorarbeit hat der Vector von Koeckerling gemacht.
Habe auch Tonkuppen, aber diesmal waren die Saatbedingungen ideal.

Wenn der Auflauf so ausieht wie das Saatbett, dann ist sie mein Faorit.
]
[/list]
Als Nachteil kann man das ausdrillen von Ecken, wegen der Schaaranortnung, nennen. Aber erst nach dem Auflauf kann ich das wirklich berurteilen.

Gruss[/list]
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Tim am 28. März 2013, 09:18:04
so , wir haben jetzt auch so ne Ultima zur Vorführung bekommen

vom System fand ich das ganze sehr interessant, war dannbeim eersteinsatz aber doch irgendwie überrascht...

- der Abgabepukt des Saatgutes ist recht weit über dem Erdboden/Einzugspunkt des Schares - trotzdem fallen nahezu alle Körner in den geöffneten "Spalt" und werden auch mit feiner Erde bedeckt
- scheinbar machen die Tiefenführungsräder mehr Bodenbearbeitung wie die Schare
- Rückverfestigung ist echt gut - nicht zu viel nicht zu wenig
- Ablagetiefe war auch sehr gleichmäßig , wenn ich das beurteile - aber auch gewöhnungsbedürftig einzustellen mit dem Schardruck und man muss sich halt auch ohne eine klare Reihe erstmal reinfitzen

alles im allem , genauso wie der Vario - sehr robust und zuverlässig , denke ich aber von den technischen Möglichkeiten her irgendwie gewöhnungsbedürftig - dieser ganze Säcomputer war irgendwie nicht schön , obwohl die Einstellung der Impulse für die Dosiereinrichtung hier ganz gut erklärt waren etc. - bei den anderen Firmen wurde sowas in der Betirebsanleitung kaum erwähnt  :nixweiss:
- diese hässliche schaltung der Fahrgassen und Spuranzeiger hat mir nicht gefallen
- eine einzelne Dosiereinrichtung ist bei unseren Verhältnissen für 6m einfach nur der Genickschuss - da spart man nichts, man zahlt nur drauf - gestern abend musste ein 800m langer 1m breiter streifen eben mit 6m ausgedrillt werden  :zeter: und die Verteilung über die doch recht lang gezogene Maschine kann ich mir auch nicht gut vorstellen , die sollten da ein komplett anderes System einbauen, das wäre eventuell auch ne Lösung
- wo ich auch nicht genau weiss ob nur wir das Problem haben - das Gebläse liegt so tief und dicht an den Reifen das es aufgewirbeltes Stroh aufnimmt - daraus ergibt sich nicht nur eine Verstopfungsgefahr sondern das Zeugs landet in dem fall auch in den Saatgutschläuchen ... - ich find das nicht schön

Also bis jetzt vom Drillen her sehr zufrieden (in gefrorenen Boden super einzug mit der maschine gehabt, da hätten wir mit der Amazone wohl schon längst die Segel streichen können) aber irgendwie fehlt das filigrane , was ja kein Unding wäre das nachzurüsten.

Mir fallen bestimmt noch son paar dinger ein , aber vielleicht gibts ja noch mehr praktische Erfahunrgen dazu

mfg tim
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Euro-T am 28. März 2013, 09:55:00
Man hat mich gerufen ?  ;D

so , wir haben jetzt auch so ne Ultima zur Vorführung bekommen

vom System fand ich das ganze sehr interessant, war dannbeim eersteinsatz aber doch irgendwie überrascht...

Das geht allen so...

- der Abgabepukt des Saatgutes ist recht weit über dem Erdboden/Einzugspunkt des Schares - trotzdem fallen nahezu alle Körner in den geöffneten "Spalt" und werden auch mit feiner Erde bedeckt
- scheinbar machen die Tiefenführungsräder mehr Bodenbearbeitung wie die Schare
- Rückverfestigung ist echt gut - nicht zu viel nicht zu wenig
- Ablagetiefe war auch sehr gleichmäßig , wenn ich das beurteile - aber auch gewöhnungsbedürftig einzustellen mit dem Schardruck und man muss sich halt auch ohne eine klare Reihe erstmal reinfitzen

alles im allem , genauso wie der Vario - sehr robust und zuverlässig

Das was du beschreibst sind für mich die Grundzüge einer vernünftigen Drille, das hat doch schonmal die größte Gewichtung

alles im allem , genauso wie der Vario - sehr robust und zuverlässig , denke ich aber von den technischen Möglichkeiten her irgendwie gewöhnungsbedürftig - dieser ganze Säcomputer war irgendwie nicht schön , obwohl die Einstellung der Impulse für die Dosiereinrichtung hier ganz gut erklärt waren etc. - bei den anderen Firmen wurde sowas in der Betirebsanleitung kaum erwähnt  :nixweiss:

Dazu kann ich nix sagen, bin noch ein "oldschool user", hier gibts noch keinen Drill-Bus-Rechner.

- diese hässliche schaltung der Fahrgassen und Spuranzeiger hat mir nicht gefallen

Ich weiß nicht wie das heute gelöst ist, wir haben die Spurreisser ans Fahrwerk gekoppelt, jedesmal ausheben ist Spurreisserwechsel. Zudem können wir die Spurreisser sperren, also wenn ich übern WEg drübersetze und aushebe bleiben die Reisser draussen. Ebenso kann ich sie auch sperren wenn sie drin sind.
Unterm Strich finde ich das elegant, es braucht nur ein Steuergerät, wenns gut läuft muß ich seltenst die Drille ausheben um die Spurreissser zu wechseln. Aber gewöhnungsbedürftig, das geb ich zu.


- eine einzelne Dosiereinrichtung ist bei unseren Verhältnissen für 6m einfach nur der Genickschuss - da spart man nichts, man zahlt nur drauf - gestern abend musste ein 800m langer 1m breiter streifen eben mit 6m ausgedrillt werden  :zeter:

MWn gibt es eine Halbseitenabschaltung, das dürfte das Problem lindern. Ich wäre froh ich hätte so Probleme  ;D


und die Verteilung über die doch recht lang gezogene Maschine kann ich mir auch nicht gut vorstellen , die sollten da ein komplett anderes System einbauen, das wäre eventuell auch ne Lösung

Wart mal bis zum Feldaufgang, dann telefonieren wir nochmal  ;)


- wo ich auch nicht genau weiss ob nur wir das Problem haben - das Gebläse liegt so tief und dicht an den Reifen das es aufgewirbeltes Stroh aufnimmt - daraus ergibt sich nicht nur eine Verstopfungsgefahr sondern das Zeugs landet in dem fall auch in den Saatgutschläuchen ... - ich find das nicht schön

Nein, ihr seid da nicht die einzigen, das Problem ist bekannt und soll wohl behoben werden.

Also bis jetzt vom Drillen her sehr zufrieden (in gefrorenen Boden super einzug mit der maschine gehabt, da hätten wir mit der Amazone wohl schon längst die Segel streichen können) aber irgendwie fehlt das filigrane , was ja kein Unding wäre das nachzurüsten.

Genau wegen der Zufriedenheit zum Einen und der fehlenden Filigranität zum Anderen mag ich die Drille so gerne. Filigran is immer nur schön zum angucken.
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Tim am 28. März 2013, 10:28:30
Man hat mich gerufen ?  ;D

richtig, danke für die prompte antwort , fehlt nur noch dirkk mit nem Frontbericht :ich:
(ich glaub EDW hatte auch noch so eine Drillmaschine?)

wie gesagt , Drillmaschine läuft einwandfrei aber die Bedienung ist noch Robuster als der grundsätzliche Aufbau der Drille, das sit mein verwöhnter Drillmaschinenfahrer so nicht mehr gewohnt  ;D

als ich schon damit anfing mit mechanischer Drillmaschine und genauigkeit , kam sofort der Blick das dann riesige Wannen nötig sind um mit Kurbel Säwellen abzudrehen und mit Verstellskala rumdrehen und so , da war er nicht begeistert  :oj: aber nützt nichts, irgendwie stelle ich mir das so vor (wie die Bilder von Georgs Argentinischen Präzisionsairseeder, würde auch gut zu dem Saatguttank passen - und es würden sich ganz andere Möglichkeiten für die Fahrgassen+Teilbreitenschaltung ergeben)

Die Spuranreisse hatten auch zu wenig biss - bei john deere hab ich das mal gesehen das sie Die Wölbung der Scheiben nicht nach innen sondern nach aussen gelegt haben , die haben quasi die erde nicht zur maschine gezogen sondern weggedrückt - das gings selbstunter Direktsaatbedingungen super

insgesamt das was Köckerling gebaut hat tiptop (bis auf die nicht wirklich verschliessbare Saattankabdeckung bei eingeklappter Maschine und das ständige ein und aussteigen beim ein und ausklappen wegen Hebel umsetllen und so) - das von den Zulieferern (Säsystem von Rauch) kann amn noch einiges Machen denke ich.

Im Herbst soll ich nun endlich auch mal ne Amazone Primera bekommen , da könnte ich mir auf grund des Aufbaus und der Scharform durchaus vorstellen das dort auch noch die Möglichkeit bestünde Düngerscharschritte mit einzubauen + extra Düngertank etc. , das wäre dann natürlich auch klasse, bei der Köckerling fehlt für sowas irgendwo der Platz (aber man muss sich bei der sache halt auch erstmal gewiss werden ob das wirklich sinnvoll ist, es wird wohl auch erst inen Aha Effekt im praktischen Einsatz geben können...)

mfg tim
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: sten am 28. März 2013, 10:33:32
Hallo zusammen,

ich fand die Sämaschine auch spannend und habe diese daher in 3 m im Herbst zur Vorführung eingesetzt.
Bei uns lief diese über ein vorhandenes ISOBus Terminal, ich kann daher zum Drillcomputer nicht viel sagen, fand die
Menüführung im Terminal gewöhnungsbedürftig aber in Ordnung.
Eingesetzt wurde sie einige Tage nach einem tiefen Grubbergang, also in gelockerten Boden. Dabei ist auch ein Problem
der Maschine zutage getreten. Sie hat  keine Spurlockerung  und wir haben , trotz geringen Reifendruck von einem Bar und 580`er Bereifung, ein recht unebenes Bild auf dem Acker. Das Crossboard vor den Säscharen hat daran nicht wirklich was verändert.
Auf ein Anwalzen nach der Saat haben wir bewusst verzichtet, da die einzelnen Säreihen u.a. durch die nachlaufende STS Walze und die vorlaufenden Rollen recht gut rückverfestigt waren. Die Pflanzen sind alle gut aufgelaufen, aber das  unruhige Bild ist nicht wirklich schön....Vielleicht hätte ein Frontwalze was verändert.
Die Maschine  macht mehr Bodenbearbeitung als erwartet. Das ist aber bei unserer Vorarbeit nur selten nötig.
Die Ausräumung der Saatrille von Ernteresten funktioniert gut und ist ein großer Vorteil. Genau wie der sichere Einzug der Schare bei zuverlässiger Saattiefeneinhaltung. Bei uns wurde nicht in der gesamten Bandbreite hinter den Scharen Körner abgelegt, sondern eher in einem 3cm breiten Band.
Fazit für mich: Auf schweren Böden,wo zur Aussaat noch Kluten da sind und bei guter Rückverfestigung eine super Maschine.



Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: piotri am 28. März 2013, 11:53:03
Hallo

Da ich so eine Maschine auch besitze kann ich auch mal was zum Thema beitragen

Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: SSP450 am 28. März 2013, 12:28:22
Hallo zusammen,

haben die Ultima CS (3m) seit einem Jahr im Einsatz,
Ablagetiefe und Genauigkeit sind 1a.
Der Feldaufgang ist wie im Bilderbuch
Die Bodenbearbeitung wird von den vorlaufenden Tiefenführungsrollen gemacht, und das nicht zu wenig.
Rückverfestigung ist auch super.
Habe nichts an dem Gerät auszusetzen, bis auf eine fehlende GPS Schaltung (Soll aber evtl zum Sommer kommen (Update))
Wollte damals eine Horsch Pronto kaufen (Preislich vergleichbar), aber die Ultima hat auf unseren Böden (viele Steine) eindeutig Ihre Vorzüge.
Ein großes Lob an Köckerling
Ich denke das bei uns im Ort dieses Jahr 1-2 weitere folgen.

Gruß Heinrich
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Henrik am 28. März 2013, 21:40:59

Ich bin mit ihr zufrieden. Meiner Meinung nach ist die CS eigentlich ein Schritt zurück in der Entwicklung. Man sieht wie Mode und Optik der Funktionalität weichen muss in der heutigen Zeit.


Das die neue Ultima CS nicht mehr so gut oder funktionell sein soll wie die alte habe ich schon häufiger gehört. Was ist denn genau schlechter oder nicht mehr so gut geworden?
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Tim am 28. März 2013, 22:35:13
weiss jetzt gar nicht was ne CS ist - die Vorfüuhrmaschine hatte irgendwo 1300 ha drauf - scheint schon betagter zu sein...

Wahnisnn was das Ding hier schon für ne Verbreitung hat, hätte ich nicht gedacht  ;D 

mfg tim
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Euro-T am 29. März 2013, 00:53:44
Das die neue Ultima CS nicht mehr so gut oder funktionell sein soll wie die alte habe ich schon häufiger gehört. Was ist denn genau schlechter oder nicht mehr so gut geworden?

In meinen Augen zwei Dinge.

Zum einen ist die Verbindung zum Schlepper bei den neuen Ultimas starr. Früher war die Deichsel wie bei einem Drehschemelanhänger nach oben und unten beweglich, die Maschine konnte sich völlig frei der Topografie anpassen, das geht bei den neuen Modellen nicht mehr. Zusätzlicher Wehrmutstropfen: Stöße werden 1:1 auf den Schlepper übertragen, das soll nicht mehr so schön sein.

Das zweite ist die Baulänge, die CS ist kürzer, der Scharschritt kleiner geworden. In meien Augen führt das - in Kombination mit der Starrdeichsel - dazu das die Drille nicht mehr so "satt" liegt.
Freilich ist dadurch auch der Durchgang kleiner geworden, da habe ich aber noch nie von Problemen aus der Praxis gehört.

Ich hab mir grad mal piotri`s Video angeguckt, das ist noch eine alte Ultima, hat natürlich nicht so ein schickes Design, aber ich hab mit Design noch keinen cent verdient...

Was man auch schön sieht, für alle die sich Gedanken um den leistungsbedarf machen, ist wie der Schlepper die Backen aufbläst wenns gegen den Berg geht, die 6m Drille hat 9to Leergewicht und 3300l Saattank, das will schon gezogen sein, denke weit unter 300PS braucht man sich da nicht bewegen.. - Tim, was habt`n ihr bei der Vorführung vorgeschnallt ?

Die 8m Ultima scheint aufgrund der aufgelösten Bauform etwas leichtzügiger zu sein, aber ich finde es nicht zweckmässig eine Maschine ganzflächig auf Rollen laufen zu haben um dann den Saattank auf so Spielzeugreifen zu setzen.

Ach und Tim, die 8m hätte aber dann zwei Verteilerköpfe  ;)

Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: piotri am 29. März 2013, 06:48:34
Hallo.
Da kann ich mich Olli nur anschließen.Durch den kleineren Scharschnitt koennte ich auch nicht.die Gänsefußschaare montieren.
Ich hatte die Möglichkeit beim kauf auf die neue zurueckzugreifen habe mich aber bewusst fuer die alte entschieden. Zum einen wollte ich nicht alsTestfahrer fuer eine Neukonstruktion dienen und zum anderen war fuer mich und meine Bedingungen der Groessere Schaarschnitt sehr wichtig. Was ich auch mag das ist der einfache Aufbau und Übersichtigkeit. Das einzige was Stoert ist das Abschmieren der 33 Saehaggregate.

MfG. Piotrek
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: dirkk am 29. März 2013, 07:11:13
Moin !

Auf piotrek´s Video sehe ich weniger ein Kraftproblem am Hang , sondern eher Traktionsprobleme ?  Sieht für mich ein wenig  so aus , das es unterm grauen Horizont ein wenig feucht war und dass für die Zugarbeit der Schlepper etwas unterbereift war . Unter trockenen Bedingungen sieht das Ganze bestimmt anders aus....

gruss
dirkk
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: tomtex am 29. März 2013, 07:30:28
Auf piotrek´s Video sehe ich weniger ein Kraftproblem am Hang , sondern eher Traktionsprobleme ?  Sieht für mich ein so aus , das es unterm grauen Horizont ein wenig feucht war und dass für die Zugarbeit der Schlepper etwas unterbereift war . Unter trockenen Bedingungen sieht das Ganze bestimmt anders aus....
Da hat einfach mal wieder eine die schwarze Farbe statt der RDA gewählt. Wenn der Luftdruck in den Reifen angepasst gewesen wäre hätte da nicht viel rumgeschmiert. Aber Diesel ist ja immer noch so billig das man gerne 10% oder mehr einfach so in die Luft bläst...

Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: piotri am 29. März 2013, 09:08:28
[
Da hat einfach mal wieder eine die schwarze Farbe statt der RDA gewählt. Wenn der Luftdruck in den Reifen angepasst gewesen wäre hätte da nicht viel rumgeschmiert. Aber Diesel ist ja immer noch so billig das man gerne 10% oder mehr einfach so in die Luft bläst...



Einfach mal den Dampf ablassen ohne die Gegebenheiten richtig abzuschaezen ist mal wieder am eifachsten.
 Ist schon richtig, dass ich noch mehr den Lufdruck absenken koennte, habe es aber nicht gemacht. Gebe zu aus Faulheit. Waren auch nur ein Paar ha.Deswegen habe ich auch die Zwillinge nicht drangebaut.
Aber warum muss immer einer seine Frust in so einem Kommentar ablassen. Wette wenn da ein New Holland oder Kirovets am ziehen waren dann waehre  das Kommentar anders ausgefallen.Als es schon einer geschrieben hat im Forum - es wird langsam Zeit das die Arbeit beginnt  ;D
Zurueck zum thema.
Es war einfach NASS.Es sind Minutenboeden. Entweder hart wie Stein oder Matschig wie Butter. Dazwischen hast Du wenig Zeit um auf gute Bedingungen zu treffen. Da der Weizen neu gesaeht werden musste ( 70koe/m2 aufgelaufen von 320) koente ich nicht auf Ideale Bedingungen warten.
Zum Kraftbedarf. Bei richtigen Huegeln/Bergen bekommst Du jeden Pferd tot. Auch mit Zwillingen auf 0,6bar komme ich bei manchen stellen bergauf auch auf max 6-6,5km/h. Aber dann in der Ebene tuckert er mit 1450 Umdrehungen und 14km/h bei unter 6l/ha.

P.S. Entschuldigt, wenn meine Grammatik zu wuenschen uebrig laesst, aber Deutsch ist halt nicht meine Muttersprache.

MfG  Piotrek
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: tomtex am 29. März 2013, 09:41:54
Aber warum muss immer einer seine Frust in so einem Kommentar ablassen. Wette wenn da ein New Holland oder Kirovets am ziehen waren dann waehre  das Kommentar anders ausgefallen.Als es schon einer geschrieben hat im Forum - es wird langsam Zeit das die Arbeit beginnt  ;D
Zurueck zum thema.
Das hat nichts mit der Marke zu tun. Gar nicht. Ich schaue aber bei allen Bildern, Videos und Vorführungen immer auf die Reifen und den Luftdruck. Und es ist für mich völlig unverständlich dass heutzutage noch erlaubt ist einen Traktor ohne RDA überhaupt auszuliefern. Vielleicht ist das Frust. Aber wenn du zwei Knöpfe im Traktor drücken müssen hättest um den Luftdruck anzupassen hättest du es gemacht. Und hättest Diesel und damit Geld gespart, von den Boden, Zeit und Umwelteffekten mal abgesehen... Aber du hast recht, dass hat nichts mit dem Thema zu tun. Aber die Arbeit hat bei uns schon im Januar begonnen ;) Und meine Grammatik ist auch nicht besser.

Wenn ich die Kommentare richtig verstehe ist die Ultima CS quasi deutlich verschlechtert worden? Muss man wenn man eine vernünftige Ultima will also den Gebrauchtmarkt bewachen? Oder kann man wenn man den Scharschritt in Kauf nimmt die Deichsel selbst ändern um zumindest ein bisschen besser auf dem Feld zu liegen? Womit begründet denn Köckerling die "Verschlechterungen"?

Das Thema Steine würde mich auch noch mehr interessieren. Auch warum die Horsch Pronto da schlechter abschneidet. Und das Thema Kraftbedarf: kann man den Kraftbedarf mit einer Egge ähnlicher Größe/Zinkenzahl (z.B. Väderstad NZ) vergleichen? Und wie kommt es zum Bodenbearbeitungseffekt der Tiefenführungsrollen? Ich habe kein Bild/Video gefunden wo man da was vernünftig erkennen kann.
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: piotri am 29. März 2013, 10:25:12
Hallo

Mit dem Bodenbearbeitungseffekt wuerde ich es mit einer Walze vergleichen. Wenn Du kluten hast und der Boden ein wennig Abgetrocknet ist dann leisten diese Raeder gute Arbeit. Die Egge geht bestimmt leichter nur wegen dem Gewicht her aber ich kene kein Grubberartiges Geraet wo man die Arbeitstiefe so flach AN JEDEM SCHAAR einstellen kann. Deswegen nutze ich auch sie zur Zwischenfruchtsaat Direkt in die Weizenstoppel. Wo es zum Problem werden kann ist wenn es geregnet hat. Dann kann es zum blockieren kommen. Werde mal einen Film davon spaeter machen.

Ob die neue schlechter ist, kann ich nicht berurteilen, weil ich sie nicht gefahren habe. Aber der engere Schaarschnitt engt die Einsatzmoeglichkeit sicher ein. Bei einer Pflug oder Mulchsaat kommt das eher nicht zum tragen.
Leider ist es so, das man Gearete verkaufen muss die von der Optik auch passen. Fragt ihr euch nicht manchmal, warum fast alle neuen Universaldrillmaschinen Pronto like aussehen? Man hat es sicher leichter wenn man der Trendsetter ist.

MfG  Piotrek
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Heiner am 29. März 2013, 10:57:55
Hallo,

seit einem 3/4 Jahr gehöre ich auch zu denen, die mit dieser Drilltechnik ihr Saatgut im Boden verstecken. Aufgrund des Steinreichtums auf meinen Flächen bin ich ein absoluter Freund der Zinkendrillen.
Da ich Kalksteinverwitterungsböden zu bearbeiten habe, die aufgrund ihres Tonanteils bei Feuchte leicht dazu neigen geknetet zu werden mag ich die Reifenpackerdrillen nicht.
Bei solchen Ansprüchen ist die Auswahl an Maschinen die dann noch in mein "Beuteschema" passen sehr gering, und so bin ich zur Ultima CS gekommen.

Es handelt sich dabei um die 6m Version, vor die ein J.D. 8100 gespannt wird. Da ich nur auf wenigen Schlägen "richtig" bergauf muß komme ich mit der knappen Motorisierung zurecht.
Was mir sehr gut gefällt ist die ruhige Lage der Säschare, die sich auch durch Steine nicht beirren lassen. Die Saatguteinbettung ist gut, erfordert aber ein gewisses Gespür für die Einstellung der Zustreicher und des Striegels.
Schwer tue ich mich allerdings noch mit der Überprüfung der Saattiefe bei Feinsämereien.

Die Maschine ist mit der Zapfwellenölpumpe ausgerüstet. Ob das wirklich optimal ist wage ich zu bezweifeln. Bislang war ich es gewohnt den hydraulischen Gebläseantrieb über die Schlepperhydraulik mit Öl zu versorgen. Die Ölmengenschwankungen sind dann in Abhängigkeit der Motordrehzahl geringer als beim Zapfwellenpumpenbetrieb.

Die Ansteuerung der Maschine erfolgt derzeit über ein 1800er J.D.-Display. Da die Drille Ansteuerungsmerkmale wie taskcontroller und sectin control (noch) nicht kann ist das aktuell ausreichend. Lediglich das Bestätigen von Fehlermeldungen ist unschön, da die Schaltfläche dafür nur über das Rändelrad und nicht über Direktwahltasten angewählt werden kann. Schlimmstenfalls kann es dann passieren daß man das Dosiergerät stoppt anstatt die Fehlermeldung zu quittiren >:(.

Mit dem Dosiergerät als solchem bin ich nicht ganz so glücklich. Da sind 4 Zellenräder auf einer Welle montiert, die jeweils mit einer kleinen Madenschraube fixiert werden.

Das Thema Halbseitenabschaltung befindet sich bei Köckerling auch noch in der Entwicklung. Bislang soll man da im Verteilerkopf einen kleinen Blechstreifen einlegen, was aber absolut praxisfremd ist. Ich habe da jetzt in der Hälfte der Ausgänge Accord-Absperrschieber eingebaut.

Ansonsten macht die Maschine von der Verarbeitung her einen soliden Eindruck.
Zu allen möglichen Einsatzbedingungen kann ich noch nichts berichten, da die Bestellbedingungen im letzten Herbst alle optimal waren.
Der Durchgang ist gewaltig, selbst nach Körnermais und flachem Grubberstrich war bei trockenem Maisstroh ein weitestgehend verstopfungsfreies Arbeiten möglich.

Heiner
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Cat-Driver am 29. März 2013, 11:38:28
Hi Piotrek,

lass dich nicht ärgern, dein Deutsch ist gut, dafür das es nicht deine Muttersprache ist es sogar sehr gut.

Das Video find ich klasse, mich würde mal eins mit Zwillige interessieren, fand die Traktion so sehr grenzwertig (hast ja den Hintergrund erklärt, manchmal muss man sich halt zwischen 2 Übeln entscheiden).

Gruß
Hermann
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: nofear am 29. März 2013, 12:00:18
Die Traktion dürfte mit Zwillingen nicht unbedingt besser sein. Maximal durch bessere Verzahnung. Ansonsten ist der Flächendruck zur Zugkraftübertragung ja noch geringer.
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Euro-T am 29. März 2013, 12:05:44
Piotrek lass das mal an dir vorbeiziehen, ich finds gut das du das Video verlinkt hast. So hat man doch auch mal optische Eindrücke aus der Praxis und nicht nur von der Herstellerseite.
Man sieht ja die Zwillingskupplungen an den Schlepperrädern, für mich war eigentlich klar das es sich hier um eine Kompromisslösung handelt, zum pflügen wird der 9er die Zwillinge nicht anschnallen  ;)



Zitat
Wenn ich die Kommentare richtig verstehe ist die Ultima CS quasi deutlich verschlechtert worden? Muss man wenn man eine vernünftige Ultima will also den Gebrauchtmarkt bewachen? Oder kann man wenn man den Scharschritt in Kauf nimmt die Deichsel selbst ändern um zumindest ein bisschen besser auf dem Feld zu liegen?

Die Deichsel selber umbauen wird imho schwierig, die is ja von vorne bis hinten ein tragendes Teil, das ist ja alles komplett anders wie früher. Unmöglich ist natürlich nix.
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Euro-T am 29. März 2013, 12:12:28
Die Traktion dürfte mit Zwillingen nicht unbedingt besser sein. Maximal durch bessere Verzahnung. Ansonsten ist der Flächendruck zur Zugkraftübertragung ja noch geringer.

Jein. Man sieht im Video ab 3:47min das der Fahrer sich über die Deichsel Traktion von der Maschine beschafft, zu erkennen an den weit ausgehobenen Unterlenkern. Das kannst soweit treiben das um die 4to in den Unterlenkern hängen, plus die Radgewichte, also ich denke in dem Fall hätten Zwillinge schon nochmal einiges gebracht, Flächendruck fürn Schlepper kann man sich mit der Ultima schon organisieren. - In der ersten Szene, bei 1:50min hat er das übrigens nicht gemacht, deswegen schmiert der Schlepper so rum.  
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: EWD am 29. März 2013, 18:04:32
Hallo Tim,

ich habe nicht die Ultima, sondern eine umgebaute
Jockey, auch von Köckerling, da brauche ich nicht
so wahnsinnig viel PS und habe die Möglichkeit der
Unterfußdüngung.
Isobusfähig, bei mir aber WTK 130 Terminal.
Finde die Bedienung ganz ok, bis auf die Start-Stopp
Funktion, die wesentlich deutlicher anzeigen sollte.

Gruß  Ernst
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Henrik am 29. März 2013, 21:13:50
@Olli

die werden die Drille ja nicht ohne Grund anders konstruiert haben, was ist denn der Vorteil der jetzigen anhängung?

@Ernst

Warum hast du die STS Walze gegen die Federstempelwalze getauscht?

Gruss

Henrik
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Euro-T am 29. März 2013, 21:32:40
@Olli

die werden die Drille ja nicht ohne Grund anders konstruiert haben, was ist denn der Vorteil der jetzigen anhängung?

Man wollte den Saattank weiter nach vorne bringen und a là Pronto quer stellen um der kürzeren Bauform Rechnung zu tragen. Das bringt Vorteile für die Traktion zum Einen, zum anderen wirkt sich das Gewicht über wechselnde Behälterfüllungen nicht so eklatant auf das Gewicht auf den Sääaggregaten aus.

Im Kern auch eigentlich nicht dumm, gibt halt auch paar Nachteile dafür die je nach Kunde wohl mehr oder weniger schwer wiegen.
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: piotri am 29. März 2013, 21:43:19

Jein. Man sieht im Video ab 3:47min das der Fahrer sich über die Deichsel Traktion von der Maschine beschafft, zu erkennen an den weit ausgehobenen Unterlenkern. Das kannst soweit treiben das um die 4to in den Unterlenkern hängen, plus die Radgewichte, also ich denke in dem Fall hätten Zwillinge schon nochmal einiges gebracht, Flächendruck fürn Schlepper kann man sich mit der Ultima schon organisieren. - In der ersten Szene, bei 1:50min hat er das übrigens nicht gemacht, deswegen schmiert der Schlepper so rum.  

Das koennte ich selber schteiben. So erkennt man einen Profi ;)
Habe erst spaeter erkant das ich so den Shlupf besser unter Kontrolle halten kann.
Was ich noch an der Drille mag ist das ich Leguminosen richtig Tief drillen kann. Ich wollte dazu noch schmaelere Zinken verbauen - HTU hat mir Probeweise die Allrounder Schaare angepasst. War sehr zufrieden damit. Leider ist das Shaar zu kurz und das ECO45 hat einen anderen Radius der nicht passt.

@EWD

Dein Aufbau interessiert mich brennend.
Da ich noch einen Horsch Saehwagen mein Eigen nennen kann, habe ich mir so ein Aufbau auch vorgestellt. Weizen nach Raps und Raps nach Leguminosen koennte ich dann in einer Ueberfahrt erledigen
Waehre es da nicht einfacher die Saehaggregate vor die STS zu montieren?


die werden die Drille ja nicht ohne Grund anders konstruiert haben, was ist denn der Vorteil der jetzigen anhängung?


Keine Ahnung. Um erlich zu sein bin ich wirklich der Meinung das das eine Desighn-Marketig entscheidung war. Was sie vielleicht besser kann als die Alte ist das einebnen Gepfluegter und unebener Fender durch die Shleppshiene. Aber wenn das noetig ist, dann wurden woanders Fehler gemacht.
Die zweite Sache ist das beladen mit Tele oder Frontlader. Bei der Alten gingen eigentlich nur 50 kg Saecke hochschleppen oder big bags. Wenn du eine Beladeschnecke hattest, koentest Du noch direkt vom Anhaenger beladen.


MfG Piotrek
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Euro-T am 29. März 2013, 21:56:43

Was sie vielleicht besser kann als die Alte ist das einebnen Gepfluegter und unebener Fender durch die Shleppshiene. Aber wenn das noetig ist, dann wurden woanders Fehler gemacht.

Da sind wir absolut einer Meinung. - mal wieder  ;) Hab noch nie ein Crossboard vermisst.

Die zweite Sache ist das beladen mit Tele oder Frontlader. Bei der Alten gingen eigentlich nur 50 kg Saecke hochschleppen oder big bags. Wenn du eine Beladeschnecke hattest, koentest Du noch direkt vom Anhaenger beladen.

Da sprichst du in meinen Augen einen weiteren Vor- als auch Nachteil an. Klar kommt man jetzt zum beladen per Rad-, Telelader etc. besser in den Tank als früher durch die Revisionsklappe - und als mehr konnte man das Mannloch wirklich nicht bezeichnen. Hat mich aber nie sonderlich gestört, denn hier läuft 99% des Saatguts durch die Drilleneigene Schnecke in den Tank. Und ratet mal was es heute nicht mehr gibt ? Genau, die Befüllschnecke an der Drille. Da ist nach letztem Kenntnisstand selber basteln angesagt. Für mich nicht kaufentscheidend, aber nervig.
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Henrik am 29. März 2013, 23:10:46
@Olli

Auch wenn es OT ist. Ich wäre froh die Schnekcen vom Hof verbannt zu haben. gut ihr macht Saatgut selbst. Aber beladen per Schnecke, die Drille möchte ich nicht mehr. Wäre für mich absolutes NoGO.
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: ct am 29. März 2013, 23:16:27
Henrik, wie befüllst Du denn deine Drille?
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Henrik am 29. März 2013, 23:31:12
Henrik, wie befüllst Du denn deine Drille?

So

http://www.agrowissen.de/de/forum/index.php?topic=5425.msg74326#msg74326

Möchte das auch nicht mehr missen! Früher per Sack, dann jahrelang lose per Schnecke. Da ich das Drillen selbst mache, meistens dabei allein bin, für mich die einfachste Möglichkeit. In die Drille passen 2 volle BigBags rein. Habe die selbst nachts und allein in ein paar Minuten gefüllt.

Make it simple  ;)
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: EWD am 29. März 2013, 23:35:58
Hallo,

das ist nicht einfacher Tausch STS-Walze gegen Federstempel,
sondern ich habe den säenden Nachläufer von HEKO angebaut.
Damit erfolgt die Saatgutablage zwischen den Federringen.

Vorn ist jetzt Saatbettbereitung per Allrounder mit der
Möglichkeit Dünger auszubringen, oder 2.Sorte Saatgut
Unterschiedlich tief auszubringen.
Hinten habe ich das Hendlmeiersystem mit exakter Drillsaat
mit verstopfungssicheren Scharen.

Das ganze hatte ich schon mal vorgestellt.
Zur Frühjahrsbestellung und Maisaussaat mache ich Fotos
und vielleicht einen Feldbegang.

Gruß  Ernst
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Euro-T am 29. März 2013, 23:40:04
Auch wenn es OT ist. Ich wäre froh die Schnekcen vom Hof verbannt zu haben. gut ihr macht Saatgut selbst. Aber beladen per Schnecke, die Drille möchte ich nicht mehr. Wäre für mich absolutes NoGO.

Ja, ich weiß. Das ist für mich eines der Themen wo ich keinen mm diskutiere, ich kann die Säcke partout nicht ausstehen, gibt für mich nicht einen Vorteil ggü loser Ware, ausgenommen Restmengen die übers Jahr gelagert werden müssen.
Einen Saatgutkipper fährt jeder Dödeltraktor, da ist das Sacksystem schon aufwendiger mit füllen, leeren, Frontlader brauchts auch...
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Henrik am 30. März 2013, 00:26:07
Auch wenn es OT ist. Ich wäre froh die Schnekcen vom Hof verbannt zu haben. gut ihr macht Saatgut selbst. Aber beladen per Schnecke, die Drille möchte ich nicht mehr. Wäre für mich absolutes NoGO.

Ja, ich weiß. Das ist für mich eines der Themen wo ich keinen mm diskutiere, ich kann die Säcke partout nicht ausstehen, gibt für mich nicht einen Vorteil ggü loser Ware, ausgenommen Restmengen die übers Jahr gelagert werden müssen.
Einen Saatgutkipper fährt jeder Dödeltraktor, da ist das Sacksystem schon aufwendiger mit füllen, leeren, Frontlader brauchts auch...

Na Ja, gibt auch andere Möglichkeiten selbst Saatgut zu machen und das ohne Schnecke und BigBag. Mal nach runter nach Österreich wink  ;D
Da reicht dann auch Telelader, Stapler oder etc.
Dödeltraktor ist hier nicht vorhanden und auch nicht geplant  ;)
Anhänger muss ich hochkippen, Schnecke laufen lassen, das ganze am Ende verteilen. Beim BigBag mache ich einen nach hinten, einen nach vorne und weiter gehts  ;D

@Ernst

Ja du hast es schon vorgestellt. Finde es auch sehr interessant! Nur habe ich noch im Kopf ein Problem mit der Ablage bei einen solchen System! Köckerling Boxer ist ja ähnlcihes System wie deins. Nur eine Saat ohne Schare kann ich mir derzeit halt nicht vorstellen.

Vielleicht musst ja mal Feldbegehung machen damit ich auch überzeugt werde  ;)

Gruss

Henrik
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Euro-T am 30. März 2013, 00:54:59
Auch wenn es OT ist. Ich wäre froh die Schnekcen vom Hof verbannt zu haben. gut ihr macht Saatgut selbst. Aber beladen per Schnecke, die Drille möchte ich nicht mehr. Wäre für mich absolutes NoGO.

Ja, ich weiß. Das ist für mich eines der Themen wo ich keinen mm diskutiere, ich kann die Säcke partout nicht ausstehen, gibt für mich nicht einen Vorteil ggü loser Ware, ausgenommen Restmengen die übers Jahr gelagert werden müssen.
Einen Saatgutkipper fährt jeder Dödeltraktor, da ist das Sacksystem schon aufwendiger mit füllen, leeren, Frontlader brauchts auch...

Na Ja, gibt auch andere Möglichkeiten selbst Saatgut zu machen und das ohne Schnecke und BigBag. Mal nach runter nach Österreich wink  ;D
Da reicht dann auch Telelader, Stapler oder etc.
Dödeltraktor ist hier nicht vorhanden und auch nicht geplant  ;)
Anhänger muss ich hochkippen, Schnecke laufen lassen, das ganze am Ende verteilen. Beim BigBag mache ich einen nach hinten, einen nach vorne und weiter gehts  ;D

Anhänger wird in die Gemarkung gezerrt, hochgekippt, Hahn zu, abhängen, heimfahren. Schnecke ist an der Drille, da gehört sie auch hin.
Dein Traktor mit dem Frontlader ist ja in dem Moment der Dödeltraktor den ich für meinen Hänger brauche, bloß langt bei mir ein 100 PS Traktor mit einfachwirkendem Steuergerät.
Und wie gesagt, ich wüsste auch garnicht wie ich aus dem Mischer in den Bigbag reinkommen sollte und wie ich die Ultima vernünftig füllen sollte. Zwei BB sind zwar reinzubekommen, aber dann muß man schon mit der Schippe ran und das geht denkbar schlecht wenn der BB im Loch hängt. Und mit kleinen und großen BB anfangen..ich glaube noch... Hab da bei 30to/a rum auch einfach keine Lust zu mich da rumzuquälen.
Feldbefüllung wäre mangels geländegängigem Lader gänzlich ausgeschlossen, bin auch nicht gewillt in sowas zu investieren. 

Muß halt einfach für jeden passen, BB passt hier einfach garnicht. 
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Heiner am 30. März 2013, 07:51:51
Da sind wir absolut einer Meinung. - mal wieder  ;) Hab noch nie ein Crossboard vermisst.

Hallo,

In der alten Preisliste war das Crossboard noch serienmäßig mit drin, wenn nicht hätte ich beim Kauf darauf verzichten wollen.
Aber im Nachhinein gefällt es mir doch ganz gut, vor allem dass die Federn sehr weich sind. So laß ich es jetzt immer mit leichtem Druck mitlaufen, so daß es nicht schiebt.
Sinn der Arbeit ist dann noch etwas mehr Feinerde zu erzeugen und spitz stehende Steine flach hinzulegen, um die Gummis auf den Laufrollen zu schonen  ;).

Heiner
Titel: köckerling
Beitrag von: Tim am 31. März 2013, 14:04:15
Die Maschine ist mit der Zapfwellenölpumpe ausgerüstet. Ob das wirklich optimal ist wage ich zu bezweifeln. Bislang war ich es gewohnt den hydraulischen Gebläseantrieb über die Schlepperhydraulik mit Öl zu versorgen. Die Ölmengenschwankungen sind dann in Abhängigkeit der Motordrehzahl geringer als beim Zapfwellenpumpenbetrieb.
Ja hat uns auch nicht wirklich gefallen , gibts aber als Option auch wieder über Ölantrieb vom Schlepper...

Die Ansteuerung der Maschine erfolgt derzeit über ein 1800er J.D.-Display. Da die Drille Ansteuerungsmerkmale wie taskcontroller und sectin control (noch) nicht kann ist das aktuell ausreichend.
Klingt so als hättest du da schon einiges getunt  ;D

Lediglich das Bestätigen von Fehlermeldungen ist unschön, da die Schaltfläche dafür nur über das Rändelrad und nicht über Direktwahltasten angewählt werden kann. Schlimmstenfalls kann es dann passieren daß man das Dosiergerät stoppt anstatt die Fehlermeldung zu quittiren >:(.
Wir hatten diesen original Computer und normalerweise reicht mir schon die Klipserei auf dem Amatron-Ding, aber das war noch schlimmer und die Teile nehmen einen Platz weg... Wie gesagt , jedes stinknormale Handy erfüllt heutzutage mehr Funktinonen in einfacherer und verständlicherer Bauweise.

Mit dem Dosiergerät als solchem bin ich nicht ganz so glücklich. Da sind 4 Zellenräder auf einer Welle montiert, die jeweils mit einer kleinen Madenschraube fixiert werden.
Die reinigung ist auch nicht unbedingt schön... , es ist für mich doch etwas ... steinzeitlich... für ne neue maschine !

Das Thema Halbseitenabschaltung befindet sich bei Köckerling auch noch in der Entwicklung. Bislang soll man da im Verteilerkopf einen kleinen Blechstreifen einlegen, was aber absolut praxisfremd ist. Ich habe da jetzt in der Hälfte der Ausgänge Accord-Absperrschieber eingebaut.
...genauso wie diese Accord Klapp dingsdas (auch wenn sie dem geübten Benutzer bekannt und vertraut sind  ;D )


Ansonsten macht die Maschine von der Verarbeitung her einen soliden Eindruck.
Zu allen möglichen Einsatzbedingungen kann ich noch nichts berichten, da die Bestellbedingungen im letzten Herbst alle optimal waren.
Der Durchgang ist gewaltig, selbst nach Körnermais und flachem Grubberstrich war bei trockenem Maisstroh ein weitestgehend verstopfungsfreies Arbeiten möglich.

Jipp, genauso wie der Grubber , das System gefällt mir einfach!

Unser fendt 924 ist etwas aufgepimpt und hat die Drillmascine mit vollem Saatguttank überraschend leicht gezogen! (da sind wir von der 4m Cirrus anderes gewohnt!)
Ich möchte auch behaupten das die Arbeit der Zinken beim ersten Anblick überschätzt wird - die ebnen nichts ein! Sie öffnen den Säschlitz , mehr nicht - das krümeln und Drücken und einebnen kommt für mich mehr oder weniger über die Packer.

@ EWD
Tolle Kombination - nutzt du die Unterfussdüngung tatsächlich?

