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Alles rund um den Betrieb => Erneuerbare Energien => Thema gestartet von: sten am 15. Mai 2019, 21:10:23

Titel: Solaranlage auf Freiflächen
Beitrag von: sten am 15. Mai 2019, 21:10:23
Hallo,

kennt sich jemand mit der aktuellen Situation im Bereich des Baus von Freiflächenphotovoltaikanlagen auf Ackerflächen insbesondere in Sachsen Anhalt aus? Unter welchen Bedingungen können und dürfen solche Anlagen auf Ackerland errichtet werden? Entlang von Bahnstrecken und Autobahnen fällt mir ein, auch in benachteiligten Gebieten soll sowas möglich sein. Oft sehe ich hier auch neue Anlagen in Bereichen, die mal als Gewerbegebiet ausgewiesen, aber weiter als Acker bewirtschaftet wurden, das scheint auch möglich zu sein. Aber wie sieht der Einspeisepreis dann aus? Ich habe etwas von Ausschreibungen gehört, kann mir da aber nicht wirklich etwas drunter vorstellen.
Danke
Carsten
Titel: Re: Solaranlage auf Freiflächen
Beitrag von: Meisteringenieur am 15. Mai 2019, 21:27:37
Ich bezieh mich auf Bayern aber das macht eigentlich keinen Unterschied das es ja Bundeseinheitlich ist.

EEG Förderung gibt's bis 750 kW also Ca. 1 ha Modulfläche sprich feste Vergütung mit aktuell bisschen über 7,5 Cent. Rechne aber mit einem Jahr Genehmigungsdauer. Die müssen aber an Bahn, Autobahn, Stillgelegten Strecken, Deponie etc.  im Abstand von maximal 110 m sein.

Über die 750 kW bzw. auf anderen Flächen musst du in die Ausschreibung.  Sozusagen anbieten. Da sind die Preise zwischen 4 und 6 Cent grob gesagt.
Bauen darfst du dann aber nicht auf jeder Ackerfläche. In Bayern aber zum Beispiel in benachteiligten Gebieten was bei mir aber zum Beispiel hundert Prozent der Fläche ausmacht.

Also reich werden tut mir Fotovoltaik keiner mehr. Von der Vergütung her sehr konkurrenzfähig also kaum noch gefördert.
Ich glaube der Boom kommt in einigen Jahren wenn wirklich die Tierhaltung so drastisch zurück gefahren werden muss.
Titel: Re: Solaranlage auf Freiflächen
Beitrag von: Wade am 16. Mai 2019, 00:16:01
Das mit benachteiligtem Gebiet ist doch nur fürs EEG relevant. Bauen darfst du im Prinzip überall wenn du eine Baugenehmigung bekommst.
Das EEG braucht man aktuell eigentlich nur um das ganze "abzusichern" damit die Finanzierung günstiger wird. Man kann es auch komplett ohne EGG bauen und den Strom direkt vermarkten, zb mittels langfristiger Verträge direkt an die Industrie (zb Unternehmen die CO2 Frei Produzieren wollen und damit werben wollen, wie zb letzt auch BOSCH bekannt gegeben hat).
Die Preise für den Direktverkauf liegen wohl auch auf dem Niveau von der EEG Ausschreibung. Nur hat man es halt im EEG für 20 Jahre fix, mit relativ geringem Risiko. Auch falls man einen 20 Jahre abnahmevertrag mit ner Firma hat, kann keiner Garantieren dass die Firma in wenigen Jahren noch existiert.

Baukosten pro MW Freifläche (~1ha) liegen wohl bei ~300.000€ Wenn man 5 ct bekommt sind das grob übern Daumen 50.000€ pro Jahr Einnahmen. Das rechnet sich gar nicht soooo schlecht, vor allem wenn man irgendwelche Drecks Flächen nimmt auf denen man <50dt Weizen erntet...

Hier Plant eine Firma 100-150ha Fläche PV zu bauen und dabei ein eigenes Umspannwerk zu errichten. Aber denke das wird nichts werden, jedoch könnte ich mir vorstellen einen kleineren Gemeinschafts/Bürgersolarpark zu bauen, bei dem jeder mitmachen kann wenn er will.


Im Allgemeinen bekommt man aber für gute, intensiv genutzte Ackerflächen einfacher grünes Licht von der Naturschutzbehörde als auf extensives Wiesen/Ackerland, Naturschutzflächen etc. Da es eine Aufwertung der Flächen wäre wenn diese nicht mehr so intensiv genutzt werden.
Titel: Re: Solaranlage auf Freiflächen
Beitrag von: Meisteringenieur am 16. Mai 2019, 06:57:45
Ich bin ja da grad in einem Genehmigungsverfahren für 1ha. 
Das WWA zum Beispiel sagt da als Einwand das es nicht auf Hochertragsstandorten gebaut werden darf wegen Schutzgut Boden etc. .  Aber wie Wade schon richtig schreibt auf einer Wiese ist es glaub ich gar nicht möglich.
Titel: Re: Solaranlage auf Freiflächen
Beitrag von: sten am 16. Mai 2019, 06:58:36
Vielen Dank für die Antworten!
Titel: Re: Solaranlage auf Freiflächen
Beitrag von: troentken am 16. Mai 2019, 07:56:45
...
Baukosten pro MW Freifläche (~1ha) liegen wohl bei ~300.000€ Wenn man 5 ct bekommt sind das grob übern Daumen 50.000€ pro Jahr Einnahmen. Das rechnet sich gar nicht soooo schlecht, vor allem wenn man irgendwelche Drecks Flächen nimmt auf denen man <50dt Weizen erntet... .....


Das glaubst du doch wohl selber nicht?
Trafo, Mittelspannungsseite, Zaun drum, Gestell, Arbeit, Panele, Wechselrichter, Überwachung, "Pacht", usw...
Titel: Re: Solaranlage auf Freiflächen
Beitrag von: Mathilde am 16. Mai 2019, 08:06:37
Im Allgemeinen bekommt man aber für gute, intensiv genutzte Ackerflächen einfacher grünes Licht von der Naturschutzbehörde als auf extensives Wiesen/Ackerland, Naturschutzflächen etc. Da es eine Aufwertung der Flächen wäre wenn diese nicht mehr so intensiv genutzt werden.

Was soll da bitte aufgewertet werden? Ich sehe da nur eine glänzende, eingezäunte Fläche die langsam versteppt. Eine Auswirkung auf das Ökosystem hat doch noch niemand richtig erforscht. „Artenvielfalt?“
Wenn Folien über Spargel die Gemüter erhitzt dann stellen wir auch das hier in Frage.

LG Mathilde
Titel: Re: Solaranlage auf Freiflächen
Beitrag von: Ruebe am 16. Mai 2019, 08:37:49
gemach, gemach Mathilde,

wenn der Mittelstand "vergesellschaftet" wird, sind diese Anlagen als erstes dran weil sich einzelne daran bereichern .... Strom ist Politisch relevant, also müssen die, die daran Geld verdienen bestraft werden ....

Nachdem die Aussagen von Kühnert von vielen Politikern unterstützt wurden, sehe ich für D leider keine echte Zukunft mehr ....
Titel: Re: Solaranlage auf Freiflächen
Beitrag von: Wade am 16. Mai 2019, 09:02:56
...
Baukosten pro MW Freifläche (~1ha) liegen wohl bei ~300.000€ Wenn man 5 ct bekommt sind das grob übern Daumen 50.000€ pro Jahr Einnahmen. Das rechnet sich gar nicht soooo schlecht, vor allem wenn man irgendwelche Drecks Flächen nimmt auf denen man <50dt Weizen erntet... .....


Das glaubst du doch wohl selber nicht?
Trafo, Mittelspannungsseite, Zaun drum, Gestell, Arbeit, Panele, Wechselrichter, Überwachung, "Pacht", usw...

Nur die Anlage ansich, ~200€/kw Containerware PV Module, Wechselrichter 40-50€, Rest für Untergestellt, Zaun.
Trafo von 110kV auf 20kV und 110kV Kabel legen kostet irgendwo 3-4mio, das Rechnet sich dann nur wenn dementsprechend viel Fläche erschlossen wird. Bis <10MW kann man möglicherweise noch an bestehende 20kV Leitung, drüber muss meist ausgebaut werden.


Im Allgemeinen bekommt man aber für gute, intensiv genutzte Ackerflächen einfacher grünes Licht von der Naturschutzbehörde als auf extensives Wiesen/Ackerland, Naturschutzflächen etc. Da es eine Aufwertung der Flächen wäre wenn diese nicht mehr so intensiv genutzt werden.

Was soll da bitte aufgewertet werden? Ich sehe da nur eine glänzende, eingezäunte Fläche die langsam versteppt. Eine Auswirkung auf das Ökosystem hat doch noch niemand richtig erforscht. „Artenvielfalt?“
Wenn Folien über Spargel die Gemüter erhitzt dann stellen wir auch das hier in Frage.

