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Verbraucher fragen Landwirte => Informationen aus erster Hand => Thema gestartet von: charlie am 24. März 2015, 19:13:17

Titel: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: charlie am 24. März 2015, 19:13:17
Experten der WHO haben Glyphosat als "wahrscheinlich krebserregend" eingestuft.
Auch zwei Insektizide wurden in die Gefährdungsklasse 2A eingestuft und auch noch Wirkstoffe in die Gefährdungsklasse 2B

Hier die Meldung http://www.agrarheute.com/who-glyphosat-ist-wahrscheinlich-krebserregend (http://www.agrarheute.com/who-glyphosat-ist-wahrscheinlich-krebserregend)

Da wird uns da wohl noch einiger Spaß ins Haus stehen, da Glyphosat in Europa gerade im Wiederzulassungsverfahren für weitere 10 Jahre ist.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Mick am 24. März 2015, 19:26:59
Experten der WHO haben Glyphosat als "wahrscheinlich krebserregend" eingestuft.
Auch zwei Insektizide wurden in die Gefährdungsklasse 2A eingestuft und auch noch Wirkstoffe in die Gefährdungsklasse 2B

Hier die Meldung http://www.agrarheute.com/who-glyphosat-ist-wahrscheinlich-krebserregend (http://www.agrarheute.com/who-glyphosat-ist-wahrscheinlich-krebserregend)

Da wird uns da wohl noch einiger Spaß ins Haus stehen, da Glyphosat in Europa gerade im Wiederzulassungsverfahren für weitere 10 Jahre ist.
Die "Experten" hätten auch noch unter "" gesetzt werden sollen.

Das Spiel, das da getrieben wird, ist wohl offensichtlich und wird nix Gutes für uns bringen...
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Georg am 24. März 2015, 20:13:57
Wenn das durchgeht, dann wird die Feldwirtschaft auf den Kopf gestellt! Als erstes verschwinden dann die Kurzscheibeneggen (Queckenvermehrer) schneller wie sie gekommen sind!
Der überwiegende Wintergetreideanbau wird schlagartig zurückgehen etc, etc.

Da hilft dann nur noch Opas Landwirtschsftsschulbücher wieder rauszukramen und gleich auf Chemiefrei umstellen!
Problem wird dann das es dafür dann auch nicht mehr die Preisvorteile geben wird.
Ganz schlimm wird's, wenn der Rest der Welt weiterhin Glyphosat nutzen darf! Bin mal gespannt wie da die RR- Ready Ganmanipulierer reageiren werden....
Die Politiker soweit bestechen, das es weiterhin zugelassen wird?
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: BNT am 24. März 2015, 20:28:58
Ach jetzt Fall nicht mit der Tür ins Haus, Georg.
Ist ja nicht so, dass andere Herbizide nicht als potentiell krebserregend eingestuft würden.
Auf die (Verlängerung der) Zulassung hat das direkt keine Auswirkungen.

Zumal die Sache halt so was von nicht erforscht ist.

Der eigentliche Skandal ist, dass "Agrar heute" als Quelle einen ideologisch stark verblendeten Verein nennt.
Was soll das?
Werden in Zukunft Esoteriker zum Impfen befragt???
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Schorsch am 24. März 2015, 20:42:31
http://www.agrarheute.com/who-glyphosat-ist-wahrscheinlich-krebserregend (http://www.agrarheute.com/who-glyphosat-ist-wahrscheinlich-krebserregend)
Was mir bei diesem Artikel noch aufgefallen ist:
Zitat
... Parathion: Seit 1980 in der EU und den USA verboten ...

Da hat man sich um 22 Jahre verschätzt. Bei uns war das Parathion als Wirkstoff des E605 bis 2002 zugelassen.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Mick am 24. März 2015, 22:14:17
Der eigentliche Skandal ist, dass "Agrar heute" als Quelle einen ideologisch stark verblendeten Verein nennt.
Was soll das?
Werden in Zukunft Esoteriker zum Impfen befragt???

So ist es. Jede Lobby-Gruppe, die sich nur irgendwie NGO nennt, schießt irgendeinen Sch... durch alle Medien und schon gilt der Quatsch von der Mehrheit der ahnungslosen Bevölkerung als Fakt.

Traurig. Und umso schlimmer, dass da niemand drauf hinweist. Normalerweise müsste ja jeder echte Wissenschaftler aufschreien, wenn sowas einfach behauptet wird. Aber da es ja um ein pöhses Pflanzenschutzmittel geht traut sich da anscheinend niemand drüber, was ja nochmal schlimmer ist.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Todde am 24. März 2015, 23:00:49
Anscheinend hat man in dem einwöchigen Brainstorming für diese Einschätzung Seralini's fragwürdige Studie mit einbezogen  :rolleyes:


In der Fachwelt teilt man die Meinung jedenfalls nicht
http://www.sciencemediacentre.org/expert-reaction-to-carcinogenicity-classification-of-five-pesticides-by-the-international-agency-for-research-on-cancer-iarc/
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: kakvogl am 25. März 2015, 00:23:21
Frage: Wäre es denn so schlimm wenn alle Bio wirtschaften würden? Warumm reagiert Ihr so gereizt? Georg blickt mal wieder durch und hat nen Plan! Ich leg mal nen machbaren Weg fest

Bio
Kinsey
mechanische Unkrautregulierung
Bodenproben mit Kartierung durch Satconsystem

So, jetzt könnt Ihr mich zerlegen, da ich der Meinung bin, dass der PSM Weg in die Sackgasse führt, da die Natur immer eine Lösung weiß siehe Resistenzen und Warum werden angeblich Produktionsstätten für biologische PSM gebaut.

Gute Zeit noch.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: charlie am 25. März 2015, 07:22:11
Es geht eigentlich nicht um Bio oder nicht, sondern um eine ideologische Verblendung bei der Beurteilung, die eigentlich objektiv erfolgen sollte...

Übrigens sind in der ersten Gruppe " (sicher) krebserregend" des WHO unter anderem folgende Dinge eingruppiert: Alkohol und sein Abbauprodukt Ethanal, Tabak und Tabakrauch, Sonneneinstrahlung, Ruß, Abgase von Dieselmotoren, Holzstaub.

Auch das BfR reagiert eher unaufgeregt (Zitat)

Heute, 14:22 Uhr

Stellungnahme der "Glyphosate Task Force" und des BfR zur aktuellen Glyphosatbewertung

"Die seit über vierzig Jahren von Regulierungsstellen weltweit durchgeführten Bewertungen haben alle bestätigt, dass Glyphosat für Menschen, Tiere und die Umwelt kein unzumutbares Risiko darstellt" informiert das "Glyphosat Informationsportal" und lehnt aus diesem Grund die von der International Agency for Research on Cancer (IARC) unlängst vorgenommene Klassifikation von Glyphosat als ein Wirkstoff der Gruppe 2A (wahrscheinlich krebserzeugend) ab. Die Auswertung, die zu diesem Schluss gekommen sei, weise" erhebliche methodische Mängel auf, und die daraus gezogene Schlussfolgerung steht im Widerspruch zu sämtlichen regulatorischen Sicherheitsbewertungen von Glyphosat." Das Bundesinstitut für Risikoforschung (BfR) scheint dieser Meinung zu folgen. In einer Pressemeldung vom 23. März bezieht das Institut Stellung und meint: "Die Anhaltspunkte für ein genotoxisches Potential von Glyphosat können aus dem von der IARC veröffentlichten Kurzbericht nicht nachvollzogen werden, zumal auch hier Studien mit nicht näher spezifizierten Formulierungen in die Bewertung einbezogen wurden."
Originalartikel

Es prangert auch die Verwendung der umstrittenen, weil fehlerhaften Seralini-Studie an.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: sten am 25. März 2015, 07:26:39
Auch ein sehr schöne Einordnung zu Thema, leider nur auf Englisch, von Nature.
http://www.nature.com/news/widely-used-herbicide-linked-to-cancer-1.17181?WT.mc_id=TWT_NatureNews

Interessant ist wieder einmal, wie verschiedene Interessengruppen auf das Thema reagieren.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Schorsch am 25. März 2015, 08:28:41
Bio
Kinsey
mechanische Unkrautregulierung
Bodenproben mit Kartierung durch Satconsystem

Mechanische Unkrautregulierung: Wenn wir das Hacken an unseren Hanglagen wieder einführen, dann sind die binnen weniger als 2 Jahrzehnten derart erodiert, daß eine pflanzenbauliche Nutzung nicht mehr in Frage kommt.

Die Verfügbarkeit von Roundup war bei uns Anfang bis Mitte der 1980er Jahre der wesentliche Baustein, um flächendeckend in die erosionsmindernde Mulchsaat einzusteigen.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Todde am 25. März 2015, 10:13:14
Bio
Kinsey
mechanische Unkrautregulierung
Bodenproben mit Kartierung durch Satconsystem

Mechanische Unkrautregulierung: Wenn wir das Hacken an unseren Hanglagen wieder einführen, dann sind die binnen weniger als 2 Jahrzehnten derart erodiert, daß eine pflanzenbauliche Nutzung nicht mehr in Frage kommt.

Die Verfügbarkeit von Roundup war bei uns Anfang bis Mitte der 1980er Jahre der wesentliche Baustein, um flächendeckend in die erosionsmindernde Mulchsaat einzusteigen.

Selbst wenn Glyphosat Kat 2 bekommen sollte, dann ist der Einsatz immernoch weniger problematisch wie der, den die Alternative mit sich bringt:
Diesel, Scheiß und Eisen.
Dieselruß ist laut WHO Kat 1, jeder gesparte Liter bei der Bodenbearbeitung oder Unkrautregulierung verringert Krebsrisiken.
Die Feinstaubbelastung kommt dann noch dazu, ebenso die Verkehrstoten durch die Sandstürme.

Bei einem fachgerechten Einsatz, wie in Deutschland, wird wohl niemand so viel Glyphosat aufnehmen können, damit sich das Krebsrisiko steigert.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: ANDERSgesehn am 25. März 2015, 10:17:28
wenn ich georg´s beitrag lese,
dann muß ich irgendwo etwas
falsch machen ...

in den letzten 35 jahren habe
ich 2x glyphos angewandt.
letztes jahr holte ich bei wintergerste
(auch ein wintergetreide  ;D )
vom hektar einen ertrag von 11,2 tonnen ...

 - - -

wenns auf ein verbot hinauslaufen "sollte",
wäre es dann interessant ob dann auch
importierte produkte, die mit glyphos
behandelt wurde, auch nicht in den europäischen raum importiert und verarbaitet werden???

Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Todde am 25. März 2015, 10:38:17
wenns auf ein verbot hinauslaufen "sollte",
wäre es dann interessant ob dann auch
importierte produkte, die mit glyphos
behandelt wurde, auch nicht in den europäischen raum importiert und verarbaitet werden???

Passiert doch auch nicht bei der gv-freien Ware, die mit Rückständen von höchst bedenklichen Wirkstoffen belastet sind, die ein Europa nie eine Zulassung bekommen haben, weil da vor der Zulassung Krebsgefahren festgestellt wurden.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: BNT am 25. März 2015, 10:43:04
Tja, die Sache mit den Resistenzen ist nicht so einfach. Wer davon ausgeht, dass Krankheiten, Schädlinge und Unkräuter in der Lage sind, gegen PSM Resistenzen aufzubauen, wird auch davon aus gehen müssen, dass sie in der Lage sind, die Resistenz von Pflanzen zu überwinden. Da kommt dann sehr schnell die Biotechnologie ins Spiel. Die will man aber auch nicht.
Zu gutem Resistenzmanagement gehören für mich auch Pflanzenschutzmittel.

Man sollte sich halt immer überlegen, wie die Alternativen aussehen.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: nofear am 27. März 2015, 00:05:14
Nachdem ja nun die Wiederzulassung ansteht sind das ja keine guten Nachrichten... ein Schelm wer böses dabei denkt
Wird das für die resistenten AF-Gebiete zum Supergau? Schaffen die sich alle Kühe oder BGAs an?

MfG nofear
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: tuning Esel am 27. März 2015, 18:03:34
es wirt schon schwieriger werden mit dem Pflanzenschutz, aber mal Ehrlich, Landwirtschaft wirt seit Jahrtausende gemacht, Getreide wirt 3-4Tausend Jahren angebaut mind, Pflanzenschutz gibt es noch nicht mal 100jahre..
Vieleicht währe  ein Umdenken gar nicht so verkehrt..
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: charlie am 27. März 2015, 19:53:12
es wirt schon schwieriger werden mit dem Pflanzenschutz, aber mal Ehrlich, Landwirtschaft wirt seit Jahrtausende gemacht, Getreide wirt 3-4Tausend Jahren angebaut mind, Pflanzenschutz gibt es noch nicht mal 100jahre..
Vieleicht währe  ein Umdenken gar nicht so verkehrt..

Tja, nur sollte man einfach auch mal die Ertrags- und Qualitätsentwicklung der letzten 100 Jahre im Auge haben.
Ich bin nun wirklich kein Freund von Glyphosat als Standard-Maßnahme. Aber wenn man sieht wie hier mit ideologischen Vorurteilen gegen den "Erzfeind" Monsanto und die mit Roundup zusammenhängende grüne Gentechnik vorgegangen wird und inzwischen auch jegliche Objektivität der Wissenschaft abhanden kommt, da wird mir in Bezug auf Pflanzenschutz für die Zukunft ganz anders.
Ich persönlich halte Bio eben nicht für die heilbringende Lösung für alle, sondern weiterhin für eine Nische für die besserverdienende Kundschaft. Der große Rest wird weiter über den Preis einkaufen und trotzdem Gute und sichere Lebensmittel bekommen.
Außerdem sind wir ja in Deutschland bzw der EU nicht eine einsame Insel der Glückseligkeit, sondern im internationalen Handel eingebunden, sowohl auf Export wie auch Importseite.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: nofear am 28. März 2015, 07:15:12
Habs schon mal wo geschrieben:
Es gibt einfach feuchte und kühlere Standorte, wo die Zeitspanne zum mechanischen Bearbeiten und Abtrocknen lassen der unkräuter zu kurz ist für ne "normale" Fruchtfolge. Das Zeug wächst einfach wieder an oder weiter.
Da ist gewünschte Mulch oder Direktsaat nicht immer ohne Glyphos möglich.
Und zum Andren gibts da noch das ein oder andere, was ohne einfach nur mit wesentlich mehr Aufwand (und dan auch weniger Erlös) in den Griff zu bekommen ist.

Ich rede da auch nicht vom standardmäßigem Einsatz oder von Sikkation etc. !
Aber ohne würde uns für verschiedene Problemfälle und im Ressistenzmanagement was fehlen und manch einer müsste auch den Pflug wieder hervorholen.

Es würde wieder ne andere Landwirtschaft, aber sicher nicht keine.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: ANDERSgesehn am 28. März 2015, 10:48:16


 und manch einer müsste auch den Pflug wieder hervorholen.


hmmm, die glaubensreligion pflugLOS betreibt anscheinend
perfekte gehirnwäsche. der pflug wird als satan an den
pranger gestellt und glyphosat in den himmel gelobt.

 ... kranke welt ......  :stupid:



Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Todde am 28. März 2015, 10:55:25


 und manch einer müsste auch den Pflug wieder hervorholen.


hmmm, die glaubensreligion pflugLOS betreibt anscheinend
perfekte gehirnwäsche. der pflug wird als satan an den
pranger gestellt und glyphosat in den himmel gelobt.

 ... kranke welt ......  :stupid:

Wo liegen denn die Vorteile, wenn man mehr Dieselabgase in die Welt hinaus pustet?
Das Krebsrisiko wird um ein vielfaches erhöht.
Glyphosat verbleibt bei normaler Anwendung auf der Fläche und wird abgebaut, wie möchtest Du das mit den Abgasen handhaben? Abgasrückführung durch unterpflügen?
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: nofear am 28. März 2015, 11:04:16
Mensch Anders,

wo hab ich denn das geschrieben?
Hatte gehofft, dass in meinem Posting klar wird, dass es eben nicht nur schwarz oder weiß gibt.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: ANDERSgesehn am 28. März 2015, 11:28:52
schau nofear
an hand von @todde sieht man, einen
eisernen verfechter weil er es "braucht"
(ob gut oder schlecht ist mal sekundär).

ich weiß auch nicht ob er mit den
durchschnitt von usa mithalten wird
(auch mir egal). usa hat 371 mio ha
lw. nfl. und hat im jahr 2011 110.000t
glyphosat gebraucht, das entspricht
eine aufwandmenge pro hektar und jahr
bei einer 360er ware von 8,236 liter !

ich brauchte zb in den letzten 35 jahren in summe nicht einmal 1/1000 von einer usa-fläche.

tja, wo ist die sinnvolle grenze?



Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: NobbyNobbs am 28. März 2015, 11:38:57
Anders, konservierende Verfahren, mit all ihren Vorteilen, erfordern den Einsatz von Glyphosat. Aber was man wirklich tun sollte, ist die FF so intelligent gestalten, dass es vielleicht reicht nur alle zwei, drei oder vier Jahre mit dem Wirkstoff zu kommen. Das sehe ich ja auch so und habe in diese Richtung mit meiner neu gestalteten FF die Weichen für die Zukunft gestellt.
Die angesprochenen 8, Liter Glyphosat/ha und Jahr sind für deutsche Verhältnisse derart abwegig (und verboten) , dass man gar nicht weiter drauf eingehen sollte.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: ANDERSgesehn am 28. März 2015, 11:45:19
@
ich kenne dezitiert was man unter
"konventionelle" direktsaat versteht
und auch dessen arbeitsseise, und die
ist sicherlich nicht mit einer ke eine
begrünung "beseitigen" ...

genauso, den letzten gesetzlichen stand
an max. ausbringmenge im jahr.

es ist halt das klammern an einen halm
leider schlimm, wenns auch definitiv gute
und praktikable lösungen gibt und es
nicht umsetzen will.


Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: NobbyNobbs am 28. März 2015, 11:47:13

@
ich kenne dezitiert was man unter
"konventionelle" direktsaat versteht
und auch dessen arbeitsseise, und die
ist sicherlich nicht mit einer ke eine
begrünung "beseitigen" ...

Dir fehlt es an Ideen und Vorstellungskraft
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: ANDERSgesehn am 28. März 2015, 11:50:11

@nono
warst du nicht der, der mit seinen ersten
beiträgen "mir" zugestimmt hast, weil ich
dein denken kenne ?

zwecks vorstellungskraft, naja lassen wir mal das ...

Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: BNT am 28. März 2015, 11:51:33
Wird nicht mehr lange dauern, bis du Bio wirst. :D
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: ANDERSgesehn am 28. März 2015, 11:53:07

bnt, da darf ich dich enttäuschen!

(habe aber kein problem mit
bios, sondern eher das gegenteil!)
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: BNT am 28. März 2015, 12:03:42
Ja eben, wirst sehen.

Ich meine ja nur, so absolut dein einzig wahren Weg gibt es halt nicht.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: nofear am 28. März 2015, 12:06:54
Also von guten Bios können sicher auch die konservierenden Konvis noch viel lernen!!!

Aber mal was anderes:

Definiert doch mal Konventionell! Wenn ich konventionell nach "alter Väter Sitte" definiere, dann ist das nämlich Bio!!! Weil da gabs kein chem PS und auch nur sehr beschränkt mineralische Ergänzungsdünger   :)
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: BNT am 28. März 2015, 12:11:52
Und Fruchtfolge hatten die auch gemacht und Tierhaltung. ;)
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: ANDERSgesehn am 28. März 2015, 12:13:46
uiii, im umkehrschluß könnte man denken
das das fehlen dieser glieder in der kette
glyphos der erstatz dafür ist bzw. die rechtfertigung darin liegt ...  :-X

Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Todde am 28. März 2015, 12:19:31
@
ich kenne dezitiert was man unter
"konventionelle" direktsaat versteht
und auch dessen arbeitsseise, und die
ist sicherlich nicht mit einer ke eine
begrünung "beseitigen" ...

genauso, den letzten gesetzlichen stand
an max. ausbringmenge im jahr.

es ist halt das klammern an einen halm
leider schlimm, wenns auch definitiv gute
und praktikable lösungen gibt und es
nicht umsetzen will.

Da möchte ich mal sehen, wie Deine Rüben aussehen, wenn nach der Zwischenfrucht im Frühjahr die Rüben in Striptill in den Boden kommen...
Ohne Schweiß und Eisen wird das auf vielen Böden nichts werden.
Wer "unkrautarme" Lehmböden hat, der kann froh sein.

Selbst mit dem Pflug gab es oft genug Probleme mit durchgekommener Kamille, die ist zum Glück durch das weglassen des Pfluges heute kein sonderliches Problem mehr im Herbst.

Praktikabel war dann zu Pflugzeiten, dass in jedem ~4. Jahr Rüben nachgedrillt wurden, weil im April/Mai dann die Frühjahrsstürme die Rüben verbuddelt haben unter Sand oder eben vom Sand regelrecht abgeschnitten wurden.

Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: NobbyNobbs am 28. März 2015, 12:21:16

@nono
warst du nicht der, der mit seinen ersten
beiträgen "mir" zugestimmt hast, weil ich
dein denken kenne ?

zwecks vorstellungskraft, naja lassen wir mal das ...

Ja habe ich, ist ja auch so. Nicht in den falschen Hals kriegen, lieber Anders. Meine Aussage war explizit drauf bezogen:

@
ich kenne dezitiert was man unter
"konventionelle" direktsaat versteht
und auch dessen arbeitsseise, und die
ist sicherlich nicht mit einer ke eine
begrünung "beseitigen" ...


Denn ich frage dich: Muss das sein? Schau dir meine Online-Feldbegehung an. Da habe ich die ZF einfach bis auf den Grund herab gemulcht und gedrillt. Es kam wieder etwas ZF (insbesondere Rettich) durch, was nicht schön aussah und mich selbst geärgert hat. Ich dachte schon, "Mensch, hättest du besser doch mit etwas Glypho und SSA abgespritzt." Durch den milden Winter ist der dann nicht mal gänzlich abgefroren. Aber weißt du was, wenn ich mir die Schläge anschaue wo das so ist, und auch mal insbesondere die Weizenpflanzen um die Rettiche rum, dann sehe ich, dass das bisschen Zeug was da wieder kam bisher überhaupt nichts ausmacht. Der Glyphosateinsatz wäre also bis jetzt nur für das Auge (reiner Tisch) schön gewesen. Auf den Ertrag wird der keinen Einfluss haben, da ich durch den Herbizideinsatz jetzt ohnehin den Absterbeprozess eingeleitet habe. Ohne Glypho: Darf der Winter oder (wenn dieser aus bleibt) eben die Breitbandmaßnahme im Fürhjahr den Rest erledigen. Wir fahren einfach manchmal etwas voreilig mit der Glypho-Dusche los. Das habe ich auch an mir erkannt!

Nach meiner Umstellung auf die FF

W.Raps- W.Weizen- ZF -> Mais/Leguminosen- W.Weizen (und ein paar ha W.Gerste die ich immer wieder mal irgendwo einbauen werde) wird als Standardmaßnahme Glypho nur hinter dem ersten Glied (der Raps) eingesetzt werden. Die ZF nach dem Weizen muss gut etabliert werden, dann brauche ich vor den Sommerungen definitiv kein Glyphosat, das habe ich oft beobachten können. Nach Leguminosen werde ich auch kein Glyphosat einsetzen. Das Zeug wird einfach umgelegt, ähnlich der ZF letzten Herbst. Die drei Bohnen oder Erbsen, die wieder austreiben -> Siehe weiter oben im Beitrag (Winter, Hebrizid im Frühjahr...)
Und so schließt sich der Kreis. Mit meiner Raps-Weizen-Weizen-FF vorher MUSSTE ich in zwei von 3 Jahren Glphyo einsetzen. Und das meinte ich mit Ideen oder Vorstellungskraft. Wenn du nicht selbst ein paar Jahre mit der DS experimentierst und beobachtest wohin die Reise gehen MUSS, dann fehlen dir, egal wie gut du dich auskennst, erstmal die Ansätze und Ideen bzw. Lösungswege. 
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: ANDERSgesehn am 28. März 2015, 12:37:05
@todde
leider hat @nono wieder einen beitrag geschrieben,
sonst würde das bestens passen: guck mal nono´s
letzten beitrag.
 - @ kamilie.
zeigerpflanze laut schulbuch : stickstoffreiche und verdichtete böden.
genauer gesagt, fe-hältige böden und schlechte krumenstruktur.
naja mit kalk und kationen ausgleichen zum einen und zum anderen
bodenstrukturaufbau mit guten und richtig wurzelenden pflanzen und und und

@nono
dann ersetze öl durch bier(radi) oder laß ihn weg.
übrigens, hab auch lehrjahre mit blutiger nase hinter mir ...

Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: NobbyNobbs am 28. März 2015, 12:45:01
Na klar, der Rettich bleibt draußen. Sonnenblumen, Phacelia, Mungo, Sandhafer werden kommenden Herbst ausgesät.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Todde am 28. März 2015, 13:09:58
@todde
leider hat @nono wieder einen beitrag geschrieben,
sonst würde das bestens passen: guck mal nono´s
letzten beitrag.

Dann spritz ich also Breitbandherbizide aus dem Getreidesortiment in die Rüben  :rolleyes:

Rübenherbizide sind nicht geeignet Altverunkrautung zu beseitigen, daher betreibt man auch 2-4 NAK Behandlungen, denn die Masse an Unkräutern lässt sich nur im Keimblatt bekämpfen oder wie früher mit der Keule, da standen die Rüben dann auch mal eben 3 Wochen still.



Zitat
- @ kamilie.
zeigerpflanze laut schulbuch : stickstoffreiche und verdichtete böden.
genauer gesagt, fe-hältige böden und schlechte krumenstruktur.
naja mit kalk und kationen ausgleichen zum einen und zum anderen
bodenstrukturaufbau mit guten und richtig wurzelenden pflanzen und und und

Ich hab ja geschrieben, seit dem ich nicht mehr pflüge ist Kamille kein Problem mehr.

Anscheinend verstehst Du nicht was geschrieben wird oder kommst absichtliche von den eigentlichen Aussagen weg...
Zu dem scheint Dir das Verständnis für andere Böden zu fehlen, was hier funktioniert, funktioniert noch lange nicht wo anders.

Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: BNT am 30. März 2015, 09:14:02
das das fehlen dieser glieder in der kette
glyphos der erstatz dafür ist bzw. die rechtfertigung darin liegt ...  :-X

Ist auch so.

Uns stehen nun eben Technik, Dünger und PSM als Produktionsfaktoren in einem Ausmaß zur Verfügung, das solche Dinge möglich macht.
Das Ziel war ja immer, den Produktionsoutput zu erhöhen und das wurde auch mit großem Erfolg erreicht. Ob das ganze nachhaltig oder sinnvoll ist, steht auf einem anderen Blatt.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: ANDERSgesehn am 30. März 2015, 13:45:29


Rübenherbizide sind nicht geeignet Altverunkrautung zu beseitigen

Anscheinend verstehst Du nicht was geschrieben wird oder kommst absichtliche von den eigentlichen Aussagen weg...


hmmm, irgendwie sind bei uns die rübenäcker im
frühjahr nach der abfrostenden winterbegrünung
SAUBER. also gibt´s auch einen weg ohne, oder?

zum 2. teil, ich glaub, ich versteh schon etwas davon,
aber ob andere auch das wissen, kann bezweifelt werden ...

ansonsten sehe ich es wichtig für den erhalt von
glyphosat-produkten (konsumenten haben da
eine eigene meinung) wie diese aussage:


 Wir fahren einfach manchmal etwas voreilig mit der Glypho-Dusche los.
Das habe ich auch an mir erkannt!


Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Rabe am 30. März 2015, 13:53:39

hmmm, irgendwie sind bei uns die rübenäcker im
frühjahr nach der abfrostenden winterbegrünung


Und wie schaffst du das konkret?
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: ANDERSgesehn am 30. März 2015, 13:54:29

eine frühe und fette (dicke) begrünung
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: NobbyNobbs am 30. März 2015, 14:01:29

eine frühe und fette (dicke) begrünung

Für den Fall dass eine ZF nicht so gelingt wie wir uns das alle vorstellen- und das kennt jeder- hat man aber keine andere Option. Aber ich denke, das kann man minimieren, so dass nur ein kleiner Anteil der Flächen glyphosiert werden muss.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: ANDERSgesehn am 30. März 2015, 14:13:09

Aber ich denke, das kann man minimieren


ja kann man, nur viele kennen die vielen rädchen zum drehen nicht einmal.
 (leider)

Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Georg am 30. März 2015, 15:09:01
So aus dem Bauch heraus wird dieser Weed it Sensor am Ende die Lösung für Glyphosat Anwendungen sein.

https://www.youtube.com/watch?v=G_Y2APcK5Ao
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Todde am 30. März 2015, 15:31:10
hmmm, irgendwie sind bei uns die rübenäcker im
frühjahr nach der abfrostenden winterbegrünung
SAUBER. also gibt´s auch einen weg ohne, oder?

Ich sage ja, Du schaust auf Deine Scholle und genau so wird das auch in aller Welt funktionieren  :rolleyes:
Das sich die Böden und die vorhanden Unkräuter sehr stark unterscheiden scheint in Deiner Welt nicht möglich.

Oktober 2014
(http://www.bilder-upload.eu/upload/868754-1427722208.jpg)

März 2015
(http://www.bilder-upload.eu/upload/afa3b5-1427722227.jpg)

(http://www.bilder-upload.eu/upload/397cbd-1427722541.jpg)

Deine Pauschalierungen auch zur Anwendung solltest kannst Du Dir auch sparen, denn Du weißt ja nicht mal wann und wieso ich Glyphos nutze.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: ANDERSgesehn am 30. März 2015, 17:50:35
todde,
sei mir nicht böse, aber wenn du so üppigen "blühenden"
senf zu zuckerrübe hast, dann sag ich nichts mehr ...
da bin ich pauschaliert über die scholle sprachlos.

Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Todde am 30. März 2015, 18:06:46
todde,
sei mir nicht böse, aber wenn du so üppigen "blühenden"
senf zu zuckerrübe hast, dann sag ich nichts mehr ...
da bin ich pauschaliert über die scholle sprachlos.

Was 2kg Senf in einer Mischung täuschen können ;)
Zwischenfruchtmischungen setzte ich seit rund 10 Jahren ein.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: ANDERSgesehn am 30. März 2015, 18:11:04

todde, ich meinte etwas anderes ...

Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: sten am 30. März 2015, 18:16:54
Bevor Raetselraten losgeht, ein Tipp von mir:
Ich denke er meint, dass man Raps nicht samenreif werden lassen darf....
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: ANDERSgesehn am 30. März 2015, 18:19:55

sten, das war schon vor 30 jahren bekannt,
aber zu zr ist senf ein nogo
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Todde am 30. März 2015, 18:24:45

sten, das war schon vor 30 jahren bekannt,
aber zu zr ist senf ein nogo

Ab wann ist der denn Samenreif?
In der Blüte dürfte so ziemlich keine Frucht Samenreif sein, daher ->blub.
Die Samenreife würde ich am Schotenansatz festmachen, das mag Andersgesehen anders sehen.
Und der Bestand stand danach noch einige Wochen ;)

Spielt aber für die Beurteilung, ob ein Glyphoseinsatz im Frühjahr nötig war oder nicht auch keine Rolle.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: NobbyNobbs am 30. März 2015, 19:05:02
Thorsten, wie sehen bei dir die ausgangs Herbst gemulchten Bestände aus? Hat da auch einiges überlebt oder bot das dem Frost genug Angriffsfläche um das Zeug zu erledigen? Da wir uns hier diesen Winter im Grenzbereich bewegten was den Frosttod ja/nein angeht, war das der ausschlaggebende Impuls um schwer kleinzukriegende Rettiche und Co. zu erledigen.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: joe am 30. März 2015, 19:18:22
man man man ,
eure probleme möchte ich haben  :rolleyes:
bei meinem bisherigen system ist und bleibt  eine glyphosanwendung einmal jählich auf jedem ha meiner ackerebaufläche mit min 1% ger lösung eine standardmassnahme :o !
sollte es verboten werden , dann hänge ich den ackerbau an den nagel , so einfach ist das  :(
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Georg am 30. März 2015, 19:33:10
man man man ,
eure probleme möchte ich haben  :rolleyes:
bei meinem bisherigen system ist und bleibt  eine glyphosanwendung einmal jählich auf jedem ha meiner ackerebaufläche mit min 1% ger lösung eine standardmassnahme :o !
sollte es verboten werden , dann hänge ich den ackerbau an den nagel , so einfach ist das  :(

Anders pachtet dann Deine Ranch und zeigt Dir dann wie man Sandrutschen unkrautfrei hält!
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: joe am 30. März 2015, 19:42:23
man man man ,
eure probleme möchte ich haben  :rolleyes:
bei meinem bisherigen system ist und bleibt  eine glyphosanwendung einmal jählich auf jedem ha meiner ackerebaufläche mit min 1% ger lösung eine standardmassnahme :o !
sollte es verboten werden , dann hänge ich den ackerbau an den nagel , so einfach ist das  :(

Anders pachtet dann Deine Ranch und zeigt Dir dann wie man Sandrutschen unkrautfrei hält!

der oder ein anderer schlauschreiber / schnacker !
du schreibst das was ich gedacht habe .....

nee im ernst , ich habe in meiner kindkeit/jugend gelernt wie man das macht , schälpflug federzinkenegge und co sind mir noch ein begriff und beim kreisleistungspflügen habe ich damals auch nicht die letzten ränge belegt , aber ich habe da einfach keinen bock mehr drauf , denn meine manpower kann ich an anderer stelle gewinnbringender einsetzen
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Rabe am 30. März 2015, 21:33:12

eine frühe und fette (dicke) begrünung

Hört sich gut an, haut hier aber in der Praxis nicht hin. Weizenernte ist hier Ende Juli- Anfang August. Wenn ich da direkt ne ZF säe fängt die im November das Blühen an und wird holzig. Dann müsste gemulcht werden egal ob es die Witterung zu läßt oder nicht. Bis zum Frühjahr haben meine zahlreichen Würmer dann schon einiges verdaut und auf dem unbeschatteten Boden keimt wieder Unkraut. Wird nix gemacht bricht die ZF langsam zusammen und es keimt ebenfalls Unkraut.
Ich säe um ab den 15. August die ZF mit Vorlage von organischem Dünger. Die ZF wird bombig. Ende Februar ist der Acker schwarz. Mit den ersten Sonnenstrahlen grünt der WW durch und das erste Unkraut keimt. Bis zur Rüben/ Mais Aussaat dauert es aber noch. Der WW wurde zwar unterdrückt, aber eben nur unterdrückt und nicht ausgeschaltet. Hier hilft dann nur Glyphosat oder eine Bodenbearbeitung. Bodenbearbeitung geht nicht wegen Erosion also kommt Glyphosat nach der Saat ins Spiel. Ich komme mit 2- 2,5l 480ger Ware aus. Wahrscheinlich könnte ich noch etwas Mittel sparen, aber hier hackt der Chef selber mit und zeitlich möchte ich es gar nicht riskieren. Osteuropäische Fremd- Ak sind im Verhältnis zur möglichen Mitteleinsparung zu teuer und nicht kurzfristig zu bekommen.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Todde am 30. März 2015, 22:21:01
Thorsten, wie sehen bei dir die ausgangs Herbst gemulchten Bestände aus? Hat da auch einiges überlebt oder bot das dem Frost genug Angriffsfläche um das Zeug zu erledigen? Da wir uns hier diesen Winter im Grenzbereich bewegten was den Frosttod ja/nein angeht, war das der ausschlaggebende Impuls um schwer kleinzukriegende Rettiche und Co. zu erledigen.
Hier ist dieses Jahr nichts verfroren.
Der Ölrettich ist durchgewachsen.
Bilder hast Du doch gesehen ;)
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Todde am 30. März 2015, 22:40:03
Hört sich gut an, haut hier aber in der Praxis nicht hin.
Ende Februar ist der Acker schwarz. Mit den ersten Sonnenstrahlen grünt der WW durch und das erste Unkraut keimt.
Mach Dir keinen Kopf Anders wird auf kalten Lehmböden oder schwerer wirtschaften.
Wenn man in völlig unterschiedlichen Regionen und komplett unterschiedliche Böden wirtschaftet, dann weiß man wie extrem die Unterschiede sein können.

Nichts ist schlimmer und fremder als von seinem Boden, seiner Region auf andere zu schließen, dazu sind die Ursprünge einfach viel zu unterschiedlich.
Nicht mal die gleichen natürlichen Vorraussetzungen bedeuten heute das gleiche Systeme funktionieren, denn alleine 50 Jahre Gemüseanbau bedeuten bei mir ein extrem hohes Potenzial an Unkräutern.
Ich mache mir auch keine Gedanken, wenn ein paar Senfpflanzen ausgesaatet sind, denn nicht der Senf wird das Problem sein sondern der Weiße Gänsefuss, der tolerant gegen Metrubuzin (Kartoffel, Gemüse ) und Metamitron (Rüben) ist. 
Aber auch da wird es bei Anders anders aussehen  ;)
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Pelikan am 31. März 2015, 21:23:16
Auf arte läuft gerade was über Glyphosat.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: NobbyNobbs am 31. März 2015, 22:11:08
Joar. Nichts, was man nicht schon gesehen hat. Unglaublich repräsentatives Material von Argentinien. :rolleyes: Wie sie das Zeug fast pur per Flugzeug über den Dörfern verteilen. Ist für Deutschland natürlich 1:1 übertragbar. Mich hat es schon geschüttelt als ich gesehen habe mit welchem Abdrift die da mit den Selbstfahrern spritzen. Da merke ich schon wieder: Wir sind hier unfassbar sensibilisiert und weit was den Natur- und Anwenderschutz angeht. Die Leute wissen das gar nicht einzuschätzen.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: ANDERSgesehn am 31. März 2015, 22:37:22

todde,
gsd weißt DU genau in welchen radius ich
wirtschafte und in welchen spectrum sich
die meereshöhe, niederschlag und bodenarten
bewegt.
- nur so nebenbei bei meiner leistungspflügerei
weltweit dürfte mein tellerrand nicht klein sein ...

und.
schade, dass du nicht gewillt bist neue wege zu erkunden.

Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Todde am 01. April 2015, 08:57:58
Joar. Nichts, was man nicht schon gesehen hat. Unglaublich repräsentatives Material von Argentinien. :rolleyes: Wie sie das Zeug fast pur per Flugzeug über den Dörfern verteilen. Ist für Deutschland natürlich 1:1 übertragbar. Mich hat es schon geschüttelt als ich gesehen habe mit welchem Abdrift die da mit den Selbstfahrern spritzen. Da merke ich schon wieder: Wir sind hier unfassbar sensibilisiert und weit was den Natur- und Anwenderschutz angeht. Die Leute wissen das gar nicht einzuschätzen.

Arte, auf den öffentlich rechtlichen wird auch jeder Zuschauer verarscht.
Das mit den Flugzeugen wurde ja wenigstens schon mal etwas eingedämmt und die müssen mehr Abstand zu den Häusern halten.
Das in Argentinien ganz andere Wirkstoffe zugelassen sind und genutzt werden, spielt keine Rolle...
Endosulfan wird dort noch eingesetzt, in vielen Teilen der Welt verboten.
Das die Bevölkerung kaum beeignete Trinkwasserbrunnen hat, ist anscheinend auch nicht so wichtig.
Das es vorher schon in einer der Regionen höher Krebszahlen gab, wird auch nicht erwähnt
Selbst die Kranken werden dort von den Medien ausgebeutet, das Kinder mit angeborenen Missbildungen, die vor dem Sojaanbau und Glyphosateinsatz geboren wurden, dann zu Opfern vom Glyphosat werden, spielt auch keine Rolle, Glyphosat eilt seinem Ruf voraus.

Alles in allem, billigstes Niveau. Das kranke Geschäft mit den Kranken, Greenpeace's Kassen werden klingen nach solchen Beiträgen.

Verwunderlich, dass in der Sojahochburg Brasilien oder in der USA dieses nicht vorkommt.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: NobbyNobbs am 01. April 2015, 13:24:10
Monsanto erweitert seine Roundup®-Produktpalette

In Kooperation mit Turf Max LLC, einem amerikanischen Spezialisten für die Golfrasenpflege, bringt Monsanto Deutschland das neue Totalherbizid Roundup GREEN® auf den Markt.

Roundup GREEN® enthält den bewährten Mix aus Glyphosat und hochkonzentriertem Netzmittel des bekannten Roundup UltraMax®, welchem zusätzlich grüne Pigmente beigesetzt sind. Die Pigmente sind regenfest und haften dauerhaft an den behandelten Pflanzen, sodass eine optische Vergilbung der absterbenden Pflanzen verhindet wird.

Roundup GREEN® ist eine Flüssigformulierung mit 450 g/l Glyphosat und wird in Gebindegrößen von 1 l, 5l, 20 l, 640 l erhältlich sein. In der ersten Generation wird Roundup GREEN® in den Farben "Ausfallgerste" und "gemeine Quecke" erhältlich sein.

Die Anwendungsbestimmungen von Roundup GREEN® sind weitgehend identisch mit denen von Roundup UltraMax®. Neu hinzugekommen ist die Zulassung in der ökologischen Landwirtschaft (Anwendungsbeschränkung auf die Zeit von 20:00 bis 06:00 Uhr).
Nicht empfohlen wird Roundup GREEN® für die Vorerntesikkation. Hierzu stehen weiterhin die bekannten Roundup®-Produkte zur Verfügung.

Monsanto erwartet eine rege Nachfrage der Landwirtschaft, insbesondere von Direktsaat- und Mulchsaatbetrieben.
Monsanto fördert die Verbreitung dieser bodenschonenden Techniken und bietet Roundup GREEN® daher ohne Aufpreis gegenüber Roundup UltraMax® an.

Roundup GREEN® wird ab Sommer diesen Jahres im Landhandel zur Verfügung stehen. Eine Ausweitung der Zulassung auf den Haus- und Kleingartenbereich ist in Vorbereitung. Wissenschaftlichen Studien zufolge könnte damit die Lärmemission durch Rasenmäher um mehr als 80 % gesenkt werden.

Hintergrund:
Grüne Rasenfarbe wird in den USA seit Jahren benutzt, um gerade in Trockenzeiten begrünte Sportplätze und private und kommunale Rasenflächen optisch aufzuwerten, ohne dabei wertvolles Trinkwasser zu verschwenden. Nachdem sich dieser Trend mittlerweile auch im deutschsprachigen Raum, insbesondere bei der Pflege von Fußballplätzen verbreitet, ist die Anwendung in der Landwirtschaft nur eine logische Ausweitung dieser umweltschonenden GREEN-TURF®-Technologie.

Turf Max LLC ist der Entwickler der TurfScreen®-Produktpalette zur Pflege von Golfrasen und hat seinen Sitz in Pennsylvania, USA. Mit den Produkten TS Dormant® und TS Pure Green® hat Turf Max langjährige Erfahrung in der Kolorierung von Grünflächen.
Mehr zu Turf Max LLC unter http://turfscreen.com/products/

Monsanto Agrar Deutschland GmbH mit Hauptsitz in Düsseldorf ist ein Tochterunternehmen der US-amerikanischen Monsanto Company und Marktführer bei der Produktion von Totalherbiziden für die Landwirtschaft und den Haus- und Kleingartenbereich.
Mehr zu Monsanto Agrar Deutschland GmbH unter http://www.monsanto.com/global/de/produ ... fault.aspx
Monsanto Agrar


Quelle: www.landtreff.de
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: NobbyNobbs am 01. April 2015, 13:24:55
Monsanto erweitert seine Roundup®-Produktpalette

In Kooperation mit Turf Max LLC, einem amerikanischen Spezialisten für die Golfrasenpflege, bringt Monsanto Deutschland das neue Totalherbizid Roundup GREEN® auf den Markt.

Roundup GREEN® enthält den bewährten Mix aus Glyphosat und hochkonzentriertem Netzmittel des bekannten Roundup UltraMax®, welchem zusätzlich grüne Pigmente beigesetzt sind. Die Pigmente sind regenfest und haften dauerhaft an den behandelten Pflanzen, sodass eine optische Vergilbung der absterbenden Pflanzen verhindet wird.

Roundup GREEN® ist eine Flüssigformulierung mit 450 g/l Glyphosat und wird in Gebindegrößen von 1 l, 5l, 20 l, 640 l erhältlich sein. In der ersten Generation wird Roundup GREEN® in den Farben "Ausfallgerste" und "gemeine Quecke" erhältlich sein.

Die Anwendungsbestimmungen von Roundup GREEN® sind weitgehend identisch mit denen von Roundup UltraMax®. Neu hinzugekommen ist die Zulassung in der ökologischen Landwirtschaft (Anwendungsbeschränkung auf die Zeit von 20:00 bis 06:00 Uhr).
Nicht empfohlen wird Roundup GREEN® für die Vorerntesikkation. Hierzu stehen weiterhin die bekannten Roundup®-Produkte zur Verfügung.

Monsanto erwartet eine rege Nachfrage der Landwirtschaft, insbesondere von Direktsaat- und Mulchsaatbetrieben.
Monsanto fördert die Verbreitung dieser bodenschonenden Techniken und bietet Roundup GREEN® daher ohne Aufpreis gegenüber Roundup UltraMax® an.

Roundup GREEN® wird ab Sommer diesen Jahres im Landhandel zur Verfügung stehen. Eine Ausweitung der Zulassung auf den Haus- und Kleingartenbereich ist in Vorbereitung. Wissenschaftlichen Studien zufolge könnte damit die Lärmemission durch Rasenmäher um mehr als 80 % gesenkt werden.

Hintergrund:
Grüne Rasenfarbe wird in den USA seit Jahren benutzt, um gerade in Trockenzeiten begrünte Sportplätze und private und kommunale Rasenflächen optisch aufzuwerten, ohne dabei wertvolles Trinkwasser zu verschwenden. Nachdem sich dieser Trend mittlerweile auch im deutschsprachigen Raum, insbesondere bei der Pflege von Fußballplätzen verbreitet, ist die Anwendung in der Landwirtschaft nur eine logische Ausweitung dieser umweltschonenden GREEN-TURF®-Technologie.

Turf Max LLC ist der Entwickler der TurfScreen®-Produktpalette zur Pflege von Golfrasen und hat seinen Sitz in Pennsylvania, USA. Mit den Produkten TS Dormant® und TS Pure Green® hat Turf Max langjährige Erfahrung in der Kolorierung von Grünflächen.
Mehr zu Turf Max LLC unter http://turfscreen.com/products/

Monsanto Agrar Deutschland GmbH mit Hauptsitz in Düsseldorf ist ein Tochterunternehmen der US-amerikanischen Monsanto Company und Marktführer bei der Produktion von Totalherbiziden für die Landwirtschaft und den Haus- und Kleingartenbereich.
Mehr zu Monsanto Agrar Deutschland GmbH unter http://www.monsanto.com/global/de/produ ... fault.aspx
Monsanto Agrar


Quelle: www.landtreff.de
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Rabe am 01. April 2015, 13:38:33
Monsanto erweitert seine Roundup®-Produktpalette

In Kooperation mit Turf Max LLC, einem amerikanischen Spezialisten für die Golfrasenpflege, bringt Monsanto Deutschland das neue Totalherbizid Roundup GREEN® auf den Markt.

Roundup GREEN® enthält den bewährten Mix aus Glyphosat und hochkonzentriertem Netzmittel des bekannten Roundup UltraMax®, welchem zusätzlich grüne Pigmente beigesetzt sind. Die Pigmente sind regenfest und haften dauerhaft an den behandelten Pflanzen, sodass eine optische Vergilbung der absterbenden Pflanzen verhindet wird.

Roundup GREEN® ist eine Flüssigformulierung mit 450 g/l Glyphosat und wird in Gebindegrößen von 1 l, 5l, 20 l, 640 l erhältlich sein. In der ersten Generation wird Roundup GREEN® in den Farben "Ausfallgerste" und "gemeine Quecke" erhältlich sein.

Die Anwendungsbestimmungen von Roundup GREEN® sind weitgehend identisch mit denen von Roundup UltraMax®. Neu hinzugekommen ist die Zulassung in der ökologischen Landwirtschaft (Anwendungsbeschränkung auf die Zeit von 20:00 bis 06:00 Uhr).
Nicht empfohlen wird Roundup GREEN® für die Vorerntesikkation. Hierzu stehen weiterhin die bekannten Roundup®-Produkte zur Verfügung.

Monsanto erwartet eine rege Nachfrage der Landwirtschaft, insbesondere von Direktsaat- und Mulchsaatbetrieben.
Monsanto fördert die Verbreitung dieser bodenschonenden Techniken und bietet Roundup GREEN® daher ohne Aufpreis gegenüber Roundup UltraMax® an.

Roundup GREEN® wird ab Sommer diesen Jahres im Landhandel zur Verfügung stehen. Eine Ausweitung der Zulassung auf den Haus- und Kleingartenbereich ist in Vorbereitung. Wissenschaftlichen Studien zufolge könnte damit die Lärmemission durch Rasenmäher um mehr als 80 % gesenkt werden.

Hintergrund:
Grüne Rasenfarbe wird in den USA seit Jahren benutzt, um gerade in Trockenzeiten begrünte Sportplätze und private und kommunale Rasenflächen optisch aufzuwerten, ohne dabei wertvolles Trinkwasser zu verschwenden. Nachdem sich dieser Trend mittlerweile auch im deutschsprachigen Raum, insbesondere bei der Pflege von Fußballplätzen verbreitet, ist die Anwendung in der Landwirtschaft nur eine logische Ausweitung dieser umweltschonenden GREEN-TURF®-Technologie.

Turf Max LLC ist der Entwickler der TurfScreen®-Produktpalette zur Pflege von Golfrasen und hat seinen Sitz in Pennsylvania, USA. Mit den Produkten TS Dormant® und TS Pure Green® hat Turf Max langjährige Erfahrung in der Kolorierung von Grünflächen.
Mehr zu Turf Max LLC unter http://turfscreen.com/products/

Monsanto Agrar Deutschland GmbH mit Hauptsitz in Düsseldorf ist ein Tochterunternehmen der US-amerikanischen Monsanto Company und Marktführer bei der Produktion von Totalherbiziden für die Landwirtschaft und den Haus- und Kleingartenbereich.
Mehr zu Monsanto Agrar Deutschland GmbH unter http://www.monsanto.com/global/de/produ ... fault.aspx
Monsanto Agrar


Quelle: www.landtreff.de


April April  ;D
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: NobbyNobbs am 01. April 2015, 13:42:35
Sehr gelungen  ;D
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: klausg am 01. April 2015, 13:46:09
Wäre aber ne gute Idee
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Corpy am 22. Juni 2015, 23:04:23
https://www.youtube.com/watch?v=20075AeIL4Y

Hier ist mal der Link zur Dokumentation bei Arte, über den weiter oben schon diskutiert wird.

Vorab: Ich will hier nur mal meine Gedanken zum Thema kundtun, ihr müsst jetzt keinen shitstorm starten!

Warum muss man alles wegdiskutieren, was im Film gezeigt wird? Klar wird vieles überspitzt dargestellt, aber einige "Fakten" sollten wir dennoch mal nutzen, um ins Nachdenken zu kommen.

Zumindest ist es bei mir der Fall. Ich hinterfrage in letzter Zeit vieles, obwohl ich Verfechter der konventionellen Landwirtschaft bin. Es sind keine Wissenschaftlich 100% belegte Ergebnisse der Studien. Sind die industrienahen Studien denn viel objektiver?

Es handelt sich um einen verschwindend geringen Stichprobenumfang, aber ist der Ansatz mit einer veränderten Darmflora so abwegig? Es kommen sehr viele veränderte Umwelteinflüsse zum tragen, aber warum gibt es heutzutage so viele Darmkrebserkrankungen. Oder kommt einen das nur so vor und es wurde früher nicht in dem Maße erkannt? Es ist jedenfall schlimm, wenn die Eltern beide kurz hintereinander an Darmkrebs erkranken und man steht hilflos daneben. Mir ging es leider so.

Wir können uns hinter unseren verkrusteten Idealen verstecken und immer wieder sagen, dass die Landwirtschaft ohne Glyphosat stirbt. Wenn mich meine Freunde und Bekannten fragen, wie ich zu dem Thema stehe, dann muss ich immer mit Bauchschmerzen antworten.
Ich zähle Gründe auf, warum die Landwirtschaft ohne Glyphos viel schwieriger und intensiver wird, der Dieselverbrauch steigt etc. Ich berichte davon, dass die Gesetze und Auflagen extrem verschärft wurden und insgesamt viel weniger Wirkstoff zum Einsatz kommt.

Was ich mir allerdings selber nicht beantworten kann, ist die Frage nach der Sikkation. Warum haben große Betriebe den Wirkstoff wie Wasser zur Steuerung der Ernte appliziert? 10 Tage vor der Ernte, weil es einfach der Weg des geringsten Widerstandes war... Und dann gibt es Leute die der felsenfesten Meinung sind, dass Zeug bleibt auf dem Acker und baut sich dort seelenruhig ab. (Ist kein persönlicher Angriff!)

Für diese grenzenlose Dummheit haben wir alle verdient, in Zukunft einen sehr steinigen Weg zu gehen!

Und machen wir uns nichts vor, der Tag ohne Glyphosat wird schon bald kommen. Ich mache mir schon Gedanken, wie ich darauf reagiere, bzw. versuche jetzt schon bestimmte Dinge anzupassen...
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: NobbyNobbs am 22. Juni 2015, 23:26:05

Zumindest ist es bei mir der Fall. Ich hinterfrage in letzter Zeit vieles, obwohl ich Verfechter der konventionellen Landwirtschaft bin. Es sind keine Wissenschaftlich 100% belegte Ergebnisse der Studien. Sind die industrienahen Studien denn viel objektiver?

Am liebsten sind mir die neutralen Studien. Leider kann man eigentlich niemals sicher sagen, welche Wissenschaftler nun gekauft sind und welche nicht. Fakt ist, dass die große Mehrheit der Studien weitestgehende Unbedenklichkeit attestiert. Hingegen sind ein paar, und die so weit allesamt, sehr sehr fragwürdige Studien zu gegenteiligen Behauptungen gekommen.
Der Grund warum Glyphosat jetzt so in aller Munde ist, ist doch, dass die Medien einen riesen Hype daraus machen. Wir haben immer noch mit Sicherheit bedenklichere Stoffe im Einsatz.


Es handelt sich um einen verschwindend geringen Stichprobenumfang, aber ist der Ansatz mit einer veränderten Darmflora so abwegig? Es kommen sehr viele veränderte Umwelteinflüsse zum tragen, aber warum gibt es heutzutage so viele Darmkrebserkrankungen. Oder kommt einen das nur so vor und es wurde früher nicht in dem Maße erkannt? Es ist jedenfall schlimm, wenn die Eltern beide kurz hintereinander an Darmkrebs erkranken und man steht hilflos daneben. Mir ging es leider so.


Das ist mir ein bisschen zu arg weit her geholt. Deine emotionale Betroffenheit verstehe ich, aber da einen Zusammenhang zum Glyphosat her zu stellen, finde ich doch arg daneben.


Wir können uns hinter unseren verkrusteten Idealen verstecken und immer wieder sagen, dass die Landwirtschaft ohne Glyphosat stirbt. Wenn mich meine Freunde und Bekannten fragen, wie ich zu dem Thema stehe, dann muss ich immer mit Bauchschmerzen antworten.
Ich zähle Gründe auf, warum die Landwirtschaft ohne Glyphos viel schwieriger und intensiver wird, der Dieselverbrauch steigt etc. Ich berichte davon, dass die Gesetze und Auflagen extrem verschärft wurden und insgesamt viel weniger Wirkstoff zum Einsatz kommt.


Noch mal: Glyphosat ist so in aller Munde, weil die Sau von den Medien, Umweltrettern (auch genannt Terroristen) oder irgendwelcher Spendenbettler durch's Dorf getrieben wird, nicht, weil irgendwelche erschreckenden Fakten ans Licht kamen.
Die Einstufung der WHO "wahrscheinlich krebserregend" ist das für mich nicht. Hast du mal geschaut, welche Stoffe in dieser Klasse geführt werden? Ich habe es mir mal durch gelesen, war der Hammer. Der Friseurberuf, Nachtschichten, Kaffee, Malte-Tee.... alle diese Stoffe sind "wahrscheinlich krebserregend". Schau dir die LD50-Werte an, das sagt erst mal mehr über die Toxizität aus. Und dann siehst du mal, wie wenig toxisch Glyphosat ist. Da nimmst du im Alltag wesentlich höhere Mengen "giftigere" Substanzen zu dir. Das ist FAKT.
Das kann zwar immer noch nichts über evtl. Langzeitfolgen oder irgendwas dergleichen aussagen, aber es verdeutlicht, wie weit her geholt die Argumentation dieser Ideologen ist.


Was ich mir allerdings selber nicht beantworten kann, ist die Frage nach der Sikkation. Warum haben große Betriebe den Wirkstoff wie Wasser zur Steuerung der Ernte appliziert? 10 Tage vor der Ernte, weil es einfach der Weg des geringsten Widerstandes war... Und dann gibt es Leute die der felsenfesten Meinung sind, dass Zeug bleibt auf dem Acker und baut sich dort seelenruhig ab. (Ist kein persönlicher Angriff!)

Für diese grenzenlose Dummheit haben wir alle verdient, in Zukunft einen sehr steinigen Weg zu gehen!


Weiß ich auch nicht. Das war wirklich moralisch nicht vertretbar, verfahrenstechnisch nicht nötig und auch ethisch nicht okay. Gut, dass es nur noch für die Fälle erlaubt ist, wo es wirklich sinnvoll ist. Da bin ich voll bei dir.

Und machen wir uns nichts vor, der Tag ohne Glyphosat wird schon bald kommen. Ich mache mir schon Gedanken, wie ich darauf reagiere, bzw. versuche jetzt schon bestimmte Dinge anzupassen...

Die Gedanken mache ich mir auch, dennoch glaube ich das nicht. Das wären zwei Schritte zurück und in die komplett falsche Richtung: Dieselabgase sind laut WHO krebserregend und zudem wesentlich toxischer als Glyphosat. Mein Glyphosat bringe in geringsten Dosen mit modernster Technik nur auf die Fläche aus. Dieselabgase werden frei und jedem zugänglich in die Umwelt geblasen. Was stellt nun das höhere Risiko dar?

So lange noch jeder grüne Vollspacken mit dem Auto zur Arbeit fährt, lache ich ihn maximal aus, wenn er auf Weltretter machen will und sich über Dinge wie Glyphosat auslässt.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Georg am 22. Juni 2015, 23:34:18
Corpy!
Ja, man sollte immer wieder alles hinterfragen!

Aber dabei wünsch eich mir natürlich auch die richtigen Hintergrundinformationen! Und da bin ich beim Glypho absolut nicht im Klaren!

Ich nehem mal ein anderes Beispiel:

Es hat in den 70 er Jahren ein Super Fungizid im Weizen mit dem Namen Cercobin M gegeben. Plötzlich hat irgend ein Schweizer Professor festgestellt, das dieses Fungizid Krebserregend sein könnte.
Daraufhin wurde es im Weizen dann sofort verboten. Mitte der 80 er Jahre war ich dann mal in Portugal und hab mir dort Ende Februar den Erdbeeranbau angeschaut.
Bis heute werden die Erdbeeren, die Von Mitte Februar bis Mitte März von dort bei uns verkauft werden nach der Ernte auf ein schräg nach obenlaufenden glatten Förderband gekippt das sie immer leicht nach unten rollen, und drüber ist ne Düse wo sie mit Cercobin M besprüht werden. Dadurch verfaulen Erdbeerennicht mehr weil absolut kein Pilz mehr wächst. Die halten sich über die 3 Tage Transport im LKW und dann noch 3 Tage im Supermarkt und dann noch 1 Woche im Kühlschrank beiden deutschen Verbrauchern bis sie Mumifiziert sind,  aber niemals verfault!

Sag mir mal, ob dieses Fungizid direkt auf den Erdbeeren nun weniger krebserregend ist als im Weizen gegen Pilzkrankheiten aller Art wo es niemals direkt auf die Körner gespritzt wurde!

Glpho erledigt sich eh von selbst!

1. Politisch
2 Durch geziehlet Aktionen gegen Monsantos Round up ready Saatgut durch die Mitbewerber in der Saatgut und Pflanzenschutzindustrie
3. Durch die Natur durch Resistenzen.

Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: nofear am 22. Juni 2015, 23:46:18
Es handelt sich um einen verschwindend geringen Stichprobenumfang, aber ist der Ansatz mit einer veränderten Darmflora so abwegig? Es kommen sehr viele veränderte Umwelteinflüsse zum tragen, aber warum gibt es heutzutage so viele Darmkrebserkrankungen. Oder kommt einen das nur so vor und es wurde früher nicht in dem Maße erkannt? Es ist jedenfall schlimm, wenn die Eltern beide kurz hintereinander an Darmkrebs erkranken und man steht hilflos daneben. Mir ging es leider so.

Denkt mal drüber nach, worin 90% unserer Lebensmittel verpackt sind!!! Plastik mit Weichmachern etc. bisher mWn fast nicht erforscht, was da wirklich passiert.
Sicher, man kann das ganze reduzieren (z.B. Getränke, Joghurt in Glasbehältern, aber selbst dort gibts Plastik im Deckel...) Ist aber wirklich mit Anstrengung verbunden. Aber wie wars den früher, da wurde vieles lose beim Kaufmann geholt und in Verbrauchsgefäße abgefüllt, Wurst etc. wurde in Papier gepackt und fertig.
Nicht, dass ich das unbedingt glorifizieren möchte oder wiederhaben, aber bestimmte Belastungen aus dem Verpackungsbereich konnten so ausgeschlossen werden.

Ach, es wird auch ohne Glyphos weitergehen und (fast) kein ha wird unbestellt bleiben...
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: NobbyNobbs am 22. Juni 2015, 23:50:41
Glyphosat spielt hier doch gar keine große Geige. Das muss man doch mal ganz klar so sagen!
Wann wird es denn eingesetzt? Dank verbotener Gentechnik doch niemals auf den Nahrungsmitteln (mit einer stark beschränkten Ausnahme).
Was soll da groß an Rückständen auf unseren Produkten landen? Das Abspritzen 1 Jahr vor der nächsten Ernte kann keine Rolle spielen, zumal Glyphosat als blattaktives Herbizid in der Regel nicht aufgenommen werden kann (i.d.R. - man kennt die Ausnahme mit den längeren Halbwertszeit in Wurzelrückständen oder anderer organischer Substanz); und wenn doch, gingen die Pflanzen ein.
Zudem muss mal die Relation betrachtet werden. In Deutschland werden- jetzt alles grobe Zahlen, habe sie nicht genau im Kopf- ca. 25 oder 30 t Wirkstoff/Jahr eingesetzt. Davon sind dann 5 t Glyphosat und das Geschrei ist groß, weil es ja "allgegenwärtig" ist und sooo viel zum Einsatz kommt; "jeeeder Bauer ist nur Glyphosat am spritzen". Dass mit durchschnittlich 1200 oder 1500 g/ha Wirkstoff eine vergleichsweise hohe Dosis benötigt wird, wird nicht berücksichtigt. Jeder Simpel spritzt im Frühjahr Atlantis. Kannst fast sagen, jede zweite oder dritte Fläche Winterweizen oder Triticale wird damit behandelt. Aber durch den verschwindend geringen Wirkstoffgehalt des Idsosulforon taucht das Produkt natürlich im Niemalsland der Statistik auf. Selbst wenn 100 mal mehr Fläche behandelt würde, stünde der Wirkstoffverbrauch in der Statistik weit unter Glyphosat. So weit denkt keiner?
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: jaydee88 am 23. Juni 2015, 00:10:03
Alleine die Tatsache,dass so viele Landwirte weltweit denken,es gehe nicht mehr ohne Glyphosat,bestätigt doch,dass hier von der Industrie wirklich ganze Arbeit geleistet wurde,um Landwirte zu unfähigen Idioten zu degradieren,die nicht in der Lage sind,ohne dieses eine Produkt produzieren zu können,von der weiter wachsenden Abhängikeit von einigen wenigen global playern in diesem ganzen Geschäft mal ganz zu schweigen...
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: NobbyNobbs am 23. Juni 2015, 00:15:30
Alleine die Tatsache,dass so viele Landwirte weltweit denken,es gehe nicht mehr ohne Glyphosat,bestätigt doch,dass hier von der Industrie wirklich ganze Arbeit geleistet wurde,um Landwirte zu unfähigen Idioten zu degradieren,die nicht in der Lage sind,ohne dieses eine Produkt produzieren zu können,von der weiter wachsenden Abhängikeit von einigen wenigen global playern in diesem ganzen Geschäft mal ganz zu schweigen...

Falsch. Es geht ohne, sollte aber nicht. Der Preis, der dafür gezahlt werden muss (intensivere Bodenbearbeitung, ökonomisch wenig sinnvolle Fruchtfolgen, höherer Zeitaufwand, höhere Investitionen in Technik...) steht nicht im Verhältnis. Wir leben im 21.-Jahrhundert. Die Landwirtschaft ist mit gewachsen und genauso modern wie dein ganzes Umfeld. Ist nichts mehr mit "wie Opi", sonst ist der Wirtschaftszweig am Arsch.

Durch konservierende Bodenbearbeitungsverfahren können giftige Dieselabgase vermieden werden. Die Bodenfruchtbarkeit wird nachhaltig gefördert, Erosion, der Ursprung allen Übels, am effektivsten vermieden.......................................... so könnte ich jetzt auch argumentieren.

Ich für meinen Teil sehe den Königsweg in der Kombination der Komponenten, in diesem Fall der Fruchtfolge, dem Glyphosateinsatz, ggfl. der Bodenbearbeitung... Und auch wenn das jetzt eher allgemein gilt: Ich will jedenfalls die unternehmerische Freiheit haben, meinen Beruf, den ich seit mehr als 20 Jahren lebe und in dem ich fast 10 Jahre professionell ausgebildet wurde, so ausüben zu können wie es am meisten Sinn macht und nicht wie Mr. XY grade von seinem Sessel aus diktiert oder der ahnungslose Laie draußen glaubt es besser zu wissen.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: jaydee88 am 23. Juni 2015, 00:19:17
@Nobby:Was bitte ist denn an meiner Aussage falsch???

