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Feld und Flur => Getreide => Thema gestartet von: Henrik am 11. August 2018, 16:05:00

Titel: Winterweizen 2019
Beitrag von: Henrik am 11. August 2018, 16:05:00
So langsam kann man sich auch Gedanken zur Aussaat für die Ernte 2019 beim Weizen machen.

Ich habe ja noch etwas Saatgut vom letzten Jahr, was ich noch dazu nehme, ist noch offen.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: agri am 11. August 2018, 16:25:16
So langsam kann man sich auch Gedanken zur Aussaat für die Ernte 2019 beim Weizen machen.

Ich habe ja noch etwas Saatgut vom letzten Jahr, was ich noch dazu nehme, ist noch offen.


Schon was im Blickfeld ?
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: treckeripaq01 am 11. August 2018, 22:36:41
So langsam kann man sich auch Gedanken zur Aussaat für die Ernte 2019 beim Weizen machen.

Ich habe ja noch etwas Saatgut vom letzten Jahr, was ich noch dazu nehme, ist noch offen.

ATR Landhandel hat bei mir kostenlos vom alten Saatgut keimprobe gezogen und untersucht.

Keimt deins Saat gut noch? Es wurde doch letztes Jahr relativ feucht ausgeliefert da geht bestimmt was verloren  :wall:
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Uwe am 12. August 2018, 07:13:40
Bei mir stehen auf jeden Fall folgende Sorten auf dem Programm:

- Arkadia (Danko) - extrem winterfest und sehr frühreif vor Raps (war dieses Jahr - welch Wunder - auch gesund)
- Hondia (Danko) - winterfester allrounder
- Ostroga (Danko) - extrem winterfest und begrannt (am Wald)
- KWS Spencer - Julius-Nachfolger?, probieren wir es mal

eventuell

- LG Jutta - Versuch
- RGT Reform - (letzter!) Versuch -> eigentlich zu schwache Winterhärte


20...30dt/ha werden sich 2018/2019 doch wohl toppen lassen ;-)
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Leo61 am 12. August 2018, 07:32:25
Rubisko auf allen Weizenflächen (Wildschweintolerant)

mfg Leo
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Tim am 12. August 2018, 07:44:38
- RGT Reform - (letzter!) Versuch -> eigentlich zu schwache Winterhärte

Bildet sich bei dir auch schön ab wie wichtig der Standort bei der züchtung auch ist ... schon mal Sorten aus Leutewitz probiert? Winterhart und robust scheint bei dir besonders wichtig zu sein.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Felix am 12. August 2018, 09:01:19
Habe dieses Jahr nur Weizen nach Raps, dort werde ich das restliche Saatgut von Sacramento nutzen und dazu kommt eine Fläche Informer. Eventuell zum Teil gedrillt mit einer Claydon.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Mathias am 12. August 2018, 13:11:09
- RGT Reform - (letzter!) Versuch -> eigentlich zu schwache Winterhärte

Bildet sich bei dir auch schön ab wie wichtig der Standort bei der züchtung auch ist ... schon mal Sorten aus Leutewitz probiert? Winterhart und robust scheint bei dir besonders wichtig zu sein.

Das sind die DSV Sorten?! Verkaufen die auch von dort aus auch noch Sorten an andere Züchterhäuser?
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Tim am 12. August 2018, 13:37:52
Wahrscheinlich ? Macht doch jeder so , oder? (Hab auch erst beim Gespräch mit dem Firmenberarer mitbekommen das Leandrus und Chiron "Geschwister" sein sollen)

Produzent und Pionier sind winterhart und robust, bspw. (Fielen hier aber wegen anderer punkte raus).

Ich meinte nur das der Standort halt für mich regional wichtig ist - bei NU Agrar fallen immer mehr tschechische Züchtungen mit ins Raster (weiss ehrlich gesagt nicht von wem die genau sind) - und treffen in der Regel auf den kontinental beeinflussten Standorten in Ostdeutschland recht häufig ins Schwarze...

Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Jo am 12. August 2018, 13:52:26
Ponticus auf den 12ha Weizen in 2018/2019.
Hat mir dieses Jahr gut gefallen. Brachte trotz Startschwierigkeiten im Herbst (Schnecken) und der Trockenheit den angestrebten Ertrag mit E-Qualität ohne viel Aufwand.
Für Sichere Kornqualität und sichere Vermarktung lasse ich gern mal den einen oder anderen Doppel liegen. Ich bin ein gebranntes Kind bei Hochertragssorten, die immer wieder mal im HL oder Protein schwächeln..

Kann vorkommen, dass favorisierte Sorten heuer knapp werden. Also frühzeitig bestellen.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: ct am 12. August 2018, 15:06:20
- RGT Reform - (letzter!) Versuch -> eigentlich zu schwache Winterhärte

Hallo Uwe,
mit dem Reform wirst wohl nicht glücklich werden, der wurde in Sachen Auswinterung herabgestuft. Kann sein, dass es mal in einem Jahr ohne Prüfung auf Winterhärte bei Dir funktioniert, aber wenn das immer wieder Thema ist, dann würde ich an deiner Stelle nur auf winterharte Sorten gehen, die zwei Stufen besser als Reform bei Auswinterung eingestuft sind:
Ähnlich gut wie Julius sind laut Sortenliste bei Auswinterung mit ++ eingestuft (was ich gerade auf die schnelle gefunden habe):
A-Sortiment
-Julius
-Achim
B-Sortiment
-Alexander
-Bonanza
-Bosporus
-Desamo

Mit Sicherheit gibt es da auch noch andere Sorten, die passen könnten. Einfach mal versuchen paar dt von jeder Sorte zu bekommen und nebeneinander auf einem gleichmäßigen Schlag einen Streifenversuch damit anlegen. Dann weißt bei Dir vor Ort was in Sachen Bestandesführung, Krankeiten und Auswinterung funktioniert.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: dirkk am 12. August 2018, 16:28:49
Zitat
Für Sichere Kornqualität und sichere Vermarktung lasse ich gern mal den einen oder anderen Doppel liegen.
  Auch bei mir hat der Ponticus sehr überzeugt und bleibt auch in der kommenden Saison die Hauptsorte .   Dazu noch Sacramento für die Wildlaststandorte  und den Rest mit Reform aufgefüllt .  Im Fokus für den Probenanbau hab ich den Asory ( ersetzt in Zukunft den Reform ? )  , und daneben noch LG Magirus und Informer .  Mal sehen was die LSV usw. die nächsten Tage noch ans Licht bringen . Sorten mit HL - Schwächen , Lageranfälligkeit , viel Fusarium fallen raus .

gruss
dirkk
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: agri am 12. August 2018, 16:48:29
Hallo Dirk ,

asory  hat ne 5 bei Lager , da muss man schon gegenhalten .

dazu ne 6 in der Gelbreife also schon recht spät ist das das richtige für evt. Trockenjahre oder Trockengebiete ?
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: dirkk am 12. August 2018, 16:59:47
Den Reform würde ich nach meinen Erfahrungen inzwischen auch eine 5 oder 6 beim Lager geben ......... 
Reife 6 ist für mich kein Hindernis - ich haushalte mit Wasser !
 Letzte Sachen sehe ich beim Probeanbau .......  so mancher Hochflieger hat dann enttäuscht .

gruss
dirkk
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: steyr am 12. August 2018, 17:48:29
Sind Spontan, Gerald, Apostel oder Barock in DE auch ein Thema, werden in Österreich stark beworben?
Danke für fachliche Beiträge.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Desperado am 12. August 2018, 19:14:35
Sind Spontan, Gerald, Apostel oder Barock in DE auch ein Thema, werden in Österreich stark beworben?
Danke für fachliche Beiträge.

Eher nicht.

Spontan hat zwar ne sehr gute Qualität, aber ihm fehlt die Einstufung als E-Weizen. Wenn Du keine Qualitätsaufschläge realisieren kannst, lohnt sich der Anbau eher nicht, weil diese Sorte ertraglich nicht mit den besten A-Sorten mithalten kann.

Apostel ist eigentlich ne anbausichere Sorte und vergleichsweise gesund aber mir ist die Sorte - ähnlich wie Kerubino - zu lang und zu strohlastig, während die Kornzahl/Ähre meistens etwas zu gering ausfällt. Da sind mir die franz. Grannenweizen schon lieber.
Aber bei Euch in Österreich ist Winterhärte sicher ein größeres Thema, und da ist Apostel nicht schlecht. Und auf den besseren Böden, wo die Bestandesdichte auch passt, kann das ne richtig gute Sorte sein.

Barok, der eigentlich nur im frühreifen Segment geprüft wurde, ist durch. Der wird hier auch nicht mehr vermehrt. Und Gerald kenn ich gar nicht
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: steyr am 12. August 2018, 21:05:51
Danke Desperado, was hältst du von RGT Reform( wird in Ö vertrieben).Suche eine Sorte für Ethanol Produktion, sollte nicht zu spät zu dreschen sein, was ich bei Reform fürchte. Danke.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Kai-Uwe am 12. August 2018, 21:31:19
Habe dieses Jahr nur Weizen nach Raps, dort werde ich das restliche Saatgut von Sacramento nutzen und dazu kommt eine Fläche Informer. Eventuell zum Teil gedrillt mit einer Claydon.
Was machst du nach der Soja?
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Kai-Uwe am 12. August 2018, 21:32:25
Danke Desperado, was hältst du von RGT Reform( wird in Ö vertrieben).Suche eine Sorte für Ethanol Produktion, sollte nicht zu spät zu dreschen sein, was ich bei Reform fürchte. Danke.
Ist dafür nicht ein b oder c Weizen vorgesehen?
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Felix am 12. August 2018, 21:40:48
Habe dieses Jahr nur Weizen nach Raps, dort werde ich das restliche Saatgut von Sacramento nutzen und dazu kommt eine Fläche Informer. Eventuell zum Teil gedrillt mit einer Claydon.
Was machst du nach der Soja?

Wintergerste
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: FFFlorian am 12. August 2018, 21:42:22
Ich staune ja echt wie viele Sorten hier einige Anbauen wollen.

Was versprecht ihr euch davon 5 mal die Drillmaschine abzudrehen ?

Das verschenkte Ertragspotenzial durch eine vermeintlich nicht optimale Sorte, kann doch in Schlechten Jahren die Besseren Saatbedinugen da mehr schlagkraft wett gemacht werden.
Oder macht ihr jeweils nur die Sorten in kleine Versuche ?


Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Desperado am 12. August 2018, 21:53:02
Danke Desperado, was hältst du von RGT Reform( wird in Ö vertrieben).Suche eine Sorte für Ethanol Produktion, sollte nicht zu spät zu dreschen sein, was ich bei Reform fürchte. Danke.

Da RGT Reform immer etwas proteinschwach ist, aber einen hohen Energiegehalt besitzt, würde er sich sogar dafür eignen.
Ich hab die Sorte selber im Anbau und kann Dir nur raten, ihn im Frühjahr kräftig anzudüngen, damit er gleich richtig loswächst und kräftige Wurzeln macht. Und auch die Schossergabe sollte nicht zu spät und nicht zu gering ausfallen.
Reform ist ohnehin keine Sorte, die sich so leicht überwächst. Einsparungen kannst Du bei der (vorgezogenen) Spätgabe machen, aber das wirst Du wohl ohnehin tun, wenn Du Bioethanol erzeugen willst. Aber nur ein kräftiger, gut verwurzelter Bestand übersteht ne Trockenphase auch problemlos. Ein großes Plus dieser Sorte ist die gute Kornausbildung und sein hohes hl-Gewicht.
Reform hat zwar eine gute Standfestigkeit und die Gesundheit ist auch in Ordnung, aber ohne Wachstumsregler und ohne Fungizid wirst Du wohl dennoch nicht auskommen. Die Winterhärte reicht aus für Österreich, und so spät ist die Sorte jetzt auch wieder nicht.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: guest50797 am 12. August 2018, 22:09:04
Ich staune ja echt wie viele Sorten hier einige Anbauen wollen.

Was versprecht ihr euch davon 5 mal die Drillmaschine abzudrehen ?

Das verschenkte Ertragspotenzial durch eine vermeintlich nicht optimale Sorte, kann doch in Schlechten Jahren die Besseren Saatbedinugen da mehr schlagkraft wett gemacht werden.
Oder macht ihr jeweils nur die Sorten in kleine Versuche ?

Je nach Betriebsgröße und Organisation braucht es schon eine Staffelung der Reifezeiten um in der Ernte alles unter einen Hut zu bekommen (der eine weil er 2000ha Weizen anbaut, der andere weil 500km zwischen den einzelnen Standorten liegen usw)
dann noch die unterschiedlichen Saatzeiten und Anforderungen von Raps-, Stoppel- und Rübenweizen und du hast deine 5 Sorten mit Sicherheit voll.

Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Markus am 12. August 2018, 22:23:49
Hallo,
bei uns gibt es nichts Neues im Anbau.
Fast die gesamt Stoppelweizenfläche wird wieder Linus bekommen. Wildschweinstandorte und sehr warme Lagen (Weinbauklima) mit frühem Vegetationsstart (Stoppel und Rapsweizen) werden mit Rubisco gedrillt. Die guten Weizenböden nach Raps bekommen Reform.
Für den Probeanbau sind geplant:
Porthus
Sacramento
Asory
Chevignon
Bei uns steht durch die Nähe zum Futtermittelwerk erst mal der Ertrag im Vordergrund (daher fast 50% der Fläche mit Linus), wenn dann noch die Qualität passt (wie 2017 und 2018) ist das schön, aber nicht entscheidend.
Gruß
Markus
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: BNT am 13. August 2018, 06:53:49
und daneben noch LG Magirus

Der würde mich auch interessieren. Und Barranco. Und dann gibt es da noch einen E-Weizen Einzelährentyp, der mir gerade nicht einfällt.
Insgesamt scheint mir aber LG Magirus auf dem Papier der beste Deal zu sein.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Mathias am 13. August 2018, 07:53:00
und daneben noch LG Magirus

Der würde mich auch interessieren. Und Barranco. Und dann gibt es da noch einen E-Weizen Einzelährentyp, der mir gerade nicht einfällt.
Insgesamt scheint mir aber LG Magirus auf dem Papier der beste Deal zu sein.

Meinst du KWS Emmerick?
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Euro-T am 13. August 2018, 08:15:02
Hauptsorten hier:

Tobak
Cubus
Meister

In den vergößerten Probeanbau geht
Nordkap

In den Probeanbau kommen
Porthus
Chevignon

Wobei ich mehr und mehr dazu komme, eigentlich keinen Stoppelweizen mehr brauchen zu wollen.

Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: BNT am 13. August 2018, 08:21:19
Meinst du KWS Emmerick?

Exakt. Der war im Süden heuer im Versuch und hat dort im Ertrag gut abgeschnitten. Sah auch optisch gut aus und ist im Gegensatz zu Barranco sehr winterfest.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: charlie am 13. August 2018, 08:52:03
Standort Börde:
Tobak
Franz
Testanbau  RGT Aktion

Rhein-Main
Solehio
Porthus
Nordkap
Testanbau  Chevignon
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Raider am 13. August 2018, 11:57:28
Werde meine Anbaufläche teilen. RGT Reform + Nordkap
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Mathias am 13. August 2018, 12:24:36
Bleibe hier beim Altbewährtem: Jafet, Spontan

Zur Probe mal Hyvento auf knapp 25 ha mit 30 BP.

Und zur Probe kleinflächig:
Pionier
LG Initial
Lemmy
KWS Emmerick
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Felix am 13. August 2018, 13:21:33
Ich staune ja echt wie viele Sorten hier einige Anbauen wollen.

Was versprecht ihr euch davon 5 mal die Drillmaschine abzudrehen ?

Das verschenkte Ertragspotenzial durch eine vermeintlich nicht optimale Sorte, kann doch in Schlechten Jahren die Besseren Saatbedinugen da mehr schlagkraft wett gemacht werden.
Oder macht ihr jeweils nur die Sorten in kleine Versuche ?

Bei Getreide bei mir maximal zwei Sorten, Raps eher eine (dieses Jahr wohl drei  ;D) und beim Mais mal drei oder 4. Da ist der Wechsel ja mehr als einfach.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: christian79 am 13. August 2018, 14:05:40
Sonst bauen wir eigentlich nur eine Sorte an, dieses Jahr gibt es neben dem Tobak auch mal Elixer.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: FFFlorian am 13. August 2018, 23:49:32
Ich staune ja echt wie viele Sorten hier einige Anbauen wollen.

Was versprecht ihr euch davon 5 mal die Drillmaschine abzudrehen ?

Das verschenkte Ertragspotenzial durch eine vermeintlich nicht optimale Sorte, kann doch in Schlechten Jahren die Besseren Saatbedinugen da mehr schlagkraft wett gemacht werden.
Oder macht ihr jeweils nur die Sorten in kleine Versuche ?

Je nach Betriebsgröße und Organisation braucht es schon eine Staffelung der Reifezeiten um in der Ernte alles unter einen Hut zu bekommen (der eine weil er 2000ha Weizen anbaut, der andere weil 500km zwischen den einzelnen Standorten liegen usw)
dann noch die unterschiedlichen Saatzeiten und Anforderungen von Raps-, Stoppel- und Rübenweizen und du hast deine 5 Sorten mit Sicherheit voll.
Macht man sich da nicht mehr Kopf drum als es Sinn macht.
Mehr als drei Sorten wurde ich nicht nehmen. Das macht die ganzen Abläufe nur Kompliziert. Wenn man es alles alleine selber macht und man da Spaß dran hat mag es ja ganz lustig sein.

2000 ha Kolchose ist schon ein extrem Fall.

Schon alleine bis der Drillefahrer weiß wo welche Sorte, gut das kann man auf ein Auftragszettel schreiben. Aber dann geht die innerliche Disskusion los wo kann ich anfangen bzw mit welcher Sorte.
Dann stellst du fest oh scheiße der Boden ist hier doch noch zu feucht. Fahr mal auf den nächsten schlag.
Ja aber dort ist die andere sorte. Na dann viel spaß beim Drille ausschaufeln.
Oder erzähl mir mal wie man wenigstens 500kg aus einem Drilltank heraus bekommen kann ohne Spezial technik ( Fronttank ausgenommen).
Lass es nur 500kg sein ( ein Big Bag; der Fahrer wäre dann so schlau gewesen und hat die Rapid nicht ganz voll gemacht ) die ausgeschaufelt werden müssen.
Na da ist dann zum einen die Motivation des Mitarbeiters dahin. Erklähr dem das mal warum dort die Sorte mit den großeren Ähren hin soll.
Und zum anderen Wertvolle Zeit verloren.

Der Landwirtschaftliche Betrieb hat ja extreme Spitzen. So und jetzt fängst du an in einer Zeit in der eh schon land unter ist wertvolle Arbeitszeit und Kapazitäten zu verschenken.
Manchmal ist es eben entscheidend ob was vor dem Regen rein kommt oder eben erst 3 Wochen später unter sub optimalen Bedingungen.

Das sind jedenfalls die Gedankengänge eines Azubis.
Geht ja dann schlussendlich darum ob mann mit den selben Personal und Maschienen Resorcen 200 oder 1000 ha macht.
Schätzte die meisten hier nicht so ein das sie am Limit fahren
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: klausg am 14. August 2018, 10:03:27
Das leer kriegen der Drille ist nicht das Problem. Jede hat eine Restentleerung. Sauberer Beton und Schieber auf oder Bigbag drunter. Ich bin aber auch ein Freund der Rationalität. Ich teste immer ne interessante Sorte mit, aber in der Masse stehen nur max. zwei Sorten, die sich als gut passend für unsere Bedingungen herausgestellt haben
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: BNT am 14. August 2018, 11:18:35
Warum sollte man die Drille rand voll machen?

Ein Sack Saatgut reicht locker und dann fährt man eben die Drille leer.
Randomisierung ist dank Lenksystem überhaupt kein Thema.

Allerdings sehe ich auch wenig Sinn darin, möglichst viele Sorten zu testen. Am besten funktioniert es noch immer, eine oder zwei Sorte genau neben einer gut bekannten anzubauen. Dann kann man Unterschiede besonders gut erkennen.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: granola am 14. August 2018, 12:28:06
ungebeizt ist das kein Thema. Satgut rein; drillen, rest überm Sumpf rauslassen und weiter
ich elge jetzt beim Sortenwechsel ein Lerchenfenster an und habe einen Luftschlauch dabei, da wird die drille am Vorgewende ausgeblasen.irgendwo gibt es immer eine "rohe" Ecke die wir dann einfach doppelt gedrillt. Möchte es aber nicht missen die Sorten zum Vergleich direkt hintereinender und nebeneinander zu drillen, am besten noch die Nullparzelen von Fungizid-und Wachstumsreglermassnahmen genau am Sortenwechsel.
Ich möchte auch wissen wie eine Sorte auf meine Massnahmen reagiert. Ich denke dieses Jahr gibt es nochmal einen Vergleich Tobak/Sheriff. ob letztere sich auch als Weizen nach Mais bei früher Aussat auf schwachem Standort eignet? Da sollte eigentlich der Rubisko hin, habe aber Bedenken wegen der Winterhärte bei Septembersaat.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Bauerntrampel am 15. August 2018, 11:50:14
Ist ja manchmal schon lustig hier mitzulesen... Da wird darüber diskutiert, ob das Grubberschar einen halben cm breiter oder schmaler besser ist um das letzte Bisschen vom Optimum herauszuholen. Aber verschiedene Sorten für verschiedene Bedingungen anzubauen darf nicht sein, weil es zu aufwändig ist die Drillmaschine abzudrehen?! Precision Farming...
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: 1056xl am 15. August 2018, 22:21:17
 :daumen1: :daumen1: :daumen1:
MfG 1056xl
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: granola am 17. August 2018, 09:38:48
Ist ja manchmal schon lustig hier mitzulesen... Da wird darüber diskutiert, ob das Grubberschar einen halben cm breiter oder schmaler besser ist um das letzte Bisschen vom Optimum herauszuholen. Aber verschiedene Sorten für verschiedene Bedingungen anzubauen darf nicht sein, weil es zu aufwändig ist die Drillmaschine abzudrehen?! Precision Farming...
gebe Dir ja recht das manchmal die Bequemlichkeit den Ausschlag gibt.
Aber: weniger Sorten, weniger Reste (habe da schon schön die Mäuse mit überwintert ); und wenn eine Sorte unter verschiedenen Bedingungen und Standorten funktioniert bedeutet das vieleicht auch das sie gut läuft egal wie das Jahr danach wird.
Und eine Sorte die ich auch mal früher oder später drillen kann. Intelligente Sorten. wie damals Ritmo!
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: huabermaxl am 18. August 2018, 19:35:25
Hallo, gibt's hier jemand der die Sorte Boss schon im grossflächigen Anbau hatte? Hauptsorte ist bei uns momentan Elixer, möchte aber weg von ihm wegen der Lagerproblematik und der Düv wegen C Sorte. Vorfrucht ist Mais Mulchsalat also Fusarium Dauer Thematik. Meine Fragen wären, wie Spät ist Boss, früher oder später wie Reform oder gleich? Und die Standfestigkeit im Vergleich zum Reform und die Spätsaateignung würden mich interessieren.
Die meisten Krankheiten lassen sich ja kontrollieren ;)
Danke und viele Grüße aus m Regen- Verschonten Ba- Wü
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Desperado am 19. August 2018, 01:07:43
Hallo, gibt's hier jemand der die Sorte Boss schon im grossflächigen Anbau hatte? Hauptsorte ist bei uns momentan Elixer, möchte aber weg von ihm wegen der Lagerproblematik und der Düv wegen C Sorte. Vorfrucht ist Mais Mulchsalat also Fusarium Dauer Thematik. Meine Fragen wären, wie Spät ist Boss, früher oder später wie Reform oder gleich? Und die Standfestigkeit im Vergleich zum Reform und die Spätsaateignung würden mich interessieren.
Die meisten Krankheiten lassen sich ja kontrollieren ;)
Danke und viele Grüße aus m Regen- Verschonten Ba- Wü

Was Ährenschieben und Reife anbelangt, nimmt er sich nicht viel mit RGT Reform und die Standfestigkeit ist sicher nicht schlechter. Allzu spät würde ich ihn allerdings nicht drillen (bis Mitte Oktober).

Was eher weniger für die Sorte spricht, ist der sehr schwache Sedi-Wert auf Futterweizenniveau, die geringe Kornhärte und die geringe Volumenausbeute. Das ist halt mehr ein Brau- oder Keksweizen. Aber wenn Du den Weizen eh verfütterst, ist das eigentlich auch egal.

Der Kamerad hat die etwas besseren Qualitätseigenschaften, ist aber auch nicht gerade spätsaatgeeignet und in der Abreife eher noch etwas später.

Für die Spätsaat nach Mais würde sich auch der LG Imposanto sehr gut eignen.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: EWD am 19. August 2018, 10:46:03
Der Boss war bei mir im Sortenvergleich deutlich später
als die anderen Sorten, aber sehr gesund.
Hat auch gut bestockt, ertraglich im Durchschnitt,
konnte aber keine exakte Ertragserfassung machen.
Kornqualitäten habe ich auch nicht untersucht.
Bekommt aber eine zweite Chance.
Nach Mais säe ich wieder Bosporus.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: fiddy am 19. August 2018, 11:08:40
Der Boss war bei mir im Sortenvergleich deutlich später
als die anderen Sorten, aber sehr gesund.
Hat auch gut bestockt, ertraglich im Durchschnitt,
konnte aber keine exakte Ertragserfassung machen.
Kornqualitäten habe ich auch nicht untersucht.
Bekommt aber eine zweite Chance.
Nach Mais säe ich wieder Bosporus.

Das kann ich auch so unterschreiben.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: FFFlorian am 19. August 2018, 11:29:06
Ist ja manchmal schon lustig hier mitzulesen... Da wird darüber diskutiert, ob das Grubberschar einen halben cm breiter oder schmaler besser ist um das letzte Bisschen vom Optimum herauszuholen. Aber verschiedene Sorten für verschiedene Bedingungen anzubauen darf nicht sein, weil es zu aufwändig ist die Drillmaschine abzudrehen?! Precision Farming...
gebe Dir ja recht das manchmal die Bequemlichkeit den Ausschlag gibt.
Aber: weniger Sorten, weniger Reste (habe da schon schön die Mäuse mit überwintert ); und wenn eine Sorte unter verschiedenen Bedingungen und Standorten funktioniert bedeutet das vieleicht auch das sie gut läuft egal wie das Jahr danach wird.
Und eine Sorte die ich auch mal früher oder später drillen kann. Intelligente Sorten. wie damals Ritmo!

Um ehrlich zu sein finde ich es super das e so unterschiedliche Herangehensweisen gibt und das sie sich hier treffen.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Kai-Uwe am 19. August 2018, 12:01:20
Der Boss war bei mir im Sortenvergleich deutlich später
als die anderen Sorten, aber sehr gesund.
Hat auch gut bestockt, ertraglich im Durchschnitt,
konnte aber keine exakte Ertragserfassung machen.
Kornqualitäten habe ich auch nicht untersucht.
Bekommt aber eine zweite Chance.
Nach Mais säe ich wieder Bosporus.
Boss hat hier enttäuscht: schlechteste Sortierung und geringsten Ertrag trotz mehr Wasser als die anderen sorten
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Rhoihesse am 19. August 2018, 17:19:47
Asory wird es wohl kein Saatgut geben? Oder will mein Händler nur „seine“ Sorten durch bringen.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Euro-T am 19. August 2018, 18:38:35
Der Boss hat bei mir den zweijährigen Probeanbau auch nicht zu seinem Vorteil nutzen können - heuer stand er zwischen Tobak und Nordkap, war später reif als beide (was nicht das Problem wäre) und konnte auch ertraglich um gut 10dt nicht mithalten.

Von der Gesundheit und seinen weiteren Eigenschaften hätte er mir eigentlich gut gefallen, aber er hätte mit den anderen beiden eben mitkönnen müssen.

In unseren Versuchsflächen ist er allerdings immer vorne mit bei, zum Tobak fehlen ihm da rund 5% in behandelt, mit dem Nordkap ist er pari.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Kai-Uwe am 19. August 2018, 18:42:14
Wir werden den Boss wohl auch nochmal in die Vermehrung bekommen....
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Desperado am 19. August 2018, 18:46:44
Asory wird es wohl kein Saatgut geben? Oder will mein Händler nur „seine“ Sorten durch bringen.

An der Sorte sind so ziemlich alle interessiert.
Sehr hohe Volumenausbeuten und ein überdurchschnittlicher Ertrag in allen Regionen. Aber ich glaube, da werden die meisten noch ein Jahr warten müssen.

Erstaunlich schwach war dieses Jahr der Grannenweizen, wobei größtenteils nur der RGT Sacramento geprüft wurde. Da scheint der Rubisko irgendwie die ertragreichere Sorte zu sein. Dort wo er mitgeprüft wurde, war er die klar bessere Sorte.

Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Euro-T am 19. August 2018, 19:00:14
Asory wird es wohl kein Saatgut geben? Oder will mein Händler nur „seine“ Sorten durch bringen.
Da scheint der Rubisko irgendwie die ertragreichere Sorte zu sein. Dort wo er mitgeprüft wurde, war er die klar bessere Sorte.

Rubisko war hier heuer in der Fläche ganz vorne mit dabei - ich kann nur halt einfach keine Grannen ausstehen... :rolleyes:
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: treckeripaq01 am 19. August 2018, 21:58:40
Ich baue wieder RGT Reform Julius und Argument (hatte ich in der Sortendemo) an sowie noch bisschen Euclide auf zwei kleine leichte Splitterflächen
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: huabermaxl am 19. August 2018, 22:28:12
Danke für die Info s zum Boss. Wird auf'n Test rauslaufen. :)
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Egon am 19. August 2018, 23:42:05
Ich baue Partner an, ist m.E. ähnlich wie Boss, nur besser.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Hein_T am 21. August 2018, 17:38:05
- RGT Reform - (letzter!) Versuch -> eigentlich zu schwache Winterhärte

Bildet sich bei dir auch schön ab wie wichtig der Standort bei der züchtung auch ist ... schon mal Sorten aus Leutewitz probiert? Winterhart und robust scheint bei dir besonders wichtig zu sein.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Hein_T am 21. August 2018, 17:48:29
In Leutewitz wurde zu DDR-Zeiten Wintergerste gezüchtet. Die Zuchtstation wurde dann nach der Wende von der DSV übernommen. Viele DSV-Weizensorten sind winterfest wie Patras. Andere Sorten haben im Winter 2015/16 arg in MV unter Kahlfrösten/Temperatursturz gelitten. Vom Zuchtstandort kann daher kaum auf die Winterhärte schliessen.
Etwas anders ist es schon, wenn Sorten 2016 auch in Polen mit den Kahlfrösten gut zurechtkamen. Bisher haben sich aber kaum polnische Züchtungen bei uns durchgesetzt.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Tim am 21. August 2018, 21:42:21
Andere Sorten haben im Winter 2015/16 arg in MV unter Kahlfrösten/Temperatursturz gelitten.

Komischerweise hat das scheinbar ein Meister gut überstanden- 2012 ist der hier und rund um Erfurt gnadenlos ausgefroren- damals hat's die Frühstarter alle gehimmelt..

Auswinterung ist nicht jedes Jahr gleich.

Vom Zuchtstandort kann daher kaum auf die Winterhärte schliessen.

Nein sicher nicht - alle Züchter haben an versch. Standorten Prüfungen- ragt auch in Tschechien,  bspw.  Doch die Gewichtung der Merkmale werden ja unterschiedlich - je nach Zielgruppe festgelegt - und da gibt's eben Differenzen mit französischen/englischen Linien die man in Deutschland bald als sommerweizen verkaufen könnte oder eben dem kontinental geprägten (Ost)deutschland
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Hein_T am 22. August 2018, 16:37:46
Den Meister hat es bei uns in Brandenburg 2012 vielerorts dahingerafft. Ist auch eigentlich kein Thema mehr. Im Norden (MV) zeichnet sich beim A-Weizen dieses Jahr, wie ich finde, ein gewisser Trend ab, dass man auf proteinstärkere Sorten geht, aber Winterhärte und/oder stabile Fallzahlen wieder etwas aus den Augen verliert. Dabei machen uns diese Punkte in den letzten Jahren immer wieder zu schaffen.
Wie sieht ihr das?

Hat eigentlich jemand gute Erfahrungen mit winterfesten polnischen Sorten? (Dort, wo E/A-Weizen gefragt ist)
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: charlie am 24. August 2018, 16:19:47
In der Börde werde ich dank der Eigenvermehrung/-aufbereitung meines Saatgutlieferanten nun Asory und Chaplin in den Probeanbau nehmen.
Einer der beiden soll den Reform ersetzen.
Chaplin scheint vor allem sehr sichere A-Qualitäten auch bei höheren Erträgen zu liefern.
Beim Asory werden wir schauen, ob das Wackeln beherrschbar ist.
Ähnlich wie dirkk sehe ich den Reform auch nicht als besonders standfest an.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: steyr am 24. August 2018, 21:14:25
Ist FRISKY in DE wenn es nur um Ertrag geht (Ethanol)auch ein Thema? Welche Massenträger werden in DE angebaut, sollen in Österr. auch vertrieben werden? Danke für Beiträge.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: guest50797 am 24. August 2018, 22:11:22
Ist FRISKY in DE wenn es nur um Ertrag geht (Ethanol)auch ein Thema? Welche Massenträger werden in DE angebaut, sollen in Österr. auch vertrieben werden? Danke für Beiträge.

Braucht es als Ethanol-Rohstoff noch irgendwelche Eigenschaften außer viel Masse?
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: steyr am 25. August 2018, 09:04:16
Nein, Ertrag genügt.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Mathias am 25. August 2018, 19:55:03
Sicher???

Ein hoher Stärkegehalt wäre meiner Meinung nach auch wichtig. :frage:

Aber ob der auch vergütet wird?
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: steyr am 25. August 2018, 21:00:05
Wird nicht vergütet, bei uns wird für Ethanol immer der Mahlweizenpreis bezahlt, ohne irgendwelche Qualitätskriterien.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Jumby10 am 09. September 2018, 21:10:28
Mal eine Frage ganz unabhängig von der Sorte, wie handhaben die Kollegen welche Stoppelweizen in Mulchsaat anbauen, wird dort gegen Schwarzbeinigkeit gebeizt oder wird öfter gegrubbert um den Strohanteil stärker zu verringern oder wird Stoppelweizen dann doch eher selten in Mulchsaat angebaut. Ich frage deshalb weil ich mich entschieden habe die Wintergerste mangels nicht aufgelaufenen Ausfallweizens auf die Bohnenflächen zu stellen. Auf die Wintergerste möchte ich nicht verzichten, gute Rapsvorfrucht und sehr gute Vermarktung direkt an einen Schweinemäster. Mit Strohrotte ist hier im westlichen Oberfranken mangels Niederschläge nicht viel los.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Jo am 10. September 2018, 11:49:38
Unter 14°C Bodentemperatur hat Schwarzbeinigkeit keine Chance, das auflaufende Getreide zu infizieren.
Später säen bringt also am meisten.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Desperado am 10. September 2018, 12:49:50
Unter 14°C Bodentemperatur hat Schwarzbeinigkeit keine Chance, das auflaufende Getreide zu infizieren.
Später säen bringt also am meisten.


So isses! Darüberhinaus sollte man das Stroh gut verhäckseln und gleichmäßig verteilen, damit es zügig verrottet, und der Boden sollte natürlich auch nicht austrocknen.

Ich kenn Schwarzbeinigkeit nur von früher, als noch viel gepflügt wurde und man noch wenig auf den Humusgehalt geachtet hat. Da hieß es dann auch, Weizen nach Weizen ginge nicht bei uns. Aber wenn man ausreichend Blattfrüchte in der Fruchtfolge hat und regelmäßig Zwischenfrüchte anbaut, ist das Infektionspotential gering.