LG Mathilde

Die Fläche ist als PV Anlage nur noch extensiv genutzes Grünland, meist mit Beweidung oder später Pflege. Das ist eben höherwertig als nen intensiv genutzter Acker. Ich kenn hier eine Anlage da wird erst im Juni/Juli einmal drinnen gemulcht wenn die ersten Gräser an die PV Module reichen.
Titel: Re: Solaranlage auf Freiflächen
Beitrag von: Wade am 16. Mai 2019, 09:04:50
persönlichen Kommentar entfernt - Rohana
Titel: Re: Solaranlage auf Freiflächen
Beitrag von: wernerzwo am 16. Mai 2019, 09:42:13
persönlichen Kommentar entfernt - Rohana

Habt ihr eigentlich keine generellen Einschränkungen im Bau durch die Gemeinde?
Wir haben z.B. einen Grundsatzbeschluss, daß KEINE Freiflächenanlage in der Gemeinde gebaut werden darf. Daher gibt es eben eine solche bei uns überhaupt nicht...
Titel: Re: Solaranlage auf Freiflächen
Beitrag von: Mathilde am 16. Mai 2019, 10:36:16
Die Fläche ist als PV Anlage nur noch extensiv genutzes Grünland, meist mit Beweidung oder später Pflege. Das ist eben höherwertig als nen intensiv genutzter Acker. Ich kenn hier eine Anlage da wird erst im Juni/Juli einmal drinnen gemulcht wenn die ersten Gräser an die PV Module reichen.

tut mir leid aber ich sehe da keine Aufwertung. Ich sehe da nichts drin, keine Blumen, keine Tiere (ist ja Zaun drumrum). Ich bin nicht gegen Photovoltaik aber nicht auf Land. Dächer, Fassaden, zwischen der Autobahn, Radwegen........aber nicht auf Wiesen oder Ackerflächen, da bin ich ein absoluter Gegner.

LG Mathilde
Titel: Re: Solaranlage auf Freiflächen
Beitrag von: Stefan81 am 16. Mai 2019, 12:59:04
Die PV ist aber viel effizienter als Biogas. Da müsste man die vorher zusperren.
Was bringt man aus einen ha Module raus und wie viele ha würde man bei Biogas dafür brauchen?
Titel: Re: Solaranlage auf Freiflächen
Beitrag von: sten am 16. Mai 2019, 13:01:36
Womit wir wieder bei der Grundlastdiskussion wären, wie ist die Flexibilisierung von Biogas zu bewerten?
Führt in diesem Thread zu nix, wenn Ihr das diskutieren wollt, macht ein eigenes Thema auf.
Titel: Re: Solaranlage auf Freiflächen
Beitrag von: Meisteringenieur am 16. Mai 2019, 17:10:49
Die Fläche ist als PV Anlage nur noch extensiv genutzes Grünland, meist mit Beweidung oder später Pflege. Das ist eben höherwertig als nen intensiv genutzter Acker. Ich kenn hier eine Anlage da wird erst im Juni/Juli einmal drinnen gemulcht wenn die ersten Gräser an die PV Module reichen.

tut mir leid aber ich sehe da keine Aufwertung. Ich sehe da nichts drin, keine Blumen, keine Tiere (ist ja Zaun drumrum). Ich bin nicht gegen Photovoltaik aber nicht auf Land. Dächer, Fassaden, zwischen der Autobahn, Radwegen........aber nicht auf Wiesen oder Ackerflächen, da bin ich ein absoluter Gegner.

LG Mathilde


Der Zaun darf zum Beispiel nicht bis auf den Boden gehen das Hasen etc. durchkommen.
Titel: Re: Solaranlage auf Freiflächen
Beitrag von: tomiq am 16. Mai 2019, 17:17:18
Zitat
Womit wir wieder bei der Grundlastdiskussion wären, wie ist die Flexibilisierung von Biogas zu bewerten?
Führt in diesem Thread zu nix, wenn Ihr das diskutieren wollt, macht ein eigenes Thema auf.

Ganz einfach... es gibt in Zukunft, mit wachsenden Anteil an Ökostrom im Netz, nur noch genau
zwei "Betriebszustände" im Strommarkt. Entweder zu viel oder zu wenig Strom!!!

Und hier sehe ich, auch als Betreiber einer Biogasanlage, durchaus Potenzial, da das Biogas relativ einfach
zu speichern ist.

Der kontinuierliche Anlagenbetrieb einer Biogasanlage wird mittelfristig zum Scheitern verurteilt sein.



ade
tomiq
Titel: Re: Solaranlage auf Freiflächen
Beitrag von: Wade am 16. Mai 2019, 17:34:00
Die PV ist aber viel effizienter als Biogas. Da müsste man die vorher zusperren.
Was bringt man aus einen ha Module raus und wie viele ha würde man bei Biogas dafür brauchen?

1ha Biogas liefert ca 20.000kWh Strom, 1ha PV 1.000.000 kwh (=1000MWh)
Mit der Fläche die aktuell in Biogasanlagen fließt könnte man doppelt so viel Strom erzeugen als Deutschland aktuell Verbraucht (Speicherung mal außen vor gelassen), nur als grobe Richtung wie viel effizienter PV gegenüber Nawaro-Biogas ist.
Im Vergleich zu Nawaro Raps für Biodiesel glaub nochmal ne Zehnerpotenz mehr...
Zwar kann man Biogasanlagen flexibel fahren, aber man muss auch die Frage stellen ob man es nicht auch anderweitig billiger hin bekommt. Zb PV 50GW HGÜ Kabel nach Norwegen. Ich könnte wetten dass man da locker mit den kosten von Biogas mithalten kann... Selbst PV -> PTG könnte man das Gas vermutlich günstiger herstellen als mit Biomasse in einer Biogasanlage.


Die Fläche ist als PV Anlage nur noch extensiv genutzes Grünland, meist mit Beweidung oder später Pflege. Das ist eben höherwertig als nen intensiv genutzter Acker. Ich kenn hier eine Anlage da wird erst im Juni/Juli einmal drinnen gemulcht wenn die ersten Gräser an die PV Module reichen.

tut mir leid aber ich sehe da keine Aufwertung. Ich sehe da nichts drin, keine Blumen, keine Tiere (ist ja Zaun drumrum). Ich bin nicht gegen Photovoltaik aber nicht auf Land. Dächer, Fassaden, zwischen der Autobahn, Radwegen........aber nicht auf Wiesen oder Ackerflächen, da bin ich ein absoluter Gegner.
LG Mathilde
Natürlich gibts noch viel Platz auf Dächern oder konversionsflächen, aber auf nem optimal ausgerichteten Feld geht das ganze halt wesentlich günstiger...
Du wirst doch erkennen dass dort, in einer extensiv bewirtschafteten Wiese unter den PV Modulen mehr Insekten vorhanden sind als in einem intensiv geführten Weizen oder Mais. Insekten, Vögel und kleines Getier lassen sich von nem Zaun auch nicht aufhalten.
Ökologische Aufwertung sehen auch viele nicht wenn man zb als Ausgleichsmaßnahme einen Wald rodet oder Hecken entfernt, um dort dann die Flächen zu einem Trocken-Mager-Rasen zu machen. Aber das sehen die Leute der Naturschutzbehörden offensichtlich anders, vermutlich auch zurecht. Nen reiner Fichtenbestand ist wahrscheinlich noch schlechter als nen Maisacker.


Btw find ichs ne Frechheit dass Ruebe hier seine Verschwörungstheorien und abstruse Politische Meinung kund tun darf, ohne dass man dagegen Argumentieren darf. Dann lösch doch bitte sein geschreibsel auch, ansonsten ist die Moderation recht einseitig oder nicht?

Titel: Re: Solaranlage auf Freiflächen
Beitrag von: donnershag am 16. Mai 2019, 18:59:02
Ich finde den Gedanke unsere intensive Schafsweide zu überdachen recht spannend. Die Stromproduktion von 2ha Südhang würde ja reichen die Produktion von 3000 T Milch klimaneutral zu gestalten. Klingt spannend.

Er kann mir da weiterhelfen??
Gruß
Martin
Titel: Re: Solaranlage auf Freiflächen
Beitrag von: klausg am 16. Mai 2019, 23:52:35
Wenn Du im benachteiligten Gebiet bist, brauchst Du das wohlwollen der Gemeinde für die Änderung des Flächennutzungsplanes und Aufstellung eines Bebauungsplanes.
Du solltest mit einem Projektierer für Freiflächenanlagen Kontakt aufnehmen. Das Alles auf eigene Faust ohne einschlägige Erfahrung zu machen, halte ich für schwierig.
Titel: Re: Solaranlage auf Freiflächen
Beitrag von: tomtex am 17. Mai 2019, 06:13:25
Die Fläche ist als PV Anlage nur noch extensiv genutzes Grünland, meist mit Beweidung oder später Pflege. Das ist eben höherwertig als nen intensiv genutzter Acker. Ich kenn hier eine Anlage da wird erst im Juni/Juli einmal drinnen gemulcht wenn die ersten Gräser an die PV Module reichen.

tut mir leid aber ich sehe da keine Aufwertung. Ich sehe da nichts drin, keine Blumen, keine Tiere (ist ja Zaun drumrum). Ich bin nicht gegen Photovoltaik aber nicht auf Land. Dächer, Fassaden, zwischen der Autobahn, Radwegen........aber nicht auf Wiesen oder Ackerflächen, da bin ich ein absoluter Gegner.