Ich kann wirklich nur jedem,der hier so vorbehaltslos positiv und blauäugig daherredet,empfehlen,sich mal in Teilen der Welt umzuschauen,wo man sich schon vor langer Zeit in eine solche Abhängigkeit begeben hat,und so ganz langsam
anfangen muss,die Suppe auszulöffeln.

Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: NobbyNobbs am 23. Juni 2015, 00:28:41
@Nobby:Was bitte ist denn an meiner Aussage falsch???

Dass wir ahnungslose Idioten sind, die nicht ohne könnten, wie im letzten Beitrag beschrieben.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: jaydee88 am 23. Juni 2015, 00:33:19
@Nobby:Was bitte ist denn an meiner Aussage falsch???

Dass wir ahnungslose Idioten sind, die nicht ohne könnten, wie im letzten Beitrag beschrieben.

Zitate aus dem Kontext zu reissen,um sie dann verdrehen zu können,ist nicht grade top Niveau und ziemlich link.
Ich habe nirgendwo Landwirte als ahnungslose Idioten bezeichnet.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: NobbyNobbs am 23. Juni 2015, 00:39:15
@Nobby:Was bitte ist denn an meiner Aussage falsch???

Dass wir ahnungslose Idioten sind, die nicht ohne könnten, wie im letzten Beitrag beschrieben.

Zitate aus dem Kontext zu reissen,um sie dann verdrehen zu können,ist nicht grade top Niveau und ziemlich link.
Ich habe nirgendwo Landwirte als ahnungslose Idioten bezeichnet.

Ah ok, jetzt hab ich's. Wurde von mir im Eifer des Gefechts falsch interpretiert, da nur überflogen. Dann nehme ich das "falsch" natürlich zurück.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Rabe am 23. Juni 2015, 08:47:02
Alleine die Tatsache,dass so viele Landwirte weltweit denken,es gehe nicht mehr ohne Glyphosat,bestätigt doch,dass hier von der Industrie wirklich ganze Arbeit geleistet wurde,um Landwirte zu unfähigen Idioten zu degradieren,die nicht in der Lage sind,ohne dieses eine Produkt produzieren zu können,von der weiter wachsenden Abhängikeit von einigen wenigen global playern in diesem ganzen Geschäft mal ganz zu schweigen...

Wenn ich Direktsaat machen will komme ich aber ohne Glyphosat nicht aus. Vorletztes Wochenende hat es in der Hallertau stellenweise in kurzer Zeit 60- 80mm geregnet. Dort sieht man jetzt genau wo im Frühjahr Bodenbearbeitung betrieben wurde.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: MUKUbauer am 23. Juni 2015, 08:57:13
Alleine die Tatsache,dass so viele Landwirte weltweit denken,es gehe nicht mehr ohne Glyphosat,bestätigt doch,dass hier von der Industrie wirklich ganze Arbeit geleistet wurde,um Landwirte zu unfähigen Idioten zu degradieren,die nicht in der Lage sind,ohne dieses eine Produkt produzieren zu können,von der weiter wachsenden Abhängikeit von einigen wenigen global playern in diesem ganzen Geschäft mal ganz zu schweigen...

Wenn ich Direktsaat machen will komme ich aber ohne Glyphosat nicht aus. Vorletztes Wochenende hat es in der Hallertau stellenweise in kurzer Zeit 60- 80mm geregnet. Dort sieht man jetzt genau wo im Frühjahr Bodenbearbeitung betrieben wurde.

Hier geistert aber das Gerücht um das es heuer noch vorbei sein soll und der Wirkstoff verboten wird, mag sein das es in D anders sein wird, bzw. auf welcher Grundlage das passiert weiß auch noch so recht keiner, ich hoffe ja immer noch das nur ein Gerücht bleibt ...
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Puszta am 23. Juni 2015, 09:24:25
Das Gerücht hält sich Hartnäckig, dass der Wirkstoff wirklich verboten werden könnte. Mal sehen wen es mehr trifft. Die (österreichische) Landwirtschaft oder die anderen Verbraucher.

In Österreich läuft derzeit eine für mich bisher beispiellose Kampagne für die Biene. Der durch die Bevölkerung per Gesetz finanzierte Rundfunk zieht hier alle Register. Immer wieder kommen die Gründe für das Bienensterben in folgender Reihenfolge:

Monokulturen
Pestizide
tierische Schädlinge (Varroamilbe)
Klima

Vielleicht bin ich schon ein wenig paranoid, aber verdammt nochmal:
1. Eine Wirkstoffgruppe wurde verboten, weil sie Teufelszeug ist und die Landwirte als raffgierige Kapitalisten ohne Gewissen diese eingesetzt haben und sie die Bienen tötet. Das Verbot hat sogar dem damaligen LW-Minister den Job gekostet, weil er es wagte zu hinterfragen ob es denn wirklich so sei.
2. Die Wirkstoffgruppe ist verschwunden (ist jetzt auch nicht mehr nachweisbar. Man hat also die Landwirte allesamt unter Generalverdacht gedacht, dass eine verbotene Substanz ausgebracht haben) aber das Bienensterben hat sich sogar noch verstärkt.

Um jetzt zu sagen "Ok, wir haben das Zeug verboten. Das Verbot hatte nicht den gewünschten Erfolg, sorry liebe Landwirte, wir führen jetzt wieder langsam und kontrolliert das Zeug ein. Die Alternativen sind nicht wirklich besser." Kann nur einfach genau niemand. Stattdessen sind wir wieder schuld.

Kann die Landwirtschaft ohne Glyphos funktionieren? Ja, aber bestimmte Formen sind dann schlichtweg nicht oder nur sehr sehr schwer möglich. Dummerweise genau jene, die nachgewiesen für den Boden eine höhere Bio-Aktivität (und wohl auch Diversität) bringen.

Österreich hats ja quasi übers Hintertürchen schon gemacht. Eine Zwischenfrucht darf nur auf mechanischem Weg beseitigt werden. Nix mit Herbizid (egal welches). Also wird gemulcht und gegraben. Ausfallgetreide und Raps wäre noch ein Anwendungsfall, ist aber absolute Seltenheit dass hier auf ein Herbizid zurück gegriffen wird.

Kurzum: Stellt euch drauf ein, dass nicht nur die Mittel weniger werden, sondern gleich ganze Wirkstoffgruppen verboten werden. Ob das ökologisch sinnvoller ist wage ich zu bezweifeln. Ob die dadurch teurere Produktion durch bessere Produktpreise abgefedert wird kann ich jetzt schon beantworten.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: joe am 23. Juni 2015, 11:44:32
Alleine die Tatsache,dass so viele Landwirte weltweit denken,es gehe nicht mehr ohne Glyphosat,bestätigt doch,dass hier von der Industrie wirklich ganze Arbeit geleistet wurde,um Landwirte zu unfähigen Idioten zu degradieren,die nicht in der Lage sind,ohne dieses eine Produkt produzieren zu können,von der weiter wachsenden Abhängikeit von einigen wenigen global playern in diesem ganzen Geschäft mal ganz zu schweigen...

Wenn ich Direktsaat machen will komme ich aber ohne Glyphosat nicht aus. Vorletztes Wochenende hat es in der Hallertau stellenweise in kurzer Zeit 60- 80mm geregnet. Dort sieht man jetzt genau wo im Frühjahr Bodenbearbeitung betrieben wurde.

und woran hat man es gesehen !
 
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: NobbyNobbs am 23. Juni 2015, 11:48:53
Alleine die Tatsache,dass so viele Landwirte weltweit denken,es gehe nicht mehr ohne Glyphosat,bestätigt doch,dass hier von der Industrie wirklich ganze Arbeit geleistet wurde,um Landwirte zu unfähigen Idioten zu degradieren,die nicht in der Lage sind,ohne dieses eine Produkt produzieren zu können,von der weiter wachsenden Abhängikeit von einigen wenigen global playern in diesem ganzen Geschäft mal ganz zu schweigen...

Wenn ich Direktsaat machen will komme ich aber ohne Glyphosat nicht aus. Vorletztes Wochenende hat es in der Hallertau stellenweise in kurzer Zeit 60- 80mm geregnet. Dort sieht man jetzt genau wo im Frühjahr Bodenbearbeitung betrieben wurde.

und woran hat man es gesehen !

Meinst du nicht eher "?" statt "!" ?? Mich würde es jedenfalls interessieren wieso man es gesehen hat, also: ???
Ich tippe auf verschlämmte Oberflächen, Erosionsrillen etc. ?
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: jaydee88 am 23. Juni 2015, 14:48:56
In Nordamerika wurde schon direkt gesät,als Monsanto noch Agent Orange produziert hat,um in Vietnam die Wälder zu entlauben[emoji6]


Gesendet von iPhone mit Tapatalk
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Todde am 23. Juni 2015, 15:01:21
Die IARC geht ihren Anti-GMO Weg weiter,
2,4-D wurde nun in die Kategorie 2b eingestuft.

Bedeutet zwar das es höchst unwahrscheinlich Krebserregend ist,
aber die Grünen und anderen Weltretter werden das wohl so genau nicht erwähnen.

 :rolleyes:



Jaydee und welche deutschen Unternehmen aber AO ebenso für Vietnam produziert?
Aus Australien kamen damals die mit Dioxin belasteten Chargen.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Schorsch am 24. Juni 2015, 03:07:46
Es hat in den 70 er Jahren ein Super Fungizid im Weizen mit dem Namen Cercobin M gegeben. Plötzlich hat irgend ein Schweizer Professor festgestellt, das dieses Fungizid Krebserregend sein könnte.
Daraufhin wurde es im Weizen dann sofort verboten.

So wie ich die Sache sehe heißt das Präparat jetzt Don-Q und ist beim Weizen bis zum Ende der Blüte zugelassen zur Reduzierung von Fusariumtoxinen.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Euro-T am 24. Juni 2015, 06:47:36
Es hat in den 70 er Jahren ein Super Fungizid im Weizen mit dem Namen Cercobin M gegeben. Plötzlich hat irgend ein Schweizer Professor festgestellt, das dieses Fungizid Krebserregend sein könnte.
Daraufhin wurde es im Weizen dann sofort verboten.

So wie ich die Sache sehe heißt das Präparat jetzt Don-Q und ist beim Weizen bis zum Ende der Blüte zugelassen zur Reduzierung von Fusariumtoxinen.

Im Raps ist es doch imho auch noch zugelassen?
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: ct am 24. Juni 2015, 06:49:40
Genau, Schorsch hat Recht.

Zudem gibt es sogar den Mittelnamen Cercobin noch:
http://www.agrar.basf.de/agroportal/de/de/produkte_/produktempfehlung/product_details_2448.html

Auszug: Cercobin® ist systemisches, hoch wirksames Fungizid zur Bekämpfung von Weißstängeligkeit an Winterraps, sowie von pilzlichen Lagerfäulen an Kernobst.

Edit: Olli auch  ;D allerdings läuft die Zulassung Ende 2015 aus.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Schorsch am 24. Juni 2015, 09:21:58
Genau, Schorsch hat Recht.

Zudem gibt es sogar den Mittelnamen Cercobin noch:
http://www.agrar.basf.de/agroportal/de/de/produkte_/produktempfehlung/product_details_2448.html

Auszug: Cercobin® ist systemisches, hoch wirksames Fungizid zur Bekämpfung von Weißstängeligkeit an Winterraps, sowie von pilzlichen Lagerfäulen an Kernobst.

Edit: Olli auch  ;D allerdings läuft die Zulassung Ende 2015 aus.

Das Don-Q entspricht als Granulat mit 700 gr je kg weitgehend dem von Georg genannten Cercobin M, das ein wohl ein wasserdispergierbares Pulver gewesen sein müsste. Es wurde offenbar durch die Granulierung der Anwenderschuitz verbessert.

Das jetzt auslaufende Cercobin FL ist eine flüssig formulierte Variante mit 500 gr je l.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Franzl am 24. Juni 2015, 17:56:03
Im Duett Ultra, das in Zuckerrüben eingesetzt wird, ist das Thiophanat-Methyl ebenfalls noch enthalten.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: joe am 24. Juni 2015, 18:33:26
ich würde mir wünschen das unsere herren vom  landvolk da stellen zu beziehen

http://www.waz-online.de/Gifhorn/Gifhorn-Stadt/Grundwasser-Pestizid-Alarm-auch-im-Kreis
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: charlie am 24. Juni 2015, 22:28:41
ich würde mir wünschen das unsere herren vom  landvolk da stellen zu beziehen

http://www.waz-online.de/Gifhorn/Gifhorn-Stadt/Grundwasser-Pestizid-Alarm-auch-im-Kreis

Das kann man medial noch steigern... Da kommt das dicke Ende erst noch...
http://www.agrarheute.com/niedersachsen-50-prozent-des-grundwassers-belastet?utm_source=agrarheute&utm_medium=Newsletter&utm_campaign=ah-newsalarm&utm_content=2015-06-24-19uhr (http://www.agrarheute.com/niedersachsen-50-prozent-des-grundwassers-belastet?utm_source=agrarheute&utm_medium=Newsletter&utm_campaign=ah-newsalarm&utm_content=2015-06-24-19uhr)
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Sven1971 am 26. Juni 2015, 08:58:09
So, jetzt geht es richtig los: http://www.n-tv.de/politik/Gruene-schlagen-Glyphosat-Alarm-article15380726.html
Schon mal vorbereitend für das Sommerloch, nachdem die Griechen pleite gegangen sind. Angie soll es ja nicht langweilig werden...
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: BNT am 26. Juni 2015, 09:15:00
Griechenland ist vielleicht finanziell pleite, Deutschland ideologisch.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Sven1971 am 26. Juni 2015, 09:16:52
Nicht nur Deutschland...
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: joe am 26. Juni 2015, 09:17:08
So, jetzt geht es richtig los: http://www.n-tv.de/politik/Gruene-schlagen-Glyphosat-Alarm-article15380726.html
Schon mal vorbereitend für das Sommerloch, nachdem die Griechen pleite gegangen sind. Angie soll es ja nicht langweilig werden...

bei der meldung glaube ich inzwischen trotz allen optimismus an ein zeitnahes verbot  :(
am besten ich schaue mich auf dem gebrauchtmaschinenmarkt  schon mal nach einem pflug um
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Sven1971 am 26. Juni 2015, 09:23:43
Das würde mich auch nicht wundern, wenn sich da kurzfristig was tut. Vor allem geht das ja nun richtig an die "Substanz". Ob die Testergebnisse richtig sind oder nicht wird sich ja bald herausstellen, denn da will nun jede frisch gebackene Mutter wissen wie es bei Ihr zum besten steht. Wir haben ja hier auch einige User mit Nachwuchs im Säuglingsalter...
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: NobbyNobbs am 26. Juni 2015, 09:27:37
Ganz ruhig bleiben.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Euro-T am 26. Juni 2015, 09:29:23
An die Grünen wird man sich auch in 500 Jahren noch erinnern. Als diejenigen die Deutschland in die totale Abhängigkeit und Armut geführt haben.

Die Frage ist bloß: auf was stürzen sie sich wenn überall nur noch Blümchen wachsen und der letzte Stall leer steht ?
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Sven1971 am 26. Juni 2015, 09:31:41
Was sagt Deine Frau dazu und wie hoch ist Ihr Wert? Das wird noch sehr spannend werden...
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Euro-T am 26. Juni 2015, 09:32:40
Ganz ruhig bleiben.

Das komische ist, das seit einiger Zeit sich ein Gefühl in mir breit macht das den ganzen NGO`s, Aktivisten und Verbänden ihr militantes Auftreten schon bald dermassen um die Ohren fliegt... Tendenzen kann man in den sozialen Medien schon erkennen. Vielleicht schwetz`ich mich aber auch nur froh....

Was sagt Deine Frau dazu und wie hoch ist Ihr Wert? Das wird noch sehr spannend werden...

Meine Frau stillt nicht  ;D
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: joe am 26. Juni 2015, 09:34:38
Ganz ruhig bleiben.

schön wenn du so gelassen bist , aber ich denke mal wenn der druck auf das bundesamt für risikobewertung groß genug wird , das sie dann einknicken werden und eins ist sicher , nach diesen testergebnissen wird es neu bewertet werden !
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Sven1971 am 26. Juni 2015, 09:35:08
Meine Frau stillt nicht  ;D

Dann kann sie sich ja mit den Chinesen im Supermarkt um die Säuglingsmilch prügeln, hier sind die Regale regelmäßig leer. Und das wird sich nach dieser Meldung erst recht nicht ändern.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: wolf am 26. Juni 2015, 10:07:23
Wenn man bedenkt, wie das mit den neonicotinoiden Wirkstoffen  Imidacloprid, Chlotianidin und Thiamethoxam vor zwei Jahren lief, dann kann das mit Glypho mal ganz schnell gehen. 
Wenn das BLV die Zulassung ruhen lässt, dann ist Ende des Jahres Schicht im Schacht mit Glypho.

Gruß
Wolf
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: deewag am 26. Juni 2015, 10:19:36
Wieso prügeln im Supermarkt? DA ist nix zum Prügeln drinne außer ein Schild ausverkauft und abgabe nur in "haushaltsüblichen Mengen" , d.h. EINE PACKUNG pro Einkauf pro TAG !!!!!!!!!    da kommst dir vor wie in einem dritte Welt-Land :stupid:

Lass sie doch die Grünen, wenn die ganze Produktion richtung Osten wandert und die ganz großen Skandale mal kommen, dann nem ich ne Knarre und...
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Georg am 26. Juni 2015, 10:25:49
Wenn die Anwendung auf grund solcher Umstände verboten werden sollte, dann muss die Bärbel aber auch dafür sorgen das das Mittel weltweit bei der Nahrungsmittelproduktion verboten wird!

Und da beißt sie sich in USA die Zähne aus!
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: BNT am 26. Juni 2015, 10:29:13

bei der meldung glaube ich inzwischen trotz allen optimismus an ein zeitnahes verbot  :(



Oh ja, diese Meldung, die sitzt.
Wahrscheinlich werden jetzt zwar mehr Säuglinge durch hysterische Mütter krank, als durch Glyphosat, doch das kümmert auf dieser Ebene nicht mehr.

Mal sehen, wann die hohe Politik einknickt.


@Euro-T: Das sehe ich auch so, aber ich bin mir nicht sicher, was(!) euch da letztlich dann so richtig um die Ohren fliegen wird.

Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: kakvogl am 26. Juni 2015, 10:34:22
Ich denke mal dass wenn Glyph. nachweisbar ist es nicht aus der europäischen Anwendung kommt sondern aus Südamerika.
Wer erlaubt sich heute noch sein Säugling nicht eine gewisse Zeit zu stillen? Hab gedacht das Thema ist durch, aber anscheinend nicht. Schade furs Kind. Meine Meinung :(
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: joe am 26. Juni 2015, 10:57:01
Ich denke mal dass wenn Glyph. nachweisbar ist es nicht aus der europäischen Anwendung kommt sondern aus Südamerika.



aha , und was veranlaßt dich zu dieser annahme ?

ich habe heute  mehrere berichte zu dieser veröffentlichung gelesen , aber nur aus diesem link geht hervor wer der auftraggeber dieser studie ist !

in den anderen berichten ließt es sich als wäre diese untersuschung von höchter behördlicher seite in auftrag gegeben worden .
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: joe am 26. Juni 2015, 11:09:14
Wenn die Anwendung auf grund solcher Umstände verboten werden sollte, dann muss die Bärbel aber auch dafür sorgen das das Mittel weltweit bei der Nahrungsmittelproduktion verboten wird!

Und da beißt sie sich in USA die Zähne aus!

georg , wovon träumst nachts ?
das interssiert doch dieses ökomonsterweib nicht , wenn ein wirkstoff bundesweit verboten dann ist es doch nicht das ende des mittels .
 im pflanzenschutz haben wir doch noch nicht mal einen bundesleinheitliche , geschweige denn eine gesamteuropäische gesetzgebung !
und jetzt kommst du mit deinem weltweiten verbot ausgelöst durch grünpopulistischen aktionismus ?


Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: NobbyNobbs am 26. Juni 2015, 11:46:25
Ganz ruhig bleiben.

schön wenn du so gelassen bist , aber ich denke mal wenn der druck auf das bundesamt für risikobewertung groß genug wird , das sie dann einknicken werden und eins ist sicher , nach diesen testergebnissen wird es neu bewertet werden !

Ich bin nicht gelassen, Joe. Ich sehe es einfach so: Wenn die Bewertung nach anerkannt statistisch-wissenschaftlichen Maßstäben erfolgt, müssten die Urteiler diese Studie nehmen und in den Müll werfen. Scheiß egal, ob was dran ist oder nicht. Wenn die Emotionen dazu kommen, bzw. der öffentliche Druck, wird vielleicht nicht mehr objektiv bewertet und da steckt die Gefahr dahinter. Allerdings erhoffe/erwarte ich von EXPERTEN, dass sie erkennen welche Ökohysterie dahinter steckt.
Was mich ankotzt: Es kann nicht sein, dass ständig irgendein verkackter Ökoverein Studien raushaut, die nicht nach anerkannten Standards erstellt wurden (z.B. hier: http://www.rwi-essen.de/media/content/pages/presse/downloads/Unstatistik_Juni_2013.pdf). Alles was ich bisher gehört habe, wurde aus wissenschaftlicher Sicht von den Experten zerrissen- zurecht- weil sie sich ganz bewusst eine kleine Stichprobe auswählen, am besten noch von Probanden die irgendwie gefährdet sind (vielleicht wurde in diesem Fall hier vorher ganz gezielt nach Leuten gesucht die in Verbindung mit Glyphosat gekommen sind. Eineinen Fragebogen ausgefüllt? "Arbeiteten Sie die letzten 14 Tage im Garten mit glyphosathaltigen Mitteln? ja/nein" ... so, wer weiß, ob nicht ganz gezielt die "jas" ausgewählt wurden? Wenn ein Laie mit der Gießkanne ohne Schutzkleidung hochkonzentrierte Brühe vor dem Haus ausbringt, kann ich mir guuut vorstellen, dass auch im Uron die Grenzwerte überschritten sind. Traue keiner Statistik........ ich kenne mich auf dem Gebiet zu gut aus um zu wissen wie schnell man Dinge in eine Richtung gelenkt hat). Mal eine groß angelegte Studie ohne fatale methodische Mängel, wo gibt es die? Bei Greenpeace-Forschern scheinbar nicht.
Ich für meinen Teil stumpfe da mittlerweile einfach ab. Ich bin leider insgeheim und unterbewusst schon so gestimmt, dass ich auch mit einem Verbot rechne und Glyphosat bis dahin im Zweifelsfall einmal mehr einsetzen werde um den Nutzen noch ein bisschen aufzubewahren. Das spricht zwar gegen alles, wofür ich stehe und ausgebildet wurde, aber wenn Glyphosat morgen weg ist und ich mein ganzes System über den Haufen werfen muss, ggfl. sogar riesen Beträge in neue Technik investiere, verschaffe ich mir lieber noch ein bisschen Luft.
Alles sehr sehr traurig.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: JD8200 am 26. Juni 2015, 12:03:21
Ich habe mich jetzt noch nicht mit der Studie befasst und wo die in Auftrag gegeben wurde.

Aber mal angenommen:
- Die Studie stammt von Greenpeace
- an der Studie haben nur Mütter teilgenommen die bei Greenpeace sind
- diese Mütter ernähren sich alle vegetarisch
- als Fleischersatz wird hauptsächlich Tofu konsumiert ....

den Rest kann sich jeder denken.

Mir ist absolut bewusst das diese Annahme an den Haaren herbeigezogen ist.

VG, Lorenz
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Euro-T am 26. Juni 2015, 12:05:08
Mir ist absolut bewusst das diese Annahme an den Haaren herbeigezogen ist.

VG, Lorenz

Findste ? Ich nicht.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: BNT am 26. Juni 2015, 12:08:27
Spielt auch keine Rolle, weil die Frage ja erst mal sein muss, wie viele Frauen aus der Grundgesamtheit sich so ernähren.
Und dann die ganz große Frage: Macht das Glyphosat bzw. dessen Metabolite in der Muttermilch etwas aus?
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: NobbyNobbs am 26. Juni 2015, 12:13:04
Mir ist absolut bewusst das diese Annahme an den Haaren herbeigezogen ist.

VG, Lorenz

Findste ? Ich nicht.

Lass mal deine Frau testen, die ist doch grade auch in der Laktationsphase. Vielleicht springt Glyphosat von Geisterhand ja auch von dem einen auf den anderen Menschen über. In diesem Fall wärst du der haupt Tatverdächtige.  :rolleyes:
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: BNT am 26. Juni 2015, 12:15:54
Ja sicher. Sie braucht sich nur nach dem Toilettengang nicht die Hände gewaschen zu haben. Im Urin ist es ja nachweisbar und ein paar Moleküle finden so sicher ihren Weg. ;)
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: NobbyNobbs am 26. Juni 2015, 12:17:29
Ich habe mich jetzt noch nicht mit der Studie befasst und wo die in Auftrag gegeben wurde.

Aber mal angenommen:
- Die Studie stammt von Greenpeace
- an der Studie haben nur Mütter teilgenommen die bei Greenpeace sind
- diese Mütter ernähren sich alle vegetarisch
- als Fleischersatz wird hauptsächlich Tofu konsumiert ....

den Rest kann sich jeder denken.

Mir ist absolut bewusst das diese Annahme an den Haaren herbeigezogen ist.

VG, Lorenz

Diese Studie wurde ohne weitere Hintergrundinfo so raus gehauen. Ich habe nur gelesen, dass es sich um 16 Mütter gehandelt haben soll. Da hat wieder jemand ganz tolle Arbeit gemacht.
Bisschen hellhörig müssten schon alle werden, dass genau jetzt auf einmal eine Studie dieser Art nach der anderen raus gehauen wird. 
Die sollen mal den kompletten Ablauf aufweisen; und selbst dann gibt es genug Gedankenspiele wie man etwas zu seinen Gunsten drehen kann, siehe das von mir genannte Beispiel. Sowas müsste absolut neutral und nach statistisch absicherbaren Daten durch geführt werden, dann können/MÜSSEN wir anfangen drüber zu diskutieren.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: NobbyNobbs am 26. Juni 2015, 12:18:41
Ja sicher. Sie braucht sich nur nach dem Toilettengang nicht die Hände gewaschen zu haben. Im Urin ist es ja nachweisbar und ein paar Moleküle finden so sicher ihren Weg. ;)

 :rolleyes: :rolleyes: :rolleyes:
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Todde am 26. Juni 2015, 12:58:32
Ich habe mich jetzt noch nicht mit der Studie befasst und wo die in Auftrag gegeben wurde.

Aber mal angenommen:
- Die Studie stammt von Greenpeace
- an der Studie haben nur Mütter teilgenommen die bei Greenpeace sind
- diese Mütter ernähren sich alle vegetarisch
- als Fleischersatz wird hauptsächlich Tofu konsumiert ....

den Rest kann sich jeder denken.

Mir ist absolut bewusst das diese Annahme an den Haaren herbeigezogen ist.

VG, Lorenz

Das Problem Deiner Annahme:
In RR-Soja wird im Ernteerzeugnis in Deutschland kein Glyphosat nachgewiesen.

So mein Wissensstand.
Das ergab mal eine Anfrage der Grünen im Bundestag.
Wenn jemand etwas anderes hat, bitte mal verlinken.
Und nicht die "Studie" von irgendeinem "Institut", dass kurz nach der Behandlung im wachsenden Sojabestand Proben gezogen hat  ;)

In der USA gab es das Thema vor einem Jahr
Mass General pediatrics chief says glyphosate, used with some GM crops, no danger in breast milk
http://www.geneticliteracyproject.org/2014/05/06/mass-general-pediatrics-chief-says-glyphosate-poses-no-danger-in-breast-milk/#.U2tNQPk72h9
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Todde am 26. Juni 2015, 13:01:32
Wenn die man nicht abwarten, bis die Deutsche Bahn mit der ersten Glyphosbehandlung durch ist und Anwohner von größeren Bahnhöfen oder Rangierbahnhöfen dann suchen.
Die Probanden des BUND-Urin sind ja auch unbekannt.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: ZX25 am 26. Juni 2015, 13:28:49
lass sie es doch verbieten...dann spritzen wir halt alternativ muttermilch   :boing:
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: klausg am 26. Juni 2015, 13:52:09
Man kann wohl davon ausgehen, das es sich bei den Funden um Rückstände aus der Sikkation von erntereifen Beständen handelt.
Es begreift nur leider keiner, das es ja eigentlich positiv ist, wenn sich der Wirkstoff im Urin findet - das zeigt, das er ausgeschieden und nicht irgendwo im Körper angereichert wird.
Es wird ja auch grundsätzlich verschwiegen, das die längst verschwundenen Formulierungshilfsstoffe wie Tallowamin die im Krebsverdacht stehenden Substanzen waren.
Jedes Verbot irgendeines Wirkstoffes, das berechtigt oder nicht - mit öffentlichem Druck durchgesetzt werden kann, ist ein weiterer Meilenstein für die Ideologen.
Das Errreichen ihres Endziels - flächendeckender Anbau ohne synthetische Pflanzenschutzmittel rückt so Wirkstoff für Wirkstoff näher.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: ZX25 am 26. Juni 2015, 14:07:03
Man kann wohl davon ausgehen, das es sich bei den Funden um Rückstände aus der Sikkation von erntereifen Beständen handelt.

warum?

 "mann kann wohl davon ausgehen"  ist m.e. übrigens schon  eine völlig falsche basis für so ein empindliches thema!
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: joe am 26. Juni 2015, 16:39:27
das ging fix ,
nach dem medialenflächenbrand wird das thema  bestimmt nicht mehr ausgesessen
http://www.ndr.de/nachrichten/Unkrautvernichter-in-Muttermilch-gefunden,muttermilch108.html
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: klausg am 26. Juni 2015, 18:10:04
Man kann wohl davon ausgehen, das es sich bei den Funden um Rückstände aus der Sikkation von erntereifen Beständen handelt.

warum?

 "mann kann wohl davon ausgehen"  ist m.e. übrigens schon  eine völlig falsche basis für so ein empindliches thema!

Wo soll es denn hin sein, wenn es 7 Tage vor der Ernte auf fast totes Pflanzenmaterial gespritzt wird - da baut sich nix mehr ab. Es gilt aber halt aufgrund seines Wirkmechanismus als völlig unbedenklich für Mensch und Tier. Sonst hätte es dafür auch keine Zulassung gekriegt.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: guest10686 am 26. Juni 2015, 21:17:07

Aber mal angenommen:

- diese Mütter ernähren sich alle vegetarisch
- als Fleischersatz wird hauptsächlich Tofu konsumiert ....

den Rest kann sich jeder denken.

VG, Lorenz

Das war mein 2. Gedanke.
Ich finde es sehr bedenklich das es sowas gleich in die Nachrichten schafft.
Bei 16 Probanden kann man doch von keiner Studie sprechen.
Aber die grüne Partei hats ja schon angedeutet, ihr letzter Kampfesruf hiess ja: "Pestizide sind die neuen Castoren"
Und jetzt beim Schreiben wird es mir klar:
Wir sollen weitgehend nach Öko Regeln Landwirtschaft machen, weniger Fleisch essen, dadurch wird ja weniger Getreide gebraucht, und schön pflügen zum Biogas Mais, damit die Baufirmen Aufträge bekommen vollerodierte Gräben auszubaggern. :boing:

Ich befürchte das im schlimmsten Fall nur die Vorerntebehandlung / Sikkation dran glauben muss. (die ich selber noch Nie durchgeführt habe)

VG
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: jotesen am 26. Juni 2015, 21:59:35
Wie gut, dass es bei uns fast nur Öko-Ware auf dem Tisch gibt.  ;D ;D ;D
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Ruebe am 26. Juni 2015, 22:23:01
Hallo Jonas,

das Problem werden nun generell die PS Geräte werden .... aslo werden auch deine Behandlungen dran glauben ..... und ehrlich gesagt das Cu in den von "BIOs" ausgebrachten Mengen noch harmlos sind bezweifele ich stark.

Aber das ist hier mehr ein Diskussion um Ideologien als um Fakten
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: jotesen am 26. Juni 2015, 23:24:11
Hallo Jonas,

das Problem werden nun generell die PS Geräte werden .... aslo werden auch deine Behandlungen dran glauben ..... und ehrlich gesagt das Cu in den von "BIOs" ausgebrachten Mengen noch harmlos sind bezweifele ich stark.

Aber das ist hier mehr ein Diskussion um Ideologien als um Fakten

Ich bringe deutlich unter Entzug aus. Aber ja, es gibt Bereiche, die sind arg bedenklich. Ich sage nur Wein als Dauerkultur...
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: NobbyNobbs am 27. Juni 2015, 00:11:30
Hallo Jonas,

das Problem werden nun generell die PS Geräte werden .... aslo werden auch deine Behandlungen dran glauben ..... und ehrlich gesagt das Cu in den von "BIOs" ausgebrachten Mengen noch harmlos sind bezweifele ich stark.

Aber das ist hier mehr ein Diskussion um Ideologien als um Fakten

Ich bringe deutlich unter Entzug aus. Aber ja, es gibt Bereiche, die sind arg bedenklich. Ich sage nur Wein als Dauerkultur...

Dass der Verbraucher überhaupt JEGLICHE Schwermetallpanscherei toleriert, erklärt das ganze Dilemma
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: NobbyNobbs am 27. Juni 2015, 00:16:03
Das Problem wäre schnell gelöst: eine Zulassung für Glyphosat im Bioanbau und alle Probleme wären Geschichte. Denn dort wäre es ja sicher mit Brennnesseljauche gleichzusetzen   
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: jotesen am 27. Juni 2015, 00:38:29
Hallo Jonas,

das Problem werden nun generell die PS Geräte werden .... aslo werden auch deine Behandlungen dran glauben ..... und ehrlich gesagt das Cu in den von "BIOs" ausgebrachten Mengen noch harmlos sind bezweifele ich stark.

Aber das ist hier mehr ein Diskussion um Ideologien als um Fakten

Ich bringe deutlich unter Entzug aus. Aber ja, es gibt Bereiche, die sind arg bedenklich. Ich sage nur Wein als Dauerkultur...

Dass der Verbraucher überhaupt JEGLICHE Schwermetallpanscherei toleriert, erklärt das ganze Dilemma
Alleine das Wort Panscherei ist so weit weg von sachlicher Diskussion, dass ich gar nicht bereit bin mich auf dies hier einzulassen.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: canuck am 27. Juni 2015, 05:42:48
wenn glyphos und kaffee , von der WHO in der gleichen kategorie der krebserregenden  produkte aufgefuehrt ist.

wo sind den da die probleme  ;D
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Ruebe am 27. Juni 2015, 06:54:38
wo gibts diese Liste überhaupt?

Ich vermute mal da steht Benzin, Diesel, Heizöl, Zigaretten etc auch drauf .....

@jotesen:
Ich verstehe deinen Ansatz, bei dieser mittlerweile absolut unsachlich geführten Diskussion darf sich NIEMAND mehr wundern wenn auf ihn trotz hohen Anspruchs auch geschossen wird.

Generell: das die "Ökos" von allen Pflichten der Konvis befreit sind, wird wohl auch nicht mehr allzu lange anhalten

Der gemeine Bürger kann halt nicht zwischen Cu, Dünger und Glyphos in dem PS Gerät NICHT unterscheiden ..... also wird jedes PS Gerät verteufelt......

der Kommentar bringt es schön auf den Punkt
http://www.welt.de/debatte/kommentare/article143078607/Gruene-werden-an-ihren-Sex-Ideologen-zugrunde-gehen.html

Das ganze ist a. . S. mittlerweile kein Vernunft gesteuerte Argumentation, sondern reiner Kampf um Gelder der Bürger .... wir können ja mal drauf spekulieren wen es trifft wenn die Landwirtschaft in D tot ist und alles Öko Zonen sind

Zum Thema:
wir hatten uns intensiv mit einer Mulchsaat/Direktsaat Maschine auseinander gesetzt ..... nach fast 40 Jahren Mulchsaat überlegen wir ernsthaft einen Pflug anzuschaffen

Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Ruebe am 27. Juni 2015, 07:19:09
Wird bei Glyphos Anwendungsverbot auch die Einfuhr von Glyphos behandelten Partien untersagt? ....
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: guest10686 am 27. Juni 2015, 07:30:55
Wird bei Glyphos Anwendungsverbot auch die Einfuhr von Glyphos behandelten Partien untersagt? ....

Das ist genau der Punkt, aber den Verbraucher oder besser gesagt den deutschen Michel interessiert das nicht, denn er möchte ein umweltfreundliches Gewissen haben, aber nicht auf seine 2 Jahresurlaube mit Düsenbomber und Gehobenem-Mittelklasse-PKW verzichten und deshalb wählt er die Grünen und freut sich wenn die sich auf die bösen Umweltverbrecher Konvi-Landwirte stürzen.

Somit hat er ja erst die Bienen gerettet und nun sorgt er für gesunde Muttermilch also trägt er einen:  :angel: :angel: :angel:

 :stupid:
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Ede am 27. Juni 2015, 08:16:59
Erste Einschätzung des BfR:

http://www.bfr.bund.de/cm/343/einschaetzung-zu-gehalten-von-glyphosat-in-muttermilch-und-urin.pdf

Ist nach der vorläufigen Einschätzung wohl mal wieder populistisch aufgeblasen das ganze...

Gruß
Ede
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: JueLue am 27. Juni 2015, 08:48:15
... die Einschätzung "zerlegt" zwar die Story eindrucksvoll, die Frage ist nur: wird sie publiziert, und wird sie wahrgenommen?

Was mir fast immer bei solchen Artikeln fehlt, ist die Anmerkung, dass solche Höchstmengen eben nicht eine Gesundheitsgefährdung darstellen, sonder widerspiegeln, was bei ordnungsgemäßer Anwendung zu finden ist, daher auch Grenzwerte die um den Faktor 100 differieren.
Wird bei ordnungsgemäßer Anwendung ein Wert in der nähe der Gesundheitsgefährdung erreicht, wird so ein Mittel gar nicht zugelassen.

JueLue
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: sten am 27. Juni 2015, 09:10:52
Ja, aber das bfr ist doch eh gekauft (von Monsanto) ....

Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: JueLue am 27. Juni 2015, 09:11:50
Ja, aber das bfr ist doch eh gekauft (von Monsanto) ....

Wir brauchen einen Ironie Smiley...

JueLue

p.s.: da isser ja: :ironie:
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: kakvogl am 27. Juni 2015, 09:13:51
Also Leute eins ist doch sicher, wenn es kommt, dass Glyphosat verboten wird, was ich nicht glaube. Wird die Landwirtschaft nicht untergehen, denke ich mal.
Wer wegen Glyphosatverbot nicht mehr Landwirtschaft betreiben kann, der muss halt die Konsequenzen ziehen. Im ernst!!!!
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: JueLue am 27. Juni 2015, 09:24:50
Untergehen sicher nicht, aber ich denke, der Chemieeinsatz wird mit Sicherheit nicht weniger durch ein Glyphosatverbot.

Z.B. pfluglos Gerste nach Weizen wird schwierig, und gegen z.B. Quecke wird viel Diesel (Bodenbearbeitung) oder andere Chemie nötig.

Ich denke in der Summe eine Verschlechterung für die Ökologie.

Was kaum gesagt wird: man findet was man sucht. Man findet bei der heutigen Analysetechnik für jedes Produkt einen Fingerabdruck im Endprodukt. Sucht man im Brotgetreide nach Rückständen anderer PS-Mittel, findet man die.
Schaut man nach den Giftigkeitsklassen, steht Glyphosat sehr gut da und ist mit Sicherheit der weltweit am besten untersuchte Wirkstoff.

JueLue
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Euro-T am 27. Juni 2015, 10:00:16
Also Leute eins ist doch sicher, wenn es kommt, dass Glyphosat verboten wird, was ich nicht glaube. Wird die Landwirtschaft nicht untergehen, denke ich mal.
Wer wegen Glyphosatverbot nicht mehr Landwirtschaft betreiben kann, der muss halt die Konsequenzen ziehen. Im ernst!!!!

Darum geht es doch garnicht. Natürlich wird sich der Planet weiterdrehen.

Was mich aber einfach nur schockiert ist die Art und Weise dieses Feldzuges, dieser blinde Aktionismus zugunsten der eigenen Daseinsberechigung der diversen Wohlstandsgeschwüre.

Es geht schon lange nicht mehr um Fachlichkeit.

Es schmerzt einfach zu sehen wie wir uns immer mehr Richtung Abhängigkeiten und Entwicklungsland-Status entwickeln, nicht zuletzt auch und gerade auf Kosten der Ökologie.

 
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: klausg am 27. Juni 2015, 10:54:36
Es geht längst in allen Bereichen, die uns tangieren - nur noch um Ideologie - die Sachlichkeit und der gesunde Menschenverstand ist der Ersatzreligion gewichen.
Die Informationsgötter und ihre Priester und Handlanger steuern die Massen gezielt in die Richtung, die sie brauchen.
Es lebe die 68 er Gutmenschengeneration und ihre hörigen Schüler.

Wie verlogen die ganze Klientel ist sieht daran - im ersten Satz gegen Nanogramm Glyphosat den Weltuntergang beschwören - im nächsten kämpfen sie für die Freigabe und Verharmlosung von Cannabis :frage: :frage: :frage:
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: joe am 27. Juni 2015, 10:58:43
Also Leute eins ist doch sicher, wenn es kommt, dass Glyphosat verboten wird, was ich nicht glaube. Wird die Landwirtschaft nicht untergehen, denke ich mal.
Wer wegen Glyphosatverbot nicht mehr Landwirtschaft betreiben kann, der muss halt die Konsequenzen ziehen. Im ernst!!!!

Darum geht es doch garnicht. Natürlich wird sich der Planet weiterdrehen.

Was mich aber einfach nur schockiert ist die Art und Weise dieses Feldzuges, dieser blinde Aktionismus zugunsten der eigenen Daseinsberechigung der diversen Wohlstandsgeschwüre.

Es geht schon lange nicht mehr um Fachlichkeit.

Es schmerzt einfach zu sehen wie wir uns immer mehr Richtung Abhängigkeiten uns Entwicklungsland-Status entwickeln, nicht zuletzt auch und gerade auf Kosten der Ökologie.
:daumen: :daumen1:

und ich vermisse den "vergeltungsschlag" unserer berufsvertretung  :frage:
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Franzl am 27. Juni 2015, 11:13:26
wo gibts diese Liste überhaupt?

Ich vermute mal da steht Benzin, Diesel, Heizöl, Zigaretten etc auch drauf .....

Diese Frage möchte ich nochmal hervorheben, denn diese Listen würden mich auch mal interessieren.


Schaut man nach den Giftigkeitsklassen, steht Glyphosat sehr gut da und ist mit Sicherheit der weltweit am besten untersuchte Wirkstoff.

Gibts dazu auch eine Quelle?
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Todde am 27. Juni 2015, 11:47:06
wo gibts diese Liste überhaupt?

Ich vermute mal da steht Benzin, Diesel, Heizöl, Zigaretten etc auch drauf .....

Diese Frage möchte ich nochmal hervorheben, denn diese Listen würden mich auch mal interessieren.


Dieselabgase sind krebserregend:
https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_IARC_Group_1_carcinogens

Mate Tee, Glyphosat... sind möglicher weise krebserregend:
https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_IARC_Group_2A_carcinogens


Die IARC etwa selbst bewertet Glyphosat mit “wahrscheinlich krebserregend” in seiner Pressemitteilung sehr viel vorsichtiger, als der Spiegel nahelegt. Es bestünde eingeschränkte Evidenz, dass Glyphosat krebserregend sei, heißt es da. „Eingeschränkte Evidenz bedeutet, dass es einen Zusammenhang zwischen Krebs und dem Pestizid gibt, man aber andere Ursachen nicht ausschließen kann“.
http://www.meta-magazin.org/2015/06/08/der-streit-um-glyphosat-eine-frage-von-gut-und-boese/


Zitat
Schaut man nach den Giftigkeitsklassen, steht Glyphosat sehr gut da und ist mit Sicherheit der weltweit am besten untersuchte Wirkstoff.

Gibts dazu auch eine Quelle?

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/?term=glyphosate+human

33.100 Treffer liefer Scholar Google
https://scholar.google.de/scholar?q=glyphosate+human&btnG=&hl=de&as_sdt=0%2C5
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: ThomasD am 27. Juni 2015, 12:34:21
Hallo,
was hier ein wenig in der Diskusion untergeht, ist das wir in Mecklenburg (ich kenne die Regelungen in den anderen Bundesländern nicht) zur Ernte 2014 nur noch in bestimmten Fällen eine Sikkation mit Glyphosat durchführen durften. Eine Bedingung zum Einsatz war, das Getreide liegt und ist sonst nicht zu Ernten. Aber ein Einsatz zur Erntesynchronisation war ausgeschlossen.
Des weiteren sind ja die Informationen der Untersuchung der Milch von stillenden Frauen sehr schwammig. Mal wird von Glyphosat Rückständen geschrieben und mal von Abbauprodukten (etwa Phosphat?).
Was stimmt denn jetzt?

Gruß Thomas
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: EWD am 27. Juni 2015, 13:09:02
Hallo,

löst euch doch mal von der Sachdiskussion !!!!!
Die spielt doch gar keine Rolle mehr.

Hier geht es um Manipulationen um einen
Ökofaschismus einzuführen und die Medien
spielen das Spiel mit.

Gruß  Ernst
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Euro-T am 27. Juni 2015, 13:29:55
Hallo,

löst euch doch mal von der Sachdiskussion !!!!!
Die spielt doch gar keine Rolle mehr.

Hier geht es um Manipulationen um einen
Ökofaschismus einzuführen und die Medien
spielen das Spiel mit.

Gruß  Ernst

Vollkommen richtig!

Ich gehöre ja eigentlich auch zu Jenen die Ideologie gerne mit Fachwissen aushebeln, sehe aber in diesem Fall keine andere Möglichkeit mehr als Gleiches mit Gleichem zu bekämpfen.

Wir müssen:

- den EHEC Skandal ausweiden bis zum letzten Tropfen
- Nahrungsmittelknappheit mit Bildern verhungernder Kinder untermauern
- Bilder elendig verreckender Menschen posten denen gentechnisch entwickelte Medizin nicht zur Verfügung stand
- Bilder von verwilderten Landstrichen zeigen auf denen Menschen mühsam nach Nahrung suchen
- die Toxizität von Pilzkrankheiten mit ihren Auswirkungen bebildern
- die sinkende Lebenserwartung aufgrund der Wiederherstellung der Lebensumstände von vor 200 Jahren darstellen
- die Giftigkeit von Matee Tee zum Kernthema machen

Schüttelt ihr jetzt mit dem Kopf und denkt "der hat sie doch nicht alle, das stimmt doch auch garnicht alles?" - Genau so machen es aber die anderen - mit Erfolg.

Die paar Spinner die es einst waren werden der Zivilisation wie wir sie heute kennen nämlich imho langsam gefährlich. Sollte das daß Epizentrum einer neuen, bevölkerungsregulierenden Kalamität sein ?


Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: jotesen am 27. Juni 2015, 14:52:49
Naja, ich finde es aber auch irgendwie geil, wie Landwirte ihre Existenz an einem Wirkstoff festmachen. Sorry, das kann ich nicht verstehen, wie man sich da so abhängig machen kann. Klar wird es ohne den Wirkstoff schwieriger, aber nicht unmöglich.
Mir ist klar, dass es hier längst nicht mehr nur noch um Glyphosat geht, sondern um alle Mittel, die eingesetzt werden, aber schon geil wie einige reagieren, wenn man ihnen ihr Spielzeug weg nimmt.
BTW. Ich habe keine Angst vor einer Zeit ohne Kupfer, wir Bios haben einen Vorteil. Die EU-Bio-Verordnung regelt auch die Mindeststandarts für importierte Bioware. Damit würde ein Kupferverbot den Markt gar nicht so sehr verändern, nur die gesamt verfügbare Menge würde kleiner werden.

Klar, Verbote von Pflanzenschutzmitteln müssen auch das Verbot von Importen von mit den Mitteln behandelter Ware mit sich bringen. Sonst wäre es natürlich eine heftig Wettbewerbsverzerrung. Bin mal gespannt, wie man das mit TTIP vereinen möchte.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: halbspaenner am 27. Juni 2015, 15:14:47
Moin,
@ Jonas: Es geht ja gar nicht darum diesen einzelnen Wirkstoff zu verbieten, m.M. nach ist das Verbot einer generellen Sikkation vollkommen gerechtfertigt, es ist aber erschreckend, wie eine kleine Minderheit mit sehr sehr fragwürdigen Mitteln einen kompletten Berufsstand diskreditieren kann. Es ist wirklich eine kleine Minderheit, denn auch den Mitläufern der Grünen und wohlwollend verbunden NGO´s ist es doch sch...egal, Hauptsache ein klares Feindbild ist da, die Atomsache ist ja erledigt.... Ich geh auch soweit zu behaupten, daß es den Grünen seit über 30 Jahren nicht um Umweltschutz geht, sondern um die Veränderung der Gesellschaft im Sinne der marxistischen Lehre :hair:, 68-er lassen grüßen.
Ist auch erschreckend, wie intelligent dieser Schwachsinn inszeniert wurde: Eine stillende Mutter ist doch das Schutzwürdigste überhaupt, wer kann das ignorieren?! Hier werden Urinstinkte angesprochen!
Ansonsten hat Olli mal wieder 8) gute Vorschläge gemacht!
Nachdenkliche Grüße, Rudolf
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: BNT am 27. Juni 2015, 15:35:10
Mal eine ganz andere Frage, vor allem an die, die auf dem Gebiet wirklich fit sind: Wie müsste eine Kombination selektiver Herbizide aussehen, wenn man die Wirkung eines Totalherbizides ersetzen wollte? Das muss ja ein netter Strauß an Wirkstoffen sein.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Ruebe am 27. Juni 2015, 18:18:06
Rudolph du hast es gut auf den Punkt gebracht ..... das fängt ja schon in der Schule an das die schlechteren Schüler keine schlechten Noten mehr bekommen sollen/dürfen weil das ja diskriminierend ist!!!! => Gleichmacherei über IGS und Abschaffung der Gymnasien

Schweift wieder vom ursprünglichen Thema ab, ist aber ein Hintergrund für diesen Kriegszug .... übrigens ist Glyphosat ja auch einfach auszusprechen, kann sich auch jeder merken ..... stellt euch das mal mit Therbuthylazin oder ähnlichem vor .... das kann keiner mehr aussprechen (dank sinkender Bildung) und kommt damit schwer in die Schlagzeilen
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: BNT am 27. Juni 2015, 18:33:34
Was willst du denn anhand von Noten beurteilen? Ob ein Kind brav ist? Das macht man doch schon mit Betragensnoten.

Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: ANDERSgesehn am 28. Juni 2015, 10:10:23

wenn man die letzten (vielen) beiträge so liest,
dann gehört ein spruch erneuert:

Zitat

  mit dem pflug kann´s ein jeder.


durch: ohne glyhos kanns keiner mehr ...

die aktionen der contra-seite heizen ja
gewaltig ein. - die politik ist ja bekanntlich
ein kuhhandel. in ö gibt´s seid juni ´13
ein sikkationsverbot. es wird darauf hinauslaufen
europaweit.

eins versteh ich nicht, wieso ihr so in
unruhe seid, keiner von euch hat 1000+ha
druschfläche und aus betriebswirtschaftlich
geiz nur einen mähdrescher?

Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Schorsch am 28. Juni 2015, 10:21:30
Den Verzicht auf Sikkation halte ich für notwendig und unter unseren Bedingungen auch für gut machbar.

Wenn wir aber unsere Hanglagen wieder pflügen und womöglich irgendwann sogar wieder hacken müssen, dann machen wir bei der Erosion und Degradierung unserer Felder wieder dort weiter, wo wir vor 30 Jahren die Notbremse gezogen haben - auch mithilfe der chemischen Kontrolle von Altverunkrautung.

Die Bilder von Jotesens gehacktem Mais z. B. sind beeindruckend. Sowas wäre aber auf unserem Standort und auf vielen anderen der sichere Weg in die nachhaltige Zerstörung der Bodenfruchtbarkeit.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: ANDERSgesehn am 28. Juni 2015, 10:24:18

@schorsch
zwischen den 2 oben genannten sprüchen
gibt es hoffentlich sehr sehr großen spielraum!  8)

ansonsten sehe ich es genauso wie dein
erster satz im derzeit letzten beitrag.

Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Schorsch am 28. Juni 2015, 10:25:41
Welche Sprüche?
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: ANDERSgesehn am 28. Juni 2015, 10:26:47

*) mit dem pflug kann´s ein jeder.

*) ohne ghyphosat kann´s keiner mehr ...
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: EWD am 28. Juni 2015, 10:32:21
Hallo,

genau das ist unser Problem.
Ich kann mich darauf einstellen ohne den
Wirkstoff auszukommen, keine Sache.
Ich kann den Kopf in den Sand stecken und mich
anpassen, oder es geht mir alles am Arsch vorbei,
oder noch schlimmer, ich ziehe mir ein grünes Mäntelchen
an und drehe mich mit der Fahne im Wind.
Ich bin nicht gegen Ökologie, es ist beileibe nicht alles
richtig was ich so mache.
95% aller Bürger und auch meiner Kollegen kapieren
nicht, was gerade abläuft.
Diese Wirkstoffdiskussion ist doch nur exemplarisch dafür,
wie ein neues System uns aufgedrückt werden soll.

Gruß Ernst
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Corpy am 28. Juni 2015, 10:58:45
http://www.theeuropean.de/thilo-spahl/10324-die-gruenen-und-die-anti-glyphosat-kampagne
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: JD8200 am 29. Juni 2015, 19:00:03
Hat eigentlich jemand Zahlen wieviel Glyphosat in der Landwirtschaft, wieviel von Hobbygärtnern und wieviel von Städten, Bahn usw. verbraucht wird?

Habs erst kürzlich wieder selber erleben dürfen/müssen, im Landhandel sagt ein Kunde (Nichtlandwirt) wer braucht was um den Weg vor seinem Haus vom Unkraut zu säubern. Antwort von Verkäufer: Da gibt's nichts mehr weil es nicht erlaubt ist, aber das würde helfen und verkauft ihm eine Kleinpackung Glyphos.  >:(

Was soll man da sagen?

VG, Lorenz
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Todde am 29. Juni 2015, 19:28:33
Interessant, dass Fassadenfarbe und Dämmmaterial auch Glyphosat enthalten kann:

http://www.google.com/patents/DE10040814A1?cl=de

Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Stone am 29. Juni 2015, 19:36:07
http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/16/139/1613993.pdf

Guckst du hier

Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: farming.ch am 29. Juni 2015, 19:49:43
Es ist zu hoffen, das Ansätze wie die Maschine Eletroherb aus Brasilien zum Erfolg führen. Dabei wird mit elekterischer Hochspannung gearbeitet, um die Pflanzen abzutöten. Ist auch erwähnt in der neusten Zeitschrift LOP (Landwirtschaft ohne Pflug).

http://www.sayyou.com.br/eletroherb.html

https://www.youtube.com/watch?v=MR-Ccw65Jdw

LG Christian
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: sten am 29. Juni 2015, 19:56:48
Kommt daher wie eine seriosese Seite....
http://www.schule-und-gentechnik.de/lehrer/fallbeispiele/glyphosat.html
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Schorsch am 29. Juni 2015, 19:59:20
Dann sollen unsere Äcker also hochgradig Elektrosmog-verseucht werden.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Jungbauer am 29. Juni 2015, 21:17:18
Es ist zu hoffen, das Ansätze wie die Maschine Eletroherb aus Brasilien zum Erfolg führen. Dabei wird mit elekterischer Hochspannung gearbeitet, um die Pflanzen abzutöten. Ist auch erwähnt in der neusten Zeitschrift LOP (Landwirtschaft ohne Pflug).

http://www.sayyou.com.br/eletroherb.html

https://www.youtube.com/watch?v=MR-Ccw65Jdw

LG Christian

Das dürfte im Trockengebiet interessant werden!  :o
Dann können wir im Spätherbst alle 10min ausfahren um die Brände zu löschen...
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Corpy am 29. Juni 2015, 21:37:43
Kommt daher wie eine seriosese Seite....
http://www.schule-und-gentechnik.de/lehrer/fallbeispiele/glyphosat.html

Einfach erschreckend. Interessant ist das Impressum. Das Projekt wird sicherlich auch von staatlicher Stelle gefördert.  :frage:
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: wissensdurst am 03. Juli 2015, 06:26:45
Mittlerweile gibts schon Gegenwerbung auf Facebook
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: joe am 03. Juli 2015, 23:46:16
ist das war das in dänemark seit 2003 glyphos in der landwirtschaft verboten ist ?
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Todde am 04. Juli 2015, 00:04:13
ist das war das in dänemark seit 2003 glyphos in der landwirtschaft verboten ist ?

Im Garten ist es jedenfalls zugelassen  ;D
http://horti.dk/

Ansonsten wohl auch
http://www.dansk-skovudstyr.dk/sakse/vaegst-og-regulering/kemikalier.html

Dänemark hatte mal Probleme, die haben das wohl mit 6 Litern Hektar eingesetzt zur Sikkation und es wurde daraufhin in den Drainageausläufen gefunden.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Corpy am 20. August 2015, 20:59:38
https://www.dropbox.com/sh/uados3s3lsx9pn8/AADUGbLtipubGgzaS9a_ZrzSa/top%20agrar%20Glyphosat%20BfR.pdf?dl=0
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: tuning Esel am 21. August 2015, 05:46:50
Letzte Woche habe ich gelesen(Weiss nur nicht mehr wo..)Glyphosat töte die Regenwürmer.. da werden wohl noch die Tierfreunde mit ins Boot genommen ;D
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: ct am 21. August 2015, 06:51:42
Hier
www.topagrar.com/news/Acker-Agrarwetter-Ackernews-Glyphosathaltige-Pflanzenschutzmittel-beeintraechtigen-Bodenleben-2417256.html
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Schorsch am 21. August 2015, 07:24:21
Hier wurde verbesserte Phosphat- und Stickstoffverfügbarkeit durch Glyphosateinsatz nachgewiesen:

http://www.topagrar.com/news/Acker-Agrarwetter-Ackernews-Glyphosathaltige-Pflanzenschutzmittel-beeintraechtigen-Bodenleben-2417256.html
Zitat
Glyphosathaltige Pflanzenschutzmittel beeinträchtigen Bodenleben
20.08.2015 Agra Europe
[...]
Dabei habe sich bei Anwendung der vorgeschriebenen Dosis der verwendeten Mittel eine stark erhöhte Menge an pflanzenverfügbarem Nitrat und Phosphat im Boden feststellen lassen.

Reichlicher Glyphosateinsatz könnte also der künftige Königsweg zur nachhaltigen Einsparung von Stickstoff- und Phosphatdünger sein.  ;)
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: NobbyNobbs am 21. August 2015, 08:54:29
Letzte Woche habe ich gelesen(Weiss nur nicht mehr wo..)Glyphosat töte die Regenwürmer.. da werden wohl noch die Tierfreunde mit ins Boot genommen ;D

Kann nicht sein , so viele wie ich davon habe trotz >33%igem Einsatz. ;-)
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: sten am 21. August 2015, 10:05:45
Die Argumentation, warum Glyphosat Nitrat und Phosphat freisetzt ist wirklich praxisfremd. Die Alternative zum Glyphosateinsatz ist demnach nicht eine Bodenbearbeitung, sondern einfach nichts zu machen und Pflanzen wachsen zu lassen.
Leider wird in diesem Artikel nicht darauf eingegangen, warum die Regenwurmpopulation abnimmt.
Hat da jemand eine bessere Quelle?

Carsten
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Ruebe am 21. August 2015, 10:15:51
Tja, mit Quellen ist das sone Sache ....

Glyphos im Großen und Georg mit seiner Kamera im kleineren Stil sind sehr guter Beispiele wie Marketing und Stimmungsmache betrieben wird.
Das hat überhaupt nichts mehr mit Fakten zu tun, die sind absolut egal. Es geht lediglich darum wie man die Entscheider beeinflussen kann um sein Produkt/Überzeugung zu vermarkten....
Beim Glyphos springen viele auf weils halt toll klingt, bei der Kamera gehts gar nicht um Zahlen (bzw. Unfälle oder Tote) sondern nur um Vermarktung ...
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: BNT am 21. August 2015, 10:20:23
Wenn jemand in sein paper etwas von Gylphosat rein schreibt, steigen halt die Chancen auf Publikation stark an. ;)
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: sten am 21. August 2015, 10:22:02
Hallo Ruebe,
Du hast natürlich recht, aber in dem kurzen Artikel wird die Erhöhung der Nitratwerte mit dem Wegfall des Pflanzenbewuchs begründet, was ja auch logisch ist.
Bei Regenwürmern gab es in der Vergangenheit ja immer wieder Spekulationen über die Inaktivierung von Enymen usw.
Es stellt sich die Frage, ob in dieser Untersuchung so etwas als Ursache herangezogen wird oder auch, analog zu den Nährstoffen, der Schluss ist: Keine Pflanze, keine Rückstände, kein Regenwurmfutter, keine Regenwürmer.
Carsten
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: BNT am 21. August 2015, 10:43:49
http://www.nature.com/articles/srep12886#results-and-discussion
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: sten am 21. August 2015, 10:49:41
Danke sehr
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: BNT am 21. August 2015, 10:56:28
Gerne.

Ergebnis: Alles halb so schlimm. Die Würmer haben ihre Aktivität verändert, aber überlebt haben fast alle. ;)

Die Sache mit dem P und NO3 ist nicht weiter verwunderlich. Sollte aber zu denken geben, wenn man im Herbst einen jungen ZwFr Bestand ab spritzt (um WW zu drillen), dann wird das, das dort als N enthalten ist, recht zügig frei gesetzt.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: NobbyNobbs am 21. August 2015, 11:23:54
. Sollte aber zu denken geben, wenn man im Herbst einen jungen ZwFr Bestand ab spritzt (um WW zu drillen), dann wird das, das dort als N enthalten ist, recht zügig frei gesetzt.

Ist das auch überhaupt nötig? Wer seinen W.Weizen nach ZF säen will, sollte über eine Ausstattung verfügen, die auch anders zurecht kommt. Nach Walzen und Schneidscheiben kanm es sein, dass geringfügige Mengen ZF wieder austreiben oder hochkommen. Das ist jedoch absolut zu vernachlässigen. Den Rest erledigt der Winter oder zur Not die selektiven Herbizide in der Kultur.
Voraussetzung ist aber natürlich das Gelingen der ZF sodass Ausfallgetreide und Co. unterdrückt werden.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Georg am 21. August 2015, 11:40:55
Ich bin ja bekanntlich einbekennender Glypho Anwender im Garten.
Ntürlich nur unter oder um Hecken etc.
Das mach ich schon eh un jeh so.
Durch die ganze öffentliche Diskussion, meckert plötzlich meine Chefin, wenn ich da meine Chemische Keule schwinge.

Muss sagen, so langsam vehts mir auch auf den Sack! Entweder das Zeugs ist Krebserregend oder sonstwie gefährlich oder nicht!
Ich persönlch bin mkr inzwischen sicher das es ungefährlich ist, denn sonst wären da nicht die ständigen Diskussionen und Gutachten irgndwelcher Gutmenschen notwendig um das Genmanipulierte Saatgut vom Markt zu drücken!

Den in meinen Augen gehts in Wirklichkeit nur um diesen Milliarden Markt!
Ob Gen Saatgut gut oder schlecht ist, weiß ich nicht. Ich sehe lediglich das die Farmer die auf Glypho manipuliertes Saatgut einsetzen auch nicht mehr Geld haben...

Der Vorteil von Glypho manipulierten Getreide ist, das dann die Sikkation nicht mehr funktioniert... ;D
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: BNT am 21. August 2015, 11:54:40
Den Rest erledigt der Winter


Winter? Wenn es einen gibt... ;)

Mit dem platt Walzen, das klappt auch nur, wenn der ZwFr Bestand weit genug entwickelt ist.

Es gibt auch welche, die mit Klee oder Gräsern arbeiten. Da geht nicht viel mit Walzen.

Selektive Herbizide sind immer eine Option. Aber ob die weniger problematisch sind? Im konkreten Fall ja nicht.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Schorsch am 21. August 2015, 12:41:57
Hallo Ruebe,
Du hast natürlich recht, aber in dem kurzen Artikel wird die Erhöhung der Nitratwerte mit dem Wegfall des Pflanzenbewuchs begründet, was ja auch logisch ist.
...

Klar, aus absterbenden Pflanzen werden Nährstoffe freigesetzt. Die Erkenntnis ist etwa so alt wie die Schöpfungsgeschichte.


...
Keine Pflanze, keine Rückstände, kein Regenwurmfutter, keine Regenwürmer.

Exakt! Die Regenwurmpopulation steht und fällt mit dem Futter, das ihr zur Verfügung steht.


Die Effekte, die hier den Glyphosat zugeschrieben werden, treten doch genauso auf, wenn der Bewuchs mechanisch bekämpft wird.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: BNT am 21. August 2015, 12:48:40
Nicht ganz. Man müsste das mal ausrechnen, wie die Aktivitätsbilanz am Ende aussieht. Sieht aber so aus, als wäre sie bei Glyphosatbehandung insgesamt niedriger.

Das Problem, das ich halt immer sehe: So lange die Sache nicht auf biochemischer Ebene geklärt ist, ist sie nicht bewiesen. ;)
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: angusy am 21. August 2015, 15:05:00
Die Effekte, die hier den Glyphosat zugeschrieben werden, treten doch genauso auf, wenn der Bewuchs mechanisch bekämpft wird.

Das habe ich beim Lesen auch gleich gedacht.

Der Vergleich Glyphosat vs. Pflanzenbestand ist doch völliger Unsinn. Man muss vergleichen Glyphosat vs. mechan. Bekämpfung.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Todde am 27. August 2015, 08:51:34
Die Argumentation, warum Glyphosat Nitrat und Phosphat freisetzt ist wirklich praxisfremd. Die Alternative zum Glyphosateinsatz ist demnach nicht eine Bodenbearbeitung, sondern einfach nichts zu machen und Pflanzen wachsen zu lassen.

Das sowas unkommentiert in einem "Fachmagazin" erscheint...
AGE scheint auch nicht mehr zu denken...

Zitat
Leider wird in diesem Artikel nicht darauf eingegangen, warum die Regenwurmpopulation abnimmt.
Hat da jemand eine bessere Quelle?

Was für eine Quelle sollte denn etwas besseres liefern? Anscheinend war die Studie so aufgebaut, dass man die Allgemeinheit mal wieder mit Schlagzeilen versorgen konnte.

