agrowissen

Alles rund um den Betrieb => Betriebsmittel => Thema gestartet von: guest176 am 19. Oktober 2011, 10:06:27

Titel: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: guest176 am 19. Oktober 2011, 10:06:27
hallo,

30 jahre lang hat sich kein mensch drum gescheert und jetzt drehen alle  am rad ! :rolleyes:

http://www.topagrar.com/news/Home-top-News-Bundesregierung-waegt-in-Sachen-Glyphosat-ab-549183.html
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Euro-T am 19. Oktober 2011, 11:29:58
Wir sollten uns alle schon mal an ein Leben ohne Glyfos gewöhnen.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Jochen am 19. Oktober 2011, 11:49:24
Ist doch krank - zuerst dürfen es Landwirte nutzen - dann darf jeder es im Baumarkt kaufen und alles abjauchen damit und jetzt darf´s dann keiner mehr verwenden?

Ich glaub ich will´s gar nicht verstehen ...
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Biobauer am 19. Oktober 2011, 11:59:34
Ist doch krank - zuerst dürfen es Landwirte nutzen - dann darf jeder es im Baumarkt kaufen und alles abjauchen damit und jetzt darf´s dann keiner mehr verwenden?

Ich glaub ich will´s gar nicht verstehen ...

nunja, wars bei atrazin soviel anders. das wurde ja auch inflationär verwendet.....

hier gehörts schon bald zumguten ton mindestes einmal imjahr mit glypho übern acker zu jubeln.entweder vor  der ernte oder als  stoppelbearbeitung.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Euro-T am 19. Oktober 2011, 12:14:20
Ist doch krank - zuerst dürfen es Landwirte nutzen - dann darf jeder es im Baumarkt kaufen und alles abjauchen damit und jetzt darf´s dann keiner mehr verwenden?

Ich glaub ich will´s gar nicht verstehen ...

Zuerst sind mal die Baumärkte dran, die Hobyspritzer werden als erstes davon erlöst.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: hanns am 19. Oktober 2011, 12:26:11
schon mal überlegt,dass an dem zeug nix mehr zu verdienen ist bei 3€ plus steuer pro liter und deshalb bestimmte leute dahinter sitzen,um es vom markt zu kriegen!siehe atrazin.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: kitkat1975 am 19. Oktober 2011, 13:17:40
hoffentlich verbieten sie es dann weltweit!!
nix für ungut aber hat sich schon mal jemand überlegt was es mit guter fachlichen praxis zu tun hat fast jedes jahr glypho zu spritzen nur um minimalbodenbarbeitung durchführen zu können?
die tatsache das viele pflanzen über die jahre immer weiniger auf glypho reagieren lässt sich nun mal nicht wegdiskutieren- und im endeffekt sind es die bauern hier selbst die sich den ast absägen auf dem sie sitzen.
wenn glypho gezielt und dosiert ein gesetzt würde wäre die diskussion nicht im gange aber der einsatz ufert über alle massen aus!!
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Ansgar am 19. Oktober 2011, 13:23:42
Wahre Worte, die nicht von der Hand zu weisen sind!

Gruß
Ansgar
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Biobauer am 19. Oktober 2011, 13:25:47
hoffentlich verbieten sie es dann weltweit!!
nix für ungut aber hat sich schon mal jemand überlegt was es mit guter fachlichen praxis zu tun hat fast jedes jahr glypho zu spritzen nur um minimalbodenbarbeitung durchführen zu können?
die tatsache das viele pflanzen über die jahre immer weiniger auf glypho reagieren lässt sich nun mal nicht wegdiskutieren- und im endeffekt sind es die bauern hier selbst die sich den ast absägen auf dem sie sitzen.
wenn glypho gezielt und dosiert ein gesetzt würde wäre die diskussion nicht im gange aber der einsatz ufert über alle massen aus!!


ohh,das hät ich nun ned erwartet, das sogar die konvis nen dummen biobauern recht geben ;) ;) ;)

Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Jochen am 19. Oktober 2011, 13:34:37
hoffentlich verbieten sie es dann weltweit!!
nix für ungut aber hat sich schon mal jemand überlegt was es mit guter fachlichen praxis zu tun hat fast jedes jahr glypho zu spritzen nur um minimalbodenbarbeitung durchführen zu können?
die tatsache das viele pflanzen über die jahre immer weiniger auf glypho reagieren lässt sich nun mal nicht wegdiskutieren- und im endeffekt sind es die bauern hier selbst die sich den ast absägen auf dem sie sitzen.
wenn glypho gezielt und dosiert ein gesetzt würde wäre die diskussion nicht im gange aber der einsatz ufert über alle massen aus!!

das stimmt schon - ich bin sogar der Meinung das über kurz oder lang Resistenz entstehen können -

derzeit bin ich der Meinung wir werden unter Umständen viele Wirkstoffe noch verlieren wenn wir nicht etwas sorgsamer umgehen damit ...
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: superuser am 19. Oktober 2011, 13:40:05
hoffentlich verbieten sie es dann weltweit!!
nix für ungut aber hat sich schon mal jemand überlegt was es mit guter fachlichen praxis zu tun hat fast jedes jahr glypho zu spritzen nur um minimalbodenbarbeitung durchführen zu können?
die tatsache das viele pflanzen über die jahre immer weiniger auf glypho reagieren lässt sich nun mal nicht wegdiskutieren- und im endeffekt sind es die bauern hier selbst die sich den ast absägen auf dem sie sitzen.
wenn glypho gezielt und dosiert ein gesetzt würde wäre die diskussion nicht im gange aber der einsatz ufert über alle massen aus!!

Halte ich für Blödsinn. Wenn man Glyphos zur Sikkation oder auf der Stoppel einsetzt ist das Risiko einer Resistenz im normalen Anbau gegen Null. Es kommen dann normalerweise noch min. zwei Arbeitsgänge und in der Regel noch ein oder zwei Herbizidbehandlungen mit einem anderem Wirkort. Die Resistenzen werden bis jetzt nur im Zusammenhang mit GMOs diskutiert.

Beste Grüße
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Jochen am 19. Oktober 2011, 13:48:16
Und es ist dann nicht Resistenzfördernd wenn jemand mit 1-2l 360iger zur Sikation drüberjaucht wo Quecke drin steht ? der das eigentlich nicht wirklich schadet ?

nur mal so aus dem Gedanken heraus ...
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Is auch wech am 19. Oktober 2011, 14:13:40
wer sich selber informieren will kann ja sich zu einer der öffentlichen Veranstaltungen von Don Huber aufmachen. Leider habe ich nur die Orte und Tage.
14.10. 2011 Romrod / Hessen
17.10. 2011 Ostfriesland
18.10. 2011 Rendsburg
19.10. 2011 Ulm
20.10. 2011 Ravensburg
21.10. 2011 Nürnberg
Mit Hilfe von GOOGLE wird man wohl den Ort raus bekommen. Gestern war er in Rendsburg. Ein Besucher berichtete mir davon. Saal war voll mit, nach seiner Schätzung, über 200 Leuten. Es waren auch nicht zu wenig Landwirte dabei und daher soll die Diskussion doch ein sehr hohes Niveau gehabt haben.
Es ist wichtig das sich die Landwirte das Zepter nicht aus der Hand legen lassen.
Was wohl Gestern etwas zu Kurz gekommen ist, nach dem mir berichtenden Landwirt, war das alles in eine allgemeine Gemenge Lage gesteckt wurde. Round  Up Ready Kulturen, BT Mais und der Einsatz von Glyphosat wurde alles in einen Topf geworfen. Dagegen sollten wir uns massiv stellen.
nt
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: kakvogl am 19. Oktober 2011, 14:23:37
Servus.

Leider wird ein PSM immer erst verboten, wenn es im Grundwasser die WErte überschreitet Atrazin.....

Wer dieses Argument wegdiskutieren kann der darf ruhig antworten.

Erklär mal einen Kind, es gibt noch Wasser zu trinken aber Dein Großvater hat früher mal rumgespritzt und deswegen ist es nicht mehr ganz so gut.


Nachdenkliche Grüße
Servus
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: nofear am 19. Oktober 2011, 15:13:14
Hi,

zuallererst würden die konventionell arbeitenden Betriebe einen wichtigen Baustein im Resistenzmangement verlieren! Besonders weh tun würde es dort, wo es jetzt schon zunehmend Resistenzen (nicht gegen Glyphos selbst) gibt z.Bsp. AFU, aber auch die andrer Gräser/Pflanzen gibt. Dann würden wir definitiv nicht umhinkommen wieder Fruchtfolgen zu fahren, die ihren Namen auch gerecht werden, egal ob mit, oder noch viel wichtiger ohne den Pflug! Wobei klar gesagt werden muß, daß der Pflug nicht immer alle Probleme löst, sondern manche erstmal nur kaschiert, besonders wenn er nicht ordnungsgemäß eingesetzt wird.
Fakt ist aber auch, daß, wenn es wirklich schädigende Wirkungen hat, die unabhängig von der Anwendungshäufigkeit und -menge auftreten, gehandelt werden muß (sprich Zulassung weg). Auch wenn sich gewisse Dinge erst später rausstellen (siehe Atrazin). Ich bin mir fast sicher, dass man mit dem Wissen und Analysemethoden von Morgen oder Übermorgen auch heute gebräuchliche PSM nicht mehr zulassen würde, von daher ist es nur eine Frage der Zeit, bis der nächste Fall kommt.

MfG nofear
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Cat-Driver am 19. Oktober 2011, 16:49:02
Im Ursprung ging es sich doch nicht um das Glyphosat direkt, sondern um einen Teil der Formulierung (POE-Tallowaminen?), der noch nichtmal von allen Herstellern verwendet wird, bzw. mittlerweile in Deutschland verboten ist, von dem Stoff werden vermehrt Abbauprodukte gefunden. Das war doch auch der Grund warum manche Formulierungen nicht mehr zur Ernteerleichterung zugelassen sind.

Gruß
Hermann
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: nofear am 19. Oktober 2011, 16:56:44
Im Ursprung ging es sich doch nicht um das Glyphosat direkt, sondern um einen Teil der Formulierung (POE-Tallowaminen?), der noch nichtmal von allen Herstellern verwendet wird, bzw. mittlerweile in Deutschland verboten ist, von dem Stoff werden vermehrt Abbauprodukte gefunden. Das war doch auch der Grund warum manche Formulierungen nicht mehr zur Ernteerleichterung zugelassen sind.

Gruß
Hermann

Ja so wars, evtl. hab ich ja auch was nicht mitbekommen...

Bei Prof. Römheld ging es wohl um die Abbauprodukte/Zwischenstufen und deren Kontaktwirkung mit den neuauflaufenden Nachfrüchten/Pflanzen... also wieder was anderes.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Georg am 19. Oktober 2011, 17:39:33
Ich schreibs mal ganz wertfrei!

Allso Ich muss udn will mich gegen gar nichts ganz massiv stellen... Höchsten gegen nachgeplabberte Quachslaberei... :o 8)

Bis heute hat noch nachweislich noch keiner eine Restienz von echtem Glyphosphat nachgewiesen. Was wurde da in den letzen Jahren schon vreuscht für Unsinn zu verbreiten! In London wurde vor einigen Jahren angeblich mal Reste von glyphosphat im Trinkwasser nachgewiesen... Hab nie mehr was dvon gehört!

Um Winter versammlungen populistischer Marktschreier zu füllen, bietet sich natürlich das Thema wunderbar an!

Wenn irgend ein billig Glypho Generika nicht oder nicht gut wirkt, würde ich es mal mit dem Original un der vom Hersteller empfohlenen Aufwandmenge versuchen! Ich prophezeie, dann funktionierts auch!

Ich stehe allem GMO recht kritisch gegenüber bin aber kein "militanter" Gegner! ich brauch nur in disem Jahr dei Zuckerrüben in Europa udn in USA anzuschauen.... als Ackerbauer müsste man da nach GMO Rüben schreien!

Mich fasziniert an der ganzen Diskussion ganz einfach, das den GMO bzw Monsanto Gegenern in sachen GMO anscheinend die Argumente oder die Luft ausgeht.

Das diese Diskussion, wie sie derzeit gegen Glyphosphat läuft kommen wird, hat mir ein Monsanto Mitarbeiter in USA schon vor 4 Jahren vorhergesagt. Damals hat da fast noch niemand darüber gesprochen, aber Monsanto udn andere Roundup ready "manipulierer" bereiten sich schon seit damals darauf vor.

Bin ja mal gespannt welche "Gegenmaßnahmen" sie zu dieser Diskussion sie in nächster Zeit aus den Schubladen ziehen werden....???!!!

Ich glaube derzeit, das sie gar nichts unternehmen werden, und sie still udn heimlich einfach nur lächeln udn sich denken:

"Na dann lass mal z.b. Deutschland oder sonst ein "Ökospinnerland" Roudnup Glyphosphat verbieten... Mal sehen wie dann die Baueren anch drei bis 4 Jahren reagieren werden wenn die Felder verquecken"!!!!

Ich kenne noch Ackerbau in Deutschland vor der Glyphosphat Zeit! Ich schätze mal, das damals der Ackerbau im verhältnis doppelt so tuere war wie heute, um nur die Quecken einigermaßen im Zaum zu halten! QUeckenfreie Felder, di hats damals vereinzelt sogar gegeben, kosteten damals bie Neuverpachtungen den doppelten Pachtpreis!

Sogar bei der Bewertung zur Flurberieinigung hatten Verqueckte und Quckenfreie Felder einen Einfluss! so und nicht anders siehts aus!

Vieleicht brauchst wirklcih mal drei vier Glyphosphat freie Jahre damit alle wieder irgendwie "geradeaus Denken" können.

@hmct und Biobauer

Bitte fühlt Euch jetzt nicht persönlich angeprochen, den Eure Felder sind natürlich Queckenfrei! (Zumindest am Rand, weil Eure Nachbarn mit Glyphosphat die Quecken an den Rändern niederhalten, den von dort kommen sie zuerst.....)

Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Biobauer am 19. Oktober 2011, 17:49:38




@hmct und Biobauer

Bitte fühlt Euch jetzt nicht persönlich angeprochen, den Eure Felder sind natürlich Queckenfrei! (Zumindest am Rand, weil Eure Nachbarn mit Glyphosphat die Quecken an den Rändern niederhalten, den von dort kommen sie zuerst.....)



ned mal am rand,oder spritzten bei euch die lw die raine auch noch nieder. ich nehm an sowas habt ihr gar nimmer.

aber sagen wir mal so,ich hab sie im griff...

genauso wie den ampfer auch.

wird zwar ned weniger ,aber mehr auch ned....
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: muh am 19. Oktober 2011, 18:25:07
hoffentlich verbieten sie es dann weltweit!!
nix für ungut aber hat sich schon mal jemand überlegt was es mit guter fachlichen praxis zu tun hat fast jedes jahr glypho zu spritzen nur um minimalbodenbarbeitung durchführen zu können?
die tatsache das viele pflanzen über die jahre immer weiniger auf glypho reagieren lässt sich nun mal nicht wegdiskutieren- und im endeffekt sind es die bauern hier selbst die sich den ast absägen auf dem sie sitzen.
wenn glypho gezielt und dosiert ein gesetzt würde wäre die diskussion nicht im gange aber der einsatz ufert über alle massen aus!!


ohh,das hät ich nun ned erwartet, das sogar die konvis nen dummen biobauern recht geben ;) ;) ;)




Sag mal, Herbert, leidest du eigentlich unter Verfolgungswahn?
Was soll so ein Mist?
Du bist ja fast schon wie ein örtlicher Bio hier, der meint auch immer alle wollen ihm was böses?!

Du willst immer einen offenen Dialog und Aussprache inkl. Verständigung beider "Linien" und hinter rum stichelst du doch immer rum, Wasser predigen und Wein trinken, das sind mir die liebsten.

Und jetzt komm wieder mit so nem geistigen Tiefschlag.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Biosisan am 19. Oktober 2011, 18:34:12
Moin!

Bei dem Thema vertrete ich die gleiche Meinung wie hmctd und Biobauer.

Und auch nofears Standpunkt ist nicht der Schlechteste, denn zum Beispiel: Was ist das Schlechte an einer "richtigen Fruchtfolge"????

Zum Verbot: Wenn, dann hoffentlich weltweit, um möglichst gleiche Bedinungen für alle!!!! zu schaffen.

Grüße Biosisan
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Jochen am 19. Oktober 2011, 18:45:28
Hallo

Auch ganz wertfrei wenn wir schon dabei sind  - aber hat es nicht mal in Luxenburg für 3 Jahre ein Verbot gegeben?

mfg
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: euro am 19. Oktober 2011, 19:01:49
Hallo

Auch ganz wertfrei wenn wir schon dabei sind  - aber hat es nicht mal in Luxenburg für 3 Jahre ein Verbot gegeben?

mfg

Völliger Schwachsinn und wie du sagst wertfrei!
Wahr ist, dass unsere " Grünpisser "  sowas fordern.
Wahr ist auch dass diese Organisation zu zwei Dritteln aus Ausländern besteht ...
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Biobauer am 19. Oktober 2011, 19:04:37
hoffentlich verbieten sie es dann weltweit!!
nix für ungut aber hat sich schon mal jemand überlegt was es mit guter fachlichen praxis zu tun hat fast jedes jahr glypho zu spritzen nur um minimalbodenbarbeitung durchführen zu können?
die tatsache das viele pflanzen über die jahre immer weiniger auf glypho reagieren lässt sich nun mal nicht wegdiskutieren- und im endeffekt sind es die bauern hier selbst die sich den ast absägen auf dem sie sitzen.
wenn glypho gezielt und dosiert ein gesetzt würde wäre die diskussion nicht im gange aber der einsatz ufert über alle massen aus!!


ohh,das hät ich nun ned erwartet, das sogar die konvis nen dummen biobauern recht geben ;) ;) ;)




Sag mal, Herbert, leidest du eigentlich unter Verfolgungswahn?
Was soll so ein Mist?
Du bist ja fast schon wie ein örtlicher Bio hier, der meint auch immer alle wollen ihm was böses?!

Du willst immer einen offenen Dialog und Aussprache inkl. Verständigung beider "Linien" und hinter rum stichelst du doch immer rum, Wasser predigen und Wein trinken, das sind mir die liebsten.

Und jetzt komm wieder mit so nem geistigen Tiefschlag.



ach michael, das war nen insider, daher auch die grinsekugeln.

ansonsten finde ich es wirklich erstaunlich, das sich viele konvis zum glypho zumindest ansatzweise kritisch äussern
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Jochen am 19. Oktober 2011, 19:09:21
Hallo

Auch ganz wertfrei wenn wir schon dabei sind  - aber hat es nicht mal in Luxenburg für 3 Jahre ein Verbot gegeben?

mfg

Völliger Schwachsinn und wie du sagst wertfrei!
Wahr ist, dass unsere " Grünpisser "  sowas fordern.
Wahr ist auch dass diese Organisation zu zwei Dritteln aus Ausländern besteht ...

Ich meine nur in einem anderem Forum da mal etwas davon gelesen zu haben ist aber schon länger her ....

Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: tom82 am 19. Oktober 2011, 19:13:33
@ Biobauer

Ich denke das jeder konvi Bauer alle Pflanzenschutzmittel kritisch betrachtet und sie nich völlig Gedanken Frei ausbringt...

Der Link  öffnet sich zwar aber irgendwie der Falsche...  
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: euro am 19. Oktober 2011, 19:16:48


Ich meine nur in einem anderem Forum da mal etwas davon gelesen zu haben ist aber schon länger her ....


Denke du verwechselst da was, durch das unselige EU-Reglement bei dem jedes Spritzmittel einzeln für jedes EU-Land eine eigene Zulassung braucht war es für einige Firmen nicht mehr interessant, ob der geringen Verkaufsmengen, hier ne Zulassung anzufragen.
So mussten wir schon mehrere Jahre auf Harmony etc. verzichten weil es nicht angemeldet wurde.

Mittlerweile scheint die EU aber soweit zu sein das gesamte Gebiet in 4 geographische Zonen einzuteilen wo dann nur pro Zone gemeldet werden muss.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: BNT am 19. Oktober 2011, 19:53:29
Ja wo gibt es denn nun konkret Probleme in der Glyphosat-Anwendung; mit Ausnahme der Probleme mit bestimmten Formulierungen. Aber alleine auf Glyphosat bezogen?
Man hört da hunderte Räubergeschichten aber nix Konkretes.

Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: superuser am 19. Oktober 2011, 19:58:29
Und es ist dann nicht Resistenzfördernd wenn jemand mit 1-2l 360iger zur Sikation drüberjaucht wo Quecke drin steht ? der das eigentlich nicht wirklich schadet ?

nur mal so aus dem Gedanken heraus ...

Dann bist du selber schuld...
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: euro am 19. Oktober 2011, 20:01:40
Ja wo gibt es denn nun konkret Probleme in der Glyphosat-Anwendung; mit Ausnahme der Probleme mit bestimmten Formulierungen. Aber alleine auf Glyphosat bezogen?
Man hört da hunderte Räubergeschichten aber nix Konkretes.



Ein professioneller und gut strukturierter "Bettlerverein" wie "Grünpiss" braucht Gerüchte und und Gelaber von irgendwelchen sich mit Titeln schmückenden Spinnern um die nötigen Spenden zu generieren.Mit irgendwas müssen schliesslich die Gehälter der verschiedenen Mandatsträger finanziert werden. >:(
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Desperado am 19. Oktober 2011, 20:35:58
Moin!

Bei dem Thema vertrete ich die gleiche Meinung wie hmctd und Biobauer.

Und auch nofears Standpunkt ist nicht der Schlechteste, denn zum Beispiel: Was ist das Schlechte an einer "richtigen Fruchtfolge"????

Zum Verbot: Wenn, dann hoffentlich weltweit, um möglichst gleiche Bedinungen für alle!!!! zu schaffen.

Grüße Biosisan


Natürlich braucht man schon aus phytosanitären Gründen eine Abwechslung in der Fruchtfolge (auch als konvi),  damit sich Krankheiten und Schädlinge nicht ausbreiten und der Boden fruchtbar bleibt, aber Du kannst irgendwie schlecht eine echte Marktfruchtfolge mit einer Fruchtfolge der Biobranche vergleichen, die davon lebt, dass ein paar Neurotiker etwas zu viel Geld im Portemonnaie haben.

Das größte Problem am Glyphosat ist, dass man diesen Wirkstoff für die Allgemeinheit freigegeben hat. Den ganzen Hobbygärtnern hätte man lieber eine Hacke in die Hand drücken sollen als das überteuerte Roundup zum Spritzen und Sprühen im Gartencenter. Viele Menschen haben nun mal eine Aversion gegenüber Pflanzenschutzmittel, und wenn beim Nachbarn im Garten plötzlich alles gelb wird, dann kann das Zeug nur hochgradig giftig sein. So kommt es auch, dass der Laie selektiv wirkende Pflanzenschutzmittel als weitaus harmloser und unbedenklicher einstuft, weil der Weizen oder der Raps ja weiter wächst.

Den weitverbreiteten Wirkstoff Glyphosat kann man eigentlich gar nicht verbieten. Das würde einen riesen Aufschrei nach sich ziehen, weil er fast schon sowas wie "systemrelevant" für Mulch- und Direktsaatbetriebe ist. Über ein Verbot würden sich in erster Linie die Mineralölkonzerne freuen, weil der Glyphosatverzicht (mindestens) einen zusätzlichen tiefmischenden Bodenbearbeitungsgang zur Folge hätte mit all den negativen Folgen für den Wasserhaushalt des Bodens.

@Georg
Es gibt sehr wohl Mutationen einzelner Pflanzen, die gegen den Wirkstoff Glyphosat resistent sind. Wenn dem nicht so wäre, gäbe es auch keine transgene glyphosatresistente Sorten.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Is auch wech am 19. Oktober 2011, 22:48:36
Märchen oder traurige Wahrheit: Glyphosat Resistenz
Tante Google spukte dies aus, Stichworte: resistenzen gräser glyphosat
1ter Link: "Resistenzen - ein globales Problem"
http://www.bayercropscience.de/Resistenzen___ein_globales_Problem.cms
3ter Link: Australien: Befürchtungen wegen neuem Glyphosat-resistenten Unkraut (Liverseed grass)
http://www.gentechnologie.ch/cms/index.php?option=com_content&view=article&id=78%3Aaustralien-befuerchtungen-wegen-neuem-glyphosat-resistenten-unkraut-liverseed-grass&catid=39&Itemid=34

Tante Google gefüttert mit diesen Stichworten: data base weed resistance
3ter Hit: eine Datenbank, getragen von der Pflanzenschutzindustrie (The Herbicide Resistance Action Committee (HRAC) is an international body founded by the agrochemical industry as part of the GCPF organization. )
http://www.hracglobal.com/
Ich finde das diese Seite sehr interessant ist. Gibt dort ein schönes Poster mit den ganzen Wirkstoffen und deren "Verwandschaftlichen" Verhältnissen usw. Wie gesagt, habe vom Pflanzenschutz keine Ahnung.

Noch eine Seite, mit Karten wo was als Ressistent gefunden wurde, nicht nur Glyphosat. Betrifft mitlerweile:
367 Resistante Biotypes, 200 Arten (115 dicotyle und 85 monocotyle) und über 570,000 Felder
http://www.weedscience.org
man findet dort auch eine Weltkarte zu Glyphosat, mit den Regionen und wie viele Arten dort jeweils betroffen sind:
http://www.weedscience.org/Maps/GlyphosateMap.htm
Vergleichbare Karten auch zu den ALS Blockern (so werden die ja wohl genannt)

Jeder mache sich selber ein Bild und entscheide dann selber für sich was für ihn wichtig ist.
nt
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: nofear am 19. Oktober 2011, 22:56:30
Natürlich braucht man schon aus phytosanitären Gründen eine Abwechslung in der Fruchtfolge (auch als konvi),  damit sich Krankheiten und Schädlinge nicht ausbreiten und der Boden fruchtbar bleibt, aber Du kannst irgendwie schlecht eine echte Marktfruchtfolge mit einer Fruchtfolge der Biobranche vergleichen, die davon lebt, dass ein paar Neurotiker etwas zu viel Geld im Portemonnaie haben.

Bloß gut, daß es nicht nur schwarz und weiß gibt und die Gesetze der Natur sowie auch der Wirtschaftlichkeit überall gelten und hoffentlich alle Landbewirtschafter auch in Generationen denken.  :)
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: donnershag am 20. Oktober 2011, 12:05:57
Märchen oder traurige Wahrheit: Glyphosat Resistenz
Tante Google spukte dies aus, Stichworte: resistenzen gräser glyphosat
1ter Link: "Resistenzen - ein globales Problem"
http://www.bayercropscience.de/Resistenzen___ein_globales_Problem.cms
3ter Link: Australien: Befürchtungen wegen neuem Glyphosat-resistenten Unkraut (Liverseed grass)
http://www.gentechnologie.ch/cms/index.php?option=com_content&view=article&id=78%3Aaustralien-befuerchtungen-wegen-neuem-glyphosat-resistenten-unkraut-liverseed-grass&catid=39&Itemid=34

Tante Google gefüttert mit diesen Stichworten: data base weed resistance
3ter Hit: eine Datenbank, getragen von der Pflanzenschutzindustrie (The Herbicide Resistance Action Committee (HRAC) is an international body founded by the agrochemical industry as part of the GCPF organization. )
http://www.hracglobal.com/
Ich finde das diese Seite sehr interessant ist. Gibt dort ein schönes Poster mit den ganzen Wirkstoffen und deren "Verwandschaftlichen" Verhältnissen usw. Wie gesagt, habe vom Pflanzenschutz keine Ahnung.

Noch eine Seite, mit Karten wo was als Ressistent gefunden wurde, nicht nur Glyphosat. Betrifft mitlerweile:
367 Resistante Biotypes, 200 Arten (115 dicotyle und 85 monocotyle) und über 570,000 Felder
http://www.weedscience.org
man findet dort auch eine Weltkarte zu Glyphosat, mit den Regionen und wie viele Arten dort jeweils betroffen sind:
http://www.weedscience.org/Maps/GlyphosateMap.htm
Vergleichbare Karten auch zu den ALS Blockern (so werden die ja wohl genannt)

Jeder mache sich selber ein Bild und entscheide dann selber für sich was für ihn wichtig ist.
nt


Ist ja schön das es Menschen mit ner Tante gibt. Aber man sollte sich doch mal vorstellen; alle anderen haben auch ne Suchmaschine. Also nix neues aus der Hauptstadt....

Mira Julia sagt immer bla bla bla

Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: tomtex am 20. Oktober 2011, 12:45:24
Natürlich braucht man schon aus phytosanitären Gründen eine Abwechslung in der Fruchtfolge (auch als konvi),  damit sich Krankheiten und Schädlinge nicht ausbreiten und der Boden fruchtbar bleibt, aber Du kannst irgendwie schlecht eine echte Marktfruchtfolge mit einer Fruchtfolge der Biobranche vergleichen, die davon lebt, dass ein paar Neurotiker etwas zu viel Geld im Portemonnaie haben.
Solche Aussagen finde ich echt erstaunlich wenn man bedenkt dass an anderer Stelle über die schlechten Preise gejammert wird. Oder ist das nur der Neid über die Tatsache, dass die Biobranche einen ansatzweise angemesseren Preis für ihre Produkte bekommt?

Wenn Glyphosat tatsächlich verboten wird dann nur weil die entsprechende Industrie ein Ausweichprodukt in der Hinterhand hat und dieses dann entsprechend gewinnbringender vermakten kann als das inzwischen zu billige Glyphosat. Auf gut deutsch: Marketingstrategie.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Mathilde am 20. Oktober 2011, 18:00:11
Hallo,

und mal ganz off topic: unsere Tochter hat nachdem ich mal das Waschmittel wechselte eine tolle Waschmittelallerige  :(
Verbieten wir das jetzt auch? Da hätte dann wohl die Clementine (kennt Ihr die noch) ein Problem
Also ich bin ja net unbedingt der Glyphos Freund aber irgendwie muss man auch die Kirche im Dorf lassen.

LG Mathilde
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Kai am 20. Oktober 2011, 20:29:47
wie lange kann man glypho lagern?
wenn es frostfrei steht ?

dann bestelle ich morgen nen lkw  ;D
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Is auch wech am 21. Oktober 2011, 14:18:59
... wird Prof. Don Huber sprechen.
Prof. Dr. Don Huber ist einer der führenden Forscher im Bereich Bodenmikrobiologie & Pflanzenernährung.
Ort: Landwirtschaftsamt Roth, b. Nürnberg
zeit: 19:30
Denke das dies ja mit so einem "Bauernbenz" keine Entfernung ist.
nt
p.s. diese Info habe ich von einem Besucher gerade erst bekommen. Entschuldigung von meiner Seite für die Kurzsichtigkeit.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Thomas am 21. Oktober 2011, 20:56:38
wie lange kann man glypho lagern?
wenn es frostfrei steht ?

dann bestelle ich morgen nen lkw  ;D

Solange es kein Anwendungsverbot gibt ... wer weiß???
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: nofear am 21. Oktober 2011, 21:41:41
Anwendungsverbot ist ein gutes Stichwort... mir wär´s zu heiß, dann haste ne Ladung Sondermüll zu entsorgen bzw. im Ausland zu verticken... :)
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: flo am 21. Oktober 2011, 22:17:07
Hi,

Es gibt Ecken auf der Welt da ist Glyphosat einer der Gründe warum Landwirtschaft überhaupt noch funktioniert. Hier in Südbrasilien ist aufgrund von starken Hanglagen ( sieht etwa aus wie meck-Pomm,viel hügel,viel wasserlöcher,große Schläge...) und extremer Niederschläge (2500mm/ a ) eine konsequente Bodenbedeckung bedingung, ansonsten hat man im nächsten Jahr nur noch Fels.
Wir haben vor zwei Wochen Mais in 50cm hohen, abgespritzen Hafer gesät. Trotz des starken Bewuchses waren 30-40cm Tiefe Erosionsrinnen vorhanden.
Leider gibt es hier sehrwohl resistenzen gegen Glyphosat. Die entsprechenden Ecken werden beweidet, und dann mit Gramoxil und ein paar anderen Mitteln aus unbeschrifteten Kanistern behandelt. Das Problem ist das bei der Beweidung der Erosionsschutz deutlich verringert wird. Im Extremfall wird mit Pinien aufgeforstet.

gruß
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Franzl am 23. Oktober 2011, 14:41:47
Hi,

Es gibt Ecken auf der Welt da ist Glyphosat einer der Gründe warum Landwirtschaft überhaupt noch funktioniert. Hier in Südbrasilien ist aufgrund von starken Hanglagen ( sieht etwa aus wie meck-Pomm,viel hügel,viel wasserlöcher,große Schläge...) und extremer Niederschläge (2500mm/ a ) eine konsequente Bodenbedeckung bedingung, ansonsten hat man im nächsten Jahr nur noch Fels.

Ich frag mich ernsthaft, muss man unter solchen extrem widrigen Bedingungen auf Biegen und Brechen Ackerbau betreiben? In Russland liegen Millionen Hektar fruchtbarste komplett ebene Schwarzerdeflächen brach.... :rolleyes:
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: nofear am 23. Oktober 2011, 15:42:16
Ich frag mich ernsthaft, muss man unter solchen extrem widrigen Bedingungen auf Biegen und Brechen Ackerbau betreiben? In Russland liegen Millionen Hektar fruchtbarste komplett ebene Schwarzerdeflächen brach.... :rolleyes:

Das muß man schon den Leuten vor Ort überlassen, ob sich´s lohnt oder nicht und wo was gebraucht wird oder nicht oder wie es politisch so gewollt ist sich in Abhängigkeiten zu begeben oder nicht.
Ich baue auch lieber hier was an, wenn es sich halbwegs rentiert, bevor ich was aus Rußland oder sonstwoher kommen laß. Zudem möchte ich auch gern hier mit was mein Geld verdienen um mir evtl. schlußletztendlich auch mal was aus Rußland oder sonstwoher kaufen zu können.

MfG nofear
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Henning am 23. Oktober 2011, 17:16:11
Ich frag mich ernsthaft, muss man unter solchen extrem widrigen Bedingungen auf Biegen und Brechen Ackerbau betreiben? In Russland liegen Millionen Hektar fruchtbarste komplett ebene Schwarzerdeflächen brach.... :rolleyes:

das kann alles sein und du hast da auch völlig recht, damit das es eine Schande ist , das nciht zu nutzen, aber es ist ne Schwarzerde, weil es da nur sehr wenig regnet;), aber fruchtbar sind sie halt ohne ende und noch ein bischen weiter ...
aber naja in Autralien wächst auch Weizen :D ....
mfg Henning
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: guest176 am 24. Oktober 2011, 08:56:55
Hi,

Es gibt Ecken auf der Welt da ist Glyphosat einer der Gründe warum Landwirtschaft überhaupt noch funktioniert. Hier in Südbrasilien ist aufgrund von starken Hanglagen ( sieht etwa aus wie meck-Pomm,viel hügel,viel wasserlöcher,große Schläge...) und extremer Niederschläge (2500mm/ a ) eine konsequente Bodenbedeckung bedingung, ansonsten hat man im nächsten Jahr nur noch Fels.

Ich frag mich ernsthaft, muss man unter solchen extrem widrigen Bedingungen auf Biegen und Brechen Ackerbau betreiben? In Russland liegen Millionen Hektar fruchtbarste komplett ebene Schwarzerdeflächen brach.... :rolleyes:

 :rolleyes:,
genau ,
wo zu in solchen benachteiligten gebieten wie z.b. der letzlinger-kolbizerheide , der lüneburgerheide , oder im größten teil brandenburgs ackerbau betreiben , da für gibt es nin deutschland bessere landstriche ! 
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Tim am 24. Oktober 2011, 09:00:22
da kann man aber schön fahrrad fahren und den Kanickeln beim karnickeln zusehen ... , das geht dann nicht mehr wenn die flächen erstmal verbuscht und zugewuchert sind

mfg tim
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: flo am 24. Oktober 2011, 11:16:43
Hi,

Es gibt Ecken auf der Welt da ist Glyphosat einer der Gründe warum Landwirtschaft überhaupt noch funktioniert. Hier in Südbrasilien ist aufgrund von starken Hanglagen ( sieht etwa aus wie meck-Pomm,viel hügel,viel wasserlöcher,große Schläge...) und extremer Niederschläge (2500mm/ a ) eine konsequente Bodenbedeckung bedingung, ansonsten hat man im nächsten Jahr nur noch Fels.

Ich frag mich ernsthaft, muss man unter solchen extrem widrigen Bedingungen auf Biegen und Brechen Ackerbau betreiben? In Russland liegen Millionen Hektar fruchtbarste komplett ebene Schwarzerdeflächen brach.... :rolleyes:

Wenn du die Ertragsfähigkeit von Mais und Soja ( Getreide ist eigentlich nur ne teuere Zwischenfrucht ) ansiehst, das ganze mit minimalstmaschinisierung kombiniert, d.h. zwei 150 ps Schlepper ohne Kabine für die komplette Aussaat auf 2000ha, keinerlei Bodenbearbeitung. Und dann noch das brasilianische Lohnniveau dazu nimmst wirst du relativ schnell wissen warum die sich das antun ;-)
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: BNT am 24. Oktober 2011, 18:25:48
Man sollte nicht außer Acht lassen, dass Brasilien zwischenzeitlich zur Agrarnation Nummer Eins geworden ist. Dessen Einfluss wird bei jeder WTO-Verhandlung sichtbar.

Schwarzerdeböden alleine machen auch keine erfolgreiche Landwirtschaft (das dachten schon viele). Und gerade Russland ist ein sehr eigenes Kapitel.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: fridolin am 08. November 2011, 07:48:47
Die EFSA, die europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit, sieht nur selten Risiken oder Probleme bei diesen Stoffen, wie z. B. Pflanzenschutzgiftmittel. Doch wie unabhängig sind deren Risikobewertungen? Welchen Einfluss hat die Industrie auf Mitarbeiter der Behörde? Diese Sendung bestätigt einmal mehr meine Auffassung zur Nichtneutralität der EFSA. Hier der der Link zur Sendung des ARD Kontraste:
http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=8659426 (http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=8659426)
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: euro am 08. November 2011, 08:25:32
Diese Sendung bestätigt einmal mehr meine Auffassung zur Nichtneutralität der EFSA.

Dein Beitrag bestätigt wieder einmal mehr meine Auffassung zur Inkompetenz und Alterssenilität gewisser PDS-Mandatäre, die wohl in absehbarer Zeit in Inkontinenz übergehen wird ...
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: fridolin am 08. November 2011, 09:27:19
Dem Glyphosat wird u.a. das Netzmittel Tallowamin zugesetzt, was höchst wahrscheinlich für die Mutationen bei Amphibien verantwortlich ist.
Und sich so schnell nicht wieder aus dem Grundwasser verabschieden wird.

Der Rückgang der Fliegenpopulation und anderer Nutzinsekten wird von Imkern, Naturschützern und Wissenschaftlern schon wahrgenommen.
Das Problem liegt eher an der Drittmittelabhängigkeit von Hochschulen und Naturschutzverbänden, weswegen letztere erst jetzt beginnen darüber zu berichten und das lieber am Beispiel Südamerikas, als dass man den Dreck vor der eigenen Türe kehrt.

Ein Lichtblick; Der Bund hat über seinen Verlag die deutsche Fassung von Henk Tennekes Buch "the neonicotinoids - a disaster in the making" drucken lassen. Hier wird das Problem des Dipterensterbens im Zusammenhang mit Imidachloprid verdeutlicht und eine Brücke geschlagen  zur chronischen Unterernährung bei der Brutaufzucht von Vögeln mit den zu erwartetenden Folgeschäden --> allgemeines Vogelsterben. 
Das sind Thesen, die nur sehr schwer  wissenschaftlich zu beweisen sind. Diese Zeit bleibt uns leider nicht mehr! 

Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Desperado am 08. November 2011, 09:43:17
Die EFSA, die europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit, sieht nur selten Risiken oder Probleme bei diesen Stoffen, wie z. B. Pflanzenschutzgiftmittel. Doch wie unabhängig sind deren Risikobewertungen? Welchen Einfluss hat die Industrie auf Mitarbeiter der Behörde? Diese Sendung bestätigt einmal mehr meine Auffassung zur Nichtneutralität der EFSA. Hier der der Link zur Sendung des ARD Kontraste:
http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=8659426 (http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=8659426)


Na ja, um Glyphosat geht es hier ausnahmsweise mal nicht, aber sobald der Name Monsanto irgendwo auftaucht, hyperventilieren gleich mal ein paar "Grüne" und "Linke", denn Monsanto steht ja bekanntlich für Roundup, PCB, Agent Orange, gentechnisch manipulierte Pflanzen und "green imperialism".
Tatsächlich schenken sich die Chemieriesen aber alle nicht viel. Die sind mittlerweile alle züchterisch aktiv und haben ihre Saatgutsparte oder kooperieren eng mit den konventionellen Pflanzenzüchtern zusammen.