LG Mathilde
Seh ich auch so. Das ist weder Umweltschutz noch Aufwertung, das ist einfach nur Geldgier.
Titel: Re: Solaranlage auf Freiflächen
Beitrag von: Meisteringenieur am 17. Mai 2019, 07:19:48
Ob man daran eine Aufwertung sieht ist jedem selbst überlassen.
Jeder der dagegen ist sollte einfach keinen Strom mehr aus der Steckdose bekommen oder ein Atomkraftwerk im Garten.
Titel: Re: Solaranlage auf Freiflächen
Beitrag von: Mathilde am 17. Mai 2019, 08:23:02
Hallo,

Dagegen verwehre ich mich entschieden. Wir haben die Anlage auf einem Hallendach und hätten noch viel mehr Dächer. Warum stehen die Teile nicht auf Nabu Flächen wenn das so toll ist.

LG Mathilde
Titel: Re: Solaranlage auf Freiflächen
Beitrag von: Wade am 17. Mai 2019, 09:00:48
Seh ich auch so. Das ist weder Umweltschutz noch Aufwertung, das ist einfach nur Geldgier.

Ob man daran eine Aufwertung sieht ist jedem selbst überlassen.
Jeder der dagegen ist sollte einfach keinen Strom mehr aus der Steckdose bekommen oder ein Atomkraftwerk im Garten.

Ihr versteht nicht so ganz was ökologische Aufwertung bedeutet oder? Das ist eben KEIN persönliches Empfinden, das ist eben NICHT jedem selbst überlassen! Das wird von den Naturschutzbehörden nach vorgegebenen Richtlinien/Punktesystemen festgelegt. Danach berechnet sich zb auch die nötige Ausgleichsflächen/Maßnahmen bei Neubauten/Flächenversiegelung.


Dagegen verwehre ich mich entschieden. Wir haben die Anlage auf einem Hallendach und hätten noch viel mehr Dächer. Warum stehen die Teile nicht auf Nabu Flächen wenn das so toll ist.
vermutlich sind die NABU Flächen auch alle eher extensiv genutzt und Naturschutzfachlich wertvoller als intensives Grünland/Äcker... Und es geht jetzt erst los mit PV Freiflächenanlagen.


Seit einigen Jahren hatte die PV die Netzparität erreicht, d.h. es ist günstiger PV Strom zu erzeugen als diesen aus dem Netz zu beziehen. -> Eigenstromverbrauch günstiger als Bezugsstrom
Jetzt kommt es aber in den Bereich in dem Freiflächen PV auch die Kraftwerksparität erreicht. d.h. Strom aus PV ist selbst OHNE Förderung günstiger als Strom aus Fossilen Kraftwerken. Ist es eigentlich schon länger, denn Strom aus (neuen) Kohlekraftwerken liegt bei ~8ct, aber da die meisten Kraftwerke abgeschrieben sind müssen diese nur die Variablen Kosten decken welcher bei Braunkohle bei 3-4ct liegt.
Falls nun wirklich eine CO2 Steuer kommt, von z.b. 50€/t CO2 würde das Kohlestrom um 5ct/kwh teurer machen (die Realen Folgekosten von CO2 liegen bei >200€/t). Damit wäre PV & Windkraft sofort ohne jegliche Förderung wirtschaftlich und auch die EEG Förderung für bestehende Anlagen würden massiv sinken (=sinkende EEG Umlage).
 
Titel: Re: Solaranlage auf Freiflächen
Beitrag von: Ede am 17. Mai 2019, 10:02:19
Hallo,

Dagegen verwehre ich mich entschieden. Wir haben die Anlage auf einem Hallendach und hätten noch viel mehr Dächer. Warum stehen die Teile nicht auf Nabu Flächen wenn das so toll ist.

LG Mathilde

Sehe ich auch so. Der Flächenverbrauch ist bei Freiflächenphotovoltaik viel zu hoch. Dann doch lieber Windkraft, evtl sogar im Wald. Aber das wollen einige ja auch nicht.
Titel: Re: Solaranlage auf Freiflächen
Beitrag von: Mathilde am 17. Mai 2019, 11:10:24


Ihr versteht nicht so ganz was ökologische Aufwertung bedeutet oder? Das ist eben KEIN persönliches Empfinden, das ist eben NICHT jedem selbst überlassen! Das wird von den Naturschutzbehörden nach vorgegebenen Richtlinien/Punktesystemen festgelegt. Danach berechnet sich zb auch die nötige Ausgleichsflächen/Maßnahmen bei Neubauten/Flächenversiegelung.

vermutlich sind die NABU Flächen auch alle eher extensiv genutzt und Naturschutzfachlich wertvoller als intensives Grünland/Äcker... Und es geht jetzt erst los mit PV Freiflächenanlagen.


Hallo,

und nochmal! Nehmen wir ein Gebäude in der Stadt, das ist doch sowieso schon alles verbaut mit Haus, Straße usw. Jetzt an dieses Haus die Photovoltaik drauf und dran dann ist das eine mehrfache Fläche wie die entsprechende Freifläche, da können mich diese theorethischen Punkte von irgendwelchen Leuten in Nabu, Umwelt oder sonstwas für Stellen gerne "gern haben"

LG Mathilde
Titel: Re: Solaranlage auf Freiflächen
Beitrag von: Wade am 17. Mai 2019, 12:49:56
Hallo,

Dagegen verwehre ich mich entschieden. Wir haben die Anlage auf einem Hallendach und hätten noch viel mehr Dächer. Warum stehen die Teile nicht auf Nabu Flächen wenn das so toll ist.

LG Mathilde

Sehe ich auch so. Der Flächenverbrauch ist bei Freiflächenphotovoltaik viel zu hoch. Dann doch lieber Windkraft, evtl sogar im Wald. Aber das wollen einige ja auch nicht.

Das ist keine Frage ob man pv ODER wind braucht, sondern es ist vielmehr pv UND wind. PV liefert vor allem im Sommerhalbjahr, Wind dagegen mehr im Winter. Übers Jahr gesehen ergänzen sich PV & Wind recht gut.

Genauso die Frage ob Freifläche oder Dach. Auch hier ist es ein und. Es gibt noch viele Freie Dächer, das ist richtig. Es gibt aber auch viele Dächer die ungeeignet sind. Und auch aufm Acker ist es doch jedem selbst überlassen was er dort macht. Anstatt 50ha Mais für Biogas könnte man auch 1-2ha PV bauen für den gleichen Stromertrag.

Und was hat der NABU oder sonst wer damit zu tun? Ihr solltes mal von der absolut überholten denkweiße weg dass Erneuerbare Energien nur was für linke grüne Spinner ist. Das ist die Energieerzeugung der Zukunft, nicht weils so doll für die Umwelt ist, sondern einfach weil die den Fossilen Energien wirtschaftlich überlegen sind. Dass man nebenbei noch das Klima rettet und weniger Giftstoffe in die Umwelt ballert ist ein netter Nebeneffekt, aber das interessiert die meiste Firmen kaum...
Titel: Re: Solaranlage auf Freiflächen
Beitrag von: Mathilde am 17. Mai 2019, 13:15:23
Hallo,

also dann bin ich in Deinen Augen blöd nur weil wir auf unsere Flächen KEINE Windkraftanlagen haben bauen lassen und damit hier bald der einzige Rückzugsort für Vögel und anderes Getier sind? Nein, Wade, das ist mir alles zu pauschal. Der Nabu hat doch soviele alte Truppenübungslätze und andere Flächen der könnte da gut bauen.
Selbst der Regen fließt doch dort gebündelt über die Module und an einer Linie in den Boden und nicht über die Fläche verteilt.
LG Mathilde
Titel: Re: Solaranlage auf Freiflächen
Beitrag von: wernerzwo am 17. Mai 2019, 19:02:49
Diskutiere nicht mit Grünen, Ökos und anderen Spixxxrn - jedes Argument ist für die geistig nicht greifbar!

Ich habe gerade wo anderes eine Debatte, ob unser Außenminister Staatsanwalt war - nachweislich war er nur Referendar bei der Staatsanwaltschaft. Das sind aber nur Fake-News aus der rechten Ecke. Da kannst Du noch so oft Wikipedia oder sonstige Quellen zitieren...

Zurück zum Thema:
Ich gebe Euch vollkommen recht - die "verspiegelung" der Landschaft kann nicht der Weisheit letzter Schluss sein! Erst wenn jede Dach und jede Fassade voll ist, dann kann man über andere Dinge reden - rein ökologisch betrachtet!
Ökonomisch sieht die Sache vielleicht anders aus.