Ich sä auch lieber, wenn es nicht mehr ganz so warm ist und die Temperaturen auf 15°C zurückgegangen sind und es schon wieder etwas feuchter wird - natürlich auch wegen der Blattläuse und Zikaden, die dann nicht mehr so aktiv sind
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: NobbyNobbs am 10. September 2018, 12:55:37
Stroh einarbeiten? Ich fahre die andere Taktik. Es sollte möglichst alles oben drauf bleiben, damit es NICHT verrottet (und damit die Jugendentwicklung hemmt und einen Herbstbefall mit Schwarzbeinigkeit begünstigt)
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Jumby10 am 10. September 2018, 16:24:44
Das mit dem Stroh obenauf funktioniert halt mangels der passenden Sätechnik nicht. Das später drillen wäre schon hinzubekommen da ich ja nach der definition in einem anderen Tread zu den Kleinstbetrieben zähle. Mir mißfällt es halt nachdem ich letztes Jahr nahezu die gesamte Weizenfläche, bedingt durch die Nässe gepflügt habe, dadurch vermutlich lauter frischen Ackfuchsschwanzsamen an die Oberfläche geholt habe, dadurch eine 100%ige Atlantiswirkung hatte, heuer vieleicht den alten evetuell resistenden Ungrassamen wieder hoch zuholen.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: nofear am 18. September 2018, 17:54:30
Ich glaub heuer wäre mal ein Weizendirektsaatjahr nach Raps, ohne dass man Angst haben muss, dass Schnecken kommen...
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: guest50776 am 18. September 2018, 17:55:44
Ich glaub heuer wäre mal ein Weizendirektsaatjahr nach Raps, ohne dass man Angst haben muss, dass Schnecken kommen...
Bei mir gibt es trotz Trockenheit reichlich Schnecken.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: nofear am 18. September 2018, 18:10:51
Bisher nullkomma nix. Glaub auch nicht, dass sich das schnell ändert, wenns mal regnen würde. Selbst die obligatorische Randbehandlung zum Raps (an Straßenrändern oder GL) habe ich weggelassen ohne Schäden.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: NobbyNobbs am 18. September 2018, 18:43:49
Ich glaub heuer wäre mal ein Weizendirektsaatjahr nach Raps, ohne dass man Angst haben muss, dass Schnecken kommen...

Habe da noch nie Schnecken gehabt, auch in nassen Jahren nicht.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Tim am 18. September 2018, 19:09:15
Doch- ohne Ende

Dies Jahr ist wohl wirklich kein thema
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Uwe am 23. September 2018, 08:13:59
So, jetzt ist die Weizensaat 2018 (fast) abgeschlossen. Folgende Sorten sind es geworden:

10ha Arkadia (frühe Sorte, Danko) als Bohnenweizen
10ha Hondia (Danko) als Stoppelweizen nach Sommergerste
3ha Rotax (Strube) als Stoppelweizen nach Sommergerste
3ha Ostroga (extrem winterharter Grannenweizen, Danko) als Bohnenweizen am Wald (wo letztlich aber kaum Bohnen geerntet wurden...)

Jetzt bleiben noch 3ha verquecktes Land, wo ich die mechanische Queckenbekämpfung üben möchte.
Bis jetzt gabs einmal die Scheibenegge und zweimal das Gänsefussschar.
Wenn der Grubber noch zwei- oder dreimal drüber war wird gepflügt und geguckt, obs geholfen hat.
Dann kommen da am Wald nochmal 3ha Ostroga als Spätsaat hin.

Vielleicht hätte ich gerne noch LG Jutta, Findus oder KWS Spencer ausprobiert, aber da war es relativ schwer an Sattgut zu kommen.
Jetzt darf es gerne am Montag regnen.

Was noch wundert:
Normalerweise jammere ich immer rum, dass der Boden zu schwer und widerspenstig ist. Dieses Jahr hat es aber im August genau die richtige Regenmenge gegeben und der Boden ist so wunderbar gefallen wie noch nie. Ich habe folgendermaßen bearbeitet:

1. Stoppelumbruch mit Scheibenegge
2. Stoppelbearbeitung mit Gänsefussschar auf 10cm
3. Tiefe Bearbeitung mit Achat auf 25...30cm und Rückverfestigung mit 700mm Doppelpacker
4. Aussaat mit Kurzkombination (Schleppzinken + Zahnpackerwalze) und alter Schleppschardrille

Ein Walzen erschien mir dann schon gar nicht angebracht, da das Sattbett relativ fein war.
Klar gabs auch ein paar Kluten obenauf, aber eben auch genügrnd Feinerde.
Warum der Boden dieses Jahr so herrlich zu bearbeiten war, kann ich aber auch kaum erklären ... das ist nach 5 Jahren das erste Mal.

Außerdem wurde dieses extrem trockene Jahr genutzt um Gräben bis in das letzte Sumpfloch zu ziehen. Jetzt läuft auch die allerletzte tiefe Kuhle fast leer. (Ganz wird sie das wahrscheinlich nie tun, weil das Relief das leider nicht hergibt ... die tiefste Stelle liegt wohl nochmal einen halben Meter unter der Vorflut. Aber früher stand in der Kuhle auch mal 3 Meter hoch Wasser, weil die alten Drainagen wohl schon vor 30 Jahren versandet und zugesetzt waren.)

Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Kai-Uwe am 23. September 2018, 13:04:13
Ich glaub heuer wäre mal ein Weizendirektsaatjahr nach Raps, ohne dass man Angst haben muss, dass Schnecken kommen...
Bei mir gibt es trotz Trockenheit reichlich Schnecken.

Raps nach Silomais hat es beim Nachbarn erwischt. Der wurd gefressen trotz schneckenkorn (zu spät?) ansonsten keine Schnecken zu sehen
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: todo am 23. September 2018, 17:35:59

Jetzt bleiben noch 3ha verquecktes Land, wo ich die mechanische Queckenbekämpfung üben möchte.
Bis jetzt gabs einmal die Scheibenegge und zweimal das Gänsefussschar.
Wenn der Grubber noch zwei- oder dreimal drüber war wird gepflügt und geguckt, obs geholfen hat.
Dann kommen da am Wald nochmal 3ha Ostroga als Spätsaat hin.

Die Scheibenegge ist bei Quecken wohl eher kontraproduktiv. Ich habe vor paar Jahren eine Fläche übernommen, die wurde jahrelang nur mit der Scheibenegge bearbeitet und dementsprechend mit Quecken verseucht. Grubbern war gar nicht möglich, da hat man nur Haufen zusammengezogen. Also habe ich ausnahmsweise Glyphos eingesetzt, dann gepflügt. Das erste Jahr hatte ich dann Sommergerste dort, die war zur Druschzeit grün vor Quecken. Also wieder Glyphos, dann tiefe Stoppelbearbeitung mit dem Grubber. Ziel muss es sein, möglichst viele Queckenwurzeln nach oben zu bringen. Mittlerweile habe ich durch regelmäßiges Pflügen und Stoppelbearbeitung nur mit Grubber die Fläche ziemlich sauber, auch ohne den Einsatz von Glyphos.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Uwe am 23. September 2018, 20:27:10
Naja, ich musste am Anfang einmal schneiden, weil der Grubber sonst zu sehr (ver-)stopfte.
Danach hat Grubbern funktioniert.
Jetzt wird solange gegrubbert, bis die Quecke entsprechend dezimiert ist.
Abschließend kann der Pflug die entkräfteten Reste dann nochmal vergraben.

Sollte nächsten Sommer noch was übrig bleiben, folgt dann wohl doch nochmal Glyphosat.

Ich will aber einfach mal sehen, wie weit man mit drei, vier oder fünfmal grubbern kommt. (solange es entsprechend trocken bleibt...)
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Geba am 24. September 2018, 07:34:34
So, jetzt ist die Weizensaat 2018 (fast) abgeschlossen.
Wie?
Bei uns hat grad mal Einer WG gesät.Mein Senior hat am Samstag mal WG-Saatgut geholt daß es halt da ist.Ich hab vor,richtung Ende dieser Woche zu säen.
An Weizen denkt bei uns noch niemand.Den hat noch nichtmal der Händler da.
Vor Ablauf der nächsten vier Wochen denke ich nicht an Weizen.

Die Scheibenegge ist bei Quecken wohl eher kontraproduktiv. Ich habe vor paar Jahren eine Fläche übernommen, die wurde jahrelang nur mit der Scheibenegge bearbeitet und dementsprechend mit Quecken verseucht.
Aus diesem Grund haben wir statt einer Scheibenegge einen Leichtgrubber gekauft.
Rotortiller ist bei Quecken auch toll!Der schneidet und vermehrt nicht wie eine Fräse und legt eine richtige Matte oben drauf die dann vertrocknen kann.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: halbspaenner am 24. September 2018, 11:49:52
Moin Geba,
mal ein dezenter Hinweis: Schau mal wo Uwe wirtschaftet, da wachsen keine Dattelpalmen ;).
Gruß, Rudolf
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: JoBeck am 24. September 2018, 11:52:04
So, jetzt ist die Weizensaat 2018 (fast) abgeschlossen.
Wie?
Bei uns hat grad mal Einer WG gesät.Mein Senior hat am Samstag mal WG-Saatgut geholt daß es halt da ist.Ich hab vor,richtung Ende dieser Woche zu säen.
An Weizen denkt bei uns noch niemand.Den hat noch nichtmal der Händler da.
Vor Ablauf der nächsten vier Wochen denke ich nicht an Weizen.

Die Scheibenegge ist bei Quecken wohl eher kontraproduktiv. Ich habe vor paar Jahren eine Fläche übernommen, die wurde jahrelang nur mit der Scheibenegge bearbeitet und dementsprechend mit Quecken verseucht.
Aus diesem Grund haben wir statt einer Scheibenegge einen Leichtgrubber gekauft.
Rotortiller ist bei Quecken auch toll!Der schneidet und vermehrt nicht wie eine Fräse und legt eine richtige Matte oben drauf die dann vertrocknen kann.

Ich werde diese Woche auch meinen kpl Weizen drillen, Gerste hat noch zeit!
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: christian79 am 27. September 2018, 12:07:21
wir haben für dieses Jahr Tobak und Elixer.
WW steht dieses Jahr fast komplett nach Raps bis auf eine Fläche, wo Klee Vorfrucht ist.
Würdet Ihr Tobak oder Elixer auf der Kleefläche den Vorrang geben?
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: granola am 27. September 2018, 18:00:32
wir haben für dieses Jahr Tobak und Elixer.
WW steht dieses Jahr fast komplett nach Raps bis auf eine Fläche, wo Klee Vorfrucht ist.
Würdet Ihr Tobak oder Elixer auf der Kleefläche den Vorrang geben?
wenn ich Tobak kann bau ich keinen Elixer. oder bringt Klee etwa ein erhöhtes Fusariumrisiko?
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: vario am 27. September 2018, 19:41:30
Hallo Christian,
wär mir neu das Klee etwas mit Fusarien zu tun hat. Ich selber habe Tobak wegen dem Fusarienrisiko noch nie angebaut ( Meist Maisvorfrucht) bei Rapsvorfrucht geht das.
Elixer habe ich schon seit mind 3 Jahren rausgeschmissen, ist mir zu Lageranfällig. Gibt standfestere Sorten mit gleich hohem Ertrag.   Ging zwar gut,  habe diesen aber 3X kurzgespritzt.
Ich weiss nicht wieviel N das Klee nachliefert ?   Aber beim Elixer aufpassen.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Kamile am 30. September 2018, 12:01:30
Winterweizen wird dieses Jahr bei mir nach durch Trockenheit und Hagel geschädigte Zuckerrüben stehen. An den schlimmsten Stellen waren die Rüben lange ohne Blätter. muß ich mit Befall durch die Brachfliege rechnen. Kann ich das Potenzial der Brachfliege irgenwie vorher bonitieren. Gibt es noch Beizmittel gegen Brachfliege und dürfen diese an bereits Fungizid gebeiztes Saatgut nachträglich mit dem Betonmischer angebeizt werden? Gibt es Unterschiede der Weizensorten in der Anfälligkeit gegen Brachfliege?
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Giselher am 01. Oktober 2018, 17:29:36
Das einzige, was gegen Brachfliege hilft ist die Contur Plus Beizung mit betacyfluthrin.... nächstes jahr ist die Zulassung abgelaufen.... dann gibts auch im Weizen keine insektiziden Beizen....
Titel: Brachfliege Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: granola am 02. Oktober 2018, 08:20:21
ungebeizt eine gut ausgleichsfähige Sorte drillen
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: greenlife am 02. Oktober 2018, 11:31:11
@Brachfliege nach ZR
hilft Pflügen nicht?
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: granola am 02. Oktober 2018, 13:50:26
@Brachfliege nach ZR
hilft Pflügen nicht?
Nein, die Brachfliegenlarve schlüpft bei einer bestimmetn Temperatursumme und nascht an 3-8 Pflanzen meist NUR!!  den Haupttrieb weg. Da sie ja seit letztem Sommer in der Erde wartet hat sie genug Zeit  (Ablage Ende August in garen Boden unter Kulturen, deswegen nach Zuckerrüben, aber auch alles andere wo die Brachfliege zu der Zeit noch Bewuchs mit Schattengare findet!) dahin zu komen. Entscheidend ist aber ob der Weizen dann weit genug ist um das über die Nebentriebe auszugleichen. Wir haben da früher immer wieder mit zu kämpfen gehabt, Pflug oder nicht war egal, aber da Zug um Zug nach der Rübeernte und Abfuhr gedrillt wurde konnte man schön sehen das der eine Bestand über die Nebentriebe wieder kam, der andere gerade zwischen EC 13 und EC 21 erwischt wurde  und weder aus dem Korn noch aus der Pflanze nachtreiben konnte!
Kann sein dass ein Pflug-Weizen besser klarkommt weil er durch das Anrühren des Bodens schon weiter entwickelt ist; kann auch sein das ein flach gedrillter pflugloser Weizen schneller gekommen ist und daher besser ausgleichen kann. Im Extremfall mal ein Apollo Bestand: Karfreitag ALLE oberirdischen Triebe braun, war gerade bei EC21, Ostermontag wollten die Nachbarn schon rumbrechen, ohne Walze und Hokuspokus hat der dann noch für damals (ca 1990) völlig zufriedenstellend  über 80dt gebracht..... andere Flächen im selben Jahr kam gar nix mehr, Rüben eingedrillt Anfang Mai ohne den Weizen bekämpfen zu müssen...
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Kamile am 03. Oktober 2018, 09:54:53
Danke für die Antworten. Manche werden sich über meine Naivität wundern. Aber als Gemischtbetrieb mit Wein- und Ackerbau betreibe ich den Getreidebau im Vergleich zu vielen bei Agrowissen nur halbprofessionel. Wenn Eier der Brachfliege nur im Labor erfasst werden können, wäre es eigentlich Aufgabe des Staates mich hier zu beraten. Ich wirtschafte im Wasserschutzgebiet, hier scheut der Staat auch keine Kosten und Mühen, jetzt ab Ende Oktober meine N-min Gehalte zu überprüfen. Im Sinne von Fordern und Fördern wäre unsere Verwaltung auch verpflichtet im Geiste des integrierten Anbaus die Gefährdung durch die Brachfliege kleinräumig zu untersuchen. Diese Verpflichtung sehe ich auch gerade dann, wenn uns ab nächstem Jahr die Möglichkeit der Bekämpfung genommen ist. Die Landwirtschaftsverwaltung darf nicht nach der Devise handeln, dass was nicht sein darf nicht sein kann. Zumal das Thema Insektenschutz kein Alibi für ein Verbot der insektiziden Beize sein kann. Als Weinbauer habe ich in den letzten Tagen meine Mahlzeit im Freien eingenommen und kann bezeugen, dass der Bestand an Wespen seit letztem Jahr um 1000% zugenommen hat. Leider berichteet darüber niemand.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: granola am 03. Oktober 2018, 11:15:11
@ Kamile: Bleib entspannt! So geht es uns Doch allen!
Beim Weizen kannst Du ja eventuell noch Sommerweizen eindrillen, wenn das spät ist eher einen Wechselweizen der schneller reif wird damit Du das in eins dreschen kannst. überlege Dir vorher "was wäre-wenn?", also das Du Sommerweizen Nachbausaatgut selbst hast, wie das mit den Qualitäten passt usw.
Hier ist das bei B-Weizen kein Problem, da wird der Sommerweizen einfach beigedroschen. Und Trocknungen gibt es auch.
Ausdrücklich nochmal: wenn ich zum drillen von ungebeiztem Weizen rate meine ich immer Erntegut was aus gebeizter Ware gewachsen ist und wo im Feld und in der Nähe NIx an Brand usw. zu sehen war! Und in einem Jahr wie 2012 wo rundherum alles was irgendwo zu finden war an Sommerweizen gesät wurde hätte ich es gar nicht riskiert... und nix gegen Bio-Bauern, aber wenn die rundherum......
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: NobbyNobbs am 06. Oktober 2018, 08:26:04
Heute starten auch wir im hohen Westerwald mit der Weizenaussaat. Im gemäßigten Ländle hier unten warten wir noch etwas.
500 Zikaden/m2 sind hier im Moment gar nichts. Wenn davon auch nur 1 % WDV in sich trägt, dann gute Nacht.... neee neee neeee
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Euro-T am 06. Oktober 2018, 21:35:22
Heute starten auch wir im hohen Westerwald mit der Weizenaussaat. Im gemäßigten Ländle hier unten warten wir noch etwas.
500 Zikaden/m2 sind hier im Moment gar nichts. Wenn davon auch nur 1 % WDV in sich trägt, dann gute Nacht.... neee neee neeee

Hab heute auch ernsthaft angefangen WW zu drillen - die Zikaden machen mit derweil weniger Sorgen, als die immer geringer werdende Bodenfeuchte.

Noch dürfte es zur Keimung langen, btw. muß man differenzieren: ein paar ha haben wir vor rund zehn Tagen auf ~ 15cm gegrubbert, damals noch in der Erwartung, das der Oktober ja gewiss auch Regen im Gepäck haben wird und wir lieber jetzt (also vor zehn Tagen), als dann im Pampes grubbern. Als sich kristallisierte, das aber der zehnte Monat ebenso weitergehen wird, wie die fünf davor, habe ich das vorgrubbern unmittelbar eingestellt.

Das ist nun auch deutlich erkennbar, die unagetasteten Flächen haben (logischerweise) eine wesentlich höhere Bodenfeuchte aufzuweisen, als die gegrubberten (und grundlegend ist es erschreckend/faszinierend, wie wenig Feuchte von den 40mm am 23.9. noch da sind).

So drillen wir nun jetzt also im Formationsflug, keinen mm Feuchte mehr verschenken heisst für mich die Devise.

Die Alternative, nämlich zuwarten, ist mir zu riskant heuer - das geht dann nämlich aus wie beim Raps: man wartet auf besser Wetter (in dem Fall Regen), aber es kommt nicht. Ich weiß, ich weiß, Wahrscheinlichkeiten und so - darauf gebe ich nichts mehr, wenn die Grundbedingungen passen, dann wird gedrillt - lass die Zikaden Zikaden sein, es muß aber erstmal was grünes überhaupt da sein...

Mit leichtem Seitenblick auf das Dürrethema: ich habe begonnen zu lernen, versuche umzusetzen, bin aber noch lange nicht am Ende des Prozesses angelangt - zu unbekannt ist mir eine solch lang anhaltende Trockenheit, zu unbegreiflich die Tatsache, das es nichtmal hier auch nur ansatzweise zur Normalsituation übergehen will, zu unerfahren ist man hier in solchen Situationen - kurz gesagt: mit allem was wir heuer hier tun, betreten wir mehr oder weniger Neuland und keiner weiß, was letztlich richtig gewesen sein wird.
Die 08/15 Jahre aus der Vergangenheit sind uns jedenfalls keine guten Ratgeber derzeit, das schmökern hier im Forum, bzw. die Beiträge von Mitgliedern aus Trockengebieten lehrt mich da wesentlich mehr.

Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: wolf am 06. Oktober 2018, 22:23:37
Hier haben die Kollegen gefühlt ca. 80-90% der Winterungen in der Erde, ich noch keinen m². Wir haben am von Olli genannten Niederschlagsereignis nur ca. 18 mm abbekommen und es ist staubtrocken. Derzeit schwankt die Bodentemperatur noch zwischen 20 und 25°C. Daran wird sich kurzfristig nichts ändern, bei täglich 9-11h Sonnenscheindauer.
 
Ich habe das Gefühl, die Kollegen machen das nach dem Motto Augen zu und durch. Kann man machen, ist ja auch irgendwie eine Strategie und die Saatbetten sind durch die Bank sehr gut. Nur ich fürchte lückige, ungleichmäßige Aufgänge, denn selbst in den mittelfristigen Prognosen ist derzeit kein Niederschlag drin.
Ich werde noch etwas warten, denn Mitte Oktober oder in der dritten Dekade ist auch noch nichts verloren und man bestellt wohl auch noch trocken. Ich hoffe darauf, dass dann zeitnah Niederschlag kommt, der zumindest für einen sicheren Aufgang reicht. Der Gedanke dahinter - irgendwann muss es ja mal regnen - verfolgt uns aber auch schon geraume Zeit. 

Gruß
Wolf 
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: nofear am 07. Oktober 2018, 07:59:01
Das ist schon bedenklich, nicht mal die Ex-Hurrikans kommen hier als regenbringende Tiefs an...
Werde heute oder morgen mit Weizenaussaat und somit Herbstbestellung fertig.
Habe mich eigentlich nur geärgert, dass ich nicht näher am Regenereignis Ende September gedrillt habe... Nur war ich da saatgutmässig noch nicht so weit.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Jo am 07. Oktober 2018, 22:20:10
Vermelde Weizenaussaat seit drei Tagen beendet.
Die schwächeren Standorte am 30.09., die besseren am 04.10. gesät. Sorte Ponticus auf der kompletten Fläche.
VA-Behandlung mit 2l Malibu und 0,3l Herold ist bereits ausgebracht (VA, Bodenfeuchte vorhanden).
Angesichts der Wettervorhersage bin ich von den frühen Saatterminen gar nicht mehr so begeistert, gerade wenn es um die Aspekte Fusarium oder Virosen geht..
Wir werden sehen..
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: NobbyNobbs am 07. Oktober 2018, 22:22:19
Angesichts der Wettervorhersage bin ich von den frühen Saatterminen gar nicht mehr so begeistert, gerade wenn es um die Aspekte Fusarium oder Virosen geht..
Wir werden sehen..

Same here. Deswegen mache ich auch langsam und überlege wo ich schon drille.
Wir halten uns noch arg zurück.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: vario am 07. Oktober 2018, 22:44:22
Hallo ,
Virosen ist klar , kann man aber gegen spritzen . Gerste kommt hier gerade raus, heute aber keine Läuse gefunden.
Was hat Fusarien mit Saatzeit zu tun? Ich kenne da keinen Zusammenhang , bitte um Aufklärung.
Das bisschen Strohabbau läuft bei dem trockenen eh bescheiden.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: klausg am 07. Oktober 2018, 23:47:06
Hallo ,
Virosen ist klar , kann man aber gegen spritzen . Gerste kommt hier gerade raus, heute aber keine Läuse gefunden.
Was hat Fusarien mit Saatzeit zu tun? Ich kenne da keinen Zusammenhang , bitte um Aufklärung.
Das bisschen Strohabbau läuft bei dem trockenen eh bescheiden.
Die Läuse seh ich nicht als Problem. WDV übertragende Zikaden sind das Problem.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: ZX25 am 08. Oktober 2018, 12:43:07
melde seit sonntag auch vollzug. da wir nun auch rapidieren ;) habe ich nach rüben und einen teil nach mais "direkt" gesäht(disk auf ca 5-8cm), was mir wirklich sehr gut gefiel.
ich habe die hoffnung, dass das wasser auf den schlechten ecken zum auflaufen noch reicht. warten habe ich mir im moment abgewöhnt.. (hier ist nix mehr normal), wenn es tatsachlich mindestens 14 tage oder ggf noch länger nicht regnet, ist mir das risiko zu hoch.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Raider am 09. Oktober 2018, 14:05:20
Die Weizenaussaat ist weitestgehend abgeschlossen. Habe das Experiment gewagt sowohl nach Raps als auch nach Silomais nur flach zu grubbern und dann direkt zu säen. MAl gespannt was draus wird.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: JoBeck am 09. Oktober 2018, 15:07:43
Die Weizenaussaat ist weitestgehend abgeschlossen. Habe das Experiment gewagt sowohl nach Raps als auch nach Silomais nur flach zu grubbern und dann direkt zu säen. MAl gespannt was draus wird.
Hier das gleiche!

2x ccd, dann direkt vor der Saat 8 cm tief mit dem Carrier und sofort gedrillt.
Meine Felder waren die einzigsten die nicht bei der Saat gestaubt haben, und es war schon noch einiges an Feuchtigkeit da!
Die Bodengare war sowieso super, och hab keinen Bauchweh mit der Variante!
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: nofear am 09. Oktober 2018, 18:14:06
Hallo ,
Virosen ist klar , kann man aber gegen spritzen . Gerste kommt hier gerade raus, heute aber keine Läuse gefunden.
Was hat Fusarien mit Saatzeit zu tun? Ich kenne da keinen Zusammenhang , bitte um Aufklärung.
Das bisschen Strohabbau läuft bei dem trockenen eh bescheiden.
Die Läuse seh ich nicht als Problem. WDV übertragende Zikaden sind das Problem.

Wie sehen die Tierchen denn aus? Hier springt auch allerhand Getier in der gerade aufgelaufenen Gerste rum...

im übrigen staubts hier egal womit gedrillt wird und auch egal ob Vorarbeit oder direkt in unbearbeitet/Zwischenfrucht...
und soeben Herbstaussat 2018 mit Weizen nach Bohnen abgeschlossen.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Limo am 10. Oktober 2018, 07:52:15
Kann man eigentlich Wanzen und Zikaden gleich setzen? Bei uns fliegen derzeit jede Menge Wanzen herum!
Hab sowas in der Form noch nicht erlebt.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: NobbyNobbs am 10. Oktober 2018, 08:25:30
Kann man eigentlich Wanzen und Zikaden gleich setzen? Bei uns fliegen derzeit jede Menge Wanzen herum!
Hab sowas in der Form noch nicht erlebt.

Wie gleich setzen?

Zikaden sind massenhaft da- und keiner weiss was die so alles mit sich schleppen. Neben der Wärme und der Erfahrungen aus den letzten Jahren ist das ein Grund warum unsere Säleistung am Tag zur Zeit so 10-15 ha entspricht. Zum Vergleich, wenn es drückt machen wir 50-60 ha/Tag. Wir wollen noch gar nicht so richtig. Mir ist nicht wohl dabei....
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: BNT am 10. Oktober 2018, 09:31:27
Wann möchtest du denn dann drillen? Nach dem ersten strengeren Frost? Das kann dauern.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: NobbyNobbs am 10. Oktober 2018, 09:46:19
Wann möchtest du denn dann drillen? Nach dem ersten strengeren Frost? Das kann dauern.

Ja von mir aus kann's bis Weihnachten so weiter gehen. Dann hat auch meine am 26.9. gedrillte Linie 10 Blätter. ;D
Wir drillen so ganz entspannt weiter eben. Irgendwann Mitte Oktober sind wir ja dann fertig. So war auch die Vorstellung vor der Saison, also passt alles. Sind auch viele, die hier Ende September gedrillt haben. Irgendeiner muss ja aber auch die Zikaden füttern, das ist schon okay so.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: BNT am 10. Oktober 2018, 09:51:22
Ich habe am 2.10. gedrillt und nun spitzt er. Wir haben täglich über 20°C, was schon krass ist.
Zikaden könnten heuer eben auch beim spät gedrillten ein Thema werden. Derzeit sieht es nach keinem Wetterumschwung aus. Aber wer weiß schon, was in einer Woche kommt. Derzeit sind sogar die Bäume noch grün.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: angusy am 10. Oktober 2018, 10:22:08
Ich habe meinen ersten Weizen am 28.9. gedrillt, als alle andere hier wie wild versucht haben, Gerste in das gepflügte Land zu vergraben.

Von der Gerste fehlt bislang jede Spur. Mein Weizen spitzt nun super gleichmäßig.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: NobbyNobbs am 10. Oktober 2018, 11:56:07
Ich habe am 2.10. gedrillt und nun spitzt er. Wir haben täglich über 20°C, was schon krass ist.
Zikaden könnten heuer eben auch beim spät gedrillten ein Thema werden. Derzeit sieht es nach keinem Wetterumschwung aus. Aber wer weiß schon, was in einer Woche kommt. Derzeit sind sogar die Bäume noch grün.

Ja aber lühler wird‘s in jedem Fall, zudem heizen- äh frösteln- die Nächte ordentlich ein. Also was das angeht sind die späteren Saaten immer im Vorteil. Zudem nehmen die Frühsaaten mehr N auf, was grade das ist, worauf Phloemsauger so abfahren.... also links satte Wiese Frühsaat, rechts spitzender Weizen, dann zieht‘s alles nach links. Links- nicht nur politisch katastrophal.....
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: joe am 10. Oktober 2018, 14:14:39
Ich habe am 2.10. gedrillt und nun spitzt er. Wir haben täglich über 20°C, was schon krass ist.
Zikaden könnten heuer eben auch beim spät gedrillten ein Thema werden. Derzeit sieht es nach keinem Wetterumschwung aus. Aber wer weiß schon, was in einer Woche kommt. Derzeit sind sogar die Bäume noch grün.

Ja aber lühler wird‘s in jedem Fall, zudem heizen- äh frösteln- die Nächte ordentlich ein. Also was das angeht sind die späteren Saaten immer im Vorteil. Zudem nehmen die Frühsaaten mehr N auf, was grade das ist, worauf Phloemsauger so abfahren.... also links satte Wiese Frühsaat, rechts spitzender Weizen, dann zieht‘s alles nach links. Links- nicht nur politisch katastrophal.....
Mag theoretisch alles  richtig sein , aber je schlechter ein Standort ist , um so wichtiger ist eine frühe Aussaat !
Ich bin zwar seit gestern  aus dem krankenhaus aber bis auf weiteres an den Rollstuhl gefesselt und schon deshalb froh das ich den größten Teil im Boden habe .
Einer meiner Söhne wollte heute Abend kommen und den erstgedrillten Roggen spritzen , vom Gefühl würde ich sagen das ein Insektizid aktuell wichtiger als ein Herbizid ist  :frage:
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: wolf am 15. Oktober 2018, 11:32:37
WDV-Virosen könnten diesen Herbst ein ernstzunehmendes Thema sein.
Im Monitoring des LfL hier in Bayern an Ausfallgetreide ist eine erhebliche Viruslast nachgewiesen. Bayernweit ist ein Befall von ca. 40% nachgewiesen. Bei uns im trockenen Nordostbayern sind 19 von 24 Proben und damit 80% der Proben mit WDV infiziert.

Zusammen mit einem starken Zikadenaufkommen dürfte der Virusdruck für jetzt auflaufende Weizensaaten erheblich sein.
Ich habe noch nix in der Erde. 

Quelle:
http://www.lfl.bayern.de/ips/getreide/018724/index.php
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: nofear am 15. Oktober 2018, 12:15:45
Die Frage lautet, wie kann man reagieren, wenn Gerste und Weizen draussen sind? Nicht nur chemisch, sondern auch biologisch/physikalisch/homöopatisch etc.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Uwe am 15. Oktober 2018, 13:33:20
Hier ein aktuelles Bild vom Weizen nach Sommergerste.
Gedrillt wurde um den 20.09. in reichlich warmen Boden.
Damals war nicht so eine lange Warmphase vorhergesagt (genau genommen dachte ich, ich schaffe es gerade so eben vor einer längeren Tiefdruckphase das Zeug reinzukriegen...).
Jetzt entwickelt sich das Ganze ein bißchen zu hurtig...

Achso, und nach wie vor drille ich mit meiner alten D8-30 Schleppschardrille und Rau KC230 mit Schleppzinken und Zahnpackerwalze.
Besser als auf dem Bild wird es mit dem Gelumpe halt nicht...

Die Überlappung am Vorgewende ist viel zu groß, weil ich im Dunkeln trotz besten LED-Scheinwerfern nicht mehr allzuviel sehen konnte. Am nächsten Tag stand halt die Rückreise nach Lüneburg an.

Herbstbehandlung gab es noch vor dem Auflaufen mit DFF, FFA und CTU.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: BNT am 19. Oktober 2018, 07:31:57
Nobby, wie sieht's aus? Es ist ja eine Wetteränderung in Sicht. Schon am Drillen?

Selbst wenn es so warm ist - der Sonnenstand ist niedrig und damit bremst es die Bestände schon ordentlich. Wir haben derzeit morgens immer so um die 6°C und Nachmittags dann um 10°C mehr. Da sieht man dann auch noch einiges an Insekten fliegen.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: NobbyNobbs am 19. Oktober 2018, 08:18:16
Nobby, wie sieht's aus? Es ist ja eine Wetteränderung in Sicht. Schon am Drillen?

Selbst wenn es so warm ist - der Sonnenstand ist niedrig und damit bremst es die Bestände schon ordentlich. Wir haben derzeit morgens immer so um die 6°C und Nachmittags dann um 10°C mehr. Da sieht man dann auch noch einiges an Insekten fliegen.

Höh? Klar?! Wir sind doch schon ewig dran und am 17. fertig geworden. Haben uns nur sehr sehr viel Zeit gelassen. So ne Aussaat wie dieses Jahr....Wahnsinn... letzte Jahr konnte man genau jetzt ca. 4 Tage drillen, davor/danach war Ende für‘s Jahr....
 Das Gröbste kam zwischen 10. und 15. in den Boden, also wie geplant.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: nofear am 19. Oktober 2018, 09:47:42
Wie es richtig war sieht man eh erst hinterher.

Nur ist es so, dass die gedrillten Bestände bisher aufgrund der Trockenheit zwar meist erstaunlich gut aufgelaufen sind, aber sich nur im Schneckentempo weiterentwickeln.
Mal sehen was die Insekten an den aufgelaufenen Beständen angerichtet haben. Gespritzt wurde hier (nicht nur bei mir) bisher nix, weder Insektizid noch Herbizid. Auch in der Gerste, die ca. ein bis zwei Wochen früher verbuddelt wurde.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Raider am 19. Oktober 2018, 11:37:30
Wie es richtig war sieht man eh erst hinterher.

Nur ist es so, dass die gedrillten Bestände bisher aufgrund der Trockenheit zwar meist erstaunlich gut aufgelaufen sind, aber sich nur im Schneckentempo weiterentwickeln.
Mal sehen was die Insekten an den aufgelaufenen Beständen angerichtet haben. Gespritzt wurde hier (nicht nur bei mir) bisher nix, weder Insektizid noch Herbizid.

Die Bestände hier laufen sehr unterschiedlich auf. Ich fahr gar nicht mehr schauen. Sieht grausam aus...
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: christian79 am 19. Oktober 2018, 12:28:51
Wie es richtig war sieht man eh erst hinterher.

Nur ist es so, dass die gedrillten Bestände bisher aufgrund der Trockenheit zwar meist erstaunlich gut aufgelaufen sind, aber sich nur im Schneckentempo weiterentwickeln.
Mal sehen was die Insekten an den aufgelaufenen Beständen angerichtet haben. Gespritzt wurde hier (nicht nur bei mir) bisher nix, weder Insektizid noch Herbizid.

Die Bestände hier laufen sehr unterschiedlich auf. Ich fahr gar nicht mehr schauen. Sieht grausam aus...

Könntet Ihr mal Foto´s einstellen?

hier gab es nach der Saat 2-stellige Regenmengen, so dass alles aufgelaufen ist
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Raider am 19. Oktober 2018, 13:15:09
Wie es richtig war sieht man eh erst hinterher.