Die EFSA ist natürlich genausowenig neutral wie das ARD Magazin Kontraste und Lobbyisten verrichten auch hier ihr Werk, wie das in solchen Gremien aber generell so üblich ist, aber sie wird keine Produkte zulassen, die nachweislich in hohem Maße gesundheitsschädlich sind. Dass Süßstoffe wie Aspartam jetzt nicht so das Gelbe vom Ei sind, weiß auch jeder. Wer aber meint mit diesen Light- und Zero-Produkten glücklich zu werden, soll das Zeug eben konsumieren. Ich kann schließlich auch niemanden davon abhalten, zu qualmen oder sich ins Koma zu saufen. Ärgerlich ist es nur, wenn man sich ne Limo oder nen Ketchup kauft, und dann feststellen muss, dass da Süßstoffe drin sind, die nun mal deutlich billiger sind als Zucker. So etwas müsste deutlich auf der Verpackung deklariert werden, und nicht nur im Kleingedruckten bei den Inhaltsstoffen.
Die EFSA untersucht aber nicht den gesundheitlichen Nutzen eines Produktes, sondern die gesundheitliche Unbedenklichkeit beim Verzehr.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Is auch wech am 08. November 2011, 11:29:01
Gestern bei NANO:
http://www.3sat.de/page/?source=/nano/umwelt/158184/index.html
gut investierte 6 min. zum ansehen.
nt
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: euro am 08. November 2011, 11:40:27
Gestern bei NANO:
http://www.3sat.de/page/?source=/nano/umwelt/158184/index.html
gut investierte 6 min. zum ansehen.
nt


Jaja  :rolleyes:

http://www.transgen.de/forum/viewtopic.php?f=2&t=246
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Henning am 16. November 2011, 17:50:24
nur mal so ne Frage, an die Jenigen die hier immer meinen Stänker zu müssen, könnt ihr das nciht eingfach mal lassen, es interessiert Niemanden was ihr persönlich von den anderen haltet, also wenn ihr euch denn unbedingt gegenseitig beileidigen muss, such euch ne andere Ecke wie so ein nicht unerhebliches Thema, also wenn ihr rumstänkern wollt haltet einfach die Klappe!!!!!
danke....

_____________________________________________________________________________

nur mal sone Kleine Zwischenfrage, was macht den Unterschied zwischen Glyphosat und Glyphosinat aus und in wie weit ist das eig Problematisch, oder ist das einfach nur nicht Problematisch weil wenig oft eingesetzt wird...
@ Desperado also die "mittelständischen Züchter" stehen soweit ich weiß, Monsanto schon sehr kritisch gegenüber.... ich muss auch ganz erlich sagen halte ich die kombi Agrarchemie+ Pflanzenzucht für etwas blöd, finde ich einen zu großen Bereich, den ein Unternehmen inne hat, aber wie auch immer ...
so nun nochmal ganz kurz ein wenig mehr von Glypho ablenken;)
wer hat schon mal Clearfield- Raps, Sonnenblumen, Mais..... angebaut, das baut ja auch auf einem Totalherbizid auf, da allerdings soll die Resistenz wohl nicht über Gentranzfär in die Pflanzen gekommen sein,, also was ich so gesehen habe bis jetzt war recht ordentlich bei der Wirkung des dazugehöriogen Herbizids
aber das nur am Rande, ...
mfg Henning
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Biobauer am 16. November 2011, 18:20:59
nur mal so ne Frage, an die Jenigen die hier immer meinen Stänker zu müssen, könnt ihr das nciht eingfach mal lassen, es interessiert Niemanden was ihr persönlich von den anderen haltet, also wenn ihr euch denn unbedingt gegenseitig beileidigen muss, such euch ne andere Ecke wie so ein nicht unerhebliches Thema, also wenn ihr rumstänkern wollt haltet einfach die Klappe!!!!!
danke....

_____________________________________________________________________________

mfg Henning



chapeau  :D :D

zieht sich grade durchs ganze forum, der reinste kindergarten. und ich mein da beide seiten....
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Ansgar am 16. November 2011, 18:23:44
nur mal sone Kleine Zwischenfrage, was macht den Unterschied zwischen Glyphosat und Glyphosinat aus

Hallo Henning,

der Wirkstoff Glyphosinat ist mir gänzlich unbekannt, aber vielleicht meinst Du Glufosinat, den Wirkstoff aus dem Basta?

Gruß
Ansgar
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Henning am 16. November 2011, 18:33:39
Ansgar du hast es erfasst, ich hab mich verschrieben ;D, ok
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Trippel-Trapp am 16. November 2011, 20:58:51
Glaube nicht das dieses System wirklich besser ist,
die Problematik der Rückstände bleibt auf jeden Fall bestehen, und die Gefahr von Resistenzen ist auch gegeben.

aber wie gesagt das ist nur meine Sicht

http://www.basf.at/ecp2/Solutions_Oesterreich/clearfield

dann doch lieber einen reglementierten Einsatz von Glyphos in Kombination mit anderen Herbiziden.

Glufosinat : ursprünglich im Gehölz-  Obst und Weinbau und wird dort seit den 80 er Jahren eingesetzt.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: nofear am 16. November 2011, 21:08:28
Gibt, glaub ich, eine Substanz die so ähnlich heißt wie Glufosinat oder Glyphosinat, die als Zwischenstufe beim Abbau des Glyphosat im Boden entsteht, die wohl auch die Schäden bei der Wurzelübertragung auf den neuen Keimling machen soll. Prof. Römheld von der Uni Hohenheim hat dazu geforscht, der müsst´s wissen, den bei Ihm habe ich mal von dieser Substanz gehört.

MfGnofear
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Henning am 16. November 2011, 22:51:27
Trippel ich weiß einigermaßen um die eigenschaften von dem Clearfieldherbizid, ich wollte s nur auch mal in dem zusammenhang ansprechen...
und mal wissen ob das schon wer nutzt...
und danke für die Antworten, wegen Glufosinat....
mfg Henning
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: dirkk am 17. November 2011, 10:00:03
Moin !

@ Henning :  Ich hab hier mal einen Link ( pdf ) mit Info´s zum Clearfield - Bereich : http://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q=clearfield%20raps%20problem&source=web&cd=1&ved=0CB0QFjAA&url=http%3A%2F%2Fphytomedizin.org%2Fuploads%2Fmedia%2FGehring1.pdf&ei=CsnETtKLKITHsgbQmMTlCw&usg=AFQjCNFxWV6xUiJtK52s6bC8_DyhPDEUKg (http://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q=clearfield%20raps%20problem&source=web&cd=1&ved=0CB0QFjAA&url=http%3A%2F%2Fphytomedizin.org%2Fuploads%2Fmedia%2FGehring1.pdf&ei=CsnETtKLKITHsgbQmMTlCw&usg=AFQjCNFxWV6xUiJtK52s6bC8_DyhPDEUKg) . Es gibt Versuchsergebnisse im Internet dazu ( auch in D ) , aber man muss sich über die Bekämpfung von Raps in Rüben  und in Getreide ganz neu befassen , so mit 5 g Pointer .... das ist dann zuende !

Nutzen konnte man diesen Wirkstoff aufgrund fehlender Zulassung nicht , bisher jedenfalls . Im Winterraps ist etwas für Mitte nächsten Jahres in Aussicht gestellt . In Schweiz und Österreich ist im Leguminosenbereich das Imazamox ( zeitweise , müsste Jochen besser wissen ) einsetzbar ( gewesen ? ) und in Grossbritannien zugemischt zum Stomp als VA- Herbizid dort zu Leguminosen zugelassen . Ob es über die Zonenzulassung dann hierher kommt ( würde mich freuen im Falle von Ackerbohnen , da Bandur in 2012 ausläuft ..... ) , ........ daran mag ich nicht glauben .

gruss
dirkk
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Ansgar am 17. November 2011, 10:57:28
nur mal sone Kleine Zwischenfrage, was macht den Unterschied zwischen Glyphosat und Glyphosinat aus

Hallo Henning,

der Wirkstoff Glyphosinat ist mir gänzlich unbekannt, aber vielleicht meinst Du Glufosinat, den Wirkstoff aus dem Basta?

Gruß
Ansgar

Hallo Henning,

ich will meine Antwort mal ein wenig konkretisieren, so wie man es auch von mir hier gewohnt ist:

Glyphosat und Glufosinat zählen zu den sog. Phosphonsäure-Derivaten. Während Glyphosate einen wichtigen Schritt in der Aminosäuresynthese blockieren, unterbindet Glufosinat die Glutaminsynthese, wodurch es zu einer Ammoniakanreicherung in den Blättern kommt und diese dann durch Depolarisierung bei den Membranen der Pflanzenzellen absterben. Im Gegensatz zum Glyphosat liegt die Hauptwirkung des Glufosinats aber weniger in den Wurzeln, sondern viel mehr in den Blättern, weshalb vor allem etablierte Unkräuter schnell wieder neu austreiben können.

Gruß
Ansgar
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Jochen am 17. November 2011, 11:14:10
Moin !

@ Henning :  Ich hab hier mal einen Link ( pdf ) mit Info´s zum Clearfield - Bereich : http://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q=clearfield%20raps%20problem&source=web&cd=1&ved=0CB0QFjAA&url=http%3A%2F%2Fphytomedizin.org%2Fuploads%2Fmedia%2FGehring1.pdf&ei=CsnETtKLKITHsgbQmMTlCw&usg=AFQjCNFxWV6xUiJtK52s6bC8_DyhPDEUKg (http://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q=clearfield%20raps%20problem&source=web&cd=1&ved=0CB0QFjAA&url=http%3A%2F%2Fphytomedizin.org%2Fuploads%2Fmedia%2FGehring1.pdf&ei=CsnETtKLKITHsgbQmMTlCw&usg=AFQjCNFxWV6xUiJtK52s6bC8_DyhPDEUKg) . Es gibt Versuchsergebnisse im Internet dazu ( auch in D ) , aber man muss sich über die Bekämpfung von Raps in Rüben  und in Getreide ganz neu befassen , so mit 5 g Pointer .... das ist dann zuende !

Nutzen konnte man diesen Wirkstoff aufgrund fehlender Zulassung nicht , bisher jedenfalls . Im Winterraps ist etwas für Mitte nächsten Jahres in Aussicht gestellt . In Schweiz und Österreich ist im Leguminosenbereich das Imazamox ( zeitweise , müsste Jochen besser wissen ) einsetzbar ( gewesen ? ) und in Grossbritannien zugemischt zum Stomp als VA- Herbizid dort zu Leguminosen zugelassen . Ob es über die Zonenzulassung dann hierher kommt ( würde mich freuen im Falle von Ackerbohnen , da Bandur in 2012 ausläuft ..... ) , ........ daran mag ich nicht glauben .

gruss
dirkk

Hallo Dirk

Tja aber Pulsar ist bis dato nur eine Gefahr im Verzug Zulassung (april bis 30.6 dannach ist keine Anwendund und Lagerung erlaubt) - ist aber mit der Begründung gekommen weil es Probleme mit dem Basagran gab und gibt

Ist aber ehrlich gesagt nicht weg zu denken mehr, weil so rein und sauber im Nachauflauf mit so sicherer Wirkung geht ohne den Wirkstoff nicht

In der Schweiz gibt´s das Imazamox als "Bolero" schon länger - dort kannst dir auch div. Empfehlungen anschauen drüber

In Italien wird nach meinem Kenntnisstand in einer Mischung aus Stomp im Nachauflauf verfahren gearbeitet - hab mich da aber nicht weiter damit auseinander Gesetzt ...

Mich würd´s nach den vielen Jahren den wir den Wirkstoff jetzt schon kennen wundern wenn es ganz normale Zulassung in der EU geben würde ...
Wünschenswert wär es ...

mfg

Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: berci am 17. November 2011, 17:25:13

Pulsar ist bei uns in Ungarn ein beliebtes Mittel in Soja und clearfield resistenten Sonnenblumen. In beiden Kulturen ist es sehr wichtig im Nachauflauf, wenn z.B. wegen Trockenheit die Vorauflaufbehandlung nicht hingehauen hat. Bei Sonnenblumen ist es eigentlich das einzige zur verfügung stehende Mittel. Im Soja ist es sehr viel günstiger als Basagran.
Für die Landwirte in Ungarn ist es ein nicht wegzudenkendes Mittel.


Berthold
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: sten am 30. April 2015, 17:02:31
und siehe da:
Neues Zulassung läuft aus und es werden wieder Wählerstimmen gesucht:
http://www.noz.de/deutschland-welt/niedersachsen/artikel/570571/land-drangt-auf-verbot-von-glyphosat
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: charlie am 30. April 2015, 17:22:50
und siehe da:
Neues Zulassung läuft aus und es werden wieder Wählerstimmen gesucht:
http://www.noz.de/deutschland-welt/niedersachsen/artikel/570571/land-drangt-auf-verbot-von-glyphosat

Wenn ich schon lese: "die Bundesregierung weigert sich, und verlässt sich auf Angaben der Chemielobby..."
Als Antwort gilt dann wohl: die Grünen verweigern sich einer objektiven Beurteilung, und verlassen sich auf Angaben der NGO-Lobby...

Die Argumentationskette ist ja immer die selbe: Gentechnik -> böse -> Monsanto -> böse -> Roundup -> böse -> Glyphos auch böse...
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Georg am 30. April 2015, 17:36:28
hier im T-Online das Gleiche:

http://www.feelgreen.de/pflanzenschutzmittel-glyphosat-soll-verboten-werden-niedersachsen-draengt/id_73850728/index

Aber man muss je das ganze lesen und nicht nur die Überschrift! Dieser Schaumschläger Mayer soll mal zeigen was er kann und das Glypho doch mal dort verbieten wo er es wirklich verbieten will! Und zwar außerhalb Ackerflächen! Vielleicht sollte man ihn von Bauernverbands und/oder Landvolkseite dabei unterstützen, damit er einen politischen Erfolg hat?
Ich prophezeie folgendes: Einige Chemielobbyisten Machen kurz zuvor ne  "kleine Überweisung" an die grüne Partei, und damit hat sich alles eredigt! Er hat seinen politischen halberfolg, weil er es ja gefordert hat, aber hat es leider gegen die anderen Länderkollegen nicht durchsetzen können... SO wird's in der Pressemitteilung stehen! Alle sind dann glücklich, das die Bauern die Bösen bleiben und gut so!

Ich würde es ja auch schade finden, wenn`s im Garten verboten werden würde! Ist einfach ne bequeme Sache, wenn man sich nicht zwischen den HEcken bücken muss...
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Euro-T am 30. April 2015, 17:42:44
Nuja, also wenn als Ergebnis die Forderungen dieses Absatzes herauskommen:

„Wir wollen den Einsatz dieses Giftes in der Landwirtschaft deutlich einschränken.
In Gärten, Parks und auf Kinderspielplätzen hat dieses Pestizid gar nichts zu suchen
und sollte deshalb für den kommunalen Sektor und den Hobbygärtnerbereich ganz verboten werden“, sagte Meyer.


dann ist doch alles gut.

Einschränkungen in der Ldw haben wir doch bisweilen schon (Obergrenze, Sikkation), langt doch.

Und wenn Private und Kommunen, sowie Bahn, Flughäfen, etc.. kein Glyfos mehr einsetzen dürfen geht der Verbrauch schlagartig um geschätzte 50% zurück - DAS wäre ein richtig großer Wurf! - und der Staat könnte meine Steuern endlich mal für eine Gegenleistung an die Betroffenen spenden.   
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Franzl am 30. April 2015, 17:48:18
„Wir wollen den Einsatz dieses Giftes in der Landwirtschaft deutlich einschränken.
In Gärten, Parks und auf Kinderspielplätzen hat dieses Pestizid gar nichts zu suchen
und sollte deshalb für den kommunalen Sektor und den Hobbygärtnerbereich ganz verboten werden“, sagte Meyer.



Diese Sätze suggerieren aber, dass Gärten, Parks und Kinderspielplätze unter Landwirtschaft fallen. Kommt mir so vor, als wollten die bei jeder Gelegenheit der Landwirtschaft gleich auch noch eins mit auswischen, obwohl die in diesem Fall mit der Forderung absolut nix zu tun hat.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Jonny B.Goode am 28. Mai 2015, 20:41:01
26.Mai 2015
Glyphosat: Schweizer Behörden geben Entwarnung
Glyphosat ist gesundheitlich unbedenklich. Zu diesem Schluss kommen das Schweizerische Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) und das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) auf Basis aktueller Daten und Analysen in einem kürzlich veröffentlichten Positionspapier. Anlass dazu gab die von der internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC) der WHO im März 2015 gesetzte neue Einstufung von Glyphosat als "wahrscheinlich krebserregend".


Dabei wurde der Herbizidwirkstoff in den vergangen Jahren besonders gründlich geprüft. Keines der internationalen Expertengremien wie EFSA und JMPR (Joint Meeting on Pesticide Residues) hätte Glyphosat als krebserregend bewertet und auch die kürzlich durchgeführten Überprüfungen durch die EU von mehr als 1.000 Studien habe keine Hinweise auf eine krebserregende Wirkung gebracht. Der IARC seien keine neuen, international anerkannten Studien für die Entscheidung zur Verfügung gestanden, betonen die Schweizer Behörden.


Dass immer häufiger Spuren von Chemikalien im Menschen nachgewiesen werden, liege an den immer sensitiver werdenden Analysemethoden, sagt das BLW. So sei es auch möglich, dass im Urin von Menschen Glyphosat-Rückstände gefunden werden. Der Wirkstoff werde aber nicht im Körper angereichert und rasch wieder ausgeschieden. Die gefundenen Werte im Urin mit maximalen Konzentrationen von 0.9 Mikrogramm pro Liter seien sehr niedrig und gesundheitlich unbedenklich, erklären die Behörden in dem Positionspapier. agt  Dow Jones

Quelle :Agrarticker
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: NobbyNobbs am 28. Mai 2015, 20:46:56
geil!
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: sten am 28. Mai 2015, 20:54:51
26.Mai 2015
Glyphosat: Schweizer Behörden geben Entwarnung
Glyphosat ist gesundheitlich unbedenklich. Zu diesem Schluss kommen das Schweizerische Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) und das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) auf Basis aktueller Daten und Analysen in einem kürzlich veröffentlichten Positionspapier. Anlass dazu gab die von der internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC) der WHO im März 2015 gesetzte neue Einstufung von Glyphosat als "wahrscheinlich krebserregend".


Dabei wurde der Herbizidwirkstoff in den vergangen Jahren besonders gründlich geprüft. Keines der internationalen Expertengremien wie EFSA und JMPR (Joint Meeting on Pesticide Residues) hätte Glyphosat als krebserregend bewertet und auch die kürzlich durchgeführten Überprüfungen durch die EU von mehr als 1.000 Studien habe keine Hinweise auf eine krebserregende Wirkung gebracht. Der IARC seien keine neuen, international anerkannten Studien für die Entscheidung zur Verfügung gestanden, betonen die Schweizer Behörden.


Dass immer häufiger Spuren von Chemikalien im Menschen nachgewiesen werden, liege an den immer sensitiver werdenden Analysemethoden, sagt das BLW. So sei es auch möglich, dass im Urin von Menschen Glyphosat-Rückstände gefunden werden. Der Wirkstoff werde aber nicht im Körper angereichert und rasch wieder ausgeschieden. Die gefundenen Werte im Urin mit maximalen Konzentrationen von 0.9 Mikrogramm pro Liter seien sehr niedrig und gesundheitlich unbedenklich, erklären die Behörden in dem Positionspapier. agt  Dow Jones

Quelle :Agrarticker
Kommt Monsanto nicht aus der Schweiz?
*ironie ende
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: BNT am 28. Mai 2015, 21:07:25

Kommt Monsanto nicht aus der Schweiz?
*ironie ende
[/quote]


U S A
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: ANDERSgesehn am 28. Mai 2015, 21:14:41

der ursprung war in der schweiz.

Zitat

1950 erfand der schweizer chemiker henri martin (fa. cilag)
das glyphosat (c3h8no5p).

  (http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/0/04/Glyphosate.svg/200px-Glyphosate.svg.png)

bis 1970 wechselte die rechte 2mal ihre besitze bis monsato
es aufgriff. monsato arbeitet damals an einen wasserenthärter,
dessen versuche waren jeweils mit dem abbauprodukt von
glyphos die aminomethylphosphonsäure ( ch6no3p ).

  (http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/b/ba/Aminomethylphosphonic_acid.svg/200px-Aminomethylphosphonic_acid.svg.png)


Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: ct am 15. September 2015, 14:09:17
Glyphosat: Verlängerung bis Sommer 2016
Die Zulassung des Wirkstoffs Glyphosat soll laut Zeitungsbericht um ein halbes Jahr verlängert werden.
Die EU-Kommission bestätigte laut Süddeutscher Zeitung die Fristverlängerung bis Sommer 2016. Als Begründung wird Zeitmangel der für die Neuzulassung verantwortlichen EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa) genannt.

http://dlz.agrarheute.com/glyphosat-verlaengert
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: guest176 am 15. September 2015, 14:42:30
stellt sich nur die frage , ist es ein gutes oder eher ein schlechtes zeichen
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: hanns am 15. September 2015, 14:43:49
stellt sich nur die frage , ist es ein gutes oder eher ein schlechtes zeichen
die reste müssen weg.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: wolf am 15. September 2015, 14:54:51
stellt sich nur die frage , ist es ein gutes oder eher ein schlechtes zeichen

oder anders herum gefragt: noch nen IBC-Container auf den Hof oder nicht??? :frage:
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Mulchsaat am 15. September 2015, 15:09:25
stellt sich nur die frage , ist es ein gutes oder eher ein schlechtes zeichen

oder anders herum gefragt: noch nen IBC-Container auf den Hof oder nicht??? :frage:

Das kann böse auf den Sack geben  :police:
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: NobbyNobbs am 15. September 2015, 15:12:54


Das kann böse auf den Sack geben  :police:

nö, wieso?
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: tuning Esel am 15. September 2015, 16:00:35
Ich glaub eher das da ein  anderes Mittel,dass, das Glyphosat ablösen soll(wieder mit Patent, so das man richtig gewinn... ;D :P),und das leider noch nicht ganz fertig ist.. :P
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Mulchsaat am 15. September 2015, 16:03:38


Das kann böse auf den Sack geben  :police:

nö, wieso?

Weil es mit Sicherheit eine Aufbrauchfrist geben wird, die bei der Menge sicher nicht eingehalten wird, sondern noch für die nächsten 10 Jahre reicht?  ;D
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Puszta am 15. September 2015, 16:21:52
Klingt eher nach zu viel Schiss aus der Politik wegen der Entscheidung...
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: dirkk am 15. September 2015, 20:11:36
Zitat
ist es ein gutes oder eher ein schlechtes zeichen
  Für mich neutral - Entscheidung wird vertagt ( wegen Zeitmangel , weil viele (neue) Erkenntnisse ausgewertet werden müssen ) .  Beim Talstar damals gab es dann einen Widerruf und Anwendungsverbot , wenn ich mich recht erinnere . Aber bei vielen anderen Mitteln kam dann die 10-jährige Zulassung .

Abwarten ........ ich denk aber trotzdem im Hinterstübchen schon genau nach , wie der Ackerbau ohne Glyphosat auszusehen hat - es wird auf jeden Fall mehr Bodenbearbeitung bedeuten . Stoppelarbeitsgeräte dürften dann einen ( kurzen )  Nachfrageschub erhalten ,weil zumindest die Betriebe ,  die chemisch die Stoppel bereinigt haben ( ich auch ) , mit der zur Zeit vorhandenen Gerätekapazität die Stoppel nicht jedes Jahr unter vernünftigen Bedingungen sauber halten könnten - die Spritze ist schneller und kann schon fahren , wenn ein Bodenbearbeitungsgerät noch lange nichts auf dem Feld zu suchen hat  . Über Flächenleistung , Kraftstoffverbrauch und Materialverschleiss braucht man gar nicht nachdenken , denn der/die Grubber oder ähnliches müssten  schon etliches mehr bewältigen .  Die gute alte Winterfurche wird dann auch wieder zu Ehren kommen  und mit der gesteigerten Bodenbearbeitung ( Regenwürmer ade) leider auch die Erosion  ...... ,das macht mir am meisten Sorgen . Nach spät gedroschenem Weizen machen Zwischenfrüchte bei nassem Herbst auch keinen Sinn , da war die überwinternde und saubere Stoppel für mich ( auch für den Boden und die Organismen darin) die bessere Alternative  .

gruss
dirkk
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: superuser am 15. September 2015, 21:17:09
Dirk, so siehts aus. Und von der Wintergerste kannst du dich wieder verabschieden. Ich denke mal es soll noch etwas aus der Öffentlichkeit bzw. der öffentlichen Diskussion verschwinden. Die Begründung, man möchte noch die Studie der IARC mit einbeziehen ist ja auch Käse. Haben die vom BfR schon gemacht...

Was wird dann aus Direktsaat? Die wird hier grad auf gewissen Flächen gefördert.

Beste Grüße
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Cat-Driver am 15. September 2015, 21:55:16
Hi,

was hat Glyphosat mit Wintergerste zu tuen?

Ich baue Wintergerste an, arbeite (fast)ohne Glyphosat (2014 habe ich 5 Liter Kyleo gebraucht, 2015 bisher 2 Liter Glyphosat), GerstenErträge waren 2015 im dreistelligen dt Bereich. Erosionen halten sich in Grenzen und Regenwürmer gibt es auf meinen 100ha trotzdem reichlich.

Dafür brauche ich wahrscheinlich deutlich mehr Diesel

Trotzdem möchte ich Glyphosat halten: Umbruch von Ackerfutterflächen (Gras), als Notlösung zur Stoppelbereinigung in extremen Jahren.

Was ich absolut nicht mag: Sikkation damit es sich besser dreschen lässt und man pünktlich in den Urlaub kommt
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: superuser am 15. September 2015, 21:59:15
Hi,

was hat Glyphosat mit Wintergerste zu tuen?

Ich baue Wintergerste an, arbeite (fast)ohne Glyphosat (2014 habe ich 5 Liter Kyleo gebraucht, 2015 bisher 2 Liter Glyphosat), GerstenErträge waren 2015 im dreistelligen dt Bereich. Erosionen halten sich in Grenzen und Regenwürmer gibt es auf meinen 100ha trotzdem reichlich.

Dafür brauche ich wahrscheinlich deutlich mehr Diesel

Trotzdem möchte ich Glyphosat halten: Umbruch von Ackerfutterflächen (Gras), als Notlösung zur Stoppelbereinigung in extremen Jahren.

Was ich absolut nicht mag: Sikkation damit es sich besser dreschen lässt und man pünktlich in den Urlaub kommt

Gerste pfluglos nach Weizen...nene...nicht ohne. Das Risiko will ich nicht eingehen. Da hab ich schon zu viel gesehen...da musst du die Gerste dann sikieren...
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Henrik am 15. September 2015, 22:42:33
Zitat
ist es ein gutes oder eher ein schlechtes zeichen
  Für mich neutral - Entscheidung wird vertagt ( wegen Zeitmangel , weil viele (neue) Erkenntnisse ausgewertet werden müssen ) .  Beim Talstar damals gab es dann einen Widerruf und Anwendungsverbot , wenn ich mich recht erinnere . Aber bei vielen anderen Mitteln kam dann die 10-jährige Zulassung .

Abwarten ........ ich denk aber trotzdem im Hinterstübchen schon genau nach , wie der Ackerbau ohne Glyphosat auszusehen hat - es wird auf jeden Fall mehr Bodenbearbeitung bedeuten . Stoppelarbeitsgeräte dürften dann einen ( kurzen )  Nachfrageschub erhalten ,weil zumindest die Betriebe ,  die chemisch die Stoppel bereinigt haben ( ich auch ) , mit der zur Zeit vorhandenen Gerätekapazität die Stoppel nicht jedes Jahr unter vernünftigen Bedingungen sauber halten könnten - die Spritze ist schneller und kann schon fahren , wenn ein Bodenbearbeitungsgerät noch lange nichts auf dem Feld zu suchen hat  . Über Flächenleistung , Kraftstoffverbrauch und Materialverschleiss braucht man gar nicht nachdenken , denn der/die Grubber oder ähnliches müssten  schon etliches mehr bewältigen .  Die gute alte Winterfurche wird dann auch wieder zu Ehren kommen  und mit der gesteigerten Bodenbearbeitung ( Regenwürmer ade) leider auch die Erosion  ...... ,das macht mir am meisten Sorgen . Nach spät gedroschenem Weizen machen Zwischenfrüchte bei nassem Herbst auch keinen Sinn , da war die überwinternde und saubere Stoppel für mich ( auch für den Boden und die Organismen darin) die bessere Alternative  .

gruss
dirkk

Ja so sieht es aus, top Beitrag  :)

Es wundert mich aber auch das die Firmen von Bodenbearbeitung das Thema noch nicht ernsthaft aufgenommen oder ich habe es bisher verpasst?  :frage:  Es gibt ja einige die sich gedanken machen und auch gern früher so ein "mögliches" System gern testen oder probieren wollen, ein gewisser Vorlauf ist ja insgesammt schon nötig.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Feldmeister am 15. September 2015, 22:56:27
Klingt eher nach zu viel Schiss aus der Politik wegen der Entscheidung...
Stimmt glaube ich
...
Aber cat driver hat mit seiner Aussage auch recht!
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: NobbyNobbs am 15. September 2015, 22:56:58
Abwarten. Bei Glyphosat glaube ich so schnell noch nicht an ein Verbot. Vielleicht werden die Anwendungsbestimmungen noch mal eingeschränkt oder verschärft- gerne. Aber wer'n bissel Ahnung von moderner Landwirtschaft und Weitsicht hat, der wird so schnell nicht gänzlich drauf verzichten wollen. Lasst sie mal machen, wir müssen's eh nehmen wie's kommt.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Todde am 16. September 2015, 00:29:15
http://www.gesetze-im-internet.de/pflschg_2012/__38.html

Zitat
Gesetz zum Schutz der Kulturpflanzen (Pflanzenschutzgesetz - PflSchG)
§ 38 Verlängerung der Zulassung

Ist über einen Antrag auf erneute Zulassung nach Artikel 43 der Verordnung (EG) Nr. 1107/2009 aus Gründen, die der Zulassungsinhaber nicht zu vertreten hat, nicht entschieden worden, bevor die Zulassung endet, verlängert das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit die Zulassung von Amts wegen bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Entscheidung über die erneute Zulassung getroffen wird.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: dirkk am 16. September 2015, 06:20:36
Zitat
Was ich absolut nicht mag: Sikkation ,damit es sich besser dreschen lässt
Dem stimme ich zu , denn das ist für mich sehr risikoreich in Sachen Rückstände .

Ich kann mir vorstellen , das bei einem Verbot des Glyphosates sich Nachfrage in Hinsicht auf Stoppelbehandlung einstellt mittels anderer Wirkstoffe .......

gruss
dirkk
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Cat-Driver am 16. September 2015, 08:13:52
Hi,

was hat Glyphosat mit Wintergerste zu tuen?

Ich baue Wintergerste an, arbeite (fast)ohne Glyphosat (2014 habe ich 5 Liter Kyleo gebraucht, 2015 bisher 2 Liter Glyphosat), GerstenErträge waren 2015 im dreistelligen dt Bereich. Erosionen halten sich in Grenzen und Regenwürmer gibt es auf meinen 100ha trotzdem reichlich.

Dafür brauche ich wahrscheinlich deutlich mehr Diesel

Trotzdem möchte ich Glyphosat halten: Umbruch von Ackerfutterflächen (Gras), als Notlösung zur Stoppelbereinigung in extremen Jahren.

Was ich absolut nicht mag: Sikkation damit es sich besser dreschen lässt und man pünktlich in den Urlaub kommt

Gerste pfluglos nach Weizen...nene...nicht ohne. Das Risiko will ich nicht eingehen. Da hab ich schon zu viel gesehen...da musst du die Gerste dann sikieren...

Soll hier jetzt nicht zum Hauptthema werden, aber da möchte ich mich doch nochmal zu äußern: Musste ich in den knapp 20 Jahren nicht einmal wegen zu viel Weizen machen, sicher steht da hier und da Weizen in der Gerste, ist aber so gering das es nicht stört (Feuchte erhöht etc.). Habe einmal in Gerste die Fahrspuren sikiert weil zu grün, ist schon recht lange her, da war´s mal schwer in Mode, musste ich ja auch mal testen. Das war es an Sikation, mache seit 1998 den Pflanzenschutz selbst

Fruchtfolge:
Raps,WW,WG, Kartoffeln/Raps,WW,WG
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: nofear am 16. September 2015, 08:38:52
OT: Habe einmal Fahrgassen sikkieren müssen.
Habe mir da aus ner alten Rückenspritze und nem Gestänge mit zwei Düsen im Fahrspurabstand ne Motorradspritze gebaut... bissel aufwändig aber voll genial das Teil, da wurde nur das nötigste an Fläche behandelt und kein Körnchen  :)
OT Off
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: ct am 16. September 2015, 08:44:27
Glyphos ist für mich ein "Spezialwerkzeug" der konservierenden Bodenbearbeitung und gehört nicht direkt vor der Ernte aufs fertige Ernteprodukt. Mit solchen Praktiken schaffen wir uns das "Spezialwerkzeug" selbst ab. Auch wenn es manchmal noch so verlockend erscheint, es geht auch anders.
Mal abgesehen, das ich aus heutiger Sicht das Sikkieren mit Glyphos zur Druschterminsteuerung und Druschoptimierung auch gänzlich ablehne, würde ich, bevor ich mir was mit 2 Düsen für die grünen Fahrspuren bastel, diese einfach mitn Schlepper platt fahren.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: nofear am 16. September 2015, 09:25:05
Reifesteuerung ist unnötig, hab nichts anderes behauptet. Und dafür hab ich auch noch nie gebraucht und würde es da auch nicht vermissen...
Abgesehen davon war dieser Einsatz ganz normal durch die Zulassung abgedeckt, außer durch das nicht geprüfte Gerät ;-)

Plattfahren ging damals irgendwie nicht. Entweder stand es wieder auf oder was weiß ich. Da stand irgendwas drin, was ich tot haben wollte und nicht nur platt... ;-) Ist schon länger her und Basteln machte damals noch Spaß  ;D
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: halbspaenner am 16. September 2015, 09:28:41
Mönsch ct, nofear wollte doch nur sein neues Geländemopped ausgiebig testen. ;D
Wenn man hier so durch die Gegend düst und diese vielen "schockgelben" Stoppelflächen sieht, beschleicht einen das Gefühl, daß viele Berufskollegen immer noch nicht gerafft haben, worum es geht :irre:. Die einschlägigen NGO´s sind mom. nur im "Standbymodus", wenn sich die Demagogen von ihrem ökologisch einwandfreien Fernurlaub erholt haben, nimmt die Verleumdungsmaschinerie schon wieder Fahrt auf >:(!
Gruß, Rudolf
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: bauerstaats am 16. September 2015, 10:28:55
Aber wer'n bissel Ahnung von moderner Landwirtschaft und Weitsicht hat, der wird ....

Aber dir ist schon klar wer da über die Zulassung entscheidet  :o :o :o
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: guest176 am 16. September 2015, 10:55:26
Glyphos ist für mich ein "Spezialwerkzeug" der konservierenden Bodenbearbeitung und gehört nicht direkt vor der Ernte aufs fertige Ernteprodukt. Mit solchen Praktiken schaffen wir uns das "Spezialwerkzeug" selbst ab. Auch wenn es manchmal noch so verlockend erscheint, es geht auch anders.
Mal abgesehen, das ich aus heutiger Sicht das Sikkieren mit Glyphos zur Druschterminsteuerung und Druschoptimierung auch gänzlich ablehne, würde ich, bevor ich mir was mit 2 Düsen für die grünen Fahrspuren bastel, diese einfach mitn Schlepper platt fahren.

ich hatte mir mal eine fahrgassen spritze gebaut um lichtschächte in den bestand zu spritzen , aber das projekt habe ich inzwischen auch wieder eingestanpft
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Ede am 16. September 2015, 11:02:46
ich hatte mir mal eine fahrgassen spritze gebaut um lichtschächte in den bestand zu spritzen , aber das projekt habe ich inzwischen auch wieder eingestanpft

Aus welchem Grund hast du das eingestampft? Ich hab das Problem, daß ich sowohl mit 2,5m als auch mit 3m säe, aktuell auch kein Problem, da ich mit 15m spritze. Überlegungen zu ner breiteren Spritze werden halt immer dadurch abgewürgt, daß die Fahrgassen erst wieder bei 30m passen würden. hab schonmal drüber nachgedacht, z.B. mit 21m ohne Fahrgassen zu arbeiten und diese dann bei der ersten Spritzung mit Glyfos hinter den Rädern reinzuspritzen. Ist das auch murks?

Saatgut spare ich bei der Dutzi eh nicht, da die keine Saatgutrückführung hat.

Gruß
Ede
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: ct am 16. September 2015, 11:31:47
OT :
Die Idee ist nicht schlecht. Ich glaub joe hatte da irgwie was gebaut, was einfach aufs Rad tropft, weiß nicht mehr genau. Habs ja mal im Bestand gesehen  :o
Vorletzten Herbst hatte der Aktuator der Fahrgassenschaltung nen Wackelkontakt, natürlich gleich zu Beginn des Tages ausgefallen. Deswegen lasse ich mich aber nicht aufhalten, wenn das Wetter droht und habe einfach ohne Fahrgassen weitergedrillt. Hab die FG dann hinterher einfach so reingefahren (Mache ich am Vorgewende eh immer). Zur Ernte ist dann kaum noch ein Unterschied zu erkennen. Bzw. juckt mich das nicht sonderlich. Das Problem mit allem was man da bastelt um die Fahrgassen zu markieren, es bedeutet zusätzlichen Aufwand an Steuerung, Kontrolle und Überwachung und auf die Dauer nervt es mehr als es bringt, meine Meinung.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: nofear am 16. September 2015, 11:38:45
Wer nen gute GPS aufm Schlepper hat, der kann FG locker hinterher reinfahren.

Ohne ists doch schon schön. Gerade im Raps sind Vorauflaufmarkierer bei mir nach wie vor was feines. Hab ich heuer erst von der alten auf die neue Drille rübergeholt, deswegen.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Henrik am 16. September 2015, 11:54:16
ich hatte mir mal eine fahrgassen spritze gebaut um lichtschächte in den bestand zu spritzen , aber das projekt habe ich inzwischen auch wieder eingestanpft

Aus welchem Grund hast du das eingestampft? Ich hab das Problem, daß ich sowohl mit 2,5m als auch mit 3m säe, aktuell auch kein Problem, da ich mit 15m spritze. Überlegungen zu ner breiteren Spritze werden halt immer dadurch abgewürgt, daß die Fahrgassen erst wieder bei 30m passen würden. hab schonmal drüber nachgedacht, z.B. mit 21m ohne Fahrgassen zu arbeiten und diese dann bei der ersten Spritzung mit Glyfos hinter den Rädern reinzuspritzen. Ist das auch murks?

Saatgut spare ich bei der Dutzi eh nicht, da die keine Saatgutrückführung hat.

OT:

Man Ede du als Bastelkönig hier  ;D erstmal was spricht denn gegen 30m? Das zweite, habe mal Spritze gesehen der hatte erst 4m Drille und 28m dann zusätzlich noch 3m Drille, wollte auch mit Fahrgassen drillen. Äußeres Segment um 50 cm ca gekürzt, Scharnier und Hahn dran und konnte dann entweder 27 oder 28m Spritzen. Über den Aufwand brauchen wir glaube ich nicht zu reden was soein Umbau macht  ;) Soll auch nur als Bespiel dienen  :)
Selbst haben wir vor Jahren mal unsere alten Spritzen von 18 auf 20m erweitert, war auch kein großes Problem, würde dann ja auch mit 24 und 25m gehen

OT Ende

@ct

Das mit dem platfahren haben wir auch schon versucht, stimme Nofear zu, lass die Finger davon. In der Theorie mag es funktionieren, in der Praxis nicht.  :(
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Ede am 16. September 2015, 13:03:15
Man Ede du als Bastelkönig hier  ;D erstmal was spricht denn gegen 30m? Das zweite, habe mal Spritze gesehen der hatte erst 4m Drille und 28m dann zusätzlich noch 3m Drille, wollte auch mit Fahrgassen drillen. Äußeres Segment um 50 cm ca gekürzt, Scharnier und Hahn dran und konnte dann entweder 27 oder 28m Spritzen. Über den Aufwand brauchen wir glaube ich nicht zu reden was soein Umbau macht  ;) Soll auch nur als Bespiel dienen  :)
Selbst haben wir vor Jahren mal unsere alten Spritzen von 18 auf 20m erweitert, war auch kein großes Problem, würde dann ja auch mit 24 und 25m gehen

Gegen 30m mit entsprechend großem Spritztank spricht meine zu bearbeitende Fläche. Für mehr als 15m spricht die Tatsache, daß Güllefahren mit Schleppschuh- oder Schlitztechnik ab 2020 wohl eher vom Lohni gemacht werden wird und damit in dem Bereich mehr Arbeitsbreite zur Verfügung steht und meine Spritze über 20 Jahre alt ist und irgendwann mal Ersatz ansteht. Gebrauchte hier in der Region haben halt mittlerweile meistens mehr als 15m oder sind genauso alt wie meine  ;D
Kooperation war auch schonmal angedacht, aber da wär es das gleiche Problem gewesen, Dutzi passt nicht zu den Spritzenbreiten.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Todde am 16. September 2015, 16:09:54
Die Verfahren wird auch Mitte nächsten Jahres noch nicht durch sein..