@ piotrek
danke für die Schilderungen wann setzt du die Flügelschare ein , hab das bis jetzt noch nie gesehen, nur mal ersatzweise bei den variogrubbern beim Stoppelumbruch gehört.

mfg tim
Titel: Säkombination HEKO - Köckerling
Beitrag von: Euro-T am 31. März 2013, 15:38:09
Die Maschine ist mit der Zapfwellenölpumpe ausgerüstet. Ob das wirklich optimal ist wage ich zu bezweifeln. Bislang war ich es gewohnt den hydraulischen Gebläseantrieb über die Schlepperhydraulik mit Öl zu versorgen. Die Ölmengenschwankungen sind dann in Abhängigkeit der Motordrehzahl geringer als beim Zapfwellenpumpenbetrieb.
Ja hat uns auch nicht wirklich gefallen , gibts aber als Option auch wieder über Ölantrieb vom Schlepper...

Vielleicht nochmal kurz hierzu. Ich fahre den ZW-Ölantrieb ja schon ein paar Jahre. Der einzige Nachteil der mir über all die Jahre begegnet ist, wurde hier noch garnicht angeführt. Und zwar haben wir das Problem das ich manchmal mit der Motordrehzahl noch weiter runter könnte, aber aufgrund der minimal brnötigten Gebläsedrehzahl "gefangen" bin.
Wobei ich den vollhydraulischen Antrieb nicht kenne, wieviel l/min brauch der denn ? Denn beim Fendt z.B. stehen höhere eingestellte Durchflußmengen ab 1100 U/min zur Verfügung, in den Bereich kommme ich mit der ZW auch schon fast, könnte aber vom leistungsbedarf manchmal noch weiter runter.
Grundlegend mag ich den vollhydraulischen Antrieb nicht, zum einen belastet er permanent völlig unnötigerweise das Ölsystem, zweitens hatte wir vor Jahren mal ne Väderstaad mit Ölantrieb ein paar Tage zur Vorführung, das hat mir so garnicht gefallen, da war die Problematik mit Drehzahl halten, ausheben, etc.. viel schlimmer als es eine ZW Pumpe jemals sein kann. Sowas käm mir nicht ins Haus.
Gerade ein Fabrikat macht da übrigens immer wieder Probleme wenn es um hydraulische Leistungen geht, also sollte gerade Heiner froh sein eine ZWpumpe zu haben. Kenne ein paar Beispiele die wieder auf ZWpumpe rückgebaut haben. 
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Tim am 31. März 2013, 21:55:54
es bleiben nach wie vor Feinheiten die das Programm abrunden würden , ich glaub wir spielen nächste Woche noch ein wenig mit der Ultima rum. Sommergerstenschneisen im mais drillen , dann ist mehr Zeit und nicht mehr so viel Hektik...

Ich denke ich meld mich nochmal wenn das wirklich mit der Primera klappen sollte, das ist für mich gegenwärtig auf unserem Standort die einzige vergleichbare Alternative.

mfg tim
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Euro-T am 01. April 2013, 02:06:10
Ich denke ich meld mich nochmal wenn das wirklich mit der Primera klappen sollte, das ist für mich gegenwärtig auf unserem Standort die einzige vergleichbare Alternative.
mfg tim

Über die Primera bin ich auch schon gestolpert, aber als vergleichbar würde ich sie nicht unbedingt einstufen.

- keine vernünftige Rückverfestigung
- wie will man denn mit diesen Gitterrädern eine Sääeinheit vernünftig führen ? Und wie siehts aus bei klebrigen Vehältnissen ? Denke da an Rohrstabwalzen, die dürften sich ähnlich verhalten, ich hab hoffentlich vor 15 Jahren die letzte in meinem Leben freigepult
- Der Saatgutbehälter läuft permanent auf Rädern -> ungleichmässige Rückverfestigung und bei kritischen Bodenverhältnissen möchte ich nicht       dabei sein
- Einstellung der Arbeitstiefe umständlich und wohl nur auf gut abgesetzten Böden vernünftig einzuhalten sein, denn s.o.
- das mit dem Striegelgebammsel geht garnicht

Nene, ich hab sie schon wieder verworfen, die Primera.



Titel: Re:Säkombination HEKO - Köckerling
Beitrag von: Henrik am 01. April 2013, 02:53:04
Die Maschine ist mit der Zapfwellenölpumpe ausgerüstet. Ob das wirklich optimal ist wage ich zu bezweifeln. Bislang war ich es gewohnt den hydraulischen Gebläseantrieb über die Schlepperhydraulik mit Öl zu versorgen. Die Ölmengenschwankungen sind dann in Abhängigkeit der Motordrehzahl geringer als beim Zapfwellenpumpenbetrieb.
Ja hat uns auch nicht wirklich gefallen , gibts aber als Option auch wieder über Ölantrieb vom Schlepper...

Vielleicht nochmal kurz hierzu. Ich fahre den ZW-Ölantrieb ja schon ein paar Jahre. Der einzige Nachteil der mir über all die Jahre begegnet ist, wurde hier noch garnicht angeführt. Und zwar haben wir das Problem das ich manchmal mit der Motordrehzahl noch weiter runter könnte, aber aufgrund der minimal brnötigten Gebläsedrehzahl "gefangen" bin.
Wobei ich den vollhydraulischen Antrieb nicht kenne, wieviel l/min brauch der denn ? Denn beim Fendt z.B. stehen höhere eingestellte Durchflußmengen ab 1100 U/min zur Verfügung, in den Bereich kommme ich mit der ZW auch schon fast, könnte aber vom leistungsbedarf manchmal noch weiter runter.
Grundlegend mag ich den vollhydraulischen Antrieb nicht, zum einen belastet er permanent völlig unnötigerweise das Ölsystem, zweitens hatte wir vor Jahren mal ne Väderstaad mit Ölantrieb ein paar Tage zur Vorführung, das hat mir so garnicht gefallen, da war die Problematik mit Drehzahl halten, ausheben, etc.. viel schlimmer als es eine ZW Pumpe jemals sein kann. Sowas käm mir nicht ins Haus.
Gerade ein Fabrikat macht da übrigens immer wieder Probleme wenn es um hydraulische Leistungen geht, also sollte gerade Heiner froh sein eine ZWpumpe zu haben. Kenne ein paar Beispiele die wieder auf ZWpumpe rückgebaut haben. 

Sehe das komplett anders  ;)

Unsere Väderstad hatte am Anfang noch ne Zapfwelle als Antrieb, habe das nach paar Jahren auf Hydraulik umgerüstet. Möchte den Hydraulischen Antrieb heute nicht mehr missen! Haben den auch bei der Spritze etc.

Muss grinsen, wir kommen ja von Fendt und sind bei JD gelandet, habe genau die umgekehrten Erfahrungen gemacht!. Die JD kommen mit den Hydraulischen Antrieb deutlich besser zurecht als die Fendt damals. Zur Leistung bzw. Ölmenge der Ultima kann ich nix sagen. Bei der Rapid würde ich behaupten haben mind. 90 % heute den hydraulischen Antrieb.

Gibt für mich nix besseres an Steuerung als über die Hydraulik. Durch die danmiligen auch langen Erfahrungen, möchte ich auch nicht wieder zu irgendwelche Zapfwellen Dingen zurück.

Gruss

Henrik
Titel: Re:köckerling
Beitrag von: piotri am 01. April 2013, 08:44:59
@ piotrek
danke für die Schilderungen wann setzt du die Flügelschare ein , hab das bis jetzt noch nie gesehen, nur mal ersatzweise bei den variogrubbern beim Stoppelumbruch gehört.


Fuer den ganzflaechigen Schnitt bei der ersten Stoppelbearbeitung/Zwischenfruchtsaat. Das funktioniert sehr gut. Werde dieses Jahr mal mit den normalen Schaaren versuchen.


Vielleicht nochmal kurz hierzu. Ich fahre den ZW-Ölantrieb ja schon ein paar Jahre. Der einzige Nachteil der mir über all die Jahre begegnet ist, wurde hier noch garnicht angeführt. Und zwar haben wir das Problem das ich manchmal mit der Motordrehzahl noch weiter runter könnte, aber aufgrund der minimal brnötigten Gebläsedrehzahl "gefangen" bin.


Diese Beobachtung habe ich auch gemacht. Ob das wirklich so ausschlaggebend ist das würde ich erst wissen, wenn ich ein Voll hydraulischen Antrieb hätte. Aber im Augenblick ist das nicht ganz oben auf meiner "Pimp" Liste ;D
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Heiner am 01. April 2013, 16:59:59
Vielleicht nochmal kurz hierzu. Ich fahre den ZW-Ölantrieb ja schon ein paar Jahre. Der einzige Nachteil der mir über all die Jahre begegnet ist, wurde hier noch garnicht angeführt. Und zwar haben wir das Problem das ich manchmal mit der Motordrehzahl noch weiter runter könnte, aber aufgrund der minimal brnötigten Gebläsedrehzahl "gefangen" bin.

Hallo Euro-T,
hallo piotrek,

der Unterschied zwischen uns ist halt der daß mein Oldtimer a) schwach motorisiert(200PS) und b) ein Lastschaltgetriebe(16/4) hat.
Wenn da über 350 PS vor der Drille hängen, dann ist klar dass man dann untertourig arbeiten kann, und in der Kombination mit dem Variogetriebe kann dann mit konstanter Motordrehzahl und somit auch mit konstanter Zapfwellendrehzahl gefahren werden.
Ich brauche aber für das Lastschaltgetriebe ein breiteres Drehzahlband, das bei mir zwischen 1500 und 1800 U/min liegt. Das hat zur Folge daß auch die Zapfwellendrehzahl schwankt und somit auch die Ölfördermenge der Zapfwellenpumpe und damit auch die Gebläsedrehzahl.
Ich bin, wie bekannt schon etliche Jahre mit einer 6m-Zinkendrille mit hydraulischem Gebläseantrieb mit etwas geringerem Zugkraftbedarf gefahren, da kannte ich diese Drehzahlschwankungen des Gebläses nicht, das lief mit konstanter eingestellter Drehzahl.
Über den Ölbedarf der Ultima bin ich mir jetzt nicht mehr ganz so sicher, ich meine der läge bei 40 oder 45 l/min.


Heiner
Titel: Re:Säkombination HEKO - Köckerling
Beitrag von: berci am 01. April 2013, 17:45:24
Zitat
Sehe das komplett anders  ;)

Unsere Väderstad hatte am Anfang noch ne Zapfwelle als Antrieb, habe das nach paar Jahren auf Hydraulik umgerüstet. Möchte den Hydraulischen Antrieb heute nicht mehr missen! Haben den auch bei der Spritze etc.

Muss grinsen, wir kommen ja von Fendt und sind bei JD gelandet, habe genau die umgekehrten Erfahrungen gemacht!. Die JD kommen mit den Hydraulischen Antrieb deutlich besser zurecht als die Fendt damals. Zur Leistung bzw. Ölmenge der Ultima kann ich nix sagen. Bei der Rapid würde ich behaupten haben mind. 90 % heute den hydraulischen Antrieb.

Gibt für mich nix besseres an Steuerung als über die Hydraulik. Durch die danmiligen auch langen Erfahrungen, möchte ich auch nicht wieder zu irgendwelche Zapfwellen Dingen zurück.

Gruss

Henrik


Hallo Henrik,

wir kommen zwar jetzt etwas o.T, aber ich möchte auch noch meinen Senf dazugeben.
Du solltest nicht einen alten Fendt mit einem neueren John Deere vergleichen. Der Fendt Vario mit eigebautem Terminal und serienmaessigen elektromagnetischen Steuerventilen (ca ab Baujahr2002) hat ein soggenanntes Prioritaetsventil. Dieses Steuergeraet betreibt dann meist den Ölmotor ohne jeglichen Drehzahlschwankung. Mein jüngerer John Deere 7530 ist dagegen eine einzige Katastrophe. Wir mussten den Antrieb der Spritzenpumpe wieder rückumbauen auf Zapfwelle. Immer wenn das Distanc Controll gearbeitet hat, gabs Schlaege auf den Pumpenantrieb. Der amerikanische 7830 und der 6R kennen dieses Problem dagegen nicht.
Ich bin im Moment auch wieder dabei auf rein John Deere umzustellen, aber in diesem Fall muss ich den Fendt etwas in Schutz nehmen.

Berthold
Titel: Re:Säkombination HEKO - Köckerling
Beitrag von: Franzl am 01. April 2013, 21:43:59
Der Fendt Vario mit eigebautem Terminal und serienmaessigen elektromagnetischen Steuerventilen (ca ab Baujahr2002) hat ein soggenanntes Prioritaetsventil. Dieses Steuergeraet betreibt dann meist den Ölmotor ohne jeglichen Drehzahlschwankung.


So ein Prioritätsventil hatte schon der GT der letzten Baureihen, und zwar mit mechanischen Steuergeräten, von Terminal ganz zu schweigen....  ;)
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Heiner am 02. April 2013, 11:23:32
Die Ansteuerung der Maschine erfolgt derzeit über ein 1800er J.D.-Display. Da die Drille Ansteuerungsmerkmale wie taskcontroller und sectin control (noch) nicht kann ist das aktuell ausreichend.
Klingt so als hättest du da schon einiges getunt  ;D

Hallo Tim,

nein, getunt habe ich nichts, lediglich den Stecker eingesteckt.

Ich hatte mich besonders in der Anfangs(Übungs)-zeit darüber geärgert, dass ich schon mal aus Versehen (beim Bestätigen von Fehlermeldungen) das Dosiergerät gestoppt habe, und ich dann erst durch Kontrolle auf dem Acker ungefähr den Punkt wiedergefunden habe wo das passiert war, was besonders im Dunkeln nicht so prickelnd ist  >:(.

 Da hatte ich doch geglaubt, daß ich das auf der Bedeckungskarte hätte sehen müssen, aber mangels Taskcontroller geht das (noch) nicht. Lt. Auskunft von Köckerling arbeitet man daran.
Ich bin mal gespannt.

Heiner
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Heiner am 11. April 2013, 08:31:39
Hallo Tim,

so sieht das dann auf dem 1800er Display aus :



(Bildanhänge sind nur für eingeloggte User sichtbar)
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Tim am 15. April 2013, 21:30:37
oha, profilösung - dafür haben uns wohl die grauen zellen gefehlt - wird ja sicherlich beim Fendt924 auch gehen  :nixweiss:

mfg tim
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Tim am 07. Mai 2013, 17:38:50
über 78.000 Netto , ganz schön fett dafür das ich mir sicher bin das die Gummis an den Packerrollen bei unseren Steinen ruckzuck zerschnitten sein werden, zweiter Verteilerkopf und Saatgutüberwachung nur mit Aufpreis laufen , der Saatguttank bei eingeklappter Maschine nicht aufzumachen ist (Planenrolle klemmt zwischen Rahmen und Tank)

ich wäre mit dem spartanischen Eindruck der Maschine schon klar gekommen, für die Saatgutverteilung hatte ich in etwa schon eine Idee, das mit dem Drillmaschinenterminal hätten wir bestimmt auch noch auf den FendtBildschirm bekommen, aber dafür das die ganze geschichte einfach nur ein wenig windschnittiger designed wurde und ein Hydraulikzylinder an der Zugdeichsel eingespart wurde will ich bald 15.000€ Mehrpreis zum Vorgängermodell auch nicht akzeptieren - so hundertprozentig war die Vorführung definitiv nicht!

aber nun gut , gibt noch Alternativen die im herbst anrücken sollen , mal schauen wie die sich machen.

mfg tim
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Simon am 07. Mai 2013, 18:40:30
über 78.000 Netto , ganz schön fett dafür das ich mir sicher bin das die Gummis an den Packerrollen bei unseren Steinen ruckzuck zerschnitten sein werden, zweiter Verteilerkopf und Saatgutüberwachung nur mit Aufpreis laufen , der Saatguttank bei eingeklappter Maschine nicht aufzumachen ist (Planenrolle klemmt zwischen Rahmen und Tank)

ich wäre mit dem spartanischen Eindruck der Maschine schon klar gekommen, für die Saatgutverteilung hatte ich in etwa schon eine Idee, das mit dem Drillmaschinenterminal hätten wir bestimmt auch noch auf den FendtBildschirm bekommen, aber dafür das die ganze geschichte einfach nur ein wenig windschnittiger designed wurde und ein Hydraulikzylinder an der Zugdeichsel eingespart wurde will ich bald 15.000€ Mehrpreis zum Vorgängermodell auch nicht akzeptieren - so hundertprozentig war die Vorführung definitiv nicht!

aber nun gut , gibt noch Alternativen die im herbst anrücken sollen , mal schauen wie die sich machen.

mfg tim

Moin,

was fuer Maschinen willst du noch testen und was konkret fuer Anforderungen stellst du an die Maschine?

Gruss
M
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Euro-T am 07. Mai 2013, 18:44:44
über 78.000 Netto , ganz schön fett dafür das ich mir sicher bin das die Gummis an den Packerrollen bei unseren Steinen ruckzuck zerschnitten sein werden [.....]

Unterschätz die Gummis nicht, die halten schon...öhm :-[... nein aber das geht wirklich besser als man glauben mag, kenne ein paar Leute die z.T. auf Basalt mit der Drille fahren, da sind die Gummis das kleinere Problem.

78 k€ kost` die mittlerweile ? Bleibt die Frage wo der Wettbewerb steht...
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Tim am 07. Mai 2013, 22:28:32
Im Herbst soll ich nun endlich auch mal ne Amazone Primera bekommen , da könnte ich mir auf grund des Aufbaus und der Scharform durchaus vorstellen das dort auch noch die Möglichkeit bestünde Düngerscharschritte mit einzubauen + extra Düngertank etc. , das wäre dann natürlich auch klasse, bei der Köckerling fehlt für sowas irgendwo der Platz (aber man muss sich bei der sache halt auch erstmal gewiss werden ob das wirklich sinnvoll ist, es wird wohl auch erst inen Aha Effekt im praktischen Einsatz geben können...)

muss ja jetzt nicht heißen das die absolute Oberhammer wird, aber ich lass mich definitiv auch auf keinen Kuhhandel bei solchen Preisen ein - die Grundausstattung vergoldet und Extras werden dann als Platin verkauft - vielleicht fehlen da am Markt die Innovationen das mal wieder ein bisschen Leben ins Geschäft kommt...

@ euro-t
ich denke Väderstad ist im gleichen Preisraum , mit der ähnlichen Grundausstattung nur das man dort beim zählen der drehbaren Teile + Lager schon gar nicht mehr mit einer Hand auskommt , das ist dann doch was anderes, wiederum aber dasselbe Spiel , denn dort ists dann auch nur die 0815-Russland edition ohne technische Raffinesen.
Ich denke ich hätte mir die fehler die dran waren schon noch hübsch gemacht , aber nicht so - jetzt muss ich die Vorführung bezahlen , auch n ganz schöner Brocken, dafür das wir den Kasten auch noch zweimal übern Thüringer Wald gebuckelt haben, aber das ist mir auch Egal , bin da nicht traurig drum das der Deal nicht geklappt hat - so super krass über giga toll war sie nun auch wieder nciht. (das Konzept gefällt halt , nur die Haarfarbe, und die Zähne , und eventuell etwas weniger MakeUp oder vielleicht umverteilt....  ;D)

mfg tim
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Euro-T am 07. Mai 2013, 22:41:20
Wer issen eigentlich bei dir zuständig ? Der Arnd noch ?

Und bei den vorhandenen Alternativen und deinen Wünschen prophezeie ich das du nächsten Herbst irgendwann nochmal an die Ultima denkst..  ;D
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Tim am 07. Mai 2013, 22:46:21
ja klar - aber nicht so

vielleicht macht der Arndt sich ja mal Gedanken , aber ich denke eher nicht , er wirds relaxt sehen , vielen meiner Kollegen scheint in der Hinsicht das Geld locker zu sitzen - ich geb da vielleicht in Pflanzenschutzsachen hier und da den ein anderen Euro schneller aus , aber bei der Geschichte heute brauchte ich keine Sekunde für die Entscheidung

Die Säschlauchüberwachung sollte knapp 5000€ Aufpreis kosten...

mfg tim
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Euro-T am 07. Mai 2013, 23:02:10
 Die Dinger gehen halt derweil auch wie geschnitten Brot, da kann man den Preis auch ganz entspannt aussprechen.

Bei mir in der Nachbarschaft ist vor kurzem ne ganz leicht Gebrauchte (~300ha)  weggegangen, hat er dir die nicht angeboten ?
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Tim am 07. Mai 2013, 23:26:36
nein  :blink: ob er sich wohl nochmal meldet ? Wer weiß , hab jetzt erst mal andere Baustellen und mir kanns auch einfach mal eiskalt n Rücken runterrutschen ob jemand für drei Telefongespräche ne ordentliche Verkaufsprovision einstreicht, ob das nun Väderstad, Köckerling , Lemken oder sonst was ist - ich hab sie langsam alle n bissl satt - ändert sich wahrscheinlich wieder wenn der Antrag draussen und der erste Schnitt drinnen ist , mal schauen was ich dann noch organisiert kriege.

mfg tim
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: guest10686 am 08. Mai 2013, 07:37:22
Mich würde mal interessieren, wie EWD's Maschine (ohne Fronttank) preislich zum Vergleich liegen würde ....
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: EWD am 08. Mai 2013, 09:55:26
Hallo,

einfachere Technik bedingt auch einen anderen Preis.
Durch den HEKO Umbau hat sich die Zinkendrille natürlich
verteuert, liegt aber noch deutlich unter dem Preis einer Ultima.

Gruß  Ernst
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Heiner am 08. Mai 2013, 10:34:12
Hallo,

wenn ich die Preise so lese, dann glaube ich allen Beteuerungen des statistischen Bundesamtes nicht dass wir keine Inflation haben... aber leider Tim, das wirst Du auch merken sind andere Fabrikate nicht unbedingt billiger, alle können es sich momentan leisten kräftig an der Preisschraube zu drehen, da die Maschinenabsätze ja florieren.

Heiner
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Tim am 08. Mai 2013, 10:53:54
so im nachhinein hätte ich mir mal nen Preis für den 8m Tross machen lassen sollen, wär vielleicht auf die m hin noch interessanter gewesen und diese zusammengezwängte Bauweise hätte sich aufgelöst  ;D aber dafür müßen wir erstmal wieder die tiefgestapelten Goldbarren vom Feld holen...

mfg tim
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: tomtex am 08. Mai 2013, 12:19:22
Zitat
Na bei dem Preis festigt sich bei mir ja wieder der Entschluss die nächste Drillmaschine selbst zu bauen. Selbst wenn man die Säschare und Verteiler usw. einkauft uns sich für manche Sachen Hilfe vom Schlosser o.ä. holen muss kommt man wohl kaum auf den Preis. Oder eben wie Ernst Teile kombiniert.

Selberbauen mag evtl. günstiger werden, aber was ist mit dem Rattenschwanz hintendran ? Werk kauft sowas in X Jahren dann mal ? Wennst garnicht mit dem Wiederverkauf planst, dann kannst du von einer Neumaschine in dem besprochenen Kaliber mal bestimmt 25.000€ abziehen, dann darf der Eigenbau noch 53.000 € kosten - oder du fährst ihn bis er auseinanderfällt und gibst dann aber einen Kompromiss an die Einsatzsicherheit.
Mit Ersatzteilen isses ja dann auch so ein Ding, alles was dir ein Schlosser dreht/brennt/fräst wird wohl nicht so über Nacht zu bekommen sein, muß ja auch irgendwo kalkuliert werden.
Und eine Eigenkonstruktion hat i.d.R. auch immer mit Rückschlägen in der Bauphase zu kämpfen die nicht selten auch Geld kosten.

Aus bestehenden Agreggaten kombinieren wie es Ernst gemacht hat sehe ich da schon wieder entspannter.

 
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: berci am 29. September 2013, 09:53:13
Hallo,

ich beschaeftige mich im Moment etwas damit, meine schon etwas aeltere Pronto zu tauschen gegen eine Neue oder eine Zinkensaemaschine.
In wie weit findet mit der Ultima oder dem Sprinter ein ganzflaechige Bodenbearbeitung statt? Hintergrund der Frage ist, wenn zwischen letzter Bodenbearbeitung und der Saat etwas Zeit vergagen ist, wird dann neu aufgelaufenes Unkraut und Ausfallgetreide beseitig oder bedarf es einem extra Bodenbearbeitungsgang oder einer Glyphosatbehandlung?

Berthold
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Euro-T am 29. September 2013, 10:41:29
ich beschaeftige mich im Moment etwas damit, meine schon etwas aeltere Pronto zu tauschen gegen eine Neue oder eine Zinkensaemaschine.
In wie weit findet mit der Ultima oder dem Sprinter ein ganzflaechige Bodenbearbeitung statt? Hintergrund der Frage ist, wenn zwischen letzter Bodenbearbeitung und der Saat etwas Zeit vergagen ist, wird dann neu aufgelaufenes Unkraut und Ausfallgetreide beseitig oder bedarf es einem extra Bodenbearbeitungsgang oder einer Glyphosatbehandlung?

Die Ultima macht schon eine recht intensive Bodenbearbeitung, auch wenn man es ihr nicht ansieht. Der Strichabstand beträgt 19 cm netto, bei 6cm Scharbreite werden also knapp 30 % der Arbeitsbreite richtig bewegt. Plus den Nivellatoren und dem Striegel kann man wohl schon von einer guten Bearbeitung sprechen. Denke schon das es geht, auch wenn es nicht mein Gusto wäre auf den hiesigen Böden.

Probier`s halt einfach mal, bei solchen Summen würde ich generell nicht die Katze im Sack kaufen. Ich hab jetzt für die komplette Weizenaussaat eine Drille gemietet, da kann man sich mal mit allen erdenklichen Situationen anfreunden - oder auch nicht.
Muß ja nicht nur ein Fabrikat sein, aber bloß mal so`n Tag rumspielen und abends grad mal so mit den Grundfunktionen vertraut sein und daraufhin 50k€ + X ausgeben geht mal garnicht..
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: sten am 29. September 2013, 10:53:38
Habe ich nicht hier im Forum von jemanden gelesen, der an der Ultima Gänsefussschare verbaut und so eine ganzflächige Bearbeitung erreicht hat.
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Euro-T am 29. September 2013, 10:59:58
Habe ich nicht hier im Forum von jemanden gelesen, der an der Ultima Gänsefussschare verbaut und so eine ganzflächige Bearbeitung erreicht hat.

Ja piotri, unter anderem hier im Thema:

http://www.agrowissen.de/de/forum/index.php?topic=8767.msg184350#msg184350 (http://www.agrowissen.de/de/forum/index.php?topic=8767.msg184350#msg184350)
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: berci am 29. September 2013, 19:15:37
Hallo,

so direkt zu meinem Problem lese ich da aber auch nichts. Vielleicht kann piotri selber dazu etwas schreiben?

@Euro-T:  Was hat Du jetzt für eine Drille gemietet, wieder eine Ultima? Eine Ultima CS?

Berthold
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Euro-T am 29. September 2013, 19:30:45

@Euro-T:  Was hat Du jetzt für eine Drille gemietet, wieder eine Ultima? Eine Ultima CS?

Jepp, 6m. Hab aber erst knapp 100 ha damit gedrillt, wobei die schonmal recht angenehm von der Hand gingen.
Bis jetzt will ich es mal so beschreiben: an der Arbeitsqualität gibt es nix auszusetzen, ein paar kleine Details sind gewöhnungsbedürftig, aber nicht kriegsentscheidend.
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: berci am 29. September 2013, 20:13:14
Hallo Olli,

also ist der engere Scharabstand der CS kein zu grosser Nachteil?

Berthold
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Euro-T am 29. September 2013, 20:24:28
Hallo Olli,
also ist der engere Scharabstand der CS kein zu grosser Nachteil?
Berthold

Wenn du das auf Bedingungen mit hohen Pflanzenrückständen oder gar Direktsaat beziehst dann kann ich das ehrlich gesagt nicht beurteilen. Das sind für mich auch nicht die größten Prioritäten der Drille.
Ich glaube allerdings nach zehn Jahren Ultima pilotieren das nichtmal der Scharabstand/Durchgang das große plus ist, sondern die Druckrollen den r(w)ichtigen Effekt ausmachen. Zum Einen drücken sie alles vor dem Schar erstmal platt, somit ist die Pflanzenmasse schonmal nicht mehr so widerspenstig. Und sollte sich dochmal ein Butzel bilden so wird er von irgendeiner Rolle schon erwischt und vom Schar weggezogen, quasi wie wenn ich eine Klette um meinen Fuß rum habe und während dem laufen jemand anders auf einer Seite drauftritt, ums mal bildlich auszudrücken..

Das ganze funktioniert halt eben aber auch nur aufgrund des hohen Maschinengewichts, das will zwar gezogen sein, aber ist imho auch ein Geheimnis des Erfolgs. Und wie ja z.B. Tim auch schon bemerkt hat zieht sich eine 6m Ultima leichter als eine 4m Maschine des Wettbewerbs..
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: berci am 30. September 2013, 15:51:45
Hallo,

hat den hier im Forum jemand Erfahrungen mit dem Horsch Sprinter/Airseeder und mag darüber berichten? Mich interessiert in erster Linie das Gestern gefragte, aber auch die Tiefenführung und das Verschleissverhalten.

Danke
 

Berthold
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: tom82 am 30. September 2013, 18:11:41
Moin Euro-T

Drillen seit 3 Jahren mit der Ultima 3meter funktioniert soweit ganz gut aber jetzt stelle ich  fest das die Saattiefe stark variiert hattest du(oder ein anderer hier) damit schon mal Peobleme, Zinken sind neue dran!!! Kann es manchmal an den Zylindern liegen ?


Gruß tom
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Euro-T am 30. September 2013, 19:11:06
Moin Euro-T

Drillen seit 3 Jahren mit der Ultima 3meter funktioniert soweit ganz gut aber jetzt stelle ich  fest das die Saattiefe stark variiert hattest du(oder ein anderer hier) damit schon mal Peobleme, Zinken sind neue dran!!! Kann es manchmal an den Zylindern liegen ?


Gruß tom

Ultima oder Ultima CS ?

Variiert die Tiefe quer über die Maschine oder generell von Spur zu Spur, erklär das mal ein bißchen genauer ?
Es gibt das Phänomen bei geklappten Ultimas, da haben die Flügel manchmal Probleme wohl gemacht, bei 3m Maschinen hab ich das noch nicht gehört.

Welche Vorarbeit wurde gemacht ?

An den Zylindern kann es eigentlich nur insofern liegen als das sie undicht wären, das würde man aber gleich am Schwitzrand erkennen - oder es ist Luft im System, wurde mal ein Zylinder getauscht oder das System geöffnet ?

Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: tom82 am 30. September 2013, 20:10:57
Ultima keine CS... Habe zwei Saatreihen die flacher als die anderen säen sehe es beim Feldaufgang und wenn ich dann mal bisschen Grabe sieht man es auch das die zwei flacher sind....Vorarbeit köckerling quadro oder KSE... Zylinder sind optisch dicht an Luft habe ich auch schon gedacht mich aber noch nicht ran getraut zum entlüften(schon mal gemacht ?)....
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Euro-T am 30. September 2013, 22:02:59
Ultima keine CS... Habe zwei Saatreihen die flacher als die anderen säen sehe es beim Feldaufgang und wenn ich dann mal bisschen Grabe sieht man es auch das die zwei flacher sind....Vorarbeit köckerling quadro oder KSE... Zylinder sind optisch dicht an Luft habe ich auch schon gedacht mich aber noch nicht ran getraut zum entlüften(schon mal gemacht ?)....

Hier wäre jetzt relativ interessant welche Reihen genau das sind. Gibt neben den Zylindern verschiedene Möglichkeiten dann.

- Hangscheibe
- Spurreisser
- Nivellatoren
- Schlepperspur
- Walzenvorspannung, aber eher unwahrscheinlich denke ich

Vor Jahren hatte ich das System mal auf, habs auch irgendwie wieder korrekt zusammen und justiert bekommen, aber frag mich nicht wie das ging., is schon ne lange Weile her...
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: nofear am 30. September 2013, 22:31:16
@ berci: Hab den hier doch etwas geschmähten (aufgrund der ungenauen Tiefenablage des Saatgutes, weil nichttiefengeführte Zinken) Airseeder  ;D
Bisher ist immer was aufgegangen und gewachsen... evtl. fehlt aber für den Ackerbauprofi der letzte Doppelzentner. Aber für meinen Einsatzumfang und dem Kaufpreis der Alternativen ist das auch heute noch zu verschmerzen.

Hier laufen viele derartige Maschinen auch bei Großbetrieben, davon hab ich mich damals auch etwas leiten lassen, weil es bei denen ganz gut funktionierte und das auch schon länger und teilweise auch heute noch. Saattiefeneinstellung ist halt manchmal etwas kniffelig und wenn Saattank leer wird kann sich da auch etwas tun, da sich zumindest bei meiner 3m-Maschine viel vom Gewicht auf den Schlepperhinterreifen abstützt und die dann eben mehr oder weniger einfedern/einsinken. Kann/muss man eben mit etwas Erfahrung über die Heckhydraulik korrigieren.

Ansonsten muss der Acker vor der Saat aber sehr eben sein und auch am steileren Seitenhang laufen die unteren Schare gern tiefer, während die oberen zu flach laufen.  

Da gibt es ja wohl auch die Möglichkeit Gänsefußschare dranzubasteln, dann ist vollflächige Bearbeitung möglich.
Fahre selbst aber die Duettschare mit Flüssigdünger. Bei Direktsaat in die Stoppel/Zwischenfrüchte bleibt schon gut was stehen. Bei vorbearbeiteten Boden (Grubber/Scheibenegge), auch wenn es schon abgesetzt, und mit straffem Striegel hintendrann wird doch auch gut/intensiv bearbeitet. Kleines Unkraut im Keimblatt wird da sicher eliminiert.

Sind sehr steinreich (abrasiver Quarzkiesel). Die Scharspitzen mit den Hartmetalleinsätzen halten schon ganz gut.
In vorbearbeiteten Böden geht´s mit dem Verschleiß. Schlechter ist da schon Direktsaat in trockene, harte Stoppel.
So im Mischeinsatz mit max. 10% Direktsaat halten 12 Scharspitzen bei 3m bei mir so reichlich 500 ha. Verschleiß der keilförmigen Fußplatten und der seitlichen Plastikplatten kann ich noch nicht viel zu sagen, weil ich erst vor kurzem auf die Komplettmetallversion (der Fußplatten) umgerüstet habe.

Ansonsten möchte ich die Möglichkeit der Unterfussdüngung nicht mehr missen. Bes. zu Raps ohne Gülle, der auch im Herbst noch viel aufnimmt, und auch bei Sommerungen, wo man den Kompletten Dünger zur Saat geben kann. Muss aber von der Logistik viel passen.

Hoffe etwas geholfen zu haben.

MfG nofear      
    
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Mathias am 01. Oktober 2013, 21:39:04
Hallo Berci,

nach einer Drillsaison mit dem 4m Sprinter bin ich recht zufrieden.
Der Raps steht gut da, die Zwischenfrüchte auch.


Hier zu deiner Frage mal ein Bild, mit dem Duettschar wird keine ganzflächige Bearbeitung erreicht.
Jedoch reicht die Bearbeitung um kleine Unkräuter zu zerstören, da hab ich die selbe Erfahurng gemacht wie nofear.

Im Lager liegt auch ein Satz Gänsefußschare, damit ist eine ganzflächige Bearbeitung möglich.
Die kommen vielleicht nächstes Jahr zum Einsatz um mit der Roggensaat gleich noch eine Untersaat auszubringen.

Hier wurde die Mischung BetaMaxx von der DSV gesät+ Unterfußdünger
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: piotri am 06. Oktober 2013, 10:54:42
Hallo

Ich benutze schon seit 3 Jahren die HTU Profimix Schaare an der Ultima. Am Anfang fuer die Zwischenfruechte, heute fuer fast alles (ausser Leguminosen, wo ich tief in die Erde rein muss)
Wo shehe ich die Vorteile:
Dieses Jahr habe ich den Weizen im Hochschnitt geerntet und direkt Zwischenfrucht reingedrillt. Das war mit den Orginalschaaren was sich als Fehler erwies, weil ich dadurch nich so eine schoene  Mulchschicht obendrauf hatte. Bei uns war es danach trocken und die Zwischenfrucht ist sehr bescheiden aufgegangen( eine N Duengung waehre auch angebracht gewesen bei dem Strohmengen)
Dazu eine Frage - wenn ich das Stroh nicht einmische dann brauche ich nicht so viel N fuer die Mineralisation, oder?

Mit der Konstellation Ultima-HTU Profimix Schaar eruebrigt sich fuer mich eine KSE - sie ist jetzt das meistgenutzte Bodenbearbeitungsgereat auf dem Betrieb.
Falls noch Fragen offen sind einfavch schreiben.

Gruss Piotrek
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: tomtex am 06. Oktober 2013, 17:22:01
Falls noch Fragen offen sind einfavch schreiben.
Wie verändert sich denn der Zugkraftbedarf von Originalschar nach Gänsefußschar?
Wie kommt die Maschine mit Steinen zurecht (vor allem mit Gänsefußscharen)?
Hast du vielleicht Bilder von der Arbeit mit Gänsefüßen?
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: piotri am 06. Oktober 2013, 19:24:00
Hallo tomtex

Zum Zugkraftbedarf - ich konnte keine nenenswerte Steigerung erkennen, bin aber gut motorisiert (6m und 360PS). Letztens hatte ich einen 6210R mit DirectDrive zur Vorfuehrung. Hat die Drille mit 14 km/h gezogen (feld 15cm tief gegrubbert) und dabei 6,4 l/ha verbraucht mit transport zum feld (25km Gesamtstrecke).

Steine sind ueberhaupt gar kein Problem. Die Aufpanzerung haelt bombenfest. Sowieso hebt die Fuehrungsrolle den Zinken erstmal  an.

Hier ist ein Video, wo ich Weizen nachsaehen musste:

http://www.youtube.com/watch?v=bE3uTCSlhJI

Gruss

Piotrek
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: berci am 20. Oktober 2013, 12:24:45
Hallo,

also wir haben gestern und heute eine 4m Ultima zum testen da. Schöne Maschine mit vielen angenehmen Details und auch die Saat sieht gut aus. Das Geraet ist sehr massiv und scheint für die Ewigkeit gebaut zu sein. Das ist aber auch gleich ihr Hauptnachteil.
Die 4m Maschine wiegt 5200 kg und die 6m schlappe 9000 kg. Dieses Gewicht muss mann staendig über den Acker ziehen mit entsprechendem Einfluss auch auf den Kraftstoffbedarf. Unser 180 PS Traktor kommt damit nicht wirklich über 12 km/h. Die 6m Maschine wiegt 2500 kg mehr als die Horsch Pronto 6 DC. Das entspricht etwa einer kompletten Saatgutfüllung. Die 6m Maschine werde ich deshalb in leicht haengigem Gelaende nicht unter 300 PS fahren können. Diese grossen Traktoren laufen bei mir aber in der Bodenbearbeitung. Muss ich jetzt dazu noch einen grossen Traktor kaufen?
Wie sind Eure Erfahrungen diesbezüglich?

Olli: Mit was für einem Traktor zieht ihr die 6m Maschine?

Berthold
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: BNT am 20. Oktober 2013, 12:39:13
Werde ich zwar sicher wieder dafür kritisiert werden, aber musst du so schnell fahren? Bringt zwar Flächenleistung, kostet aber auch etwas.
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: tomtex am 20. Oktober 2013, 13:03:40
Werde ich zwar sicher wieder dafür kritisiert werden, aber musst du so schnell fahren? Bringt zwar Flächenleistung, kostet aber auch etwas.
Muss man nicht, aber wenn man bedenkt, dass eine Cambridgewalze pro m ca 600kg wiegt und eine Sämaschine das doppelte oder mehr kommt man schon irgendwie ins Zweifeln... Vor allem wenn man dann noch an Bodenverdichtung denkt...
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Amateur am 20. Oktober 2013, 13:14:12
Wie liegt im Gewichtsvergleich eigentlich die 3 Meter Version der Ultima ?
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Tim am 20. Oktober 2013, 13:37:34
unser aufgepumpter 240ps fendt kam damit spielend zurecht , ich denke 220 sollten aus auch tun , auch wenn sie dann "ausgelastet sind"

mfg tim
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Rabe am 20. Oktober 2013, 17:51:12
Wie liegt im Gewichtsvergleich eigentlich die 3 Meter Version der Ultima ?

Koeckerling 4185kg, Horsch Pronto 3345kg lt Prospekten
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Euro-T am 20. Oktober 2013, 20:01:15
Olli: Mit was für einem Traktor zieht ihr die 6m Maschine?

Berthold

Hier hängen 280 Pferde vor der Drille, ich muß zugeben das ich keins davon missen möchte, andererseits aber auch keine 100 mehr bräuchte.

In Zahlen heisste das: In der Ebene sind 15, 16 km/h kein Problem, weiter hab ichs nicht getestet denn gerade das war ja auch eine Zielsetzung der breiteren Maschine, eben nicht mehr mit Topspeed über den Acker blasen zu müssen.

Der Tempomat steht also auf 12 km/h, den steilsten Berg bin ich mit 7,5km/h hochgekommen, da war die Drille halbvoll. Das langt mir, geht ja nicht den ganzen Tag bergauf.

Über die komplett gedrillte Fläche haben wir einen 7,4l/ha Schnitt gefahren, damit kann ich erstmal leben, das ist ziemlich analog zur früheren Kombination 4m/200PS. Allerdings hat der Drillschlepper auch noch nicht die angdachte Bereifung drauf, denke das könnte auch nochmal was bewirken, sehen wir je nach Ausgang der Geschichte spätestens nächsten Herbst dann...

Die 9to Leergewicht der Drille sind wie lecker Essen & dick werden, man hätte gerne nur Eins, bekommt aber Beides.  Man merkt schon was da im Haken hinter einem hängt, gerade beim drehen im Hang. Köckerling hat die Drille aber ganz bewusst so schwer gebaut, im Moment des Arbeitens macht das auch Sinn, bloß ausgehoben ist das nicht so pralle. Denn an einigen(vielen..) Stellen wo wir mit der Drille übers gedrillte gefahren sind wächst:..nichts. Gottlob gemerkt bevor wir angefangen haben testweise erst die Vorgewende zu drillen. Bei normaler Verfahrensweise sieht man aber rein garnicht wo die Drille gedreht hat.




Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Heiner am 20. Oktober 2013, 20:11:59
Unser 180 PS Traktor kommt damit nicht wirklich über 12 km/h. Die 6m Maschine wiegt 2500 kg mehr als die Horsch Pronto 6 DC. Das entspricht etwa einer kompletten Saatgutfüllung. Die 6m Maschine werde ich deshalb in leicht haengigem Gelaende nicht unter 300 PS fahren können... Muss ich jetzt dazu noch einen grossen Traktor kaufen?

Hallo berci

die Frage hat mehrere Komponenten :
1. wie ist die Vorarbeit ? je besser die Rückverfestigung, desto geringer der Leistungsbedarf.
2. Wie ist der Schlepper ballastiert ? Mindestens genau so wichtig wie die Motorleistung ist die Ballastierung und die Bereifung um die Kraft auch auf den Boden zu bekommen.