Nur ist es so, dass die gedrillten Bestände bisher aufgrund der Trockenheit zwar meist erstaunlich gut aufgelaufen sind, aber sich nur im Schneckentempo weiterentwickeln.
Mal sehen was die Insekten an den aufgelaufenen Beständen angerichtet haben. Gespritzt wurde hier (nicht nur bei mir) bisher nix, weder Insektizid noch Herbizid.

Die Bestände hier laufen sehr unterschiedlich auf. Ich fahr gar nicht mehr schauen. Sieht grausam aus...

Könntet Ihr mal Foto´s einstellen?

hier gab es nach der Saat 2-stellige Regenmengen, so dass alles aufgelaufen ist

Ich werde am Wochenende mal Bilder machen. Wir hatten seit 1. August 3 Niederschlagsereignisse. Mitte August 12 mm (Mitten in die Hitze, die waren nach 2 Tagen wieder weg), Anfang Sep 3 mm und dann am 23. Sep 22 mm in 10 Minuten.
Davor hatten wir aber - das muss man ehrlicherweise dazus agen - echt Glück mit dem Wetter. Hatten von April bis Jun immer zur rechten zeit mal ein (Gewitter)-Regen, sod ass wir für unsere Verhältnisse eine richtig gute Ernte einfahren konnten.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Felix am 19. Oktober 2018, 17:12:59
Wie es richtig war sieht man eh erst hinterher.

Nur ist es so, dass die gedrillten Bestände bisher aufgrund der Trockenheit zwar meist erstaunlich gut aufgelaufen sind, aber sich nur im Schneckentempo weiterentwickeln.
Mal sehen was die Insekten an den aufgelaufenen Beständen angerichtet haben. Gespritzt wurde hier (nicht nur bei mir) bisher nix, weder Insektizid noch Herbizid.

Die Bestände hier laufen sehr unterschiedlich auf. Ich fahr gar nicht mehr schauen. Sieht grausam aus...

Hier von bis je nachdem wie wassersparend die Vorarbeit war ...
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: angusy am 19. Oktober 2018, 18:59:51
Eigentlich bin ganz zufrieden, aber man kann schon beim Auflaufen jeden Bodenpunkt-Unterschied im Schlag erkennen.....
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Isl am 20. Oktober 2018, 09:25:38
Moin Moin,
Wie siehts denn bei Euch mid der Herbizidmaßnahme aus?
Bei mir ist jetz alles aufgelaufen zumindest an Weizen, sonst lässt sich noch nichts blicken. Und das ganze auch noch relativ gleichmässig, obwohl seit der Saat am 6-9. Oktober kein Niederschlag mehr fiel. Sprich die Oberfläche ist pfurz trocken. Aber das soll sich Dienstag ändern, ab Dienstag solls mal eine Woche regnen. Obs dann so kommt wird sich zeigen. Die Frage ist jetzt ob Ich jetz noch vor dem Niederschlag  Bacara spritzen soll, oder bis nach dem Niederschlag warten soll wo sich halt dann das Risiko der Befahrbarkeit ergibt. Was meint ihr?
gruß Johannes
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Desperado am 20. Oktober 2018, 11:31:11
Also hier läuft absolut gar nichts auf, was nicht unmittelbar nach dem 23. September gesät worden ist (letzter Regen).

Ich wollte zuerst den Roggen säen und die Stoppeläcker grubbern, um das Ausfallgetreide zum Auflaufen zu bringen, aber als ich dann zwei Tage später die Rapsäcker für die Weizenaussaat grubbern wollte, ist der Grubber schon gar nicht mehr in den Boden eingezogen. Und auch der Ausfallweizen ist aufgrund der Trockenheit noch gar nicht aufgelaufen.

Wahrscheinlich hätte ich die Rapsaussaat am 8. September sein lassen und stattdessen die gesamten Äcker einmal durchgrubbern sollen, als es noch einigermaßen gut gegangen ist .... aber hätte, hätte, Fahrradkette (frei nach dem Philosophen Peer Steinbrück). Hinterher ist man immer schlauer, und es war auch nicht abzusehen, dass es so trocken bleibt.

Ich hab noch meinen gesamten Weizen und Dinkel zu säen, aber wenn es mal regnet, geht das auch recht schnell über die Bühne. Es ist ja nicht so, dass wir dieses Jahr große Kluten hätten, die man erst nochmal durchklopfen muss.

Die früh gesäte und bereits herbizidbehandelte Wintergerste auf den ausgetrockneten Tonböden (nach Mais) geht sicher den Bach runter. Und auch den Raps kann ich wohl abschreiben, wobei sich das erst nach einem ausgiebigen Regen beurteilen lässt. Ich bin jedenfalls der Einzige, der es hier im näheren Umkreis von 5km mit Raps probiert hat.

Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: dirkk am 20. Oktober 2018, 12:13:25
Ich warte mit den Herbiziden solange , bis wirklich die Bodenoberfläche feucht wird , und wenn es dafür November wird . Mit Befahrbarkeit hab ich hier keine Probleme . In so einem Jahr wie diesem geht es möglicherweise bis in den Dezember - passiert hier jedes zweites Jahr .

Auch die Regenprognosen für die nächste Woche sind eher knapp - so nach Modell zwischen 3 und 6 mm . Die erste , vor wenigen Tagen gerodete Rübenfläche hab ich bisher nicht mit Weizen bestellt , weil schlichtweg nicht genug Wasser da ist , um vernünftig Keimung zu erzeugen . Das Bestellen geht auch noch im November . Wenn der Weizen dann gleichmäßig aufläuft , ist es mir mehr wert als jetzt ein Flickenteppich .

Gruss
dirkk
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: fons am 20. Oktober 2018, 14:34:58
Ich warte auch mit dem Herbizid im Weizen. Bei der Trockenheit kommt nicht mal der Restliche Ausfallraps zum keimen.
Hier auch momentan recht viel Tau bis Mittags das ist ein Zeichen das es trocken bleibt !
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Ansgar am 20. Oktober 2018, 16:16:46
Ich sah bis dato noch nicht einmal in der Gerste die Veranlassung dazu, für reinen Tisch zu sorgen. Wozu auch? Es ist einfach viel zu trocken, um adäquate Wirkungsgrade erzielen zu können. Die Niederschlagsmenge, die für Anfang nächster Woche hier schon letzte Tage prognostiziert worden ist, wird nun von Seiten der Meteorologen von Tag zu Tag immer weiter runtergeschraubt - wahrscheinlich bleibt am Ende nur noch Mückenpisse über! :o
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Isl am 20. Oktober 2018, 17:59:40
Jup, hab ich auch grad gesehen dass die Niederschlagsmengen nach untn korrigiert werden. Darum werd ich auch noch warten. Als Exitstrategie bleibt halt Broadway im Frühjahr.
Ich hab nach der Saat gleich die Fahrgassen abgefahren um ein Absaufen dieser zu vermeiden.
gruß Johannes
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Uwe am 20. Oktober 2018, 20:19:00
Mein Weizen ist jetzt im 3 Blatt Stadium. Eigentlich sollen sich nicht viel mehr als 2 Nebentriebe bilden, damit die Auswinterungsgefahr nicht zu sehr ansteigt ... das könnte knapp werden.
Im Moment kommt der Spätsaat Öko-Umstellungsroggen in die Erde, aber das ist ein anderes Thema...
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Felix am 26. Oktober 2018, 19:24:22
Der Regen der letzten Tage hat auch die restlichen ruhenden Weizenkörner zum auflaufen bewegt. So werden sich die kleinen Lücken im Bestand noch schließen und die Feuchtigkeit sollte fürs Herbizid gereicht haben.
Die leichten Streifen resultieren aus der uneben Fläche vor der Drille zudem. Oben auf dem Sandkopf ist der Aufgang gleichmäßiger.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Raider am 31. Oktober 2018, 09:59:44
wir hatten jetzt gestern mal 7 mm Regen. überlege jetzt noch Herbizid zu fahren. Allerdings sind jetzt wieder 7 Tage kein Regen angesagt. Die 7 mm war der erste Regen seit Wochen.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: fons am 31. Oktober 2018, 10:11:44
Hier auch 7 mm Feuchte ist aber genug da. Gestern die ZR geerntet ( geschätzte 70 t ) anschl. gegrubbert heute kommt noch der Weizen rein.
Und die nächsten Tage wird der " Rapsweizen " noch mit Viper Compact behandelt.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Farmer_Sam am 31. Oktober 2018, 10:47:25
Bei uns auch 6mm Regen gestern.
Weizen geht auf leichtem Boden recht gut auf, aber auf schweren Boden tut er sich sehr schwer.
Da Windhalm/AFU bisher kaum zu sehen ist bei warte ich mit Herbizid noch bis mehr Regen gemeldet ist.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Felix am 31. Oktober 2018, 17:11:54
Regen der letzten Tage hat den rest auch zum Auflaufen bewegt, sieht aktuell ganz passabel aus. Bestände sind soweit auch sauber, ob noch Mangan kommt wird sich zeigen, dazu muss noch etwas Blattmasse kommen.

Weizen auf dem Bild mit Claydon gedrillt nach Winterrraps, vorher zweimal flach mit der KSE rüber.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: nofear am 31. Oktober 2018, 22:25:34
Wieviel K/m² sind das?
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Felix am 01. November 2018, 07:44:31
Wieviel K/m² sind das?

340
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: wernerzwo am 06. November 2018, 08:07:40
Ist das nicht zu dicht (in der Reihe)?
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Felix am 06. November 2018, 20:07:56
Ist das nicht zu dicht (in der Reihe)?

Will ich nicht ausschließen ... mehr kann ich dir im Verlauf der Vegetation sagen.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Präzisionsbauer am 06. November 2018, 20:37:07
Ist das nicht zu dicht (in der Reihe)?

Will ich nicht ausschließen ... mehr kann ich dir im Verlauf der Vegetation sagen.

Wir hatten ziemlich Probleme mit Lageranfälligkeit als wir die Claydon ausprobiert haben. Gleicher Schlag, gleiche Behandlung.. Ich würde - jetzt im Nachhinein- etwas moderater düngen.. (nur als Anmerkung/Tipp/Empfehlung aus eigener Erfahrung)
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Felix am 07. November 2018, 21:06:56
Ist das nicht zu dicht (in der Reihe)?

Will ich nicht ausschließen ... mehr kann ich dir im Verlauf der Vegetation sagen.

Wir hatten ziemlich Probleme mit Lageranfälligkeit als wir die Claydon ausprobiert haben. Gleicher Schlag, gleiche Behandlung.. Ich würde - jetzt im Nachhinein- etwas moderater düngen.. (nur als Anmerkung/Tipp/Empfehlung aus eigener Erfahrung)

Danke dafür, sind beides eher kurze Sorten (Informer & RGT Sacramento) deswegen mal abwarten.

Dieses Jahr hat Atlantis und etwas CCC den Weizen ausreichend gedrückt  ;D
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Desperado am 08. November 2018, 15:20:58
Ist das nicht zu dicht (in der Reihe)?

Will ich nicht ausschließen ... mehr kann ich dir im Verlauf der Vegetation sagen.

Wir hatten ziemlich Probleme mit Lageranfälligkeit als wir die Claydon ausprobiert haben. Gleicher Schlag, gleiche Behandlung.. Ich würde - jetzt im Nachhinein- etwas moderater düngen.. (nur als Anmerkung/Tipp/Empfehlung aus eigener Erfahrung)

Danke dafür, sind beides eher kurze Sorten (Informer & RGT Sacramento) deswegen mal abwarten.

Dieses Jahr hat Atlantis und etwas CCC den Weizen ausreichend gedrückt  ;D

Informer hat zwar ne gute Grundstandfestigkeit und Halmstabilität, aber als mittellange Sorte mit ner schweren langen Ähre wirst Du wohl schwer auf Moddus verzichten können, während beim Sacramento ein Cycocel sicher ausreichen dürfte.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Felix am 08. November 2018, 19:28:48
Ist das nicht zu dicht (in der Reihe)?

Will ich nicht ausschließen ... mehr kann ich dir im Verlauf der Vegetation sagen.

Wir hatten ziemlich Probleme mit Lageranfälligkeit als wir die Claydon ausprobiert haben. Gleicher Schlag, gleiche Behandlung.. Ich würde - jetzt im Nachhinein- etwas moderater düngen.. (nur als Anmerkung/Tipp/Empfehlung aus eigener Erfahrung)

Danke dafür, sind beides eher kurze Sorten (Informer & RGT Sacramento) deswegen mal abwarten.

Dieses Jahr hat Atlantis und etwas CCC den Weizen ausreichend gedrückt  ;D

Informer hat zwar ne gute Grundstandfestigkeit und Halmstabilität, aber als mittellange Sorte mit ner schweren langen Ähre wirst Du wohl schwer auf Moddus verzichten können, während beim Sacramento ein Cycocel sicher ausreichen dürfte.

Danke für den Hinweis  ;) :)
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Felix am 20. Januar 2019, 08:01:53
Auch wenn ein leichter Sandboden viele Nachteile hat, so ist ein klarer Vorteil das wenn auf den ausgetrockneten Boden etwas Regen fällt der sofort den Pflanzen zur Verfügung steht. Auf den Bilder schön zu sehen, beide jeweils vom Vorgewende in die entgegengesetzte Richtung, der Weizen auf dem Sand war etwas schneller im Auflauf, Vorfrucht Raps.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Ansgar am 20. Januar 2019, 11:25:22
Sehe ich da auf dem zweiten Bild leichte Anzeichen von Manganmangel oder M.nivale? :frage:
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: wernerzwo am 20. Januar 2019, 18:34:42
So schaut ein Bestand mit 220 Kö/m2 aus, wenn nicht jede zweite Säschare verstopft ist  ;D

Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: pff am 20. Januar 2019, 19:32:13
Sehe ich da auf dem zweiten Bild leichte Anzeichen von Manganmangel oder M.nivale? :frage:

kein wunder, kommt davon wenn man das vorzeichen von redoxpotenzial auf negativ dreht.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Uwe am 20. Januar 2019, 20:15:31
Achso, jetzt ists klar.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Desperado am 20. Januar 2019, 20:37:54
Sehe ich da auf dem zweiten Bild leichte Anzeichen von Manganmangel oder M.nivale? :frage:

Wo siehst Du denn Schneeschimmel?
Für mich sieht das einfach nur aus, als ob da ohne Filter gegen die Sonne geknipst wurde.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Felix am 20. Januar 2019, 20:50:24
Sehe ich da auf dem zweiten Bild leichte Anzeichen von Manganmangel oder M.nivale? :frage:

kein wunder, kommt davon wenn man das vorzeichen von redoxpotenzial auf negativ dreht.

Komm her und machs besser.

@Ansgar: Mangan, ist n Sanddkopf, nix unübliches
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Maximus am 20. Januar 2019, 20:57:15
Meiner lag lange in der Asche und ist noch nicht ganz so weit... dafür gabs heute traumhaften Sonnenschein  ;D
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: pff am 20. Januar 2019, 21:06:40
ein vereinsmitglied bittet?

das ist mal was neues!
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Felix am 20. Januar 2019, 21:15:34
ein vereinsmitglied bittet?

das ist mal was neues!

Sorry, "bitte komm her und mach es besser"
Kann da sicherlich noch was lernen.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: pff am 20. Januar 2019, 21:21:31
kommen werde ich nicht!

zum googlen habt ihr leute in euren reihen. suchwort redoxpotenzial

und das ist nicht manganmangel, sondern die folgeerscheinung, die sich nach schulbuchmeinung als manganmangel zeigt.

probiers mal mit kieserit. für die weiteren zeralien seid ihr noch nicht soweit.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Uwe am 20. Januar 2019, 21:30:16
OK.

Ich weiß nicht wie das bei den anderen hier so ist, aber ich werde mich dann melden,
wenn ich das entsprechende Niveau erreicht habe!
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: NobbyNobbs am 20. Januar 2019, 21:31:14
kommen werde ich nicht!

zum googlen habt ihr leute in euren reihen. suchwort redoxpotenzial

und das ist nicht manganmangel, sondern die folgeerscheinung, die sich nach schulbuchmeinung als manganmangel zeigt.

probiers mal mit kieserit. für die weiteren zeralien seid ihr noch nicht soweit.

Genau. Es ist wichtig zuerst die Zeralien zu erreichen, dann sehen wir weiter.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Felix am 20. Januar 2019, 21:43:22
kommen werde ich nicht!

zum googlen habt ihr leute in euren reihen. suchwort redoxpotenzial

und das ist nicht manganmangel, sondern die folgeerscheinung, die sich nach schulbuchmeinung als manganmangel zeigt.

probiers mal mit kieserit. für die weiteren zeralien seid ihr noch nicht soweit.

Schwefel kommt hier über ASL, entweder solo, in Gülle oder in Mische mit AHL. Mg ist auf meinen Flächen eher zu viel als zu wenig vorhanden.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: pff am 20. Januar 2019, 21:50:33
schwefel hat dir das eingebrockt
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: FFFlorian am 21. Januar 2019, 08:07:02
schwefel hat dir das eingebrockt

Meinst du der Schwefel hat hier gute sachen Weg gelöst ?

Aslo sprich Spurenelemente oder Ca
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Schorsch am 21. Januar 2019, 14:25:20
Sehe ich da auf dem zweiten Bild leichte Anzeichen von Manganmangel oder M.nivale? :frage:

kein wunder, kommt davon wenn man das vorzeichen von redoxpotenzial auf negativ dreht.

Na, da erlaube ich mir doch mal per Ferndiagnose zu diagnostizieren, dass mir diese Deine Ferndiagnose einer, an sich schon zweifelhaften Ferndiagnose durchaus zweifelhaft erscheint.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: NobbyNobbs am 22. Januar 2019, 09:30:11
;D ;D
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: fluegelflitzer7 am 22. Januar 2019, 10:31:57
@schorsch

 ;D ;D
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: pff am 22. Januar 2019, 17:21:39

schorsch + deine trolligen aussagen
glaubst du überhaupt an irgendetwas? - du stellst ja alles in zweifel. - ... als Katholik hoffentlich nicht das fest der auferstehung.

ich gib dir nachhilfe, da ja schulen bis zur uni ja nix lehren in lw zur biologie, oder die studenten nix davon wissen wollen.
vor/zur saat schraubt Felix redoxpotenial in die höhe (nur kurzes strohfeuer). felix aussagen zum Standort, düngung, bilder und weitere zusammenhänge deuten darauf hin das redoxpotenial von vorm winter und jetzt von +(knapp) 200 auf -(knapp 200) gesunken ist.

die macht der mikrobiologischen Leistung ist euch wohl unbekannt, kam euerseits nix qualifiziertes.


Zitat von: fluegelflitzer7&nobbynobbs

 ;D ;D


schon bereit (vorm bettgehen) fürs zähne putzen?
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Vieton am 22. Januar 2019, 17:51:25
pff, auf welche Stoffe beziehst du das Redoxpotential, oder ist damit eher anpassung pH-Wert, KAK, etc. gemeint?
Bitte ein bisschen mehr Infos in deinen Antworten, dann werden es wohl auch mehr Leute versuchen zu verstehen.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: pff am 22. Januar 2019, 18:07:18
redox sind 2 wörter enthalten reduzieren und oxidieren. beides sind chem. "grundbegriffe". es dreht sich um das sauerstoffatom, das kann man messen sowie den ph wert der die anzahl der wasserstoffatome wiedergibt.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Schorsch am 23. Januar 2019, 08:39:28
glaubst du überhaupt an irgendetwas? - du stellst ja alles in zweifel. - ... als Katholik hoffentlich nicht das fest der auferstehung.
...
die macht der mikrobiologischen Leistung ist euch wohl unbekannt, kam euerseits nix qualifiziertes.

Da waren wir ja sehr schnell bei religiös-weltanschaulichen Fragen. Dazu soviel: Ernsthaftes Glauben bedeutet nicht unbedingt blindes Abnicken oder gedankenloses Nachbeten sondern durchaus auch In-Frage-stellen oder Zweifeln. Da gehts anderen übrigens ähnlich:
https://www.domradio.de/themen/papst-franziskus/2016-06-20/papst-bekennt-glaubenszweifel
Zitat von: Papst Franziskus
Papst Franziskus hatte nach eigenen Worten immer wieder Glaubenszweifel. Oft habe er religiöse Krisen erlebt, "als Jugendlicher, Seminarist, Priester, Ordensmann, Bischof und Papst", sagte er beim Besuch eines römischen Studienkollegs.

Zum Redoxpotential:
Ich tu mich schwer damit, Dinge, die meinem Kenntnisstand widersprechen, direkt zu glauben, wenn sie nicht für mich nachvollziehbar untermauert sind. Ich als Dödel in Sachen Mikrobiologie reime mir die Sache etwa so zusammen:
Mehrfache Bodenbearbeitung ergo viel Luft und somit Förderung der Umwandlung von Mn2+ in nicht pflanzenverfügbare höhere Oxidationsstufen.
Andererseits wird durch die Ammoniumdüngung, die vermehrte Reduktion von Manganoxid zu pflanzenverfügbarem Mn 2+ bewirkt.
Und ja, die Manganoxidation und -Reduktion erfolgt hauptsächlich mikrobiell.
Was der Schwefel aus ASL bzw. Kieserit dahingehend bewirkt, muss mir jemand mal bei Gelegenheit erklären.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: charlie am 23. Januar 2019, 11:37:25
Mein Kenntnisstand deckt sich in etwa mit Schorschs Beschreibung und wird auch von meinen Beobachtungen im Feld gestützt.
Ähnlich wie Schorsch hätte ich dann gern eine andere Sichtweise so erklärt, dass man das auch mal nachvollziehen kann. Da das von gewissen Kreisen aber weder gewünscht noch ohne geheimnisvolle Umschreibung möglich ist, muss ich wohl dumm sterben.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Schorsch am 23. Januar 2019, 13:32:32
Was ich bisher noch garnicht verstehe:

"die Folge eines Manganmangels, der fälschlich als Manganmangel diagnostiziert wird..."

"Schwefel hat Dir die Situation eingebrockt..."

"versuchs mal mit Kieserit ..."

Ein von Fritz (pff) vorgeschlagenes googlen nach "Redoxpotential" hat mir dabei noch nicht weitergeholfen. Ich bräuchte bitte nochmal einen Tip.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: BNT am 23. Januar 2019, 13:54:06
sowie den ph wert der die anzahl der wasserstoffatome wiedergibt.

Ist das so?

Das glaube ich nicht. ;)


Ich hatte schon früher den Verdacht, dass oft die Grundlagen fehlen. Was der pH Wert ist, dürfte vielen, selbst jenen, die mit ihm täglich zu tun haben, nicht klar sein.
Titel: Ph-Wert und Wasserstoff
Beitrag von: adefrank am 23. Januar 2019, 14:44:52
sowie den ph wert der die anzahl der wasserstoffatome wiedergibt.

Ist das so?

Das glaube ich nicht. ;)


Ich hatte schon früher den Verdacht, dass oft die Grundlagen fehlen. Was der pH Wert ist, dürfte vielen, selbst jenen, die mit ihm täglich zu tun haben, nicht klar sein.
Nun der ph Wert ist definiert als der negative dekadische Logarithmus des H+-Ionenconzentration. Insofern ist obige Aussage schon grob richtig. Genaugenommen sind da H+-Ionen (die als H3O+ vorliegen) gemeint und es ist nicht die Anzahl sondern die Konzentration und davon der Logarythmus. Aber das halt ich für Feinheiten. Insofern ist die Aussage von pff an sich schon richtig, nur formal etwas unsauber formuliert.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: BNT am 23. Januar 2019, 14:50:30
Man kann auch sehr tolerant sein, ja.

Die Wasserstoffatome sind insofern wenig relevant, weil es hier um Wasserstoffionen geht. Ich kann zb ein Glas voll reines Wasser (H2O) haben, da sind auf jeden Fall sehr sehr viele Wasserstoffatome drin, aber wie viele Wasserstoffionen?

Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: sten am 23. Januar 2019, 14:53:33
Ich war mal so frei einige offtopic Beiträge zu verschieben. Alle konnte Ihre Meinung äussern und reagieren, aber für die Ewigkeit konservieren braucht man das nicht. Carsten
 
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Felix am 23. Januar 2019, 19:13:43

Zum Redoxpotential:
Ich tu mich schwer damit, Dinge, die meinem Kenntnisstand widersprechen, direkt zu glauben, wenn sie nicht für mich nachvollziehbar untermauert sind. Ich als Dödel in Sachen Mikrobiologie reime mir die Sache etwa so zusammen:
Mehrfache Bodenbearbeitung ergo viel Luft und somit Förderung der Umwandlung von Mn2+ in nicht pflanzenverfügbare höhere Oxidationsstufen.
Andererseits wird durch die Ammoniumdüngung, die vermehrte Reduktion von Manganoxid zu pflanzenverfügbarem Mn 2+ bewirkt.
Und ja, die Manganoxidation und -Reduktion erfolgt hauptsächlich mikrobiell.
Was der Schwefel aus ASL bzw. Kieserit dahingehend bewirkt, muss mir jemand mal bei Gelegenheit erklären.

Die Fläche wurde zweimal sehr flach mit einer KSE bearbeitet und dann liegen gelassen. Am 10. September  wurde der Raps abgespritzt (mit einer grad so eben ausreichenden Menge - mehr Glück als Verstand  ;D)
Aussaat WW erfolgte am 5. Oktober ohne weitere Bearbeitung mit einer Claydon Hybrid.

Somit sehe ich nicht die große Einbringung von Sauerstoff in den Boden.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: dirkk am 24. Januar 2019, 07:51:49
Eigentlich ist das beim Mangan oftmals so , daß genug im Boden ist bis auf ein paar sehr leichte leer gewaschene Böden . Beim Mangan spielt die Verfügbarkeit eine viel größere Rolle . Die ist geringer bei hohem pH- Wert , lockeren Böden mit hohem Luftgehalt ( bedingt dann hohe Redoxwerte ) , trockene Böden , humose Böden und auch viel zu hoher Phosphatgehalt ( Veredlungsgebiete ) können mögliche Ursachen sein . Klassiker ist der humose Sandboden , wo regelmäßig bei nasskalter Witterung , also im Spätherbst bis zum Frühjahr , Mn- Mangel zu sehen ist . Oftmals sind die Fahrspuren grüner im Feld , weil dort wegen der höheren Bodendichte die Verfügbarkeit besser ist .

Einfachste und immer noch finanziell interessanteste Methode , diesen Mangel temporär zu beheben , ist die Verabreichung von Mangan übers Blatt . Versuche , die Verfügbarkeit mit lokaler Versauerung durch Schwefel zu verbessern , mögen zwar theoretisch gehen , aber kosten auch mehr und machen nur Sinn ,wenn der pH- Wert wirklich zu hoch ist . Dazu zählt dann eben auch ,die bekannten Mangelstellen nicht zu hoch aufzukalken .

gruss
dirkk
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Felix am 15. Februar 2019, 19:03:28
Weizen sieht gut aus, der Ambello steht etwas buschiger drauf als der Informer. Positiv, ich konnte bisher keinen AFU finden, hat die Herbstbehandlung gut gewirkt oder der Druck war durch Vorfrucht Raps mit entsprechend Kerb kombiniert mit der geringen Bodenbewegung eh gering.

Bedingt durch uneben Boden steht der Ambello etwas struppig, der Claydon fehlt eben die Einzelscharführung, denke ich einem normalen Herbst wäre das nicht aufgefallen. 
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Cyberlui am 15. Februar 2019, 22:25:21
Mit was für einer Drille säst du??
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: klausg am 15. Februar 2019, 23:39:41
Claydon steht oben
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Rhoihesse am 16. Februar 2019, 10:04:51
Das sind mal 2 Bilder meiner Weizen. Gedrillt am Ende Oktober. Nach 2 flachen  und einer etwas tieferen Bodenbearbeitung wurde das Korn in ein Staubbett gedrillt. Zum Glück kamen nicht 40 Liter Regen in 30min. Bis jetzt bin ich durchaus zufrieden.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Uwe am 17. Februar 2019, 00:39:44
Eigentlich ist der Weizen dieses Jahr sehr gut durch den Winter gekommen.
Es sind alles polnische Sorten mit Saattermin Mitte September nach Sommergerste und Ackerbohnen.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Uwe am 17. Februar 2019, 00:44:18
Allerdings habe ich auch 3ha extrem spät gedrillten Weizen.
Hier wurde mal ein bißchen die mechanische Queckenbekämpfung geübt.
Hierdurch wurde erst zur Monatswende Oktober/November gedrillt.
Die Wärmesumme hat noch zum Keimen, aber nicht mehr zum Auflaufen gereicht.
Kann das noch was werden?
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: dirkk am 17. Februar 2019, 07:32:42
Wenn der Weizen nicht die ganze Zeit im Wasser lag , dann ist das durchaus möglich , das der noch etwas wird . Ich hab es aber auch schon zwei- oder dreimal erlebt , das angekeimter Winterweizen bei mittleren Kahlfrösten um - 15 Grad im Boden erfroren ist . Da würde ich also intensiv nachsehen .

Ich hab bei mir die Rübenmietenplätze im Dezember gesät und der Weizen war zu der Zeit mit den "stärksten" Frösten im Januar bei minus 12 Grad im Auflaufen und der wächst jetzt sichtbar weiter , wenn auch nur nachmittags . Morgens - 3 Grad und nachmittags +14 Grad .
Im Winter17/18 hab ich Ende Januar so eine Handvoll Weizen in den Boden gelegt als Experiment  , weil damals die letzten Rüben bei den Nachbarn geholt wurden . Der Weizen hat im Februar mehrfach bis - 14 Grad Kahlfrost bekommen - da kam am Ende nichts mehr - die toten Körner lagen so im Boden , mit 1- 2 mm toter Wurzel dran . Eben aufgelaufener Weizen hat das Ganze problemlos überstanden mit wenigen Blatterfrierungen .

Gruss
dirkk
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: christian79 am 18. Februar 2019, 14:00:47
Hier mal aktuelle Bilder vom Elixer.
Vorfrucht war Rotklee (3-malige Schnittnutzung als Futter), gedrillt wurde Mitte Oktober mit 340 Körnern.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: nofear am 18. Februar 2019, 16:16:35
Wie wurde vorher bearbeitet?
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: christian79 am 18. Februar 2019, 21:19:01
Scheibenegge Rebell auf max. Tiefe und am nächsten Tag Aussat mit KE und Drille
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: angusy am 21. Februar 2019, 09:37:43
Wie sieht es mit der 1. Gabe im Weizen aus ?

Mir eilt es nicht, da meine Bestände sehr gut bestockt sind. Die langfristige Wetterprognose sagt einen Umschwung mit Regen  :huepf: für das Faschingswochenende voraus. Vorher hätte ich schon mal etwas gedüngt  :frage:
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: NobbyNobbs am 21. Februar 2019, 09:41:29
Wie sieht es mit der 1. Gabe im Weizen aus ?

Mir eilt es nicht, da meine Bestände sehr gut bestockt sind. Die langfristige Wetterprognose sagt einen Umschwung mit Regen  :huepf: für das Faschingswochenende voraus. Vorher hätte ich schon mal etwas gedüngt  :frage:

Wie auch immer, an Karneval zu fahren ist Hochverrat. Da wird nur gesuffe
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Farmer_Sam am 21. Februar 2019, 11:22:53
Fast fertig mit der 1. Gabe im Weizen.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Fox! am 21. Februar 2019, 12:25:42
Ich werd morgen mal den Streuer einstellen.

Da ich noch Gärreste übrig habe werde ich die erste Gabe auf einem Teil der Flächen mineralisch und organisch fahren. Mal sehen wie das funktioniert.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Felix am 22. Februar 2019, 15:21:25
Wie sieht es mit der 1. Gabe im Weizen aus ?

Nächsten Mittwoch rückt die Gülledose an   :spielen:
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Fox! am 22. Februar 2019, 18:04:30
Streuer angehängt, eingestellt und Querverteilung überprüft - kann losgehen morgen.

Güllekette läuft auch seit heute Nachmittag.

Spring's incoming  8)
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Euro-T am 22. Februar 2019, 18:12:52
Wir fahren nächste Woche wohl mal die paar ha Raps ab, WW vielleicht dann übernächste Woche, mal gucken.

Sehe da derzeit keine Not.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: sten am 22. Februar 2019, 18:44:15
Morgen auf Frost oder warum am Wochenende?
Carsten

Streuer angehängt, eingestellt und Querverteilung überprüft - kann losgehen morgen.

Güllekette läuft auch seit heute Nachmittag.

Spring's incoming  8)
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Fox! am 22. Februar 2019, 19:28:33
Nächste Woche passt es zeitlich aus verschiedenen Gründen nicht. Für die Güllekette habe ich am Sonntag eine Fläche, die ohne Durchfahrten durch Ortschaften gefahren werden kann.

Frost ist hier eig. nicht mehr nötig. Ob das jetzt gut ist, steht wieder auf einem anderen Blatt...
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Uwe am 12. März 2019, 21:54:18
Endlich habe ich es mal geschafft 200x3 = 600 kräftige Triebe im Frühjahr hinzustellen.
Nur einige schwere Kuppen haben gerade mal 200...300 kräftige Triebe, aber da soll sich ja dieses Jahr endlich was an der Drilltechnik tun.
Als zusammengefasste 1.Gabe gab es 300 KAS + 150 SSA (112N + 36S) ...
... klingt viel, ist aber aus Erfahrung bei spätem Vegetationsbeginn und danach sofort einsetzender Frühjahrstrockenheit am sichersten.
Zu dichte Bestände hat es bei mir noch nie gegeben, es mangelt eher immer an der Ährenzahl und das begrenzt dann den Ertrag.
So bin ich sicher bis Mitte/Ende April versorgt, ab da gibts auch meist wieder zählbaren Niederschlag! Vorher wird hier auch kaum nennenswert Stickstoff mineralisiert werden. (Höhe Lübeck, aber 1000km weiter östlich mit eher kaltem, trägen Boden am Nordhang...)
Oder zaubere ich mir das erste Mal Lager?  :frage:
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Flori am 13. März 2019, 17:03:26

 Hört sich für mich nach einer sinnvollen Kombination an ... das wird bestimmt gut !
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: granola am 14. März 2019, 18:22:39
Ich verstehe das Geschwätz von der Vegetationsruhe nicht! Ok, mein Weizen wächst scheinbar im Schlaf, aber auch ganz ohne Nährstoffe? Die Beratung will uns einreden es sei noch kein Bedarf da.
Wenn ich mir aktuell anschaue was aus diesen Paar Halmen (siehe Bilder) geworden ist...
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Farmer_Sam am 15. März 2019, 16:36:21
Der Rapsweizen präsentiert sich sehr gut und ist prächtig entwickelt. Dank des milden Winters gibt es auch schon erste Pilzkrankheiten :(
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: BNT am 16. März 2019, 21:05:22
Hätt ich nicht erwartet, dass dem Weizen das wechselhafte Wetter so gut gefällt. Mal 20°C, dann wieder 0°C, dann wieder Föhn, dann Regen. Aprilwetter im März.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: dirkk am 16. März 2019, 22:38:10
Nach dem Feldrundgang am Freitag ( mit N-Tester ) habe ich auch eindeutig den Eindruck, daß dem Weizen dieses nasskühle Wetter sehr gefällt . Die Gerste dagegen bestockt zwar auch massig , aber hätte es dem Tester nach gerne etwas wärmer . Das kommt ja kommende Woche dann auch ....

gruss
dirkk
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: BNT am 17. März 2019, 08:44:17
Ich denke, dass die Auxinproduktion derzeit auf Hochtouren läuft, so, wie der die Blätter nach oben streckt.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Uwe am 07. April 2019, 21:28:27
Der Weizen bestockt schön vor sich hin. Demnächst wird es nochmal kurz kälter, das wird noch etwas bremsen.
Septoria Ausgangsbefall ist da, das sollte ich bei Infektionswetter im Hinterkopf haben.
Vor Ostern gibts auf jeden Fall noch was gegen Unkräuter und was gegen Umfallen! (Tomigan + Pointer + CCC?)
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Raider am 18. April 2019, 08:11:45
Ich habe in diesem JAhr drei Weizensorten im Anbau. RGT Reform, Nordkap und Rubisko. Mit Abstand am schlechtesten präsentiert sich derzeit Rubisko. Der kommt überhaupt nicht richtig ans Wachsen. Und das, obwohl er sogar eher noch auf den früheren Standorten steht...
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Desperado am 18. April 2019, 11:02:50
Ich habe in diesem JAhr drei Weizensorten im Anbau. RGT Reform, Nordkap und Rubisko. Mit Abstand am schlechtesten präsentiert sich derzeit Rubisko. Der kommt überhaupt nicht richtig ans Wachsen. Und das, obwohl er sogar eher noch auf den früheren Standorten steht...