Und die Regenwürmer waren vermutlich durch das organische Material von den abgestorbenen Pflanzen gesättigt, mit vollem Magen und gönnten sich einen Mittagsschlaf, während die in der anderen Variante nach spärlichen Nahrungsresten suchen mussten.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Henrik am 29. September 2015, 13:09:55
Mal wieder ein Artikel dazu.


http://www.n-tv.de/wirtschaft/Droht-Krebsgefahr-vom-Acker-article16031966.html

Gesundheitsrisiko PflanzengiftDroht Krebsgefahr vom Acker?

Von Hannes Vogel

Uno-Forscher warnten im Frühjahr: Glyphosat, das meistverkaufte Pflanzengift der Welt, ist "wahrscheinlich krebserregend". Seitdem bangen Agrarkonzerne um Milliardengewinne. Und reden die Risiken klein, sagen Umweltschützer.
 

Prof. Andreas Hensel sieht aus wie der Inbegriff deutscher Gründlichkeit. Mit gestreifter Fliege und randloser Brille sitzt der Chef des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) in der öffentlichen Anhörung im Bundestag. "Es erfüllt mich mit Sorge, wenn unabhängige Institutionen wie das BfR ohne Grundlage öffentlichkeitswirksam verdächtigt werden, von der Wirtschaft  oder der  Politik beeinflusst zu sein", schmettert Hensel den Abgeordneten entgegen.

Hensel steht seit Monaten unter Feuer. Im Frühjahr hatten Wissenschaftler der Internationalen Krebsforschungsagentur (IARC) der Weltgesundheitsorganisation (WHO) festgestellt: Glyphosat, das meistverkaufte Pflanzenschutzmittel der Welt, sei "wahrscheinlich krebserregend für den Menschen". Damit haben die WHO-Krebsforscher nicht nur Hensels Behörde, sondern die ganze Agrarindustrie durcheinandergewirbelt.

Weltweit beurteilen Zulassungsbehörden wie das BfR und auch eine andere WHO-Agentur Glyphosat bisher als unbedenklich. Der Forscher-Streit würde kaum interessieren, ginge es nicht um das wichtigste Ackergift der Welt. Zumindest die potentielle Gesundheitsgefahr ist riesig: Der Alles-Töter Glyphosat wird seit 40 Jahren großflächig verspritzt. Für Agrochemie-Riesen wie Monsanto, Syngenta und Co. geht es um Milliarden.
"Glyphosat müsste verboten werden"

Im Dezember läuft die EU-Zulassung aus. Eigentlich schien es, als wolle die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) für zehn weitere Jahre grünes Licht geben. Nun will sie den Unkraut-Killer vorläufig nur für weitere sechs Monate genehmigen. Das Urteil der WHO-Forscher setzt Hensel und die deutschen Risikoprüfer massiv unter Druck. Denn von ihrer Empfehlung, die die EFSA an die EU-Kommission weiterleitet, hängt jetzt maßgeblich ab, ob Glyphosat weiter zugelassen wird.

Umweltschützer haben das Mittel schon länger auf dem Kieker. "Glyphosat ist so ein bisschen das Chlorhühnchen der Gentechnik geworden", sagt Hensel. Für grüne Ideologen, die Gen-Food grundsätzlich ablehnen, ist Glyphosat ein willkommenes Argument. Denn das Mittel wird vor allem beim Anbau von Gen-Pflanzen eingesetzt. Viele sind extra auf Resistenz gegen den Unkraut-Killer programmiert. Ein EU-weites Glyphosat-Verbot wäre auch ein schwerer Schlag für die Gentechnik.

Die unterschiedlichen Einschätzungen der Forscher lassen sich womöglich ganz einfach erklären: Die WHO-Wissenschaftler untersuchen das grundsätzliche Krebsrisiko von Stoffen, das BfR prüfe dagegen, ob unter konkreten Bedingungen Gefahr bestehe, in denen Menschen Glyphosat ausgesetzt seien, erklärt Hensel. Bei Glyphosat sei alles eine Frage der Dosis, findet auch Prof. Helmut Greim von der TU München: Es sei zwar toxisch, aber "die Anwendungsbedingungen lassen nicht den Schluss zu, dass Anwender und Verbraucher gefährdet sind".

In Deutschland mag das stimmen. Doch vor allem in Südamerika wird Glyphosat tonnenweise von Flugzeugen auf Felder, Tiere und Menschen gesprüht. Das IARC warnt, dass "weltweit Fälle tödlicher Vergiftungen bei Menschen dokumentiert" seien. Laut der IARC-Untersuchung traten bei Nagetieren, die hohe Glyphosat-Dosen abbekommen hatten, bereits Änderungen des Lebergewichts und Zellveränderungen auf.
"Das BfR spielt die Risiken herunter"

Außerdem dokumentierten sie in Studien Auswirkungen auf Bauchspeicheldrüse, Hoden, Nieren und Eierstöcke. "Nach den Kenntnissen, die wir derzeit haben, müsste Glyphosat verboten werden", sagt Prof. Karen Friedrich von der Sergio Arouca National School of Public Health in Rio de Janeiro. Das Problem sei, dass Glyphosat schnell ausgeschieden werde. Das mache den Nachweis schwierig. Umstritten ist auch, ob Glyphosat selbst oder andere Begleitstoffe in den Unkrautgiften das Problem sind.

Laut IARC gibt es "trotz der weltweiten intensiven Nutzung relativ wenige Studien zum Vorkommen von Glyphosat in der Umwelt". Die Einstufung als "wahrscheinlich krebserregend" basiert auf Untersuchungen von Menschen, die Glyphosat versprüht haben. Welche Folgen Glyphosat hat, wenn es über die Umwelt oder das Essen aufgenommen wird, dazu gibt es bisher keine Erkenntnisse.

Dabei ist es inzwischen überall: im Boden, im Trinkwasser, im Menschen und sogar in der Muttermilch. Und es kennt keine Landesgrenzen. Ein Großteil des Unkraut-Killers wird in Südamerika auf riesige Plantagen mit genmanipulierten Sojabohnen gespritzt, die dann in der industriellen Tierhaltung an deutsche Schweine und Hühner verfüttert werden.

Das BfR "spielt die Gesundheitsgefahren von Glyphosat systematisch herunter", kritisiert Gerald Neubauer vom Kampagnen-Netzwerk Campact. Und auch die Naturschutzorganisation BUND hat eine andere Erklärung für das Urteil der deutschen Risikoprüfer. "Die Krebsforscher der WHO haben sich ausschließlich auf unabhängige Studien konzentriert", sagt Pestizidexpertin Heike Moldenhauer.
Die Industrie setzt Maßstäbe

Das BfR stützt sich dagegen vor allem auf Daten der Hersteller. Denn die können sich nicht nur aussuchen, in welchem EU-Land sie die Zulassung ihrer Pflanzengifte beantragen. Sie müssen auch die Studien für die Zulassung selbst erstellen und bezahlen. Die große Nähe zwischen Industrie und Prüfern ist unübersehbar.

Anders als das IARC hat das BfR eine Reihe von Studien als "nicht zuverlässig" bewertet, die eine erhöhte Krebsrate belegen - eine sogar vom renommierten National Cancer Institute der USA. Interpretiert und aussortiert haben die Prüfer sie nach den sogenannten Klinisch-Kriterien - einer Checkliste, die sich drei BASF-Mitarbeiter ausgedacht haben.

Dieser Maßstab sei "in der Epidemiologie völlig unbekannt", kritisiert Prof. Eberhard Greiser von der Universität Bremen. Seine Anwendung, die vom BfR offenkundig in Routine durchgeführt werde, sei "wissenschaftlich absurd". Andere "Studien" hat das BfR dagegen nur zu gerne hinzugezogen: Leserbriefe von Mitarbeitern der Glyphosat-Hersteller. Laut Greiser dienten sie dazu, "die Ergebnisse von exzellenten epidemiologischen oder toxikologischen Studien in Frage zu stellen."

Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: joe am 29. September 2015, 13:44:46
ich glaube heute um 21.00 im zdf wird das bfr wieder durch den medialen kakao gezogen  :rolleyes:
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Todde am 30. September 2015, 08:58:21
Die Debatte im Bundestag etwas sachlicher wiedergegeben

http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/pestizide-wie-gefaehrlich-ist-glyphosat-1.2668219

Zitat
Manchmal verstehe er die Diskussion nicht mehr, "ich habe den Eindruck, Glyphosat ist das Chlorhühnchen der Gentechnik geworden." Er betonte, das BfR habe nur den Auftrag gehabt, den Wirkstoff Glyphosat zu beurteilen und nicht die vermarkteten Pflanzenschutzmittel. Diese würden zahlreiche andere Inhaltsstoffe enthalten, die durchaus gefährlich sein könnten, insbesondere im Wechselspiel untereinander. Sein Institut arbeite daran, mit der Europäischen Chemikalienagentur ECHA zu einer vernünftigen Einstufung dieser Beistoffe zu kommen. "Wir sind jederzeit bereit unseren Standpunkt zu revidieren, wenn es entsprechende Fakten gibt."

Die Unterschiede in der Bewertung durch IARC und BfR lassen sich jedoch auch formal erklären: Beide Institutionen haben unterschiedliche Aufträge. Die IARC will herausfinden, welche Stoffe prinzipiell Krebs auslösen können. Die Experten berücksichtigen dabei allerdings nicht, wie stark ein Mensch der untersuchten Substanz jeweils ausgesetzt ist. Weil diese Expositionsabschätzung fehlt, verrät die IARC-Einstufung nicht, wie wahrscheinlich man Krebs bekommt.

Das hingegen wäre eine Risikobewertung wie sie unter das Mandat des BfR fällt. Und die sagt eben: kein bekanntes Krebsrisiko - bei bestimmungsgemäßem Gebrauch. In dieser Einschränkung könnte die Erklärung für die bislang bekannten Verdachtsfälle liegen, in denen Glyphosat Krebs ausgelöst haben könnte. In manchen Ländern werden Felder aus Flugzeugen mit Pestiziden beregnet - dann kann der Wind große Mengen Gift in nahe gelegene Dörfer wehen.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: BNT am 30. September 2015, 09:16:05
Blöd werden die sein, wenn man auch eine ~ 60% Steuer drauf geben kann, ist ein Verbot doch weit weniger lukrativ. ;)
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: NobbyNobbs am 30. September 2015, 09:32:43
Der Liter darf von mir aus 4,50 Euro kosten. Dann lieber besteuern als verbieten. An sich ist alles nicht gerechtfertigt.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: BNT am 30. September 2015, 09:57:31
Von der Sinnhaftigkeit her, wenn man schon den Einsatz einschränken will: Zertifikate > Steuern > Verbote.

Verbote sind etwas für/von Dumme(n). ;)
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: tuning Esel am 06. Oktober 2015, 20:51:27
In der CH Wohlen die ne Initiative starten um es zu verbieten..
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: sten am 26. Oktober 2015, 16:19:22
Und nun? Zulassung entziehen?


http://m.spiegel.de/gesundheit/ernaehrung/a-1059633.html#spRedirectedFrom=www&referrrer=http://www.scoop.it/t/agrarforschung/p/4054134108/2015/10/26/ernahrung-who-experten-stufen-wurst-als-krebserregend-ein-spiegel-online?hash=b8acdf3d-147e-4c36-995e-66de6eb49b6e
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Euro-T am 26. Oktober 2015, 16:46:56
Wird ja auch mal Zeit das man endlich was stichhaltiges gegen die Wurst findet.

Ich geh mir jetzt ein paar Grashalme für einen schönen Sud zupfen.

Erfahrungs-Empfehlung meinerseits: zupft weiträumig um die braunen Haufen rum, die machen es zwar intensiver vom Geschmack, drehen aber eure Darmflora auf rechts. - Höchstens ein Actimel mit linksdrehenden Bakterien kann da noch gegensteuern.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: charlie am 26. Oktober 2015, 19:12:04
Und nun? Zulassung entziehen?


http://m.spiegel.de/gesundheit/ernaehrung/a-1059633.html#spRedirectedFrom=www&referrrer=http://www.scoop.it/t/agrarforschung/p/4054134108/2015/10/26/ernahrung-who-experten-stufen-wurst-als-krebserregend-ein-spiegel-online?hash=b8acdf3d-147e-4c36-995e-66de6eb49b6e

Wer Wurst isst, kann Krebs bekommen...
Wer keine Wurst isst, auch.... :ironie:
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: ANDERSgesehn am 26. Oktober 2015, 20:27:53

jooo-maiiih, sogar das denken über, das darf ich nicht
essen weil es krebserregend ist, ist wissenschaftlich
bewiesen das es krebserregend ist!

 - - -

schlimm, dass man menschen in unsicherheit bringt,
anstatt, dass man mit fachwissen über das entstehen
von krankheiten "aufklärt".

Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: tuning Esel am 26. Oktober 2015, 20:58:26
http://www.blick.ch/news/besonders-maedchen-sind-gefaehrdet-facebook-macht-kinder-krank-im-kopf-id4281183.html

Na dan wen man nicht an Krebs stirb, dan wenigsten verblödet man...
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: andi85 am 26. Oktober 2015, 21:52:47
An irgendwas müßen wir alle Sterben früher oder später ich sag immer lebe jeden Tag so als währe es dein letzter
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Henrik am 30. Oktober 2015, 12:01:39
Interessante Meldung.......

http://www.topagrar.com/news/Home-top-News-Nabu-empfiehlt-Glyphosat-im-Naturschutz-2548675.html

Wie heist es so schön, de rZweck heiligt die Mittel  ;)
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Karsten F am 30. Oktober 2015, 12:05:31
Gewisse Stoffe haben halt bei unsachgemässer Handhabung eine karziogene Wirkung! Jedem Verbraucher darf Benzin an der Tankstelle tanken und lebt wissentlich mit der Gefährdung.

Bei dieser ganzen Diskussion ist einfach die Verhältnismässigkeit komplett aus dem Ruder gelaufen.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: BNT am 30. Oktober 2015, 12:10:42
Mit Verhältnismäßigkeit schaffst du es nicht in die Medien.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Beate am 01. Dezember 2015, 09:30:10
Hallo

ich dachte dass jetzt Ruhe ist ... aber nein ...

Jetzt haben 100 internationale Forscher einen offenen Brief  (http://www.hessen-depesche.de/wirtschaft/streit-um-gefährlichkeit-von-glyphosat.html)geschrieben

Zitat

Die Analyse der deutschen Behörde und die sich darauf beziehende Bewertung der Efsa enthalten gravierende Mängel,
 sie sei in Teilen „wissenschaftlich unakzeptabel“ und die Ergebnisse seien „durch die vorliegenden Daten nicht gedeckt“.
Die Wissenschaftler fordern, bei ihren Entscheidungen „die fehlerhafte Bewertung der Efsa nicht zu beachten“.


Es nervt ...

Gruß
Beate
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: jaydee88 am 01. Dezember 2015, 10:29:35
Hallo

ich dachte dass jetzt Ruhe ist ... aber nein ...

Jetzt haben 100 internationale Forscher einen offenen Brief  (http://www.hessen-depesche.de/wirtschaft/streit-um-gefährlichkeit-von-glyphosat.html)geschrieben

Zitat

Die Analyse der deutschen Behörde und die sich darauf beziehende Bewertung der Efsa enthalten gravierende Mängel,
 sie sei in Teilen „wissenschaftlich unakzeptabel“ und die Ergebnisse seien „durch die vorliegenden Daten nicht gedeckt“.
Die Wissenschaftler fordern, bei ihren Entscheidungen „die fehlerhafte Bewertung der Efsa nicht zu beachten“.


Es nervt ...

Gruß
Beate

Wieso nervt es?Weil es nicht so einfach unter den Teppich gekehrt wird wie so vieles andrere Unangenehme,was die Landwirtschaft betrifft?Erst mal abwarten,bis mehr Forschungsergebnisse kommen.Vlt stimmt ja wirklich was nicht...Und dann wills wieder keiner gewesen sein,und die,die so gross den Mund aufreissen,zeigen dann mit dem Finger auf die anderen,um ja keine Verantwortung übernehmen zu müssen.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: tuning Esel am 01. Dezember 2015, 15:45:22
die öko Mafia...
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: jotesen am 01. Dezember 2015, 16:15:01
die öko Mafia...
Was ein unsinniger Beitrag...
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Euro-T am 01. Dezember 2015, 16:36:31
Hallo

ich dachte dass jetzt Ruhe ist ... aber nein ...

Jetzt haben 100 internationale Forscher einen offenen Brief  (http://www.hessen-depesche.de/wirtschaft/streit-um-gefährlichkeit-von-glyphosat.html)geschrieben

Zitat

Die Analyse der deutschen Behörde und die sich darauf beziehende Bewertung der Efsa enthalten gravierende Mängel,
 sie sei in Teilen „wissenschaftlich unakzeptabel“ und die Ergebnisse seien „durch die vorliegenden Daten nicht gedeckt“.
Die Wissenschaftler fordern, bei ihren Entscheidungen „die fehlerhafte Bewertung der Efsa nicht zu beachten“.


Es nervt ...

Gruß
Beate

Wieso nervt es?Weil es nicht so einfach unter den Teppich gekehrt wird wie so vieles andrere Unangenehme,was die Landwirtschaft betrifft?Erst mal abwarten,bis mehr Forschungsergebnisse kommen.Vlt stimmt ja wirklich was nicht...Und dann wills wieder keiner gewesen sein,und die,die so gross den Mund aufreissen,zeigen dann mit dem Finger auf die anderen,um ja keine Verantwortung übernehmen zu müssen.

Wieso es nervt?

Was glaubst du selbst, wird jemals eine Untersuchung kommen, zu der auch der letzte Zweifler seine Unbedenklichkeit gibt? Ich glaube nicht..

Wieviele Jahrzehnte soll Glyfos denn noch unter Beweis stellen, das es zu den bedenkenlosesten Mitteln gehört? Denke 40 sollten doch da irgendwo langen.. ich vergleiche das gerne mit MC Donalds. Da würde ich überall auf der Welt bedenkenlos essen, in meinen Augen der bestüberwachteste Konzern der Welt.

Warum muß der fragwürdige Einsatz von Glyfos denn eigentlich immer mit noch fragwürdigeren Negativbeispielen aus Ländern argumentiert werden, deren Einsatzbedingungen überhaupt nicht vergleichbar sind? Wie ich höre und sehen durfte, wird downunder Ölwechsel immer noch gerne in freier Wildbahn gemacht - verbieten wir jetzt in D alle Ölwechsel?

Wer kann mir denn eigentlich endlich mal erklären, was genau Monsanto & Co damit zu tun haben sollen? Denen müsste doch eher an einem Verbot gelegen sein?

Und wo wir so schön im anderen Thema über Nachhaltigkeit sprechen: im Gesamtkontext lässt sich wohl nur schwerlich abstreiten, das Glyfos durchaus der Nachhaltigkeit zuträglich ist. Mir ist natürlich schon bewusst, das man auf Nachhaltigkeit pfeift, wenn man um die eigene Gesundheit fürchtet.

Warum sind denn eigentlich alle Krankheitsfälle etc.., die man so gerne dem Glyfos zuschreiben würde, nur Einzelfälle und nicht reproduzierbar? Wenn Glyfos so gefährlich wäre, wie manche Kräfte glauben machen wollen, dann würde sich doch die konventionelle Landwirtschaft von selber lösen - würden ja alle mindestens Berufsunfähig - müssten sie nach 40 Jahren ja eigentlich schon lange sein, Nachwuchs hätten sie gleich garnicht zeugen können dürfen...

Man muß es einfach irgendwann auch mal gut sein lassen.

Eins noch. Wenn wir jetzt schon anfangen und offizielle Gutachten und Stellungnahmen anzweifeln, WELCHE wertfreie Institution soll es denn dann bitte sein, nach der, dem Ergebnis entsprechend, die Gegenpartei zur Ruhe kommt?

Meine Meinung ist: wenn Glyfos im März die Zulassung entzogen bekommt, dann können wir statt des Bundesadlers in Berlin auch ne Banane aufhängen, das passt dann besser.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Jens am 01. Dezember 2015, 16:49:27
Zitat
dann können wir statt des Bundesadlers in Berlin auch ne Banane aufhängen

Die Affen sind ja schon da  :rolleyes:
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: agri am 01. Dezember 2015, 16:53:38
Zitat
dann können wir statt des Bundesadlers in Berlin auch ne Banane aufhängen

Die Affen sind ja schon da  :rolleyes:

 :huepf: :huepf:
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: jaydee88 am 01. Dezember 2015, 16:56:36
Hallo

ich dachte dass jetzt Ruhe ist ... aber nein ...

Jetzt haben 100 internationale Forscher einen offenen Brief  (http://www.hessen-depesche.de/wirtschaft/streit-um-gefährlichkeit-von-glyphosat.html)geschrieben

Zitat

Die Analyse der deutschen Behörde und die sich darauf beziehende Bewertung der Efsa enthalten gravierende Mängel,
 sie sei in Teilen „wissenschaftlich unakzeptabel“ und die Ergebnisse seien „durch die vorliegenden Daten nicht gedeckt“.
Die Wissenschaftler fordern, bei ihren Entscheidungen „die fehlerhafte Bewertung der Efsa nicht zu beachten“.


Es nervt ...

Gruß
Beate

Wieso nervt es?Weil es nicht so einfach unter den Teppich gekehrt wird wie so vieles andrere Unangenehme,was die Landwirtschaft betrifft?Erst mal abwarten,bis mehr Forschungsergebnisse kommen.Vlt stimmt ja wirklich was nicht...Und dann wills wieder keiner gewesen sein,und die,die so gross den Mund aufreissen,zeigen dann mit dem Finger auf die anderen,um ja keine Verantwortung übernehmen zu müssen.

Wieso es nervt?

Was glaubst du selbst, wird jemals eine Untersuchung kommen, zu der auch der letzte Zweifler seine Unbedenklichkeit gibt? Ich glaube nicht..

Wieviele Jahrzehnte soll Glyfos denn noch unter Beweis stellen, das es zu den bedenkenlosesten Mitteln gehört? Denke 40 sollten doch da irgendwo langen.. ich vergleiche das gerne mit MC Donalds. Da würde ich überall auf der Welt bedenkenlos essen, in meinen Augen der bestüberwachteste Konzern der Welt.

Warum muß der fragwürdige Einsatz von Glyfos denn eigentlich immer mit noch fragwürdigeren Negativbeispielen aus Ländern argumentiert werden, deren Einsatzbedingungen überhaupt nicht vergleichbar sind? Wie ich höre und sehen durfte, wird downunder Ölwechsel immer noch gerne in freier Wildbahn gemacht - verbieten wir jetzt in D alle Ölwechsel?

Wer kann mir denn eigentlich endlich mal erklären, was genau Monsanto & Co damit zu tun haben sollen? Denen müsste doch eher an einem Verbot gelegen sein?

Und wo wir so schön im anderen Thema über Nachhaltigkeit sprechen: im Gesamtkontext lässt sich wohl nur schwerlich abstreiten, das Glyfos durchaus der Nachhaltigkeit zuträglich ist. Mir ist natürlich schon bewusst, das man auf Nachhaltigkeit pfeift, wenn man um die eigene Gesundheit fürchtet.

Warum sind denn eigentlich alle Krankheitsfälle etc.., die man so gerne dem Glyfos zuschreiben würde, nur Einzelfälle und nicht reproduzierbar? Wenn Glyfos so gefährlich wäre, wie manche Kräfte glauben machen wollen, dann würde sich doch die konventionelle Landwirtschaft von selber lösen - würden ja alle mindestens Berufsunfähig - müssten sie nach 40 Jahren ja eigentlich schon lange sein, Nachwuchs hätten sie gleich garnicht zeugen können dürfen...

Man muß es einfach irgendwann auch mal gut sein lassen.

Eins noch. Wenn wir jetzt schon anfangen und offizielle Gutachten und Stellungnahmen anzweifeln, WELCHE wertfreie Institution soll es denn dann bitte sein, nach der, dem Ergebnis entsprechend, die Gegenpartei zur Ruhe kommt?

Meine Meinung ist: wenn Glyfos im März die Zulassung entzogen bekommt, dann können wir statt des Bundesadlers in Berlin auch ne Banane aufhängen, das passt dann besser.

Würdest du denn jeden Tag bei McDonalds essen?

Woher weisst du das mit den Einzelfällen?

Man kann die negativen Folgen von Glyphos doch am ehestem dort sehen,wo es am intensivsten Eingesetzt wird,oder etwa nicht?Woher weisst du,dass man ohne Glyphos nicht auch nachhaltig auf hohem Ertragsniveau wirtschaften könnte?
Und woher weisst du,inwiefern offizielle Stellen nicht beeinflusst werden?Wozu leisten sich Konzerne denn Lobbyisten,wenn sich das nicht auszahlen würde?Bananen können wir doch jetzt schon aufhängen,wenn man mal verfolgt wer wo die Hand aufhält und wo getrickst wird...
Mann kann natürlich aus wegsehen und sagen,bei uns ist alles besser...
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Mulchsaat am 01. Dezember 2015, 17:25:04
 :bruell:
Zitat
dann können wir statt des Bundesadlers in Berlin auch ne Banane aufhängen

Die Affen sind ja schon da  :rolleyes:

 :bruell: :'( :hmpf:
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: joe am 01. Dezember 2015, 17:38:27
Hallo

ich dachte dass jetzt Ruhe ist ... aber nein ...

Jetzt haben 100 internationale Forscher einen offenen Brief  (http://www.hessen-depesche.de/wirtschaft/streit-um-gefährlichkeit-von-glyphosat.html)geschrieben

Zitat

Die Analyse der deutschen Behörde und die sich darauf beziehende Bewertung der Efsa enthalten gravierende Mängel,
 sie sei in Teilen „wissenschaftlich unakzeptabel“ und die Ergebnisse seien „durch die vorliegenden Daten nicht gedeckt“.
Die Wissenschaftler fordern, bei ihren Entscheidungen „die fehlerhafte Bewertung der Efsa nicht zu beachten“.


Es nervt ...

Gruß
Beate

Wieso nervt es?Weil es nicht so einfach unter den Teppich gekehrt wird wie so vieles andrere Unangenehme,was die Landwirtschaft betrifft?Erst mal abwarten,bis mehr Forschungsergebnisse kommen.Vlt stimmt ja wirklich was nicht...Und dann wills wieder keiner gewesen sein,und die,die so gross den Mund aufreissen,zeigen dann mit dem Finger auf die anderen,um ja keine Verantwortung übernehmen zu müssen.

Wieso es nervt?

Was glaubst du selbst, wird jemals eine Untersuchung kommen, zu der auch der letzte Zweifler seine Unbedenklichkeit gibt? Ich glaube nicht..

Wieviele Jahrzehnte soll Glyfos denn noch unter Beweis stellen, das es zu den bedenkenlosesten Mitteln gehört? Denke 40 sollten doch da irgendwo langen.. ich vergleiche das gerne mit MC Donalds. Da würde ich überall auf der Welt bedenkenlos essen, in meinen Augen der bestüberwachteste Konzern der Welt.

Warum muß der fragwürdige Einsatz von Glyfos denn eigentlich immer mit noch fragwürdigeren Negativbeispielen aus Ländern argumentiert werden, deren Einsatzbedingungen überhaupt nicht vergleichbar sind? Wie ich höre und sehen durfte, wird downunder Ölwechsel immer noch gerne in freier Wildbahn gemacht - verbieten wir jetzt in D alle Ölwechsel?

Wer kann mir denn eigentlich endlich mal erklären, was genau Monsanto & Co damit zu tun haben sollen? Denen müsste doch eher an einem Verbot gelegen sein?

Und wo wir so schön im anderen Thema über Nachhaltigkeit sprechen: im Gesamtkontext lässt sich wohl nur schwerlich abstreiten, das Glyfos durchaus der Nachhaltigkeit zuträglich ist. Mir ist natürlich schon bewusst, das man auf Nachhaltigkeit pfeift, wenn man um die eigene Gesundheit fürchtet.

Warum sind denn eigentlich alle Krankheitsfälle etc.., die man so gerne dem Glyfos zuschreiben würde, nur Einzelfälle und nicht reproduzierbar? Wenn Glyfos so gefährlich wäre, wie manche Kräfte glauben machen wollen, dann würde sich doch die konventionelle Landwirtschaft von selber lösen - würden ja alle mindestens Berufsunfähig - müssten sie nach 40 Jahren ja eigentlich schon lange sein, Nachwuchs hätten sie gleich garnicht zeugen können dürfen...

Man muß es einfach irgendwann auch mal gut sein lassen.

Eins noch. Wenn wir jetzt schon anfangen und offizielle Gutachten und Stellungnahmen anzweifeln, WELCHE wertfreie Institution soll es denn dann bitte sein, nach der, dem Ergebnis entsprechend, die Gegenpartei zur Ruhe kommt?

Meine Meinung ist: wenn Glyfos im März die Zulassung entzogen bekommt, dann können wir statt des Bundesadlers in Berlin auch ne Banane aufhängen, das passt dann besser.


Man kann die negativen Folgen von Glyphos doch am ehestem dort sehen,wo es am intensivsten Eingesetzt wird,oder etwa nicht?

wie sehen diese folgen aus ?
ich oute mich mal als intensiveinsetzter,  ich setze es seit über zwanzig jahren auf 100% meiner anbaufläche ein mal im jahr mit durchschnittlich 2 bis 3 l/ha ein .
für meine wirtschaftsweise ist es ein extentielles werkzeig auf das ich nicht verzichten möchte , nein ich gehe sogar so weit  das ich bei dem verlust des wirkstoffes aus dem ackerbau aussteigen werde !
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: charlie am 01. Dezember 2015, 17:49:15
Und woher weisst du,inwiefern offizielle Stellen nicht beeinflusst werden?Wozu leisten sich Konzerne denn Lobbyisten,wenn sich das nicht auszahlen würde?Bananen können wir doch jetzt schon aufhängen,wenn man mal verfolgt wer wo die Hand aufhält und wo getrickst wird...
Mann kann natürlich aus wegsehen und sagen,bei uns ist alles besser...

Die Lobbyisten gibt es ja auch auf Seiten der NGOs und Verbände, die machen die gleiche Arbeit mit gleichen Absichten. Wer da jetzt gut oder böse ist, mögen andere entscheiden... :-X
Die Gemengelage bei Glyphosat im Speziellen ist ja von Ideologien geprägt und nur eine Stellvertreterdiskussion (Grüne Gentechnik, PSM im Ganzen) und da liegen die Interessen der verschiedenen Seiten.
Wenn es hier wirklich um die Krebsprävention gehen würde, dann könnte man den gleichen Elan auch bei anderen Dingen an den Tag legen, die in mindestens dem gleichen Verdacht stehen...
Ich halte es im allgemeinen für bedenklich, dass inzwischen jede wissenschaftliche Untersuchung bei der das Ergebnis nicht genehm ist, als gekauft oder gefälscht in Zweifel gezogen wird.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: jaydee88 am 01. Dezember 2015, 17:55:53
Und woher weisst du,inwiefern offizielle Stellen nicht beeinflusst werden?Wozu leisten sich Konzerne denn Lobbyisten,wenn sich das nicht auszahlen würde?Bananen können wir doch jetzt schon aufhängen,wenn man mal verfolgt wer wo die Hand aufhält und wo getrickst wird...
Mann kann natürlich aus wegsehen und sagen,bei uns ist alles besser...

Die Lobbyisten gibt es ja auch auf Seiten der NGOs und Verbände, die machen die gleiche Arbeit mit gleichen Absichten. Wer da jetzt gut oder böse ist, mögen andere entscheiden... :-X
Die Gemengelage bei Glyphosat im Speziellen ist ja von Ideologien geprägt und nur eine Stellvertreterdiskussion (Grüne Gentechnik, PSM im Ganzen) und da liegen die Interessen der verschiedenen Seiten.
Wenn es hier wirklich um die Krebsprävention gehen würde, dann könnte man den gleichen Elan auch bei anderen Dingen an den Tag legen, die in mindestens dem gleichen Verdacht stehen...
Ich halte es im allgemeinen für bedenklich, dass inzwischen jede wissenschaftliche Untersuchung bei der das Ergebnis nicht genehm ist, als gekauft oder gefälscht in Zweifel gezogen wird.

Es ist genauso bedenklich,aus Gründen der Bequemlichkeit mit verschlossenen Augen und ohne Zweifel durch die Welt zu rennen und sich das Gehirn wäschen zu lassen,damit andere davon profitieren.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Stanky am 01. Dezember 2015, 17:58:15
Moin,
Es ist genauso bedenklich,aus Gründen der Bequemlichkeit mit verschlossenen Augen und ohne Zweifel durch die Welt zu rennen und sich das Gehirn wäschen zu lassen,damit andere davon profitieren.
genau das gilt für Dich aber auch! Du erscheinst hier ganz schön beratungsresistent.
Gruß
stanky
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: agri am 01. Dezember 2015, 18:01:09
Sag mal jaydee88 was sagt eigendlich dein Gewissen ?

Oder wie war das mit der Hafer ernte ?
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: jaydee88 am 01. Dezember 2015, 18:03:44
Moin,
Es ist genauso bedenklich,aus Gründen der Bequemlichkeit mit verschlossenen Augen und ohne Zweifel durch die Welt zu rennen und sich das Gehirn wäschen zu lassen,damit andere davon profitieren.
genau das gilt für Dich aber auch! Du erscheinst hier ganz schön beratungsresistent.
Gruß
stanky

Ich habe geschrieben,dass ich erst mal abwarten würde,bis weitere Forschungsergebnisse zugänglich sind bevor man alles als Panikmache abtut,sonst nichts.
Soll ich einfach meine Fahne in den Wind hängen,nur um nicht "beratungsresistent" zu gelten?
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: jaydee88 am 01. Dezember 2015, 18:07:41
Sag mal jaydee88 was sagt eigendlich dein Gewissen ?

Oder wie war das mit der Hafer ernte ?

Hab ich gesagt,dass das toll ist?Im Gegenteil,aus meiner praktischen Erfahrung heraus komme ich zu meiner Einstellung,dass ich Zweifel habe an diesem Produkt.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: jaydee88 am 01. Dezember 2015, 18:09:49
@joe:Du bist doch kein Intensiveinsetzer bei diesen homöopathischen Dosen :)
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: NobbyNobbs am 01. Dezember 2015, 18:18:04

Hab ich gesagt,dass das toll ist?Im Gegenteil,aus meiner praktischen Erfahrung heraus komme ich zu meiner Einstellung,dass ich Zweifel habe an diesem Produkt.

Und welche schlechten Erfahrungen hast du gemacht?
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: jaydee88 am 01. Dezember 2015, 18:22:23

Hab ich gesagt,dass das toll ist?Im Gegenteil,aus meiner praktischen Erfahrung heraus komme ich zu meiner Einstellung,dass ich Zweifel habe an diesem Produkt.

Und welche schlechten Erfahrungen hast du gemacht?

Hab ehrlich gesagt keine Lust,gesundheitliche Probleme hier im Forum breit zu treten.

Ich bin doch nur der Meinung,dass ich Zweifel habe und es gerne sehen würde,wenn mehr Forschungsergebnisse erhältlich wären,egal mit welchen Ergebnis.Ich verstehe nicht,warum sich nur deswegen soviele bemüssigt fühlen mich hier in die Ecke drängen zu müssen.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: agri am 01. Dezember 2015, 18:37:31
Sag mal jaydee88 was sagt eigendlich dein Gewissen ?

Oder wie war das mit der Hafer ernte ?

Hab ich gesagt,dass das toll ist?Im Gegenteil,aus meiner praktischen Erfahrung heraus komme ich zu meiner Einstellung,dass ich Zweifel habe an diesem Produkt.

Und warum hast Du es dann gemacht ??

Du brauchst für jeden scheiß irgend welche Studien welche in 100 jähren immer noch widerlegt und angegriffen werden !!

Du handelst gegen deine eigene Überzeugung und hast Zweifel , eh borr .

Du kannst Dir schon vorstellen wem du alles Wasser auf die Mühlen schüttest !

Ich sag Dir meine Meinung , da wo ohne Glypho keine landwirtschaftliche Ernte stattfinden kann gehör auch keine hin !
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: jaydee88 am 01. Dezember 2015, 18:48:55
Sag mal jaydee88 was sagt eigendlich dein Gewissen ?

Oder wie war das mit der Hafer ernte ?

Hab ich gesagt,dass das toll ist?Im Gegenteil,aus meiner praktischen Erfahrung heraus komme ich zu meiner Einstellung,dass ich Zweifel habe an diesem Produkt.

Und warum hast Du es dann gemacht ??

Du brauchst für jeden scheiß irgend welche Studien welche in 100 jähren immer noch widerlegt und angegriffen werden !!

Du handelst gegen deine eigene Überzeugung und hast Zweifel , eh borr .

Du kannst Dir schon vorstellen wem du alles Wasser auf die Mühlen schüttest !

Ich sag Dir meine Meinung , da wo ohne Glypho keine landwirtschaftliche Ernte stattfinden kann gehör auch keine hin !

-Ist nun mal Teil des Jobs

-Was sonst ausser Studien sollte man heranziehen,um zu beweisen?

-Welche Überzeugung?Wenn ich die hätte,dann hätte ich keine Zweifel...

-irgendwem schüttet man immer Wasser auf die Mühle,wenn man seine Meinung vertritt.

-wer hat gesagt,dass iwo ohne Glyphos keine Ernte möglich ist?Es wurde schon geerntet,lange bevor man Glyphosat überhaupt schreiben konnte.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Mulchsaat am 01. Dezember 2015, 18:49:18
Glyphosat zur Ernteerleichterung ist aus meiner Sicht (reines Gefühl, Logikempfinden) das große Problem, noch vor zu hohen Mengen.


Wird hier auch vom Freundlichen Pächter aus Vechta gemacht, pauschal, auch ohne Druck... Kann mir jeder erzählen was er will, das kann nicht gut sein.

Glypho vor der Saat, kann von der Natur verarbeitet und abgebaut werden, Glyphosat zur Ernteerleichterung, kann doch garnicht verschwunden sein! Als Futter, über´s Schwein, ins Fleisch, in die Muttermilch, ins Mehl/Brot oder wohin auch immer...
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: jaydee88 am 01. Dezember 2015, 18:55:18
Glyphosat zur Ernteerleichterung ist aus meiner Sicht (reines Gefühl, Logikempfinden) das große Problem, noch vor zu hohen Mengen.


Wird hier auch vom Freundlichen Pächter aus Vechta gemacht, pauschal, auch ohne Druck... Kann mir jeder erzählen was er will, das kann nicht gut sein.

Glypho vor der Saat, kann von der Natur verarbeitet und abgebaut werden, Glyphosat zur Ernteerleichterung, kann doch garnicht verschwunden sein! Als Futter, über´s Schwein, ins Fleisch, in die Muttermilch, ins Mehl/Brot oder wohin auch immer...

Da stimme ich dir zu.Es wird ja aber behauptet,man könne ein Glas davon trinken,ohne seine Gesundheit zu schädigen...
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: NobbyNobbs am 01. Dezember 2015, 18:57:57

Hab ehrlich gesagt keine Lust,gesundheitliche Probleme hier im Forum breit zu treten.

Ich bin doch nur der Meinung,dass ich Zweifel habe und es gerne sehen würde,wenn mehr Forschungsergebnisse erhältlich wären,egal mit welchen Ergebnis.Ich verstehe nicht,warum sich nur deswegen soviele bemüssigt fühlen mich hier in die Ecke drängen zu müssen.

Tue ich ja nicht.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Euro-T am 01. Dezember 2015, 19:04:32
Ich bin doch nur der Meinung,dass ich Zweifel habe und es gerne sehen würde,wenn mehr Forschungsergebnisse erhältlich wären,egal mit welchen Ergebnis.Ich verstehe nicht,warum sich nur deswegen soviele bemüssigt fühlen mich hier in die Ecke drängen zu müssen.

Nein, in die Ecke drängen willl man dich sicher nicht - zumindest nicht ich.

Du darfst dich aber auch nicht wundern, wenn auf "heisse Statements", so möchte ich es mal nennen, auch entsprechende Antworten kommen.

Ich muß dich nochmal fragen: auf welche Art Untersuchungen/Studien wartest du denn noch? Wieviele Studien braucht es denn noch? Hast du die anderen alle schon durch? Respekt!
Wie lange darf/soll es denn noch dauern, bis die Analytik endlich soweit ist, irgendeinen Zusammenhang herzustellen, sei er noch so abstruß, dafür aber dann stichhaltig genug, um wieder Öl ins Feuer zu giessen.

Verstehst du, irgendwann muß man doch einfach mal verstehen, das unter heutigen Analysemöglichkeiten einfach kein stichhaltiger Zusammenhang erkennbar ist.
So platt wie es ist, so oft muß man es leider wiederholen: wir haben es im Alltag mit weitaus toxischeren und bewiesenermaßen krebserregenderen Stoffen zu tun, als mit Glyfos. Das weiß man. Warum aber Glyfos, erklär mir das mal? 

Bevor ich gefragt werde: dank meiner Wirtschaftsweise und schwerem Gerät könnte ich durchaus auch ohne Glyfos, aktuell setze ich es etwa auf 15% der Betriebsfläche ein, mit nie mehr als max. 700gr Wirkstoff. Und nie zur Mäusebekämpfung übrigens.

Und ja, ich würde täglich beim MC essen. Überall. Aber dann werde ich fett.

 
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: jaydee88 am 01. Dezember 2015, 19:09:40
Nur um mal was klar zustellen(es scheinen sich ja einige persönlich angegriffen zu fühlen):
-Auch ich habe momentan keine Beweise
-Ich verurteile niemanden der Glyphos einsetzt
-Ich finde ledeglich,man sollte so lange zweifeln,bis mehr Beweise vorliegen.

Ich hoffe,das ist verständlich.

Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: jaydee88 am 01. Dezember 2015, 19:19:39
Ich bin doch nur der Meinung,dass ich Zweifel habe und es gerne sehen würde,wenn mehr Forschungsergebnisse erhältlich wären,egal mit welchen Ergebnis.Ich verstehe nicht,warum sich nur deswegen soviele bemüssigt fühlen mich hier in die Ecke drängen zu müssen.



Du darfst dich aber auch nicht wundern, wenn auf "heisse Statements", so möchte ich es mal nennen, auch entsprechende Antworten kommen.


Was ist denn die Quintessenz davon?Dass man nur mit Respekt behandelt wird,solange man jedem hier Honig ums Maul schmiert und seine Fahne im den Wind hängt?

Ich habe jedenfalls niemanden persönlich angegriffen.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Beate am 01. Dezember 2015, 19:29:23
Hallo

was ist denn hier los  :frage: :rolleyes:

Ich bin genervt, weil unsere Kooperation indirekt betroffen (http://www.agrowissen.de/de/forum/index.php?topic=19174.0) ist
ich eigentlich dachte es wäre jetzt Ruhe an der Front wegen dem Bericht der EFSA (http://www.agrarheute.com/agrarmanager/news/efsa-gibt-gruenes-licht-fuer-glyphosat) 

Aber vermutlich geht so auch der politische K(r)ampf weiter

Gruß
Beate
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Ruebe am 01. Dezember 2015, 19:36:24
http://www.umweltbundesamt.de/themen/luft/luftschadstoffe/benzol

http://www.bag.admin.ch/themen/chemikalien/00228/02968/index.html?lang=de

Verbieten wir jetzt Benzin? .... nein weil es alle regelmässig benutzen. es geht also nicht um die Gesundheit sondern nur um politische Seilschaften

Sollte Glyphos für die Privatanwender frei verfügbar werden, wäre die Debatte sofort erledigt
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: kakvogl am 01. Dezember 2015, 19:53:30
Und warum fand dann in Italien eine Koferenz statt weg von der Chemie hin zu biologischen Pflanzenschutzmittel?
Mir wurde das so erklärt: Das die Industrie die Zeit der chemischen Mittel keine Zufkunft hat. Der daran teil nahm zahlte glaube ich für die Konferenz knappe 1000 € Gebühr.
Es waren ALLE!!!!!!!! Chemieriesen dort. Ich glaube es tut sich was.
Ich hab schon die letzten sechs Jahre auf Glyp. verzichtet und mich gibts immer noch. ;D ;D
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: jaydee88 am 01. Dezember 2015, 20:09:58
Und warum fand dann in Italien eine Koferenz statt weg von der Chemie hin zu biologischen Pflanzenschutzmittel?
Mir wurde das so erklärt: Das die Industrie die Zeit der chemischen Mittel keine Zufkunft hat. Der daran teil nahm zahlte glaube ich für die Konferenz knappe 1000 € Gebühr.
Es waren ALLE!!!!!!!! Chemieriesen dort. Ich glaube es tut sich was.
Ich hab schon die letzten sechs Jahre auf Glyp. verzichtet und mich gibts immer noch. ;D ;D

Ich habe auf einem Betrieb in Sachsen-Anhalt gearbeitet,der kein Glyphos eingesetzt hat und trotzdem sehr beachtliche Erträge generiert hat,und das pfluglos...
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: sten am 01. Dezember 2015, 20:25:30
Wie geht man denn mit sowas jetzt um?
http://www.agrarheute.com/news/96-wissenschaftler-gegen-glyphosat

Es handelt sich um einen offenen Brief, den 96 Wissenschaftler unterschrieben haben.
Es wird das Vorgehen des BfR als unwissenschaftlichen angezweifelt.
Carsten
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: NobbyNobbs am 01. Dezember 2015, 20:29:09
Und warum fand dann in Italien eine Koferenz statt weg von der Chemie hin zu biologischen Pflanzenschutzmittel?
Mir wurde das so erklärt: Das die Industrie die Zeit der chemischen Mittel keine Zufkunft hat. Der daran teil nahm zahlte glaube ich für die Konferenz knappe 1000 € Gebühr.
Es waren ALLE!!!!!!!! Chemieriesen dort. Ich glaube es tut sich was.
Ich hab schon die letzten sechs Jahre auf Glyp. verzichtet und mich gibts immer noch. ;D ;D

Ich habe auf einem Betrieb in Sachsen-Anhalt gearbeitet,der kein Glyphos eingesetzt hat und trotzdem sehr beachtliche Erträge generiert hat,und das pfluglos...

Wie sieht die Alternative aus? Unmengen an Dieselabgasen in die Luft blasen (ich habe grade vergessen wie viel 1000-fach diese giftiger und vor allem mobiler sind) ? Selektive Herbizide noch und nöcher gegen die Verunkrautung in den Kulturen einsetzen? Das ist mir alles zu kurzsichtig gedacht.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: jaydee88 am 01. Dezember 2015, 20:45:15
Und warum fand dann in Italien eine Koferenz statt weg von der Chemie hin zu biologischen Pflanzenschutzmittel?
Mir wurde das so erklärt: Das die Industrie die Zeit der chemischen Mittel keine Zufkunft hat. Der daran teil nahm zahlte glaube ich für die Konferenz knappe 1000 € Gebühr.
Es waren ALLE!!!!!!!! Chemieriesen dort. Ich glaube es tut sich was.
Ich hab schon die letzten sechs Jahre auf Glyp. verzichtet und mich gibts immer noch. ;D ;D

Ich habe auf einem Betrieb in Sachsen-Anhalt gearbeitet,der kein Glyphos eingesetzt hat und trotzdem sehr beachtliche Erträge generiert hat,und das pfluglos...

Wie sieht die Alternative aus? Unmengen an Dieselabgasen in die Luft blasen (ich habe grade vergessen wie viel 1000-fach diese giftiger und vor allem mobiler sind) ? Selektive Herbizide noch und nöcher gegen die Verunkrautung in den Kulturen einsetzen? Das ist mir alles zu kurzsichtig gedacht.

Ich frage mich,warum z.B. Dicamba resistente Pflanzen auf den Markt gebracht werden sollen,wenn doch Glyphosat das alleinige Allheilmittel im Ackerbau ist?War oder ist es nicht kurzsichtig,zu denken,ein einziger Wirkstoff könnte Weltweit alle Unkrautprobleme im Ackerbau lösen?
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: angusy am 01. Dezember 2015, 20:49:50
War oder ist es nicht kurzsichtig,zu denken,ein einziger Wirkstoff könnte Weltweit alle Unkrautprobleme im Ackerbau lösen?

So denkt aber hier auch keiner.

Das zu unterstellen, ist reine Polemik!
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Stanky am 01. Dezember 2015, 20:56:46
Hallo,
genau das:
War oder ist es nicht kurzsichtig,zu denken,ein einziger Wirkstoff könnte Weltweit alle Unkrautprobleme im Ackerbau lösen?

So denkt aber hier auch keiner.

Das zu unterstellen, ist reine Polemik!
meinte ich hiermit:
Moin,
Es ist genauso bedenklich,aus Gründen der Bequemlichkeit mit verschlossenen Augen und ohne Zweifel durch die Welt zu rennen und sich das Gehirn wäschen zu lassen,damit andere davon profitieren.
genau das gilt für Dich aber auch! Du erscheinst hier ganz schön beratungsresistent.
Gruß
stanky
Du bist da für meinen Geschmack etwas zu schwarz-weiß. Achte mal auf die Grautöne ;)
Gruß
Stanky
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: NobbyNobbs am 01. Dezember 2015, 20:59:45

Ich frage mich,warum z.B. Dicamba resistente Pflanzen auf den Markt gebracht werden sollen,wenn doch Glyphosat das alleinige Allheilmittel im Ackerbau ist?War oder ist es nicht kurzsichtig,zu denken,ein einziger Wirkstoff könnte Weltweit alle Unkrautprobleme im Ackerbau lösen?

Jetzt hör' mal auf zu schwafeln und beantworte folgende Frage:
Situation Unkräuter auf der Stoppel, massig. Du könntest jetzt mit etwas Glyphosat reinen Tisch machen und säen oder alternativ....? Dann reden wir an der Stelle nach deinem nächsten Posting weiter.

Selbst ich als Minimum-/Notiller verwende Glyphosat auf nicht mehr als 50 % der Fläche und betrachte es als Baustein in einem geschlossenen System. Ein alleiniges Allheilmittel wird es niemals sein. Es stellt jedoch die Basis einiger sehr sehr nachhaltiger Systeme dar. Stichwort Erosion, Stichwort Wirkstoffklassenwechsel, Stichwort Bodenstruktur, Stichwort Ressourcenschonung  ...   
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: jaydee88 am 01. Dezember 2015, 21:11:33

Ich frage mich,warum z.B. Dicamba resistente Pflanzen auf den Markt gebracht werden sollen,wenn doch Glyphosat das alleinige Allheilmittel im Ackerbau ist?War oder ist es nicht kurzsichtig,zu denken,ein einziger Wirkstoff könnte Weltweit alle Unkrautprobleme im Ackerbau lösen?

Jetzt hör' mal auf zu schwafeln

In dem Ton beantworte ich schon mal gar nichts.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: ct am 01. Dezember 2015, 21:18:30
Leute, nun bleibt doch bitte mal entspannt! Das Thema können wir doch ruhig und sachlich diskutieren, oder etwa nicht?
Klappt doch sonst hier auch überall. Also immer locker durch die Hose atmen .... alle ... bitte... :police:
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: NobbyNobbs am 01. Dezember 2015, 21:19:37
 ;D Also für die "schnippische" Art, die du hier selbst an den Tag legst (mit der ich übrigens aufgrund meiner ebenfalls nicht einfachen Art keine Probleme habe) hast du ein ganz schön dünnes Fell mein Lieber.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: NobbyNobbs am 01. Dezember 2015, 21:27:57
Und mit deinem 1000. Beitrag kannst du dich jetzt verewigen und die bahnbrechende Alternative für Glyphosat nennen. Das Beispiel hast du. Ich bitte jedoch ein paar Punkte zu beachten, die da z.B. wären

- Bodenschutz, -struktur
- Ressourcenschutz/Dieselabgase
- Effizienz
- Ökonomie
- Handhabung/Verfügbarkeit
- Grundwasserschutz
- Resistenzmanagement
- ....
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: jaydee88 am 01. Dezember 2015, 21:42:09
Und mit deinem 1000. Beitrag kannst du dich jetzt verewigen und die bahnbrechende Alternative für Glyphosat nennen. Das Beispiel hast du. Ich bitte jedoch ein paar Punkte zu beachten, die da z.B. wären

- Bodenschutz, -struktur
- Ressourcenschutz/Dieselabgase
- Effizienz
- Ökonomie
- Handhabung/Verfügbarkeit
- Grundwasserschutz
- Resistenzmanagement
- ....

Was soll das?Hälst du mich für blöde?

Es geht hier doch darum,dass einige es für möglich halten,dass Glyphos doch nicht so ungefährlich ist,wie man dachte,und nicht darum,dass ich dir die eierlegende Wollmilchsau präsentiere.Alles kommt zu einem Preis,auch der Ackerbau ohne bzw mit Glyphos.Minimale Bodenbearbeitung und Direktsaat wurden auch schon lange vor Glyphos erfolgreich betrieben...
Weite Fruchtfolge,Wechsel Halm/Blattfrucht,Wechsel Winterung Sommerung,mechanische Bekämpfung bei der Stoppelbearbeitung(geht auch ohne die Bodenstruktur total zu zerstören)und selektive Herbizide ist doch nichts bahnbrechendes,allerdings auch nichts für Gewinnmaximierer.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: NobbyNobbs am 01. Dezember 2015, 21:49:32
Und mit deinem 1000. Beitrag kannst du dich jetzt verewigen und die bahnbrechende Alternative für Glyphosat nennen. Das Beispiel hast du. Ich bitte jedoch ein paar Punkte zu beachten, die da z.B. wären

- Bodenschutz, -struktur
- Ressourcenschutz/Dieselabgase
- Effizienz
- Ökonomie
- Handhabung/Verfügbarkeit
- Grundwasserschutz
- Resistenzmanagement
- ....

Was soll das?Hälst du mich für blöde?

Das weiß ich noch nicht, würde ich dir aber selbst dann nicht unterstellen. Aber ich weiß, dass du dein Puzzle noch lange nicht zu Ende gepuzzelt hast (mit anderen Worten nicht zu Ende gedacht) und Fragen patzig ausweichst wenn du irgendwo in einer Sackgasse rumeierst. Das macht's dann für mich jetzt auch uninteressant, deshalb beende ich die (eigentlich spannende) Diskussion mit dir hier.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: BNT am 01. Dezember 2015, 22:00:12
Ich find's sowieso ein bisschen kindisch, diese "Bist du dafür oder dagegen Fragerei".

Seit Gödel weiß man, dass Fragen nicht mal in der Mathematik eindeutig zu beantworten sind.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: jaydee88 am 01. Dezember 2015, 22:02:57
Und mit deinem 1000. Beitrag kannst du dich jetzt verewigen und die bahnbrechende Alternative für Glyphosat nennen. Das Beispiel hast du. Ich bitte jedoch ein paar Punkte zu beachten, die da z.B. wären

- Bodenschutz, -struktur
- Ressourcenschutz/Dieselabgase
- Effizienz
- Ökonomie
- Handhabung/Verfügbarkeit
- Grundwasserschutz
- Resistenzmanagement
- ....

Was soll das?Hälst du mich für blöde?

Das weiß ich noch nicht, würde ich dir aber selbst dann nicht unterstellen. Aber ich weiß, dass du dein Puzzle noch lange nicht zu Ende gepuzzelt hast (mit anderen Worten nicht zu Ende gedacht) und Fragen patzig ausweichst wenn du irgendwo in einer Sackgasse rumeierst. Das macht's dann für mich jetzt auch uninteressant, deshalb beende ich die (eigentlich spannende) Diskussion mit dir hier.

Lies nochmal.

Meine erste Zeile bezieht sich darauf,dass du wohl denkst,ich wäre nicht in der Lage,die von dir gebaute Sackgasse nicht als solche zu erkennen...Deswegen sage ich ja,dass alles seinen Preis hat.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: NobbyNobbs am 01. Dezember 2015, 22:12:27
Ich find's sowieso ein bisschen kindisch, diese "Bist du dafür oder dagegen Fragerei".

Seit Gödel weiß man, dass Fragen nicht mal in der Mathematik eindeutig zu beantworten sind.

Hast du eig irgendwie Philosophie studiert oder einfach ein krank gutes Allgemeinwissen? Ich bewundere immer deine Bandbreite an Wissen aus irgendwie jeder Richtung. :D
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: jaydee88 am 01. Dezember 2015, 22:15:20
Ich find's sowieso ein bisschen kindisch, diese "Bist du dafür oder dagegen Fragerei".

Seit Gödel weiß man, dass Fragen nicht mal in der Mathematik eindeutig zu beantworten sind.

Traurig finde ich,dass jeder,der auch nur Zweifel hegt,aus welchen Gründen auch immer,sofort in eine Ecke gestellt wird.Ich weiss nicht,wie oft ich es jetzt noch schreiben soll,dass ich ledeglich Zweifel habe an der Bewertung des Wirkstoffs als harmlos,ohne Beweise zu haben,aber wie es scheint,haben andere diese Zweifel auch.Ich werde erst dagegen sein,wenn es Beweise gibt.Wenn man Zweifel hat,heisst das noch lange nicht ,dass man dagegen ist.Vlt drücke ich mich falsch aus,aber mir geht langsam die Geduld aus,mich laufend wiederholen zu müssen.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Schorsch am 01. Dezember 2015, 22:25:47
Minimale Bodenbearbeitung und Direktsaat wurden auch schon lange vor Glyphos erfolgreich betrieben...
[...]
geht auch ohne die Bodenstruktur total zu zerstören und selektive Herbizide ist doch nichts bahnbrechendes,allerdings auch nichts für Gewinnmaximierer.


Versteh ich da was falsch oder meintest Du jetzt wirklich Direktsaat ohne Glypho, ohne intensive Bodenbearbeitung und ohne selektive Herbizide? Das geht vielleicht bei Sepp Braun. Aber sonst?
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Schorsch am 01. Dezember 2015, 22:28:26
Seit Gödel weiß man, dass Fragen nicht mal in der Mathematik eindeutig zu beantworten sind.

Hast du eig irgendwie Philosophie studiert ...

Gödel ist der Mathematik zuzuordnen.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: jaydee88 am 01. Dezember 2015, 22:34:53
Minimale Bodenbearbeitung und Direktsaat wurden auch schon lange vor Glyphos erfolgreich betrieben...
[...]
geht auch ohne die Bodenstruktur total zu zerstören und selektive Herbizide ist doch nichts bahnbrechendes,allerdings auch nichts für Gewinnmaximierer.


Versteh ich da was falsch oder meintest Du jetzt wirklich Direktsaat ohne Glypho, ohne intensive Bodenbearbeitung und ohne selektive Herbizide? Das geht vielleicht bei Sepp Braun. Aber sonst?

Hab ne Klammer vergessen,sorry.Selektive Herbizide brauchts wohl schon :)
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: BNT am 01. Dezember 2015, 22:38:57
Philosophie ... Allgemeinwissen ... Wissen aus irgendwie jeder Richtung.


Nein, nein, nein. Nichts davon habe ich.
Nur entstand in mir irgendwann mal vor Jahren das Bedürfnis, die Welt verstehen zu wollen und an diesem Bedürfnis scheitere ich täglich kläglich.

Jaydee, ich möchte dich doch nicht persönlich angreifen. Nichts liegt mir ferner. Ich meine nur, dass solche Haltungen (Ja/Nein, Schwarz/Weiß, Plus/Minus, usw.) grundsätzlich nichts bringen, aus einem einfachen Grund: Der eine ist dafür, der andere dagegen. Das sind sehr einfache Positionen, die jeder beziehen kann. Dazu muss man kein Künstler oder Experte sein.
Und jetzt nehmen wir einfach mal an, dass du die EU-Kommission bist und über die Zukunft von Glyphosat entscheiden sollst. Auf der einen Seite hast du die Befürworter, die dir versichern, dass vom Einsatz von Glyphosat Millionen Existenzen abhängen, nicht nur die der Landwirte, sondern auch die Ernährungssicherheit der gesamten EU hängt davon ab. Und auf der anderen Seite hast du die Gegner, die genauso sagen, dass vom Verbot von Glyphosat Millionen Existenzen abhängen, nämlich vor allem Menschenleben. Beide Seiten haben sehr gute Argumente, wissenschaftliche Untersuchungen noch und nöcher, Experten beider Seiten, hoch dekorierte Wissenschaftler sprechen zu dir, Lobbyisten und Berater.
So und nun entscheide! Und ich sage dir: Du kannst, wenn du ehrlich bist, gar nicht entscheiden.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: jaydee88 am 01. Dezember 2015, 22:58:32
Philosophie ... Allgemeinwissen ... Wissen aus irgendwie jeder Richtung.


Nein, nein, nein. Nichts davon habe ich.
Nur entstand in mir irgendwann mal vor Jahren das Bedürfnis, die Welt verstehen zu wollen und an diesem Bedürfnis scheitere ich täglich kläglich.

Jaydee, ich möchte dich doch nicht persönlich angreifen. Nichts liegt mir ferner. Ich meine nur, dass solche Haltungen (Ja/Nein, Schwarz/Weiß, Plus/Minus, usw.) grundsätzlich nichts bringen, aus einem einfachen Grund: Der eine ist dafür, der andere dagegen. Das sind sehr einfache Positionen, die jeder beziehen kann. Dazu muss man kein Künstler oder Experte sein.
Und jetzt nehmen wir einfach mal an, dass du die EU-Kommission bist und über die Zukunft von Glyphosat entscheiden sollst. Auf der einen Seite hast du die Befürworter, die dir versichern, dass vom Einsatz von Glyphosat Millionen Existenzen abhängen, nicht nur die der Landwirte, sondern auch die Ernährungssicherheit der gesamten EU hängt davon ab. Und auf der anderen Seite hast du die Gegner, die genauso sagen, dass vom Verbot von Glyphosat Millionen Existenzen abhängen, nämlich vor allem Menschenleben. Beide Seiten haben sehr gute Argumente, wissenschaftliche Untersuchungen noch und nöcher, Experten beider Seiten, hoch dekorierte Wissenschaftler sprechen zu dir, Lobbyisten und Berater.
So und nun entscheide! Und ich sage dir: Du kannst, wenn du ehrlich bist, gar nicht entscheiden.

So,und nun nochmal,weils anscheinend wirklich schwer zu verstehen ist:

Ich bin NICHT gegen Glyphos,bis ich nicht weitere Beweise habe,ich habe ledeglich Zweifel!!!.Ich greife auch niemanden persönlich an,noch veruche ich,Benutzer des Produkts als dumm darzustellen,zu diffamieren,oder in irgendeine Ecke zu stellen,was ja umgekehrt leider nicht so ist!

Wenn ich aber selber gesundheitliche Probleme erfahre,die laut etlichen Berichten damit zu tun haben könnten,dass ich in den letzten Jahren sehr viel mit Glyphos zu tun hatte(ich spreche hier von wochenlanger,mehr oder weniger starker Exposition),und die auch ein ehemaliger Kollege von mir hat,dann muss ich etwas stärker zweifeln.
Wenn die Ernährungssicherheit der EU von Glyphos abhängen soll,dann möchte ich mal gerne eine nähere Erläuterung dazu,vor allem,wie denn die EU ernährt wurde,bevor es Glyphos gab.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Frankenpower am 01. Dezember 2015, 23:04:49
Hei ja jai  :o, da schaut man mal einen halben Tag nicht hier rein, und schon zerfleischen sich hier alle  :box:

Leute, nehmt doch nicht alles ganz so ernst, oder schwarz oder weiß..... Die Wahrheit liegt meist irgendwo in der Mitte....Letztlich immer die Frage....

Wem nutzt Was?

Wem nutzt der "Kampf" gegen Glyfos (das ich auch anwende, wenn ich's brauche, dann wird es eingesetzt, wenn nicht, dann nicht.....kein Dogma, kein rumgezetere ...)? (neutral gesehen, ohne Wertung):
- den sogenannten "Umweltschützern", denn die brauchen Themen für Ängste, sonst bekommen die keine Spenden....und ohne "Money" gibts auch kein "Fun"
- den konkurierenden PS-Herstellern, denn dann werden halt "Alternativpordukte" versprüht
- den Gegnern von TTIP....denn die Gloyfos-Debatte ist (auch mehr) eine Debatte um Gentechnik.....
-
-
- auf die Schnelle  :denk: :oma: fällt mir jetzt nicht mehr ein....

Ich kleine Bauernleuchte  :pfeiff: kann nicht beurteilen, ob das Zeug "gut" oder "schlecht" ist. Da muss ich mich auf die vorgelagerten Behörden etc.. verlassen. Wenns ok ist, dann können wir es anwenden, wenn nicht, dann soll es vom Markt. Ganz einfach.... :basta:

"Leider" wäre ein Wegnahme vom Markt  :goodbye: aber für die Kämpfer gegen Glyfos der Super GAU . Denn dann müßten sie alle wieder ein neues Thema  :gruebel: finden.....(so wie es den Grünen nach dem Atomausstieg ja auch gegangen ist.....)....



Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: jotesen am 01. Dezember 2015, 23:24:16
Und mit deinem 1000. Beitrag kannst du dich jetzt verewigen und die bahnbrechende Alternative für Glyphosat nennen. Das Beispiel hast du. Ich bitte jedoch ein paar Punkte zu beachten, die da z.B. wären

- Bodenschutz, -struktur
- Ressourcenschutz/Dieselabgase
- Effizienz
- Ökonomie
- Handhabung/Verfügbarkeit
- Grundwasserschutz
- Resistenzmanagement
- ....

Mein lieber Nobby, bei einem Kollegen deines Fachwissens hätte ich erwartet, dass du selber weißt, dass es nicht die EINE bahnbrechende Alternative geben kann. Gerade du, der auf 2 Standorten arbeitet und dabei nicht das gleiche System in gleicher Konsequenz anwenden kann oder will, müsste ganz genau wissen, dass dies IMMER eine standortbezogene Frage sein muss. Das kann für diesen einen Acker stimmen und eben 500m weiter falsch sein.
Die Herausforderung an jeden guten Landwirten muss es sein schlagbezogen oder sogar teilschlagbezogen das richtige System zu finden und dies im Wandel des Klimas und damit im Wandel der Rahmenbedingungen. Dies verlangt eine hohe Aufmerksamkeit, viel Flexibilität und vor allem Bereitschaft zum Umdenken und genau daran scheitert es sehr oft.