Ich selber habe vor der 6m Maschine einen JD8100 hängen, dem zu seinen 185 DIN-PS (!) bei Nenndrehzahl noch ca. 20 extra Pferdchen spendiert wurden.
Im Normalfall fahre ich 12,5 km/h. Bei sehr gut rückverfestigten Bodenbedingungen sind im ebenen Gelände auch 14 km/h möglich. Am Hang ist dann aber bei 8 km/h das Ende der Gefühle erreicht. hier ist auch eine gute Zugkraftübertragung gefordert.

Wenn die Geschwindigkeit deutlich gesteigert werden soll, dann steigt der Kraftbedarf exponentiell an, dann ist Dein Schlepper definitiv zu schwach.

Heiner
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Kai am 20. Oktober 2013, 20:13:17
hatte gestern die ultima cs zum testen.6m.
nachbar hatte sie bekomen, dann konnten wir es auch gleich testen.
wir hatten 250ps davor und das brauch die maschine auch, besser 20-30ps mehr!
ich war überrascht das die maschine auch bei unsern ton gut ablegt.
die ablage ist nicht so supertoll, aber okay.
handhabung ist einfach, robust gebaut, gefällt mir.

in ein paar jahren vielleicht eine alternative.
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: tomtex am 20. Oktober 2013, 21:09:13
ich war überrascht das die maschine auch bei unsern ton gut ablegt.
die ablage ist nicht so supertoll, aber okay.
???
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Euro-T am 20. Oktober 2013, 22:06:19
ich war überrascht das die maschine auch bei unsern ton gut ablegt.
die ablage ist nicht so supertoll, aber okay.
???

Schliesse mich an: ???
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Klaus am 21. Oktober 2013, 08:22:11
ich war überrascht das die maschine auch bei unsern ton gut ablegt.
die ablage ist nicht so supertoll, aber okay.
???

Schliesse mich an: ???

Moin,

ein Versuch einer Erklärung. ;)

Die Ablage im Tonboden ist gut = ist okay aber eben nicht super toll.


Gruß
Klaus
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: berci am 02. November 2013, 13:10:50
Hallo,

inzwischen ist der Weizen aufgelaufen. Wieder so weit alles ganz schön und gut.
Nur: Am Seitenhang wo die Maschine etwas abdriftet siehts schlimm aus. Durch den weiten Scharabstand sind die Reihen nicht mehr nebeneinander, sondern ein wildes Durcheinander.
Hangscheiben waren keine montiert. Bringen die denn viel? Der Hang war übrigens noch nicht wirklich steil.

Berthold
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Euro-T am 02. November 2013, 13:38:15
Hallo,

inzwischen ist der Weizen aufgelaufen. Wieder so weit alles ganz schön und gut.
Nur: Am Seitenhang wo die Maschine etwas abdriftet siehts schlimm aus. Durch den weiten Scharabstand sind die Reihen nicht mehr nebeneinander, sondern ein wildes Durcheinander.
Hangscheiben waren keine montiert. Bringen die denn viel? Der Hang war übrigens noch nicht wirklich steil.

Berthold

Du hattest wirklich eine Ultima CS ?

Ich hab ja jetzt auch den direkten Vergleich Ultima / Ultima CS und muß sagen das die Reihenplatzierung am Hang um Welten besser geworden ist.

Bei der Ultima kenne ich es auch so, trotz zweier Hangscheiben, das die Reihen im Hang zusammenlaufen. Optisch nicht schön, ertraglich schwierig auszuwerten. Ich möchte mir eine Ultima ohne Hangscheiben erst garnicht vorstellen.

Die Ultima CS macht es deutlich besser: die kürzere Bauform der Schare, als auch die neue Anordnung der Hangscheiben (jeweils einem m von aussen weg statt vorher mittig nebeneinander) bringt enorm viel, am Seitenhang war schon beim drillen kaum Abdrift zu erkennen, das GPS ist kaum mehr als 20cm von der Idealline abgewichen (zum Vergleich: Ultima z.T. 80cm und mehr....) und jetzt nach Feldaufgang lässt sich optisch kein Unterschied zu einer angebauten Drille erkennen. Sehr schön!

Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: berci am 02. November 2013, 13:41:31

Ja, es war eine 4m CS. Aber wie schon geschrieben ohne Hangscheiben. Dann bringen die also sehr viel?

Berthold
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Euro-T am 02. November 2013, 13:45:06

Ja, es war eine 4m CS. Aber wie schon geschrieben ohne Hangscheiben. Dann bringen die also sehr viel?

Berthold

Definitiv! Wir haben bei der Ultima vor Jahren die Hangscheiben mal erneuert, obwohl die alten im Durchmesser "nur" knapp 10cm kleiner waren, war das ein Unterschied wie Tag und Nacht.

Und eben dann bei der CS die neue Platzierung, das scheint auch sehr viel auszumachen - weiß aber nicht wo die 4m die Scheiben sitzen hat...?

In jedem Fall kaufen.
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Georg am 02. November 2013, 14:33:20
Olli
Wurde es "richtig" was bringen wenn die Hangscheiben activ angesteuerd werden wuerden?
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Euro-T am 02. November 2013, 15:31:38
Olli
Wurde es "richtig" was bringen wenn die Hangscheiben activ angesteuerd werden wuerden?

Gute Frage... ich bin mir nicht sicher ob man die ~ 11to Kampfgewicht plus zusätzlich auftretender Scherkräfte mittels der Hangscheiben "gelenkt"  bekommen würde..

Werd die Tage mal Bilder vom Feldaufgang im Hang machen, ich persönlich wüsste nämlich garnicht ob es mir den Aufwand wert wäre, finde das so schon ziemlich brauchbar.
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: agri am 02. November 2013, 16:02:42
Hallo ,

Olli , bitte mach doch auch mal Bilder von dieser Hangscheibe und wie diese in der Maschine verbaut ist . Ist sowas auch am Grubber , dem Vario ?

Hab da mal auf der Homepage nach gesehen aber leider nichts richtiges gefunden  .

Gruß
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Euro-T am 02. November 2013, 16:09:37
Hallo ,

Olli , bitte mach doch auch mal Bilder von dieser Hangscheibe und wie diese in der Maschine verbaut ist . Ist sowas auch am Grubber , dem Vario ?

Hab da mal auf der Homepage nach gesehen aber leider nichts richtiges gefunden  .

Gruß

Mach ich.

Ein erstes Bild hänge ich mal unten an weils grad schon auf der Platte ist, neben dem Fahrwerk läuft die Hangscheibe. Da sieht man auch das die Scheiben ganz schön Tiefgang haben...



Beim Vario weiß ich es nicht, aber beim Quadro gibt es definitiv Hangscheiben, wüsste keinen Grund warum das beim Vario nicht gehen sollte.
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: agri am 02. November 2013, 16:46:43
Au ja , Tiefgang hat diese Scheibe ja aber ich kann mir beim besten Willen nicht Vorstellen das die Befestigung der Scheibe an dieser Stelle sowie Sie ausgeführt ist ( was ich aber nicht richtig sehen konnte ) die X Tonen Gewicht beim Abdriften im Hang festhalten  . Beim Grubber am Rahmen wäre das leichter einzusehen .

Aber warten wir mal ab was du uns noch zeigst .

Gruß
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Henrik am 02. November 2013, 17:00:30

Beim Vario weiß ich es nicht, aber beim Quadro gibt es definitiv Hangscheiben, wüsste keinen Grund warum das beim Vario nicht gehen sollte.


Gibt es auch beim Vario:

http://www.koeckerling.de/de/produkte/bodenbearbeitung/vario/technische-daten.html
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Euro-T am 02. November 2013, 19:31:01
Au ja , Tiefgang hat diese Scheibe ja aber ich kann mir beim besten Willen nicht Vorstellen das die Befestigung der Scheibe an dieser Stelle sowie Sie ausgeführt ist ( was ich aber nicht richtig sehen konnte ) die X Tonen Gewicht beim Abdriften im Hang festhalten  . Beim Grubber am Rahmen wäre das leichter einzusehen .

Warum soll das nicht funktionieren ? Die Scheiben sind relativ weit hinten, zusammen mit dem Koppelpunkt am Schlepper bildet sich ein relativ weitschenkliges Dreieck das sehr stabil läuft.

So siehts im Detail aus, Bilder von Hangbeständen gibts demnächst.

Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Heiner am 02. November 2013, 19:34:05
Olli
Wurde es "richtig" was bringen wenn die Hangscheiben activ angesteuerd werden wuerden?

Hallo Georg,

ich hatte das Thema vor einigen Jahren mal mit Mauro Collovati andiskutiert. Er ist ja Erfinder für wirklich einfache Lösungen und wollte dann quasi irgend wie vom Schlepper nen Anlenkpunkt nehmen.
Ein Knackpunkt dabei ist allerdings, dass die Maschine den Schlepper hinten auch seitwärts den Hang hinunter zieht und dieser dann quasi wie im Hundegang parallel zum Hang fährt.
Eine wirklich brauchbare aktive Ansteuerung kann in meinen Augen deshalb nur elektronisch erfolgen, in dem man den gefahrenen Kurs des Schleppers ermittelt (z.B. per GPS-System), die aktuelle Ausrichtungslinie des Arbeitsgerätes in das GPS-System einspeist und dann errechnet in weiweit die Ausrichtung vom Kurs abweicht um dann soweit gegenzusteuern bis Ausrichtung und Kurs gleich sind.

Alternativ mit 2GPS-Empfängern arbeiten, so dass der Empfänger 2 per Ansteuerung immer über die von Empfänger 1 gefahrenen Punkte geführt wird. Mit so einem System könnte mann dan auch ganz schön kurvige Äcker säen  :D

Heiner
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: agri am 02. November 2013, 20:33:40
Danke Dir Olli ,

ich hatte nicht geschrieben das es nicht funktioniert , aber so wie ich es sah wars mir etwas Labile vorgekommen .
 Jetzt sieht es schon anders aus , durch die breite Anordnung bekommt die Scheibe Bedeutung .
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: trac1100 am 03. November 2013, 11:44:32
Wir haben zwar keine Ultima sondern nur einen Quadro, dort haben wir auf Empfehlung hier im Forum zum Herbst eine Hangscheibe nachgerüstet und ich war wirklich erstaunt welchen positiven Effekt das gebracht hat. Kein Vergleich zu vorher.
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Euro-T am 03. November 2013, 11:49:50
Wir haben zwar keine Ultima sondern nur einen Quadro,

Was heisstn da "nur" ?? Mehr als ein Quadro kann ein Grubber kaum werden...  ;)
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Euro-T am 03. November 2013, 14:20:57
Hab heute mal die Rundfahrt genutzt und ein paar Fotos gemacht.

Die Bilder sind an einem Hang mit ca 20, 22 % Neigung gemacht, auf den ganz scheppen Dingern wächst dieses Jahr Raps, der ist zum Einen noch mit der alten Ultima gedrillt, zum Anderen sieht man das beim Raps eh nicht so gut.

Ich finde das absolut OK, auf dem letzten Bild sieht man im rechten Drittel übrigens den Anschluß. Sicher keine exakte Reihenweite, aber für kurz nach dem einfahren in die Spur und die Hanglage finde ich das top in Ordnung. In der Ebene hat man oft echt Last den Anschluß überhaupt zu finden.
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Euro-T am 03. November 2013, 14:52:14
Hab noch ein Bild aus der Ebene gefunden, machen wir mal ein Ratespiel draus:

wo ist der Anschluß ?  ;D

Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: piotri am 03. November 2013, 15:05:35
Hallo Olli

Ist das mit SF1 und ATU gedrillt?

Gruss Piotrek
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Euro-T am 03. November 2013, 15:27:28
Hallo Olli

Ist das mit SF1 und ATU gedrillt?

Gruss Piotrek

Jepp
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: piotri am 03. November 2013, 16:00:56
Also ich hatte auch einen 6210R mit Autotrac Ready und SF1 signal auf dem Hof. Wenn man es nicht selber erfahren hat, dann weiss man wirklich nich was fuer eine Erleichterung das bringt. Ich wuerde sagen, als reiner Marktfruchtbetrieb, das SF1 voellig ausreichend ist.
Wenn man mit 14 km/h saeht, muss man wirklich top konzentriert sein, um gut Anschluss fahren zu koennen. Nach einem Tag bist Du richtig fertig. Nach so einer Ehrfahrung denkst Du anders ueber GPS Technik.

Soweit zum OT

Ich fahre auch mit zwei Hangscheiben, die aber mittig angeordnet sind. Bei richtigen Hanlagen und Kurven kommen Doppelreihen auch vor. Keine Ahnung ob sich das in Ertrag auswirkt, aber ich habe da nicht ein Problem damit. Werde versuchen Sie weiter aussen anzubringen, weiss aber nicht ob das funktioniert.

Gruss Piotrek
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Auscitain am 03. November 2013, 17:09:33
Hallo Olli

Ist das mit SF1 und ATU gedrillt?

Gruss Piotrek

Jepp

Was ist denn ATU?
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: BNT am 03. November 2013, 18:28:59
AutoTrac Universal von John Deere
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Euro-T am 03. November 2013, 18:29:34
Das Aufstecklenkrad quasi.
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Henrik am 03. November 2013, 20:31:21
Also ich hatte auch einen 6210R mit Autotrac Ready und SF1 signal auf dem Hof. Wenn man es nicht selber erfahren hat, dann weiss man wirklich nich was fuer eine Erleichterung das bringt. Ich wuerde sagen, als reiner Marktfruchtbetrieb, das SF1 voellig ausreichend ist.
Wenn man mit 14 km/h saeht, muss man wirklich top konzentriert sein, um gut Anschluss fahren zu koennen. Nach einem Tag bist Du richtig fertig. Nach so einer Ehrfahrung denkst Du anders ueber GPS Technik.


Volle zustimmung, wenn man das einmal hatte, möchte man das nicht mehr missen.

@Euro-T

Ist ja nicht nur Arbeitserleichtung auch was fürs Auge. DerBestand sieht super aus!

Du hast auch den SF3000 drauf oder?
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Euro-T am 03. November 2013, 23:21:28
@Euro-T

Ist ja nicht nur Arbeitserleichtung auch was fürs Auge. DerBestand sieht super aus!

Du hast auch den SF3000 drauf oder?

Jepp, kenne auch die Vorgänger nur vom sehen.

Was nochmal ein richtiger Quantensprung war, war nochmal eine ausgiebige Einstellorgie dieses Jahr. Dabei war es nichtmal die Einmessung der Schlepper und Maschinen , das haben wir eigentlich von Anfang an sehr genau gemacht. Es waren vielmehr die Einstellungen in der Software an die wir uns in Syssyphusarbeit herangetastet haben. Und hierbei sind schon Veränderugen im einstelligen Bereich (die Range ist 3-stellig) absolute Bringer. Man hat jetzt das Gefühl das System würde richtiggehend "einrasten" wenn man aktiviert, wie auf Schienen. Total krass.

Und was die Optik betrifft, klar, macht Spaß das ganze Jahr an so Beständen vorbeizufahren, auch wenn man weiß das man selber ja nix dazu beigetragen hat. Was für mich aber richtig wertvoll ist, man hat jetzt wirklich ausgiebigst Zeit um sich die Arbeitsweise der Maschine genau zu betrachten, so mancher "Problemzone" sind wir erst dadurch auf die Spur gekommen. Die guten Leute gucken jetzt mehr nach hinten als nach vorne.

Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: BNT am 03. November 2013, 23:37:20
Immerhin hast du ne gute Entscheidung getroffen und dann auch noch richtig eingesetzt. Auch das ist nicht selbstverständlich. Nächster Schritt ist dann Kameratechnik, damit man den Hals nicht mehr verrenken muss. ;)
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Henrik am 05. November 2013, 23:30:40
Was für mich aber richtig wertvoll ist, man hat jetzt wirklich ausgiebigst Zeit um sich die Arbeitsweise der Maschine genau zu betrachten, so mancher "Problemzone" sind wir erst dadurch auf die Spur gekommen. Die guten Leute gucken jetzt mehr nach hinten als nach vorne.

Ist zwar OT, aber trotzdem treffend! Man kann und man schaut auch nach hinten! Das sind so Punkte die bei der Betrachtung immer unter den Tisch fallen.
OT ende
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: kakvogl am 06. November 2013, 05:12:20
Servus.
Die "Abdrift" bei meiner 3m Kreiseleggendrille stört mich auch immer am Hang extrem.
Wie wird sowas bei Anbaugeräten mit den Lenksystemen denn gelebt.
Wird irgendein Wert verändert Hang gegenüber Ebene?

Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Ruebe am 06. November 2013, 07:19:06
Du mußt 2 Dinge beachten:

- am Hang werden die Geräte schmaler ..... das Lenksystem fährt exakt aber dein Gerät wird durch den Hang schmaler, wenn du von oben draufschaust

- der Aufstandspunkt des Gerätes lässt sich eingeben, damit kannst du in Abhängigkeit von deinem Schlepper und Geometrie vom Hubwerk die Abdrift einkalkulieren .... ist nen Geduldsspiel

VG

Bernd
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Euro-T am 06. November 2013, 08:43:51
Die Abdrift wird über das gieren berechnet, bei unseren Systemen gibt es da eigentlich ausser den exakten Maschinenmaßen nix einzustellen. Das hat vom ersten Tag an sehr gut funktioniert.
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Heiner am 06. November 2013, 10:31:59
Die Abdrift wird über das gieren berechnet, bei unseren Systemen gibt es da eigentlich ausser den exakten Maschinenmaßen nix einzustellen. Das hat vom ersten Tag an sehr gut funktioniert.

Hallo,

im Grunde kann das System ja nur die Spurführungslinie anpassen, so dass der Mittelpunkt der Maschine über die gedachte Linie geführt wird. Dafür muss das System den Abstand vom Drehpunkt zum Mittelpunkt der Maschine kennen. Dieses ist auch für das Kurvenfahren wichtig.
Nicht korrigierbar über das System ist die Tatsache, dass die Maschine am Hang schräg läuft, und daher die Arbeitsbreite wie Ruebe schon schreibt schmaler wird, bzw Drillreihen enger/weiter zueinander rücken.

Heiner
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Euro-T am 06. November 2013, 11:41:15
Die Abdrift wird über das gieren berechnet, bei unseren Systemen gibt es da eigentlich ausser den exakten Maschinenmaßen nix einzustellen. Das hat vom ersten Tag an sehr gut funktioniert.

Hallo,

im Grunde kann das System ja nur die Spurführungslinie anpassen, so dass der Mittelpunkt der Maschine über die gedachte Linie geführt wird. Dafür muss das System den Abstand vom Drehpunkt zum Mittelpunkt der Maschine kennen. Dieses ist auch für das Kurvenfahren wichtig.
Nicht korrigierbar über das System ist die Tatsache, dass die Maschine am Hang schräg läuft, und daher die Arbeitsbreite wie Ruebe schon schreibt schmaler wird, bzw Drillreihen enger/weiter zueinander rücken.

Heiner

Also irgendwer hat einen Denkfehler, will aber nicht ausschliessen das ich es bin...

Wenn ich eine relativ langgebaute Maschine schräg im Hang laufen habe wird sie doch eher breiter als schmäler, oder nicht ? Vorrausgesetzt das die Arbeitswerkzeuge in der ersten Reihe auf selber Breite arbeiten wie in der hintersten Reihe, wie bei einer Scheibenegge z.B..

Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Heiner am 06. November 2013, 12:35:05
Also irgendwer hat einen Denkfehler, ...Wenn ich eine relativ langgebaute Maschine schräg im Hang laufen habe wird sie doch eher breiter als schmäler, oder nicht ? Vorrausgesetzt das die Arbeitswerkzeuge in der ersten Reihe auf selber Breite arbeiten wie in der hintersten Reihe, wie bei einer Scheibenegge z.B..

Hallo Olli,

der "Denkfehler" entsteht durch das Ausschließen der Tatsache, dass die meisten Maschinen vorne schmaler sind als hinten. Bei der Ultima um die das Thema hier geht, ist es so, und beim Grubber ist es für gewöhnich auch so. Bei Scheibeneggen und Federzinkeneggen hast Du recht.

Heiner
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Ruebe am 06. November 2013, 19:38:54
Zunächst einmal wird die Maschine schmaler wenn sie optimal hinter dem Schlepper läuft. Die Maschine wird ja aus der waagerechten in einem Winkel herausgedreht, damit wird, wenn man von oben schaut, die Maschine schmaler.

Erschwerend kommt hinzu, das alle Systeme ihre Linien genau auf der eingegebene AB laufen lassen ....

Nun kommt die Drift der Maschine hinzu, damit wird, je nach Abstand der Arbeitswerkzeuge, die effektive AB wieder breiter .... damit wird, grobe überschlagen, keine Anpassung der AB Linienabstände nötig sein.

VG

Bernd
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: berci am 06. November 2013, 19:47:21
Hallo,

bei einem gleichmässig geneigten Seitenhang gehe ich davon aus, das die Maschine beim hin und her fahren gleich weit driftet und sich somit weitesgehend wieder ausgleicht. Nur das die Arbeitsbeite schmäler wird, wird nicht ausgeglichen.

Berthold
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Euro-T am 06. November 2013, 19:58:38
Hallo,

bei einem gleichmässig geneigten Seitenhang gehe ich davon aus, das die Maschine beim hin und her fahren gleich weit driftet und sich somit weitesgehend wieder ausgleicht.
Berthold

So sehe, bzw. kenne ich das auch. Man darf manche Dinge nicht zu wissenschaftlich machen...
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: kraichgauer am 20. Januar 2014, 19:59:33
Hallo zusammen wir stehen momentan auch vor einem Neukauf einer Sämaschine. Hätte da ein paar Fragen zur Ultima CS

Wie kommt die Maschine mit Körnmaisstroh zurecht?

Ist Direktsaat möglich zb. in hoch gewachsene Zwischenfrüchte?

Ist das Levelboard notwendig? Wir machen nur Mulchsaat

Lässt sich der Saattank gut und leicht entleeren?

Ist das Fahrwerk für 40km/h ausgelegt?

Kann auch mal Weizen rein geschmiert werden oder funktioniert das garnicht mit der Maschine? (Nur im äußersten Fall, wenn keine Wetterbesserung in Sicht wäre ;))

Ich glaub das wars mal vorerst  ;D

Gruß Andi

Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: superuser am 20. Januar 2014, 20:12:25
Hallo zusammen wir stehen momentan auch vor einem Neukauf einer Sämaschine. Hätte da ein paar Fragen zur Ultima CS

Wie kommt die Maschine mit Körnmaisstroh zurecht?

Ist Direktsaat möglich zb. in hoch gewachsene Zwischenfrüchte?

Ist das Levelboard notwendig? Wir machen nur Mulchsaat

Lässt sich der Saattank gut und leicht entleeren?

Ist das Fahrwerk für 40km/h ausgelegt?

Kann auch mal Weizen rein geschmiert werden oder funktioniert das garnicht mit der Maschine? (Nur im äußersten Fall, wenn keine Wetterbesserung in Sicht wäre ;))

Ich glaub das wars mal vorerst  ;D

Gruß Andi



Hallo,

guck dir auch mal den Horsch Sprinter an. Gefällt mir persönlich besser, da die Schare star sind und nicht so springen, wie bei der Ultima und das Fahrwerk auf der ganzen Fläche läuft. Ich kenne beide Maschinen jedoch nicht in natura!

Beste Grüße
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Heiner am 20. Januar 2014, 20:55:50
Hallo zusammen wir stehen momentan auch vor einem Neukauf einer Sämaschine. Hätte da ein paar Fragen zur Ultima CS
1. Wie kommt die Maschine mit Körnmaisstroh zurecht?
2. Ist Direktsaat möglich zb. in hoch gewachsene Zwischenfrüchte?
3. Ist das Levelboard notwendig? Wir machen nur Mulchsaat
4. Lässt sich der Saattank gut und leicht entleeren?
5. Ist das Fahrwerk für 40km/h ausgelegt?
6. Kann auch mal Weizen rein geschmiert werden oder funktioniert das garnicht mit der Maschine?

Hallo kraichgauer,

zu Deinen Fragen kann ich folgendes zu sagen :

zu1. : Mit Körnermaisstroh kommt die Maschine erstaunlich gut zurecht. Wenn es gemulcht ist dürfte es überhaupt keine Probleme geben. Wenn da aber längere Stängel dabei sind kommen da auch Grenzen. Wichtig ist in dem Zusammenhang aber dass man die Zustreicher anhebt, denn hier entstehen am ehesten die Probleme mit Verstopfungen. Das gilt auch für große Getreidestrohmengen nach dem Grubbern.

zu2.: je nach Bodenbedingungen ja. Ich nutze die Maschine manchmal sogar für einen ersten sehr flachen Bodenbearbeitungsgang um die Keimung des Ausfallgetreides anzuregen...

zu3.: ob das Crossboard notwendig ist, ist Geschmackssache. Früher war das im Serienumfang mit drin. Bei mir läuft es immer mit, vor allem um spitz stehende Steine flachzulegen, damit die Gummis auf den Rollen geschont werden.

zu4.: es gibt nichts was man nicht noch verbessen kann...

zu5.: keine Ahnung. (rein rechtlich darfst Du damit doch nur 25 km/h fahren..?)

zu6.: Ich habe nur einmal richtig geschmiert, im letzten Herbst im Kundenauftrag, weil er nicht zurecht kam. Zum Glück wars schon dunkel... 8)
Zugesessen oder verstopft hat nichts, aber wenns nass ist, sollte man von vorbearbeiteten Flächen runterbleiben, die feldaufgänge sind nicht überzeugend.

Heiner
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Euro-T am 20. Januar 2014, 22:07:01
Ich äussere mich mal nur zum reinschmieren, zu allem anderen würde ich nur Heiner zitieren.

Ich habe letzten Herbst mitunter provokant ein paar ha reingeschmiert, es ging mir darum zu gucken wie weit man es mit einer Ultima CS treiben kann (Maschine war da erst auf Probe gemietet) und die Bedingungen waren dazu ja nun wirklich sehr verlockend im Oktober.

Dem Feldaufgang sieht man kaum an wie bescheiden die Bedingungen waren, die Drille war komplett zugeschmiert und schlußendlich begrenzend war dann die Zugleistung, die Testfläche erstreckt sich in einem steiler werdenden Verlauf, in der Ebene hätte man sicher weiterfahren können.

Heute steht da ein Weizen der einem vernünftig Gedrillten eigentlich erstmal in Nichts nachsteht, es geht also schon arg weit mit der Ultima CS, hätte ich selber so nicht gedacht. Wer dann allerdings damit gestraft wird die Kiste wieder sauberzumachen, der wird sich das beim nächsten Mal gründlichst überlegen!

Hallo,

guck dir auch mal den Horsch Sprinter an. Gefällt mir persönlich besser, da die Schare star sind und nicht so springen, wie bei der Ultima und das Fahrwerk auf der ganzen Fläche läuft. Ich kenne beide Maschinen jedoch nicht in natura!

Beste Grüße

Was von aussen wir ein springen aussieht ist letztenendes die individuelle Bodenanpassung, die eben so nur die Ultima kann. Einen Sprinter mit in die selbe Liga zu stellen, also Bitte.. bleib doch mal ernsthaft.

Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Henrik am 20. Januar 2014, 22:39:28
zu2.: je nach Bodenbedingungen ja. Ich nutze die Maschine manchmal sogar für einen ersten sehr flachen Bodenbearbeitungsgang um die Keimung des Ausfallgetreides anzuregen...

Interessant ! Dachte du hast einen Carrier oder täusche ich mich da? Was siehst du dann da als Vorteil an?

Irgendwie schon interessant das die Drille mehr und mehr zum Bodenbearbeitungsgerät wird (siehe auch Väderstad Carrier Drill) im gegenzug sich die Grubber zur Drille weiter entwickeln (Köckerling Jockey)
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Heiner am 21. Januar 2014, 20:51:36
Dachte du hast einen Carrier oder täusche ich mich da? Was siehst du dann da als Vorteil an?

Hallo Henrik,

da denkst Du richtig. Es ist allerdings ein Carrier älteren Semesters, mit Gusswalze. Da gibt es hin und wieder bei zähen Stoppeln die Uneigenart, dass sich zwischen den äußeren Ringen der Walze zwischen den Schultern der Ringe die Stoppeln einquetschen und dann vor den Abstreifern stauen, so dass die Walze so stark gebremst wird, dass sie anfängt zu hoppeln oder sogar zu schieben. Dann kannst Du die Abstreifer rausdrehen, wobei es Dir aber unter Umständen passieren kann dass dann je nach Bodenbedingungen die Walze auch mal ganz zusitzt. In so einer Situation habe ich dann mal anstatt die Abstreifer rauszudrehen den Carrier gegen die Drille getauscht.

Dabei habe ich diese Arbeitsweise kennengelernt. Mit den schmalen Scharen bearbeitet man gut 1/3 der Fläche, auf die Zwischenräume legt man Erde ab. Im vergangenen Sommer als es so trocken war und es immer nur ganz kleine Regenschauer gab war meine Strategie daher die Triticalestoppel so ganz flach zu bearbeiten, damit das Ausfallgetreide ganz leicht mit Erde bedeckt war und die kleinen Feuchtigkeitsmengen so etwas länger am Korn gehalten werden konnten... das hat mir gut gefallen.

Heiner
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: kraichgauer am 22. Januar 2014, 19:35:49
Erst mal danke für die Antworten, der Vertreter war heut da und hat ein Angebot für eine Ultima CS in 4m gemacht.

Er meinte die Zapfwellenpumpe wäre besser wie die Traktorhydraulik, da es da nicht so viele Schwankungen gibt. Wer fährt das Gebläse über die Traktorhydraulik? vll kann da jemand mal was dazu sagen.

Gezogen soll die Maschine von einem JD 6210R werden, falls der mal belegt sein sollte wie kommt ein JD6830 damit zurecht, vor allem am steilen Hang?

Gruß Andi
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Euro-T am 22. Januar 2014, 21:09:28
Gezogen soll die Maschine von einem JD 6210R werden, falls der mal belegt sein sollte wie kommt ein JD6830 damit zurecht, vor allem am steilen Hang?

Gruß Andi

Das wird dir wohl so keiner beantworten können. Ich hab jahrelang eine 4m Ultima zuerst mit 170 PS, dann mit 200 PS in Mittelgebirgsrandlage gefahren, ging vernünftig, berghoch halt um Einiges langsamer, in Extremsituationen auch mal garnicht - das sind aber hier ausnahmslos Vorgewende, die vier Spuren fuhr man halt nur bergab.

Wird schon gehen, als Notlösung allemal.

Er meinte die Zapfwellenpumpe wäre besser wie die Traktorhydraulik, da es da nicht so viele Schwankungen gibt. Wer fährt das Gebläse über die Traktorhydraulik? vll kann da jemand mal was dazu sagen.

Hab zwar nur Aufsteckpumpen gefahren, möchte dazu aber trotzdem was anmerken:

ich kenne die Motor-Getriebe Steuerung des JD nicht, aber beim Fendt ist gerade die Aufsteckpumpe schon manchmal nervig, eben wegen der Drehzahlschwankungen.
Ein Beispiel: Bergab könnte der Traktor mit 1000 U/min (Motor) fahren, bergauf braucht es aber 1800. Diese Bandbreite hat bei der ZW zur Folge das das Gebläse entweder zu hoch- oder zu Untertourig läuft. Abhilfe kann man sich verschaffen indem man das Drehzahlband des Motors begrenzt. Da ich bergauf die volle Leistung brauche bleibt mir nur die Min-Drehzahl zu begrenzen, irgendwo bei 1350 U/min. Kein Beinbruch, aber auch nicht hochelegant.

Beim Hydraulikantrieb wiederum soll ja bei 1000 U/min irgendwo der volle Arbeitsdruck & Literleistung anstehen und über den gesamten Drehzahlbereich gehalten werden. Soweit die Theorie. Je nach Zugpferd kann es aber zu folgendem Problem kommen: wenn die hydr. Leistung nicht ausreicht bricht beim betätigen einer zweiten Funktion entweder die Gebläsedrehzahl zusammen, oder wenn selbige auf Priorität liegt ist keine zweite Funktion mehr ausführbar weil die Leistung nicht mehr langt.

Glaubt ihr nicht im Jahre 2014 ? Doch, macht auch heute noch Probleme wenn hohe Ölmengen gefordert werden. Bis heute gibt es Maschinenhersteller die explizit nach dem Traktortyp fragen bevor sie eine Maschine mit vollhydraulischem Antrieb verkaufen.
War doch auch in einer der letzten Profis mal ein Bericht wo Messwerte diesbezgl. ermittelt wurden, da kam nicht jeder gut bei weg.. 

Wenn ich es zu entscheiden hätte  dann würde ich trotz allem wieder die Aufsteckpumpe nehmen, da gibts egal wie keine Probleme (Leihschlepper, etc..) und ich bin auch kein Freund von übermässiger Belastung des Hydrauliksystems wenns auch anders geht. Wird schon warm das Öl...


Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Henrik am 22. Januar 2014, 23:32:51
Dachte du hast einen Carrier oder täusche ich mich da? Was siehst du dann da als Vorteil an?

Hallo Henrik,

da denkst Du richtig. Es ist allerdings ein Carrier älteren Semesters, mit Gusswalze. Da gibt es hin und wieder bei zähen Stoppeln die Uneigenart, dass sich zwischen den äußeren Ringen der Walze zwischen den Schultern der Ringe die Stoppeln einquetschen und dann vor den Abstreifern stauen, so dass die Walze so stark gebremst wird, dass sie anfängt zu hoppeln oder sogar zu schieben. Dann kannst Du die Abstreifer rausdrehen, wobei es Dir aber unter Umständen passieren kann dass dann je nach Bodenbedingungen die Walze auch mal ganz zusitzt. In so einer Situation habe ich dann mal anstatt die Abstreifer rauszudrehen den Carrier gegen die Drille getauscht.

Dabei habe ich diese Arbeitsweise kennengelernt. Mit den schmalen Scharen bearbeitet man gut 1/3 der Fläche, auf die Zwischenräume legt man Erde ab. Im vergangenen Sommer als es so trocken war und es immer nur ganz kleine Regenschauer gab war meine Strategie daher die Triticalestoppel so ganz flach zu bearbeiten, damit das Ausfallgetreide ganz leicht mit Erde bedeckt war und die kleinen Feuchtigkeitsmengen so etwas länger am Korn gehalten werden konnten... das hat mir gut gefallen.

Heiner

Danke Heiner!

Dann habe ich ja nicht so ganz verkehrt gelegen. Habe das bei der Rapid vom Grundsatz her auch schon mal überlegt, nur haben wir Zinken und keine Scheiben. Bei Scheiben könnte ich mir den ersten Gang auch sehr gut damit vorstellen, quasi nur über die Stoppel fahren  ;)
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Henrik am 04. Februar 2014, 23:41:10
Neben der ganzen Feierei und der GPS Diskussion  ;) habe ich mir beim treffen bei Olli auch mal die Ultima angeschaut. Bzw. ja eigentlich beide Maschinen, die alte und die neue Ultima. Muss sagen optisch macht die neue schon was her. Kann aber auch Olli verstehen, die alte Maschine hat auch was! Hat mir ganz gut gefallen, gerade wenn man was machen will richtung Zinkensaat.

Was mich eigentlich wundert, Köckerling ist in vielen Dingen ja oft Pionier. Aber für die Maschinen gibt es noch kein Düngeeinrichtung. Nicht das ich sie haben müsste oder bräuchte, habe mich da nur gewundert.
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Tim am 05. Februar 2014, 09:25:35
gabs aber schonmal - wurde einfach flüssig in die Saatrille des Grubberschares gespritzt

mfg tim
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: charlie am 13. Februar 2014, 21:13:39
Ein bekannter bastelt grad was zum Thema Unterfußdüngung an seine Ultima. Irgendwie mit Fronttank usw.
Die genaue Bastelage und vor allem wie er das mit Saatgut und Dünger an einem Zinken lösen will, muss ich mir noch mal anschauen.
Kann dann auch gern mal ein paar Bilder machen, wenn er es zulässt  :P :rolleyes:
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Schorsch am 08. September 2014, 17:36:32
@ Euro-T:
Servus Olli! Welche Gebläsedrehzahl hast Du zur Rapsaussaat bei Deiner alten Ultima gefahren?
Ich hab mir jetzt testweise mal eine 3m in der alten Ausführung besorgt. Morgen werd ich erstmals Raps damit säen.

In der Betriebsanleitung steht für alle Arbeitsbreiten eine Gebläsedrehzahl von 3300 1/min als Standard. Für Aussaatmengen weniger als 10 kg je ha heißt es 2800 1/min. Passt letztere Zahl für die Rapsaussaat unter Praxisbedingungen, wo man ja noch viel weniger als 10 kg je ha aussät?
Haben sich die 3300 für Getreide bewährt? Wie fährt man bei groben Saaten wie z. B. Ackerbohne?
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Euro-T am 08. September 2014, 18:12:20
@ Euro-T:
Servus Olli! Welche Gebläsedrehzahl hast Du zur Rapsaussaat bei Deiner alten Ultima gefahren?
Ich hab mir jetzt testweise mal eine 3m in der alten Ausführung besorgt. Morgen werd ich erstmals Raps damit säen.

In der Betriebsanleitung steht für alle Arbeitsbreiten eine Gebläsedrehzahl von 3300 1/min als Standard. Für Aussaatmengen weniger als 10 kg je ha heißt es 2800 1/min. Passt letztere Zahl für die Rapsaussaat unter Praxisbedingungen, wo man ja noch viel weniger als 10 kg je ha aussät?
Haben sich die 3300 für Getreide bewährt? Wie fährt man bei groben Saaten wie z. B. Ackerbohne?

Da merke ich mal wieder wie schnell man unnötiges Wissen vergisst.. :P

Hab grad nochmal nachgekramt, in der Tat haben wir die alte Ultima mit diesen beiden Drehzahlen gefahren; 2800 1/min, 3300 bei Getreide. Bohnen hab ich seinerzeit mit der Alten nicht gedrillt, wohl aber mal Mais. Kann mich nicht erinnern da eine andere Drehzahl genutzt zu haben, allerdings haben wir jeden zweiten Verteilerabgang zugemacht, was ja auch wieder Einfluß auf die Luft hat.

Ein Tip am Rand:

wenn du der Meinung bist der Raps läge in der Tiefe optimal: geh nen Schnack flacher wieder.
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: nofear am 08. September 2014, 20:25:17
Ein Tip am Rand:

wenn du der Meinung bist der Raps läge in der Tiefe optimal: geh nen Schnack flacher wieder.

Solange die Schare noch halbwegs etwas Erde bewegen reicht das um den Raps leicht per Luft in den Erdstrom zu geben. Den Rest erledigt notfalls Walze und Striegel.
So zumindest meine Erfahrung mit der in der Tiefe ungeführten Horschvariante einer Grubbersämaschine.
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Stone am 08. September 2014, 22:16:08
An sich wird bei jeder pneumatischen Drillmaschine bei der Rapssaat (oder anderen leichten Sägütern) der Windestrom reduziert. Sonst wird das Saatkorn vom Luftstrom aus der Furche geblasen.

Bei mechan. Antrieben wird es mittels einer Drosselklappe reduziert, bei hydraulischen Antrieben reduziert man einfacher und besser den Ölstrom.

stone
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Stef@n am 09. September 2014, 00:06:54
Die Gebläsedrehzahl kann sogar noch etwas gedrosselt werden. Wir haben bisher mit 2200 - 2400 U/min (bei Raps) gedrillt und konnten bisher nichts negatives feststellen.


Gesendet mit Tapatalk
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Schorsch am 09. September 2014, 09:32:08
Danke für die Hinweise!

Leider hats übernacht gerade so viel geregnet, daß ich heute vormittag auf jeden Fall mal nichts machen kann. Das gestrige Grubbern auf ca. 7cm mit dem Väderstad-Wendelschar war Feuchte-mäßig ja auch schon an der Grenze. Morgen könnte mal die Sonne rauskommen. Mal sehen.
Titel: Re:AW: Köckerling Ultima
Beitrag von: Simon am 09. September 2014, 11:08:58
Moin,

Und immer ein Auge auf die Drehzahlanzeige werfen und schön nachregeln. Was morgens mit kalten Öl passt, wird an einem halbwegs warmen Tag wenig später nicht mehr passen. Und wenn die nacht schön kühl wird, heißt es auch wieder nachregeln.  So zumindest meine Erfahrungen mit Airseedern.

Gruß
M
Titel: Köckerling Ultima : Zufriedenheit mit dem Dosiergerät
Beitrag von: Heiner am 05. Oktober 2014, 09:15:06
Mit dem Dosiergerät als solchem bin ich nicht ganz so glücklich. Da sind 4 Zellenräder auf einer Welle montiert, die jeweils mit einer kleinen Madenschraube fixiert werden.

Hallo,

mich interessiert wie Ihr mit dem Dosiergerät der Köckerlingdrillen neueren Baujahrs zufrieden seid (Dosiergerät bei dem die Zellenräder mit Madenschrauben fixiert werden).

Ich kann mich damit immer noch nicht richtig anfreunden, vielleicht bin ich auch zu blöde ...

Heiner
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Tim am 05. Oktober 2014, 13:19:20
Die gummizellenräder von Rauch, hat soweit eigentlich hingehauen, wir hatten aber ganz schön viel "Mehl" in der dosiereinheit beim Bohnen drillen.

Was ist dein Problem?

Mfg tim
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Euro-T am 05. Oktober 2014, 15:10:17
Wir haben uns dran gewöhnt.

Wenn man sich da erstmal reingefuchst hat kommt man eigentlich ganz gut zurecht finde ich.

Freilich ist immer die Frage wo man herkommt. In unserem Fall ist es schon ein Quantensprung von dem alten, rein mechanischem Dosierer zu dem man immer erst mal hinkrabbeln musste.

Mittlerweile lässt auch die Genauigkeit keine Wünsche mehr offen. Einzigst die Restentleerung könnte etwas eleganter gelöst sein.

Aber ich schliesse mich Tim an: wo genau drückt der Schuh ?
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Heiner am 05. Oktober 2014, 21:33:27
Aber ich schliesse mich Tim an: wo genau drückt der Schuh ?

Hallo,

das ist nicht einfach zu erklären ...

Im letzten Sommer hat Köckerling das Feinsärad geändert, anstatt eines Zellenrades mit großem Durchmesser und kleinen Noppen ist da jetzt ein Zellenrad mit kleinem Durchmesser und größeren Zellen drin. Der Freiraum zwischen Gehäuse (Klappe) und Zellenrad wird durch "Kunststoffbacken" geschlossen. In der Backe im Bereich der Klappe ist eine Bohrung durch die man die Madenschraube in das kleine Zellenrad hineinbringen und noch schwerer wieder herausholen muss.
Da ich das nicht hinbekam hat man mir von Köckerling geraten die Schraube drin zulassen und das Rad immer mitlaufen zu lassen. Soweit so gut.