Deutschland nutzt rechnerisch wesentlich mehr Ackerfläche, als es selbst zur Verfügung hat. Wir sind in Europe an zweiter Stellte bei der Siedlungsdichte, das wird gerne vergessen. Das heißt jede anderweitige Nutzung oder Extensivierung von Ackerland ergibt zwangsläufig einen Transfer aus einem anderen Teil der Welt. Ob das ökologisch wie ökonomisch Sinn macht, soll bitte jeder für sich entscheiden...
Titel: Re: Solaranlage auf Freiflächen
Beitrag von: Wade am 17. Mai 2019, 19:39:30
Hallo,

also dann bin ich in Deinen Augen blöd nur weil wir auf unsere Flächen KEINE Windkraftanlagen haben bauen lassen und damit hier bald der einzige Rückzugsort für Vögel und anderes Getier sind? Nein, Wade, das ist mir alles zu pauschal. Der Nabu hat doch soviele alte Truppenübungslätze und andere Flächen der könnte da gut bauen.
Selbst der Regen fließt doch dort gebündelt über die Module und an einer Linie in den Boden und nicht über die Fläche verteilt.
LG Mathilde

Hab ich doch mit keinen Wort geschrieben. Es ist jedoch Ökologisch wie Ökonomisch sinnvoll. Ich hab auch keine Freiflächen PV Anlage, aber vielleicht wird das noch irgendwann in der Zukunft. Aber sich vehement gegen neue Technologien zu sträuben ist auch kein sinnvoller Weg.

Und wenn du schon meine Posts mit ruebe löscht, wiso darf dann wernerzwo hier Grüne, Ökos und Spinner in einen Topf werfen? Persönlicher gehts es ja fast nicht.

Meine Argumente sind absolut rational und nachvollziehbar, wer nen Fehler findet kann ihn gerne schreiben dann können wir drüber diskutieren. Aber Werners erster Teil ist reine Diffamierung, der letzte Teil ist schlicht Falsch...
PV auf Ackerflächen anstelle von Raps oder Biogas ist in der Produktion keine Extensivierung, sondern erzeugt ein Vielfaches der Energie. Gerade aus diesem Hinblick wäre es gut PV aufn Acker zu machen... (ich sage auch mit keinem Wort dass man PV nicht auf Dächer oder konversionsflächen machen soll, dort muss am besten auch so viel gebaut werden wie möglich & nötig)
Und ob wir wirklich "wesentlich mehr Ackerfläche" nutzen bin ich mir ehrlich gesagt gar nicht sicher. Dachte auch immer dass wir so viel Futter & Soja importieren, aber das ist eigentlich recht wenig im Vergleich: https://www.bmel-statistik.de/landwirtschaft/tierhaltung/futtermittel/
97% der Futtermittel stammen aus Deutschland. 6,7 Miot wird importiert, davon viel Soja und Raps.
Gleichzeitig wird aber auch 5-10Mio Tonnen Weizen Exportiert.->https://de.statista.com/statistik/daten/studie/28969/umfrage/exportmenge-von-weizen-aus-deutschland-seit-1990/
Und es wird zb ~1Mio Tonnen Schweinefleisch exportiert. -> https://www.topagrar.com/markt/news/eu-fleischexport-2016-auf-rekordniveau-9247925.html

Das ganze ist aber eigentlich Offtopic...

Titel: Re: Solaranlage auf Freiflächen
Beitrag von: wernerzwo am 17. Mai 2019, 21:30:52

Meine Argumente sind absolut rational und nachvollziehbar, wer nen Fehler findet kann ihn gerne schreiben dann können wir drüber diskutieren. Aber Werners erster Teil ist reine Diffamierung, der letzte Teil ist schlicht Falsch...
PV auf Ackerflächen anstelle von Raps oder Biogas ist in der Produktion keine Extensivierung, sondern erzeugt ein Vielfaches der Energie. Gerade aus diesem Hinblick wäre es gut PV aufn Acker zu machen... (ich sage auch mit keinem Wort dass man PV nicht auf Dächer oder konversionsflächen machen soll, dort muss am besten auch so viel gebaut werden wie möglich & nötig)
Und ob wir wirklich "wesentlich mehr Ackerfläche" nutzen bin ich mir ehrlich gesagt gar nicht sicher. Dachte auch immer dass wir so viel Futter & Soja importieren, aber das ist eigentlich recht wenig im Vergleich: https://www.bmel-statistik.de/landwirtschaft/tierhaltung/futtermittel/
97% der Futtermittel stammen aus Deutschland. 6,7 Miot wird importiert, davon viel Soja und Raps.
Gleichzeitig wird aber auch 5-10Mio Tonnen Weizen Exportiert.->https://de.statista.com/statistik/daten/studie/28969/umfrage/exportmenge-von-weizen-aus-deutschland-seit-1990/
Und es wird zb ~1Mio Tonnen Schweinefleisch exportiert. -> https://www.topagrar.com/markt/news/eu-fleischexport-2016-auf-rekordniveau-9247925.html

Das ganze ist aber eigentlich Offtopic...

Für "Alles-besser-Wisser", die Argumente andere schlichtweg als falsch bezeichnen:

https://www.proplanta.de/Agrar-Nachrichten/Agrarwirtschaft/In-Deutschland-verbrauchte-Lebensmittel-groesstenteils-aus-dem-Ausland_article1516961220.html

Der zentrale Satz darin lautet:
Nach Deutschland importierte Ernährungsgüter belegten in den Herkunftsländern eine Fläche von 12,5 Millionen Hektar

Wir haben selbst nur ca. 16,5 Mio Hektar zur Verfügung, abzüglich unsere Exporte belegen wir damit knapp 19,5 Mio ha für unsere Ernährung! Oder um es drastischer auszudrücken: wir frexxen mehr, als wir selbst produzieren können.

Daher nochmal: jede anderweitige Nutzung oder Extensivierung (Bio!) erfordert AUTOMATISCH einen "Flächenimport" von außen. Ob das "ökologisch" ist, wage ich stark zu bezweifeln - Stichworte: Rodungen / Land-Grabbing / Transporte / usw.

Der ökonomische Reiz ist auch mir bewusst...
Titel: Re: Solaranlage auf Freiflächen
Beitrag von: Panta rhei am 17. Mai 2019, 22:50:26

 Oder um es drastischer auszudrücken: wir frexxen mehr, als wir selbst produzieren können.

Daher nochmal: jede anderweitige Nutzung oder Extensivierung (Bio!) erfordert AUTOMATISCH einen "Flächenimport" von außen. Ob das "ökologisch" ist, wage ich stark zu bezweifeln - Stichworte: Rodungen / Land-Grabbing / Transporte / usw.


Hab die Zahlen jetzt nicht zur Hand, aber Rohöl, Gas, Uran und Kohle müssen wir doch nicht importieren :frage:

Oder doch :o
Titel: Re: Solaranlage auf Freiflächen
Beitrag von: tomtex am 17. Mai 2019, 23:28:10
Hallo,

Dagegen verwehre ich mich entschieden. Wir haben die Anlage auf einem Hallendach und hätten noch viel mehr Dächer. Warum stehen die Teile nicht auf Nabu Flächen wenn das so toll ist.

LG Mathilde

Sehe ich auch so. Der Flächenverbrauch ist bei Freiflächenphotovoltaik viel zu hoch. Dann doch lieber Windkraft, evtl sogar im Wald. Aber das wollen einige ja auch nicht.

Das ist keine Frage ob man pv ODER wind braucht, sondern es ist vielmehr pv UND wind. PV liefert vor allem im Sommerhalbjahr, Wind dagegen mehr im Winter. Übers Jahr gesehen ergänzen sich PV & Wind recht gut.

Genauso die Frage ob Freifläche oder Dach. Auch hier ist es ein und. Es gibt noch viele Freie Dächer, das ist richtig. Es gibt aber auch viele Dächer die ungeeignet sind. Und auch aufm Acker ist es doch jedem selbst überlassen was er dort macht. Anstatt 50ha Mais für Biogas könnte man auch 1-2ha PV bauen für den gleichen Stromertrag.

Und was hat der NABU oder sonst wer damit zu tun? Ihr solltes mal von der absolut überholten denkweiße weg dass Erneuerbare Energien nur was für linke grüne Spinner ist. Das ist die Energieerzeugung der Zukunft, nicht weils so doll für die Umwelt ist, sondern einfach weil die den Fossilen Energien wirtschaftlich überlegen sind. Dass man nebenbei noch das Klima rettet und weniger Giftstoffe in die Umwelt ballert ist ein netter Nebeneffekt, aber das interessiert die meiste Firmen kaum...
Wir brauchen mit Sicherheit PV und Wind (wobei Windkraft um einiges effektiver ist). Aber solange es noch freie Dächer gibt und Hausneubauten ohne PV genehmigt werden (oder mit WC wenn wir schon dabei sind) und es keinen ernstzunehmenden Selbstversorgungsgrad bei unserer Nahrung gibt sind PV-Anlagen auf Freiflächen nicht vertretbar.
Titel: Re: Solaranlage auf Freiflächen
Beitrag von: wernerzwo am 18. Mai 2019, 07:35:59

 Oder um es drastischer auszudrücken: wir frexxen mehr, als wir selbst produzieren können.