Ich denke jeder hier weiß, wie ich zum Glyphosat stehe, dass muss ich nicht rausposaunen. Mich wundert es nur immer wieder, wie abhängig sich einige Landwirte von EINEM Wirkstoff machen. So lange das Zeug eingesetzt wird, hat meine gesonderte Stellung seine Berechtigung, also von daher werde ich mich da nicht zu irgendwelchen Forderungen hinreißen lassen. Ich gebe nur zu bedenken, dass aus Glyphosat, was mal ein Totalherbizid war (oder zumindest fast) mittlerweile allenfalls noch ein gutes Breitbandherbizid geworden ist. Alleine dieses Wissen sollte jedem hier klar machen, dass es ein Mittel auf Zeit ist und man sich wird umsehen müssen, was man macht, wenn das Zeug eh nicht mehr so richtig wirkt. Darauf kann man vorbereitet sein oder eben nicht und dann rumheulen. So wie es die LAndwirte immer getan haben, nur wird es uns die Bevölkerung in Zukunft nicht mehr abkaufen.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Schorsch am 01. Dezember 2015, 23:41:23
... Ich gebe nur zu bedenken, dass aus Glyphosat, was mal ein Totalherbizid war (oder zumindest fast) mittlerweile allenfalls noch ein gutes Breitbandherbizid geworden ist. ...

Davon hab ich noch garnichts gemerkt. Das wirkt wie eh und je. Heute aber mit halb so hohen Aufwandmengen als vor 25 Jahren, weil ich mittlerweile die Appikaionstechnik und die Wasserkonditionierung optimiert habe.

Da gibt es irgendwo Welche, die über Jahre die Unkräuter ausschließlich mit mehreren hintereinandergeschalteten Glyphosatanwendungen kontrolliert haben. Und dadurch wurden dort resistente Unkräuter selektiert. Das ist natürlich ein schwerwiegendes Problem, das aber mit geeigneten Maßnahmen gut zu lösen ist.

Diesen Bauern hilft es jetzt sehr wenig, wenn ich auf das Glyphosat verzichte. Stattdessen müssen die ihr Fruchtfolgen und/oder ihre Unkrautbekmäpfung vielseitiger gestalten. Dann werden diese Probleme in Kürze bewältigt sein.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: NobbyNobbs am 02. Dezember 2015, 00:06:02
Und mit deinem 1000. Beitrag kannst du dich jetzt verewigen und die bahnbrechende Alternative für Glyphosat nennen. Das Beispiel hast du. Ich bitte jedoch ein paar Punkte zu beachten, die da z.B. wären

- Bodenschutz, -struktur
- Ressourcenschutz/Dieselabgase
- Effizienz
- Ökonomie
- Handhabung/Verfügbarkeit
- Grundwasserschutz
- Resistenzmanagement
- ....

Mein lieber Nobby, bei einem Kollegen deines Fachwissens hätte ich erwartet, dass du selber weißt, dass es nicht die EINE bahnbrechende Alternative geben kann. Gerade du, der auf 2 Standorten arbeitet und dabei nicht das gleiche System in gleicher Konsequenz anwenden kann oder will, müsste ganz genau wissen, dass dies IMMER eine standortbezogene Frage sein muss. Das kann für diesen einen Acker stimmen und eben 500m weiter falsch sein.
Die Herausforderung an jeden guten Landwirten muss es sein schlagbezogen oder sogar teilschlagbezogen das richtige System zu finden und dies im Wandel des Klimas und damit im Wandel der Rahmenbedingungen. Dies verlangt eine hohe Aufmerksamkeit, viel Flexibilität und vor allem Bereitschaft zum Umdenken und genau daran scheitert es sehr oft.



Ich denke jeder hier weiß, wie ich zum Glyphosat stehe, dass muss ich nicht rausposaunen. Mich wundert es nur immer wieder, wie abhängig sich einige Landwirte von EINEM Wirkstoff machen. So lange das Zeug eingesetzt wird, hat meine gesonderte Stellung seine Berechtigung, also von daher werde ich mich da nicht zu irgendwelchen Forderungen hinreißen lassen. Ich gebe nur zu bedenken, dass aus Glyphosat, was mal ein Totalherbizid war (oder zumindest fast) mittlerweile allenfalls noch ein gutes Breitbandherbizid geworden ist. Alleine dieses Wissen sollte jedem hier klar machen, dass es ein Mittel auf Zeit ist und man sich wird umsehen müssen, was man macht, wenn das Zeug eh nicht mehr so richtig wirkt. Darauf kann man vorbereitet sein oder eben nicht und dann rumheulen. So wie es die LAndwirte immer getan haben, nur wird es uns die Bevölkerung in Zukunft nicht mehr abkaufen.

Ja und genau weil ich weiss dass es die nicht gibt habe ich das so geschrieben. Denn spätestens nach der Frage leuchtet den Glyphosatgegnern (nein jaydee, damit spreche ich jetzt nicht dich an) meistens ein, dass der Wirkstoff doch eine Alternative zu bestimmten Dingen sein kann und nicht so einfach mit "ist kacke, ist Chemie" abzustrafen ist.
Ich dachte, die Ironie im Beitrag käme auch ohne Smileys entsprechend rüber, wollte Jaydee nicht bloß stellen.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Falk am 02. Dezember 2015, 00:07:10
Ich finde es schade, das doch ein paar echt (aus meiner Sicht) gute Landwirte sich an die Gurgel gehen weil sie sich nicht verstehen wollen!

Ich möchte aber gern auch meinen Senf dazu abgeben ;P
Ich finde einen übertriebenen Glyphosateinsatz Zweifelhaft, dazu gehört auch den reinen Tisch machen weil man bei der Bodenbearbeitung aus welchen Gründen auch immer sparen will!
Außerdem hat sikkation mit fachlicher Praxis nichts zu tun!
Grundsätzlich sollte Glyphosat aus meiner sicht nur eingestzt werden wenn es wirklich keine alternative gibt!
Das Zeug schädigt unseren Ruf.... ob das vielleicht auch mal überdacht werden sollte?
hier wird über die Bauern geschimpft, weil es einige gibt die ihren Stoppel damit schwarz machen.. verstehen kann ich das ehrlich gesagt auch nicht(das stoppel abduschen)!
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: NobbyNobbs am 02. Dezember 2015, 00:13:36
Seit Gödel weiß man, dass Fragen nicht mal in der Mathematik eindeutig zu beantworten sind.

Hast du eig irgendwie Philosophie studiert ...

Gödel ist der Mathematik zuzuordnen.

Ja, ich weiß, darum ging es nicht. BNT hat fast zu jeder Lage ein interessantes Zitat oder philosophisches Gedankengut parat. Sehr saubere Sache immer :)
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: jaydee88 am 02. Dezember 2015, 05:44:20
Und mit deinem 1000. Beitrag kannst du dich jetzt verewigen und die bahnbrechende Alternative für Glyphosat nennen. Das Beispiel hast du. Ich bitte jedoch ein paar Punkte zu beachten, die da z.B. wären

- Bodenschutz, -struktur
- Ressourcenschutz/Dieselabgase
- Effizienz
- Ökonomie
- Handhabung/Verfügbarkeit
- Grundwasserschutz
- Resistenzmanagement
- ....

Mein lieber Nobby, bei einem Kollegen deines Fachwissens hätte ich erwartet, dass du selber weißt, dass es nicht die EINE bahnbrechende Alternative geben kann. Gerade du, der auf 2 Standorten arbeitet und dabei nicht das gleiche System in gleicher Konsequenz anwenden kann oder will, müsste ganz genau wissen, dass dies IMMER eine standortbezogene Frage sein muss. Das kann für diesen einen Acker stimmen und eben 500m weiter falsch sein.
Die Herausforderung an jeden guten Landwirten muss es sein schlagbezogen oder sogar teilschlagbezogen das richtige System zu finden und dies im Wandel des Klimas und damit im Wandel der Rahmenbedingungen. Dies verlangt eine hohe Aufmerksamkeit, viel Flexibilität und vor allem Bereitschaft zum Umdenken und genau daran scheitert es sehr oft.



Ich denke jeder hier weiß, wie ich zum Glyphosat stehe, dass muss ich nicht rausposaunen. Mich wundert es nur immer wieder, wie abhängig sich einige Landwirte von EINEM Wirkstoff machen. So lange das Zeug eingesetzt wird, hat meine gesonderte Stellung seine Berechtigung, also von daher werde ich mich da nicht zu irgendwelchen Forderungen hinreißen lassen. Ich gebe nur zu bedenken, dass aus Glyphosat, was mal ein Totalherbizid war (oder zumindest fast) mittlerweile allenfalls noch ein gutes Breitbandherbizid geworden ist. Alleine dieses Wissen sollte jedem hier klar machen, dass es ein Mittel auf Zeit ist und man sich wird umsehen müssen, was man macht, wenn das Zeug eh nicht mehr so richtig wirkt. Darauf kann man vorbereitet sein oder eben nicht und dann rumheulen. So wie es die LAndwirte immer getan haben, nur wird es uns die Bevölkerung in Zukunft nicht mehr abkaufen.

x2  :daumen: :daumen1: :daumen:
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: jaydee88 am 02. Dezember 2015, 06:03:32
Und mit deinem 1000. Beitrag kannst du dich jetzt verewigen und die bahnbrechende Alternative für Glyphosat nennen. Das Beispiel hast du. Ich bitte jedoch ein paar Punkte zu beachten, die da z.B. wären

- Bodenschutz, -struktur
- Ressourcenschutz/Dieselabgase
- Effizienz
- Ökonomie
- Handhabung/Verfügbarkeit
- Grundwasserschutz
- Resistenzmanagement
- ....

Mein lieber Nobby, bei einem Kollegen deines Fachwissens hätte ich erwartet, dass du selber weißt, dass es nicht die EINE bahnbrechende Alternative geben kann. Gerade du, der auf 2 Standorten arbeitet und dabei nicht das gleiche System in gleicher Konsequenz anwenden kann oder will, müsste ganz genau wissen, dass dies IMMER eine standortbezogene Frage sein muss. Das kann für diesen einen Acker stimmen und eben 500m weiter falsch sein.
Die Herausforderung an jeden guten Landwirten muss es sein schlagbezogen oder sogar teilschlagbezogen das richtige System zu finden und dies im Wandel des Klimas und damit im Wandel der Rahmenbedingungen. Dies verlangt eine hohe Aufmerksamkeit, viel Flexibilität und vor allem Bereitschaft zum Umdenken und genau daran scheitert es sehr oft.



Ich denke jeder hier weiß, wie ich zum Glyphosat stehe, dass muss ich nicht rausposaunen. Mich wundert es nur immer wieder, wie abhängig sich einige Landwirte von EINEM Wirkstoff machen. So lange das Zeug eingesetzt wird, hat meine gesonderte Stellung seine Berechtigung, also von daher werde ich mich da nicht zu irgendwelchen Forderungen hinreißen lassen. Ich gebe nur zu bedenken, dass aus Glyphosat, was mal ein Totalherbizid war (oder zumindest fast) mittlerweile allenfalls noch ein gutes Breitbandherbizid geworden ist. Alleine dieses Wissen sollte jedem hier klar machen, dass es ein Mittel auf Zeit ist und man sich wird umsehen müssen, was man macht, wenn das Zeug eh nicht mehr so richtig wirkt. Darauf kann man vorbereitet sein oder eben nicht und dann rumheulen. So wie es die LAndwirte immer getan haben, nur wird es uns die Bevölkerung in Zukunft nicht mehr abkaufen.

Ja und genau weil ich weiss dass es die nicht gibt habe ich das so geschrieben. Denn spätestens nach der Frage leuchtet den Glyphosatgegnern (nein jaydee, damit spreche ich jetzt nicht dich an) meistens ein, dass der Wirkstoff doch eine Alternative zu bestimmten Dingen sein kann und nicht so einfach mit "ist kacke, ist Chemie" abzustrafen ist.
Ich dachte, die Ironie im Beitrag käme auch ohne Smileys entsprechend rüber, wollte Jaydee nicht bloß stellen.

Natürlich wolltest du das nicht(ich verwende dann hier auch keine Smileys...)
Was hat denn deine ganze Argumentation von wegen ohne Alternative blablabla damit zu tun,dass scheinbar einige denken,dass der Wirkstoff gesundheitsschädlich ist,darum geht doch die ganze Diskussion!

Da du in keiner Weise darauf eingehst,kommt man zwangsläufig zu dem Schluss,dass dir die Gesundheit von Mitmenschen scheinbar scheissegal ist,solange du nur dein System durchziehen kannst und nichts ändern musst.Solange Landwirte sich so darstellen wie du es tust,muss sich keiner über das schlechte Image wundern.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Heiner am 02. Dezember 2015, 08:29:43
Guten Morgen,

da sich die Diskussion ein Stück weit im Kreis dreht möchte ich an dieser Stelle ein paar (aus meiner Sicht) weiterführende Gedanken einbringen.

Es ist müßig darüber zu diskutieren ob der Wirkstoff im Mensch oder Tier giftig bzw. krebserregend oder sonstige negativen Eigenschaften hat, er gehört da nicht hin !

Daher wundert mich die Diskussion immer wenn nur über die Existenz des Wirkstoffs im Warmblüter debattiert wird, aber die Eintragswege nicht oder nur unzureichend erforscht sind.

Dass dieses einerseits über den direkten Kontakt des Anwenders z.B. beim Ansetzen der Mischung geschehen kann ist eine Möglichkeit, aber auch wie man es in Entwicklungsländern vielfach sieht, dass bei der Ausbringung der Anwender mit eingenebelt wird ist  eine weitere.
Doch wie gelangt der Wirkstoff in unbeteiligte ?
Ist es der Fall, dass bei Sikkation unreife Pflanzen den Wirkstoff aufnehmen und er so in die Nahrungs- und Futtermittel gelangt?
Was passiert mit dem Wirkstoff in den Pflanzen mit Resistenz-Gen? Wie zügig wird er abgebaut?

Für mich ist die Entscheidende Frage in diesem Spiel, wie kann man es verhindern, dass der Wirkstoff im Warmblüter ankommt. Hierrüber wird weder von Befürwortern noch von Gegnern gesprochen.

Ich bin der Ansicht, dass man hier den Schlüssel für den weiteren Umgang mit Glyphosat suchen sollte.


Heiner
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: jaydee88 am 02. Dezember 2015, 09:58:03
Guten Morgen,

da sich die Diskussion ein Stück weit im Kreis dreht möchte ich an dieser Stelle ein paar (aus meiner Sicht) weiterführende Gedanken einbringen.

Es ist müßig darüber zu diskutieren ob der Wirkstoff im Mensch oder Tier giftig bzw. krebserregend oder sonstige negativen Eigenschaften hat, er gehört da nicht hin !

Daher wundert mich die Diskussion immer wenn nur über die Existenz des Wirkstoffs im Warmblüter debattiert wird, aber die Eintragswege nicht oder nur unzureichend erforscht sind.

Dass dieses einerseits über den direkten Kontakt des Anwenders z.B. beim Ansetzen der Mischung geschehen kann ist eine Möglichkeit, aber auch wie man es in Entwicklungsländern vielfach sieht, dass bei der Ausbringung der Anwender mit eingenebelt wird ist  eine weitere.
Doch wie gelangt der Wirkstoff in unbeteiligte ?
Ist es der Fall, dass bei Sikkation unreife Pflanzen den Wirkstoff aufnehmen und er so in die Nahrungs- und Futtermittel gelangt?
Was passiert mit dem Wirkstoff in den Pflanzen mit Resistenz-Gen? Wie zügig wird er abgebaut?

Für mich ist die Entscheidende Frage in diesem Spiel, wie kann man es verhindern, dass der Wirkstoff im Warmblüter ankommt. Hierrüber wird weder von Befürwortern noch von Gegnern gesprochen.

Ich bin der Ansicht, dass man hier den Schlüssel für den weiteren Umgang mit Glyphosat suchen sollte.


Heiner

Interessanter Ansatz,aber du sagst es ja selbst auch,egal unter welchem Gesichtspunkt man sich mit der Sache befasst,es wurden anscheinend bei der Zulassung einfach nicht alle Aspekte genügend untersucht,und es braucht mehr Ergebnisse aus der Wissenschaft.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Euro-T am 02. Dezember 2015, 10:14:38
Ich stimme Heiner zu, sehe aber die Problematik in einem weiteren Bereich:

Glyfos wird seit 40 Jahren eingesetzt, dementsprechend mehrfach und oft wurde der Wirkstoff ja auch beobachtet/untersucht. Und jetzt plötzlich, ist er "in aller Munde". Natürlich wird es Fälle geben, in denen Menschen auf irgendeine Art reagieren - man gebe mir einen Hauch Kokos, dann könnt ihr mal gucken, wie ich reagiere.

Ich meine, man muß da schon ernsthaft bleiben und darf nicht jedes Einzelschicksal zum Zulassungsende eines Wirkstoffes hernehmen. So ziemlich jede Molekülverbindung auf der Erde wird irgendjemanden haben, der, im günstigsten Fall, allergisch darauf reagiert. Hier starb kürzlich jemand an einem Bienenstich, Zimt oder Nüsse haben durchaus auch schon - leider - zum Tod geführt.
Man kann das freilich erweitern auf synthetische Stoffe, also nichts was die Natur sowieso bereithält.
Ich sehe es also eher umgekehrt: wenn ein Wirkstoff, der so global eingesetzt, nicht mehr nachweisbare Schäden (es gab noch nicht EINEN!) nach sich zieht, dann verstehe ich nicht, wie man fachlich fundiert arguementierend solche Zweifel haben kann. 

Wenn jetzt solch ein umfassend untersuchter Wirkstoff, mit bis heute keiner Nachweisbarkeit der Gesundheitsschädigung, aufgrund des medialen Drucks (und NUR deswegen) vom Markt genommen wird, wie verfährt man denn dann mit allen anderen Stoffen? Wie geht es weiter? Wo endet es? Dann müssen ALLE anderen Wirkstoffe, die weitaus weniger Untersuchungen unterzogen wurden, mit sofortiger Wirkung auch ihre Zulassung verlieren - das wäre die logische Konsequenz und würde geschätzt 99% der Wirkstoffe betreffen - in letzter Konsequenz natürlich auch in Bereichen ausserhalb der Landwirtschaft. Sofort fallen mir da die Kunststoffe ein, wer weiß was die noch für Geheimnisse für uns parat halten.

Meine Bedenken bauen sich dabei übrigens nicht auf einer ökologischen Landwirtschaft auf, wenn es halt so sein soll....dann aber bitte auch global! Aber was wird man dann noch in den Fokus bekommen? Wenn man wider offizielle Einstufungen es schafft, etwas vom Markt zu nehmen, wo führt das dann hin?
Denn eines MUß man vor Augen haben: mit Glyfos wird Geld gemacht! - Aber nicht bei den Herstellern, als vielmehr bei der Spendenmafia, die durchaus nach einer folgenden Daseinsberechtigung suchen wird..muß! Und wir alle wissen, das denen jedes Mittel (eine Wortspielerei jagt die Nächste...) Recht ist.

Ich denke, wenn nach heutigem Ermessen keine bewiesene Gefährdung nachweisbar ist, dann sollte man die Zulassung erneuern, was ja nicht heisst, das man weiter an der Unbedenklichkeit forschen soll.
Aber jetzt, aus heutiger Sicht, im Vergleich zu anderen, wesentlich toxischeren Stoffen, also eigentlich völlig grundlos, dem Wirkstoff die Zulassung zu entziehen, halte ich für völlig falsch, dann ist auch die letzte Bastion unseres Wertesystems gefallen und wir sitzen demnächst wieder in Höhlen, weil das Vorsorgeprinzip etwas übertrieben, oder vielmehr ausgenutzt wurde.   
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: charlie am 02. Dezember 2015, 10:24:40
:daumen:  :daumen:  :daumen:

Olli, danke für die Worte, volle Zustimmung!
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: sten am 02. Dezember 2015, 10:28:54
Zur Glyphosat Diskussion im Allgemeinen:
Ich hab mich lange gefragt, warum sich eigentlich alle Diskussionen so sehr ums Glyphosat drehen.
Eine brauchbare Erklärung hab ich vor einigen Wochen gehört.
Insbesondere wenn man sich bei z.b. Facebook bewegt, fällt schnell auf, dass viele Informationen aus den USA übernommen werden, teilweise nur schlecht übersetzt. Die starke Vermischung mit der Gentechnik fällt auch auf.
Die Gentenchik hat in Mitteleuropa keinen direkten Zusammenhang mit Glyphosat. Aber in den USA ist wohl für einige
Interessengruppen eigentlich die Gentechnik das Ziel, und diese ist nicht immer so einfach argumentativ zu bekämpfen.
Also werden andere Schauplätze gesucht, und Glyphos bietet sich da an - das Ziel ist aber eigentlich die Gentechnik.
Es zeigt sich auch, dass mit der Verbindung Glyphosat - Monsanto gut Stimmung gemacht werden kann, da ein einfaches Gut-Böse Schema entwickelt werden kann. Monsanto = Böse . Dieses Muster findet sich immer wieder und es werden so auch die Weltverschwörer mit ins Boot geholt. Insbesondere bei so Seiten wie Netzfrauen fühlt man sich  eher an einen religiösen Kult erinnert.
OT Ende
Carsten
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: jaydee88 am 02. Dezember 2015, 10:55:47
Ich stimme Heiner zu, sehe aber die Problematik in einem weiteren Bereich:

Glyfos wird seit 40 Jahren eingesetzt, dementsprechend mehrfach und oft wurde der Wirkstoff ja auch beobachtet/untersucht. Und jetzt plötzlich, ist er "in aller Munde". Natürlich wird es Fälle geben, in denen Menschen auf irgendeine Art reagieren - man gebe mir einen Hauch Kokos, dann könnt ihr mal gucken, wie ich reagiere.

Ich meine, man muß da schon ernsthaft bleiben und darf nicht jedes Einzelschicksal zum Zulassungsende eines Wirkstoffes hernehmen. So ziemlich jede Molekülverbindung auf der Erde wird irgendjemanden haben, der, im günstigsten Fall, allergisch darauf reagiert. Hier starb kürzlich jemand an einem Bienenstich, Zimt oder Nüsse haben durchaus auch schon - leider - zum Tod geführt.
Man kann das freilich erweitern auf synthetische Stoffe, also nichts was die Natur sowieso bereithält.
Ich sehe es also eher umgekehrt: wenn ein Wirkstoff, der so global eingesetzt, nicht mehr nachweisbare Schäden (es gab noch nicht EINEN!) nach sich zieht, dann verstehe ich nicht, wie man fachlich fundiert arguementierend solche Zweifel haben kann. 

Wenn jetzt solch ein umfassend untersuchter Wirkstoff, mit bis heute keiner Nachweisbarkeit der Gesundheitsschädigung, aufgrund des medialen Drucks (und NUR deswegen) vom Markt genommen wird, wie verfährt man denn dann mit allen anderen Stoffen? Wie geht es weiter? Wo endet es? Dann müssen ALLE anderen Wirkstoffe, die weitaus weniger Untersuchungen unterzogen wurden, mit sofortiger Wirkung auch ihre Zulassung verlieren - das wäre die logische Konsequenz und würde geschätzt 99% der Wirkstoffe betreffen - in letzter Konsequenz natürlich auch in Bereichen ausserhalb der Landwirtschaft. Sofort fallen mir da die Kunststoffe ein, wer weiß was die noch für Geheimnisse für uns parat halten.

Meine Bedenken bauen sich dabei übrigens nicht auf einer ökologischen Landwirtschaft auf, wenn es halt so sein soll....dann aber bitte auch global! Aber was wird man dann noch in den Fokus bekommen? Wenn man wider offizielle Einstufungen es schafft, etwas vom Markt zu nehmen, wo führt das dann hin?
Denn eines MUß man vor Augen haben: mit Glyfos wird Geld gemacht! - Aber nicht bei den Herstellern, als vielmehr bei der Spendenmafia, die durchaus nach einer folgenden Daseinsberechtigung suchen wird..muß! Und wir alle wissen, das denen jedes Mittel (eine Wortspielerei jagt die Nächste...) Recht ist.

Ich denke, wenn nach heutigem Ermessen keine bewiesene Gefährdung nachweisbar ist, dann sollte man die Zulassung erneuern, was ja nicht heisst, das man weiter an der Unbedenklichkeit forschen soll.
Aber jetzt, aus heutiger Sicht, im Vergleich zu anderen, wesentlich toxischeren Stoffen, also eigentlich völlig grundlos, dem Wirkstoff die Zulassung zu entziehen, halte ich für völlig falsch, dann ist auch die letzte Bastion unseres Wertesystems gefallen und wir sitzen demnächst wieder in Höhlen, weil das Vorsorgeprinzip etwas übertrieben, oder vielmehr ausgenutzt wurde.

Glyphos wird doch nicht seit 40 Jahren im grossen Stil eingesetzt!Woher weisst du denn,wie gut und umfassend der Wirkstoff untersucht wurde?Hast du mal selber nachgeforscht?Wieso werden immer mehr Stimmen laut aus Gegenden,wo Glyphos intensiv eingesetzt wird,dahingehend,dass es eben doch gesundheitsschädlich ist?Alles Lügner,Spinner und Spendensammler,die es auf den deutschen Ackerbauern mit seiner enormen Marktmacht abgesehen haben?
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Falk am 02. Dezember 2015, 11:08:12
Ich stimme Heiner zu, sehe aber die Problematik in einem weiteren Bereich:

Glyfos wird seit 40 Jahren eingesetzt, dementsprechend mehrfach und oft wurde der Wirkstoff ja auch beobachtet/untersucht. Und jetzt plötzlich, ist er "in aller Munde". Natürlich wird es Fälle geben, in denen Menschen auf irgendeine Art reagieren - man gebe mir einen Hauch Kokos, dann könnt ihr mal gucken, wie ich reagiere.

Ich meine, man muß da schon ernsthaft bleiben und darf nicht jedes Einzelschicksal zum Zulassungsende eines Wirkstoffes hernehmen. So ziemlich jede Molekülverbindung auf der Erde wird irgendjemanden haben, der, im günstigsten Fall, allergisch darauf reagiert. Hier starb kürzlich jemand an einem Bienenstich, Zimt oder Nüsse haben durchaus auch schon - leider - zum Tod geführt.
Man kann das freilich erweitern auf synthetische Stoffe, also nichts was die Natur sowieso bereithält.
Ich sehe es also eher umgekehrt: wenn ein Wirkstoff, der so global eingesetzt, nicht mehr nachweisbare Schäden (es gab noch nicht EINEN!) nach sich zieht, dann verstehe ich nicht, wie man fachlich fundiert arguementierend solche Zweifel haben kann. 

Wenn jetzt solch ein umfassend untersuchter Wirkstoff, mit bis heute keiner Nachweisbarkeit der Gesundheitsschädigung, aufgrund des medialen Drucks (und NUR deswegen) vom Markt genommen wird, wie verfährt man denn dann mit allen anderen Stoffen? Wie geht es weiter? Wo endet es? Dann müssen ALLE anderen Wirkstoffe, die weitaus weniger Untersuchungen unterzogen wurden, mit sofortiger Wirkung auch ihre Zulassung verlieren - das wäre die logische Konsequenz und würde geschätzt 99% der Wirkstoffe betreffen - in letzter Konsequenz natürlich auch in Bereichen ausserhalb der Landwirtschaft. Sofort fallen mir da die Kunststoffe ein, wer weiß was die noch für Geheimnisse für uns parat halten.

Meine Bedenken bauen sich dabei übrigens nicht auf einer ökologischen Landwirtschaft auf, wenn es halt so sein soll....dann aber bitte auch global! Aber was wird man dann noch in den Fokus bekommen? Wenn man wider offizielle Einstufungen es schafft, etwas vom Markt zu nehmen, wo führt das dann hin?
Denn eines MUß man vor Augen haben: mit Glyfos wird Geld gemacht! - Aber nicht bei den Herstellern, als vielmehr bei der Spendenmafia, die durchaus nach einer folgenden Daseinsberechtigung suchen wird..muß! Und wir alle wissen, das denen jedes Mittel (eine Wortspielerei jagt die Nächste...) Recht ist.

Ich denke, wenn nach heutigem Ermessen keine bewiesene Gefährdung nachweisbar ist, dann sollte man die Zulassung erneuern, was ja nicht heisst, das man weiter an der Unbedenklichkeit forschen soll.
Aber jetzt, aus heutiger Sicht, im Vergleich zu anderen, wesentlich toxischeren Stoffen, also eigentlich völlig grundlos, dem Wirkstoff die Zulassung zu entziehen, halte ich für völlig falsch, dann ist auch die letzte Bastion unseres Wertesystems gefallen und wir sitzen demnächst wieder in Höhlen, weil das Vorsorgeprinzip etwas übertrieben, oder vielmehr ausgenutzt wurde.

Glyphos wird doch nicht seit 40 Jahren im grossen Stil einesetzt!Woher weisst du denn,wie gut und umfassend der Wirkstoff untersucht wurde?Hast du mal selber nachgeforscht?Wieso werden immer mehr Stimmen laut aus Gegenden,wo Glyphos intensiv eingesetzt wird,dahingehend,dass es eben doch gesundheitsschädlich ist?Alles Lügner,Spinner und Spendensammler,die es auf den deutschen Ackerbauern mit seiner enormen Marktmacht abgesehen haben?

Ich glaube das Problem ist das es einfach zu viele gibt, die sich keine Gedanken bei dem Gebrauch mit Glyphosat machen!
Mir hat man auch mal ironisch gesagt, das man das zeug ruhig trinken kann!
Es ist doch so das unmengen von dem Zeug versprüht werden wo es ne gute alternative gäbe, und genau das macht aufmerksam auf das Zeug...
Vor allem wenn ich sehe wie mein Kollege hier im Ort nicht nur die Flächen sondern auch gräben und wege abspritzt!

Mein Fazit ist, das viele einfach zu schnell zur Flasche (Glyphosat  ;D ) greifen!
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: nofear am 02. Dezember 2015, 11:41:33
Vor allem wenn ich sehe wie mein Kollege hier im Ort nicht nur die Flächen sondern auch gräben und wege abspritzt!

Mein Fazit ist, das viele einfach zu schnell zur Flasche (Glyphosat  ;D ) greifen!

Zustimmung! Wer Ränder und Gräben mit abspritzt, der fördert Trespe und Co. weil sie dann keine Konkurrenz mehr haben!
Manche wissen das nur nicht.
Lieber 1m weg vom Rand und mal mit dem Pflug ne Runde um den Schlag gedreht.

Dennoch würde ich es auch auf der Stoppel nicht ganz verdammen, aber nicht um sie schwarz zu machen oder Ausfallgetreide zu beseitigen. Aber Wurzelunkräuter kann man da auch effektiver mit beherrschen als mit Chemie in der Kultur oder mechanisch auf der Stoppel. Zumal es da viele Arbeitsgänge, Zeit und passendes Wetter braucht, was nicht immer und überall gegeben ist. 
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: angusy am 02. Dezember 2015, 11:45:06
Das Abspritzen von Rändern und Gräben ist bereits verboten und gehört m.E. auch konsequent angezeigt.

Die Diskussion stellt sich für mich da wie:

Geschwindigkeitsübertretungen im Straßenverkehr sind bereits verboten. Trotzdem halten sich beileibe nicht alle daran. Deswegen gibt es jetzt Bestrebungen den Straßenverkehr komplett zu verbieten.... :(
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Euro-T am 02. Dezember 2015, 12:05:20
Glyphos wird doch nicht seit 40 Jahren im grossen Stil einesetzt!

Glyphosat hat 1974 die Zulassung erhalten, seit 2007 ist es das meistverkaufteste Herbizid weltweit, wobei schon vorher, gesichert ab 2002 ein rasanter Anstieg des Verbrauchs belegbar ist - also kann man zumidenst für die Zeit von 23 Jahren von einer Nutzung im großen Stil sprechen - dieser sinnverdrehende Ausdruck kam übrigens eben erstmals von dir, ich sprach lediglich von einer Nutzung seit 40 Jahren rund um den Globus, was aber - da hast du wiederum Recht - schon einer sehr hohen Einsatzquote per se gleichkommt. 

Zitat
Woher weisst du denn,wie gut und umfassend der Wirkstoff untersucht wurde?
Die Zulassung in D erfolgte 1975, dementsprechend wurde der Einsatz/Gefährdung nach geltenden Vorschriften seit dem auch immer wieder überprüft. Zur aktuellen Neubewertung wurden weit über 2000 Studien herangezogen, so ganz wenig ist das ja nun nicht, wie ich finde.. Btw. aber mal de Frage: wieviele wären denn genug? Bis man endlich eine findet, die einen kausalen Zusammenhang nachweist, nehme ich an?

Deine Frage geht aber auch an meiner ursprünglichen Aussage vorbei, ich habe lediglich die Relation zu anderen Stoffen angeführt, die mWn weitaus weniger Studien vorweisen. Wusstest du eigentlich, das man Sulfonylen einen Bezug zu erhöhten, kardiologischen Gesundheitsschäden nachsagt und auch ansatzweise belegen kann?? Wo bleibt der Aufschrei?

Zitat
Hast du mal selber nachgeforscht?

Ich habe mich für meinen von mir selbst geforderten Wissensstand so weit informiert, das ich zumindest auf dieser Ebene hier von meiner Seite aus das vertreten kann, was ich argumentiere.
Bin aber zugegebenermaßen zu faul, jetzt im großen Umfang Dinge zu recherchieren, die mich und uns hier nicht weiter bringen.

Zitat
Wieso werden immer mehr Stimmen laut aus Gegenden,wo Glyphos intensiv eingesetzt wird,dahingehend,dass es eben doch gesundheitsschädlich ist?

Gib mal Beispiele, Links, etc. - und bitte nicht von Seralini, ja?
Und btw., du wirst ja nicht ernsthaft Paracelsus vergessen haben..? Dafür gibt es im Übrigen die "zugelassene Höchstmenge", über deren Höhe man sicherlich diskutieren kann. - wo liegt die denn eigentlich, in Kanada?  In D liegt sie bei 3600gr/a, was imho ums Doppelte zuviel ist, das auch mal am Rande gesagt.

Zitat
Alles Lügner,Spinner und Spendensammler,die es auf den deutschen Ackerbauern mit seiner enormen Marktmacht abgesehen haben?

Wie soll ich denn jetzt darauf antworten, deiner Meinung nach? Das war einfach nur ein Shooter zum Abschluß, aber das weisst du ja selbst.

Ich glaube du missversteht mich auch ziemlich. Mir geht es überhaupt nicht um Geld, Notwendigkeit, etc.. Mir geht es rein um die sachliche Abwägung der vorhandenen Ergebnisse und Langzeiterfahrungen um mit diesem Status Quo eine notwendige Neubewertung auf sachlicher Ebene durchzuführen. Dafür spreche ich mich aus und somit auch gleichermaßen gegen völlig nichtssagende, nicht nachweislich in Zusammenhang zu bringende Eventualitäten, die der Sache ansich keinen Deut beitragen, ausser Stimmung zu machen.

Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Todde am 02. Dezember 2015, 12:09:11
Da stimme ich dir zu.Es wird ja aber behauptet,man könne ein Glas davon trinken,ohne seine Gesundheit zu schädigen...

Wiedereinmal wiederholst Du Parolen aus einem gewissen Lager.
Trink mal ein Glas Kupfersulfat, Haarshampoo etc...

Schon beachtlich, dass die Menge an potenziellen Selbstmördern die Einnahme hoher Mengen an Glyphosat überstanden hat, Schlaftabletten aus dem freien Handel sind da doch wirksamer.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Todde am 02. Dezember 2015, 12:20:25
Ich frage mich,warum z.B. Dicamba resistente Pflanzen auf den Markt gebracht werden sollen,wenn doch Glyphosat das alleinige Allheilmittel im Ackerbau ist?War oder ist es nicht kurzsichtig,zu denken,ein einziger Wirkstoff könnte Weltweit alle Unkrautprobleme im Ackerbau lösen?

Wir reden hier um Deutschland, dort gibt es keine GVO Kulturen, die Dicamba resistent sind.
Und Du solltest Dich ein wenige mit Wirkstoffklassen, Wirkungsweise und Resistenzbildung befassen, anscheinend gibt es da einige Lücken.

Man kann Wirkstoffe verbrennen, egal ob mit oder ohne Gentechnik, in Deutschland verbrennt man seit Jahren wichtige Gräserwirkstoffe, ganz ohne Gentechnik.

Deine Ablehnung der Grünen Gentechnik schließt sich auch hier wieder...
Wer meint, Grüne Gentechnik wird ohne Glyphosat nicht auskommen, der irrt.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Falk am 02. Dezember 2015, 12:30:21
Bedenklich das es Bauern gibt die Ihr tun nicht überdenken... Glyphosat scheint ein Freilos zu sein!
Todde verkaufst Du das Zeug?
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: jaydee88 am 02. Dezember 2015, 12:33:16
@Olli:Hier ein Link

http://www.mdpi.com/1660-4601/11/2/2125/htm

Finde deine Bemerkung Seralini betreffend ziemlich respektlos mir gegenüber,zeigt aber genau das Problem hier:Gleich mal im vorhinein jemanden in ein Schublade stecken und als Spinner abtun.Gerade von dir hätte ich das am wenigsten erwartet.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: jaydee88 am 02. Dezember 2015, 12:40:47
Ich frage mich,warum z.B. Dicamba resistente Pflanzen auf den Markt gebracht werden sollen,wenn doch Glyphosat das alleinige Allheilmittel im Ackerbau ist?War oder ist es nicht kurzsichtig,zu denken,ein einziger Wirkstoff könnte Weltweit alle Unkrautprobleme im Ackerbau lösen?

Wir reden hier um Deutschland, dort gibt es keine GVO Kulturen, die Dicamba resistent sind.
Und Du solltest Dich ein wenige mit Wirkstoffklassen, Wirkungsweise und Resistenzbildung befassen, anscheinend gibt es da einige Lücken.

Man kann Wirkstoffe verbrennen, egal ob mit oder ohne Gentechnik, in Deutschland verbrennt man seit Jahren wichtige Gräserwirkstoffe, ganz ohne Gentechnik.

Deine Ablehnung der Grünen Gentechnik schließt sich auch hier wieder...
Wer meint, Grüne Gentechnik wird ohne Glyphosat nicht auskommen, der irrt.

Was haben deine Aussagen bzgl Gentechnik mit dem Thema zu tun?Du fängst mal wieder an,wie schon andere hier zuvor,mich als dumm darzustellen,um deine Interessen bzw Aussagen in ein besseres Licht zu rücken,in dem du Dinge,scheinbar ohne sie zu verstehen,aus dem Kontext reisst.
Als nächstes kurbelst du wieder die GVO Diskussion an und fängst an,persönlich zu werden.Wird langsam langweilig und legt jedesmal die Vermutung nahe,dass du ein gesponsorter Lobbyist bist.

Bevor du jetzt wieder deine wertvolle Zeit verplemperst:Ich werde keine deiner Ausführungen weiter kommentieren.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Euro-T am 02. Dezember 2015, 14:38:29
@Olli:Hier ein Link

http://www.mdpi.com/1660-4601/11/2/2125/htm

Finde deine Bemerkung Seralini betreffend ziemlich respektlos mir gegenüber,zeigt aber genau das Problem hier:Gleich mal im vorhinein jemanden in ein Schublade stecken und als Spinner abtun.Gerade von dir hätte ich das am wenigsten erwartet.

Nein, respektlos war es nicht gemeint.
Finde es auch ziemlich Schade, wenn du gerade über diesen einen Satz gestolpert bist, den ich persönlich als einen der unwichtigsten in meinem Beitrag ansehe.
Wäre ich respektlos, wäre ich gegangen ohne Tschüß zu sagen. Ich habe aber den Respekt und das Interesse mich mit deiner Meinung auseinanderzusetzen, gerade WEIL ich mir nicht vorstellen kann, das sie nicht irgendwo begründet ist.
Vielleicht solltest du aufhören, dich in die Ecke gedrängt zu fühlen, als vielmehr wie z.B. mit obigem Link beginnen deine Fragezeichen mit Argumenten zu füllen, dann könnte man deine bis dato undotieren Fragezeichen nämlich in der Diskussion gleich miteinbeziehen, man hätte einen gleichwertigen Diskussionsbezug.

Das ist nämlich das grundlegende Problem, warum einige - mich inbegriffen - da mittlerweile sehr vehement auftreten: Auf der einen Seite gibt es eine Fülle von Fakten und Ergebnissen. Auf der anderen Seite gibt es leider viel zu oft nur emotionale, leere Fragezeichen, gesponsert von dem "dagegen Lifestyle". Sowas gehört aber nicht hierher, da wird dann der Ponyhof bei mir recht schnell geschlossen, ich bin es leid mit Fragezeichen als Argumentation bombardiert zu werden, das ist eine Diskussion, die nur rein über die Faktenlage entschieden werden kann und muß.

Und da widerspreche ich auch ganz klar vielen meiner Vorschreiber, da ist nix mit grau und Wischiwaschi, da geht es nächstes Jahr nur um Schwarz, oder Weiß. Zulassen, oder verbieten. Ja, oder Nein.


Was deinen Link betrifft, so wie ich es verstehe, gibt es eine Auffälligkeit in Relation zur Häufigkeit des Auftretens einer chronischen Nierenkrankheit und der Anwendungshäufigkeit von Glyfos, verstärkt, oder bzw. überhaupt erst in dem Maße hervorgerufen durch die dortige Wasserqualität.

Das Wasser alleine konnte es nicht sein, also begann man, der Vermutung nachzugehen, ob es am Glyfos liegt.

Und, um es auf den Punkt zu bringen - wenn ich es richtig verstanden habe - die Wahrscheinlichkeit ist existent, aber weiter ist man auch noch nicht, es muß mehr geforscht werden um die Zusammenhänge wirklich belegen zu können.

Was man - Gottseidank - nachweisen konnte, ist Glyfosat im Urin. Wäre ja auch schlimm wenn nicht, die Probanden haben aus einem kontaminierten Brunnen getrunken, dann hat die Leber ihren Job doch gemacht! Viel bedenklicher, wenn man nichts hätte nachweisen können.

Weiterhin, so auch im Text zu lesen, muß man gleichermaßen auch weitere Kontaminierungen durch Anwendungsfehler, eben speziell bei den Farmern, ausschliessen können, das gelang bis heute nicht gesichert. Denken wir an Paracelsus..

Was bleibt da jetzt hängen?
Es gibt nicht belegbare Auffälligkeiten in Regionen, wo Glyfos tlw. inflationär eingesetzt wird, der Anwenderschutz t.T. fragwürdig ist und eben auch die Wasserqualität ihr Übriges dazu beiträgt, bzw. eigentlich sogar hauptverantwortlich für die extreme Belastung der Region scheint.

Ich will da jetzt mal ganz ehrlich sein.
Natürlich klingt es nachvollziehbar, das es da einen Zusammenhang geben könnte, bzw. auch einen geben wird.
Für ebenso wichtig, wie die Forschung nach dem Zusammenhang, halte ich aber auch die Forschung nach den Ursachen. Soll heissen: wann, wie oft, in welchen Abständen und wieviel wurde appliziert. Wie schützt sich der Anwender? Wieviel Wissen ist vorhanden?

So profan es ist, bei unsachgemäßer Anwendung kann man sich mit Leitungswasser das Leben nehmen.
Und es ist ja schon auch sehr auffällig, das die größten Wellen dort auftreten, wo das Wissen und Bewusstsein oftmals erst noch hinfinden muß.

In anderen Ländern (höhere Bildung, mehr Kontrollen?) kommt es ja bisweilen höchstens zu Einzelfällen, deren Belegbarkeit aber auch auf sich warten lässt.

Das ist das, was mir auffällt.

 
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: schweizer am 02. Dezember 2015, 19:54:27
Wollte mich da eigentlich nicht dazu äussern mir ists eigentlich egal ob zugelassen oder nicht. Wenn verboten, so wird dies halt auch wieder durch diejenigen provoziert, die fragwürdige Einsätze machen, diejenigen die sich zurückhalten sind dann die beschissenen...
So ists aber auch im Strassenverkehr, da gibts neue Auflagen auch vielfach weil einige nicht Mass halten können.


Eins möchte ich noch in die Runde werfen, jetzt wurde ja da eine Studie zitiert wo man eine gewisse Tendenz rauslesen kann, dass sich schlecht geschützte Anwender gefährden.

Nun wissen wir ja wie wir uns schützen können.

Das Problem ist aber nun dass der Wirkstoff auch im Urin von nicht Anwendern nachweisbar ist, das sind vielleicht unschädliche Dosen, oder vielleicht über Jahrzehnte erst Schädlich aber es gehört da nicht hin.

Oft wir hier argumentiert es gäbe weitaus giftigere Wirkstoffe. Die werden vielleicht nicht ganz so häufig eingesetzt aber wenn sie sich nicht im Körper nachweisen lassen, wo ist dann das Problem?
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: jotesen am 02. Dezember 2015, 20:15:10
Wollte mich da eigentlich nicht dazu äussern mir ists eigentlich egal ob zugelassen oder nicht. Wenn verboten, so wird dies halt auch wieder durch diejenigen provoziert, die fragwürdige Einsätze machen, diejenigen die sich zurückhalten sind dann die beschissenen...
So ists aber auch im Strassenverkehr, da gibts neue Auflagen auch vielfach weil einige nicht Mass halten können.


Eins möchte ich noch in die Runde werfen, jetzt wurde ja da eine Studie zitiert wo man eine gewisse Tendenz rauslesen kann, dass sich schlecht geschützte Anwender gefährden.

Nun wissen wir ja wie wir uns schützen können.

Das Problem ist aber nun dass der Wirkstoff auch im Urin von nicht Anwendern nachweisbar ist, das sind vielleicht unschädliche Dosen, oder vielleicht über Jahrzehnte erst Schädlich aber es gehört da nicht hin.

Oft wir hier argumentiert es gäbe weitaus giftigere Wirkstoffe. Die werden vielleicht nicht ganz so häufig eingesetzt aber wenn sie sich nicht im Körper nachweisen lassen, wo ist dann das Problem?

Ich finde die Argumentation aber schon recht geil, weil sie einfach unterschiedliche Maßstäbe ansetzt. Bei Glyphosat ist der Nachweiß im Urin ein mediales Problem und vermeintlicher Grund es zu verbieten. Gut, habe ich nichts gegen. Im Gegenteil, finde ich ja gut, ABER wer schützt mich vor der Antibabypille im Trinkwasser? Wird die jetzt auch verboten? Ich bin ein Mann, was will ich mit den weiblichen Hormonen? Dass die Antibabypille in allen Industriestaaten im Trinkwasser nachweisbar ist, ist ja bekannt. Dann wird sie auch im Urin der Menschen nachweisbar sein, die sie nicht selbst eingenommen haben.


Sorry, ist etwas OT.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Stanky am 02. Dezember 2015, 20:24:26
Hallo,
Ich finde die Argumentation aber schon recht geil, weil sie einfach unterschiedliche Maßstäbe ansetzt. Bei Glyphosat ist der Nachweiß im Urin ein mediales Problem und vermeintlicher Grund es zu verbieten. Gut, habe ich nichts gegen. Im Gegenteil, finde ich ja gut, ABER wer schützt mich vor der Antibabypille im Trinkwasser? Wird die jetzt auch verboten? Ich bin ein Mann, was will ich mit den weiblichen Hormonen? Dass die Antibabypille in allen Industriestaaten im Trinkwasser nachweisbar ist, ist ja bekannt. Dann wird sie auch im Urin der Menschen nachweisbar sein, die sie nicht selbst eingenommen haben.


Sorry, ist etwas OT.
mehr OT geht ja wohl nicht:
frei nach Otto: "Der Schniedel schrumpft, der Busen schwillt, gleich ist er Muttis Ebenbild" ;D ;D
Das schoß mir eben so spontan ein.
Gruß
Stanky
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Karsten F am 03. Dezember 2015, 17:57:41
Aber es beschreibt das Grundproblem unserer satten überregulierten Wohlstandsgesellschaft. Jeder will für sich absolute Sicherheit, zumindestens gefühlt.
Das das Leben immer ein nicht kontrollierbares Risiko darstellt wird verdrängt.
Bei den Dingen, wo das Verzichten unbequem ist wird großzügig drüber hinweggesehen. Beispiel Verhütung mit Hormonen oder Benzin tanken.
Ich hab noch keinen mit Gasmaske und Pflanzenschutzhandschuhen sein Auto tanken sehen. Es wird halt mit zweierlei Maß gemessen.

Wir können uns sicher sein das wir in unserer Lebensspanne eine allgemeine Helmpflicht beim Duschen bekommen.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Schlütertracler am 09. Dezember 2015, 12:06:51
Moin, hab ich gerade auf FB gesehen:

http://www.producer.com/2015/12/scientists-find-no-evidence-glyphosate-causes-cancer/?sf16656178=1

MfG Christian
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Stanky am 09. Dezember 2015, 12:09:04
Moin,
kann das mal einer auf deutsch wiedergeben, dafür langt mein Schulenglisch aus den 80igern nicht ;) :frage: :frage:
Gruß
Stanky
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: charlie am 09. Dezember 2015, 13:01:27
Moin,
kann das mal einer auf deutsch wiedergeben, dafür langt mein Schulenglisch aus den 80igern nicht ;) :frage: :frage:
Gruß
Stanky

Hallo Stanky,
Letztendlich geht es wieder um die Auswertung und Gewichtung der unterschiedlichen Studien, die die IARC in die Bewertung hat einfließen lassen. Außerdem um den nicht vorgenommenen Ausschluß anderer biologischer Faktoren für die Entstehung von Krebs. Diese 16 Wissenschaftler nehmen halt eine andere Gewichtung vor.
Wichtig zu wissen bei der Beurteilung dieses Artikels ist aber, wer die Intertek (also diese Gruppe der Wissenschaftler) ist: nämlich ein von Monsanto initiiertes Projekt für genau solche Studien und Auswertungen.
Ich habe jetzt nicht die Reputation der einzelnen Wissenschaftler geprüft (kann ich auch glaube ich nicht auf die schnelle beurteilen), aber allein die o.g. Tatsache sagt viel über die Unabhängigkeit aus.
Da habe ich genauso viel Vertrauen, wie wenn eine Studie von Greenpeace oder anderen NGOs in Auftrag gegeben und bezahlt wird....
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Mulchsaat am 09. Dezember 2015, 14:51:53
gibt es überhaupt eine wirklich unabhängige Studie?
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Stanky am 09. Dezember 2015, 15:08:11
Hallo Charlie,
vielen Dank für Deine Zusammenfassung, das:
gibt es überhaupt eine wirklich unabhängige Studie?
ist wohl die berechtige Frage, die uns keiner beantworten kann. Frei nach Winston Churchill: Glaube nur der Statistik, die Du selber gefälscht hast.
Gruß
Stanky
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: charlie am 09. Dezember 2015, 15:25:48
gibt es überhaupt eine wirklich unabhängige Studie?

Das ist ja das Schwierige...
Irgendeiner muss sowas ja bezahlen... Und aus welchem Grund gibt man Geld aus?
Wenn man etwas damit verdienen kann, oder etwas dafür bekommt.... Die weitere Interpretation bleibt dir überlassen...

Aufs Glyphosat bezogen: wenn die staatlichen Stellen auch die Studien zur Beurteilung eines Wirkstoffes selbst und unabhängig machen müssten, dann würden entsprechende Zulassungsverfahren noch um einiges länger dauern.
Also beschränken sich die Zulassungsstellen darauf, die vorgelegten Studien zu hinterfragen und zu beurteilen. Das vorgelegte Material ist schon sehr umfangreich und meist wird auch noch zusätzliche Information angefordert, die dann die Firmen nachreichen müssen.
Ein X für ein U lässt sich zum Bsp die BfR deswegen von der Industrie noch lange nicht, da sitzen schon Fachleute.
Der unbedarfte Bürger dagegen ist sehr leicht beeinflussbar, die NGOs wissen schon auf welche Knöpfe, sprich Emotionen sie drücken müssen... Siehe Muttermilchstudie...
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Frankenpower am 09. Dezember 2015, 15:36:03
.....gegen irgendwas wird hier immer eine Kampagne geführt, sei es PS, Lärm von Fliegern, oder CO2 Werte von Autos.... Das Ganze ist halt immer die Frage wem nutzt was? Dann kann man schon erkennen was das Ziel ist.....

In meinen Augen geht die Glyfo Diskussion derzeit so hoch, weil wohl mit TTIP (mehr?) Produkte die mit Glyfo behandelt sind (Ressistenz) eingeführt werden....da der einfache dt. Michl (ich auch... :o) nicht im internationalem Handelsrecht bewandt ist, ist dieses (Hysterie-Erzeugen) eine gute Möglichkeit Stimmung gegen was zu machen, wovon niemand eine Ahnung hat.....das dann bei solchen Auseinandersetzungen "Kollateralschäden" geschehen, das wissen wir spätestens seit dem Krieg gegen den Terror......




Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: jaydee88 am 09. Dezember 2015, 16:14:04
Moin, hab ich gerade auf FB gesehen:

http://www.producer.com/2015/12/scientists-find-no-evidence-glyphosate-causes-cancer/?sf16656178=1

MfG Christian

 ;D ;D ;D
Der Western Producer hat ungefähr soviel Tiefgang wie die Bild Zeitung,die werden wohl kaum etwas veröffentlichen,was ihren Haupt-Anzeigekunden auch nur annähernd schaden könnte.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Guido am 02. Juni 2016, 01:56:48
hi
Das mit dem Glyfosat könnte noch weitere Produkte mit rein ziehen,weil das abbauprodukt Ampa auch in Waschmittel und Lösungsmittel anfällt!!
und es kann nicht fest gestellt werden von wo AMPA kommt (Glyfosat , Waschmittel oder Lösungsmittel) es ist cemisch gleich.
Das heist das das AMPA  wo im Bier, Grundwasser, Trinkwasser und Bächen gefunden wurde nicht nur vom Glyfosat stammt, der Hammer ist die Kläranlagen können das nicht raus Filtern  :o
Also jetzt kann das Köpfe rollen beginnen!!!

Gruss Guido

PS jetzt ist der schwarzerpeter nicht mehr bei den Bauern
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: jotesen am 02. Juni 2016, 06:13:43
hi
Das mit dem Glyfosat könnte noch weitere Produkte mit rein ziehen,weil das abbauprodukt Ampa auch in Waschmittel und Lösungsmittel anfällt!!
und es kann nicht fest gestellt werden von wo AMPA kommt (Glyfosat , Waschmittel oder Lösungsmittel) es ist cemisch gleich.
Das heist das das AMPA  wo im Bier, Grundwasser, Trinkwasser und Bächen gefunden wurde nicht nur vom Glyfosat stammt, der Hammer ist die Kläranlagen können das nicht raus Filtern  :o
Also jetzt kann das Köpfe rollen beginnen!!!

Gruss Guido

PS jetzt ist der schwarzerpeter nicht mehr bei den Bauern
Quelle?
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: sten am 02. Juni 2016, 08:21:23
Ich antworte mal.
Ampa ist  unter anderem ein Metabolit von Glyphosat.

https://de.wikipedia.org/wiki/Aminomethylphosphons%C3%A4ure

Aber auch andere Quellen für AMPA sind möglich, so zum Beispiel Waschmittel und Kühlflüssigkeitszusätze.
(hier ein pdf einer Anfrage im bayrischen Landtag
https://www.bayern.landtag.de/www/ElanTextAblage_WP17/Drucksachen/Schriftliche%20Anfragen/17_0002453.pdf

oder hier aus nrw, interessant ist der vierte Punkt:
https://www.lanuv.nrw.de/uploads/tx_commercedownloads/30046.pdf

Bei aktuellen Medienskandalen ist scheinbar oft nicht Glyphosat, sondern AMPA gefunden worden, siehe hier zu den Wattepads:
http://www.zdf.de/ZDF/zdfportal/blob/42588956/1/data.pdf

Es gibt Theorien, dass auch im Bereich der Bierfunde kein Glyphosat sondern AMPA gefunden wurde, was auf eine Kontamination der Flaschen mit der Reinigungsflüssigkeit hindeuten würde. Dazu habe ich aber nichts auswertbares gefunden.

Carsten

p.s.: Insbesondere der Bericht aus NRW ist interessant, da lohnen sich mal zehn Minuten Lektüre.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: JueLue am 02. Juni 2016, 08:28:06
... wenn diese alternativen Herkünfte des Ampa noch nicht mal interessierten Landwirten (wie mir) bekannt sind, wie sollen dann Politiker vernünftig urteilen.

JueLue
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: NobbyNobbs am 02. Juni 2016, 08:28:17
Ich weiß davon auch schon seit geraumer Zeit und freue mich grade, dass dieser Spur offensichtlich doch nach gegangen wird. Es wäre ein Witz und Skandal zugleich wenn das eine der Hauptursachen für diese ganze "Glyphosat"-Kontamination ist.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Rohana am 02. Juni 2016, 08:33:17
Es wär ganz nett wenn dabei rauskommt dass man selbsternannten Institutionen und NGOs auch nicht vertrauen darf! Mich kotzt es so an dass irgendwelche Leute sich einfach "Institut" oder "Irgendwasschützer" nennen und automatisch nen Vertrauensbonus bekommen weil sie dann ja die "Guten" sind...
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: charlie am 02. Juni 2016, 08:38:13
Ich weiß davon auch schon seit geraumer Zeit und freue mich grade, dass dieser Spur offensichtlich doch nach gegangen wird. Es wäre ein Witz und Skandal zugleich wenn das eine der Hauptursachen für diese ganze "Glyphosat"-Kontamination ist.

Die Taktik ist doch nicht wirklich neu...
Die gleiche Empörungs-Strategie läuft doch bei Antibiotikaresistenten Keimen... Nitrat...
Es ist halt leichter mit dem Finger auf eben EINEN zu zeigen, als sich mit eventuellen vielfältigen und nicht so leicht durchschaubaren Ursachen (die einen evtl sogar persönlich betreffen) zu beschäftigen...

Wie war das doch gleich: "wenn man mit dem Finger auf einen anderen weist, zeigen gleichzeitig 4 Finger auf einen selbst..."
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: NobbyNobbs am 02. Juni 2016, 08:42:07
Dieser Sache soll mal ernsthaft nach gegangen werden, fertig. Ich sage nicht, "jetzt haben wir was um uns rauszureden", ich sage, dass das für mich durchaus eine mögliche Ursache sein / eine Geschichte die einen erheblichen Beitrag dazu leisten könnte, wieso überall diese Spuren gefunden werden. Denn das ist für mich nach wie vor lange nicht astrein. Von wegen 94 % tragen Glyphosat in sich und blablabla- woher? 


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Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: JueLue am 02. Juni 2016, 09:13:54
.. freue mich grade, dass dieser Spur offensichtlich doch nach gegangen wird. ...

Gibts da Hinweise zu?

Andererseits wird diese "Rückstandsproblematik" ja eigentlich fast nur in den Medien thematisiert (schlimm genug). In den Gremien hört man ja eigentlich immer nur "potentiell krebserregend" was sich immer auf die Originalsubstanz bezieht.

JueLue
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: sten am 02. Juni 2016, 09:16:24
Die Unterlagen, die ich hier angehängt habe, sind ja alle nicht neu.
Eine neue Diskussion kann ich nicht erkennen.
Carsten


Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Schorsch am 02. Juni 2016, 14:32:42
.. freue mich grade, dass dieser Spur offensichtlich doch nach gegangen wird. ...

Gibts da Hinweise zu?

Andererseits wird diese "Rückstandsproblematik" ja eigentlich fast nur in den Medien thematisiert (schlimm genug). In den Gremien hört man ja eigentlich immer nur "potentiell krebserregend" was sich immer auf die Originalsubstanz bezieht.

JueLue

Wir tun gut daran, nicht in die "Harmlos"-Argumentation einzusteigen. Weder Glypho noch AMPA gehört in die Nahrung - egal wie harmlos oder nicht harmlos diese Stoffe sind. Deshalb muss Ernteerleichterung und die Behandlung befestigter Flächen ein Ende haben.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: JueLue am 02. Juni 2016, 15:58:05
...

Wir tun gut daran, nicht in die "Harmlos"-Argumentation einzusteigen. Weder Glypho noch AMPA gehört in die Nahrung - egal wie harmlos oder nicht harmlos diese Stoffe sind. Deshalb muss Ernteerleichterung und die Behandlung befestigter Flächen ein Ende haben.

Kann ich nur unterschreiben!

Trotzdem ist es wichtig nachzuhaken, ob in Muttermilch und Bier nun wirklich Glyphosat oder doch nur AMPA nachgewiesen wurde - und dann auch, woher das AMPA stammen könnte - Braugerste wird nun mal nicht mit Glyphosat behandelt.

Und ich sags ungern: Aber seid ihr euch sicher, dass mit den modernen Methoden nicht auch jedes Herbizid, bzw. dessen Abbauprodukte im Getreide/Brot nachzuweisen ist? Die lösen sich doch auch nicht in Luft auf.

Natürlich wäre es schön, wenn Abbauprodukte von PS-Mitteln nicht in Lebensmitteln zu finden wären, aber das widerspricht dem gesunden Menschenverstand, zumindest bei den heutigen Analysemethoden.

JueLue
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Todde am 03. Juni 2016, 00:14:34
Trotzdem ist es wichtig nachzuhaken, ob in Muttermilch und Bier nun wirklich Glyphosat oder doch nur AMPA nachgewiesen wurde - und dann auch, woher das AMPA stammen könnte - Braugerste wird nun mal nicht mit Glyphosat behandelt.

In Muttermilch wurde weder in Deutschland noch der USA (500 Probanden) Glyphosat nachgewiesen,
die von den Grünen angewandte Methode ist ungeeignet Glyphosat in Muttermilch nachzuweisen.

Bei der Muttermilch griff man kurzerhand zu einer Nachweismethode, die für Emulsionen wie Milch ziemlich ungeeignet ist – und wurde trotzdem fündig; und das bei Konzentrationen, die um rund das 200-Fache unterhalb der Nachweisgrenze der Methode liegen. Wunder geschehen eben immer wieder – auch wenn man notfalls etwas nachhelfen muss.
http://www.achgut.com/artikel/schrecklicher_verdacht_arbeiten_die_gruenen_heimlich_fuer_monsanto

Beim Bier kann das aus dem Flaschenreinigungsprozess stammen oder aus Importware, dort scheint es nicht verboten zur Sikkation.

Zitat
Die lösen sich doch auch nicht in Luft auf.

Glyphosat wird aber ganz sicher nicht in der Pflanzen bis in die Ähren transportiert über Monate.
Und Wirkstoffe bekommen keine Zulassung wenn die sich nicht in "Luft auflösen", bitte die Zulassungsbestimmungen mal zu dem Thema lesen.
Und es geht auch nicht nur um NULL Rückstände, sondern für den Verbraucher um kein Risiko.

Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: NobbyNobbs am 03. Juni 2016, 00:22:54
Die Vöglein aus vertrauter und in der Vergangenheit sicherer Quelle melden aus Brüssel

-> Keine Verlängerung <-
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Todde am 03. Juni 2016, 00:35:38
Die Vöglein aus vertrauter und in der Vergangenheit sicherer Quelle melden aus Brüssel

-> Keine Verlängerung <-

Also morgen noch mal was für die Herbstbehandlung bestellen und dann Gedanken machen...
Bedauerlich, hier hat ein Lohner viel Zeit und Geld mit Köckerling investiert in seine beiden Stripdrillmaschinen, die kann er wohl in Zukunft als Grubber nutzen...
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: guest10686 am 03. Juni 2016, 07:34:25
Die Vöglein aus vertrauter und in der Vergangenheit sicherer Quelle melden aus Brüssel

-> Keine Verlängerung <-

Wird es eine Aufbrauchfrist geben oder ist dann quasi sofort Schluss ?
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: sten am 03. Juni 2016, 07:43:57
Keine Zulassung heisst keine Zulassung, meines Wissens.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Ansgar am 03. Juni 2016, 07:52:31
Schlimm, wirklich schlimm, wenn solch eine Entscheidung auf rein emotionaler, populistischer Basis getroffen wird. :wall: :runter:
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Rohana am 03. Juni 2016, 07:55:35
Mir scheint in letzter Zeit ist Angst die einzige Triebfeder in D. Angst um die Natur, Angst vor der Natur, Angst vor den "anderen", Angst um die Gesundheit, Angst vorm Dick sein, Angst vor der Angst...
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Karsten F am 03. Juni 2016, 08:01:00
German Angst ist der Begriff den das Ausland dafür hat. Letztendlich ist ein Auslöser wohl die Stagnation des Wohlstands.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Schorsch am 03. Juni 2016, 08:03:37
Und Wirkstoffe bekommen keine Zulassung wenn die sich nicht in "Luft auflösen", bitte die Zulassungsbestimmungen mal zu dem Thema lesen.

Kupfer ist ein Schwermetall und reichert sich im Boden an, wenn es über den Pflanzenbedarf hinaus, z. B. als Fungizid eingesetzt wird. Es ist trotzdem noch als Pflanzenschutzmittel zugelassen. Wahrscheinlich weil man es im Ökolandbau benötigt.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: NobbyNobbs am 03. Juni 2016, 08:13:52
https://risk-monger.com/2016/06/02/goodbye-glyphosate-why-science-doesnt-matter-in-the-age-of-stupid/

Warten wir ab und hoffen, dass sich geirrt wird. Ich glaube das Ding ist durch.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: JueLue am 03. Juni 2016, 08:21:57
...
Und Wirkstoffe bekommen keine Zulassung wenn die sich nicht in "Luft auflösen", bitte die Zulassungsbestimmungen mal zu dem Thema lesen.
Und es geht auch nicht nur um NULL Rückstände, sondern für den Verbraucher um kein Risiko.

... wenn ich dir auch sonst Recht gebe, das mit dem "in Luft auflösen" ist natürlich Quatsch, außer ein Abbauprodukt des Wirkstoffes ist gasförmig.

Aber egal, wenn der Wirkstoff von der Pflanze oder von wem auch immer verstoffwechselt ist, und die Abbauprodukte nicht mehr giftig sind oder eben eh massenhaft in der Pflanze vorkommen, ist es für den Verbraucher eigentlich das Gleiche wie "in Luft auflösen".

Ansonsten gilt: Jedes Maßnahme hinterlässt einen "Fingerabdruck" in Form von Abbauprodukten, und mit den modernen Methoden kann man fast alles, wonach man sucht finden.

Da kann (und muss) man aber zu stehen.

JueLue
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: charlie am 03. Juni 2016, 08:38:16
Keine Zulassung heisst keine Zulassung, meines Wissens.