Im letzten Herbst hatte ich beim Triticaledrillen für einen Kunden das Phänomen, dass auf einmal kein Saatgut mehr dosiert wurde. Beim drücken des Abdrehknopfes konnte ich sehen, dass die Welle aber drehte. Erst als ich die Abdrehklappe öffnete, so dass die Luft keinen Staudruck mehr ausübte, fiel sofort Saatgut aus dem Zellenrad. Da das Saatgut nicht 100%ig sauber war hatte ich geglaubt da hätte etwas Stroh auf dem Zellenrad gelegen.
Dieses Jahr hatte ich das gleiche Problem beim Triticale drillen wieder, aber mit absolut Top Saatgut. Alle 2 bis 3 ha kam auf einmal nichts mehr. Dann musste man anhalten, Abdrehklappe auf machen und das Zellenrad etwas andrehen lassen. Und dann konnte man weitermachen oder das Procedere u.U. mehrere Male wiederholen.
Lt. Auskunft von Köckerling liegt das daran, dass durch das Dosiergerät Luft in den Saatgutbehälter kommt.
... Tatsache, das Zellenrad für Feinsämereien war total verschlissen.  :o 
Also war das mit dem Mitlaufenlassen doch keine gute Idee  >:(.
Immerhin war mir jetzt klar, warum bei sehr kleinem Rapssaatgut gut 30% weniger Ausbringmenge gefallen war als abgedreht  :-X

Also dieses Gefriemel mit den Madenschrauben ibs. beim Feinsärad halte ich für eine totale Zumutung, vor allem dann, wenn man öfter verschiedene Früchte sät und da regelmäßg dran muss...

Heiner
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Euro-T am 05. Oktober 2014, 23:22:04
Aber ich schliesse mich Tim an: wo genau drückt der Schuh ?

Hallo,

das ist nicht einfach zu erklären ...

Es ist dir aber gut gelungen.. ;D

Das Dosieragreggat wie du es beschreibst habe ich auch.

Für mich war ja dieses Jahr erstmalig Premiere, letztes Jahr kam die Drille ja erst nach der Rapsaussaat auf den Hof, so das ich das Feinsärad garnicht aktivieren brauchte.

Dieses Jahr war es dann soweit, es ist ein bißchen Gefrickel mit den Madenschrauben, aber es hat mich nicht an den Rand der Verzweiflung gebracht. Warum geht das bei dir so schlecht ? Hier stehen die Madenschrauben immer passend wenn man den Knopf zum Zellen füllen drückt.
Die Madenschrauben - speziell am Feinsärad - kann man mit einer Spitzzange doch prima rausholen wenn sie mal nicht so möchte - konnte die aber bis jetzt immer mit dem Inbus rausziehen.

Die Aussage des Kö-Vertreters das Feinsärad immer mitlaufen zu lassen wundert mich doch stark, ich hatte ganz kurz auch die Idee, hab sie aber eben genau aus Angst das Rad runterzunudeln oder aufgrund der Grobkörnigkeit von Weizen ggü Raps das ganze Ding einfach zu zerstören sofort wieder verworfen. Und dann empfiehlt Köckerling sowas ?? Und wie man sieht war ja meine Angst nicht ganz unbegründet.

Was mich aber echt wundert: durch das Feinsärad geht soviel Luft durch das es die Dosierung komplett unterbricht ? Das hätte ich nicht gedacht..
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Heiner am 06. Oktober 2014, 20:59:13
Hallo Euro-T,

dann will ich mal etwas näher auf Deine Fragen eingehen, auch wenn ich damit vielleicht zum dümmsten Bauern Deutschlands gekrönt werden  könnte :

Dieses Jahr war es dann soweit, es ist ein bißchen Gefrickel mit den Madenschrauben, aber es hat mich nicht an den Rand der Verzweiflung gebracht. Warum geht das bei dir so schlecht ? Hier stehen die Madenschrauben immer passend wenn man den Knopf zum Zellen füllen drückt.
Die Madenschrauben - speziell am Feinsärad - kann man mit einer Spitzzange doch prima rausholen wenn sie mal nicht so möchte - konnte die aber bis jetzt immer mit dem Inbus rausziehen.

Im letzten Sommer hat Köckerling das Feinsärad wie oben beschrieben umgerüstet. Ich habe dann erst ohne das Feinsärad Zwischenfrucht-Mischungen versät, mit so fiesen Bestandteilen wie Erbsen und Lupinen aber auch Klee.
Dann wollte ich das Feinsärad fixieren, da ich Raps drillen wollte. Doch die Madenschraube hat im Feinsärad nicht richtig gepackt, und sich schief reingezogen. Da sie so schief saß, dass die nicht durch das Löchsken passte habe ich den ganzen Schwindel dann eine Umdrehung laufen lassen. Aber auch danach gings weder richtig rein noch raus. Ich habe die Schraube dann irgendwie noch eine Umderhung fester gezogen, so dass sie mir nicht verloren geht und ich Raps säen könnte ... doch damit hatte ich es geschafft, dass beim drehenlassen der Säwelle die Kunststoffbacken sich mit gedreht haben ...  :aufgabe:
 

Was mich aber echt wundert: durch das Feinsärad geht soviel Luft durch das es die Dosierung komplett unterbricht ? Das hätte ich nicht gedacht..

Das ist ja ein weiteres Detail, warum mir das Dosiergerät nicht gefällt. Bei anderen pneumatischen Systemen ist es so, dass das Saatgut nach einem Injektor in den Luftstrom eindosiert wird. Sprich das Rohr vom Gebläse verjüngt sich und kann weitere Luft ansaugen.
Bei Köckerling ist das nicht der Fall, so dass der Staudruck des Gebläses voll am Zellenrad anliegt, und wenn dieses nicht stark genug gepresst ist, oder verschlissen ist, drückt die Luft nach oben in den Saatguttank.

Und jetzt kommt das Rätsel was ich immer noch nicht ganz verstanden habe :
Es scheint so zu sein, dass bei speziellen Korngrössen (Triticale) dann sich das Zellenrad nicht leert oder nicht füllt. Ich vermute ersteres, da nach dem Öffnen der Abdrehklappe sofort Saatgut gefördert wurde, aber wissen tu ich es nicht. Genauer gesagt ich verstehe es nicht !!!  :frage:


Heiner
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: kraichgauer am 20. Oktober 2014, 20:47:21
Hallo zusammen bin seid Frühjahr nun auch stolzer Besitzer einer Ultima CS 400.
Wollt mal fragen wie ihr eure Schlepper ballastiert habt, hatten bisher keine Erfahrung mit gezogenen Geräten.
Schlepper ist ein JD 6210R, dieser wiegt vollgetankt 8,8t also etwa 5.3t auf der Hinterachse und 3,5t auf der Vorderachse. In den Reifen hab ich bisher 0,8 bar drauf, viel weiter runter will ich mit dem Luftdruck nicht gehen, da wir starke Hanglagen haben. Jetzt im Herbst zur Getreideaussaat hab ich noch 1000kg in der Front hängen.
Mir kommt es so vor, das das Frontgewicht eher kontraproduktiv ist und die Hinterachse zu stark entlastet wird und dadurch die Zugkraft abnimmt. Felgengewichte sind nicht montiert.
Was würdet ihr machen, Frontgewicht dranlassen oder weglassen oder Felgengewichte kaufen?

Gruß Andi
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Euro-T am 20. Oktober 2014, 23:11:44
Andi,

es wundert mich ein bißchen das du gerade bei einer CS das Gefühl hast eine Frontgewicht wäre kontraproduktiv, bzw. mit Felgengewichten liebäugelst. Gerade die CS bringt doch recht viel Stützlast auf die Hinterachse, imho um Welten mehr als es Radgewichte könnten. Im Gegenzug dazu stellen wir hier fest das ein vernünftiges Arbeiten ohne FG stellenweise nicht möglich ist. Beim Rapsdrillen ist das alles noch kein Problem da fahren wir generell ohne FG  (bin noch nicht soweit 2to Rapssaatgut zu brauchen...), aber wenn die Drille erstmal mit Weizen voll ist merkt man schon wie die Traktion vorne spürbar abnimmt.
Hier hängen allerdings dann nur 800kg in der Front, (Fendt828/6m CS) das gefällt so gut das es mit keiner anderen Gewichtsklasse Versuche gab. Denkbar aber unwahrscheinlich das dein FG schon ne Nummer zu schwer ist... 

Was hier übrigens ein richtiger Quantensprung war, war die Umbereifung des Schleppers auf vernünftige Reifen. Da scherrt nix, wühlt nix, da gehts unbändig vorwärts, kein Vergleich mit dem Gekasper letztes Jahr. Ist also gut möglich das da auch eine Ursache des Empfindens liegt, trotz angepasstem Druck (weiter als 0,8 gehe ich übrigens auch nicht runter, weniger wegen der Traglast als vielmehr aufgrund der enormen Zugbelastung).

Hast du denn auch mal ohne FG probiert ? 
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: guest10686 am 21. Oktober 2014, 07:29:55
Wer nicht fragt bleibt dumm:

Was heisst "Umbereifung auf vernünftige Reifen" ? Fabrikat oder Format ?

VG
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Euro-T am 21. Oktober 2014, 07:35:49
Wer nicht fragt bleibt dumm:

Was heisst "Umbereifung auf vernünftige Reifen" ? Fabrikat oder Format ?

VG

Beides.

Von 710/70-42 auf 800/70-38 und
Von Trelleborg TM900 auf Michelin Axiobib

Vorne blieb die Größe gleich, da hab ich nur den Hersteller gewechselt.
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Heiner am 21. Oktober 2014, 08:54:50
Hallo zusammen bin seid Frühjahr nun auch stolzer Besitzer einer Ultima CS 400.
Wollt mal fragen wie ihr eure Schlepper ballastiert habt, hatten bisher keine Erfahrung mit gezogenen Geräten.


Hallo Kraichgauer,

bei mir hängt ein JD8100 vor der 6m Ultima. Der Schlepper wiegt ohne Zusatzgewichte ca. 9,5 t. Er ist vorne mit 600/65 R28 und hinten mit 710/70 R38 ger Reifen bestückt, die mit 0,9 bar gefahren werden. So kommt er gut mit der Ultima klar, und wird auch nicht weiter aufballastiert. Gefahren wird normalerweise im 12 Gang mit ca. 11,5 km/h. Steile Hänge habe ich allerdings sehr wenige, wobei an diesen Hängen dann das Problem ist, dass die Motorleistung der Begrenzende Faktor ist, so dass ich an solchen Stellen den Saatgutbehälter nicht zu voll mache  ;)


Heiner
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: kraichgauer am 21. Oktober 2014, 13:17:55
@ Euro-T   bei Soja, Raps und Zwischenfrüchten bin ich mit 500kg in der Front gefahren. Da war es allerdings auch trocken und wie du schon gesagt hast der Sätank nicht voll  :)
Reifen hab ich 710/70 R42 von Michelin drauf. Jetzt zur Gerste und Weizenausaat hab ich halt die 1000kg drinhängen, weil erstens der Sätank voller ist und die bodenverhältnisse durch den Regen halt nicht mehr optimal sind.
Mich hat halt die Aussage des Köckerling Vertreters stutzig gemacht, das nur 10-15% des Gesamtgewichts auf die Unterlenker übertragen werden, das wären bei vollem Saattank ( 7t) ja nur 750-1000kg oder wie seht ihr das?

@ Heiner kannst gern mal zu uns kommen und das Hangfahren üben, manch ein Lehrling hatte da die Hosen schon gestrichen voll  ;D

Gruß Andi
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Heiner am 22. Oktober 2014, 09:01:11
... Jetzt zur Gerste und Weizenausaat hab ich halt die 1000kg drinhängen, weil erstens der Sätank voller ist und die bodenverhältnisse durch den Regen halt nicht mehr optimal sind.
Mich hat halt die Aussage des Köckerling Vertreters stutzig gemacht, das nur 10-15% des Gesamtgewichts auf die Unterlenker übertragen werden, das wären bei vollem Saattank ( 7t) ja nur 750-1000kg oder wie seht ihr das?

Hallo Kraichgauer,

das kann ich mir gut vorstellen, dass dem so ist, denn die Maschine steht ja komplett auf den Rollen und der Schwerpunkt des Saatguttanks liegt knapp davor, da die Deichsel als Hebel funktioniert, wird also auch von diesem Gewicht nur ein Teil auf den Trecker übertragen.

Die Bodenverhältnisse muss man vielleicht noch etwas genauer beleuchten, da es ja einen deutlichen Unterschied in der Zugkraftübertragung als auch beim Zugkraftbedarf macht wie locker der Boden da liegt.
Unter lockeren Bodenbedingungen steigt zum einen der Zugkraftbedarf, da die Maschine tiefer einsinkt, und zum anderen muss der Schlepper höher ballastiert werden, damit er einen ausreichenden Kontaktflächendruck erzeugt um die Kraft auch in Zugleistung umzusetzen.

Heiner


@ Heiner kannst gern mal zu uns kommen und das Hangfahren üben, manch ein Lehrling hatte da die Hosen schon gestrichen voll  ;D

 :partyhut: :Trapper:
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: BNT am 22. Oktober 2014, 10:51:30
Hangneigung macht viel aus, aber lasst nicht die Bodenbedingungen an sich außer Acht. Der eine grubbert etwas tiefer, der andere legt sehr viel wert auf hohe Rückverfestigung, usw. Das macht schon einiges aus.
Wie hoch ist der Schlupf beim Drillen? Jene mit GPS können das ja einfach prüfen.
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Euro-T am 22. Oktober 2014, 12:26:08
Mich hat halt die Aussage des Köckerling Vertreters stutzig gemacht, das nur 10-15% des Gesamtgewichts auf die Unterlenker übertragen werden, das wären bei vollem Saattank ( 7t) ja nur 750-1000kg oder wie seht ihr das? 

Die Zahl die ich kenne ist 20%, das wären bei der 6m etwa 2,5to was ich auch für realistisch halte. 10 - 15 kommt mir sehr wenig vor.

Wie dem auch sei, ich hab zwar keine Berechnungen aber um in eine vergleichbare Liga mit Radgewichten zu kommen dürfte es wohl irgendwo 50% Mehrgewicht in der Felge benötigen als an den Unterlenkern anstehen.
Bei der 4m (alte Baureihe) sind wir jahrelang mit Felgengewichten gefahren, knapp 700kg in Summe, so richtig fett hat das rückblickend den Bock aber nicht gemacht, der viel größere Effekt entstand wenn man die Unterlenker mal ein bißchen angehoben hat. Jetzt sind natürlich die Bauformen nicht wirklich vergleichbar, bei der alten Baureihe hatte das einen wesentlich größeren Effekt als bei der CS, aber auch da funktioniert das in einem gewissen Bereich.

Hangneigung macht viel aus, aber lasst nicht die Bodenbedingungen an sich außer Acht. Der eine grubbert etwas tiefer, der andere legt sehr viel wert auf hohe Rückverfestigung, usw. Das macht schon einiges aus.
Wie hoch ist der Schlupf beim Drillen? Jene mit GPS können das ja einfach prüfen.

Das macht sogar wahnsinnig viel aus, deswegen kann man hier auch überhaupt nicht pauschal urteilen, was hier gut funktioniert kann bei kraichgauer die größte Grütze sein.

Was den Schlupf betrifft, der liegt zumeist so um die 7%.
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Henrik am 09. November 2014, 23:47:19
Was mir die Tage eingefallen ist, habe ja null ahnung von Zinkendrillen. Wir macht sich denn der Verschleiss bzw. unterschiedliche Abnutzung der Schare bemerkbar? Oder wird immer rechtzeitig gewechselt? Normal verschleissen die Schare ja vorne schneller als hinten?
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: nofear am 09. November 2014, 23:51:23
Eigentlich nicht, da normalerwiese jedes Schar in einer "unbearbeiteten" Spur läuft.

Schlimmer sind da bei mir die Unterschiede zwischen in der Schlepperspur oder außerhalb. Da hilft nur regelmäßiges, rechtzeitiges Wechseln. Oder gibt´s welche mit Spurlockeren?
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Euro-T am 10. November 2014, 00:07:34
Der Verschleiss hält sich doch sehr in Grenzen, zumindest hier. I.d.R. arbeitet die Ultima hier immer in kurz vorher aufgezogenem Boden, sicher ist der Verschleiss da nicht null, aber auch nicht weit weg davon.

In der Schlepperspur ist in der Tat ein etwas höherer Verschleiss zu verzeichnen, zur Einhaltung einer homogenen Ablagetiefe müssen diese 6, 8 Zinken halt ne Ecke öfter gewechselt werden, wobei Obacht! - Die kürzeren Zinken aus diesem Bereich nicht wegwerfen, irgendwann passen sie wieder zum Abnutzungsgrad der Übrigen und können wieder montiert werden.

Grob würde ich sagen das hier pro m AB etwa 600ha Standzeit angegeben werden können.
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Stef@n am 10. November 2014, 06:39:25
Moin, hat hier jemand von den Ultima-Fahrern etwas gegen die leicht zu flache Ablagetiefe hinter der Schlepperspur übernommen? Z.B. Spurlockerer , längere Schare montiert,oder das Hydrauliksystem getrennt, um einen höheren Schardruck einzustellen. Ich möchte etwas in die Richtung unternommen, favorisiere den höheren Schardruck, würde aber gerne wissen, wie andere das Problem angehen.


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Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Euro-T am 10. November 2014, 08:57:49
Moin, hat hier jemand von den Ultima-Fahrern etwas gegen die leicht zu flache Ablagetiefe hinter der Schlepperspur übernommen? Z.B. Spurlockerer , längere Schare montiert,oder das Hydrauliksystem getrennt, um einen höheren Schardruck einzustellen. Ich möchte etwas in die Richtung unternommen, favorisiere den höheren Schardruck, würde aber gerne wissen, wie andere das Problem angehen.

Ich kenne das Problem, allerdings war es nie so eklatant das wir konkreten Handlungsbedarf gesehen haben. - Tritt das Problem nur nach Pflugfurche auf, oder auch nach dem Grubber ?
Wenn es passte haben wir in der Spur etwas längere Schare montiert, mit einer Auftrennung des Hydraulikkreisklaufs wäre ich vorsichtig...alles was irgendwie separat einzustellen geht, geht auch separat in die Hose..

Kurioserweise haben wir das Problem mit der CS übrigens nicht mehr, obwohl die sich ja doch etwas schwerer ziehen lässt. Ich könnte jetzt auf die Bereifung verweisen... ;D - glaube aber es liegt daran das wir mitunter die Strategie umgestellt haben, direkt vor der Drille läuft nur noch seltenst der Quadro tief, meistens ist es ein flacher Allroundergang. Dadurch gibt es weniger Spurenpotential.

Ich vermute dadurch hat sich auch die Problematik von früher entschärft das die Körner im Laufe der Zeit tiefer gesunken sind als die Kontrolle beim drillen ergeben hat. Ich weiß noch genau, früher hab ich immer gesagt "wenn die Ablagetiefe OK ist `nen cm flacher und dann passts beim auflaufen". Das ist heute nicht mehr so.
Mitunter deswegen haben wir uns wohl auch nie so einen Kopf gemacht, so richtig zu flach ablegen ging mit der Ultima garnicht.
Hab mal vor Jahren ein paar ha komplett ohne Schardruck gedrillt, das gab nen superschönen Weizen..
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: nofear am 10. November 2014, 09:17:30
Denk ich jedesmal bei der Kontrolle der Saattiefe, dass da Handlungsbedarf besteht. Wollte sogar schonmal was in Richtung Sprulockerer basteln. Wenn ich mir dann aber jedesmal den Feldaufgang so anschau hab ich´s immer wieder schnell vergessen  ;D

Aber im allgemeinen ist es schon so wie Olli schreibt: Je weniger/flacher vorgearbeitet wurde, umso gleichmäßiger ist die Ablagetiefe.
Zumindest bei der nicht einzeln tiefengeführten Variante der Grubberdrille von Horsch.
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Heiner am 10. November 2014, 10:01:07
Moin, hat hier jemand von den Ultima-Fahrern etwas gegen die leicht zu flache Ablagetiefe hinter der Schlepperspur übernommen? Z.B. Spurlockerer , längere Schare montiert,oder das Hydrauliksystem getrennt, um einen höheren Schardruck einzustellen. Ich möchte etwas in die Richtung unternommen, favorisiere den höheren Schardruck, würde aber gerne wissen, wie andere das Problem angehen.

Hallo Stefan,

bei mir waren schon ab Werk in den Spuren aufgepanzerte Schare montiert, die sich nicht so schnell abnutzen.

Wenn Du einzelne Reihen grundsätzlich tiefer einstellen willst, dann kann das (wenn auch mit reichlich Schrauberei) so aussehen :
An allen Scharen die nicht tiefer säen sollen, legst du zwischen Feder und Haltebügel der Rolle eine Distanzplatte. (vll. 1 cm)
Dann brauchst Du auf den Scharen mit Distanzplatte etwas mehr Vordruck um in die 0-Position zu gelangen.
Das selbe Resultat hast Du einfacher mit längeren Scharen an den Reihen die tiefer ablegen sollen.  ;)

Schwieriger als die Saatgutablage in den Fahrspuren finde ich, ist es die hinteren Saatreihen vernünftig mit Erde zu bedecken, da das Einstellen der Zustreicher nicht gerade Spaß macht, und die Zustreicher andererseits doch ziemlich verstopfungsanfällig sind.

Heiner
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Stef@n am 10. November 2014, 11:03:39
Hmmm...
zukünftig wollen wir ähnlich wie Oli arbeiten, eventuell ist dann doch abwarten angesagt. Bei guten Bodenbedingungen ist das kein Problem, aber da funktioniert bekanntlich jede Drille. Wenn´s grenzwertig wird, ich sag mal pampig, (ich weiß, da soll man vom Acker bleiben) dann tritt der Effekt auf. Eine weitere Möglichkeit wäre wohl, alle Haltebügel der Tasträder auszutauschen. Ich habe die Tage einen neuen eingebaut, der hatte interessanterweise Langlöcher. Darüber wäre das wohl auch zu realisieren.
Nun ja, mal abwarten, ob noch weitere Rückmeldungen kommen.

Das Problem mit den hinteren Saatreihen haben wir auch noch nicht gelöst. Der Vorbestitzer unserer Ultima hat die kompletten Nivellatoren ausgebaut, dementsprechend fahren wir aktuell ohne Zustreicher. Lediglich die hintersten Schare laufen ungleichmäßiger auf. Da müssen wir kreativ tätig werden.  ;)
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Euro-T am 10. November 2014, 11:42:17
Man mag mich jetzt als Pauschalist abstempeln, aber in meiner ganzen Ultimakarriere haben wir es noch nie für notwendig befunden an den Zustreichern Verstellungen vorzunehmen. Ganz abmontieren würde ich sie aber definitiv nicht, kann mir schon vorstellen das es dann Probleme bei der Saatguteinbettung gibt.

Selbst an der Walze haben wir eigentlich nie groß rumgefrickelt, Grundeinstellung und gut. Wenn ich so die aktuellen Feldaufgänge sehe wüsste ich auch wieder einmal mehr nicht was es da - an der Drille selbst - noch zu verbessern gäbe..?

Quadro, Allrounder, da haben wir schon viel getunt und experimentiert, aber Ultima...?
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Stef@n am 10. November 2014, 11:50:23
Oli, du kennst unsere Drille ja eventuell was näher. Wir sind mittlerweile dem Gedanken nicht ganz abgeneigt die Drille weitgehend in den Ursprungszustand zurück zu bauen. Die BTT Schare sind soweit in ordnung, aber sind auch teuer. Da sehe ich mittlerweile keinen großen Vorteil. Die Nivellatoren werden eventuell auch wieder eingebaut, allerdings haben wir den Platz für ne zweite Hangscheibe genutzt, was mit Sicherheit nicht verkehrt ist. mal schauen was wir da zaubern können.
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Heiner am 10. November 2014, 12:01:56
Man mag mich jetzt als Pauschalist abstempeln, aber in meiner ganzen Ultimakarriere haben wir es noch nie für notwendig befunden an den Zustreichern Verstellungen vorzunehmen. Ganz abmontieren würde ich sie aber definitiv nicht, kann mir schon vorstellen das es dann Probleme bei der Saatguteinbettung gibt.

Hallo Euro-T,

als Pauschalist abstempeln ist nicht angesagt. Die Frage ist vielmehr, wie stark wechseln die Bedingungen die ich der Maschine zumute.

Beim Weizen drillen nach Raps werden die Zustreicher so eingestellt, dass sie satt aufliegen.
Diese Einstellung funktioniert i.d.R. auch bei der Drillarbeit von Getreide/Raps nach Getreide, wenn der Acker gut rückverfestigt wurde.
Beim Säen von Zwischenfrüchten in einmalig gegrubberte Getreidestoppel hänge ich (in Abhängigkeit von Boden- und Strohfeuchte) die Zustreicher 1/2 Loch höher. Diese Einstellung nutze ich meistens auch beim Drillen nach Silomais.
Nach Körnermais wird der Zustreicher noch weiter um 1/2 bis 1 Loch angehoben, so dass er nur ganz leicht den Acker berührt.

Heiner
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: eiermann am 30. November 2014, 11:05:45
hallo zusammen,
bezüglich der last auf die unterlenker der hinterachse ist das wirklich sehr wenig mit meiner 3m cs habe ich das gleich problem mit meinem 6900jd und werde mal 400kg in die Räder einhängen, der 8000jd hat auf der vorderachse mit fkh 4600kg also braucht der auf der hi achse noch mehr gewicht sonst zieht der nur über v.a..
bei den zustreichern habe ich festgestellt wenn bei den sojabohnen tiefer abgelegt wird und mit mehr als 10km/h gefahren wird, fliegt die erde zu weit und die zustreicher bekommen nicht genug zum abdecken.
schmalere schare wären hier eine lösung, aber dies kann auch nach hinten losgehen bei feinsaaten die flachabgelgt werden soll, dass die maschine über ihr gewicht schon tiefer arbeitet, aber ein versuch wäre es wert.
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: jaydee88 am 01. Dezember 2014, 12:59:02
Gibt es die mit Schneidsech ausgestatteten Tiefenfuehrungsrollen der AT auch fuer die CS und gabs die CS auch mit 4,5 Meter?
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: guest176 am 01. Dezember 2014, 15:32:28
Gibt es die mit Schneidsech ausgestatteten Tiefenfuehrungsrollen der AT auch fuer die CS und gabs die CS auch mit 4,5 Meter?

hallo ,
die tiefenführungsrollen laifen bei der ultima doch neben dem säzinken , was macht das sech dort für einen sinn ?
soweit ich weiss laufen bei der at rechts und links eine rolle und dazwischen ein  eigenständiges sech mit seperater lagerung 
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Schorsch am 01. Dezember 2014, 15:58:10
Die Tiefenführungsrolle der Ultima läuft jeweils dem Schar voraus. Ich bezweifle, daß es auch eine Ausführung mit Schneidsech gibt. Die Rolle der AT ist offenbar wesentlich breiter und das Sech sitzt direkt auf der Rolle.
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Euro-T am 01. Dezember 2014, 16:00:23
Die Tiefenführungsrolle der Ultima läuft jeweils dem Schar voraus. Ich bezweifle, daß es auch eine Ausführung mit Schneidsech gibt. Die Rolle der AT ist offenbar wesentlich breiter und das Sech sitzt direkt auf der Rolle.

So isses.

Hab noch keine AT mit Sech gesehen, was freilich nicht heisst das sowas nicht in irgendeiner Dorfschmiede entstanden sein kann..
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: jaydee88 am 01. Dezember 2014, 17:00:16
Die Tiefenführungsrolle der Ultima läuft jeweils dem Schar voraus. Ich bezweifle, daß es auch eine Ausführung mit Schneidsech gibt. Die Rolle der AT ist offenbar wesentlich breiter und das Sech sitzt direkt auf der Rolle.

So isses.

Hab noch keine AT mit Sech gesehen, was freilich nicht heisst das sowas nicht in irgendeiner Dorfschmiede entstanden sein kann..

Wenn man z.B. bei Google Koeckerling AT eingibt und die Bilder anschaut, so kann man viele mit Schneidsech in der Mitte der breiten, vor dem Schar laufenden Rolle sehen.
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: guest176 am 01. Dezember 2014, 19:13:17
Die Tiefenführungsrolle der Ultima läuft jeweils dem Schar voraus. Ich bezweifle, daß es auch eine Ausführung mit Schneidsech gibt. Die Rolle der AT ist offenbar wesentlich breiter und das Sech sitzt direkt auf der Rolle.

da bist du auf dem holzweg !
es gibt bei der at einige varianten die sich sifnifikant unterscheiden und das nicht nur bei der tiefenführung !
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Euro-T am 01. Dezember 2014, 20:15:18
Die Tiefenführungsrolle der Ultima läuft jeweils dem Schar voraus. Ich bezweifle, daß es auch eine Ausführung mit Schneidsech gibt. Die Rolle der AT ist offenbar wesentlich breiter und das Sech sitzt direkt auf der Rolle.

So isses.

Hab noch keine AT mit Sech gesehen, was freilich nicht heisst das sowas nicht in irgendeiner Dorfschmiede entstanden sein kann..

Wenn man z.B. bei Google Koeckerling AT eingibt und die Bilder anschaut, so kann man viele mit Schneidsech in der Mitte der breiten, vor dem Schar laufenden Rolle sehen.

Oh sorry, schneller geschrieben als gedacht: ich meinte natürlich das mir noch keine Ultima mit Sech untergekommen ist. AT hab ich selber einige Jahre gefahren, die widerum kenne ich ohne Sech nicht.

Was mich gleich hierzu führt:

da bist du auf dem holzweg !
es gibt bei der at einige varianten die sich sifnifikant unterscheiden und das nicht nur bei der tiefenführung !

Hast du da mal Bilder, oder kannst bißchen erzählen was es da noch für Bauformen gab ? Kenne nur den Standart, Druckrolle mit Sech in der Mitte, dahinter das Breitschar mit zwei Saatgutausgängen.
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Schorsch am 01. Dezember 2014, 20:30:45
Bei der Ultima bin ich mir recht sicher. Die AT kenn ich mit der schneidenden Stützrolle. Es mag wohl noch Varianten geben, die ich nicht kenne.
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Schorsch am 01. Dezember 2014, 20:38:18
Da hat Joe doch recht. Bei der Technikboerse kann man so eine AT sehen.
http://www.technikboerse.com/view/gebrauchtmaschine/direktsaatmaschine/809430/koeckerling-at-300.html (http://www.technikboerse.com/view/gebrauchtmaschine/direktsaatmaschine/809430/koeckerling-at-300.html)
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Euro-T am 01. Dezember 2014, 20:55:38
Da hat Joe doch recht. Bei der Technikboerse kann man so eine AT sehen.
http://www.technikboerse.com/view/gebrauchtmaschine/direktsaatmaschine/809430/koeckerling-at-300.html (http://www.technikboerse.com/view/gebrauchtmaschine/direktsaatmaschine/809430/koeckerling-at-300.html)

Ja gut, das ist eine AT aus den allerersten Jahren soweit ich weiß. Damals wurde genommen was da war, die speziellen Druckrollen mit dem Sech waren dann schon die Punkt 1 Variante.

Das war wohl weniger aus ackerbaulicher Rafinesse, als mehr aus der Not heraus geboren.

Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: guest176 am 02. Dezember 2014, 07:52:19
Da hat Joe doch recht. Bei der Technikboerse kann man so eine AT sehen.
http://www.technikboerse.com/view/gebrauchtmaschine/direktsaatmaschine/809430/koeckerling-at-300.html (http://www.technikboerse.com/view/gebrauchtmaschine/direktsaatmaschine/809430/koeckerling-at-300.html)

Ja gut, das ist eine AT aus den allerersten Jahren soweit ich weiß. Damals wurde genommen was da war, die speziellen Druckrollen mit dem Sech waren dann schon die Punkt 1 Variante.

Das war wohl weniger aus ackerbaulicher Rafinesse, als mehr aus der Not heraus geboren.



hallo ,
unterschiedliche varianten , damit meine ich die komplette at und nicht nur die tiefenführung ......
die ersten hatte eine accord dosierung , und die letzten hatten ein rauchssystem und beim letzteren gab es auch unterschiede z.b. beim dosier antrieb , gebläseanordnung und elektronik, auch nachlaufwalzen schare und steinsicherung waren nicht alle gleich
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: piotri am 02. Dezember 2014, 12:19:38
Hallo Olli


 AT hab ich selber einige Jahre gefahren, die widerum kenne ich ohne Sech nicht.


Wie waren Deine Erfahrungen mit der AT?
Wo ist die Ultima besser?
War das eine richtige Bandsaat oder eigentlich Doppelreihen?
Schneidet das Sech an der Fuhrungsrolle Organisches Material gut durch? Koennte dadurch man auch in richtiges Zwischenfruchtgemenge reinfahren ohne zu verstopfen?( sehr schmale Shaare vorausgesetzt - So wenig wie moeglich Bodenbewegung)

Gruss Piotrek
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Schorsch am 02. Dezember 2014, 14:02:44
Vor Jahren wurde hier schon einiges in Sachen AT Diskutiert. Bei den Usern liefen demnach auch mindestens zwei Stück.
http://www.agrowissen.de/de/forum/index.php?topic=1674.0 (http://www.agrowissen.de/de/forum/index.php?topic=1674.0)
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Henrik am 06. Dezember 2014, 00:24:59
Ich finde die Idee mit den Scheiben auf der Rolle nicht schlecht. Haben so etwas von Scheibensechen. Aber muss ja einen Grund haben, waru es sie gab aber bei der Ultima keine Verwendung mehr gefunden haben  :frage:
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Heiner am 06. Dezember 2014, 08:30:53
Ich finde die Idee mit den Scheiben auf der Rolle nicht schlecht. Haben so etwas von Scheibensechen. Aber muss ja einen Grund haben, waru es sie gab aber bei der Ultima keine Verwendung mehr gefunden haben  :frage:

Hallo Henrik,

der Grund für das "integrierte Scheibensech" ist der, dass das Gänsefußschar der AT möglichst glatt durch den Boden gleitet und der Erdbalken nicht erst an der Grindel nach links und rechts gebrochen wird sondern so schon vorher aufteilen kann.

Bei der Ultima ist das Schar deutlich schmaler von daher wird weniger Erde bewegt, so dass der Effekt dabei viel geringer ist.

Ich weiß nicht mehr wer hier im Forum mal davon schrieb dass er auch auf die Ultima Gänsefußschare schraubt, in dem Fall würde das dann vielleicht Vorteile haben.


Heiner
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Schorsch am 06. Dezember 2014, 09:48:25
... Ich weiß nicht mehr wer hier im Forum mal davon schrieb dass er auch auf die Ultima Gänsefußschare schraubt, in dem Fall würde das dann vielleicht Vorteile haben.

Heiner

Das war Piotrek

http://www.agrowissen.de/de/forum/index.php?topic=13564.msg196735#msg196735
Hallo

Ich setze die HTU Gaensefussschaare zwar nicht beim quadro ( bei mir Vector) sondern bei der Ultima ein. Mit der Konstellation drille ich die Zwischenfruechte direkt in die Stoppel oder mache eine sehr flache Bodedenbearbeitung. Durch die Fuehrungsraeder habe ich einen perfekten flachen Schnitt. Wichtig ist nur das es trocken ist, sonst verstopft sie.
Fuer mich einfach Top.

MfG Piotrek
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Tim am 06. Dezember 2014, 13:04:28
Zur Ausgangsfrage: Was bringt die Vorfrucht- oder Zwischenfrucht-Reste dazu, sich nicht an den Zinken aufzubauen?

Darüber grüble ich auch und je mehr ich drüber nachdenken
1. Eindruck
Die bodenbearbeitung die das Schar macht. Wirft es die Erde vor Grindel über (sodass das Stroh dann im Erdstrom auch mit wegbewegt wird) oder gleitet die Erde seitlich daran vorbei und das Stroh baut sich vorm Grindel auf?

2. Ansatz
wie weit ist das Scheibensech vom Grindel entfernt um letzteres zu vermeiden.

3. Ansatz
Wie ist das Grindel angestellt, bzw. In welchem Winkel zur bodenoberfläche? Eventuell ist der Winkel zu "scharf, sodass das Stroh zum verkeilen vor dem Grindel neigt.

Hatte jetzt alles nichts direkt mit der alten Ultima zu tun, das sind aber punkte die mich an unserer neuen drille beschäftigen die eigentlich nahezu wie so ein horschairseeder aufgebaut ist, und bei der neuen ultima gab's meiner Meinung nach das ganze Problem nicht, da es im ersten Ansatz mit dem drillschar und der druckrolle vorweg gelöst zu seien scheint.

Mfg tim
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Schorsch am 06. Dezember 2014, 15:51:41
Mich würde ja die Köckerling Ultima schon reizen.

Was kostet so ein Teil in 3m-Ausführung?Der Vorgänger AT(?) hatt ja so Scheiben in den Rädern die meinetwegen einen Senfbestand so durchschnitten, dass sich nichts um das Schar legen konnte, wie geht das bei der Ultima?die hat ja diese Scheiben in den Tasträdern nicht.

Das war die Ausgangsfrage von Michael, die ich lediglich wieder aufgegriffen hatte.

Antwort: Die Zinken der Ultima arbeiten wie die Zinken eines normalen Grubbers. Und genauso werden Stoppeln und Stroh zusammen mit der Erde nach vorne, links und rechts geschoben und geworfen. Zusätzlich erfassen die jeweils benachbarten Tiefenführungsrollen Material, das sich eventuell um die Grindel gerlegt hat, und ziehen es vom Grindel runter. Das ist ähnlich wie früher bei der Güttler Räumspinne.
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Feldmeister am 11. Dezember 2014, 14:36:24
Moin,
da ich schon etwas länger hier im Forum mit lesen, dachte ich mir, dass ich mich auch mal anmelde.
Ich finde die Köckerling Ultima vom Prinzip her sehr interessant, habe jedoch leider noch keine in Aktion erlebt.
Daher stelle ich mir die Frage, ob dass große Rad vor dem Schaar Kluten zerdrückt und damit die vorarbeit mit der KE/KG auch auf schweren Böden unnötig wird. Immerhin ist dies ja eine sehr teure Bearbeitungsmethode.

MfG

Feldmeister
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: jaydee88 am 11. Dezember 2014, 20:08:24
Finde es wirklich seltsam,dass kein anderer deutscher Hersteller ausser Koeckerling eine unter hiesigen Bedingungen brauchbare Zinkendrille auf die Beine stellt.Wenn man den Gebrauchtmaschinenmarkt beobachtet,faellt auf dass sehr wenige Ultimas erhaeltlich sind bzw recht schnell verkauft sind,also scheint das Produkt eine gute Arbeit zu leisten und ein Bedarf vorhanden zu sein...
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Euro-T am 11. Dezember 2014, 20:56:15
Finde es wirklich seltsam,dass kein anderer deutscher Hersteller ausser Koeckerling eine unter hiesigen Bedingungen brauchbare Zinkendrille auf die Beine stellt.Wenn man den Gebrauchtmaschinenmarkt beobachtet,faellt auf dass sehr wenige Ultimas erhaeltlich sind bzw recht schnell verkauft sind,also scheint das Produkt eine gute Arbeit zu leisten und ein Bedarf vorhanden zu sein...

Das hat diverse Gründe.
Jene welche eine Ultima haben geben sie i.d.R. nicht mehr her - ausser sie wird durch eine neue Ultima ersetzt.
Das so wenig Gebrauchte angeboten werden liegt aber auch daran das es generell nur sehr wenige gibt. Zur Info: Köckerling baut pro Jahr im Schnitt 70 Ultimas, ein Großteil davon ist verteilt auf drei Ballungsgebiete in D, hier ist eines davon.
Das erklärt mitunter warum kein anderer Hersteller auf diesen Zug aufspringt und es erklärt auch warum es die Vitu gibt.

Warum das so ist ? Es sind keine Scheiben dran, was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht.
Wir waren hier in der Region 2001 die ersten mit einer AT, ich weiß noch genau wie man uns damals belächelt hat.
Heute fahren im direkten Umkreis mehr als zehn Ultimas und es lacht keiner mehr.

Interessanterweise sind die Meisten immer total begeistert von einer Feldvorführung, oder generell wenn sie das Teil im Einsatz sehen, oder den Feldaufgang danach. Gekauft wird dann Lemken, Amazone, Horsch. Alles völlig innovationsloser, überteuerter Krempel. Ging schon immer so, kann ich auch nix falsch machen.

Selbst Schuld.
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Heiner am 11. Dezember 2014, 21:12:41
Daher stelle ich mir die Frage, ob dass große Rad vor dem Schaar Kluten zerdrückt und damit die vorarbeit mit der KE/KG auch auf schweren Böden unnötig wird. Immerhin ist dies ja eine sehr teure Bearbeitungsmethode.

Hallo Feldmeister,

so intensiv wie eine Kreiselegge arbeitet die Ultima definitiv nicht.
Du kannst das vielleicht mit einer Walze und einem Zug Eggen vergleichen.
Von daher arbeite ich solche Flächen auch schon mal vor dem Säen mit der Ultima (ohne zu säen) einmal schräg zur Drillrichtung vor (abschleppen, walzen, eggen  ;) ) und säe erst dann bei einer weiteren Überfahrt.

Heiner
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Schorsch am 11. Dezember 2014, 21:45:01
Ich hab jetzt aber auch festgestellt, daß mit der Ultima die ordentliche Einbettung des Saatgutes in ein gröberes Saatbett noch gut gelingt. Der Boden wird nicht mehr so fein wie mit der Kreiselegge, aber er muß es auch nicht.
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: dirkk am 11. Dezember 2014, 22:08:40
N `Abend !

Gibt es Erfahrungen darüber , was eine Ultima mit gepflügtem Löss oder leichteren Lehmboden macht , wenn dabei das Crossboard eingesetzt wird ?  Ab und zu passiert es ja hier mal , dass nach dem Rübenroden gepflügt wird .

Ich habe bei einer Vorführung beim Raps drillen in diesem Herbst gesehen , dass die vorlaufenden Druckrollen ja ganz schön alles zerdrücken - ich würd fast sagen , sie pflügen richtig durchs Grubbernland , bildlich gesehen .  Ist aber sehr schön eben und fest geworden und der Raps lässt zur Zeit keine Wünsche offen bei einem Vergleich mit einer Rapid ( dort nicht ganz so eben ) .

gruss
dirkk
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Henrik am 11. Dezember 2014, 22:48:48
Finde es wirklich seltsam,dass kein anderer deutscher Hersteller ausser Koeckerling eine unter hiesigen Bedingungen brauchbare Zinkendrille auf die Beine stellt.Wenn man den Gebrauchtmaschinenmarkt beobachtet,faellt auf dass sehr wenige Ultimas erhaeltlich sind bzw recht schnell verkauft sind,also scheint das Produkt eine gute Arbeit zu leisten und ein Bedarf vorhanden zu sein...

Das hat diverse Gründe.
Jene welche eine Ultima haben geben sie i.d.R. nicht mehr her - ausser sie wird durch eine neue Ultima ersetzt.
Das so wenig Gebrauchte angeboten werden liegt aber auch daran das es generell nur sehr wenige gibt. Zur Info: Köckerling baut pro Jahr im Schnitt 70 Ultimas, ein Großteil davon ist verteilt auf drei Ballungsgebiete in D, hier ist eines davon.
Das erklärt mitunter warum kein anderer Hersteller auf diesen Zug aufspringt und es erklärt auch warum es die Vitu gibt.

Warum das so ist ? Es sind keine Scheiben dran, was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht.
Wir waren hier in der Region 2001 die ersten mit einer AT, ich weiß noch genau wie man uns damals belächelt hat.
Heute fahren im direkten Umkreis mehr als zehn Ultimas und es lacht keiner mehr.

Interessanterweise sind die Meisten immer total begeistert von einer Feldvorführung, oder generell wenn sie das Teil im Einsatz sehen, oder den Feldaufgang danach. Gekauft wird dann Lemken, Amazone, Horsch. Alles völlig innovationsloser, überteuerter Krempel. Ging schon immer so, kann ich auch nix falsch machen.