Daher nochmal: jede anderweitige Nutzung oder Extensivierung (Bio!) erfordert AUTOMATISCH einen "Flächenimport" von außen. Ob das "ökologisch" ist, wage ich stark zu bezweifeln - Stichworte: Rodungen / Land-Grabbing / Transporte / usw.


Hab die Zahlen jetzt nicht zur Hand, aber Rohöl, Gas, Uran und Kohle müssen wir doch nicht importieren :frage:

Oder doch :o

Mit dem feinen Unterschied, daß diese Dinge dann nicht anderen Menschen zur Ernährung fehlen...
Titel: Re: Solaranlage auf Freiflächen
Beitrag von: Meisteringenieur am 18. Mai 2019, 08:12:32

 Oder um es drastischer auszudrücken: wir frexxen mehr, als wir selbst produzieren können.

Daher nochmal: jede anderweitige Nutzung oder Extensivierung (Bio!) erfordert AUTOMATISCH einen "Flächenimport" von außen. Ob das "ökologisch" ist, wage ich stark zu bezweifeln - Stichworte: Rodungen / Land-Grabbing / Transporte / usw.


Hab die Zahlen jetzt nicht zur Hand, aber Rohöl, Gas, Uran und Kohle müssen wir doch nicht importieren :frage:

Oder doch :o

Mit dem feinen Unterschied, daß diese Dinge dann nicht anderen Menschen zur Ernährung fehlen...

Dann müsstest du bei der Denkweise aber auch die Viehhaltung abschaffen bzw. drastisch reduzieren.
Titel: Re: Solaranlage auf Freiflächen
Beitrag von: Wade am 18. Mai 2019, 09:16:22
Für "Alles-besser-Wisser", die Argumente andere schlichtweg als falsch bezeichnen:

https://www.proplanta.de/Agrar-Nachrichten/Agrarwirtschaft/In-Deutschland-verbrauchte-Lebensmittel-groesstenteils-aus-dem-Ausland_article1516961220.html

Der zentrale Satz darin lautet:
Nach Deutschland importierte Ernährungsgüter belegten in den Herkunftsländern eine Fläche von 12,5 Millionen Hektar

Irgendwie ist der Artikel konfus... In der Überschrift steht Deutschland verbraucht Lebensmittel Größtenteils aus dem Ausland.
Laut dem ersten Absatz bräuchten wir 19,4mio ha, haben aber nur 16,7. So grob übern Daumen haben wir also 85% der Fläche selbst. Was ist daran dann "Größtenteils" aus dem Ausland??

Im letzten Absatz steht dann:
"Der stärkste Faktor für den Anstieg der Importflächen war jedoch nicht der Inlandsverbrauch von Ernährungsgütern, sondern der hohe Anstieg bei den Exporten. Im Jahr 2015 wurden zur Herstellung der Exporte insgesamt 12,0 Millionen Hektar benötigt (+ 14 % gegenüber 2008). Davon entfielen 4,8 Millionen Hektar auf den Export vorher importierter Güter, ein Plus von 28 %."

In der Tabelle darunter wird das noch ersichtlicher:
Wir importieren also Güter von 17,3mio ha (12,5 davon für inländischs Verbrauch von Ernährungsgüter), aber exportieren gleichzeitig Güter von 12Mio ha.

Solange bei uns keine Bananen, Kaffee oder sonst was wächst ists klar dass es importiert werden muss. Aber gleichzeitig exportieren wir ja sehr viel was von unseren Flächen stammt.




Dann müsstest du bei der Denkweise aber auch die Viehhaltung abschaffen bzw. drastisch reduzieren.
Jo genau das. Bei weniger Fleischkonsum würde unsere vorhandene Fläche locker ausreichen...  Aber für werner ist ja viel einfacher zu sagen wir dürfen keine PV aufm Acker bauen weil sonst die Kinder in Afrika verhungern  :rolleyes: Aber kein Wort darüber wie viel Fläche heute schon für Energieproduktion drauf geht die wesentlich weniger Ertrag liefert als PV / Wind.
Populismus at its best
Titel: Re: Solaranlage auf Freiflächen
Beitrag von: wernerzwo am 18. Mai 2019, 09:33:01
Ich verstehe die Denke, die da dahinter steht nicht!

Es ist also vollkommen o.k, daß wir Bananen, Kakao oder Kaffe importieren (= Flächenimport)

Wenn wir allerdings wertvolles Eiweiß aus der Tierhaltung exportieren (= Flächenexport), dann ist es plötzlich schlecht?
Dieses Fleisch wir anderswo gegessen!!!! Und genau deswegen ist globaler Handel für alle vorteilhaft - jeder produziert das, was an seinem Standort am vorzüglichsten ist und es wird dann eben ausgetauscht. Bei uns z.B. Brotweizen oder tierische Produkte (Fleisch / Milch)
Es ist mir übrigens ein Rätsel, warum uns Bauern der Export von Lebensmitteln vorgeworfen wird, aber keiner ein Problem mit dem Export von Autos und Maschinen hat. Jedes exportierte Auto richtet vermutlich mehr Schaden an für die Umwelt, als die exportierte Rinderhälfte...

Nur wenn wir landwirtschaftliche Flächen aus der Produktion nehmen durch energetische Nutzung bzw. Extensivierung, dann fehlt die Fläche erst einmal in der Bilanz. Das erfordert dann auf eine Art irgendwie einen Ausgleich - Urbarmachung oder Rodung z.B. von bisher ungenutzten Flächen ist eine davon.

Das kann dann z.B. so aussehen, daß wir 1 ha mit 100 dt/ha Ertragspotenzial (böse intensive Ackerfläche) aus der Produktion nehmen und dafür anderswo 4 ha mit 25dt/ha in Produktion genommen werden. Das ist dann der "ökologische Fortschritt" - publiziert wird nämlich nur das eine Hektar bei uns als Gewinn für die Ökologie von gewissen kurzsichtigen und geistig eingeschränkten Kreisen...
Titel: Re: Solaranlage auf Freiflächen
Beitrag von: Meisteringenieur am 18. Mai 2019, 12:03:37
Ich verstehe die Denke, die da dahinter steht nicht!

Es ist also vollkommen o.k, daß wir Bananen, Kakao oder Kaffe importieren (= Flächenimport)

Wenn wir allerdings wertvolles Eiweiß aus der Tierhaltung exportieren (= Flächenexport), dann ist es plötzlich schlecht?
Dieses Fleisch wir anderswo gegessen!!!! Und genau deswegen ist globaler Handel für alle vorteilhaft - jeder produziert das, was an seinem Standort am vorzüglichsten ist und es wird dann eben ausgetauscht. Bei uns z.B. Brotweizen oder tierische Produkte (Fleisch / Milch)
Es ist mir übrigens ein Rätsel, warum uns Bauern der Export von Lebensmitteln vorgeworfen wird, aber keiner ein Problem mit dem Export von Autos und Maschinen hat. Jedes exportierte Auto richtet vermutlich mehr Schaden an für die Umwelt, als die exportierte Rinderhälfte...

Nur wenn wir landwirtschaftliche Flächen aus der Produktion nehmen durch energetische Nutzung bzw. Extensivierung, dann fehlt die Fläche erst einmal in der Bilanz. Das erfordert dann auf eine Art irgendwie einen Ausgleich - Urbarmachung oder Rodung z.B. von bisher ungenutzten Flächen ist eine davon.

Das kann dann z.B. so aussehen, daß wir 1 ha mit 100 dt/ha Ertragspotenzial (böse intensive Ackerfläche) aus der Produktion nehmen und dafür anderswo 4 ha mit 25dt/ha in Produktion genommen werden. Das ist dann der "ökologische Fortschritt" - publiziert wird nämlich nur das eine Hektar bei uns als Gewinn für die Ökologie von gewissen kurzsichtigen und geistig eingeschränkten Kreisen...

Keiner sagt das es schlecht ist. Aber es ist halt nun mal so das Fleisch, Milch etc. Eben mehr Fläche verbrauchen als pflanzliche Nahrung. Ohne Wertung jetzt könnte man sagen wenn wir extensiveren müssen wir auf das ganze Verzichten wenn die Bilanz so sein soll wo jetzt.

Das wir uns gegen das extensiveren nicht in schnellen Schritten voranschreitet ist ein Wunschdenken.
Wir werden es (leider) nicht aufhalten können.
Titel: Re: Solaranlage auf Freiflächen
Beitrag von: Wade am 18. Mai 2019, 12:21:44
Ich verstehe die Denke, die da dahinter steht nicht!