Solange es kein Anwendungsverbot gibt (wovon ich nicht ausgehe, weil Risiko nicht abschließend geklärt), wird es wie bei einer auslaufenden Zulassung, 6 Monate Abverkauf und 18 Monate Aufbrauchfrist geben.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: jotesen am 03. Juni 2016, 09:26:09
Und Wirkstoffe bekommen keine Zulassung wenn die sich nicht in "Luft auflösen", bitte die Zulassungsbestimmungen mal zu dem Thema lesen.

Kupfer ist ein Schwermetall und reichert sich im Boden an, wenn es über den Pflanzenbedarf hinaus, z. B. als Fungizid eingesetzt wird. Es ist trotzdem noch als Pflanzenschutzmittel zugelassen. Wahrscheinlich weil man es im Ökolandbau benötigt.

Vielleicht weil auch die im ökologischen Ackerbau zulässige Höchstmenge unter dem durschnittlichen Entzug liegt.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: NobbyNobbs am 03. Juni 2016, 10:38:20
Paradoxerweise wären diese Mittel nicht zugelassen, gäbe es keinen Ökolandbau. Denn nach konventionellen Bestimmungen fielen sie sang- und klanglos durch gleich zwei Raster (Toxizität und Anreicherungsvermögen)
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: BNT am 03. Juni 2016, 11:00:47
Kupfer?

Kupfer ist ein Mikronährstoff. Wie soll man den verbieten können? Gerade hier gilt: Die Dosis macht das Gift. Ich kenne welche, die kochen mit Kupfergeschirr. ;)

Interessanter finde ich da schon den Biologischen Pflanzenschutz mit Mikroorganismen. Der Bacillus Bacillus thuringiensis kann eher unangenehme Sporen bilden.

Kann sich noch jemand an die Studie erinnern, in der nachgewiesen wurde, dass AMPA gezielt Krebszellen töten kann? In der ersten Studie gegen Glyphosat kam man auch zum Ergebnis, dass jene Ratten, die mit Glyphosat getränkt wurden, am längsten gelebt haben. :D
Auch wenn Studien in sehr einfachem Englisch geschrieben werden - so ohne weiteres verständlich sind die nicht. Von Fehlerfreiheit ganz zu schweigen.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: sten am 03. Juni 2016, 11:08:19
Kupfer?

Kupfer ist ein Mikronährstoff. Wie soll man den verbieten können? Gerade hier gilt: Die Dosis macht das Gift. Ich kenne welche, die kochen mit Kupfergeschirr. ;)

Interessanter finde ich da schon den Biologischen Pflanzenschutz mit Mikroorganismen. Der Bacillus Bacillus thuringiensis kann eher unangenehme Sporen bilden.

Kann sich noch jemand an die Studie erinnern, in der nachgewiesen wurde, dass AMPA gezielt Krebszellen töten kann? In der ersten Studie gegen Glyphosat kam man auch zum Ergebnis, dass jene Ratten, die mit Glyphosat getränkt wurden, am längsten gelebt haben. :D
Auch wenn Studien in sehr einfachem Englisch geschrieben werden - so ohne weiteres verständlich sind die nicht. Von Fehlerfreiheit ganz zu schweigen.
Die besagte Studie ist die berüchtigte Serralini Studie und ja, die Ergebnisse sind wohl nicht so eindeutig,  wie diese dargestellt worden, bzw decken sich die Ergebnisse der Untersuchung nicht mit der Analyse. Quelle reiche ich bei Gelegenheit gerne nach. Kupfer ist in den im bio Anbau zugelassenen Mengen kein Nährstoff mehr und das die Entzuge sich den ausgebrachten Mengen in Kartoffeln annähern mag in der Gunstregion MD Börde so sein, in feuchteren Gebieten ist das sicher noch nicht so, auch bei weiten Fruchtfolgen. Ich finde es aber gut, dass sich die Anbauerverbande offensiv mit dem Thema auseinandersetzten.  Carsten
Ps ich finde die Diskussion um Kupfer eigentlich müssig,  da es keinen weiter bringt.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: joe am 03. Juni 2016, 11:36:40
Keine Zulassung heisst keine Zulassung, meines Wissens.

Solange es kein Anwendungsverbot gibt (wovon ich nicht ausgehe, weil Risiko nicht abschließend geklärt), wird es wie bei einer auslaufenden Zulassung, 6 Monate Abverkauf und 18 Monate Aufbrauchfrist geben.

und deshalb habe ich mir gerade die benötigte menge zur herbstrbestellung 2016 und frühjahr 2017 gekauft
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: joe am 03. Juni 2016, 11:47:33
Die Vöglein aus vertrauter und in der Vergangenheit sicherer Quelle melden aus Brüssel

-> Keine Verlängerung <-

Also morgen noch mal was für die Herbstbehandlung bestellen und dann Gedanken machen...
Bedauerlich, hier hat ein Lohner viel Zeit und Geld mit Köckerling investiert in seine beiden Stripdrillmaschinen, die kann er wohl in Zukunft als Grubber nutzen...
ich habe außer einer 4 m direktsaatmaschine , meiner 3m striptilldrille , einer 6 m spatenrollegge und walze keine weiteren maschinen auf dem hof die den boden "bearbeiten" jetzt brauche ich ein ganz  :rolleyes:neues betriebskonpept
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: schweizer am 03. Juni 2016, 11:50:39
Ja aber es ist halt was wo man auf die Bios zeigen kann. Es passt auch uns nicht und wenn es ohne oder mit weniger geht sind wir dabei...
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: NobbyNobbs am 03. Juni 2016, 12:01:05
außer einer 4 m direktsaatmaschine , meiner 3m striptilldrille , einer 6 m spatenrollegge und walze keine weiteren maschinen auf dem hof die den boden "bearbeiten" jetzt brauche ich ein ganz  :rolleyes:neues betriebskonpept

Wenn dem so ist, wird nach Raps erst mal Hafer per Düngerstreuersaat gedrillt. So, dann behandele ich den Raps darin schon mal ebenbürtig (Wuchsstoff). Schwieriger wird's nach Zwischenfrüchten über Winter oder zwischen zwei Weizen. Da muss also ein Konzept her, wie die ZF so gelingt, dass mit einem flachen Arbeitsgang per Gänsefußschar alles weg ist oder dass direkt gesät werden kann. Die Konsequenz ist schon mal, dass definitiv keine Greening-ZF mehr in meinem Betrieb angebaut werden. Sollen sie aber sowieso nicht, da dieser Dreck nicht professionell zu führen ist. Tatsächlich werden dann vermutlich erst mal Sonnenblumen in geringster Saatstärke nach flachem Arbeitsgang direkt nach der Ernte angebaut. Diese behandle ich anschließend mit herkömmlichen Herbiziden (Gräsermittel, Clomazone, Aclonifen...). Anschließend schlitze ich die Reste und Hauptkomponenten rein (Ramtill und Phacelia).
Und so gehe ich Stück für Stück kleine Umwege, aber keine unbegründet neuen. Eines ist klar, um mir mein System streitig zu machen, muss man früher aufstehen als bloß das Glyphosat wegzunehmen. Jammern bringt ja nichts, diese Stolpersteinchen habe ich seit Jahren im Kopf. Ich kaufe immer noch keinen Pflug oder Schwergrubber.  ;)
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: sten am 03. Juni 2016, 12:01:08
Ja aber es ist halt was wo man auf die Bios zeigen kann. Es passt auch uns nicht und wenn es ohne oder mit weniger geht sind wir dabei...
Ich glaube, im Fingeraufeinanderzeigen nehmen sich die einzelnen Betriebsformen herzlich wenig. Ich kenne aber leider eher Bios, die sich auf eine nicht feine Art von den Konvikollegen abheben wollen und eher auf die Probleme der Kollegen hinweisen, als über die eigenen Probleme zu reden. Interessant finde ich aber , dass beim Kupfer offensichtlich aufgrund wirtschaftlicher Überlegungen eine Zulassung erteilt und das Vorsorgeprinzip damit umgangen wurde. Da wird mit zweierlei Maß gemessen. Insbesondere Joe zum Beispiel wirtschaftet ressourcenschonend, da gibts wahrscheinlich keine Abwägung zwischen den Vorteilen und den Ängsten.  Aber jetzt sind wir off topic.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: sten am 03. Juni 2016, 12:07:03
außer einer 4 m direktsaatmaschine , meiner 3m striptilldrille , einer 6 m spatenrollegge und walze keine weiteren maschinen auf dem hof die den boden "bearbeiten" jetzt brauche ich ein ganz  :rolleyes:neues betriebskonpept

Wenn dem so ist, wird nach Raps erst mal Hafer per Düngerstreuersaat gedrillt. So, dann behandele ich den Raps darin schon mal ebenbürtig (Wuchsstoff). Schwieriger wird's nach Zwischenfrüchten über Winter oder zwischen zwei Weizen. Da muss also ein Konzept her, wie die ZF so gelingt, dass mit einem flachen Arbeitsgang per Gänsefußschar alles weg ist oder dass direkt gesät werden kann. Die Konsequenz ist schon mal, dass definitiv keine Greening-ZF mehr in meinem Betrieb angebaut werden. Sollen sie aber sowieso nicht, da dieser Dreck nicht professionell zu führen ist. Tatsächlich werden dann vermutlich erst mal Sonnenblumen in geringster Saatstärke nach flachem Arbeitsgang direkt nach der Ernte angebaut. Diese behandle ich anschließend mit herkömmlichen Herbiziden (Gräsermittel, Clomazone, Aclonifen...). Anschließend schlitze ich die Reste und Hauptkomponenten rein (Ramtill und Phacelia).
Und so gehe ich Stück für Stück kleine Umwege, aber keine unbegründet neuen. Eines ist klar, um mir mein System streitig zu machen, muss man früher aufstehen als bloß das Glyphosat wegzunehmen. Jammern bringt ja nichts, diese Stolpersteinchen habe ich seit Jahren im Kopf. Ich kaufe immer noch keinen Pflug oder Schwergrubber.  ;)
Uber Hafer nach Raps hab ich auch schon nachgedacht. Leider gibts dann ein ganzes Bündel neuer Probleme. Nach Raps und Erbsen hab ich dieses Jahr kein Glyphos eingesetzt, sondern immer wieder flach bearbeitet. Damit war auch die Schnecken und Mäuse Problematik entschärft. Leider muss mein Gerät mindestens 5cm tief arbeiten,  damit es einigermaßen funzt. Vielleicht fahr ich dieses Jahr mal versuchsweise mit Mulcher vorne und Kreiselegge hinten. Das ist zwar ein hoher Aufwand, aber wenn ich damit die erste Rapswelle sicher beseitigt bekomme, werden die folgenden Massnahmen einfacher, in diese, Zuge könnte man gleich Hafer mit Aussäen. Wirkt sich das Kerb dann noch aus?
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: NobbyNobbs am 03. Juni 2016, 12:12:08
Ich glaube, im Fingeraufeinanderzeigen nehmen sich die einzelnen Betriebsformen herzlich wenig. Ich kenne aber leider eher Bios, die sich auf eine nicht feine Art von den Konvikollegen abheben wollen und eher auf die Probleme der Kollegen hinweisen, als über die eigenen Probleme zu reden. Interessant finde ich aber , dass beim Kupfer offensichtlich aufgrund wirtschaftlicher Überlegungen eine Zulassung erteilt und das Vorsorgeprinzip damit umgangen wurde. Da wird mit zweierlei Maß gemessen. Insbesondere Joe zum Beispiel wirtschaftet ressourcenschonend, da gibts wahrscheinlich keine Abwägung zwischen den Vorteilen und den Ängsten.  Aber jetzt sind wir off topic.

So ist es. Ich sag mal so "mache lasse". Ich habe hier zwei Möglichkeiten die ich durchdenke/durchdachte.
Entweder, ich mache irgendwas komplett anderes, zum Beispiel in dem ich Nischen besetze, auf Sonderkulturen setze, überlege, in welche Richtung man schon mal marschieren könnte (im Bezug auf den Klimawandel und was hier vielleicht in 10, 20 Jahren möglich ist).. und Pipapo. Mein Fazit war, dass hier, aufgrund der Infrastruktur, der Böden usw. sowas auch in 10 oder 20 Jahren keine große Geige spielen wird. Denn wenn das möglich oder denkbar wäre, dann müsste man da mitziehen. Es wäre fatal, wenn ich sowas verschlafen würde und der übernächste Nachbar richtete alles auf Erdbeeren aus. Dann pachtet der mir nämlich in 10 Jahren für den 5-fachen Preis die Flächen weg. Grundgedanke: "Kann sich hier irgendeiner so entwickeln (z.B. indem er Nischen oder Sonderkulturen abdeckt), dass er mich in den Schatten stellt und platt macht oder nicht?" Bisher sehe ich die Gefahr nicht. Im Umkehrschluss bedeutet das:
Es wird hier im Groben und Ganzen so bleiben wie bisher. Wir sind eine Marktfruchtregion. Ok, vielleicht kommt mal ein Soja rein oder was auch immer, aber hier werden auch in 10 oder 20 Jahren im Normalfall noch Raps und Weizen dominieren. Also zählt der Weg, das zu weiter zu machen, was ich tue und stets diesen Weg zu optimieren bei größtmöglicher Betriebserweiterung.
Was will ich damit sagen? Ich gehöre hier ackerbaulich definitiv zu den führenden Betrieben, sowohl aus ökonomischer als auch erst recht aus strategischer Sicht. Deshalb bin ich, egal, was verboten wird oder nicht, tiefenentspannt. Lass sie alle machen, investieren, umstellen oder was auch immer. Ich schaue, dass ich aus meinem Kram das Maximale heraushole. Ob mit Glypho, ohne, das ist mir doch alles im Endeffekt egal, denn es trifft hier jeden. Ich finde Wege, trotzdem meine Fixpunkte im System

- geringe Arbeitserledigungskosten im Bereich Bodenbearbeitungsverfahren
- exorbitant geringe Maschinenkosten

weiter aufrecht zu erhalten. Leute, es ist auch einfach eine Trotzreaktion gefragt. "Jetzt erst recht". Ich schaue weniger, was mir die Politik vorschreiben kann, denn das ist der Fehler. Ich schaue hier links und rechts in wie fern es mich und meine Konkurrenten beeinflussen kann. Das ist das was zählt. Nicht die Grünen nehmen mir Fläche weg und konkurrieren mit mir. Diese Affen stellen nur die Rahmenbedingungen, gegen die du eh nichts machen kannst. Was wir ausführenden kleinen Scheißer daraus machen, das ist entscheidend. Da wird die Musik gemacht und der Betriebserfolg bestimmt. Der ganze große Rest in Schlagweite (abgesehen von befreundeten Betrieben), da muss ich schauen, einen Schritt vorweg zu sein. Zugegeben: Grade Glypho betrifft mich als mintiller natürlich mehr als andere, aber ich bin fähig genug damit fertig zu werden OHNE das Rad neu erfinden zu müssen. Ich bin gedanklich schon wieder der Optimist:

- wenn der Wirkstoff in 10, 20, 50 Jahren wieder zugelassen wird (er wird es!), dann haben wir eine Wunderwaffe, die nach wie vor weitestgehend resistenzfrei ist.
- es fördert Kreativität und neue Wege, die ganz andere Türen aufstoßen

"immer mache lasse, jezz erst recht"
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: NobbyNobbs am 03. Juni 2016, 12:14:44
Wirkt sich das Kerb dann noch aus?

nein
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: NobbyNobbs am 03. Juni 2016, 12:54:10
Hier noch mal eine inhaltlich sowie rhetorische Meisterleistung (sieht man mal davon ab, dass wir natürlich mit Glyphosat keine 3 l/ha Bodenherbizid ausbringen ;) )

http://www.dlg.org/index.php?id=4642
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: guest10686 am 03. Juni 2016, 13:02:12
Ich geh mittlerweile auch davon aus, das der dekadente Zeitgeist die Wiederzulassung verhindert. Dinge, die ich vor einem Jahr hier in dem Land für unmöglich gehalten hätte, sind plötzlich möglich, teilweise aus heiterem Himmel heraus....über Nacht.....

Habe mich heute morgen gefragt wie spassig jetzt die Queckenbekämpfung wird oder das vielpropagierte Einschlitzen von Getreide in ein mit Glyphosat abgespritztes falsches Saatbett (Afu - Resistenz) gelingen soll....

Ich vermute jetzt wird erstmal verboten (Angie braucht Stimmen !) und später kommt dann vlt. die Wiederzulassung für eben solche o.g. Einsätze im Vor-Saat Verfahren.... :rolleyes:

Wer weiss  :(
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Frankenpower am 03. Juni 2016, 13:11:33
Da wird über "konservierende" Bodenbearbeitung palavert.....und ein wichtiger Baustein dazu wird uns genommen.....naja, dann sollen halt die Felder wieder Richtung Tal wandern..... :denk:

So langsam bekomme ich das Gefühl, es wäre besser aus diesem schizophrenen Land zu flüchten  :stupid: :heul:
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Georg am 03. Juni 2016, 14:11:30
Und wo oder in welchem Land ist es derzeit besser?
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Falk am 03. Juni 2016, 14:34:15
In Bayern ;P
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: BNT am 03. Juni 2016, 14:36:39
Australien?
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Georg am 03. Juni 2016, 14:48:38
In Bayern ;P

Auch wenn Frankenpower ja in Bayern fast ganz "oben" wirtschaftet gefällts ihm ja derzeit anscheinend nicht besonders.... Die Bayern unten oder die "niederen" Bayern an der Grenze zu Österreich -  da könnte ich es ja derzeit verstehen... Einfach zum Davonlaufen....
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Georg am 03. Juni 2016, 14:51:13
Australien?

Von diesem Land träumen auch nur Diejenigen die dort noch nie über mehrere Jahre aktiv Landiwrtschaft betreiben haben bzw dort gelebt haben.

Nich tnur die Engländer bezeichen Australien bis heute als "Gefangeneninsel"!
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Wade am 03. Juni 2016, 15:06:15
Als Biobauer finde ich das auf der wirtschaftlichen Seite nicht gut wenn Glyphosat verboten wird. Umso schlechter Konventionelle dastehen, umso besser steht Bio da  ;D
Auch wenns wissenschaftlich nicht gerechtfertigt (Rückstandsdiskussion) ist, greift der eine oder andere Konsument vielleicht mal eher zu nem Bioprodukt um ganz sicher zu gehen.

Auf der anderen Seite hab ich aber auch meine Zweifel ob Glyphosat nicht doch eine schädliche Wirkung auf den Boden (wärme mir aber egal wenn der Nachbar seinen Boden verschädigt) oder Insekten (z.b. Bienen) hat. Das wäre mir dann nicht mehr egal... 

Grundsätzliches isses mir aber fast wurscht wie die entscheiden, meine Entscheidung auf Glyphosat zu verzichten hab ich eh schon getroffen...
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: sten am 03. Juni 2016, 15:29:58
Vielleicht sollte es Dir aber nicht egal sein. Ich kann mir genügend Dinge im Bioanbau vorstellen, die kampagnefähig sind. Zur Zeit seid Ihr die Guten, aber auch im Biobereich kommen die Einschlaege näher,  siehe Herrmannsdorfer Werkstätten. Wie ists zum Beispiel mit dem Striegel und den Bodenbrütern? Das Problem ist, dass eine politische Entscheidung getroffen wird, die so fachlich erst mal nicht haltbar ist. Warte mal, wenn sich die erste Verbrwucher-Organisation wundert, warum es die heile Welt auch nicht bei den Bios gibt. Die Arbeitsbedingungen von Praktikanten  waren in der Zeit (?) ja auch schon mal Thema. Ich gönne sowas keinem, aber wir alle müssen uns wohl daran gewöhnen.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: NobbyNobbs am 03. Juni 2016, 15:36:00
Also wenn ich vor irgendwas keine Angst habe, dann vor "zu viel" Bio.  ;D Viel viel mehr Bio täte der konventionellen Landwirtschaft gar nicht so ungut. Soll doch ruhig mal die Hälfte umstellen, dann schauen wir mal, wer wie dasteht. Neben dem "Besonderen" das dann weg wäre, gäbe es auch einen entsprechenden Preisangleich. Und die Populationsdynamik, zum Beispiel von Krankheiten, wäre auch eine komplett andere. Die Bios profitieren paradoxerweise ja davon, dass wir die Bestände sauber halten. Wenn auf einmal 100 x mehr Pilzsporen und Distelsamen in der Luft am rumschwirren wären, will ich mal sehen, wie das enden soll.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: charlie am 03. Juni 2016, 15:53:11
Ich finde ja, wir sollten dieses Anschwärzen des "anderen" egal ob Bio oder Konvi lassen...
Es bringt niemanden wirklich etwas.
Eine gute Koexistenz, jeder nach seiner Facon, sollte möglich sein.
Wer von seinem Tun überzeugt ist, wird das meist auch gut machen.
Und wenn ein Markt für mehr Bio da sein sollte (was ich persönlich bezweifle) dann kann man den auch bedienen.
Wäre vielleicht auch gar nicht so schlecht, das würde durch geringere Erträge Druck vom Markt nehmen ;D
Andererseits wäre eine Ausweitung der Bioschiene für jeden einzelnen Biolandwirt schlecht, da hier dann bei einigen Produkten der Preiskampf einsetzt. Auch würde die Bioförderung auf mehr Betriebe verteilt, und damit der finanzielle Vorteil über die Förderung für den einzelnen geringer.

Gegenseitiges Bashing mit gefährlichen Halbwahrheiten oder gar Unwahrheiten bringt uns auf beiden Seiten nicht mehr oder bessere Akzeptanz.

Wie austauschbar Argumente und "politischer Wille" anhand von Populismus werden, können wir aktuell beobachten. Nicht nur beim Glyphosat zählen schon lange keine wissenschaftlichen Expertisen mehr...
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: BNT am 03. Juni 2016, 15:55:35
Bio und Konvi wachsen sowieso zusammen.

Klar hat Gylphosat Wechselwirkungen. Man weiß das ja von Mangan. Ist aber sehr überschaubar.

Die BT Geschichte hat den Bios schon zu gesetzt. Die EHEC Geschichte konnte hingegen gut abgewehrt werden.


Ja eben, Georg. Wenn man sich ansieht, was aus dieser Gefangeneninsel geworden ist, kann man nur den Hut ziehen.
Wobei in AUS nur sehr kleine Gebiete klimatisch interessant erscheinen. Und sonst halt Neuseeland. :D
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Georg am 03. Juni 2016, 17:12:00

Ja eben, Georg. Wenn man sich ansieht, was aus dieser Gefangeneninsel geworden ist, kann man nur den Hut ziehen.
Wobei in AUS nur sehr kleine Gebiete klimatisch interessant erscheinen. Und sonst halt Neuseeland. :D

Ma ein isschen OT weils zu einigen Themen passt.

Oder eher den Hut wegschmeißen.....????

http://www.spiegel.de/politik/ausland/australien-schickt-alle-fluechtlingsboote-zurueck-loest-aber-das-problem-nicht-a-1029454.html

Ja, ich weiß, einige halten das ja für Richtig, löst aber das Problem nicht!

Also BNT auf nach Australien! Hoffentlich schicken Sie Dich nicht zurück?

Gerade von einem EInwanderungsland hätte ich sowas nicht erwartet.

Ich war bishe r9 mal in Australien. Ne Woche ein bisschen rumtraveln ist ja ganz nett.
Viele waren ja dort als Studenten bzw Praktikanten zum Drescher oder Schkepperfahren. War in den 80 er und 90 er Jahren mal was Anderes.
Aber um dne 500 PS Schlepper zu fahren oder nen Drescher mit 12 mtr. Schneitwerk braucht man heute nicht mehr nach Australien.

Es gibt nur 4 ganz begrenzte Gebiete die recht nett sind.
Melburne: Wenn man das Gricchische mag its soweit OK. Melburne ist die größte Griechische Stadt außerhalb Griechenlands. Leigt im Saat Victoria ganz im Süden. Wer das Wetterrisiko gerne trägt, kann dort in der Landiwrtschaft glücklich werden. Wer allerdings nicht mag, das der Weizen mit bis zu 7 to/ha Ertragsaussicht beim Ährenschieben bis zum totalausfall erfireren kann (so alle 5 Jahre), Der findet es nicht so gut...
Sydney: Außer ne Schöne Skyline mit Harbour Bridge und Oper hab ich dor tnoch ncihts gefunden

Brisbane: Solange die Japanische Wirtschaft bis vor 20 Jahren gut gelaufen ist, Gings auch der Gold Cost gut. 1988 war ja in Brisbane sogar die Weltausstellung. Wenn man heute das Gelände anschaut, ist bis auf ein Betonplatten alles wieder zugewachsen. Gut vom Flugzeug aus zu erkennen wenn man in Brisbane startet oder landet. Ne Weltausstellung soll ja nachhaltig was bringen... In Brisbane zahlen die Bürger heute noch an dem Reinfall.

Durban: Wers gerne tropisch mag OK. Das einzige Highlight sind die täglichen "Lightshows" in Form von Tropengewitter am Abend. Wenn mans dreimal gesehen hat, wirds auch langeweilig.

Perth: Ist wie eine Insel. Diese Stadt wird von ca 20 000 Europäern finaziert die im Europäischen Winter gerne Sommer haben wollen. Das Klima ist dort dem Klima in der Toskana sehr ähnlich.

Neuseeland?
Ist soweit OK aber um dorthin permanent Auzuwandern braucht man soviel Kapital, das es andere Orte gibt die ähnlich schön sind aber nicht am A.... der Welt liegen.

Egal  wie: Wenn man mal Lust auf "Zvilisation" hat dann muss man halt immer erstmal 12 Stunden fliegen.

Das Leben auf einer Vulakninsel mit ständiger Erbebengefahr muss man halt mögen.....




Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Wade am 03. Juni 2016, 17:16:04
Och wenn irgendwann mit Bio nix mehr verdient ist, braucht das doch nur einen Anruf und man is wieder konventionell. Ist ja nicht wie bei Tierhaltung dass man imense Investitionskosten & Vorleistungen hat. Das teuerste dabei ist ja noch nen Treffler Striegel für 30.000€ (wobei es nen einfacher bei Getreide auch macht). Dafür wird die Spritze & Düngerstreuer geschont :D

Der Unterschied zwischen konv und bio ist ja eher wie Pflug und Mulchsaat. Die größte Umstellung liegt ja im Management und nicht bei den Maschinen...
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: NobbyNobbs am 03. Juni 2016, 17:18:17
Och wenn irgendwann mit Bio nix mehr verdient ist, braucht das doch nur einen Anruf und man is wieder konventionell. Ist ja nicht wie bei Tierhaltung dass man imense Investitionskosten & Vorleistungen hat. Das teuerste dabei ist ja noch nen Treffler Striegel für 30.000€ (wobei es nen einfacher bei Getreide auch macht). Dafür wird die Spritze & Düngerstreuer geschont :D

Der Unterschied zwischen konv und bio ist ja eher wie Pflug und Mulchsaat. Die größte Umstellung liegt ja im Management und nicht bei den Maschinen...

Joa, da hast du recht.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: charlie am 03. Juni 2016, 17:22:25
Och wenn irgendwann mit Bio nix mehr verdient ist, braucht das doch nur einen Anruf und man is wieder konventionell. Ist ja nicht wie bei Tierhaltung dass man imense Investitionskosten & Vorleistungen hat. Das teuerste dabei ist ja noch nen Treffler Striegel für 30.000€ (wobei es nen einfacher bei Getreide auch macht). Dafür wird die Spritze & Düngerstreuer geschont :D

Der Unterschied zwischen konv und bio ist ja eher wie Pflug und Mulchsaat. Die größte Umstellung liegt ja im Management und nicht bei den Maschinen...

Ist umgekehrt bis auf die 2 Jahre Umstellungsphase aber das gleiche...
Man muss halt mögen noch mehr am Tropf des Staates zu hängen... ;D
Und noch mehr teils völlig schizophrene Vorschriften einhalten...
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: BNT am 03. Juni 2016, 17:23:52

Ist soweit OK aber um dorthin permanent Auzuwandern braucht man soviel Kapital, .


Das ist doch der springende Punkt. Egal wo du bist, wenn du Kohle hast, kannst du dir es recht angenehm einrichten.
Ohne Kohle oder wirklich brauchbares know how nehmen einen die Einwanderungsländer sowieso nicht.

Und wenn ich Kohle hätte, würd' ich mir eher ein schönes Plätzchen in Bella Italia suchen. Obwohl die ja schon etwas merkwürdige Ansichten in Sachen Landwirtschaft haben. Das ist aber eben nur ein Aspekt. So wie die Landwirtschaft in Deutschland noch immer Vorreiter in Sachen Produktivität ist. Da kommen nicht viele ran.

Bio und Konvi wird spätestens dann zusammen gewachsen sein, wenn es keine wirksamen PSM mehr gibt. Ist vielleicht in 100 Jahren so weit. :D
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: nofear am 03. Juni 2016, 17:54:34
Bio und Konvi wird spätestens dann zusammen gewachsen sein, wenn es keine wirksamen PSM mehr gibt. Ist vielleicht in 100 Jahren so weit. :D

Wenn mit Zulassung und Forschung in Europa so weitergemacht wird dauerts fürchte ich nicht mehr so lang...
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Georg am 03. Juni 2016, 18:07:38
Och wenn irgendwann mit Bio nix mehr verdient ist, braucht das doch nur einen Anruf und man is wieder konventionell. Ist ja nicht wie bei Tierhaltung dass man imense Investitionskosten & Vorleistungen hat. Das teuerste dabei ist ja noch nen Treffler Striegel für 30.000€ (wobei es nen einfacher bei Getreide auch macht). Dafür wird die Spritze & Düngerstreuer geschont :D

Der Unterschied zwischen konv und bio ist ja eher wie Pflug und Mulchsaat. Die größte Umstellung liegt ja im Management und nicht bei den Maschinen...

Wade, wenn Du mit so einem Hintergrund auf Bio unmstellst, dann bist DU eigentlich jetzt schon, zumindest im Kopf gescheitert!

Klar, am Ende zählt das Bankkonto und das Bankkonto treibt Einen manchmal zu ganz "besonderen Aktionen"!

Bio ist keine Religion sondern eine grundsätzliche Einstellung zu seiner Tätigkeit und zu seinem Leben.

Wenn Du nicht beriet bist durch ein tiefes Tal zu gehen und Du und vor allen Dingen auch dein Familienumfeld 100% ig zu dieser Produktionsweise stehst, dann lass leiber die Finger davon.

Sehr wahrscheinlich ist das ja bei Dir und Deiner Familie der Fall das Ihr derzeit hinter der Sache steht. Aber so was übrhaupt zu schreiben, auch wenn mit Smiley markiert zeigt, das Du ganz schön wackelst. Geh mal in ner ruhigen Stunde in Dich!

Erfolgreich ist nur Derjenige, der sich auf eine Sache Konzentriert und konsequent umsetzt und nicht beirren läßt.

Es gibt immer so einige Anzeichen wenn ein Unternehmen oder ein Betrieb nich tmehr ganz funktioniert.....

Das erste Zeichen ist immer, wenn ein Frimeninhaber plötzlich in ein Firmefremdes Produkt investiert. Das Argument: "man steht besser auf zwei Beinen" Auf gut Deutsch heißt das dann: Der Frimeninhaber hat kein Vertrauen meh rin sein derzeitiges, erfolgreichen Produkt mehr.

Zweites Zeichen ist oftmals, wenn der Fimeninnhaber plötzlich eine (nach außen hin) erfoglreiches Produktionsverfahren radikal umstellt. (siehe von Konventionell auf Bio) Sehr oft läuft dann der augenscheinlich erfolgreiche Betreib dann doch nicht so wie der Anschein war?

Diejenigen die aus echter Überzeugung ohne wirtschaftliche Notwenidgkeit so radikal umstellen sind die allerwenigsten.

Das war übrigens das HAuptergebnis meiner Meisterarbeit in 1982. Zum Thema Umstellung von konventionell auf Bio.

Ein Betrieb der bisher konventionell wirtschaftlich erfolgreich war egal ob in der Außenwirtschaft oder Innenwirtschaft hat sehr wahrscheinlich auch nach der Umstellung auf Bio erfog haben.
Der Betrieb der als konventioneller auf den Feldern und/oder im Stall problme hat, geht bei einer Umstellung auf Bio um so schneller kaputt.

So wird es auch bei einem eventuellen Verbot von Glypho sein.

Die guten Ackerbauern werden damit recht Problemlos fertig werden. Irgenwie gehts weiter.
Probleme werden Diejenigen haben.. Ok ich sags mal direkt: Diejenigen die als Traktoristen draußen auf dne Feldern rumkurven....
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Biobauer am 03. Juni 2016, 18:18:01
Also wenn ich vor irgendwas keine Angst habe, dann vor "zu viel" Bio.  ;D Viel viel mehr Bio täte der konventionellen Landwirtschaft gar nicht so ungut. Soll doch ruhig mal die Hälfte umstellen, dann schauen wir mal, wer wie dasteht. Neben dem "Besonderen" das dann weg wäre, gäbe es auch einen entsprechenden Preisangleich. Und die Populationsdynamik, zum Beispiel von Krankheiten, wäre auch eine komplett andere. Die Bios profitieren paradoxerweise ja davon, dass wir die Bestände sauber halten. Wenn auf einmal 100 x mehr Pilzsporen und Distelsamen in der Luft am rumschwirren wären, will ich mal sehen, wie das enden soll.

früher gabs mal ne ignorefunktion, ich fand die gut......
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: tuning Esel am 03. Juni 2016, 18:20:14
auch in der CHhttp://www.pronatura.ch/pestizide
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: charlie am 03. Juni 2016, 18:20:42
Also wenn ich vor irgendwas keine Angst habe, dann vor "zu viel" Bio.  ;D Viel viel mehr Bio täte der konventionellen Landwirtschaft gar nicht so ungut. Soll doch ruhig mal die Hälfte umstellen, dann schauen wir mal, wer wie dasteht. Neben dem "Besonderen" das dann weg wäre, gäbe es auch einen entsprechenden Preisangleich. Und die Populationsdynamik, zum Beispiel von Krankheiten, wäre auch eine komplett andere. Die Bios profitieren paradoxerweise ja davon, dass wir die Bestände sauber halten. Wenn auf einmal 100 x mehr Pilzsporen und Distelsamen in der Luft am rumschwirren wären, will ich mal sehen, wie das enden soll.

früher gabs mal ne ignorefunktion, ich fand die gut......

Herbert, man muss doch nicht gleicher Meinung seinem erfolgreich diskutieren zu können...
An unterschiedlichen Auffassungen und Argumenten kann man sich doch reiben...
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: tuning Esel am 03. Juni 2016, 18:27:22
Man muss auch mal sagen das es keine Universal Lösung für die Landwirtschaft gibt, jeder muss sein Weg,seine Türe finden wo er hinein geht..
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Biobauer am 03. Juni 2016, 18:33:23
Also wenn ich vor irgendwas keine Angst habe, dann vor "zu viel" Bio.  ;D Viel viel mehr Bio täte der konventionellen Landwirtschaft gar nicht so ungut. Soll doch ruhig mal die Hälfte umstellen, dann schauen wir mal, wer wie dasteht. Neben dem "Besonderen" das dann weg wäre, gäbe es auch einen entsprechenden Preisangleich. Und die Populationsdynamik, zum Beispiel von Krankheiten, wäre auch eine komplett andere. Die Bios profitieren paradoxerweise ja davon, dass wir die Bestände sauber halten. Wenn auf einmal 100 x mehr Pilzsporen und Distelsamen in der Luft am rumschwirren wären, will ich mal sehen, wie das enden soll.

früher gabs mal ne ignorefunktion, ich fand die gut......

Herbert, man muss doch nicht gleicher Meinung seinem erfolgreich diskutieren zu können...
An unterschiedlichen Auffassungen und Argumenten kann man sich doch reiben...

charlie, ich diskutier gern , aber es sollte schon einigermassen vernüftig sein, und des ganz oben ist einfach a riesenschmarrn. Ihr rühmt euch doch immer als das FACHforum, da kann ich hier absolut nix entdecken
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: charlie am 03. Juni 2016, 18:39:45
@Biobauer

Und noch ein Stückchen weiter oben lese ich den gleichen Schmarrn aus umgekehrter Sicht..  :rolleyes:
Aber dann widerlege doch einfach mal Nobby's Ansichten mit guten FACHlichen Argumenten.
Und wieso eigentlich IHR? Ich dachte, du wärst hier genauso Teil des FACHforums...
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Biobauer am 03. Juni 2016, 18:50:38
@Biobauer


Und wieso eigentlich IHR? Ich dachte, du wärst hier genauso Teil des FACHforums...

nöö, ich bin nur nen doofer bio, der krankheiten und disteln produziert ;)
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: tuning Esel am 03. Juni 2016, 18:56:09
es lebe der Pluralismuss... ;D
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: aelbler am 03. Juni 2016, 19:09:59
@Biobauer

Was ist denn dir heut fürne laus über die leber gelaufen...?

Hättest gestern mal lieber noch eins getrunken. :bier:
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Rohana am 03. Juni 2016, 19:11:53
wenn es ohne oder mit weniger geht sind wir dabei...
Kann man das nicht generell über alle PSM sagen? Wer wendet schon mehr an als nötig? ... so zumindest meine naive Ansicht.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: hahn am 03. Juni 2016, 19:12:55

nöö, ich bin nur nen doofer bio, der krankheiten und disteln produziert ;)

Aha, Selbstmitleid als Ausrede um keine Argumente bringen zu müssen  :rolleyes:

@ Rohana
Also naiv find ich das ganz und gar nicht. Ein Teil machts aus Vernunft, die Anderen wegen des Geldes.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: tuning Esel am 03. Juni 2016, 19:17:03
Das ist ja das gleiche wie die ganzen medikamente die durch getrockneten Klärschlamm wieder in die natur kommt..
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Wade am 03. Juni 2016, 19:26:29
@ Georg: Ich hab schon seit etlichen Jahren nen kleinen 20ha Biobetrieb übernommen, bin da voll überzeugt davon. Aber den elterlichen Betrieb umzustellen hatten wir uns längere Zeit nicht getraut. Auch wenn dabei nicht mehr verdient ist als konventionell oder etwas weniger würden wir das weiterhin machen. Aber falls es irgendwann so schlecht wird un der Betrieb dran verecken, das isses mir dann doch nicht wert. Bei uns gibts einige überzeugte Konventionelle die meinen die Umsteller gehen dabei drauf... Und im gleichem Atemzug wird dann über die (konventionellen) Preise gejammert und dass doch nix mehr verdient ist. Da frag ich mich immer wer zuerst hops geht.

Mein viel größeres Problem aktuell ist, dass Bayern es nicht schafft endlich das Kulap & VNP auszuzahlen, wegen "Softwareproblemen". Es gibt Betriebe die haben noch keinen Cent davon bekommen. Nur Ausgleichszulage & Betriebsprämie. Wenn dann Kulap&VNP für nen paar hundert ha fehlen bzw irgendwann 1 Jahr später ausbezahlt werden (angeblich solls bis ende 2016 kommen), nagt das schon etwas an der Liquidität.  :runter1:
Das ist zwar offtopic, geht mir aber grad im Kopf rum  ;)



   
 
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: sten am 03. Juni 2016, 19:30:20
Ich würde mich freuen,  wenn wir hier auf Augenhöhe diskutieren können. Gelegentliches Frotzeln scheint dazu zu gehören. Ein Kern Wahrheit ist an Nobbys Aussage aber doch schon dran, genau wie ich auch ein Brunnenvergifter bin.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: charlie am 03. Juni 2016, 19:42:13
@Wade

Tja, das ist dann genau das, was ich angesprochen hab:
Du bist als Bio dann noch mehr von den staatlichen Tröpfen abhängig und ohne die zusätzlichen Gelder aus Bio-Prämie, VNP und Kulap würde sich das Ganze gar nicht rechnen...
So schlimm auch für alle anderen die "Unzuverlässigkeit" und Zahlungsmoral der Behörden ist...
Grob über den Daumen kommen im Durchschnitt bei einem Konvi 1/3 des Betriebsgewinns aus staatlichen Töpfen, bei einem Bio sind es 2/3.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Meisteringenieur am 03. Juni 2016, 19:46:04
Ich würde eher um Durchschnitt  3/3 zu 4/3 sagen.


@Wade

Tja, das ist dann genau das, was ich angesprochen hab:
Du bist als Bio dann noch mehr von den staatlichen Tröpfen abhängig und ohne die zusätzlichen Gelder aus Bio-Prämie, VNP und Kulap würde sich das Ganze gar nicht rechnen...
So schlimm auch für alle anderen die "Unzuverlässigkeit" und Zahlungsmoral der Behörden ist...
Grob über den Daumen kommen im Durchschnitt bei einem Konvi 1/3 des Betriebsgewinns aus staatlichen Töpfen, bei einem Bio sind es 2/3.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: MUKUbauer am 03. Juni 2016, 19:56:08

Sorry ich komm mir schön langsam aber sicher irgendwie ja nur mehr in der Hand der Chemiefirmen vor
Wir haben in der Stmk - ja so ein schönes Gesetz bekommen das alle Katzen auch auf einer Landwirtschaft Kastriert sein müssen - außer man hat ein Zuchtkatze und das sei laut Medien in vielen Fällen Tierschutzrechtlich nicht möglich
Jeder Bauer weiß wenn eine Katze Junge hat fängt die ein haufen Viehzeugs mehr wie so - also gehen wird den Weg der Chemie ...
Glypho das Gleiche - welche Studie stimmt den wirklich ?

Und seit ich div. Lebensmittel nicht vertrage - stehe ich dem Thema Bio anders Gegenüber - ich will wissen was ich esse - das geht am besten wenn ich´s selber Erzeuge und je mehr man sich drüber befast desto mehr kommt man an´s Bio Thema ...
Nur viele sind hier Bio wegen der Förderung, darum hat´s den schlechten Ruf ....
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: charlie am 03. Juni 2016, 20:05:31

Nur viele sind hier Bio wegen der Förderung, darum hat´s den schlechten Ruf ....

Und ich dachte immer, die Konvis hätten den schlechten Ruf ...  :denk:
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: schweizer am 03. Juni 2016, 20:07:17
Zu Nobbys Aussage: Ich bin da anderer Meinung, im Bio vermehren wir auch nicht resistente Individuen. Schau mal her: seit einem halben Jahrhundert kämpfen die meisten Landwirte mit Chemie gegen Beikraut, Schädlinge und Krankheiten.
Die Probleme sind aber grösser geworden: Resistenzen breiten sich zunehmend aus, Pilzkrankheiten werden aggressiver. Beispiel: Vor 25 Jahren wurde in der CH nichts gegen Blattkrankheiten in Zuckerrüben gespritz. Heute sind 2 Behandlungen bald Standard obwohl die neuen Sorten und Fungizide immer besser sein sollen. Finde den Fehler?

Was hat dieser ganze Zirkus der Landwirtschaft gebracht: höhere Erzeugungskosten und tiefere Erlöse weil eh zu viel von allem da ist. Wie reagieren viele Landwirte (gezwungenermassen): Konzentration auf die rentabelsten Früchte, bewirken noch einseitigere Fruchtfolgen und noch mehr Probleme.

Und natürlich haben auch die Biobauern ihre Baustellen, auch unsere Vorschriften werden strenger. Lasst uns doch einfach zusammen Landwirtschaft betreiben, beide haben ihre Problemfelder und könnten auch voneinander profitieren. Schwarze Schafe gibts auf beiden Seiten.



Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: NobbyNobbs am 03. Juni 2016, 20:19:09

charlie, ich diskutier gern , aber es sollte schon einigermassen vernüftig sein, und des ganz oben ist einfach a riesenschmarrn. Ihr rühmt euch doch immer als das FACHforum, da kann ich hier absolut nix entdecken

Ou, süß, dieser Beitrag spiegelt 99 % deiner Beiträge wieder: Fachliches = Nebensache, Jammern = Hauptberuf
Und wie schlimm hier alles und jeder ist, meine Güte, das geht ja echt auf keine Kuhhaut mehr.  :hope: ;)

Also wenn ich vor irgendwas keine Angst habe, dann vor "zu viel" Bio.  ;D Viel viel mehr Bio täte der konventionellen Landwirtschaft gar nicht so ungut. Soll doch ruhig mal die Hälfte umstellen, dann schauen wir mal, wer wie dasteht. Neben dem "Besonderen" das dann weg wäre, gäbe es auch einen entsprechenden Preisangleich. Und die Populationsdynamik, zum Beispiel von Krankheiten, wäre auch eine komplett andere. Die Bios profitieren paradoxerweise ja davon, dass wir die Bestände sauber halten. Wenn auf einmal 100 x mehr Pilzsporen und Distelsamen in der Luft am rumschwirren wären, will ich mal sehen, wie das enden soll.

früher gabs mal ne ignorefunktion, ich fand die gut......


Du wärst bei mir der erste darauf, das hast du recht
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: NobbyNobbs am 03. Juni 2016, 20:27:03
Zu Nobbys Aussage: Ich bin da anderer Meinung, im Bio vermehren wir auch nicht resistente Individuen. Schau mal her: seit einem halben Jahrhundert kämpfen die meisten Landwirte mit Chemie gegen Beikraut, Schädlinge und Krankheiten.
Die Probleme sind aber grösser geworden: Resistenzen breiten sich zunehmend aus, Pilzkrankheiten werden aggressiver. Beispiel: Vor 25 Jahren wurde in der CH nichts gegen Blattkrankheiten in Zuckerrüben gespritz. Heute sind 2 Behandlungen bald Standard obwohl die neuen Sorten und Fungizide immer besser sein sollen. Finde den Fehler?

Was hat dieser ganze Zirkus der Landwirtschaft gebracht: höhere Erzeugungskosten und tiefere Erlöse weil eh zu viel von allem da ist. Wie reagieren viele Landwirte (gezwungenermassen): Konzentration auf die rentabelsten Früchte, bewirken noch einseitigere Fruchtfolgen und noch mehr Probleme. Sozusagen die Hybridzüchtung im Pflanzenbau mit einem Heterosiseffekt wie er in der Pflanzenzüchtung nur erträumt werden kann.  ;)

Und natürlich haben auch die Biobauern ihre Baustellen, auch unsere Vorschriften werden strenger. Lasst uns doch einfach zusammen Landwirtschaft betreiben, beide haben ihre Problemfelder und könnten auch voneinander profitieren. Schwarze Schafe gibts auf beiden Seiten.

- Jeder vermehrt resistente Individuen wenn er Landwirtschaft betreibt. Das sollte man mal zuerst klar stellen, auch du. Wir selektieren Arten und egal, ob chemisch oder auf andere Art und Weise, wir selektieren resistente Arten. Denn es gibt nicht nur die "Chemie"-Resistenz

- Die Landwirte kämpfen nicht erst seit einem halben Jahrhundert gegen Unkraut, sondern schon immer. Bloß waren wir vor bisschen mehr als einem halben Jahrhundert im Kampf, wie man so aus der Geschichte weiß, eher die Unterlegenen.

- Dass der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, in Kombination mit der Ernährung und der Züchtung, ein Segen ist, das siehst du tagtäglich draußen. Schau dir diese Bestände an. Sauber, hoch ertragreich, gesund. Mit allem drum und dran was dazu gehört an eine produktive Spitze geführt. Das ist für mich ein Wunder, was da die letzten 60, 70 Jahre bewirkt wurde.
Auch die guten Bios haben heute die Felder sauber. Alles tuttifrutti, das ist echt beeindruckend,was da das Know-How und die Landtechnik bewirkt haben.

- der letzte Teil deines Postings ist die eig beste Aussage und trifft den Punkt. Was, wenn man sich von allem das Beste rauspicken kann, weil man eben nicht den engen Korsetts der Bio-Hampel-Vereine angehörg ist und sich dort mit sinnlosen und weltfremden Auflagen abkämpfen muss bzw. reagieren kann wenn nötig, und dennoch auch bereits dazu ist, alternative Wege (als z.B. nur auf den Einsatz von Chemie zu setzen) zu gehen? Das ist die berühmte Annäherung, die hier bereits viele nannten. Für mich ist das ganz klar ganz einfach der Integrierte Pflanzenbau. Sozusagen der Hybrid, mit einem Heterosiseffekt wie man sich ihn in der Pflanzenzüchtung nur erträumen kann. ;)
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: BNT am 03. Juni 2016, 22:02:51
Mit deinen 5 Fungizidbehandungen im Weizen bist du halt auch alles andere als ein Heiliger.

Ich schreibe es ja immer wieder: Aber das aller oberste Ziel muss die Erhaltung der Resistenzen von Nutzpflanzen sowie die Wirksamkeit von PSM sein. Davon sind wir aber meilenweit entfernt, bis auf rühmliche Ausnahmen. Es gibt gar nicht mal so wenige Betriebe, die mit einem wirklich schlanken PSM-Programm durch kommen.

Und dann wiederum schaffen es viele sogar den BT-Mais nutzlos zu machen, wo man sich echt fragen muss...
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Biobauer am 03. Juni 2016, 22:17:54



Auch die guten Bios haben heute die Felder sauber. Alles tuttifrutti, das ist echt beeindruckend,was da das Know-How und die Landtechnik bewirkt haben.




weiter unten schreibste was von krankheiten und disteln, die verheerend übers land ziehen. was den nun?? das sind eben argumente, die wurden schon vor 20 jahren entkräftet. das nächste wäre dann gewesen , das der bio nachts seine felder spritzt und kunstdünger streut...

und jammern tue ich eigentlich höchst selten....
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: charlie am 03. Juni 2016, 22:26:10
Off Topic:

Leute schaut euch mal eure Posts ordentlich an, seht zu, dass die Zitate passen.. Vor allem beim nachträglichen Editieren und einfügen...
Hier geht gerade die Lesbarkeit und vor allem die Zuordnung zu den einzelnen Usern verloren...

Bitte an einen Mod: wer kann das mal hinbasteln, wenn es die User nicht schaffen?
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: joe am 03. Juni 2016, 23:07:39
vielleicht können /sollten wir uns von den bio`was abgucken, wo und jetzt ein wichtiges werkzeug fehlt  .......
wenz und doppler öder der sepp aus freising haben auch keinen pflug ,........
die meißten vielackerer hier sollten das auch gut ohne glyphos hinbekommen , aber no/stripptill sehe ich ohne  als gescheitert !
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: nofear am 04. Juni 2016, 08:36:36
vielleicht können /sollten wir uns von den bio`was abgucken, wo und jetzt ein wichtiges werkzeug fehlt  .......
wenz und doppler öder der sepp aus freising haben auch keinen pflug ,........
die meißten vielackerer hier sollten das auch gut ohne glyphos hinbekommen , aber no/stripptill sehe ich ohne  als gescheitert !

Ich kenn alle drei nicht persönlich und würde auch Franz Brunner noch mit nennen.
Aber es ist eben nur eine Hand voll bekannter Leute die das top im Griff haben. Gibt sicher noch mehr die man nicht so kennt.

Nur, was machen die den besser/anders? Keiner von denen macht aus seiner Wirtschaftsweise ein Geheimnis, eher im Gegenteil...
Warum fällt es vielen so schwer das auf ihrem Standort umzusetzen?
MMN sind das alles eher Biologen als Traktoristen  ;) und die haben kleinere überschaubare Betriebe und kennen jeden m² wie ihre Westentasche. Weiß nicht ob sowas noch auf mehreren 100ha funktioniert? Und ich denke viele werden den Blick für die Natur und die Zusammenhänge so nicht haben und das kann man auch nur schwer lernen, da muß einem schon der Ansatz für zumindest in die Wiege gelegt worden sein. Unsere heutige landwirtschaftliche Ausbildung legt da aber eben auch zu wenig Focus drauf.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Heico am 04. Juni 2016, 08:53:32

- Jeder vermehrt resistente Individuen wenn er Landwirtschaft betreibt. Das sollte man mal zuerst klar stellen, auch du. Wir selektieren Arten und egal, ob chemisch oder auf andere Art und Weise, wir selektieren resistente Arten. Denn es gibt nicht nur die "Chemie"-Resistenz

- Die Landwirte kämpfen nicht erst seit einem halben Jahrhundert gegen Unkraut, sondern schon immer. Bloß waren wir vor bisschen mehr als einem halben Jahrhundert im Kampf, wie man so aus der Geschichte weiß, eher die Unterlegenen.

- Dass der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, in Kombination mit der Ernährung und der Züchtung, ein Segen ist, das siehst du tagtäglich draußen. Schau dir diese Bestände an. Sauber, hoch ertragreich, gesund. Mit allem drum und dran was dazu gehört an eine produktive Spitze geführt. Das ist für mich ein Wunder, was da die letzten 60, 70 Jahre bewirkt wurde.
Auch die guten Bios haben heute die Felder sauber. Alles tuttifrutti, das ist echt beeindruckend,was da das Know-How und die Landtechnik bewirkt haben.

- der letzte Teil deines Postings ist die eig beste Aussage und trifft den Punkt. Was, wenn man sich von allem das Beste rauspicken kann, weil man eben nicht den engen Korsetts der Bio-Hampel-Vereine angehörg ist und sich dort mit sinnlosen und weltfremden Auflagen abkämpfen muss bzw. reagieren kann wenn nötig, und dennoch auch bereits dazu ist, alternative Wege (als z.B. nur auf den Einsatz von Chemie zu setzen) zu gehen? Das ist die berühmte Annäherung, die hier bereits viele nannten. Für mich ist das ganz klar ganz einfach der Integrierte Pflanzenbau. Sozusagen der Hybrid, mit einem Heterosiseffekt wie man sich ihn in der Pflanzenzüchtung nur erträumen kann. ;)

Wer ständig im Kampf mit dem Unkraut ist, wird nicht gewinnen. Es sind Zeigerpflanzen, die erzählen warum sie auf diesem Acker besonders gerne wachsen. Man muss mit ihnen zusammenarbeiten.  ;) Aber sieh dir mal die Threads an, die sich mit Weizenanbau beschäftigen. Wenn das Jemand von außen liest, wird er sagen: Sofort die PS Mittel verbieten!

Deinen Segen der PS Mittel sieht für Andere eher als einseitige Sicht der Landwirtschaft aus, die die Probleme mit Abbauprodukten und Nebenwirkungen nicht wahrnehmen. Oder was sollen die Trinkwasserhersteller machen mit den Rückständen, die immer mehr werden. Wenn das Wasser immer schlechter wird, dann bohrt man die Brunnen erstmal tiefer, weil unten besseres Wasser sitzt. Nitrat kann man technisch noch einigermaßen günstig entfernen aber PS wird echt eine Herausforderung. Da ist es billiger die landwirtschaftliche Produktion stillzulegen.

Die produktive Spitze scheint besonders in D erreicht zu sein mit dem höchsten Aufwand an chemischen Pflanzenschutz pro ha.
Manche Bios haben nicht ihre Felder sauber, weil sie bessere Maschinen haben sondern weil sie die Maschinen sinnvoller einsetzen und vor Allem weil sie eine Fruchtfolge haben. So so die Bio-Hampel-Vereine haben sinnlose und weltfremde Auflagen. Die sind von Mitgliedern gemacht und nicht vom Verein.

Aber macht nix, ich war ja auch mal jung und wollte die Bios überzeugen. Bin dann aber dabei hängengeblieben. ;D
Hatte vorher aber schon 15 Jahre intensiv Konventionell hinter mir.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: kakvogl am 04. Juni 2016, 09:03:00
Genau so ises war erst vor ein paar Tagen auf einen Betrieb der nach Zeigerpflanzen Ausgleichdüngung betreibt als Bio muss nicht immer funzten aber was ich dort gesehen habe genial säen und ernten aber fast sauber. Da macht Ldw spass wenn was übrig bleibt. ;D ;D

@Nofear schau mal in Deine Mitteilungen ich hab da was gesehen ;D ;D ;D
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Rohana am 04. Juni 2016, 09:20:48
Da ist es billiger die landwirtschaftliche Produktion stillzulegen.
Um dann was zu tun? Mit dem gesparten Geld von irgendwo Essen kaufen?  :rolleyes:
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Tim am 04. Juni 2016, 09:40:54
... Oder was sollen die Trinkwasserhersteller machen mit den Rückständen, die immer mehr werden. Wenn das Wasser immer schlechter wird, dann bohrt man die Brunnen erstmal tiefer, weil unten besseres Wasser sitzt. Nitrat kann man technisch noch einigermaßen günstig entfernen aber PS wird echt eine Herausforderung. Da ist es billiger die landwirtschaftliche Produktion stillzulegen.

Heico, ich gehe da gerne mit das es eine Harmonie in der Bewirtschaftung der Flächen geben muss,  Wechselwirkungen zwischen bodenbearbeitung,Düngung,pflanzenschutz, sortenwahl,Fruchtfolge... Sind Bausteine und alles mit chemischen pflanzenschutz zu lösen ist zum einen wirkungstechnisch kurzsichtig und auch ökonomisch schlecht!

Aber bitte zeig mir wo sich das Grundwasser verschlechtert hat? Welche direkte Auswirkung wird PSM Rückständen und abbauprodukten in den trinkwaserbrunnen zugewiesen?

Clomazone wird defacto verboten, methazachlor hingegen zur einzigen Alternative im rapsanbau?!?
Was wird der Ersatz zum Glyphosat?  Sicherlich auch sehr hohe aufwandmengen an Sulfonylharnstoffen die IMMER im Grundwasser nachgewiesen werden.

Ich sehe dort keine logische Ableitung mehr, im Gegenteil, wir Landwirte lassen uns sogar noch mit in diesen hype ziehen!

Nochmal zum Glyphosat - bei dem ganzen gestrampel, bei allen neuen Erkenntnissen.. Für mich ist dieses Verbot reine Politik - es geht mehr um TTIP als um Logik und die grosse Mehrheit der Leute lässt sich für die Interessen bzw. Das Geschäft kleiner Gruppen benutzen.

Mfg tim
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: kakvogl am 04. Juni 2016, 09:57:26
Tim, ruf mal im Wasserwirtschaftsamt an und hol Dir Auskunft über Wasserqualität und Einträge. Alleine das Thema Nitrat wird doch immer schlimmer, meine ich. Wir sind doch erst am Anfang mit den Einträgen die nachweislich ankommen. Wie soll denn im aneroben Bereich des Bodens noch etwas abgebaut oder umgesetzt werden. Der Weidepfahl der nur in einen bestimmten Bereich abfault ist doch das beste Bespiel. Wir werden es eventuell nicht mehr erleben, dass das Grundwasser immer schlechter wird aber die Genarationen nach uns die werden die Suppe auslöffeln müssen.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Falk am 04. Juni 2016, 10:06:32
Tim, ruf mal im Wasserwirtschaftsamt an und hol Dir Auskunft über Wasserqualität und Einträge. Alleine das Thema Nitrat wird doch immer schlimmer, meine ich. Wir sind doch erst am Anfang mit den Einträgen die nachweislich ankommen. Wie soll denn im aneroben Bereich des Bodens noch etwas abgebaut oder umgesetzt werden. Der Weidepfahl der nur in einen bestimmten Bereich abfault ist doch das beste Bespiel. Wir werden es eventuell nicht mehr erleben, dass das Grundwasser immer schlechter wird aber die Genarationen nach uns die werden die Suppe auslöffeln müssen.

Und nein... Nitrat wird nur in den Extremen Tierwirtschaftsgebieten schlimmer!
AUßerdem ist die diskussion etwas Offtopic
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Tim am 04. Juni 2016, 10:18:07
Es ist doch sinnbildlich die gleiche hirnrissige hexenjagd.

Wir kriegen n-salden aufgebrummt die immer straffer werden und dabei liegen unsere eigentlichen Probleme im prüfsystem... Es ist für mich auch eine Art technischer oder ökonomischer Fortschritt mit irgendwo 50kg n je ha Saldo langfristig zurecht zu kommen, aber die Ansprüche ans Grundwasser werden immer mehr durch die Möglichkeiten der nachweisführung beeinflusst, als durch die tatsächliche Belastung.

Der hype bleibt, die Situation auch, die Massnahmen dagegen bleiben im grunde sinnlos und sind nur ein weiterer Stein im weg.

Der Weidepfahl ist auch schon vor hundert Jahren an der selben Stelle abgefault - den Vergleich versteh ich nicht ganz.

Die Generation nach uns befindet sich grad in einer Phase alles glauben zu müssen was ihnen im Fernsehen vorgesetzt wird. Man bekommt den Eindruck das wissenschaftliche Erkenntnisse in der Landwirtschaft nur noch Fachpublikum vorbehalten sind und alle anderen Bilder von vor 70 Jahren mit tufftuff Treckern vorgestellt werden und jetzt alles schlechter als damals ist.

Mfg tim
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Heico am 04. Juni 2016, 11:18:59
Da ist es billiger die landwirtschaftliche Produktion stillzulegen.
Um dann was zu tun? Mit dem gesparten Geld von irgendwo Essen kaufen?  :rolleyes:

Stelle man sich vor, die Rückstände im Trinkwasser würden immer mehr, weil der Eintrag von den oberen m ja noch nicht angekommen ist.
Dann wäre die logische Konsequenz, die Landwirtschaft auf Druck der Wasserwirtschaft zu beenden und dafür einen Obulus zu erhalten.
Bis das Grundwasser dann wieder sauber ist, müsste es durch einen Aktivkohlefilter oder wie auch immer.
Das ist teurer als die Fläche stillzulegen oder dem Landwirt abzukaufen. Es sieht jedenfalls in Niedersachsen und nicht nur hier ganz so aus, als wenn das eintritt. Kein Verantwortlicher möchte auf das Thema angesprochen werden.
Guckt euch mal die Ergebnisse vom Wasser an. Und bitte nicht täuschen lassen von dem Begriff: "nicht relevante Metaboliten"
Mit dem gesparten Geld könnte dann die Verwaltung in Luxus essen gehen. ;D
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Tim am 04. Juni 2016, 11:47:11
http://xn--trinkwasserqualitt-1tb.com/deutschland/trinkwasserqualitaet-niedersachsen/

Kann man da von realistischen zahlen ausgehen? Wo liegt die Bedrohung? 

(wenn gewünscht eröffnen wir ein weiteres Thema)

Mfg tim

EDIT,  sorry muss mich korrigieren, es ging um Grundwasser,  die Werte beziehen sich auf Trinkwasser... 
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: kakvogl am 04. Juni 2016, 12:14:42
Weidezaunpfahl: Für mein kleinbäuerliches Gehirn wird nur im eroben Bereich etwas ab oder umgebaut durch die Biologie der Krume. Was durch Verlagerung dann in den tieferen Schichten ankommt geht doch unverändert durch bis vielleicht zum Grundwasser (Trinkwasser). Warum wurde denn Atrazin verboten???? Leute ich will keinen belehren, aber bei uns heißt es immer "Die Reue ist eine langsame Lusch" Ein anderer Gesichtspunkt ist doch vielleicht: Geben wir unsere Wirtschaftlichkeit mit der Maximalproduktion eventuell aus unseren eigenen Händen? Die Natur hat soviel zu bieten hinischtlich Leistungsfähigkeit, schaut Euch mal die Ackerraine an wie da die Biologie heuer mit dem Wasser explodiert. Ohne Chemie und Regelierung keine Disteln, kein Ampfer. Ich denke wir geben unseren eigenen Stellenwert durch die Überproduktion aus den Händen und Andere leben umso besser davon.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: MUKUbauer am 04. Juni 2016, 13:02:37
Weidezaunpfahl: Für mein kleinbäuerliches Gehirn wird nur im eroben Bereich etwas ab oder umgebaut durch die Biologie der Krume. Was durch Verlagerung dann in den tieferen Schichten ankommt geht doch unverändert durch bis vielleicht zum Grundwasser (Trinkwasser). Warum wurde denn Atrazin verboten???? Leute ich will keinen belehren, aber bei uns heißt es immer "Die Reue ist eine langsame Lusch" Ein anderer Gesichtspunkt ist doch vielleicht: Geben wir unsere Wirtschaftlichkeit mit der Maximalproduktion eventuell aus unseren eigenen Händen? Die Natur hat soviel zu bieten hinischtlich Leistungsfähigkeit, schaut Euch mal die Ackerraine an wie da die Biologie heuer mit dem Wasser explodiert. Ohne Chemie und Regelierung keine Disteln, kein Ampfer. Ich denke wir geben unseren eigenen Stellenwert durch die Überproduktion aus den Händen und Andere leben umso besser davon.


Du magst schon recht haben was zb. Atrazin betrifft
Punkto Wirtschaftlichkeit etc.
Man könnte in der EU allen BIO vorschreiben, nur müssen dann die Grenzen dicht gemacht werden ...
wie gut das Geht sieht man ja ...
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: joe am 04. Juni 2016, 13:42:46
Da ist es billiger die landwirtschaftliche Produktion stillzulegen.
Um dann was zu tun? Mit dem gesparten Geld von irgendwo Essen kaufen?  :rolleyes:

Stelle man sich vor, die Rückstände im Trinkwasser würden immer mehr, weil der Eintrag von den oberen m ja noch nicht angekommen ist.
Dann wäre die logische Konsequenz, die Landwirtschaft auf Druck der Wasserwirtschaft zu beenden und dafür einen Obulus zu erhalten.
Bis das Grundwasser dann wieder sauber ist, müsste es durch einen Aktivkohlefilter oder wie auch immer.
Das ist teurer als die Fläche stillzulegen oder dem Landwirt abzukaufen. Es sieht jedenfalls in Niedersachsen und nicht nur hier ganz so aus, als wenn das eintritt. Kein Verantwortlicher möchte auf das Thema angesprochen werden.
Guckt euch mal die Ergebnisse vom Wasser an. Und bitte nicht täuschen lassen von dem Begriff: "nicht relevante Metaboliten"


genau so sieht es aus, es ist ein totgeschwiegenes reales problem , im gegensatz zur nitratbelastung , .zumindest bei uns !
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: joe am 04. Juni 2016, 13:50:05
ist das zulassungsende immer noch insiderwissen ; ?
hat mal jemand einen link auf eine velässliche quelle ?
bisher ist noch nichts durch die medien gegangen oder habe ich es nur übersehen ond überhört ?
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Falk am 04. Juni 2016, 14:07:34
http://www.br.de/mediathek/video/sendungen/unser-land/roundup-glyphosat-geschichte-100.html
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: John Deere 7830 am 04. Juni 2016, 14:41:09
früher gabs mal ne ignorefunktion, ich fand die gut......
Gibts doch eh noch/wieder. Funktioniert aber nur am PC richtig.


Man sollte gemeinsam schauen, dass man zu einem Ziel kommt. Ist doch überall so, wenn man sich innerhalb einer Berufsgruppe nicht einig ist, dass da langfristig nichts gutes raus kommt.