Ich hab auch den Rubisko und den RGT Reform im Anbau - das meiste davon Ende Oktober als Stoppelweizen gesät. Den Reform hab ich auch als Rapsweizen stehen.
Dert Stoppelweizen steht irgendwie besser, weil er halt auch schon um den 10. November aufgelaufen ist, während der Anfang November gesäte Rapsweizen erst nach den Niederschlägen Ende November/Anfang Dezember aufgelaufen ist. Und diesen Entwicklungsrückstand konnte er bislang noch nicht wettmachen.

Den Rubisko hab ich auf einem Acker zusammen mit dem Reform stehen. Da hab ich mit dem Reform (ungebeizt) weitergesät, als mir beim Rubisko das Saatgut ausgegangen ist. Gedüngt wurde bislang mit geprilltem Harnstoff, den ich schon ein paar Jahre rumliegen hab und der langsam mal wegmusste, und nem NPK-Dünger.
Und ja, der Reform hat sich zunächst besser entwickelt und bestockt auch etwas stärker. Mittlerweile gefällt mir aber der Rubisko besser. Der hat sich die letzten beiden Wochen wirklich toll gemacht und hat mittlerweile ne satte dunkelgrüne Farbe.

Ich hab beim Rubisko aber auch letztes Jahr die zweite Düngung vorgezogen, weil er nicht so richtig in die Gänge kommen wollte, und dann hatte ich auf einmal doch noch einen sehr ansehnlichen Bestand. Beim Rubisko ist die Gefahr, dass Du die Bestandesdichte überziehst, sehr gering. Dafür körnt er auch bei Trockenheit sehr gut ein.

Mein Nachbar hat den Ambello, den er vorzugsweise nach Raps und Körnermais anbaut. Der zeigt sich zunächst schon etwas frohwüchsiger und bestockt wie blöd, aber der Rubisko holt später noch auf und macht die schönere und vollere Ähre und hat ne sehr gute Kornausbildung.

Ich war aber neulich mal auf dem Versuchsfeld, 15 km von hier, und dort steht seit diesem Jahr auch ein Versuch mit frühreifen Weizensorten, die wir auf unseren flachgründigen Muschelkalkböden mit begrenzter Ertragserwartung sehr gut gebrauchen können, und dort haben mir auch der Nemo und der RGT Sacramento sehr gut gefallen.

Ne interessante Sorte für die etwas besseren Böden könnte auch der SU Selke werden. Der ist zwar relativ spät in der Reife (vergleichbar mit Julius und Opal), aber die Sorte ist gesund, frühsaat- und stoppelweizentauglich und sehr kurz (2). Durch den langsameren aber schön gleichmäßigen Wuchs sollte auch der Wasserverbrauch geringer sein als bei einem üppig wachsenden Tobak oder Talent.

Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: charlie am 20. April 2019, 13:00:35
Die ASL-Düngung hat im Weizen zu gut differenzierten Beständen mit angepasster Bestandesdichte geführt.
Hier Bilder aus dem Stoppel-Nordkap.
Im übrigen ist das auch der Schlag, bei dem ich im Herbst den Geschwindigkeitsvergleich gefahren habe.
Wenn ich nicht genau wüsste, wo die Spuren mit 6, 12 bzw 16 km/h sind, würde man absolut nichts finden, auch ausgezählt finden sich keine Unterschiede.

https://www.agrowissen.de/de/forum/index.php?topic=5302.msg436304#msg436304 (https://www.agrowissen.de/de/forum/index.php?topic=5302.msg436304#msg436304)

Im Herbst konnte sich übrigens auch schon ein AW-User vom Saatbild des aufgelaufenen Weizens und den nicht erkennbaren Unterschieden überzeugen.

Düngung ca 3 Wochen verzögert zum Vegetationsstart 110N aus ASL am 21.3., Nmin 53kg. (im 3.Bild Übergang vom Vorgewende in den Schlag, leicht unfreiwillige SC-Dreiecke als Düngefenster  ;D )
Herbizid 350g Atlantis WG+Pointer Plus am 6.3., Kürzung 0,3 CCC, 0,33 Prodax, 6kg Bittersalz, 60g Mangan, 100g Kupfer, 120g Zink, 90g Bor am 16.4.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Rhoihesse am 30. April 2019, 18:50:03
Ich bin gerade bissel am verzweifeln. Mein Weizen ist relativ gesund. Durch denn regen die letzten Tage und den der nächsten Tage würde ich gerne zur Absicherung ein Fungizid spritzen. Mein Händler hat mir ein capalo empfohlen. Kostet 38€ / Hektar. Gemacht ist fungizidmässig noch nichts. Gibtˋs auch was günstigeres? Mit ähnlicher Wirkung? Ansonsten würde ich warten bis mehr Druck da ist und dann was machen und zum Abschluss noch ein gladio oder so.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: charlie am 30. April 2019, 18:59:14
Wie weit ist denn dein Weizen? Schiebt er schon das Fahnenblatt bzw spitzt es schon heraus?
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Rhoihesse am 30. April 2019, 19:00:45
Kurz davor. Es spitzt leicht.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Rhoihesse am 30. April 2019, 19:06:02
Das capelo hab ich jetzt da. Ein gladio auch. Wenn dann wäre morgen wohl der bessere Termin zum behandeln. Ab Donnerstag soll’s wieder regnen, einschließlich Wochenende.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Rhoihesse am 30. April 2019, 19:18:18
Ec 41 hat er noch nicht würde ich mal sagen. Hab bissel hart eingekürzt, damit kämpft er jetzt.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: charlie am 30. April 2019, 19:28:24
Ich würde noch ein wenig warten und dann eher auf eine Behandlung des kompletten Blattapparates setzen, die aktuellen Regenereignisse führen ja auch nicht zu einer sofortigen nicht mehr zu behandelnden Infektion.
Ob Capalo da dann das richtige Produkt ist? Eigentlich eher für die frühere Behandlung zu Schossbeginn.
Das Epoxiconazol hat sicher eine sehr gute Rostleistung und auch im Bereich Septoria kann es einiges.
Die Langzeitwirkung ist aber eher begrenzt.
Eine Abschlußbehandlung solltest du dann also je nach Witterung einplanen.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Euro-T am 30. April 2019, 20:14:12
Je nach vergangener Witterung würde ich nun auch nicht losstürzen - in meinen Augen wird oftmals viel zu viel Bohei um Septoria gemacht.

Solltest du dir absolut sicher sein, das du Sep.ttc Infektionen hattest, dann wäre kurativ momentan wohl 0,6 Epoxy das günstigste - aber eben nur kurativ.

Protektiv wäre da ein AmistarOpti noch möglich um preislich interessant zu bleiben, halte ich aber in der aktuellen Situation für nicht zweckmässig.

Capalo ist ein eher Mehltau-orientiertes Mittel, mit eben dem starken Epoxy - für aktuell imho Verschwendung.

Gladio ist mit dem DTR starken Propiconazol eher was für Stoppelweizen, das zusätzlich enthaltene Tebu ist Roststark, aber gegen Septoria gibt es Besseres.

Ich mag dieses Zusammengepansche im fertigen Kanister nicht.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: agri am 30. April 2019, 21:18:23
Ich bin gerade bissel am verzweifeln. Mein Weizen ist relativ gesund. Durch denn regen die letzten Tage und den der nächsten Tage würde ich gerne zur Absicherung ein Fungizid spritzen. Mein Händler hat mir ein capalo empfohlen. Kostet 38€ / Hektar. Gemacht ist fungizidmässig noch nichts. Gibtˋs auch was günstigeres? Mit ähnlicher Wirkung? Ansonsten würde ich warten bis mehr Druck da ist und dann was machen und zum Abschluss noch ein gladio oder so.

Relativ ist ja so ein dehnbarer Begriff und bei 39 sollte das Fahnenblatt ausgebildet sein .
Um des Rätzelslösung etwas zu beschleunigen wäre die Frage wie die Unteren Blätter aussehen , die sind doch da .
Etwas stramm eingekürzt bedeutet mit was und wieviel bei welcher Sorte .
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Rhoihesse am 30. April 2019, 23:28:22
0,3 Liter moddus zu ec 30 Sorte ambello und Reform. fahnenblatt ist am Anfang des schiebens. Oberes Blatt ist gesund nächsten 3leichter Befall. Letzte sind am absterben.
Capalo ist mir zur abschlusbehandlung auch zu wenig. Dann lieber ein adexar oder ähnliches.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: agri am 01. Mai 2019, 06:36:50
0,3 Liter moddus zu ec 30 Sorte ambello und Reform. fahnenblatt ist am Anfang des schiebens. Oberes Blatt ist gesund nächsten 3leichter Befall. Letzte sind am absterben.
Capalo ist mir zur abschlusbehandlung auch zu wenig. Dann lieber ein adexar oder ähnliches.

Nichts tun kann schädlich sein !

Wenn die Blattnässe öfter gegeben und länger als 24 Stunden anhielt dann solltest du entscheiden , vielleicht geht es auch mit nur 1 Liter Capalo wenn du nochmal was Nachlegen willst .
Ansonsten etwas warten bis das F Blatt vollgeschoben ist , Ascra ist eine alternative .

Bei einer Spätbehandlung immer auf Kurativ achten .
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Euro-T am 01. Mai 2019, 07:43:29
Oberes Blatt ist gesund nächsten 3leichter Befall. Letzte sind am absterben.

Da muß ich jetzt mal ganz dumm nachfragen: Befall mit was?

Septoria auf F-2 kann ich mir nur schwerlichst vorstellen.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Rhoihesse am 01. Mai 2019, 07:49:15
Mehltau ist drauf. Septoria denke nicht. Rost wird jetzt auch losgehen.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: agri am 01. Mai 2019, 07:57:08
Oberes Blatt ist gesund nächsten 3leichter Befall. Letzte sind am absterben.

Da muß ich jetzt mal ganz dumm nachfragen: Befall mit was?

Septoria auf F-2 kann ich mir nur schwerlichst vorstellen.

Ja Olli , wir beide sicher !

bei den genannten Sorten sind es zwei nicht ganz saubere Sorten .

Bei etwas späteren Modus Spritzungen können bei ab 0,4 l Blattverbräunungen auf treten , hier glaube ich nicht .
Bei den Sorten läuft anscheinend ständig was mit wenn die Witterung günstig ist und dies ist sicher dies Jahr auch in Rheinhessen so .
Letztes Jahr ähnlich , alles gut nur der Reform zickte auf einmal auf so das ich hier nochmal schnell Capalo nachgelegt habe und gut war .
Es ist ja sonst noch nix gefallen wie ich annehme und die nächste Zeit könnte es auch in Rheinhessen feucht und untypich Kühl bleiben , ca. 2 Wochen .
Wenn der Weizen mir wäre käm da jetzt 1 Capalo drauf und dann abwarten , es gibt günstigeres aber das ist breitwirksam und vorhanden .
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: charlie am 01. Mai 2019, 10:03:41
@Rhoihesse

Bist du dir sicher, dass es sich um Infektionen handelt?
Gerade Reform (und auch teilweise Ambello) reagiert auf Stress durch Trockenheit, Kälte, Wachstumsregler, Herbizide mit nichtparasitären Blattflecken, die zT Septoria oder DTR verflucht ähnlich sehen und selbst mit der Lupe nur schwer zu unterscheiden sind.

Hier mal ein paar Beispiele
https://pflanzenschutzdienst.rp-giessen.de/ackerbau/pflanzenschutzempfehlungen-ackerbau/wintergetreide-allgemein/fotos-von-kranklheiten-und-nichtparasitaeren-symptomen/ (https://pflanzenschutzdienst.rp-giessen.de/ackerbau/pflanzenschutzempfehlungen-ackerbau/wintergetreide-allgemein/fotos-von-kranklheiten-und-nichtparasitaeren-symptomen/)
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Desvariar am 01. Mai 2019, 10:43:32
So sieht mein Reform auch teilweise aus. Vor allem an den Blattspitzen. Mache ich mir auch keinen Kopf drum. Wenn das Fahneblatt draußen ist, gibt es Fungizid und dann war es das auch.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: dirkk am 01. Mai 2019, 11:07:15
Das Einzigste ,was ich jetzt beachtenswert finde , ist die Tatsache , was jetzt mit dem Halmgrund passiert . Nachdem es längere Zeit trocken war , soll es wohl immer leicht angefeuchtet bleiben und auch eher kühler . Eigentlich gute Voraussetzungen , daß der Halmbruch und andere Pilze da unten gut weiter wachsen , so meine Erfahrungen aus anderen (seltenen) Jahren mit feuchterer Maiwitterung .

Bin noch am Überlegen , was da nächste Woche das Passendste ist .........  die Nebenwirkung eines unterdosierten Prothioconazols + anderes Azol sollte reichen . Da Gelbrost letztes Jahr hier noch ein Thema war , will ich das auch nicht aus dem Auge verlieren .

gruss
dirkk
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: agri am 01. Mai 2019, 11:24:25
Ich denke auch das Die Zeit der gelben Blattspitzen vorüber sein sollte .
Aber wenn kommt es auf die Tätigkeit der Pilze im jetzt Dichterem  Blattwerk an und am Halmgrund .

Die Bestände um Hofheim/Weilbach zeigten heute um 10uhr10 den deutlichen 1. Knoten ca. 4cm vom Bestockungsknoten abgehoben , 2.Knoten vielleicht Fühlbar , hatte nicht mehr Zeit .

Beim jetzt Dichter werdenden Blattwerk sollte man noch handeln bevor man die Ziehlfläche nicht mehr trifft .
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: charlie am 01. Mai 2019, 11:28:30
@dirkk
Dazu sollte man aber auch den Entwicklungsunterschied zB bei Rhoihesse oder bei mir am Main und den an deinem Standort bzw bei mir in der Börde im Auge behalten.

Jedoch sehe ich in diesem Jahr in vielen recht weit entwickelten Beständen nicht die Notwendigkeit akut den Fungizideinsatz auf EC37 vorzuziehen, sondern eher die Gelegenheit bis mindestens auf EC39 bzw EC49/51 zuzuwarten.

Die Gefahr der Halmgrunderkrankungen oder auch DTR in Beständen (mit risikobehafteter Vorfrucht oder viel schlecht verrottetem Stroh) die jetzt gerade erst EC32 durchlaufen oder nur knapp darüber sind, ist natürlich bei der angekündigten Witterung gegeben. Ich persönlich bevorzuge da aber ein Prochloraz mit Teilmengen Azol.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Rhoihesse am 01. Mai 2019, 11:39:22
Hab eben mal eine Spritze mit capelo gemacht. Einen Schlag sropelweizen, mit Fenster angelegt. Mal schauen ob’s gut oder schlecht war.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: charlie am 01. Mai 2019, 11:51:27
Ich denke auch das Die Zeit der gelben Blattspitzen vorüber sein sollte .
Aber wenn kommt es auf die Tätigkeit der Pilze im jetzt Dichterem  Blattwerk an und am Halmgrund .

Die Bestände um Hofheim/Weilbach zeigten heute um 10uhr10 den deutlichen 1. Knoten ca. 4cm vom Bestockungsknoten abgehoben , 2.Knoten vielleicht Fühlbar , hatte nicht mehr Zeit .

Beim jetzt Dichter werdenden Blattwerk sollte man noch handeln bevor man die Ziehlfläche nicht mehr trifft .

Da kannst hier von EC32 bis EC39/41 alles finden... Sorte und Saatzeitpunkt... im Moment differieren die Bestände sehr stark... in 10-14 Tagen sieht das schon wieder völlig anders aus
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: agri am 01. Mai 2019, 12:03:34
Ich denke auch das Die Zeit der gelben Blattspitzen vorüber sein sollte .
Aber wenn kommt es auf die Tätigkeit der Pilze im jetzt Dichterem  Blattwerk an und am Halmgrund .

Die Bestände um Hofheim/Weilbach zeigten heute um 10uhr10 den deutlichen 1. Knoten ca. 4cm vom Bestockungsknoten abgehoben , 2.Knoten vielleicht Fühlbar , hatte nicht mehr Zeit .

Beim jetzt Dichter werdenden Blattwerk sollte man noch handeln bevor man die Ziehlfläche nicht mehr trifft .

Da kannst hier von EC32 bis EC39/41 alles finden... Sorte und Saatzeitpunkt... im Moment differieren die Bestände sehr stark... in 10-14 Tagen sieht das schon wieder völlig anders aus

So auf die Schnelle sah das alles recht gleichmäßig aus und oh Wunder nicht weiter als bei mir .
In 10 Tagen ist es zu spät für den Fuss .

Bin grade an Würzburg vorbei , bei heidenfeld gleiche Bilder im Raps und vegetationsstand nicht wesentlich weiter als bei uns .
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: charlie am 01. Mai 2019, 15:28:50
@agri
Ich nehme mal an du warst an dem Weizen an der Autobahnabfahrt, der Kollege hat das meiste in der letzten Oktoberdekade gedrillt. War keine so schlechte Entscheidung.

Hier mal drei Weizen aus meinem Beritt von links nach rechts:

- Solehio, Stoppel ohne Strohräumung, gedrillt 6.10., Nutriphite Beizung, 0,5l Cirkon in EC32, Spurlis inkl Silizium im Sologang 3 Tage später

- Asano, Rapsweizen, gedrillt 25.10., 0,5l Cirkon + 0,25 Tebu in EC32, keine Spurenelemente

- Reform, Rübenweizen, gedrillt 8.11., kein Fungi, Spurlis ohne Si vor 1 Woche

Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: agri am 01. Mai 2019, 16:21:02
Richtig Charlie und für mich sah der Weizen des Kollegen durchschnittlich weit aus , sicher gibt es Sorten Unterschiede je nach Aussaatzeitpunkt aber es ging ja nur mal um zu bestimmen wie weit der Weizen von Rhoihessen ist .
Da bot sich heute morgen für mich die Gelegenheit bei Dir.
Komme am Sonntag zurück aber über die A61 weil das A.Kreuz geschlossen ist sicher ist der Knipskasten voll ;D
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: charlie am 01. Mai 2019, 16:47:12
Jaja... einmal links vorbei, einmal rechts vorbei ist im Durchschnitt auch ein Treffer  ;D
Um Rhoihesses Weizenentwicklung zu bestimmen musst du dir schon auch diesen anschauen... oder seiner Aussage vertrauen (erstmal der einfache Weg)

In meinem Beispiel warte ich beim Solehio hoffentlich aufs Ährenschieben um mit einer Maßnahme (nach der Mückenpipi-Vorlage) ins Ziel zu kommen.
Beim Asano mindestens mal bis das Fahnenblatt voll entfaltet ist, die Füße erreiche ich sowieso nicht mehr.
Der Reform dagegen hätte gerade das Stadium um was gegen Halmgrunderkrankungen zu tun. Da aber aktuell nichts zu finden ist, wäre das wohl auch nur ein Schuss ins Blaue...

Hilft wohl weiter nur die regelmäßige Bonitur und das Beobachten der Infektionsbedingungen  :police:
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: dirkk am 01. Mai 2019, 21:05:19
Beim Sacramento kann ich auch verbreitet Mehltau unten im Bestand finden ......da muß also auch etwas passieren mit Vegas als Beilage . Ich werde mich für Prosaro als Mittel entscheiden ......je nach Gefährdungslage zwischen 0,5 und 0,8 .  Und die Wettermodelle weisen an sich genug Feuchte und gemäßigte Temperaturen für die nächste längere Zeit aus .

Damit sollte dann erst ab EC 55-tw. 61( Weizen nach Mais ) die letzte Behandlung anstehen , je nach Witterungsumständen .Die krankesten Sorten hab ich ja nicht mehr im Anbau . Da wäre der Reform mit seinen weicheren Füßen noch der Empfindlichste . Ponticus ist eher im Fusariumbereich zu beachten und beim Sacramento ist neben Mehltau sonst nichts übermäßig problembehaftet .

 Das war im Vorjahr beim Akteur noch anders - der hat beim Gelbrost beizeiten Bedarf angemeldet - und hatte nebenbei noch Mehltau und Septoria in petto  .

gruss
dirkk

Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Tim am 02. Mai 2019, 07:55:53
Irgendwie will der weizen hier keine wurzeln schlagen?
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: nofear am 02. Mai 2019, 09:01:41
Nicht nur der Weizen: Alle Wintergetreide bisher Kronenwurzel fast nix... wir sind ja doch mit der Vegetation oberirdisch schon ganz schön fortgeschritten...
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Felix am 04. Mai 2019, 20:41:52
Hier zu sehen Sacramento nach Raps, gedrillt mit Claydon Hybrid - sieht super aus  :)

Bisher sehr gesund, unten hier und da eine Mehltaupustel und etwas alte Septoria. Das letzte Blatt ist da und die Ähre wird nun nach oben geschoben. Anfang der Woche gab es etwas Prosaro, sowie Einkürzung und Spurenelemente. Auf zwei Teilflächen eine Herbizid Nachlage um ein paar Kronblumen loszuwerden.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Meisteringenieur am 04. Mai 2019, 21:19:07
Welche Einkürzung und wieviel ?
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Felix am 05. Mai 2019, 07:22:43
Welche Einkürzung und wieviel ?

Die zweite Einkürzung, 0,3 CCC und 0,15 Moddus, bei der ersten gab es hier nur 0,5 CCC
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Fox! am 07. Mai 2019, 19:56:50
Habe gestern im Reform auch teils starken Mehltaubefall gefunden und etwas Septoria auf den älteren Blättern. Ab morgen Abend sind wieder Schauer drin. Daher gibts jetzt doch 1,0 l Matador und 0,2 l Vegas. Aktuell irgendwo EC 33 bis 34. Wollte eigentlich noch warten um dann im Fahnenblatt durchzufahren - denn der Weizen hat auch noch keinen WR gesehen. Aber die Maßnahme werd ich dann wohl nochmal gesondert fahren, denn momentan bewegt sich im Weizen nicht wirklich viel. Überlege noch mit etwas Medax Top "ins Maul zu kürzen", was mir in dem Kulturstadium aber irgendwie missfällt.

Der Reform gefällt mir ja irgendwie gar nicht. Recht struppig, irgendwie undynamisch, wirkt einfach etwas lasch. Den bau ich glaub ich nicht mehr an.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Meisteringenieur am 07. Mai 2019, 20:43:28
Der Reform sieht bei mit immer bescheiden aus drischt aber immer gut.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Rhoihesse am 07. Mai 2019, 20:47:54
Das stimmt kann ich auch bestätigen. Der dümpelt rum bis zum ährenschieben und beim dreschen ist man doch überrascht. Wird aber wohl bei mir im letzten Jahr stehen. Mal sehen was er letztendlich bringt.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: nofear am 07. Mai 2019, 21:56:35
Eure Worte in Gottes Ohr...  ;) ;D
ne Katastrophe bisher das Zeug dieses Jahr...
Der hatte die ganze Zeit so undefiniertbare Blattflecken mit gelben Blättern/Spitzen. Hätte in Richtung septoria gehen können, aber auch nicht ganz Infektionsbedingungene und Wetterpasste auch so garnicht... erst ganz zum Schluß jetzt am Ende der Trockenperiode wurde es klar:
Magnesiummangel...
hatte ich so auch noch nie, deshalb etwas ratlos. Ein rechtzeitige Andünung mit ausreichend Nitrat hätte hier das schlimmste verhindern können, wie man bei den Nachbarn sieht.
Aber als ich den Piamon Anfang März rausgehauen habe, war das leider so nicht absehbar. Wie mans macht...
Wenn mir die Symptome eher klar gewesen wären, hätte man evtl. auch eher ein-zweimal mit der Spritze gegensteuern können (Spurenelemente+etwas N) Weiß zwar nicht, ob das bei der Trockenheit so viel gebracht hätte, aber besser als nix. 

(aber ehrlich: dieses Jahr steht bisher nichts wirklich gut bei mir: WW, WG, WRaps, Sommergerste... gabs so auch noch nie, irgendwas sah immer halbwegs aus... Mais kann man noch nix zu sagen. bisher aber eher gelb als grün, naja, kein Wunder bei den Temperaturen seit beinah 4Tagen, aber jetzt ist erstmal wenigstens etwas Wasser da, da geht wenigstens was langsam vorwärts und manches verwächst sich auch)

Problem bei dem Weizen ist halt einfach, dass der vor Winter nicht mehr bestockt hat und aufgrund des Nährstoffmangels in der Trockenheit  jetzt 4 Wochen gestanden hat und nicht weiter bestockt, d.h. hier fehlen jetzt leider etliche Triebe.

Ne wüchsigere explosive Sorte hätte das evtl. besser weggesteckt.
Ich frag in diesem Zusammenhang nochmal nach dem Informer. Hat den jemand?

Titel: Informer Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: granola am 07. Mai 2019, 22:09:46
Ich habe den als Rübenweizen etwas später gedrillt neben Kamerad und Sherrif. Wüchsig, hat auch Brachfliege gut ausgeglichen. Also eventuell ein Typ für Dich.
Hier beginnt jetzt der "Tabak" mit seinen breiten Blättern zu prahlen, ich halten den immer noch für einen "intelligenten" Weizen der sich sehr gut anpasst. Nur wenn das Wasserv knapp wird kann es sein das er nur Schmachtkorn produziert. Dünnsaat-Sorte
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Euro-T am 07. Mai 2019, 23:06:13
Das stimmt kann ich auch bestätigen. Der dümpelt rum bis zum ährenschieben und beim dreschen ist man doch überrascht. Wird aber wohl bei mir im letzten Jahr stehen. Mal sehen was er letztendlich bringt.

Hier hat der Reform letztes Jahr genauso gedroschen, wie er auch ausgesehen hat: beschissen.

Hatte ihn letztes Jahr erstmalig in großer Ausdehnung - ich wollte ihn nicht, hab aber nix anderes in größerer Menge mehr bekommen können. Meinen Nachbau hat mir das Labor um die Ohren gehauen, deswegen das Ausweichmanöver.

Und mag er auch in anderen Jahren gut dreschen, für mich ist er trotzdem nach einem Jahr Anbau schon durch, denn ich habe einfach keinen Spaß an einer Sorte, die mich neun Monate dumm anguckt und ich immer das Gefühl habe, ich müsste irgendwas tun, damit er mich mal anlächelt - und diese Problematik scheint er ja wohl durchweg zu haben.

Zudem mag das letzte Jahr ein Besonderes gewesen sein - so besonders, das es sich heuer evtl. grad nochmal wiederholt... und auch sonst gehe ich persönlich mittelfristig eher von Trockenszenarien hier bei uns aus, aus dem Bauch heraus gibt es da bessere Sorten als Reform.

Eigentlich dürfte man hier nur Tobak drillen, der ist über alles erhaben - hab grad die Tage gesagt, dem könnte man auch nen Liter Glyphosat überkippen, der würde sich kurz schütteln, lachen und dann trotzdem 10to dreschen  ;D

Generell sind wir hier immer noch in einer "es ist noch alles drin" Situation, es hängt halt alles am Niederschlag - nicht zuletzt auch, wie schon vor einiger Zeit erwähnt, die N-Verfügbarkeit im Unterboden. Anahnd einer Vielzahl von Düngefenstern lässt sich imho der Rückschluß ziehen, das vom Nmin bis dato mal genau null verfügbar ist - ohne ergiebige Niederschläge wird sich das auch nicht nachhaltig ändern, das könnte später noch zu Qualitätsproblemen führen, wenn man im legalen Bereich bleiben will - mag auch Düngeszenarien geben, wo auch die N2 in ihrer Wirkung noch fragwürdig werden wird.

Krankheitsmässig habe ich bis dato nur Septoria auf maximal F-3. Dort wo es am ärgsten ist, habe ich gestern eine leichte Fungizidmaßnahme gesetzt - nicht nach meinem Geschmack, denn aktuell ist F-1 geschoben, die Zeit ist noch lang. Habe mich aber auch nur auf die Sorten beschränkt, die neben dem größten Druck auch eine sehr horizontale Blattstellung haben, denke das dort das Risiko von Neuinfektionen am größten ist. Bei den anderen 70% des Weizens halte ich erstmal die Füße still, denn irgendwie glaube ich trotz des Truddelwetters letzte Woche nicht so richtig an epidemische Verbreitung von Septoria - es war einfach zu kalt und der Druck ist auch nicht überbordend.

Mehltau ist bei mir kein Thema, Rost habe ich auch noch keinen gefunden. Kollegen sind grad im Clinch mit sich, ob sie schon DTR haben, ich kann aber auch das nicht so recht glauben.

Grundlegend hat der Weizen momentan so ein bißchen die Handbremse angezogen, sehe da aber keinen großen Nachteil - wir haben noch Zeit und besser Wetter kommt bestimmt auch noch.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: dirkk am 07. Mai 2019, 23:59:36
Zitat
Der Reform sieht bei mit immer bescheiden aus
Wenn er bei mir nicht bescheiden aussah , dann war die Lagergefahr sehr groß und je nach Witterung gab es dann auch genug Lager  ....... 
Bislang ist es hier auch so , daß noch alles drin ist bei allen Kulturen , wenn es dafür auch immer wieder etwas regnen sollte .

Mehltau hat bei mir nur der Sacramento , dafür scheint er eben etwas anfälliger zu sein . Hat deswegen zum Prosaro auch 0,2 Vegas dazu bekommen - der gesamte Weizen wurde von Montag vormittag bis heute früh inklusive der Nacht durch gespritzt ( auch mit Biathlon +Pointer Plus) , weil den Rest der Woche mir zuviel Wind im Spiel ist und nächste Woche auch andere Aufgaben auf dem Plan stehen  .

Selbst ganz üppiger Ponticus hat gar kein Mehltau . Morgen fahr ich mal rum mit dem N-Tester und werde auch genau beurteilen , ob und wieviel Medax nächste Woche zum Nachkürzen gebraucht wird . So nach den ersten Eindrücken haben beim Reform die 0,6 CCC + 0,3 Countdown und beim Sacramento die 0,5 + 0,25 (gut) gereicht , während beim Ponticus manche Parzelle genauer geprüft werden muss - da sieht das mit 0,4 CCC+ 0,2 Countdown knapp aus . Der späte Rübenweizen hat gestern erst sein CCC +Countdown erhalten ( EC 31-32) . Die anderen Bestände sind in EC 36/37 .

Wenn man so in die Bestände schaut , ist die Bodenoberfläche fast überall feucht und wir haben immer Tau - von daher scheint es für Pilze ganz passabel zu sein , denn Mehltau gedeiht und auch die Halmgründe sind nicht trocken . Ich geh davon aus , das in anfälligen Sorten oder bei Resistenzdurchbruch Gelbrost hier in der Region bald sichtbar werden wird .......

 Und hier hat es der Weizen ( und die Gerste )  schon mal geschafft , je nach Vorfrucht 40 -80 N aus dem Bodenpool raus zu holen - die höhere Menge nach Bohnen und Mais  , die niedrigere nach Weizen . Aber ich kann auch sagen, daß die knapp 25 mm insgesamt der letzten 10 Tage gut geholfen haben .......neben dem Regen im März .  Das läuft bisher deutlich anders als letztes Jahr  , als es nur trocken war .

gruss
dirkk
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Fox! am 08. Mai 2019, 07:51:10
Und hier hat es der Weizen ( und die Gerste )  schon mal geschafft , je nach Vorfrucht 40 -80 N aus dem Bodenpool raus zu holen - die höhere Menge nach Bohnen und Mais  , die niedrigere nach Weizen .

Habe zwar leider keinen N-Tester zur Hand, aber rein optisch sind die Weizenbestände hier auch noch sattgrün. Ob das nun an der Gärrestdüngung liegt oder am mineralisierten Bodenvorrat durch die Niederschläge in letzter Zeit - keine Ahnung.

Zum Reform: Wenigstens kann ich ihm zugute halten, dass er sich seit dem Frühjahr noch wirklich gemacht hat. Da hatte ich stellenweise echt Angst, sah richtig grauenvoll aus. Eine hohe N-Startgabe von 70 N war da auf jedenfall die richtige Entscheidung - trotz des Hintergrundwissens, dass es dann zur zweiten Gabe mickrig ausfallen wird und eine dritte Gabe teilweise nicht mehr möglich sein wird.

An sich bin ich dennoch auf der Suche nach Alternativen. Nordkap steht hier nach Raps auch noch, der ist voll mit verfärbten Blättern und Blattspitzen. Sieht mehr nach Stress aus als nach Krankheit.

Was ist denn aktuell im Bereich A-Weizen zu empfehlen? Weizen steht hier eigentlich erst auf Rang 3 der "wichtigsten" Kulturen. Muss keine Toperträge generieren, lieber wäre mir eine gewisse Ertragsstabilität über die Jahre. Vom Bestandesdichtetyp möchte ich eigentlich weg. Weizen steht idR nach Silomais, sprich evtl. spätere Aussaat, Bestockung erst im Frühjahr. Hohe Bestandesdichten kosten zudem viel Wasser. Eine gewisse Toleranz gegenüber Krankheiten - besonders Ährenfusarium - wär gut. Wegen langjähriger organischer Düngung ist auch die Standfestigkeit ein Thema. Schmale Blätter um wenig Transpirationsfläche zu haben wenn der Regen ausbleibt?! Frühe Ernte um bei Trockenheit nicht zusammenzubrechen? Winterweizen steht hier meist auf Lössflächen mit 75 BP aufwärts...

Der Spontan klingt dabei ganz interessant, evtl. auch der Chiron. Apostel an sich auch, aber da gefallen mir die Qualitätseigenschaften nicht so recht. Evtl. probier ich kommende Saison alle drei mal aus.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: charlie am 08. Mai 2019, 08:53:08
Einer unserer Bewirtschaftungskunden mit Milchvieh und entsprechend Silomaisanteil in der FF setzt auf Spontan als Folgeweizen pfluglos, meist späterer Saattermin. Die Böden sind gerade Richtung Mainufer eher sandig.
Der Spontan macht sich da als eher extensive Variante sehr gut. Gülledüngung erfordert keine exorbitanten WR-Maßnahmen, die Krankheitstoleranz ist im Vergleich zu den ortsüblichen Kerubino, Nordkap, Boregar, Faustus, Reform und Co deutlich besser. In der Regel kommt er mit einer gut gesetzten Fungizidmaßnahme aus. Auch eher schwächere Bestandesdichten werden einigermaßen kompensiert, durch trocknere Phasen kommt er ganz gut durch. Der Blattapparat ist nicht übermäßig üppig.
Sicherlich ist er ertraglich in der Spitze limitiert, aber die Streuung ist geringer.
In der Reife liegt er im etwas früheren Segment, etwa auf dem Niveau Kerubino/Asano
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Fox! am 09. Mai 2019, 07:25:40
Danke für den Erfahrungsbericht, dann werde ich den definitiv mal probieren.