Selbst Schuld.


Wo sind die anderen beiden Regionen in Deutschland? (Weiss das Köckerling auch in Frankreich sehr gut verkauft)

Köckerling ist einfach im Marketing zu schwach! Die gleiche Drille in roter Farbe verkauft, es würden jährlich 200 Stück verkauft werden!  Scheiben machen halt mehr Arbeit und schneiden nochmal alles klein, beim Zinken passiert zuwenig! (Das das Stroh aus der Rille geräumt wird sieht man ja nicht. ) Für die Bauern zählt halt nur die Optik.

Kenne hier genug junge Landwirte die auf Zapfwellengetriebene Kombiantionen schwören, sich aber dann wundern das der AFU immer mehr wird............

Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Euro-T am 11. Dezember 2014, 23:04:00
Wo sind die anderen beiden Regionen in Deutschland? (Weiss das Köckerling auch in Frankreich sehr gut verkauft)

Genau weiß ich das ehrlich gesagt nicht, im Norden und im Osten soll es noch zwei Ballungszentren geben.

Klar, ausserhalb davon findet sich auch immer mal eine Blaue aus Verl.


Zitat
Köckerling ist einfach im Marketing zu schwach!

Da hast du wohl Recht. Obwohl mir die Anzeigen seit einiger Zeit ziemlich häufig auffallen. Freilich aber nicht so pompös wie die von Anderen.

Bin mir aber auch nicht sicher ob das langen würde, so Aussagen wie von Schorsch:
Ich hab jetzt aber auch festgestellt, daß mit der Ultima die ordentliche Einbettung des Saatgutes in ein gröberes Saatbett noch gut gelingt. Der Boden wird nicht mehr so fein wie mit der Kreiselegge, aber er muß es auch nicht.

hört man immer und überall, hab eigentlich noch nie gelesen/gehört das jemand die Maschine völlig zerissen hat.
Freilich gibt es genug Ecken wo die Drille gewiss nicht hinpasst, obwohl das dann schon ziemliche Grenzregionen sind dann.
Gibt ja noch andere hier im Forum die eine zum testen hatten, sehr überzeugt davon waren, aber dann doch was anderes gekauft wurde.

Horsch (u.a.) hat es da auch einfacher, die haben ja nix Neues zum bewerben, die kramen ja nur in der Mottenkiste, kennt man ja alles schon von vor zwanzig Jahren. Mag wohl auch eine Art Erfolgsrezept sein.


Gibt es Erfahrungen darüber , was eine Ultima mit gepflügtem Löss oder leichteren Lehmboden macht , wenn dabei das Crossboard eingesetzt wird ?  Ab und zu passiert es ja hier mal , dass nach dem Rübenroden gepflügt wird .

Warum, bzw. was genau ist speziell bei dem Crossboard dein Anliegen ?
Erfahrungen damit hab ich keine, wird sich wohl arg schwer ziehen lassen auf gepflügtem, v.a. ungepacktem Land. Das ist z.T. ja schon ohne Crossboard als würde man den Anker werfen.

Dafür dann aber anschliessend sehr gut rückverfestigt.
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Heiner am 12. Dezember 2014, 08:28:03
Gibt es Erfahrungen darüber , was eine Ultima mit gepflügtem Löss oder leichteren Lehmboden macht , wenn dabei das Crossboard eingesetzt wird ?  Ab und zu passiert es ja hier mal , dass nach dem Rübenroden gepflügt wird .

Hallo dirkk,

so ganz den Kern Deiner Frage habe ich auch nicht verstanden, aber ich versuche mal auf das was ich verstanden habe zu antworten.

Das Crossboard der Ultima arbeitet wie jede andere Schleppe auch derart, dass es Boden vor sich herschiebt, und so die Fläche einebnet und dabei grössere und kleinere Erdbrocken zerreibt.
Der Unterschied des Crossboards an der Ultima zur Schleppe ist der, dass die Federn mit den Planierplatten in einem spitzen Winkel auf den Boden treffen und recht lang sind. Das hat zur Folge dass sie mehr und schneller Erde passieren lassen und nicht ganz soviel Erde vorher geschoben wird.
In der Mulchsaat ist das recht angenehm, da man so etwas mehr Druck auf die Federn geben kann und nicht so schnell Gefahr läuft, dass es zu stark schiebt.

Generell, aber auch insbesondere auf tiefgelockerten und milden Böden, sollte man darauf achten, dass der Boden weit genug abgetrocknet ist bevor man mit der Maschine darauf arbeitet, damit genügend Krümelstruktur erhalten bleibt.

Heiner
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Schorsch am 12. Dezember 2014, 08:55:30
Warum, bzw. was genau ist speziell bei dem Crossboard dein Anliegen ?
Erfahrungen damit hab ich keine, wird sich wohl arg schwer ziehen lassen auf gepflügtem, v.a. ungepacktem Land. Das ist z.T. ja schon ohne Crossboard als würde man den Anker werfen.

Dafür dann aber anschliessend sehr gut rückverfestigt.


Hab heuer auf meinem leichtesten Teilschlag die Maisstoppel mit Schollencracker gepflügt. Letzterer ebnet bei diesem Boden die Fläche nur noch etwas ein.

Das sofortige Einsäen mit der Ultima (alt ohne LEVEL-Board) war wie von Olli geschildert: Viel höherer Leistungsbedarf als sonst, aber die Rück-Verdichtung des Bodens war sehr gut, ebenso wie die Einbettung des Saatgutes. Ich wüsste nicht wozu dabei ein LEVEL-Board noch gut sein sollte, sofern natürlich das Pflügen gut gelingt.

Verbesserungsmöglichkeiten:
Boden absetzen lassen
Pflügen mit schwerem Packer
Zwischenreifenpacker an der Ultima, sofern damit die Traktion noch reicht

Edit: Wir wollen ja Väderstad nicht ärgern.
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: dirkk am 12. Dezember 2014, 09:23:32
Zitat
so ganz den Kern Deiner Frage habe ich auch nicht verstanden, aber ich versuche mal auf das was ich verstanden habe zu antworten.
 
Ab und zu ist nach dem Rüben roden die Struktur so weit ( verdichtet ) , dass ich nach Spatenprobe dann lieber das "Stückchen" ( Rübenflächenanteil ist Gesamtbetrieb grad 5 % ) pflügen lasse . Bei der Väderstad Rapid geht es bei guter Pflugarbeit so grad , aber die Vorgewende müssen dann doch mit einem Grubber leicht eingeebnet werden . Die Tiefenablage wird gleichmässiger . Bei letzten ( Neu-)Stück waren viele ordentliche Hänge dabei , da hat der Drillschlepper zuviel mit der Rapid zu tun ( bei Fast - Volleinsatz der Zinken zum Einebenen steht der Schlepper fast , wenn es bergauf geht )   und da war der Grubbereinsatz sehr vorteilhaft - es geht viel leichter zu ziehen und der Weizen läuft sehr gleichmässiger auf , was ich bei  Novembersaat auch gern sehe , weil der Weizen zum Ausgleichen keine Zeit hat  .

Deswegen die Frage , wie so etwas bei einer Ultima geht . Aber die letzten zwei Antworten geben schon ein wenig Aufschluss .

gruss
dirkk
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Schorsch am 12. Januar 2015, 09:22:40
http://www.agrowissen.de/de/forum/index.php?topic=13564.msg196735#msg196735
Hallo

Ich setze die HTU Gaensefussschaare zwar nicht beim quadro ( bei mir Vector) sondern bei der Ultima ein. Mit der Konstellation drille ich die Zwischenfruechte direkt in die Stoppel oder mache eine sehr flache Bodedenbearbeitung. Durch die Fuehrungsraeder habe ich einen perfekten flachen Schnitt. Wichtig ist nur das es trocken ist, sonst verstopft sie.
Fuer mich einfach Top.

MfG Piotrek

@ Piotrek:

Im HTU-Katalog sind für Köckerling zwei verschieden breite Gänsefußschare im Angebot. Es gibt sie mit 310 mm oder 250 mm. Die alte Ultima hat einen Strichabstand von 175 oder 180 mm. Welche Scharbreite fährst Du an Deiner Ultima?

Mir würde dieses System sehr zusagen zur Saatbettbereitung für Rübe, zur Bearbeitung der Rapsstoppel und evtl. auch zur Zwischenfruchtbestellung.
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Heiner am 20. Januar 2015, 23:51:52
...
Habe nichts an dem Gerät auszusetzen, bis auf eine fehlende GPS Schaltung (Soll aber evtl zum Sommer kommen (Update))
...

Hallo SSP450

hast Du mittlerweile das GPS-Update drauf ?
Und wenn ja, was kann es ?

Heiner
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: jaydee88 am 27. Januar 2015, 12:15:40
Ich finde die Idee mit den Scheiben auf der Rolle nicht schlecht. Haben so etwas von Scheibensechen. Aber muss ja einen Grund haben, waru es sie gab aber bei der Ultima keine Verwendung mehr gefunden haben  :frage:

Gerade für Direktsaat könnte doch so ein Scheibensech auf der vorlaufenden Walze Sinn machen,um Haufenbildung durch die Zinken zu vermeiden,vlt. kann Olli dazu was sagen,der hat ja schon mit der Ultima direkt gesät...
Titel: Re:Köckerling Ultima
Beitrag von: Heiner am 01. Februar 2015, 01:13:28
Ich finde die Idee mit den Scheiben auf der Rolle nicht schlecht. Haben so etwas von Scheibensechen. Aber muss ja einen Grund haben, waru es sie gab aber bei der Ultima keine Verwendung mehr gefunden haben  :frage:

Gerade für Direktsaat könnte doch so ein Scheibensech auf der vorlaufenden Walze Sinn machen,um Haufenbildung durch die Zinken zu vermeiden,vlt. kann Olli dazu was sagen,der hat ja schon mit der Ultima direkt gesät...

Hallo jaydee88

Ich bin zwar nicht Olli, und ich habe mit der Ultima auch noch nicht direkt gesät, aber bei mir macht die Ultima des Öfteren den 1. Stoppelarbeitsgang fast auf Saattiefe.
Haufenbildung ist dabei kein Thema, deshalb vermisse ich auch kein Sech.
In meinen Augen ist das entscheidende Moment in der Vermeidung der Haufenbildung die Tatsache, dass die Schare einzeln tiefengeführt werden, denn Haufenbildung entsteht am stärksten wenn Schare nur auf der Erdoberfläche "stehen" und nicht eindringen, so dass kein Bodenfluss am Schar entsteht.

Heiner
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: piotri am 01. Februar 2015, 07:33:11
Hallo

Damit keine Haufenbildung entsteht oder die Drille "dicht macht" gibt es, nach meinen Ehrfahrungen, folgendes zu beachten:

1.Der Boden muss trocken sein
2. Der Boden sollte vorher nicht bearbeitet sein, damit die Maschine nicht schiebt - gerade diese Jahr die Ehrfahrung gemacht nach Weizenhochschnitt und voherige Bearbeitung mit dem Vector. Auf kurzen Stoppeln und gut gehakselten Stroh sollte es problemlos gehen.

Ich dachte da nach dem Sech eigntlich nur wenn ich in eine drcke Zwischenfrucht saehe.

Piotrek
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Duke am 02. Februar 2015, 20:25:04
Damit keine Haufenbildung entsteht oder die Drille "dicht macht" gibt es, nach meinen Ehrfahrungen, folgendes zu beachten:

1.Der Boden muss trocken sein
2. Der Boden sollte vorher nicht bearbeitet sein, damit die Maschine nicht schiebt - gerade diese Jahr die Ehrfahrung gemacht nach Weizenhochschnitt und voherige Bearbeitung mit dem Vector. Auf kurzen Stoppeln und gut gehakselten Stroh sollte es problemlos gehen.

Ich dachte da nach dem Sech eigntlich nur wenn ich in eine drcke Zwischenfrucht saehe.

Hallo,
fahre seit 2006 eine 4m Ultima.
Ich muss sagen, Haufenbildung gibt es bei der Ultima eigentlich nicht. Ein Scheibensech würde nur Sinn machen, wenn man den Erdstrom teilen will, z.B. bei Gänsefußscharen.
Ich habe in eine 1,1m hohe Zwischenfrucht Weizen direkt gedrillt und keine Haufen produziert.
Desweiteren habe ich auch schon in 60cm hohe Weizenstoppel Zwischenfrucht eingesäht.
Ich versuche mal ein paar Bilder anzuhängen...
MfG

P.S.: Ein Video von Zwischenfrucht Direktsaat in ne "normale" 20cm Stoppel
https://www.youtube.com/watch?v=bPWJIx53MOg
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Duke am 02. Februar 2015, 20:33:24
Weils so schön war noch ein paar....
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Euro-T am 02. Februar 2015, 22:44:53
Oh.. eben erst gesehen..

Ich bin zwar Olli, hab aber meinen Vorschreibern nix mehr hinzuzufügen.  ;D

Eine Anmerkung vielleicht, das Einzige was unsere Ultima hier jemals zum erliegen brachte waren nasse Lagerstoppeln - die aber dann richtig.
Wir habens dann trotzdem zu Ende gebracht und die ZF reingedrillt, der Fahrer leidet allerdings heute noch unter Alpträumen.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: jaydee88 am 03. Februar 2015, 08:02:11
Weils so schön war noch ein paar....

Sehr intressant,vielen Dank fürs teilen,bin echt beeindruckt.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Heiner am 03. Februar 2015, 08:04:14
Hallo

Damit keine Haufenbildung entsteht oder die Drille "dicht macht" gibt es, nach meinen Ehrfahrungen, folgendes zu beachten:

1.Der Boden muss trocken sein
2. Der Boden sollte vorher nicht bearbeitet sein, damit die Maschine nicht schiebt - gerade diese Jahr die Ehrfahrung gemacht nach Weizenhochschnitt und voherige Bearbeitung mit dem Vector. Auf kurzen Stoppeln und gut gehakselten Stroh sollte es problemlos gehen.

Ich dachte da nach dem Sech eigntlich nur wenn ich in eine drcke Zwischenfrucht saehe.

Piotrek

Hallo,

ein Punkt muss dabei angemerkt werden, wir müssen unterscheiden zwischen Häufchenbildung durch die Schare, die es eigentlich fast nicht gibt, und Haufenbildung verursacht durch die Zustreicher.
Unter den von Piotri beschriebenen Bedingungen sind nach meinen Erfahrungen die Zustreicher das Problem. Die werden bei mir unter solchen Vorrausetzungen etwas angehoben.

Heiner
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: jaydee88 am 03. Februar 2015, 19:23:27
Nur mal so aus Neugier:Weiss jemand,warum Köckerling die Ultima in Deutschland nur bis 8 Meter anbietet,in andren Ländern jedoch bis 9?
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: berci am 03. Februar 2015, 19:29:24

Das könnte mit der Transportbreite oder -höhe zu tun haben.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Duke am 04. Februar 2015, 08:46:02
ein Punkt muss dabei angemerkt werden, wir müssen unterscheiden zwischen Häufchenbildung durch die Schare, die es eigentlich fast nicht gibt, und Haufenbildung verursacht durch die Zustreicher.
Unter den von Piotri beschriebenen Bedingungen sind nach meinen Erfahrungen die Zustreicher das Problem. Die werden bei mir unter solchen Vorrausetzungen etwas angehoben.
Hallo!

Jetzt muss ich noch zu meinen Bildern sagen, dass die Ultima nich mehr ganz Original ist.
Die Schare sind breitere drauf gekommen (10cm), das hat den Grund, dass breitere Schare mehr Erde bringen und somit die Stiele besser "freischieben".
Und das Arbeitsbild wird bei Direktsaat deutlich besser. Allerdings braucht man auch mehr Kraft zum ziehen.
Die Zustreicher wurden anders angeordnet(2 mehr) und nach hinten angewinkelt, dadurch deutlich weniger Verstopfung.
Und zu guter letzt habe ich den Abstand von Walzenträger zur Walze erhöht.

MfG
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: NobbyNobbs am 04. Februar 2015, 13:28:23
ein Punkt muss dabei angemerkt werden, wir müssen unterscheiden zwischen Häufchenbildung durch die Schare, die es eigentlich fast nicht gibt, und Haufenbildung verursacht durch die Zustreicher.
Unter den von Piotri beschriebenen Bedingungen sind nach meinen Erfahrungen die Zustreicher das Problem. Die werden bei mir unter solchen Vorrausetzungen etwas angehoben.
Hallo!

Jetzt muss ich noch zu meinen Bildern sagen, dass die Ultima nich mehr ganz Original ist.
Die Schare sind breitere drauf gekommen (10cm), das hat den Grund, dass breitere Schare mehr Erde bringen und somit die Stiele besser "freischieben".
Und das Arbeitsbild wird bei Direktsaat deutlich besser. Allding braucht man auch mehr Kraft zum ziehen.
Die Zustreicher wurden anders angeordnet(2 mehr) und nach hinten angewinkelt, dadurch deutlich weniger Verstopfung.
Und zu guter letzt habe ich den Abstand von Walzenträger zur Walze erhöht.

MfG

Aaaha! Ich hab' mich schon die ganze Zeit über das Arbeitsbild aus dem Video gewundert. Schöne BESTELLsaat.  :)
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: jaydee88 am 04. Februar 2015, 15:24:51
Ja das sieht echt gut aus,soweit man das von hier aus beurteilen kann.Bemerkenswert finde ich die für eine Zinkendrille sehr beachtliche Geschwindigkeit,da fliegt ja doch etwas Erde rum.Olli hat ja aber schon mal geschrieben,dass sich das bei der Ultima nicht negativ auf die Saattiefe auswirkt.Wenn ich da denke,dass die Farmer in Kanada mit ihren Zinkendrillen,trotz 25 oder gar 30cm Reihenabstand max 7,5km/h fahren,weil sonst zu viel Erde auf die Nachbarreihen transferriert wird,ist das hier schon eine andre Sache.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: NobbyNobbs am 04. Februar 2015, 15:38:07
Ja das sieht echt gut aus,soweit man das von hier aus beurteilen kann.Bemerkenswert finde ich die für eine Zinkendrille sehr beachtliche Geschwindigkeit,da fliegt ja doch etwas Erde rum.Olli hat ja aber schon mal geschrieben,dass sich das bei der Ultima nicht negativ auf die Saattiefe auswirkt.Wenn ich da denke,dass die Farmer in Kanada mit ihren Zinkendrillen,trotz 25 oder gar 30cm Reihenabstand max 7,5km/h fahren,weil sonst zu viel Erde auf die Nachbarreihen transferriert wird,ist das hier schon eine andre Sache.

Ich kenne zwei die fahren die fahren die Karre 20 bis 25 kmh. Sind aber auch nicht die allerbesten Ackerbauern. Zufriedenstellend sind die Resultate häufig dennoch.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: nofear am 04. Februar 2015, 16:37:23
Denk mal der Grund, warum Stepping bei der Ultima scheinbar nicht so die Rolle spielt sind die Vorrollen, die ja die Tiefenführung übernehmen. Bei reinen Zinkendrillen ohne "Einzeltiefenführung" gibt es die ja so nicht.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: jaydee88 am 04. Februar 2015, 19:49:13
Denk mal der Grund, warum Stepping bei der Ultima scheinbar nicht so die Rolle spielt sind die Vorrollen, die ja die Tiefenführung übernehmen. Bei reinen Zinkendrillen ohne "Einzeltiefenführung" gibt es die ja so nicht.

Die verschiedenen nordamerikanischen Zinkendrillen mit "Einzeltiefenführung",die ich bisher gefahren habe,haben alle das Problem.Bei ca. 5mph ist da Schluss,bei manchen sogar bei 4,3-4,5.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Duke am 04. Februar 2015, 21:05:39
Ja das sieht echt gut aus,soweit man das von hier aus beurteilen kann.Bemerkenswert finde ich die für eine Zinkendrille sehr beachtliche Geschwindigkeit,da fliegt ja doch etwas Erde rum.Olli hat ja aber schon mal geschrieben,dass sich das bei der Ultima nicht negativ auf die Saattiefe auswirkt.Wenn ich da denke,dass die Farmer in Kanada mit ihren Zinkendrillen,trotz 25 oder gar 30cm Reihenabstand max 7,5km/h fahren,weil sonst zu viel Erde auf die Nachbarreihen transferriert wird,ist das hier schon eine andre Sache.

Ja gut, gerade bei dem Video gehts "bergab", im Normalfall fahre ich so zwischen 12 und 13km/h. Habe auch schon "Versuche" mit schnellerer fahrt gemacht. -> Bis so 15km/h sieht es noch recht gut aus vom Arbeitsbild. Wenn man dann die Geschwindigkeit noch weiter erhöht bekommt man das Problem, dass die Saatkörner zu stark verrollen und aus der Saatreihe springen. Eine ordentliche Tiefenführung ist dann nicht mehr gegeben.

Vorteil bei höherer Geschwindigtkeit ist allerdings ne bessere Kümelung.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: jaydee88 am 04. Februar 2015, 21:53:54
Ja das sieht echt gut aus,soweit man das von hier aus beurteilen kann.Bemerkenswert finde ich die für eine Zinkendrille sehr beachtliche Geschwindigkeit,da fliegt ja doch etwas Erde rum.Olli hat ja aber schon mal geschrieben,dass sich das bei der Ultima nicht negativ auf die Saattiefe auswirkt.Wenn ich da denke,dass die Farmer in Kanada mit ihren Zinkendrillen,trotz 25 oder gar 30cm Reihenabstand max 7,5km/h fahren,weil sonst zu viel Erde auf die Nachbarreihen transferriert wird,ist das hier schon eine andre Sache.

Ja gut, gerade bei dem Video gehts "bergab", im Normalfall fahre ich so zwischen 12 und 13km/h. Habe auch schon "Versuche" mit schnellerer fahrt gemacht. -> Bis so 15km/h sieht es noch recht gut aus vom Arbeitsbild. Wenn man dann die Geschwindigkeit noch weiter erhöht bekommt man das Problem, dass die Saatkörner zu stark verrollen und aus der Saatreihe springen. Eine ordentliche Tiefenführung ist dann nicht mehr gegeben.

Vorteil bei höherer Geschwindigtkeit ist allerdings ne bessere Kümelung.

Machst du eigentlich nur Direktsaat?
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Duke am 05. Februar 2015, 17:54:22
ja bei weizen.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: flo am 26. März 2015, 08:29:11
Hallo,

bin momentan am schauen nach einer gebrauchten ultima.
Was sind die grossen Unterschiede zwischen der älteren Baureihe mit den roten Tanks und den mit den blauen ( bj2008 o ä).
Wenns preislich passt hätte ich gerne 4m, sonst eben 3m.
Auf was  sollte ich achten?

Danke und Grüße
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Euro-T am 26. März 2015, 09:30:47
Hallo,

bin momentan am schauen nach einer gebrauchten ultima.
Was sind die grossen Unterschiede zwischen der älteren Baureihe mit den roten Tanks und den mit den blauen ( bj2008 o ä).
Wenns preislich passt hätte ich gerne 4m, sonst eben 3m.
Auf was  sollte ich achten?

Danke und Grüße

Moin,

ich denke du sprichst in beiden Fällen von der Ultima alter Bauart, die CS wurde imho erst 2010 vorgestellt.

Große Unterschiede zwischen rotem und blauem Tank gibt es eigentlich nicht, den blauen Tank gab es übrigens imho schon ab 2005.

Unterschiede, oder sagen wir eher Weiterentwicklungen gab es aber dennoch, als da wären:

- es gab irgendwann eine hydraulische Saatmengenverstellung, wenn ich nicht ganz daneben liege war der Zellenradantrieb aber immer    mechanisch über ein Spornrad

- der Bediencomputer FS4 wich dem WTK - aus meiner Sicht die Wahl zwischen Pest und Cholera, der FS4 hatte wenig Optionen und ging auch gerne mal kaputt, der WTK bietet viele Optionen, ist aber imho blöd zu bedienen. - Aber er hält  ;D

- es flossen permanent Stabilitätsverbesserungen in die Drille ein, hier mal ein Knotenblech, da mal ein anderes Eisen

Eigentlich war es das im Kern schon, aus meiner Sicht kann man durchaus auch die "roten" Ultimas kaufen, bin selber 10 Jahre eine gefahren und kann wenig richtig negatives berichten.

Wo muß man hingucken ?

Als erstes ist sicher das Fahrwerk zu nennen, gerade bei den 4m Maschinen gab es da immer wieder Probleme mit der Stabilität.
Gleiches gilt für die Deichsel, wenn Fahrer meinen die Drille abgelassen 90° über Eck ziehen zu müssen gibts halt irgendwann Risse im Gebälk. - Ein weiteres Erkennungsmerkmal für grobes Fahren kann übrigens sein wenn die Klemmbügel der Führungsrollen auf dem Vierkant-Stahl Verschiebungsspuren zeigen.

Die Lager der Führungsrollen halten so etwa 3500 - 4000 ha, einfach mal kontrollieren, wenn eins wackelt kommen alle. Zum Test langt es die der vorderen Reihe durchzugucken weil dort die größten Belastungen auftreten.

Die Lager der Spurreisser und Vorauflaufmarkierer muß man leider durchaus auch als Verschleissteil bezeichnen.

Maschinen die im Highspeed Verfahren eingesetzt wurden leiden immer mal unter Rissen an diversen Stellen. Was fast alle Ultimas haben ist ein gerissener Aufstieg zum Tank, das alleine ist aber noch kein Ausschlußkriterium, erst wenn die Tankbefestigung irgendwo nachoperiert wurde muß man genauer hingucken.

Die Walzenaufhängung auch mal genauer anschauen, die ersten Baureihen können da Langlöcher haben, das ist kein K.O. Kriterium, muß aber behoben werden weil ansonsten die Walze irgendwann hinter der Drille liegt, bzw. die Spannfedermimik einer weitaus größeren Belastung als geplant ausgesetzt ist und irgendwann reisst. - Sollte man übrigens auch mal im Regal liegen haben, so einen Führungsstab einer Spannfeder.

Generell arbeitet Köckerling ja gerne mit Klemmbügeln, wenn da einer mal gerissen ist (auch speziell an der Walze) dann ist das auch kein Drama, die Dinger sind einfach auch als Verschleissteil zu sehen.

Soweit für`s Erste, ich wünsche dir viel Glück bei der Findung der Nadel im Heuhaufen.. ;D

P.S.: bist ein Jahr zu spät, letztes Jahr hätte ich da was passendes gewusst... ;)







Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: flo am 26. März 2015, 10:12:08
Danke euro T für die ausführliche Antwort.

Ja die Ultima CS kommt für mich als kleiner Krauter nicht in Frage, würde mein Finanzrahmen sprengen.
Werde euch auf dem laufenden halten falls es fragen gibt.

Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Stefan85 am 30. März 2015, 18:54:45
Hallo Piotrek,

ich plane auch, Gänsefüße an eine Ultima zu bauen - welche Fabrikate bieten sich an?

Kann das kanadische Bourgault-System mit Schnellwechselsockeln eingesetzt werden? Könnte ich von denen auch entweder die schmalen (1,5 cm) Säschare oder eben Gänsefußschare im Wechsel einsetzen?

Hat irgendjemand eine Idee, wo ich 5-Loch Scheibenseche 600mm bekommen kann, um diese zwischen die beiden Halbräder der Ultima-Laufräder zu montieren?
Das hieße ja auch die Rohrstücke der Halbräder halbieren und in die jeweils andere Hälfte einschweißen, sowie die Gummibänder halbieren. Das ganze wäre dann etwas weniger stabil, sollte aber seinen Dienst tun.

Ziel ist sozusagen eine Fusion aus AT und Ultima, um einen engeren Reihenabstand zu haben.

Hat da jemand schonmal Erfahrungen gemacht?

Liebe Grüße --- Stefan
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Schorsch am 31. März 2015, 11:05:15
Du möchtest also eine AT mit dem Reihenabstand der Ultima. Hast Du entsprechende Erfahrungen mit beiden Maschinen?

Die Ultima hat 16 Saatgutausläufe auf 3 m, die AT hat 14 Ausläufe auf 3m. Ob dieser Unterschied große Umbaumaßnahmen rechtfertigt? Wenn Du erfahrungsgemäß ohne Scheibensech nicht arbeiten kannst, dann besorg Dir eine AT.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: guest176 am 31. März 2015, 11:18:59
Du möchtest also eine AT mit dem Reihenabstand der Ultima. Hast Du entsprechende Erfahrungen mit beiden Maschinen?

Die Ultima hat 16 Saatgutausläufe auf 3 m, die AT hat 14 Ausläufe auf 3m. Ob dieser Unterschied große Umbaumaßnahmen rechtfertigt? Wenn Du erfahrungsgemäß ohne Scheibensech nicht arbeiten kannst, dann besorg Dir eine AT.

eine at mit einer ultima zu vergleichen ist das selbe wie äpfel und birnen ...... die 3m at hat 7 schare und die 3m unltima hat 16 schare
nee spass beiseite was wollt ihr mit den breiten scharen an der ultima erreichen ?
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Schorsch am 31. März 2015, 13:16:56
Genau Joe: Apfel und Birne - nicht das Gleiche aber in wesentlichen Merkmalen sehr ähnlich.

Die Gänsefüße ermöglichen eine sehr flache aber ganzflächige Bearbeitung, mit oder auch ohne gleichzeitiger Aussaat. Passend für Stoppelsturz mit verbesserter Unkrautkontrolle (Ausfallraps) sowie auch Saatbettbereitung zu z. B. Rübe.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Stefan85 am 31. März 2015, 14:24:52
Ich habe auf den schweren Lehmböden hier unter oft eher feuchteren Bedingungen bei dem AT-Strichabstand von 43 cm Schiss, dass die große Soden wirft. Wir testen das aber sobald es wieder abgetrocknet ist mit einer zum Verkauf stehenden Maschine.

Deswegen - in dem Sinne wie Schorsch es anführt - möchte ich auf einen engeren Strichabstand gehen, und trotzdem den erleichterten Einzug durchs Sech nicht hergeben. Auch Direktsaaten in ZF mit möglichst schmalen Scharen (gegen Erdaufwurf) sollten technisch möglich sein. Daher die Bestrebungen.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Euro-T am 31. März 2015, 15:37:26
Deswegen - in dem Sinne wie Schorsch es anführt - möchte ich auf einen engeren Strichabstand gehen, und trotzdem den erleichterten Einzug durchs Sech nicht hergeben. Auch Direktsaaten in ZF mit möglichst schmalen Scharen (gegen Erdaufwurf) sollten technisch möglich sein. Daher die Bestrebungen.

Ich verstehe den Hintergedanken, würde da aber doch erstmal mit den Scharen beginnen. Sprich: erstmal ein Flügelschar statt des originalen Drillschares montieren und gucken ob es das Sech wirklich braucht.

Wenn ich grad nicht ganz falsch liege hat die Laufrolle eine ET0, mittig durchtrennen ist dann also schonmal nicht und es kommen andere Probleme ins Spiel, als da imho ein Sech seinen Zweck nur dann richtig erfüllt wenn der Schnitt genau mittig aufs Schar trifft. Das würde nach sich ziehen das die Laufrolle aussermittig montiert werden müsste, da hat man einen gewissen Spielraum, bleibt fraglich ob der Platz unten zu den Nachbarscharen ausreicht.

Denke unser Ultima-Flügel-Experte wird sich dazu auch nochmal melden  ;D
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Tim am 31. März 2015, 16:46:59
Hallo Stefan,

Du gehst davon aus das durch schmalere schare und eine schneidende Scheibe vorweg weniger bodenbearbeitung passiert und mehr ernterückstände weniger Probleme machen.

Dachte ich auch, funktioniert aber bei uns nicht wirklich besser,  zum Grossteil eher schlechter wie bei den brachialer anmutenden köckerling schmalscharen (ich mein die ultima,  at hab ich selbst noch nie gesehen) oder vergleichbar,  Horsch focusdrill Zinken.

Wir fahren hier mit einer sumo dts strip tillage Maschine. Vorweg läuft eine schneidscheibe,  dann kommt ein Ca. 1,5 cm schmaler lockerungszinken und jetzt im Frühjahr hatten wir die schmalen dutch Industries schare für die Bohnen und Erbsen dran (die breiteren gänsefüsse liegen in der Schaufel im Bild) .

Die Maschine ist vergleichbar mit einer claydon. Ich denke das Problem liegt darin das wirklich kaum Erde bewegt wird, es fehlt der Erdstrom der bei einem grubberschar die ernterückstände vor dem Grindel wegschiebt oder der Erdstrom wegspritzt und dann hängen sich die ernterückstände vor das Grindel und verstopfen.
Mfg tim
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: piotri am 31. März 2015, 16:55:06
Genau Joe: Apfel und Birne - nicht das Gleiche aber in wesentlichen Merkmalen sehr ähnlich.

Die Gänsefüße ermöglichen eine sehr flache aber ganzflächige Bearbeitung, mit oder auch ohne gleichzeitiger Aussaat. Passend für Stoppelsturz mit verbesserter Unkrautkontrolle (Ausfallraps) sowie auch Saatbettbereitung zu z. B. Rübe.

Hallo

Dem ist eigentlich nichts hinzuzufuegen.
Also die Gaensefussschaare(GFS) gehen schon mal nicht bei der CS - zu wenig platz. Bei der alten Version gehen sie auch nicht ueberall ( glaube 6 Stueck) aber da nehme ich einfach die 31cm GFS und bekomme auch den ganzflaechigen Schnitt.
Durch Weizenhochschnittstoppel geht sie auch gut, es muss nur trocken sein, weil sie sonst ratzfatz zu ist - sehr verbaut durch die Rollen.
Ich spielte auch mit den gedanken das Sech zu verbauen, aber irgendwie habe ich bis jetzt keine Bedingungen gefunden, um sie zu vermissen.
Zu den Schaaren. Wer einmal mit gepanzerten Schaaren gearbeitet hat, will nichts anderes ( nur vielleicht mit Kombination mit Hartmetall - habe so etwas schon am testen  ;D). Du wuerdest sie sowieso nur vielleicht zur Leguminosensaat wechseln.

Was mir mehr durch den Kopf geht, ist Sie zur einem All in one Geraet umzubauen. Wenn ich noch hinter der Walze eine Saehshiene (oder die Heko Saehwalze) haette und einen zweiten Saattank , dann waehre das eine Kombination die unglaublich vielseitig einsetzbar waehre. Gerade bei meiner Fruchtfolge ist eigentlich der zweite Bearbeitungsgang schon zu viel.

Piotrek
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Henrik am 31. März 2015, 17:41:55
Was mir mehr durch den Kopf geht, ist Sie zur einem All in one Geraet umzubauen. Wenn ich noch hinter der Walze eine Saehshiene (oder die Heko Saehwalze) haette und einen zweiten Saattank , dann waehre das eine Kombination die unglaublich vielseitig einsetzbar waehre. Gerade bei meiner Fruchtfolge ist eigentlich der zweite Bearbeitungsgang schon zu viel.

Piotrek

Du meinst dann so eine Kombination wie sie EWD an der Drillmaschine fährt? Daran habe ich auch schon mal gedacht, wäre super Kombi das ganze.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Schorsch am 31. März 2015, 17:49:49
Der Vollständigkeit halber: Ernst hat ein ähnliches All-In-One-Gerät zusammengestellt.
http://www.agrowissen.de/de/forum/index.php?topic=14325.msg168500#msg168500
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Stefan85 am 01. April 2015, 20:41:54

Also die Gaensefussschaare(GFS) gehen schon mal nicht bei der CS - zu wenig platz. Bei der alten Version gehen sie auch nicht ueberall ( glaube 6 Stueck) aber da nehme ich einfach die 31cm GFS und bekomme auch den ganzflaechigen Schnitt.
Durch Weizenhochschnittstoppel geht sie auch gut, es muss nur trocken sein, weil sie sonst ratzfatz zu ist - sehr verbaut durch die Rollen.
Ich spielte auch mit den gedanken das Sech zu verbauen, aber irgendwie habe ich bis jetzt keine Bedingungen gefunden, um sie zu vermissen.
Zu den Schaaren. Wer einmal mit gepanzerten Schaaren gearbeitet hat, will nichts anderes ( nur vielleicht mit Kombination mit Hartmetall - habe so etwas schon am testen  ;D). Du wuerdest sie sowieso nur vielleicht zur Leguminosensaat wechseln.

Was mir mehr durch den Kopf geht, ist Sie zur einem All in one Geraet umzubauen. Wenn ich noch hinter der Walze eine Saehshiene (oder die Heko Saehwalze) haette und einen zweiten Saattank , dann waehre das eine Kombination die unglaublich vielseitig einsetzbar waehre. Gerade bei meiner Fruchtfolge ist eigentlich der zweite Bearbeitungsgang schon zu viel.

Piotrek

Hi Piotrek, Danke für deine Erfahrungsberichte.

Ich würde sekbstverständlich auch schmalere Gänsefüße besorgen als bei der AT, also eben so, dass ich genug überlappe für einen sicheren Unterschnitt.

Würdest du auch gepanzerte Gänsefüße empfehlen?

Sicher, ein weiterer Plan wäre, wenn alles klappt und die Technik sicher im Betrieb läuft, eine ebenfalls parallelogrammgeführte Mulchsaattechnik hinten anstatt der Walze zu montieren, um sowohl engere Reihenabstände (z.B. Grünbracheansaaten) als auch Mischsaaten realisieren zu können, vorne Ackerbohnen, hinten Leindotter, vorne SoWicken und Lupinen, hinten WRaps, etc.

Jetzt habe ich aber noch keine Einschätzung gehört zum Bourgaultsystem, und auch zu den ganz schmalen Säscharen (1,2mm) - wie seht ihr das?

@ Euro-T: WAS MEINST DU MIT "hat die Laufrolle eine ET0"? Ich habe auch die Ersatzteilliste der Ultima durchgesehen, da bestehen die Rollen von vorn herein aus Hälften, die Rohrstücke sind so breit wie die ganze Rolle, aber versetzt zusammengebaut.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Tim am 01. April 2015, 20:58:49
ich denke die Bourgeault Opener werden auch von dutch industries gebaut
wenn du die meinst
http://www.bourgault.com/SearchProduct/ViewProduct/tabid/168/language/en-US/Default.aspx?DocId=151&mode=1&New=false&IdChange=false

gibts dort auch aufgepanzert
http://app.dutchopeners.com/public/browse_tip/id/8

und ich denke wir haben mit den
5" Paired Row - 3/8" separation  letztes Jahr raps und Getreide gedrillt

die machen mehr Bodenbearbeitung als es jetzt vom bild her den Anschein hat, diese Schare unterfahren die Strohmatte nicht , sie schieben sie beiseite.

mit den schmalen
3/4" - 1525

haben wir jetzt Bohnen und Erbsen gesäht - schmaler, weniger Bodenbearbeitung, aber sie formen halt auch nen Säschlitz aus und der muss irgendwie wieder verschlossen werden, denn von allein fällt der nicht zu.

wechseln geht ruckzuck mit hammerschlag, verschleiss ist jetzt nach der ersten saison nicht wirklich zu sehen...

mfg tim
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Cyberlui am 01. Oktober 2015, 23:10:01
Mal eine Frag an die Ultima bzw AT besitzer.
Ich tu grad meine Rapsäcker die mit dr KSE bearbeitet worden sind vor der Aussaat mit KE Drille nochmal mit ner Grossfederzinkenegge mit Gänsefusscharen durchziehen zwecks Ungrasbekämpfung da die Erfahrung Zeigt das die KE das nicht wirklich gut rausbekommt, Wie sieht das bei einer At, die ja auch Gänsefu?schare aht und fast ganzflächig arbeitet, bzw Ultima , die mit den schmalscharen ja nicht ganzflächig arbeitet aus. Müßte da so eine Arbeitsgang auch sein oder oder würden die Säschare den Boden soweit bearbeiten das das Gras (Afu) weg wäre??

denn eigentlich würd mich ne gebrauchte Ultima interessieren.


Jürgen
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Euro-T am 01. Oktober 2015, 23:12:55
Mal eine Frag an die Ultima bzw AT besitzer.
Ich tu grad meine Rapsäcker die mit dr KSE bearbeitet worden sind vor der Aussaat mit KE Drille nochmal mit ner Grossfederzinkenegge mit Gänsefusscharen durchziehen zwecks Ungrasbekämpfung da die Erfahrung Zeigt das die KE das nicht wirklich gut rausbekommt, Wie sieht das bei einer At, die ja auch Gänsefu?schare aht und fast ganzflächig arbeitet, bzw Ultima , die mit den schmalscharen ja nicht ganzflächig arbeitet aus. Müßte da so eine Arbeitsgang auch sein oder oder würden die Säschare den Boden soweit bearbeiten das das Gras (Afu) weg wäre??

denn eigentlich würd mich ne gebrauchte Ultima interessieren.

Jürgen

AT: ja
Ultima in Standartausführung: bedingt bis Nein

Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Schorsch am 02. Oktober 2015, 01:12:26
Wie sieht das bei einer At, die ja auch Gänsefu?schare aht und fast ganzflächig arbeitet, bzw Ultima , die mit den schmalscharen ja nicht ganzflächig arbeitet aus. Müßte da so eine Arbeitsgang auch sein oder oder würden die Säschare den Boden soweit bearbeiten das das Gras (Afu) weg wäre??

Hier wurde ja schon mehrfach Piotreks Ultima mit den Gänsefüßen besprochen, die ganzflächig schneidet und somit die Anforderung erfüllen müsste.

http://www.agrowissen.de/de/forum/index.php?topic=13564.msg196735#msg196735
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Heiner am 07. Oktober 2015, 07:39:37
Mal eine Frag an die Ultima bzw AT besitzer.
Ich tu grad meine Rapsäcker die mit dr KSE bearbeitet worden sind vor der Aussaat mit KE Drille nochmal mit ner Grossfederzinkenegge mit Gänsefusscharen durchziehen zwecks Ungrasbekämpfung da die Erfahrung Zeigt das die KE das nicht wirklich gut rausbekommt, Wie sieht das bei einer At, die ja auch Gänsefu?schare aht und fast ganzflächig arbeitet, bzw Ultima , die mit den schmalscharen ja nicht ganzflächig arbeitet aus. Müßte da so eine Arbeitsgang auch sein oder oder würden die Säschare den Boden soweit bearbeiten das das Gras (Afu) weg wäre??

Hallo Cyberlui,

ich habe in den letzten Tagen über Deine Frage beim Drillen nachgedacht, vor allem auch vor dem Hintergrund wie würde die Bodenbearbeitung aussehen wenn Glyfosat verboten würde.

Entscheidend ist, wie groß der Ackerfuchsschwanz ist, und wie der Boden vorbearbeitet ist.
Dein Ansinnen kann funktionieren wenn der Acker nicht zu fest ist, und der Ackerfuchsschwanz max. 2 Blätter ausgebildet hat.
Dann wird der Effekt aber nicht mit den Scharen erzielt, sondern mit dem Levelboard, welches so eingestellt werden muss, dass es eine leichte Erdwelle vor sich her schiebt.

Wenn der Boden fester liegt, so dass das Levelboard nicht genug Erde bewegt, ist das nicht machbar.