Es ist also vollkommen o.k, daß wir Bananen, Kakao oder Kaffe importieren (= Flächenimport)

Wenn wir allerdings wertvolles Eiweiß aus der Tierhaltung exportieren (= Flächenexport), dann ist es plötzlich schlecht?
Dieses Fleisch wir anderswo gegessen!!!! Und genau deswegen ist globaler Handel für alle vorteilhaft - jeder produziert das, was an seinem Standort am vorzüglichsten ist und es wird dann eben ausgetauscht. Bei uns z.B. Brotweizen oder tierische Produkte (Fleisch / Milch)
Es ist mir übrigens ein Rätsel, warum uns Bauern der Export von Lebensmitteln vorgeworfen wird, aber keiner ein Problem mit dem Export von Autos und Maschinen hat. Jedes exportierte Auto richtet vermutlich mehr Schaden an für die Umwelt, als die exportierte Rinderhälfte...

Nur wenn wir landwirtschaftliche Flächen aus der Produktion nehmen durch energetische Nutzung bzw. Extensivierung, dann fehlt die Fläche erst einmal in der Bilanz. Das erfordert dann auf eine Art irgendwie einen Ausgleich - Urbarmachung oder Rodung z.B. von bisher ungenutzten Flächen ist eine davon.

Das kann dann z.B. so aussehen, daß wir 1 ha mit 100 dt/ha Ertragspotenzial (böse intensive Ackerfläche) aus der Produktion nehmen und dafür anderswo 4 ha mit 25dt/ha in Produktion genommen werden. Das ist dann der "ökologische Fortschritt" - publiziert wird nämlich nur das eine Hektar bei uns als Gewinn für die Ökologie von gewissen kurzsichtigen und geistig eingeschränkten Kreisen...

DU hast doch gesagt es ist schlecht Flächen zu extensivieren oder mit PV zu belegen weil wir so viel Importieren... Das war doch dein Argument.
Nur dass wir im Verhältnis gar nicht so viel importieren wenn man Export abzieht hast du halt "vergessen" zu erwähnen, lieber hast mich mal wieder persönlich angegriffen.
Titel: Re: Solaranlage auf Freiflächen
Beitrag von: wernerzwo am 18. Mai 2019, 12:55:58
Das was wir exportieren wird ja auch gegessen!
Es ist somit ein Bestandteil der globalen Bilanz - wenn das weg ist, dann fehlt was in der Bilanz.
Kannst du das nicht verstehen oder willst du einfach nicht?
Titel: Re: Solaranlage auf Freiflächen
Beitrag von: man2l5 am 20. Februar 2020, 21:30:14
Hallo, ich muss diesen alten thread malhervor kramen. Bei uns in der Gemeinde soll jetzt auf einer Ackerfläche mit ca. 85 Boden Punkten eine Solarthermieanlage gebaut werden. Grösse im zweistelligen ha Bereich. Als Landwirt hab ich für sowas kein Verständnis.  Zunächst sollten erstmal alle Dachflächen mit PV belegt werden, da könnte man soviel Wasser mit kochen....
Hat hier jemand Ahnung davon , ob sowas in NRW von der Bezirksregierung genehmigt werden muss, oder ob eine einfache Änderung des Flächennutzungsplanes und ein Bebauungsplan ausreicht?
Titel: Re: Solaranlage auf Freiflächen
Beitrag von: Wade am 20. Februar 2020, 23:02:44
Solarthermie? Kann ich mir ja kaum vorstellen.

Das mit "erstmal alle Dachflächen" ist leider kein gutes Argument. Das wird nie passieren, und selbst wenn braucht es dann auch noch Freiflächenanlage. (Whatabaoutism)
Man könnte nur argumentieren dass solche Anlagen doch bitte nicht auf den besten Böden errichtet wird, sondern lieber auf Ertragsarmen Grenzstandorten. Aber auf der anderen Seite wir auf den guten Böden auch Nawaro Mais & co angebaut. Das hat nur nen Bruchteil vom Energieoutput einer PV Anlage. Wäre also im Großen Betrachtet sinnvoller den Nawaro Anbau einzustellen, auf einen Teil der Flächen PV bauen und den Rest normale Landwirtschaft.
Titel: Re: Solaranlage auf Freiflächen
Beitrag von: BNT am 21. Februar 2020, 06:55:52
Das wäre doch eine gute Chance, um Flächen zu tauschen. Quasi: Tausche Fläche mit schlechter Bonität, aber guter Exposition für Photovoltaik gegen eine Fläche mit 85 BP, aber nicht so guter Exposition. ;)
Titel: Re: Solaranlage auf Freiflächen
Beitrag von: man2l5 am 21. Februar 2020, 21:10:07
das mit Flächentausch ist bestimmt eine gute Idee. Nur bestehen die Planer auf diesem Standort , weil er in der Nähe des Fernwärme netzes liegt und so nur wenig Transportverluste auftreten( es soll ja Solarthermie werden).
Richtig schwierig wird es dadurch, das auch noch behauptet wird, dass die Fläche der Landwirtschaft ja gar nicht entzogen wird, sondern sogar noch ökologisch aufgewertet würde. Es sollen nachher Schafe das Gras zwischen den Modulen abweiden. Ökopunkte gibt es wahrscheinlich auch noch dafür. Als Landwirt bekommt da einen dicken Hals.
Ein Argument ist evtl noch die Verunstaltung der Kulturlandschaft.
Titel: Re: Solaranlage auf Freiflächen
Beitrag von: Mabbi am 21. Februar 2020, 21:32:53
ST auf Freiflächen ist nu gar nicht mein Thema. Es ist wohl auch von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich mit den Genehmigungsverfahren. Von daher wirst dich da auf der Gemeinde durchfragen müssen.
Das angehängte PDF ist für BW, aber einiges davon kann für dich interessant sein.

Es stimmt schon mit der ökologischen Aufwertung. Man beobachtet das auf PV-FF auch, dass sich da seltene Pflanzen und Tiere ansiedeln.
Titel: Re: Solaranlage auf Freiflächen
Beitrag von: man2l5 am 25. März 2020, 05:54:35
Nochmals vielen Dank für den Link. Ist sehr interessant das Teil

Durch Corona hat das Thema Umwandlung von (bestem)Ackerland in Flächen zur Energieerzeugung ja eine ganz neue Dimension bekommen. Es ist eher eine gesellschaftliche Entscheidung, ob man so etwas machen sollte oder nicht. Auf jeden Fall ist Energieerzeugung auf Ackerland rentabler als Nahrungsmittelproduktion . Und das ist das eigentliche Problem. Wenn der Damm hier einmal gebrochen ist, können wir besser überall Strom oder Wärme machen. Ist besser als Pflügen

In NRW ist es meines Wissens so, dass FF-PV auch an Autobahnen und Bahnstrecken NICHT erlaubt ist. Gelten für Solarthermie andere Genehmigungsvorraussetzungen?
Titel: Re: Solaranlage auf Freiflächen
Beitrag von: Wade am 25. März 2020, 09:49:41
Nochmals vielen Dank für den Link. Ist sehr interessant das Teil

Durch Corona hat das Thema Umwandlung von (bestem)Ackerland in Flächen zur Energieerzeugung ja eine ganz neue Dimension bekommen. Es ist eher eine gesellschaftliche Entscheidung, ob man so etwas machen sollte oder nicht. Auf jeden Fall ist Energieerzeugung auf Ackerland rentabler als Nahrungsmittelproduktion . Und das ist das eigentliche Problem. Wenn der Damm hier einmal gebrochen ist, können wir besser überall Strom oder Wärme machen. Ist besser als Pflügen

In NRW ist es meines Wissens so, dass FF-PV auch an Autobahnen und Bahnstrecken NICHT erlaubt ist. Gelten für Solarthermie andere Genehmigungsvorraussetzungen?

Der Markt für Energie ist aber halt auch stark begrenzt. Ich geh eigentlich davon aus dass in den nächsten Jahren viele Biogasanlagen nach ihren 20 Jahren aufhören werden, d.h. die Fläche wird ja wieder für andere Nutzung frei.
Aktuell sind ca 1,4 Mio Ha für Biogasnutzung in Bewirtschaftung (Insgesamt für Nawaro 2,7 Mio ha). Würde man davon nur 1 Mio ha für Freiflächen PV nutzen, könnte man dort 1000 GWp PV bauen. Diese würden ~ 1000 TWh Strom liefern (der aktuelle Strommarkt liegt bei ~650 TWh).

Für eine 100% Energiewende mit Elektrifizierung von Verkehr & Wärmemarkt sowie Speicherverluste verdoppelt sich der Stromverbrauch auf ca 1400 TWh. Das wird in Zukunft zu 2/3 aus Wind und zu 1/3 aus PV erzeugt werden. Das sind dann ca 400GW PV. Ein Teil davon ist Aufdach, bleiben höchsten 300GW = 300.000ha Freifläche übrig. Die würde man auch locker auf Flächen unterbringen auf denen sich keine intensive Landwirtschaft lohnt...