Zitat
Wie läuft ein Wiederzulassungsverfahren ab?
Den Antrag auf Wiederzulassung für einen Wirkstoff reichen die Hersteller entsprechender Pflanzenschutzmittel (Antragsteller) bei der von der Europäischen Kommission zuvor benannten zuständigen nationalen Behörde (berichterstattender Mitgliedstaat) ein. Im Falle von Glyphosat ist dies Deutschland. Der Berichterstatter überprüft zunächst die Zulässigkeit des Antrags. Im nächsten Schritt führt der berichterstattende Mitgliedstaat eine unabhängige, objektive und transparente Bewertung des eingereichten Dossiers vor und erstellt einen Bericht (der sogenannte „Entwurf des Bewertungsberichts“). Diesen Bericht erhält die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) und leitet ihn an alle Mitgliedstaaten und den Antragsteller weiter. Er wird zudem auf der EFSA Website zur Einsicht und Kommentierung durch alle interessierten Parteien veröffentlicht. Die EFSA führt dann ein eigenes Evaluierungsverfahren durch. Gegebenenfalls wird die Kommission die EFSA beauftragen, eine detaillierte Risikobewertung durchzuführen, die auch eine Begutachtung durch Wissenschaftler aus den Mitgliedsstaaten einschließt. Auf Grundlage der Schlussfolgerungen der EFSA erstellt die Kommission einen Evaluierungsbericht und anschließend eine Verordnung, die dem Ständigen Ausschuss für die Lebensmittelkette und Tiergesundheit (SCFCAH) die Genehmigung oder Ablehnung der Wiederzulassung empfiehlt oder geänderte Bedingungen für die Wiederzulassung vorschlägt. Der SCFCAH Ausschuss setzt sich aus Vertretern der zuständigen Ministerien aller EU-Mitgliedstaaten zusammen. Zur Beschlussfassung ist die qualifizierte Mehrheit seiner Mitglieder erforderlich. Im Falle einer Ablehnung müssen alle Mitgliedsstaaten den Produkten, die den aktiven Wirkstoff enthalten, innerhalb einer festgelegten Frist die Zulassung entziehen.


http://www.glyphosat.de/faq
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: guest176 am 17. September 2015, 07:32:08
ich hatte mir mal eine fahrgassen spritze gebaut um lichtschächte in den bestand zu spritzen , aber das projekt habe ich inzwischen auch wieder eingestanpft

Aus welchem Grund hast du das eingestampft? Ich hab das Problem, daß ich sowohl mit 2,5m als auch mit 3m säe, aktuell auch kein Problem, da ich mit 15m spritze. Überlegungen zu ner breiteren Spritze werden halt immer dadurch abgewürgt, daß die Fahrgassen erst wieder bei 30m passen würden. hab schonmal drüber nachgedacht, z.B. mit 21m ohne Fahrgassen zu arbeiten und diese dann bei der ersten Spritzung mit Glyfos hinter den Rädern reinzuspritzen. Ist das auch murks?

Saatgut spare ich bei der Dutzi eh nicht, da die keine Saatgutrückführung hat.

Gruß
Ede

hallo ,
ich habe eine zweiprozentige glyphoslösung auf die hinterreifen des treckers gespritzt , wir haben keine lichtschächte angelegt weil wir immer diagonal zur spritzrichtung dedrillt haben .
im herbst hatte ich dann einmal außen herum eine glyphos fahrgasse angelegt , als referenzspur für das parallelfahrsystem und im fruhjahr habe ich das dann auf denm rest der schläge gemacht .
das sah schon sehr ungewöhnlich aus und auf eineigen ha ist eine düse abgefallen und ich habe sie am schlauch hinterher gezogen , das wurden dann sehr breite gassen  :o
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: ct am 27. Dezember 2015, 09:57:08
Wat neues vom JKI zu Glyphos:

JKI: Ohne Glyphosat geht’s nicht
http://www.topagrar.com/news/Acker-Agrarwetter-Ackernews-JKI-Ohne-Glyphosat-geht-s-nicht-2644181.html
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: jotesen am 27. Dezember 2015, 10:09:58
Wat neues vom JKI zu Glyphos:

JKI: Ohne Glyphosat geht’s nicht
http://www.topagrar.com/news/Acker-Agrarwetter-Ackernews-JKI-Ohne-Glyphosat-geht-s-nicht-2644181.html


Zitat
Quecke ist ohne Glyphosat kaum zu bekämpfen.
Quelle: http://www.topagrar.com/news/Acker-Agrarwetter-Ackernews-JKI-Ohne-Glyphosat-geht-s-nicht-2644181.html
Komisch, dass ich genügend Biobetriebe kenne, die das hinbekommen?!?!



Ich glaube eigentlich ist das ganz einfach zu lösen. Glyphosat nicht verbieten, dafür eine Pflanzenschutzsteuer von 400% einführen, damit würde jedes Mittel nunmal 5mal so teuer (Ich weiß, dass ist vereinfacht gerechnet), das wiederum würde dafür sorgen, dass Glyphosat und andere Mittel als Notfalllösung erhalten bleiben, aber eben nicht profilaktisch genutzt wird, weil es zu teuer ist.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: ct am 27. Dezember 2015, 10:12:09
Komisch, dass ich genügend Biobetriebe kenne, die das hinbekommen?!?!

Und wie geht das genau?
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: WilliW am 27. Dezember 2015, 10:20:27
Wer in Gunstlagen wirtschaftet, wo Steine kein Thema sind, ebenso wenig wie Wind- und Wassererosion, sowie Auswaschungsgefahr; der jederzeit eine Bodenbearbeitung durchführen kann, dessen Böden sich gut wenden lassen, der einen passenden Maschinenpark und genug Diesel im Tank hat, der kann auch behaupten, locker ohne Glyphos auszukommen.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: jotesen am 27. Dezember 2015, 10:23:14
Komisch, dass ich genügend Biobetriebe kenne, die das hinbekommen?!?!

Und wie geht das genau?

Richtige Bodenbearbeitung zur richtigen Zeit. ICh kenne einen Biobetrieb, die haben da große Probleme, das ist einfach ein Standort, bei dem Quecke sehr gut klar kommt. Wenn es zu schlimm wird, nehmen die eine Fläche aus der PRoduktion und fahren im trockenen Frühjahr ca. 3mal mit dem Kvik-up durch.

https://www.youtube.com/watch?v=8ClyyLlBSP4

http://www.kvikagro.com/de_ku_info.html (http://www.kvikagro.com/de_ku_info.html)

Danach säen die Ackerbohnen mit mindestens 300kg/ha ein. Die überwachsen sich total, bilden kaum Schoten und sammeln schön Stickstoff. Im Folgejahr kann dann sehr erfolgreich ein Weizen wachsen.


Das wäre eine Strategie, aber wie schon so oft gesagt, es muss einfach zum Standort passen. Ich habe hier verhältnismäßig wenig PRobleme damit, ich bekomme die Quecke eigentlich ganz gut in den Griff mit dem Grubbern im Spätsommer und Herbst. Wichtig ist halt, dass man solche unsinnige Maschinen wie Scheibeneggen vom Hof verbannt. In Sachen Unkrautregulieren sind die das schlimmste, was mir lange zu Gesicht kam. Sieht schön aus, kann aber nix. Scheibeneggen sind wirklich nur was für Leute, die genügen Spritzmittel haben oder die wollen, dass der Acker schnell schick aussieht, damit der Nachbar oder Verpächter denkt, man hätte alles im Griff, aber eigentlich ist das wie ein rostiges Auto ohne Behandlung überzulackieren. Sieht kurz schick aus, bringt aber noch mehr Probleme als es löst.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: jotesen am 27. Dezember 2015, 10:25:39
Wer in Gunstlagen wirtschaftet, wo Steine kein Thema sind, ebenso wenig wie Wind- und Wassererosion, sowie Auswaschungsgefahr; der jederzeit eine Bodenbearbeitung durchführen kann, dessen Böden sich gut wenden lassen, der einen passenden Maschinenpark und genug Diesel im Tank hat, der kann auch behaupten, locker ohne Glyphos auszukommen.

Du sitzt doch bei Lüneburg, da ungefähr sitzt der Betrieb, der es so macht, wie von mir beschrieben. Also müsstest du das auch behaupten können.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Stubbendiek am 27. Dezember 2015, 10:36:09
Komisch, dass ich genügend Biobetriebe kenne, die das hinbekommen?!?!

Und wie geht das genau?

Richtige Bodenbearbeitung zur richtigen Zeit. ICh kenne einen Biobetrieb, die haben da große Probleme, das ist einfach ein Standort, bei dem Quecke sehr gut klar kommt. Wenn es zu schlimm wird, nehmen die eine Fläche aus der PRoduktion und fahren im trockenen Frühjahr ca. 3mal mit dem Kvik-up durch.

https://www.youtube.com/watch?v=8ClyyLlBSP4

http://www.kvikagro.com/de_ku_info.html (http://www.kvikagro.com/de_ku_info.html)

Danach säen die Ackerbohnen mit mindestens 300kg/ha ein. Die überwachsen sich total, bilden kaum Schoten und sammeln schön Stickstoff. Im Folgejahr kann dann sehr erfolgreich ein Weizen wachsen.


Das wäre eine Strategie, aber wie schon so oft gesagt, es muss einfach zum Standort passen. Ich habe hier verhältnismäßig wenig PRobleme damit, ich bekomme die Quecke eigentlich ganz gut in den Griff mit dem Grubbern im Spätsommer und Herbst. Wichtig ist halt, dass man solche unsinnige Maschinen wie Scheibeneggen vom Hof verbannt. In Sachen Unkrautregulieren sind die das schlimmste, was mir lange zu Gesicht kam. Sieht schön aus, kann aber nix. Scheibeneggen sind wirklich nur was für Leute, die genügen Spritzmittel haben oder die wollen, dass der Acker schnell schick aussieht, damit der Nachbar oder Verpächter denkt, man hätte alles im Griff, aber eigentlich ist das wie ein rostiges Auto ohne Behandlung überzulackieren. Sieht kurz schick aus, bringt aber noch mehr Probleme als es löst.

Oooh, wenn Kosten egal sind, würde ich einen Steinroder von Grimme nehmen und den Acker durchsieben und die Quecken abfahren.
LU nehmen da ca 5-800 €/ha für, das solte einem doch der Glyphosatverzicht wert sein. Die lächerlichen hunderte Liter Diesel sind in der Umwelt besser aufgehoben.
Sicherlich wird das Mittel zu viel eingesetzt wegen des niedrigen Preises.
Aber deswegen nach staatlichen Eingriffen schreien..........?

Georg würde sagen: Na da hat der alte Klausing doch Recht gehabt, das er gegen Pflugverzicht gewettert hat..........

Gruß Sd
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: ANDERSgesehn am 27. Dezember 2015, 10:49:14

Und wie geht das genau?


quecke ist überschußanzeiger von kalium,
so laut theorie schulbuchwissen. wenn man
eine blattanalyse einschickt, wird diese auch
das bestättigen. jetzt das aber.
quecke hat das phänomen mit ihren wurzeln
und dessen säfte schwer zugängliches calzium
zu lösen und das ist der eigentlich biologische
sinn von der aufgabe der quecke (und nicht
kalium zu binden).
also böden die mit kalk unterversorgt sind wieder
mit kalk/calzium zu versorgen, weil sie leer davon
sind.
da hier einige user sind, die das buch von kinsey
gelesen haben, können sie sicher mehr dazu
erzählen, stichwort richtiges verhältniss kationenaustauschkapazität.
wenn der boden wieder in ordnung ist, verschwindet
sie wieder von alleine.

also, richtiges/ordentliches maß an kalk hilft.
laut opa´s erzählungen hilft auch gaswasser.

Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Stubbendiek am 27. Dezember 2015, 10:56:53
Das erkläre mal genauer.

Wiki hat nur folgendes gefunden:

Hauptprodukt und Unternehmenszweck war Gas. Aus einer Tonne Gaskohle wurden 300 bis 350 Kubikmeter Gas gewonnen. Außerdem entstanden bei der trockenen Destillation pro Tonne Kohle etwa 650 Kilogramm Koks, 40 Kilogramm Teer, 60 Kilogramm „Gaswasser“ mit einem Gehalt von etwa zwei bis drei Kilogramm Ammoniak, 1,2 Kilogramm Benzol-Toluol-Gemisch und Schwefel sowie Schwefelverbindungen.

Gesund hört sich das nicht an.....

Gruß SD

einer meiner Lehrchefs sage früher : verqueckte Äcker kannst ruhig pachten, die sind in Ordnung. Er bezog das aber mehr auf Quecke als N Anzeiger.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: guest176 am 27. Dezember 2015, 16:08:16
Wat neues vom JKI zu Glyphos:

JKI: Ohne Glyphosat geht’s nicht
http://www.topagrar.com/news/Acker-Agrarwetter-Ackernews-JKI-Ohne-Glyphosat-geht-s-nicht-2644181.html


Zitat
Quecke ist ohne Glyphosat kaum zu bekämpfen.
Quelle: http://www.topagrar.com/news/Acker-Agrarwetter-Ackernews-JKI-Ohne-Glyphosat-geht-s-nicht-2644181.html
Komisch, dass ich genügend Biobetriebe kenne, die das hinbekommen?!?!



Ich glaube eigentlich ist das ganz einfach zu lösen. Glyphosat nicht verbieten, dafür eine Pflanzenschutzsteuer von 400% einführen, damit würde jedes Mittel nunmal 5mal so teuer (Ich weiß, dass ist vereinfacht gerechnet), das wiederum würde dafür sorgen, dass Glyphosat und andere Mittel als Notfalllösung erhalten bleiben, aber eben nicht profilaktisch genutzt wird, weil es zu teuer ist.
kein schlechter gedanke , wenn wir im im gegenzug die mineralölsteuer um 400% erhöhen und die steuervergünstigung für die landwirtschaft streichen , dann bin ich ganz bei dir 
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: NobbyNobbs am 27. Dezember 2015, 16:50:45

Ich glaube eigentlich ist das ganz einfach zu lösen. Glyphosat nicht verbieten, dafür eine Pflanzenschutzsteuer von 400% einführen, damit würde jedes Mittel nunmal 5mal so teuer (Ich weiß, dass ist vereinfacht gerechnet), das wiederum würde dafür sorgen, dass Glyphosat und andere Mittel als Notfalllösung erhalten bleiben, aber eben nicht profilaktisch genutzt wird, weil es zu teuer ist.
kein schlechter gedanke , wenn wir im im gegenzug die mineralölsteuer um 400% erhöhen und die steuervergünstigung für die landwirtschaft streichen , dann bin ich ganz bei dir

Ne das kann man jetzt auch nicht machen, denn das würde den Ruin der intensiv-mulchenden, pflügenden und erst recht der Biobetriebe bedeuten. 80 oder 100 l/ha und Jahr mehr Diesel bei 400 %iger Versteuerung wäre ja dann unfair.  :stupid: :ironie:
Stattdessen würde ich- wegen der nachgewiesen Gefährlichkeit der Dieselabgase in Kombination mit deren hohen Mobilität- eher auf 800 % erhöhen.  :crazy: :boing:
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Stubbendiek am 27. Dezember 2015, 16:55:16
Man vergesse nicht das Flugbenzin.
Dieses Weekendhopping mal eben nach Timbuktu tut echt nicht not.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: W4-tler am 04. Februar 2016, 21:38:31
Ach was Ihr immer so auf den armen Pflug losgeht. :box:

 Ich pflüge mit einem 5 Scharbeetpflug und brauche dabei höchstens 8 lt pro ha. Danach kommt die Egge mit Krümelwalze drüber damits etwas ebener wird - also eine überfahrt für die ich vielleicht eine halbe Stunde brauche, somit am ha vielleicht nochmla 5 lt Diesel verbraucht.

Danach ist das Feld fertig für Kurzkombi mit Sähmaschine. :huepf:

Da brauch ich nicht lange nachdenken ob ich auf den Pflug verzichten will oder nicht ... Mit dem Grubber brauch ich jedenfalls wesentlich mehr Diesel und hab höheren Verschleiß.

Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Gast 225 am 04. Februar 2016, 21:46:56
Ach was Ihr immer so auf den armen Pflug losgeht. :box:

 Ich pflüge mit einem 5 Scharbeetpflug und brauche dabei höchstens 8 lt pro ha.

Du solltest dir eine größere Getränkebox besorgen . ;D
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Schorsch am 05. Februar 2016, 05:56:28
Ach was Ihr immer so auf den armen Pflug losgeht. :box:

 Ich pflüge mit einem 5 Scharbeetpflug und brauche dabei höchstens 8 lt pro ha.

Bei mir hier wird beim Pflügen etwa 3-mal soviel verbrannt oder mehr. Und was noch verbrannt wird: organische Substanz.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Mulchsaat am 05. Februar 2016, 13:52:56
Ach was Ihr immer so auf den armen Pflug losgeht. :box:

 Ich pflüge mit einem 5 Scharbeetpflug und brauche dabei höchstens 8 lt pro ha. Danach kommt die Egge mit Krümelwalze drüber damits etwas ebener wird - also eine überfahrt für die ich vielleicht eine halbe Stunde brauche, somit am ha vielleicht nochmla 5 lt Diesel verbraucht.

Bei 10cm Arbeitstiefe vielleicht und ohne Packer...
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Heico am 05. Februar 2016, 14:56:53

Ich glaube eigentlich ist das ganz einfach zu lösen. Glyphosat nicht verbieten, dafür eine Pflanzenschutzsteuer von 400% einführen, damit würde jedes Mittel nunmal 5mal so teuer (Ich weiß, dass ist vereinfacht gerechnet), das wiederum würde dafür sorgen, dass Glyphosat und andere Mittel als Notfalllösung erhalten bleiben, aber eben nicht profilaktisch genutzt wird, weil es zu teuer ist.
kein schlechter gedanke , wenn wir im im gegenzug die mineralölsteuer um 400% erhöhen und die steuervergünstigung für die landwirtschaft streichen , dann bin ich ganz bei dir

Ne das kann man jetzt auch nicht machen, denn das würde den Ruin der intensiv-mulchenden, pflügenden und erst recht der Biobetriebe bedeuten. 80 oder 100 l/ha und Jahr mehr Diesel bei 400 %iger Versteuerung wäre ja dann unfair.  :stupid: :ironie:
Stattdessen würde ich- wegen der nachgewiesen Gefährlichkeit der Dieselabgase in Kombination mit deren hohen Mobilität- eher auf 800 % erhöhen.  :crazy: :boing:

Bin einverstanden. Wir nehmen dann die gesamte Produktionskette. PS Herstellung und Dünger Herstellung gehören dazu.
Schlag ein. :)
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: NobbyNobbs am 05. Februar 2016, 15:09:47


Bin einverstanden. Wir nehmen dann die gesamte Produktionskette. PS Herstellung und Dünger Herstellung gehören dazu.
Schlag ein. :)

...und beziehen es dann gleich noch mal auf die erzeugte Ware je Flächeneinheit.  ;) Dabei nehmen wir aber nicht den Hokuspokus-Wert von 65% des Ertragsvermögens konventioneller Betriebe, sondern einen realistischen Wert (~40%). Wenn man sich manchmal so umschaut, wird einem klar, dass es häufig noch sehr sehr viel weniger ist.
Was den Erdölverbrauch der Pflanzenschutzmittelherstellung an geht, weiß ich nichts Genaueres. Kann die Welt nicht sein?! Dünger wird inzwischen hauptsächlich durch die Nutzung von Gas gewonnen, das weißt du? Ich glaube irgendwie 0,5-0,7 kg/kg N sind da nötig.

Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: farming.ch am 05. Februar 2016, 15:47:39
Den Transport des N nicht vergessen- einmal las ich eine Zahl von ca. 2 l Erdöl pro kg N bis der N in der Pflanze ist. Hat auch damit zu tun, dass bei weitem nicht aller N wachstumswirksam wird....

Zum Ertrag- das ist eine Schwachstelle im Biolandbau, allerdings vor allem bei Getreide und Kartoffeln. Z.B. bei Mais, Erbsen, Bohnen und Soya ist der Bio-Ertrag nur wenig tiefer als konventionell.

LG Christian
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Heico am 05. Februar 2016, 16:35:27
...... sondern einen realistischen Wert (~40%). Wenn man sich manchmal so umschaut, wird einem klar, dass es häufig noch sehr sehr viel weniger ist.
........... das weißt du? Ich glaube irgendwie 0,5-0,7 kg/kg N sind da nötig.

Ja das weiß ich und du weißt wieviel wir genau ernten.  :)
und wusstest du auch dass die Biodiversität wieder in die Betriebe zurückkehren soll.
Dazu werden dann "Unkräuter" (Wildblumen) wieder in die Blühstreifen eingesät.
Die haben wir Bios unten im Getreidebestand und werden mitgeerntet, gereinigt und dann für Wildblumenmischungen für gutes Geld verkauft.  ;D
Hattest du in der Studie vom IVA nicht gesehen, dass zB bei Zuckerrüben der Ertragsunterschied nur 21% waren?
Das hätte die Studie am liebsten ganz weggelassen und wurde in vielen Zitaten gar nicht erwähnt.
Wozu mag wohl diese Studie in Auftrag gegeben worden sein? Denn die IVA hat doch mit dem Thema ausser Stimmungsmache nix zu tun!?
Was nun Hokuspokus ist, das bestimmen Andere, weder ich noch du.  ;)
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: NobbyNobbs am 05. Februar 2016, 16:46:18
...... sondern einen realistischen Wert (~40%). Wenn man sich manchmal so umschaut, wird einem klar, dass es häufig noch sehr sehr viel weniger ist.
........... das weißt du? Ich glaube irgendwie 0,5-0,7 kg/kg N sind da nötig.

Ja das weiß ich und du weißt wieviel wir genau ernten.  :)
und wusstest du auch dass die Biodiversität wieder in die Betriebe zurückkehren soll.
Dazu werden dann "Unkräuter" (Wildblumen) wieder in die Blühstreifen eingesät.
Die haben wir Bios unten im Getreidebestand und werden mitgeerntet, gereinigt und dann für Wildblumenmischungen für gutes Geld verkauft.  ;D
Hattest du in der Studie vom IVA nicht gesehen, dass zB bei Zuckerrüben der Ertragsunterschied nur 21% waren?
Das hätte die Studie am liebsten ganz weggelassen und wurde in vielen Zitaten gar nicht erwähnt.
Wozu mag wohl diese Studie in Auftrag gegeben worden sein? Denn die IVA hat doch mit dem Thema ausser Stimmungsmache nix zu tun!?
Was nun Hokuspokus ist, das bestimmen Andere, weder ich noch du.  ;)

Generell wird der Ertragsunterschied geringer sein, je geringer der N-Bedarf der Kulturen ist. Die Rübe hat z.B. einen vergleichsweise geringen N-Düngebedarf. Bei Legus ist es noch viel besser.
Was bleibt ist ein viel viel höheres Risiko. Epidemien z.B. sind chemisch nicht zu kontrollieren. Die Schere kann also tendenziell noch weiter auseinander klaffen.
Mir ist das recht egal wie viel geerntet wird. Ich muss hier meinen Kram nach vorne bringen.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: jotesen am 05. Februar 2016, 18:20:36
Den Transport des N nicht vergessen- einmal las ich eine Zahl von ca. 2 l Erdöl pro kg N bis der N in der Pflanze ist. Hat auch damit zu tun, dass bei weitem nicht aller N wachstumswirksam wird....

Zum Ertrag- das ist eine Schwachstelle im Biolandbau, allerdings vor allem bei Getreide und Kartoffeln. Z.B. bei Mais, Erbsen, Bohnen und Soya ist der Bio-Ertrag nur wenig tiefer als konventionell.

LG Christian
Kartoffelerträge liegen aber auch besser als 65%.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: BNT am 05. Februar 2016, 19:17:51
Rüben und Kartoffeln profitieren von der guten Bodenstruktur. Wenn man N-Dünger zb in Leuna kauft, sind die Transportwege eher überschaubar.

Ich find's sinnvoll, sich immer an der knappsten Ressource zu orientieren und das ist der Boden. Energie ist unbegrenzt verfügbar. Zumindest ja lange die Sonne scheint. Als Landwirte wissen wir ja, was man alles aus Sonnenlicht machen kann. ;)
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: ANDERSgesehn am 05. Februar 2016, 19:28:20
Ach was Ihr immer so auf den armen Pflug losgeht. :box:

 Ich pflüge mit einem 5 Scharbeetpflug und brauche dabei höchstens 8 lt pro ha.

Bei mir hier wird beim Pflügen etwa 3-mal soviel verbrannt oder mehr. Und was noch verbrannt wird: organische Substanz.

ich bin zwar nicht w(ald/ein)viertler aber wenn
er "noch" einen beetpflug hat, dann ist dieser
dieselverbrauch auch kein prob. mein vater pflügte
mit 45ps und 5-schar mit diesen verbrauchswerten.

pflug verteufeln, ahaa ... auch ein ewiges, räutigen
hund durchs dorf treiben, der vertreter der tiefgrubberer ...

ah bissal mehr grau bitte zw schwarz und weiß.




Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: fons am 05. Februar 2016, 22:56:18
Ach was Ihr immer so auf den armen Pflug losgeht. :box:

 Ich pflüge mit einem 5 Scharbeetpflug und brauche dabei höchstens 8 lt pro ha. Danach kommt die Egge mit Krümelwalze drüber damits etwas ebener wird - also eine überfahrt für die ich vielleicht eine halbe Stunde brauche, somit am ha vielleicht nochmla 5 lt Diesel verbraucht.

Danach ist das Feld fertig für Kurzkombi mit Sähmaschine. :huepf:

Da brauch ich nicht lange nachdenken ob ich auf den Pflug verzichten will oder nicht ... Mit dem Grubber brauch ich jedenfalls wesentlich mehr Diesel und hab höheren Verschleiß.
Hm 8 Ltr.pro ha wenn du in 1 Std.  das machst ok aber nicht mit 8 Ltr. egal welche Farbe der Traktor hat und welchen Boden du hast !
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: nofear am 06. Februar 2016, 00:14:06
Ohne jetzt alles gelesen zu haben:
Man muss auch mal festhalten, dass es die meisten Betriebe (incl. meinem) heutzutage mit vorhandener Man- und Maschinenpower nicht mehr schaffen würden alles zu pflügen.

Dieselverbrauch hin oder her.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: jotesen am 06. Februar 2016, 08:49:49
Ohne jetzt alles gelesen zu haben:
Man muss auch mal festhalten, dass es die meisten Betriebe (incl. meinem) heutzutage mit vorhandener Man- und Maschinenpower nicht mehr schaffen würden alles zu pflügen.

Dieselverbrauch hin oder her.
Was ja nun wirklich kein Argument für Glyphosat ist...
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Schorsch am 06. Februar 2016, 09:02:18
ich bin zwar nicht w(ald/ein)viertler aber wenn
er "noch" einen beetpflug hat, dann ist dieser
dieselverbrauch auch kein prob. mein vater pflügte
mit 45ps und 5-schar mit diesen verbrauchswerten.

Ihr habts halt einen ganz anderen Boden. Der 5-Schar-Hydrein war bei uns in der Ebene mit 110 PS einigermaßen zu bewegen. Am Hang auf der letzten Rille, und das nur unter guten Bedingungen. Und dann zur mehrstufigen Saatbettbereitung für eine Herbstaussaat nochmal genausoviel Energieaufwand.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: guest10686 am 06. Februar 2016, 17:43:24
Jetzt laufen hier seit ein paar Tagen 2 Threads zum Thema Glyphosat.
Ich finde das sehr bedenklich wenn das Thema unter uns Landwirten so hochgekocht wird.
Ich erlebe das hier vor Ort leider auch. Die Landwirte der "alten Garde" aus den 70er / 80er die immer noch 08/15 Ackerbau machen und sich nicht in neue (umweltverträgliche) Anbaumethoden hineindenken wollen oder können, sind meistens diejenigen die das in der Bevölkerung breit treten, nach dem Motto "Guck dir den an, der spritzt schon wieder alles tot, der schadet unsrem Image..." :police:

Und da das hier ja auch ein mehr oder weniger öffentliches Forum ist, lesen vielleicht auch Leute mit, die nur weiter auf der Suche nach Futter sind um uns den Wirkstoff zu nehmen.

 :stop:
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: NobbyNobbs am 12. Februar 2016, 12:06:23
http://www.stallbesuch.de/bfr-studie-bestaetigt-kein-glyphosat-in-muttermilch-nachweisbar/

Mal wieder ein paar gute Nachrichten aus dem Hause Glyphosat.

http://www.topagrar.com/news/Home-top-News-Glyphosat-Wiederzulassung-steht-im-Maerz-bevor-2742611.html

Was würde ich das feiern. Nicht nur wegen des Erhalts des Wirkstoffs, sondern einfach als politisches Ausrufezeichen gegen diese grüne Mafia.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: angusy am 12. Februar 2016, 12:10:07
Hast Du den Artikel zum Thema im letzten Hessenbauer gelesen?
 :(
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: NobbyNobbs am 12. Februar 2016, 12:14:19
Hast Du den Artikel zum Thema im letzten Hessenbauer gelesen?
 :(

Dieses Rotzblatt lese ich nur wegen der Anzeigen, manchmal der Landessortenversuche und hier nach dem noch zum Abgleich der Marktpreise. Inhaltlich ist es ansonsten so schlecht und uninteressant, dass ich damit nicht meine Zeit verschwende.
Den Ofen mache ich aber regelmäßig damit an.

Also nein, was stand drin? Muss ich es lesen? Noch ist er von gestern nicht im Müll gelandet.  ;D
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: angusy am 12. Februar 2016, 12:18:08
Hab's nur überflogen. War aber eine ziemlich negative Äußerung zu Glyphosat im Bezug auf Behandlung von Zwischenfrüchten etc. vor der Frühjahrsbestellung.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: NobbyNobbs am 12. Februar 2016, 12:34:45
Hab's nur überflogen. War aber eine ziemlich negative Äußerung zu Glyphosat im Bezug auf Behandlung von Zwischenfrüchten etc. vor der Frühjahrsbestellung.

Tjoar hier, keiner von uns wollte Greening. Die bestehenden Probleme:

- der Virus-, Pilz- und Unkrautverbreitung durch die Greening-Zwischenfrüchte

- oder der Bodenmisshandlung durch Schwarzbrache

- oder der Langzeitversauung durch den Sameneintrag der Blumenwiesen

.. werden noch ganz andere Probleme verursachen.

Bei mir findet ein Umdenken statt. Ich kann unter diesen Bedingungen keine Zwischenfrüchte anbauen. Ich muss die Möglichkeit haben, diese chemisch gegen Gräser und Kreuzblüter zu behandeln wenn es erforderlich ist. Ich muss sie düngen und säen+"ernten" dürfen wann ich will. Wenn ich mich grade in der Gegend umschaue, was das eine fatale Entwicklung ist. Da steht der bestockte Weizen als Krankheits- und Virenschleuder im Feld, dazwischen überall Hirtentäschel, Hellerkraut, Rauken oder Raps... wo soll das hinführen?

Meine Zwischenfrüchte werden in Zukunft wieder ausschließlich nach guter fachlicher Praxis bestellt. Das sorgt für tolle Bestände und einen nachhaltigen Umgang. Alles andere trägt nur zu einem bei: Der Vernichtung des eigenen Bodens sowie steigender Krankheitsbelastung im gesamten Gebiet. Dieser Scheiß gehört verboten, zum Schutze aller.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: NobbyNobbs am 12. Februar 2016, 12:39:12
Die Folge ist, dass ich dann eben knappe 7,5 % Leguminosen mehr anbauen muss. Aber das ist mir egal, denn unter den aktuellen Rahmenbedingungen scheint mir das wirklich die einzig nachhaltige Möglichkeit, mit diesem Greening umzugehen.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: sten am 12. Februar 2016, 13:01:07
Hallo Nobby,
ich freue mich immer, wenn andere auch meiner Meinung sind. Einzig die Pufferstreifen entlang von Gräben etc erscheinen mit noch einigermassen sinnvoll. Aber wenn man selber für die Instandhaltung der Gräben zuständig ist, denkt man da auch ein wenig kritischer drüber.

Die Zwischenfruchtvorgaben sind insbesondere in einer Rüben/Raps Fruchtfolge aus meiner Meinung nicht sinnvoll umsetzbar. Wobei ich dieses Jahr auch einige Bestände von Zwischenfrüchten draussen sehe, die wirklich gut aussehen.
Carsten
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: NobbyNobbs am 12. Februar 2016, 13:47:40




Pufferstreifen sind ja sogar manchmal noch irgendwo sinnvoll. Da kann ich mich echt mit anfreunden.
Das Problem an den ZF ist ja, dass sogar die mächtigen Bestände (insofern man davon bei Greening-ZF sprechen konnte) jetzt so einen Dreck hinterlassen. Die Schlussfolgerung daraus ist für mich ganz klar: Man schafft es Dank der Restriktionen nicht, einen Bestand hinzustellen, der all diese Probleme nicht erzeugt. Wenn ich das Zeugs so säen, spritzen und ummachen kann wie ich will, ist das was ganz anderes. Und ich kann mir kaum vorstellen, dass es anderorts besser aussieht. Bzw. bei Charlie, Olli und Co. + dem ganzen Rest hier weiß ich, dass es nicht so ist.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: charlie am 12. Februar 2016, 16:57:32
Hab's nur überflogen. War aber eine ziemlich negative Äußerung zu Glyphosat im Bezug auf Behandlung von Zwischenfrüchten etc. vor der Frühjahrsbestellung.

Ist ja auch vom Scheid vom DLR Rheinhessen geschrieben. Der ist sowieso weniger der Glyphosatfreund. Aber von Amtswegen muss er sich wohl auch so äußern.
Aber wie der auf Kosten von 40-50€ für ne Glyphosanwendung kommt und die mechanische Bearbeitung als kostengünstiger darstellt, entzieht sich vollkommen meiner Logik.

Noch schlimmer ist der Bericht der direkt darauf folgt. Zwar schreibt das JKI, resistente Unkräuter sind ohne Glyphosat kaum zu packen, aber was die sonst dort zum Thema Glyphos oder mechanische Bearbeitung zusammenschwurbeln (vor allem den häufigeren Pflugeinsatz und 2-3 malige Bodenbearbeitungsgänge), da sträuben sich einem die Haare...  :hair:
Aber wenigstens weisen sie auf das Thema Erosion hin.  :crazy:

@Nobby
Deine Argumentation gehe ich auf jeden Fall mit. Und dann noch das ganze ZF-Spiel mit unterernährten Komponenten, Ausfallgetreide usw und dieser festen Terminierung engen das extrem ein.
Es macht mir wirklich nur einen Alibi-Eindruck, und großteils verschlimmbessern solche Kulturen nur die sowieso schon hausgemachten Probleme.
Meine Zwischenfrüchte sind in diesem Jahr zwar nicht so prall (die bekannten und schon mehrfach berichteten Probleme), doch im Vergleich noch recht zufriedenstellend... aber was hier noch so als "Grenning-Zwischenfrucht" steht, ist zum Teil wirklich erschreckend.
Fotos von fremden Flächen mach ich da mal lieber nicht...

Nächstes Jahr werden wir als Demo, wohl genau das gegenüberstellen: Greening-ZF und Premium-ZF ala Nobby ;D

Achso, noch am Rande... Ich kriege Anfang März wahrscheinlich mal so ne Kelly Kettenscheibenegge zum probieren auf ZF. Leider ist die EasyDrill zum Direktdrillenimmer noch nicht bestätigt :wall:


Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: NobbyNobbs am 12. Februar 2016, 17:15:32

Nächstes Jahr werden wir als Demo, wohl genau das gegenüberstellen: Greening-ZF und Premium-ZF ala Nobby ;D


Ich werde

a) keine Greening-ZF mehr machen (zum Glück hatte ich nur irgendwo ein paar ha)
b) genau schauen, welche Komponenten ich ggfl. einsetzen muss, um
----> ein Gräsermittel einsetzen zu können
----> ein Clomazone oder andere brassicapotente Mittel einsetzen zu können
----> ein Basagran oder irgendwas anderes Rapswirksames einsetzen zu können

Ich war eben wieder draußen um habe mir mal 6 ha dieser Greening-ZF von mir angeschaut. Eigentlich hätte ich die als gelungen bezeichnet, viel besser wird das unter den Vorzeichen (keine Düngung...) nicht klappen. 2 von den 6 ha sind, warum auch immer, voll mit Ausfallgetreide. Jetzt, nachdem die ZF runter gefroren ist, kommt das so richtig schön zum Vorschein. Eine wuuunderbare Viren- und Pilzschleuder und nebenbei auch noch bestes Schnecken- und Mäusefutter. :rolleyes: Die anderen 4 ha sind getreidetechnisch sauberer, aber da haben teilweise richtig schöne Hirtentäschelnester ausgesamt. SOWAS PASSIERT MIR NICHT MEHR.

Für mich steht das Motto: Die Zwischenfrucht wird geführt wie die Hauptfrucht.
- Es werden keine Gräser und keine Kreuzblütler, oder andere Unkräuter die Aussamen, toleriert.
- Ich will den größtmöglichen Nutzen, daher: Früh säen und andüngen
- Ich will drauf und rummachen oder es auch bleiben lassen wie ich das möchte
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: NobbyNobbs am 12. Februar 2016, 17:22:19
Zur Not wird eben ein Gemenge aus Soblu, Erbsen und Bohnen ausgesät. Da kann ich mit Bandur + Gräsermittel die Kohlhernievermehrer und das Ausfallgetreide bändigen.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: charlie am 12. Februar 2016, 17:28:09
@Nobby

Ich stell mir das inzwischen genauso vor.
Bandur ist natürlich Kostentechnisch ne Hausnummer

Evtl. sehe ich Ackerbohnen in Reinsaat als eine Alternative, die Herbizidgeschichte wäre hier auch zulassungsmäßig abgedeckt. Die lassen sich ganz gut mit ner Walze beherrschen, über Bodengare und Nährstoffaufschluß brauchen wir nicht reden. Einzig weitere grobkörnige Legus in der FF wären schwierig.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: NobbyNobbs am 12. Februar 2016, 17:30:51
Wenn diese Greening-Auflagen langfristig so weiter gehandhabt werden, prophezeie ich, dass in ein paar Jahren massivste Probleme im Ackerbau auftreten werden. Da sind mit die 60 Euro/ha Bandur (wir müssen ja bei so einer massiven ZF-Mischung keine 4 l spritzen, da tun's auch 1500-1800 g/ha Aclonifen) echt egal. Zumal wir bis auf ein paar kostengünstige kg/ha Soblu alles selbst erzeugen und nachbauen können, daher diese 60 Euro Saatgutkosten für die Mischung entfallen nahezu komplett.
Schau doch mal wo das hinführt. Das Ausmaß wird grade erst erkennbar. Stell dir mal vor, wir wirtschaften 20 Jahre so, da ist nicht nur die Kohlhernie auf einmal ein riesen Thema.
Und wieder könnte ich den Grünen auf die...
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: NobbyNobbs am 12. Februar 2016, 17:40:22
Einzig weitere grobkörnige Legus in der FF wären schwierig.