Wir haben heute frühmorgens mit den letzten Problemflächen begonnen und schließen die (erste?!) Fungizidmaßnahme nun ab. In einigen Flächen habe ich nun doch noch etwas Halmbruch gefunden, hätte ich wohl doch ein Prochloraz mitnehmen sollen - aber gut.

Wenn dann (nächste Woche?!) das Fahnenblatt kommt möchte ich noch mit 0,4 Medax Top durch. Bin mal gespannt ob diese Maßnahme alleine ausreicht um die Bestände stehen zu lassen. Allerdings sind die Bestände hier auch nicht übertrieben dick. Zu Ostern in EC 31 hat eine WR Maßnahme schlicht überhaupt nicht reingepasst.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: nofear am 09. Mai 2019, 07:44:25
Hier auch so: Bisher keinerlei Wachstumsreglermßnahme im Weizen erfolgt. Auch nicht nötig. Dünn, kein Stickstoffschub bisher, der weiches Gewebe hätte erzeugen können. Bestände auch sehr niedrig bisher für den Entwicklungsstand. Gut, standen ja auch 4 Wochen fast auf der Stelle.
Ertragserwartung hier mittlerweile auch begrenzt, deshalb gilt es auch bei den Kosten aufzupassen.
(Wobei ich, wenn nötig, nicht gerade an der Wachstumsreglermaßnahme sparen würde ;) aber in Verbindung mit der reduzierten N-Dünung  sollte das passen)
Die weiteren Wetteraussichten eh wieder trocken...

(In der Wintergerste nicht viel anders:  Ich denke ich komme mit ner kleinen Menge Ethephon aus.)
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: BNT am 09. Mai 2019, 08:05:06
Ich befürchte, dass ich ihn heuer zu sehr gezwickt habe. Wer rechnet auch mit einem kühlen Frühling. Wenigstens sind die Blätter riesig.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Fox! am 09. Mai 2019, 09:00:12
(Wobei ich, wenn nötig, nicht gerade an der Wachstumsreglermaßnahme sparen würde ;)

An sich ist der Weizen für Mitte Schossen hier auch sehr gedrungen. Ostern war er in 31/32, seitdem ist nicht viel passiert. Es ist irgendwie auch ziemlich kalt die ganze Zeit... Aber: Es ist Regen gefallen, 28 mm seit Ostern. Deswegen und aufgrund von (teilweise) organischer Düngung im Frühjahr sowie langjähriger organischer Düngung trau ich mich wohl nicht ganz ohne WR... Evtl. probier ichs mal auf einer kleineren Fläche.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Raider am 09. Mai 2019, 13:19:41
An sich ist der Weizen für Mitte Schossen hier auch sehr gedrungen. Ostern war er in 31/32, seitdem ist nicht viel passiert. Es ist irgendwie auch ziemlich kalt die ganze Zeit... Aber: Es ist Regen gefallen, 28 mm seit Ostern. Deswegen und aufgrund von (teilweise) organischer Düngung im Frühjahr sowie langjähriger organischer Düngung trau ich mich wohl nicht ganz ohne WR... Evtl. probier ichs mal auf einer kleineren Fläche.

...ist der Mai kühl und nass... ;-)

Ich habe ein Großteil meines Weizens in der Osterwoche leicht eingekürzt (0,4 CCC + 0,2 Moddus) dann kam die Wärmewelle über Ostern und seit dem passiert nicht mehr viel. Krankheiten bisher nahe null. Im Großen und Ganzen sind das soch Stand heute absolut brauchbare Bedingungen für Weizenanbau bei uns. Wir sind halt etwas verwöhnt durch die warmen Frühjahre vergangener Jahre.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Euro-T am 09. Mai 2019, 13:41:20
Ich habe ja meinen Weizen aufgrund eines Urlaubsintermezzos in zwei Blöcken gekürzt:

die frühen Bestände um den 13.4., damals noch der Beratung und generell vorherrschenden Meinung an eine hohen N Nachlieferung glaubend, mit um 0,4 Prodax und 0,4 bis 0,6 CCC.

Damals hatten wir auch noch eine Restfeuchte, man wusste zwar, das eine warme Woche folgen wird, aber man wusste auch von den hohen Nmin (und erwartend Nmob!) Werten - einzig die weiter folgende Witterung war ungewiss, man erhoffte aber Niederschläge.

Rund zehn Tage später wusste man, das es nicht nur warm geworden war, sondern das ein scharfer Ostwind die Verdunstung noch zusätzlich angefeuert hatte - an eine extrem wüchsige Folgewitterung wollte ich dann auch nicht mehr glauben, so das ich den zweiten Block sehr viel verhaltener gekürzt habe und auch mit Wirkstoffen, die ich aus der Erfahrung besser einschätzen kann:

0,15 Moddus und 0,5CCC, bei klassischem Modduswetter, ansonsten wäre ich evtl. noch auf 0,2 hochgegangen.

Jetzt, gut zwei Wochen später, bin ich der Meinung, die erste Kürzung war entschieden zu hart. Die zweite, moderate Kürzung kam ziemlich auf den Punkt, der Effekt ist genau gut und die Bestände präsentieren sich so, wie ich sie mir vorstelle - die Prodaxvariante ist dagegen sehr gestaucht, das dürfte gewiss Ertrag gekostet haben, warten wir ab.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Stanky am 09. Mai 2019, 13:52:21
Moin,

Jetzt, gut zwei Wochen später, bin ich der Meinung, die erste Kürzung war entschieden zu hart. Die zweite, moderate Kürzung kam ziemlich auf den Punkt, der Effekt ist genau gut und die Bestände präsentieren sich so, wie ich sie mir vorstelle - die Prodaxvariante ist dagegen sehr gestaucht, das dürfte gewiss Ertrag gekostet haben, warten wir ab.
ich bin beim Kurzspritzen relativ forsch und spritze lieber fünf Doppelzentner weg bevor das Zeugs ins Lager geht. Dann sind die Probleme nämlich erheblich größer. Hier bei uns ist die Situation ähnlich, ich habe zweimal ordentlich verkürzt, auf ein drittes mal kann ich beruhigt verzichten.
Gruß
Frank
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Euro-T am 09. Mai 2019, 13:56:03
Moin,

Jetzt, gut zwei Wochen später, bin ich der Meinung, die erste Kürzung war entschieden zu hart. Die zweite, moderate Kürzung kam ziemlich auf den Punkt, der Effekt ist genau gut und die Bestände präsentieren sich so, wie ich sie mir vorstelle - die Prodaxvariante ist dagegen sehr gestaucht, das dürfte gewiss Ertrag gekostet haben, warten wir ab.
ich bin beim Kurzspritzen relativ forsch und spritze lieber fünf Doppelzentner weg bevor das Zeugs ins Lager geht.

Mein Anspruch ist aber Beides: wenig Körner und Lager  :tanz: ;D ;D
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: angusy am 09. Mai 2019, 14:12:20
Mein Anspruch ist aber Beides: wenig Körner und Lager  :tanz: ;D ;D

Wenig Körner ernten und trotzdem Lagergetreide ????

Das kann ich auch !!!!

 ;D
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Rhoihesse am 09. Mai 2019, 15:57:40
In unserer Gemarkung sind die Alzon gedüngten Weizen am „schönsten“ vom optischen jetzt. Die komplette Zeit saftig grün. Ich dünge noch mit KAS und da wurde die ein oder andere Stelle hell, bedingt auch vom fehlenden regen vor der 2 gabe, aber meiner Meinung auch vom fehlenden N. Ich werde das nächstes Jahr wieder mal probieren. Alzon hatte ich schon mal und war nicht so zufrieden.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Raider am 09. Mai 2019, 16:11:14
In unserer Gemarkung sind die Alzon gedüngten Weizen am „schönsten“ vom optischen jetzt. Die komplette Zeit saftig grün. Ich dünge noch mit KAS und da wurde die ein oder andere Stelle hell, bedingt auch vom fehlenden regen vor der 2 gabe, aber meiner Meinung auch vom fehlenden N. Ich werde das nächstes Jahr wieder mal probieren. Alzon hatte ich schon mal und war nicht so zufrieden.

Ich kann das hier genau anders herum berichten. Mein Nachbar arbeitet seit Jahren mit Alzon. Und er fährt damit so gut, dass auch ich jedes Jahr überlege nicht doch auf Alzon zu setzen. Allerdings ist gerade in diesem Jahr der Stickstoff aus meienr Sicht deutlich zuf rüh gekommen. Die Bestände waren in der Bastockung fast schwarz und jetzt kann man sie aus der Entfernung mit Raps verwechseln ;-) Entscheidend ist natürlich im August auf der Waage, aber stand heute finde ich die Bestände eher schwächer
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Präzisionsbauer am 09. Mai 2019, 20:32:12
Kompletter Weizen hat dieses Jahr keinen Wachstumsregler gesehen und wird keinen mehr sehen. Reform, Rubisko, Ambello und Apostel. Bunt gemischt nach Soja, Mais und Raps...
Krankheiten sind bis dato nicht zu finden.
Lediglich die Düngung war etwas spät, sodass die Bestände etwas mehr ausgedünnt haben als gedacht ABER über die Vorsommertrockenheit ist noch nichts entschieden. Wie jedes Jahr entscheidet nämlich der Strich am Ende über mehr oder weniger Erfolg :D
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: treckeripaq01 am 10. Mai 2019, 00:09:43
Ich habe ja meinen Weizen aufgrund eines Urlaubsintermezzos in zwei Blöcken gekürzt:

die frühen Bestände um den 13.4., damals noch der Beratung und generell vorherrschenden Meinung an eine hohen N Nachlieferung glaubend, mit um 0,4 Prodax und 0,4 bis 0,6 CCC.

Damals hatten wir auch noch eine Restfeuchte, man wusste zwar, das eine warme Woche folgen wird, aber man wusste auch von den hohen Nmin (und erwartend Nmob!) Werten - einzig die weiter folgende Witterung war ungewiss, man erhoffte aber Niederschläge.

Rund zehn Tage später wusste man, das es nicht nur warm geworden war, sondern das ein scharfer Ostwind die Verdunstung noch zusätzlich angefeuert hatte - an eine extrem wüchsige Folgewitterung wollte ich dann auch nicht mehr glauben, so das ich den zweiten Block sehr viel verhaltener gekürzt habe und auch mit Wirkstoffen, die ich aus der Erfahrung besser einschätzen kann:

0,15 Moddus und 0,5CCC, bei klassischem Modduswetter, ansonsten wäre ich evtl. noch auf 0,2 hochgegangen.

Jetzt, gut zwei Wochen später, bin ich der Meinung, die erste Kürzung war entschieden zu hart. Die zweite, moderate Kürzung kam ziemlich auf den Punkt, der Effekt ist genau gut und die Bestände präsentieren sich so, wie ich sie mir vorstelle - die Prodaxvariante ist dagegen sehr gestaucht, das dürfte gewiss Ertrag gekostet haben, warten wir ab.

Hauptsache ne gute Beratung der Berater hat sein Ertrag in der Tasche  :daumen:
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Euro-T am 10. Mai 2019, 00:41:03
Ich habe ja meinen Weizen aufgrund eines Urlaubsintermezzos in zwei Blöcken gekürzt:

die frühen Bestände um den 13.4., damals noch der Beratung und generell vorherrschenden Meinung an eine hohen N Nachlieferung glaubend, mit um 0,4 Prodax und 0,4 bis 0,6 CCC.

Damals hatten wir auch noch eine Restfeuchte, man wusste zwar, das eine warme Woche folgen wird, aber man wusste auch von den hohen Nmin (und erwartend Nmob!) Werten - einzig die weiter folgende Witterung war ungewiss, man erhoffte aber Niederschläge.

Rund zehn Tage später wusste man, das es nicht nur warm geworden war, sondern das ein scharfer Ostwind die Verdunstung noch zusätzlich angefeuert hatte - an eine extrem wüchsige Folgewitterung wollte ich dann auch nicht mehr glauben, so das ich den zweiten Block sehr viel verhaltener gekürzt habe und auch mit Wirkstoffen, die ich aus der Erfahrung besser einschätzen kann:

0,15 Moddus und 0,5CCC, bei klassischem Modduswetter, ansonsten wäre ich evtl. noch auf 0,2 hochgegangen.

Jetzt, gut zwei Wochen später, bin ich der Meinung, die erste Kürzung war entschieden zu hart. Die zweite, moderate Kürzung kam ziemlich auf den Punkt, der Effekt ist genau gut und die Bestände präsentieren sich so, wie ich sie mir vorstelle - die Prodaxvariante ist dagegen sehr gestaucht, das dürfte gewiss Ertrag gekostet haben, warten wir ab.

Hauptsache ne gute Beratung der Berater hat sein Ertrag in der Tasche  :daumen:


In diesem Fall hatte ich zufällig mal gleich drei deckungsgleiche Aussagen zur Meinungsbildung, deswegen schrieb ich es auch so bewusst.

Der eine Berater kostet mich keinen cent, der zweite Berater schreibt in der Fachpresse und die dritte Aussage im Bunde habe ich durch Zufall von einem Bekannten mitbekommen.

Und dann gibt es ja noch die vorherrschende Meinung von der ich schrieb, das ist dann der Austausch unter Kollegen in der freien Wildbahn.

Und alles zusammen, gepaart mit der eigenen Meinung aus Erfahrung ergibt dann die Entscheidung - wie ist das denn bei dir?

A propos Austausch: wie hast du denn gekürzt? Aus dem Nordosten der Republik habe ich bis jetzt noch wenig gehört? 
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: treckeripaq01 am 10. Mai 2019, 00:55:48
Ich habe meine Erfahrungen auf meinem Standort ohne Berater und habe am 18.4 1,2 CCC gefahren und gestern 0,5 CCC plus 0,2 Calma
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Euro-T am 10. Mai 2019, 01:26:25
Uh, das überrascht mich jetzt, das die Vegetation bei dir so viel später ist.

Was hast du eigentlich gegen Berater? Mal was schlimmes erlebt?

Solange ich mich auf Augenhöhe austauschen kann und nicht nur wie ein Lemming handele und am Ende eben meine eigene Entscheidung treffe, ist das doch eher positiv im Sinne der Horizonterweiterung sehr dienlich?

Letztlich ist es nicht viel anderes, als wenn man hier im Forum Dinge liest und diskutiert, da bleibt auch immer mal was hängen und sicher trägt auch so einiges - manchmal vielleicht auch unterbewusst - zur Meinungsbildung bei.

Meine Entscheidung der AWM zur frühen Kürzung war ja - wie alle Entscheidungen - letztlich meine eigene, die halt eben von vielen Seiten genauso bewertet wurde, wie ich es tat. Beim zweiten, späteren Block war die Situation eine andere, somit habe ich eine andere Strategie gewählt - die ich im Übrigen vorher mit niemandem besprochen habe.

Nochmal: ein Berater ist für mich nicht dazu da, um zu sagen was zu tun ist, sondern um eine Entscheidung auf ein besseres Fundament zu stellen, weil man sie im Diskurs erarbeitet und manchmal nur durchs Gespräch schon selbst auf neue (bessere?) Gedanken kommt.

Ich kenne aus vielen Bereichen eher die Aussage "hätte ich doch vorher mal mir irgendwem darüber gesprochen", als das Gegenteil der Fall ist.

Und wenn ich nur überlege, wieviel Wissen mir zugeflogen ist, weil man einfach über dieses und jenes mal gequatscht hat - da wäre mir viel entgangen, was mir irgendwann dann doch mal sehr nützlich war, ist und sein wird.
Und letztlich nicht nur mir, denn in vielen Beiträgen gebe ich auch immer wieder Wissen weiter, das mir - durchaus auch manchmal von einem Berater - zugetragen wurde.

Aber da ist halt jeder anders, manche wollen es halt nur mit sich selbst ausmachen.

Dennoch fällt halt auf, das du eine ganz besondere Aversion gegen gemeinschaftliches Erarbeiten zu haben scheinst..?

Oder du deutest einfach den Begriff "Berater" anders, als ich es tue?
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: treckeripaq01 am 10. Mai 2019, 23:35:11
Ne schlechte Erfahrungen hatte ich nicht da ich kein hatte  ;D die wollen nur dein bestes und an der Landwirtschaft verdienen, dass muss ich nicht haben. Dafür hab ich meine Ausbildung im Nachgang gemacht. Außerdem treffe ich mich regelmäßig mit mehreren Landwirten zur Ackerrunde da gibt es regen Austausch aus der Umgebung was auch passend zur Region passt. Das ist mir neben den zahlreichen Veranstaltungen ausreichend.

Letztlich ist es nicht viel anderes, als wenn man hier im Forum Dinge liest und diskutiert, da bleibt auch immer mal was hängen und sicher trägt auch so einiges - manchmal vielleicht auch unterbewusst - zur Meinungsbildung bei.

Na ja viel sinnvolles ist da dem Forum in letzter Zeit auch nicht zu entnehmen das geht wohl in euren Areas zurzeit noch unter und ist nur wenigen ausgesuchten zugänglich und Spalte leider das Forum sehr schade eigentlich.


Nach der ersten Wachstumsregeler Maßnahme hat man immer noch eine zweite Chance um nach zulegen wenn man nicht zu hart ran geht und Urlaub in der Saison ist nicht die beste Lösung siehst ja was da bei rauskommt  :police:

Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Henrik am 11. Mai 2019, 07:21:39
Der Weizen Informer gefällt mir derzeit sehr gut bin gespannt wie der drischt. Ist auch sehr gesund bisher.
Tobak fliegt wohl im nächsten Jahr bei mir raus.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: treckeripaq01 am 11. Mai 2019, 07:33:07
Gesund sind bisher wohl alle Weizen Sorten bei der bisherigen Trockenheit  ;D
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: sten am 11. Mai 2019, 08:25:34
Gelbrost ist ein Thema bei uns. Der entwickelt sich trotz der Trockenheit.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: charlie am 11. Mai 2019, 09:03:59
Gesund sind bisher wohl alle Weizen Sorten bei der bisherigen Trockenheit  ;D

Auf den ersten Blick vielleicht schon.
Beim genaueren Hinsehen finden sich jedoch je nach Region und der dortigen Witterung schon einige Infektionen.
In anfälligeren Sorten schreitet der Gelbrost voran, tlw sind bei uns seit letzter Woche die ersten Nester zu erkennen. Mehltau in geringem Umfang am Halmgrund gibt es auch.
In Reform ist Halmbruch ein Thema, letzte Woche beim Feldrundgang den ersten komplett morschen Stängel beim Kollegen gefunden.
Und Septoria ist jetzt auf F-3 zu erkennen, die Infektionen müssten also so etwa aus der Zeit um den 3.-6.4. stammen, da gab es hier etwas Regen und vor allem auch über Tau lange Blattfeuchten.
Auf den Blättern darüber könnten evtl. am 27.-29.4. Neuinfektionen stattgefunden haben und in den letzten 3 Tagen waren die Bedingungen sowohl für Septoria und Rost gut.

Andernorts scheint es ähnlich zu sein:
Beim Sacramento kann ich auch verbreitet Mehltau unten im Bestand finden ......da muß also auch etwas passieren mit Vegas als Beilage . Ich werde mich für Prosaro als Mittel entscheiden ......je nach Gefährdungslage zwischen 0,5 und 0,8 .  Und die Wettermodelle weisen an sich genug Feuchte und gemäßigte Temperaturen für die nächste längere Zeit aus .

Den Blick aufs Detail kann ein Berater schon schärfen, wenn es nicht gerade der Außendienstler des Landhandels oder der PSM-Hersteller ist.
Das Wissen über die Feinheiten der pflanzenpathogenen Pilze und der entsprechenden fungiziden Wirkstoffe ermöglicht dann nämlich eine situationsbezogene Strategie zu günstigen Kosten.
Wir sind deshalb unter Beachtung der kurativen und protektiven Möglichkeiten auf unseren Weizen mit vollentwickeltem Blattapparat (oder knapp davor) mit verschiedenen Mischungen aus Tebuconazol, Epoxiconazol/Prothioconazol, Prochloraz, Azoxystrobin (und Chlorthalonil) gefahren zu einem Bruchteil der Kosten eines Premiumfungizids.

Der Weizen Informer gefällt mir derzeit sehr gut bin gespannt wie der drischt. Ist auch sehr gesund bisher.
Tobak fliegt wohl im nächsten Jahr bei mir raus.

Hast du den Informer selbst schon stehen?
Ich werde den wohl im nächsten Jahr auch mal probieren.
Was sind deine Gründe vom Tobak Abstand zu nehmen?

In Hessen gefällt mir aktuell Chevignon im frühen Segment sehr gut, die Ährenausbildung knapp unter dem Fahnenblatt lässt hoffen.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: angusy am 11. Mai 2019, 11:24:49

Jetzt, gut zwei Wochen später, bin ich der Meinung, die erste Kürzung war entschieden zu hart. Die zweite, moderate Kürzung kam ziemlich auf den Punkt, der Effekt ist genau gut und die Bestände präsentieren sich so, wie ich sie mir vorstelle - die Prodaxvariante ist dagegen sehr gestaucht, das dürfte gewiss Ertrag gekostet haben, warten wir ab.

Mein Weizen ist bis auf den Rübenweizen durchweg in 37. Die WR-Maßnahme hätte wohl etwas geringer ausfallen können. Jedenfalls wird der Hochschnitt dieses Jahr bestenfalls eine "etwas verlängerte Stoppel".  Könnte durchaus passieren, dass die SG ihn an Länge übertrumpft.

Beim Kamerad stelle ich mir gerade die Frage, wie die Abschlussbehandlung (in 39) aussehen soll. Kann man bei einer gesunden Sorte merklich am Fungizid sparen oder sollte man, wenn es ohnehin nur eine Einmalbehandlung sein wird, auf potente und auch teure Mittel zurückgreifen?
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Nobbi am 11. Mai 2019, 12:58:53
Ich würde einen gesunden Bestand nicht behandeln.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Tapion am 11. Mai 2019, 13:08:09


Auf den ersten Blick vielleicht schon.
Beim genaueren Hinsehen finden sich jedoch je nach Region und der dortigen Witterung schon einige Infektionen.
In anfälligeren Sorten schreitet der Gelbrost voran, tlw sind bei uns seit letzter Woche die ersten Nester zu erkennen. Mehltau in geringem Umfang am Halmgrund gibt es auch.
In Reform ist Halmbruch ein Thema, letzte Woche beim Feldrundgang den ersten komplett morschen Stängel beim Kollegen gefunden.
Und Septoria ist jetzt auf F-3 zu erkennen, die Infektionen müssten also so etwa aus der Zeit um den 3.-6.4. stammen, da gab es hier etwas Regen und vor allem auch über Tau lange Blattfeuchten.
Auf den Blättern darüber könnten evtl. am 27.-29.4. Neuinfektionen stattgefunden haben und in den letzten 3 Tagen waren die Bedingungen sowohl für Septoria und Rost gut.

Andernorts scheint es ähnlich zu sein:
Beim Sacramento kann ich auch verbreitet Mehltau unten im Bestand finden ......da muß also auch etwas passieren mit Vegas als Beilage . Ich werde mich für Prosaro als Mittel entscheiden ......je nach Gefährdungslage zwischen 0,5 und 0,8 .  Und die Wettermodelle weisen an sich genug Feuchte und gemäßigte Temperaturen für die nächste längere Zeit aus .

Den Blick aufs Detail kann ein Berater schon schärfen, wenn es nicht gerade der Außendienstler des Landhandels oder der PSM-Hersteller ist.
Das Wissen über die Feinheiten der pflanzenpathogenen Pilze und der entsprechenden fungiziden Wirkstoffe ermöglicht dann nämlich eine situationsbezogene Strategie zu günstigen Kosten.
Wir sind deshalb unter Beachtung der kurativen und protektiven Möglichkeiten auf unseren Weizen mit vollentwickeltem Blattapparat (oder knapp davor) mit verschiedenen Mischungen aus Tebuconazol, Epoxiconazol/Prothioconazol, Prochloraz, Azoxystrobin (und Chlorthalonil) gefahren zu einem Bruchteil der Kosten eines Premiumfungizids.

Hier ist die Situation ähnlich, auf F-3 etwas Septoria - ich vermute eher aus der regenreichen Periode mitte März hier - ansonsten ziemlich gesund. Aber, seit Mittwoch jetzt Wetter was Septoria Infektionen ermöglicht, heute zum Beispiel bis jetzt schon 16mm  :huepf: . In deiner Situation bei vollentwickelten Blattaparat fällt die Entscheidung leicht mit einem Fungizid bis zur Blüte zu kommen. Hier ist der Weizen leider noch etwas zurück. Der frühentwickelete beginnt damit das letzte Blatt zu schieben, der etwas später gesäte schiebt noch das vorletzte Blatt... Jetzt die Frage, Montag vergleichsweise viel Geld ausgeben um mögliche Septoriainfektionen seit Mittwoch  kurativ zu stoppen oder aussitzen, warten ob es überhaupt nennenswerte Infektionen gab und dann vielleicht in 10 Tagen mit ner günstigen Mischung gegen Rost (evtl. Mehltau falls nochmal welcher kommewn sollte) zur Blüte zu kommen. Wenn man jetzt gegen Septoria fährt könnte es sein, dass man je nach Witterung vor der Blüte nochmal gegen Roste oder Mehltau oder oder oder ran muss. Drei Behandlungen in diesem Jahr würden wir doch sehr missfallen...
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Euro-T am 11. Mai 2019, 14:19:38


Hier ist die Situation ähnlich, auf F-3 etwas Septoria - ich vermute eher aus der regenreichen Periode mitte März hier.

Das glaube ich weniger, Infektionen aus der Zeit hätten sich schon im April gezeigt - abgesehen davon ist fraglich (wenn nicht sogar unwahrscheinlich), ob F-3 Mitte März überhaupt schon da war, das erscheint normalerweise um EC30 rum. Passend dazu schreibst du ja auch, das deine Bestände etwas zurück sind, das macht die Konstellation noch unwahrscheinlicher.

Zitat
Jetzt die Frage, Montag vergleichsweise viel Geld ausgeben um mögliche Septoriainfektionen seit Mittwoch  kurativ zu stoppen oder aussitzen, warten ob es überhaupt nennenswerte Infektionen gab

Im Fall, das wir über Septoria sprechen, gibt es halt eigentlich nichts abzuwarten. Ein bis dato unbehandelter Bestand (was vielerorts heuer absolut möglich und imho auch richtig war), der nun aber doch einen leichten Befall aufweist, würde ich dann jetzt doch nicht schutzlos lassen - gerade nach heute (hier bis jetzt 21mm) dürften 36h erreicht werden, die Temperaturen sind auch nicht arg niedrig - es dürften durchaus Infektionen gesetzt werden.

Mit was behandeln?

Das hängt imho vom Ausgangsdruck, sowie der weiteren Witterung ab (immer auf Sep.ttc. gesprochen).
Aus meiner Sicht, mit Beständen vor EC39 wird das bspw. bedeuten, das ich ab nächstmöglich mit einer Teilmenge Ascra und Epoxy losfahre, mit der Idee, die nächsten gut 14 Tage damit überbrücken zu können und wir uns dann in einer nicht-infektiösen Witterungsphase befinden, bzw. ja dann fast schon über eine Ährenbehandlung nachdenken.

Die Teilmengen werden so kalkuliert sein, das ich von Seiten der Carboxamide einen guten Protektivschutz (auch gegen Roste) habe und es wird dann eben soviel Epoxy zugemsicht, um in Addition gegen Septoria kurativ gut aufgestellt zu sein, als auch für die nächsten rund zehn Tage eine brauchbare Kurativleistung gegen Rost zu haben.

Bestände, die das EC39 erreicht haben, werden leider nicht in den Genuß von Ascra kommen, hier wird es durch ein schnödes Opti ersetzt und die Epoxy Menge etwas hochgenommen. Der Blattapparat ist ja voll entwickelt, da braucht es imho nicht zwingens ein Carboxamid, da tut es auch ein Chlorthalonil dann - das Azol hat ja auch einige Tage Protektivschutz im Gepäck.
Gegen Roste ist protektiv das Strobi an Bord, denke das passt schon recht gut - ist aber dennoch rund 8.-€ teurer, als die obige Mischung, Opti steht aber halt noch in Mengen hier rum und im Gesamtkontext kann ich auch gut damit leben. 

Unter hiesigen Bedingungen sehe ich keine Sinnhaftigkeit darin, jetzt mit dem 65.-€ RundumSorglos(zuviel)Paket auszurücken.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: charlie am 11. Mai 2019, 18:08:21
Ich hätte ja hier im Solehio noch gern mit dem Fungizid bis zum vollen Ährenschieben gewartet.
Aber lieber jetzt passend zu Infektionsmomenten behandelt und die Protektivleistung über die aktuellen Regenereignisse mitgenommen als zu einem späteren Zeitpunkt selbst die volle Kurativleistung überfordern.
Hier gab es 0,75l Rubric + 1,25 Amistar Opti um etwas mehr Gewicht auf den protektiven Braunrostschutz sortenspezifisch zu legen, ohne zuviel kurative Septorialeistung einzubüßen.
Was, wann, und ob überhaupt eine Ährenmaßnahme stattfindet hängt von Wetter und dem weiterem Vegetationsverlauf ab.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Euro-T am 11. Mai 2019, 18:24:08
Ich hätte ja hier im Solehio noch gern mit dem Fungizid bis zum vollen Ährenschieben gewartet.

Immer wieder krass, wie groß die Unterschiede in der Entwicklung nur auf den paar km Distanz sind.

OK, ist ein Solehio, aber hier ist noch kaum ein Weizen in EC39 und die generative Entwicklung ist der vegetativen noch zusätzlich hinterher.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Tapion am 12. Mai 2019, 17:34:23

Das glaube ich weniger, Infektionen aus der Zeit hätten sich schon im April gezeigt - abgesehen davon ist fraglich (wenn nicht sogar unwahrscheinlich), ob F-3 Mitte März überhaupt schon da war, das erscheint normalerweise um EC30 rum. Passend dazu schreibst du ja auch, das deine Bestände etwas zurück sind, das macht die Konstellation noch unwahrscheinlicher.


Tatsächlich habe ich nochmal nachgezählt, auf den Beständen die im Moment noch das vorletzte Blatt schieben bzw. fast geschoben haben ist es F-4 mit hier und da etwas Septoria. F-3 ist da fast ausnahmslos befallsfrei. Vereinzelt findet sich etwas Septoria auf den in der ersten Oktoberwoche gedrillten Rapsweizen die meist damit beginnen jetzt das letzten Blatt zu schieben. Mag vielleicht auch daran liegen dass der Wachstumsreglereinsatz hier etwas gut gewirkt hat. Hab immer das Gefühl, dass solche Maßnahmen auch die Krankheitsanfälligkeit zumindest nicht reduzieren. Aber jetzt bin ich wenigstens guter Dinge, dass auch der Rapsweizen stehen bleibt :-)



Im Fall, das wir über Septoria sprechen, gibt es halt eigentlich nichts abzuwarten. Ein bis dato unbehandelter Bestand (was vielerorts heuer absolut möglich und imho auch richtig war), der nun aber doch einen leichten Befall aufweist, würde ich dann jetzt doch nicht schutzlos lassen - gerade nach heute (hier bis jetzt 21mm) dürften 36h erreicht werden, die Temperaturen sind auch nicht arg niedrig - es dürften durchaus Infektionen gesetzt werden.


Ja, gestern beim Regen dachte ich auch noch so, bei der trockenen Witterung heute fühlt sich die Lage irgendwie schon anders an  ;D
Meine Erfahrung der letzten Jahre sagt mir eher, dass man bei Septoria gerne in Panik verfällt. Und wenn wir jetzt die einzige Wetterlage hatten die Septoria Infektionen begünstigt seit mitte März, kann ich mir nicht vorstellen dass deshalb jetzt gleich eine Epidemie losbricht. Gleichzeitig sind wir grade dabei von einem frühen Jahr in ein eher spätes zu rutschen sodass sich die Blüte noch etwas verzögern kann und ich nicht weiß ob ich das Fahnenblatt dann z.B. sicher gegen Roste bis dahin schützen kann, wenn es jetzt noch nicht da ist. Der Tobak, soll ja jetzt auch rostanfälliger sein was ich bei einer fusarienanfälligen Sorte jetzt nicht so schlimm finde.




Mit was behandeln?

Das hängt imho vom Ausgangsdruck, sowie der weiteren Witterung ab (immer auf Sep.ttc. gesprochen).
Aus meiner Sicht, mit Beständen vor EC39 wird das bspw. bedeuten, das ich ab nächstmöglich mit einer Teilmenge Ascra und Epoxy losfahre, mit der Idee, die nächsten gut 14 Tage damit überbrücken zu können und wir uns dann in einer nicht-infektiösen Witterungsphase befinden, bzw. ja dann fast schon über eine Ährenbehandlung nachdenken.

Die Teilmengen werden so kalkuliert sein, das ich von Seiten der Carboxamide einen guten Protektivschutz (auch gegen Roste) habe und es wird dann eben soviel Epoxy zugemsicht, um in Addition gegen Septoria kurativ gut aufgestellt zu sein, als auch für die nächsten rund zehn Tage eine brauchbare Kurativleistung gegen Rost zu haben.

Bestände, die das EC39 erreicht haben, werden leider nicht in den Genuß von Ascra kommen, hier wird es durch ein schnödes Opti ersetzt und die Epoxy Menge etwas hochgenommen. Der Blattapparat ist ja voll entwickelt, da braucht es imho nicht zwingens ein Carboxamid, da tut es auch ein Chlorthalonil dann - das Azol hat ja auch einige Tage Protektivschutz im Gepäck.
Gegen Roste ist protektiv das Strobi an Bord, denke das passt schon recht gut - ist aber dennoch rund 8.-€ teurer, als die obige Mischung, Opti steht aber halt noch in Mengen hier rum und im Gesamtkontext kann ich auch gut damit leben. 

Unter hiesigen Bedingungen sehe ich keine Sinnhaftigkeit darin, jetzt mit dem 65.-€ RundumSorglos(zuviel)Paket auszurücken.

Ja, ein 65.-€ RundumSorglos(zuviel)Paket scheint mir definitiv auch überzogen. Wen man die extra Überfahrt nicht scheut wäre auch ein reines Azol kurativ gegen Septoria denkbar und dann auf das voll entwickelte Fahnenblatt 1-1.5l Amistar Opti um sicher zur Blüte zu kommen. Auf jedenfall schonmal vielen Dank für deine Einschätzung. Wird morgen eine Bauchentscheidung ob man kurativ gegen Septoria vorgeht oder nächsten Sonntag in die Kirche um zu beten nur mit so z.B. 1.5l amistar opti auf ein voll entwickeltes Fahnenblatt in so vielleicht 10 Tagen bis zur Blüte zu kommen. Ich werde berichten welcher Fehler dann begangen wurde ;-)

Viele Grüße
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Fox! am 13. Mai 2019, 07:51:45
Wir hatten Samstag nochmal 14 mm, Donnerstag sind nochmal 8 mm gemeldet. Jetzt hoffe ich mal, dass der noch unbehandelte Weizen es gut bis ins Fahnenblatt schafft wo dann eine Fungizidmaßnahme zusammen mit Medax Top erfolgen soll, denn die Spritze wird jetzt erstmal im Mais gebraucht. Am Samstag bin ich runter nach Würzburg gefahren, gerade im Raum Thüringen sind mir von der Autobahn sehr viele Gelbrostnester in den Flächen aufgefallen  :rolleyes:
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Uwe am 14. Mai 2019, 09:16:44
Der Winterweizen ist jetzt irgendwo zwischen EC32 und EC37.
Samstag gab es 0,75l Opus Top + Spurennährstoffe als erste Massnahme gegen Krankheiten.
Jetzt haben wir aktuell länger anhaltenden Niederschlag, sodass die Behandlung perfekt gesetzt war.

Trotz 0,8l CCC Mitte/Ende April (vor mehr hatte ich Angst, wegen der anhaltenden Trockenheit) wirkt der Bestand recht unruhig.
Versorgt ist er mit etwa 150N + 35S gut.