Ein weiterer Aspekt der nicht vergessen werden darf ist, dass die Saat mit der nachlaufenden Walze wieder angedrückt wird. Bei größeren Graspflanzen wird durch dieses Andrücken wieder Bodenschluss hergestellt, so dass der Effekt des Ausreißens sofern er denn eintritt wieder teilweise aufgehoben wird.

Ich sehe das als nicht befriedigend an den Arbeitsgang der Aussaat unabhängig von der Drilltechnik als Ackerfuchsschwanzbekämpfung zu betrachten, sobald dieser über das 1-Blatt-Stadium hinaus gewachsen ist.

Heiner
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Euro-T am 07. Oktober 2015, 21:06:24
...eigentlich will ich garnix wichtiges...

Wir haben die Tage die Hangscheiben an der Ultima gewechselt, aber nicht weil wir den Verschleiss optisch bewertet haben, sondern eher weil die Drift am Hang doch merklich zunahm.

Als wir dann Alt und Neu nebeneinander stehen hatten, war ich doch leicht verdutzt wie krass die Scheiben über rund 1400ha abgenommen haben. Da wird einem dann doch erst bewusst (mir zumindest), was da für Kräfte wirken mögen..

Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Tim am 07. Oktober 2015, 21:30:26
Integriertes mäusemanagement als ultima Projekt schon gestartet?   ;D

Mein fronttank ist jetzt da,  aber die Bastelei wird wohl erst über Winter losgehen.

Auch dieses Jahr  wieder, sie suchen die Schlitze im Boden.

Mfg tim
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Euro-T am 07. Oktober 2015, 22:42:36
Integriertes mäusemanagement als ultima Projekt schon gestartet?   ;D

Nein  :kopfschuettel:

Haben ein paar Brocken zum Prototypenbau hier rumliegen, dieses Jahr gehen wir den Mäusen nochmal altbewährt bei  :cara:
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Heiner am 30. Oktober 2015, 07:12:58
Hallo,

mal eine andere Frage an die Ultima-Nutzer :

Wann wechselt/dreht ihr die Zinken ?

Bei mir "wachsen" aktuell die verschiedenen Zinken doch recht unterschiedlich auseinander. So weisen die Reihen mit denen die Fahrgasse gedrillt wird kaum Abnutzung auf, da hier werksseitig aufgepanzerte Zinken montiert waren, die Reihe direkt daneben die auch noch hinter dem Schlepperrad läuft hat deutlichen Verschleiß, und der große Rest liegt irgendwo dazwischen.

Ich beabsichtige die Zinken nach der Saison zu drehen, damit die wieder gleich lang sind.
Was habt Ihr für Erfahrungen und Tricks für eine gleichmäßige Abnutzung ?

Heiner
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Euro-T am 30. Oktober 2015, 09:49:41
Moin Heiner,

Grundlegend werden wir tätig wenn die Schare mehr als 10mm Differenz haben.

Ich habe extra nicht "drehen" geschrieben, denn wir haben aktuell Schare mit 20mm Langloch verbaut. Zwischen deinen Zeilen meine ich zu lesen das du Rundlöcher hast, die machen das dann natürlich sehr ärgerlich, da bleibt nur den ganzen Scharsatz zu drehen.
Wir haben früher - ohne Langlöcher - auch gemeint wir könnten hier mal drehen, da mal lassen und dort ein neues montieren. War alles Mist, das wird nie richtig gut.

Standzeit liegt hier übrigens so bei 1500ha, inkl. nachstellen. Seit wir etwa 20% direkt drillen hat die Abnutzung übrigens rapide zugenommen, man glaubt nicht was das ausmacht.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: halbspaenner am 30. Oktober 2015, 10:13:58
Moin Heiner und Olli,
ich weiß zwar wie eine Ultima aussieht, hab aber noch keinerlei Erfahrungen mit Zinkendrillmaschinen :nixweiss:, daher meine Frage an Euch: Ändert sich durch die unterschiedliche Länge der Zinken so rapide die Ablagetiefe des Saatgutes, daß schon 10mm entscheidend sind? Beim Grubber a´la Allrounder achtet doch niemand sooo genau auf unterschiedliche Längen ;)...
Gruß, Rudolf
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: agri am 30. Oktober 2015, 11:08:17
Gibt es bei den Ultima nutzer auch unterschuedliche Fahrgeschwindgkeit ?
Wie schnell darf , soll man so eine Maschone fahren , ich weiß kommt auf den Boden aber mal so von Nutzer zu Nutzer .
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Euro-T am 30. Oktober 2015, 11:26:24
Moin Heiner und Olli,
ich weiß zwar wie eine Ultima aussieht, hab aber noch keinerlei Erfahrungen mit Zinkendrillmaschinen :nixweiss:, daher meine Frage an Euch: Ändert sich durch die unterschiedliche Länge der Zinken so rapide die Ablagetiefe des Saatgutes, daß schon 10mm entscheidend sind? Beim Grubber a´la Allrounder achtet doch niemand sooo genau auf unterschiedliche Längen ;)...
Gruß, Rudolf

Mit dem Allrounder legst du aber auch keine Körner mit 3mm Durchmesser in den Boden... 8)

Vielleicht mag es etwas übertrieben sein, evtl. sind es manchmal auch schon 15mm, aber in keinem Fall kann man 25mm tolerieren, das kann man unter grenzwertigen Bedingungen imho am Feldaufgang erkennen.

Ich bin der Meinung das es halt kontraproduktiv ist, wenn ich grundlegend eine der besten Ablagetechniken auf dem Markt habe und sie mir dann durch mangelnde Wartung grad wieder zunichte mache.

Gibt es bei den Ultima nutzer auch unterschuedliche Fahrgeschwindgkeit ?
Wie schnell darf , soll man so eine Maschone fahren , ich weiß kommt auf den Boden aber mal so von Nutzer zu Nutzer .

Man darf, so schnell man kann.  ;D

Wir fahren mit 12,5km/h, ich weiß aber aus Erfahrung das der Drille 25km/h auch egal sind.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: nofear am 30. Oktober 2015, 11:46:42
Standzeit liegt hier übrigens so bei 1500ha, inkl. nachstellen. Seit wir etwa 20% direkt drillen hat die Abnutzung übrigens rapide zugenommen, man glaubt nicht was das ausmacht.

Hach von solchen Standzeiten können wir hier nur träumen. egal mit wieviel Scharen  ;)
und zum zweiten Halbsatz: Doch glaub ich Dir aus eigener Erfahrung aufs Wort...  ;)
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Schorsch am 30. Oktober 2015, 12:45:58
In der Betriebsanleitung ist nur von einer Mindestgeschwindigkeit von 10 km/h die Rede.

Standard sind bei mir um die 12 km/h. Am Hang ist bergauf das Ereichen der 10 km/h mit den 118 KW des 4455 teils schon eine Herausforderung. Bergab wird aus Prinzip auch nicht wesentlich schneller gefahren. Auch im Gepflügten ist man meist langsamer.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: nofear am 30. Oktober 2015, 13:32:38
Die Erklärung für die Mindestgeschwindigkeit ist gut. (Einebnung und Krümelung)
Die Frage ist halt nur was passiert mit Einbettung und Saatgutablage? Beim Scheibenschar wird die wohl mit zunehmender Fahrgeschwindigkeit tendenziell eher schlechter. Inwieweit trifft das auch auf das Ultima-Zinkenschar zur? Ich meine hier aber eher Geschwindigkeiten jenseits von15km/h, ob die Sinn machen sei jetzt mal dahingestellt. Hat da von den Ultima-Fahrern mal ne Versuchsreihe angelegt?
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Henrik am 30. Oktober 2015, 16:34:35
Die Erklärung für die Mindestgeschwindigkeit ist gut. (Einebnung und Krümelung)
Die Frage ist halt nur was passiert mit Einbettung und Saatgutablage? Beim Scheibenschar wird die wohl mit zunehmender Fahrgeschwindigkeit tendenziell eher schlechter.

Das stimmt nicht so ganz, die mögliche Geschwindigkeit hängt davon ab wie die Drille aufgebaut ist. Sind die SäScheiben vor dem Packer (Sulky, Tademflex, Rapid ) oder hinter dem Packer (Pronto, Spirit, Solitär etc.)
Erstere System können eher hohe Geschwindigkeiten und schweren Boden ab, die anderen System sollen eher nicht so schnell gefahren werden und haben ihre Vorteile auf leichteren Böden.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Heiner am 31. Oktober 2015, 07:20:40
Hallo

ich arbeite mal die wichtigsten neuen Aspekte des gestrigen Tages nach und nach ab.

@halbspänner,
mit Deiner Frage nach der Wichtigkeit der Zinkenlänge fange ich an, da das ja der Kern des Themas ist.
Da die Zinkentiefe ja auch die Saattiefe bestimmt, ist das schon ein elementaler Aspekt. Bei Arbeitstiefen von ca.3 cm macht eine um 1 cm abweichende Zinkenlänge nur deshalb nicht den Effekt von 1 cm Abweichung, weil die Zinkenspitze sehr flach angestellt ist, und somit die Ablagetiefe vielleicht nur um 0,5 cm beeinflußt wird.

@agri
bei mir läuft die Drille in der Regel bei ca 11,5 km/h. Das begründet sich in der Getriebeabstufung des Schleppers im Zusammenspiel mit dem Lenkautomaten. Im nächsthöheren Gang beginnt der Lenkautomat sonst zu starke Lenkbewegungen zu machen, wenn diagonal vorgeackert wurde

@Euro-T
was es nicht alles gibt ...

aber noch mal zu Deiner Standzeitangabe, nach 1500 ha bei der 6m(?) Maschine geht der Satz Schare in den Schrott, oder gilt das für eine Seite ?
...denn das ist so der Leistungsstand bei dem meine Schare angekommen sind.

Zusatzfrage an alle :

wie wird das in der Praxis gehandhabt, kommen in den Drillreihen der Schlepperspur aufgepanzerte Schare zum Einsatz, oder aber alles normale, oder doch lieber überall aufgepanzerte ?

Heiner
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Euro-T am 31. Oktober 2015, 12:31:02
@Euro-T
was es nicht alles gibt ...

aber noch mal zu Deiner Standzeitangabe, nach 1500 ha bei der 6m(?) Maschine geht der Satz Schare in den Schrott, oder gilt das für eine Seite ?
...denn das ist so der Leistungsstand bei dem meine Schare angekommen sind.

Ja sorry, beim lesen meines Beitrags ist mir dann jetzt selber auch aufgefallen, das man das nicht wirklich herauslesen kann.

Die 1500ha gelten für eine Seite.

Zitat
wie wird das in der Praxis gehandhabt, kommen in den Drillreihen der Schlepperspur aufgepanzerte Schare zum Einsatz, oder aber alles normale, oder doch lieber überall aufgepanzerte ?

Nein, überall die gleichen Schare.
Ehrlich gesagt vermag ich garnicht zu sagen welcher Natur unsere Schare sind, die waren auf der Drille beim Kauf montiert. Eins weiß ich aber doch: dem Zubehör war es nicht möglich diese Bauart (Langloch) zu beschaffen. Auch der örtliche Köckerling Händler blickte mich bei einer ersten, unverbindlichen Anfrage ratlos an, was aber nix heissen muß...
Denke aber bei Köckerling direkt wird man da geholfen bekommen, dort wurden sie ja schliesslich montiert.
Hab ja aber noch rund 1000ha Zeit.

Die Abnutzung ist - bei mechanischer Vorarbeit - relativ homogen über die Breite. Das direkt drillen hat einen erhöhten Verschleiß, beginnend an der vorderen Reihe, abnehmend zur Hinteren, zur Folge - logischerweise. Auch hier kann man nicht sagen das in der Schlepperspur ein eklatant erhöhter Verschleiß festzustellen ist. 
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: nofear am 31. Oktober 2015, 12:35:51
Hab zwar keine Ultima, aber dennoch Zinkendrille.
Hier auf meinem Standort fahren alle Zinkendrillen überall komplett Schare mit Hartemetallinlet. Alles andere hat keinen Sinn.
Wenn die in der Schlepperspur deutlich weniger werden, dann werden die woandershin (auf nen "Schonplatz"  ;) ) getauscht, so dass am Ende alle mehr oder weniger alle gleichmäßig runter sind. Ist beim Airseeder ja nur ein Spannstift aus- und einzuschlagen.

Ich meine sogar, dass Horsch Anfang der 90er Jahre in in zusammenarbeit mit einem hiesigen Großbetrieb die Hartmetallschare entwicklet/getestet hat.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Schorsch am 01. November 2015, 12:05:16
Seit wir etwa 20% direkt drillen hat die Abnutzung übrigens rapide zugenommen, man glaubt nicht was das ausmacht.

Was, in welcher Fruchtfolgestellung und unter welchen Voraussetzungen sät Ihr denn direkt?

Ich habe seit gestern abgeerntete Rübenfelder, die heute schön abtrocknen. Der Tiger hat unter diesen optimalen Voraussetzungen äußerst schonend gearbeitet. Aber er hat halt bis zu 60 Tonnen. Normalerweise ziehe ich sowas mit dem 40 mm Schmalschar auf ca. 15 cm durch.

Ein Fall für Direktsaat mit der Ultima?
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: piotri am 01. November 2015, 12:36:05
Hallo
Also rein optisch wuerde ich sagen das die Ultima ein hevorragendes Arbeotsbild abliefern. Aber wie viel dein Boden an bearbeitung braucht, dass kann ich nicht sagen. Auf einer kleinen Flaeche wuerde ich es bestimmt probieren.

Piotrek
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Euro-T am 01. November 2015, 15:18:07
Seit wir etwa 20% direkt drillen hat die Abnutzung übrigens rapide zugenommen, man glaubt nicht was das ausmacht.

Was, in welcher Fruchtfolgestellung und unter welchen Voraussetzungen sät Ihr denn direkt?

Ich habe seit gestern abgeerntete Rübenfelder, die heute schön abtrocknen. Der Tiger hat unter diesen optimalen Voraussetzungen äußerst schonend gearbeitet. Aber er hat halt bis zu 60 Tonnen. Normalerweise ziehe ich sowas mit dem 40 mm Schmalschar auf ca. 15 cm durch.

Ein Fall für Direktsaat mit der Ultima?

Direkt drillen wir die ZF in die WW Stoppel, sowie darauffolgend den SoW in die ZF.

Zu deiner aktuellen Situation: just genau in solch eine Fläche habe ich vor ein paar Tagen im Lohn gedrillt. Ich wüsste nicht, was man da hätte anders machen sollen - und warum.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Schorsch am 13. November 2015, 01:45:57
Ich hab jetzt einen Teil tatsächlich unbearbeitet gelassen, den Großteil jedoch auf ca. 15 cm mit dem 4-cm-Schmalschar durchgezogen. Auch die Saat konnte bei traumhaften Bedingungen abgeschlossen werden.
Zweites Bild unten: frisch gesät, links vorab gegrubbert, rechts unbearbeitet.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: piotri am 13. November 2015, 09:33:09
Hallo Schorsch

Also von der Optik her wuerde ich sagen sieht super aus. Wenn Du uns Berichten koenntest wie sich der Bestand entwickelt, waehre es Super.

Piotrek
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Euro-T am 14. November 2015, 11:27:26
Ich bin gestern mal bei dem direkt gedrillten Rübenweizen gewesen.

gedrillt am 29. Oktober:

Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Tim am 14. November 2015, 13:22:08
Hab ja nix weiter mit Rüben zu tun, aber wenn ich mich recht entsinne war die klare Meinung vom pflanzenbau Papst mit dem grünen heftchen das das rübenblatt möglichst intensiv eingearbeitet gehört (am besten gepflügt).

Aber wenn die drillmaschine es schafft so technisch einen ordentlichen Feldaufgang abzusichern bedeutet das ja wahrscheinlich auch einmal kosten gespart in einer mit Risiken behafteten Spätsaat?!

Mfg tim
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Schorsch am 14. November 2015, 13:27:49
Bisher hatte ich mit Rübenblatt an der Oberfläche noch nie Probleme, nichtmal bei der sonst so empfindlichen Gerste.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Tim am 14. November 2015, 13:30:45
Ich glaube es ging um enge rübenfruchtfolgen an sich, wegen Krankheiten usw.

Mir kommen gerade wieder die Bilder der ultimadirekt nach körnermais in den Kopf.

Mfg tim
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: NobbyNobbs am 14. November 2015, 13:32:41
Hab ja nix weiter mit Rüben zu tun, aber wenn ich mich recht entsinne war die klare Meinung vom pflanzenbau Papst mit dem grünen heftchen das das rübenblatt möglichst intensiv eingearbeitet gehört (am besten gepflügt).

Aber wenn die drillmaschine es schafft so technisch einen ordentlichen Feldaufgang abzusichern bedeutet das ja wahrscheinlich auch einmal kosten gespart in einer mit Risiken behafteten Spätsaat?!

Mfg tim

Rübenblatt eingraben?  :rolleyes: :o
Ne ne, das wurde hier schon gut gelöst. Insofern das Roden unter bodenschonenden Bedingungen erfolgte, hätte jeder vorlaufende Arbeitsgang bares Geld gekostet und nichts gebracht.
Die Ultima schafft alles, außer halt vielleicht extrem langes Gelump, Lagerstoppeln (...). Vom Feldaufgang her braucht man sich da keine Sorgen machen.
Wenn endlich mein neues iPhone 6s da ist, kann ich mal Ulitma-"Direktsaat" von Winterweizen in Körnermais aufzeigen. Selbst da= Feldaufgang nahe 100 %. Gefühlt spitzt alles am selben Tag. Das ist schon beeindruckend.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Schorsch am 14. November 2015, 14:43:33
Tim, jetzt weiß ich was Schönberger wahrscheinlich meint. Klar ist oberflächlich liegendes Rübenblatt eine Quelle für Cercospora. Meine Rübenfelder sind im nächsten Jahr mindestens 800 m entfernt. Da hab ich keine Bedenken - oder sollte ich? Meine direkten Nachbarn haben sowieso keine Rüben.

Aber wenn die drillmaschine es schafft so technisch einen ordentlichen Feldaufgang abzusichern bedeutet das ja wahrscheinlich auch einmal kosten gespart in einer mit Risiken behafteten Spätsaat?!

Ein regelmäßiges Ertrags-Risiko haben die November-Saaten bei uns nicht. Seit der legendär nassen Aussaat 1998, als dann der Weizen tatsächlich sehr ungleichmäßig über den Winter kam, gab es nach Rübe nie mehr nennenswerte Probleme, ordentliche Weizenbestände zu etablieren. Letztmals hatte ich vor 11 Jahren ein abgeerntetes Rübenfeld, das wegen Nässe erst gepflügt werden musste, bevor sauber eingesät werden konnte. Seither konnte ich auch die spät geräumten Rübenfelder ohne Ausnahme problemlos mit Weizen bestellen, ohne jemals den Pflug anzuspannen.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: samoht__ am 15. November 2015, 12:07:01
Wir haben in diesem Trockenjahr auch nach ZR direkt eingesät, allerdings mit der Ultima CS.
Ging hervorragend.
Lediglich die Vorgewende wurden intensiv mit dem Doppelherzzinken gelockert.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: nofear am 15. November 2015, 13:12:37
Tim, jetzt weiß ich was Schönberger wahrscheinlich meint. Klar ist oberflächlich liegendes Rübenblatt eine Quelle für Cercospora. Meine Rübenfelder sind im nächsten Jahr mindestens 800 m entfernt. Da hab ich keine Bedenken - oder sollte ich? Meine direkten Nachbarn haben sowieso keine Rüben.

Dieser ganze phytosanitäre Klimbim über die Feldgrenzen hinweg ist doch nicht so einfach:
Klar sollten in der Gemarkung einige Grundregeln eingehalten werden: Ausfallgetreide nicht unnötig für Läuse stehenlassen, Maiszünsler mulchen, Vorbeugung gegen MWB, etc.
Aber: Wenn der Nachbar in Mulchsaat/Direktsaat meinetwegen Getreide nach Raps hinstellt und ich angrenzend Raps habe, dann kann ich ihm doch nix vorwerfen.
Ich kann und will mich auch mit der Fruchtfolge nicht noch nach den Nachbarfeldern richten, ist schon schwierig genug im eigenen Betrieb alles hinsichtlich Fruchtfolge und phytosanitär zu beachten...
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: jaydee88 am 15. November 2015, 14:04:46

Wenn endlich mein neues iPhone 6s da ist, kann ich mal Ulitma-"Direktsaat" von Winterweizen in Körnermais aufzeigen. Selbst da= Feldaufgang nahe 100 %. Gefühlt spitzt alles am selben Tag. Das ist schon beeindruckend.

Würde mich sehr intressieren
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: charlie am 15. November 2015, 14:16:17

Wenn endlich mein neues iPhone 6s da ist, kann ich mal Ulitma-"Direktsaat" von Winterweizen in Körnermais aufzeigen. Selbst da= Feldaufgang nahe 100 %. Gefühlt spitzt alles am selben Tag. Das ist schon beeindruckend.

Würde mich sehr intressieren

Mich ebenso... Vor allem auch die begleitenden Maßnahmen, sowie Sorte Saatstärke usw.
Bin gespannt was dann nachher bei solch einem "Hochrisiko-Projekt" rauskommt  :o
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: guest176 am 15. November 2015, 16:20:28
ich habe neulich eine interessante direktsaat/notill variante auf einem sehr schwierigen standort gesehen , ein tonboden nach mehrjähriger grasbrache , der größte teil wurde mit einer scheibenmaschiene direkt gedrillt und ein kleiner teil mit einer ultima .
die oberfläche der ultima sah schon sehr wild aus , aber der feldaufgang war top !
bei der scheibenscharvariante war es genau andersherum die oberfläche top und so wie man es sich als notiller wünscht , kaum boden bearbeitung aber die bestandsetablierung des weizens war zum zeitpunkt der feldbegehung eher suboptimal ,hervorgerufen
durch die bekannten nachteile der scheibe , offene säschlitze ungleichmäßige saatgutablage .
ich muss aber dazu sagen das unter den örtlichen begebenheiten eine direktsaat die einzig richtige entscheidung war , denn an einigen stellen konnte man erkennen das versucht wurde den boden zu bearbeiten  .
leider habe ich von der fläche keine fotos gemacht .
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: flo am 15. November 2015, 17:48:43
Hallo,

Habe dieses Jahr ein Großteil meiner Flächen nach Körnermais mit der ultima direktgesät, Gerste, Weizen und Triticale. Gestopft hat es überall dort wo die Herbizidbehandlung im Mais nicht gepasst hat und Winden wuchsen. Problem war dann immer die Hangscheibe, bzw deren Aufhängung. Ohne dieses Eisengewüllst wäre ich wahrscheinlich überall durchgefahren. Auflauf ist trotz des staubtrockenen Bodens top. Maisstoppeln wurden selbstverständlich gemulcht.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: NobbyNobbs am 15. November 2015, 18:07:27
ich habe neulich eine interessante direktsaat/notill variante auf einem sehr schwierigen standort gesehen , ein tonboden nach mehrjähriger grasbrache , der größte teil wurde mit einer scheibenmaschiene direkt gedrillt und ein kleiner teil mit einer ultima .
die oberfläche der ultima sah schon sehr wild aus , aber der feldaufgang war top !
bei der scheibenscharvariante war es genau andersherum die oberfläche top und so wie man es sich als notiller wünscht , kaum boden bearbeitung aber die bestandsetablierung des weizens war zum zeitpunkt der feldbegehung eher suboptimal ,hervorgerufen
durch die bekannten nachteile der scheibe , offene säschlitze ungleichmäßige saatgutablage .
ich muss aber dazu sagen das unter den örtlichen begebenheiten eine direktsaat die einzig richtige entscheidung war , denn an einigen stellen konnte man erkennen das versucht wurde den boden zu bearbeiten  .
leider habe ich von der fläche keine fotos gemacht .

Wenn das neue iPhone da ist....... zeige ich dir mal eine Direktsaat in die Grasnarbe mit Scheibenschar. Ich habe die ideale Variante inzwischen raus gefiltert.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: guest176 am 15. November 2015, 18:41:13
ich habe neulich eine interessante direktsaat/notill variante auf einem sehr schwierigen standort gesehen , ein tonboden nach mehrjähriger grasbrache , der größte teil wurde mit einer scheibenmaschiene direkt gedrillt und ein kleiner teil mit einer ultima .
die oberfläche der ultima sah schon sehr wild aus , aber der feldaufgang war top !
bei der scheibenscharvariante war es genau andersherum die oberfläche top und so wie man es sich als notiller wünscht , kaum boden bearbeitung aber die bestandsetablierung des weizens war zum zeitpunkt der feldbegehung eher suboptimal ,hervorgerufen
durch die bekannten nachteile der scheibe , offene säschlitze ungleichmäßige saatgutablage .
ich muss aber dazu sagen das unter den örtlichen begebenheiten eine direktsaat die einzig richtige entscheidung war , denn an einigen stellen konnte man erkennen das versucht wurde den boden zu bearbeiten  .
leider habe ich von der fläche keine fotos gemacht .

Wenn das neue iPhone da ist....... zeige ich dir mal eine Direktsaat in die Grasnarbe mit Scheibenschar. Ich habe die ideale Variante inzwischen raus gefiltert.

verstehe mich nicht falsch , ich habe auch noch eine scheibenmaschine in der halle und auch sehr gute ergebnisse bei direktsaat in grasnaben aber auch totalausfälle nach rotschwingel .
und glaub mir wenn es um direktsaat geht , dann kannst du von mit noch einiges lernen beim dem was geht und was nicht geht .

Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: NobbyNobbs am 15. November 2015, 20:36:20


verstehe mich nicht falsch , ich habe auch noch eine scheibenmaschine in der halle und auch sehr gute ergebnisse bei direktsaat in grasnaben aber auch totalausfälle nach rotschwingel .
und glaub mir wenn es um direktsaat geht , dann kannst du von mit noch einiges lernen beim dem was geht und was nicht geht .

Ja klar, bestreite ich ja nicht. Hast einen ganz anderen Erfahrungsschatz auf dem Gebiet- Gold wert. Aber es geht trotzdem, zumindest hier. Dazu müssen allerdings ein paar Sachen beachtet werden, wie dass die abgespritze Narbe eine ganz Zeit lang tot zu liegen hat, so wenig Eingriff wie nötig erfolgen muss, man das Gras im richtigen Entwicklungsstadium abzuspritzen hat (...)
Mit Grünlandumbruch habe ich die letzten Jahre recht intensiv rumexperimentiert. Generell gilt: Je weniger Eingriff desto besser. Da würde ich zum Beispiel nicht lieber mit der Ultima rein säen wollen.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: guest176 am 16. November 2015, 09:19:27


verstehe mich nicht falsch , ich habe auch noch eine scheibenmaschine in der halle und auch sehr gute ergebnisse bei direktsaat in grasnaben aber auch totalausfälle nach rotschwingel .
und glaub mir wenn es um direktsaat geht , dann kannst du von mit noch einiges lernen beim dem was geht und was nicht geht .

Ja klar, bestreite ich ja nicht. Hast einen ganz anderen Erfahrungsschatz auf dem Gebiet- Gold wert. Aber es geht trotzdem, zumindest hier. Dazu müssen allerdings ein paar Sachen beachtet werden, wie dass die abgespritze Narbe eine ganz Zeit lang tot zu liegen hat, so wenig Eingriff wie nötig erfolgen muss, man das Gras im richtigen Entwicklungsstadium abzuspritzen hat (...)
Mit Grünlandumbruch habe ich die letzten Jahre recht intensiv rumexperimentiert. Generell gilt: Je weniger Eingriff desto besser. Da würde ich zum Beispiel nicht lieber mit der Ultima rein säen wollen.

ich will beim besten willen nicht "altklug" rüberkommen aber ich musste schmerzlich die erfahrung machen , das  grasnarbe nicht geich grasnarbe ist und direktsaat sehr risikoreich ein kann und wenn man 15ha winterweizen wegen einer idilogie vor die wandfährt , dann kann das bei einem 100ha betrieb schon sehr weh tun .
auch was das abspritzen betrifft . dachte ich vor 8 jahren noch ich sei der jenige , der alles im griff hat , aber es gibt z.b. beim rotschwingel sortenunterschiede ich habe mal garance vermehrt , der hat nach zwei jahren vermehrung bei der max aufwandmenge glyphos gezeichnet und ist dann munter weiter gewachsen  :o

Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: NobbyNobbs am 16. November 2015, 10:32:23
ich will beim besten willen nicht "altklug" rüberkommen aber ich musste schmerzlich die erfahrung machen , das  grasnarbe nicht geich grasnarbe ist und direktsaat sehr risikoreich ein kann und wenn man 15ha winterweizen wegen einer idilogie vor die wandfährt , dann kann das bei einem 100ha betrieb schon sehr weh tun .
auch was das abspritzen betrifft . dachte ich vor 8 jahren noch ich sei der jenige , der alles im griff hat , aber es gibt z.b. beim rotschwingel sortenunterschiede ich habe mal garance vermehrt , der hat nach zwei jahren vermehrung bei der max aufwandmenge glyphos gezeichnet und ist dann munter weiter gewachsen  :o

Das Problem mit dem Rotschwingel und der schlechten Glyphoaufnahme ist ja inzwischen hinreichend bekannt. Deshalb kommt mir das Zeugs auch nicht auf den Acker. Generell mache ich kein Ackergras oder so etwas. Bei mir heißt Grünlandumbruch deshalb tatsächlich Umbruch auf extensiv geführtem Dauergrünland. Da dominieren dann Gräserarten wie Wiesenfuchsschwanz, Honiggras oder Rispe.
Generell spielt das Ganze ja aktuell keine große Geige, denn ich es ist nicht mehr ohne Weiteres erlaubt. SOLLTE das irgendwann wieder gelockert werden, wird bei mir auch ein ganzer Batzen frei. Aber dafür müssen wir wohl erst mal global betrachtet ein bisschen Abspecken.   
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: jaydee88 am 16. November 2015, 11:20:22
Ich hab jetzt einen Teil tatsächlich unbearbeitet gelassen, den Großteil jedoch auf ca. 15 cm mit dem 4-cm-Schmalschar durchgezogen. Auch die Saat konnte bei traumhaften Bedingungen abgeschlossen werden.
Zweites Bild unten: frisch gesät, links vorab gegrubbert, rechts unbearbeitet.

Vlt kannst uns ja Bilder vom auflaufenden Bestand zeigen?Wäre toll.
P.S.:Älterer Schlepper mit moderner Drilltechnik :daumen: :daumen1: :daumen:
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Rammstein am 16. November 2015, 12:00:24
Als wir die Kühe abgeschafft haben, haben wir ja auch alles was ackerbar schien umgebrochen. Aus Zeitgründen nur totgespritzt und direkt Weizen gedrillt. Das hat zu einem wunderbaren Feldaufgang geführt und sah anfangs spitze aus. Viel besser als wir das erwartet haben, allerdings war am Ende von den knapp 15 ha nur ein Hektar erntewürdig. Das war der Hektar wo jeden Tag die Kühe drauf waren und es deshalb keine Drahtwürmer gab. Das war schon unangenehm. Heute würde ich in so einem Fall Raps drillen.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: NobbyNobbs am 16. November 2015, 12:03:57
Als wir die Kühe abgeschafft haben, haben wir ja auch alles was ackerbar schien umgebrochen. Aus Zeitgründen nur totgespritzt und direkt Weizen gedrillt. Das hat zu einem wunderbaren Feldaufgang geführt und sah anfangs spitze aus. Viel besser als wir das erwartet haben, allerdings war am Ende von den knapp 15 ha nur ein Hektar erntewürdig. Das war der Hektar wo jeden Tag die Kühe drauf waren und es deshalb keine Drahtwürmer gab. Das war schon unangenehm. Heute würde ich in so einem Fall Raps drillen.

Gleich im ersten Jahr so starke Drahtwurmschäden?
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Rammstein am 16. November 2015, 12:10:00
Ja, hatten wir nicht auf dem Plan, weil uns jeder gesagt hat das Drahtwürmer erst im zweiten Jahr zum Problem werden. Was dazu führte das wir im ersten Jahr Weizen und im zweiten Jahr Raps angebaut haben. Andersherum wäre es besser gewesen. Im Nachhinein nehmen wir an dass die fehlende Durchmischung dazu führte das Drahtwürmer dicht unter der Narbe fressen mussten und sich da dann eher für die frischen Wurzel entschieden haben.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: NobbyNobbs am 16. November 2015, 13:23:26
Ja, hatten wir nicht auf dem Plan, weil uns jeder gesagt hat das Drahtwürmer erst im zweiten Jahr zum Problem werden. Was dazu führte das wir im ersten Jahr Weizen und im zweiten Jahr Raps angebaut haben. Andersherum wäre es besser gewesen. Im Nachhinein nehmen wir an dass die fehlende Durchmischung dazu führte das Drahtwürmer dicht unter der Narbe fressen mussten und sich da dann eher für die frischen Wurzel entschieden haben.

klingt schlüssig
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Schorsch am 16. November 2015, 14:14:06
Dauerbrache-Umbruch wurde bei uns i.d.R. auf ca. 18 cm gepflügt. Und auch dort waren gleich im ersten Jahr beträchtliche Drahtwurmschäden festzustellen.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: no-tiller am 16. Juli 2016, 18:15:27
Hallo

Gibt es eigentlich andere Hersteller die eine mit der Ultima vergleichbare Sämaschine herstellen.
Grund der Frage, die Firma Köckerling hat offenbar keine Lust uns eine an unsere Verhältnisse angepasste Maschine zu verkaufen..... :frage: :frage:

Gruss
no-tiller
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: k.onrad am 16. Juli 2016, 20:23:43
Hallo

Gibt es eigentlich andere Hersteller die eine mit der Ultima vergleichbare Sämaschine herstellen.
Grund der Frage, die Firma Köckerling hat offenbar keine Lust uns eine an unsere Verhältnisse angepasste Maschine zu verkaufen..... :frage: :frage:

Gruss
no-tiller

Was schwebt dir denn an Anpassungen vor?
Zinkensämaschinen gibt es ja mehrere am Markt, wobei das Tiefenführungssystem von Köckerling schon etwas extra ist.

mfg, Konrad
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Henrik am 17. Juli 2016, 12:30:20
Hallo

Gibt es eigentlich andere Hersteller die eine mit der Ultima vergleichbare Sämaschine herstellen.
Grund der Frage, die Firma Köckerling hat offenbar keine Lust uns eine an unsere Verhältnisse angepasste Maschine zu verkaufen..... :frage: :frage:

Gruss
no-tiller

Das größere Hersteller nicht jeden Sonderwunsch erfüllen können ist doch klar. Kannst es nicht von einer anderen Firma dann nach deinen Wünschen umbauen lassen?

Zinkendrillen gibt es einige, nur wenn man nicht weiss was dir fehlt, wird man dir auch kaum helfen können das richtig Modell zu finden.....  :)
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Schorsch am 17. Juli 2016, 12:52:20
Warum nicht eine gute Gebrauchte kaufen und die dann entsprechend abändern, bzw. abändern lassen? Auch ich würde gerne wissen, welche Besonderheiten Dir vorschweben. Denn nichts ist so gut, dass man es nicht noch besser machen könnte.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: no-tiller am 17. Juli 2016, 18:47:00
Hallo

Das Problem ist der viel zu grosse und zu hohe Saatguttank. Ich möchte mit der Maschine im Lohn arbeiten. Dabei beträgt die Schlaggrösse max 5 ha,
dazu kommt das in der Schweiz sämtliches Saatgut gesackt ist und nicht auf jedem Betrieb ein Frontlader usw. zum befüllen zur Verfügung steht.
Der Originaltank von Köckerling ist so für uns nicht brauchbar.
Nach einem Treffen mit dem verantwortlichen Gebietsvertreter von Köckerling kamen wir gemeinsam zum Schluss, dass die optimale Lösung wäre von Köckerling
einen Rahmen mit den Säelemten zukaufen und die Sätechnik selber aufzubauen. Mit der Ersatzteilliste haben wir genau definiert welche Teile ich bräuchte.
Als ich nach mehren Wochen kein konkretes Angebot erhielt, bekam ich auf Nachfrage die Antwort das sie keine halben Maschinen liefern könnten, ohne weitere Begründung.
Mir ist klar das eine Rücknahme unmöglich wäre und die Garantie usw. genau geregelt werden müsste. Diese Nachteile würde ich aber in Kauf nehmen.
Mich stört die Art und Weise wie Kundenunfreundlich ich von dieser Firma behandelt werde. Ich verlange nicht hundert Besuche von Vertretern mit Nachtessen.
Aber eine Zeitnahe Absage mit konkreter Begründung und eventuell mit einem anderen Lösungsvorschlag hätte ich von einer Solchen Firma schon erwartet.
Irgendwie erhielt ich von Köckerling das Gefühl dass insbesondere dem "Büroteil" der Firma noch zugut geht und sie an solchen Aufträgen in einem neune Markt kein Interesse haben
(In der Schweiz läuft noch keine Ultima)
Schade......
Ich bin also auf der Suche nach einer Zinkensämaschine mit höhengeführten Zinken ähnlich der Ultima.

Gruss
no-tiller
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Mathias am 17. Juli 2016, 18:52:23
und eine hydraulisch angetriebene Befüllschnecke auf der Drille montiert würde nicht funktionieren?
Mit ensprechender Länge könnte man den Trichter sogar vom Boden aus befüllen, ohne irgendwo Säcke hoch zu hiefen...
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: T7.250 am 17. Juli 2016, 19:08:18
und eine hydraulisch angetriebene Befüllschnecke auf der Drille montiert würde nicht funktionieren?
Mit ensprechender Länge könnte man den Trichter sogar vom Boden aus befüllen, ohne irgendwo Säcke hoch zu hiefen...

den Gedanken  hatte ich auch gleich mit der Schnecke. Ein Saatgutbehälter kann nicht groß genug sein. Auch mal in die Zukunft gedacht.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: no-tiller am 17. Juli 2016, 19:19:59
Eine Schnecke hatten wir auch schone bedacht.
Diese bedeutet aber wieder zusätzlichen Aufwand zur Reinigung.
Ich sähe häufig Vermehrunssaatgut. hier ist eine Vermischung unbedingt zu vermeiden.
Zudem möchte ich eventuell eine zusätzliche Dosierung für Dünger aufbauen. Welche auch Platz benötigt.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: no-tiller am 17. Juli 2016, 19:22:52
Ich sähe teilweise bei bis zu acht Kunden am Tag. Heisst ein Saatgutwechsel muss schnell und einfach möglich sein.
Beim Accordsystem der Köckerling ist dies aus meiner Sicht zu kompliziert.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: JoBeck am 17. Juli 2016, 19:24:08
Und warum kein Fronttank? es wäre doch sehr einfach den an dem verteiler anzuschliesen!
Den orginaltank könnte man dann für dünger in die Saatrille nutzen! So schweb es mir mit meiner amazone drille im kopf herum!

JoBeck
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: k.onrad am 17. Juli 2016, 19:50:44
Könnte man nicht den Doppeltank einer Vitu auf die Ultima anpassen?
Für das entleeren der Restmengen aus Schnecken gibts mMn auch gute Lösungen. Wobei ich mich auch schon mal mit nem netten Herrn von CanAgro über nen kurzen Rohrbandförderer für eine ähnliche Anwendung unterhalten hab.

mfg, Konrad
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Tim am 17. Juli 2016, 19:58:57
http://assets.fwi.co.uk/sites/1/Sumo-front-tank-and-DTS-toolbar.jpg

Von SUMO gibt's die Dts auch als aufgelöste Variante.
Die verstopfungsprobleme sollen mit neuen Zinken und weiteren Abständen zwischen den säelementen gelöst sein  :frage:

Solange Marcus Anley dort als drillmaschinenspezialist beschäftigt war, waren die im auslandsvertrieb sehr engagiert und hatte auf jedes Problem Lösungsvorschläge und Ansätze um die Maschine besser zu machen.
Doch das ist nicht mehr,  der jetzige Spezialist scheint sich nur auf UK zu konzentrieren und von brixx die den Vertrieb für sumo in Deutschland bin ich einfach nur stark enttäuscht.

Aber ev hilft dir das weiter?!?

Mfg tim
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: sten am 17. Juli 2016, 20:10:58
Bei der letzten hannovermesse hab ich aus Neugier bei Sumo nachgefragt, ob Sie nur die Toolbar verkaufen. Damals gabs ein klares Nein als antwort.....
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Schorsch am 17. Juli 2016, 20:25:40
Beim Accordsystem der Köckerling ist dies aus meiner Sicht zu kompliziert.

Anmerkung: Die Dosierung ist ein Rauch-System.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Tim am 17. Juli 2016, 20:38:03
Bei der letzten hannovermesse hab ich aus Neugier bei Sumo nachgefragt, ob Sie nur die Toolbar verkaufen. Damals gabs ein klares Nein als antwort.....

Scheinbar sind da Firmen wie Weaving flexibler,  aber es bleiben kleine hersteller...  Wobei die grossen hersteller sich nicht um Sonderwünsche kümmern... Tja,  bleibt wohl egal  ;D

Mfg tim
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Henrik am 17. Juli 2016, 20:48:48
@notiller

Ich glaube ich hätte ähnlich wie köckerling reagiert. Dein Problem ist ein logistikproblem und kein Problem der Drille wenn ich das so rauslese.

Um die Drille zu befüllen gibt es doch mehrere Möglichkeiten. Bevor ich daran rumkonstruiere müsste doch was passendes vorhanden sein?

- Gibt wie vorgeschlagen Schnecke
- Gibt Befüllung mit Gebläse
- Kran
- anderen Aufstieg bauen


Eine Schnecke hatten wir auch schone bedacht.
Diese bedeutet aber wieder zusätzlichen Aufwand zur Reinigung.
Ich sähe häufig Vermehrunssaatgut. hier ist eine Vermischung unbedingt zu vermeiden.
Zudem möchte ich eventuell eine zusätzliche Dosierung für Dünger aufbauen. Welche auch Platz benötigt.
Dünger ist von der Logistik ja meist noch größeres Problem als Saatgut.

Was mich mal interessieren würde, wo war denn die Ablage vom Dünger an der Ultima vorgesehen? Eine Flüssig Dünger Variante gab es ja mal.


Ich sähe teilweise bei bis zu acht Kunden am Tag. Heisst ein Saatgutwechsel muss schnell und einfach möglich sein.
Beim Accordsystem der Köckerling ist dies aus meiner Sicht zu kompliziert.

Welches System ist denn geeigneter aus deiner Sicht? Sind die pneumatischen SYstem nicht alle ähnlich?  :frage:
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Stefan85 am 17. Juli 2016, 21:46:53
Ich bin ja immer noch an einer Eco-Drill von Dale(UK) interessiert, die gibts in allen denkbaren Ausführungen und die beiden Söhne vom Gründer sind realistische Pragmatiker, die gerne auf Wünsche eingehen nach meiner bsiherigen Erfahrung.

Gruß - Stefan
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Henrik am 22. Juli 2016, 00:28:47
Ich bin ja immer noch an einer Eco-Drill von Dale(UK) interessiert, die gibts in allen denkbaren Ausführungen und die beiden Söhne vom Gründer sind realistische Pragmatiker, die gerne auf Wünsche eingehen nach meiner bsiherigen Erfahrung.

Gruß - Stefan

Ich finde die Dale ja auch interessant, die jungs machen sich auch einen Kopf. Frage mich aber auch ob sie nicht am Ende immer zu starr an "ihrem" System festhalten?
Es gibt am Ende nicht immer nur einen Weg, manchmal verrent man sich auch!