Deswegen würde ich gerne die Priorität in Richtung SoBlu + x legen. Sonnenblumen machen hier bei mir auch gut Meter. Die kann ich scheinbar ganz gut. Waren die letzten beiden Herbste immer 2 m hoch und voll in der Blüte. Aber so einfach ist es nicht, da eine geeignete zweite Komponente zu finden, die den Ansprüchen (gesetzlich, ackerbaulich, pflanzenbaulich) entspricht. Für's Phacelia findest' wahrscheinlich kein Brassica-Herbizid...
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Heico am 12. Februar 2016, 17:42:35
Was ich hier so lese haut dem Faß den Boden raus.  ;) Keiner will sich damit beschäftigen, wie die Menge an Pflanzenschutz mal gesenkt werden soll. Es soll immer so weitergehen. Dabei haben wir mit über 40.000 t Pflanzenschutz in D einen sehr hohen Stand erreicht, der in anderen Ländern Seinesgleichen sucht. Jetzt wollen manche Bauern auch noch die Zwischenfrüchte, die gerade das Bild entzerren sollten, chemisch behandeln.
Die Unkräuter, die schon fast ausgestorben sind werden per Blühstreifen wieder in die Felder gebracht.  ;D
Sie sind so wertvoll geworden, dass man sie in reiner Form kaufen kann. Kosten zwischen 70 und 300 €/kg (wer lieber in t rechnet: 70.000 bis 300.000 €/t)

Irgendjemand muss doch mal innovativ mit dem Thema umgehen können, sonst werden Andere bestimmen, wie es weitergeht. Wer nicht mit der Zeit geht, der geht mit der Zeit. :)
Glyphosat kann oftmals eingespart werden. Zur Abreife von Getreide ist es nicht nötig. Unsere Sorten sind weit genug durchgezüchtet. Da wartet man 3 Tage länger und alles ist reif. Genau bei der Anwendung zur Reifebeschleunigung gibt es ein Phänomen, dass nach der Behandlung so schnell die Reife erreicht ist, dass Viele die Wartezeit nicht abwarten können. Auf Wegen und Plätzen kann auf andere Verfahren umgestellt werden. Als Reparaturkolonne des falschen Ackerbaues wird es der Pflanzenschutz schwer haben überhaupt noch Akzeptanz in der Gesellschaft zu finden. Ich stelle meine Schätzung mal in den Raum. Es wäre möglich auf 90% des Glyphosateinsatzes zu verzichten! Und wenn man so einen Vorschlag als große Anstrengung gegenüber der Gesellschaft einbringen könnte, dann würde es wahrscheinlich sogar ein positives Echo geben.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: NobbyNobbs am 12. Februar 2016, 17:52:50
Durch den Rapsanbau stellt sich die Sache leider nicht so einfach dar, wie du dir das jetzt denkst. Wer keinen hat kann das deutlich entspannter sehen. Es werden/wurden in weiten Teilen Deutschlands seit Jahrzehnten rapsverwandte Arten selektiert, da sie durch die Anbaubedingungen ideale Voraussetzungen finden. Wenn man jetzt zu ähnlichen Saatzeiten im August die ZF bestellt, ggfl. aber den mitauflaufenden Durchwuchsraps oder kreuzblütige Unkräuter nicht behandeln darf, dann ist das Ziel verfehlt. Die meisten von uns halten strickte Anbaupausen von 3, eher 4 oder 5 Jahren im Rapsanbau ein, um dieser ganzen Problematik der Unkräuter und Krankheiten (insbesondere der Kohlhernie) irgendwie entgegen zu wirken. Das funktioniert auch. Ein guter Ackerbauer kann dann jedoch nicht tatenlos zusehen, wie durch diese beschissenen ZF-Auflagen alles über den Haufen geworfen wird. Das bedroht teilweise ernsthaft den Rapsanbau. Ganz davon abgesehen, dass wir uns mit diesen Ausfallgetreidebergen auch keinen Gefallen tun (Viren, Pilze).
Also hier ist auch mal wieder die nachhaltige Variante der Pflanzenschutz, so doof es grade für dich als Bio klingen mag. Denn Ziel muss es sein, das Ausgangspotenzial so gering wie möglich zu halten. Das lässt auf Dauer die geringsten Dosen und den geringsten Einsatz (z.B. von Pflanzenschutzmitteln) zu. Glaube es mir, ich habe mich damit für Projekte und meine Abschlussarbeit lange lange befasst. Was die Unkrautbekämpfung angeht, ist der alleralleraller wichtigste Parameter, möglichst keinen Sameneintrag zuzulassen. Grade im Falle des Hirtentäschels auf dem besagten 4 ha-Schlag habe ich damit für die nächsten 50 Jahre gesät und werde jede Menge Unkrautbekämpfungen in diese Richtung vornehmen müssen. Darunter fällt vor allem der Einsatz von Clomazone im Raps mit all seinen negativen Begleiterscheinungen. Hätte ich dort einmal behandeln dürfen, stünde in 20 Jahren definitiv ein geringerer Pflanzenschutzmittelaufwand zu Buche als es nun der Fall sein wird. War es jetzt nachhaltig die Zwischenfrucht nicht behandeln zu dürfen?
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: dirkk am 12. Februar 2016, 18:49:53
Zitat
Glyphosat kann oftmals eingespart werden. Zur Abreife von Getreide ist es nicht nötig.
Darüber gibt es meiner Meinung an sich nichts zu diskutieren .

Jetzt nach dem ersten Winter mit Greening - Zwischenfrüchten , das sehe ich hier selbst in der Region , wird viel Lehrgeld gezahlt :
Unter Umständen wurden Virusvektoren über den Winter gebracht ( hier waren aber 13Grad minus , die Winter werden aber eher milder ! )  und sollten die Ausfallgetreidebestände nicht vollständig bis zum Beginn des neuen Läusefluges beseitigt werden , wie auch immer , dann ist grossflächig eine Virusquelle da .  Ein weiteres Problem  , zumindest in der hier trockeneren Gegend sehr grosses Übel , sind die hohe Anzahl Mäuse , die mit der "schmutzigen" Zwischenfrucht über den Winter gefüttert werden . Da wird entweder eine rechtzeitige Abtötung ( ist zeitlich sehr knapp )  vonnöten sein oder mehrfache , mitteltiefe und intensive Bodenbearbeitung nötig sein - Stichwort Erosion . Es gibt öfters hier Flächen mit großen Mäusekreisen im Mais zu sehen , wie man sie auch im Raps kennt  !

Auch hier sehen jetzt nach dem Abfrieren nur die Zwischenfrüchte ( im fachlichen Sinne ) gut aus , die wirklich als Zwischenfrucht und nicht als Greening geführt wurden . Greening sieht hier meistens so aus : Getreidebestände mit Beimengungen von Senf , Ölrettich , beizeiten untergegangener Klee und ein bisschen anderes Zeugs , zusätzlich schöne Trespebestände am Feldrand und überall stehen Grau-und Silberreiher und andere Mäusegreifer drauf .

Ich glaub eher , dass die Greening - Vorschriften in Sachen ZW schon politisch gewollt so gemacht wurden , um einfache Mitnahmeffekte zu unterbinden . Für mich ist eine solche Green-ZW nur nach Getreide vor Mais machbar , und das hab ich auch hier in der Region gesehen , mittels intensiver Stoppelbearbeitung und dann verspäteter Zwischenfruchtaussaat , so ab Anfang bis Mitte September  . Leider steht da trotz des günstigen Herbstes zwar eine saubere ZW , aber kaum Masse ( mit Hängen und Würgen 30 cm hoch , meist eher 15 -20 cm ) . Wenn das jetzt alle so machen , was würde dann mit dieser Sache bei der nächsten agrarpolitischen Bewertung dieser Maßnahme werden ?

Wir dürfen nicht vergessen , der letzte Herbst war in hier ganz günstig für Zwischenfrüchte - was wäre in 2010 gewesen ?

gruss
dirkk
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Goas am 12. Februar 2016, 20:03:18
Also im Bereich Zwischenfruchtbau sollten viele Landwirte hier zu einem Lehrgang zu den Bio-Bauern oder
anderen Kollegen von AW, welche das hinbekommen!
Wir haben im Öko-Betrieb bisher ohne Greening-Auflagen immer Zwischenfrüchte im Herbst stehen, und auch manchmal mit ein wenig
Ausfallgetreide, manchmal aber sogar extra mit Hafereinsaat. Seltsamerweise schaffen wir es trotzdem, in der
Fruchtfolge saubere Bestände hinzustellen, welche ohne Fungizid und Roundup erntereif werden. Es gibt keine Probleme mit DON-Werten,
Kamille, Hirtentäschel, Klette, Gräser usw. sind tolerierbar, und manchmal benötigt man nicht einmal einen Striegel, sondern nach der Saat erfolgt als
nächste Maßnahme die Ernte mit dem Mähdrescher.
Aber hier wird offensichtlich dran gearbeitet, nach dem vollen Pflanzenschutzprogramm der Hauptkultur nochmals ein Programm für die Zwischenfrucht mit Düngung
usw. zu integrieren. Ihr habt Zwischenfrüchte noch nicht als Chance verinnerlicht, sondern seht es als Last und Übel. So wird das nix!

Intelligenter Ackerbau besteht nunmal nicht nur aus Weizen-Weizen-Raps nach Schema null-acht-fuffzehn! Und Lehrgeld-zahlen gehört wohl dazu,
aber wenn man sich das bei den erfolgreichen Kollegen abschaut, dann ist der Erfolg früher da.

Goas
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Tim am 12. Februar 2016, 20:55:42
Da muss ich wohl zustimmen - bin letztens Richtung Neuruppin auf der Autobahn an einer (augenscheinlich)  massiven zwischenfrucht vorbei gefahren, die komplett abgestorben aussah. Wenn ich das noch alles richtig in Erinnerung habe sollte das eine Fläche von dem ökobetrieb von Dr. Pieper (der das silliermittel entwickelt und vermarktet)  sein - ist aber auch schon Ewigkeiten her seit wir dort mit der Uni waren.

Es gibt Wege um das Glyphosat herum - ich nehme jetzt mal ein Beispiel bei zwischenfrüchten - futterroggen stirbt nach der beerntung ab, weidelgras braucht starke graminizide!

Für phytosanitäre Massnahmen gegen ungräser, unkräuter und Träger von Krankheiten /virosen erscheint mir nahezu Glyphosat nahezu konkurrenzlos -auch was die umweltwirkung aus heutigen Gesichtspunkten betrifft.
Wären essigkonzentralösung oder AHL -Wasser Gemische zum "abbrennen" der Aufwüchse eine wirkliche Alternative?

Mfg tim
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Falk am 13. Februar 2016, 00:20:43
Tjo ich bin auch der Meinung das ZF gut geht ohne Glyphosat.
Und ich würde auch Ohne das Greening ZF anbauen, weil ich der überzeugung bin das die für meine Böden förderlich ist!
Allerdings wäre ich auch gern flexibler was die auswahl angeht!
Ich habe auch nicht die Probkleme die Nobby anspricht,,, auflaufraps... irgendwie bekomme ich den ganz gut in den griff bevor  ich die zwischenfrucht anbaue.. sehe das nicht als problem!
Eine gut angebaute Zf unterdrückt den ganzen rotz den man nicht will, ich hab es zu 80% hinbekommen.. die anderen 20% habe ich zu spät angebaut!

Schade das Greening als belastung und nicht als chance gesehen wird!
Und das man gleich wieder zur chemiekeule greifen will....
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Ansgar am 13. Februar 2016, 00:34:37
Wenn ich das alles hier so lese mit den Auswirkungen des Greenings, dann sehe ich mich doch in den ganzen zurückliegenden Jahren mit meiner Strategie bestätigt, allen Aussagen der Saatzucht-Unternehmen zum Trotz, vor der Aussaat erstmal eine vernünftige Stoppelbearbeitung zwecks Ausfallgetreide- und Auflaufrapsbekämfung durchzuführen. Das bedingt dann natürlich erst eine spätere Aussaat - ich visiere da immer so Mitte August an - aber damit komme ich in unseren Gefilden gut zurecht. Vor allen Dingen habe ich die Erfahrung gemacht, dass so mehr Masse gebildet wird als bei früher Aussaat direkt nach dem Dreschen oder der Strohbergung. Bei früherer Aussaat kommen die Pflanzen zu Lasten der vegetativen einfach zu schnell in die generative Phase - so meine Erfahrtungen.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: NobbyNobbs am 13. Februar 2016, 08:15:16
Die Variante von Ansgar funktioniert hier im besten Fall nur nach Wintergerste und setzt mindestens eine zweimalige Bodenbearbeitung voraus. Das kommt für mich nicht in Frage.
Mir geht es speziell um den Auflauf von Hirtentäschel, Hellerkraut und Rauken. Da muss man einschreiten können. Dort kommt man auch mit Bodenbearbeitung nur bedingt weiter.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: J-P-K am 13. Februar 2016, 08:26:34
Hallo,

Habt ihr mal darüber nachgedacht, dass nicht ganz deutschland ein frühdruschgebiet ist? Wir beispielsweise ernten oft erst den weizen um den 20.-25. August herum. Wenn ich dann erst noch raps bestellen, kalken, gärrest fahren etc. Will und dann noch eine zwischenfrucht anbauen soll, wie soll das denn in einem zeitfenster von 7 tagen gehen?

Da ist nicht flache stoppelbearbeitung, 10tage warten, zweiter stoppelgang etc.

Wir grubbern halbtief und drillen die zwischenfrucht. Dass ist pest oder cholera, wie man es nimmt.

Mfg
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Stefan81 am 13. Februar 2016, 09:19:33
Hallo NobbyNobbs
Hab im letzten Jahr auf einen Feldstück Sandhafer selbst vermehrt und weil jetzt im heurigen Jahr Mais folgt hab ich nach einmaliger Bearbeitung hinter dem Grubber meine Begrünungsmischung fallen lassen. Wie man sich vorstellen kann ist der Ausfallhafer massenhaft aufgelaufen und man sah von der Begrünung nur einzelne Pflanzen Rettich, einzelne Pflanzen Senf und Sandhafer ohne Ende. Der war aber so dominant das sonst keinerlei Unkräuter aufgelaufen sind und jetzt ein super abgefrorener Pflanzenteppich daliegt und unterhalb beste Krümelstruktur.
Denke das die optimale Begrünung auch mit 100kg Sandhafer machbar währe, den dann könnte man auch billige Wuchstoffmittel einsetzen und das Ausfallgetreide würde sicher unterdrückt und würde, denke ich, absterben.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Euro-T am 13. Februar 2016, 09:27:36
Und ich kann mir kaum vorstellen, dass es anderorts besser aussieht. Bzw. bei Charlie, Olli und Co. + dem ganzen Rest hier weiß ich, dass es nicht so ist.

Ja stimmt, meine ZF ist letztes Jahr nicht wirklich so gediehen, wie man sich das vorstellt.

Und doch: aufgrund einiger Versuche letzten Herbst - und auch begleitet durch Onkel Zufall - sehe ich es nicht so verbittert wie manch anderer. Ich bin immer noch optimistisch, das es Möglichkeiten gibt eine vernünftige Greening-ZF hinzustellen, auch unter den aktuellen Auflagen. Auf der Hälfte der Fläche ist mir das nämlich auch weitestgehend gelungen, wenn man mal vom frühen Wintereinbruch am 14.10. absieht, der dem Ramtill schon den Gar aus gemacht hat - aber das hat ja nix mit der hier diskutierten Thematik ansich zu tun.

Ich gehe es also eher andersrum an: anstatt auf die Vorgaben zu schimpfen (die ich freilich auch nicht gutheisse, aber auch nicht ändern kann), sehe ich mich da derweil in der Rolle des Tüftlers einen Weg zu finden, erfolgreich per ZF zu greenen, so das alle was davon haben.

Man darf nie vergessen: ZFist für die Meisten absolutes Neuland, Greening ZF sowieso für Alle. Da kann man nicht im ersten Jahr Wunder erwarten, da muß man Lehrgeld bezahlen.
Deswegen z.B. habe ich auch mal gleich ein paar % mehr Fläche angegeben, um im schlimmsten Falle auf Teilflächen die Reißleine zu ziehen, ohne damit Gefahr zu laufen, die 5% nicht mehr erfüllen zu können.
Man muß das eben wollen.
Ich kann natürlich noch nicht sagen, das wir für uns den Königsweg gefunden haben, aber die Spur ist gut, wir üben weiter. Denn: ein Jahr ist kein Jahr, schimpfen kann ich später noch.

Was allerdings FAKT ist:
es gibt hier unter Betrachtung aller Aspekte definitiv KEINE sinnvollere Lösung als die ZF per Glyphos abzuspritzen. Dabei geht es nichtmal nur um die ZF ansich, als viel mehr auch um die Begleitflora und ESSENTIELL auch um den langfristigen Bekämpfungserfolg von Gräsern durch den eleganten - und gerechtfertigten - Griff in den Chemiebaukasten im Frühjahr.

Ich habe kein Problem mit dem Verbot der Sikkation, ebenso sehe ich (für mich hier) im Herbst nicht die größte Notwendigkeit eines Glyphos Einsatzes, aber der Einsatz im FJ vor der Sommerung ist exakt die Platzierung wo ein Glyfos hingehört, da wäre alternativ jede zusätzliche Bodenbearbeitung ein Frevel am Boden - und an der Nachhaltigkeit!
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: kakvogl am 13. Februar 2016, 09:40:11
Muss mal nachhaken Läuseflug Virusproblematik. Löst sich das Ungleichgewicht vielleicht auf, wenn die Düngerüberangebote
auf Bioniveau runtergefahren werden und die Läuse sich nicht mehr explosionsartig vermehren? Also ich seh in meinen Beständen keine Läuse im Herbst. Läuse sind für mich ein Symtom die Ursache muss wo anders liegen, dann kommen die auch nicht mehr.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: hanns am 13. Februar 2016, 10:24:00
läuse mögen dunkelgrüne "saftige getreidewiesen",nich son "biodurcheinander"  ;D
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: NobbyNobbs am 13. Februar 2016, 10:49:06

Ja stimmt, meine ZF ist letztes Jahr nicht wirklich so gediehen, wie man sich das vorstellt.

Und doch: aufgrund einiger Versuche letzten Herbst - und auch begleitet durch Onkel Zufall - sehe ich es nicht so verbittert wie manch anderer. Ich bin immer noch optimistisch, das es Möglichkeiten gibt eine vernünftige Greening-ZF hinzustellen, auch unter den aktuellen Auflagen. Auf der Hälfte der Fläche ist mir das nämlich auch weitestgehend gelungen, wenn man mal vom frühen Wintereinbruch am 14.10. absieht, der dem Ramtill schon den Gar aus gemacht hat - aber das hat ja nix mit der hier diskutierten Thematik ansich zu tun.

Ich gehe es also eher andersrum an: anstatt auf die Vorgaben zu schimpfen (die ich freilich auch nicht gutheisse, aber auch nicht ändern kann), sehe ich mich da derweil in der Rolle des Tüftlers einen Weg zu finden, erfolgreich per ZF zu greenen, so das alle was davon haben.

Man darf nie vergessen: ZFist für die Meisten absolutes Neuland, Greening ZF sowieso für Alle. Da kann man nicht im ersten Jahr Wunder erwarten, da muß man Lehrgeld bezahlen.
Deswegen z.B. habe ich auch mal gleich ein paar % mehr Fläche angegeben, um im schlimmsten Falle auf Teilflächen die Reißleine zu ziehen, ohne damit Gefahr zu laufen, die 5% nicht mehr erfüllen zu können.
Man muß das eben wollen.
Ich kann natürlich noch nicht sagen, das wir für uns den Königsweg gefunden haben, aber die Spur ist gut, wir üben weiter. Denn: ein Jahr ist kein Jahr, schimpfen kann ich später noch.

Was allerdings FAKT ist:
es gibt hier unter Betrachtung aller Aspekte definitiv KEINE sinnvollere Lösung als die ZF per Glyphos abzuspritzen. Dabei geht es nichtmal nur um die ZF ansich, als viel mehr auch um die Begleitflora und ESSENTIELL auch um den langfristigen Bekämpfungserfolg von Gräsern durch den eleganten - und gerechtfertigten - Griff in den Chemiebaukasten im Frühjahr.

Ich habe kein Problem mit dem Verbot der Sikkation, ebenso sehe ich (für mich hier) im Herbst nicht die größte Notwendigkeit eines Glyphos Einsatzes, aber der Einsatz im FJ vor der Sommerung ist exakt die Platzierung wo ein Glyfos hingehört, da wäre alternativ jede zusätzliche Bodenbearbeitung ein Frevel am Boden - und an der Nachhaltigkeit!

Ja, aber du kannst mir nicht erzählen, dass du keine Probleme, wenn auch im überschaubaren Rahmen, mit Kreuzblütlern hast?! Oder ihr seid damit gesegnet, ein natürlich geringes Ausgangspotenzial zu haben? Dann schätze dich glücklich, denn das und NUR das bereitet mir große Sorgen. Ich weiß nicht, ob sie hier früher geschludert haben, aber hier ist auf den meisten Böden einiges an Hellerkraut, Hirtentäschel oder auch Rauken anzutreffen. Und die lassen sich nicht so einfach von einer Greening-Zf unterdrücken. Das sehe ich grade wieder. Dort, wo eine geile ZF stand, erkennt man jetzt unter dem Abgestorbenen, dass überall mal hier mal da, mal mehr, mal weniger von irgendwelchem Zeugs aus der Richtung ist?
Ich habe auf MEINEN Flächen keine Probleme mit Durchwuchsraps. Aber was, wenn mal ein Hageljahr eintritt? Überall wo ich Flächen übernehme, von Totengräbern, da sieht das ganz anders aus. Auch Raps lässt sich in der Greening-ZF nicht gut unterdrücken- sieht man wieder jetzt.
Weißt du welche Kohlhernieproblematik das in sich birgt? Ich sage nicht, dass es immer und überall ein Problem ist. Aber mich da stört da auch einfach schon "ein bisschen von allem". Ich muss da eingreifen können wenn es der Fall ist. Also kann ich gerne die Greening-Zf probieren, aber wenn da was aus dem Ruder läuft, muss ich schlagspezifisch eingreifen können (Umbruch, Pflanzenschutz). Und das setzt Weitsicht voraus
- beim Flächenantrag
- bei der Wahl der Komponenten

Also so einfach ist das nicht und so positiv wie du bin ich nicht (für lange alle Flächen) gestimmt!!
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Owler am 13. Februar 2016, 14:24:02
Was allerdings FAKT ist:
es gibt hier unter Betrachtung aller Aspekte definitiv KEINE sinnvollere Lösung als die ZF per Glyphos abzuspritzen. Dabei geht es nichtmal nur um die ZF ansich, als viel mehr auch um die Begleitflora und ESSENTIELL auch um den langfristigen Bekämpfungserfolg von Gräsern durch den eleganten - und gerechtfertigten - Griff in den Chemiebaukasten im Frühjahr.

Für den Nicht-Pflüger(welche hier anscheinend diskutieren) sicherlich richtig. Aber aus der Sicht von einem pflügendem Betrieb: Bringt es etwas vor dem Pflügen die ZF und die evtl. vorhandene Begleitflora abzuspritzen? Nach einer ordentlichen Pflugfurche hätte sich das Thema doch erledigt. Oder liege ich da falsch?

Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Euro-T am 13. Februar 2016, 14:26:53
Was allerdings FAKT ist:
es gibt hier unter Betrachtung aller Aspekte definitiv KEINE sinnvollere Lösung als die ZF per Glyphos abzuspritzen. Dabei geht es nichtmal nur um die ZF ansich, als viel mehr auch um die Begleitflora und ESSENTIELL auch um den langfristigen Bekämpfungserfolg von Gräsern durch den eleganten - und gerechtfertigten - Griff in den Chemiebaukasten im Frühjahr.

Für den Nicht-Pflüger(welche hier anscheinend diskutieren) sicherlich richtig. Aber aus der Sicht von einem pflügendem Betrieb: Bringt es etwas vor dem Pflügen die ZF und die evtl. vorhandene Begleitflora abzuspritzen? Nach einer ordentlichen Pflugfurche hätte sich das Thema doch erledigt. Oder liege ich da falsch?

Das hat weniger mit Mulchsaat ansich, als vielmehr mit der Unmöglichkeit des Pflügens hier im Frühjahr zu tun. Viel bösartigeres kann man den Böden hier - und sich - kaum antun.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Owler am 13. Februar 2016, 14:31:55
Ich bezog das jetzt nicht auf deinen Standort sondern allgemein. Das man viele unterschiedliche, nicht vergleichbare Standorte hat lernt man ja als erstes in diesem Forum ;) Die Frage war allgemein auf einen Standort, wo man im Frühjahr Pflügen kann und auch andere Dinge wie Erosion etc. nicht dagegen sprechen, bezogen.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: charlie am 13. Februar 2016, 15:58:49
Ich sehe das ja mit der Greening-ZF auch nicht ganz so dramatisch wie Nobby.
Mein Ausgangspotenzial an Gräsern, Kreuzblütlern und Durchwuchsraps ist im Moment auch in einem gut kontrollierbaren Zustand (vielleicht liegt es am 25-30% Pflugeinsatz in der FF)
Jedoch würde ich gerne mehr und mehr auf tiefere Bearbeitung verzichten, da es der Boden aufgrund seines Tongehaltes und seiner Struktur vertragen würde und ich nicht nur aus Spaß im Boden rumrühren möchte.

Ein paar Zweifel bestehen deshalb, ob eine nicht optimale Greening-ZF nicht über die Jahre ein Problem aufbaut, dass dann mit richtig Arbeit und Kosten verbunden ist. Gerne würde ich auch zwischen frühräumendem Getreide und folgendem Weizen für ca 8 Wochen evtl eine Sommer-ZF stellen (zumindest damit ein paar Versuche anstellen), gerade im Hinblick auf die neue DüVO und organische Düngung.
Gerade bei einer vorausschauenden Bewirtschaftung sollte man die Risiken im Auge behalten und dazu gehört für mich auch ein zeitiger Eingriff, wobei ich dort keine Präferenzen im Bezug auf chemische oder biologisch mechanische Lösung habe. Die Greeningauflagen schränken dort halt extrem ein...

Die Lösungen und Ansätze sind auf jeden Fall vielschichtiger als nur Glyphosat ja oder nein.
Ansonsten stimme ich Olli zu: gerade im Frühjahr nach einer ZF vor einer Sommerung ist der beste und effektivste Einsatz von Glyphos. Hier ist eine Frühjahrspflugfurche keine Alternative, selbst tieferes Arbeiten mit dem Grubber ist, was Bodenschluß und Wasserverlust betrifft nicht ratsam. Die besten Ergebnisse werden mit einer Saatbettbereitung auf Saattiefe erreicht.

Auf der Wahl der Komponenten liegt auch ein besonderes Augenmerk. Sand-/Rauhafer birgt trotz der Vorteile bei der Unkrautunterdrückung dabei leider das Risiko des Virenwirtes, sowie als Gras ebenso als Wirt verschiedener Pilze. Im Winter 2014/15 war zB über 75% des Rauhafers in ZF-Mischungen mit Verzwergungsviren infiziert. Kreuzblüter bergen das Kohlhernierisiko, außerdem sind in Rapsfruchtfolgen noch Sklerotiniawirte zu beachten und in Rüben die Nematodenvermehrer...
Da sind wir wieder im berühmten Spannungsfeld... Und je mehr Tasten auf der Klaviatur des Ackerbaus fehlen umso schwieriger wird es da ordentlich Musik zu machen...
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Ruebe am 13. Februar 2016, 23:47:25
Nachdem iwo hier im Thread mal die Mitteilung kam das in D 40.000 t PSM verbruacht würden und das doch VIEL zu VIEL sei habe ich mal nachgerechnet

Ungefähr in 2010 16,7 Mio ha LN, 43.000 to PSM lt. Statistica

Macht nach meiner Rechnung (ich hoffe mein Fieberkopp hat mir keinen Streich gespielt) (40.000.000 kg/16.700.000 ha) = 2,57 kg/ha PSM ....je qm sinds dann 0,000257 kg/ha oder 0,257 g/m²

Interessant wäre in diesem Zusammenhang mal die Medizineinnahme/Person oder Medizin/kg Körpergewicht bei Menschen und bei Tieren .....

selbst wenn ich jetzt 50% Grünland und Öko rechne, ists in meinen Augen tatsächlich noch Medizin und nicht Droge .... leider finde ich keine Aufteilung auf Herbizide, Fungis oder SHS

Nur mal zum Nachdenken worüber wir reden ....

Wenn Ihr bessere Zahlen habt, bzw. mal ne Quelle nennen könnt wo die Mengen PSM herkommen wäre ich Euch verbunden

VG

Berrnd
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Limo am 14. Februar 2016, 11:53:24
Wenn ich das alles hier so lese mit den Auswirkungen des Greenings, dann sehe ich mich doch in den ganzen zurückliegenden Jahren mit meiner Strategie bestätigt, allen Aussagen der Saatzucht-Unternehmen zum Trotz, vor der Aussaat erstmal eine vernünftige Stoppelbearbeitung zwecks Ausfallgetreide- und Auflaufrapsbekämfung durchzuführen. Das bedingt dann natürlich erst eine spätere Aussaat - ich visiere da immer so Mitte August an - aber damit komme ich in unseren Gefilden gut zurecht. Vor allen Dingen habe ich die Erfahrung gemacht, dass so mehr Masse gebildet wird als bei früher Aussaat direkt nach dem Dreschen oder der Strohbergung. Bei früherer Aussaat kommen die Pflanzen zu Lasten der vegetativen einfach zu schnell in die generative Phase - so meine Erfahrtungen.

Da gebe ich Ansgar vollkommen recht! Auch ich mache seit Jahren nach der Wintergerste mit 2 maliger Stoppelbearbeitung meine Zwischenfrucht. Die bestand in den letzten Jahren aus Senf oder Oelrettich, die ich keinesfalls vor Mitte August bauen würde.Auch aus dem Grund das sie sonst zu schnell abbauen. Das sieht man bei den Früh gesamten Beständen deutlich! Im Frühjahr sind die Flachen dann fast Unkraut und Ausfallgetreidefrei und ich kann den folgenden Mais ohne glyphosat in mulchsaat bestellen...

Wenn ich zurück schau habe ich in den letzten 10 Jahren nur 2x Glyphosat benötigt und dann auch nur auf Teilflächen um quecke in Schach zu halten. Das ist das einzige wo es sinnvoll ist und uns hoffentlich auch erhalten bleibt.

Einige sollten mal nachdenken wie unsere Vorfahren gearbeitet haben... Die haben die Probleme auch im griff gehabt....
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: NobbyNobbs am 14. Februar 2016, 12:10:05
... quecke in Schach zu halten. Das ist das einzige wo es sinnvoll ist und uns hoffentlich auch erhalten bleibt.

Einige sollten mal nachdenken wie unsere Vorfahren gearbeitet haben... Die haben die Probleme auch im griff gehabt....

Viiiiiel heiße Luft. Seeeehr viel heiße Luft... :rolleyes:
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Euro-T am 14. Februar 2016, 12:17:22
Einige sollten mal nachdenken wie unsere Vorfahren gearbeitet haben... Die haben die Probleme auch im griff gehabt....

Ich denke oft an unsere Vorfahren, bzw. wie Ackerbau vor XX Jahren funktioniert hat.

Aber!
Ich denke mindestens genauso oft, wie sich die Anforderungen und Gegebeneiten seitdem verändert haben.

Man kann das nicht einfach so vergleichen, ohne es auf aktuelle Bedingungen zu adaptieren.


Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: EWD am 14. Februar 2016, 12:19:51
nicht nur heiße Luft, auch der Tellerrand ist sehr begrenzt,
bei den einen durch die grüne Brille, bei den anderen durchs
Gebirge, bei den nächsten.......

Gruß Ernst

PS.: Bezieht sich nicht nur auf dieses Thema
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Rabe am 14. Februar 2016, 12:21:36
Einige sollten mal nachdenken wie unsere Vorfahren gearbeitet haben... Die haben die Probleme auch im griff gehabt....

Früher war Erosion egal. Flächige Abschwemmungen in Reihenkulturen wurden einfach hin genommen.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Klaus am 14. Februar 2016, 12:30:31
Nachdem iwo hier im Thread mal die Mitteilung kam das in D 40.000 t PSM verbruacht würden und das doch VIEL zu VIEL sei habe ich mal nachgerechnet

Ungefähr in 2010 16,7 Mio ha LN, 43.000 to PSM lt. Statistica

Macht nach meiner Rechnung (ich hoffe mein Fieberkopp hat mir keinen Streich gespielt) (40.000.000 kg/16.700.000 ha) = 2,57 kg/ha PSM ....je qm sinds dann 0,000257 kg/ha oder 0,257 g/m²

Interessant wäre in diesem Zusammenhang mal die Medizineinnahme/Person oder Medizin/kg Körpergewicht bei Menschen und bei Tieren .....

selbst wenn ich jetzt 50% Grünland und Öko rechne, ists in meinen Augen tatsächlich noch Medizin und nicht Droge .... leider finde ich keine Aufteilung auf Herbizide, Fungis oder SHS

Nur mal zum Nachdenken worüber wir reden ....

Wenn Ihr bessere Zahlen habt, bzw. mal ne Quelle nennen könnt wo die Mengen PSM herkommen wäre ich Euch verbunden

VG

Berrnd

Moin,

wobei sich dabei die Frage stellt wie hoch der Anteil der Wirkstoffmenge ist, die mit den 40.000 t PSM ausgebracht wurde, und wie viel davon Formulierungshilfsstoffe, Wasser usw. sind?

VG
Klaus
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: charlie am 14. Februar 2016, 12:33:28
... quecke in Schach zu halten. Das ist das einzige wo es sinnvoll ist und uns hoffentlich auch erhalten bleibt.

Einige sollten mal nachdenken wie unsere Vorfahren gearbeitet haben... Die haben die Probleme auch im griff gehabt....

Viiiiiel heiße Luft. Seeeehr viel heiße Luft... :rolleyes:

Dem möchte ich noch hinzufügen:

Die Vorfahren hatten Erträge auf 50-60% des heutigen Niveaus.
Humusabbau durch 2maliges Pflügen (Schälfurche + Winterfurche)
Massive Erosion bei Hackfrüchten.
Humusaufbau durch organische Düngung mit Stallmist.
Anbaupausen durch Futterbau mit Kleegras oder Luzerne.
Distelrupfen im Getreide.

Im Frühjahr sind die Flachen dann fast Unkraut und Ausfallgetreidefrei und ich kann den folgenden Mais ohne glyphosat in mulchsaat bestellen...



Halt eben nur fast. Und du baust Mais an. Da sind Gräser kein Problem. Versuch das ganze mal mit Rüben und Sommergetreide...
Hast du mal verglichen, ob eine Glyphosanwendung vor Saat für den Mais verträglicher ist, als eine ordentliche Herbizidkeule im Bestand?
Bei Rüben ist es auf jeden Fall so. Nachauflauf gegen größere Unkräuter zwickt da enorm und ist auch kostspieliger...
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: T7.250 am 14. Februar 2016, 12:48:45
... quecke in Schach zu halten. Das ist das einzige wo es sinnvoll ist und uns hoffentlich auch erhalten bleibt.

Einige sollten mal nachdenken wie unsere Vorfahren gearbeitet haben... Die haben die Probleme auch im griff gehabt....

Viiiiiel heiße Luft. Seeeehr viel heiße Luft... :rolleyes:

Dem möchte ich noch hinzufügen:

Die Vorfahren hatten Erträge auf 50-60% des heutigen Niveaus.
Humusabbau durch 2maliges Pflügen (Schälfurche + Winterfurche)
Massive Erosion bei Hackfrüchten.
Humusaufbau durch organische Düngung mit Stallmist.
Anbaupausen durch Futterbau mit Kleegras oder Luzerne.
Distelrupfen im Getreide.

Im Frühjahr sind die Flachen dann fast Unkraut und Ausfallgetreidefrei und ich kann den folgenden Mais ohne glyphosat in mulchsaat bestellen...



Halt eben nur fast. Und du baust Mais an. Da sind Gräser kein Problem. Versuch das ganze mal mit Rüben und Sommergetreide...
Hast du mal verglichen, ob eine Glyphosanwendung vor Saat für den Mais verträglicher ist, als eine ordentliche Herbizidkeule im Bestand?
Bei Rüben ist es auf jeden Fall so. Nachauflauf gegen größere Unkräuter zwickt da enorm und ist auch kostspieliger...

Das ist auf jeden Fall so, das es besser ist die Gräser vor der Saat zu beseitigen, als sie im Mais zu bekämpfen, da hat man zwischen 10-25% Minderertrag, aber es ist ja Egal den Minderertrag sieht keiner
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Limo am 14. Februar 2016, 12:49:01
Einige sollten mal nachdenken wie unsere Vorfahren gearbeitet haben... Die haben die Probleme auch im griff gehabt....

Früher war Erosion egal. Flächige Abschwemmungen in Reihenkulturen wurden einfach hin genommen.

Ich mochte ja niemanden verurteilen, aber ich stehe hier nicht mit meiner Meinung alleine das viele Flachen die heute ackerbaulich genutzt werden niemals haetten umgebrochen werden duerfen. Dies ist aber auch der Politik geschuldet die Grünlandumbruchverbote erlassen hat. Wenn es so etwas nicht gegeben hätte waeren zumindest hier in der Gegend noch etliche Problemflaechen in Grünlandnutzung. Diese Meinung tragen hier uebrigens viele Kollegen hier vor Ort.
Probleme entstehen oft erst wenn etwas über trieben wird... und das ist  im Hinblick auf glyphosat im Moment deutlich zu sehen...
Hier in der Region hört man von Verband und Beratung ganz deutlich wenn unbedingt Glyphosat dann bitte nur da wo unbedingt erforderlich und dann auch bitte nach Dem Einsatz eine zeitnahe Bodenbearbeitung um den Verbraucher nicht noch weiter zu sensibilisieren, ansonsten laufen wir ernsthaft Gefahr das uns allen dieser Wirkstoff auf kurz oder lang entzogen wird.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: charlie am 14. Februar 2016, 12:58:23
Einige sollten mal nachdenken wie unsere Vorfahren gearbeitet haben... Die haben die Probleme auch im griff gehabt....

Früher war Erosion egal. Flächige Abschwemmungen in Reihenkulturen wurden einfach hin genommen.

Ich mochte ja niemanden verurteilen, aber ich stehe hier nicht mit meiner Meinung alleine das viele Flachen die heute ackerbaulich genutzt werden niemals haetten umgebrochen werden duerfen. Dies ist aber auch der Politik geschuldet die Grünlandumbruchverbote erlassen hat. Wenn es so etwas nicht gegeben hätte waeren zumindest hier in der Gegend noch etliche Problemflaechen in Grünlandnutzung. Diese Meinung tragen hier uebrigens viele Kollegen hier vor Ort.
Probleme entstehen oft erst wenn etwas über trieben wird... und das ist  im Hinblick auf glyphosat im Moment deutlich zu sehen...
Hier in der Region hört man von Verband und Beratung ganz deutlich wenn unbedingt Glyphosat dann bitte nur da wo unbedingt erforderlich und dann auch bitte nach Dem Einsatz eine zeitnahe Bodenbearbeitung um den Verbraucher nicht noch weiter zu sensibilisieren, ansonsten laufen wir ernsthaft Gefahr das uns allen dieser Wirkstoff auf kurz oder lang entzogen wird.

Ich werfe zum Thema Grünland dann mal wieder das Argument in den Raum, was wir dann damit anstellen? Wir füttern damit Rinder, Pferde oder Schafe.... :hair: oder Biogas ;D
Das hieße im Gegenzug: weniger Mais und schlechtere Energieverwertung...

Und was da momentan die amtliche Beratung zum Thema Glyphosat äußert ist ein klares Politikum... (wurde mir übrigens unter der Hand von einem amtlichen Berater so bestätigt)
Von Seiten des Verbandes ist das wieder das Motto: "Abducken und bloß kein Aufsehen erregen" :hmpf:  :kotz:
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: guest10686 am 14. Februar 2016, 13:04:30
wenn unbedingt Glyphosat dann bitte nur da wo unbedingt erforderlich und dann auch bitte nach Dem Einsatz eine zeitnahe Bodenbearbeitung um den Verbraucher nicht noch weiter zu sensibilisieren, ansonsten laufen wir ernsthaft Gefahr das uns allen dieser Wirkstoff auf kurz oder lang entzogen wird.

leicht verändert.... ;D

wenn unbedingt pflügen dann bitte nur da wo unbedingt erforderlich und dann auch bitte nach Dem Einsatz eine zeitnahe Aussaat um den Verbraucher nicht noch weiter zu sensibilisieren, ansonsten laufen wir ernsthaft Gefahr das uns allen der Pflug auf kurz oder lang entzogen wird.

sorry das konnte ich mir nicht verkneifen...
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Limo am 14. Februar 2016, 13:09:54
... quecke in Schach zu halten. Das ist das einzige wo es sinnvoll ist und uns hoffentlich auch erhalten bleibt.

Einige sollten mal nachdenken wie unsere Vorfahren gearbeitet haben... Die haben die Probleme auch im griff gehabt....

Viiiiiel heiße Luft. Seeeehr viel heiße Luft... :rolleyes:

Dem möchte ich noch hinzufügen:

Die Vorfahren hatten Erträge auf 50-60% des heutigen Niveaus.
Humusabbau durch 2maliges Pflügen (Schälfurche + Winterfurche)
Massive Erosion bei Hackfrüchten.
Humusaufbau durch organische Düngung mit Stallmist.
Anbaupausen durch Futterbau mit Kleegras oder Luzerne.
Distelrupfen im Getreide.

Im Frühjahr sind die Flachen dann fast Unkraut und Ausfallgetreidefrei und ich kann den folgenden Mais ohne glyphosat in mulchsaat bestellen...



Halt eben nur fast. Und du baust Mais an. Da sind Gräser kein Problem. Versuch das ganze mal mit Rüben und Sommergetreide...
Hast du mal verglichen, ob eine Glyphosanwendung vor Saat für den Mais verträglicher ist, als eine ordentliche Herbizidkeule im Bestand?
Bei Rüben ist es auf jeden Fall so. Nachauflauf gegen größere Unkräuter zwickt da enorm und ist auch kostspieliger...