In der Senke hatte dieser Schlag vor 2...3 Jahren noch pH 4.0, was sich nur mit 100dt CaCO3 ändern liess.
Dafür sieht der Bestand wiederum recht gleichmäßig aus (über den gesamten Hang gesehen).
Im Herbst gab es vor der Saat zur Allgemeinen Ermunterung 100dt Putenmist, da müsste ja auch noch was nachkommen.
Ich hoffe damit ist die "Rekultivierung" (wenn man es so nennen will) wohl fast abgeschlossen und man kann mal mit "normalen" Erträgen rechnen.

Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Raider am 14. Mai 2019, 12:07:28
Der Winterweizen ist jetzt irgendwo zwischen EC32 und EC37.
Samstag gab es 0,75l Opus Top + Spurennährstoffe als erste Massnahme gegen Krankheiten.
Jetzt haben wir aktuell länger anhaltenden Niederschlag, sodass die Behandlung perfekt gesetzt war.

Trotz 0,8l CCC Mitte/Ende April (vor mehr hatte ich Angst, wegen der anhaltenden Trockenheit) wirkt der Bestand recht unruhig.
Versorgt ist er mit etwa 150N + 35S gut.


Auch meine Weizenbestände wirken unruhig. Aber ansonsten kann ich nicht meckern. Fungizide bisher 0. Denke auch, dass ich jetzt waten kann bis das Fahnenblatt voll da ist. Bei dem Wind ist diese Woche wohl eh nichts mehr drin mit Pflanzenschutz...
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Euro-T am 14. Mai 2019, 12:14:44
Der Winterweizen ist jetzt irgendwo zwischen EC32 und EC37.
Samstag gab es 0,75l Opus Top + Spurennährstoffe als erste Massnahme gegen Krankheiten.
Jetzt haben wir aktuell länger anhaltenden Niederschlag, sodass die Behandlung perfekt gesetzt war.

Wie willst du die Fungizidstrategie weiter aufbauen?

Ist das daß gleiche Top, wie wir es hier haben? Mit 85gr Epoxy?

Das würde mit 0,75l nur einen sehr kurzen Protektivschutz bieten (imho unter Befallsbedingungen keine Woche), da darf man sich nicht zu sehr in Sicherheit wiegen dann.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: agri am 14. Mai 2019, 13:25:31
Der Winterweizen ist jetzt irgendwo zwischen EC32 und EC37.
Samstag gab es 0,75l Opus Top + Spurennährstoffe als erste Massnahme gegen Krankheiten.

gegen was wurde denn da 0,75 Opus Top gewählt ?
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Uwe am 14. Mai 2019, 13:27:10
Da das Fahnenblatt noch nicht da ist (auf jeden Fall nicht voll), kam es mir genau auf diese 7...10 Tage Wirungsdauer an.
In etwa 2 Wochen gibt es dann Nachschlag. Im Moment schwebt mir in etwa folgendes vor:

1l Priaxor + 0.5l Delaro + (0.4l Tebu)

= 75g Trifloxystrobin
+ 150g Pyraclostrobin
+ 75g Fluxapyroxad (Xemium)
+ 90g Prothioconazol
(+ 100g Tebuconazol)

oder 1l Priaxor + 0.5l Proline

= 150g Pyraclostrobin
+ 75g Fluxapyroxad (Xemium)
+ 125g Prothioconazol

oder 1l Elatus Era + 0.5l Tazer

= 125g Azoxystrobin
+ 75g Benzovindiflupyr (Solatenol)
+ 150g Prothioconazol

Vorfrucht sind Ackerbohnen, Sommergerste und Hafer ... da würde ich dann vermutlich wohl nichts gegen Fusarium machen.

Edit: Opus Top gegen geringen Mehltaubefall und vorbeugend gegen Septoria (angesagte Niederschläge).
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Fox! am 14. Mai 2019, 13:57:49
Ich denke hier kommt das Fahnenblatt nächste Woche irgendwann - falls es doch mal etwas wärmer wird. Mir stellt sich auch die Frage nach dem weiteren Vorgehen.

Mitte Schossen gabs letzte Woche auf einen Teil der Weizenflächen 1,0 l Matador + 0,2 l Vegas - um etwas Druck rauszunehmen, wegen frisch gefallener Niederschläge, leichter Septoria und nicht zu knapp Mehltau. Inzwischen sind nochmal 14 mm gefallen. Denke ein gewisser Krankheitsdruck ist da. Lege ich auf den behandelten Weizen jetzt im Fahnenblatt nochmal was drauf? Tenidere fast zu "ja". Dachte an etwas Epoxiconazol, Azoxystrobin und Prochloraz zur Wirkungsunterstützung. Oder lieber gleich ein Prothioconazol mitnehmen?

Weiterhin stellt sich die Frage nach einer Wachstumsregulierung. Bislang ist wegen Trockenheit gar nichts passiert. Wollte mit 0,4 Medax Top durchfahren. Oder sollte ich die Menge aufgrund der Azole noch weiter runternehmen?
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: christian79 am 14. Mai 2019, 15:24:31
Ich denke hier kommt das Fahnenblatt nächste Woche irgendwann - falls es doch mal etwas wärmer wird. Mir stellt sich auch die Frage nach dem weiteren Vorgehen.

Mitte Schossen gabs letzte Woche auf einen Teil der Weizenflächen 1,0 l Matador + 0,2 l Vegas - um etwas Druck rauszunehmen, wegen frisch gefallener Niederschläge, leichter Septoria und nicht zu knapp Mehltau. Inzwischen sind nochmal 14 mm gefallen. Denke ein gewisser Krankheitsdruck ist da. Lege ich auf den behandelten Weizen jetzt im Fahnenblatt nochmal was drauf? Tenidere fast zu "ja". Dachte an etwas Epoxiconazol, Azoxystrobin und Prochloraz zur Wirkungsunterstützung. Oder lieber gleich ein Prothioconazol mitnehmen?

Weiterhin stellt sich die Frage nach einer Wachstumsregulierung. Bislang ist wegen Trockenheit gar nichts passiert. Wollte mit 0,4 Medax Top durchfahren. Oder sollte ich die Menge aufgrund der Azole noch weiter runternehmen?


Hier sieht es ähnlich aus. Bisher habe ich noch nichts gemacht(Fungizid), nach den 15 mm vom WE sollte jetzt aber was erfolgen. Ebenfalls leicht Septoria auf F-3 und Mehltau ist auch vorhanden.
Windtechnisch wird das aber vor Freitag wohl nichts geben. Bis zum Fahnenblatt wird es aber wohl noch länger dauern.
Tendiere derzeit zu ascra(oder viverda) + vegas. Im Flexion-Pack gäbe es viverda + vegas und würde für mich flächenmäßig gut aufgehen. Abschlussbehandlung hier in der Regel der Jahre um den 10.06.. Komme ich damit so weit?
WR habe ich bereits 2 Maßnahmen gefahren. Nach 1 l CCC habe ich 0,3 l CCC + 0,15 l Moddus nachgelegt. Sorten sind Tobak (nach Raps) und Elixer nach Raps und Klee.
Ich denke, dass nach dem Regen und mit der Wärme jetzt noch mal n Schub N mineralisiert wird.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Kai-Uwe am 14. Mai 2019, 19:43:29
Mein Reform ist fast völlig gesund und sieht wie ein richtiger Weizen aus... Ich glaub da wurde das Saatgut verwechselt ;D
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Desvariar am 14. Mai 2019, 20:07:47
Interessant oder? Der Reform sieht dieses Jahr viel viel besser aus als die Jahre davor. Dafür machen Tobak und Elixer etwas zicken. Aber wie es optisch aussieht, hat ja Ertrags-technisch nicht unbedingt was zu sagen.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Felix am 14. Mai 2019, 21:23:07
Informer schiebt das letzte Blatt, der Sacramento ist bereits etwas weiter. Beide stehen bisher sehr gesund da und geben ein schönes Bild ab. Der etwas struppige Auflauf aufgrund der nicht so optimalen Tiefenablage hat sich nahezu komplett verwachsen.

Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Rhoihesse am 14. Mai 2019, 22:06:18
Meine weizenflächen sind auch gesund. Ob die fungi-spritzung gerechtfertigt war, keine Ahnung. Ich kann’s nicht sagen. Regen der letzten Tage hat die zweite gabe sehr schön gelöst. Bestände durchweg gut. Abschlussbehandlung wird denke ich noch 10-14 Tage dauern.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Farmer am 15. Mai 2019, 08:19:51
Hallo
Unser WW schiebt das lezte Blatt auf kalten trägen LT Böden im Münsterland. Gedüngt sind ca 160 kg N, Gülle wie vorgegeben mit NH4 laut Analyse eingerechnet. Langjährige Gülledüngung über 2 GV. Bestände sehen gut aus. Wegen der Kälte Nachts aber optisch schwierig einzuschätzen ob man noch nachdüngen muss. Wenn der Boden wärmer wäre würde ich sagen nein. Ich habe daraufhin am Wochenende mal N- min Proben gezogen. Egal ob Stoppelweizen, nach Silomais oder nach Kleegras alle um die 15 kg in der Schicht 0-30 und 35 in 30-60 cm. Regen hatten wir bis jezt im Mai 14 mm. Es ist noch nichts verloren aber wie reagiert man darauf. Die Mineralisierung kommt denke ich fast zu spät, das weiterer Regen vorrausgesetzt eine leichte Nachdüngung erforderlich ist?
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Fox! am 15. Mai 2019, 11:06:21
Nochmal ne Rundfahrt gemacht bevors in Kurzurlaub geht. Aktuell frage ich mich ernsthaft, ob eine Einkürzung in 37/39 überhaupt nötig ist. Das Gewebe im unteren Halmbereich ist super fest. Ob da die Azole aus Mitte Schossen und die Azole zum Fahnenblatt nicht schon genug "kürzen"?!

Mal sehen wie das alles am Montag aussieht.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: wernerzwo am 15. Mai 2019, 12:20:06
Ich habe am Dienstag in EC39 die erste Behandlung mit AmistarOpti + Input Classic im Weizen gemacht - denke das war aufgrund der vorhergehenden und jetzigen Witterung optimal. Es war null Wind und keine Thermik am Abend / Nacht, bessere Bedingungen kann man sich nicht wünschen.
Wachstumsregler habe ich keine mehr beigefügt - die 0,5 CCC die er bisher hat müssen reichen.

Jetzt warte ich noch bis zum Blühen - wenn es die Witterung erforderlich macht, gibt es noch Fusarium-Nachschlag. Ansonsten ist das Thema bei mir durch, da bis ein wenig Mehltau am Halm und einzelne Tritici auf F-4 bisher nichts zu finden ist.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Uwe am 17. Mai 2019, 10:11:06
Im Winterweizen habe ich einen Teilschlag von 5ha, wo das Zeug nicht so richtig loswachsen will.
Kurzerhand habe ich kleinräumig einfach mal Bodenproben von mittleren und schlechteren Ecken genommen (immer drei Einstiche pro Mischprobe).
Dabei ist herausgekommen, das gerade die miesen Stellen einen pH-Wert von unter 5.0 haben (im Bild gelb markiert, Ausschnitt ist vom Vegetationsbeginn).
Das hätte ich so gar nicht erwartet.
Man sieht ein Linie weiter oben, die habe ich im Herbst gezogen. Bis auf eine Senke ist der pH halbwegs in Ordnung (5.5 ... 7.4).
Unterhalb ist die Linie, die ich im April beprobt habe. Bis auf zwei Ausreisser sind alle pH-Werte im Bereich 4,2 ... 5.1. Das müssen noch Bewirtschaftungsunterschiede aus den letzten 30 Jahren sein. Ist eben mühsam solche Flächen zu übernehmen und langsam wieder in Kultur zu kriegen...

Ganz unten ist noch ein Punkt vom Raps zu sehen, da liegt auch eine Probe hinter einer alten Bewirtschaftungsgrenze und hat nur pH 4.1.
Ich habe erstmal 175t Kohlensauren Kalk für 20ha bestellt.
Rechts unten sieht man einen sehr dunklen Bereich. Dort steht Raps auf einem Teilschlag der vor 2 Jahren als Rosskur 80...100dt Kohnlensauren Kalk bekommen hat.
Hat mir zwar jeder von abgeraten, hat aber Wunder gewirkt. Da ist auf einmal auch Phosphor verfügbar. Langsames Aufkalken kann ich mir auf so einer großen Fläche nicht leisten...

Weiterhin ist interessant, dass selbst bei einem pH-Wert von 4.5 Magnesium immer noch in E liegt (> 10mg/100g Mg). Kinsey lässt grüßen...
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: klausg am 18. Mai 2019, 10:02:16
Ich weiß nicht, ob Du die Möglichkeit hast, dort an Branntkalk zu kommen. Damit tut sich wenigstens schneller was. Selbst bei einem Mikrofein vermahlenen Kalk dauerts viele Jahre, bis Du was merkst. Alternative zu Branntkalk wäre ein weicherdiger Kreidekalk - der wirkt auch sofort.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Maximus am 18. Mai 2019, 11:27:29
Jemand ne Idee ob dies Stress/Mangel oder schon Pilzbefall ist? Meine Hobbykenntnisse reichen leider nicht aus  ;D 
zweites bzw. drittes Blatt Triticale Lombardo. Ähren sind zur hälfte raus, hat aber noch keine Abschlussbehandlung bekommen - sollte die kommende Woche erfolgen.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Uwe am 19. Mai 2019, 10:28:26
Ich setze diesmal Kalk aus Morawica ein.
Gibt es sowas wie "Jura Kalk"?

http://www.kwmorawica.pl/index.php?option=com_content&view=category&layout=blog&id=16&Itemid=14

Ich bin jedenfalls gespannt, wieviel Minderertrag ich zu den schon aufgekalkten Flächen haben werden.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Gameorg am 19. Mai 2019, 15:19:25
Nach der heutigen Rundfahrt hab ich bemerkt dass sich Mehltau und ich glaube Gelbrost im Weizen und teilweise im Dinkel breit macht. Auch am Fahnenblatt.

Vereinzelt kommen jetzt die Ähren raus.

Wollte ursprünglich auf die Blüte warten und mit Opus Top (epoxiconazol fenpropimorph) behandeln. Wird mir jetzt aber zu heiß.

Kann ich was dazumischen um eine ausreichende Dauerwirkung zu erreichen um jetzt evtl. mit einer vorgezogenen Anwendung durchzukommen? Eine richtige Fahnenblattbehandlung ist das jetzt ja nicht mehr, wir befinden uns ja grade genau zwischen den beiden Terminen.

Was würdet ihr vorschlagen zur Schadensbegrenzung?
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: agri am 19. Mai 2019, 16:10:17
Was ist denn dann eine richtige Fahnenblatt Behandlung wenn nicht jetzt ?

Was willst du denn mit einem Späteren Einsatz von Opus Top bewirken ?

Welche Krankheit ist denn wichtiger als Rost und Sep. ?

Wenn nicht jetzt zu befallsbeginn Rost und Co. , wann dann ?

Wenn ich sonst nix auf Lager hätte und Opus Top ist schon gut , wäre ich schon unterwegs bei Rost !
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Gameorg am 19. Mai 2019, 16:49:06
Hi Agri!

Wir sind schon bisschen weiter in der Vegetation. Ein guter Termin um das Fahnenblatt zu Behandeln wär bei uns vor 2 Wochen gewesen. In Retrospekt wohl die richtige Maßnahme. Jetzt sind wir schon am Übergang zum Ährenschieben und im Idealfall würde ich gerne nur 1x behandeln.

In fusarienfreien Jahren reicht Opus top zur Blüte bei uns (Nach Vorlage in EC 31) Eine günstige Lösung im Trockengebiet.

Zu warten wär wohl einzig und allein der Flexibilität gegen Fusarium gedient. Ich seh mir heut nochmal die Befallsintensität an.

Es gab voriges Jahr Fusarium, jedoch nicht auf den Schlägen daher würde ich Fusarium Risiko auf Mittel einschätzen bei eintretenden Niederschlägen. Weizen hat Vorfrucht Raps. Dinkel ist nach Mulchmais, ist aber weniger anfällig auf Fusarium (war voriges Jahr gesund, trotz Niederschlag in die Blüte und Mulchmais).

Tendenziell würde ich also auch das Rostrisiko priorisieren und jetzt gleich fahren. Die Fragen nur ob ich gleich eine stärkere Mischung nehmen soll in Richtung Dauerwirkung und Fusarien  oder erstmal nur Opus und nochmal zur Blüte reagiere wenn nötig. Die Blüte wird hald jetzt nicht mehr weit sein.





Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: agri am 19. Mai 2019, 17:32:09
Hallo Gameorg ,

Zu Fusarium gibt es jetzt ein Thema hier und dort haben nette Kollegen schon ihre Erfahrung niedergeschrieben , du fragst nach einem Befall mit Rost und Sep. , einigen wir uns auf ein durchbrechen der Ähre ?

Eine Fusarium Infektion,  wenn überhaupt , wird noch min 10 Tage dauern , ja ?

Je nach Witterung  , handelt es sich um Rost und Sep neue Infektionen auf dem Fahnenblatt ?
hat Rost und sep deinen Bestand in den nächsten 10 Tagen dahin gerafft .
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: charlie am 19. Mai 2019, 17:34:40
Gelbrost versuchen auszusitzen dürfte ein größeres Problem darstellen.
Gelbrost sollte bei Auftreten so schnell als möglich behandelt werden, da die Ausbreitung explosionsartig mit hohen Ertragsverlusten verläuft.
Opus Top stellte lange Zeit die Strobilurinfreie Lösung kurz vor oder im Ährenschieben dar, Stichwort Strohabreife
Und ich sehe es auch heute noch als sehr gute Wirkstoff-Kombination an dieser Stelle mit einer Aufwandmenge von 1,2l lässt sich auch einiges an Dauerwirkung im Bereich Roste und auch Mehltau erreichen.
Das Morpholin wird sehr schnell in der Pflanze transportiert und somit wird auch die schiebende Ähre ganz gut erreicht, auch wenn sie noch nicht direkt getroffen wird.

Sollte sich zur Blüte wirklich „Fusariumwetter“ einstellen, ist die Leistung von Opus Top hier auch nur begrenzt, bzw wäre mMn dann eine Zumischung von Tebuconazol zum passenden Termin sinnvoll.

Agri hat das schon sehr passend dargestellt
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: agri am 19. Mai 2019, 18:15:46

Gelbrost

Agri hat das schon sehr passend dargestellt


huch , ganz rot werd .

Danke Schön .
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: agri am 19. Mai 2019, 19:49:56
Zitat
Für Sichere Kornqualität und sichere Vermarktung lasse ich gern mal den einen oder anderen Doppel liegen.
  Auch bei mir hat der Ponticus sehr überzeugt und bleibt auch in der kommenden Saison die Hauptsorte .   Dazu noch Sacramento für die Wildlaststandorte  und den Rest mit Reform aufgefüllt .  Im Fokus für den Probenanbau hab ich den Asory ( ersetzt in Zukunft den Reform ? )  , und daneben noch LG Magirus und Informer .  Mal sehen was die LSV usw. die nächsten Tage noch ans Licht bringen . Sorten mit HL - Schwächen , Lageranfälligkeit , viel Fusarium fallen raus .

gruss
dirkk

Mal Nachfrag ,


Wie lief es bisher mit dem " Asory " und " Informer "
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Gameorg am 19. Mai 2019, 22:06:31
Und ich sehe es auch heute noch als sehr gute Wirkstoff-Kombination an dieser Stelle mit einer Aufwandmenge von 1,2l lässt sich auch einiges an Dauerwirkung im Bereich Roste und auch Mehltau erreichen.
Das Morpholin wird sehr schnell in der Pflanze transportiert und somit wird auch die schiebende Ähre ganz gut erreicht, auch wenn sie noch nicht direkt getroffen wird.

Sollte sich zur Blüte wirklich „Fusariumwetter“ einstellen, ist die Leistung von Opus Top hier auch nur begrenzt, bzw wäre mMn dann eine Zumischung von Tebuconazol zum passenden Termin sinnvoll.

Agri hat das schon sehr passend dargestellt

Das ist eigentlich in der Regel unsere Vorgehensweise Charlie! Hab mir den Bestand nochmal genauer angesehen und auch ne Ähre mitgenommen. Denke ihr habt recht und es ist wohl doch Septoria, oder? (Bild).

Allerdings glücklicherweise erst auf dem 3. und 4. Blatt, also das Fahnenblatt doch noch großteils unbefallen. Interessant was du zum Morpholin schreibst. I



(https://i.imgur.com/vDHouQx.jpg)



Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: nofear am 19. Mai 2019, 22:09:52
Was für Wetter bisher? (trocken vermute ich)
sieht mir eher nach was abiotischem aus. Könnte Mg-Mangel sein so zwischen den Blattadern und mit den abgestorbenen Spitzen...die mMn relativ schwache Wurzel für dieses Entwicklungsstadium würde dies auch bestätigen.
Was evtl. nicht recht dazu passt ist, dass die ältesten Blätter wieder/noch grün sind
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Gameorg am 19. Mai 2019, 22:13:43
Was für Wetter bisher? (trocken vermute ich)
sieht mir eher nach was abiotischem aus. Könnte Mg-Mangel sein so zwischen den Blattadern und mit den abgestorbenen Spitzen...die mMn relativ schwache Wurzel für dieses Entwicklungsstadium würde die sauch bestätigen.

bis 15 april sehr trocken. seit 2-3 wochen kühl/kalt und regnerisch.

oh und sehr windig/stürmische letzte Woche
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: nofear am 19. Mai 2019, 22:16:34
Denke, das sind die Blätter, die in der kalten/trockenen Phase gebildet wurden. Die letzten hatten wieder Nährstoff. Würde passen.
Wie war dei N-Dünung? (Ich könnte mir vorstellen Harnstoff oder Ammonium?)
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: dirkk am 19. Mai 2019, 22:46:45
Zitat
Wie lief es bisher mit dem " Asory " und " Informer "
  Informer ist relativ wüchsig - fast wie der Sacramento . Asory ist eher unauffällig wie der Reform . Aber von Asory wie auch vom Reform weiß ich , dass sie beide eher etwas lageranfälliger sind und auch beim Halmbruch etwas riskanter - sie haben beide auch offensichtlich das weichere Stroh .

Von der Blattgesundheit sieht es bisher ordentlich aus , bis auf den Mehltau beim Sacramento . Durch das hohe N-Angebot ( N-min ) und immer ein wenig Regen hat es der Mehltau dies Jahr leicht . In dichten Beständen ist auch hier und da Septoria nicht mehr zu übersehen .  Deswegen hat bei mir der Rübenweizen , wo die oben genannten Sorten alle drin stehen , 0,5 Prosaro als " Absicherung "  ( +0,2 Vegas bei Sacramento ) bis zur Ährenbehandlung erhalten . Der Rübenweizen hat sich trotz spätem Saattermins ( 6.11. ) bislang sehr üppig entwickelt . Da gilt auch für die Mietenplätze , die Mitte Dezember in die Erde kamen - ganz im Gegenteil zum letzten Jahr .

Trotzdem brauchen die Bestände weiterhin kontinuierlich Niederschläge - es sind kaum Reserven da ........

gruss
dirkk
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Euro-T am 19. Mai 2019, 22:53:21
Denke ihr habt recht und es ist wohl doch Septoria, oder? (Bild).


Wo stand was von Septoria?

Ich vermag auf dem Bild keine klassische Septoria zu erkennen und schliesse mich da eher nofear an.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Gameorg am 19. Mai 2019, 23:05:16
Denke, das sind die Blätter, die in der kalten/trockenen Phase gebildet wurden. Die letzten hatten wieder Nährstoff. Würde passen.
Wie war dei N-Dünung? (Ich könnte mir vorstellen Harnstoff oder Ammonium?)

Danke schonmal für eure Einschätzungen!

Harnstoff und Komplex zur 1. Gabe. 2 Gabe KAS. Wenn es Pilz wäre, müsste ich auch Sporen runterreiben können oder? (was eben nicht geht)
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: charlie am 19. Mai 2019, 23:23:33
In diesem Zustand sollte Gelbrost sporulieren, also sich gelber Sporenbelag abreiben lassen bzw mit der Lupe zu erkennen sein.
Vor allem tritt er auch üblicherweise zuerst nesterweise auf,
Ob dies bei dir der Fall ist, kann ich so nicht beurteilen, auf dem Bild scheint das erstmal nicht der Fall zu sein, spricht für einen abiotischen Schaden durch Stress (starke Temperaturschwankungen, Trockenheit, Wachstumsregler) oder mangelnde Nährstoffverfügbarkeit (Magnesium wurde schon angesprochen, hab ich aber auf meinen Böden nicht, deswegen fehlt mir auch der Blick dafür).

Septoria kann ich übrigens keine erkennen. Beginnende Infektionen sollten nach deinen Wetterbedingungen jetzt auf mindestens F-3 evtl zu finden sein.
Auch Altbefall und damit ein hohes Inokulum auf den älteren Blättern ist quasi nicht vorhanden.

Gameorg, danke für das Bild, hilfreich wäre noch die Sorte
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: nofear am 19. Mai 2019, 23:44:48
... mangelnde Nährstoffverfügbarkeit (Magnesium wurde schon angesprochen, hab ich aber auf meinen Böden nicht, deswegen fehlt mir auch der Blick dafür).

Ich bisher auch noch nie... aber ich hatte auch noch nie so trockenes Frühjahr nach so trockenem Vorjahr.
Im übrigen habe ich laut LUFA genug Mg im Boden. Aber Mg-Mangel wie aus dem Lehrbuch (Bergmann) dieses Jahr.

Kaum Wurzelentwicklung auch bei mir.
Im übrigen wird die Mg-Aufnahme durch Nitrat gefördert. War hier dieses Jahr ganz deutlich zu sehen. Wer früh mit Nitrat angedüngt hat, diese Bestände zeigen diese Symptome nicht und waren auch deutlich wüchsiger und hatten auch den Wachstumsstillstand von 2 Wochen während der Trockenheit nicht so extrem.

Was ich sagen will: Ich bin da absolut nicht der Profi, als tierhaltender Hobbyackerbauer. Und gerade heuer hatte ich schon paar ackerbaulich "Tiefschläge" durch mMn teilweise falsche Entscheidungen (wie z.B. Menge und N-Form der ersten Gabe, Art und Intensität der Bodenbearbeitung). Wobei mir mit solchen Bedingungen wie wir sie heuer hatten bisher auch die Erfahrung fehlte... aber als die N-Gabe anstand, war die Folgewitterung so noch nicht absehbar und der Dünger war eh gekauft...
Aber für mich sind solche Situationen deutlich lehrreicher und schärfen mehr den Blick als Topbestände ohne Makel. Also nicht, dass ich das jetzt immer bräuchte  ;)  aber herausfordernder und Grund sich mehr und tiefer mit der Materie zu beschäftigen ist es halt.   
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: charlie am 19. Mai 2019, 23:56:23
@nofear

Ich hätte bei mir auch wohl das „bisher“ einfügen sollen, wenn ich so deine Schilderung lese  ;)
So Berichte wie deiner helfen dann auch die Schere im Kopf, das gibt’s bei mir nicht, nicht ganz so schnell zuschlagen zu lassen.

@gameorg

Hier mal noch 2 Bilder aus diesem Frühjahr mit Gelbrost

1 - Asano in Hessen vor 14 Tagen mit dicken Sporenlagern

2 - Franz letzte Woche in der Börde mit ersten Nestern
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: nofear am 20. Mai 2019, 00:02:07
Das blöde an dem Nährstoffmangel war/ist, dass die Symptome für mich leider erst (zu)spät ganz klar erkennbar waren.
Vorher waren das unspezifische Symptome, die alles möglich hätten sein können: Mehltauabwehrnekrosen, Septoria, Nährstoffmangel,...

Ansonsten hätte ich doch deutlich früher mit preiswertem Bittersalz gegensteuern können.
Hätte, hätte Fahradkette…

Aber abgerechnet wird zum Schluss. Die Bestände sind jetzt relativ dünn und sicher auch in der Ertragserwartung insgesamt begrenzt, dafür bin ich bisher preiswert weggekommen, bzw. hab mich zurückgehalten.
Mit den einsetzenden Niederschlägen sind die Bestände jetzt doch auch deutlich ansehnlicher geworden und ich bin  zumindest optisch erstmal etwas versöhnt  :)
Aber man Frage nicht, was man sich da zwischenzeitlich so alles aus mehr oder weniger berufenem Munde so anhören darf ;D aber auch da bekommt an ein dickes Fell
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Gameorg am 20. Mai 2019, 07:22:41
@charlie, Sorte ist Genius. Keine Nester im Feld.

@Nofear: Das gleiche kann ich bei mir auch beobachten, dass der Weizen dünner ist. Hab noch Boregar, der ist interressantweise gesund und dicht.
Wir spritzen auch Bittersalz, hätte wohl heuer noch mehr vetragen.

Danke für die Ausführungen und Bilder. Mein Blick ist dadurch jetzt auch besser geschärft in Trockenheit darauf zu achten, was Micronährstoffe und Düngerform angeht. Super das Foto mit Gelbrosrt, da sieht man deutlich den Unterschied, dass isses eindeutig nicht.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: berci am 20. Mai 2019, 07:29:46
@Gameorg
Ich habe schon vermutet das es sich um Genius handelt. Das sind bei dieser Sorte ganz normale Stressflecken, bedingt durch die vergangene Kaelte, Wind und Regen. Meiner sieht teilweise auch so aus.
Wir hatten hier im Mai bisher 115mm Regen.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: charlie am 20. Mai 2019, 14:22:40

Der Spontan klingt dabei ganz interessant, evtl. auch der Chiron. Apostel an sich auch, aber da gefallen mir die Qualitätseigenschaften nicht so recht. Evtl. probier ich kommende Saison alle drei mal aus.

Da ja die Frage nach dem Spontan gestellt wurde:

Spontan, pfluglos nach Silomais
Nmin gut 140N, 60N aus ASL Mitte März, schwach lehmiger Sand

Hier mal Bilder:

1 - Schlagüberblick, oberer heller Streifen ist eine Kiesader

2 - bisher kein Fungizideinsatz

Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Mathias am 20. Mai 2019, 14:35:58
Das ist am Rhein/main? oder in der Börde.

EDIT : ersteres.... schwach lehmiger Sand. kein Löss ;) ;D

Da ist ja mein Spontan weiter, da drücken die ersten Ähren raus.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: charlie am 20. Mai 2019, 14:44:36
Das ist am Rhein/main? oder in der Börde.

EDIT : ersteres.... schwach lehmiger Sand. kein Löss ;) ;D

Da ist ja mein Spontan weiter, da drücken die ersten Ähren raus.

Gedrillt Ende Oktober/Anfang November... vorher massiv trocken, keine Bearbeitung des Maisackers möglich
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Raider am 21. Mai 2019, 09:09:43
ich habe in diesem JAhr drei Sorten im Anbau: RGT Reform, Rubisko und Nordkap. Alle drei bisher ohne Fungizid ausgekommen.

Derzeit schieben Reform und Nordkap das Fahnenblatt, beim Rubisko ist es fast komplett da. Wenn es so weiter geht, wird es ein billiges Jahr was Pflanzenschutz angeht :-)
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Uwe am 21. Mai 2019, 09:55:44
Mein Winterweizen (die bessere Hälfte) hat bis Anfang Mai 150N und quasi keinen Niederschlag bekommen.
Im Herbst gab es zur Saat zusätzlich etwa 10t Putenmist (also etwa 100N NH4 + 100N organisch gebunden).
Irgendwo in 31...32 hat er 0.8l CCC bekommen, da sah es aber eher nach einem Frühjahr wie 2018 aus (hatte schon Angst, dass das zuviel war...).

Jetzt hat es diese Woche aber wirklich reichlich geregnet. Ich denke nun wird richtig reichlich N mineralisiert.
Sollte man jetzt (in 37...49) nochmal nachkürzen?

Laut wetteronline.de waren es insgesamt 76mm innerhalb einer guten Woche.
Sorten auf diesem Schlag sind Hondia und Rotax.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Euro-T am 21. Mai 2019, 10:01:16
Jetzt hat es diese Woche aber wirklich reichlich geregnet. Ich denke nun wird richtig reichlich N mineralisiert.
Sollte man jetzt (in 37...49) nochmal nachkürzen?

Sorten auf diesem Schlag sind Hondia und Rotax.

Die Sorten sagen mir beide überhaupt nix, wie sind die denn eingestuft?

Weiter wäre eine Beschreibung des Bestands hilfreich - Wuchshöhe, Knotenabstand, Gewebefestigkeit, usw..

Ich persönlich bin und bleibe allerdings der Meinung, das zum jetzigen Zeitpunkt nur noch Schönheitsreparaturen möglich sind, die in einem ganz schmalen Band von Grenzbedingungen ein Lager verhindern noch könnten. Wenn allerdings noch ein richtiger Schub kommt, dann ist es einerlei, ob nachgekürzt wurde, oder nicht. Die grundlegende Entscheidung muß vorne fallen, ein bißchen schwanger geht nicht.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: christian79 am 21. Mai 2019, 10:16:17
Habe dieses Jahr auch "gekürzt wie noch nie". Die Bestände waren sehr dicht und gut entwickelt aus dem Winter gekommen, zudem sind seit Anfang Dezember fast 600 mm gefallen, so dass genügend Wasser da ist. Ausserdem steht WW nach Raps und Klee.
Ich habe zunächst 1 - 1,4 l CCC vorgelegt und dann noch 0,3 l CCC + 0,15 l Moddus nachgelegt.
In WG (Quadriga) waren es 0,55 l Prodax und anschließend noch 0,4 l Medax.

Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: nofear am 21. Mai 2019, 10:26:38
Ich habe auch gekürzt wie noch nie... nämlich garnicht  ;D
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: NobbyNobbs am 21. Mai 2019, 10:39:55
Ich habe von bis gekürzt. Eine Gemarkung hat lediglich 0,6 CCC bekommen. Eine andere 1 l.
Dann gibt‘s Weizen der einmalig 0,35 Prodax + 0,6 CCC gesehen hat. Dem Grossteil ging letzterer Mischung noch mal 0,6 l CCC voraus
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Desperado am 21. Mai 2019, 12:12:09
Ich hab nur den Roggen eingekürzt mit 0,25l Moddus und 0,6l CCC. Zuvor gab's zur Bestockungsanregung mit der Herbizidbehandlung (350g LS MesoIodo + 35g Pointer + 50g Turbine) schon 0,8l CCC. Das hat zwar ein bisschen leicht gezwickt, aber 300g reichen bei einer Septembersaat nicht mehr aus, und mein Vertrauen in Broadway ist nicht besonders ausgeprägt.

Im spät gesäten bzw. auch spät aufgelaufenen Weizen (RGT Reform) gab's bislang nur 0,5l CCC bei der Herbizidbehandlung, um die Bestockung anzuregen. Aufgrund der späten Saat haben die 300g MesoIodo (Atlantis WG) auch vollkommen ausgereicht. Und ich gedenke nicht, da noch einmal nachzukürzen. Der Weizen dürfte dieses Jahr eh nicht allzu lang werden. Er steht aber soweit ganz ordentlich da.
Sobald die Äcker wieder befahrbar sind, steht allerdings die Fungizidbehandlung an.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Fox! am 21. Mai 2019, 12:43:48
Jetzt mit den wärmeren, schwülen Temperaturen ist langsam wieder etwas Fortschritt zu erkennen. Ende der Woche kann wohl die Fungizidbehandlung stattfinden. Mein Reform ist jetzt irgendwo EC37 und ca. 80 cm hoch. Da werde ich schon noch Medax Top mitnehmen.