Wir können jeweils vom anderen lernen, mMn die Konvis von den bios mehr als umgekehrt.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Georg am 04. Juni 2016, 15:08:20
Es wurde ja schon TTIP erwähnt..
und genau in diesem Dillemma steckt derzeit die EU. Ohne die Verhandlungen wäre Glypho schon verboten.
Deshalb nun der faule Kompromiss mit den 18 Monaten.

Insider wissen doch um was es geht.
0,5kg Wirkstoff im Jahr pro ha zur Queen oder Gräser Bekämpfung macht keine Schäden.

Aber wie zum Teil bis zu 3 kg Wirkstoff jedes Jahr, das schafft halt die Natur nicht mehr.

Das Problem des Glyphospuren ist die Sikkation.

Die Sikkation wurde großflächig in Nordamerika eingeführt und kam dann auch durch die Strobuline nach Europa.

Wenn Getreide  nicht mehr reif wird oder reif werden kann dann hilft halt nur noch die Chemie...

In Nordamerika wurde GetrEide bis vor 10 Jahren meist mit dem Schwadmäher "druschreif" gemacht und dann mit insgesamt bis zu 20% Verlust trocken gedroschen.
Heute wird 1 kg Wirkstoff Glypho auf die Ähren, auch bei Braugerste, gespritzt und man kann auch dort Getreide mit nem Schneitwerken dreschen.

Und in Nordeuropa, klar mit Strobuline kann man die Erträge schon um 20% nach oben treiben. Abereits wenn die Halme nicht mehr reif werden und das Zeugs nicht mehr durch den Dreschen geht, und wenn dann haben die Körner 3% mehr Feuchtigkeit, dann wirkt ne Glypho durch mit 1 kg Glypho reine Wunder...

Es hat halt alles seinen Preis!

Ich würde mal sagen, der Bogen wurde einfach überspannt!
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Stanky am 04. Juni 2016, 15:24:59
Moin,
was ist:
Insider wissen doch um was es geht.
0,5kg Wirkstoff im Jahr pro ha zur Queen oder Gräser Bekämpfung macht keine Schäden.
Gräser weiß ich, aber was hast Du gegen das englsche Königshaus  ;D, Queenbekämpfung habe ich bei uns noch nicht gehört, Kween sind Tobuller, Starken oder auch Färsen.
Ja, ja, das ist die Sprachvielfalt in deutschen Landen! Und das ist auch gut so!.
Gruß
Frank
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Georg am 04. Juni 2016, 15:30:09
Stanky, kann man eigentlich diese Automatische Textkorrektur am Tablet Abs halten?
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Wade am 04. Juni 2016, 17:30:05
Georg bringt es genau auf den Punkt!
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Falk am 04. Juni 2016, 17:31:40
Bloß das Strobus keine 20%mehrertrag bringen!
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: MUKUbauer am 04. Juni 2016, 18:14:36
Stanky, kann man eigentlich diese Automatische Textkorrektur am Tablet Abs halten?

Sicher geht die zum ausschalten
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: joe am 04. Juni 2016, 19:13:09
ist das zulassungsende immer noch insiderwissen ; ?
hat mal jemand einen link auf eine velässliche quelle ?
bisher ist noch nichts durch die medien gegangen oder habe ich es nur übersehen ond überhört ?
Die Vöglein aus vertrauter und in der Vergangenheit sicherer Quelle melden aus Brüssel

-> Keine Verlängerung <-

meine frage bezog sich hierrauf !?
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: joe am 05. Juni 2016, 11:03:14
ist das zulassungsende immer noch insiderwissen ; ?
hat mal jemand einen link auf eine velässliche quelle ?
bisher ist noch nichts durch die medien gegangen oder habe ich es nur übersehen ond überhört ?
Die Vöglein aus vertrauter und in der Vergangenheit sicherer Quelle melden aus Brüssel

-> Keine Verlängerung <-

meine frage bezog sich hierrauf !?

ja was ist denn nun ? keine verlängerung der zulassung nach dem 30.06.16 ? oder was ?
e
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: jotesen am 05. Juni 2016, 11:13:21
Was ich so zwischen den Zeilen lese, geht es nur noch um 2 Optionen.  Das eine wäre das Ende der Zulassung. Die andere Option ist eine 18 monatige Zulassung um der Echa in Helsinki Zeit für ein neues Gutachten zu geben.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: joe am 05. Juni 2016, 11:51:07
Was ich so zwischen den Zeilen lese, geht es nur noch um 2 Optionen.  Das eine wäre das Ende der Zulassung. Die andere Option ist eine 18 monatige Zulassung um der Echa in Helsinki Zeit für ein neues Gutachten zu geben.
aber aus nobby´s post steht ganz klar keine Verlängerung !

was soll das ? entweder ich habe eine verlässliche quelle oder nicht !
sind wir hier ein fachforum oder bei der blödzeitung  ?
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: jotesen am 05. Juni 2016, 11:54:20
Was ich so zwischen den Zeilen lese, geht es nur noch um 2 Optionen.  Das eine wäre das Ende der Zulassung. Die andere Option ist eine 18 monatige Zulassung um der Echa in Helsinki Zeit für ein neues Gutachten zu geben.
aber aus nobby´s post steht ganz klar keine Verlängerung !

was soll das ? entweder ich habe eine verlässliche quelle oder nicht !
sind wir hier ein fachforum oder bei der blödzeitung  ?
Das wäre dann Insiderwissen. Publiziert wurde da bislang nichts mit verlässlicher Quelle.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: NobbyNobbs am 05. Juni 2016, 12:24:18
Was ich so zwischen den Zeilen lese, geht es nur noch um 2 Optionen.  Das eine wäre das Ende der Zulassung. Die andere Option ist eine 18 monatige Zulassung um der Echa in Helsinki Zeit für ein neues Gutachten zu geben.
aber aus nobby´s post steht ganz klar keine Verlängerung !

was soll das ? entweder ich habe eine verlässliche quelle oder nicht !
sind wir hier ein fachforum oder bei der blödzeitung  ?
Das wäre dann Insiderwissen. Publiziert wurde da bislang nichts mit verlässlicher Quelle.

Und genau so ist es auch. Daher gibt es auch keine Quelle, von mir auch ebenso keine Gewehr. Ich hoffe, dass sich getäuscht wird, in der Vergangenheit war das aber nicht so. Sprich, all das was später entschieden wurde, haben die Vöglein vorher gezwitschert...
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Falk am 05. Juni 2016, 12:29:56
Nobby ist die "Spinne"  http://3.bp.blogspot.com/-MR480CPEEsY/UyBL5o8dQEI/AAAAAAAAA0k/6_Ou7m-k0Uw/s1600/Varys.jpg
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: NobbyNobbs am 05. Juni 2016, 12:30:49
Was zum... ?! ;D


Gesendet von iPhone mit Tapatalk
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Mulchsaat am 05. Juni 2016, 13:30:45
Nobby ist die "Spinne"  http://3.bp.blogspot.com/-MR480CPEEsY/UyBL5o8dQEI/AAAAAAAAA0k/6_Ou7m-k0Uw/s1600/Varys.jpg
[emoji12][emoji1360]
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: joe am 05. Juni 2016, 15:05:58
Was ich so zwischen den Zeilen lese, geht es nur noch um 2 Optionen.  Das eine wäre das Ende der Zulassung. Die andere Option ist eine 18 monatige Zulassung um der Echa in Helsinki Zeit für ein neues Gutachten zu geben.
aber aus nobby´s post steht ganz klar keine Verlängerung !

was soll das ? entweder ich habe eine verlässliche quelle oder nicht !
sind wir hier ein fachforum oder bei der blödzeitung  ?

ok also die hoffnung stirbt zuletzt und niemand weiß genaues nicht .
ich finde dieses gerüchte streuen  zum kotzen

Das wäre dann Insiderwissen. Publiziert wurde da bislang nichts mit verlässlicher Quelle.

Und genau so ist es auch. Daher gibt es auch keine Quelle, von mir auch ebenso keine Gewehr. Ich hoffe, dass sich getäuscht wird, in der Vergangenheit war das aber nicht so. Sprich, all das was später entschieden wurde, haben die Vöglein vorher gezwitschert...
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Corpy am 05. Juni 2016, 16:55:26
Keine Zulassung heisst keine Zulassung, meines Wissens.

Solange es kein Anwendungsverbot gibt (wovon ich nicht ausgehe, weil Risiko nicht abschließend geklärt), wird es wie bei einer auslaufenden Zulassung, 6 Monate Abverkauf und 18 Monate Aufbrauchfrist geben.

Wären also noch 2 Jahre, in denen der Wirkstoff appliziert werden darf? Wie sicher ist das?

Wann genau wird über die Wiederzulassung entschieden? Am Mittwoch?

Wenn es erstmal zu einem Verbot kommt, dann steigen sicher auch die Preise.

Ich habe hier ein gutes Angebot: 2,30€/l bei Abnahme von Palette in 20l Kanistern. Habe aber nicht viel Bedenkzeit.

Aber viel falsch machen kann man nicht. Bis ins Frühjahr werde ich es sicher anwenden dürfen?  :rolleyes:
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Wade am 05. Juni 2016, 21:44:41
Nobby ist die "Spinne"  http://3.bp.blogspot.com/-MR480CPEEsY/UyBL5o8dQEI/AAAAAAAAA0k/6_Ou7m-k0Uw/s1600/Varys.jpg

Nobby is nen Eunuch?  :P

Aber wenn das wirklich stimmt dass es keine Zukassung mehr gibt könnte man ja nen paar Puts auf Monsanto & Co abgeben  ;D Oder Rechnet der Markt auch schon damit dass es nicht mehr Zugelassen wird?
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: charlie am 05. Juni 2016, 23:14:05
Keine Zulassung heisst keine Zulassung, meines Wissens.

Solange es kein Anwendungsverbot gibt (wovon ich nicht ausgehe, weil Risiko nicht abschließend geklärt), wird es wie bei einer auslaufenden Zulassung, 6 Monate Abverkauf und 18 Monate Aufbrauchfrist geben.

Wären also noch 2 Jahre, in denen der Wirkstoff appliziert werden darf? Wie sicher ist das?

Wann genau wird über die Wiederzulassung entschieden? Am Mittwoch?

Wenn es erstmal zu einem Verbot kommt, dann steigen sicher auch die Preise.

Ich habe hier ein gutes Angebot: 2,30€/l bei Abnahme von Palette in 20l Kanistern. Habe aber nicht viel Bedenkzeit.

Aber viel falsch machen kann man nicht. Bis ins Frühjahr werde ich es sicher anwenden dürfen?  :rolleyes:

Nein nur 18 Monate ab Zulassungsende, also 30.6.16 läuft die Zulassung aus, das heißt bis 31.12.17 kannste aufbrauchen, was du bis zum 31.12.16 gekauft hast.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Tim am 06. Juni 2016, 08:35:32
Man fragt sich im Grunde bei dieser ganzen Abstimmung wer sich hier gerade selbst abschafft.

Ist es nur die SPD, die die Tragweite ihrer Agrarpolitik kaum noch überblickt weil sie ihr schlichtweg egal zu sein scheint?  Hauptsache der Verbraucher schenkt uns noch ein paar Stimmen, egal welchen blödsinn wir in der realpolitik gerade verzapfen?

Auf jedenfall stimmt Deutschland wegen Ihnen jein - oder hat die CDU Forderungen gestellt denen man nicht nachkommen will? Also im grunde ist der Wirkstoff noch nichtmal erwiesenermaßen schädlich - und volkswirtschaftlich UND ökologisch von enormer Bedeutung,  warum bräuchte es da so ein Gerangel - wir kommen wieder zu TTIP..

Und die EU Kommission ist wieder mal unfähig eine eigene Entscheidung zu treffen. Ja, ich denke die EU Staaten müssen näher zusammen Rücken,  nach der Währungsunion braucht es auch politische Geschlossenheit - aber das ist mal wieder ein paradebeispiel wie einzelne das große Ganze und die Logik ins wanken bringen.

Einfach nur entsetzt wie wir gelenkt werden. Die Herde Schafe hat die Führung übernommen und der Schäfer tappt mit seinen Hunden hinterher.

Mfg tim
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: BNT am 06. Juni 2016, 08:54:42
Meine Theorie: Die SPD versucht alles, um aus ihrem sub 15% Tief raus zu kommen und was macht jemand, dem das Wasser bis zum Hals steht: Aktionismus!


Ehrlich gesagt, verstehe ich auch nicht, wie man so doofe Zulassungsregeln machen kann. Nehmen wir an, dass nun wirklich die Erkenntnis vor liegt, dass das seit Jahrzehnten eingesetzte PSM krebserregend ist, also wirklich und nicht nur theoretisch potentiell, dann muss ich doch schon aus Gründen des Vertrauensschutzes und der ökonomischen Achtsamkeit die Zulassung erst mal bestehen und dann langsam auslaufen lassen, sodass sich die Betroffenen darauf einstellen können. Bestes Beispiel: Asbest. Ist absolut sicher krebserregend, die Dächer und Fassaden aus Asbest gibt es aber heute noch. Man wollte halt den Betroffenen nicht gleich das Messer an die Brust setzen. Aber bei den Landwirten darf man das???
Der Bauernverband oder die DLG könnten ja schon mal entsprechende Klagen vorbereiten.


Man hört jetzt alle möglichen Zahlen... Im UK würde das Verbot von Glyphosat angeblich Kosten in Höhe von fast 1 Mrd Euro verursachen.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: deewag am 06. Juni 2016, 11:51:22
http://www.n-tv.de/der_tag/Montag-der-6-Juni-2016-article17865076.html
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: joe am 06. Juni 2016, 13:00:47
http://www.n-tv.de/der_tag/Montag-der-6-Juni-2016-article17865076.html

danke für den link !
das wort "vorerst" lässt wieder etwas hoffnungsspielraum , wobei ein altes sprichwort sagt " hoffen und harren hält manchen zum narren "
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Ansgar am 06. Juni 2016, 14:25:44
Das "vorerst" bedeutet aber auch - zumindest deute ich das so - dass sich am Zulassungsentzug per 30.06.2016 nichts geändert hat.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: BNT am 06. Juni 2016, 14:52:56
Es bedeutet, dass die Kommission noch mal abstimmen lassen wird.

Und jetzt wird es spannend: Dagegen gestimmt halt Malta. Das Problem waren somit die Stimmenthaltungen und dann wollen wir doch gleich mal die feige Bande beim Namen nennen:

- Deutschland,
- Griechenland,
- Frankreich,
- Italien,
- Luxemburg,
- Österreich,
- Portugal.

Wobei Österreich sagt, dass sie nicht zugestimmt haben, weil sie gerne die Option drin hätten, dass Staaten die Sikkation verbieten dürfen. Das war so wohl nicht machbar.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: hitech am 06. Juni 2016, 16:38:35
Worin liegt das Problem die Zulassung zu beschneiden? Sikkation, Anwendung nur alle 2 Jahre z.B. !!??
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: NobbyNobbs am 06. Juni 2016, 16:46:53
Hier mal ein Ausschnitt einer öffentlichen Diskussion zwischen Herrn Harald Ebner und mir. Ich war auf viel gefasst und muss sagen: Es geht auch sachlich.

Die angesprochenen Anträge der Grünen: Stimmt das so? Ich zweifle da arg und habe mehr die radikale Verbotsschiene im Kopf?!

Quelle: Facebook Harald Ebner

Nobby
Herr Harald Ebner, wer verliert denn von uns ein Rennen? Selbst den Herstellern wird die Sache an sich völlig egal sein. Mit Glyphosat wird doch kein Geld mehr verdient (heute 10 mal günstiger als zu Zeiten des patentierten Produkts). Wenn das Mittel weg ist wird die Sache eben über ein neues Produkt gelöst. Definitiv wird der Gebrauch von selektiven Herbiziden immens ansteigen. Ob dabei was gewonnen wird? Ich glaube es kaum.
Gefällt mirMehr · Gestern um 12:39

Harald Ebner
Eben das ist doch definitiv der falsche Weg: das eine Mittel durch das andere ersetzen! Es geht doch darum, weniger statt mehr Pestizide zu verwenden. Ja, da gibt es in der Tat zwei unterschiedliche Herangehensweisen: eine rein technologiegläubige die auf industrielle Großproduktion setzt (die aber keinen Beitrag zur Welternährung leistet und die auf Dauer weder ökonomisch noch sozial noch ökologisch nachhaltig ist) oder eine Landwirtschaft, die Pflanzenschutz umfassend definiert und ihn nicht nur auf die chemische Komponente reduziert.
Gefällt mirMehr · Gestern um 12:48

Nobby
Dann brauche ich Ihnen nicht sagen, dass genau das was Sie ansprechen als Integrierter Pflanzenbau definiert ist. Meiner Meinung nach der Königsweg, Landwirtschaft zu betreiben. Ich bin der Meinung man sollte da mehr in Beratung und Wissenstransfer investieren, um den Landwirten draußen diese moderne Form der Landbewirtschaftung näher zu bringen. Mir ist das Schwarz-/Weiß-Denken (Bio/Konventionell) zu einfach. Es muss eine Annäherung geben, alles andere führt zu nichts. Heißt: Auch in einem konventionellen Betrieb sollte jeder Einsatz unter den Gesichtspunkten und Kernkompetenzen des Integrierten Pflanzenbaus (ökonomisch, ökologisch, sozial) geprüft und sauber zwischen den Möglichkeiten abgewogen werden. Aber wenn , zum Beispiel bei epidemischer Ausbreitung eines Schaderregers, eine existenzielle Gefahr droht, dass ganze Ernten zerstört würden, dann brauchen wir an der Stelle einfach einen potenten Pflanzenschutz. Wenn 2014 alle Bioweizen angebaut hätten, dann hätte der Gelbrost die ohnehin nur halbe Erntemenge (im Vergleich zum konventionellen Weizen) noch mal um 50-80 % reduziert. Das ist aus ökonomisch und sozialer Sicht ebenso wenig tragbar wie sinnlose Anwendungen zu machen.
Grau statt Schwarz und Weiss. Auch im Bezug auf Glyphosat kann ich absolut sitzende Argumente bringen, die gegen ein (totales) Verbot sind.
Gefällt mir3Mehr · Gestern um 13:15

Harald Ebner
Anonyme Diskussionen sind einfach Quatsch.
Trotzdem das eine noch: ja, schwarz-weiß ist falsch. Pesitzidreduktion muss aber das Ziel sein. Das Vorhandensein der Idee des integrierten Pflanzenschutzes war dahingehend leider nicht erfolgreich. Bin gerne bereit, mir konstruktive Vorschläge anzuhören, wie wir da wirklich weiterkommen.
Und: die Gelbrostgeschichte stimmt nur zum Teil. Niemand weiß wie eine breitere genetische Basis und Variabilität der angebauten Weizensorten zusammen mit einer vielfältigeren Präsenz unterschiedlicher Kulturarten in der Agrarlandschaft zu einem geringeren Befallsmuster beigetragen hätte. Deshalb ist es nicht seriös, das nur unter der Prämisse "alles bleibt gleich, nur die Pestizide lassen wir weg" zu betrachten. Das funktioniert nicht!
Gefällt mir nicht mehr2Mehr · Gestern um 13:58

Nobby
Harald Ebner Dann auch noch von mir ein letztes Statement dazu.

In der Praxis kam bezüglich des Konzepts des Integrierten Pflanzenbaus einfach zu wenig an. Neun von zehn Landwirten können sich darunter überhaupt nichts vorstellen, geschweige denn diesen definieren. Es hapert also vor allem an der Beratung und dem Wissenstransfer. In Hessen sind dieses Frühjahr, meines Wissens nach, die letzten Demonstrationsbetriebe "ins Netz" gegangen. Das ganze Projekt ist auf 3 Jahre (31.12.2018) befristet, danach wird geschaut.
In Kombination mit diversen subventionierten Programmen aus der 2. Säule (zum Beispiel "Vielfältige Fruchtfolge") hat sich hier fruchtfolgetechnisch schon sehr viel getan. Der eingeschlagene Weg sollte m.M.n. weiter verfolgt werden. Ihn zu optimieren gehört natürlich auch dazu. So viele Erbsen und Bohnen, Zwischenfruchtgemenge und Blühstreifen wie aktuell gab es hier noch nie zu sehen. Das beweist, dass auch in der Praxis bereits ein Umdenken und Lernprozess in Gang gesetzt wurde. Also so düster wie Sie sehe ich das nicht.

Sie sagen "die Gelbrostgeschichte stimmt nur zum Teil...". Dazu sage ich Ihnen, dass Ihre Ausführungen auch nur zum Teil stimmen bzw. nur eine Seite beleuchten. Für mich steht zwar außer Frage, dass breit aufgestellte Fruchtfolgen, stabile Resistenzausstattungen der Sorten und eine angepasste Bestandesführung einiges bezwecken. Ich muss allerdings auch die Kehrseite betrachten: Aktuell profitiert natürlich der pflanzenschutzfreie Anbau immens davon, dass weite Teile der Flur konventionell bestellt und geführt werden. Nehmen wir dazu grade mal den Gelbrost als Beispiel. Gäbe es keine Möglichkeit mehr einen akuten Befall chemisch zu regulieren, hätten wir ein ungleich höheres Sporenpotenzial in der gesamte Umgebung. Dass Pilze aus der Familie der Basidiomyceten (wo auch der Rost zugehört) unglaublich mobile Sporen bilden, die hunderte km an Distanz zurücklegen, brauche ich einem Agraringenieur nicht erklären. Ergo: Die Populationsdynamik wäre eine komplett andere. In den letzten 3 Jahren (besonders 2014) sind sowohl konventionelle als auch klassische Biosorten befallen worden. Ein hochanfälliger JB ASANO brachte fungizid-behandelt in 2014 seine 10 t/ha Ertrag, währenddessen der Bioweizen nebenan nahezu komplett zerstört wurde und ein 1/10 der Menge generierte. Das ist nicht vertretbar!
Auch die Genetik dürfte Ihnen nicht völlig fremd sein. Wir können Pflanzen züchterisch zwar sehr wirkungsvoll bearbeiten. Keineswegs gelingt es uns jedoch unendlich viele Merkmale gleichzeitig und vor allem positiv korreliert nach vorne zu treiben. Wenn ich Ertragsgene einbringe, leidet an anderer Stelle eben zum Beispiel ein Resistenzgen gegen Krankheit xy darunter. Alles ist ein Kompromiss. Hinzu kommt, dass wir zum Zeitpunkt x (Aussaat) nicht wissen welche Krankheit zum Zeitpunkt y (irgendwann die nächsten 12 Monate) eintreten wird. Was Sie also verlangen, wären multiresistente Supersorten, die auch noch ertraglich brillieren- unmöglich. Es gibt immer wieder Mechanismen die sortenspezifischen Resistenzen zu durchbrechen. Den Kampf gegen Krankheiten, Unkräuter oder tierische Schädlinge kann man NICHT IMMER nur biologisch/züchterisch gewinnen. Deshalb ist grade der Ansatz auf allen Instrumenten zu spielen, der weiseste und nachhaltigste. Neben dem allgemein geringeren Ertragsniveau würde bei flächendeckendem Bioanbau also auch das Risiko steigen. Jahre mit Totalausfällen wären an der Tagesordnung. Das KANN nicht nachhaltig sein!

Noch rasch etwas zum Thema Schwarz/Weiß: Finden Sie nicht, dass die Debatte um Glyphosat genauso geführt wird? Auf der einen Seite die Leute, die alles so lassen wollen wie bisher (..den Einsatz zur Ernteerleichterung/Sikkation, den kommunalen Einsatz auf befestigten Wegen vor dem Supermarkt, der Einsatz von "Unsachkundigen" im Hobbygarten...), auf der anderen Seite die Leute, die Panik machen und den Wirkstoff lieber gestern als heute gänzlich von der Bildfläche hätten. Ich warte seit Jahren darauf, dass mal einer mit einem Vorschlag in Grau um die Ecke kommt. Einen cleveren Weg könnten zielorientierte Restriktionen darstellen. Wieso wird nicht alles außer der Einsatz "vor Saat" verboten? Damit könnten gute Landwirte, die auch ein Minimalbodenbearbeitungssystem betreiben, auf jeden Fall leben. Dass auf diese Art und Weise keine Rückstände in zu erwarten sind, versteht sich von selbst.
Wieso wird nicht einfach die Wirkstoffmenge / Zeitraum x festgelegt, und zwar nicht so großzügig wie es vor zwei oder drei Jahren eingeführt wurde? Beispielsweise den Einsatz nur jedes 2. oder 3. Jahr zur Vorsaat mit Wirkstoffmenge x zu erlauben, wäre doch ein super Schritt die ausgebrachte Menge um ein Vielfaches zu reduzieren? Denn ich suche hier einen Kompromiss. Es ist nämlich ein abenteuerliches Märchen zu glauben, dass es IMMER geeignete Alternativen gibt. An der Stelle wird ein Grüner gerne den Pflug nennen. Dieser ist aus Nachhaltigkeitsgründen in vielen Fällen keine. In Trockengebieten (Wasserverdunstung), in den Schluff-Löss-Lagen oder an Steilhängen (Erosion), in steinigen Regionen (...) ist der Einsatz einfach nicht möglich und schon gar kein gleichwertiger Ersatz.
Gleichzeitig bringt das aber alles nichts, wenn wir hier den Wirkstoff verbieten und stattdessen Waren aus dem Ausland mit geringeren Verbraucherschutz-Standards importieren, die direkt oder auf Umwegen mit Glyphosat behandelt wurden- zum Beispiel weil es die Gentechnik ermöglicht.. Denn darauf läuft es doch hinaus.
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Harald Ebner
Ein Blick in die lange Reihe unserer Anträge zum Thema Glyphosat zeigt, dass wir genau diese differenzierte Haltung immer eingenommen haben!
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Klaus am 06. Juni 2016, 16:47:22
off topic

Thema wurde umbenannt.

off topic Ende
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: kitkat1975 am 06. Juni 2016, 17:33:32
Das ist zu einfach so weit denkt die Politik nicht!
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Tim am 06. Juni 2016, 18:12:57
Das Fiasko beginnt damit sich überhaupt eingrenzen zu lassen.

Warum denn verringern?

Wenn es Rückstände auf erntegut gibt ist es sicherlich logisch die sikkation zu verbieten, auch wenn diese Rückstände im grunde keine. Beeinträchtigung der Qualität des Produktes oder Gefährdung des Verbrauchers darstellen?!?
Wie schaut es da mit Reglone aus??

Mfg tim

EDIT: ich bemerke gerade das dieser kurze Abschnitt wirklich nur einem Anwender logisch ist, bzw. Wird da er sich durch die Anwendung ergibt. Politik, Verbraucher und Vertrieb werden anders diskutieren - wie man an nobbys Beitrag sieht - also muss der ganze thread hier irgendwie ins Facebook o.ä. zu den Entscheidungsträgern die sich um eine Entscheidung drücken oder mit tangierenden Problemen auf Bande spielen?!?
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Auscitain am 06. Juni 2016, 18:21:25
Mir dreht sich nur der Magen um wenn ich diese Debatten hoere.....wenn ichs in Europa verbieten will um den Verbraucher zu "schuetzen" muesste ich mir auch mal Gedanken machen wie Glypho in unseren Importlaendern gehandhabt wird. In Kanada wird wenn nicht geschwadet wird das meiste vor der Ernte mit glyfo abgespritzt, zudem kommt noch die Vorsaatabspritzung bei den no-till Leuten.
Dass mit so viel ideologischem Schwachsinn im Jahr 2016 zu rechnen ist.......und das im Zeitalter der digitalen Information.

Hier mal ein Beispiel aus meiner ehemaligen Heimat. Von denen hab ich damals auch glyfo bezogen....allerdings in den kleinen 1000Liter gebinden. Ich hab nie viel glyfo eingesetzt.....nur im Raps zur Unkrautbekaempfung ansonsten hab ichs mit grubbern versucht.
https://www.youtube.com/watch?v=mdfZSx8A-9Q
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Tim am 06. Juni 2016, 18:24:04
Ich denke mal das ist doch die eigentliche strategie der nein sager und enthalter.

Mit dem Verbot in Deutschland ist der erste Schritt gegen ein Einfuhrverbot getan.

Im Grunde auch ne hübsche Vorstellung - Soja, mais und Weizen aus Übersee heimisch ersetzen...
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: tuning Esel am 06. Juni 2016, 19:31:46
Blöde frage von nem ahnungslosem Schweizer.. Wie viel wirt den bei Sikkation gespritzt?? 1 Liter? 2??
und wahn genau?
in der CH haben sie im Kanton Jura schon vor 1 Jahr Glyphosat verboten, nur wurde es in Bern(Bundesbern..) nicht annerkannt..
Aber gross in Presse da und es wurde auch in Läden aus dem Sortiment genommen, nur noch die Landwirte bekommen was..

Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: guest50797 am 06. Juni 2016, 21:04:09
Hier mal ein Beispiel aus meiner ehemaligen Heimat. Von denen hab ich damals auch glyfo bezogen....allerdings in den kleinen 1000Liter Gebinden.

1000l? klein? ;D


Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Tim am 06. Juni 2016, 21:19:42
In raps und Gerste war das eher eine zeitfrage wie schnell man zur druschreife kommen will.
Von 1,5 - 2,5 l 360er Glyphosat hat das immer von 10-14 Tagen gebraucht. Will man hartnäckige unkräuter ausschalten braucht es mehr, oder gleich Reglone.

Das Problem soll wo grundsätzlich eher die Frist bis zum drusch und das Wetter bis dahin sein - damit entscheidet sich wohl stärker wieviel Rückstände auf dem erntegut verbleiben?!?

Mfg tim
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: sten am 06. Juni 2016, 21:21:46
Ich denke mal das ist doch die eigentliche strategie der nein sager und enthalter.

Mit dem Verbot in Deutschland ist der erste Schritt gegen ein Einfuhrverbot getan.

Im Grunde auch ne hübsche Vorstellung - Soja, mais und Weizen aus Übersee heimisch ersetzen...

Die Erfahrung in anderen Bereichen, zum Beispiel den Käfigeiern, zeigt aber, dass dieser zweite, eigentlich logische Schritt nicht gemacht werden wird.
Es geht den Entscheidungsträgern nicht darum, ob eine Politik objektiv plausibel ist, sondern wie diese bei den Rezipienten ankommt. Man könnte auch sagen: Es gibt keine objektiv richtige Politik. Was der Wähler für richtig hält, ist richtig. Wenn der Wähler ein Verbot von Glyphosat möchte, dann wirds halt verboten. Ich glaube aber nicht, dass der Wähler wirklich ein Ende des deutschen Exportes akzeptieren würde, was wohl die Folge von abgeschotteten europäischen Agrarmärkten wäre.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: joe am 26. Februar 2017, 00:11:58
keine ahnung ob wir diesen link zum versuch hier bei aw schon mal hatten , aber aus mehrjähiger direktsaaterfahrung deckt es sich mit meinen erfahrungen aus der paxis .
man achte auf den link am ende der seite 32  :daumen: :daumen1:
http://kbd-sachsen.de/media/pdf/08.06.10%20Prof.%20Roemheld.pdf
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Ansgar am 26. Februar 2017, 05:55:12
keine ahnung ob wir diesen link zum versuch hier bei aw schon mal hatten , aber aus mehrjähiger direktsaaterfahrung deckt es sich mit meinen erfahrungen aus der paxis .
man achte auf den link am ende der seite 32  :daumen: :daumen1:
http://kbd-sachsen.de/media/pdf/08.06.10%20Prof.%20Roemheld.pdf

Wow! Und gleich noch mit dem Link direkt zum passenden Thread ins aw-Forum verwiesen. :daumen:

Ups, sehe ich jetzt erst, Joe, dass Du darauf schon hingewiesen hast. ;)
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Schorsch am 26. Februar 2017, 10:38:07
Danke Joe,
sehr guter Link. Die Studie kannte ich nicht.

Meine Erkenntnis daraus: Der Grund, warum bei uns die Glypho-Behandlung kurz vor der Saat von Mais und Rübe, über mittlerweile 25 Jahre, keine erkennbaren Probleme machte, ist offenbar, der i. d. R. geringe Unkraut-Deckungsgrad und die folgende flache Saatbettbereitung.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: joe am 26. Februar 2017, 11:22:05
Danke Joe,
sehr guter Link. Die Studie kannte ich nicht.

Meine Erkenntnis daraus: Der Grund, warum bei uns die Glypho-Behandlung kurz vor der Saat von Mais und Rübe, über mittlerweile 25 Jahre, keine erkennbaren Probleme machte, ist offenbar, der i. d. R. geringe Unkraut-Deckungsgrad und die folgende flache Saatbettbereitung.

auch hierzu meine erfahrung  :oma: der geringe deckundsgrad hat eine sehr große bedeutung in diesem zusammenhang !
ich finde es schon sehr bedenklich , das diese versuche die letzten 10 jahre nicht weiter geführt wurden , oder zumindest die ergebnisse nicht veröffentlicht wurden  :frage: ein schelm wer böses dabei denkt
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Euro-T am 26. Februar 2017, 11:41:20
Da bin ich ja mal gespannt - hab heuer beide Ausgangsvarianten direkt nebeneinander. Gelungene ZF, abgefroren mit sehr wenig Bewuchs und nebenan eine misslungene ZF mit rund 500 bestockten WG Pflanzen.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: nofear am 26. Februar 2017, 12:22:55
Stellt sich mir jetzt die Frage was besser ist: flächendeckende Weidelgrasuntersaat aus der Vorfucht Mais sehr zeitig vor Sommergerste mit Glyphos behandeln und dann schön einmischen oder aber weitestgehend mechanisch (zweimal grubbern oder so) bekämpfen und dann die zweifellos aufkommenden Rest/Wiederaustrieb z.B. mit Axial in der Kultur.
Aus Resistenzgeschichtspunkten und Wirkstoffschonung sicher auch ersteres.
Oder ganz anders: Erst so früh wie möglich mechansich stören um Masse (viel masse steigert ja das Risiko von Pflanzenschäden...) zu nehmen und dann zeitig vor der Saat denn Wiederaustrieb mit Glyphos behandeln? Setzt natürlich sehr zeitiges langes Frühjahr vor der Saat voraus...

Das Gleiche gilt ja mehr oder weniger auch für den Mais: Ausfallgerteide/misslungene ZWFr vorher chem. Bekämpfen oder im Mais mit Sulfonylen? (funktioniert auch) nur mit ebenso möglichen Folgen (Ertragsverlust, Reststenzgeschehn bei den Sulfos...)

Ansonsten Sch... ist dass schon wieder 7 Jahre her, dass ich bei dieser Veranstaltung aus dem link mit Römheld war  :o
Schön, dass man solch einprägsamen Vorträge auch ab und an mal im Nezt wiederfindet. Näser war da auch mit.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: joe am 26. Februar 2017, 12:45:29
Stellt sich mir jetzt die Frage was besser ist: flächendeckende Weidelgrasuntersaat aus der Vorfucht Mais sehr zeitig vor Sommergerste mit Glyphos behandeln und dann schön einmischen oder aber weitestgehend mechanisch (zweimal grubbern oder so) bekämpfen und dann die zweifellos aufkommenden Rest/Wiederaustrieb z.B. mit Axial in der Kultur.
Aus Resistenzgeschichtspunkten und Wirkstoffschonung sicher auch ersteres.

Ansonsten Sch... ist dass schon wieder 7 Jahre her, dass ich bei dieser Veranstaltung aus dem link mit Römheld war  :o

genau gerade gräser , ein enges wurzelgeflecht und eine geschlossene oberirdische pflanzendecke ist sehr problematisch , aber deshalb braucht man nicht auf glyphos verzichten aber halt durch eine ausreichte wartezeit und eine eventuelle flache bearbeitung das risiko minimieren
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: nofear am 26. Februar 2017, 12:48:38
Bearbeitung vor oder nach dem "Glyphoseinsatz"?
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Thomas am 26. Februar 2017, 13:10:05
Bearbeitung vor oder nach dem "Glyphoseinsatz"?

Ich würde nach dem Glypho-Einsatz bearbeiten. Aus der Zeit der Arbeitsabläufe lässt es sich sicher einfacher realisieren, eine möglichst lange Zeit zwischen Glypho-Anwendung und Aussaat hinzubekommen. Ich würde die Bearbeitung erst kurz / unmittelbar vor der Saat vornehmen.
Jetzt speziell bei Mais oder Sommergetreide als auszusäende Frucht.

Gruß
Thomas
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Wade am 26. Februar 2017, 14:07:39
Danke Joe,
sehr guter Link. Die Studie kannte ich nicht.

Meine Erkenntnis daraus: Der Grund, warum bei uns die Glypho-Behandlung kurz vor der Saat von Mais und Rübe, über mittlerweile 25 Jahre, keine erkennbaren Probleme machte, ist offenbar, der i. d. R. geringe Unkraut-Deckungsgrad und die folgende flache Saatbettbereitung.

auch hierzu meine erfahrung  :oma: der geringe deckundsgrad hat eine sehr große bedeutung in diesem zusammenhang !
ich finde es schon sehr bedenklich , das diese versuche die letzten 10 jahre nicht weiter geführt wurden , oder zumindest die ergebnisse nicht veröffentlicht wurden  :frage: ein schelm wer böses dabei denkt

Das versteh ich nicht. Wer denkt dabei böses? Dass Glyphosat überhaupt eine Wirkung auf die Folgefrucht hat? Das es zu signifikanten Schädigungen führt obwohl es unterhalb der Nachweißgrenze liegt? Obwohl Monsanto sagt dass es keine Schädigung geben kann, da es ja unterhalb der Nachweißgrenze liegt...

Ich finde die Studie sehr interresant. Hatte zwar schon gehört dass es zu Auflaufproblemen kommen kann wenn kurz davor Glyphosat eingesetzt wurde aber ob das wirklich ein Zusammenhang herscht oder warum es zu solchen Schädigungen führt war (mir) bislang eben nicht klar.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: joe am 26. Februar 2017, 14:28:17
Bearbeitung vor oder nach dem "Glyphoseinsatz"?

vor der wiederbestellung !
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: joe am 26. Februar 2017, 14:45:56
Danke Joe,
sehr guter Link. Die Studie kannte ich nicht.

Meine Erkenntnis daraus: Der Grund, warum bei uns die Glypho-Behandlung kurz vor der Saat von Mais und Rübe, über mittlerweile 25 Jahre, keine erkennbaren Probleme machte, ist offenbar, der i. d. R. geringe Unkraut-Deckungsgrad und die folgende flache Saatbettbereitung.

auch hierzu meine erfahrung  :oma: der geringe deckundsgrad hat eine sehr große bedeutung in diesem zusammenhang !
ich finde es schon sehr bedenklich , das diese versuche die letzten 10 jahre nicht weiter geführt wurden , oder zumindest die ergebnisse nicht veröffentlicht wurden  :frage: ein schelm wer böses dabei denkt

Das versteh ich nicht. Wer denkt dabei böses? Dass Glyphosat überhaupt eine Wirkung auf die Folgefrucht hat? Das es zu signifikanten Schädigungen führt obwohl es unterhalb der Nachweißgrenze liegt? Obwohl Monsanto sagt dass es keine Schädigung geben kann, da es ja unterhalb der Nachweißgrenze liegt...

Ich finde die Studie sehr interresant. Hatte zwar schon gehört dass es zu Auflaufproblemen kommen kann wenn kurz davor Glyphosat eingesetzt wurde aber ob das wirklich ein Zusammenhang herscht oder warum es zu solchen Schädigungen führt war (mir) bislang eben nicht klar.

auflauflaufprobleme konnte ich nicht feststellen , aber beinträchtigung bei der bestockung und aufhellen der bestände , mit bestände meine ich ausnahmslos getreide !

wie gesagt , nicht grundsätzlich aber es ist einige male , mal mehr und mal weniger aufgetreten , aber man sieht halt es besteht ein restririko das von verschiedenen faktoren bestimmt wird , und wenn man das risiko kennt dann liegt es an jedem diese risiken  zu vermindern , nur muß halt darauf hingewiesen werden !
bis auf einen kleinen artikel in der lop vor einigen jahren , wurde nicht mal ansatzweise in der fachpresse darüber geschieben , geschweigen den von der offitialberatung darauf hingewiesen !
ich will weiß gott nicht mit verschwörungstheorien daherkommen aber für mich , der wirklich pro glyphos eingestellt ist ein skandal !

ich bin mir inzwischen nicht mehr sicher , ob dieses thema hier noch öffentlich diskutiert werden sollte oder ob es im geschlossen bereich besser aufgehoben ist ?
vielleicht tauschen sich die mods mal untereinander aus und hadeln dann entsprechend ?!
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: canuck am 26. Februar 2017, 14:56:01
Die ewige Glyphos Debate, beinhaltaet alles .
Nur mit was es zu ersetzen ist streiten sich die meisten.
Einzig die handhacke haette den kleineren Environmental Footprint.
In der Praxis ist es ein anderes Herbizid oder die mechanische Bearbeitung.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: joe am 26. Februar 2017, 15:00:11
Die ewige Glyphos Debate,

wenn sich die debatte zwischen daumen und zeigefinger der ackerbauern bemerkbar macht , dann lohnt es sich sehrwohl diese auf einem fachlichen niveau , ganz emutionslos und dogmenfrei  zu führen !
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: BNT am 26. Februar 2017, 16:17:30
Gibt es auch neuere Erkenntnisse dazu?


Kurz zusammen gefasst bedeutet die These für uns, dass es engere Schranken bei der Anwendung von Glyphosat gibt, als früher angenommen. Das ist alles. 
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: joe am 26. Februar 2017, 16:50:41
Gibt es auch neuere Erkenntnisse dazu?


Kurz zusammen gefasst bedeutet die These für uns, dass es engere Schranken bei der Anwendung von Glyphosat gibt, als früher angenommen. Das ist alles.

dazu brauche ich als anwender aber bitte sehr diese informationen , die mich vor wirtschaftlichen schäden bei einer anwenung nach indikation schützt !
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: BNT am 26. Februar 2017, 17:29:29
Ja klar. Monsanto schreibt dazu nichts ins Datenblatt.
Bei Nufarm heißt es kryptisch: "Um bereits zum Saatzeitpunkt die vollständige Wirkung von CLINIC® Free zu erhalten, ist eine Anwendung mindestens 2 Wochen vorher angeraten."
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: farmer36 am 26. Februar 2017, 17:50:49
Wie schaut es in der Praxis aus? Habt ihr ähnliche Erfahrungen wie die wissenschaftlichen Versuche?
Wann setzt ihr Glyfos vor Anbau ein, welche Aufwandmenge, welche Bearbeitung vor Anbau, welche Schäden traten auf?
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: treckeripaq01 am 26. Februar 2017, 18:34:45
Das hab ich gerade hinter mir  ;D ;D ;D ;D ;D ;D ;D ;D :nacht: :nacht: :nacht: :nacht: :cara: :cara: :cara: :cara: :cara: :cara:

https://youtu.be/OjhSc3WRASo
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Henrik am 26. Februar 2017, 19:42:06
Da bin ich ja mal gespannt - hab heuer beide Ausgangsvarianten direkt nebeneinander. Gelungene ZF, abgefroren mit sehr wenig Bewuchs und nebenan eine misslungene ZF mit rund 500 bestockten WG Pflanzen.

Ein Schlag und zwei Varianten, das ist immer top  :)
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Schorsch am 26. Februar 2017, 19:52:09
Wie schaut es in der Praxis aus? Habt ihr ähnliche Erfahrungen wie die wissenschaftlichen Versuche?
Wann setzt ihr Glyfos vor Anbau ein, welche Aufwandmenge, welche Bearbeitung vor Anbau, welche Schäden traten auf?

Seit langer Zeit wenige Tage bis einen Tag vor der Saat von Rübe und Mais gegen Ausfallgetreide und Kräuter (geringer Deckungsgrad), die sich in pfluglos bestellten, abfrierenden Zwischenfruchbeständen etabliert haben. Nachfolgend flache Saatbettbereitung, früher mit Kreiselegge, heute mit Gänsfußschar. Um die 2 ltr je ha 360er Glyphosat in angesäuerter Brühe und deutlich weniger als 200 l je ha Wasser. Wirkung ausreichend, gegen größeren Ausfallraps müsste die Menge erhöht werden.

Schäden: Bisher noch nie irgendwas festgestellt!
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: ggunter am 26. Februar 2017, 20:01:14
Wie schaut es in der Praxis aus? Habt ihr ähnliche Erfahrungen wie die wissenschaftlichen Versuche?
Wann setzt ihr Glyfos vor Anbau ein, welche Aufwandmenge, welche Bearbeitung vor Anbau, welche Schäden traten auf?



meine Erfahrungen aus 2016 haben dazu geführt das ich Glyphosat nicht mehr einsetze.
Ich kann vieles aus den Untersuchungen bestätigen, habe aber auch lange gebraucht um es zu erkennen.
Weil so wie WIR das angewendet haben konnte das nicht schädigen!!!

gg
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: muh am 26. Februar 2017, 20:07:08
Und WIE hast DU es angewendet?
Klär uns doch auf.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: ggunter am 26. Februar 2017, 20:13:34
ich habe das hier schon mal breit erklärt,,,weiss nicht genau wo,, nochmal mach ich das nicht

gg
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: joe am 26. Februar 2017, 20:29:41
ich habe das hier schon mal breit erklärt,,,weiss nicht genau wo,, nochmal mach ich das nicht

gg


ja ,,
ist auch noch nicht all zu lang her , im gegensatz zu mir hast du auch verlässliche zahlen , wenn ich mich recht erinnere !?
 ich hatte nur in einigen fällen den optischen eindruck und bei mir waren es auch die extreme von kurzer wartezeit und direktdaat in grasnarben , oder in eine dichte ausfallgetreide matte , beim letzteren betrug die aufwandmenge 720gr wirkstoff/ha .
ich werde auch weiterhin diesen wirkstoff einsetzen , aber halt unter berücksichtigung einer ausreichenden wartezeit .
dieses jahr habe ich es im herbst versuchsweise auf einer teilfläche zwei tage vor der saat in eine bis zu 1,8 m hohe grüne hohe zf gespritzt und direkt gedrillt ohne erkennbaren schaden .
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: joe am 26. Februar 2017, 20:31:12
Das hab ich gerade hinter mir  ;D ;D ;D ;D ;D ;D ;D ;D :nacht: :nacht: :nacht: :nacht: :cara: :cara: :cara: :cara: :cara: :cara:

https://youtu.be/OjhSc3WRASo

und was genau hat dieser link jetzt mit dem thema zu tun ?
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: joe am 26. Februar 2017, 20:39:04
Wie schaut es in der Praxis aus? Habt ihr ähnliche Erfahrungen wie die wissenschaftlichen Versuche?
Wann setzt ihr Glyfos vor Anbau ein, welche Aufwandmenge, welche Bearbeitung vor Anbau, welche Schäden traten auf?

also im laufe der letztenjahre wurde hier schon einiges dazu gepostet bilder und beispiele von mir , pauli zt und erst vor kurzen von ggunter
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Henrik am 26. Februar 2017, 20:48:41
ich habe das hier schon mal breit erklärt,,,weiss nicht genau wo,, nochmal mach ich das nicht

gg

du meinst das hier sicherlich?

http://www.agrowissen.de/de/forum/index.php?topic=19093.msg340171#msg340171

oder das hier:

http://www.agrowissen.de/de/forum/index.php?topic=20764.msg329869#msg329869
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Tondo am 27. Februar 2017, 10:50:37
Beim Einsatz zur Grünlanderneuerung haben wir ähnliche Erfahrungen gemacht. Bei nachfolgenden mechanischen Umbruch gibt es keinerlei Probleme bei der Neuansaat. Wenn aber das Grünland mit einer Schlitzdrille neu angesät wird (Grasnarbe erhalten im Hochmoor) müssen wir mindestens bis sechs Wochen nach dem Glyphosateinsatz warten. Bei den ersten Versuchen haben wir schon einiges an Lehrgeld bezahlt.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: joe am 02. März 2017, 13:06:22
Stellt sich mir jetzt die Frage was besser ist: flächendeckende Weidelgrasuntersaat aus der Vorfucht Mais sehr zeitig vor Sommergerste mit Glyphos behandeln und dann schön einmischen oder aber weitestgehend mechanisch (zweimal grubbern oder so) bekämpfen und dann die zweifellos aufkommenden Rest/Wiederaustrieb z.B. mit Axial in der Kultur.
Aus Resistenzgeschichtspunkten und Wirkstoffschonung sicher auch ersteres.
Oder ganz anders: Erst so früh wie möglich mechansich stören um Masse (viel masse steigert ja das Risiko von Pflanzenschäden...) zu nehmen und dann zeitig vor der Saat denn Wiederaustrieb mit Glyphos behandeln? Setzt natürlich sehr zeitiges langes Frühjahr vor der Saat voraus...

Das Gleiche gilt ja mehr oder weniger auch für den Mais: Ausfallgerteide/misslungene ZWFr vorher chem. Bekämpfen oder im Mais mit Sulfonylen? (funktioniert auch) nur mit ebenso möglichen Folgen (Ertragsverlust, Reststenzgeschehn bei den Sulfos...)

Ansonsten Sch... ist dass schon wieder 7 Jahre her, dass ich bei dieser Veranstaltung aus dem link mit Römheld war  :o
Schön, dass man solch einprägsamen Vorträge auch ab und an mal im Nezt wiederfindet. Näser war da auch mit.

ich stehe diesen herbst auch vor einem ähnlichen problem , roggen nach einer zweijhrigen welschweidelgrasverm.
mein plan ....
nach drusch  und wiederaustrieb mit 3l ha glyp. abtöten , dann zfaussaat mit striptillmaschine saatgutablage unter 48cm breiten gänsefußscharen (gangflächigerschnitt ) ende september einschlitzen des roggen in die zwischenfruchtmischung
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: hanna am 31. Januar 2018, 11:22:24
Für die Verbraucher jetzt dann Round Up ohne Glyphosat:
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: guest50797 am 31. Januar 2018, 11:30:34
Für die Verbraucher jetzt dann Round Up ohne Glyphosat:
mit Perlagonsäure?
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: BNT am 31. Januar 2018, 11:35:32
Yep.
Wir sicher den einen oder anderen Anwenderunfall geben.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: guest50797 am 31. Januar 2018, 11:38:01
Yep.
Wir sicher den einen oder anderen Anwenderunfall geben.

Und Beschwerden wenn es nicht wirkt wie "das gute alte"  ;D ;D
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Ansgar am 31. Januar 2018, 11:46:13
Für die Verbraucher jetzt dann Round Up ohne Glyphosat:
mit Perlagonsäure?

Mit stinknormaler Essigsäure, die sich der Hersteller vom Preis her gesehen in Gold aufwiegen lässt.
Man muss dem Kind nur einen Namen geben und in diesem Falle ist es aber eher so, dass für den Namen noch ein Kind gefunden werden musste.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: farming.ch am 31. Januar 2018, 11:51:02
Für die Verbraucher jetzt dann Round Up ohne Glyphosat:
mit Perlagonsäure?

Mit stinknormaler Essigsäure, die sich der Hersteller vom Preis her gesehen in Gold aufwiegen lässt.
Man muss dem Kind nur einen Namen geben und in diesem Falle ist es aber eher so, dass für den Namen noch ein Kind gefunden werden musste.

Hahaha- der ist gut :-)!
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: juliusjr am 03. Februar 2018, 18:38:19
http://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/bundestagswahl/id_82527126/regierungsbildung-schwarz-rot-plant-aus-fuer-glyphosat-und-kuekenschreddern.html
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: joe am 05. Februar 2018, 13:33:50
http://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/bundestagswahl/id_82527126/regierungsbildung-schwarz-rot-plant-aus-fuer-glyphosat-und-kuekenschreddern.html

ist die frage wieviel gnadenfrist uns man noch läßt  :(
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: reto am 05. Februar 2018, 14:12:03
Das sind keine Infos aus 1. Hand!!
Unbrauchbar also!
Reto
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: joe am 05. Februar 2018, 17:19:18
Das sind keine Infos aus 1. Hand!!
Unbrauchbar also!
Reto
www.topagrar.com/news/Home-top-News-Groko-Einigung-Landwirtschaft-ohne-Ueberraschungen-9022663.html

ich wünschte es wären fake´s
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Tim am 05. Februar 2018, 17:25:07
Wer versteht schon Politik? Diesem jämmerlichen Rest den die SPD da auftreibt würde ich keine lange Halbwertszeit geben und in dem Zusammenhang sehe ich diese Phrase
"...so schnell wie möglich ersetzt werden..." ,doch dann bläst so einer wie der Söder auch noch in das Horn ..
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Corpy am 05. Februar 2018, 18:48:27
...doch dann bläst so einer wie der Söder auch noch in das Horn ..

2018 holt der sich für seinen Spruch aber eine richtige Quittung ab.  ;)
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Euro-T am 05. Februar 2018, 19:58:50
Das sind keine Infos aus 1. Hand!!
Unbrauchbar also!
Reto
www.topagrar.com/news/Home-top-News-Groko-Einigung-Landwirtschaft-ohne-Ueberraschungen-9022663.html

ich wünschte es wären fake´s

Aber es ist dennoch alles sehr schwammig formuliert.

"...soll schnellstmöglich"

"...soll zur Mitte der Legislaturperiode 2019 vorliegen"

In der Politik kann das auch bedeuten, das sich erstmal garnix ändert - zumindest nicht vor Ablauf der nächsten fünf Jahre.

Und ob wir dann für die Blümchenwiesen überhaupt noch ein Glyfos brauchen...?
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: fluegelflitzer7 am 05. Februar 2018, 20:50:40
es wird viel viel diskutiert über glyphosat..

aber lassen wir mal das fachliche außen vor, danach wird nun mal oft nicht gefragt!!

fakt ist folgendes!

wir alle haben sicher unseren anteil dran wenns verboten/eingeschänkt wird.

- ich sehe das ähnlich wie bei den anwendungsbeschränkungen für clomazone -
 da war auch fehlanwendung der punkt warums beschränkt wurde!

oder atrazin, erst 3 ltr, dann 6 ltr, und dann vielleicht doch 8 ltr oder noch mehr...

stellt euch doch mal folgende fragen:

hab ich schon mal sikkiert wos normal vielleicht auch ohne ging,

hab ich schonmal einen wegrand/graben/weg miterwischt?

hab ich schonmal mit glyphos behandelt und das feld lange nicht bearbeitet, also gelb werden lassen und auch so gelassen?
( fachlich sicher außer frage, lange einwirkzeit macht ja auch sinn )

nehms ichs immer und regelmäßig weils einfach günstig ist?

und und und...

und so läufts eben wies die breite masse möchte, also weg damit...

ABER,  es wird auch ein leben nach glyphosat geben, ich komm damit klar...  :basta:



Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Tim am 05. Februar 2018, 21:02:45
Und weil du denkst ohne auszukommen soll ich darauf verzichten ?

Auf der einen Seite will ich mich da nicht reinsteigern ,weil die Hersteller doch ganz gut dran verdienen und meiner Meinung nach eine Verantwortung haben den Wirkstoff zu schützen,doch wahrscheinlich verdienen sie ohne mehr ?!?!

Was bleibt auf der Strecke?

Erosionsschutz
Wasserschutz
Co2 Bilanz
Der Landwirt
Unser komplettes teures fachrecht das sich nicht mehr an Fakten orientiert ,sondern an Meinungen..

Wir werden nach alternativen suchen - da bin ich mal gespannt...
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: fluegelflitzer7 am 05. Februar 2018, 21:13:19
@tim, wegen mir brauchst nicht drauf verzichten...

Ich hab nur mal meine Sicht der Dinge geschildert!   :oma:
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Tim am 05. Februar 2018, 21:21:31
Hmmh , das ist deine aktuelle Sicht ...

Aber gut es, es ist deine Meinung.  ;)
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Euro-T am 05. Februar 2018, 21:26:48
es wird viel viel diskutiert über glyphosat..

aber lassen wir mal das fachliche außen vor, danach wird nun mal oft nicht gefragt!!

fakt ist folgendes!

wir alle haben sicher unseren anteil dran wenns verboten/eingeschänkt wird.

- ich sehe das ähnlich wie bei den anwendungsbeschränkungen für clomazone -
 da war auch fehlanwendung der punkt warums beschränkt wurde!

oder atrazin, erst 3 ltr, dann 6 ltr, und dann vielleicht doch 8 ltr oder noch mehr...

stellt euch doch mal folgende fragen:

hab ich schon mal sikkiert wos normal vielleicht auch ohne ging,

hab ich schonmal einen wegrand/graben/weg miterwischt?

hab ich schonmal mit glyphos behandelt und das feld lange nicht bearbeitet, also gelb werden lassen und auch so gelassen?
( fachlich sicher außer frage, lange einwirkzeit macht ja auch sinn )

nehms ichs immer und regelmäßig weils einfach günstig ist?

und und und...

und so läufts eben wies die breite masse möchte, also weg damit...

ABER,  es wird auch ein leben nach glyphosat geben, ich komm damit klar...  :basta:

..und wenn ich alle Fragen mit Nein beantworten konnte - darf ich`s dann behalten?? Siehst du...

Es ist die Willkür, die einen so machtlos dastehen und mit Bedenken in die Zukunft blicken lässt.

Nicht nur in Bezug auf die Landwirtschaft..
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: charlie am 05. Februar 2018, 21:29:14
@flügelflitzer

Sicher ist bei den Glyphosatanwendungen nicht immer alles fachlich richtig und sinnvoll gelaufen, aber mMn ist es NICHT Fakt, dass deswegen in der „breiten Masse“ ein Glyphosat-Verbot gefordert wird.

Glyphosat wurde von NGO-Kreisen als Sinnbild für „umweltschädliche“ und „profitorientierte“ „industrielle Landwirtschaft“ und als Statthalter für die „böse Gentechnik“ rund um Monsanto aufgebaut, hierbei ist der Einsatz und seine Beweggründe sowie Folgen völlig unerheblich.

Ob wir Landwirte mit einem Verbot oder starken Einschränkung klarkommen (müssen) steht ebenfalls nicht zur Debatte, jedoch wird die rein politisch und ideologische Debatte fernab von einem wissenschaftlichen Hintergrund dazu führen, dass eben noch mehr rein ideologische Entscheidungen gefällt werden. Ein Glyphosatverbot kommt also einem Dammbruch gleich, der sich von der Landwirtschaft auf weitere Bereiche ausdehnen wird.

Ähnliche Kampagnen wie gegen Dieselfahrzeuge läuft zB von Seiten des NABU auch gegen die Schiffahrt.
Auch wenn die Zahlen einem Faktencheck nicht wirklich standhalten, ist die Schifffahrt schon ein schmutziges Gewerbe...
Siehe zB hier
https://www.welt.de/dieweltbewegen/sonderveroeffentlichungen/article118988228/Das-schmutzigste-Gewerbe-der-Welt-bleibt-auf-Kurs.html (https://www.welt.de/dieweltbewegen/sonderveroeffentlichungen/article118988228/Das-schmutzigste-Gewerbe-der-Welt-bleibt-auf-Kurs.html)
oder auch hier
http://www.zeit.de/2017/36/kreuzfahrtschiffe-co2-ausstoss-dreck (http://www.zeit.de/2017/36/kreuzfahrtschiffe-co2-ausstoss-dreck)

Werden hier Verbote ausgesprochen?
Wird zB Autofahren verboten, nur weil sich manche nicht an Tempolimits halten, oder Benzin und Diesel ebenfalls krebserregend sind?

Stell dir bitte mal die gleichen Fragen... sagst du dann auch noch :basta: ??? :frage:
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: fluegelflitzer7 am 05. Februar 2018, 21:42:27
Beim Diesel wird nix gegen die Auto Industrie passiern,
da hängt einfach zu viel dran... direkte Arbeitsplätze, Zulieferer,  Zulieferer der Zulieferer usw...

Und die öffentliche Wirkung spielt beim glyphos sehr wohl eine
große Rolle!!!

Und fachlich brauchen wir nicht diktieren, denn auch bei der düngeverordnung haben sich bestimmt 95% an die Regeln gehalten. Nur manche eben nicht. Ergebnis  ist bekannt.

Und Olli, 
Wenn du alles mit nein beantworten kannst,  Respekt.

Wer frei von schuld ist, werfe den erste Stein.

Ich werde mir das nicht anmaßen...

Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Euro-T am 05. Februar 2018, 21:45:41
Und Olli, 
Wenn du alles mit nein beantworten kannst,  Respekt.

Im Gegensatz zur Politik sind wir hier nicht im Kasperltheater, sondern betreiben professionellen Ackerbau.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Tim am 05. Februar 2018, 21:47:14
Nun ja welche Schuld? Wer ist an Krebs erkrankt weil er? Ja was eigentlich? Seine hofeinfahrt behandelt hat ?

Es gibt keinen Grund und Nein,die leute/der Wähler hat kein objektives Bild.

Nicht von Wirkstoff, nicht von unserer Arbeit und auch nicht von den Herausforderung vor denen wir stehen.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: charlie am 05. Februar 2018, 22:01:10
Hier mal wieder ein Machwerk aus der NGO-Feder...

https://m.youtube.com/watch?v=K1AOlp1Q950 (https://m.youtube.com/watch?v=K1AOlp1Q950)


Und hier die Antwort aus der Industrie...

https://www.magazin.bayer.de/de/wie-konfrontativ-duerfen-unternehmen-heute-kommunizieren.aspx (https://www.magazin.bayer.de/de/wie-konfrontativ-duerfen-unternehmen-heute-kommunizieren.aspx)


Darf ein Unternehmen so reagieren?
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Schorsch am 05. Februar 2018, 23:04:13
ABER,  es wird auch ein leben nach glyphosat geben, ich komm damit klar...  :basta:

Ja, klar, das wär wirklich eine gute Alternative gewesen: :basta:

https://www.ebay.com/itm/Bayer-Basta-1-Liter-Unkrautvernichter-/110875690432?_ul=BY&nma=true&si=azVq8vDLWmeeT9lzdMBM6PGjtmQ%253D&orig_cvip=true&rt=nc&_trksid=p2047675.l2557
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Niederbayer am 05. Februar 2018, 23:07:26

Ja, klar, das wär wirklich eine gute Alternative gewesen: :basta:

https://www.ebay.com/itm/Bayer-Basta-1-Liter-Unkrautvernichter-/110875690432?_ul=BY&nma=true&si=azVq8vDLWmeeT9lzdMBM6PGjtmQ%253D&orig_cvip=true&rt=nc&_trksid=p2047675.l2557

als Reprodukionstoxisch eingestuft und bei Anwendung darf die behandelte Fläche 1 Tag nur noch mit Schutzanzug betreten werden.

Wird/Wurde im Gemüsebau zur Zwischenreihenbehandlung gerne eingesetzt, ich habe aus den oben genannten gründen immer lieber zum Glyphos gegriffen.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: juliusjr am 06. Februar 2018, 20:55:02
Wenn bayer monsanto übernehmen darf kauft basf von bayer den größten Teil von bayer s Saatgutgeschäft und den Wirkstoff und die Fabriken für den Wirkstoff von Basta.
Und zwar sauteuer. Der größte Teil von Bayers Saatgut is sowohl gegen basta als auch glyphosphat resistet soweit ich weiß. Bayer und Basf sehen wohl in beiden Wirkstoffen und Saatgut Züchtung das große Geschäft.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Schorsch am 07. Februar 2018, 21:20:52

Ja, klar, das wär wirklich eine gute Alternative gewesen: :basta:

https://www.ebay.com/itm/Bayer-Basta-1-Liter-Unkrautvernichter-/110875690432?_ul=BY&nma=true&si=azVq8vDLWmeeT9lzdMBM6PGjtmQ%253D&orig_cvip=true&rt=nc&_trksid=p2047675.l2557

als Reprodukionstoxisch eingestuft und bei Anwendung darf die behandelte Fläche 1 Tag nur noch mit Schutzanzug betreten werden.

Wird/Wurde im Gemüsebau zur Zwischenreihenbehandlung gerne eingesetzt, ich habe aus den oben genannten gründen immer lieber zum Glyphos gegriffen.

Wir alle wissen doch, dass Glyphosat die weitaus bessere Möglichkeit ist.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: guest50797 am 07. Februar 2018, 22:24:42
Wenn bayer monsanto übernehmen darf kauft basf von bayer den größten Teil von bayer s Saatgutgeschäft und den Wirkstoff und die Fabriken für den Wirkstoff von Basta.
Und zwar sauteuer. Der größte Teil von Bayers Saatgut is sowohl gegen basta als auch glyphosphat resistet soweit ich weiß. Bayer und Basf sehen wohl in beiden Wirkstoffen und Saatgut Züchtung das große Geschäft.

Beide Firmen Produzieren ja nicht nur für den heimischen Markt und setzen eben darauf das nur in DE bzw der EU die Entscheidungsträger sachgrundlose/ideologische Entscheidungen treffen.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: charlie am 13. Februar 2018, 18:44:42
Interessante Studie der TH Bingen zu Folgen eines Glyphosatverbots...

https://www.agrarheute.com/pflanze/glyphosatverbot-zehn-jahren-kein-mehr-biodiversitaet-542593?utm_campaign=ah-newsalarm&utm_source=agrarheute&utm_medium=newsletter&utm_term=2018-02-13 (https://www.agrarheute.com/pflanze/glyphosatverbot-zehn-jahren-kein-mehr-biodiversitaet-542593?utm_campaign=ah-newsalarm&utm_source=agrarheute&utm_medium=newsletter&utm_term=2018-02-13)
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: NobbyNobbs am 15. Februar 2018, 18:33:36
Ah der Peter 👍🏻😁 gudär Mann, gudär Mann
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: charlie am 01. März 2018, 16:13:49
Wenn übereifrige Bauausschußmitglieder mit einem Glyphosat-Verbot auf städtischen Flächen noch nicht genug haben...

https://www.agrarheute.com/land-leben/stadt-will-flaechenpaechter-umstellung-oeko-zwingen-542998?utm_campaign=ah-newsalarm&utm_source=agrarheute&utm_medium=newsletter&utm_term=2018-02-28 (https://www.agrarheute.com/land-leben/stadt-will-flaechenpaechter-umstellung-oeko-zwingen-542998?utm_campaign=ah-newsalarm&utm_source=agrarheute&utm_medium=newsletter&utm_term=2018-02-28)

Da bekommt der Begriff „Ausschuß“ eine völlig andere Bedeutung... :hmpf:
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Rhoihesse am 01. März 2018, 19:24:35
Manche sind wirklich schon krass drauf.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Guido am 02. März 2018, 01:07:36

jajaja grosse klappe  das man das Glyphosat verbittet oder Anwender Einschrenkungen macht .