Das ist auf jeden Fall so, das es besser ist die Gräser vor der Saat zu beseitigen, als sie im Mais zu bekämpfen, da hat man zwischen 10-25% Minderertrag, aber es ist ja Egal den Minderertrag sieht keiner

Wenn man Gräserprobleme hat Teile ich die Meinung ja. aber hier in der Gegend gibt es keine graeserproblematik. Genau wie Ansgar halte ich nichts vom Einsatz von SHS in Mais und habe sie auch noch nie gebraucht. Evtl. vorhandene Restverunkrautung in der Zwischenfrucht lässt sich hier sehr gut mit einem flachen Grubberstrich bekämpfen. Das schliesst sich natürlich bei strip till und extremen Hanglagen aus. Habe den glyphosateinsatz ja auch nicht generell verurteilt. Ich wollte nur sagen das zumindest hier in der Gegend zu 75% darauf verzichtet werden kann. Wenn hier in der Gegend aber Anfang April fast jede 2 Fläche gelb leuchtet brauchen wir uns nicht wundern das die Bevölkerung unser tun sehr kritisch hinterfragt zumal einige Berufskollegen auch noch Banketten grabenraender und, ist hier wirklich passiert, Rasenflächen von Anliegern mit behandeln.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: angusy am 14. Februar 2016, 13:11:58
wenn unbedingt Glyphosat dann bitte nur da wo unbedingt erforderlich und dann auch bitte nach Dem Einsatz eine zeitnahe Bodenbearbeitung um den Verbraucher nicht noch weiter zu sensibilisieren, ansonsten laufen wir ernsthaft Gefahr das uns allen dieser Wirkstoff auf kurz oder lang entzogen wird.

leicht verändert.... ;D

wenn unbedingt pflügen dann bitte nur da wo unbedingt erforderlich und dann auch bitte nach Dem Einsatz eine zeitnahe Aussaat um den Verbraucher nicht noch weiter zu sensibilisieren, ansonsten laufen wir ernsthaft Gefahr das uns allen der Pflug auf kurz oder lang entzogen wird.

sorry das konnte ich mir nicht verkneifen...

Wie war das damals mit dem Staub/Sandsturm in Meck-Pom und dem damit verbundenen Massenunfall auf der Autobahn?

Wenn wir das deutschlandweit und dutzendfach im Jahr haben, kann kommt es soweit!
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Limo am 14. Februar 2016, 13:13:01
wenn unbedingt Glyphosat dann bitte nur da wo unbedingt erforderlich und dann auch bitte nach Dem Einsatz eine zeitnahe Bodenbearbeitung um den Verbraucher nicht noch weiter zu sensibilisieren, ansonsten laufen wir ernsthaft Gefahr das uns allen dieser Wirkstoff auf kurz oder lang entzogen wird.

leicht verändert.... ;D

wenn unbedingt pflügen dann bitte nur da wo unbedingt erforderlich und dann auch bitte nach Dem Einsatz eine zeitnahe Aussaat um den Verbraucher nicht noch weiter zu sensibilisieren, ansonsten laufen wir ernsthaft Gefahr das uns allen der Pflug auf kurz oder lang entzogen wird.

sorry das konnte ich mir nicht verkneifen...

In dem Punkt sind wir uns sogar einig...
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: dirkk am 14. Februar 2016, 14:03:36
Zitat
Früher war Erosion egal. Flächige Abschwemmungen in Reihenkulturen wurden einfach hin genommen.
  Das muss ich auch bestätigen .

Bei der heutigen Infrastruktur ( überall schnelle Strassen + Termindruck ... ) würden zahlreiche wiederholte große Erosionsereignisse mit den verbundenen Strassensperrungen ( + Räumungen ) beachtliches Aufsehen erregen , was früher oder später auch politische Konsequenzen hätte . Das wird kaum bedacht .....

gruss
dirkk
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: ANDERSgesehn am 14. Februar 2016, 14:23:36
Zitat

Zitat

Früher war Erosion egal. Flächige Abschwemmungen
in Reihenkulturen wurden einfach hin genommen.



Das muss ich auch bestätigen .


ich hab jetzt laaaange das maul gehalten, denn
was hier einigen nicht paßt wird ja gelöscht oder
mundtod gemacht, um den eigennutzen zu wahren.

ich wurde mundtod gemacht weil ich pflüger(weltmeister)
war und mein mähdrescher keinen hangausgleich braucht.
alles nur vorurteil!

mein nachbar ist zum vergleich 100% komplettflächenpflüger,
kein glyphos-anwender und sein erster hillmaster ist
bei der jungfernfahrt (mit leeren tankinhalt) "UMGEFALLEN"
im gegensatz zu mir mit sanftgeneigten flächen, mulchsaat usw.

wie macht er das bei sein 27 ... 28 ... 29 % hangneigung
mit 50% körnermais in der ff ohne das die darunterliegenden
straßen nach starkregen mit 80...120 liter in einen gebiet mit
950-1150 jahresniederschlag "SAUBER" bleiben?

Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: charlie am 14. Februar 2016, 14:32:59
@anders

Mundtot wird hier eigentlich niemand gemacht, Meinungen und Erfahrungen kannst du doch äußern... Darfst aber nicht erwarten, dass dir jeder hier zustimmt, dafür gibt es ja unterschiedliche Meinungen...
Persönlich sollte es halt nicht werden... Dann klappt das auch mit dem kontroversen Diskutieren ;D

Aber jetzt mal zum Thema Erosion... Ich bin wissbegierig und lernfähig... Wie macht er das?
Hier würde das nur in Ausnahmefällen funktionieren, und das bei Hangneigung selten über 10%, geringen Schlaglängen und zwischen 550 und 600 mm Jahresniederschlag... Da rennt es schon bei 30 l Starkregen...
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: ANDERSgesehn am 14. Februar 2016, 18:57:04

charly,
zustimmung und ich? neee, du kennst mich mittlerweile
auch persönlich ... ;_)
vor 30 jahren wechselte mein nachbar seine strategie.
auf höhenlinienplfügen, kalken, senf-zwf, geteilte schläge.
mittlerweile  bearbeitet er schräg, diagonal sät er,
begrünungen sind sonderbar (...), untersaat zw den reihen
usw. aber das ist ja alles ot zum originalthema hier.

Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: charlie am 14. Februar 2016, 19:46:49

charly,
zustimmung und ich? neee, du kennst mich mittlerweile
auch persönlich ... ;_)
vor 30 jahren wechselte mein nachbar seine strategie.
auf höhenlinienplfügen, kalken, senf-zwf, geteilte schläge.
mittlerweile  bearbeitet er schräg, diagonal sät er,
begrünungen sind sonderbar (...), untersaat zw den reihen
usw. aber das ist ja alles ot zum originalthema hier.

Klingt interessant.
Da hat sich jemand richtig Gedanken gemacht und wohl Lösungen gefunden, die nicht alltäglich sind.
Da würde ich ja gern mehr drüber erfahren... Du weißt, ich bin immer offen und neugierig ;D
Von der Ferne kann ich mir da keinesfalls ein Urteil erlauben...
Ich werd wohl mal ne Reise antreten müssen...
Ohne AW ist der Tellerrand halt meist etwas näher...
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: EWD am 15. Februar 2016, 01:08:10
Ich verstehe nicht, daß Landwirte untereinander dieses Thema so
gegensätzlich diskutieren.
Nervig ist, daß sein eigenens Tun nicht in Frage gestellt wird, da wird
mit dem Finger auf Glyphosatanwender gezeigt, selber wird palettenweise
grundwassergefährdende Herbizide geordert.

Für mich ist als Konvi Glyphosat ein Werkzeug wie Pflug, Grubber
und anderer Pflanzenschutz.
Darauf aufbauend habe ich ein Anbausystem, in dem Glyphosat
ein Baustein ist.

Sollte es diesen Baustein nicht mehr geben, muss ich mein System umstellen,
so einfach ist das.

Glyphosat ist ein Statthalter für eine emotionale Diskussion um Gentechnik
und Agrarchemie, da helfen auch keine Zahlenspielereien um Gramm pro m²,
Giftigkeit, Statistiken etc. Jeder nutzt die Zahlen wie sie in seine Ideologie
passen, auch wir.

Entstanden ist auch die Diskussion wegen dem exessiven Einsatz bei den gentechnisch
veränderten Pflanzen, Sikkation, Erntesynchronisierung...

Ein Riegel ist ja schon vorgeschoben worden, durch die Höchstmengenbegrenzung
in der Zulassung, weichgespült aufgrund der Intervention des Verbandes.

Was noch helfen könnte, ist die Unterstützung und Übernahme der Argumentation
des BFR.
Die haben eine klare Risikoanalyse aufgestellt, in der genau die Vorteile und die möglichen
Risiken gegeneinander aufgewogen werden.
Fazit ist im Groben, daß die umwelttechnischen, gesundheitlichen und volkswirtschaftlichen
Vorteile überwiegen und es noch keine wissenschaftlich überprüfbare Gegenargumente gibt.

Gruß  Ernst
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Schnortz am 15. Februar 2016, 10:50:28
Ich verstehe nicht, daß Landwirte untereinander dieses Thema so
gegensätzlich diskutieren.
Nervig ist, daß sein eigenens Tun nicht in Frage gestellt wird, da wird
mit dem Finger auf Glyphosatanwender gezeigt, selber wird palettenweise
grundwassergefährdende Herbizide geordert.

Für mich ist als Konvi Glyphosat ein Werkzeug wie Pflug, Grubber
und anderer Pflanzenschutz.
Darauf aufbauend habe ich ein Anbausystem, in dem Glyphosat
ein Baustein ist.

Sollte es diesen Baustein nicht mehr geben, muss ich mein System umstellen,
so einfach ist das.

Glyphosat ist ein Statthalter für eine emotionale Diskussion um Gentechnik
und Agrarchemie, da helfen auch keine Zahlenspielereien um Gramm pro m²,
Giftigkeit, Statistiken etc. Jeder nutzt die Zahlen wie sie in seine Ideologie
passen, auch wir.

Entstanden ist auch die Diskussion wegen dem exessiven Einsatz bei den gentechnisch
veränderten Pflanzen, Sikkation, Erntesynchronisierung...

Ein Riegel ist ja schon vorgeschoben worden, durch die Höchstmengenbegrenzung
in der Zulassung, weichgespült aufgrund der Intervention des Verbandes.

Was noch helfen könnte, ist die Unterstützung und Übernahme der Argumentation
des BFR.
Die haben eine klare Risikoanalyse aufgestellt, in der genau die Vorteile und die möglichen
Risiken gegeneinander aufgewogen werden.
Fazit ist im Groben, daß die umwelttechnischen, gesundheitlichen und volkswirtschaftlichen
Vorteile überwiegen und es noch keine wissenschaftlich überprüfbare Gegenargumente gibt.

Gruß  Ernst

Genau so seh ich das auch. Ich lasse mich von der Hetze nicht aus dem Konzept und Ruhe bringen. Zur Sikkation wird es bei mir nicht verwendet, aus Prinzip. Ansonsten wird es nicht groß vorausgeplant, aber immer wenn ich vor einer möglichen Anwendung stehe wird per Pro/Contra entschieden ob ich es einsetze oder nicht. Wenn die Entscheidung für Glyphosat fällt, dann wird es ohne schlechtes Gewissen angewendet.
Es wird im Schnitt der letzten Jahre 1-2 mal in einer 6-jährigen Fruchtfolge eingesetzt.
Bei einem Wegfall würde etwas mehr auf selektive Herbizide (Ist das auch so gewollt wie die Rapsbeize?) und etwas mehr Bodenbearbeitung ausgewichen werden, dann werden wir sehen ob damit die Fruchtfolge so beibehalten werden kann.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Mulchsaat am 15. Februar 2016, 20:31:28

charly,
zustimmung und ich? neee, du kennst mich mittlerweile
auch persönlich ... ;_)
vor 30 jahren wechselte mein nachbar seine strategie.
auf höhenlinienplfügen, kalken, senf-zwf, geteilte schläge.
mittlerweile  bearbeitet er schräg, diagonal sät er,
begrünungen sind sonderbar (...), untersaat zw den reihen
usw. aber das ist ja alles ot zum originalthema hier.

Klingt interessant.
Da hat sich jemand richtig Gedanken gemacht und wohl Lösungen gefunden, die nicht alltäglich sind.
Da würde ich ja gern mehr drüber erfahren... Du weißt, ich bin immer offen und neugierig ;D
Von der Ferne kann ich mir da keinesfalls ein Urteil erlauben...
Ich werd wohl mal ne Reise antreten müssen...
Ohne AW ist der Tellerrand halt meist etwas näher...
Ich komm wohl mit  ;D
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Ceres am 25. Februar 2016, 06:50:15
So jetzt Habens auch im Bier gefunden und im Radio Sägens es kommt von der Gerste

http://www.derwesten.de/wirtschaft/forscher-finden-unkraut-vernichtungsmittel-glyphosat-in-bier-id11595936.html

Gruß Ceres
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: charlie am 25. Februar 2016, 07:25:54
So jetzt Habens auch im Bier gefunden und im Radio Sägens es kommt von der Gerste

http://www.derwesten.de/wirtschaft/forscher-finden-unkraut-vernichtungsmittel-glyphosat-in-bier-id11595936.html

Gruß Ceres

Mir kommt das so vor, dass nachdem die Angstmacherei mit der Muttermilch schief gelaufen ist, jetzt das Bier als nächste Sau durchs Dorf getrieben wird....
Mal sehen, wie valide diesmal die Daten sind und was für ein "geeignetes" Meßverfahren verwendet wurde...
Sollte das alles ordentlich gemacht sein, dann sollte man das zurückverfolgen...
Ich stell mal ne wilde Behauptung auf: Brauware darf in Deutschland in keinem Fall sikkiert werden, also entweder wird großzügig dagegen verstoßen (eher unwahrscheinlich) oder die Mälzereien setzen mit ihrer Billigtaktik auf ausländische Ware, die mit Glyfos zur Abreife gebracht wurde...
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: QBauer am 25. Februar 2016, 08:53:18
Den gleichen Gedanken hatte ich auch als ich die Meldung gelesen hatte.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: curmet am 25. Februar 2016, 09:04:30
Ich befürchte man wird auch in Bio Ware Glyphos nachweisen können wen man nur will...
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: sten am 25. Februar 2016, 09:07:57
So jetzt Habens auch im Bier gefunden und im Radio Sägens es kommt von der Gerste

http://www.derwesten.de/wirtschaft/forscher-finden-unkraut-vernichtungsmittel-glyphosat-in-bier-id11595936.html

Gruß Ceres

Mir kommt das so vor, dass nachdem die Angstmacherei mit der Muttermilch schief gelaufen ist, jetzt das Bier als nächste Sau durchs Dorf getrieben wird....
Mal sehen, wie valide diesmal die Daten sind und was für ein "geeignetes" Meßverfahren verwendet wurde...
Sollte das alles ordentlich gemacht sein, dann sollte man das zurückverfolgen...
Ich stell mal ne wilde Behauptung auf: Brauware darf in Deutschland in keinem Fall sikkiert werden, also entweder wird großzügig dagegen verstoßen (eher unwahrscheinlich) oder die Mälzereien setzen mit ihrer Billigtaktik auf ausländische Ware, die mit Glyfos zur Abreife gebracht wurde...

Schon interessant, wie wir alle gleich denken. Ich hab das heute morgen im Radio gehört und genau das gleiche gedacht. Wenn es deutsche Ware war, so kann man zurückverfolgen. Ist keine deutsche Braugerste, so kann manm das auch feststellen. Findet sich in der Rohware keine Rückstandsbelastung, könnte es interessant werden.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: nofear am 25. Februar 2016, 09:09:42
Wie war den das mit der Zulassung zur Sikkation?
Waren Saatguterzeugungsbestände nicht ausgeschlossen? Hatte man Angst um die Keimfähigkeit?
Das wäre ja alles bei Braugerste auch wichtig.

Ich stimme Charlie zu.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: angusy am 25. Februar 2016, 09:39:56
Ich befürchte man wird auch in Bio Ware Glyphos nachweisen können wen man nur will...

Da war doch was mit Bio-Baumwolle in Slipeinlagen!

Allein "Bio-Baumwolle in Slipeinlagen" sagt schon alles. :rolleyes:
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: charlie am 25. Februar 2016, 10:15:59
Ich baue seit vielen Jahren Braugerste an, zum Teil im Direktkontrakt mit Mälzereien.
Dort steht klar in den Vertragsbedingungen: Sikkation VERBOTEN!
Einen anderen Weg, wie Glyphosat-Rückstände in Braugerste kommen können, kann ich mir nicht vorstellen.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: ANDERSgesehn am 25. Februar 2016, 10:22:24

auch wenn ich das glyphos annähernt nicht brauche,
finde ich es zum :kotzen: wie hier negativpropagande
betrieben wird.

keiner, wirklich keiner, weiß wieviele und welche mittelchen
die nachweislich gesundheitsschädlich (zwar erst ab einer
bestimmten dosis) sind, in sich hineinschütten.
alleine von molkereiriesen in ihren fruchtjoghurts, oder das
kracherl (für n-deutsche: limo) mit dem schönen aufkleber
auf der pet-flasche oder oder oder

wie heißt so schön, kein tier ist so dumm wie der mensch.

Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: klausg am 25. Februar 2016, 10:27:30
Hier gehts nur um neuerliche Stimmungsmache, um die Abgeordneten heute bei der namentlichen Abstimmung unter Druck zu setzen. Man hat längst begriffen das direkte Verbote bei der Bevölkerung sofort mit der Keule beantwortet werden. Der Weg über Panikmache und Verbote bei der LW ist wesentlich efektiver.
Gute Nacht deutsche Landwirtschaft.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: wolf am 25. Februar 2016, 11:36:26
Einen anderen Weg, wie Glyphosat-Rückstände in Braugerste kommen können, kann ich mir nicht vorstellen.

Es gibt aber noch die Möglichkeit, dass es durch belastetes Brauwasser ins Bier gelangt. Sikkation kann ich mir kaum vorstellen, denn da würde ja die Keimfähigkeit massiv leiden und in todreifen Beständen macht es ja auch keinen Sinn mehr.

Gruß
Wolf
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: dirkk am 25. Februar 2016, 12:43:22
Hallo !

Erstmal müsste man wissen , welche Biere den Wirkstoff beinhalten und woher die Rohprodukte für diese Biere kommen . Vorher kann nichts und niemand vorverurteilt werden . Weiterhin sind die gemessenen Konzentration wahrscheinlich nicht unbedingt gesundheitlich relevant . Wir müssen uns ja nur vor Augen halten ,wieviele Menschen täglich an ernährungs - ,sucht- oder bewegungsmangelbedingten  Ursachen ( von den Verkehrstoten mal abgesehen )  sterben - das ist ja Normalität und wird kaum noch wahr genommen .

Die Frage ist auch , wie die Zulassungsbedingungen für Glyphosat in den Ländern aussehen ,wo auch Braugerste herkommt . Und ob die Zulassungsbedingungen denn auch immer so eingehalten bzw. kontrolliert werden , ist ja auch nicht immer sicher ..... ( und in D ? ) .

Zitat
und in todreifen Beständen macht es ja auch keinen Sinn mehr.
  Wenn das Korn tot ist und das Stroh noch grün ......  , denn würde es schon Sinn machen - als Ersatz für den nicht vorhandenen Schwadmäher .

gruss
dirkk
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: wissensdurst am 25. Februar 2016, 12:50:43
http://money.oe24.at/Topbusiness/Unkrautgift-Bier-verseucht/225553170

Da sind mal ein paar Aufgelistet

Im Radio habens gesagt man müsste pro Tag rund 1000 Liter Bier trinken damit es gesundheitsschädlich wird. Nicht mal Bayern sollen so was schaffen ;)
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Puszta am 25. Februar 2016, 13:14:54
Die Wortwahl im Artikel ist ja auch wieder mal klar: "... mit Unkrautvernichtungsmittel verseucht." Wobei, warum haben sie nicht Pestizid geschrieben, das wäre doch sicher reißerischer...

Ihr dürft eines nicht vergessen. Es zählt nur der erste Schuss in dieser Sache. Der ist gefallen. Für alles was danach kommt hat man nur einen Bruchteil der Aufmerksamkeit. Ziel: "Bauern vergiften uns alle" wurde erreicht, die Botschaft sitzt und wird auch nicht mehr so leicht aus den Köpfen verschwinden...
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: nofear am 25. Februar 2016, 13:41:43
Frei nach dem Motto: Erst wenn der letzte dt. oder europäische Bauer mit medialer Macht plattgemacht wurde, werdet ihr merken, dass woanders auch nicht mit weniger angeblichen schädlichen Substanzen gearbeitet wird...
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: NobbyNobbs am 25. Februar 2016, 14:13:15
Frei nach dem Motto: Erst wenn der letzte dt. oder europäische Bauer mit medialer Macht plattgemacht wurde, werdet ihr merken, dass woanders auch nicht mit weniger angeblichen schädlichen Substanzen gearbeitet wird...

Auf jeden Fall eher mehr!
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: charlie am 25. Februar 2016, 14:43:50
Hier steht etwas mehr über Messmethode, sowie ein paar Reaktionen
http://www.agrarheute.com/news/glyphosat-rueckstaende-beliebten-biersorten-nachgewiesen?utm_source=agrarheute&utm_medium=Newsletter&utm_campaign=ah-newsalarm&utm_content=2016-02-25
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Klaus am 25. Februar 2016, 15:49:31
Moin,

im Hamburger Abendblatt findet man auch eine Liste mit den gefundenen Werten.

http://www.abendblatt.de/ratgeber/article207087985/Forscher-finden-Unkraut-Vernichtungsmittel-Glyphosat-in-Bier.html
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Frankenpower am 25. Februar 2016, 16:33:03
http://www.topagrar.com/news/Home-top-News-Mehrheit-im-Bundestag-fuer-Glyphosat-2823893.html

na also, jetzt ist die Welt wieder in Ordnung.... :brav:
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: jotesen am 25. Februar 2016, 17:02:18
http://www.topagrar.com/news/Home-top-News-Mehrheit-im-Bundestag-fuer-Glyphosat-2823893.html

na also, jetzt ist die Welt wieder in Ordnung.... :brav:

Zumindest für einen hier...
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Franzl am 25. Februar 2016, 17:05:36
Eigentlich ist schon alles gesagt worden. Kein Wunder, so wie die Braugerstenanbauer vergrault wurden, dass viele keine mehr anbauen und wir scheinbar auf Import angewiesen sind. Ist aber schon bezeichnend, dass unter den Bieren vor allem das norddeutsche Pils betroffen ist...

Im Agrarheute-Artikel wird ELISA jetzt doch wieder als sensibelste Nachweismethode angesehen.

Für den Test wurde die sogenannte ELISA-Methode verwendet. Diese Methode sei die sensibelste, die es derzeit gebe. Mit einer Bestimmungsgrenze von 0,075 µg/l kann sie selbst sehr kleine Spuren von Glyphosat aufspüren. Die drei Biere mit den am höchsten gemessenen Rückständen, wurden mit der "weitaus weniger sensiblen" LC-MS/MS-Methode quergetestet. Im Quertest erwies sich ELISA als zuverlässige Nachweismethode.

Das BfR sagt aber genau umgekehrt: http://www.bfr.bund.de/de/presseinformation/2016/08/bfr_studie_bestaetigt__kein_glyphosat_in_muttermilch_nachweisbar-196563.html

Flüssigchromatographie-Tandemmassenspektrometrie (LC-MS/MS) bzw. Gaschromatographie-Tandemmassenspektrometrie (GC-MS/MS) [...]75 mal sensibler als ELISA

Ich gehe mal davon aus, dass hinsichtlich der egal ist, ob ich Glyphosat in Muttermilch oder in Bier nachweisen will.


Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt? Bzw. jeder verwendet einfach die Messmethoden, bei dem das erhoffte Ergebnis am wahrscheinlichsten eintritt?  >:( Bevor nicht klar ist, wie Glyphosat am zuverlässigsten nachzuweisen ist, glaub ich gar nix mehr.  :rolleyes:
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Rabe am 25. Februar 2016, 17:13:04
Zumindest für einen hier...

Für mich auch. Ess mal 150g Kochsalz auf einen Schlag - bitte nicht weil dann bist du tot.
Wenn die Dosierung passt sind alle Stoffe in irgend einer Form giftig.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: jotesen am 25. Februar 2016, 17:17:06
Zumindest für einen hier...

Für mich auch. Ess mal 150g Kochsalz auf einen Schlag - bitte nicht weil dann bist du tot.
Wenn die Dosierung passt sind alle Stoffe in irgend einer Form giftig.
Ich meinte weder dich noch Frankenpower. Aber das ist eine andere Geschichte.

Mich wundert das aber ein bisschen. Patent ist abgelaufen. Ein Verbot wäre perfekt für ein Nachfolgeprodukt. Wahrscheinlich hat nur noch keiner eins. Sonst hätten die Lobbyisten schon für ein Verbot gesorgt.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Schorsch am 25. Februar 2016, 17:39:28
Zumindest für einen hier...

Für mich auch. Ess mal 150g Kochsalz auf einen Schlag - bitte nicht weil dann bist du tot.
Wenn die Dosierung passt sind alle Stoffe in irgend einer Form giftig.
Ich meinte weder dich noch Frankenpower. Aber das ist eine andere Geschichte.

Mich wundert das aber ein bisschen. Patent ist abgelaufen. Ein Verbot wäre perfekt für ein Nachfolgeprodukt. Wahrscheinlich hat nur noch keiner eins. Sonst hätten die Lobbyisten schon für ein Verbot gesorgt.

Für mich ist die Welt auch in Ordnung. Ein guter Tag für den Bodenschutz. (Natürlich müssen wir von der Ernteerleichterung weg.)
Wieso aber die Forderung nach einem Nachfolgeprodukt, wenn das, was man hat, bei korrekter Anwendung, bezügl. Toxizität, Persistenz und Rückstandsrisiko kaum mehr zu verbessern ist?
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: jotesen am 25. Februar 2016, 18:01:50
Zumindest für einen hier...

Für mich auch. Ess mal 150g Kochsalz auf einen Schlag - bitte nicht weil dann bist du tot.
Wenn die Dosierung passt sind alle Stoffe in irgend einer Form giftig.
Ich meinte weder dich noch Frankenpower. Aber das ist eine andere Geschichte.

Mich wundert das aber ein bisschen. Patent ist abgelaufen. Ein Verbot wäre perfekt für ein Nachfolgeprodukt. Wahrscheinlich hat nur noch keiner eins. Sonst hätten die Lobbyisten schon für ein Verbot gesorgt.

Für mich ist die Welt auch in Ordnung. Ein guter Tag für den Bodenschutz. (Natürlich müssen wir von der Ernteerleichterung weg.)
Wieso aber die Forderung nach einem Nachfolgeprodukt, wenn das, was man hat, bei korrekter Anwendung, bezügl. Toxizität, Persistenz und Rückstandsrisiko kaum mehr zu verbessern ist?
Ich meinte aus Sicht der Monsanto Lobbyisten. An Glyphosat verdient man da nicht mehr viel, seit der Patentschutz ausgelaufen ist.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Michi am 25. Februar 2016, 19:06:20
Das kannst Du sogar in Regenwasser nachweisen.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Schorsch am 25. Februar 2016, 19:58:44
In Regenwasser?  :frage:
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: guest176 am 25. Februar 2016, 20:04:01
In Regenwasser?  :frage:

im trinkwasser aber nicht , komisch !
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: BNT am 26. Februar 2016, 08:27:25
Interessant ist natürlich erst mal, wie das Glyphosat ins Bier kommt.

Wer sich Sorgen um seine Gesundheit macht, sollte sich vielleicht weniger Sorgen um das Glyphosat im Bier machen, als um den Alkohol im Bier.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: JueLue am 26. Februar 2016, 08:30:06
Wohltuend sachlich:

FAZ (http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/kommentar-gruenes-biergift-theater-14091018.html?GEPC=s2)
Spiegel online (http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/glyphosat-im-bier-die-angst-trinkt-mit-kommentar-a-1079335.html)

JueLue
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: nofear am 26. Februar 2016, 08:30:56
Wer sich Sorgen um seine Gesundheit macht, sollte sich vielleicht weniger Sorgen um das Glyphosat im Bier machen, als um den Alkohol im Bier.

Den Spruch sollte man mal wo ganz groß veröffentlichen!!!  :daumen1:  :daumen1:  :daumen1:
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Puszta am 26. Februar 2016, 09:20:45
Abseits der Kampagne würde mich dennoch interessieren wie da Glyphos im Bier sein kann, wenn es doch in .de für die Erzeugung der Zutaten ein Glyphosverbot gibt.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Gast 225 am 26. Februar 2016, 09:42:13
Die Erzeugung der Zutaten geschiet aber nicht nur in Deutschland und wer weiss wie die Regelung in anderen Ländern ist .
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: farming.ch am 26. Februar 2016, 09:43:35
Das ist ev. eure Chance- garantiert glyphosatfreies Bier 100% aus D !
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Mabbi am 26. Februar 2016, 09:56:29
Wer sich Sorgen um seine Gesundheit macht, sollte sich vielleicht weniger Sorgen um das Glyphosat im Bier machen, als um den Alkohol im Bier.

Den Spruch sollte man mal wo ganz groß veröffentlichen!!!  :daumen1:  :daumen1:  :daumen1:

Z.B. hier:
http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/glyphosat-im-bier-die-angst-trinkt-mit-kommentar-a-1079335.html
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Georg am 26. Februar 2016, 09:59:03
Die Erzeugung der Zutaten geschiet aber nicht nur in Deutschland und wer weiss wie die Regelung in anderen Ländern ist .

Ich sehe Da doch die große Chance für Deutsche Braugerstenanbauer!

"Braugerste aus garantiert Glyphofreien Anbau"! Gibt dann 15 Euro mehr den Doppelzentner.... :frage: :o ;D

Nur so lassen sich die Preise erhöhen!
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: angusy am 26. Februar 2016, 10:00:18
Wer sich Sorgen um seine Gesundheit macht, sollte sich vielleicht weniger Sorgen um das Glyphosat im Bier machen, als um den Alkohol im Bier.

Den Spruch sollte man mal wo ganz groß veröffentlichen!!!  :daumen1:  :daumen1:  :daumen1:

Z.B. hier:
http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/glyphosat-im-bier-die-angst-trinkt-mit-kommentar-a-1079335.html

 :daumen1:
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Mabbi am 26. Februar 2016, 10:11:08
Heute Morgen ist im ZDF auch ein Arzt dazu befragt worden, der sinngemäß folgendes gesagt hat:

- Das "Umweltinstitut München" ist ein privater Lobbyverein und die Veröffentlichung zum jetzigen Zeitpunkt ganz klar politisch motiviert.
- Laut WHO ist Glypho "wahrscheinlich krebserregend", Alkohol "sicher krebserregend". Die Meldung müsste eig. heissen: "Achtung Alkohol im Glyphosat gefunden".  ;D

Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: NobbyNobbs am 26. Februar 2016, 10:25:34
Heute Morgen ist im ZDF auch ein Arzt dazu befragt worden, der sinngemäß folgendes gesagt hat:

- Das "Umweltinstitut München" ist ein privater Lobbyverein und die Veröffentlichung zum jetzigen Zeitpunkt ganz klar politisch motiviert.
- Laut WHO ist Glypho "wahrscheinlich krebserregend", Alkohol "sicher krebserregend". Die Meldung müsste eig. heissen: "Achtung Alkohol im Glyphosat gefunden".  ;D


Ich genieße es zu sehen wie die Stimmung langsam kippt. Die Leute verstehen mehr und mehr woher der Wind weht und welche Interessengruppen WELCHE Ziele verfolgen.
Diese ganze Panikmacherei wird längst nicht mehr so ernst genommen wie noch vor einem Jahr. 

Die ausstehende Wiederzulassung wird eine Art Kehrtwende darstellen und ein Zeichen für die nachhaltige konventionelle Landwirtschaft setzen.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: bluna am 26. Februar 2016, 10:34:40
Aber Georg hat doch recht.
Wenn ich für Braugerste ohne Glyphosatbehandlung 25€/dt bekomme, dann steige ich da richtig ein , und lass den Schweinestall leer.

Dies wird aber nie passieren, weil höhere Qualität bei Lebensmitteln niemals dem Landwirt vergütet wird.

Mir hat mal einer gesagt:
Getreide ist ein jederzeit austauschbares Massenprodukt, und genau so gehört es auch behandelt.
Traurig aber wahr.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Mabbi am 26. Februar 2016, 10:40:41
Heute Morgen ist im ZDF auch ein Arzt dazu befragt worden, der sinngemäß folgendes gesagt hat:

- Das "Umweltinstitut München" ist ein privater Lobbyverein und die Veröffentlichung zum jetzigen Zeitpunkt ganz klar politisch motiviert.
- Laut WHO ist Glypho "wahrscheinlich krebserregend", Alkohol "sicher krebserregend". Die Meldung müsste eig. heissen: "Achtung Alkohol im Glyphosat gefunden".  ;D


Ich genieße es zu sehen wie die Stimmung langsam kippt. Die Leute verstehen mehr und mehr woher der Wind weht und welche Interessengruppen WELCHE Ziele verfolgen.
Diese ganze Panikmacherei wird längst nicht mehr so ernst genommen wie noch vor einem Jahr. 

Die ausstehende Wiederzulassung wird eine Art Kehrtwende darstellen und ein Zeichen für die nachhaltige konventionelle Landwirtschaft setzen.

Ganz so optimistisch kann ich da nicht sein, denn es gilt immer noch - und wird es auch weiter tun: Panik = Quote.
Mir würde es erst mal reichen, wenn sich die Journaille etwas mehr an ihr Studium erinnert: Neutral und kritisch hinterfragend.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: JueLue am 26. Februar 2016, 10:46:26
...
Ganz so optimistisch kann ich da nicht sein, denn es gilt immer noch - und wird es auch weiter tun: Panik = Quote.
Mir würde es erst mal reichen, wenn sich die Journaille etwas mehr an ihr Studium erinnert: Neutral und kritisch hinterfragend.

Trotzdem ist es sehr wohltuend, dass auch vernünftige Stimmen da sind, und vor allem leicht zu finden sind.

JueLue
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Georg am 26. Februar 2016, 10:49:00
Alles Schlechte kann ja nie so schlecht sein, das es nicht aus wiederum was Gutes hat.

Da ja die Bioschine in der Vermarktung nicht mehr wirklich gutes Geld bringt, wäre doch ne Vermarktungsschiene " Glypho freie Produktion" vielleicht für die nächsten paar Jahre die "Hit"

Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: JueLue am 26. Februar 2016, 11:01:16
... Die Erfahrung zeigt tatsächlich, dass die die als Erste auf so eine neue Schiene aufsteigen (sofern sie die richtige erwischen und nicht eine der 8 von 10 die wirklich Eintagsfliegen sind) einen wirtschaftlichen Erfolg haben können.

Sobald sich das rumspricht, muss man die nächst neue Schiene suchen. Die das schaffen dürften in jedem Wirtschaftszweig erfolgreich sein und wahrscheinlich überall außerhalb der Landwirtschaft mit ihrem Gefühl für Entwicklungen noch deutlich mehr verdienen können.

JueLue
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Euro-T am 26. Februar 2016, 11:04:41
Jedes Extrem hat nur eine gewisse Verweildauer. Je mehr man es ausreizt, desto kürzer ist sie - das gilt für ALLE Bereiche, nur mal so am Rande...

Lasst sie nur weitermachen, wegen mir darf da wöchentlich was kommen, was sich binnen kurzer Zeit als unhaltbar entpuppt, desto schneller sind wir dieses Ideologengeschwader los.

Wenn die großen Medien erstmal auf den Zug aufgesprungen sind, dann wird das zum Selbstläufer - in unserem Sinne.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: hanns am 26. Februar 2016, 11:06:14

Ich genieße es zu sehen wie die Stimmung langsam kippt. Die Leute verstehen mehr und mehr woher der Wind weht und welche Interessengruppen WELCHE Ziele verfolgen.
Diese ganze Panikmacherei wird längst nicht mehr so ernst genommen wie noch vor einem Jahr. 

Die ausstehende Wiederzulassung wird eine Art Kehrtwende darstellen und ein Zeichen für die nachhaltige konventionelle Landwirtschaft setzen.
die leute haben kein fachwissen,sondern sind ausschliesslich emotional gesteuert,sind allerdings durch die häufigkeit der glyposat "schreckensmeldungen" abgestumpft.
ob die landwirtschaft nachhaltig,bio oder sonstwas ist,interessiert auch keinen,sondern billig muss das essen sein.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Georg am 26. Februar 2016, 11:26:38
Tja, jammern hilft doch nichts! es gilt auf dne Zug aufzuspringn den die medien und die Allgemeinhiet und die Ngo´s wollen!

Ich weiß, alle möchten gerne auf Jahre hinaus kalkulierbare Preise! so war´s als die eu noch mehr oder weniger die getreidepreise kntrolliert hat.
Wenn der Weltmarktpreis höher wie der EU Preis war, hat di Eu beim Export den Mehrpreis abgeschöpft, wenn er niedriger war gabs ne Exporterstattung.

Bei Exporterstattung waren alle ruhig, wenn der Preis höher war dann habne alle geschrieem...

Nun ist der Preis frei und als vor 2 Jahren der Preis bei über 20 Euro war haben die meisten freiwillig die Pachtzahlungen erhöht, und nun kommt das große Jammern...  Auch über die Diskussion wegen Glyphe oder Peta oder sonst was

Glaubt Ihr wirklich das Diejnigen die schon seit JAhren Bioanbau betreiben oder jetzt darauf umstellen das wirklich aus Überzeugung machen?
Das war vielleicht vor 20 Jahren mal so und auch damals wars bei vielen das Profitstreben was ja nicht mehr wie richtig ist.

Nun ist diese leidige Diskussion mit dem Glypho...
Klar irgendwann verläuft sichs mal wieder.....
Oder die NGO´s schaffen es wirklich ein Verbot durchzusetzen....

Weshalb auf beides warten? Wieso nicht ein Geschäft draus machen?

Euro-T, wäre doch für DIch mal ne kliene Aktion wert? Bezeichne Deinen Wisky aus Glypho freien Anbau. es wäre lagal, wenn Du Gerste  bezeichnest: Gerste nicht mit Glypho gespritzt! Ob da Feld im Herbst vor dem Anbau mit Glypho gespritzt worden ist interessiert niemanden!
Es geht um die Ernte die verwendet wird. Und das gilt auch für Gerste die in die Mälzereien geht...

Mach ne kleine Erzeugergemeinschft, und schua das Du ein paar tausend Tonnen Glyphofreie Gerste zusammenbringst und biete mal ner Mälzerei oder Brauerei an. Das sind ein paar Telefonanrufe, kann aber shr viel Geld bringen... Wie geschgt es kann! "Nur versuch macht klug"

Traurig hinsetzen und die Flinte ins Korn werfen ist auch keine Lösung!
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: farming.ch am 26. Februar 2016, 11:33:17
Genau Georg ! So muss man es machen ! Das ist eure Absatz-Chance, exklusive deutsche Produkte :-).

Vieles in CH im Agrarsektor läuft so, Kritik wird umgemünzt in Umsatz. Ohne dies wäre die Verbraucher- und Bürger- Akzeptanz für die doch eher teuere  Agrarpolitik mit Hochpreisproduktion in CH kaum da.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Euro-T am 26. Februar 2016, 11:34:42
Euro-T, wäre doch für DIch mal ne kliene Aktion wert? Bezeichne Deinen Wisky aus Glypho freien Anbau.

Zu Glyfos kann ich nichts sagen, aber einen Bio-Korn haben wir vor Jahren schon gebrannt. Magst das Faß haben?? Liegt hier rum wie Sauerbier. Nichtmal das es nicht schmeckt, es interessiert einfach keine S... , WEIL es eben keinen Unterschied macht, ausser freilich im Preis...

Da haben wir wieder die Realität: Wein predigen und Wasser saufen.

Was das Kernthema betrifft, so spüre ich in mir auch mittlerweile eine gewisse Entspannung, denn es ist nunmal wirklich immer so: mit dem Kopf durch die Wand macht immer aua. Das werden die ganzen Lobbyisten jetzt peu a peu zu spüren bekommen. Geduld ist gefragt, es arbeitet doch alles für uns.

Und wenn ich mich doch so arg täuschen sollte, dann sehen wir weiter. Die Guten machen immer ihren Weg.

Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: wissensdurst am 26. Februar 2016, 12:02:00
In unserer Gegend gibt es eigentlich keine freie Braugerstenproduktion mehr. Jeder der anbaut hat vorher schon einen Vertrag. Da wird auch jede Menge reingeschrieben. Sikkationsverbot, klärschlammverbot, etc. Und für die Brauereien ganz wichtig, verpflichtende Feldtafeln. Damit die leute beim Vorbeifahren, oder vorbeilaufen immer die Marke im Blick haben. Das wird dann aber auch halbwegs gut vergütet.

Ich weiß nicht ob die Deutschen da weniger Wert drauf legen, aber in Österreich hat es das Marketing soweit gebracht, dass die Leute Made in Austria als hochwertig ansehen, und lieber zugreifen sobald eine rot weiß rote Fahne auf der Verpackung ist.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Mabbi am 26. Februar 2016, 12:11:29
Wenn die großen Medien erstmal auf den Zug aufgesprungen sind, dann wird das zum Selbstläufer - in unserem Sinne.
Was das Kernthema betrifft, so spüre ich in mir auch mittlerweile eine gewisse Entspannung, denn es ist nunmal wirklich immer so: mit dem Kopf durch die Wand macht immer aua. Das werden die ganzen Lobbyisten jetzt peu a peu zu spüren bekommen. Geduld ist gefragt, es arbeitet doch alles für uns.

Ja,ja, die Hoffnung stirbt zuletzt...  ;)
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Euro-T am 26. Februar 2016, 12:15:37
Wenn die großen Medien erstmal auf den Zug aufgesprungen sind, dann wird das zum Selbstläufer - in unserem Sinne.
Was das Kernthema betrifft, so spüre ich in mir auch mittlerweile eine gewisse Entspannung, denn es ist nunmal wirklich immer so: mit dem Kopf durch die Wand macht immer aua. Das werden die ganzen Lobbyisten jetzt peu a peu zu spüren bekommen. Geduld ist gefragt, es arbeitet doch alles für uns.