Ein Bestand vom Nachbarn wurde zu Ostern mit 0,5 l CCC + 0,2 l Moddus eingekürzt - das hat bei der Trockenheit schon ziemlich gezogen wie man jetzt erkennt. Ob es richtig wahr damals nichts zu machen? Keine Ahnung, wahrscheinlich hätte ich mehr Mut haben sollen und zumindest eine leichte Einkürzung vornehmen sollen. Aber im Nachhinein ist man ja immer schlauer...
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Fox! am 21. Mai 2019, 16:43:12

Der Spontan klingt dabei ganz interessant, evtl. auch der Chiron. Apostel an sich auch, aber da gefallen mir die Qualitätseigenschaften nicht so recht. Evtl. probier ich kommende Saison alle drei mal aus.

Da ja die Frage nach dem Spontan gestellt wurde:

Spontan, pfluglos nach Silomais
Nmin gut 140N, 60N aus ASL Mitte März, schwach lehmiger Sand

Hier mal Bilder:

1 - Schlagüberblick, oberer heller Streifen ist eine Kiesader

2 - bisher kein Fungizideinsatz

Ach, ganz übersehen. Danke für die Bilder!

Habe mich inzwischen noch etwas weitergehend zum Spontan informiert, gefällt mir alles ganz gut bislang. Der wird definitiv probiert!
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Uwe am 21. Mai 2019, 16:52:14
Nebenbei grübele ich auch noch über das weitere Vorgehen bzgl. der Fungizide.
Nach einigem Hin und Her tendiere ich nach Vorlage von 0.75l Opus Top zu folgender (Abschluss-)Behandlung in 39...51:

1l Priaxor (75g Fluxapyroxad + 150g Pyraclostrobin)
+ 0.3l Bumper (75g Propiconazol)
+ 0.3l Dafne (75g Difenoconazol)
+ 0.5l Tebu (125g Tebuconazol)

Übertragen auf deutsche Verhältnisse heißt das dann wohl:

1.0l Priaxor
+ 0.3l Taspa
+ 0.5l Folicur

Die Frage ist aber, ob die Azole in der Menge schon kneifen (gerade Difenoconazol + Tebuconazol), oder ob das die passende Menge zur Unterstützung der Carboxamide ist?
Prothioconazol möchte ich mir im Moment sparen und für die Zukunft aufheben ...
Preislich bin ich mit der Mischung mit etwa 50€ dabei.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Tim am 21. Mai 2019, 17:44:25
Hab nie gute erfahrung mit der späten anwendung von taspa gemacht ... eher sogar ätzschäden/brennflecken provoziert

Wofür das Tebuconazol? Ich mein der Wirkstoff ist immer noch gut, doch gefühlt wird das eingesetzt weil es billig ist .. finde ich ein schwieriges thema , gerade weil es auch ein wirkstoff ist der die umlagerung/abreife entschleunigt , quasi behindert.

Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Uwe am 21. Mai 2019, 22:59:38
Die Frage ist, ob es die Fomulierung der Mittel ist, oder ob es die Wirkstoffe selber sind, die kneifen?
Ich will ja schließlich Generika einsetzen. Oder haben Generika die gleiche Formulierung?

Tebu -> Roste
Propi -> Septoria, DTR
Difeno -> Septoria
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Uwe am 22. Mai 2019, 07:42:38
Hier noch mal ein aktuelles Bild vom Weizen, wobei ganz vorne das Vorgewende etwas verdichtet ist und deswegen schlechter steht.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: juliusjr am 22. Mai 2019, 11:35:15
Warum teilt man eigentlich beim e-weizen oft die letzte Gabe in eine Ertragsgabe in ec37 bis 39 und eine spätere Gabe. Wäre die ganze Menge in ec 39 wegen der Standfestigkeit oder Ährenknicken problematisch?
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Desperado am 22. Mai 2019, 11:52:28

Der Spontan klingt dabei ganz interessant, evtl. auch der Chiron. Apostel an sich auch, aber da gefallen mir die Qualitätseigenschaften nicht so recht. Evtl. probier ich kommende Saison alle drei mal aus.

Da ja die Frage nach dem Spontan gestellt wurde:

Spontan, pfluglos nach Silomais
Nmin gut 140N, 60N aus ASL Mitte März, schwach lehmiger Sand

Hier mal Bilder:

1 - Schlagüberblick, oberer heller Streifen ist eine Kiesader

2 - bisher kein Fungizideinsatz

Ach, ganz übersehen. Danke für die Bilder!

Habe mich inzwischen noch etwas weitergehend zum Spontan informiert, gefällt mir alles ganz gut bislang. Der wird definitiv probiert!


Schau Dir mal den Chaplin (DSV/Secobra) an!
Der wurde kürzlich vom BSA von A auf E hochgestuft, ist gesund und drischt deutlich besser. Durch die Hochstufung darfst Du zur Qualitätssicherung auch etwas mehr Stickstoff düngen.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Tapion am 22. Mai 2019, 19:41:38
Warum teilt man eigentlich beim e-weizen oft die letzte Gabe in eine Ertragsgabe in ec37 bis 39 und eine spätere Gabe. Wäre die ganze Menge in ec 39 wegen der Standfestigkeit oder Ährenknicken problematisch?

Man erhofft sich einen höheren Rohproteingehalt.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: charlie am 22. Mai 2019, 19:55:41

Habe mich inzwischen noch etwas weitergehend zum Spontan informiert, gefällt mir alles ganz gut bislang. Der wird definitiv probiert!


Schau Dir mal den Chaplin (DSV/Secobra) an!
Der wurde kürzlich vom BSA von A auf E hochgestuft, ist gesund und drischt deutlich besser. Durch die Hochstufung darfst Du zur Qualitätssicherung auch etwas mehr Stickstoff düngen.

Den habe ich aktuell in meiner Eigenvermehrung in der Börde nach Raps stehen.
Hat mir im letzten Jahr in verschiedenen Sortenversuchen auch gut gefallen.
Im Moment präsentiert er sich an dem Standort ebenso wie Asory und Tobak noch gesund.
Er wirkt etwas vitaler als Asory, kommt aber nicht an die Wüchsigkeit von Tobak heran.
Warten wir es ab...
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Markus am 22. Mai 2019, 23:09:25
Die Frage ist, ob es die Fomulierung der Mittel ist, oder ob es die Wirkstoffe selber sind, die kneifen?
Ich will ja schließlich Generika einsetzen. Oder haben Generika die gleiche Formulierung?

Tebu -> Roste
Propi -> Septoria, DTR
Difeno -> Septoria
Hallo Uwe,
bei der Erklärung kannst Du ja das Priaxor gleich weg lassen.....

Ich würde Priaxor +1,o L Mirage spritzen.
Das ist sehr verträglich und hat eigentlich alles abgedeckt:
Roste, Nordorum und DTR sehr gut durch Priaxor.
Sept Triici gut durch das Carboxamid und Mirage. Und M.Nivale ist durch Mirage auch mit weg.
Und Du hast keinerlei Ätzprobleme durch zu hohe Azolmengen mit niedrigen Brennpunkten.

Ich fahre übrigens die Fahnenblatt(bzw. Abschlussbehandlung beim Rubisko) mit 0,5 Comet (= 100 g Pyraclostrobin) + 1 L Mirage.

Gruß Markus
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Fox! am 23. Mai 2019, 07:11:03
Schau Dir mal den Chaplin (DSV/Secobra) an!
Der wurde kürzlich vom BSA von A auf E hochgestuft, ist gesund und drischt deutlich besser. Durch die Hochstufung darfst Du zur Qualitätssicherung auch etwas mehr Stickstoff düngen.

Danke für den Tipp. Der ist mir irgendwann auch schon mal ins Auge gefallen, in den LSV Berichten steht allerdings noch sehr wenig darüber drin. Aber auf einer kleineren Fläche sicherlich mal ne Überlegung wert.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: juliusjr am 23. Mai 2019, 07:20:43
Warum teilt man eigentlich beim e-weizen oft die letzte Gabe in eine Ertragsgabe in ec37 bis 39 und eine spätere Gabe. Wäre die ganze Menge in ec 39 wegen der Standfestigkeit oder Ährenknicken problematisch?

Man erhofft sich einen höheren Rohproteingehalt.

Wenn ich den stickstoff früh streue is er ja nicht verloren, sondern wird noch eher aufgenommmen. Müsste doch beim Eiweiß somit keinen Unterschied machen?
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: ct am 23. Mai 2019, 07:56:51
Wenn ich den stickstoff früh streue is er ja nicht verloren, sondern wird noch eher aufgenommmen. Müsste doch beim Eiweiß somit keinen Unterschied machen?

Der Stickstoff fördert ,vereinfacht gesagt, immer die zum aktuellen Zeitpunkt stattfindende Pflanzenentwicklung
-> frühe Gaben vegetative Entwicklung (z.B. Bestockung, Blattmasse,etc.)
-> EC39 Ertragsanlagen
und später als EC39/49 kann der Weizen den Stickstoff nur noch in höhere Proteingehalte "einbauen", weil die restliche Pflanzenentwicklung bereits größtenteils (evtl. noch TKG) abgeschlossen ist, bzw. keine Förderung mehr bewirkt.
Kleine Gaben aufgelösten Harnstoff in die Blütenspritzung / Abschlußanwendung pushen den Proteingehalt aber auch etwas

Edit: Zum aktuellen Zeitpunkt ist hier der Boden nun sehr feucht (>50mm Regen) und wärmere Tage folgen nun, da erwarte ich nun einen gehörigen Schub Mineralisation. Die ist im letzten Jahr durch die Trockenheit quasi ausgeblieben
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Uwe am 23. Mai 2019, 07:59:25
Also erstmal hat Priaxor eine ganz andere Wirkungsdauer als die Azole.
Weiterhin liest man doch immer, dass man die Carboxamide mit Azolen in ihrer Wirkung unterstützen soll, damit es nicht so schnell zu Resistenzen kommt. (Wie bei den Strobilurinen geschehen ... viel Soloeinsatz und schnelle Resistenz)

Prochloraz  - untertützt gegen Septoria, Halmbruch und Co
Tebu & Epoxi - unterstützt gegen Roste
Prothio, Propi & Difeno - unterstützt gegen Septoria bzw. DTR

Epoxiconazol habe ich schon zu T1 gespritzt.
Prothioconazol wollte ich dieses und nächstes Jahr mal etwas schonen, da die anderen Azole wohl bald verschwinden
Prochloraz setzen ich sehr häufig zu T1 ein und wollte deshalb dieses Jahr mal aussetzen.
Tebuconazol wird (ja, wegen dem Preis) leider auch häufig bei mir eingesetzt.
Es bleiben also Propiconazol und Difenoconazol, welche aber wenig Rostwirkung haben und deshalb doch wieder etwas mit Tebuconazol unterstützt werden müssen.

Würdet ihr Priaxor (quasi) solo einsetzen? Da habe ich echte Bauchschmerzen!
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: charlie am 23. Mai 2019, 08:02:27
Warum teilt man eigentlich beim e-weizen oft die letzte Gabe in eine Ertragsgabe in ec37 bis 39 und eine spätere Gabe. Wäre die ganze Menge in ec 39 wegen der Standfestigkeit oder Ährenknicken problematisch?

Man erhofft sich einen höheren Rohproteingehalt.

Wenn ich den stickstoff früh streue is er ja nicht verloren, sondern wird noch eher aufgenommmen. Müsste doch beim Eiweiß somit keinen Unterschied machen?

Der Weizen verwendet aber je nach Entwicklungsstand den angebotenen Stickstoff unterschiedlich.
Während „frühe“ Spätgaben zu EC39 eher die Stärkesynthese fördern, liegt der Schwerpunkt bei späteren N-Gaben ab EC59 eher auf der Proteinsynthese.
Erschwerend kommt natürlich bei den späten Gaben die Lösung des Düngers und eben die Aufnahme über die Wurzel hinzu, es muss also Feuchtigkeit zur Verfügung stehen.
Oft ist Weizen ab der Blüte nur noch in der Lage 20kg N aufzunehmen, die Effizienz einer Düngung sinkt also. Als wir noch in größerem Umfang Akteur angebaut haben, sind wir aus diesem Grund dazu übergegangen statt 40N kurz vor der Blüte zu streuen nur 20N in aufgelöster Harnstoffform zu spritzen um die Gesamtdüngeeffizienz zu steigern.

Hier mal eine entsprechende Untersuchung und Auswertung der Saaten Union aus dem Jahr 2010
https://www.praxisnah.de/index.cfm/article/5492.html (https://www.praxisnah.de/index.cfm/article/5492.html)

Jahreseffekte sind dabei natürlich immer zu beachten.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: nofear am 23. Mai 2019, 08:09:20
Die späten Gaben (3. Gabe bei E-Weizen z.B. ) funktionieren aber nur dann zuverlässig, wenn im entsprechenden Stadium und zur Abreife entsprechend Strahlung und Temperatur vorhanden ist.

Akteur funktionierte hier in 4 von 5 Jahren nicht zuverlässig. Und das nicht nur bei mir.
Wir sind einfach keine Gegend für E-Weizen.
Deshalb gibt's hier nur "Futtermassenweizen" mit 2 N-Gaben, zumal der Handel auch höhere Eiweißgehalte nie honoriert hat(teilweise auch mangels Kapazität an unterschieldichen Chargen)... 
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: juliusjr am 23. Mai 2019, 08:23:18
Danke charlie und nofear für eure Erfahrungen und den interessanten Link.
Ja so ne e-weizen produktion kann wenn die witterung nicht passt, nicht so toll für die Düngebilanz sein....
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Desperado am 23. Mai 2019, 11:28:14
Also erstmal hat Priaxor eine ganz andere Wirkungsdauer als die Azole.
Weiterhin liest man doch immer, dass man die Carboxamide mit Azolen in ihrer Wirkung unterstützen soll, damit es nicht so schnell zu Resistenzen kommt. (Wie bei den Strobilurinen geschehen ... viel Soloeinsatz und schnelle Resistenz)

Prochloraz  - untertützt gegen Septoria, Halmbruch und Co
Tebu & Epoxi - unterstützt gegen Roste
Prothio, Propi & Difeno - unterstützt gegen Septoria bzw. DTR

Epoxiconazol habe ich schon zu T1 gespritzt.
Prothioconazol wollte ich dieses und nächstes Jahr mal etwas schonen, da die anderen Azole wohl bald verschwinden
Prochloraz setzen ich sehr häufig zu T1 ein und wollte deshalb dieses Jahr mal aussetzen.
Tebuconazol wird (ja, wegen dem Preis) leider auch häufig bei mir eingesetzt.
Es bleiben also Propiconazol und Difenoconazol, welche aber wenig Rostwirkung haben und deshalb doch wieder etwas mit Tebuconazol unterstützt werden müssen.

Würdet ihr Priaxor (quasi) solo einsetzen? Da habe ich echte Bauchschmerzen!


Priaxor ist natürlich interessant mit dem sehr guten Carboxamid aus dem Adexar und dem ebenfalls sehr guten Strobilurin aus dem Ceriax. Solo würde ich das Mittel aber dennoch nicht einsetzen, auch wenn es keine Kreuzresistenz zwischen Carboxamiden und Strobilurinen gibt. Da gehört einfach noch ein Triazol dazu.

Ne vernünftige Mischung wäre z.B. 1l Priaxor (sofern es das Mittel überhaupt solo zu kaufen gibt) und dazu noch 0,7l von nem billigen (aber guten) Tebuconazol.
Wenn es das Priaxor nur zusammen mit Osiris gibt, würde ich den Pack trennen und mir das Osiris für ne evtl. spätere Ährenbehandlung aufheben.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: NobbyNobbs am 23. Mai 2019, 11:38:32
auch wenn es keine Kreuzresistenz zwischen Carboxamiden und Strobilurinen gibt. Da gehört einfach noch ein Triazol dazu.

Beide wirken in den Mitochondrien, ich würde das nicht so laut sagen...
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Maddin55 am 26. Mai 2019, 15:46:36
Hallo...gestern bei der Fahnenblattbehandlung ist mir bei einem Schlag aufgefallen, das teilweise viele Gräser im Bestand sind... Hab Mal Fotos gemacht, sind leider nicht so gut geworden...bin der Meinung das ist Windhalm, kann das jemand bestätigen/wiederlegen?
Blattöhrchen sind keine vorhanden, das Blatthäutchen ist ziemlich regelmäßig eingeschnitten.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Kastanie am 26. Mai 2019, 16:46:56
Ich tippe auf (gemeine) Rispe.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: joe am 26. Mai 2019, 18:53:25
Ich tippe auf (gemeine) Rispe.

niemals rispe !
flughafer ?
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: dirkk am 26. Mai 2019, 19:37:07
Wenn das schön ab und zu aus dem Getreide raus schaut und dem zweiten Bild nach : Flughafer !

gruss
dirkk
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: kronawirt78 am 26. Mai 2019, 19:51:47
Um die Palette zu vervollständigen, meiner Meinung nach ist das Ackerfuchsschwanz
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Rhoihesse am 26. Mai 2019, 20:05:09
Ich würde auch meinen das ist flughafer. Außerdem sollte Rispe und ackerfuchsschwanz schon voll ausgebildet sein. Zumindest bei mir. Zum Anfang Ährenschieben ist die Rispe voll ausgeprägt. Der flughafer aber nicht.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Maddin55 am 26. Mai 2019, 20:11:57
Ackerfuchsschwanz ist hier in der region eigentlich schon wesentlich weiter, die Rispe ist schon draußen, zumindest was man so am Rande einiger Felder wo die Spritze nicht hingekommen ist sieht. Außerdem wäre bei. Ackerfuchsschwanz dich der Stängelgrund und die Knoten rötlich, oder?
Flughafen könnte sein, muss morgen nochmal genau schauen ob die Blattscheide behaart ist. Von der Form des Blatthäutchen müsste es passen
Sollte man da nochmal mit axial durch? Gibt es Probleme mit der Vermarktung wenn da Flughafer drin ist?
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Euro-T am 26. Mai 2019, 20:15:13
Ich würde Windhalm tippen - die Blätter sind alle leicht verdreht, noch dazu nach rechts.

Das Häutchen sieht für mich auch mehr nach Windhalm aus, Haare am Blattgrund kann ich auch nicht erkennen.

Afu ist es auf keinen Fall.

Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Leo61 am 26. Mai 2019, 20:48:04
Windhalm
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: dirkk am 26. Mai 2019, 20:57:17
Sollte es Windhalm sein , kommt dann gleich bei mir die Frage , was herbizidmäßig passiert ist ......... deuten sich da Resistenzen an ?  Bei mir gibt es in einer Gemarkung sulfonylresistenten Windhalm .

Gruss
dirkk
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Maddin55 am 26. Mai 2019, 21:03:13
330g Atlantis flex , 1l Biopower und 50g Pointer....

Deshalb war ich auch sehr verwundert als ich selbst zu der Analyse "Windhalm" kam, deshalb wollte ich mich nochmal hier rückversichern...

Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: agri am 26. Mai 2019, 21:07:37

Blattöhrchen sind keine vorhanden, das Blatthäutchen ist ziemlich regelmäßig eingeschnitten.


ich tippe mal auf sowas wie Roggentrespe
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: granola am 26. Mai 2019, 21:34:27
330g Atlantis flex , 1l Biopower und 50g Pointer....

Deshalb war ich auch sehr verwundert als ich selbst zu der Analyse "Windhalm" kam, deshalb wollte ich mich nochmal hier rückversichern...
habe gerade auch einen Windhalm-Streifen entdeckt wo etwas ähnliches als Herbizid gelaufen ist...
gegen Windhalm ist der Attribut-Anteil im flex schwach-
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Euro-T am 26. Mai 2019, 22:03:53

Blattöhrchen sind keine vorhanden, das Blatthäutchen ist ziemlich regelmäßig eingeschnitten.


ich tippe mal auf sowas wie Roggentrespe

Die Blätter der Roggentrespe sind doch auch behaart und mMn auch filigraner?
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: agri am 26. Mai 2019, 22:22:18
Er schreibt ja nicht das die Blätter keine Haare hätten und filigran ,  nach die sind schon störrisch anders als Taube Trespe .

Aber beim Windhalm waren schon so viele Tipper und Trespe hatten wir noch nicht .
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Euro-T am 26. Mai 2019, 22:26:53
Er schreibt ja nicht das die Blätter keine Haare hätten und filigran ,  nach die sind schon störrisch anders als Taube Trespe .

Geschrieben hat er es nicht, aber ich kann auf den Bildern auch keine Haare erkennen - was nicht heisst, das keine da sind, aber so kann er wenigstens nochmal gucken und nach dem Ausschlußprinzip vorgehen.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Felix am 27. Mai 2019, 22:32:32
Sacramento blüht, ächzt nach Wasser und der Informer schiebt jetzt langsam die Ähre. Aktuell stehen beide sehr gut da ... es fehlt nur der ersehnte Niederschlag. Am Sacramento kann man bereist erkennen das er die Ähre reduziert ...
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Raider am 28. Mai 2019, 10:28:55
Wenn ich den stickstoff früh streue is er ja nicht verloren, sondern wird noch eher aufgenommmen. Müsste doch beim Eiweiß somit keinen Unterschied machen?

Der Stickstoff fördert ,vereinfacht gesagt, immer die zum aktuellen Zeitpunkt stattfindende Pflanzenentwicklung
-> frühe Gaben vegetative Entwicklung (z.B. Bestockung, Blattmasse,etc.)
-> EC39 Ertragsanlagen
und später als EC39/49 kann der Weizen den Stickstoff nur noch in höhere Proteingehalte "einbauen", weil die restliche Pflanzenentwicklung bereits größtenteils (evtl. noch TKG) abgeschlossen ist, bzw. keine Förderung mehr bewirkt.
Kleine Gaben aufgelösten Harnstoff in die Blütenspritzung / Abschlußanwendung pushen den Proteingehalt aber auch etwas

Edit: Zum aktuellen Zeitpunkt ist hier der Boden nun sehr feucht (>50mm Regen) und wärmere Tage folgen nun, da erwarte ich nun einen gehörigen Schub Mineralisation. Die ist im letzten Jahr durch die Trockenheit quasi ausgeblieben


Ich habe meine Abschlussgabe (zu)früh gestreut. Hatte das Ährenschieben deutlich früher erwartet, aber die Kälte macht mir das einen Strich durch die Rechnung. Ich mache mir deshalb aber keinen Kopf. Meine Kontrakte werden sowohl mit B-  als auch mit A-Qualität erfüllt. Preisdifferenz 3,5 € ... also fast nix :-)
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: wernerzwo am 28. Mai 2019, 12:39:47
Verloren ist er ja nicht

früh = mehr Ertrag = weniger Eiweiß weil verdünnt

spät = weniger als der mögliche Ertrag = bessere Qualität

Und was der Weizen wann aufnimmt, inkl. der noch stattfindenden Mineralisation kann Dir keiner sagen!
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: agri am 28. Mai 2019, 20:38:22
Hallo...gestern bei der Fahnenblattbehandlung ist mir bei einem Schlag aufgefallen, das teilweise viele Gräser im Bestand sind... Hab Mal Fotos gemacht, sind leider nicht so gut geworden...bin der Meinung das ist Windhalm, kann das jemand bestätigen/wiederlegen?
Blattöhrchen sind keine vorhanden, das Blatthäutchen ist ziemlich regelmäßig eingeschnitten.

Um das nochmal hervor zu holen ,

es wäre doch ganz einfach mit dem Messer den Halm aufschneiden und es müssten in diesem Stadium doch schon die Samenstände sichtbar sein .
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: granola am 29. Mai 2019, 16:05:46
Hallo...gestern bei der Fahnenblattbehandlung ist mir bei einem Schlag aufgefallen, das teilweise viele Gräser im Bestand sind... Hab Mal Fotos gemacht, sind leider nicht so gut geworden...bin der Meinung das ist Windhalm, kann das jemand bestätigen/wiederlegen?
Blattöhrchen sind keine vorhanden, das Blatthäutchen ist ziemlich regelmäßig eingeschnitten.

Um das nochmal hervor zu holen ,

es wäre doch ganz einfach mit dem Messer den Halm aufschneiden und es müssten in diesem Stadium doch schon die Samenstände sichtbar sein .
ja!  Ist auch geklärt, so lernt man endlich mal seine aw-Kollegen in der Nähe kennen...
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: agri am 29. Mai 2019, 16:17:14
Eh boooor , Kartoffeln waren es aber keine ;D
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: granola am 30. Mai 2019, 22:02:31
Eh boooor , Kartoffeln waren es aber keine ;D
Kartoffeln kommen noch nicht durch im Weizen. Wintergerste, Trespe und AFu sind schon draussen, bleiben in unserer Region Quecke, Flughafer und Windhalm als Hauptverdächtige wenn jetzt im Weizen (die ersten Ähren sind zu sehen) hellgrüne Blätter auffallen.
Der Fragesteller und ich haben festhestelt das wir uns "eigentlich" kennen und beobachten das Thema jetzt gemeinsam. Insbesondere die Resistenz-Frage. Konkrete Infos per PN

Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Cyberlui am 31. Mai 2019, 19:35:23
Habe heute mit erschrecken bei meinen Nachbar Gelbrost im Weizen gesehen, fast gleichmäßig über den schlag verteilt immer wieder so 1 qm Nester. Da ich es nur bei ihm gesehen habe denke ich mal das es an der Sorte liegt. Wie sieht das bei euch so über  das Land  verteilt aus??
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: agri am 31. Mai 2019, 19:43:59
In Tritticale hab ich auch bei verschiedenen Kollegen Nester , aber wenige , gesehen . Die Nester tauchten alle schön brav nach der Behandlung auf .
Bei diesen Beständen handelt es sich aber um Bestände die keine Behandlung vor St 37 hatten .
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: NobbyNobbs am 31. Mai 2019, 21:10:39
Habe heute mit erschrecken bei meinen Nachbar Gelbrost im Weizen gesehen, fast gleichmäßig über den schlag verteilt immer wieder so 1 qm Nester. Da ich es nur bei ihm gesehen habe denke ich mal das es an der Sorte liegt. Wie sieht das bei euch so über  das Land  verteilt aus??

Hier hat verbreitet der Reform Gelbrost
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Rhoihesse am 31. Mai 2019, 21:55:21
Meine weizenbestände sind sehr zufriedenstellend. Wenn man bedenkt das der Weizen im Herbst in Staub gedrillt wurde. Heute die erste fungizidbehandlung gefahren mit Insektizide. Getreidehähnchen ist schon sehr verbreitet.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Euro-T am 31. Mai 2019, 22:08:21
Komme grad von einer "Gkf" (Gelbrostkontrollfahrt) und kann Befallsfreiheit vermelden - also bei mir (Nordkap, Meister, Cubus, Tobak).

Hie und da in den Gemarkungen sieht man schon ein Nest, aber (noch?) nix großflächiges.

Denke in 7 -10 Tagen rum geht`s groß an die Blütenmaßnahme, bis dahin werden wir ja wohl irgendwie noch kommen - OK, der Wetterbericht sieht das anders, warten wir ab...

Zu wie`s hier insgesamt aussieht schreibe ich nix mehr, zu lang ist noch die Zeit, zu oft habe ich mich schon getäuscht und wir müssen`s eben erst heimholen.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Raider am 03. Juni 2019, 08:14:59
Habe heute mit erschrecken bei meinen Nachbar Gelbrost im Weizen gesehen, fast gleichmäßig über den schlag verteilt immer wieder so 1 qm Nester. Da ich es nur bei ihm gesehen habe denke ich mal das es an der Sorte liegt. Wie sieht das bei euch so über  das Land  verteilt aus??

Hier hat verbreitet der Reform Gelbrost

hab selbst Reform im Anbau und konnte bisher keinen Gelbrost feststellen.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: NobbyNobbs am 03. Juni 2019, 08:25:34
Habe heute mit erschrecken bei meinen Nachbar Gelbrost im Weizen gesehen, fast gleichmäßig über den schlag verteilt immer wieder so 1 qm Nester. Da ich es nur bei ihm gesehen habe denke ich mal das es an der Sorte liegt. Wie sieht das bei euch so über  das Land  verteilt aus??

Hier hat verbreitet der Reform Gelbrost

hab selbst Reform im Anbau und konnte bisher keinen Gelbrost feststellen.

Du wohnst doch auch im Saaland, in der SAGfZD (staatlich anerkannt gelbrostfreien Zone Deutschlands) oder?
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Raider am 03. Juni 2019, 08:27:51
Habe heute mit erschrecken bei meinen Nachbar Gelbrost im Weizen gesehen, fast gleichmäßig über den schlag verteilt immer wieder so 1 qm Nester. Da ich es nur bei ihm gesehen habe denke ich mal das es an der Sorte liegt. Wie sieht das bei euch so über  das Land  verteilt aus??

Hier hat verbreitet der Reform Gelbrost

Das darfst Du aber den Asano-Anbauern nicht sagen. ;-)

Gelbrost ist heir auch Thema, aber kontrollierbar

hab selbst Reform im Anbau und konnte bisher keinen Gelbrost feststellen.

Du wohnst doch auch im Saaland, in der SAGfZD (staatlich anerkannt gelbrostfreien Zone Deutschlands) oder?
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: NobbyNobbs am 03. Juni 2019, 08:30:51
Hab seit drei Jahren keinen mehr 😋
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Cyberlui am 03. Juni 2019, 13:51:38
hier mal ein Bild vom "Gelbrostschlag"  weiß asllerdings die Sorte nicht da es nicht meiner ist, ist aber zur Zeit der  einzige Schlag wo Gelbrost zu sehen ist
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Raider am 04. Juni 2019, 11:06:53
hier mal ein Bild vom "Gelbrostschlag"  weiß asllerdings die Sorte nicht da es nicht meiner ist, ist aber zur Zeit der  einzige Schlag wo Gelbrost zu sehen ist


Hatten gestern von weitenm auch eine "Gelbroistschlag" identifiziert. Als ich näher gekommen bin habe ich gesehen, dass da nesterweise massiv AFS-Durchwachs war ... Sieht man mittlerweile bie uns häufiger. So langsam kommt das Resitenzthema auch im Saarland an ;-)
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: granola am 04. Juni 2019, 12:06:53
sehr kleine Gelbrostnester im Sheriff wo ich den Anschluss etwas verpasst habe zwischen 1. und 2. Behandlung, ansonsten hier nix zu sehen.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Kai-Uwe am 04. Juni 2019, 12:14:04
Hier kein Gelbrost im Weizen. Aber dafür in der Triticale...
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Desperado am 04. Juni 2019, 13:06:36
Der RGT Reform bei mir ist ganz dunkel angelaufen und hat hitzebedingt seine Blätter eingerollt und steil und spitz nach oben gestellt. Und irgendwie will die Ähre gerade nicht so richtig raus, hab ich das Gefühl. Ansonsten steht er trotz allem recht fett da (bei 180N).

Die letzten beiden Jahre habe ich diese Stresssymptome nicht beobachten können. Da war der Weizen aber generativ auch schon weiter, als die Hitze kam. Aber durch die Spätsaat ist die Entwicklung einfach verzögert und das Gewebe ist aktuell auch noch weicher (trotz ausreichender Kaliversorgung). Das Ährenschieben ist halt auch eine empfindliche Phase, aber vielleicht sollte ich komplett auf Grannenweizen umsteigen, wenn das mit ner frühen Aussaat nicht klappt oder diese ackerbaulich (wegen AFS) nicht erwünscht ist.

Dieses Jahr sieht's aber wieder ganz schlimm aus mit AFS und Trespen. Wer da nicht früh unterwegs war - und ich spreche hierbei von Februarterminen - oder zuvor Propyzamid im Raps gespritzt hat, hat ein echtes Problem.
Was augenscheinlich geholfen hat, war ne Winterfurche vor der Frühjahrsaussaat. Allerdings sind das auch die SG-Bestände, die aktuell am stärksten unter Trockenstress leiden und von unten herauf schon dürr werden. Der Hafer sieht da schon etwas besser aus, aber im Hafer selber kann man mittlerweile kein AFS-Mittel mehr einsetzen.

Da Axial resistenzbedingt mittlerweile ausscheidet, geht meine Überlegung dahin, ob ich nicht direkt nach der (frühen) SG-Saat ein CTU-haltiges Mittel einsetze. So ganz will ich auf diese Kultur, die hier in unserer Region nach wie vor ne große Bedeutung hat, auch nicht verzichten.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Uwe am 05. Juni 2019, 20:34:30
Hier ein paar Bilder von letzter Woche.
Teilweise waren die Ähren da schon raus.
Nach Vorbehandlung mit 0,75l Opus Top vor 20 Tagen gab es letzte Woche 1l Priaxor + 0.4l Achat + 0.6l Folicur + 2.5kg Bittersalz als Abschlusshandlung.
Auf dem 2.Bild sieht man ein paar Pusteln auf F und F-1, die sich aber über 10 Tage nicht weiterentwickelt haben?!?

Bild 1, 2 und der linke Teil von 3 ist Hondia. (In Bild 1 leider mit etwas Roggendurchwuchs)
Der rechte Teil von Bild 3 und Bild 4 ist Rotax (etwas später und kürzer als Hondia)

Laut Nitrachek ist der Weizen oberhalb von 2000ppm versorgt. Da keine weiteren Niederschläge in Sicht sind, habe ich aber trotzdem 200kg KAS nachgelegt.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Farmer_Sam am 08. Juni 2019, 13:19:33
Gestern das Versuchsfeld der RWZ in Nörvenich besucht.
Kurz zum Standort: Löss Boden mit circa 12-15m Mächtigkeit, circa 700mm Jahresniederschlag mit guter Verteilung. Vorfrucht war Winterraps.

Von den Grannenweizen hat mir der Rubisko und der RGT Tekno am besten gefallen. Sehr gesund, frühe Reife. Der Rubisko könnte auch gut in Mais Fruchtfolgen passen wegen der geringen Fusariumeinstufung.
Bei den unbegrannten konnten mich Chevignon, Asory (Kreuzung aus Asano+Memory), LG Initial, Porthus, KWS Talent, Tobak und Kamerad überzeugen. LG Informer ist etwas später, deswegen dürfte er nicht in eine Frühsommertrockene Region passen.
Beim Asory sollte man den Gelbrost im Auge behalten, war aber auf dem Versuchsfeld noch recht gesund.

Enttäuscht war ich vom Meister, dort waren 3-6 Spindelstufen nicht besetzt. RGT Reform konnte mich auch nicht mehr überzeugen.

Bei mir wird nächstes Jahr Chevignon als Stoppelweizen stehen. Nach Mais kommt Rubisko.
Mal schauen wie die anderen Sorten in den Versuchen so abschneiden bzw bei mir im Testanbau und dann wird entschieden.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: charlie am 08. Juni 2019, 13:53:00
Asory und Chevignon hab ich gerade im Testanbau.
Chevignon sollte man auf die Füße achten, gerade im Stoppelanbau.
Und mit dem Gelbrost im Asory hast du recht, wenn auch nicht mit den üblichen Verdächtigen, sowie auch Reform in diesem Jahr zu vergleichen.

Porthus habe ich jetzt im dritten Jahr stehen. Sehr gute Stresstoleranz, unauffällig nach Blattfrüchten, auf Stoppel ebenso nach den Füßen schauen, Standfestigkeit beachten, aber sehr gutes Ansprechen auf Wachstumsregler

Rubisko hatte ich in der Probe, sollte einfach dick genug stehen, gute Spätsaatverträglichkeit nach Kö-Mais(auf ausreichend Saatstärke achten), verträgt aber leider kein CTU
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: granola am 08. Juni 2019, 13:55:13
Die meisten Weizenähren schauen kaum übers Fahnenblatt gerade, scheinbar haben wir gerade einen starken Stickstoffschub der die Bestände eher noch verzögert. Regenmässig zählen wir hier auch zu den gflücklichernen die die letzten Wochen imer mal etwas bekommen haben aber nur einmal ein "Schutt" , von den Unwettern in Nachbarregionen sind wir ziemlich verschont geblieben.
Man sieht an den Rändern einige Hähnchen.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Farmer_Sam am 08. Juni 2019, 15:23:27
Asory und Chevignon hab ich gerade im Testanbau.
Chevignon sollte man auf die Füße achten, gerade im Stoppelanbau.
Und mit dem Gelbrost im Asory hast du recht, wenn auch nicht mit den üblichen Verdächtigen, sowie auch Reform in diesem Jahr zu vergleichen.