(Alle Zahlen nur Pi x Daumen um die Größenordnungen zu sehen)


Es wird also auf keinen Fall "überall" Strom & Wärme erzeugt, sondern nur auf einem Bruchteil der Fläche, insgesamt sogar auf weniger Fläche als heute für Energiepflanzen benötigt wird.


Titel: Re: Solaranlage auf Freiflächen
Beitrag von: Wade am 25. März 2020, 09:56:11
Fall sich jemand tiefer mit EE beschäftigen will, hier ein paar sehr interessante Zahlen vom Fraunhofer ISE zur Energierzeugung 2019

https://www.ise.fraunhofer.de/de/presse-und-medien/news/2019/oeffentliche-nettostromerzeugung-in-deutschland-2019.html

PDF:
https://www.ise.fraunhofer.de/content/dam/ise/de/documents/news/2019/Stromerzeugung_2019_2.pdf


Aktuell bräuchten wir etwas mehr PV fürs Optimum:

Titel: Re: Solaranlage auf Freiflächen
Beitrag von: Mabbi am 25. März 2020, 10:38:47

In NRW ist es meines Wissens so, dass FF-PV auch an Autobahnen und Bahnstrecken NICHT erlaubt ist. Gelten für Solarthermie andere Genehmigungsvorraussetzungen?

PV ist auch in NRW an BAB und Bahn erlaubt. Ist ja im EEG geregelt und somit Bundesgesetz.
Titel: Re: Solaranlage auf Freiflächen
Beitrag von: Stefan81 am 25. März 2020, 12:11:55
Hat einer von euch eine PV auf einer Freifläche mit Beweidung unter und zwischen den Modulen? Wie hoch gehören die Module aufgeständert, bei welchen Tierarten? Man will ja nicht das der Stier oder die Ziege auf der Anlage steht. :)
Titel: Re: Solaranlage auf Freiflächen
Beitrag von: Biobauer am 25. März 2020, 13:38:58
Hat einer von euch eine PV auf einer Freifläche mit Beweidung unter und zwischen den Modulen? Wie hoch gehören die Module aufgeständert, bei welchen Tierarten? Man will ja nicht das der Stier oder die Ziege auf der Anlage steht. :)

Ich hab damit öfters beruflich zu tun, das mit den Stier nehm ich mal als Witz, Ziegen wäre ich auch vorsichtig, erstens mal klettern die wirklich sehr sehr gut, aber relevanter sind noch die Hörner. Daher auch beim montieren drauf achten, alle Kabel gut verlegt, so das nichts rumhängt. Die Montagehöhe der Module war da total unterschiedlich.
Titel: Re: Solaranlage auf Freiflächen
Beitrag von: Stefan81 am 25. März 2020, 16:11:15
Das mit den Stier war ein Witz, aber an die Hörner und Kabel hätte ich nicht gedacht.

Wenn man die Fläche beweidet wächst ja unter den Modulen auch Gras. Das ist dann ja doppelt genutzt und Zaun braucht man sowieso. Das Gras mähen wäre dann auch überflüssig, also nur Vorteile.
Titel: Re: Solaranlage auf Freiflächen
Beitrag von: hahn am 25. März 2020, 19:09:29
Wenn du's jetzt noch schaffst, dass das im nächsten Umweltprogramm als Biodivfläche oder noch besser als WF durchgeht und du auch noch die Prämie bekommst ist das der Jackpot!  : ;D
Titel: Re: Solaranlage auf Freiflächen
Beitrag von: Meisteringenieur am 25. März 2020, 20:30:31
Nicht allzuweit weg haben Sie eine Schweineweide mit ein paar Hektar errichtet.
Das waren die PV Module drin dann ganz leicht genehmigt.
Titel: Re: Solaranlage auf Freiflächen
Beitrag von: Metzger am 25. März 2020, 20:32:36
Man muss die Idee nur die richtigen unter der Nase halten dann wird es bald Pflicht . Anstatt Gras wird eine Blühmischung angebaut und schon bist du der Held.
Titel: Re: Solaranlage auf Freiflächen
Beitrag von: Stefan81 am 26. März 2020, 07:10:55
Rinder müssen ja auch einen Unterstand haben. Das würde auch funktionieren mit den Modulen.
Titel: Re: Solaranlage auf Freiflächen
Beitrag von: Gast 225 am 26. März 2020, 08:18:00
Hab da mal eine verständnisfrage , ist das wirklich Ernst gemeint auf eine Freiflächen Potovotaik  Fläche Rinder zu Halten ????
Titel: Re: Solaranlage auf Freiflächen
Beitrag von: charlie am 26. März 2020, 08:22:22
Finde die Idee interessant...  :idee:
Module aufgeständert und weniger dicht gestellt und untendrunter weiden die Rinder...
Aber vielleicht bin ich auch einfach nur naiv...  ;D
Titel: Re: Solaranlage auf Freiflächen
Beitrag von: Mabbi am 26. März 2020, 16:45:40
Ich kenn zumindest eine Anlage, bei denen die PV auf dem Auslauf vom Stall steht. Ist allerdings schon bestimmt 10 - 15 Jahre alt und sind nachgeführt, sprich der Tisch auf einem großen Mast.
Wir haben uns letztes Jahr auch mal mit dem Thema befasst, da wir geeignete Flächen haben und bei einigen davon sich die ackerbaulichen Aktivitäten auf den Erhalt des Status beschränken. Wegen - zur Zeit - mangelnder Renditererwartung bei kleinen Freiflächenanlagen erst mal auf Ablage gelegt. Das ist dann auch der Punkt an dem so eine Geschichte scheitern würde. Um die Tische "rindergeeignet" zu machen, müssten sie sehr hoch und damit auch entsprechend stabil ausgelegt sein. Das würde das bisschen Rendite auffressen.
Titel: Re: Solaranlage auf Freiflächen
Beitrag von: man2l5 am 29. März 2020, 07:21:28
https://www.solarserver.de/2020/02/24/nordrhein-westfalen-photovoltaik-ausbau-blockiert/

bin auf diesen Artikel gestossen zu FF-PV in NRW
Titel: Re: Solaranlage auf Freiflächen
Beitrag von: krego am 11. Mai 2020, 16:44:28
Mal eine Frage in die Runde, was wird denn für Verpachtung von Flächen für FF Anlagen mit und ohne EEG geboten ? Habe eine Anfrage für eine 20ha Anlage ohne EEG ? Gibt es da Erfahrungen ?
Titel: Re: Solaranlage auf Freiflächen
Beitrag von: Meisteringenieur am 11. Mai 2020, 17:18:52
So um die 2000 Euro plus minus 500 Euro  pro ha.
Titel: Re: Solaranlage auf Freiflächen
Beitrag von: RedHeath am 11. Mai 2020, 18:38:29
Die Größenordnung kann ich bestätigen.
Interessant ist aber auch (zusätzlich) eine Beteiligung an der Betreibergesellschaft.
Titel: Re: Solaranlage auf Freiflächen
Beitrag von: krego am 11. Mai 2020, 19:35:04
Beteiligung als stiller Gesellschafter - was kommt da raus ? rein EK basiert oder bekommt man das auch zu 100% finanziert ?
Titel: Re: Solaranlage auf Freiflächen
Beitrag von: RedHeath am 11. Mai 2020, 20:19:59
Naja die Rentabilität ist sicherlich Standort- und Projektabhängig.
Für deinen EK-Anteil hast du ja schon mal die Pachteinnahmen.
Titel: Re: Solaranlage auf Freiflächen
Beitrag von: farmer36 am 02. September 2020, 08:39:49
Wie lässt sich die Pflege einer Freifläche realisieren? Wenn keine Tierhaltung, was kann man als Kosten für 1 ha Pflege 2 mal im Jahr ansetzen? Mit welchen Geräten kann man das machen? Es geht hier um eine größere Freifläche von mehreren ha.
Titel: Re: Solaranlage auf Freiflächen
Beitrag von: Meisteringenieur am 02. September 2020, 16:39:32
Ich hab mit einer Mähraupe mulchen und unter den Tischen mit Messer mähen lassen. Sollte fast 1 mal pro Jahr reichen aber kalkulieren würde ich mal 2 mal.
Die Tische haben aber nur in der Mitte einen Fuß, was natürlich das mähen unter den Tischen erleichtert.
Waren 5 h a , 80 Euro plus Anfahrt für 1 ha.
Titel: Re: Solaranlage auf Freiflächen
Beitrag von: Ceres am 02. September 2020, 22:29:47
Ich hab mit einer Mähraupe mulchen und unter den Tischen mit Messer mähen lassen. Sollte fast 1 mal pro Jahr reichen aber kalkulieren würde ich mal 2 mal.
Die Tische haben aber nur in der Mitte einen Fuß, was natürlich das mähen unter den Tischen erleichtert.
Waren 5 h a , 80 Euro plus Anfahrt für 1 ha.