Ja,ja, die Hoffnung stirbt zuletzt...  ;)

Hmm...weiß nicht. Ich bin ja nun nicht ganz so Glyfos-affin, wie manch Anderer, mir geht es da eher ums Prinzip auch.

Und es gibt nunmal einfach gewisse Gesetzmässigkeiten, die - manchmal verzögert - aber dann doch immer wieder funktionieren.

Ebendas, was gerade passiert, schrieb ich vor rund nem halben Jahr schon, weiß nicht mehr ob hier, oder bei fb.

Also war es absehbar.

Und entscheident ist zum Schluß die breite Masse. Wenn man die sozialen Netzwerke ein bißchen verfolgt, dann merkt man das es immer die gleichen paar Hanseln sind, die sich sehr militant zeigen. Wenn wir die Medien auf unserer Seite wieder haben, dann ist Ruhe im Karton, der Masse ist es nämlich egal.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Mabbi am 26. Februar 2016, 12:33:13
Wüde mich freuen wenn du recht hast, befürchte aber, dass das so weitergeht.

Wieviele Jahre geht das jetzt schon? Ist doch im Grunde immer die geiche Nachricht (BSE,Schweinegrippe, Nitrat, Glyfo,...), nur die Verpackung ändert sich.
Nach 6 Monaten Ruhe ist es wieder eine "Quotennachricht". Und vergiss nicht, dass diejenigen die das in die Welt setzen handfeste Interessen haben.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Euro-T am 26. Februar 2016, 12:45:54
Schon, aber aktuell befinden wir uns eben in der Phase der Wiederzulassung. Das kann man ja quasi einem Wahlkampf gleichsetzen - die es ja regional noch obendrauf auch bevorstehen, die Wahlen.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Todde am 26. Februar 2016, 17:34:08
Wenn Glyphosat die Verlängerung erhalten hat, dann geht es erst mal wieder auf die Neonics, da steht ja dann die Bewertung an.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: wissensdurst am 04. März 2016, 23:22:57
https://www.global2000.at/boku-studie-sch%C3%A4digung-von-regenw%C3%BCrmern-durch-glyphosatroundup

Was sagt ihr zu dieser studie? Die Boku (Universität für Bodenkultur) sollte ja eigentlich relativ unabhängig arbeiten.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: NobbyNobbs am 05. März 2016, 00:50:43
https://www.global2000.at/boku-studie-sch%C3%A4digung-von-regenw%C3%BCrmern-durch-glyphosatroundup

Was sagt ihr zu dieser studie? Die Boku (Universität für Bodenkultur) sollte ja eigentlich relativ unabhängig arbeiten.

Boku unabhängig und neutral :bruell: 

https://blog.psiram.com/2015/09/glyphosat-die-boku-und-der-regenwurm/
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: BNT am 05. März 2016, 08:40:20
Ach, solche Geschichten findest du an jeder Uni. Mit steigenden Studentenzahlen wird das auch mehr.

Man sollte halt immer wissen, welche Institute die Guten sind. ;) Von den Phytopathologen kommt zum Glyphosat ja überhaupt nichts. Warum? ;)
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: NobbyNobbs am 07. März 2016, 19:25:42
Man munkelt die für diese Woche geplante Abstimmung zur Zulassungsverlängerung sei auf unbestimmte Zeit verschoben. Ein Hin und Her.
Da haben die Faschos mit ihren "Studien" und dem Geplärr letzte Woche wieder ganze Arbeit geleistet.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: guest176 am 08. März 2016, 07:48:26
Man munkelt die für diese Woche geplante Abstimmung zur Zulassungsverlängerung sei auf unbestimmte Zeit verschoben. Ein Hin und Her.
Da haben die Faschos mit ihren "Studien" und dem Geplärr letzte Woche wieder ganze Arbeit geleistet.

was ich bisher nicht wußte , das , das umweltbundesamt sich gegen eine neuzulassung ausspricht !http://www.zdf.de/ZDFmediathek/kanaluebersicht/436#/beitrag/video/2686964/Glyphosat-in-Wattepads


Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: NobbyNobbs am 08. März 2016, 08:37:00
Man munkelt die für diese Woche geplante Abstimmung zur Zulassungsverlängerung sei auf unbestimmte Zeit verschoben. Ein Hin und Her.
Da haben die Faschos mit ihren "Studien" und dem Geplärr letzte Woche wieder ganze Arbeit geleistet.

was ich bisher nicht wußte , das , das umweltbundesamt sich gegen eine neuzulassung ausspricht !http://www.zdf.de/ZDFmediathek/kanaluebersicht/436#/beitrag/video/2686964/Glyphosat-in-Wattepads

Alles andere wäre doch auch kaum zu glauben. Die Sippschaft muss sich doch treu bleiben.
Wir warten jetzt am besten einfach mal ab, irgendwann kommen die Herren schon aus dem Quark. Entweder oder, aber so zuversichtlich wie noch vor zwei Wochen bin ich nicht mehr. 
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: ANDERSgesehn am 08. März 2016, 08:41:08

nono, du bist zu schnell und lauflos aus dem chat abgebogen!

nono, da sach mit bier und glyphos
(08:35:50) ANDERSgesehn: da habens wieder etwas g´macht
(08:36:18) ChatBot: NobbyNobbs wurde ausgeloggt (Timeout).
(08:36:29) ANDERSgesehn: sonst müßte die regestierung ja schon in
(08:36:38) ANDERSgesehn: trockenen tüchern sein
(08:36:46) ANDERSgesehn: sieht so aus als würde
(08:37:05) ANDERSgesehn: das sikkationsverbot für d kommen
(08:37:25) ANDERSgesehn: in ö haben´s wir ja scho länger das
(08:37:40) ANDERSgesehn: sikkationsverbot, zeitgleich wurde jedoch
(08:37:55) ANDERSgesehn: kyleo registiert, jedoch ohne sikkation
(08:38:19) ANDERSgesehn: ich "glaube" so etwas wird bei euch in d auch kommen
(08:38:26) ANDERSgesehn: kannst du damit leben?
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: NobbyNobbs am 08. März 2016, 08:48:27

nono, du bist zu schnell und lauflos aus dem chat abgebogen!

nono, da sach mit bier und glyphos
(08:35:50) ANDERSgesehn: da habens wieder etwas g´macht
(08:36:18) ChatBot: NobbyNobbs wurde ausgeloggt (Timeout).
(08:36:29) ANDERSgesehn: sonst müßte die regestierung ja schon in
(08:36:38) ANDERSgesehn: trockenen tüchern sein
(08:36:46) ANDERSgesehn: sieht so aus als würde
(08:37:05) ANDERSgesehn: das sikkationsverbot für d kommen
(08:37:25) ANDERSgesehn: in ö haben´s wir ja scho länger das
(08:37:40) ANDERSgesehn: sikkationsverbot, zeitgleich wurde jedoch
(08:37:55) ANDERSgesehn: kyleo registiert, jedoch ohne sikkation
(08:38:19) ANDERSgesehn: ich "glaube" so etwas wird bei euch in d auch kommen
(08:38:26) ANDERSgesehn: kannst du damit leben?

Moin ANDERS, ich bin nie im Chat. Komme nur manchmal versehentlich drauf.


Ich selbst bin für ein striktes Verbot der Sikkation, einer Beschränkung der Menge (in g/ha je Zeiteinheit) sowie dem Zulassungsentzug für Kommunen, Gärtner und Privatpersonen.

 
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: NobbyNobbs am 08. März 2016, 08:55:01
Ich habe selbst schon sikkieren müssen (2012 den Raps wegen Zwiewuchs durch Grauschimmel). Aber die Situation hat sich geändert. Man muss ein Stück weit mit dem grünen Gedankengut mitgehen- aber eben fachlich vernünftig. Ich finde da haben die Faschos sogar recht. Grade zur Erntebeschleunigung gehört ein Herbizid da einfach nicht mehr hin. Sowas ist keinem Verbraucher plausibel zu erklären und ich möchte auch selbst keinen sikkierten Weizen essen bzw. so etwas nötig haben.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Puszta am 08. März 2016, 10:32:16
Kommt jetzt auch in den Medien, dass es auf eine weitere vorläufige Verlängerung hinauslaufen soll. Global 2000 strengt eine Klage gegen die EFSA, das BfR und gegen Monsanto an. Grund: Schwere Mängel bei der Beurteilung "nicht krebserregend".

Also gibts dann zum Ende der vorläufigen Verlängerung wieder diverse "Produkte der Empörungsindustrie"

Bei uns im öffentlich rechtlichen wurde letzte oder vorletzte Woche auch das Thema zuerst mit der bekannte Doku (Seralini Studie, etc.) gebracht und gestern dann auch in den Nachrichten raufgespielt.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: BNT am 08. März 2016, 10:34:56
Die Sikkation ist aus mehrerlei Sicht unangebracht. Schon alleine wegen des Wirkstoffmanagements wird das für die meisten Betriebe nicht empfehlenswert sein.

Mich nervt es ziemlich, dass es bei den ganzen Diskussionen um Glyphosat überhaupt nicht mehr um die Grundproblematik geht und die besteht nun mal. Da es nun mal diese Einstufung als potentiell krebserregend und mich persönlich interessiert schon sehr, wie denn der genau Wirkmechanismus abläuft, der Glyphosat krebserregend machen kann. Dasselbe Spiel bei der endokrinen Wirkung u. dlg. Nun heißt es immer, dass das nur schwer raus zu finden sei, aber bei den Mrd. Umsätzen, die mit und mit Hilfe des Wirkstoffes gemacht werden, muss das schon drin sein. Wenn man es nicht hin bekommt, muss man halt drauf hin arbeiten. Wozu haben wir Universitäten? ;)

Was wir persönlich draus mit nehmen sollten: Anwenderschutz. Das ist ja generell ein Thema, unabhängig von Glyphosat. Anderenorts wird das ja schon besprochen. Schön wären halt echt mal Systeme, mit denen man im geschlossenen System befüllen könnte. So schwierig kann das nicht umzusetzen sein. Selbst in Entwicklungsländern klappt das mit weit aus giftigeren Stoffen (Colchicin in der Pflanzenzucht). Den ganzen Krampf mit dem Schutzanzug usw finde ich nur nervig.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: ANDERSgesehn am 08. März 2016, 11:57:55

Ich selbst bin für ein striktes Verbot der Sikkation, einer Beschränkung der Menge (in g/ha je Zeiteinheit) sowie dem Zulassungsentzug für Kommunen, Gärtner und Privatpersonen.
 

nono, jetzt hast alles rausgesucht, wie es dir paßt!  ;)

das leben ist bekanntlich kein wunschkonzert,
schau mal was bei kuhhandel rauskommt ...

ich tippe eher auf zulassungsentzug bekannter (günstiger) produkte,
und registierung junger/neuer (teurer) produkte mit weiteren
einschränkungen, die nicht auf deiner wunschliste stehen.

Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: NobbyNobbs am 08. März 2016, 12:10:10
http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/03/08/insider-eu-verschiebt-votum-ueber-glyphosat-zulassung/


Wunschliste hin, Wunschliste her. Eine Entscheidung muss logisch begründbar sein und Sinn machen. Was du erwartest, macht keinen Sinn. Überraschen würde es mich trotzdem nicht.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: ANDERSgesehn am 08. März 2016, 12:28:53

@ und sinn machen ...

naja, über politische entscheidungen (oder kuhhandel),
darüber läßt sich streiten ... ( will ich nicht, bringt nichts...)

 - -

ich erwarte gar nichts, nur zum klarstellen!
 - es ist nur ein nachstellen vom gedanklichen pokerspiel
der verhandler, wie es kommen könnte.

Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: NobbyNobbs am 08. März 2016, 12:32:59

@ und sinn machen ...

naja, über politische entscheidungen (oder kuhhandel),
darüber läßt sich streiten ... ( will ich nicht, bringt nichts...)

 - -

ich erwarte gar nichts, nur zum klarstellen!
 - es ist nur ein nachstellen vom gedanklichen pokerspiel
der verhandler, wie es kommen könnte.

Ja, rein theoretisch kann alles kommen. Von der bedingungslosen Zulassung über eine neue restriktivere Zulassung bis hin zum totalen Verbot ist alles drin.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: farming.ch am 08. März 2016, 12:37:27

Ich selbst bin für ein striktes Verbot der Sikkation, einer Beschränkung der Menge (in g/ha je Zeiteinheit) sowie dem Zulassungsentzug für Kommunen, Gärtner und Privatpersonen.
 

nono, jetzt hast alles rausgesucht, wie es dir paßt!  ;)

das leben ist bekanntlich kein wunschkonzert,
schau mal was bei kuhhandel rauskommt ...

ich tippe eher auf zulassungsentzug bekannter (günstiger) produkte,
und registierung junger/neuer (teurer) produkte mit weiteren
einschränkungen, die nicht auf deiner wunschliste stehen.

Anders Zukunfts-Tipp gibt schon Sinn, vor allem für die Gewinnmaximierung der Agrarchemie ;-).
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: ANDERSgesehn am 08. März 2016, 12:40:31

christian, die sitzen ja auch am verhandlungstisch ... ;_)
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: charlie am 08. März 2016, 12:49:05
http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/03/08/insider-eu-verschiebt-votum-ueber-glyphosat-zulassung/


Wunschliste hin, Wunschliste her. Eine Entscheidung muss logisch begründbar sein und Sinn machen. Was du erwartest, macht keinen Sinn. Überraschen würde es mich trotzdem nicht.

Sag mal Nobby, kennst du auch seriöse Quellen? Die DWN vom Maier zählen da mit ihren Verschwörungstheorien eher nicht dazu...
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: NobbyNobbs am 08. März 2016, 12:50:53
http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/03/08/insider-eu-verschiebt-votum-ueber-glyphosat-zulassung/


Wunschliste hin, Wunschliste her. Eine Entscheidung muss logisch begründbar sein und Sinn machen. Was du erwartest, macht keinen Sinn. Überraschen würde es mich trotzdem nicht.

Sag mal Nobby, kennst du auch seriöse Quellen? Die DWN vom Maier zählen da mit ihren Verschwörungstheorien eher nicht dazu...

Ich habe das jetzt schon von mehreren Seiten gehört; unter anderem über einen Kollege mit direktem Draht nach Brüssel.
Es wird so kommen, die Entscheidung ist vertagt, da bin ich zu 95 % sicher. Oder alles ist ein Ablenkungsmanöver, damit Doro und Konsorten endlich mal die Fre*** halten.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: charlie am 08. März 2016, 12:54:33
Stimmt... Die Netzfrauen haben ja in diesem Potpourri der Halbwahrheiten noch gefehlt...
Ich schließe Wetten ab, dass die Entscheidung diese Woche noch fällt und dann das große Geschrei erst richtig losgeht...
Zusätzliche Auflagen wird es ziemlich sicher geben  :police:
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: NobbyNobbs am 08. März 2016, 12:55:41
Stimmt... Die Netzfrauen haben ja in diesem Potpourri der Halbwahrheiten noch gefehlt...
Ich schließe Wetten ab, dass die Entscheidung diese Woche noch fällt und dann das große Geschrei erst richtig losgeht...
Zusätzliche Auflagen wird es ziemlich sicher geben  :police:

Ich wette dagegen. Wird vertagt.
Nächstes Treffen, der Verlierer gibt mindestens zwei Hefe.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: charlie am 08. März 2016, 12:59:12
Stimmt... Die Netzfrauen haben ja in diesem Potpourri der Halbwahrheiten noch gefehlt...
Ich schließe Wetten ab, dass die Entscheidung diese Woche noch fällt und dann das große Geschrei erst richtig losgeht...
Zusätzliche Auflagen wird es ziemlich sicher geben  :police:

Ich wette dagegen. Wird vertagt.
Nächstes Treffen, der Verlierer gibt mindestens zwei Hefe.

Ein Weizen geht mal schon auf mich... Den Rest sehen wir Ende der Woche...
http://www.topagrar.com/news/Home-top-News-Entscheidung-ueber-Glyphosat-wird-wohl-verschoben-2833364.html (http://www.topagrar.com/news/Home-top-News-Entscheidung-ueber-Glyphosat-wird-wohl-verschoben-2833364.html)
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Euro-T am 08. März 2016, 14:26:36
Nächstes Treffen, der Verlierer gibt mindestens zwei Hefe.

Wo kriegen wir denn eigentlich so nen verdammten Gäulspflug her???
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: charlie am 08. März 2016, 14:42:51
Nächstes Treffen, der Verlierer gibt mindestens zwei Hefe.

Wo kriegen wir denn eigentlich so nen verdammten Gäulspflug her???

Der Pflug ist weniger das Problem....
Wo kriegen wir die Gäule her???  :frage:  ;D
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Euro-T am 08. März 2016, 14:48:51
Nächstes Treffen, der Verlierer gibt mindestens zwei Hefe.

Wo kriegen wir denn eigentlich so nen verdammten Gäulspflug her???

Der Pflug ist weniger das Problem....
Wo kriegen wir die Gäule her???  :frage:  ;D

Ei...der Proband sitzt doch an der Quelle!

Zur Not frag ich Paul, der mengt doch auch mit Kaltblütern da rum - die sind zwar eigentlich nur auf Schlitten und Kutsche, aber bißchen flexibel müssen die halt sein, das Leben ist kein Ponyhof  ;D
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Falk am 08. März 2016, 16:13:58
meine frau hat ja auch 3 gäule, aber ich befürchte das die nicht damit klar kommen! Sollten sich allerdings gäule finden würde ich mich gern beiom Transport behilflich zeigen, in sofern sie halbwegs auf dem weg sind ;)

Wenns ganz dumm kommt dann mieten wir uns halt pferde! Für den Spaß schmeiss ich was  in den Hut!
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Mulchsaat am 08. März 2016, 16:14:53
meine frau hat ja auch 3 gäule, aber ich befürchte das die nicht damit klar kommen! Sollten sich allerdings gäule finden würde ich mich gern beiom Transport behilflich zeigen, in sofern sie halbwegs auf dem weg sind ;)

Wenns ganz dumm kommt dann mieten wir uns halt pferde! Für den Spaß schmeiss ich was  in den Hut!

Ich auch!!!

Wenn das tatsächlich stattfindet, wird das mit Abstand das größte Treffen [emoji23]
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: wolf am 08. März 2016, 16:31:34
http://www.agrarheute.com/news/glyphosat-entscheidung-ueber-wiederzulassung-vertagt?utm_source=agrarheute&utm_medium=Newsletter&utm_campaign=ah-newsalarm&utm_content=2016-03-08

Zitat
Vor allem Frankreich, die Niederlande, Schweden und Italien lehnen eine Wiederzulassung des Wirkstoffs ab

Puh, hätte ich jetzt nicht gedacht, dass diese Länder eine ablehnende Haltung einnehmen. Dachte eigentlich, dass Landwirte in F eine bessere Lobby haben, aber wohl nicht bei den Sozialisten...

Gruß
Wolf
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Tim am 08. März 2016, 16:35:23
Ja hätte ich auch nicht gedacht.

Es macht den Eindruck als ob uns die NGOs nur zu unserem besten ins Mittelalter zurück schicken.

Mfg tim
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: angusy am 08. März 2016, 16:35:40
meine frau hat ja auch 3 gäule, aber ich befürchte das die nicht damit klar kommen! Sollten sich allerdings gäule finden würde ich mich gern beiom Transport behilflich zeigen, in sofern sie halbwegs auf dem weg sind ;)

Wenns ganz dumm kommt dann mieten wir uns halt pferde! Für den Spaß schmeiss ich was  in den Hut!

Ich auch!!!

Wenn das tatsächlich stattfindet, wird das mit Abstand das größte Treffen [emoji23]


Diese ominöse Thema schwirrt durch die unterschiedlichsten Threads! Könnte das mal jemand ein wenig sortieren!
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Mulchsaat am 08. März 2016, 16:39:53
meine frau hat ja auch 3 gäule, aber ich befürchte das die nicht damit klar kommen! Sollten sich allerdings gäule finden würde ich mich gern beiom Transport behilflich zeigen, in sofern sie halbwegs auf dem weg sind ;)

Wenns ganz dumm kommt dann mieten wir uns halt pferde! Für den Spaß schmeiss ich was  in den Hut!

Ich auch!!!

Wenn das tatsächlich stattfindet, wird das mit Abstand das größte Treffen [emoji23]


Diese ominöse Thema schwirrt durch die unterschiedlichsten Threads! Könnte das mal jemand ein wenig sortieren!

Gerüchte streuen  ;)
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: charlie am 08. März 2016, 16:43:59
Ich frage mich ob Abstimmungen im Bundestag inzwischen zur Spaßveranstaltung verkommen...
Unsere Regierung hält sich ja sowieso nicht daran...  :rolleyes:
Oder wie läßt sich die deutsche Enthaltung in Brüssel legitimieren?

https://www.topagrar.com/news/Home-top-News-Mehrheit-im-Bundestag-fuer-Glyphosat-2823893.html (https://www.topagrar.com/news/Home-top-News-Mehrheit-im-Bundestag-fuer-Glyphosat-2823893.html)
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: angusy am 08. März 2016, 17:27:43
Wenn man dort noch irgendetwas ernst nimmt, dann müsste die Nichtverlängerung der Glyphos-Zulassung unmittelbar zum sofortigen Ende aller TTIP-Verhandlungen führen.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Gast 225 am 08. März 2016, 17:37:28
Wenn man dort noch irgendetwas ernst nimmt, dann müsste die Nichtverlängerung der Glyphos-Zulassung unmittelbar zum sofortigen Ende aller TTIP-Verhandlungen führen.

Genau richtig und sämtliche Einfuhr aus nicht Eu Länder von Pflanzlichen Produkten und vielleicht soger Fleisch und Flüssiges !

Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: sten am 08. März 2016, 17:40:53
Wenn man dort noch irgendetwas ernst nimmt, dann müsste die Nichtverlängerung der Glyphos-Zulassung unmittelbar zum sofortigen Ende aller TTIP-Verhandlungen führen.

Genau richtig und sämtliche Einfuhr aus nicht Eu Länder von Pflanzlichen Produkten und vielleicht soger Fleisch und Flüssiges !
Aber dazu wird es nicht kommen. Wir importieren weiterhin fleissig Mais und Soja, während wir hier unser privates Büllerb schaffen,  wo wir aber auch keinen reinlassen.....
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: farming.ch am 08. März 2016, 17:48:17
Importe dann mit staatlicher Deklariation auf dem Lebensmittel: "Kann mit Glyphosat behandelt worden sein" wie in CH beim Hormonfleisch oder Antibiotika als Leistungsförderer.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: farming.ch am 08. März 2016, 18:03:03
Ansonsten ist die Haltung der Staaten in der EU nicht besonders erstaunlich, im Umweltrecht herrscht ja das Vorsorgeprinzip:

"Das Vorsorgeprinzip ist ein wesentlicher Bestandteil der aktuellen Umweltpolitik und Gesundheitspolitik in Europa, nach dem Belastungen bzw. Schäden für die Umwelt bzw. die menschliche Gesundheit im Voraus (trotz unvollständiger Wissensbasis) vermieden oder weitestgehend verringert werden sollen. Es dient damit einer Risiko- bzw. Gefahrenvorsorge. Eine einheitliche Definition dieses Begriffes existiert nicht. Die Erklärung der UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung (UNCED) 1992 in Rio konkretisiert das Vorsorgeprinzip in Kapitel 35 Absatz 3 der Agenda 21:

„Angesichts der Gefahr irreversibler Umweltschäden soll ein Mangel an vollständiger wissenschaftlicher Gewißheit nicht als Entschuldigung dafür dienen, Maßnahmen hinauszuzögern, die in sich selbst gerechtfertigt sind. Bei Maßnahmen, die sich auf komplexe Systeme beziehen, die noch nicht voll verstanden worden sind und bei denen die Folgewirkungen von Störungen noch nicht vorausgesagt werden können, könnte der Vorsorgeansatz als Ausgangsbasis dienen.“

Das Vorsorgeprinzip zielt darauf ab, trotz fehlender Gewissheit bezüglich Art, Ausmaß oder Eintrittswahrscheinlichkeit von möglichen Schadensfällen vorbeugend zu handeln, um diese Schäden von vornherein zu vermeiden."
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Vorsorgeprinzip

Mich nähme nur Wunder, auf was die Aussage basiert, Glyphos sein wahrscheinlich krebserregend ?
Und der Verdacht lässt mich nicht los, dass es sich auch eine Marketingstrategie von Monsanto handeln könnte- haben die eigentlich ein Nachfolgeprodukt in der Pipeline, mit dem sich wieder richtig Profit machen lässt ?

LG Christian
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: sten am 08. März 2016, 18:08:46
http://mobile.reuters.com/article/idUSL1N0ZA1XN20150624
Guchst Du!
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: farming.ch am 08. März 2016, 18:19:47
Kenne Dicamba und 2.4D noch, solange bin ich noch nicht Bio-Bauer ;-). Für Euch würde das aber kein voller Ersatz bieten, denke ich.

Allerdings wurde mir auf Anfrage immer vom Mischen dieser Produkte mit Glyphos abgeraten (wollte damit Wasserknöterich killen). Die Begründung war, soviel ich mich errinnern kann, dass Glyphos schneller wirkt als die anderen zwei, somit sei das sinnlos ?

Christian
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: sten am 08. März 2016, 18:23:39
Kenne Dicamba und 2.4D noch, solange bin ich noch nicht Bio-Bauer ;-). Für Euch würde das aber kein voller Ersatz bieten, denke ich.

Allerdings wurde mir auf Anfrage immer vom Mischen dieser Produkte mit Glyphos abgeraten (wollte damit Wasserknöterich killen). Die Begründung war, soviel ich mich errinnern kann, dass Glyphos schneller wirkt als die anderen zwei, somit sei das sinnlos ?

Christian
Ich kenne Dicamba nicht . Ich hab auch keine Ahnung, was das kann,  es taucht nur immer wieder im Zusammemhang mit Monsanto auf.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: farming.ch am 08. März 2016, 18:29:59
Ein bekannter Markenname ist Banvel für ein Dicamba- Produkt. Wir verwendeten diesen Wuchsstoff oft im Mais. Gegen Ampfer, Winden, Disteln.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: charlie am 08. März 2016, 18:43:00
Dicamba wirkt nur auf dikotyle.
Wie schon angesprochen in Banvel M zusammen mit 2,4D

Hier mal ein bissl Chemie darüber:
http://www.chemie.de/lexikon/Dicamba.html (http://www.chemie.de/lexikon/Dicamba.html)

Auf jeden Fall ist es auswaschungsgefährdeter als Glyphosat.
So ein bissl Teufel mit Belzebub austreiben  :never:
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: am 08. März 2016, 18:47:45
Allerdings wurde mir auf Anfrage immer vom Mischen dieser Produkte mit Glyphos abgeraten (wollte damit Wasserknöterich killen). Die Begründung war, soviel ich mich errinnern kann, dass Glyphos schneller wirkt als die anderen zwei, somit sei das sinnlos ?

Christian

Roundup Ready Xtend soll ja gerade dort eingesetzt werden wo resistente Unkräuter ein Problem darstellen. Dicamba soll auf die Pflanzen wirken, die vom Glyphosat nicht (nicht mehr) erfasst wurden.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: guest176 am 08. März 2016, 19:18:06
Nächstes Treffen, der Verlierer gibt mindestens zwei Hefe.

Wo kriegen wir denn eigentlich so nen verdammten Gäulspflug her???

Der Pflug ist weniger das Problem....
Wo kriegen wir die Gäule her???  :frage:  ;D

Ei...der Proband sitzt doch an der Quelle!

Zur Not frag ich Paul, der mengt doch auch mit Kaltblütern da rum - die sind zwar eigentlich nur auf Schlitten und Kutsche, aber bißchen flexibel müssen die halt sein, das Leben ist kein Ponyhof  ;D

blöd das es so weit weg ist , bis 100 km würde ich eines unserer kaltblütergespanne aufladen und vorbei kommen .......
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: MUKUbauer am 08. März 2016, 19:49:26
Wenn man dort noch irgendetwas ernst nimmt, dann müsste die Nichtverlängerung der Glyphos-Zulassung unmittelbar zum sofortigen Ende aller TTIP-Verhandlungen führen.

Das ist auch meine Meinung warum die Franzosen dann Glyphos nicht mehr wollen soll sich jeder selber denken
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: zetor am 08. März 2016, 20:50:45
Ich glaube das ich ohne Glyphosat auch klar kommen würde, aber in manchen Situationen würde es mit Sicherheit fehlen. Wenn die Zulassung aus läuft darf es auch nicht mehr in Kommunen und im privaten/öffentlichen Bereich eingesetzt werden oder? Wenn das der Fall wird werden die ganzen Rentner und Hobbygärtner erstmal durchdrehen..
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Euro-T am 08. März 2016, 20:53:58
Ich glaube das ich ohne Glyphosat auch klar kommen würde, aber in manchen Situationen würde es mit Sicherheit fehlen. Wenn die Zulassung aus läuft darf es auch nicht mehr in Kommunen und im privaten/öffentlichen Bereich eingesetzt werden oder? Wenn das der Fall wird werden die ganzen Rentner und Hobbygärtner erstmal durchdrehen..

...und die Bahn erst...

Wären ja dann nen Haufen Arbeitsplätze... ein Schelm...
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: curmet am 08. März 2016, 22:37:36
Was das größte Problem der EU auch etwas lindern würde. So könnte man viele Flüchtlinge beschäftigen... ;-)
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: NobbyNobbs am 08. März 2016, 22:50:30
Ich weiß nicht, ob diese Verschiebung gut oder schlecht sein wird. Entweder, die Faschos intensivieren nun ihre Bemühungen und die dolle Krüger bringt demnächst eine Studie raus, dass jeder 5. Ziegel mit 0,0000000023 Nanogramm Glyphosat belastet ist. Oder aber, es ist gut, weil sich die ganze Sache mal ein bisschen beruhigt. Glaube aber, dass eher ersteres eintreffen wird, denn:

- sie feiern die Verschiebung triumphal und tun so als wäre es ihr Verschulden. Das ist Balsam für die geschundene Netzmutterseele
- die Themen müssen weiter dramatisiert werden um den Spendenfluss aufrecht zu erhalten, denn nur mit der Angst lässt sich Geld verdienen
- Grün sucht weiter seine Darseinsberechtigung und jede Wählerstimme ist ihnen Gold wert
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: hanns am 08. März 2016, 23:19:06
bauer willi schreibt,dass die bemühungen darauf hinaus laufen,100% biolandwirtschaft in D zu etablieren.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Euro-T am 08. März 2016, 23:31:43
bauer willi schreibt,dass die bemühungen darauf hinaus laufen,100% biolandwirtschaft in D zu etablieren.

Da gehe ich mit, solche Aussagen höre ich aus den verschiedensten Ebenen auch immer wieder (und immer öfter).

Die Konsequenzen weigere ich mich, mir vorzustellen.

Aber der Weg ist auch noch weit.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: klausg am 09. März 2016, 00:14:41
bauer willi schreibt,dass die bemühungen darauf hinaus laufen,100% biolandwirtschaft in D zu etablieren.

Da gehe ich mit, solche Aussagen höre ich aus den verschiedensten Ebenen auch immer wieder (und immer öfter).

Die Konsequenzen weigere ich mich, mir vorzustellen.

Aber der Weg ist auch noch weit.

Na Da täusch Dich mal nicht - die hoffen alle auf einen Politikwechsel nach 2017 - dann gehts den konventionellen an den Kragen - sowohl in der Tierhaltung als auch im Ackerbau - ohne Rücksicht auf uns oder unsere Betriebe - ist eh nicht das Wählerklientel der Ideologen. Deutschland kann sich das leisten und will es sich leisten, so der Tenor. Bei uns alles Alibi - sauber ,  was wie woher kommt - im Verarbeitungsbereich völlig egal. Billiger Dreck für das gemeine Volk - Beste Bioware aus D für die Gutmenschen.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: NobbyNobbs am 09. März 2016, 05:07:40
Dreht doch mal nach nicht am Rad. Dagegen spricht einiges. Zum Beispiel, dass es auch noch Leute gibt die normal essen wollen und nicht bereit sind, für einen vorgegaukelten Mehrwert so viel mehr zu bezahlen. Zum Glück dürften das acht oder neun von zehn sein. Der Bioboom wird gerne mal maßlos überschätzt, die breite Masse hat da überhaupt keinen Bock drauf, auch wenn die Maffia predigt dass es so sei. Wie denn dann, konventionelle Ware importieren? Dem Saubermann-Image wegen? Wäre vergleichbar mit der Energiewende. 
Wäre es so, dass hier alle auf bio machen würden, überlegt euch mal wie deutlich das das Angebot erhöhen würde. Wer soll den Preisverfall tragen?
Wie soll das ablaufen, nicht jeder hat diese Art Landwirtschaft drauf/Erfahrung auf dem Gebiet. Bundesweite Probleme die dann auch alle treffen (Epidemien) wären vorprogrammiert. Das würde sich derart aufschaukeln, dass nur weitere Betriebe den Bach runter gingen- alles andere als das gewollte Kleinbauerndasein. Das wäre eine Rückschritt in die Zeit von vor 60, 70 Jahren mit knapper Lebensmittelversorgung.
Die Konzerne sind auch noch da und mächtig, darf man nicht vergessen. Ich wäre der erste der sich zur Lobbyarbeit melden würde wenn so ein Scheissdreck mal im Raum stünde.

So weit wird es nicht kommen, die Düngung bleibt erhalten. Aber im Pflanzenschutzmittelbereich wird einiges wegfallen (auch ne Art Resistenzmanagement, wenn dann irgendwann nichts mehr geht werden "neue" Wirkstoffe zugelassen).
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: kakvogl am 09. März 2016, 05:32:36
NN Siehst Du fährst hier "Verteidigungswaffen" für einen Wirkstoff auf dass ein neutraler Verbraucher sich fragt: " Warum fährt NN solche Geschütze auf " wenn viele Fakten einfach feststehen? Glyphosat im Bier hätte ich mir nie vorstellen können. Mich intressiert die Glyphosatgeschichte überhaupt nicht. Genauso Errossion auf meinen Feldern gibts nicht. Warum? Weil ich keine Chemie mehr will und die Häufelpflugtechnik keine Errossion erzeugt wie sie im Nachbarfeld heuer nach Grubbern und Kreiseleggensaat negative zu sehen ist. Wohlgemerkt bei gleichen Gefälle und gleicher Bodenart und nur 20 mm Platzregen. Ich will zwar keinen belehren aber es gibt Wege wenn man seine Scheuklappen ablegt und für alles offen ist.
Unnnnnnnd NN Du hast ja angedeutet eine Versuchsfläche anzulegen Direktsaat ohne Glyphosat, ich hoffe es gelingt. :o
Schöne Woche noch. ;D
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Stefan81 am 09. März 2016, 07:41:29
Das mit dem Bio würde ja in den trockeneren Gebieten in Deutschland noch funktionieren, aber im Norden wäre da die Kacke am dampfen.
Glaube aber trotzdem nicht das Glyphos so schnell abgeschafft wird, weil wenn die Rentner, Hobbygärtner und die Eisenbahner selbst wieder Hand anlegen müssen, stehen sie in Berlin.  ;D
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: MUKUbauer am 09. März 2016, 08:14:18
Ich glaube das ich ohne Glyphosat auch klar kommen würde, aber in manchen Situationen würde es mit Sicherheit fehlen. Wenn die Zulassung aus läuft darf es auch nicht mehr in Kommunen und im privaten/öffentlichen Bereich eingesetzt werden oder? Wenn das der Fall wird werden die ganzen Rentner und Hobbygärtner erstmal durchdrehen..

...und die Bahn erst...

Wären ja dann nen Haufen Arbeitsplätze... ein Schelm...

Die Bahn verwendet meinen Infos nach was anderes als Glyphosat
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: NobbyNobbs am 09. März 2016, 08:49:22
Ich glaube das ich ohne Glyphosat auch klar kommen würde, aber in manchen Situationen würde es mit Sicherheit fehlen. Wenn die Zulassung aus läuft darf es auch nicht mehr in Kommunen und im privaten/öffentlichen Bereich eingesetzt werden oder? Wenn das der Fall wird werden die ganzen Rentner und Hobbygärtner erstmal durchdrehen..

...und die Bahn erst...

Wären ja dann nen Haufen Arbeitsplätze... ein Schelm...

Die Bahn verwendet meinen Infos nach was anderes als Glyphosat
. Und zwar?
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Corpy am 09. März 2016, 08:52:11
http://www.noz.de/deutschland-welt/politik/artikel/575176/bahn-setzt-weiter-auf-glyphosat-im-gleisbett
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: NobbyNobbs am 09. März 2016, 09:08:40
NN Siehst Du fährst hier "Verteidigungswaffen" für einen Wirkstoff auf dass ein neutraler Verbraucher sich fragt: " Warum fährt NN solche Geschütze auf " wenn viele Fakten einfach feststehen? Glyphosat im Bier hätte ich mir nie vorstellen können. Mich intressiert die Glyphosatgeschichte überhaupt nicht. Genauso Errossion auf meinen Feldern gibts nicht. Warum? Weil ich keine Chemie mehr will und die Häufelpflugtechnik keine Errossion erzeugt wie sie im Nachbarfeld heuer nach Grubbern und Kreiseleggensaat negative zu sehen ist. Wohlgemerkt bei gleichen Gefälle und gleicher Bodenart und nur 20 mm Platzregen. Ich will zwar keinen belehren aber es gibt Wege wenn man seine Scheuklappen ablegt und für alles offen ist.
Unnnnnnnd NN Du hast ja angedeutet eine Versuchsfläche anzulegen Direktsaat ohne Glyphosat, ich hoffe es gelingt. :o
Schöne Woche noch. ;D

Zusammenhang Erosion und Chemie?

Du hast es immer noch nicht ganz verstanden. Klar findet man heute alles was man sucht, entscheidend ist doch die Konzentration. Wir haben eine Analytik, wenn du einmal durch einen Raum gehst wo eine Zigarette geraucht wird, weisen sie dir Wochen später noch hunderte Gifte im Körper nach. Dein Bier ist sicherlich mit 100 anderen, giftigeren und höher konzentrierten Substanzen belastet als mit Glypho. Woher das Glyphosat kommt? Der Verdacht liegt nahe, dass der Eintrag über importierte Braugerste erfolgt. Deutsche Braugerste ist von Haus aus glyphofrei erzeugt worden- gesetzlich bestimmt.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: WilliW am 09. März 2016, 09:17:54
Moin,

bei heutiger Analytik bekommt der Spruch "Benzin im Blut" sicher eine ganz andere Bedeutung.
Schade, dass selbst wir, die in der Lage sein sollten, mit Zahlen umzugehen und Werte entsprechend zu deuten, offensichtlich nicht mehr fähig sind, diese zu relativieren.
Jeder Stoff, der in der Umwelt (wie und wo auch immer) vorkommt, ist inzwischen überall nachweisbar.
Und auch Paracelsus scheint in Vergessenheit geraten zu sein: Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift; allein die Dosis machts, daß ein Ding kein Gift sei

Zur angesprochenen Zwangsumstellung auf Bio: Dann wächst bei mir auf 2/3 der Flächen bald wieder Wald. Was anderes als Aufforsten bleibt da nicht. - Ist dann aber auch Bio :rolleyes:

Willi
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: farming.ch am 09. März 2016, 09:32:00
Moin,

bei heutiger Analytik bekommt der Spruch "Benzin im Blut" sicher eine ganz andere Bedeutung.
Schade, dass selbst wir, die in der Lage sein sollten, mit Zahlen umzugehen und Werte entsprechend zu deuten, offensichtlich nicht mehr fähig sind, diese zu relativieren.
Jeder Stoff, der in der Umwelt (wie und wo auch immer) vorkommt, ist inzwischen überall nachweisbar.
Und auch Paracelsus scheint in Vergessenheit geraten zu sein: Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift; allein die Dosis machts, daß ein Ding kein Gift sei

Zur angesprochenen Zwangsumstellung auf Bio: Dann wächst bei mir auf 2/3 der Flächen bald wieder Wald. Was anderes als Aufforsten bleibt da nicht. - Ist dann aber auch Bio :rolleyes:

Willi

Ja, die Geilheit der Medien auf Umsatz mit populistischen Schlagzeilen ist sehr gefährlich. Siehe auch Trump. Der Mensch ist leider etwas bequem und man will sich nicht differenziert mit einem Thema auseinandersetzen... Etwas Hoffnung macht das Internet und die ständig bessere Ausbildung der Leute.