Porthus habe ich jetzt im dritten Jahr stehen. Sehr gute Stresstoleranz, unauffällig nach Blattfrüchten, auf Stoppel ebenso nach den Füßen schauen, Standfestigkeit beachten, aber sehr gutes Ansprechen auf Wachstumsregler

Rubisko hatte ich in der Probe, sollte einfach dick genug stehen, gute Spätsaatverträglichkeit nach Kö-Mais(auf ausreichend Saatstärke achten), verträgt aber leider kein CTU

Rubisko hat bei mir auf die 0,5 Lentipur nicht sonderlich gezeichnet, ist aber ja auch nur eine sehr kleine Menge. Mit der Saatstärke hast du wohl recht.
Mit Prochloraz bekommt man ja Halmbruch gut in den Griff, kann man mit WR kombinieren. Auf den meisten Flächen wo der geplant ist wird wahrscheinlich das Stroh abgefahren.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: greenlife am 08. Juni 2019, 17:57:59

Bei mir wird nächstes Jahr Chevignon als Stoppelweizen stehen.

Man spricht davon dass der Chevignon bei Fusarium hochgestuft wird...im Auge behalten!
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: charlie am 08. Juni 2019, 18:19:53

Bei mir wird nächstes Jahr Chevignon als Stoppelweizen stehen.

Man spricht davon dass der Chevignon bei Fusarium hochgestuft wird...im Auge behalten!

Ist schon von 4 auf 5 hochgestuft, befindet sich dort aber in guter Gesellschaft.
Einige sprechen auch von Ergebnissen auf Tobak-Niveau
Da ich da aber bei dem auch noch keine Probleme hatte, gehe ich da doch entspannt ran.
Ährenbehandlung ist dann halt Pflicht
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Desperado am 08. Juni 2019, 20:54:27

Bei mir wird nächstes Jahr Chevignon als Stoppelweizen stehen.

Man spricht davon dass der Chevignon bei Fusarium hochgestuft wird...im Auge behalten!

Ist schon von 4 auf 5 hochgestuft, befindet sich dort aber in guter Gesellschaft.
Einige sprechen auch von Ergebnissen auf Tobak-Niveau
Da ich da aber bei dem auch noch keine Probleme hatte, gehe ich da doch entspannt ran.
Ährenbehandlung ist dann halt Pflicht

Wie ist der Chevignon eigentlich im Vergleich zum Lemmy?
Die stammen ja beide von der Nordsaat bzw. dem frz. Kooperationspartner (der auch für die Hybriden zuständig ist), und wahrscheinlich steckt ähnliches Züchtungsmaterial dahinter.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: agri am 08. Juni 2019, 22:40:59
Gestern das Versuchsfeld der RWZ in Nörvenich besucht.
Kurz zum Standort: Löss Boden mit circa 12-15m Mächtigkeit, circa 700mm Jahresniederschlag mit guter Verteilung. Vorfrucht war Winterraps.

Von den Grannenweizen hat mir der Rubisko und der RGT Tekno am besten gefallen. Sehr gesund, frühe Reife. Der Rubisko könnte auch gut in Mais Fruchtfolgen passen wegen der geringen Fusariumeinstufung.
Bei den unbegrannten konnten mich Chevignon, Asory (Kreuzung aus Asano+Memory), LG Initial, Porthus, KWS Talent, Tobak und Kamerad überzeugen. LG Informer ist etwas später, deswegen dürfte er nicht in eine Frühsommertrockene Region passen.
Beim Asory sollte man den Gelbrost im Auge behalten, war aber auf dem Versuchsfeld noch recht gesund.

Enttäuscht war ich vom Meister, dort waren 3-6 Spindelstufen nicht besetzt. RGT Reform konnte mich auch nicht mehr überzeugen.

Bei mir wird nächstes Jahr Chevignon als Stoppelweizen stehen. Nach Mais kommt Rubisko.
Mal schauen wie die anderen Sorten in den Versuchen so abschneiden bzw bei mir im Testanbau und dann wird entschieden.

DU auch ,

Na bei frühsommertrockenheit musst du aber neben den Informer zumindest den Initial und Kamerad auch dazu stellen .
Der Kamerad könnte dabei einen Vorteil wegen seiner wesentlich geringeren vegetativen Pflanzenmasse haben sowie das gesunde Wurzelwerk , was bei den anderen Sorten sich noch beweisen muss .
Der Rubisko ist sicher eine Marke für sich und hatt neben einem gehobenen Ertragsvermögen was mindestens auf Niveau von Kamarad liegt auch einen gefälligen Vegetationsverlauf , eine Sorte die ich dem Vorsichtskandidaten Chevingon vorziehen würde .
Ich gehe bei Chevingon von einem kurzen Frühling aus .
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Desperado am 08. Juni 2019, 23:18:28
Gestern das Versuchsfeld der RWZ in Nörvenich besucht.
Kurz zum Standort: Löss Boden mit circa 12-15m Mächtigkeit, circa 700mm Jahresniederschlag mit guter Verteilung. Vorfrucht war Winterraps.

Von den Grannenweizen hat mir der Rubisko und der RGT Tekno am besten gefallen. Sehr gesund, frühe Reife. Der Rubisko könnte auch gut in Mais Fruchtfolgen passen wegen der geringen Fusariumeinstufung.
Bei den unbegrannten konnten mich Chevignon, Asory (Kreuzung aus Asano+Memory), LG Initial, Porthus, KWS Talent, Tobak und Kamerad überzeugen. LG Informer ist etwas später, deswegen dürfte er nicht in eine Frühsommertrockene Region passen.
Beim Asory sollte man den Gelbrost im Auge behalten, war aber auf dem Versuchsfeld noch recht gesund.

Enttäuscht war ich vom Meister, dort waren 3-6 Spindelstufen nicht besetzt. RGT Reform konnte mich auch nicht mehr überzeugen.

Bei mir wird nächstes Jahr Chevignon als Stoppelweizen stehen. Nach Mais kommt Rubisko.
Mal schauen wie die anderen Sorten in den Versuchen so abschneiden bzw bei mir im Testanbau und dann wird entschieden.

DU auch ,

Na bei frühsommertrockenheit musst du aber neben den Informer zumindest den Initial und Kamerad auch dazu stellen .
Der Kamerad könnte dabei einen Vorteil wegen seiner wesentlich geringeren vegetativen Pflanzenmasse haben sowie das gesunde Wurzelwerk , was bei den anderen Sorten sich noch beweisen muss .
Der Rubisko ist sicher eine Marke für sich und hatt neben einem gehobenen Ertragsvermögen was mindestens auf Niveau von Kamarad liegt auch einen gefälligen Vegetationsverlauf , eine Sorte die ich dem Vorsichtskandidaten Chevingon vorziehen würde .
Ich gehe bei Chevingon von einem kurzen Frühling aus .


Wir müssen hier auch darauf achten, dass der Weizen nicht zu viel Blattmasse entwickelt und er dann bei Trockenheit und anhaltenden Hitze nicht zu viel Wasser verdunstet, die dann für die Kornfüllung fehlt.

Der Rubisko hat sich hier bestens bewährt, auch wenn er (noch) nicht allzu verbreitet ist. Aber wer einmal diese frühen Grannenweizen angebaut hat (Ambello, Rubisko, RGT Sacramento), bleibt auch dabei - und sei es auch nur auf den flachgründigen Böden mit schlechterer nFK. Die Flächen, die mit diesen frühreifen französischen Grannenweizen bestellt sind, werden von Jahr zu Jahr mehr.
Du hast auf jeden Fall deutlich weniger Schmachtkörner und Sortierabgang mit diesen Sorten, und sie dreschen sich sehr leicht.

Ich werd aber dennoch dieses Jahr mal den Kamerad ausprobieren. Mit dem RGT Reform bin ich zwar bis dato recht zufrieden, aber nach 3 Jahren muss ich mal wieder ne neue Sorte testen. Leider ist auch er, wie auch der Rubisko, nicht CTU-tolerant, was wohl auf Herold/Fence + Boxer rauslaufen wird.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Farmer_Sam am 08. Juni 2019, 23:40:58


DU auch,

Na bei frühsommertrockenheit musst du aber neben den Informer zumindest den Initial und Kamerad auch dazu stellen .
Der Kamerad könnte dabei einen Vorteil wegen seiner wesentlich geringeren vegetativen Pflanzenmasse haben sowie das gesunde Wurzelwerk , was bei den anderen Sorten sich noch beweisen muss .
Der Rubisko ist sicher eine Marke für sich und hatt neben einem gehobenen Ertragsvermögen was mindestens auf Niveau von Kamarad liegt auch einen gefälligen Vegetationsverlauf , eine Sorte die ich dem Vorsichtskandidaten Chevingon vorziehen würde .
Ich gehe bei Chevingon von einem kurzen Frühling aus .

Kamerad habe ich dieses Jahr selbst draußen im Test. Hat mir letztes Jahr schon gut gefallen, aber ertraglich war er Porthus, Talent und Meister unterlegen.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Rhoihesse am 10. Juni 2019, 19:01:03
Meine Bestände machen einen sehr guten Eindruck. Habe Reform und Ambello im Anbau. Hoffentlich regnet es nochmal.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Raider am 11. Juni 2019, 07:28:50
Wir müssen hier auch darauf achten, dass der Weizen nicht zu viel Blattmasse entwickelt und er dann bei Trockenheit und anhaltenden Hitze nicht zu viel Wasser verdunstet, die dann für die Kornfüllung fehlt.

Der Rubisko hat sich hier bestens bewährt, auch wenn er (noch) nicht allzu verbreitet ist. Aber wer einmal diese frühen Grannenweizen angebaut hat (Ambello, Rubisko, RGT Sacramento), bleibt auch dabei - und sei es auch nur auf den flachgründigen Böden mit schlechterer nFK. Die Flächen, die mit diesen frühreifen französischen Grannenweizen bestellt sind, werden von Jahr zu Jahr mehr.
Du hast auf jeden Fall deutlich weniger Schmachtkörner und Sortierabgang mit diesen Sorten, und sie dreschen sich sehr leicht.


Den Trend zu frühen französischen Grannenweizen hatten wir hier vor Jahren auch massiv. Ein kalter Winter hat dem Ganzen dann doich wieder massiv den Wind aus den Segeln genommen.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: ferkelbauer am 11. Juni 2019, 07:58:32
Der Ambello wird als Winterhart beworben. Wie er eingestuft ist hab ich auf die schnelle nicht rausgefunden. Hab den erstmalig im Anbau, ich denke das könnte hier ganz gut passen.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Thomas am 11. Juni 2019, 11:23:15
Der Ambello wird als Winterhart beworben. Wie er eingestuft ist hab ich auf die schnelle nicht rausgefunden. Hab den erstmalig im Anbau, ich denke das könnte hier ganz gut passen.

Hattet ihr einen Winter? Wir nicht...
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: agri am 11. Juni 2019, 13:02:18
Wir müssen hier auch darauf achten, dass der Weizen nicht zu viel Blattmasse entwickelt und er dann bei Trockenheit und anhaltenden Hitze nicht zu viel Wasser verdunstet, die dann für die Kornfüllung fehlt.

Der Rubisko hat sich hier bestens bewährt, auch wenn er (noch) nicht allzu verbreitet ist. Aber wer einmal diese frühen Grannenweizen angebaut hat (Ambello, Rubisko, RGT Sacramento), bleibt auch dabei - und sei es auch nur auf den flachgründigen Böden mit schlechterer nFK. Die Flächen, die mit diesen frühreifen französischen Grannenweizen bestellt sind, werden von Jahr zu Jahr mehr.
Du hast auf jeden Fall deutlich weniger Schmachtkörner und Sortierabgang mit diesen Sorten, und sie dreschen sich sehr leicht.


Den Trend zu frühen französischen Grannenweizen hatten wir hier vor Jahren auch massiv. Ein kalter Winter hat dem Ganzen dann doich wieder massiv den Wind aus den Segeln genommen.

ehm ehm Raider , kann das sein das du beim Zitieren den Autor verwechselt hast , auf jeden Fall hat dein zitierter Bericht Desperado geschrieben !!

Ja die winterhärte bei den begrannten , Rubisko ist da schon eine andere Hausnummer als ambelo aber auch der hat hier so einiges überstanden , hatte aber selbst noch nie Begrannte im Anbau .

Vielleicht mal nach Tekno schauen .
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Raider am 11. Juni 2019, 13:52:23
Wir müssen hier auch darauf achten, dass der Weizen nicht zu viel Blattmasse entwickelt und er dann bei Trockenheit und anhaltenden Hitze nicht zu viel Wasser verdunstet, die dann für die Kornfüllung fehlt.

Der Rubisko hat sich hier bestens bewährt, auch wenn er (noch) nicht allzu verbreitet ist. Aber wer einmal diese frühen Grannenweizen angebaut hat (Ambello, Rubisko, RGT Sacramento), bleibt auch dabei - und sei es auch nur auf den flachgründigen Böden mit schlechterer nFK. Die Flächen, die mit diesen frühreifen französischen Grannenweizen bestellt sind, werden von Jahr zu Jahr mehr.
Du hast auf jeden Fall deutlich weniger Schmachtkörner und Sortierabgang mit diesen Sorten, und sie dreschen sich sehr leicht.


Den Trend zu frühen französischen Grannenweizen hatten wir hier vor Jahren auch massiv. Ein kalter Winter hat dem Ganzen dann doich wieder massiv den Wind aus den Segeln genommen.

ehm ehm Raider , kann das sein das du beim Zitieren den Autor verwechselt hast , auf jeden Fall hat dein zitierter Bericht Desperado geschrieben !!

Ja die winterhärte bei den begrannten , Rubisko ist da schon eine andere Hausnummer als ambelo aber auch der hat hier so einiges überstanden , hatte aber selbst noch nie Begrannte im Anbau .

Vielleicht mal nach Tekno schauen .

oh ja. Sorry. Hatte Probleme mit der Zitierfunktion und habs dann rein kopiert. Sorry!


Ich glaube die Sorte Grannenweize die damals bei uns hektarweise über die Wupper ging war Premio.

Ich habe in diesem Jahr Rubisko mit im Anbau. Nachdem er im Frühjahr etwas mager aussah, ist er mittlerweile ganz ordentlich. Ich hoffe nur, dass er evtl. über das TKG noch etwas Ertrag machen kann. Kornzahl je Ähre und Bestandsdichte sind eher schwach
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Desperado am 11. Juni 2019, 15:21:26
Wir müssen hier auch darauf achten, dass der Weizen nicht zu viel Blattmasse entwickelt und er dann bei Trockenheit und anhaltenden Hitze nicht zu viel Wasser verdunstet, die dann für die Kornfüllung fehlt.

Der Rubisko hat sich hier bestens bewährt, auch wenn er (noch) nicht allzu verbreitet ist. Aber wer einmal diese frühen Grannenweizen angebaut hat (Ambello, Rubisko, RGT Sacramento), bleibt auch dabei - und sei es auch nur auf den flachgründigen Böden mit schlechterer nFK. Die Flächen, die mit diesen frühreifen französischen Grannenweizen bestellt sind, werden von Jahr zu Jahr mehr.
Du hast auf jeden Fall deutlich weniger Schmachtkörner und Sortierabgang mit diesen Sorten, und sie dreschen sich sehr leicht.


Den Trend zu frühen französischen Grannenweizen hatten wir hier vor Jahren auch massiv. Ein kalter Winter hat dem Ganzen dann doich wieder massiv den Wind aus den Segeln genommen.

ehm ehm Raider , kann das sein das du beim Zitieren den Autor verwechselt hast , auf jeden Fall hat dein zitierter Bericht Desperado geschrieben !!

Ja die winterhärte bei den begrannten , Rubisko ist da schon eine andere Hausnummer als ambelo aber auch der hat hier so einiges überstanden , hatte aber selbst noch nie Begrannte im Anbau .

Vielleicht mal nach Tekno schauen .


Rubisko liegt bezüglich Winterhärte nur auf dem Niveau zweizeiliger Wintergersten bzw. auf dem der Sorten Limes und Sophytra, falls die noch einer kennt. Da dürfte der Ambello etwas besser sein. Allerdings hab ich den Rubisko die letzten beiden Jahre immer nur als Stoppelweizen auf den flachgründigen Böden angebaut. Da muss man bei der Winterhärte immer ein paar Abstriche machen, weil die Durchwurzelung normalerweise schwächer ist als bei einem Rapsweizen.
Wenn man die Sorte mit etwas Stickstoff und Schwefel puscht, wächst die aber doch recht gut zu.

Letzten Winter (17/18) hatten wir in der Spitze -16°C mit nur minimaler Schneedecke (Blattspitzen haben oben rausgeschaut), was aber alle Kulturen mehr oder weniger gut überstanden haben. Der Winter 2011/12 ist uns aber noch allen gut in Erinnerung. Und dennoch müssen wir unser Hauptaugenmerk auf Trockentoleranz, Kornausbildung und Frühreife legen - zumindest auf den schwächeren Böden mit schlechterer Feldkapazität. Und da spielen die Grannenweizen ihre volle Stärke aus.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Fox! am 12. Juni 2019, 11:21:24
Winterweizen Reform auf 80 BP. Nächstes Jahr kommen hier nur noch Einzelährentypen her. Der Nordkap sieht wenigstens noch ein bisschen besser aus.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Markus am 12. Juni 2019, 12:14:23
Winterweizen Reform auf 80 BP. Nächstes Jahr kommen hier nur noch Einzelährentypen her. Der Nordkap sieht wenigstens noch ein bisschen besser aus.
Ich weiss aus 2017 wie traurig so was aussieht. Aber ich weiss seitdem auch dass man jetzt keine Sortenentscheidungen treffen soll/kann.
Hab damals das gleiche über Reform gesagt und ihn nach den Ernteergebnissen wieder ausgesäät. Hatte genauso viel Ertrag wie Rubisko und Nordkap. Aber letztes Jahr hat Nordkap unter normalen Bedingunen schon versagt.......
Beim Reform erntet man wenigstens immer eine vermarktungsfähige Qualität (HL, Schmachtkorn etc), was man von anderen Sorten nicht behaupten kann.

Gruß
Markus
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: sten am 12. Juni 2019, 13:04:33
ja, so sehe ich das auch, Reform hat mich eigentlich nur mit der Standfestigkeit geärgert, erträglich war der zumindest nie unter durchschnitt.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: dirkk am 12. Juni 2019, 13:14:34
Zitat
Reform hat mich eigentlich nur mit der Standfestigkeit geärgert, erträglich war der zumindest nie unter Durchschnitt.
So war es bei mir auch immer so .

Zum Bild : So sah gestern bei mir der Rübenweizen und Weizen auf BP<40 auch noch aus . Heut nacht hat mich das Regenglück ereilt und es gab je nach Standort 19 -22 mm . Nichtsdestotrotz sind beim Weizen und Gerste Ertragsschäden schon unumkehrbar gesetzt . Die Sommerungen freuen sich .......

Gruss
dirkk
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Fox! am 12. Juni 2019, 13:43:25
Die Sommerungen freuen sich .......

Ja, der Regen der jetzt noch fällt hilft bei uns nur noch dem Mais. Triticale kommt am WE ab und beim Weizen ist wohl nix mehr zu retten.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Raider am 12. Juni 2019, 14:52:33
Die Sommerungen freuen sich .......

Ja, der Regen der jetzt noch fällt hilft bei uns nur noch dem Mais. Triticale kommt am WE ab und beim Weizen ist wohl nix mehr zu retten.

Das ist schon heftig welche extreme es doch in unserem kleinen Land gibt.

Witterungsmäßig gibt es bei uns kaum was zu meckern. Evtl. etwas zu lange kalt, aber ansonsten alles ordentlich
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Uwe am 16. Juni 2019, 12:17:50
Sonst gibts hier immer eine ordentliche Frühjahrstrockenheit.
Dieses Jahr gab es zwischen Mitte und Ende Mai aber 100mm.
Am Freitag kamen dann nochmal 70mm mit Sturm und Hagel obendrauf ... da sind dann 0.8l CCC eindeutig zu wenig gewesen.

Man lerne:

Mitte April ... Mitte Mai : 0mm -> Verhalten kürzen
Mitte Mai ... Mitte Juni : 180mm -> Lager

 >:(
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Gameorg am 16. Juni 2019, 12:52:11
Sonst gibts hier immer eine ordentliche Frühjahrstrockenheit.
Dieses Jahr gab es zwischen Mitte und Ende Mai aber 100mm.
Am Freitag kamen dann nochmal 70mm mit Sturm und Hagel obendrauf ... da sind dann 0.8l CCC eindeutig zu wenig gewesen.

Man lerne:

Mitte April ... Mitte Mai : 0mm -> Verhalten kürzen
Mitte Mai ... Mitte Juni : 180mm -> Lager

 >:(

Ja, absolut überraschend heuer, dass die Bestände dann noch so in die Höhe gegangen sind. Wir haben auch verhalten gekürzt in der Trockenheit und jetzt ist Dinkel auch auf 1,2M, Weizen bei 1M absolut grenzwertig. Ich würd sagen der is mindestens so hoch wie deiner. Bei mir steht trotz starkem Wind vor 2-3 Wochen noch alles, nur Raps hat sich auf die Seite und vereinzelt niedergelegt. Bei uns ist es hald schon staubtrocken, aber einen Sturm muss es jetzt nicht mehr bringen ;).

Was lerne ich daraus? Bei Trockenheit die Maßnahme nach hinten zu verschieben und bei Bedarf zu reagieren.


Hier ein paar Bilder von meinen Beständen:

Zuerst dachte ich wegen der weißen Flecken im Feld dass beim Fungizid was nicht geklappt hat, aber bei genauerem Hinsehen ist das denke ich einfach Ausdruck der Trockenheit, oder wie seht ihr das? In den Spuren sind schon 5CM breite Risse im Boden. Nach 2 Wochen 30-35° sind die Bestände absolut am Ende. Vorallem die Kolbenweizen.

(https://i.ibb.co/VD6GXL6/20190616-114902.jpg) (https://ibb.co/ctq9zyq)
(https://i.ibb.co/bNTxYdB/Unbenannt-1.jpg) (https://ibb.co/kqjpzc8)
(https://i.ibb.co/FBVjnYC/20190616-121945.jpg) (https://ibb.co/p3y9nK5)

Die obersten Kornreihen sind teilweise leer. Der rechte Kolben ist von nem Nachbarschlag. Die Grannenweizen bedecken den Boden besser und sehen momentan noch besser aus.
Genius hat heuer generell über die ganze Saison Trockenschäden gezeigt, Stressflecken auf den Pflanzen, reduzierte Triebe und jetzt bei der Korneinlagerung.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: granola am 17. Juni 2019, 09:00:01
Die Bilder sind heute schon wieder 10 Tage alt, mittlerweile haben hier die meisten Winterweizen durchgeblüht und Sommerweizen kommt auch mit der Ähre. Wir hatten Glück, immer mal wieder ordentliche Niederschläge. Was man beim Weizen sieht sind Spitzenverbrennungen durch Stress, Fungizide, Harnstoff und dergleichen und Je nach Insektizideinsatz Fensterfraß der Hähnchen in mäßigem Ausmaß. Blattläuse findet man auch, aber nicht in dramatischer Menge. Zur Zeit profitieren wir davon eher eine feucht-kühle Region zu sein beim Thema Wasser für die Ertragsbildung und Blatlausbefall, andererseits scheinen die Blatnässe-Perioden durch den eher schuttartigen Regen so kurz gewesen zu sein das der Pilzdruck sich in Grenzen hält.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Tim am 17. Juni 2019, 13:59:28
@gameorg

Irgendwelche krabbelviecher drin? Mal den Halm aufgeschnitten?
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Gameorg am 17. Juni 2019, 14:30:57
@gameorg

Irgendwelche krabbelviecher drin? Mal den Halm aufgeschnitten?

Bin mittlerweile ziemlich sicher dass es nur Trockenheit ist. Das Bild zieht sich durch die ganze Region mittlerweile.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Tim am 17. Juni 2019, 16:00:40
Hatten der weizen dann einfach gar keine Blätter mehr?
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Gameorg am 17. Juni 2019, 16:26:06
Teilweise. Grüne, braune, keine blätter ;). Mach eh demnächst wieder videoaufnahmen.

Wirklich ausgeprägte trockenheit. Im gesamten mai 70mm, seit 3 wochen aber 0 mm und 14 tage 30+ Grad.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: dirkk am 17. Juni 2019, 18:04:29
Die am härtesten von der Trockenheit betroffenen Weizen sehen hier genauso aus . So mancher wandert bei den Kollegen in die Biogasanlage ......

Wir haben hier einen Schlag Rübenweizen , bei dem manche Stellen auch schon stark reduzierte Ähren haben . Das macht 4 % vom Gesamtweizen aus .  Unterm Strich ist das Wasser weiterhin sehr knapp , wie 2018 . Die Aussichten beim Weizen / Gerste sind kaum besser , bzw. , es hängt vom weiteren Witterungsverlauf ab .......

Gruss
dirkk
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: kronawirt78 am 20. Juni 2019, 16:16:36
Hallo...gestern bei der Fahnenblattbehandlung ist mir bei einem Schlag aufgefallen, das teilweise viele Gräser im Bestand sind... Hab Mal Fotos gemacht, sind leider nicht so gut geworden...bin der Meinung das ist Windhalm, kann das jemand bestätigen/wiederlegen?
Blattöhrchen sind keine vorhanden, das Blatthäutchen ist ziemlich regelmäßig eingeschnitten.
Ich möchte das hier nochmal hochholen, mich würd brennend interessieren, was es letztendlich war. Hatte auf AFU getippt und halte den Tipp nach wie vor aufrecht...
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: granola am 20. Juni 2019, 17:11:20
Hallo...gestern bei der Fahnenblattbehandlung ist mir bei einem Schlag aufgefallen, das teilweise viele Gräser im Bestand sind... Hab Mal Fotos gemacht, sind leider nicht so gut geworden...bin der Meinung das ist Windhalm, kann das jemand bestätigen/wiederlegen?
Blattöhrchen sind keine vorhanden, das Blatthäutchen ist ziemlich regelmäßig eingeschnitten.
Ich möchte das hier nochmal hochholen, mich würd brennend interessieren, was es letztendlich war. Hatte auf AFU getippt und halte den Tipp nach wie vor aufrecht...
Das war Windhalm! AFU wäre mit der Ähre schon draussen gewesen. Diese Frage war übrigens ein Anlass sich endlich mal kenenzulernen und festzustellen das wir sehr nah zusammenliegen mit unseren Betrieben. Zur gleichen Zeit zeigte sich beim mir auch Windhalm im Weizen, insbesondere da wo ich am Rad-und Gehwegen etwas vom Rand weggeblieben war. Zudem wer das Hangausgleichs-Podi beim Herbizid spritzen defekt, habe da jetzt so einige "Nullparzellen" wo das Gestänge nicht das machte was ich wollte.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: granola am 20. Juni 2019, 17:16:35
Wir können das Windhalmproblen und andere "durchgegangenen" Dinge hier anschauen, wer in den nächsten Wochen im Raum Kassel ist >> von Heu- bis Gerstenernte sieht man im Weizen am meisten!
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: agri am 20. Juni 2019, 18:32:52
Wir können das Windhalmproblen und andere "durchgegangenen" Dinge hier anschauen, wer in den nächsten Wochen im Raum Kassel ist >> von Heu- bis Gerstenernte sieht man im Weizen am meisten!

Na Klaus , warum kommt denn keine Antwort von dem Frage steller  , jetzt müssten ja die Rispen draußen sein .

Ich bin da nach wie vor skeptisch denn Windhalm müsste nach 330 g Atlantis Felix doch das zeitliche gesegnet haben . Anders spät keimende Grässer .
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Euro-T am 20. Juni 2019, 18:33:53
Ich bin da nach wie vor skeptisch denn Windhalm müsste nach 330 g Atlantis Felix doch das zeitliche gesegnet haben . Anders spät keimende Grässer .

Fahr mal in den Giessen-Marburger Raum, da bekommst du auf so eine Aussage nur ein müdes Lächeln zurück...
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: charlie am 20. Juni 2019, 18:38:43
Ich bin da nach wie vor skeptisch denn Windhalm müsste nach 330 g Atlantis Felix doch das zeitliche gesegnet haben . Anders spät keimende Grässer .

Fahr mal in den Giessen-Marburger Raum, da bekommst du auf so eine Aussage nur ein müdes Lächeln zurück...

Dazu noch Termin, Einsatzbedingungen (Temperatur/Luftfeuchte/Tageszeit), Wasseraufwandmenge und Wasserqualität, Düsenwahl bei der Herbizidapplikation...
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: agri am 20. Juni 2019, 19:26:27
Ich bin da nach wie vor skeptisch denn Windhalm müsste nach 330 g Atlantis Felix doch das zeitliche gesegnet haben . Anders spät keimende Grässer .

Fahr mal in den Giessen-Marburger Raum, da bekommst du auf so eine Aussage nur ein müdes Lächeln zurück...

Dazu noch Termin, Einsatzbedingungen (Temperatur/Luftfeuchte/Tageszeit), Wasseraufwandmenge und Wasserqualität, Düsenwahl bei der Herbizidapplikation...

dann wird es aber zeit sich zu fragen , was ist da sonst Falsch gelaufen denn sowas ist dann auch nicht eine Jahres bedingte Erscheinung .


Oh ja Herr Professor , evt. noch ob der Anwender Raucher oder Nicht Raucher ist .
etwas Pflanzenschutzwissen gehört halt zum Handwerk . Mir fehlen da wirklich die Worte .
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Maddin55 am 20. Juni 2019, 20:40:59
Wir können das Windhalmproblen und andere "durchgegangenen" Dinge hier anschauen, wer in den nächsten Wochen im Raum Kassel ist >> von Heu- bis Gerstenernte sieht man im Weizen am meisten!

Na Klaus , warum kommt denn keine Antwort von dem Frage steller  , jetzt müssten ja die Rispen draußen sein .

Ich bin da nach wie vor skeptisch denn Windhalm müsste nach 330 g Atlantis Felix doch das zeitliche gesegnet haben . Anders spät keimende Grässer .
Sorry das ich mich erst jetzt melden, hatte viel um die Ohren.... Abschlussprüfung, Pflanzenschutzmaßnahmen, Heuernte ..

Es ist definitiv Windhalm. Sieht man jetzt leider schön aus dem Weizen rausschauen. Für eine Nachbehandlung war's dann leider zu spät, als es von den äußeren Umständen gepasst hätte waren schon die ersten Ähren zu sehen.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: agri am 20. Juni 2019, 20:50:58
Danke Maddin ,

da stellt sich mir die Frage , wann wurde denn das Atlantis flex appliziert , bitte etwa Datum .

Wurde im Herbst schon etwas gegen Grässer gemacht ?
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Euro-T am 20. Juni 2019, 21:00:44
Ich bin da nach wie vor skeptisch denn Windhalm müsste nach 330 g Atlantis Felix doch das zeitliche gesegnet haben . Anders spät keimende Grässer .

Fahr mal in den Giessen-Marburger Raum, da bekommst du auf so eine Aussage nur ein müdes Lächeln zurück...

Dazu noch Termin, Einsatzbedingungen (Temperatur/Luftfeuchte/Tageszeit), Wasseraufwandmenge und Wasserqualität, Düsenwahl bei der Herbizidapplikation...

dann wird es aber zeit sich zu fragen , was ist da sonst Falsch gelaufen denn sowas ist dann auch nicht eine Jahres bedingte Erscheinung.

Das kann ich dir sagen...
Ursächlich sind wohl unterbliebene Herbstmaßnahmen, "aufgewertet" durch den unbändigen Glauben an die Sulfonyle, zerstört durch wenig Kenntnisse im Wirkstoffmanagement.

Zitat
etwas Pflanzenschutzwissen gehört halt zum Handwerk . Mir fehlen da wirklich die Worte .

Das brauchen sie nicht.
Mir persönlich ist schon lange bewusst, das die wenigsten derer, die "sachkundig" sind, eigentlich wissen was sie tun - arrogante Worte, aber leider der Realität sehr nah.

Kann man doch jedes Jahr immer wieder erleben - im Feld, beim Händler, bei Veranstaltungen undundund, Beispiele gibt`s doch zuhauf.

Somit kam ich auch bei der vorgestrigen SK Fortbildung erneut nicht umhin, mich am Rande für eine Prüfung im Rahmen der Fortbildung einzusetzen. Das würde es zwar nicht um 180° besser machen, aber wenigstens stark aussieben.

Für Glücksritter ist beim Thema PSM kein Platz, das schrieb ich vor vielen Jahren schon hier und bin mehr denn je der Meinung.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: agri am 20. Juni 2019, 21:57:21
Ja Olli ,

nur werfe ich ungern mit Steinen im Glashaus , gib den Leuten Tennisbälle , damit übt sich das Treffen auch .
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Maddin55 am 20. Juni 2019, 22:16:10
Danke Maddin ,

da stellt sich mir die Frage , wann wurde denn das Atlantis flex appliziert , bitte etwa Datum .

Wurde im Herbst schon etwas gegen Grässer gemacht ?

Das war am 30. März, Weizen war in ec25.
Im Herbst wurde nix vorgelegt, auf anderen Feldern aber auch nicht und die sind sauber.
Flächen die ausschließlich im Herbst behandelt wurden sind auch sauber.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: agri am 20. Juni 2019, 22:59:13
Maddin , das hört sich doch als Ideal an .

wollen wir das weiter eingrenzen ?

Ist auf diesem Schlag auch Ackerfuchsschwaz ?

Wenn ja , könnte dazu eine Wirkung festgestellt werden .
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Fox! am 28. Juni 2019, 18:46:57
 :sad:
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: wernerzwo am 28. Juni 2019, 22:20:33
Ist bei Dir alles so?  :o

Bis jetzt macht mein Grannenweizen einen sehr guten Eindruck - da er frühreif ist sollte nicht mehr allzuviel schiefgehen. Hoffentlich... :rolleyes:
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Fox! am 28. Juni 2019, 23:49:09
Alles nicht, nein.

Aber auf den schwächeren Standorten, wo die Wasserversorgung pünktlich zur Blüte abgerissen ist und auch nicht wiederhergestellt wurde, da sieht es schon gar nicht gut aus.

Aber alles jammern hilft ja nichts. Auch diese Herausforderung muss angegangen werden, mal sehen was mir für die nächste Aussaat so einfällt.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: Felix am 03. Juli 2019, 23:24:40
Die Sahara Temperaturen in der letzten Woche haben den Weizen anständig zusammen gebrannt ... aufm leichten Boden ist der durch wobei mich wundert das der Sacramento sich recht gut hält. Anbei ein paar Bilder vom Informer, einige kennen den Bestand ja von vor zwei Wochen.
Titel: Re: Winterweizen 2019
Beitrag von: granola am 04. Juli 2019, 11:45:38
Der Informer präsentiert sich "schön", die Bilder sind schon wieder ein paar Tage alt; zeigen wollte ichj die "gute Handbreit" mehr Länge im Vergleich zu Kamerad und Sheriff.  Informer hat auch am wenigsten auf den Azol-Streß mit verbrannten Blattspitzen reagiert.
Zu Krankheiten ist wenig zu sagen. Was man jetzt deutlich siegt ist massiver Rost auf unbehandeltem Tobak (Ausfallweizen) und aufhelleungen wo Strukturschäden im Boden sind, teils evt auch Fusskrank?