Hallo,
können deine Angaben stimmen ?
Mähraupe
5 ha
80 € / 1 ha
+ Anfahrt 

---------
Fragen dazu:

Arbeitsbreite der Mähraupe ?
wie lange für 1 ha ?
was heist unter dem Tisch mit Messer mähen ?

nur zum verstehen ich steig in der Rechnung nicht durch.
Danke

Gruß
Ceres
Titel: Re: Solaranlage auf Freiflächen
Beitrag von: Meisteringenieur am 02. September 2020, 22:48:37
5 h a, 80 Euro heißt 5 Stunden a, 80 Euro also 400 Euro.
Titel: Re: Solaranlage auf Freiflächen
Beitrag von: Meisteringenieur am 02. September 2020, 22:50:46
Glaub Mulcher 1 m was. Messer sprich einfach Mähbalken mit 1,30 Meter oder 2,60 Meter hat der.
 Die 400 Euro also 5 Stunden waren für 1 ha. Also komplett mit im Zaun rum usw.
Titel: Re: Solaranlage auf Freiflächen
Beitrag von: Ceres am 03. September 2020, 00:13:09
Hallo,

ok danke für die Erklärung

Gruß
Ceres
Titel: Re: Solaranlage auf Freiflächen
Beitrag von: Josef am 03. September 2020, 06:12:46
Hallo,

hat jemand Erfahrung mit PV auf Freiflächen im kleineren Maß?
Ich habe eine 1600m2 Fläche direkt an der Bahn die eigentlich für nichts zu gebrauchen ist außer vielleicht PV. Und es ist sogar ein Trafo in der Nähe.
Wie sind die Kosten für die Ständer im Vergleich zu einer Montage auf dem Dach?
Titel: Re: Solaranlage auf Freiflächen
Beitrag von: Ruedi am 04. September 2020, 14:16:54
Hallo,

hat jemand Erfahrung mit PV auf Freiflächen im kleineren Maß?
Ich habe eine 1600m2 Fläche direkt an der Bahn die eigentlich für nichts zu gebrauchen ist außer vielleicht PV. Und es ist sogar ein Trafo in der Nähe.
Wie sind die Kosten für die Ständer im Vergleich zu einer Montage auf dem Dach?

Problem bei einer Freifläche wird sein wie deine Gemeinde das mal festgelegt hat.
Bei uns kommen nur Freiflächen in Frage die z.b Ehemalige ehemalige Deponien waren . manchmal kommen auch Teilflächen in einem Gewerbegebiet , dies wird aber schwieriger.

Im Moment plant ein größeres Unternehmen auf dem eigenen Betriebsgelände eine PV Anlage.
Durch den Zaun der hecke und Bäumen wird niemand diese PV Anlage sehen können, und nächste Woche genehmigt.

Gibt jedenfalls schon gewisse Auflagen, wo und wo nicht. Jedenfalls in unserer Region.
Titel: Re: Solaranlage auf Freiflächen
Beitrag von: Josef am 04. September 2020, 17:31:24
Hallo,

hat jemand Erfahrung mit PV auf Freiflächen im kleineren Maß?
Ich habe eine 1600m2 Fläche direkt an der Bahn die eigentlich für nichts zu gebrauchen ist außer vielleicht PV. Und es ist sogar ein Trafo in der Nähe.
Wie sind die Kosten für die Ständer im Vergleich zu einer Montage auf dem Dach?

Problem bei einer Freifläche wird sein wie deine Gemeinde das mal festgelegt hat.
Bei uns kommen nur Freiflächen in Frage die z.b Ehemalige ehemalige Deponien waren . manchmal kommen auch Teilflächen in einem Gewerbegebiet , dies wird aber schwieriger.

Im Moment plant ein größeres Unternehmen auf dem eigenen Betriebsgelände eine PV Anlage.
Durch den Zaun der hecke und Bäumen wird niemand diese PV Anlage sehen können, und nächste Woche genehmigt.

Gibt jedenfalls schon gewisse Auflagen, wo und wo nicht. Jedenfalls in unserer Region.

Es gibt doch einen Streifen entlang von Autobahnen und Bahnlinien wo PV auf Freiflächen erlaubt ist! Wenn sie mich schon mein Haus bauen lassen dann wenigstens PV ;D
Ich befürchte nur die Fläche ist zu klein!
Titel: Re: Solaranlage auf Freiflächen
Beitrag von: Wade am 04. September 2020, 18:22:41
Sicher das dort von Haus aus PV erlaubt ist? Dort gibt es die EEG Vergütung, aber ist da auch PV erlaubt ohne Änderung des Nutzung-/Bebauungsplans

Titel: Re: Solaranlage auf Freiflächen
Beitrag von: Josef am 04. September 2020, 19:46:14
Sicher das dort von Haus aus PV erlaubt ist? Dort gibt es die EEG Vergütung, aber ist da auch PV erlaubt ohne Änderung des Nutzung-/Bebauungsplans

Ich befürchte du hast Recht!
Gewerbe ist erlaubt ( war mal die alte Warengenossenschaft als Pächter drauf ) Wohnbebauung wird schwierig, bzw nur mit Willen der Stadt. Wir haben zwar großen Mangel an Wohnraum aber es entstehen nur neue Häuser auf Baugebieten die die Stadt verkauft!
Titel: Re: Solaranlage auf Freiflächen
Beitrag von: Biobauer am 04. September 2020, 22:27:33
Sicher das dort von Haus aus PV erlaubt ist? Dort gibt es die EEG Vergütung, aber ist da auch PV erlaubt ohne Änderung des Nutzung-/Bebauungsplans

Ich befürchte du hast Recht!
Gewerbe ist erlaubt ( war mal die alte Warengenossenschaft als Pächter drauf ) Wohnbebauung wird schwierig, bzw nur mit Willen der Stadt. Wir haben zwar großen Mangel an Wohnraum aber es entstehen nur neue Häuser auf Baugebieten die die Stadt verkauft!

naja, neben der Bahnlinie wäre jetzt nicht so mein Superduperwohngebiet
Titel: Re: Solaranlage auf Freiflächen
Beitrag von: Josef am 04. September 2020, 22:43:26
Sicher das dort von Haus aus PV erlaubt ist? Dort gibt es die EEG Vergütung, aber ist da auch PV erlaubt ohne Änderung des Nutzung-/Bebauungsplans

Ich befürchte du hast Recht!
Gewerbe ist erlaubt ( war mal die alte Warengenossenschaft als Pächter drauf ) Wohnbebauung wird schwierig, bzw nur mit Willen der Stadt. Wir haben zwar großen Mangel an Wohnraum aber es entstehen nur neue Häuser auf Baugebieten die die Stadt verkauft!

naja, neben der Bahnlinie wäre jetzt nicht so mein Superduperwohngebiet

Wenn Du alt bist hört man eh nicht so gut!  ;D Die Bahn geht mitten durch die Stadt, ich habe die ersten 7 Jahre direkt gegenüber den Bahnhof gewohnt.

Alle mit denen ich bisher gesprochen habe haben mir empfohlen eine Halle zu bauen und PV aufs Dach. Das ist aber nicht so meins!
Titel: Re: Solaranlage auf Freiflächen
Beitrag von: Biobauer am 04. September 2020, 22:47:57
Sicher das dort von Haus aus PV erlaubt ist? Dort gibt es die EEG Vergütung, aber ist da auch PV erlaubt ohne Änderung des Nutzung-/Bebauungsplans

Ich befürchte du hast Recht!
Gewerbe ist erlaubt ( war mal die alte Warengenossenschaft als Pächter drauf ) Wohnbebauung wird schwierig, bzw nur mit Willen der Stadt. Wir haben zwar großen Mangel an Wohnraum aber es entstehen nur neue Häuser auf Baugebieten die die Stadt verkauft!

naja, neben der Bahnlinie wäre jetzt nicht so mein Superduperwohngebiet

Wenn Du alt bist hört man eh nicht so gut!  ;D Die Bahn geht mitten durch die Stadt, ich habe die ersten 7 Jahre direkt gegenüber den Bahnhof gewohnt.

Alle mit denen ich bisher gesprochen habe haben mir empfohlen eine Halle zu bauen und PV aufs Dach. Das ist aber nicht so meins!


Parkplatz oder Selbstbedienwaschanlage
Titel: Re: Solaranlage auf Freiflächen
Beitrag von: Mathilde am 04. Januar 2021, 15:13:47
Hallo,

wer von Euch hat Flächen nach EalG II und eine Anfrage für Photovoltaik?
Ich habe heute der BVVG wieder eine Nachfrage zu den Flächen beantwortet und mußte dabei feststellen daß diese Flächen von der Stadt als potentielle Flächen angegeben werden.
Ich habe tatsächlich auch Anfragen dazu.
Da sahnt doch dann wieder der Staat ab oder?

LG Mathilde