Es ist auch für mich als Bio-Bauer nicht zu verstehen, warum man jetzt auf Glyphos rumhackt. Meiner Meinung nach solle man alle Agrarchemie kritisch betrachten, vor allem auch Wirkstoffe in Kombination im menschlichen Körper und der Umwelt.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: halbspaenner am 09. März 2016, 09:33:01
Moin,
eine Hobbygärtnerin hier im Ort mit einem super unkrautfreien Garten hat vor ein paar Tagen mächtig rum gezetert :cara:, daß doch endlich das super gefährliche Gift "Glyphosat" verboten werden müßte und die bösen, umweltvernichtenden Bauern geteert und gefedert werden müssen. Auf die Frage, weshalb ihr Garten ja so schön unkrautfrei sei, antwortete sie, daß sie ausschließlich das naturfördernde "Round up" aus dem Baumarkt verwende..... :stupid:
Das bewirkt die "Aufklärungsarbeit" unserer grünen Weltenretter und Spendensammelkonzerne, wenn ich ganz zynisch wäre, würde ich sagen es müßte mal wieder eine Hungerkatastrophe hier in Europa geben :o, damit diese Verbr...... zurück in ihre Löcher kriechen!
Entsetzte Grüße, Rudolf
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: NobbyNobbs am 09. März 2016, 09:33:13
Moin,

bei heutiger Analytik bekommt der Spruch "Benzin im Blut" sicher eine ganz andere Bedeutung.
Schade, dass selbst wir, die in der Lage sein sollten, mit Zahlen umzugehen und Werte entsprechend zu deuten, offensichtlich nicht mehr fähig sind, diese zu relativieren.
Jeder Stoff, der in der Umwelt (wie und wo auch immer) vorkommt, ist inzwischen überall nachweisbar.
Und auch Paracelsus scheint in Vergessenheit geraten zu sein: Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift; allein die Dosis machts, daß ein Ding kein Gift sei

Zur angesprochenen Zwangsumstellung auf Bio: Dann wächst bei mir auf 2/3 der Flächen bald wieder Wald. Was anderes als Aufforsten bleibt da nicht. - Ist dann aber auch Bio :rolleyes:

Willi

 :daumen1:

Ich würde auch kein Bio machen. Ich nehme dann die Prämie mit, mache haufenweise Blumenwiesen und Grünland, dazu ein paar Unkrautdemos für meine dann ins Leben gerufenen Protestaktionen und werde hauptberuflich Lobbyist oder sonst was. Für solche Fälle habe ich eben mal studiert (Risikoabsicherung). 
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: NobbyNobbs am 09. März 2016, 09:36:54
Es ist auch für mich als Bio-Bauer nicht zu verstehen, warum man jetzt auf Glyphos rumhackt. Meiner Meinung nach solle man alle Agrarchemie kritisch betrachten, vor allem auch Wirkstoffe in Kombination im menschlichen Körper und der Umwelt.

Dagegen ist nichts zu sagen. Und wenn dann heraus kommt, dass eben auch nach 40 Jahren nichts herauskommt, dann spricht nichts dagegen, weitere 40 Jahre zu forschen um eventuell doch irgendwas zu finden. Aber da verpflichtet es sich, die Fr**** zu halten, statt Panik zu schnüren.

Die Erklärungen kann ich dir ganz schnell liefern:
- Spendengaunerei der Umwelt- und etwaiger NGO-Organisationen
- Stimmen erdreisten

Und die geneigte Netzmutter kriegt vor Panik fast einen Herzinfakt und hat Angst vor dem völlig Falschen.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: nofear am 09. März 2016, 09:44:23
Ich würde auch kein Bio machen. Ich nehme dann die Prämie mit, mache haufenweise Blumenwiesen und Grünland, dazu ein paar Unkrautdemos für meine dann ins Leben gerufenen Protestaktionen und werde hauptberuflich Lobbyist oder sonst was. Für solche Fälle habe ich eben mal studiert (Risikoabsicherung).

Sei Dir da mal nicht so sicher: In Sachsen wird heuer vermutlich schon die Blühflächenprämie runtergesetzt, weil zu viel mitgemacht haben...
Wobei ich gerade hier im Gebirge, auf den schlechteren Standorten, wenig Flächen gesehen hab letztes Jahr...
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: BNT am 09. März 2016, 09:52:22
Die ökologische Landwirtschaft (nach EU-Bio-VO) ist ein ziemlich gefährliches Spiel unserer Politiker. Um Ressourcenschonung geht es da am allerwenigsten. Das Blatt hat sich aber ohnehin schon wieder von der Ideologie zur harten Praxis gewendet. Pflanzenschutzmittel und Dünger sind auch bei den Bios wieder zum Thema geworden.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: hanns am 09. März 2016, 10:47:26
....Genauso Errossion auf meinen Feldern gibts nicht. Warum? Weil ich keine Chemie mehr will und die Häufelpflugtechnik keine Errossion erzeugt wie sie im Nachbarfeld heuer nach Grubbern und Kreiseleggensaat negative zu sehen ist. Wohlgemerkt bei gleichen Gefälle und gleicher Bodenart und nur 20 mm Platzregen....

fläche am hang mitte mai hangaufwärts gepflügt,kreiselegge,maissaat und 24 h später wolkenbruch.
keller,gärten und strasse vollkommen mit erde überflutet.
meine fläche,direkt daneben,pfluglos triticale hangseitwärts gedrillt,keine erosion.
nachbar hat mittlerweile gelernt und bearbeitet jetzt quer zum hang.
mit chemie hatte das aber nicht zu tun.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Helmo am 09. März 2016, 11:03:51
Zitat
Zitat von: kakvogl am Heute um 05:32:36

    ....Genauso Errossion auf meinen Feldern gibts nicht. Warum? Weil ich keine Chemie mehr will und die Häufelpflugtechnik keine Errossion erzeugt wie sie im Nachbarfeld heuer nach Grubbern und Kreiseleggensaat negative zu sehen ist. Wohlgemerkt bei gleichen Gefälle und gleicher Bodenart und nur 20 mm Platzregen....


fläche am hang mitte mai hangaufwärts gepflügt,kreiselegge,maissaat und 24 h später wolkenbruch.
keller,gärten und strasse vollkommen mit erde überflutet.
meine fläche,direkt daneben,pfluglos triticale hangseitwärts gedrillt,keine erosion.
nachbar hat mittlerweile gelernt und bearbeitet jetzt quer zum hang.
mit chemie hatte das aber nicht zu tun.

Kannst Du aber so auch nicht vergleichen.
Deine Fläche hatte Bewuchs, die Andere nicht. Vielleicht wäre bei Dir auch etwas abgeflossen, wenn du keine Triticale eingesät hättest. Evtl nicht so viel, klar, aber der Vergleich hinkt.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: NobbyNobbs am 09. März 2016, 11:03:58
Die effektivste Maßnahme gegen Erosion ist KEINE Bodenbearbeitung/permanente Bodenbedeckung, was dauerhaft wiederum (fast) nur mit Glyphosat geht. Das ist das Paranoide an der Aussage eine positive Korrelation aus dem Chemieeinsatz und dem Anstieg der Erosion bilden zu wollen.

Wenn kakvogl einen Weg und sein System gefunden hat, ist das doch super. Das ist ja das um was es hier geht.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Puszta am 09. März 2016, 11:14:36
Spielt doch mal mit mir das Gedankenspiel, dass ein Land der EU - egal ob Deutschland oder Österreich - vollflächig auf Bio umstellt.

In .at ist die Bioprämie ein Top-Up zu den restlichen (nicht allen) Maßnahmen, die man auch als Konvi machen kann. Der Topf des Bio-Top-Ups ist gedeckelt, sprich gibt es mehr die rein greifen bekommen alle weniger aus. Im Grunde auch verständlich, ich kann mir nicht vorstellen, dass in der nächsten Förderperiode nominell einfach mehr €€€ in diesen Töpfen stecken. Kurzum, wenn alle in den Bio-Topf greifen werden die öffentlichen Gelder wohl maximal leicht über denen der jetzigen Konvis liegen. Ich weiß nicht wie sehr die deutschen Bios auf öffentliche Gelder angewiesen sind, in Österreich ist das durchaus essentiell.

Sagen wir mal irgendwie schafft man es trotz offener Märkte den Bio-Anteil im Markt auf 50% zu bringen. Wenn aber 100% Bio produziert wird, wo geht dann die halbe Erntemenge hin? Zwangsläufig wird sich zu den geringeren öffentlichen Geldern für Bios auch der Bioproduktpreis ändern. Da gab es in Österreich in der Vergangenheit böse Bauchlandungen von Vermerktungsgesellschaften, wo am Ende die Landwirte die angeschmierten waren und das bei der jetzigen Bioproduktionsmenge! Wohl gemerkt unterstelle ich in meiner These, dass nach der Umstellung eine theoretische Eigenversorgung durch Bio-Produkte erreicht werden kann, was ich aber anzweifle.

Summiere ich das alles auf, wird das sicher irgendwie machbar sein, Bauern sind ein zähes Völkchen. Allerdings werden dann die vielen kleinen Nebenerwerbler wohl sehr schnell weniger werden. Erstens heißt Bio auch, dass ich mehr Zeit auf meinen Feldern (bei Tierhaltung habe ich keinen Plan) verbringe. Sei es bei der Kontrolle, weil die Maßnahmen sitzen müssen, oder zweitens bei den einzelnen Maßnahmen selbst, die im Schnitt doch zeitaufwändiger sind.

Wie seht ihr das?

Grundsätzlich bin ich davon überzeugt, dass die Schere zwischen Konvis und Bios definitiv enger werden wird. Seht euch die "neuen" PSM-Zulassungen an, da tut sich nicht viel. Dann die öffentliche Hinrichtung als Verwender von Massenvernichtungswaffen. Auf der anderen Seite werden im nächsten Programm der EU sicher neue Umweltauflagen zu finden sein.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: angusy am 09. März 2016, 11:40:44
Spielt doch mal mit mir das Gedankenspiel, dass ein Land der EU - egal ob Deutschland oder Österreich - vollflächig auf Bio umstellt.


Dann wage ich die provokative Behauptung, dass keine Bio-Semmel mehr verkauft wird.

Nur unsere Nachbarn erfreuen sich dann über den lukrativen Markt.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: NobbyNobbs am 09. März 2016, 11:49:13
Spielt doch mal mit mir das Gedankenspiel, dass ein Land der EU - egal ob Deutschland oder Österreich - vollflächig auf Bio umstellt.

In .at ist die Bioprämie ein Top-Up zu den restlichen (nicht allen) Maßnahmen, die man auch als Konvi machen kann. Der Topf des Bio-Top-Ups ist gedeckelt, sprich gibt es mehr die rein greifen bekommen alle weniger aus. Im Grunde auch verständlich, ich kann mir nicht vorstellen, dass in der nächsten Förderperiode nominell einfach mehr €€€ in diesen Töpfen stecken. Kurzum, wenn alle in den Bio-Topf greifen werden die öffentlichen Gelder wohl maximal leicht über denen der jetzigen Konvis liegen. Ich weiß nicht wie sehr die deutschen Bios auf öffentliche Gelder angewiesen sind, in Österreich ist das durchaus essentiell.

Sagen wir mal irgendwie schafft man es trotz offener Märkte den Bio-Anteil im Markt auf 50% zu bringen. Wenn aber 100% Bio produziert wird, wo geht dann die halbe Erntemenge hin? Zwangsläufig wird sich zu den geringeren öffentlichen Geldern für Bios auch der Bioproduktpreis ändern. Da gab es in Österreich in der Vergangenheit böse Bauchlandungen von Vermerktungsgesellschaften, wo am Ende die Landwirte die angeschmierten waren und das bei der jetzigen Bioproduktionsmenge! Wohl gemerkt unterstelle ich in meiner These, dass nach der Umstellung eine theoretische Eigenversorgung durch Bio-Produkte erreicht werden kann, was ich aber anzweifle.

Summiere ich das alles auf, wird das sicher irgendwie machbar sein, Bauern sind ein zähes Völkchen. Allerdings werden dann die vielen kleinen Nebenerwerbler wohl sehr schnell weniger werden. Erstens heißt Bio auch, dass ich mehr Zeit auf meinen Feldern (bei Tierhaltung habe ich keinen Plan) verbringe. Sei es bei der Kontrolle, weil die Maßnahmen sitzen müssen, oder zweitens bei den einzelnen Maßnahmen selbst, die im Schnitt doch zeitaufwändiger sind.

Wie seht ihr das?

Grundsätzlich bin ich davon überzeugt, dass die Schere zwischen Konvis und Bios definitiv enger werden wird. Seht euch die "neuen" PSM-Zulassungen an, da tut sich nicht viel. Dann die öffentliche Hinrichtung als Verwender von Massenvernichtungswaffen. Auf der anderen Seite werden im nächsten Programm der EU sicher neue Umweltauflagen zu finden sein.

Ich sehe es genauso und schrieb ja bereits:

- Das Angebot wäre ja direkt ver-x-facht. Wie würde es sich mit den Erzeugerpreisen verhalten... oooder
- Was ist mit den Leuten die den Mehrpreis nicht bezahlen wollen oder können?
Letzteres ist politisch NICHT gewollt und wird niemals durchsetzbar sein. Das Volk soll und muss billig fressen und das Geld lieber für Luxusgüter raushauen.
Das Ganze kann also nicht funktionieren. Wenn wir hier in Deutschland alle biologisch wirtschaften würden- und kein Mensch glaubt, dass irgendwer anders mitziehen würde- dann wären wir am Arsch. Das muss man mal so einfach sagen. Entweder wir importieren dann wieder konventionelle Ware oder aber
- die Produktpreise stiegen dramatisch (siehe weiter oben, das wird nicht passieren)
- die Versorgungslage wäre zudem sicherlich nicht gegeben (-> von deutschem, regionalem Bio keine Spur)

Alles Spinnerei. Es wird eine Annäherung geben. Nach dem einen oder anderen Gau vielleicht auch mal wieder eine Zulassungserweiterung oder Sonstiges. Vielleicht hängen wir in einem Jahr schon im 3. Weltkrieg, dann interessiert Bio keine Sau mehr, denn dann werden auch die Netzmütter und Grünen Besseres im Kopf und mal wieder eine etwas weniger vernebelte Sicht haben.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: BNT am 09. März 2016, 11:58:24
Als erstes würde sich die Versorgung mit agrarischen Rohstoffen in Österreich noch mal um ein Stück mehr in Schieflage begeben. Die Milchproduktion würde nur wenig sinken, die Produktion von Druschfrüchten halbieren und um Gemüse und Obstbau würde es auch ähnlich sein. Als Folge würde noch mehr importiert werden müssen. Importe von agrarischen Rohstoffen sind nichts anderes, als Importe von Nährstoffen und Energie. Um die Energie muss man sich nicht sorgen. Um die Nährstoffe dafür umso mehr.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Gast 225 am 09. März 2016, 12:30:31
Na Nobby ,

Weshalb sollten denn die Lebensmittelpreise für den verbraucher steigen ???
Hab jetzt keine lust seitenvoll zuschreiben abee die Erzeugung wird mit verboten und legmitationen belegt in allen bereichen und was nucht erzeugt wird wird eingeführt aus ländern die dies nicht haben aber die Möglichkeit zu erzeugen auf teufel komm raus . Bei sogar jetzigen Preisen lohnt der Anbau auf sonst Brachflächen , da liegt oder lag noch einiges auf der Welt . Die wollen alle wohlstand und industrie produckte und mit was werden die bezahlen , nur kleiner Gedanken gang.
Die Flüchtlinge , auch die die noch kommen brauchen arbeit und unsere bestimmende Wirtschaft mit Banken keine Landwirte , merkel kanns richten und danach die welche man am besten dazu beeinflussen kann
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: farming.ch am 09. März 2016, 12:42:02
Darüber spricht keiner....

"Waschmittel, Kosmetika und Medikamente verschlechtern immer mehr unsere Wasserqualität. Sogar moderne Kläranlagen stossen da an ihre Grenzen.

In Deutschland sorgt die wachsende Menge von Chemikalien im Trinkwasser für eine Überforderung der Kläranlagen. Katherine Reiche, Hauptgeschäftsführerin des Verbandes Kommunaler Unternehmen (VKU), will die Verbraucher künftig mehr in die Pflicht nehmen. Denn das Problem der Mikro-Verunreinigungen sein von den Wasserbetrieben allein nicht mehr zu lösen."
http://www.codecheck.info/news/Klaeranlagen-bekommen-Chemikalien-nicht-mehr-aus-dem-Trinkwasser-125169


Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: NobbyNobbs am 09. März 2016, 12:58:22
Weshalb sollten denn die Lebensmittelpreise für den verbraucher steigen ???

Na aus dem gleichen Grund wieso das jetzt bei Bioprodukten auch so ist. Die Erzeugung ist einfach zu teuer, die Menge limitiert. Angebot und Nachfrage regeln den Markt. Also gibt es zwei Möglichkeiten:

- Der Verbraucher bezahlt des knappen Angebots wegen die Differenz
- das Ganze wird künstlich billig und die Landwirte über Subventionen am Leben gehalten?
Beides führt im Endeffekt dazu, dass der Verbraucher tiefer in die Tasche greifen muss. Entweder direkt an der Ladentheke oder über abartige Subventionen. Und mal abgesehen von den paar % die wirklich darauf stehen und bereit sind mehr zu bezahlen, wollen die meisten Menschen nicht den Biopreis bezahlen. Andere können's auch gar nicht. Ebenso viele schei*** auf gut Deutsch gesagt darauf, denen ist es egal. Oder willst du Bio-Nahrungsmittel? Ich erachte es weder als nötig noch ethisch in Ordnung diese zu essen. Also wieso soll ich mir aufzwingen lassen diese zu essen wenn es auch konventionell geht und obendrein die Hälfte kostet?
Also wo soll der Markt für 100 % bio sein?

Das andere Szenario: Wenn hier alle auf einmal auf bio machen, du kannst dir ja ausrechnen welche prozentuale Steigerung das hätte, dann wäre der Markt diesbezüglich überschwemmt. Mal angenommen, wir schaffen es so alle Produkte vom Weizen bis zum Obst in Hülle und Fülle zur Verfügung zu stellen (schaffen wir nicht im Ansatz), der Markt wäre also gesättigt. Wer bezahlt den Landwirten jetzt die teure Produktion? Bio kann hier bei uns doch nur funktionieren weil es für eine kleine Sparte eine Nischenproduktion ist. Anderenfalls gebe es entweder nicht genug, und die Preise wären astronomisch (das wäre der politische Supergau) oder aber die Landwirte produzieren irgendwann bio zu den Bedingungen (Preisen) wie heute die Konvis. Wie soll das gehen?
Es grenzt schon an Blasphemie, wenn wir uns hier in der Bananenrepublik darüber unterhalten, ob es Sinn macht, die Produktion sinnloser Weise einfach mal um die Hälfte zu drosseln und damit den gesamten Fortschritt der letzten 50 Jahre dahin zu raffen, währenddessen die Weltbevölkerung täglich steigt.  :stupid: Irgendwann wird es vielleicht noch von zentraler Bedeutung sein, die Erträge weiter zu maximieren und eine größtmögliche Menge zu ernten. Dann sollten die Idioten aber lieber erst mal dafür sorgen, dass die Umverteilung des Ganzen gelöst wird. Dass 50 % Lebensmittel weg geschmissen werden (und man rein theoretisch auch mit der Hälfte aus käme), ist nämlich ein soziales Problem. Aber damit würde sich das Versorgungsprobleme des überproportionalen Effekts der wachsenden Weltbevölkerung im Vergleich zur Produktionssteigerung effektiver abfedern lassen. Oben genannte Dinge sind hier völlig fehl am Platz, da sie diesbezüglich ja sogar noch deutlich schlechter abschneiden würden. Mittel- bis langfristig kann man also auch erwarten, dass "Masse" gewollt ist. Vielleicht findet das industrielle Zeitalter mit Agrochemie, Gentech, Klonfleisch (...) erst in ein paar Jahrzehnten seinen Höhepunkt. Zwischenzeitlich mag es schon sein, dass die kleinen grünen Lichter sowas wie eine grüne Revolution in Gang bringen.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: farming.ch am 09. März 2016, 13:09:00
Weshalb sollten denn die Lebensmittelpreise für den verbraucher steigen ???

Na aus dem gleichen Grund wieso das jetzt bei Bioprodukten auch so ist. Die Erzeugung ist einfach zu teuer, die Menge limitiert. Angebot und Nachfrage regeln den Markt. Also gibt es zwei Möglichkeiten:

- Der Verbraucher bezahlt des knappen Angebots wegen die Differenz
- das Ganze wird künstlich billig und die Landwirte über Subventionen am Leben gehalten?
Beides führt im Endeffekt dazu, dass der Verbraucher tiefer in die Tasche greifen muss. Entweder direkt an der Ladentheke oder über abartige Subventionen. Und mal abgesehen von den paar % die wirklich darauf stehen und bereit sind mehr zu bezahlen, wollen die meisten Menschen nicht den Biopreis bezahlen. Andere können's auch gar nicht. Ebenso viele schei*** auf gut Deutsch gesagt darauf, denen ist es egal. Oder willst du Bio-Nahrungsmittel? Ich erachte es weder als nötig noch ethisch in Ordnung diese zu essen. Also wieso soll ich mir aufzwingen lassen diese zu essen wenn es auch konventionell geht und obendrein die Hälfte kostet?
Also wo soll der Markt für 100 % bio sein?

Das andere Szenario: Wenn hier alle auf einmal auf bio machen, du kannst dir ja ausrechnen welche prozentuale Steigerung das hätte, dann wäre der Markt diesbezüglich überschwemmt. Mal angenommen, wir schaffen es so alle Produkte vom Weizen bis zum Obst in Hülle und Fülle zur Verfügung zu stellen (schaffen wir nicht im Ansatz), der Markt wäre also gesättigt. Wer bezahlt den Landwirten jetzt die teure Produktion? Bio kann hier bei uns doch nur funktionieren weil es für eine kleine Sparte eine Nischenproduktion ist. Anderenfalls gebe es entweder nicht genug, und die Preise wären astronomisch (das wäre der politische Supergau) oder aber die Landwirte produzieren irgendwann bio zu den Bedingungen (Preisen) wie heute die Konvis. Wie soll das gehen?

In der CH wird Möglichkeit eins und zwei kombiniert, plus auch Import. Das heisst, Steuerzahler und Verbraucher bezahlen, plus der günstigere Import...
Dazu kommt die Produktivitätsteigerung durch Forschung und Entwicklung, z.B. Sortenzüchtung oder neuartige Maschinen bei Oeko. Da wird ja im Moment nur sehr wenig investiert in R&D.

Die Entwicklung von mehr Oeko (damit ist nicht nur Bio gemeint) verlief und verläuft in CH in kleinen Schritten.

So haben wir auch eine starke Marke "IP- Suisse", also Integrierte Produktion. Diese Zwischenstufe fehlt wohl in D ?
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Gast 225 am 09. März 2016, 13:31:39
dann lasst doch mal das Wort " Bio " wesch  !

Die landwirtschaftliche Erzeugung bekommt einfach einen neuen Standard und was der dann noch tätige Landwirt erzeugt wird nach Kontrolle in den Verkehr gebracht . Was fehlt und hoffentlich viel wird eingeführt ohne Kontrolle , ich seh das jetzt nicht aus den Augen eines Landwirts .

Für den Verbraucher wird das nicht teurer höchstens wie der Wechsel von DM auf Euro !

Prämien müssen nicht mehr werden pro ha aber weniger Landwirte die mehr bekommen , merkst du so langsam wo ich hin will ??

Denk mal nach ob sowas nicht rundläuft für die Industrie und Banken und besonders für Politik , Landwirte haben keine Stimmmacht mehr !

Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Euro-T am 09. März 2016, 14:24:05
Also gut, ich stelle es mir doch mal vor.

Reiner Bio Anbau (und dementsprechend auch die Vermarktung, mann will dem Volk ja Gutes tun) in D würde als erstes bedeuten, die TTIP Verhandlungen sofort einzustellen. Das ist der erste Pferdefuß.

Das will man aber auf keinen Fall, also muß es durch die Hintertür geschehen. Hier ein Wirkstoff weniger, da eine Auflage mehr...ich brabbel ja auch schon seit geraumer Zeit von einem Striegel, die Hirnwäsche hat bereits begonnen...

Aufgrund dieser Thematik wird der Strukturwandel noch massiv beschleunigt, denn es gilt immer mehr: nur wer die Produktion und die Kosten im Griff hat, kann bestehen. Joti, gibst du eigentlich Seminare...???

Und was heisst das in der Praxis? Wir produzieren dann irgendwann dem Zeitgeist genehm, aber eigentlich will es keiner haben, denn die Regale sind voll mit günstiger Ware (Bio & Konvi, denn den Bürgern die Ernährung vorzuschreiben, dazu dürfte die Rechtsgrundlage nicht gegeben sein) aus dem Ausland (denn TTIP, oder die Mauer um D sind nicht zu verhindern), also entweder werden wir hier massiv subventioniert (warum eigentlich, wird der Verbraucher einmal mehr die Frage stellen, es geht doch auch ohne, günstiger aus dem Ausland..), oder hier geht einer nach dem anderen vor die Hunde.

Da wir ja aber irgendwas mit unserer Kulturlandschaft in punkto Pflege machen müssen, wird es viele interessante Blumenprogramme geben. Das werden die Holländer nicht lustig finden..

Denn eines muß man sich gewiss sein: wir liegen global gesehen mit unserer Kostenstruktur in der Produktion garnicht schlecht. Wenn die deutsche Menge aber fehlt, interessiert das keine Sau. Das gilt aber lediglich, wenn wir konventionell produzieren können. Biologisch machen wir da überhaupt keinen Stich, schon garnicht dann, wenn es bei den Importen keinerlei rigorose Kontrollen ob der Bio-Herkunft gibt.

Also alles in Allem ein recht sinnloses Szenario, was aber nicht bedeutet, das man nicht dennoch mit Vehemenz daran arbeitet, den (das bisschen..) Agrarstandort Deutschland so gut es geht von der Karte zu kratzen.

Wenn so Mancher hier mal in gewissen Gremien sitzen würde, dann wäre er schon Amok gelaufen. Ich selbst wüsste manchmal gerne weniger, als mir zugetragen wird.

Hier ist einfach nix mehr mit gesundem Menschenverstand zu erklären.



Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: guest10686 am 09. März 2016, 17:23:43
Zitat
Wenn so Mancher hier mal in gewissen Gremien sitzen würde, dann wäre er schon Amok gelaufen. Ich selbst wüsste manchmal gerne weniger, als mir zugetragen wird.

Hier ist einfach nix mehr mit gesundem Menschenverstand zu erklären.

Das macht einem echt Mut. :-[

Wird aber so sein, - ebenso wie Georgs Aussage zum weltweiten Tauschhandel der Warenströme.
Demnach sind wir nicht gewünscht, ausser tatsächlich nur für Blümchenwiesen.....
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: klausg am 09. März 2016, 17:51:20
Nobby s Realismus in allen Ehren - aber leider fürchte ich, die Ideologen sehen die wirtschaftlichen Zusammenhänge erst dann ein, wenn es längst zu spät ist.
TTIP ist da eher der Schlüssel, um die Massen sicher weiter versorgen zu können.

Zuallerst gilt die eigene Meinung und Weltanschauung. Das kann man jeden Tag an Worten und Werken unserer grünen Landwirtschaftsminister und bei unserer Umweltministerin sehen. Da wird selbst vor Lug und Betrug nicht zurück geschreckt, um die eigene Meinung für die breite Masse auf zu bereiten zur Stimmungsmache gegen unseren Berufsstand.
Da man ja längst begriffen hat, das sich die breite Masse eine direkte Bevormundung nicht gefallen lässt, stülpt man uns nun das ganze per Ordnungsrecht über. Im Zusammenhang mit der genannten Stimmungsmache geht das super elegant. Geschieht den Bauern ganz recht, wenn die alle so böse Sachen machen.
Das ist dann der allgemeine Tenor, der den Bauern entgegenschlägt - sollten sie es wagen sich zu beschweren.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Mathias am 09. März 2016, 17:56:56
Geht mal nicht vom Schlimmsten aus, die können uns doch garnicht den Welthandel mit unseren Produkten verbieten.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Goas am 09. März 2016, 22:59:49
Nobby`s Realismus ist kein Realismus, sondern eine Ideologie der industriellen konventionellen Landwirtschaft. Diese hat nämlich Angst vor Bio, warum auch immer.
Vielleicht ist es auch eine tägliche gebetsmühlenartige Übung, sich einzureden, daß es immer so weitergehen muß, wie es war.
Dabei findet doch jetzt schon Europaweit eine gewisse Zwangs-Ökologisierung der Landwirtschaft statt. Dies ist nicht immer nur ein Handycap, sondern auch eine Chance!
Warum finden hier im Forum viele Leute inzwischen Zwischefrüchte so toll mit den verschiedenen Mischungen? Das machen die Ökos schon immer so. Die konventionelle Hirnwäsche der Beratung und chemischen Industrie hat das aber über Jahrzehnte verteufelt.
Und was ist den schlimm daran, Lebensmittel ohne chemische Behandlung zu essen, als Landwirt nicht permanent den
ungesunden (bzw. oftmals giftigen) Produkten ausgesetzt zu sein, oder einer gewissen Kundschaft Lebensmittel zu verkaufen, die diese haben möchte?

Deutschland wird auch niemals in der Lage sein, die Welt zu ernähren. Und so lange wir es uns leisten können, essbare Pflanzen zur Stromproduktion zu verheizen, welche vorher mit Diesel, Dünger und Chemie angebaut und geerntet wurden, kann es mit der Lebensmittelknappheit nicht so weit her sein.
Die armen Länder dieser Welt können nicht einmal unser billiges Getreide kaufen, denn die Leute dort haben kein Geld dafür. Es gäbe noch soviele Hektare auf diesem Planeten,
die brach liegen, und nur darauf warten, durch Bauern angepackt zu werden.

Wenn die Menschheit es nicht schafft, Ihr Wachstum einzuschränken, dann wird irgendwann das auf diesem Planeten sowieso ein Ende haben. Da reichen nicht nur die Lebensmittel nicht mehr, sondern es gibt noch mehr Umweltbelastungen, man hat noch mehr Kriege, die Rohstoffe sind endlich, usw.

Daß auch der Bio-Anbau wirtschaftliche Zwänge hat, und eine Überproduktion mit Preisverfall katastrophal wäre, das ist vollkommen richtig,
Öko hat inzwischen auch Strukturen im Handel und Markt, die dem konventionellen Markt vergleichbar sind. Daher finde ich es hier immer schlimm, das eine oder andere Extrem
herauszustellen oder zu verteufeln, sondern beides als Option anzusehen, oder ein Mittelweg dazwischen. Produziert das, wofür das Volk bereit ist, Geld auszugeben,
und dann wird sich das auch rechnen. Aktuelles Beispiel: konventionelle Milchbauern haben einen extremen Preisverfall der Milch, die Ökos das Gegenteil. Folgerung: entweder die Situation aussitzen oder dem Markt sich zuwenden, der das Potential hat, oder aufhören. Das Füttern, Melken, Herdenmanagement bleibt oftmals gleich, aber der Betriebsleiter muß in manchen Dingen neue Wege gehen.

So jetzt aber gut, und auch nicht rein persönlich nur gegen Nobby, aber diese Art der Niedermache ökologischer Wirtschaftsweise und der Bio-Produkte finde ich unter aller Sau und kann ich nicht länger hier mitlesen. Ich habe in beiden Bereichen meinen Betrieb erfolgreich geführt und kenne inzwischen auch einige ehemalige konventionelle Vorzeigebetriebe, die jetzt auch mit Öko eine Super Sache machen. Zum ursprünglichen Thema: Es geht auch ohne Glysophat, nur anders, und nicht nur auf Öko!

Goas
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: kakvogl am 09. März 2016, 23:16:26
Hallo NN ich will doch nicht mein System als einzig richtig darstellen. Beispiel das Nachbarfeld mit der Errosion hat in meinen Augen den Fehler der Gänsefussschare plus Kreiseleggensaat. Mit Doppelherzschare wäre es vermutlich nicht zu so einer Abschwemmung von soviel fruchtbaren Boden gekommen bei nur 20 Liter auf den qm. Für mich wäre die Königsdisziplin wirklich Direktsaat in Bio.
Aber bei mir am Standort ist eben nichts ohne Lockerung zu erwirtschaften. Ich hatte doch schon ne Parzelle auf Direktsaat umgestellt. Stechen konnte man den Boden sogar sehr gut mit den Spaten. Aber die Pflanzenwurzeln wollten einfach nicht ohne Sauerstoff. Auch Kollegen machten bei uns lange vor mir die Erfahrung. Säen und Ernte ist doch Super mit viel Freizeit, doch leider gehts bei mir nicht. Und wie gesagt egal was man durch die Krume zieht am Ende muss es halt im Geldbeutel passen. Was Du NN mit Direktsaat auf den Bildern zeigt ist doch Super. Aber die Chemie Abhängigkeit bzw Verliebheit sollte man doch stets hinterfragen ob es nicht anders auch geht. Auch weiß ich beim besten Willen nicht was passieren würde wenn alle Bio machen. ZUr Zeit sind die Landwirte egal in welcher Sparte die größten Fußabstreifer in Europa hinsichtlich Preise. Ende.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: charlie am 10. März 2016, 06:12:07
Es geht für uns unter Landwirten hier ja keinesfalls um die Verteufelung oder Niedermachung eines bestimmten Systems (egal ob Konvi oder Bio), diese Verteufelung findet ja auf ideologischer Ebene von Nichtfachleuten mit puren Emotionen statt.
Immer mehr Auflagen und Kontrollwahn treiben uns in eine politisch gewollte Richtung, ob diese Richtung die gleiche ist, wie der eigentliche Konsument möchte, wage ich zu bezweifeln.
Schauen wir uns als Beispiel doch mal völlig ideologiefrei ein sehr weit reguliertes Feld der Produktion an: Eierproduktion.
Die Käfighaltung ist bei uns verboten. Die Eierpreise haben sich im Zuge dessen aber nicht an den höheren Aufwand angepasst. Der Konsument kauft das was im Laden steht. Punkt.
Was passiert aber mit den ganzen verarbeiteten Produkten? Hier werden die Eier bzw Frischei aus Regionen importiert in denen unter geringsten Auflagen produziert wird, weil das Rohprodukt eben entsprechend billig ist.
Ähnliches erwarte ich hier beim Ackerbau: die Ideologen verordnen uns eine Bilderbuchlandwirtschaft und ein großer Teil der Rohproduktion wird von der verarbeitenden Industrie eben da gekauft, wo es am billigsten ist.
Für viele unserer Produkte fehlt es uns auch einfach an Marktnähe. Nicht jeder kann Obst und Gemüse anbauen. Selbst ein Großteil des Fleisches geht erstmal in die Verarbeitung und nicht nach dem Zerteilen in die Fleischtheke. Direktvermarktbare Produkte lassen sich mit dem Argument Bio auch an den Mann bringen, jedoch sind die Rohprodukte für verarbeitete Lebensmittel austauschbar, Herkunft und Produktionsweise interessieren nicht, nur der Preis. Passend hierzu die Geschichte mit Glyphosat im Bier (wahrscheinlich aus Importmalz/-gerste)
Und hier beißt sich die Katze in den Schwanz. Natürlich kommt es unter diesen Voraussetzungen nicht zum Preisanstieg, denn kein Produkt wird wirklich knapp. Was hier nicht unter hohem Aufwand produziert wird, wird eben importiert. Wenn es nicht direkt an die Ladentheke kann, wird es in verarbeiteten Produkten verwendet. Also werden die Regale immer noch voll sein und wir Landwirte müssen uns wieder gegenseitig unterbieten um die teurer produzierten Waren loszuwerden.
Der Verbraucher merkt keinen Unterschied, kann sich aber zurücklehnen und sagen: Schau mal, unsere Politik tut was für die Umwelt und den Verbraucherschutz.
Wenn wir diesen Run auf Bio hätten, würden die Marktanteile nicht weiter im kleinen einstelligen Prozentbereich rumdümpeln. Für einzelne ist dies sicher eine gute Nische, aber für alle kein Weg.
In der außerlandwirtschaftlichen Industrie werden Produktivitätssteigerungen gefeiert. Die sind ja auch vonnöten um das höhere Lohnniveau und die auch dort vorhandenen Umweltauflagen hierzulande auszugleichen. In der Landwirtschaft ist das verpönt, in der öffentlichen Meinung ist der Kleinbauer der Gute und der Großagrarier die Umweltsau. Doch wo ist da der Übergang? 10 ha, 100 ha, 500 ha???
Ist wie mit Massentierhaltung... 100, 1000 oder 10.000 Schweine???

Ich weiß, das alles hat mit Glyphosat nur am Rande zu tun. Doch ist das nur der Türöffner. Heute Glyphosat auch als Sinnbild für GVO-Landwirtschaft und morgen alle Insektizide....
Wissenschaft zählt nicht mehr, denn die Emotion und das Gefühl bestimmen das Handeln...
Schöne neue Welt....
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: angusy am 10. März 2016, 06:12:16
Für mich wäre die Königsdisziplin wirklich Direktsaat in Bio.

Nein, das wäre schon "Göttlich",

denn nur der hat das richtig gut hinbekommen!

Wir Sterbliche brauchen halt das eine oder andere Hilfsmittelchen!
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: NobbyNobbs am 10. März 2016, 10:37:36
Nobby`s Realismus ist kein Realismus, sondern eine Ideologie der industriellen konventionellen Landwirtschaft. Diese hat nämlich Angst vor Bio, warum auch immer.
Vielleicht ist es auch eine tägliche gebetsmühlenartige Übung, sich einzureden, daß es immer so weitergehen muß, wie es war.
Dabei findet doch jetzt schon Europaweit eine gewisse Zwangs-Ökologisierung der Landwirtschaft statt. Dies ist nicht immer nur ein Handycap, sondern auch eine Chance!
Warum finden hier im Forum viele Leute inzwischen Zwischefrüchte so toll mit den verschiedenen Mischungen? Das machen die Ökos schon immer so. Die konventionelle Hirnwäsche der Beratung und chemischen Industrie hat das aber über Jahrzehnte verteufelt.
Und was ist den schlimm daran, Lebensmittel ohne chemische Behandlung zu essen, als Landwirt nicht permanent den
ungesunden (bzw. oftmals giftigen) Produkten ausgesetzt zu sein, oder einer gewissen Kundschaft Lebensmittel zu verkaufen, die diese haben möchte?

Deutschland wird auch niemals in der Lage sein, die Welt zu ernähren. Und so lange wir es uns leisten können, essbare Pflanzen zur Stromproduktion zu verheizen, welche vorher mit Diesel, Dünger und Chemie angebaut und geerntet wurden, kann es mit der Lebensmittelknappheit nicht so weit her sein.
Die armen Länder dieser Welt können nicht einmal unser billiges Getreide kaufen, denn die Leute dort haben kein Geld dafür. Es gäbe noch soviele Hektare auf diesem Planeten,
die brach liegen, und nur darauf warten, durch Bauern angepackt zu werden.

Wenn die Menschheit es nicht schafft, Ihr Wachstum einzuschränken, dann wird irgendwann das auf diesem Planeten sowieso ein Ende haben. Da reichen nicht nur die Lebensmittel nicht mehr, sondern es gibt noch mehr Umweltbelastungen, man hat noch mehr Kriege, die Rohstoffe sind endlich, usw.

Daß auch der Bio-Anbau wirtschaftliche Zwänge hat, und eine Überproduktion mit Preisverfall katastrophal wäre, das ist vollkommen richtig,
Öko hat inzwischen auch Strukturen im Handel und Markt, die dem konventionellen Markt vergleichbar sind. Daher finde ich es hier immer schlimm, das eine oder andere Extrem
herauszustellen oder zu verteufeln, sondern beides als Option anzusehen, oder ein Mittelweg dazwischen. Produziert das, wofür das Volk bereit ist, Geld auszugeben,
und dann wird sich das auch rechnen. Aktuelles Beispiel: konventionelle Milchbauern haben einen extremen Preisverfall der Milch, die Ökos das Gegenteil. Folgerung: entweder die Situation aussitzen oder dem Markt sich zuwenden, der das Potential hat, oder aufhören. Das Füttern, Melken, Herdenmanagement bleibt oftmals gleich, aber der Betriebsleiter muß in manchen Dingen neue Wege gehen.

So jetzt aber gut, und auch nicht rein persönlich nur gegen Nobby, aber diese Art der Niedermache ökologischer Wirtschaftsweise und der Bio-Produkte finde ich unter aller Sau und kann ich nicht länger hier mitlesen. Ich habe in beiden Bereichen meinen Betrieb erfolgreich geführt und kenne inzwischen auch einige ehemalige konventionelle Vorzeigebetriebe, die jetzt auch mit Öko eine Super Sache machen. Zum ursprünglichen Thema: Es geht auch ohne Glysophat, nur anders, und nicht nur auf Öko!

Goas

Wie ich schon oft sagte habe ich überhaupt nichts gegen gut gemachten Bioanbau. Das kann jeder machen wie er will. Ganz im Gegenteil, der Markt sollte gestillt werden, die paar % sind also sogar wichtig. Und interessant ist es für mich teilweise auch, denn ich arbeite integriert und schaue mir gerne was ab. Aber: Eben mehr auch nicht. Ich bin absolut dagegen, dass wir alle ZWANGSbio machen sollen. Und genauso wenig wie ich jemals irgendeinem Bio gesagt habe, dass er umstellen soll, genauso erwarte ich auch von allen Beteiligten, dass sie die konventionelle Landwirtschaft am Leben lassen. Biobauern tun das ja nicht, aber eben die NGOs und grünen Politiker. Klar ist es wichtig, sich immer wieder zu hinterfragen. Dazu fällt auch, den Einsatz bedenklicher Stoffe weiter zu minimieren. Aber das auf sachlich-wissenschaftlicher Ebene und nicht aus Hysterie. Und nichts anderes erleben wir zur Zeit.
Es ist seit Jahrzehnten so, dass wir uns immer mehr annähern. Der größte Schritt in die Richtung war die Definition des "integrierten Pflanzenbaus" auszusprechen. Und das ist in meinen Augen der idealste Weg, Landwirtschaft zu betreiben.