-Halten die Auflagen einer Schadenersatzklage standt ?

-Freibrief für Erosion, ausbaden musses die Molkerei oder der Landbesitzter wenn es schäden gegeben hat?

wen nur einteil meiner vermuttung zutrifft wird das ziemlich viel juristenfutter geben ( die Versicherungen sind nähmlich Geld geil)

Gruss Guido
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: joe am 02. März 2018, 06:49:37
ich denke es paßt gut zu diesem thema
 https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/oldenburg_ostfriesland/Sandstuerme-behindern-Verkehr-A-27-gesperrt,sandsturm212.html

Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Euro-T am 02. März 2018, 06:56:54
ich denke es paßt gut zu diesem thema
 https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/oldenburg_ostfriesland/Sandstuerme-behindern-Verkehr-A-27-gesperrt,sandsturm212.html

Ich wollte das hier auch schon posten  :daumen:

Problem an der Sache: wenn man sich unter vielen Beiträgen (wurde nicht nur im NDR thematisiert) mal die Kommentare durchliest (zumindest ein paar, arg viele erträgt man nämlich nicht), dann zieht da keiner den Bogen zum Glyfosat, sondern eigentlich nur zu den ausgeräumten Agrarwüsten.

Wartet ab, wenn das in ein paar Jahren noch mehr zum Thema wird, dann bekommen wir überall schöne Hecken hingepflanzt, so alle 200m.  :faint:
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Kai-Uwe am 02. März 2018, 07:10:05
ich denke es paßt gut zu diesem thema
 https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/oldenburg_ostfriesland/Sandstuerme-behindern-Verkehr-A-27-gesperrt,sandsturm212.html


Wartet ab, wenn das in ein paar Jahren noch mehr zum Thema wird, dann bekommen wir überall schöne Hecken hingepflanzt, so alle 200m.  :faint:

Wenn Du dann noch Berge aufschüttest, tiefe Täler aushebst und Wald mit Tannen ansetzt ist das wie bei uns :-) Wobei alle 200m eine Hecke schaffen wir auch nicht überall...
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: joe am 02. März 2018, 07:11:37
ich denke es paßt gut zu diesem thema
 https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/oldenburg_ostfriesland/Sandstuerme-behindern-Verkehr-A-27-gesperrt,sandsturm212.html

Ich wollte das hier auch schon posten  :daumen:

Problem an der Sache: wenn man sich unter vielen Beiträgen (wurde nicht nur im NDR thematisiert) mal die Kommentare durchliest (zumindest ein paar, arg viele erträgt man nämlich nicht), dann zieht da keiner den Bogen zum Glyfosat, sondern eigentlich nur zu den ausgeräumten Agrarwüsten.

Wartet ab, wenn das in ein paar Jahren noch mehr zum Thema wird, dann bekommen wir überall schöne Hecken hingepflanzt, so alle 200m.  :faint:

na ja ....
wir sind ja hier ein fachforum , da erlaube ich mir mal den finger in die wunde zu legen !
glyphos allein schließt weder wind noch wassererrosion aus , es ist nur ein werkzeug dagegen , wenn es mit einer vielzahl anderer möglichkeiten anwendet .
schließlich muß man doch mal die frage stellen , warum trotz der verfügbarkeit , bzw der anwendung auch  auf den flächen von denen der errodierte boden stammt , solche ereignisse vorkommen ?
http://www.spiegel.de/panorama/massenkarambolage-auf-a19-sandsturm-auf-autobahn-bei-rostock-mehrere-tote-a-755908.html
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: BNT am 02. März 2018, 07:39:25
Die Grünen haben auch dafür eine Lösung parat: Grünland.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: canuck am 02. März 2018, 07:52:41
Gruenland und wenn immer moeglich Vegan
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: BNT am 02. März 2018, 08:18:32
Die werden uns schon irgendwann noch zum Grasfresser umerziehen.

https://www.samen-schwarzenberger.at/shop/de/vegane-ernaehrung/733-naehrgras-englisch.html

 :rolleyes:
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Schorsch am 02. März 2018, 10:30:19
... glyphos allein schließt weder wind noch wassererrosion aus , es ist nur ein werkzeug dagegen , wenn es mit einer vielzahl anderer möglichkeiten anwendet .
schließlich muß man doch mal die frage stellen , warum trotz der verfügbarkeit , bzw der anwendung auch  auf den flächen von denen der errodierte boden stammt , solche ereignisse vorkommen ?
http://www.spiegel.de/panorama/massenkarambolage-auf-a19-sandsturm-auf-autobahn-bei-rostock-mehrere-tote-a-755908.html

Bei diesem Sandsturm war vorher aber anscheinend nicht Glyphosat angewendet worden, sondern es war der Boden mechanisch bearbeitet worden.
http://www.spiegel.de/panorama/massenkarambolage-auf-a19-sandsturm-auf-autobahn-bei-rostock-mehrere-tote-a-755908.html
Zitat
[...] Die A19 verläuft in der Nähe des Unfallorts entlang eines frisch gepflügten Felds. Die Sichtweite soll zum Unfallzeitpunkt weniger als hundert Meter betragen haben. Durch den aufgewirbelten Sand lag die Sichtweite auch nach der Karambolage zeitweise noch unter 50 Meter. [...]
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: MDW am 02. März 2018, 10:56:26
Aber genau das ist dich das Problem. Es werden doch weniger ZF anbebaut, weil man nicht weiß ob man Glyphosat als Notbremse nach einem milden Winter hat.

Das können sich die NGO´s auf den eigenen Zettel schreiben.

Stefan
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: joe am 10. März 2018, 00:52:30
ohne worte !
https://www.gifhorner-rundschau.de/gifhorn/article213653461/Ich-war-von-dem-Glyphosat-Wert-meines-Sohns-Noel-geschockt.html
https://www.braunschweiger-zeitung.de/gifhorn/article213661467/SPD-Glyphosat-in-Stadt-Gifhorn-stoppen.html
https://www.gifhorner-rundschau.de/gifhorn/article213653629/Amtsarzt-Klare-Grenzwerte-gibt-es-nicht.html

Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: canuck am 10. März 2018, 01:43:28
Und schon hat ein Medium die Schlagzeile!
Heile Familie mit ihrem einzigen Soehnchen das offenbar zu viel Glyphos in seinen Adern hat.
Selbstverständlich wissen sie genau es ist zu viel und schädlich .
Ich muss nur Kopfschütteln Boulevard Presse erster Klasse.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: BNT am 10. März 2018, 08:39:04
 Ist Noel das neue Kevin?

Ich würde der Familie ein DNA Screening auf Krebs-Veranlagungen spendieren. Dann haben sie wirklich etwas zum sich Sorgen.


Aus dem Ländle:

https://www.vn.at/lokal/vorarlberg/2018/03/09/studie-soll-schritte-gegen-glyphosat-pruefen.vn

150.000 Euro für eine "Studie" die Dinge behandelt, die schon tausendmal behandelt wurden. Da macht sich jemand wieder mal die Taschen voll.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Guido am 10. März 2018, 09:46:18

mal en frage in die Runde ,Coa Cola hat Phosphorsäure drin gibt es dort AMPA als abbau produkt???

Gruss Guido
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: sten am 10. März 2018, 10:33:14
Nein.
https://de.wikipedia.org/wiki/Aminomethylphosphonsäure
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: kronawirt78 am 10. März 2018, 11:04:59
Aber die ganzen Spülis müssten doch AMPA als Abbauprodukt haben, oder?
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: klausg am 10. März 2018, 11:56:22
Ebenso wie die Reinigungsmittel in den Flaschenwaschmaschinen der Brauereien - Glyphos im Bier
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: kronawirt78 am 10. März 2018, 12:11:14
Fände ich ein gutes Argument, daß die Glyphosgegner ihr Geschirr quasi mit dem "chemischen Bruder" behandeln
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: sten am 10. März 2018, 12:22:46
Ebenso wie die Reinigungsmittel in den Flaschenwaschmaschinen der Brauereien - Glyphos im Bier
Bloß das da wirklich Glyphosat gefunden wurde und kein AMPA.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Stanky am 10. März 2018, 14:24:12
Na warscheinlich halten die Ihre Auffahrt damit schwarz. :irre:
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Euro-T am 10. März 2018, 14:31:45
Zur Abwechslung möchte ich dann hier auch mal was positives verlinken:

http://www.nnp.de/lokales/limburg_und_umgebung/Umwelt-Ausschuss-bittet-Landwirte-und-Privatleute-um-Zurueckhaltung;art680,2926199 (http://www.nnp.de/lokales/limburg_und_umgebung/Umwelt-Ausschuss-bittet-Landwirte-und-Privatleute-um-Zurueckhaltung;art680,2926199)
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: sten am 10. März 2018, 14:36:29
Na warscheinlich halten die Ihre Auffahrt damit schwarz. :irre:
Das machen die mit Durano.....
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Stefan81 am 10. März 2018, 15:57:55
Mal ganz anders herum. Bei uns in der Umgebung gibt es die letzten 3 - 5 Jahre vermehrt sehr wenig Niederwild (Hase, Fasan), zu dieser Zeit setzte auch gerade der Bioboom ein wo auch größere Betriebe umgestellt haben. Könnte es sein das diese zwei Sachen zusammen hängen, oder habt ihr bei euch in der Gegend ähnliches festgestellt?

Will jetzt keinen als Hasen- und Fasan- Mörder hinstellen, aber wie vertragen sich Kleine Hasen und Fasanen mit den zur Zeit gebräuchlichen 12m Striegel? :frage:
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: jotesen am 10. März 2018, 16:03:41
Mal ganz anders herum. Bei uns in der Umgebung gibt es die letzten 3 - 5 Jahre vermehrt sehr wenig Niederwild (Hase, Fasan), zu dieser Zeit setzte auch gerade der Bioboom ein wo auch größere Betriebe umgestellt haben. Könnte es sein das diese zwei Sachen zusammen hängen, oder habt ihr bei euch in der Gegend ähnliches festgestellt?

Will jetzt keinen als Hasen- und Fasan- Mörder hinstellen, aber wie vertragen sich Kleine Hasen und Fasanen mit den zur Zeit gebräuchlichen 12m Striegel? :frage:
Also ich mache Bio und das hier schon seit 27 Jahren und hier gibt es reichlich Niederwild. Fasane habe ich endlich auch wieder beobachten können, gab es hier im Ort ewig nicht.
Allerdings sind meine beiden Füchse schon gut aktiv.

Gesendet von meinem PIC-LX9 mit Tapatalk

Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: joe am 10. März 2018, 16:43:28
Mal ganz anders herum. Bei uns in der Umgebung gibt es die letzten 3 - 5 Jahre vermehrt sehr wenig Niederwild (Hase, Fasan), zu dieser Zeit setzte auch gerade der Bioboom ein wo auch größere Betriebe umgestellt haben. Könnte es sein das diese zwei Sachen zusammen hängen, oder habt ihr bei euch in der Gegend ähnliches festgestellt?

Will jetzt keinen als Hasen- und Fasan- Mörder hinstellen, aber wie vertragen sich Kleine Hasen und Fasanen mit den zur Zeit gebräuchlichen 12m Striegel? :frage:

 da kann ich deine these ganz klar widerlegen !
ich ich bin in meinem revier der einzige landwirt und wirtschafte konvi dazu arbeite ich  im ackerbau nin-till und strip-till also sehr exteniv und das schon über einen zeitraum von mehr als 20 jahren .
eine veränderung der niederwildpopulation zum positiven konnte ich bisher leider nicht beobachten .
einzig die schwarzwildschäden haben deutlich zugenommen
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: sten am 10. März 2018, 17:32:39
Ich bin ja Laie, aber können sich Fasane überhaupt alleine ohne menschliche Hilfe vermehren?


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Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Biobauer am 10. März 2018, 17:34:07
Ich bin ja Laie, aber können sich Fasane überhaupt alleine ohne menschliche Hilfe vermehren?


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warum nicht
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: sten am 10. März 2018, 17:36:58
Weil er hier eigentlich nicht heimisch ist und mal aktiv ausgesetzt wurde und bei uns im Nachbardorf auch noch aktiv ausgesetzt wird, damit der Bestand sich halten kann.


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Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: klausg am 10. März 2018, 22:28:45
Reichlich gibts beides vor allem in Gegenden, in denen Niederwildfreundliche Kulturen mit langer Bodenbedeckung und ein einigermaßen mildes Klima vorherrscht. Ich wundere mich immer wieder, was da z. B. in Niederbayern für Strecken erlegt werden. Zuckerrüben und Kartoffeläcker mit möglichst wenig Wald und Bäumen begünstigen wohl das Überleben.
Deckung, gutes Futter und wenig Sitzgelegenheiten für die fliegenden Feinde. Und eine straffe Bejagung von Fuchs und Dachs sind anscheinend die Kombi für Hase, Fasan und Rebhuhn.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: MartinNT am 11. März 2018, 19:44:35
Hallo zusammen,

Ich habe mich heute ein wenig auf die Suche gemacht. Hier meine Ergebnisse:

http://www.julius-hoesch.de/produkte/spezialprodukte/waschrohstoffe-tenside/komplexbildner-phosphonate-phosphonsaeuren/

http://www.n-bnn.de/sites/default/dateien/bilder/Downloads/FactSheet_Phospons%C3%A4ure_de_Mai_2017.pdf

http://www.chemie.de/lexikon/Phosphons%C3%A4ure.html

http://orgprints.org/18618/1/kuehne_2010_fachgespr-pflanzensch_phosphonate.pdf

Nur so zum Nachdenken

Gruss

MartinNT



Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: agri am 11. März 2018, 21:44:37
Komm jetzt nicht ganz mit ,

Was haben jetzt Phosphonate und hier sepziel das Kaliumphosphonat mit dem Thema zu tun .
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: guest50797 am 11. März 2018, 22:12:41
Komm jetzt nicht ganz mit ,

Was haben jetzt Phosphonate und hier sepziel das Kaliumphosphonat mit dem Thema zu tun .

Seitens der Glyphosat-Kritiker wird angeführt das Glyphosat unnatürlich sei und nur durch die chemische Industrie überhaupt auf der Erde sei.
Ist ja auch richtig,

aber auch Kaliumphosphonat ist nicht natürlichen Ursprungs und kann nur in einem Chemiewerk hergestellt werden,
als es dann vom Pflanzenstärkungsmittel (auf Grund der nachgewiesenen Wirkung) zum Pflanzenschutzmittel "hochgestuft" wurde, musste auch die Zulassung für den Bioanbau fallen da es nicht den Anforderungen für PSM-Wirkstoffe im Bioanbau entsprach.

Und nun kämpfen entliche Bio-Anbauverbände vehement für die Zulassung von Kaliumphosphonat im Ökologischen Landbau,
 die Argumente die gegen Glyphosat angeführt werden kann man nahezu 1:1 auch gegen die Zulassung von Kaliumphosphonat im Biolandbau anführen.

Diesen Link gab es weiter oben glaube ich schonmal:
http://www.salonkolumnisten.com/zwei-klassen-chemie/ (http://www.salonkolumnisten.com/zwei-klassen-chemie/)
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: charlie am 11. März 2018, 22:23:38
Komm jetzt nicht ganz mit ,

Was haben jetzt Phosphonate und hier sepziel das Kaliumphosphonat mit dem Thema zu tun .

Glyphosat ist ebenfalls ein Phosphonat, nämlich das Glycinphosphonat.
Entwickelt wurde es ursprünglich als Wasserenthärter.
Mit den häufig als Tensiden in Waschmitteln genutzten Aminopolyphosphonaten hat das Glyphosat das Abbauprodukt Aminomethylphosphonsäure (AMPA) gemeinsam.
Kaliumphosphonat war lange als Pflanzenstärkungsmittel mit fungizider Wirkung im Biolandbau zugelassen, gerade im Bioweinbau wird eine Wiederzulassung von einigen Verbänden angestrebt.
Auch dieses ist chemisch sehr nahe mit Glyphosat verwandt...
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: agri am 11. März 2018, 22:28:08
Danke schön euch beiden ,

Aber die Wirkung ist wohl ungleich .
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Euro-T am 11. März 2018, 22:30:53
Danke schön euch beiden ,

Aber die Wirkung ist wohl ungleich .

Ungleicher, wie sie anders nicht sein könnte.

Aber das spielt im Kern des Themas eigentlich überhaupt keine Rolle.

Bloß den Kern mag eh nie jemand essen...
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Guido am 11. März 2018, 23:06:12


hi aber beide haben das abbau produkt AMPA
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: claine am 17. Mai 2018, 21:52:00
https://www.planet-wissen.de/sendungen/sendung-glyphosat-100.html
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Niederbayer am 17. Mai 2018, 23:36:09
https://www.planet-wissen.de/sendungen/sendung-glyphosat-100.html

was für eine Scheiße... länger als 13 minuten nicht auszuhalten
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: BNT am 18. Mai 2018, 10:22:57
Dass ein Epidemiologe seine Disziplin verteidigt, ist irgendwie verständlich. Die ist derzeit nämlich unter heftigem Beschuss.

Der Biobauer mit den sauberen Beständen hat das mal auf Youtube genauer erklärt. Vier Durchgänge macht er. Damit werden die meisten Bestände ähnlich sauber wie die der konventionellen Kollegen sein.

Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: reto am 19. Mai 2018, 16:48:21
Hallo zusammen,

hier ein positiver Fakt zu Glyphos:


https://www.facebook.com/adrian.sutter.165/posts/484068115342344

Gruss Reto
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Fox! am 23. Mai 2018, 18:11:58
https://www.topagrar.com/news/Home-top-News-Stiftung-Warentest-bemaengelt-Glyphosatrueckstaende-im-Bier-9187747.html

Und hier mal was ganz neues  :rolleyes: Bier zieht in Deutschland halt immer.

Hat sich jmd die Mühe gemacht und die Studie näher angeschaut? Wurde da wirklich Glyphosat nachgewiesen, oder wieder mal AMPA? Kam die Braugerste aus Deutschland oder dem Ausland?
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: sten am 23. Mai 2018, 18:32:57
Im Vorjahr wars tatsächlich Glpyhosat und kein Ampa.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: joe am 23. Mai 2018, 18:42:14
Im Vorjahr wars tatsächlich Glpyhosat und kein Ampa.

simmt !
aber bis heute wurde nicht veröffentlicht das es sich bei den glyphosat " belasteten " braugersten um inportierte ware handelte !
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: sten am 23. Mai 2018, 18:45:06
Bis heute konnte mir auch keiner schlüssig erklären, warum Braugerste überhaupt abgespritzt wird, bzw warum die dann noch ausreichend keimfähig ist. Braugerste als Herkunft hab ich auch immer nur als Theorie gehört, nichts als Tatsache.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: joe am 23. Mai 2018, 18:50:34
Bis heute konnte mir auch keiner schlüssig erklären, warum Braugerste überhaupt abgespritzt wird, bzw warum die dann noch ausreichend keimfähig ist. Braugerste als Herkunft hab ich auch immer nur als Theorie gehört, nichts als Tatsache.

damit es zur tatsache wird , müssen die mälzer auch ihre hsosen runterlassen und ihre bezugsquellen preisgeben !
fakt ist , das glyphos nicht zur sikkation in braugerste zugelassen ist , oder war .
von jeder angelieferten partie gibt es rückstellmuster , somit ist es ein leichters  der verursacher  verursacher festzustellen , wenn es denn gewollte wäre .


Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Mick am 23. Mai 2018, 20:49:03
Bis heute konnte mir auch keiner schlüssig erklären, warum Braugerste überhaupt abgespritzt wird, bzw warum die dann noch ausreichend keimfähig ist. Braugerste als Herkunft hab ich auch immer nur als Theorie gehört, nichts als Tatsache.

damit es zur tatsache wird , müssen die mälzer auch ihre hsosen runterlassen und ihre bezugsquellen preisgeben !
fakt ist , das glyphos nicht zur sikkation in braugerste zugelassen ist , oder war .
von jeder angelieferten partie gibt es rückstellmuster , somit ist es ein leichters  der verursacher  verursacher festzustellen , wenn es denn gewollte wäre .

Wer sagt denn, dass die Ursache überhaupt in Gerste zu suchen ist? Könnte ja auch Weizen gewesen sein...
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: guest50797 am 23. Mai 2018, 21:17:09
Bis heute konnte mir auch keiner schlüssig erklären, warum Braugerste überhaupt abgespritzt wird, bzw warum die dann noch ausreichend keimfähig ist. Braugerste als Herkunft hab ich auch immer nur als Theorie gehört, nichts als Tatsache.

damit es zur tatsache wird , müssen die mälzer auch ihre hsosen runterlassen und ihre bezugsquellen preisgeben !
fakt ist , das glyphos nicht zur sikkation in braugerste zugelassen ist , oder war .
von jeder angelieferten partie gibt es rückstellmuster , somit ist es ein leichters  der verursacher  verursacher festzustellen , wenn es denn gewollte wäre .

Wer sagt denn, dass die Ursache überhaupt in Gerste zu suchen ist? Könnte ja auch Weizen gewesen sein...

Auch Weizen für Brauzwecke darf nicht sikkiert werden...
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: sten am 23. Mai 2018, 21:21:24
Aber ich gebe Joe schon recht, wenn man es wollte, sollte die Herkunft des Glyphosats eingentlich einfach zu finden sein. Fragt man sich nur, warum das nicht publik gemacht wird sondern sich alle im Raten üben.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: joe am 23. Mai 2018, 21:30:20
Aber ich gebe Joe schon recht, wenn man es wollte, sollte die Herkunft des Glyphosats eingentlich einfach zu finden sein. Fragt man sich nur, warum das nicht publik gemacht wird sondern sich alle im Raten üben.

und da bringe ich jetzt unsere berufsvertretung ins spiel !
warum hat sie diesen ball nicht weitergespielt und eine lückenlose aufklärung gefordert !
oder hat sie sowenig vertrauen zu ihren mi5tgliedern , das sie ihnen eine verbotene sikkation zutraut ?
es wäre eine einmalige chance die deutsche lebenswmittel produktion in ein positives licht zurücken !
medienwirksam das verbraucherschutzministerium mit ins  boot holen , das wäre mal mal öffentlichkeitsarbeit die ankommt !
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: agri am 23. Mai 2018, 21:41:26
Aber ich gebe Joe schon recht, wenn man es wollte, sollte die Herkunft des Glyphosats eingentlich einfach zu finden sein. Fragt man sich nur, warum das nicht publik gemacht wird sondern sich alle im Raten üben.

und da bringe ich jetzt unsere berufsvertretung ins spiel !
warum hat sie diesen ball nicht weitergespielt und eine lückenlose aufklärung gefordert !
oder hat sie sowenig vertrauen zu ihren mi5tgliedern , das sie ihnen eine verbotene sikkation zutraut ?
es wäre eine einmalige chance die deutsche lebenswmittel produktion in ein positives licht zurücken !
medienwirksam das verbraucherschutzministerium mit ins  boot holen , das wäre mal mal öffentlichkeitsarbeit die ankommt !

und wenn der belastete Rohstoff " Gerste " dann in Deutschland oder Europa gefunden wird .

Lässt sich eine Gerste überhaupt noch bis ins Herkunftsland zurück verfolgen .
Werden an den Häfen an den Schiffen auch Rückstell muster gezogen .
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: tommek am 24. Mai 2018, 10:18:52
Was ich nicht verstehe , dass die Mälzer oder die Brauereien dort keine Selbstkontrolle vornehmen.Wie teuer und aufwendig ist denn die Untersuchung auf Glyphosat ?
Oder ist die Verunreinigung im Hopfen oder Brauwasser ?

Wie wird denn der "Unterstockbereich" und die Zwischenzeile  freigehalten beim Hopfen ?
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Guido am 24. Mai 2018, 10:31:47
Was ich nicht verstehe , dass die Mälzer oder die Brauereien dort keine Selbstkontrolle vornehmen.Wie teuer und aufwendig ist denn die Untersuchung auf Glyphosat ?
Oder ist die Verunreinigung im Hopfen oder Brauwasser ?
Ich denke das liegt am Waschmittel wo Phospohnat haltig ist

Gesendet von meinem RG730 mit Tapatalk

Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: sten am 24. Mai 2018, 10:41:44
Wenn Ampa gefunden wird, kann es an Reinigungsmitteln liegen, da diese Stoffgruppe ein Abbauprodukt aller Phosphonate ist.

Was ich nicht verstehe , dass die Mälzer oder die Brauereien dort keine Selbstkontrolle vornehmen.Wie teuer und aufwendig ist denn die Untersuchung auf Glyphosat ?
Oder ist die Verunreinigung im Hopfen oder Brauwasser ?
Ich denke das liegt am Waschmittel wo Phospohnat haltig ist

Gesendet von meinem RG730 mit Tapatalk
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Guido am 24. Mai 2018, 10:54:04

von den Produkten wo AMPA als abbauprodukt anfallt,mach Glyphosat keine 3%aus im verkauf

Gruss Guido
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: klausg am 24. Mai 2018, 17:55:20
Es war wohl vor allem in zwei SH Bieren zu finden - evtl. Braugerste aus Skandinavien?
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Stanky am 24. Mai 2018, 17:56:59
Moin,
was sind SH Biere?
Gruß
Frank
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: klausg am 24. Mai 2018, 18:05:15
Zwei alkoholfreie Biere aus Deinem Heimatland hatten die höchsten Werte
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Stanky am 24. Mai 2018, 18:18:55
Die Plopbiere aus der Fördestadt oder aus dem letzten Abenteuer Europas?
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: sten am 24. Mai 2018, 20:42:29
Ich hab ja von dem Braureithema nicht viel Ahnung, aber kaufen die großen Brauerein noch selber Gerste oder kaufen die nicht fertiges Malz?
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: guest50797 am 24. Mai 2018, 20:57:18
Ich hab ja von dem Braureithema nicht viel Ahnung, aber kaufen die großen Brauerein noch selber Gerste oder kaufen die nicht fertiges Malz?

Im Überseehafen Rostock steht eine der modernsten und größen Mälzereien Europas, dort wird aber kein einziger Liter Bier hergetsellt.
Ich glaube das die Brauereien die Malzproduktion ausgelagert haben.

Aber ich gebe Joe schon recht, wenn man es wollte, sollte die Herkunft des Glyphosats eingentlich einfach zu finden sein. Fragt man sich nur, warum das nicht publik gemacht wird sondern sich alle im Raten üben.

und da bringe ich jetzt unsere berufsvertretung ins spiel !
warum hat sie diesen ball nicht weitergespielt und eine lückenlose aufklärung gefordert !
oder hat sie sowenig vertrauen zu ihren mi5tgliedern , das sie ihnen eine verbotene sikkation zutraut ?
es wäre eine einmalige chance die deutsche lebenswmittel produktion in ein positives licht zurücken !
medienwirksam das verbraucherschutzministerium mit ins  boot holen , das wäre mal mal öffentlichkeitsarbeit die ankommt !

und wenn der belastete Rohstoff " Gerste " dann in Deutschland oder Europa gefunden wird .

Lässt sich eine Gerste überhaupt noch bis ins Herkunftsland zurück verfolgen .
Werden an den Häfen an den Schiffen auch Rückstell muster gezogen .

Wenn er in DE gefunden wird, ist das doch um so besser.
Das erspart die aufwändige Suche im Ausland und ermöglicht die Bestrafung des Anbauers schließlich hat er gegen die Zulassungsvorschriften verstoßen und seinen Aufkäufer getäuscht.

Ja, auch bei der Schiffsbe- und Entladung werden repräsentative Rückstellmuster gezogen.
Auch wenn es in der Theorie reichen würde aus jedem Wagen der Landwirte an der Gosse eine probe zu ziehen und einzulagern, erfordert eben das die Händler genau dokumentieren wer in welches Silo gekippt hat und welcher LKW wie beladen wurde.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: agri am 24. Mai 2018, 21:13:44
Ja, auch bei der Schiffsbe- und Entladung werden repräsentative Rückstellmuster gezogen.
Auch wenn es in der Theorie reichen würde aus jedem Wagen der Landwirte an der Gosse eine probe zu ziehen und einzulagern, erfordert eben das die Händler genau dokumentieren wer in welches Silo gekippt hat und welcher LKW wie beladen wurde.

Hast du schon mal Getreide verkauft oder zumindest angeliefert ??
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: guest50797 am 24. Mai 2018, 21:36:14
Ja, auch bei der Schiffsbe- und Entladung werden repräsentative Rückstellmuster gezogen.
Auch wenn es in der Theorie reichen würde aus jedem Wagen der Landwirte an der Gosse eine probe zu ziehen und einzulagern, erfordert eben das die Händler genau dokumentieren wer in welches Silo gekippt hat und welcher LKW wie beladen wurde.

Hast du schon mal Getreide verkauft oder zumindest angeliefert ??

Verkauft nein,
in eine Landhandelsgosse gekippt ja, zahlreiche 18 Tonner,
gezählt habe ich sie nicht.

Vor jedem abkippen kam der Mitarbeiter des Landhandels mit einem Probenstecher und lies Proben ziehen (von dem der abkippen wollte, "er klettere nicht auf fremde Anhänger").
Nach dem Abkippen bekam man dann ein Formular auf dem Voll und Leergewicht, das Analyseergebnis des Getreides, der Anliefernde Betreib sowie der Anlieferer (in dem Fall meine Wenigkeit) vermerkt waren.

Ob die Proben aber alle eingelagert wurden weis ich nicht.



Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: agri am 24. Mai 2018, 21:45:52
Ob die Proben aber alle eingelagert wurden weis ich nicht.

Dann solltest du dich mal drum Kümmern damit du auf einen Wissensstand kommst und vielleicht liest du auch nochmal den Lieferschein , dein Formular , ob auf diesem nicht noch eine Probennummer drauf stand .

es gibt schon viele Gesetze in diesem Land , auch eine Getreideanlieferung ist mit sowas geregelt .
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: sten am 24. Mai 2018, 21:53:06
Damit wir hier auf einen Stand kommen: Von jeder abgekippten Partie werden Rückstellmuster durch den Handel erstellt. Diese werden eingelagert, damit im Nachhinein festgestellt werden kann, woher eine Belastung in der Silozelle kam. Diese Rückstellmuster werden in der Regel eingeschweißt und der Zettel, den man eigentlich bei jeder Anlieferung ausfüllen muss, beinhaltet den Schlag, wo zum Beispiel das Getreide gedroschen wurde.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: klausg am 24. Mai 2018, 23:43:13
Die Plopbiere aus der Fördestadt oder aus dem letzten Abenteuer Europas?

Hier der Test: https://www.test.de/Alkoholfreies-Bier-im-Test-Fast-jedes-zweite-ist-gut-5321588-5326320/ (https://www.test.de/Alkoholfreies-Bier-im-Test-Fast-jedes-zweite-ist-gut-5321588-5326320/)
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Gufera am 19. September 2018, 09:26:30
https://m.20min.ch/schweiz/news/story/glyphosat-grenzwert-soll-massiv-erhoeht-werden-19307413  (https://m.20min.ch/schweiz/news/story/glyphosat-grenzwert-soll-massiv-erhoeht-werden-19307413)
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Rohana am 25. September 2018, 22:10:02
https://www.bienenjournal.de/aktuelles/meldungen/diskussionen-ueber-glyphosat-im-honig/

Ich weiss ja nicht. Für mich sehen die Kornblumen und Mohnblumen im Getreidefeld nach Bio-Idylle aus und nicht nach etwas, was im nächsten Moment glyphosiert wird...  :rolleyes:
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: NobbyNobbs am 25. September 2018, 23:39:22
Ist doch ganz einfach, das Gegenmittel heisst „Actimel“. Schon ein Actimel je Biene und Woche stellt das natürliche Gleichgewicht der Darmflora wieder her.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Rohana am 26. September 2018, 07:40:14
... wenn es der Imker konsumiert?  ;D
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: charlie am 26. September 2018, 07:44:59
Es ist einfach die nächste Sau auf der Dorfstraße...
Die meisten anderen Argumente sind ja inzwischen sogar auf den großen Mainstream-Medien differenzierter betrachtet worden und somit sind diese Waffen stumpf... also muss was neues her!
Wieviel Handfestes in der neuen Theorie steckt, wird sich die nächsten Tage und Wochen zeigen, leider bleibt wie immer schon irgendwas hängen :crazy:
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Merkur am 26. September 2018, 08:10:37
Herr Keckel war auch Mal wieder fleißig: https://www.novo-argumente.com/artikel/umweltministerium_fuehrt_bundestag_hinters_licht
Da es ja gerade um 🐝 geht
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Rohana am 26. September 2018, 08:14:14
Wieviel Handfestes in der neuen Theorie steckt, wird sich die nächsten Tage und Wochen zeigen, leider bleibt wie immer schon irgendwas hängen :crazy:
Ich kann mir durchaus vorstellen dass die Beobachtung, dass Glyphosat eine Wirkung auf bestimmte Darmbakterien (evtl nicht nur bei der Biene) zeigt, nicht sachlich falsch ist. Aber: Glyphosat ist weder der erste noch das einzige Stoff mit antibiotischer Wirkung.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: canuck am 26. September 2018, 15:16:13
Es ist eine Studie die auf ein etwelches Problem aufmerksam macht.
Die Gruene Lobby bringt immer solches an die forderste Front.Alle anderen Studien sind unbemerkt in der Schublade . Aufzeigen was passieren koennte und alle Verbote und Regelungen schon einsetzen, um meist ihre three huger Ideologie zu befriedigen.
Nicht das ich den Chemie Giganten alles glaube, aber immerhin muessen sie sich verantworten das unsere Lebensmittel in den Richtlinien die gesetzlich  festgelegt sind, bewegen.Wenn dann etwas passiert werden sie zur Kasse genommen.
Das grosse Thema ueber Pestizide ist heute ein Diskusion ueber Ideologien.
Es geht sogar weiter siehe fair Food,oder Ernaehrungs Sicherheits Abstimmungen in der Schweiz.
Dabei hatten wir noch nie eine so grosse Auswahl an Food. Leben in Durchschnitt laenger.
Geben prozentual von unserem Verdienst sehr wenig aus fuer Lebensmittel.
Und haben allgemein einen hohen Lebensstandard.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: farming.ch am 26. September 2018, 18:35:42
Es ist eine Studie die auf ein etwelches Problem aufmerksam macht.
Die Gruene Lobby bringt immer solches an die forderste Front.Alle anderen Studien sind unbemerkt in der Schublade . Aufzeigen was passieren koennte und alle Verbote und Regelungen schon einsetzen, um meist ihre three huger Ideologie zu befriedigen.
Nicht das ich den Chemie Giganten alles glaube, aber immerhin muessen sie sich verantworten das unsere Lebensmittel in den Richtlinien die gesetzlich  festgelegt sind, bewegen.Wenn dann etwas passiert werden sie zur Kasse genommen.
Das grosse Thema ueber Pestizide ist heute ein Diskusion ueber Ideologien.
Es geht sogar weiter siehe fair Food,oder Ernaehrungs Sicherheits Abstimmungen in der Schweiz.
Dabei hatten wir noch nie eine so grosse Auswahl an Food. Leben in Durchschnitt laenger.
Geben prozentual von unserem Verdienst sehr wenig aus fuer Lebensmittel.
Und haben allgemein einen hohen Lebensstandard.

Interessante Meinungen :-).

Was ist eine three huger Ideologie?

Und, ich vermute, mit dem Vorsorge-Prinzip in Europa können Agro-Chemikalien-Firmen gar nicht so gross zur Kasse gebeten werden, weil haubtsächlich der Staat, bzw. die Politik die Verantwortung trägt. Im Gegensatz zum Rechtswesen in USA. Wie ist das in Kanada grundsätzlich geregelt?

Etwas off-topic, aber die Fair-Food-Initiative hätte vor allem für Importe gegolten, also für Bauern, landw. Mitarbeiter und Agrarunternehmen im Ausland, die in die CH importieren wollen. Und da haben wir oft Probleme, siehe Arbeitsbedingungen und Löhne z.B. bei den Treibhäusern in Spanien. Da läuft, auch für CH-Landwirte unfair, ein Sozialdumping.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: nofear am 26. September 2018, 19:11:54
Etwas off-topic, aber die Fair-Food-Initiative hätte vor allem für Importe gegolten, also für Bauern, landw. Mitarbeiter und Agrarunternehmen im Ausland, die in die CH importieren wollen. Und da haben wir oft Probleme, siehe Arbeitsbedingungen und Löhne z.B. bei den Treibhäusern in Spanien. Da läuft, auch für CH-Landwirte unfair, ein Sozialdumping.

Habt ihr in der Schweiz noch Parteien/eine Partei, die sich wirklich für die landwirtschaftlichen Belange stark machen?

In D scheint diese Zeit mittlerweile komplett vorüber...
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Schorsch am 26. September 2018, 21:30:45
Es dürfte "tree hugger" gemeint sein: Baum-Umarmer
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: canuck am 26. September 2018, 22:59:58
Politik traegt auf der ganzen Welt nie die Verantwortung .
Vielleicht der Staat also zuletzt die Steuerzahler .
Aber wenns wirklich um nachweislichen  Schaden geht ,wird auch in der Schweiz der Verursacher zur Kasse gebeten.
Ja sollte heissen tree hugger
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: farming.ch am 27. September 2018, 17:09:40
Etwas off-topic, aber die Fair-Food-Initiative hätte vor allem für Importe gegolten, also für Bauern, landw. Mitarbeiter und Agrarunternehmen im Ausland, die in die CH importieren wollen. Und da haben wir oft Probleme, siehe Arbeitsbedingungen und Löhne z.B. bei den Treibhäusern in Spanien. Da läuft, auch für CH-Landwirte unfair, ein Sozialdumping.

Habt ihr in der Schweiz noch Parteien/eine Partei, die sich wirklich für die landwirtschaftlichen Belange stark machen?

In D scheint diese Zeit mittlerweile komplett vorüber...

Ja, wir haben das noch. Kann sogar sagen, das Thema Landwirtschaft und Ernährung ist recht populär und auch, wie immer oder meist, wenn es politisch wird, umstritten. In CH gibt es einen recht starken Bauernverband, fachlich professionell und politisch ziemlich wirkungsmächtig. (Aus meiner Sicht aber wird im Verband zu viel "verwaltet", und zu wenig "gestaltet", zu wenig vorwärtsgegangen). Der CH-Bauernverband ist fast nur in den Händen der drei grossen rechten Parteien.

Am meisten Engagement für Landwirtschaftspolitik zeigen drei Parteien:

CVP (Mitte-Rechts, katholisch-konservativ, die Mehrheitsmacher in der CH, sie stellen im Moment den Bauernverbandspräsidenten, ein Biobauer)
Grüne ((noch?)) nicht in der Regierung vertreten, aber starken Einfluss auf die Landwirtschaftspolitik)
SVP (Rechts, national-konservativ, Grundsatz: starkes Militär und starke Landwirtschaft gehören zusammen)

Um nicht komplett off topic zu sein, hier ein Stück CH-Politkultur, einen Beitrag des CH-TVs über Glyphosat:

https://www.srf.ch/news/schweiz/schaedlich-oder-nuetzlich-der-streit-ums-glyphosat



Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Heico am 27. September 2018, 18:00:15
.......... Kann sogar sagen, das Thema Landwirtschaft und Ernährung ist recht populär

CVP (Mitte-Rechts, katholisch-konservativ, die Mehrheitsmacher in der CH, sie stellen im Moment den Bauernverbandspräsidenten, ein Biobauer)
................


Bei uns eher unvorstellbar, aber ich finde es interessant.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: wolf am 28. September 2018, 09:36:56
Na immerhin war Biobauer Sepp Daxenberger von 2002 bis 2008 Landesvorsitzender und anschließend Fraktionsvorsitzender im Landtag für die bayerischen Grünen.
Wenn er nicht im Alter von nur 48 Jahren an Krebs gestorben wäre, hätte er bestimmt heute noch ein gewichtigeres Wort. 
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Cyberlui am 28. September 2018, 21:45:26


Habt ihr in der Schweiz noch Parteien/eine Partei, die sich wirklich für die landwirtschaftlichen Belange stark machen?

In D scheint diese Zeit mittlerweile komplett vorüber...
[/quote]

Warum sollte sich in D noch eine Partei für die 100 -300 tsd Bauern interessieren?????
Renter, Arbeitslose, Migranten sind alle mehr Wählerpotenzial als Bauern.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Cyberlui am 28. September 2018, 21:47:54
Na immerhin war Biobauer Sepp Daxenberger von 2002 bis 2008 Landesvorsitzender und anschließend Fraktionsvorsitzender im Landtag für die bayerischen Grünen.
Wenn er nicht im Alter von nur 48 Jahren an Krebs gestorben wäre, hätte er bestimmt heute noch ein gewichtigeres Wort.

Weiß jetzt grad nicht wie ich es schreiben soll das es nicht gemein klingt.
BioBauer wegen Krebs gestorben? er hat doch die ganzen Agrargifte gar nicht benutzt???
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Heico am 28. September 2018, 22:10:36
.......als wenn ich das nicht schon geahnt hätte.  :)
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Cyberlui am 28. September 2018, 22:50:46
@ heico
Das sollte weder gemein noch sonstwie bösartig klingen.

Trifft aber doch den Mainstream. Bio alles gut, Konvi alles böse.

Und ja wir kennen uns ja etwas und ich interessiere mich auch für Bio und die Überlegung dahinter und leider wohnst du halt so weit weg, denn Berry und ich hatten noch Gesprächsstoff nachdem wir dich in Aschaffenburg am Bahnhof abgesetzt haben.  ich hoffe du kannst diesen Beitrag von mir richtig einordnen.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Heico am 28. September 2018, 23:21:59
Ok, ist schon klar. Was mir auffällt ist dass Konventionelle ein dünnes Fell haben in der Sache und sich schnell angegriffen fühlen. Das zeigt schon die Überschrift.

Leider hatten wir keine Zeit mehr nach dem Treffen. Müssen wir mal nachholen, wenn wieder so ein interessante Tagung kommt.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: farming.ch am 29. September 2018, 05:52:09


Habt ihr in der Schweiz noch Parteien/eine Partei, die sich wirklich für die landwirtschaftlichen Belange stark machen?

In D scheint diese Zeit mittlerweile komplett vorüber...

Warum sollte sich in D noch eine Partei für die 100 -300 tsd Bauern interessieren?????
Renter, Arbeitslose, Migranten sind alle mehr Wählerpotenzial als Bauern.
[/quote]

Tja, dann ist euch deutschen Bauern nicht zu helfen, wenn ihr grundlegende Sachen nicht begreift.

Bei uns drehen sich die Diskussionen um die Facharbeit der Bauern, um die verschiedenartigen Leistungen. Und um den ländlichen Raum generell, und, sehr populär, schlicht um das Essen. Die Bauern werden auch ziemlich oft in öffentliche Aemter gewählt, man geniesst oft einen Vertrauensvorschuss. Weil man Generalist ist, hart arbeitender Selbständigerwerbend ist, und kein reicher Schnösel und Snob. Auch kennen sich die Bauern vor allem lokal meist sehr gut aus, in der Gemeinde und Region. Fachwissen halt. Die Schweizer indentifizieren sich oft mit den Bauern, ist ja auch wesentlich für die Herkunft und Geschichte unseres Landes und des Staates. Wir kennen kein Königshaus, und der Kleinadel ist abgeschafft.

Dass die ca. 50'000 Bauern bei ca. 8 Mio Einwohner ein grossartiges Wählerpotenzial darstellen, dass glaubt auch in CH niemand.
Höchstens noch in Kombination mit den vor- und nachgelagerten Stufen, dann sind es ca. 350'000 Arbeitsplätze.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: nofear am 29. September 2018, 06:39:32
Die paar deutschen Bauern werden das schon verstanden haben, nur eben vermutlich der Großteil der restlichen Bevölkerung nicht... oder es ist ihr egal.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: BNT am 29. September 2018, 09:19:18
Ok, ist schon klar. Was mir auffällt ist dass Konventionelle ein dünnes Fell haben in der Sache und sich schnell angegriffen fühlen. Das zeigt schon die Überschrift.

Wenn man den Bios lange genug auf die Zehen tritt, bekommen die auch sehr bald ein dünnes Fell. Das ist ganz einfach eine menschliche Reaktion.
Die wenigsten sind gerne die Bösen.


Letztens meinte unser höchster Landesfunktionär, dass das mit Bio und Bio Plus langsam doch ein wenig zu extrem wird. Es geht da vor allem um die neuen Tierhaltebestimmungen, insb. um jene, die nun so manches Label vorschreibt.
Das ist insofern relevant, als dass die letzten 10, 15 Jahren jeder Schritt mit Freunde mitgegangen wurde. Nun wird's halt zu extrem.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: farming.ch am 29. September 2018, 09:41:23
Ok, ist schon klar. Was mir auffällt ist dass Konventionelle ein dünnes Fell haben in der Sache und sich schnell angegriffen fühlen. Das zeigt schon die Überschrift.

Wenn man den Bios lange genug auf die Zehen tritt, bekommen die auch sehr bald ein dünnes Fell. Das ist ganz einfach eine menschliche Reaktion.
Die wenigsten sind gerne die Bösen.


Letztens meinte unser höchster Landesfunktionär, dass das mit Bio und Bio Plus langsam doch ein wenig zu extrem wird. Es geht da vor allem um die neuen Tierhaltebestimmungen, insb. um jene, die nun so manches Label vorschreibt.
Das ist insofern relevant, als dass die letzten 10, 15 Jahren jeder Schritt mit Freunde mitgegangen wurde. Nun wird's halt zu extrem.

Das kann ich voll nachvollziehen, in der CH tendiert es auch langsam aber sicher zu den Extremen hin. Schwierig wirds sicher, wenn sich alle möglichen sehr Agrar- und Agrarpraxisferne Leute bei uns politisch "selbstverwirklichen" wollen.

Die Dünnhäutigkeit ist mir auch sehr verständlich, jedoch sollte man versuchen, doch einigermassen vernünftig zu handeln. Nicht jede Reaktion hat die Chance, das Problem zu lösen, sondern kann es gut auch verschlimmern. Was genau vernünftig ist, ist halt verschieden- in Frankreich gehen die Bauern, wenn sie unzufrieden sind, schon mal auf die Strasse. In CH würde diese Reaktion nur verstanden, wenn die Lage der Bauern extrem schlecht wäre, und der Staat nix tut, oder er selber das Problem ist.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Heico am 29. September 2018, 09:48:46
Ja, man hat sich gerne abgegrenzt. Die neuen EU Bio Definitionen sind allerdings so scharf, dass es zB keine Babydiätnahrung mehr geben wird, wenn geringste Rückstände gefunden werden. Das betrifft Bio und Konv.!
Bio hat den Schaden und die Ursachen sind größtenteils bei den PS Anwendungen begründet.
Die Bioverbände sind Sturm dagegen gelaufen, während die Konv Seite (Lobby) das einfach laufen lassen hat, weil sie dachten dass sie nix damit zu tun haben. Oder es war sogar gezielt, dass es so laufen sollte?
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Rohana am 30. September 2018, 08:08:42
Das Problem ist doch dass man sich in einer Profilierungsspirale befindet. Es muss ja immer höher, schneller und weiter sein... sonst sind die neuen Labels und Auflagen ja nix mehr "wert".
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: farming.ch am 30. September 2018, 11:16:22
Das Problem ist doch dass man sich in einer Profilierungsspirale befindet. Es muss ja immer höher, schneller und weiter sein... sonst sind die neuen Labels und Auflagen ja nix mehr "wert".

Ja, die Nachfrage macht das Angebot, das gilt heutzutage. Und die Konkurrenz vernichtet Margen, so muss was neues her, bei dem man wieder bessere Margen und Marktanteile hat.

Wenn der Bauer entsprechend Anteil am Wertschöpfungskuchen, an der Marge hat, und seine Produktionskosten sich im Rahmen halten, ist dies ja auch eine Chance. Und gleichzeitig ein Risiko, da die Abnehmer die Bedingungen meist diktieren, d.h. plötzlich kann man als Bauer im Regen stehen.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Guido am 30. September 2018, 13:08:50
Ja, man hat sich gerne abgegrenzt. Die neuen EU Bio Definitionen sind allerdings so scharf, dass es zB keine Babydiätnahrung mehr geben wird, wenn geringste Rückstände gefunden werden. Das betrifft Bio und Konv.!
Bio hat den Schaden und die Ursachen sind größtenteils bei den PS Anwendungen begründet.
Die Bioverbände sind Sturm dagegen gelaufen, während die Konv Seite (Lobby) das einfach laufen lassen hat, weil sie dachten dass sie nix damit zu tun haben. Oder es war sogar gezielt, dass es so laufen sollte?

hi das ist pinatz ,ich weis von Verarbeiter die machen den Arbeitern vorschriften,welches Putzmittel und duschgel sie zu benutzten haben (ganze Familie )wegen der Rückstände im Produkt.
Weil der abnehmer Nulltolleranz will :police:
Nach meiner Ansicht erziehen wir hier die nächste Generation von Memmen und Weicheiern ,eine kleine Grippewelle und sie  sterben wie Fliegen :frage:
Beim Umwelt u. Naturschutz muss auch alles Billitzeblank sauber ein, dann wundern sich die Naturschützer wieso die Poppalationen zurück gehen :rolleyes:

gruss Guido
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Kamile am 18. Januar 2019, 13:12:33
Im Weinbau bringe ich Glyphosat nur im Unterstockstreifen aus. Die Wildschweine graben in diesem Streifen immer zuerst. Für mich Beleg dass Glyphostat Regenwürmer nicht schädigt, eher fördert.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Desperado am 18. Januar 2019, 16:35:25
Im Weinbau bringe ich Glyphosat nur im Unterstockstreifen aus. Die Wildschweine graben in diesem Streifen immer zuerst. Für mich Beleg dass Glyphostat Regenwürmer nicht schädigt, eher fördert.

Glyphosat hat - anders als hohe Kupfermengen - keinen Einfluss auf das Bodenleben, zumal ja kurze Zeit später schon wieder frisch angesät werden kann.

Ein besonders schlauer Glyphosatgegner wollte dennoch nachweisen, dass Glyphosat sich schädlich auf die Regenwurmpopulation auswirkt. Dazu hat er in Blumentöpfen mit vielleicht 2-3 Liter Fassungsvermögen Gras einngesät und den Boden von Regenwürmer besiedeln lassen. Nach ein paar Wochen wurde dann das in einigen Töpfen mit Glyphosat abgetötet und am Ende der Versuchsreihe wurde dann geschaut, welche Population sich stärker vermehrt hat. Und welch Wunder war natürlich die Reproduktionsrate der Würmer im dauergrünen Topf größer.

Aber statt auf die naheliegende Erkenntnis zu kommen, dass durch das frühzeitige Abtöten den Würmern die Nahrungsquelle entzogen wurde, war natürlich mal wieder das böse Glyphosat schuld. Und diesen Versuch auf Kindergartenniveau hat dann der Bayerische Rundfunk auch noch groß gefeiert.
Sorry, aber da fällt mir nichts mehr zu ein.

Was jedes Jahr im Herbst auffällt, ist, dass die Flächen, auf denen nur sehr wenig Bodenbearbeitung betrieben wird, sehr viel stärker von Wildschweinen heimgesucht werden. Mit Glyphosat, das bei der konservierenden Bodenbearbeitung sehr viel stärker zum Einsatz kommt, hat das herzlich wenig zu tun, weil sich Glyphosat gegenüber dem Bodenleben weitestgehend neutral verhält (in der ausgebrachten Konzentration ist Glyphosat auch nicht toxisch).
Je stärker aber das natürlich Bodengefüge durch eine intensive Bodenbearbeitung zerstört wird und je geringer das Nahrungsangebot (Erntereste) ist, desto weniger Regenwürmer gibt es letztendlich auch.

Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: sten am 18. Januar 2019, 17:09:02
Du meinst die Studie der BOKU Wien. Bei dieser wurden noch eine andere Reihe merkwürdiger Fehler gemacht.
Die Töpfe wurden gezielt mit definierten Populationen besiedelt. Es wurde kein normales Glyphosat verwendet sondern auch in Europa nicht übliche Formulierung, so zum Beispiel  Round up Speed in sehr hoher Aufwandmenge. In den insgesamt 36 Töpfen wurde die ganze Zeit in allen Töpfen gleichmäßig bewässert, egal ob Bewuchs da war oder nicht. Bei den mit Glyphosat behandelten Töpfen stieg nach der Behandlung sogar die Zahl der Kothaufen erst an, bevor die Würmer starben. Kann sich jeder einen Reim drauf machen, was eigentlich die logische Schlussfolgerung sein sollte.
Carsten


Im Weinbau bringe ich Glyphosat nur im Unterstockstreifen aus. Die Wildschweine graben in diesem Streifen immer zuerst. Für mich Beleg dass Glyphostat Regenwürmer nicht schädigt, eher fördert.

Glyphosat hat - anders als hohe Kupfermengen - keinen Einfluss auf das Bodenleben, zumal ja kurze Zeit später schon wieder frisch angesät werden kann.

Ein besonders schlauer Glyphosatgegner wollte dennoch nachweisen, dass Glyphosat sich schädlich auf die Regenwurmpopulation auswirkt. Dazu hat er in Blumentöpfen mit vielleicht 2-3 Liter Fassungsvermögen Gras einngesät und den Boden von Regenwürmer besiedeln lassen. Nach ein paar Wochen wurde dann das in einigen Töpfen mit Glyphosat abgetötet und am Ende der Versuchsreihe wurde dann geschaut, welche Population sich stärker vermehrt hat. Und welch Wunder war natürlich die Reproduktionsrate der Würmer im dauergrünen Topf größer.

Aber statt auf die naheliegende Erkenntnis zu kommen, dass durch das frühzeitige Abtöten den Würmern die Nahrungsquelle entzogen wurde, war natürlich mal wieder das böse Glyphosat schuld. Und diesen Versuch auf Kindergartenniveau hat dann der Bayerische Rundfunk auch noch groß gefeiert.
Sorry, aber da fällt mir nichts mehr zu ein.

Was jedes Jahr im Herbst auffällt, ist, dass die Flächen, auf denen nur sehr wenig Bodenbearbeitung betrieben wird, sehr viel stärker von Wildschweinen heimgesucht werden. Mit Glyphosat, das bei der konservierenden Bodenbearbeitung sehr viel stärker zum Einsatz kommt, hat das herzlich wenig zu tun, weil sich Glyphosat gegenüber dem Bodenleben weitestgehend neutral verhält (in der ausgebrachten Konzentration ist Glyphosat auch nicht toxisch).
Je stärker aber das natürlich Bodengefüge durch eine intensive Bodenbearbeitung zerstört wird und je geringer das Nahrungsangebot (Erntereste) ist, desto weniger Regenwürmer gibt es letztendlich auch.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Kamile am 18. Januar 2019, 17:20:52
Dieses Thema kam mir nur in den Sinn, weil ich gestern Frau Ministerin Kloeckner bei Lanz gesehen habe. Dort hat Sie behauptet es würde nach Faktenlage entschieden. Naja vielleicht liest ja jemand im Ministerium AW, wäre wahrscheinlich nicht die sinnloseste Beschäftigung der dort nach gegangen wird. Ansonsten stellen wir in fünf Jahren um und behandeln mit Dampf, wollte schon lange meine Dampfmaschine zurück haben.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: sten am 18. Januar 2019, 17:34:56
Hier mal eine Stellungnahme der AGES, die sicher auch nicht unparteiisch ist.
https://www.ages.at/fileadmin/AGES2015/Themen/Pflanzenschutzmittel_Dateien/BOKU_Regenwurmstudie_Stellungnahme.pdf

Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: nofear am 18. Januar 2019, 17:35:37
@ Kamile: Du wirst doch dann als Bio sicher nur nachwachsende Rohstoffe/regenerative Energie zur Dampferzeugung einsetzten oder  ;D
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: sten am 18. Januar 2019, 17:38:51
nur weil ich bio mache heisst das ja noch nicht, dass ich die aktuelle Debatte über Glyphosat gut finde. Glyphosat steht doch nur so im Fokus, weil es kampagnenfähig ist. Ob die Sorge berechtigt ist oder nicht, ob andere Mittel gefährlicher sind, darum geht es doch den meisten Beteiligten nicht.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Cyberlui am 18. Januar 2019, 23:54:10
Glyphosat hat - anders als hohe Kupfermengen - keinen Einfluss auf das Bodenleben, zumal ja kurze Zeit später schon wieder frisch angesät werden kann.

Ein besonders schlauer Glyphosatgegner wollte dennoch nachweisen, dass Glyphosat sich schädlich auf die Regenwurmpopulation auswirkt. Dazu hat er in Blumentöpfen mit vielleicht 2-3 Liter Fassungsvermögen Gras einngesät und den Boden von Regenwürmer besiedeln lassen. Nach ein paar Wochen wurde dann das in einigen Töpfen mit Glyphosat abgetötet und am Ende der Versuchsreihe wurde dann geschaut, welche Population sich stärker vermehrt hat. Und welch Wunder war natürlich die Reproduktionsrate der Würmer im dauergrünen Topf größer.

Aber statt auf die naheliegende Erkenntnis zu kommen, dass durch das frühzeitige Abtöten den Würmern die Nahrungsquelle entzogen wurde, war natürlich mal wieder das böse Glyphosat schuld. Und diesen Versuch auf Kindergartenniveau hat dann der Bayerische Rundfunk auch noch groß gefeiert.
Sorry, aber da fällt mir nichts mehr zu ein.

Was jedes Jahr im Herbst auffällt, ist, dass die Flächen, auf denen nur sehr wenig Bodenbearbeitung betrieben wird, sehr viel stärker von Wildschweinen heimgesucht werden. Mit Glyphosat, das bei der konservierenden Bodenbearbeitung sehr viel stärker zum Einsatz kommt, hat das herzlich wenig zu tun, weil sich Glyphosat gegenüber dem Bodenleben weitestgehend neutral verhält (in der ausgebrachten Konzentration ist Glyphosat auch nicht toxisch).
Je stärker aber das natürlich Bodengefüge durch eine intensive Bodenbearbeitung zerstört wird und je geringer das Nahrungsangebot (Erntereste) ist, desto weniger Regenwürmer gibt es letztendlich auch.


Irgendwie kapier ich das mit den Zitaten nicht, aber egal.

Auch ich habe diesen Herbst wieder die Leidvolle Erfahrung gemacht das nach Raps mit wenige Bodenbearbeitung, allerdings Glypho Anwendung sich die Wildschweine wohlfühlen. Leider hat der Jäger erst eine erwischt.

***Zitat repariert***
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: treckeripaq01 am 19. Januar 2019, 00:32:29
Das sehe ich nicht so da wird schon was dran sein das Glyphosat das Bodenleben schädigt.

https://www.youtube.com/watch?v=IpfdNEj73tw&feature=share



Und auch die neuen Pflanzenwurzeln schädigen kann wenn diese in mit den alt Wurzeln im Boden in Kontakt kommen

https://www.youtube.com/watch?v=xXox0vMuWuo&feature=share
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: sten am 19. Januar 2019, 06:32:47
Der Effekt des Übergangs von Wirkstofff aus sterbende Wurzeln in keimende Pflanzen ist nicht von der Hand zu weisen und in der Praxis immer wieder gefunden worden. Auch ist es nicht ausgeschlossen und auch eher wahrscheinlich, dass Bodenorganismens auf den Wirkstoff reagieren und damit auch Regenwürmer. Bei anderen Wirkstoffen sind negative Auswirkungen bekannt bzw anzunehmen, man brauch sich nur mal Gedanken über die ganzen Fungizide und deren Auswirkungen auf das Bodenleben machen. Oder sich vor Augen führen, wie lange Bodenherbizide im Boden wirksam sind, oder wie wohl ein Pirimor auf die Mikrofauna auf dem Boden wirkt. Sicher will ich keinen Wirstoff verteidigen, aber die Fokussierug auf diesen Wirkstofff hat nur sehr wenig mit der tatsächlichen Gefährdung zu tun.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: NobbyNobbs am 19. Januar 2019, 08:12:51
Das sehe ich nicht so da wird schon was dran sein das Glyphosat das Bodenleben schädigt.

https://www.youtube.com/watch?v=IpfdNEj73tw&feature=share



Und auch die neuen Pflanzenwurzeln schädigen kann wenn diese in mit den alt Wurzeln im Boden in Kontakt kommen

https://www.youtube.com/watch?v=xXox0vMuWuo&feature=share

Komm bei mir schauen, was du findest. Da stichst du einmal mit dem Sparten rein und kannst nen Kochtopf mit Regenwürmern füllen. Dann gehst du über den Feldrand zum Pfligweltmeister und musst drei Mal stechen um überhaupt einen zu finden.
Es ist primitiv nachweisbar, dass das System, oder die Systeme, die für Glypho stehen, um ein x-Faches bodenschonender sind. Man muss es halt nur richtig machen.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Uwe am 19. Januar 2019, 08:40:40
Wahrscheinlich jede Pflanzenschutzmaßnahme führt auch zu einer Schädigung von irgendetwas.
Das gilt natürlich auch für jede Bodenbearbeitung.
Es geht in der Landwirtschaft nur eben darum abzuwägen ob bei einer Maßnahme, ob der Nutzen wesentlich höher ist, als die damit einhergehende Schädigung.

Wenn wir eine Nulltoleranzstrategie fahren würden, dürften wir nicht mal säen, da dabei schon Bodenleben gestört wird.
Anderes Beispiel: Bei Nulltoleranz wären (fast?) alle Medikamente in der Humanmedizin verboten, da sie eigentlich immer Nebenwirkungen haben!

Es ist also klar, dass auch Gen-Soja geringfügig von Glyphos geschädigt wird. Aber jedes andere Herbizid würde auch Schäden hervorrufen. Jede mechanische Unkrautbekämpfung würde Schäden hervorrufen. Eine unterlassene Unkrautbekämpfung wird bei Soja wahrscheinlich durch Konkurrenz die mit Abstand größte Schädigung hervorrufen!

In letzter Konsequenz würde eine Nulltoleranz gegenüber Umweltschäden dazu führen, dass wir gar keine Nahrungsmittel mehr Produzieren dürften und alle(!) Menschen verhungern müssen. Jede Gewinnung eines Lebensmittels führt schließlich zu irgendeiner Schädigung irgendeines anderen Lebewesens...

...aber jetzt wird es arg philosophisch.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Ruebe am 19. Januar 2019, 09:18:49
Jedes Leben ist ein existieren auf Kosten eines anderen Lebewesens ..... Nichts kann ohne Beeinträchtigung eines  anderen Lebewesens existieren, selbst das Atmen nimmt jemand anderem den Sauerstoff weg, gibt aber den Pflanzen das CO2 ......

Zum Glyphos:
ich hatte neulich auch schon geschrieben das auf meinen Direktsaat Flächen die Wildschweine MASSIV auftreten .... egal ob Raps in StripTill mit UFD (die Schweine sind genau auf den Reihen lang) oder Weizen in Direktsaat .... beim nachbarn mit intensiver BB ist nichst .... man sieht die Grenze auf den Zentimeter

Wer behauptet das Glyphos Jungpflanzen (bei vernünftigen Aufwandmengen) schädigt handelt unseriös. Es ist nicht bewiesen das die Abbauprodukte der Wurzelen, die Leichengifte der Pflanzen oder das was vom Glyphos über bleibt die Schädigungen der Jungpflanzen hervorruft.

Ich ahbe schon oft kurz vor oder nach der Saat eine Glyphos Behandlung druchgeführt ... aber mit mit geringen Aufwandmengen und ohne Schädigung der Kulturpflanze!!

Dazu sollte man sich die Wirkweise vom Glyphos vor Augen führen. Es wird über den Saftstrom in der Pflanzen verteilt und bindet Eiweiß, kommt eine hohe Aufwandmenge, verteilt such das Glyphos nur unvollständig in der Pflanze weil der Absterbeprozess unmittelbar beginnt, Glyphos bleibt konzentriert ohne Bindung in Pflanzenresten.

Mit geringen Aufwangmengen hat die Pflanze Zeit das Glyphos überall hinzutransportieren und erst dann die Wirkung zu entfalten. Durch die Einbindeprozesse in den Eiweßkreislauf wird gleichzeitig der Wirkstoff abgebaut und verleirt damit seine Toxizität gegenüber den Jungpflanzen.

Hier setzt meine Kritik ein: => hohe Wirkstoffmengen, schnelle Abtötung, massives Auftreten von "Leichengiften" der absterbenden Pflanzen.

Bei geringen Wirkstoffmengen vertrocknen die Pflanzen und verlieren wenig "Flüssigkeit" in den Boden.

Ich habe das bei meinen Versuchen mit dem DynaJet System gut beobachten können. Neben den offiziellen Versuchen bin ich auch eigene Versuche mit unterschiedlichen Aufwandmengen und Glyphos gefahren.
Beim Dyquat ist es umgekhrt, geringe Aufwandmengen verletzen die Blätter minimal, die Tropfenstellen werden auf dem Blatt größer und nach einem gewissen Zeitraum ergrünen die betroffenen Stellen wieder. Hohe Dyquat Mengen verbrennen die Blätter ohne echte Schädigung der Wurzel => Raps stirbt ab; Gras, Distel etc kommt wieder, selbst großer Gelbsenf kommt wieder weil die unteren Blätter bei einem dichten Bestand nicht richtig benetzt werden
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Schorsch am 19. Januar 2019, 09:58:46
Wer behauptet das Glyphos Jungpflanzen (bei vernünftigen Aufwandmengen) schädigt handelt unseriös. Es ist nicht bewiesen das die Abbauprodukte der Wurzelen, die Leichengifte der Pflanzen oder das was vom Glyphos über bleibt die Schädigungen der Jungpflanzen hervorruft.

Ich ahbe schon oft kurz vor oder nach der Saat eine Glyphos Behandlung druchgeführt ... aber mit mit geringen Aufwandmengen und ohne Schädigung der Kulturpflanze!!

Das sehe ich anders. Ich meine, dass eine mögliche Schädigung von nachgebauten Kulturen weniger von der Aufwandmenge des Glypho abhängt sondern davon, wieviel vitale Pflanzenmasse behandelt worden ist. Denn davon hängt es ab, welcher Anteil des Wirkstoffs zunächst nicht an Tonminerale und Huminstoffe gebunden und inaktiviert wird, sondern zunächst im Zellsaft von absterbenden Pflanzen verbleibt und für diesem Zeitraum seine mögliche Wirksamkeit behält.