Es ist ja immer die Frage bin ich mit  meinem Problem allein oder bzw. in der groben Minderheit oder betrifft es mehrere. Wie heist es so schön, auf Einzelschicksale kann keine Rücksicht genommen werden. Es geht und ging mir ja auch schon ähnlich wie No-Tiller!

Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Stefan85 am 22. Juli 2016, 07:05:47
Hallo Henrik,

deinen Beitrag finde ich interessant! Was meinst du mit Einzelschicksal, und dass sie sich evtl. verrennen? Was ist ihr System, inwiefern halten sie starr daran fest?
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Henrik am 24. Juli 2016, 00:19:44
Hallo Henrik,

deinen Beitrag finde ich interessant! Was meinst du mit Einzelschicksal,

Ich kann das Problem hier am Beispiel von No-tiller 100%ig nachvollziehen! Kenne das Problem aber eben auch von der anderen Seite her. Er möchte einen kleinen Tank möglichst weit unten haben, der nächste möchte den Tank quer zur Drille haben weil er von der Seite belädt, der nächste macht es von hinten mit dem Lader, der übernächste möchte am liebsten gleich 5 to Saatgut dabei haben, um nicht immer nachfüllen zu müsssen. Jedes Gerät ist halt immer ein Kompromiss was die Kunden gern hätten (die Mehrzahl zumindest), was technisch möglich ist, was gesetzlich erlaubt ist usw.
Gerade bei der Drilltechnik ist den technischen Möglichkeiten ja kaum Grenzen gesetzt, da will jeder was anderes haben, die meisten haben doch Ideen , Wünsche etc. was man an dem  Gerät verbessern kann.
Mir ging es nur darum  zu überlegen ob der Ansatz die Drille komplett umzubauen der richtige ist oder ob es nicht vielleicht auch andere Möglichkeiten gibt um das Problem zu lösen.

Mir gefällt die Ultima ja auch, nur fehlen mir da auch ein paar Dinge, da sind wir wieder beim Einzelschicksal.


und dass sie sich evtl. verrennen? Was ist ihr System, inwiefern halten sie starr daran fest?

Da ging es mir um die Dale Drillen. Man mgag mich korrigieren, habe bei Dale Drillen aber immer nur Zinkendrillen im Kopf. Ich beobachte die Firma schon länger (nicht intensiv) und die hat in meinen Augen ihr System der Zinken. Ist ja auf der einen Seite gut das eine Firma eine gewisse Philosophie hat, ob das System erfolgreich ist hängt am Ende eh vom Landwirt ab. Wir haben mal ein starres System gehabt, mit pflügen vorarbeiten und dann drillen, wird ja von eingien auch erfolgreich praktiziert!
In meinen Augen wird der Ackerbau in Zukunft deutlich schwieriger, Mitteleinschränkungen, Verungrasung, kleine bzw. enge Fruchtfolge etc. ein Schlüssel dafür ist bei mir die Drilltechnik. Der Trend war mal die Universaldrille. Wenn man zukünftig (bei dem einen früher, beim anderen später) die o. g. probleme sieht ist für mich ein baustein die Drilltechnik. Die ist für mich halt nicht mehr starr sondern flexibel, das heist, es ist mehr der Ackerbauer gefragt als der Techniker. Was sind meine Böden, was ist meine Fruchtfolge, was sind meine Probleme! Und vor allem wie löse ich die.
Da gibt es für mich zukünftig halt keine starren systeme mehr.

Gruss

Henrik
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: no-tiller am 07. August 2016, 15:57:01
Hallo

Nach dem der Erntestress bei uns schon fast Vergangenheit ist finde ich wieder etwas Zeit hier zu schreiben.
Klar wären Schnecken, Gebläse, Kräne usw. auch eine Möglichkeit.
Dies bedeutet aber ich kaufe eine teure Maschine die nicht meinen Vorstellungen entspricht muss zusätzlich Geld
für Zusatzgeräte ausgeben..... Die noch weitere Nachteile wie zum Beispiel mehr Gewicht erhöhter Wartungsaufwand bringen.
Dies ist aus meiner Sicht ein fauler Kompromiss.
Ich verlange von Köckerling nicht eine Neukonstruktion nach meinen Vorstellung.
Vielmehr möchte ich eine Standartprodukt bei welchem einfach auf ein paar Komponenten verzichtet wird, welche ich dann selber aufbaue.
Mich stört insbesondere das von Köckerling am Anfang in Aussicht gestellt wurde das es problemlos möglich sei eine solche Maschine zuliefern,
dies aber aufeinmal ohne angabe von stichhaltigen Gründen nicht mehr möglich sein soll.
Hätte Köckerling von anfang an gesagt es sei nicht möglich wäre dies für mich halb so schlimm gewesen....

Gruss
no-tiller
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Uli0815 am 24. August 2016, 20:07:00
Hänge das mal hier an.

Bin seit einem Monat stolzer Besitzer einer gebrauchten Ultima CS 400, jetzt wollt ich mal kurz die Experten fragen, weil das Einstellen vom Gebläse doch recht gewöhnungsbedürftig ist. Wenn ich die Zapfwelle mit 1000 U/min antreibe ist die Einstellung am Ventil recht wie soll ich sagen, millimeterarbeit.

Wenn ich nur ganz wenig am einstellrad drehe ändert sich die Drehzahl um 200 Umdrehungen.

Ist das bei euch auch so oder hat das Ventiel nen Schaden?

Mit welcher Gebläsedrehzahl drillt ihr Getreide und Zwischenfrüchte bzw Gras?

Vielen Dank im Vorraus
Uli
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Heiner am 24. August 2016, 22:09:04
Mit welcher Gebläsedrehzahl drillt ihr Getreide und Zwischenfrüchte bzw Gras?

Hallo Uli0815

ich drille im Bereich von 2700 bis 2900 U/min.


Heiner
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Uli0815 am 26. August 2016, 01:08:02
Bin ich echt der einzige mit dem ventielproblem???
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: dirkk am 26. August 2016, 06:23:37
Zitat
Bin ich echt der einzige mit dem ventilproblem???
Bei mir wird das Gebläse der Ultima direkt von der Schlepperhydraulik betreiben , je nach Kultur mit 2400-2800 .

gruss
dirkk
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: EWD am 26. August 2016, 09:08:59
Habe eine Jockey, da mach ich mir wegen 100 U/min Differenz keinen Kopf.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Schorsch am 26. August 2016, 21:50:02
Das Ventil reagiert auch bei mir, v. a. im oberen Drehzahlbereich, relativ sensibel darauf, wenn man daran dreht.

Aber: Wo ist das Problem?
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Uli0815 am 26. August 2016, 21:53:39
Bin ich eben so nicht gewohnt von Hydraulik ventielen, darum die Rückfrage. Gebläse funktioniert soweit. Wollte mich nur vergewissern. Danke.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: flo am 28. September 2016, 18:05:29
Hallo,

An meiner Ultima BJ 2004 sind die einige der Gummibänder um die Laufrollen verschlissen und sollten gewechselt werden, ich hatte schon einmal so ein Ding bei Köckerling bestellt und habe ein Preis von +-120€ +Mwst im Kopf.
Kennt jemand zufällig eine günstigere Bezugsquelle, bei 10+12 Stück die ich wohl bräuchte kommt da noch ganzschön was zusammen.

Gruß
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Euro-T am 28. September 2016, 18:10:04
Hallo,

An meiner Ultima BJ 2004 sind die einige der Gummibänder um die Laufrollen verschlissen und sollten gewechselt werden, ich hatte schon einmal so ein Ding bei Köckerling bestellt und habe ein Preis von +-120€ +Mwst im Kopf.
Kennt jemand zufällig eine günstigere Bezugsquelle, bei 10+12 Stück die ich wohl bräuchte kommt da noch ganzschön was zusammen.

Gruß

Wie lange haben die Bänder gehalten (ha)?

Und Nein, ich kenne keine alternativen Quellen.

Lager schon gewechselt? Bietet sich ansonsten an, wennst eh die Rollen raus hast.

Wird dann aber noch teurer.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: flo am 28. September 2016, 21:49:27
1700 ha bei einer 3m Maschine.  Lager sind noch keine gewechselt worden machen auch noch einen guten Eindruck. Ich denke das ich die auch nochmal lassen werde
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Schorsch am 29. September 2016, 00:18:00
Hallo,

An meiner Ultima BJ 2004 sind die einige der Gummibänder um die Laufrollen verschlissen und sollten gewechselt werden, ich hatte schon einmal so ein Ding bei Köckerling bestellt und habe ein Preis von +-120€ +Mwst im Kopf.
Kennt jemand zufällig eine günstigere Bezugsquelle, bei 10+12 Stück die ich wohl bräuchte kommt da noch ganzschön was zusammen.

Gruß

Ich brauchte auch ein einzelnes Gummiband und hab sogar 141 € + bezahlt. Der Trost ist, dass die Dinger unter normalen Verhältnissen sehr lange halten.

Ich würde schon mal bei Fricke, Kramp, Schaffelhuber anfragen bzw. anfragen lassen.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: flo am 12. März 2017, 11:53:32
Hallo,

ich habe bei meiner 3m Ultima das Problem das das Saatgut in der Mitte wesentlich flacher abgelegt wird als außen, das Problem besteht seit ich neue Schare montiert habe. Die Zustreicher passen zwar auch nicht mehr so ganz genau, aber die Hauptursache liegt meiner Meinung nach schon im Bereich der Scharführung. Kennt jemand das Problem? Maschine ist BJ 2004.

Danke und Grüße
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Euro-T am 12. März 2017, 12:54:26
Kannst du die entsprechenden Schare wiederholbar genau definieren? Sind ja glaube 16 Stück, sind es also z.B. die inneren acht?

Ältere Baujahre (dazu gehört 2004) hatten immer mal Probleme mit den Zylindern, sind die alle äusserlich trocken? Könnte evtl. auch eine innere Leckage sein.. Wäre aber sehr komisch, wenn es genau die inneren allesamt betreffen würde.

Luft im System wäre auch möglich, wenn der Kreislauf mal geöffnet wurde.

Hat die 3m einen Ölkreislauf für alle Schare, oder mehrere (bzw. per Absperrhahn getrennt)? Da könnte auch eine Ursache liegen - gerade was Luft im System betrifft?

Grundlegend müsste es ja bei der 3m Maschine eher andersrum sein, die äusseren Reihen laufen in der Schlepperspur, demensprechend flacher könnten dort die Körner liegen.

Schare sind aus einer Charge und haben allesamt den gleichen Abstand Scharspitze zu Unterkante Scharstiel?



Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Schorsch am 12. März 2017, 14:15:10
Vor dem Scharwechsel kein Problem?
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: flo am 13. März 2017, 06:55:36
Hallo,

Nein vor dem Scharwechsel bestand das Problem nicht. Die Schare haben jetzt etwa 100ha gemacht. Von den äusseren Scharen die in den Schlepperspuren laufen sind etwa 5 cm runter von den mittleren Scharen nur etwa 2 cm . Ist es möglich das die verschlissenen Schare besser einziehen? Wirklich Problematisch sind die 2 mittleren Schare

Zylinder sind optisch in Ordnung. Geöffnet hatte ich das System nie, glaube also nicht das da Luft drin ist. Es ist ein Kreislauf mit einem Pulsationsdämpfer.
Die Woche gibts wohl etwas zum säen dann werde ich alles mal genau durchmessen und euch auf dem laufenden halten.

Mfg
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Schorsch am 13. März 2017, 07:38:51
Die verschlissenen Schare legen tiefer ab?

Vielleicht wenn man ganz ohne Hydraulikdruck fährt. Du wirst sicher die hydraulische Scharbelastung variiert haben. Bei erhöhtem Druck müssten die längeren Schare in der Mitte doch wirklich einziehen.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Schorsch am 13. März 2017, 07:41:03
Oder die Schare laufen richtig und nur das Saatgut landet nicht dort wo es soll.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Uli0815 am 07. September 2017, 11:49:13
Habe mir gerade die Schaare an meiner Ultima angeschaut. Hier ist es so dass die vorderen 2 reihen mehr Abnutzung haben. Jetzt zu meiner Frage. Tauscht ihr die schaare öfters untereinander aus. Also die vorderen nach hinten oder stellt ihr die nur im langloch nach. Hab hier jetzt ca 2-2,5cm Unterschied vom kürzesten zum Längsten.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Heiner am 07. September 2017, 22:10:35
Habe mir gerade die Schaare an meiner Ultima angeschaut. Hier ist es so dass die vorderen 2 reihen mehr Abnutzung haben. Jetzt zu meiner Frage. Tauscht ihr die schaare öfters untereinander aus. Also die vorderen nach hinten oder stellt ihr die nur im langloch nach. Hab hier jetzt ca 2-2,5cm Unterschied vom kürzesten zum Längsten.

Hallo Uli0815,

im Idealfall tauscht man, ich habe es aber noch nicht gemacht, ich habe die Schare nachgestellt.
Maßgabe sind bei mir dabei aber die Schare in der Treckerspur, die in der aufgepanzerten Version bei mir montiert waren und kein Langloch haben.

Heiner
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: dirkk am 08. September 2017, 07:01:31
Ich hab bisher nur nachgestellt .........

gruss
dirkk
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Euro-T am 15. September 2017, 10:55:09
Habe mir gerade die Schaare an meiner Ultima angeschaut. Hier ist es so dass die vorderen 2 reihen mehr Abnutzung haben. Jetzt zu meiner Frage. Tauscht ihr die schaare öfters untereinander aus. Also die vorderen nach hinten oder stellt ihr die nur im langloch nach. Hab hier jetzt ca 2-2,5cm Unterschied vom kürzesten zum Längsten.

Ich stelle so lange nach, das ich eine Differenz von maximal einem cm erreiche - ab dann geht die Tauscherei los.

2 - 2,5cm sind definitiv zu viel, für eine gleichmässige Ablage.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: no-tiller am 30. Oktober 2017, 10:45:25
Hallo

Ich bin immer noch auf der Suche nach einer gebrauchten 3 Meter Ultima.
Also eigentlich bräuchte ich nur den unteren Teil ohne Sätechnik.
Falls wer was weiss bitte melden.

Gruss
no-tiller
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Schorsch am 07. November 2017, 11:47:36
@ notiller: Wenn die Zielsetzung eine ultra-flache Bearbeitung sein soll, dann sei darauf hingewiesen, dass das bei der 3m-Klassik-Ausführung mit einem Kompromiss verbunden ist. Die beiden Zinken neben den Fahrwerksrädern lassen sich nicht ohne weiteres mit Gänsefüßen bestücken. Ich behalf mir bisher damit, dort abgenutzte Schmalschare zu fahren und dafür die jeweils angrenzenden Gänsefüße breiter zu wählen. Die Arbeitstiefe kann dabei leicht variieren. Alternativ könnte man auch auch schmalere Räder fahren und/oder die Fahrwerksräder nach außen setzen mit entsprechenden Auswirkungen auf die Außenbreite. Dazu eine Idee: Die Köckerling AT müsste den flachen Schnitt auch können und das womöglich mit weniger Verrenkungen.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: guest176 am 07. November 2017, 12:04:03
Dazu eine Idee: Die Köckerling AT müsste den flachen Schnitt auch können und das womöglich mit weniger Verrenkungen.
ich denke mal sie kann es sogar besser !

Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Euro-T am 07. November 2017, 12:25:57
Dazu eine Idee: Die Köckerling AT müsste den flachen Schnitt auch können und das womöglich mit weniger Verrenkungen.
ich denke mal sie kann es sogar besser !

Da denke ich mit.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Stefan85 am 07. November 2017, 13:06:20
Was spricht denn gegen einen Treffler 3m Anhängegrubber? Exakter als der schneidet ja m.W.n. noch nichtmal eine Fräse ...
http://www.treffler.net/de/produkte/prazisions-3-punkt-grubber
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: no-tiller am 07. November 2017, 16:42:18
@ notiller: Wenn die Zielsetzung eine ultra-flache Bearbeitung sein soll, dann sei darauf hingewiesen, dass das bei der 3m-Klassik-Ausführung mit einem Kompromiss verbunden ist. Die beiden Zinken neben den Fahrwerksrädern lassen sich nicht ohne weiteres mit Gänsefüßen bestücken. Ich behalf mir bisher damit, dort abgenutzte Schmalschare zu fahren und dafür die jeweils angrenzenden Gänsefüße breiter zu wählen. Die Arbeitstiefe kann dabei leicht variieren. Alternativ könnte man auch auch schmalere Räder fahren und/oder die Fahrwerksräder nach außen setzen mit entsprechenden Auswirkungen auf die Außenbreite. Dazu eine Idee: Die Köckerling AT müsste den flachen Schnitt auch können und das womöglich mit weniger Verrenkungen.
Danke für den Tipp. Aber für die ultra-flache Bearbeitung bin ich bereits gut ausgerüstet.
Ich möchte die Ultima für ihren ursprünglichen Zweck benutzen.
Aber die darauf aufgebaute Sätechnik ist für unsere mini Strukturen in der Schweiz viel zu gross.
Daher möchte ich die Ultima mit kleinerer Sätechnik ausrüsten und hoffe dadurch auch etwas das Gewicht und den Zugkraftbedarf zu reduzieren.

Gruss
no-tiller
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Schorsch am 07. November 2017, 17:00:41
Das Gewicht der Maschine kommt am allerwenigsten vom Saattank samt Dosierung. Bringt das wirklich was, wenn die Maschine mit Riesen-Aufwand um 5% leichter gemacht wird? Sehr viel mehr Potential für eine Gewichtsersparnis sehe ich bei dieser Maßnahme nicht.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: no-tiller am 07. November 2017, 17:24:33
Der primäre Grund für den Wunsch nach kleinerer Sätechnik ist nicht das Gewicht sondern die Grösse.
Hier ist das Saatgut zu 100% gesackt (10 - 25 kg Säcke) die Befüllung artet bei so einem Grossen Tank richtig in Arbeit aus.
Von Befüllschnecken usw halte ich nicht viel.
Ich passe lieber die Technik mir an als umgekehrt.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Euro-T am 07. November 2017, 18:43:29
Der primäre Grund für den Wunsch nach kleinerer Sätechnik ist nicht das Gewicht sondern die Grösse.
Hier ist das Saatgut zu 100% gesackt (10 - 25 kg Säcke) die Befüllung artet bei so einem Grossen Tank richtig in Arbeit aus.
Von Befüllschnecken usw halte ich nicht viel.
Ich passe lieber die Technik mir an als umgekehrt.

Und wenn der Tank noch so klein ist - der Weg nach oben bleibt erbärmlich.

Mit kommt hier keine Drille ohne Schnecke auf den Hof, die letzte haben wir eigens konstruieren lassen und selbst eingebaut - viel flexibler kann man nicht befüllen und sich die Technik anpassen.

Trichterhöhe im abgelassenen Zustand liegt irgendwo bei 60cm, viel schonender kann man Sackware nicht bewegen.




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Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: FFFlorian am 07. November 2017, 19:25:42
Bau dir doch so ne trichterkiste mit schieber dann kannst bequem unten einfüllen und mitm lader hoch heben . Vorteil man kann big bags leichter teilen, kann ja bei dir auch noch kommen.

Bei 10 kg würd ich die krätze kriegen das sind pro ha schon 15 (so im schnitt) .
Der müll danach ist ja auch nicht unerheblich.
Sorry war ot
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Uli0815 am 07. November 2017, 19:30:26
Frontlader Palette mit den Säcken hoch. Bei der 4 Meter Maschine kannst schön auf den Ausleger stehen wenn der eingeklappt ist. Bei ner drei Meter würde ich persönlich seitlich noch nen Steg anbauen auch zum den Big Bags öffnen der hinten in den Tank soll.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Schorsch am 07. November 2017, 20:26:19
Und wenn der Tank noch so klein ist - der Weg nach oben bleibt erbärmlich.

Mit kommt hier keine Drille ohne Schnecke auf den Hof, die letzte haben wir eigens konstruieren lassen und selbst eingebaut - viel flexibler kann man nicht befüllen und sich die Technik anpassen.

Trichterhöhe im abgelassenen Zustand liegt irgendwo bei 60cm, viel schonender kann man Sackware nicht bewegen.

Auch bei einem niedrigeren Tank wird man immer noch eine respektable Einfüllhöhe bewältigen müssen. Wenn wirklich vorwiegend mit Sackware gearbeitet werden soll, dann ist die Schnecke wirklich eine Überlegung wert und die Saatgutbeschädigung das weitaus geringere Übel. Ich verarbeite Bigbags und lasse die Ware von oben in den Tank laufen. Das ist schnell, Sattgut-schonend und bequem. Nachteil: Abhängigkeit vom Teleskoplader.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: nofear am 07. November 2017, 20:41:56
Ich verarbeite Bigbags und lasse die Ware von oben in den Tank laufen. Das ist schnell, Sattgut-schonend und bequem. Nachteil: Abhängigkeit vom Teleskoplader.

dito

Bin aber mit dem Hubgerüst (+1-1,5m) am Frontlader ganz zufrieden, da kein Telelader vorhanden. Muss man aber etwas mit Verstand bedienen sonst wird's gefährlich.

Schnecke ist leider kompliziert, auch in der Nachrüstung, da Drucktank, der weitestgehend dicht sein muss.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: klausg am 08. November 2017, 12:06:03
Bei meiner Kerner ist ein richtig stabiler Rost im Tank verbaut - da kan man auch ohne Probleme in den Tank steigen. Säcke auf Palette hoch und vom Tank aus einschütten - sind ohnehin nur kleine Mengen, wenn der Handel mal wieder keine Big Bags Z Saatgut geliefert hat.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: aelbler am 08. November 2017, 16:22:18

Das simpelste und Saatgut schonenste Gerät wurde noch gar nicht erwähnt.  Förderband!

Damit lässt sich alles vom Boden aus einfüllen, egal ob Sackware ,Big Bags, Hängerware.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: agri am 22. November 2017, 19:57:24
Hallo ,

sicherlich würde ich auf meine Fragen zu dieser Maschine einige Antworten bekommen wenn ich dieses Thema ganz durchlesen würde aber sicherlich würde ich in der Fülle auch einiges Überlesen . Entschuldigt deshalb schon mal meine Fragen die ich für das Technischeverständnis hier noch einmal stelle .

Läuft die Maschine auf der STS Walze und Schlepper , oder auf den Druckwalzen an den Sähscharen und Schlepper ?

Was hat die STSwalze für eine Aufgabe wenn die Maschine auf den Druckwalzen gehalten wird ?

Dienen die Druckwalzen lediglich dazu um eine exakte Bodenmasse zwischen Sähscharspitze und der dann hergestellten Bodenoberfläche zu haben ?

Ist die Fahrgeschwindigkeit dann als ideal zu sehen wenn das Schar nicht breiter den Bodenaufwirft als die Druckrolle vorher eingeebnet hat .

Ist der abstand , ich glaube so 5cm , zwischen Sähscharspitze und Druckrolle veränderbar oder ist es notwendig nicht tiefer zu arbeiten mit dem Schar und die Abnutzung zeitlich nachzustellen . ?

Wie erzeuge ich Schardruck um verschiedene Bearbeitungslockerungen  oder ohne Bodenbearbeitung auszugleichen , geht das lediglich über den Hydraulikzylinder an jedem Schar und was hat dieser Zylinder noch für aufgaben zb. kann ich die Maschine auf festem Boden mit diesem Hydraulikzylinder über die Druckrollen ausheben in der Theorie ?

Der Abgabe punkt des Saatgutes am Schar scheint mir sehr hoch , ist dieser Verstellbar ?

Das Sähschar scheint mir rechtflach im Boden zu arbeiten solange es neu ist , ist der Freiwinkel gewollt so klein ?

Wie verstellt man an dieser Maschine eigentlich die Sähtiefe ?

So mal genug , vielleicht bekomme ich ein paar Antworten und gerne auch einzel .

Günter
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Schorsch am 23. November 2017, 00:53:50
- Die Ultima läuft auf den Druckrollen. Die STS-Walze ist über eine bewegliche Schwinge angebracht.
- Die STS-Walze schließt zusammen mit den Schleppzinken die Saatrillen, ebnet ein, rückverfestigt den Boden.
- Die Rollen übernehmen die Tiefenführung des jeweiligen Schares.
- Die Fahrgeschwindigkeit an die Breite des Bodenaufwurfs anpassen? Mach ich nicht.
- Der Druck im Hydraulikzylinder bestimmt den Anstellwinkel des Federzinkens, der wiederum die Saattiefe bedingt, die durchaus bis zu 10 cm betragen kann.
- Die Schare können bei Verschleiß um ein Loch nach unten gesetzt oder auch gedreht werden. Ein Langloch zum stufenlosen Nachstellen der Schare habe ich nicht dran. Extrem ungleichmäßig abgenutzte Schare werden zu ungleichmäßiger Ablagtiefe führen.
- Die Hydraulikzylinder am Schar erhöhen beim Ausfahren die Saattiefe.
- Der Abgabepunkt ist m. E. nicht verstellbar. Der Anstellwinkel der Schare wird doch wohl so geplant gewesen sein, Jedenfalls funktioniert er tadellos.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: dirkk am 23. November 2017, 06:53:37
Zitat
Ein Langloch zum stufenlosen Nachstellen der Schare habe ich nicht dran
Bei mir sind sie aber in den Scharen dran und ich nutze das auch .

Ansonsten kann ich alles bestätigen .

Zitat
Die Fahrgeschwindigkeit an die Breite des Bodenaufwurfs anpassen? Mach ich nicht.
  Mach ich auch nicht - fahre bis 16 ( bei feuchtem Boden auch 17) km/h - da werden die Schlitze der voran laufenden Schare von den seitlich folgenden Scharen zugekrümelt bzw. zugeworfen - dieser Effekt beginnt so ab 6 km/h , was ich als wünschenswerte Mindestgeschwindigkeit sehe .

gruss
dirkk
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: agri am 23. November 2017, 07:01:29
Vielen Dank ,

wenn ich das recht verstehe kann man also nicht mit hilfe der Hydraulik Zylinder das schar tiefer im Boden arbeiten lassen und trotzdem die gewünschte Saattiefe einhalten ?

Wie säht Ihr das Vorgewende , vor der Fläche oder zum Ende  . ?
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: treckeripaq01 am 23. November 2017, 07:06:56
Ich dem Gerät leider nichts abgewinnen


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Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: piotri am 23. November 2017, 08:20:29
Hallo

Kauft euch die Schaare mit Hartmetallspitze von HTU. Da ist nix mit unregelmaesiger Abnutzung und ihr habt mit dem wechseln ein paar Jahre ruhe.
Selber so gemacht uns auserst zufrieden.

Piotrek
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Schorsch am 23. November 2017, 08:38:25
Ich dem Gerät leider nichts abgewinnen

Das schöne an der Kiste ist ja u. a. auch, dass sie nicht jeder fährt.



Zitat
Ein Langloch zum stufenlosen Nachstellen der Schare habe ich nicht dran
Bei mir sind sie aber in den Scharen dran und ich nutze das auch .

Anhängend die Ultima-Schare aus dem Verschleißteile-Prospekt von Köckerling:
http://www.koeckerling.de/fileadmin/user_upload/Prospekte_DE/Verschleissteile_DE_DIN_lang_01.pdf
Die originalen Schare für die Ultima haben drei Befestigungslöcher. Der Lochabstand am Stiel ist 70 mm.

Es gibt Nachbauschare mit Langloch, Rundloch, Langloch. Um die variabel zu montieren bräuchte man ein weiteres Langloch am Grindel. Und dieses habe ich nicht. Ist das bei Euch dran? Oder habt Ihr Schare, die ich nicht kenne?
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Ruedi am 23. November 2017, 09:57:01
Hallo,

An meiner Ultima BJ 2004 sind die einige der Gummibänder um die Laufrollen verschlissen und sollten gewechselt werden, ich hatte schon einmal so ein Ding bei Köckerling bestellt und habe ein Preis von +-120€ +Mwst im Kopf.
Kennt jemand zufällig eine günstigere Bezugsquelle, bei 10+12 Stück die ich wohl bräuchte kommt da noch ganzschön was zusammen.

Gruß
Dann schau mal wieviel ha du auf dem Zähler im 10 Jahren stehen hast , und dann kommst du eine ganz andere Zahl raus die dich sicherlich beruhigen wird


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Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Stefan81 am 23. November 2017, 09:57:38
Was ist von solchen Maschinen zu halten, sind die schon fertig, oder auf was muss man beim Gebrauchtkauf aufpassen?
Bin vom günstigen Preis etwas überrascht.
3m Maschine BJ 2009 15.428,-€ Netto
https://www.agriaffaires.de/gebrauchte/direktsaatmaschinen/12223461/kockerling-ultima-300.html
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Ruedi am 23. November 2017, 10:00:15
Da bin ich mit meiner Cayena sehr zufrieden
Kann mit 6 m ab 160 ps Vorspannen und wechselnde Böden kein Problem


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Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: nofear am 23. November 2017, 10:13:10
Da bin ich mit meiner Cayena sehr zufrieden
Kann mit 6 m ab 160 ps Vorspannen und wechselnde Böden kein Problem

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Da häng ich mich doch OT gleich mal ran und gieß noch bissel Öl ins Feuer:
Das kann ich mit meinem 6m Airseeder in vorgearbeitetem Land auch  ;D
(Spaß machts freilich nicht mit 170PS, Problem ist hier aber eher der Saatgut- (bis 3,5t) und Düngervorrat (nochmal bis reichlich 2t) der eben auch den Hügel hochgezerrt werden will)
Aber wenn der Große noch am vorbereiten ist, kann ich wenigstens notfalls mit dem kleinen Schlepper schon loslegen, dann eben nicht soviel einfüllen und öfters nachtanken
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Stefan81 am 24. November 2017, 07:42:06
Hat jemand Erfahrung, wie lange eine Ultima hält? Mit wie viel ha/m Arbeitsbreite kann man mindestens rechnen?
Sind 800ha bei 3m AB schon viel oder ist die erst richtig eingefahren?
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: SSP450 am 24. November 2017, 07:46:50
Meine Ultima ist jetzt in der 6. Aussaat a 180ha.
Bisher habe ich nur die Zinken nachgestellt, aufgrund unregelmäßiger Abnutzung im Fahrsprubereich des Schleppers.
Ach und zwei Saatschläuche links und rechts innen neben den transporträdern habe ich gekürzt,
da diese nur ca 50% der Aussaatmenge der Anderen Schare hatten.
Die waren einfach zu lang und schlecht verlegt.
Sonst läuft die Maschine zu meiner vollen Zufriedenheit.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Stefan81 am 24. November 2017, 07:52:03
Ok Danke für die schnelle Antwort
Titel: Qwerverteilung an pneumatischen Sämaschinen
Beitrag von: guest176 am 24. November 2017, 08:24:04

da diese nur ca 50% der Aussaatmenge der Anderen Schare hatten.
Die waren einfach zu lang und schlecht verlegt.


gibt es einen zusammenhang zwischen der länge der saatgutschäuche und der aussaatmenge ?
diese frage bezieht sich auf auf pneumatischesysteme allgemein ! :frage:
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Ede am 24. November 2017, 09:18:40

da diese nur ca 50% der Aussaatmenge der Anderen Schare hatten.
Die waren einfach zu lang und schlecht verlegt.


gibt es einen zusammenhang zwischen der länge der saatgutschäuche und der aussaatmenge ?
diese frage bezieht sich auf auf pneumatischesysteme allgemein ! :frage:

Ich habe auch im Kopf, daß die Schläuche alle gleich lang sein müssen beim System der Verteilung in einem zentralen Verteilkopf (Accord z.B.), da ein längerer Schlauch mehr Luftwiderstand bietet und dann mehr Luft (und damit auch Saatgut) durch die kürzeren Schläuche geht. Bei System APV z.B. sind mMn die Vorteile einer eigenen mech. Dosierung pro Reihe und der pneumatischen Förderung verknüpft worden, da dürfte es egal sein. Lediglich könnten sich die längeren Schläuche eher zusetzen aufgrund weniger Luftdurchgang.

Gruß
Ede
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Euro-T am 24. November 2017, 22:16:10
Zitat
Ein Langloch zum stufenlosen Nachstellen der Schare habe ich nicht dran
Bei mir sind sie aber in den Scharen dran und ich nutze das auch .

Anhängend die Ultima-Schare aus dem Verschleißteile-Prospekt von Köckerling:
http://www.koeckerling.de/fileadmin/user_upload/Prospekte_DE/Verschleissteile_DE_DIN_lang_01.pdf
Die originalen Schare für die Ultima haben drei Befestigungslöcher. Der Lochabstand am Stiel ist 70 mm.

Es gibt Nachbauschare mit Langloch, Rundloch, Langloch. Um die variabel zu montieren bräuchte man ein weiteres Langloch am Grindel. Und dieses habe ich nicht. Ist das bei Euch dran? Oder habt Ihr Schare, die ich nicht kenne?

Scheinbar - ich habe Schare mit drei Langlöchern, also nachstellen und wenden möglich. Hab erst vor kurzem darüber mit Köckerling telefoniert, auf meinen expliziten Hinweis, das ich nur diese möchte, kam als Antwort: welche denn sonst??  ;D

Hat jemand Erfahrung, wie lange eine Ultima hält? Mit wie viel ha/m Arbeitsbreite kann man mindestens rechnen?
Sind 800ha bei 3m AB schon viel oder ist die erst richtig eingefahren?

Ich hab die genaue Zahl grad nicht zur Hand, aber die letzte Ultima (4m) die ich verkauft habe (2012), hatte über 2000 ha auf der Uhr und läuft noch heute bei einem Kollegen eines Forumsmitglieds.

Die aktuelle Ultima (6m) hier hat über 3000ha nun auf der Uhr und ausser Verschleissteilen war noch nix dran. Über Winter bekommt sie nun den zweiten Satz neuer Schare und dann ist wieder alles gut.

Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Schorsch am 25. November 2017, 00:15:50
Scheinbar - ich habe Schare mit drei Langlöchern, also nachstellen und wenden möglich. Hab erst vor kurzem darüber mit Köckerling telefoniert, auf meinen expliziten Hinweis, das ich nur diese möchte, kam als Antwort: welche denn sonst??  ;D

Die wurden offenbar geändert. Bei der Ersatzteilliste der Klassik-Ultima haben die Schare 506 008 runde Löcher. Bei der Ultima CS haben diese Schare mit ebenfalls der Nummer 506 008 drei Langlöcher.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: guest176 am 25. November 2017, 09:56:40

da diese nur ca 50% der Aussaatmenge der Anderen Schare hatten.
Die waren einfach zu lang und schlecht verlegt.


gibt es einen zusammenhang zwischen der länge der saatgutschäuche und der aussaatmenge ?
diese frage bezieht sich auf auf pneumatischesysteme allgemein ! :frage:

Ich habe auch im Kopf, daß die Schläuche alle gleich lang sein müssen beim System der Verteilung in einem zentralen Verteilkopf (Accord z.B.), da ein längerer Schlauch mehr Luftwiderstand bietet und dann mehr Luft (und damit auch Saatgut) durch die kürzeren Schläuche geht. Bei System APV z.B. sind mMn die Vorteile einer eigenen mech. Dosierung pro Reihe und der pneumatischen Förderung verknüpft worden, da dürfte es egal sein. Lediglich könnten sich die längeren Schläuche eher zusetzen aufgrund weniger Luftdurchgang.

Gruß
Ede

hat sich schon mal jemand die mühe gemacht und die schlauchlängen nachgemessen ?
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Henrik am 25. November 2017, 10:48:35

da diese nur ca 50% der Aussaatmenge der Anderen Schare hatten.
Die waren einfach zu lang und schlecht verlegt.


gibt es einen zusammenhang zwischen der länge der saatgutschäuche und der aussaatmenge ?
diese frage bezieht sich auf auf pneumatischesysteme allgemein ! :frage:

Ich habe auch im Kopf, daß die Schläuche alle gleich lang sein müssen beim System der Verteilung in einem zentralen Verteilkopf (Accord z.B.), da ein längerer Schlauch mehr Luftwiderstand bietet und dann mehr Luft (und damit auch Saatgut) durch die kürzeren Schläuche geht. Bei System APV z.B. sind mMn die Vorteile einer eigenen mech. Dosierung pro Reihe und der pneumatischen Förderung verknüpft worden, da dürfte es egal sein. Lediglich könnten sich die längeren Schläuche eher zusetzen aufgrund weniger Luftdurchgang.

Gruß
Ede

hat sich schon mal jemand die mühe gemacht und die schlauchlängen nachgemessen ?

Ich habe ja eine Accord Drille zerlegt im letzten Jahr, da waren die Schläuche unterschiedlich lang! Wichtig war nur das kein Knick etc. drin und die stramm sitzen.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: klausg am 26. November 2017, 14:16:17
Wenn das Gebläse stark genug ist, sind die Schlauchlängen unerheblich. Es ergibt sich dadurch lediglich eine ungleichmäsige Startkante. Durchhängen sollten sie wenn möglich nicht, sonst legt sich da gern Material ab. Accord hatte zu dem Zweck immer Spannseile verbaut, an denen die Schlauchpakete befestigt waren
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Helmo am 26. November 2017, 21:34:01
Neigt die Ultima eigentlich ähnlich dem Allrounder zum Verstopfen bei organischer Masse bspw. Lagerstroh oder etwas Beikraut? Müsste ja problemlos damit klar kommen, die Tiefenführungsräder haben eine Art Schneidwirkung in der Mitte ?
Hat schon mal jemand Ackerfutter damit gedrillt, womöglich mit vorheriger Ausbringug von Gärresten?
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Euro-T am 26. November 2017, 21:56:00
So anfällig wie der Allrounder ist sie nicht, aber überall geht sie nun auch nicht durch.

Große Probleme hatten wir mit faserigem Rauhhafer im Fj, sowie durchaus mit Lagerstroh, wenn Selbiges klamm ist.

Andererseits haben wir auch schon in 50cm hohe ZF im Herbst gedrillt, man muß es einfach probieren.

Schneidwirkung haben die Tastrollen eigentlich nicht, das gab es nur bei den Rollen der AT.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: piotri am 26. November 2017, 22:21:51
Die groessten Probleme bekommst du, wenn das material Feucht ist. Dann kommt es schnell zu Verstopfungen. In trockeken Verhaeltnissen geht viel. Muss man einfach ausprobieren.

Piotrek
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Heiner am 27. November 2017, 08:04:27
Hat schon mal jemand Ackerfutter damit gedrillt, womöglich mit vorheriger Ausbringug von Gärresten?

Hallo Helmo,

ich habe zum einen schon mal auf Getreidestoppel damit Gülle eingearbeitet und zum anderen nach Silomais auch ein Kleegras gesät. Die Vorgehensweise beim Kleegras war nach der Silomaisernte die Stoppel mit der Messerwalze bearbeitet, dann (das Stück war dreieckig) schräg dazu mit der Ultima leicht aufgeeggt und dann in die andere Richtung schräg dazu gesät. Das hat wunderbar geklappt.

Heiner
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Helmo am 27. November 2017, 09:47:39
Köckerling Ultima ist dann der Nachfolger der AT?
In der Technikbörse sind ja drei ATs drin, kennt die Maschinen jemand? Was hat so eine Neu gekostet damals?
Sind grad nur Gedankenspiele für mich, wäre eher ein Projekt für die Zukunft wenn sich bei uns in der Gegend die Landschaftspflegeverträge ausdehnen, Ackerbau weiter an Attraktivität verliert etc.....
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: nichtdicht am 18. Februar 2018, 20:41:06
Hat hier jemanden schon mit den Ultima direkt nach der Körnermaisernte ZF gesät? Ich meine als direktsaat, ohne jegliche vorbearbeitung. Oder muss unbedingt gemulcht werden?

mfg
Herman
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Schorsch am 18. Februar 2018, 22:46:55
Noch nicht probiert. Ich wüsste auch garnicht, welche Zwischenfrucht dafür in Frage kommen würde.

Gibt es bei euch keine Vegetationsruhe? Was hast Du konkret geplant?
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: nichtdicht am 18. Februar 2018, 23:33:06
Geplant is um Hafer nach der Maisernte zu säen. Die früh geerntete Flächen wollte ich auch versuchen um Wikken mit einzumischen.
Es gibt auch hier ne vegetationspause, aber durch die milde Temperaturen im Winter, müsste sich doch einiges Entwickeln können.
Haben ab und zu mal Nachtfrost, aber das es Tagsüber friert haben wir in 4 Jahre noch nicht erlebt.
Im Frühling dann der Hafer walzen und mit Direktsaat Mais legen. Geplant ist dafür ne Horsch Meastro oder Vaderstedt Tempo zu kaufen.
Sehr offen früh Ideen und Anregungen

mfg
Herman
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Heiner am 19. Februar 2018, 08:09:10
Hat hier jemanden schon mit den Ultima direkt nach der Körnermaisernte ZF gesät? Ich meine als direktsaat, ohne jegliche vorbearbeitung. Oder muss unbedingt gemulcht werden?

Hallo,

direkt nach der Maisernte habe ich noch nicht gesät, da ist die Messerwalze und ein flacher Grubberstrich vorgeschaltet gewesen, wobei das Maisstroh aber fast komplett oben auf liegen geblieben ist, gesät wurde Weizen oder Roggen.
Ich denke dass das vom Anspruch her nicht einfacher war.
Das funktioniert bedingt wenn nicht zu viele komplette Maispflanzen auf dem Acker liegen geblieben sind und die Zustreicher hochgehängt werden. Vorteilhaft war es schräg zur Maisreihe zu arbeiten.

Wie gut die Bedeckung des Saatgutes ohne Vorarbeit funktioniert ist schwer zu beurteilen, und hängt auch von Bodenart und Zustand ab, wie fest die Walze dann die Samen in die Erde drückt.

Du befindest Dich mit dem Vorhaben im technischen Grenzbereich der Maschine, wo Menge und Reife des Maisstrohs, Feuchtigkeit und Bodenart über das Gelingen entscheiden.

Heiner
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: nichtdicht am 19. Februar 2018, 10:42:30
Herzlichen Dank Heiner,

Welche Drille würde unter diese Umständen gut funktionieren?

mfg
Herman
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: johndeere820 am 19. Februar 2018, 11:46:08
Herzlichen Dank Heiner,

Welche Drille würde unter diese Umständen gut funktionieren?

mfg
Herman

Kenne Betriebe, die Weizen nach Körnermais mit Direktsaatmaschinen und Scheibenscharen in Direktsaat drillen. Vielleicht passt sowas besser für dein Vorhaben.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: fischer am 29. März 2018, 18:08:34
Kann von den Ultimafahrern einer die Länge des Zinkenfeldes messen ?
Gruß fischer
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Schorsch am 29. März 2018, 20:48:03
Ultima 3m, nicht klappbar, klassische Bauweise: 5 Scharreihen im Abstand von je 60 cm ergeben eine Länge des Zinkenfeldes von 2,40 m.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: 08.15 am 31. Januar 2019, 16:57:58
Hallo,

kann jemand der Ultima-Fahrer mir Fotos der Bandsaat-Bestände zukommen lassen? Dies wäre vor allem interessant auf Standorten, die lehmig/klutig sind. Aufgrund von Ackerfuchsschwanz müsste die Zielvorgabe sein, den Spritzschatten so gering wie möglich werden zu lassen.
Dies ist bisher mit der Drillkombination nicht so schwierig. Jedoch ist die Schlagkraft nicht hoch genug, somit suchen wir nach Alternativen.
Voraussetzung für ne Ultima wäre aber, dass diese auch mit schwerem Boden gut fertig wird.