Hier auch noch nie erkennbare Nachbauprobleme bei Mais, Rübe, Weizen oder Gerste. Allerdings wurde dabei jeweils kein üppiger Aufwuchs behandelt, sondern kleine Unkräuter oder sehr junger Ausfallraps. Das dürfte bei Dir ähnlich sein.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: dirkk am 19. Januar 2019, 11:15:13
Zitat
Auch ich habe diesen Herbst wieder die leidvolle Erfahrung gemacht, das nach Raps mit wenig Bodenbearbeitung, allerdings Glypho Anwendung sich die Wildschweine wohlfühlen.
  Bei mir steht der E-Zaun immer noch draußen und wird bei offener Witterung auch " bestromt " . Hab Mitte Dezember mal ein kleines Stück den Zaun abgebaut - nach zwei Nächten ging es schon wieder massiv mit Schweinen los .  Da ist dann umgehend der Zaun wieder hingekommen . Bei längerer offener Witterung sind viele Regenwürmer an der Bodenoberfläche - ein gefundenes Fressen für die Schwarzkittel . Hab es vor Jahren schon erlebt , daß bei warmfeuchter Witterung der Boden so mit Regenwürmern bedeckt ist , daß kein Schuh irgendwo reinpasste , ohne einen Wurm zu treten .
Felder mit intensiver Bodenbearbeitung sind schweinefrei - ich hab wohl " zuviel " Bodenleben mit Glyphosat .  >:(


 Das der Wirkstoff in die behandelten Pflanzen einzieht und von dort aus auch neue Keimpflanzen schädigen kann bei direktem Wurzelkontakt , ist vor einiger Zeit schon geklärt worden . Muss der Wirkstoff dagegen Boden berühren , wird er unwirksam - selbiges geschieht auch ,wenn beim  Glyphosat spritzen Staub auf den Blättern landet  . In Übersee gibt es auch viele Berichte , das Glyphosat , welches mit erdhaltigem Wasser ( aus Gräben oder See usw. ) zur Brühe angesetzt wird , sofort unwirksam wird .
 Heißt also im Umkehrschluß , behandelt man grosse Pflanzenmassen mit kurzer Wartezeit und geringer Bodenbearbeitung vor der nächsten Neubestellung , ist mit Problemen zu rechnen , weil die " Brücke "  Altwurzel  zur Neuwurzel im Boden reichlich vorhanden ist . Muss der Wirkstoff aber an Boden , weil entweder zuwenig intakte Wurzelmasse der Altpflanzen da ist oder diese wegen längerer Rottezeit schon in den Boden übergegangen ist , bleiben Symptome oder Schäden an den Neupflanzen aus .

Gruss
dirkk
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: ggunter am 19. Januar 2019, 17:50:34
Wer behauptet das Glyphos Jungpflanzen (bei vernünftigen Aufwandmengen) schädigt handelt unseriös. Es ist nicht bewiesen das die Abbauprodukte der Wurzelen, die Leichengifte der Pflanzen oder das was vom Glyphos über bleibt die Schädigungen der Jungpflanzen hervorruft.

Ich ahbe schon oft kurz vor oder nach der Saat eine Glyphos Behandlung druchgeführt ... aber mit mit geringen Aufwandmengen und ohne Schädigung der Kulturpflanze!!

Das sehe ich anders. Ich meine, dass eine mögliche Schädigung von nachgebauten Kulturen weniger von der Aufwandmenge des Glypho abhängt sondern davon, wieviel vitale Pflanzenmasse behandelt worden ist. Denn davon hängt es ab, welcher Anteil des Wirkstoffs zunächst nicht an Tonminerale und Huminstoffe gebunden und inaktiviert wird, sondern zunächst im Zellsaft von absterbenden Pflanzen verbleibt und für diesem Zeitraum seine mögliche Wirksamkeit behält.

Hier auch noch nie erkennbare Nachbauprobleme bei Mais, Rübe, Weizen oder Gerste. Allerdings wurde dabei jeweils kein üppiger Aufwuchs behandelt, sondern kleine Unkräuter oder sehr junger Ausfallraps. Das dürfte bei Dir ähnlich sein.




Meine Erfahrung mit Glyphos dürfte vielen hier bekannt sein,,, Den Erklärungsversuch von Schorsch habe ich so noch nicht gehört
könnte aber bei uns eine Rolle gespielt haben, wir hatten viel organische Biomasse. Diese haben wir im Spätherbst mit geringer Menge (unter 1 Liter) Glyphosat  behandelt und in der folgenden Sommergerste deutlich negative Effekte festgestellt,
Seit wir Glyphosat nicht mehr anwenden sind Probleme vor denen wir vorher mehrfach ratlos standen nicht mehr vorgekommen.
Ich denke das es mit Festlegung von Nährstoffen zu tun hat und je nach Standort sehr unterschiedlich von Bedeutung ist.
Auch wir waren lange der Meinung, so wie wir das einsetzen ist das völlig unproblematisch.

Unseriös ist in meinen Augen vor allem derjenige der die Glyphosat Kritiker pauschal als Blindgänger hinstellen will, so wie
ich es in der Stadthalle von Gernsheim erlebt habe.
Nur weil ich meine Erfahrung geschildert habe ist der Herr Vicepräsident vom Hessischen BBV fast ausgerastet.
Er hatte in seinem darauf folgenden Referat eine Werbesendung für Glyphosat im Gepäck,,, für den war ich ein Nestbeschmutzer.
Keine Diskussion hat er mehr zugelassen und den Saal mit ner Flasche Wein verlassen.
Bin Ihm nach und noch 10 min draußen diskutiert, ein Stück Holz hätte besser zugehört!
Ich weiß ja das es ein wunderbares Werkzeug ist, aber man kann sich damit auch den Ast absägen auf dem man gerade sitzt!!

gg
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: treckeripaq01 am 19. Januar 2019, 18:04:34
 :daumen: :daumen: :daumen:
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Henrik am 19. Januar 2019, 19:15:06
Zitat
Auch ich habe diesen Herbst wieder die leidvolle Erfahrung gemacht, das nach Raps mit wenig Bodenbearbeitung, allerdings Glypho Anwendung sich die Wildschweine wohlfühlen.
  Bei mir steht der E-Zaun immer noch draußen und wird bei offener Witterung auch " bestromt " . Hab Mitte Dezember mal ein kleines Stück den Zaun abgebaut - nach zwei Nächten ging es schon wieder massiv mit Schweinen los .  Da ist dann umgehend der Zaun wieder hingekommen . Bei längerer offener Witterung sind viele Regenwürmer an der Bodenoberfläche - ein gefundenes Fressen für die Schwarzkittel . Hab es vor Jahren schon erlebt , daß bei warmfeuchter Witterung der Boden so mit Regenwürmern bedeckt ist , daß kein Schuh irgendwo reinpasste , ohne einen Wurm zu treten .
Felder mit intensiver Bodenbearbeitung sind schweinefrei - ich hab wohl " zuviel " Bodenleben mit Glyphosat .  >:(


 Das der Wirkstoff in die behandelten Pflanzen einzieht und von dort aus auch neue Keimpflanzen schädigen kann bei direktem Wurzelkontakt , ist vor einiger Zeit schon geklärt worden . Muss der Wirkstoff dagegen Boden berühren , wird er unwirksam - selbiges geschieht auch ,wenn beim  Glyphosat spritzen Staub auf den Blättern landet  . In Übersee gibt es auch viele Berichte , das Glyphosat , welches mit erdhaltigem Wasser ( aus Gräben oder See usw. ) zur Brühe angesetzt wird , sofort unwirksam wird .
 Heißt also im Umkehrschluß , behandelt man grosse Pflanzenmassen mit kurzer Wartezeit und geringer Bodenbearbeitung vor der nächsten Neubestellung , ist mit Problemen zu rechnen , weil die " Brücke "  Altwurzel  zur Neuwurzel im Boden reichlich vorhanden ist . Muss der Wirkstoff aber an Boden , weil entweder zuwenig intakte Wurzelmasse der Altpflanzen da ist oder diese wegen längerer Rottezeit schon in den Boden übergegangen ist , bleiben Symptome oder Schäden an den Neupflanzen aus .

Gruss
dirkk

Danke. Volle Zustimmung. Eine Ergänzung noch. Eine Schädigung tritt nur auf wenn zur Nachfolgenden Saat zu trocken ist oder die Feuchtigkeit herausgearbeitet wurde.
Deshalb kann ich auch gut nachvollziehen warum bei Nobby durch die Direktsaat weniger Probleme sind als bei anderen die mehr Bodenbearbeitung machen.
Hier im Norden mit maritimen Klima (also feuchte Herbste) spielt es deshalb eher eine untergeordnete Rolle. Man muss es aber im Kopf haben, da jedes Jahr unterschiedlich ist.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: ggunter am 19. Januar 2019, 20:56:10
Eine Schädigung trat auf obwohl es nicht zu trocken war und die Feuchtigkeit nicht herausgearbeitet wurde!!!!
Titel: Re: Glyphosat - Trockenheit
Beitrag von: adefrank am 21. Januar 2019, 01:35:35
Danke. Volle Zustimmung. Eine Ergänzung noch. Eine Schädigung tritt nur auf wenn zur Nachfolgenden Saat zu trocken ist oder die Feuchtigkeit herausgearbeitet wurde.
Deshalb kann ich auch gut nachvollziehen warum bei Nobby durch die Direktsaat weniger Probleme sind als bei anderen die mehr Bodenbearbeitung machen.
Hier im Norden mit maritimen Klima (also feuchte Herbste) spielt es deshalb eher eine untergeordnete Rolle. Man muss es aber im Kopf haben, da jedes Jahr unterschiedlich ist.
Noch eine Ergänzung. Ich habe eine weitere Erfahrung beizutragen. Habe diesen Sommer den Ausfallraps etwa bei starker Trockenheit ca. 3 Wochen vor der Bodenbearbeitung Weizensaat mit 3,75 l/ha Roundup Powerflex (Vormittags, 160 l/ha Wasser). Da blieb der Wuchs zwar etwas zurück, wurde aber nicht gelb (andere Unkräuter wurden durchaus gelb). Bei der Bodenbearbeitung (Schwergrubberer) dachte ich noch, durch die langsame Wirkung hat die Bevölkerung Roundup nicht so wahrgenommen. Leider muss ich nun feststellen, dass diese Rapspflanzen im Weizen wieder gewachsen sind und ich diesen Frühjahr daher noch bald eine entsprechende Herbizidbehandlung folgen lassen muss. Offensichtlich beeinträchtigt Trockenheit auch die Roundupwirkung wesentlich.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Stefan81 am 21. Januar 2019, 08:14:01
Das ist mir auch schon mal aufgefallen. Ich glaube Raps hat eine sehr starke Wachsschicht wo der Wirkstoff nicht sehr gut eindringen kann. Öl oder Kantor könnte da ein sehr guter Wirkungsverstärker sein.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: dirkk am 21. Januar 2019, 08:25:53
Solche Erscheinungen mit mangelhaftem absterben hatte ich früher auch jahresweise gehabt - bei mir hab ich das abgestellt , indem ich die Brühe auf niedrige pH- Werte ( unter 5,5 mindestens )  gebracht habe und etwas SSA ( 0,75 % )  der Brühe beifüge - seitdem ist immer Wirkung , die schon wenige Tage später am Raps sichtbar wird .

Öl würde ich eher als kontraproduktiv ansehen .

Gruss
dirkk
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Guido am 21. Januar 2019, 10:54:38
Die besten Erfahrung beim Glyphosatspritzen hab ich gemacht wenn man am morgen früh spritzt. Das heist ab 4Uhr morgens wird bei mir gespritzt, ph wir geseckt auf 5 ph und noch 5-10lt /ha asl dazu gemischt  ( am besten am abend vorher vorbereiten in einen tank (bei Metax top nicht machen sonst gibt's Bonsei Getreide ;D) Wasser menge 120lt/ha.
 Meistens wird 2lt/ha Glyphosat auf meinen Flächen gespritzt.
Gruss Guido
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Thomas am 21. Januar 2019, 11:59:57
Klar, UV-Strahlung verbessert die Wirkung. SSA dazu, alles gut. Vor allem SSA als erstes rein.

Gruß
Thomas
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: dirkk am 21. Januar 2019, 12:37:46
Ja, etwas Tageslicht danach ist auch wichtig - nicht grad abends nach dem Sonnenuntergang ausbringen , kann manchmal schief gehen .

Gruss
dirkk
Titel: Glyphosat -SSA
Beitrag von: adefrank am 21. Januar 2019, 13:22:55
Solche Erscheinungen mit mangelhaftem absterben hatte ich früher auch jahresweise gehabt - bei mir hab ich das abgestellt , indem ich die Brühe auf niedrige pH- Werte ( unter 5,5 mindestens )  gebracht habe und etwas SSA ( 0,75 % )  der Brühe beifüge - seitdem ist immer Wirkung , die schon wenige Tage später am Raps sichtbar wird .

Öl würde ich eher als kontraproduktiv ansehen .

Gruss
dirkk
vielen Dank für die Hinweise. Von SSA hatte ich abgesehen, weil ich die Aussage im Kopf hatte, dass dies zwar die Wirkungsgeschwindigkeit erhöhen würde, sich aber negativ auf die Dauerwirkung bei Wurzelunkräutern (Quecke) auswirken würde (will da einmal in der Fruchtfolge bei Quecken aufräumen). Und da noch drei wochen bis zur bodenbearbeitung anstanden, schien mir die Wirkungsgeschwindigkeit unwichtig zu sein.
Außerdem behauptete ja Monsanto, dass bei Roundup Powerflex derartiges nicht nötig wäre. Aber offensichtlich sollte ich da das vorgehen überdenken. Wäre also Billig-Glyphosat + SSA doch die bessere Lösung gewesen?
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Schorsch am 21. Januar 2019, 15:00:58
Die Aussage mit "Wirkungsgeschwindigkeit schlecht für systemische Wirkung" hab ich in Bezug auf Glypho in unserem Beratungs-AK auch schon gehört. Ich bezweifle das aber.

Es gab doch vor so ca. 3 Jahren mal in der LOP einen Artikel über SSA und andere Zusätze zum Glyphosat. Der erschien mir aufschlussreich. Vielleicht find ich den wieder.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Amateur am 21. Januar 2019, 15:11:15
in unseren Breitengraden war auch Glyphosat und Wuchsstoffe üblich. Irgendwie ist das doch widersprüchlich ?  Anderseits gibt es aber auch Kyelo   :frage:
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: JueLue am 21. Januar 2019, 15:25:56
Bei Kyleo wirb der Hersteller ja auch damit, dass die besondere Formulierung die Probleme verhindert.

Außerdem hat Wuchsstoff auf Stoppeln keine Indikation, von daher darf man nicht einfach Glyphosat und Wuchsstoff selber mischen (zumindest seit einigen Jahren nicht mehr).

JueLue
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: charlie am 21. Januar 2019, 15:32:36
Ein Ansäuern der Spritzbrühe mit SSA verhindert/hemmt in erster Linie die Neutralisation des Glyphosat-Wirkstoffes durch Calcium- und Magnesiumionen im Spritzwasser. Dadurch wird idR eine höhere wirksame Konzentration erhalten, d.h. die Glyphosat AWM kann reduziert werden bzw eine geringere AWM angesäuert erreicht gleiche Wirkungsgrade wie eine höhere AWM in hartem, kalkhaltigen Wasser.
Zusätzlich wirkungsfördend ist die Wirkstoffkonzentration an sich, also möglichst geringe Wasseraufwandmengen, da dann mehr Wirkstoff von den Zielpflanzen aufgenommen wird.

Ergänzend dazu noch die Problematik der gesamten Glyphosat-Wirkstoffmenge, die anschließend vom Boden neutralisiert werden muss um Schadwirkungen auf die Folgekultur zu minimieren/zu verhindern.
Aber das Thema hatten wir ja schonmal...

Die Mischung von Glyphosat mit Standard-Wuchsstoffen (galt gerade im Bereich Disteln/Knöterich mal als vorteilhaft) führt aber meist dazu, dass weniger Glyphosat bis in die Wurzeln verlagert wird, da der Wuchstoff den Abwärtssaftstrom innerhalb der Pflanze zu schnell hemmt. Die Distel zB stirbt oberirdisch schneller ab, als das Glyphosat in ausreichender Konzentration in die Speicherwurzel verlagert wird.
Die Distel konnte wieder durchtreiben.
Beim Kyleo ist aber wohl der Wuchstoff „gekapselt“ bzw. seine Wirkung verlangsamt um die ausreichende Verlagerung in die Wurzel für einen nachhaltigen Bekämpfungserfolg.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Thomas am 21. Januar 2019, 15:59:02
Vor wenigen Jahren hatte ich mal eine Vergleichsstudie gelesen, wo Original Roundup (ich meine auch verschiedene Typen davon) sowie Billig-Glypho verglichen wurde, jeweils ohne, sowie mit 5 und 10 kg SSA. Ergebnis war meiner Erinnerung nach so, dass das SSA mit 5 kg schon deutlich besser wirkte als ohne, 10 kg waren noch besser. Einen gravierender Unterschied zwischen Billig-Glypho und RU war da nicht.

Gruß
Thomas
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: dirkk am 21. Januar 2019, 17:29:32
Voila : https://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=1&ved=2ahUKEwigpO7jpP_fAhUGbFAKHb_qA5MQFjAAegQIAxAC&url=https%3A%2F%2Fwww.landwirtschaft.sachsen.de%2Flandwirtschaft%2Fdownload%2F20151210_Glyphosat_Klingenhagen.pdf&usg=AOvVaw1jT89Joecnp5N0klEhP6sD (https://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=1&ved=2ahUKEwigpO7jpP_fAhUGbFAKHb_qA5MQFjAAegQIAxAC&url=https%3A%2F%2Fwww.landwirtschaft.sachsen.de%2Flandwirtschaft%2Fdownload%2F20151210_Glyphosat_Klingenhagen.pdf&usg=AOvVaw1jT89Joecnp5N0klEhP6sD)

Gruss
dirkk
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Thomas am 21. Januar 2019, 20:10:21
Voila : https://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=1&ved=2ahUKEwigpO7jpP_fAhUGbFAKHb_qA5MQFjAAegQIAxAC&url=https%3A%2F%2Fwww.landwirtschaft.sachsen.de%2Flandwirtschaft%2Fdownload%2F20151210_Glyphosat_Klingenhagen.pdf&usg=AOvVaw1jT89Joecnp5N0klEhP6sD (https://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=1&ved=2ahUKEwigpO7jpP_fAhUGbFAKHb_qA5MQFjAAegQIAxAC&url=https%3A%2F%2Fwww.landwirtschaft.sachsen.de%2Flandwirtschaft%2Fdownload%2F20151210_Glyphosat_Klingenhagen.pdf&usg=AOvVaw1jT89Joecnp5N0klEhP6sD)

Gruss
dirkk

 :daumen:

Die letzte Seite bringt es auf den Punkt!
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: guest50797 am 21. Januar 2019, 20:17:49
Voila : https://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=1&ved=2ahUKEwigpO7jpP_fAhUGbFAKHb_qA5MQFjAAegQIAxAC&url=https%3A%2F%2Fwww.landwirtschaft.sachsen.de%2Flandwirtschaft%2Fdownload%2F20151210_Glyphosat_Klingenhagen.pdf&usg=AOvVaw1jT89Joecnp5N0klEhP6sD (https://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=1&ved=2ahUKEwigpO7jpP_fAhUGbFAKHb_qA5MQFjAAegQIAxAC&url=https%3A%2F%2Fwww.landwirtschaft.sachsen.de%2Flandwirtschaft%2Fdownload%2F20151210_Glyphosat_Klingenhagen.pdf&usg=AOvVaw1jT89Joecnp5N0klEhP6sD)

Gruss
dirkk

Seite 25, Windenbekämpfung auf der Stoppel bonitiert 10 Monate nach der Anwendung:
warum erscheint bei keiner der Clinic-Varianten ein Balken?
Ist das Clinic hier praktisch auf Dauer wirkungslos?
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: dirkk am 21. Januar 2019, 22:01:26
Also in Übersee gibt es durchaus Ergebnisse , die reinem Glyphosat bei mittleren Dosen kaum Dauerwirkung gegen Winde bescheinigen .Nur bei sehr hohen Dosen ( 4 kg Wirkstoff/ha ) ist da etwas an Dauerwirkung . Auch dort sind Wuchsstoffe oder Wuchsstoff- ähnliche Mittel bei Winde in der Empfehlung , darunter Dicamba . Auch Picloram gilt als wirkungsvoll .

Gruss
dirkk
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: adefrank am 21. Januar 2019, 22:29:16
Voila : https://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=1&ved=2ahUKEwigpO7jpP_fAhUGbFAKHb_qA5MQFjAAegQIAxAC&url=https%3A%2F%2Fwww.landwirtschaft.sachsen.de%2Flandwirtschaft%2Fdownload%2F20151210_Glyphosat_Klingenhagen.pdf&usg=AOvVaw1jT89Joecnp5N0klEhP6sD (https://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=1&ved=2ahUKEwigpO7jpP_fAhUGbFAKHb_qA5MQFjAAegQIAxAC&url=https%3A%2F%2Fwww.landwirtschaft.sachsen.de%2Flandwirtschaft%2Fdownload%2F20151210_Glyphosat_Klingenhagen.pdf&usg=AOvVaw1jT89Joecnp5N0klEhP6sD)

Gruss
dirkk
Vielen Dank! Finde ich sehr hilfreich. Wieder etwas dazugelernt. Weiterhin scheint ja SSA ja doch auch bei Quecke ... eine Reduzierung der Wirkstoffmenge zu ermöglichen (Wichtiger Aspekt für die Öffentlchkeit)
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Amalie18 am 23. Januar 2019, 21:46:33
https://www.n-tv.de/wissen/Glyphosat-Spuren-in-Windeln-entdeckt-article20824292.html (https://www.n-tv.de/wissen/Glyphosat-Spuren-in-Windeln-entdeckt-article20824292.html)

Wer kann hierzu etwas sagen?
Mich würde ja interessieren ob es wieder irgendwelche Abbauprodukte waren, die nicht eindeutig zuzuordnen sind welcher Quelle sie entstammen oder ob wirklich Glyhpo-Rückstände gefunden wurden und woher die kommen sollten/könnten?

Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: dirkk am 24. Januar 2019, 07:19:53
Ganz einfach : 80 % der weltweit angebauten Baumwolle sind  gentechnisch glyphosat - resistent . wie bei anderen Glyphosat -GMO ( Soja , Mais )  ist vor allem bei später Anwendung oder bei Applizieren sehr hoher Aufwandsmengen ein Rückstand im Produkt nicht auszuschließen . Dazu kommt , daß sehr viel Baumwolle auch in Staaten angebaut wird , wo wahrscheinlich sachgemäße Pflanzenschutzanwendung nicht kontrolliert wird ( werden kann ) . Zum Thema ,auch wenn es eventuell politisch angefärbt ist , aber trotzdem ernstzunehmen : https://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=13&ved=2ahUKEwjjz_ff34XgAhUJ_qQKHUQSA54QFjAMegQIChAB&url=http%3A%2F%2Fwww.taz.de%2F!5251145%2F&usg=AOvVaw3Yunms6yHzG7qUzFJFEjp4 (https://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=13&ved=2ahUKEwjjz_ff34XgAhUJ_qQKHUQSA54QFjAMegQIChAB&url=http%3A%2F%2Fwww.taz.de%2F!5251145%2F&usg=AOvVaw3Yunms6yHzG7qUzFJFEjp4)

Also beim Glyphosat wieder die alte Leier : Bei uns wird es verboten ( wenn es mit Recht ist , dann ist es ja in Ordnung , aber wenn nicht ? )  und woanders geht die Karawane weiter und das Glyphosat kommt weiterhin in unveränderten Mengen bei uns an ( und damit auch in die Umwelt , denken wir an die Gly- Mengen im importierter Soja -> Importmenge mal Rückstandsgehalt , und mit der Fütterung geht es dann ins Fleisch und vermutlich auch in die Gülle und damit auch wieder aufs Feld , so meine Vermutung )  , weil die  ( alle potentiell möglichen ) Herkunftswege nicht richtig publik gemacht werden .

Gruss
dirkk
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: nofear am 24. Januar 2019, 11:41:51
Schwierig ernst zu nehmen, weil wenn  jeglicher potentiell krebserregende Stoff der dem Körper zugeführt wird ohne Rücksicht auf die Dosis verboten werden soll, dann fangen wir doch gleich mal bei Alkohol und Tabak an.
Oh sorry, ich vergaß, da verdient der Satt ja ordentlich dran...
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Amalie18 am 24. Januar 2019, 12:42:01
Ich dachte in Windeln ist keine/keine nennenswerte Menge Baumwolle enthalten. Deshalb mein Gedanke. Ist doch alles Plastik/Kunstfaser, oder nicht?
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Wade am 24. Januar 2019, 13:06:10
Schwierig ernst zu nehmen, weil wenn  jeglicher potentiell krebserregende Stoff der dem Körper zugeführt wird ohne Rücksicht auf die Dosis verboten werden soll, dann fangen wir doch gleich mal bei Alkohol und Tabak an.
Oh sorry, ich vergaß, da verdient der Satt ja ordentlich dran...

eigentlich übersteigen die Kosten die Einnahmen um ein vielfaches...
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Mathias am 24. Januar 2019, 13:30:54
So da das ganze aber offtopic ist, werd ich hier nichts mehr dazu schreiben sondern bestell mir noch ein paar Nüsse und ein paar Flaschen starken Alkohol, anderst hält man es ja kaum aus ohne Verrückt oder Depressiv zu werden.  :rolleyes:

Wade, hast du Probleme über die du reden möchtest?
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: halbspaenner am 24. Januar 2019, 16:41:14
Moin,
ist doch offensichtlich, was hier abgeht, erinnert Euch doch mal an den Bier-Hype: Da ist (fast) jeder von betroffen, also Riesenwirbel :rolleyes:! Die Hintergründe werden anschließend scheibchenweise auf Seite 5 im Kleingedruckten veröffentlicht, die Medien sind ja superobjektiv >:(...
So, jetzt sind die Schwächsten und Hilflosesten betroffen, also Babys und Kleinkinder, wer wagt es da noch zu relativieren und Gegenargumente zu bringen?! So nach und nach wird sich dann doch wieder die Unsinnigkeit dieser Schlagzeile herausstellen!
Eins muß man den "Weltenrettern" und ihren willfährigen grünsozialistischen Helfershelfern zubilligen: PR und psychologische Beeinflußung beherrschen sie excellent! Ich find diese billigen Taschenspielertricks einfach nur zum  :kotz:!
Gruß, Rudolf
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Rohana am 24. Januar 2019, 17:28:19
Oder jemand braucht Vermarktungshilfen für Babywindeln aus Bio-Baumwolle. Ich werd' eh Stoff nehmen...  8)
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Ruebe am 24. Januar 2019, 18:02:37
Zitat
Ich werd' eh Stoff nehmen... 

schön wenn man Eltern/Schwiegereltern oder Haushaltshilfen hat .... ansonsten machst du das nur eine begrenzte Zeit ..... und da war uns die Zeit fürs Kind und ein wenig Freizeit wichtiger als Windeln waschen ....
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: aelbler am 24. Januar 2019, 18:07:31
Zitat
Ich werd' eh Stoff nehmen... 

schön wenn man Eltern/Schwiegereltern oder Haushaltshilfen hat .... ansonsten machst du das nur eine begrenzte Zeit ..... und da war uns die Zeit fürs Kind und ein wenig Freizeit wichtiger als Windeln waschen ....

Spätestens wenn`s Kindle an wunden Hintern hat , wird umgestellt. Aber bei Erstgebärenten ist es halt oft so, dass Wunschdenken und Realität weit auseinander liegen.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: treckeripaq01 am 24. Januar 2019, 18:40:52
Oder jemand braucht Vermarktungshilfen für Babywindeln aus Bio-Baumwolle. Ich werd' eh Stoff nehmen...  8)

Denn mal mein Glückwunsch
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: halbspaenner am 24. Januar 2019, 19:43:48
.... habt Ihr gut gemacht, Rohana :rick:!
Gruß, Rudolf
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Rohana am 24. Januar 2019, 21:22:27
Hätt ich mal nix gesagt  :rolleyes: danke für die guten Wünsche und wie das nun mit den Windeln läuft, lasst mal unsere Sache sein :) auf jeden Fall lass ich mir keine Angst magen mit solchen Unfugnachrichten.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: NobbyNobbs am 24. Januar 2019, 22:55:18
So da das ganze aber offtopic ist, werd ich hier nichts mehr dazu schreiben sondern bestell mir noch ein paar Nüsse und ein paar Flaschen starken Alkohol, anderst hält man es ja kaum aus ohne Verrückt oder Depressiv zu werden.  :rolleyes:

Wade, hast du Probleme über die du reden möchtest?

 :daumen1:
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Desperado am 25. Januar 2019, 07:16:26
Oder jemand braucht Vermarktungshilfen für Babywindeln aus Bio-Baumwolle. Ich werd' eh Stoff nehmen...  8)

Man könnte statt Baumwolle ja auch aufgesplissene Hanffasern nehmen, dann sind wenigstens die Hanfjünger zufrieden. Die sind zwar nicht so saugfähig wie Baumwolle und vielleicht wird auch das Baby öfters mal wund, aber dafür gibt's ja Zinksalben und diese asbesthaltigen Talkumpulver.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: NobbyNobbs am 25. Januar 2019, 08:06:55
Ich bin ja einfach für Spaltenboden, da er immer noch die natürlichste Form der Babyhaltung darstellt... Stroh wäre zwar kindgerechter, aber der Nutzen muss im Verhältnis zum Aufwand stehen.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: BNT am 25. Januar 2019, 09:03:39
Einfach laufen lassen. :D


Wir sprechen hier von nachgewiesen Mengen im Mikrogramm Bereich. Also zb 0,1 Mikrogramm Glyphosat pro g Windel.
Das entspräche einem Gramm Glyphosat auf einen sehr sehr großen Haufen Windeln.

Nachgewiesen wurde auch noch allerlei anderes. Phenole usw.

Wer sich ein wenig Sorgen um die Gesundheit des Nachwuchses macht: Vielleicht lieber weniger Fencheltee kochen. ;)


Wurde schon erwähnt, dass Bayer kein so tolles Krisenmanagement hat? Jetzt haben sie sich einen Ex-Grünen als Lobbyisten geholt.  :rolleyes:
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Heiner am 25. Januar 2019, 20:11:06
Hallo,

auch beim Thema Glyphosat rudert Frankreich jetzt zurück :
https://www.n-tv.de/wirtschaft/der_boersen_tag/Der-Boersen-Tag-am-Freitag-25-Januar-2019-article20827551.html (https://www.n-tv.de/wirtschaft/der_boersen_tag/Der-Boersen-Tag-am-Freitag-25-Januar-2019-article20827551.html)
scrollen bis 10:39 Uhr

ein erstes Anzeichen dafür, dass allgemein mehr und mehr Leuten klar wird, dass in den ganzen Hysteriedebatten doch zu stark überzogen wird ?

Heiner
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: BNT am 25. Januar 2019, 21:37:10
Auf Marcrons Vorstoß könnte man gut aufbauen.
Würde Merkel mitziehen, könnte man wieder ein wenig Licht am Ende des Tunnels sehen.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: farming.ch am 25. Januar 2019, 22:16:51
Auf Marcrons Vorstoß könnte man gut aufbauen.
Würde Merkel mitziehen, könnte man wieder ein wenig Licht am Ende des Tunnels sehen.

Wäre zu begrüssen, dass dieser Glyphos-Populismus ein Ende hat. War und ist mir immer ein Rätsel, warum nur gerade auf diesem Stoff so rumgehackt wird... „verkauft“ sich wohl gut / gut geeignet für Kampagnen... Während anscheinend zum Beispiel die „Giftmischungen“ im Abwasser kein Thema sind.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Franzl am 28. Februar 2019, 11:17:52
Voila : https://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=1&ved=2ahUKEwigpO7jpP_fAhUGbFAKHb_qA5MQFjAAegQIAxAC&url=https%3A%2F%2Fwww.landwirtschaft.sachsen.de%2Flandwirtschaft%2Fdownload%2F20151210_Glyphosat_Klingenhagen.pdf&usg=AOvVaw1jT89Joecnp5N0klEhP6sD (https://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=1&ved=2ahUKEwigpO7jpP_fAhUGbFAKHb_qA5MQFjAAegQIAxAC&url=https%3A%2F%2Fwww.landwirtschaft.sachsen.de%2Flandwirtschaft%2Fdownload%2F20151210_Glyphosat_Klingenhagen.pdf&usg=AOvVaw1jT89Joecnp5N0klEhP6sD)

Gruss
dirkk


Der Link funktioniert leider nicht mehr und ich habs mir damals nicht gespeichert  :rolleyes:

Aufzufinden auf der Seite ist das Dokument auch nicht mehr. Hat jemand evtl. den neuen Link oder hats selber abgespeichert?
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Fox! am 28. Februar 2019, 12:13:54
https://docplayer.org/29496966-Optimierung-der-wirksamkeit-von-glyphosat.html
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: charlie am 01. März 2019, 09:49:04
Und hier auch mit der Möglichkeit das pdf zu speichern

https://www.landwirtschaft.sachsen.de/download/20151210_Glyphosat_Klingenhagen.pdf (https://www.landwirtschaft.sachsen.de/download/20151210_Glyphosat_Klingenhagen.pdf)
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Fox! am 01. März 2019, 09:51:57
offtopic Beim Link den ich verlinkt habe, kann man unten auch auf "Download" klicken  ;)
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: charlie am 01. März 2019, 10:10:19
offtopic Beim Link den ich verlinkt habe, kann man unten auch auf "Download" klicken  ;)

OT Fortsetzung: es soll Leute geben, die sind zu doof zum scrollen :paetsch: danke Fox!
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Franzl am 01. März 2019, 15:38:16
Danke euch beiden!  :daumen:
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: guest50797 am 15. März 2019, 14:19:02
https://www.scinexx.de/news/geowissen/glyphosat-unterschaetzte-phosphorschleuder/ (https://www.scinexx.de/news/geowissen/glyphosat-unterschaetzte-phosphorschleuder/)

  :boing: :paetsch:

750g P2O5/ha bei voller AWM von 1800g.

DAS macht den Kohl fett.

In DE wurden 284.000t P2O5 verkauft (2014),
in den 4700t verkauften Glyphosat (2017, 2016 waren es 3600t) sind 1970t P2O5 enthalten... 0,7% der abgesetzten Phosphatmenge.

Das ist doch eher zu vernachlässigen oder?
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Mick am 15. März 2019, 16:10:08
https://www.scinexx.de/news/geowissen/glyphosat-unterschaetzte-phosphorschleuder/ (https://www.scinexx.de/news/geowissen/glyphosat-unterschaetzte-phosphorschleuder/)

 

Ist das eine Satireseite? Das können die doch unmöglich ernst meinen  :irre: :wall: :boing: :crazy: :stupid:
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: BNT am 15. März 2019, 18:28:47
In der ersten Fassung schrieben sie noch von Gigatonnen anstatt von Gigagramm. Sind ja nur 6 Kommestellen verrutscht. :D :D :D

Nachdem Glyphosat gerne auch auf versiegelten Flächen verwendet wird, ist P durchaus ein Thema.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Mick am 15. März 2019, 20:41:08
Ist eine Anwendung auf versiegelten Flächen denn durch irgendeine Indikation gedeckt? Und der Abfluss in den Kanal beim nächsten Regen? ;)

Schuld sind dann aber nie die Kleingärtner, Gemeindearbeiter, Strassenarbeiter, Eisenbahner,... sondern wir Landwirte.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: BNT am 16. März 2019, 08:42:21
Als ob das einer so genau nehmen würde. ;)
Eine Zulassung für Nichtkulturland (zb Gleisanlagen, Wege und Plätze) gibt es mit folgender Nutzungseinschränkung:
"NS660-1: Die Anwendung des Mittels auf Freilandflächen, die nicht landwirtschaftlich, forstwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzt werden, ist nur mit einer Genehmigung der zuständigen Behörde zulässig. Zu diesen Flächen gehören alle nicht durch Gebäude oder Überdachungen ständig abgedeckten Flächen, wozu auch Verkehrsflächen jeglicher Art wie Gleisanlagen, Straßen-, Wege-, Hof- und Betriebsflächen sowie sonstige durch Tiefbaumaßnahmen veränderte Landflächen gehören. Zuwiderhandlungen können mit einem Bußgeld bis zu einer Höhe von 50.000 Euro geahndet werden."
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: JD8200 am 16. März 2019, 09:27:11
Als ob das einer so genau nehmen würde. ;)
Eine Zulassung für Nichtkulturland (zb Gleisanlagen, Wege und Plätze) gibt es mit folgender Nutzungseinschränkung:
"NS660-1: Die Anwendung des Mittels auf Freilandflächen, die nicht landwirtschaftlich, forstwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzt werden, ist nur mit einer Genehmigung der zuständigen Behörde zulässig. Zu diesen Flächen gehören alle nicht durch Gebäude oder Überdachungen ständig abgedeckten Flächen, wozu auch Verkehrsflächen jeglicher Art wie Gleisanlagen, Straßen-, Wege-, Hof- und Betriebsflächen sowie sonstige durch Tiefbaumaßnahmen veränderte Landflächen gehören. Zuwiderhandlungen können mit einem Bußgeld bis zu einer Höhe von 50.000 Euro geahndet werden."

Ich stell mir gerade vor wie die Bahn in einer Massnahme alle Gleisanlagen mit Glyfos abspritzt und dann dafür 50 tsd Euro Strafe zahlt.  :frage: :police:
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: BNT am 16. März 2019, 09:37:57
Bei einem Jahresverbrauch von 70 to auf 100.000 ha ist das überschaubar. :D

Und wie's da wohl mit dem Abdrift aussieht:

https://www.handelsblatt.com/technik/energie-umwelt/glyphosat-groesster-einzelverbraucher-ist-die-bahn/13607880-2.html?ticket=ST-39155-1w92jct1zUEIEeRxvLLX-ap4

40 km/h.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: sten am 16. März 2019, 09:52:28
Das nehmen zumindest die Landwirte hier in der Region ziemlich genau. Ist nämlich ein CC Verstoß und kann empfindlich bestraft werden.

Als ob das einer so genau nehmen würde. ;)
Eine Zulassung für Nichtkulturland (zb Gleisanlagen, Wege und Plätze) gibt es mit folgender Nutzungseinschränkung:
"NS660-1: Die Anwendung des Mittels auf Freilandflächen, die nicht landwirtschaftlich, forstwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzt werden, ist nur mit einer Genehmigung der zuständigen Behörde zulässig. Zu diesen Flächen gehören alle nicht durch Gebäude oder Überdachungen ständig abgedeckten Flächen, wozu auch Verkehrsflächen jeglicher Art wie Gleisanlagen, Straßen-, Wege-, Hof- und Betriebsflächen sowie sonstige durch Tiefbaumaßnahmen veränderte Landflächen gehören. Zuwiderhandlungen können mit einem Bußgeld bis zu einer Höhe von 50.000 Euro geahndet werden."
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Ruebe am 16. März 2019, 10:11:39
Die Bahn macht das nicht selber, es gibt zwei oder drei Subbis die das machen .... hatte mal mit einem von denen Kontakt auf der Agritechnica

Seit dem der Wirkstoff vom Vorox verboten ist, hat die Bahn mehr Probleme mit hinein wachsenden Büschen und Bäumen .... denn die gehen durch die Glyphos Menge nicht kaputt, das "Vorox" sorgte früher dafür das sich Büsche und Bäume nicht etablieren konnten
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: ggunter am 16. März 2019, 12:13:07
Bei einem Jahresverbrauch von 70 to auf 100.000 ha ist das überschaubar. :D

Und wie's da wohl mit dem Abdrift aussieht:

https://www.handelsblatt.com/technik/energie-umwelt/glyphosat-groesster-einzelverbraucher-ist-die-bahn/13607880-2.html?ticket=ST-39155-1w92jct1zUEIEeRxvLLX-ap4

40 km/h.

kommen die mit 0,7 Liter / ha aus,,,glaube ich eher nicht.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Cat-Driver am 16. März 2019, 13:41:11
Zitat
Ich stell mir gerade vor wie die Bahn in einer Massnahme alle Gleisanlagen mit Glyfos abspritzt und dann dafür 50 tsd Euro Strafe zahlt.

Warum Strafe, die bekommen eine Genehmigung!!!

Habe das schon durchexerziert: Bahndamm darf nicht durchwurzelt werden, sonst Puffert er die Vibrationen der Züge nicht genug ab, so ähnlich wurde es mir erklärt, somit öffendliches Interesse, Infrastruktur etc
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: gecko1234 am 16. März 2019, 17:33:48
https://www.deutschlandfunk.de/alternative-zu-glyphosat-ein-simpler-zucker-stoppt-das.676.de.html?dram:article_id=443257

eventuell sprühen wir ja bald alle "zucker" :rolleyes:
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Christian2 am 16. März 2019, 18:05:58
Industriezucker ist doch auch Pfui!
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Rohana am 16. März 2019, 20:09:48
https://www.deutschlandfunk.de/alternative-zu-glyphosat-ein-simpler-zucker-stoppt-das.676.de.html?dram:article_id=443257

eventuell sprühen wir ja bald alle "zucker" :rolleyes:

Schon toll diese "Alternativen", entweder die Wirkungsweise schädigt die Darmflora von Bienen und Menschen, oder sie tut es nicht - da ist doch ziemlich egal ob der Wirkstoff "natürlichen" Ursprungs ist wie dieser Zucker, oder eben synthetisiert wie Glyphosat.  :rolleyes:
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: BNT am 16. März 2019, 20:27:45
Alternative... ja, dann müssen wir uns jetzt erst mal überlegen, wie so eine PSM Entwicklung aussieht.
Es gibt unzählige Stoffe, die irgendwie wirken und wie viele schaffen es bis zur Marktreife?
In Japan gibt es Firmen, die nur chemische Verbindungen entwickeln - ohne genaueres Ziel. Die machen das, was chemisch möglich ist und Kunden probieren die dann aus und sehen, wofür man die verwenden könnte. Man sieht diese geschichtliche Entwicklung auch schön bei Glyphosat.

Für eine Schlagzeile sind solche Geschichten immer gut.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Ceres am 28. März 2019, 22:41:33
Hallo

Überlebt der Konzern Bayer das Thema "Round up"?

Ich sage das wird die Firma zerstören, die AMI werden jetzt weiter machen.
Da kommt eine Klage nach der Anderen und das ganze wird auf dem  Rücken der Mitarbeiter ausgetragen.

Ceres

das ist meine Meinung wenn ich das ganze so verfolge.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: nofear am 29. März 2019, 07:33:00
Sagen wir mal so: Die wissen ganz genau was sie tun... wäre es ne us-Firma geblieben wäre weniger passiert.
Aber gut, der A... ist in sowas ein Ar----l erster Güte 
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Heico am 29. März 2019, 09:32:39
Genau - wir kennen ähnliche Beispiele, Deutz - Allis Chalmers, Daimler - Chrysler, Lehmann Bros. usw.
Aber immer lockt das Geld, die möglichen Synergieeffekte und vor Allem die Macht, sich ein Denkmal zu setzen.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: nichtdicht am 29. März 2019, 11:29:38
Warum hat Bayer eigentlich Monsanto übernommen? Zu den Zeitpunkt waren die Prozessen schon am laufen, also vermute ich das da jemanden in die Führungsetagen weis wie da man vorgehen kann (da gibt es Erfahrungen bei Bayer) oder es war überheblichkeit.

mfg
herman

Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: canuck am 29. März 2019, 12:03:48
Habt ihr auch schon überlegt warum die ersten Erfinder des Autos nicht vor Gericht sind bei Umwelt-oder Unfallfragen.
Wenn es ueberhaupt nachweisliche Schaeden gibt sind zahlreiche andere Firmen die den Wirkstoff verkauften und daran Geld verdienten.
Bayer hat ganz anderes im Sinn als mit Herbiziden Geld zu verdienen.
Bussen zahlen viele Konzerne,aber ob es Ihnen das Genick bricht ist eben Ermessungssache.
Weit besser ,das Bayer kauft als eine chinesische Firma.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: farming.ch am 29. März 2019, 12:51:20
Warum hat Bayer eigentlich Monsanto übernommen? Zu den Zeitpunkt waren die Prozessen schon am laufen, also vermute ich das da jemanden in die Führungsetagen weis wie da man vorgehen kann (da gibt es Erfahrungen bei Bayer) oder es war überheblichkeit.

mfg
herman

Frage mich auch warum Bayer überhaupt Monsanto übernommen hat. Das Patent für Glyphos war ja öffentlich zugänglich und länger schon abgelaufen. Was für strategische "Werte" sah Bayer in diesem Unternehmen?

Das Klagen kommt auch von daher, dass der US-Amerikanische Rechtsstaat und seine Bürger anders ticken als hier in Europa.
In Europa gilt das Vorsorge-Prinzip.
Für CH hiesst das "Gemäss Art. 1 Abs. 2 USG sind im Sinne der Vorsorge Einwirkungen, die schädlich oder lästig werden könnten, frühzeitig zu begrenzen."
In USA ist eher schnell mal was erlaubt, und man kann kräftig nach entstehen des Schadens klagen.
Für uns hier auf dieser Seite des Atlantiks ist das sicher für die meisten Bürger komisch, seltsam, dämlich, etc...

Nur, das sollte eigentlich so einer global tätigen Firma wie Bayer bekannt sein.

Ob das Klagen aus USA jetzt kräftiger daherkommt, weil die Firma Monsanto jetzt dem deutschen Unternehmen Bayer gehört und nicht mehr ein US-Unternehmen ist, ist für mich schwierig einzuschätzen.

In Sachen Wirtschafts- Sozial- Umwelt- und Bildungspolitik bin ich immer sehr froh, Europäer zu sein ;-). Da ist eine Partnerschaft mit den USA eher schwierig, deucht mich. Aber nicht unmöglich. Man muss einfach sehr genau wissen, auf was man sich einlässt. Kenne Deinen Vertragspartner, ist hier wohl das beste Motto.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Schorsch am 29. März 2019, 12:53:57
Überlebt der Konzern Bayer das Thema "Round up"?

Ich sage das wird die Firma zerstören, die AMI werden jetzt weiter machen.

Sowas halt ich für Panikmache. Das Roundup-Ready-System hat doch global gesehen nach wie vor eine enorme Verbreitung. Solange das so ist, wird der Konzern dadurch laufend gestärkt.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Fox! am 29. März 2019, 13:16:34

Was für strategische "Werte" sah Bayer in diesem Unternehmen?

Sich weitreichende Erfahrung im Bereich Gentechnik ins Unternehmen zu holen?

Diese "Prozesse" zeigen wunderbar, wie verquer das Justizsystem in den USA ist. Wenn sämtliche Zulassungsbehörden dir bestätigen, dass dein Produkt keine karzinogene Wirkung enthält, wieso sollte ich dann auf mein Produkt trotzdem draufschreiben "Vorsicht, kann Krebs erzeugen"?
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: BNT am 29. März 2019, 13:17:15
Ich frage mich eher, wann der beste Zeitpunkt zum Kauf von Bayer Aktien ist.


Monsanto als Technologieführer in der grünen Gentechnik ist eigentlich unbezahlbar.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: canuck am 29. März 2019, 13:21:42
Alle diese Firmen sind globale Players.
Die wenigsten Leute auf dieser Welt sehen hinter diesen Multis eine Landesfahne.
Eine Partnerschaft mit einem Wirtschaftsraum in jeder Hinsicht ist nun einfach Ueberlebenswichtig.
Ganz besonders auf dem hohen Niveau des Wohlstandes in Europa.
Das hohe Niveau noch zu verbessern oder wenigstens zu halten wird immer schwieriger.Baeume sin noch nie in den Himmel gewachsen.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: sten am 29. März 2019, 13:32:50
Monsanto hat das, was bayer fehlt,  Saatgut und Züchtung.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: charlie am 29. März 2019, 14:27:42
Monsanto hat das, was bayer fehlt,  Saatgut und Züchtung.

Vor allem im dem Bereich, der außerhalb der EU wichtig ist: GMO und die passenden Anbausysteme.

Aufgrund dessen hat man ja auch seine eigene Saatgutsparte abgegeben.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: BNT am 29. März 2019, 18:30:46
Bayer stand schon vor der Übernahme Monsantos unter starkem nordamerikanischen Einfluss.
Heute werden 30% der Aktien in Nordamerika gehalten. Kann schon sein, dass der eine oder andere Großinvestor zuerst auf sinkende und dann auf steigende Kurse spekuliert und Bayer bald mehrheitlich in nordamerikanischer Hand ist.

Bayer war der kleinste von den großen. Da bestand sicher ein gewisser Handlungsbedarf.
Und Schuld dran sind natürlich die Grünen. Hätten die nicht unter den Augen der anderen Parteien die Grüne Gentechnik in Europa dämonisiert, wäre Bayer heute sicher führend an deren Erforschung und Entwicklung. 
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: nichtdicht am 29. März 2019, 22:51:32
Hat Bayer sich von Nunhems getrennt?

mfg
herman
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: farming.ch am 30. März 2019, 00:17:24
Bayer stand schon vor der Übernahme Monsantos unter starkem nordamerikanischen Einfluss.
Heute werden 30% der Aktien in Nordamerika gehalten. Kann schon sein, dass der eine oder andere Großinvestor zuerst auf sinkende und dann auf steigende Kurse spekuliert und Bayer bald mehrheitlich in nordamerikanischer Hand ist.

Bayer war der kleinste von den großen. Da bestand sicher ein gewisser Handlungsbedarf.
Und Schuld dran sind natürlich die Grünen. Hätten die nicht unter den Augen der anderen Parteien die Grüne Gentechnik in Europa dämonisiert, wäre Bayer heute sicher führend an deren Erforschung und Entwicklung.

;-). Scheinst die nicht zu lieben, die Grünen... Militärtarngrün auch nicht?
Weil, Gentechnologie hat meiner Ansicht nach auch noch diesen Aspekt. Sicherheitspolitik. Biologische Waffen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Biologische_Waffe

https://www.un.org/disarmament/wmd/bio/

Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: BNT am 30. März 2019, 08:29:20
Na ja. Die Grünen sollten das schon einstecken können. ;)
Es gibt ja auch viele Altgrüne, die mit den Neugrünen nicht können.

Biowaffen gab es vorher auch schon.

Was das Problem ist: Wir können solche Entwicklungen nicht mal mehr analysieren, weil uns schlicht das know how fehlt.
Das ist so, wie wenn nun China ein AKW baut - finde hier mal jemanden, der noch weiß, was die da nun konkret bauen.

Gerade wenn man kritisch ist, sollte man sich doch das Maximum an Wissen aneignen.


Nunhems musste Bayer verkaufen. Kartellrecht, glaube ich. Gehört nun zu BASF.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: farming.ch am 31. März 2019, 07:34:36
Na ja. Die Grünen sollten das schon einstecken können. ;)
Es gibt ja auch viele Altgrüne, die mit den Neugrünen nicht können.

Biowaffen gab es vorher auch schon.

Was das Problem ist: Wir können solche Entwicklungen nicht mal mehr analysieren, weil uns schlicht das know how fehlt.
Das ist so, wie wenn nun China ein AKW baut - finde hier mal jemanden, der noch weiß, was die da nun konkret bauen.

Gerade wenn man kritisch ist, sollte man sich doch das Maximum an Wissen aneignen.


Nunhems musste Bayer verkaufen. Kartellrecht, glaube ich. Gehört nun zu BASF.

Naja, bezüglich des Beispiels AKW wirst wohl fündig bei den Franzosen oder im CERN in Genf.

Sicherlich, Kritik braucht auch Wissen. Sehr viel Wissen um die Risiken. Ist ein etwas andersartiges Wissen, als das was Du favorisierst, das Wissen für die Chancen für irgend welche Unternehmen, an denen Du anscheinend auch noch via Aktien beteiligt bist. Staatliche Institutionen müssen diese Verantwortung der Risikoforschung übernehmen, man muss diese mit entprechenden Finanzen und Personal ausstatten.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: BNT am 31. März 2019, 09:15:56
Du kannst keine Teilgebiete erforschen, wenn du vertieftes Wissen haben möchtest und das brauchst du; musst du alles erforschen. Das wird ja auch gemacht, so weit eben im Rahmen des hier rechtlich zulässigen. Lange wird der Widerstand auch nicht mehr halten, denke ich. Die Technologien werden immer eleganter und mittelfristig wird man GVO von konventionell gezüchteten Pflanzen nicht mehr unterscheiden können.
Firmen wälzen nichts auf den Staat ab, wenn der Staat das nicht zulässt. Der Staat bezahlt auch nicht die Zulassungsverfahren und so kann er den Firmen auch entsprechende Auflagen machen. Leider war die EU dazu nicht in der Lage, weil sie so hohe Hürden schuf, dass die Firmen gleich komplett mit dem Erforschen und Entwickeln aufhörten.
Mittlerweile sind sogar Entwicklungsländer wie der Jemen in Sachen grüner Gentechnik weiter als die EU. Die züchten ihre eigenen GV-Sorten.

Zum Thema an sich: Ich denke, dass mit der aktuellen Lage am PSM Markt niemand so recht zufrieden ist.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: farming.ch am 31. März 2019, 09:50:35
Du kannst keine Teilgebiete erforschen, wenn du vertieftes Wissen haben möchtest und das brauchst du; musst du alles erforschen. Das wird ja auch gemacht, so weit eben im Rahmen des hier rechtlich zulässigen. Lange wird der Widerstand auch nicht mehr halten, denke ich. Die Technologien werden immer eleganter und mittelfristig wird man GVO von konventionell gezüchteten Pflanzen nicht mehr unterscheiden können.
Firmen wälzen nichts auf den Staat ab, wenn der Staat das nicht zulässt. Der Staat bezahlt auch nicht die Zulassungsverfahren und so kann er den Firmen auch entsprechende Auflagen machen. Leider war die EU dazu nicht in der Lage, weil sie so hohe Hürden schuf, dass die Firmen gleich komplett mit dem Erforschen und Entwickeln aufhörten.
Mittlerweile sind sogar Entwicklungsländer wie der Jemen in Sachen grüner Gentechnik weiter als die EU. Die züchten ihre eigenen GV-Sorten.

Zum Thema an sich: Ich denke, dass mit der aktuellen Lage am PSM Markt niemand so recht zufrieden ist.

Was hast denn als Rechtfertigung für Deinen technologischen Ansatz ?
 
Lebensmittel gibt oder gäbe es genug auf der Welt, die Weltbevölkerung umfasst ca. nicht ganz 8 Milliarden Menschen, mit den heutigen Methoden der Landwirtschaft könnten ca. 12.5 Milliarden Menschen ernährt werden. Die UNO rechnet im Jahr 2100 mit ca. 12 Milliarden Menschen auf der Welt.

Es gibt also keinen Grund, die Menschheit einem unnötigen technischen Risiko auszusetzen.

Wir können gut konservativ bleiben. Und müssen nicht wie im ehemaligen Osten auf "Fortschritt" setzen.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: BNT am 31. März 2019, 10:26:56
Erst mal: Ich sehe kein besonderes Risiko. Keines das höher ist als bei allen anderen Arten der Zucht. Es ist ja nicht so, dass konventionelle Züchtungsmethoden fehlerfrei sind. Ich muss da immer ein wenig bei den Arche Sorten schmunzeln. In alten Sorten kann sich schon mal das eine oder andere Gift verstecken. Die Natur hat das eingebaut.

Man kann Menschen auch mit Reis und Haferpampe ernähren. Ist das realistisch?
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: wolf am 31. März 2019, 10:42:33
....
Man kann Menschen auch mit Reis und Haferpampe ernähren. Ist das realistisch?

Wenn du die Haferpampe weglässt ist es für Millionen von Menschen Realität.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: BNT am 31. März 2019, 10:55:43
Tausche Haferpampe gegen Süßḱartoffel und/oder Maniok.
Zum Glück bessert sich das. Als Ziel könnte man mal definieren, dass sich ein normaler Chinese am Sonntag einen Schweinsbraten und ein Bier leisten können sollte. ;)
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: 251at am 02. April 2019, 16:44:21
Hier kann sich jeder das Gutachten des Bundesinstituts für Risikobewertung anfordern:
https://fragdenstaat.de/aktionen/zensurheberrecht-2019/ (https://fragdenstaat.de/aktionen/zensurheberrecht-2019/)
(Nicht nur sinnvoll wenn man sich für das Ergebnise interessiert)
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: joe am 02. April 2019, 20:18:52
Hier kann sich jeder das Gutachten des Bundesinstituts für Risikobewertung anfordern:
https://fragdenstaat.de/aktionen/zensurheberrecht-2019/ (https://fragdenstaat.de/aktionen/zensurheberrecht-2019/)
(Nicht nur sinnvoll wenn man sich für das Ergebnise interessiert)
Sinnvoll ?
Das Thema ist durch , sich weiterhin damit zu beschäftigen ist reine Zeit und Energieverschwendung !

Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: 251at am 03. April 2019, 09:27:59
Hier kann sich jeder das Gutachten des Bundesinstituts für Risikobewertung anfordern:
https://fragdenstaat.de/aktionen/zensurheberrecht-2019/ (https://fragdenstaat.de/aktionen/zensurheberrecht-2019/)
(Nicht nur sinnvoll wenn man sich für das Ergebnise interessiert)
Sinnvoll ?
Das Thema ist durch , sich weiterhin damit zu beschäftigen ist reine Zeit und Energieverschwendung !
Sinnvoll um ein Zeichen dagegen zu setzen das von uns Bürgern finanzierte Studien nicht für jeden Problemlos zugänglich sind (mit der Ausrede Copyright).

Hier ein bißchen was zu den Hintergründen:
https://www.heise.de/newsticker/meldung/Urheberrecht-Landgericht-Koeln-verdonnert-FragDenStaat-zum-Loeschen-eines-Glyphosat-Gutachtens-4358278.html (https://www.heise.de/newsticker/meldung/Urheberrecht-Landgericht-Koeln-verdonnert-FragDenStaat-zum-Loeschen-eines-Glyphosat-Gutachtens-4358278.html)
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: BNT am 03. April 2019, 09:36:06
Jedenfalls handelt es sich hier um ein sehr sehr komplexes Thema mit vielen Zielkonflikten. Auf der einen Seite möchte jeder so viele Informationen wie möglich zugänglich haben, auf der anderen Seite möchte jeder möglichst viel Datenschutz...
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: BNT am 07. April 2019, 08:55:14
Sehr lesenswert:

https://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/glyphosat-prozesse-bayer-und-die-milliardenfalle-glyphosat-einblicke-in-einen-gerichtsthriller/24171864.html?social=tw-hb_hk-li-re-or-&utm_medium=Social&utm_source=Twitter#Echobox=1554460403

Da wird noch so einiges auf uns alle zu kommen.

Das Interview mit einem der Geschworenen ist krass (nur mit Abos lesbar).
https://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/bob-howard-geschworener-im-monsanto-prozess-verteidigt-urteil/24181592.html

Da müssen einem doch die Alarmglocken schrillen, wenn man das liest. Diese Pseudo Rationalität ist die gefährlichste überhaupt.


Ich bin sehr gespannt, wir sich das in den folgenden Instanzen entwickelt.



Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: ct am 15. April 2019, 07:28:53
https://www.servus.com/tv/videos/aa-1ytzcpj4n1w12/
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: BNT am 15. April 2019, 08:38:12
https://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/chemiekonzern-us-richter-fordert-bayer-zu-vergleichen-in-glyphosat-prozessen-auf/24212708.html?ticket=ST-2070914-z2bGzB4pJu67X5bMd3os-ap1

Ich sehe durchaus Chancen für einen Vergleich. Für die Rechtsanwälte wär's noch immer viel Geld für wenig Risiko.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: BNT am 14. Mai 2019, 08:37:26
Wieder mal kein so guter Tag für Bayer.

Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Henrik am 14. Mai 2019, 10:08:28
Mal eine andere Sichtweise......

http://n-tv.de/politik/politik_person_der_woche/Alle-drei-Wochen-eine-Milliarde-Gewinn-article20995976.html
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: JueLue am 14. Mai 2019, 10:55:22
Also Bayer Aktien kaufen?


JueLue
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: juliusjr am 14. Mai 2019, 14:15:56
Tolle Überschrift. Gewinn mit ebit gleichsetzen. Is ja fast wie bei den Mitteilungen von südzucker. Abschreibungen, zinsen und Steuern muss man halt auch noch zahlen.
Bayer is halt schwierig zu bewerten. Prozesse, produktpipeline und ob zb patente auslaufen usw....
Ist saatgut in zukunft die cashcow und Pflanzenschutzmittel werden immer mehr verboten?
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Frankenpower am 14. Mai 2019, 14:22:33
Also Bayer Aktien kaufen?


JueLue


hört sich danach an

Die VW-Aktie ist nach dem Diesel-Skandal auch abgestürzt und heute nun fast das doppelte Wert als nach dem unmittelbaren Absturz  :denk:
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Henrik am 15. Mai 2019, 07:05:16
Also Bayer Aktien kaufen?


JueLue


hört sich danach an

Die VW-Aktie ist nach dem Diesel-Skandal auch abgestürzt und heute nun fast das doppelte Wert als nach dem unmittelbaren Absturz  :denk:

Spekulation. Insgesamt hat Bayer ja viele Patente usw. auf Dauer wird sich das lohnen.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: joe am 22. Mai 2019, 15:09:39
https://www.presseportal.de/pm/134346/4272571

ewas ist das denn schon wieder für ein mist ?
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Farmer_Sam am 22. Mai 2019, 17:06:20
https://www.presseportal.de/pm/134346/4272571

ewas ist das denn schon wieder für ein mist ?

Tja, im Interesse aller sollte man sich mit seinen Mitmenschen abstimmen. Wenn die Fläche tatsächlich mit Löwenzahn übersät waren, hätte ein kleiner Anruf genügt.(man kann ja nur mutmaßen wie dicht der "Bestand" war)
So kann man jetzt wieder gegen die Landwirte bzw den Einsatz der Mittel protestieren.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: JueLue am 22. Mai 2019, 17:28:06
Ohne die Gegebenheiten zu kennen, aber wenn da tatsächlich ein gewerbsmäßiger Imker regelmäßig tätig ist, sollte man als Landwirt im Interesse aller beteiligten in engem Kontakt mit dem stehen.

JueLue
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Heico am 22. Mai 2019, 18:28:40
Leider steht da nicht, was auf dem Acker gewachsen ist, nur dass Löwenzahn blühte.
Löwenzahn wächst aber nicht so einfach auf dem Acker, es sei denn es ist Dauerkultur drauf.
Irgendwas passt da nicht zusammen.
Löwenzahn aussäen ist nicht einfach und auch unglaublich teuer.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: charlie am 22. Mai 2019, 18:50:22
Könnte sich evtl um einen Umbruch von Grünland oder einer Dauerbrache gehandelt haben.
Oder eben eine Dauerkultur die zB Unterstock oder dergleichen behandelt wurde.

Oder es passt wirklich etwas nicht zusammen...

Trotzdem erachte ich es als unerlässlich, wie auch schon angesprochen, im Interesse beider Seiten in solchen Fällen in Kontakt zu sein um solche Dinge zu vermeiden.
Auch als Landwirt sollte man sich um die Zusammenhänge Gedanken machen und etwas sensibler reagieren.

Dass ein solcher Vorgang dann gerade von den im Link genannten Kreisen entsprechend ausgeschlachtet wird, ist in der Folge dann klar. Eine provozierende Absicht möchte ich ohne Detailkenntnis aber nicht unterstellen.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: ThomasD am 22. Mai 2019, 18:55:39
Leider steht da nicht, was auf dem Acker gewachsen ist, nur dass Löwenzahn blühte.
Löwenzahn wächst aber nicht so einfach auf dem Acker, es sei denn es ist Dauerkultur drauf.
Irgendwas passt da nicht zusammen.
Löwenzahn aussäen ist nicht einfach und auch unglaublich teuer.
Das war ein ca. 70 ha großes Luzerne-Grasfeld.
Siehe hier: https://berufsimker.net/wp-content/uploads/2019/05/Glyphosat-in-Honig-Klo%CC%88ckner-Aurelia-2019-05-17.pdf (https://berufsimker.net/wp-content/uploads/2019/05/Glyphosat-in-Honig-Klo%CC%88ckner-Aurelia-2019-05-17.pdf)
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Heico am 22. Mai 2019, 21:49:15
Ich sehe gerade, Ende April war das schon. Da ist doch noch gar keine Butterblume gelb. Also das Thema vielleicht von beiden Seiten etwas gepusht. Bestenfalls ist das unglücklich gelaufen. Ich glaub die waren sich vorher schon nicht grün.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: Gufera am 22. Mai 2019, 22:49:57
Ich sehe gerade, Ende April war das schon. Da ist doch noch gar keine Butterblume gelb. Also das Thema vielleicht von beiden Seiten etwas gepusht. Bestenfalls ist das unglücklich gelaufen. Ich glaub die waren sich vorher schon nicht grün.

Bei uns fängt der Löwenzahn immer so plus minus in der ersten April Woche zu blühen an.
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: joe am 23. Mai 2019, 02:26:23
Ich sehe gerade, Ende April war das schon. Da ist doch noch gar keine Butterblume gelb. Also das Thema vielleicht von beiden Seiten etwas gepusht. Bestenfalls ist das unglücklich gelaufen. Ich glaub die waren sich vorher schon nicht grün.
Ich lobe mir die Zusammenarbeit mit zwei Imkern aus meinem Dunstkreis !
Na ja , eigentlich sind es drei , aber der dritte im Bunde ist bioimker und mir gar nicht wohlgesonnen .......
Zum eigentlichen Thema ,
Ich weiß nicht ob ich mir Gedanken gemacht hätte beim glyphosieren vor mais bei blühenden  Pflanzen im abzutötenden Bestand !
In jedem Fall werde ich da jetzt ein  Auge drauf haben !
Titel: Re: Glyphosat - Fakten, Wahrheiten und Lügen
Beitrag von: BNT am 23. Mai 2019, 07:55:35
Es gibt leider nicht so wenige Hardcore Imker mit einem gewissen Maß an Fanatismus.
Ich kann die Heroisierung der Honigbiene sowieso nicht verstehen.

Um eine Grenzwertüberschreitung von 10.000% zu erreichen, reicht es nicht aus, einen 70 ha Schlag zu spritzen.