Viele Grüße
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Uli0815 am 31. Januar 2019, 17:34:46
Kann ich wohl mal machen wenn der Schnee weg ist.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Schorsch am 31. Januar 2019, 21:59:46
Die Ultima kommt mit groben Kluten gut zurecht. Jedoch beruht das weniger darauf, den Boden fein zu krümeln, sondern darauf, auch in gröber liegenden Boden eine ordentliche Ablage samt Einbettung hin zu bekommen. Mein Weg wäre aber: Erzeug doch einfach bei der Vorarbeit keine groben Kluten. Dann wirst Du auch keine Saattechnik brauchen, die diese "schreddert".
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: angusy am 01. Februar 2019, 04:31:50
Wie sagt es ein wohlbekannter User hier immer:

Bei jeder Bearbeitung einen saatfertigen Boden hinterlassen !


Einer meiner TOP10-Sprüche hier aus dem Forum.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Uli0815 am 01. Februar 2019, 10:45:28
Wie sagt es ein wohlbekannter User hier immer:

Bei jeder Bearbeitung einen saatfertigen Boden hinterlassen !


Einer meiner TOP10-Sprüche hier aus dem Forum.

Auch ein Klutiger Boden kann Saatfertig sein wenn man mit der Ultima kommt. Andere würden zwar ne Kreiseleggenkombination bevorzugen klappt mit der Ultima aber genauso.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: angusy am 01. Februar 2019, 11:19:10
OK, säen kann man immer.

Gemeint war natürlich mit "saatfertig" so, dass auch ein Feldaufgang von 9x% zu erreichen ist.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: kraichgauer am 01. Februar 2019, 12:49:23

kann jemand der Ultima-Fahrer mir Fotos der Bandsaat-Bestände zukommen lassen? Dies wäre vor allem interessant auf Standorten, die lehmig/klutig sind. Aufgrund von Ackerfuchsschwanz müsste die Zielvorgabe sein, den Spritzschatten so gering wie möglich werden zu lassen.
Dies ist bisher mit der Drillkombination nicht so schwierig. Jedoch ist die Schlagkraft nicht hoch genug, somit suchen wir nach Alternativen.
Voraussetzung für ne Ultima wäre aber, dass diese auch mit schwerem Boden gut fertig wird.


Bandsaat macht die Ultima eigentlich nicht so wirklich, die Körner liegen immer in der Mulde die die Scharspitze hinterlässt. Ich schau mal ob ich Fotos finde.

Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Uli0815 am 01. Februar 2019, 19:34:43
Ich hab eins mit AFU gefunden...  ;D
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Uli0815 am 01. Februar 2019, 19:51:43
Noch eins
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Arablefarmer am 01. Februar 2019, 21:49:10
Ultima 4 m mit AFC Zinken (Bilder von Mitte Januar):

Zwischenfrucht nach und vor Mais :
(https://nsm09.casimages.com/img/2019/02/01//mini_19020109443024578516102940.jpg) (https://www.casimages.com/i/19020109443024578516102940.jpg.html)

Weizen nach Mais :
(https://nsm09.casimages.com/img/2019/02/01//mini_19020109441324578516102939.jpg) (https://www.casimages.com/i/19020109441324578516102939.jpg.html)

Weizen nach Luzerne :
(https://nsm09.casimages.com/img/2019/02/01//mini_19020109440624578516102938.jpg) (https://www.casimages.com/i/19020109440624578516102938.jpg.html)

Aussaatgeschwindigkeit : ca. 7-8 km/h

Je schneller fährt der Fahrer, desto erkannbarer ist die Bandsaat. Mit Geschwindigkeiten über 10 km/h sieht man was, sonst ist es OK.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: piotri am 02. Februar 2019, 18:34:06
Je schneller fährt der Fahrer, desto erkannbarer ist die Bandsaat. Mit Geschwindigkeiten über 10 km/h sieht man was, sonst ist es OK.

Also ich fahre 12 km/h und bei mir sieht es wie in Deinen Bildern aus. Bandsaat war mal bei det AT, bei der Ultima ist nicht. Ich wuerde einen Band von 6 cm nicht als Bandsaat bezeichnen.
Selbst mit Gänsefußschaaren bekomme ich keine Bandsaat hin. Da mueste mann ein Prallteller bauen.
Ich spiele mit dem Geganken so etwas zu bauen um die Nachteile der pneumatischen Verteilung zu minimieren.

Piotrek
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Euro-T am 02. Februar 2019, 18:55:51
Je schneller fährt der Fahrer, desto erkannbarer ist die Bandsaat. Mit Geschwindigkeiten über 10 km/h sieht man was, sonst ist es OK.

Also ich fahre 12 km/h und bei mir sieht es wie in Deinen Bildern aus. Bandsaat war mal bei det AT, bei der Ultima ist nicht. Ich wuerde einen Band von 6 cm nicht als Bandsaat bezeichnen.
Selbst mit Gänsefußschaaren bekomme ich keine Bandsaat hin. Da mueste mann ein Prallteller bauen.
Ich spiele mit dem Geganken so etwas zu bauen um die Nachteile der pneumatischen Verteilung zu minimieren.

Piotrek

Ich melde mich schonmal an, nehme dann auch 32 Prallteller  :ich:  :)
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: piotri am 02. Februar 2019, 20:19:27
An deine CS? Da hast Du kein platz fuer die Gänsefußschaare, oder irre ich da mich?
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Euro-T am 02. Februar 2019, 23:40:59
An deine CS? Da hast Du kein platz fuer die Gänsefußschaare, oder irre ich da mich?

Das habe ich noch nie probiert - mir würden schon kleine "Pralltellerchen" langen, die das Saatgut wenigstens auf die 6cm Scharbreite verteilen, was aber aufgrund der V-förmigen Rille nur schwerlich möglich sein wird.

Denn das ist und bleibt ein Manko: die Häufchenbildung in der Reihe. Wenn man das etwas in die Breite ziehen könnte, dann wäre schon viel geholfen.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Wade am 03. Februar 2019, 09:09:27
An was liegt das eigentlich? Bekommen andere pneumatische sämaschinen auch hin. Könnte man da nicht den Verteiler tauschen? Dosierer? Steigrohr? Gebläse?
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Schorsch am 03. Februar 2019, 09:22:29
... Bekommen andere pneumatische sämaschinen auch hin.

Seit wann?

Mir ist nicht bekannt, dass es pneumatische Drillen gibt, die die Längsverteilung ohne kleinräumige Schwankungen hinkriegen. Auch mechanische sind doch dahingehend nicht perfekt, wenngleich wohl tendenziell besser.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: ThomasD am 03. Februar 2019, 09:29:36
An deine CS? Da hast Du kein platz fuer die Gänsefußschaare, oder irre ich da mich?

Das habe ich noch nie probiert - mir würden schon kleine "Pralltellerchen" langen, die das Saatgut wenigstens auf die 6cm Scharbreite verteilen, was aber aufgrund der V-förmigen Rille nur schwerlich möglich sein wird.

Denn das ist und bleibt ein Manko: die Häufchenbildung in der Reihe. Wenn man das etwas in die Breite ziehen könnte, dann wäre schon viel geholfen.
Schraub doch einfach mal versuchsweise waagerecht von hinten eine dünne Schraube in das Fallrohr, so dass der Saatgutstrom sich teilt.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Wade am 03. Februar 2019, 13:00:01
... Bekommen andere pneumatische sämaschinen auch hin.

Seit wann?

Mir ist nicht bekannt, dass es pneumatische Drillen gibt, die die Längsverteilung ohne kleinräumige Schwankungen hinkriegen. Auch mechanische sind doch dahingehend nicht perfekt, wenngleich wohl tendenziell besser.
kleinräumig vielleicht. Bei meiner alte Accord sah man in der Längsverteilung keine Unterschiede. Ist vielleicht messbar, aber eher minimal. Bei der Ultima sieht man es ja die Häufchenbildung zt mit blosem Auge.
Wenn das Dosierrad nicht gerade wäre, sondern gewändelt würde es den Häufcheneffekt bei Mechanischen gar nicht geben. 
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: NobbyNobbs am 03. Februar 2019, 17:22:46
... Bekommen andere pneumatische sämaschinen auch hin.

Seit wann?

Mir ist nicht bekannt, dass es pneumatische Drillen gibt, die die Längsverteilung ohne kleinräumige Schwankungen hinkriegen. Auch mechanische sind doch dahingehend nicht perfekt, wenngleich wohl tendenziell besser.
kleinräumig vielleicht. Bei meiner alte Accord sah man in der Längsverteilung keine Unterschiede. Ist vielleicht messbar, aber eher minimal. Bei der Ultima sieht man es ja die Häufchenbildung zt mit blosem Auge.
Wenn das Dosierrad nicht gerade wäre, sondern gewändelt würde es den Häufcheneffekt bei Mechanischen gar nicht geben.


Selbst mein Airseeder ist da um Welten besser. Rot muss sie halt sein.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Euro-T am 03. Februar 2019, 22:11:55
An deine CS? Da hast Du kein platz fuer die Gänsefußschaare, oder irre ich da mich?

Das habe ich noch nie probiert - mir würden schon kleine "Pralltellerchen" langen, die das Saatgut wenigstens auf die 6cm Scharbreite verteilen, was aber aufgrund der V-förmigen Rille nur schwerlich möglich sein wird.

Denn das ist und bleibt ein Manko: die Häufchenbildung in der Reihe. Wenn man das etwas in die Breite ziehen könnte, dann wäre schon viel geholfen.
Schraub doch einfach mal versuchsweise waagerecht von hinten eine dünne Schraube in das Fallrohr, so dass der Saatgutstrom sich teilt.

Das Fallrohr ist nur ein Schlauch..die Idee ansich werde ich mal abspeichern, aber mir ist unwohl bei dem Gedanken, irgendwas in den Auslauf zu montieren. Kurz darunter vielleicht...aber der Aufprall darauf wird auch nicht so förderlich für die Keimfähigkeit sein  :frage: - vielleicht mit Wattebällchen abpuffern... 8)

Köckerling kennt das Problem freilich, hat auch schon in verschiedene Richtungen experimentiert, aber wohl noch keine brauchbare Lösung aus dem Hut zaubern können - oder aber mir noch nicht mitgeteilt.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Schorsch am 03. Februar 2019, 23:32:08
Selbst mein Airseeder ist da um Welten besser. Rot muss sie halt sein.

Na wenn das so ist - dann also hier gut gepflegte blau lackierte Drille abzugeben für 6 € das Kilo.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Heiner am 04. Februar 2019, 06:27:45
An was liegt das eigentlich? Bekommen andere pneumatische sämaschinen auch hin. Könnte man da nicht den Verteiler tauschen? Dosierer? Steigrohr? Gebläse?

Hallo,

neben dem allgemeinen Problem pneumatischer Drillen, dass das Saatgut nicht gleichmäßig durch die langen und oftmals zu flach verlegten Saatschläuche trickelt, kommt bei der Ultima noch hinzu, dass je nach Struktur der organischen Masse, die sich auf dem Acker befindet, diese am Schar hängenbleiben kann, und dann auch unterhalb des Saatrohres den Fall des Saatgutes stören kann.

Heiner
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Uli0815 am 10. Mai 2019, 05:25:08
Ich war die letzten Tage auch mit meiner 400er unterwegs und hab auf ne Testfläche Mais gesät.

Ich hab jede zweite Reihe zugemacht also 37cm Reihenabstand inklusive versetzem Lenksystem weil das asymmetrische wird. An ne doppelreihig hab ich nicht gedacht, das wäre auch noch mal ne Überlegung da ändert sich dann aber die AB auch auf 4,5.

Ich bin auf den Feldaufgang gespannt, was mir beim abdrehen aufgefallen ist, der Ais sollte nicht zu klein sein da Köckerling eine Schieberöffnung bei Mais von mindestens 20 angibt. Kömmt aber natürlich auch auf die Aussaatmenge an. Ansonsten hat das hier gut funktioniert.

Wie und ob ich da ne UFD mache hängt jetzt von der Entwicklung der Bestände ab. Hab hier mal ne Anfrage laufen zur Zusätzlichen Dosierung von Microgranulat.

Noch ein paar Bilder.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: extra-wurst am 10. Mai 2019, 06:49:06
Mit welcher Gebläsedrehzahl bist du gefahren?
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Uli0815 am 10. Mai 2019, 07:46:07
Ca 2700 Umdrehungen, denk das hätte ich auch noch etwas reduzieren können da ja nur die Hälfte der Schläuche offen ist.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Hein am 10. Mai 2019, 09:08:01
Ich hole in den nächsten Tagen meine neue gebrauchte CS400 ab.

Glückwunsch zur neuen Maschine! Ich war die Woche in deiner Nähe unterwegs und zwei Autolängen hinter dir, als du mit dem Gerät und Tieflader auf den Hof gefahren bist.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Uli0815 am 10. Mai 2019, 11:38:43
Ich hole in den nächsten Tagen meine neue gebrauchte CS400 ab.


Schau auch kurz nach ob der Abstreifer am Dosierer noch in Ordnung ist sonst hast du hinterher ne Variable ausbringmenge.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Schorsch am 10. Mai 2019, 12:50:48
Abstreifer? Meinst du die Abdichtlippen, die am Zellenrad anliegen?
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Uli0815 am 10. Mai 2019, 13:02:50
Ja
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: extra-wurst am 11. Mai 2019, 09:19:28
Nette Signatur:

Stay hungry. Stay foolish.

 ;)
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Schorsch am 11. Mai 2019, 11:16:42
Schau auch kurz nach ob der Abstreifer am Dosierer noch in Ordnung ist sonst hast du hinterher ne Variable ausbringmenge.

Ich hatte da mal einen Effekt bei um die 1,5 kg je ha Rapssaatgut. Hab seither ein zusätzliches Dichtstück im Regal liegen, das ich nur für Raps verwende.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: extra-wurst am 13. Mai 2019, 06:49:51
Die Nr. 3 ?
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Schorsch am 13. Mai 2019, 07:31:06
Nein, ich meine die ET-Nr. 3230160.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: extra-wurst am 13. Mai 2019, 07:32:50
Danke
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: extra-wurst am 13. Mai 2019, 07:46:19
Hmm - in meiner Liste nicht drin.

Wo sitzt die?
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Uli0815 am 13. Mai 2019, 09:22:01
Die Nr. 3 ?

Ja
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Schorsch am 13. Mai 2019, 11:30:22
Meine ist eine Ultima "klassik" mit dem Dosierorgan der Rauch Venta. Die Ultima CS ist offenbar etwas anders. Bei Dir also die 2055535.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Henrik am 14. Mai 2019, 09:44:30
Habe die Diskussion zur Drillsaat oder Einzelkornsaat mal abgetrennt und hier ein neues Thema gemacht.

https://www.agrowissen.de/de/forum/index.php?topic=24656.0

Gruss

Henrik
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: extra-wurst am 15. Mai 2019, 11:15:58
Ich hol ein paar Sachen verschiedener Autoren zurück, weil die sonst verloren gehen:



also nochmal:

Spielt die Anordnung der Schläuche auf dem Pilz eine Rolle?
Ich hab sie jetzt so umgesteckt, dass bei meinem geplanten Drillbild "zwei auf/zwei zu" nie zwei geschlossene Schläuche nebeneinander liegen. Der geschlossene Abgang bekommt einen Spitzstopfen.
Auf meiner Uralt-Accord standen noch Zahlen für die Abgänge auf dem Pilzdeckel. Ich gehe aber davon aus, dass es egal ist, da nach dem Zufallsprinzip verteilt wird.

Jetzt hab ich nochmal eine Verständnisfrage an die Besitzer einer CS, da das so ganz eindeutig aus der BA nicht hervorgeht.

Der Dosierer hat eine Walze, die aus zwei Segmenten besteht - eine Hälfte glatt, die andere mit Längszellen. Durch das Kurbeln verschiebe ich die Grenze zwischen glatt und zelle.
Zum Abdrehen suche ich mir den vorgeschlagenen Wert aus der BA, stelle sie an Kurbel und Terminal ein und drehe ab. Die abgedrehte Menge gebe ich abschließend ins Terminal ein und dann variiert der Motor die Drehzahl der Welle, dass genau der gewünschte Wert dosiert wird. Das müsste dann ein Unterschied zur Ultima ohne CS sein, wo der Antrieb noch über ein Spornrad lief und nicht elektronisch über Radar.
Wenn die Menge zu gering wird - d.h. die Welle zu langsam laufen müsste, können die Feinsaat-Distanzstücke eingeschoben werden, die dann quasi den Boden der Zellen anheben und diese so verkleinern. Die Welle läuft dann wieder schneller. Das würde also bedeuten, ich muss die Zellen möglichst klein halten, damit die Welle schnellstmöglich dreht. Daher auch der Wert "20" und die Feinsaateinstellung.

Ich habe unten mal ein Bild angehängt, wo ich in meinem APV-Streuer für die Phacelia ZF die großen Zellenräder drin hatte, weil ich zu faul war, umzubauen. Das nenne ich Häufchenbildung!

Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: klausg am 15. Mai 2019, 12:24:11
Wenn du die Zellenbreite einstellst und abdrehst, dann gibt er dir ja nen Geschwindigkeitsbereich an, den du fahren kannst. Solltest du da noch viel Luft nach oben haben, kannst Du die Zellen noch schmäler stellen. Bei mech. Antrieb geht das natürlich nicht. Bei der mech. müsste man die Übersetzung ändern, um höhere Drehzahl zu erzielen.  Manchmal passt da tatsächlich die Übersetzung nicht. Evtl. mal bei Rauch im Service anfragen, was optimal ist.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Meisteringenieur am 15. Mai 2019, 12:25:09
Ich weiß nur von Horsch das die Schläuche schon genau am vorgegeben Abgang sein müssen sonst verändert sich die querverteiung weil ja nicht alle Schläuche gleich lang sind.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: EWD am 15. Mai 2019, 22:35:21
Meine Jockey hat auch die Rauchdosierung.
Ich habe den Verteiler über der Saatgutablage montiert, so habe ich
nur fallende Schläuche, seitdem ist die Längsverteilung wesentlich
besser geworden, gibt auch kaum noch verstopfte Schläuche.
Gleiche Schlauchlänge wäre auch von Vorteil, dann hätte ich aber
Durchhänger und diese sind negativ.
Querverteilung ist mäßig, aber auch besser als vorher.
Gleichmäßige Verteilung von Blindstopfen, Fahrgassenmagneten
soll auch was bringen.
Bei Mais gehe ich nicht mehr auf Feinsaat, habe keinen Unterschied
zur Normalsaat feststellen können, Minimum 20 Zellenbreite kann ich
bestätigen, darunter gibt es Kornklemmer.
Noch genauer als Radar ist GPS zur Geschwindigkeitsangabe.
Mais abdrehen braucht viel Geduld und öfters Zwischenkontrolle.
Ganz wichtig ist erstmal eine größere Portion, so ungefähr eine Einheit,
durchzuleiern und dann auch eine größere Menge, ca. 100 Zellenradumdrehungen,
zur Probe nehmen.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: treckeripaq01 am 15. Mai 2019, 23:04:24
Das Ding ist doch echt nix Wert Kauf lieber ne Drillmaschine die funktioniert denn braucht’s nicht versuchen dir das Gerät schönzureden  :frage:

***persönliche Provokation an EWD wegen Trolling entfernt***
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: extra-wurst am 16. Mai 2019, 07:41:22
@ profi

Vielen Dank für deine überaus genaue Einschätzung der Gesamtsituation!  :daumen1:
Dieser völlig neue Aspekt scheint allerdings in dem von Henrik abgetrennten Teil wesentlich sinnvoller.

Damit du den Weg besser findest, habe ich den Link hier (https://www.agrowissen.de/de/forum/index.php?topic=24656.0) nochmal eingefügt. Da musst du einfach nur ganz vorsichtig raufdrücken - ist gar nicht schlimm!

edit: oh Entschuldigung! Ich sehe gerade, du bist ja gar nicht profi, sondern Toni.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: extra-wurst am 18. Mai 2019, 08:47:14
Gestern hab ich Schläuche gemixt. Offen und geschlossen immer schön abwechselnd - allein das ist schon eine Herausforderung, wenn man nicht alles neu machen will.
Die Anordnung der Abgänge bezüglich der Saatgutverteilung ist egal, hat mir Köckerling auch so bestätigt. Lediglich die Lage (Gefälle) und die Länge (Gegendruck) spielen eine Rolle.
Dazu habe ich noch eine alte Veröffentlichung der Uni Hohenheim gefunden, die Auswirkungen in der Ausformung der Kopfplatte, der Führung des Luftrohres und nicht zuletzt in Neigung sieht.  Hier geht´s zum Bericht. (http://440ejournals.uni-hohenheim.de/index.php/Grundlagen/article/viewFile/673/607)

Dem aufmerksamen Betrachter wird selbstverständlich nicht entgangen sein, dass 12 offene und 10 geschlossene Abgänge kein abwechselndes Muster ergeben können. Ich habe also zwei Stellen, wo zwei offene nebeneinander liegen. An diesen Abgängen hängen die Schläuche der Doppelreihen 2 und 5. Die Idee dabei ist, dass in der Fahrgasse einer der beiden Schläuche zu ist, die Dosierbreite im Pilz (Bild) aber nahezu gleich bleibt. Daraus würde folgen, dass mehr Saatgut in die noch offene (jetzt Einzelreihe) fließt.

Der Einbaupunkt des Pilzes ist für mich fix - ein Umbau nach hinten wäre ziemlich aufwändig, hätte allerdings den Vorteil, dass das Wellenrohr länger werden könnte. Das Rohr hat die Aufgabe, das Saatgut im Luftstrom zu zentrieren. Durch Bögen im Rohr ist es aus der Bahn gekommen. Jetzt kommt die Luftgeschwindigkeit aka Gebläsedrehzahl ins Spiel: Das Saatgut soll laminar im Luftstrom mittig im Rohr "hochtanzen". Ist die Drehzahl zu hoch schießt es weiterhin kreuz und quer durch die Gegend und trifft nicht gleichmäßig auf die Kopfplatte. Das Verschließen der einzelnen Schläuche ist dabei zweitrangig und sollte die gewählte Drehzahl nicht beeinflussen. Köckerling schlägt ~2500U/min vor.   Dumm, dass das Rohr nicht aus Glas ist. ;)

Jetzt brauche ich nur noch 12 Eimer ....

Für viele vielleicht ein alter Hut, aber ich habe die Technik nur genutzt und mir kaum Gedanken über die genaue Funktion gemacht.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: tomiq am 18. Mai 2019, 09:34:31
Zitat
Der Einbaupunkt des Pilzes ist für mich fix - ein Umbau nach hinten wäre ziemlich aufwändig, hätte allerdings den Vorteil, dass das Wellenrohr länger werden könnte. Das Rohr hat die Aufgabe, das Saatgut im Luftstrom zu zentrieren. Durch Bögen im Rohr ist es aus der Bahn gekommen. Jetzt kommt die Luftgeschwindigkeit aka Gebläsedrehzahl ins Spiel: Das Saatgut soll laminar im Luftstrom mittig im Rohr "hochtanzen". Ist die Drehzahl zu hoch schießt es weiterhin kreuz und quer durch die Gegend und trifft nicht gleichmäßig auf die Kopfplatte. Das Verschließen der einzelnen Schläuche ist dabei zweitrangig und sollte die gewählte Drehzahl nicht beeinflussen. Köckerling schlägt ~2500U/min vor.   Dumm, dass das Rohr nicht aus Glas ist. ;)

Wie ist die Kopfplatte bei der Ultima ausgeformt???

Deine Aspekte sind, unabhängig der Maissaat, für mich sehr interessant. Danke für die Ausführungen, dies war mir
auch so nicht bewußt.

Meine Frage zielt darauf ab, da z.B. die Amazone Pneumatik Sämaschinen immer als Abdeckplatte "Halbkugeln" haben, aber
meine pneumatische Rapid eben nur eine Glasscheibe.

Erhofft man sich bei Amazone, durch die Halbkugel als Abdeckung, dass die zentrierten Körner im Luftstrom an der
Abdeckplatte mit einem Winkel abgeworfen werden zu den Säschläuchen?

Evtl. weiß hier jemand näheres.


ade
tomiq
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: extra-wurst am 18. Mai 2019, 12:01:36
Die Platte bei der Ultima ist völlig plan.

Ich habe das passende Bild aus vorne genannten Bericht rauskopiert. Interessant ist die Wirkung auf die verschiedenen Saatgutarten.

Wie das wohl bei Unterfußdünger aussieht z.B. bei der Väderstadt o.ä. Da hat man ja völlig unterschiedliche Korngrößen bis hin zum Staub.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Schorsch am 19. Mai 2019, 13:22:54
Wie ist die KopfErhofft man sich bei Amazone, durch die Halbkugel als Abdeckung, dass die zentrierten Körner im Luftstrom an der
Abdeckplatte mit einem Winkel abgeworfen werden zu den Säschläuchen?

Ein wesentlicher Vorteil des Klarsicht-Verteilerkopfes der Amazon AD-P gegenüber der Blechplatte an meiner Ultima ist jedenfalls, dass eine eventuelle Verstopfung eines Abganges von außen zu sehen ist, ohne den Deckel abzunehemn und ohne auf die Maschine zu klettern.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: ct am 19. Mai 2019, 20:52:38
Ein wesentlicher Vorteil des Klarsicht-Verteilerkopfes der Amazon AD-P gegenüber der Blechplatte an meiner Ultima ist jedenfalls, dass eine eventuelle Verstopfung eines Abganges von außen zu sehen ist, ohne den Deckel abzunehemn und ohne auf die Maschine zu klettern.

Praktisch nicht wirklich zu erkennen. Ich drehe ab und an und bei jedem neuen Feld am Särad und schaue ob überall Körner fallen. Geht schnell und ist zuverlässiger
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Schorsch am 19. Mai 2019, 22:42:16
Praktisch nicht wirklich zu erkennen. Ich drehe ab und an und bei jedem neuen Feld am Särad und schaue ob überall Körner fallen. Geht schnell und ist zuverlässiger

Dann bin ich also doch nicht der einzige, der diese Uralt-Methode bemüht.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Euro-T am 19. Mai 2019, 22:44:14
Praktisch nicht wirklich zu erkennen. Ich drehe ab und an und bei jedem neuen Feld am Särad und schaue ob überall Körner fallen. Geht schnell und ist zuverlässiger

Dann bin ich also doch nicht der einzige, der diese Uralt-Methode bemüht.

Nö, mache ich auch so.

Nicht bei jedem Feld, aber durchaus zwei-, dreimal am Tag.

So kommt man auch mal um die Drille rum und austreten muß man ja auch hin und wieder.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: EWD am 20. Mai 2019, 00:20:34
Da oute ich mich auch ;)
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: nofear am 20. Mai 2019, 06:38:58
Meine hat kein Särad   ;) ;D
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: johndeere820 am 20. Mai 2019, 09:41:43
Praktisch nicht wirklich zu erkennen. Ich drehe ab und an und bei jedem neuen Feld am Särad und schaue ob überall Körner fallen. Geht schnell und ist zuverlässiger

Mache ich auch so. Oder Gebläse laufen lassen und einmal mit der Hand an jedem Säschar schauen, ob Luft ankommt. Man sieht hin und wieder in der Gemarkung, wer das nicht regelmäßig macht ;)
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: extra-wurst am 20. Mai 2019, 19:46:05
Wie nutze ich das Ventil sinnvoll? Habe ich auch noch nichts drüber gefunden. Unten scheint man den Pmax und oben den Pmin einstellen zu können.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: extra-wurst am 20. Mai 2019, 19:48:53
Nach genauer Verteilung im Pilz sieht das auch nicht aus.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Euro-T am 20. Mai 2019, 19:56:54
Wie nutze ich das Ventil sinnvoll? Habe ich auch noch nichts drüber gefunden. Unten scheint man den Pmax und oben den Pmin einstellen zu können.

Bei mir sieht das anders aus, deswegen kann ich da nix zu schreiben - aber ruf mal bei Köckerling im Service an, die haben da einen sehr fitten Mann sitzen.

Praktisch nicht wirklich zu erkennen. Ich drehe ab und an und bei jedem neuen Feld am Särad und schaue ob überall Körner fallen. Geht schnell und ist zuverlässiger

Mache ich auch so. Oder Gebläse laufen lassen und einmal mit der Hand an jedem Säschar schauen, ob Luft ankommt.

Das wiederum macht bei der Ultima so garkeinen Spaß, da ist die optische Kontrolle liegender Körner sinnvoller.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Uli0815 am 21. Mai 2019, 13:14:52
Wie nutze ich das Ventil sinnvoll? Habe ich auch noch nichts drüber gefunden. Unten scheint man den Pmax und oben den Pmin einstellen zu können.

Das Ventil hat meine Ultima auch nicht, läuft da das Öl für's Gebläse durch?
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: extra-wurst am 21. Mai 2019, 13:52:21
Nein, das ist für den Schardruck.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Uli0815 am 21. Mai 2019, 13:58:54
Da hat meine vorne nen großen Manometer dran. Druck wird dann über ein Steuergerät eingestellt. Ist da bei dir auch irgendwo noch einer dran als Anzeige?
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Euro-T am 21. Mai 2019, 15:05:09
Nein, das ist für den Schardruck.

Ach...?

Also minimaler und maximaler Schardruck einstellbar?

Was es nicht alles gibt...
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: extra-wurst am 21. Mai 2019, 16:21:50
Manometer habe ich auch. Ist denn der eingestellte Schardruck bei euch stabil? Meiner scheint ein Eigenleben zu haben.

Wird Zeit,dass ein Acker frei wird...

Unten ein Bild von meiner Halbseitenabschaltung. Wenn das Terminal und der Dosierer das kann, warum nicht auch der Pilz?😉
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Schorsch am 21. Mai 2019, 18:22:44
Manometer habe ich auch. Ist denn der eingestellte Schardruck bei euch stabil? Meiner scheint ein Eigenleben zu haben.

Beim Absenken der Maschine steigt der Druck, beim Ausheben sinkt er. Bie Ausgehobener Drille drücken die Schardruckzylinder nur gegen die Blattfeder der Schare. Beim Absenken kommt dazu noch die Gewichtskraft vom Eigengewicht der Maschine. Auch der Füllstand könnte sich auswirken, was mir aber noch nie wirklich deutlich aufgefallen wäre.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Uli0815 am 21. Mai 2019, 19:46:38
Manometer habe ich auch. Ist denn der eingestellte Schardruck bei euch stabil? Meiner scheint ein Eigenleben zu haben.

Wird Zeit,dass ein Acker frei wird...

Unten ein Bild von meiner Halbseitenabschaltung. Wenn das Terminal und der Dosierer das kann, warum nicht auch der Pilz?😉

Was meinst du mit Eigenleben? Wird der Druck mit der Zeit weniger? Dann ist ein oder mehrere Zylinder undicht.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: extra-wurst am 22. Mai 2019, 21:31:29
Nein, der Druck hält schon.

Wenn ich Druck gebe, steigt der bis auf ~180bar.  Höre ich auf zu drücken, sinkt er bis auf 120. Die 120 sind wohl am Ventil einstellbar, aber warum nicht mehr als 180 (mal abgesehen davon, dass ich vermutlich gar nicht mehr brauche)
Entlaste ich, fällt der Druck auf 40. Das scheint nicht einstellbar zu sein.

Ich glaub, ich muss den ehemaligen Fahrer mal anrufen. Der Mann von Köckerling war sich da auch etwas unsicher - Begrenzung nach oben oder unten ja, aber wie genau...?

Der Junge muss an die frische Luft!  sorry: das Ding muss auf den Acker. Alles andere ist momentan nur raten.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: extra-wurst am 04. Juni 2019, 10:00:15
Habe gestern die Maschine abgedreht.

... und 100m Schlauch bestellt  ;)
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Schorsch am 04. Juni 2019, 19:17:21
Sehr gut!

Hab auch mal Eimer zusammengesucht bis ich 17 Stück hatte und diese dann zum Abdrehen untergestellt, da ich beim Raps-abdrehen den Einfluss vom laufenden Gebläse erfassen wollte. So kam ich darauf mir eine neue Dichtlippe zuzulegen, die nur für Raps verwendet wird.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: ct am 04. Juni 2019, 22:59:54
Ich will nicht sagen ich bin verwundert über die Experementierfreude  :frage:,
aber eigentlich gehören solche Kniffe / Tricks / Nachbesserungen in das Repertoire des Firmensupports, als Kundenservice quasi.
Auch viele Firmen kommen manchmal erst später auf "die Lösung" zu einem speziellen Problem, hören das von Kunden, k.A.
aber dann gehört das auch wieder in die Kundschaft weitergegeben.
Scheinabr hier nicht der Fall.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Euro-T am 05. Juni 2019, 05:44:56
Ich will nicht sagen ich bin verwundert über die Experementierfreude  :frage:,
aber eigentlich gehören solche Kniffe / Tricks / Nachbesserungen in das Repertoire des Firmensupports, als Kundenservice quasi.

Was genau meinst du denn?
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: ct am 05. Juni 2019, 07:07:08
Ungleiche Saatgutverteilung durch unexakte Schlauchlängen, extra Dichtlippe für Raps, etc.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: berci am 05. Juni 2019, 07:46:55

Wenn die Schare im Boden laufen, sind dann die Druckverhaeltnisse (Gegendruck) nicht wieder komplet anderst???
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: no-tiller am 05. Juni 2019, 09:09:35

Wenn die Schare im Boden laufen, sind dann die Druckverhaeltnisse (Gegendruck) nicht wieder komplet anderst???
Bei der Ultima ist der Saatgutauslass über dem Boden. Wird also kaum Gegendruck geben.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: EWD am 05. Juni 2019, 09:16:36
Danke für die aufschlußreiche Mühe, deckt sich mit meinen Erfahrungen.
Nicht nur Schlauchlänge, sondern die Verlegung ohne Durchhänger,
engen Bögen ist auch ganz entscheidend.

Gruß Ernst
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: extra-wurst am 05. Juni 2019, 20:22:39
Die Durchhänger spielen erst bei der Längsverteilung eine Rolle denke ich.
Morgen kommt der Schlauch und dann Pfingsten...

Ich werde erst einmal die drei auffälligen tauschen. Dann sehen wir weiter.

Bis auf die rechts/links Spiegelung haben alle Schläuche unterschiedliche Längen. Ich denke, ob 2,90 oder 2,70 macht keinen Unterschied - 2,90 zu 1,50 schon.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: mogwai am 06. Juni 2019, 08:56:50
Ich verstehe das mit der Schlauchlänge z.b nicht, das bei einem längeren Schlauch das Saatgut länger braucht bis zum Boden ok, sind vielleicht paar cm aber der Gutfluss ist dann doch gleich konstant?
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: nofear am 06. Juni 2019, 09:09:43
Nur theoretisch... die Schlauchlänge und Führung bestimmt den Luftwiderstand/Gegendruck und somit die zugeführte Luft- und zeitgleich natürlich auch Saatgutmenge im Verteiler (vorausgesetzt, das Ding ist gut konstruiert und funktioniert wie es eigentlich soll und auch Wellrohr vorher etc. passen zusammen)
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: extra-wurst am 06. Juni 2019, 09:31:10
Wenn der Weg zum Pils funktioniert wie er soll, enthält die Luft gleichmäßig zB 5% Saatgut.
Wenn irgendwo mehr Luft hingeht, dann erhöht sich dort gleichzeitig die Menge an Saatgut.

Darum hab ich mir auch die Maisstopfen besorgt, obwohl man sicherlich auch Sektkorken nehmen kann. Nur sind die strömungstechnisch eher suboptimal.

Nur Versuch macht kluch ...
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Schorsch am 06. Juni 2019, 12:42:30
Wenn der Weg zum Pils funktioniert wie er soll...

Damit sich der Weg auch lohnt, ist es wichtig, dass der Kühlschrank immer mit ausreichend Pils gefüllt ist.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: extra-wurst am 06. Juni 2019, 14:10:13
Blöde Autokorrektur vom Handy  :bier:
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: extra-wurst am 11. Juni 2019, 20:04:22
Wenn du die Zellenbreite einstellst und abdrehst, dann gibt er dir ja nen Geschwindigkeitsbereich an, den du fahren kannst.
...

Wo? Von der Pronto kenne ich das auch. Auf meinem Ultima "Taschenrechner" wird aber nichts derartiges angezeigt.

Kann ich eigentlich den Rechner der Pronto über ISOBUS als großes Display probehalber koppeln?
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Uli0815 am 11. Juni 2019, 20:14:58
Geht nur mit der neuesten Software, das mitgelieferte WTK Display ist kein Isobus Display ist nur der Stecker dran. Es ist auch besser wenn du nen Isobus Schlepper hast die Ultima nicht dort anzuschließen ohne Isobus Software auf dem Jobrechner.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: extra-wurst am 13. Juni 2019, 15:42:07
Das ist das Ergebnis von 2 Tagen Krabbelei in und unter der Maschine.

links zeigt die prozentuale Abweichung jeder Reihe 1-12 vom Mittelwert
rechts zeigt die Abweichung jeder Doppelreihe 1-6 vom Mittelwert.(1+2, 3+4, 5+6, usw)

Unten noch einmal mein Plan, den Mais auf striptill zu legen.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: extra-wurst am 13. Juni 2019, 15:43:32
... und das der Weg.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: extra-wurst am 13. Juni 2019, 16:08:00
Daraus gelernt habe ich:

Die Luft steigt nicht wie im Idealfall senkrecht nach oben und verschwindet da durch die Löcher, sondern sie scheint -zumindest leicht- im Kreis zu wirbeln. Anders ist eine stark abweichende Menge in den beiden Doppelöffnungen nicht zu erklären. Es scheint eine Art Windschatten zu entstehen, der natürlich die Verteilung beeinflusst. Ich habe die Doppelöffnung den kürzesten Schläuchen zugeschustert, dann ist es wenigsten gleichmäßig schlecht. :angel:

Die Schlauchlängen und -durchmesser haben natürlich einen Einfluss, nur: änder ich einen, ändert sich auch nahezu alles andere. Sehr schwierig! Ich hab´s dann bleiben lassen.

Erfolgversprechender für eine Beeinflussung ist der Platz des Schlauch am Pilz. Ein stärkerer Knick direkt nach dem Abgang bremst stärker als einer im weiteren Verlauf des Schlauches. Das ist Potenzial zur Veränderung. Da aber nur mit dem übernächsten getauscht werden kann (jeder zweite ist ja zu), wird der Tauschschlauch schnell mal zu kurz. Schwierig aber möglich.

Alles in allem: try and error!

Das Ergebnis finde ich nicht schlecht! Abweichung innerhalb 3 % vom Mittelwert (also zwischen 8,3 und 8,8 Pfl.)
Die Reihen zueinander sind etwas wild, aber die Kröte muss ich wohl schlucken. Dei Doppelreihe hat einen Abstand von gut 18 cm, da macht die Abweichung nicht viel aus.

Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: extra-wurst am 13. Juni 2019, 19:47:45
Bei mir waren 2400 U/min am genauesten.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: extra-wurst am 20. August 2019, 10:28:33
Hier zwei Fotos:

KWS Keops mit ~8 Pfl./m2 nach spätem Roggen-GPS
Aussaat am 4.7.19 nach 20m³ Gärrest Striptill

Nachdem mein Aussaatversuch eigentlich völlig in die Hose gegangen ist, sieht der Mais dennoch ganz ordentlich aus. Ich hatte ihn eigentlich abgeschrieben, da ich beim Abdrehen Fehler gemacht habe und Teile doppelt drillen musste. Dort sind natürlich die ersten Körner wieder aufgegrubbert worden und lagen zum Teil auf der Oberfläche.

Na ja - selbstverschuldetes Chaos!

Jetzt weiß ich wenigstens, wie man kontrolliert, wo und was die Elektronik als Abdrehmenge abspeichert.
Wie man daraus die benötigte Säwellendrehzahl errechnen kann und in welchem Umdrehungsbereich die Welle überhaupt arbeiten kann.
Es reicht ja nicht zu schreiben: sollte möglichst schnell drehen! - man muss ja auch in der Lage sein, die Drehzahl sinnvoll zu variieren, da bei mir kein nutzbarer Geschwindigkeitsbereich angezeigt wird.

Inzwischen hab ich 100 ha Zwischenfrucht in 5 völlig unterschiedlichen Zusammensetzungen ausgesät und bin zufrieden mit meiner Abdreherei / Ablage / Aufgang (auch bei der totalen Trockenheit 2.Bild).  :idee:
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: extra-wurst am 20. August 2019, 12:47:48
Dieselbe Zwischenfrucht Bild von heute. Höhe etwa 30cm
Easy Green Sommer5
Titel: Re: Köckerling Ultima - Gänsefußschar
Beitrag von: chris_esp am 26. August 2019, 12:12:52
Hallo an alle Gänsefußscharfahrer.
welche Gänsefußschare setzt ihr an der Ultima ein?
Passen vom Anstellwinkel die gleichen Schare wie für den Trio,Quadro, Vector?
Verstellt sich nicht der Winkel wenn die Saattiefe/Bearbeitugstiefe verstellt wird?
Funktioniert das dann nur noch in einem bestimmten Bereich von-bis gut?
Wie ändert sich die Breite des Saatbandes?
Viele Grüße, chris
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Schorsch am 27. August 2019, 08:39:08
Vorab: Die Idee stammt von Piotrek.

Ich verwende die beschichtete Gänsefüße "Top Mix" von HTU in 250 mm. Direkt neben den Fahrwerksrädern der Klassik-Ultima fehlt außenseitig der Platz für Gänsefüße. Dort bleiben die normalen Schare. Zum Ausgleich kommen an beide jeweils benachbarten Zinken die 310mm breiten Gänsefüße, die so den ganzflächigen Schnitt bewerkstelligen.

Klar ändert sich der Winkel etwas beim Variieren des Schardruckes. Das stört aber nicht wirklich. Das Saatband wird, je nach Bodenbeschaffenheit, etwas breiter.

Bei sehr flacher Saat muss man am starken Seitenhang auf die Bedeckung des Saatgutes achten.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: chris_esp am 10. September 2019, 16:49:26
Hallo,
danke an Schorsch für den Tipp. Habe gerade mit HTU telefoniert. Sie schicken mir ein Muster zu zum testen. Das hört sich sehr gut an. Bin mal gespannt wie es klappt.
Grüße chris
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: Schorsch am 11. September 2019, 07:29:09
Den richtigen Effekt wirst Du mit ein paar Test-Scharen noch nicht ganz erzielen, denn Schardruck und Anstellwinkel der einzelnen Zinken ist wegen der gekoppelten Hydraulikzylinder von den jeweils restlichen Zinken abhängig. Wenn der Druck für die breiten Schare passt, dann werden die schmalen bereits massiv graben. In der Kombination mit Gänsefüßen fahre ich neben dem Fahrwerk abgenutzte kurze Standard-Schare.
Titel: Re: Köckerling Ultima
Beitrag von: piotri am 11. September 2019, 07:31:13
Hallo

Wenn Du die CS hast wird es nicht funktionieren, die ist kompakter gebaut. Da fehlt der Platz für die Schaare.

Piotrek