Ich sehe für mich keinen Sinn drin, weder ethisch-moralisch, ökologisch, ökonomisch oder sonst was, dass wir alle ökologisch wirtschaften sollen. Da kann man auf mich einreden wie man will, dieses Gedankengut macht aus meiner Sicht keinen Sinn. Nicht im Vergleich zur guten konventionellen Landwirtschaft, die hier mehr und mehr Einzug erhält. Ich bin davon nicht überzeugt und ich kann nur etwas machen wo ich dahinter stehe, Punkt. Denn, sorry das ist meine Meinung, einen richtigen Nutzen kann ich beim besten Willen nicht erkennen. Die Nahrungsmittel sind nachweislich keinen Deut gesünder oder weniger belastet, sie sind teurer produziert (unproduktiver Flächenverbrauch), die Böden werden aus meiner Sicht häufig mechanisch drangsaliert (-> Humusabbau?) und ausgelaugt, es findet viel häufiger und schneller eine Unkrautanreicherung statt und so weiter und so weiter. Ich muss mir nur die Frage stellen, ob ich meine Flächen lieber einem (guten) konventionellen Landwirt oder einem Biolandwirt geben würde. Die Antwort kannst du dir denken. Dass das jemand anders anders sieht und dass es auch anders geht, das ist mir klar. Aaaaber, es gibt eben immer solche und solche.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: BNT am 10. März 2016, 18:34:32
Ja unglaublich, wie sie euch schon dieses Schwarz - Weiß in die Köpfe geprügelt haben.
Bio ist nichts anderes, als ein Zertifikat, das man von der Behörde bekommt, wenn man die Voraussetzungen laut EU-Öko Verordnung erfüllt. Das ist eine rein formale Sache und hat rein gar nichts mit Sinnhaftigkeit oder sonst was zu tun. Ob Bio Sinn macht, hängt einzig und allein vom produzierenden Landwirt selbst ab. So wie eben bei den konventionellen auch.

Für die Politik war Bio damals ein gefundenes Fressen. Man hatte sich das strategisch echt schön ausgedacht, aber nicht mit dem Starrsinn der Landwirte gerechnet.

Starrsinn muss nicht immer etwas schlechtes sein. ;)
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: MUKUbauer am 10. März 2016, 20:47:15
Mal Punkto Bio
Das geistert mir auch im Kopf rum
Kommen bei mir solche Auflagen wie in der Südsteiermark (wasserschutz) reizt der Biogedanke noch mehr
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: John Deere 7830 am 11. März 2016, 20:08:06
Mal Punkto Bio
Das geistert mir auch im Kopf rum
Kommen bei mir solche Auflagen wie in der Südsteiermark (wasserschutz) reizt der Biogedanke noch mehr
Wenn ich so mit den Landwirten rede zu denen ich im Osten Österreichs komme, so geistert das einigen im Kopf herum. Mir selbst ja auch.

Und gefühlt war Bio in LW-Zeitungen noch selten so ein großes Thema. Bauernzeitung, fortschrittlicher Landwirt, etc., alle haben Sonderausgaben für Bio zugeschickt in den letzten Wochen.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: MUKUbauer am 11. März 2016, 20:57:09
Ist ja im Trend
Schau dir die Sojapreise mal bei bio an zb
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: John Deere 7830 am 11. März 2016, 21:00:25
Ist ja im Trend
Schau dir die Sojapreise mal bei bio an zb
Ja da jammern alle. Sind ja alle Tierhalter. :D
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: wolf am 12. März 2016, 11:31:52
Mal ein Beitrag in die andere Richtung:

http://www.t-online.de/lifestyle/gesundheit/id_77242266/bfr-glyphosat-ist-so-giftig-wie-kochsalz.html
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: NobbyNobbs am 12. März 2016, 11:40:44
Mal ein Beitrag in die andere Richtung:

http://www.t-online.de/lifestyle/gesundheit/id_77242266/bfr-glyphosat-ist-so-giftig-wie-kochsalz.html

Eija klar, nichts Neues. Gut, dass das BfR bei seiner Aussage bleibt. Die machen da wirklich einen guten Job.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: juliusjr am 12. März 2016, 12:21:04
Entschuldigung wenn s vielleicht nicht ganz in den threat passt - aber is eigentlich glyphos dakar ganz das gleiche wie round up turbo.ä? Also von der Formulierung her. Das meint nämlich mein landhändler.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: juliusjr am 12. März 2016, 14:45:02
Von der Wirkung her is das turbo anscheindend eh nicht soviel besser sondern am meisten bringt ssa. Stand im landwirt (ich glaub so heist die zeitschrift) probeabo den ich zufällig heut bekommen hab.
Hat ja nobby schon gesagt dass das so is.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Rabe am 30. März 2016, 22:21:26

Verfolgt man so die Presse bekommt man fast den Eindruck das bisher Lebensmittel kaum auf Glyphosatrückstände getestet wurden.
Von 2013- 2015 hat hat das Bayerische Landesamt für Gesundheitsschutz und Lebensmittelüberwachung in 418 Proben nur 8 mal Rückstände gefunden wobei diese stets
deutlich unter dem Grenzwert lagen.
https://www.lgl.bayern.de/lebensmittel/chemie/pflanzenschutzmittel/pestizide_pflanzlich_lm/ue_glyphosat.htm#bier

Man kann sicher der Meinung sein das 8 mal auch zuviel ist und der Wirkstoff nix in Lebensmitteln verloren hat, aber die Panik die derzeit verbreitet wird steht meiner Meinung nach
in keinem Verhältnis mehr.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: nofear am 30. März 2016, 23:55:20
Das geht doch auf keine Kuhhaut mehr: Wer Demokratie noch halbwegs ernst nimmt, der kann nur noch mit dem Kopf schütteln.
Der Bundestag hat in namentlicher Abstimmung mehrheitlich für die Verlängerung der Zulassung entschieden. Und eine Frau (Umweltministerin B.H.) hat sich bei der EU darüber hinweggesetzt und die Enthaltung D´s  angewiesen/durchgesetzt.

Und das hat nichts damit zu tun, ob ich das Glyphos persönlich gut finde oder nicht!
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: guest176 am 08. April 2016, 13:23:05
http://www.topagrar.com/news/Acker-Agrarwetter-Ackernews-Industrie-bietet-Leseraum-fuer-Glyphosat-Studien-an-2926529.html

ich habe inzwischnen den eindruck , das die banane längst geschält ist und wir ohne auskommen müssen
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Georg am 12. April 2016, 18:04:02
Bleibt wohl doch bei der Zulassung....

http://www.feelgreen.de/bundesregierung-will-glyphosat-weiter-erlauben/id_77525490/index
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: NobbyNobbs am 12. April 2016, 18:21:53
Bleibt wohl doch bei der Zulassung....

http://www.feelgreen.de/bundesregierung-will-glyphosat-weiter-erlauben/id_77525490/index

😂😂😂 Diese Meldung wird wieder so viel grüne Hetze produzieren. Die dumme Trulla da und Pseudowissenschaftlerin von M. Krüger wird rechtzeitig (drei Tage vorher) eine Studie raushauen. Ich les' schon die Schlagzeile: "Windeln mit Glyphosat belastet" (oder so ähnlich).
Ich verfolge die ganze Sache nicht mehr. Mein Verstand fühlt sich schon verarscht.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: klausg am 12. April 2016, 20:00:51
Bleibt wohl doch bei der Zulassung....

http://www.feelgreen.de/bundesregierung-will-glyphosat-weiter-erlauben/id_77525490/index

😂😂😂 Diese Meldung wird wieder so viel grüne Hetze produzieren. Die dumme Trulla da und Pseudowissenschaftlerin von U. Kropf wird rechtzeitig (drei Tage vorher) eine Studie raushauen. Ich les' schon die Schlagzeile: "Windeln mit Glyphosat belastet" (oder so ähnlich).
Ich verfolge die ganze Sache nicht mehr. Mein Verstand fühlt sich schon verarscht.

Woher beziehst Du die Info, das Ute  Kropf irgendwelche Studien kontra Glyphosat macht?
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Puszta am 13. April 2016, 08:42:21
Woher beziehst Du die Info, das Ute  Kropf irgendwelche Studien kontra Glyphosat macht?
Sehe ich genauso wie Nobby, ist einfach der Kampagnenplanung geschuldet. Da muss noch ein medialer Hammer ausgepackt werden. Nicht zu früh, damit nicht wirklich jemand Zeit darauf zu reagieren, aber der Volkszorn geschürt wurde.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: BNT am 13. April 2016, 09:08:00
Kann sein, dass sie es damit schon übertreiben und die Bevölkerung gesättigt ist. Dann geht der Schuss nach hinten los.
So wie damals beim sterbenden Wald. Oder bei den AKWs, oder, oder, oder.
Bin gespannt, wer oder was die nächste Sau sein wird.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Henrik am 13. April 2016, 09:17:08
Bleibt wohl doch bei der Zulassung....

http://www.feelgreen.de/bundesregierung-will-glyphosat-weiter-erlauben/id_77525490/index

😂😂😂 Diese Meldung wird wieder so viel grüne Hetze produzieren. Die dumme Trulla da und Pseudowissenschaftlerin von U. Kropf wird rechtzeitig (drei Tage vorher) eine Studie raushauen. Ich les' schon die Schlagzeile: "Windeln mit Glyphosat belastet" (oder so ähnlich).
Ich verfolge die ganze Sache nicht mehr. Mein Verstand fühlt sich schon verarscht.

Woher beziehst Du die Info, das Ute  Kropf irgendwelche Studien kontra Glyphosat macht?

Das würde mich auch mal Interessieren! Bitte Quellen Angabe!!!

die Ute Kropf die ich kenne ist an der FH Kiel Fachbereich Landwirtschschaft

https://www.fh-kiel.de/index.php?id=1726
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: NobbyNobbs am 13. April 2016, 10:26:13
Ou ouh Namendreher, Rolle rückwärts, keine falschen Unterstellungen meiner Seits hier. Schande über mein Haupt, ich meinte natürlich die M. Krüger.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Biobauer am 13. April 2016, 17:25:20
http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2016-04/pflanzenschutzmittel-glyphosat-eu-parlament-zulassung-abstimmung

da werden nun wieder welche nen feuchtes höschen bekommen, wobei dieser eine satz mit den unbedingt notwendig ja schon sehr dehnbar ist....
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: NobbyNobbs am 13. April 2016, 17:52:40
http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2016-04/pflanzenschutzmittel-glyphosat-eu-parlament-zulassung-abstimmung

da werden nun wieder welche nen feuchtes höschen bekommen, wobei dieser eine satz mit den unbedingt notwendig ja schon sehr dehnbar ist....

Wir sollten alle anstoßen. Heute ist ein guter Tag. 👏🏻👏🏻
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: tuning Esel am 13. April 2016, 18:00:44
http://www.blick.ch/news/schweiz/anstossen-mit-unkrautvernichter-diese-schweizer-biere-enthalten-am-meisten-glyphosat-id4913489.html

einfach weniger als 1000 Bier am Tag ....
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: charlie am 14. April 2016, 13:48:46
http://www.blick.ch/news/schweiz/anstossen-mit-unkrautvernichter-diese-schweizer-biere-enthalten-am-meisten-glyphosat-id4913489.html

einfach weniger als 1000 Bier am Tag ....

Wie schon geschrieben: bei 1000 Bier am Tag wird man sicher nicht vom wahrscheinlich krebserregenden Glyfos sterben, sondern eher von der mehr als 1.000.000fach höheren Menge an sicher krebserregenden Alkohol... :wall:
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: charlie am 26. April 2016, 20:16:56
Neuer Kompromissvorschlag der EU-Kommission: 10 Jahre Verlängerung der Zulassung von Glyphosat

http://www.agrarheute.com/news/eu-kommission-will-glyphosat-fuer-10-jahre-zulassen (http://www.agrarheute.com/news/eu-kommission-will-glyphosat-fuer-10-jahre-zulassen)
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: sten am 12. Mai 2016, 14:17:02
Es geht immer hin und her....


http://www.topagrar.com/news/SPD-stoppt-Ja-der-Bundesregierung-zu-Glyphosat-3304738.html
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: deewag am 12. Mai 2016, 14:48:01
in dem Zusammenhang auch interessant:

http://www.finanzen.net/nachricht/aktien/ROUNDUP-Brodelnde-Geruechtekueche-Kreise-Bayer-sondiert-Gebot-fuer-Monsanto-4881028
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Henriette am 12. Mai 2016, 15:07:39
Die Kommission hat sich an Rechtsgrundlagen zu halten und wenn die hergeben, dass ein Produkt wie Glyphosat den rechtlichen Zulassungskriterien entspricht, dann muss sie es zulassen.

Was die Grünen und die SPD da in Deutschland f(o)ördern ist politische Willkür und dagegen sollten sich alle wehren, denn so höhlt man einen Rechtsstaat immer mehr aus.

Aber das ist ja grad so in Mode, das mit der Willkür und dem Aushöhlen des Rechtsstaates. :rolleyes: :rolleyes:
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Schorsch am 12. Mai 2016, 15:33:39
Die Kommission hat sich an Rechtsgrundlagen zu halten und wenn die hergeben, dass ein Produkt wie Glyphosat den rechtlichen Zulassungskriterien entspricht, dann muss sie es zulassen.

Was die Grünen und die SPD da in Deutschland f(o)ördern ist politische Willkür und dagegen sollten sich alle wehren, denn so höhlt man einen Rechtsstaat immer mehr aus.

Aber das ist ja grad so in Mode, das mit der Willkür und dem Aushöhlen des Rechtsstaates. :rolleyes: :rolleyes:

Da stimme ich vollumfänglich zu.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: BNT am 12. Mai 2016, 16:04:37
Das ist nicht in Mode, sondern seit Jahrzehnten so.
Wenn die Politik Angst hat, dass ihnen das Verfassungsgericht das Gesetz, bzw. die Verordnung zurück wirft, wird es halt im Verfassungsrang beschlossen. Skandalös, aber Praxis.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Frankenpower am 12. Mai 2016, 16:35:26
http://www.zeit.de/politik/ausland/2016-05/glyphosat-pflanzenschutzmittel-eu-kommission-zulassung-neun-jahre

interessant ist das Bild dazu....nur ein Wahnsinniger wird so einen Bestand mit Glyfos behandeln....leider wird mit solchen Bildern viel "Meinung" gemacht.....
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: angusy am 12. Mai 2016, 16:38:01
Auf sowas reagierst Du noch  :o

Die Bilder, die in dieser unsäglichen Diskussion verbreitet werden, sind noch realitätsfremder als die Argumente.

Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Frankenpower am 12. Mai 2016, 16:41:24
Auf sowas reagierst Du noch  :o

Die Bilder, die in dieser unsäglichen Diskussion verbreitet werden, sind noch realitätsfremder als die Argumente.

manchmal ja.... :zeter:
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: guest10686 am 13. Mai 2016, 09:05:57
http://www.zeit.de/politik/ausland/2016-05/glyphosat-pflanzenschutzmittel-eu-kommission-zulassung-neun-jahre

interessant ist das Bild dazu....nur ein Wahnsinniger wird so einen Bestand mit Glyfos behandeln....leider wird mit solchen Bildern viel "Meinung" gemacht.....

Oha, hab die Kommentare mal kurz überflogen, da lässt sich erahnen was auf uns zukommt... :o

Ansonsten muss ich Henriette (leider) zustimmen, wie sagte LW-Minister Schmidt:
"Alles andere (als die Zulassungsverlängerung) wäre Politik nach Beliebigkeit..."
 :frage:
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: hanns am 13. Mai 2016, 09:32:20
Auf sowas reagierst Du noch  :o

Die Bilder, die in dieser unsäglichen Diskussion verbreitet werden, sind noch realitätsfremder als die Argumente.
ich kommentiere da und versuche sachlich zu bleiben.
bekomme aber auch positive rückmeldungen.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Pfaelzerhannes am 16. Mai 2016, 19:34:36
http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/05/16/who-rueckzieher-glyphosat-soll-nun-doch-nicht-krebserregend-sein/

Jetzt ist das Chaos ganz perfekt.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Christian2 am 16. Mai 2016, 19:51:47
Oha, hab die Kommentare mal kurz überflogen, da lässt sich erahnen was auf uns zukommt... :o

Ansonsten muss ich Henriette (leider) zustimmen, wie sagte LW-Minister Schmidt:
"Alles andere (als die Zulassungsverlängerung) wäre Politik nach Beliebigkeit..."
 :frage:

Glaubst du, dass unter Merkel nach Sachlichkeit entschieden wird? Das gab es weder bei Energiewende, bei €-Rettung noch bei Flüchtlingsfrage. Es zählt die angestrebte Koalition mit den Grünen, darauf können wir uns einstellen. Ein Glyphosat-Verbot bringt Stimmen, da fällt die Entscheidung leicht...
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Henrik am 17. Mai 2016, 11:09:40
http://www.topagrar.com/news/Acker-Agrarwetter-Ackernews-Neuer-WHO-Bericht-Glyphosat-doch-nicht-krebserregend-3376648.html

ohne Worte....
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: sten am 17. Mai 2016, 11:33:24
Falls Ihr fünf Minuten Zeit habt, hört Euch mal dieses Interview mit Frau Moldenhauer vom BUND an. Die Schlacht geht in die nächste Runde, der Krieg ist noch nicht zu Ende....
http://www.mdr.de/mediathek/infothek/audio-70826.html

P.s.: Aber nur anhören , wenn Ihr danach Eure schlechte Laune kompensieren könnt.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: MDW am 17. Mai 2016, 11:50:52
...

"Die Bauern sollen wieder pflügen.....  ...Glyphosat tötet alle Nahrung von Insekten.... keine Blumen mehr... ."

Wenn ich mit dem Pflug auf dem Acker war dann ist da auch keine Blume mehr! Abends sind 20ha schwarze Wüste entstanden.

Wie können studierte Menschen das so vollständig ausblenden?

Als Landwirt hoffe ich sehr das es nicht verboten wird. Wir brauchen es fast nie im Betrieb. Aber es beruhigt wenn man im Notfall mal ein paar ha 3 Wochen vor der Ernte behandeln kann, um es halbwegs beernten zu können. Spätverunkrautung durch Auswinterung zusammen mit Frühjahretrockenheit kann im Osten echt böse enden.


Grüße MDW

Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: EWD am 17. Mai 2016, 13:09:29
Heute Abend um 19.30 Uhr HR 3 Hessenschau, 16? Uhr Hessenschau kompakt.

Gruß  Ernst
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: jotesen am 17. Mai 2016, 13:38:29
...

"Die Bauern sollen wieder pflügen.....  ...Glyphosat tötet alle Nahrung von Insekten.... keine Blumen mehr... ."

Wenn ich mit dem Pflug auf dem Acker war dann ist da auch keine Blume mehr! Abends sind 20ha schwarze Wüste entstanden.

Wie können studierte Menschen das so vollständig ausblenden?

Als Landwirt hoffe ich sehr das es nicht verboten wird. Wir brauchen es fast nie im Betrieb. Aber es beruhigt wenn man im Notfall mal ein paar ha 3 Wochen vor der Ernte behandeln kann, um es halbwegs beernten zu können. Spätverunkrautung durch Auswinterung zusammen mit Frühjahretrockenheit kann im Osten echt böse enden.


Grüße MDW


Wenn ich sowas lese, frage ich mich immer, wie ein Biobetrieb überhaupt dreschen kann.?!?. Vielleicht sollten einige Drescherfahrer mal in einen Biobetrieb in die Lehre gehen.  ;D ;D ;D ;D
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: BNT am 17. Mai 2016, 13:49:20
Du kannst das nicht vergleichen. Bio und Konvi, das sind in bestimmten Punkten komplett andere Welten.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: MDW am 17. Mai 2016, 14:01:53
...

"Die Bauern sollen wieder pflügen.....  ...Glyphosat tötet alle Nahrung von Insekten.... keine Blumen mehr... ."

Wenn ich mit dem Pflug auf dem Acker war dann ist da auch keine Blume mehr! Abends sind 20ha schwarze Wüste entstanden.

Wie können studierte Menschen das so vollständig ausblenden?

Als Landwirt hoffe ich sehr das es nicht verboten wird. Wir brauchen es fast nie im Betrieb. Aber es beruhigt wenn man im Notfall mal ein paar ha 3 Wochen vor der Ernte behandeln kann, um es halbwegs beernten zu können. Spätverunkrautung durch Auswinterung zusammen mit Frühjahretrockenheit kann im Osten echt böse enden.


Grüße MDW


Wenn ich sowas lese, frage ich mich immer, wie ein Biobetrieb überhaupt dreschen kann.?!?. Vielleicht sollten einige Drescherfahrer mal in einen Biobetrieb in die Lehre gehen.  ;D ;D ;D ;D

Mir gehts ja primär um die Argumentation der NGO´s. "Braunbrache" durch Glyphosat schlecht. "Schwarzbrache" durch Pflug gut.
Bis auf einmal Raps, (19dt/ha) nach massiven Frostschäden, mussten wir noch ne einen ganzen Schlag behandeln (totspritzen).

Da wir einen eigenen Drescher haben lassen wir unreife Ecken auch ein paar Tage länger stehen. Und wenn das Unkraut kurz vor der Ernte auf ein paar Stellen duchkommt dann säbeln wir nur die Ähren ab und den Rest macht der Mulcher.

Das planmäßige totspritzen zur Ernteerleichterung wiederstrebt mir auch sehr. Aber z.Z. ist es ja reine Politik die um den Wirkstoff gemacht wird.

Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: jotesen am 17. Mai 2016, 14:10:15
...

"Die Bauern sollen wieder pflügen.....  ...Glyphosat tötet alle Nahrung von Insekten.... keine Blumen mehr... ."

Wenn ich mit dem Pflug auf dem Acker war dann ist da auch keine Blume mehr! Abends sind 20ha schwarze Wüste entstanden.

Wie können studierte Menschen das so vollständig ausblenden?

Als Landwirt hoffe ich sehr das es nicht verboten wird. Wir brauchen es fast nie im Betrieb. Aber es beruhigt wenn man im Notfall mal ein paar ha 3 Wochen vor der Ernte behandeln kann, um es halbwegs beernten zu können. Spätverunkrautung durch Auswinterung zusammen mit Frühjahretrockenheit kann im Osten echt böse enden.


Grüße MDW


Wenn ich sowas lese, frage ich mich immer, wie ein Biobetrieb überhaupt dreschen kann.?!?. Vielleicht sollten einige Drescherfahrer mal in einen Biobetrieb in die Lehre gehen.  ;D ;D ;D ;D

Mir gehts ja primär um die Argumentation der NGO´s. "Braunbrache" durch Glyphosat schlecht. "Schwarzbrache" durch Pflug gut.
Bis auf einmal Raps, (19dt/ha) nach massiven Frostschäden, mussten wir noch ne einen ganzen Schlag behandeln (totspritzen).

Da wir einen eigenen Drescher haben lassen wir unreife Ecken auch ein paar Tage länger stehen. Und wenn das Unkraut kurz vor der Ernte auf ein paar Stellen duchkommt dann säbeln wir nur die Ähren ab und den Rest macht der Mulcher.

Das planmäßige totspritzen zur Ernteerleichterung wiederstrebt mir auch sehr. Aber z.Z. ist es ja reine Politik die um den Wirkstoff gemacht wird.
Es war nur mal wieder geil, alle tun so, als wollten sie nie Sikkation betreiben und dann ist das gleich das erste Beispiel, warum man den Wirkstoff haben will...
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: BNT am 17. Mai 2016, 14:18:38
Die Sikkation ist in AUT schon beerdigt.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: nofear am 17. Mai 2016, 14:25:26
kommt in D auch noch...
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Heico am 17. Mai 2016, 15:06:24
Früher wurde das mit dem Hesston erledigt, wenn der Bestand wie bei Raps grün war. So ist das im Ausland immer noch.
Das geht nicht nur bei Bohnen und Erbsen.
Beim Verbot von Glyphosat würde sich der Absatz von Schwadmähern sofort vervielfachen.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Schorsch am 17. Mai 2016, 16:14:00
kommt in D auch noch...

Das wär auch sinnvoll.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: BNT am 17. Mai 2016, 16:23:21
Damit müsste dann das nachweisbare Glyphosat im menschlichen Körper deutlich sinken. Oder gibt es noch andere Wege, wie Glyphosat dort hin findet? Im Boden wird es ja sehr schnell metabolisiert.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Mulchsaat am 17. Mai 2016, 16:28:49
Damit müsste dann das nachweisbare Glyphosat im menschlichen Körper deutlich sinken. Oder gibt es noch andere Wege, wie Glyphosat dort hin findet? Im Boden wird es ja sehr schnell metabolisiert.
Das denke/hoffe ich auch. Problem wird nur die Kontrolle sein, Papier ist geduldig...
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: BNT am 17. Mai 2016, 16:39:38
Vor allem bei Importen.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: nofear am 17. Mai 2016, 16:44:34
Glypho-Schnelltest, ähnlich wie bei Drogen, (sollte doch hinzubekommen sein) und es kann jede Partie (Schiff/LKW) kontrolliert werden...
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: jotesen am 17. Mai 2016, 16:59:25
Glypho-Schnelltest, ähnlich wie bei Drogen, (sollte doch hinzubekommen sein) und es kann jede Partie (Schiff/LKW) kontrolliert werden...

Da es einen Glyphosat-Schnelltest für Urin gibt, sollte es wohl kein Problem sein.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: klausg am 17. Mai 2016, 17:24:15
Glypho-Schnelltest, ähnlich wie bei Drogen, (sollte doch hinzubekommen sein) und es kann jede Partie (Schiff/LKW) kontrolliert werden...

Da es einen Glyphosat-Schnelltest für Urin gibt, sollte es wohl kein Problem sein.

Muss dann der Zöllner immer erst nen Löffel Weizen lutschen und dann beim Schiff über die Reling pissen??? ;D
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Peter am 17. Mai 2016, 17:32:24
Wie schädlich Glyphosat letztendlich ist wage ich nicht zu beurteilen, aber ich denke es bleibt zugelassen.
Ich vermute ohne diesen Wirkstoff steigen die Lebenshaltungskosten der Bürger und das wollen die Politiker um jeden Preis verhindern.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: sten am 17. Mai 2016, 17:37:51
Die elisa test sind leider sehr unspezifisch,  die aussagekräftigen Tests sind teuer.  Das ist ja ein Dilemma dieser ganzen Testerein.
Carsten
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Cyberlui am 17. Mai 2016, 21:22:39
@jotesen
oute mich hiermit auch, habe auch 2012 Glyphos zum Ernten in Raps und Teilfläche Weizen eingesetzt.
Ansonsten im Frühjahr oder Herbst zur Saat was wohl weniger zur Belastung in Mehl und Bier beiträgt.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: guest176 am 19. Mai 2016, 19:29:40
also wieder keine einigung heute  :(
da haben die grünen aktivisten und weltverbesserer wieder etwas zeit gewonnen um in die propagandakiste zu greifen !
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: jotesen am 19. Mai 2016, 19:37:53
also wieder keine einigung heute  :(
da haben die grünen aktivisten und weltverbesserer wieder etwas zeit gewonnen um in die propagandakiste zu greifen !
Andersrum aber auch...
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: guest176 am 19. Mai 2016, 19:42:53
also wieder keine einigung heute  :(
da haben die grünen aktivisten und weltverbesserer wieder etwas zeit gewonnen um in die propagandakiste zu greifen !
Andersrum aber auch...
ach komm hör doch auf , dieser eiertanz ist doch mehr als lächerlich !
klare regeln , diese elendige sikkation verbieten und gut ist
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: jotesen am 19. Mai 2016, 19:44:46
also wieder keine einigung heute  :(
da haben die grünen aktivisten und weltverbesserer wieder etwas zeit gewonnen um in die propagandakiste zu greifen !
Andersrum aber auch...
ach komm hör doch auf , dieser eiertanz ist doch mehr als lächerlich !
klare regeln , diese elendige sikkation verbieten und gut ist
Wäre mal ein sinnvoller Anfang. Dann aber alle Wirkstoffe und alle Kulturen.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Biobauer am 19. Mai 2016, 19:47:11

Ich vermute ohne diesen Wirkstoff steigen die Lebenshaltungskosten der Bürger und das wollen die Politiker um jeden Preis verhindern.

um keinen cent würde irgendwas steigen....

zur propaganda, ich hab heute ne christbaumkultur gesehen, behandelt, sah gruselig aus
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: guest176 am 19. Mai 2016, 19:47:48
also wieder keine einigung heute  :(
da haben die grünen aktivisten und weltverbesserer wieder etwas zeit gewonnen um in die propagandakiste zu greifen !
Andersrum aber auch...
ach komm hör doch auf , dieser eiertanz ist doch mehr als lächerlich !
klare regeln , diese elendige sikkation verbieten und gut ist
Wäre mal ein sinnvoller Anfang
genau , dann nur noch ein verkauf an sachkundige und ausschließlich einsatz auf landwirtschaftlichgenutzen flächen !
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: ANDERSgesehn am 19. Mai 2016, 19:49:36

genau dort hapert es joe!

die eisenbahn ist die lw. nfl?
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: guest176 am 19. Mai 2016, 19:50:36

Ich vermute ohne diesen Wirkstoff steigen die Lebenshaltungskosten der Bürger und das wollen die Politiker um jeden Preis verhindern.

um keinen cent würde irgendwas steigen....

zur propaganda, ich hab heute ne christbaumkultur gesehen, behandelt, sah gruselig aus
hat die letzten 30 jahre auch keinen gestört !
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Biobauer am 19. Mai 2016, 20:02:28

Ich vermute ohne diesen Wirkstoff steigen die Lebenshaltungskosten der Bürger und das wollen die Politiker um jeden Preis verhindern.

um keinen cent würde irgendwas steigen....

zur propaganda, ich hab heute ne christbaumkultur gesehen, behandelt, sah gruselig aus
hat die letzten 30 jahre auch keinen gestört !

was??
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: WilliW am 19. Mai 2016, 20:47:59
Erstaunlich ist, das erst heute in einigen Medien (Welt z. B.) eine Versachlichung der Diskussion beginnt.
Viel zu spät und längst überfällig aber immerhin.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Rohana am 19. Mai 2016, 21:01:53
also wieder keine einigung heute  :(
da haben die grünen aktivisten und weltverbesserer wieder etwas zeit gewonnen um in die propagandakiste zu greifen !
Andersrum aber auch...
ach komm hör doch auf , dieser eiertanz ist doch mehr als lächerlich !
klare regeln , diese elendige sikkation verbieten und gut ist
Wäre mal ein sinnvoller Anfang
genau , dann nur noch ein verkauf an sachkundige und ausschließlich einsatz auf landwirtschaftlichgenutzen flächen !
So wie's eigentlich schon längst sein sollte...
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: jotesen am 19. Mai 2016, 21:04:18
also wieder keine einigung heute  :(
da haben die grünen aktivisten und weltverbesserer wieder etwas zeit gewonnen um in die propagandakiste zu greifen !
Andersrum aber auch...
ach komm hör doch auf , dieser eiertanz ist doch mehr als lächerlich !
klare regeln , diese elendige sikkation verbieten und gut ist
Wäre mal ein sinnvoller Anfang
genau , dann nur noch ein verkauf an sachkundige und ausschließlich einsatz auf landwirtschaftlichgenutzen flächen !
So wie's eigentlich schon längst sein sollte...


Wie schon oben erwähnt aber wegen Änderung und Zitierung verloren gegangen, das sollte nicht nur für Glyphosat gelten, sondern für alle Wirkstoffe in allen Kulturen.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: ANDERSgesehn am 19. Mai 2016, 21:07:45

es würde reichen, kurz und bündig:
anwendung nur vor aussaat weltweit.

Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Julian am 19. Mai 2016, 21:14:01
Meiner Meinung nach wäre es doch am sinnvollsten man würde die Zulassung jetzt für 2-3 Jahre verlängern, während der Zeit sollte in Ruhe und sachlich beide Seiten gehört werden  und dann entsprechend eine neue Zulassung für 9 Jahre gemacht werden (oder vielleicht auch nicht  :frage: ).
Momentan hat man ja eher den Eindruck es geht darum das sich irgendwelche Politiker/Parteien profilieren wollen.

Eins wollte ich aber noch los werden. Sollte das Mittel verboten werden brauchen wir uns teilweise nicht wundern, so viele Feldränder, Wege usw. wie zu mindestens bei uns mit abgespritzt werden geht einfach auf keine Kuhhaut  >:( Hier sind heuer deutlich mehr Zwischenfrüchte/Mulchsaaten (wegen Greening) zu sehen und da ist ja eine rein mechanische Regulierung der Altverunkrautung nicht immer sinnvoll - keine Frage. Aber dann muss man halt auch aufpassen und sauber arbeiten... Vor allem wenn ein Mittel derart in der Diskussion steht und die Wirkung für jeden Laien sichtbar ist :-X

Hier wurde doch mal so ein Schirm gezeigt wo man echt randscharf arbeiten kann, denke so etwas sollte in jeder Gemeinde stehen, dann kann jeder seine Ränder abfahren und den Rest dann mit der großen Spritze - ohne Sauerei
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Mulchsaat am 19. Mai 2016, 21:26:58
Also bei guten Bedingungen kann man auch mit der "großen" Spritze auf ein paar cm arbeiten...
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Stefan81 am 19. Mai 2016, 21:27:50
Jedoch ist es auch nur fair, dass das geforderte nicht nur für inländische Produktion zählt sondern auch für alle in die EU eingeführten Produkte, auch verarbeitet. Dann würde es auch das Glyphos im Bier nicht geben.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: sten am 19. Mai 2016, 21:43:40
Also bei guten Bedingungen kann man auch mit der "großen" Spritze auf ein paar cm arbeiten...
Man kann, aber dieses Frühjahr sah das oft anders aus.

Gesendet von meinem LG-D802 mit Tapatalk

Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Frankenpower am 19. Mai 2016, 21:44:15
http://www.zeit.de/wirtschaft/2016-05/glyphosat-landwirtschaft-unkrautvernichter-alternativen

hier ein Beitrag aus der Zeit....
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: BNT am 19. Mai 2016, 21:49:32
Also die SPD ist ja jetzt nur gegen Glyphosat, weil sie damit ihren Abstieg in die Irrelevanz aufzuhalten versuchen (wollen).

Viel viel problematischer ist, dass Italien und Frankreich scheinbar gegen eine Verlängerung stimmen wollen. Was die Italiener dabei reitet, verstehe ich nicht. Deren Böden sind so kaputt, dass sie dringend auf konservierende Bodenbearbeitung und Direktsaat umsteigen müssten. Und was in Frankreich los ist, kann vielleicht der eine oder andere user sagen.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Stone am 19. Mai 2016, 21:52:04
Es geht doch gar nicht um die Umwelt, den Mensch oder die Gesundheit. Es geht um den grünen Kampf gegen die Gentechnik, prophylaktisch auch schon mal in Europa. Den ersten Toten wegen Glyphosat muss man statistisch theoretisch errechnen.

Warum kämpfen die grünen Weltverbesserer nicht gegen Diclofenac (VOLTAREN),giftigst füe jede Menge Wasserbewohner und Riesenproblem in all unseren Flüssen. Oder was wird gegen die Zehntausende tatsächliche Tote wegen multiresistenter Keime in Krankenhäuser getan???

Das alles gibt keine grüne populistische Schlagzeilen mit Spendenpotential.

uUnd wenn ich die Berichte und Darstellungen im Fernsehen sehe, muss ich stark an die Sylvesterberichterstattung über Köln am 1/2 Januar denken, immerhin kam die Wahrheit da ja mal raus.

stone

Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: BNT am 19. Mai 2016, 22:09:48
Die NGOs haben gewiss Monsanto als großes gemeinsames Feindbild geschaffen.
Dabei spielt Monsanto in Europa keine sonderlich große Rolle.

Und unseren Umgang mit der Gentechnik halte ich mittlerweile für unseren größten Fehler der letzten paar hundert Jahre. Wobei mir gar nicht einfällt, was je ähnlich große Dimensionen hatte. Die Gentechnik ist längst zu einer Schlüsseltechnologie geworden, sickert an allen Ecken und Enden ein und trotzdem wird hier noch immer der Teufel an die Wand gemalt. Unser Glück ist, dass viele Wissenschafter trotzdem bei uns bleiben und halt die Gesetze und Verordnungen umschiffen. Zwischenzeitlich wird als einziges Gentechnikverbot die Transgenese erhalten bleiben und selbst das wird man umgehen. Irgendwo findet sich immer ein Wildtyp mit der XY Eigenschaft.

Das soll aber nicht darüber hinweg täuschen, dass auch die Gentechnik nur ein Baustein ist und wer das nicht realisiert, züchtet sich all die fiesen Probleme, die sie nun in Nord- und Südamerika damit haben.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Franzl am 19. Mai 2016, 23:23:04
Viel viel problematischer ist, dass Italien und Frankreich scheinbar gegen eine Verlängerung stimmen wollen. Was die Italiener dabei reitet, verstehe ich nicht. Deren Böden sind so kaputt, dass sie dringend auf konservierende Bodenbearbeitung und Direktsaat umsteigen müssten.

Woran machst du das fest? Nicht dass ichs nicht glauben würde, aber es interessiert mich  ;)
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: BNT am 20. Mai 2016, 08:35:53
Der Italienische Ackerbau findet teilweise auf Hanglagen statt und nicht zu selten auf extremen Hanglagen.
Dazu haben die ein winterfeuchtes subtropisches Klima, mit starken Niederschlägen über den Winter. Durch die Topographie kommt es regelmäßig zu Starkregenfällen. Im Sommer kommt dann die Hitze, im Sommer wird auch viel gepflügt, meistens bergab, weil's eben so steil ist, usw, usw. Eigentlich der typische Teufelskreis. Der Boden wird immer schlechter, braucht immer mehr Bearbeitung, ...

Hier mal eine Karte: http://eusoils.jrc.ec.europa.eu/ESDB_Archive/serae/grimm/italia/erpot_large.htm


Wer von euch mag Verschwörungstheorien? :D

Sollte Glyphosat in der EU wirklich verboten werden, ist das ja nicht nur ein herber Schlag für Monsanto, weil damit Round Up Ready Pflanzen in der EU endgültig gestorben sind, sondern ergibt sich daraus auch ein positiver Effekt für die Hersteller anderer Herbizide. Wenn man nun mit Mehrkosten von 20 Euro/ha rechnet, dann sind das alleine in D Umsatzzuwächse von 240 Mio Euro. Irgendwie ist es schon komisch, dass Bayer gerade jetzt die Übernahme von Monsanto plant. Bayer ist auch der größte Konkurrent von Monsanto, wenn es um die Bekämpfung von Schadinsekten geht. Monsanto setzt auf bt-Pflanzen, Bayer auf Neonicotinoide.
Irgendwo ist es nicht von der Hand zu weisen, dass Monsanto innerhalb der Branche nicht sehr viele Freunde hat.
Auch in den USA braut sich Ungemach zusammen. Die US Zuckerverarbeiter wollen keinen Zucker mehr von GM Pflanzen. Das betrifft direkt den Anbau von GM-Zuckerrüben. Das geht so weit, dass es schon einen Engpass für GM-freies Zuckerrübensaatgut gibt. Und das trifft wiederum direkt Monsanto. Ein Kollege aus den US hat sich unlängst gefragt, ob es denn besser sei, dass die Landwirte nun wieder mit einer Mischung aus x Herbiziden mehrmals über den Acker müssen. Bei Round Up Ready Zuckerrüben war das nicht nötig.
Und was ich mir denke: Da schaufeln die Amis Kilo weise puren Zucker in sich rein, aber GMO finden sie gesundheitsgefährdent??? Das ist wie beim Bier: Angst vor Glyphosat, aber vor dem Alkohol nicht.
Georg wird jetzt sicher sagen, dass das Obama geplant hat, damit die USA wieder Zucker importieren müssen und dafür High Tech exportieren können. Es würde die Außenhandelsbilanz ausgleich. ;) ;) ;)

Möglich ist vieles. Die Realität ist fast immer bei weitem banaler.
Aber verstehen tu' ich das schon lange nicht mehr.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: schweizer am 20. Mai 2016, 10:14:38
Nach unten pflügen weils steil ist? müsste man direkt mal besichtigen wie sich das in Italien verhält wenn man mit dem unteren Rad am Hang in der Furche fährt.

Und die Italiener Pflügen relativ tief....
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: BNT am 20. Mai 2016, 10:34:31
Nein, nein, die fahren die Falllinie bergab und nur bergab. Damit wandert der Boden ja auch nach unten. ;)

Ist schon extrem:

https://www.youtube.com/watch?v=gbzuNHCWzgI


Irgendwann geh ich mit einer Direkstaatmschine runter, Schlepper mit Zwillingsrädern auf 4,5 m. Und dann im rechten Winkel zur Falllinie säen.  ;D
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: charlie am 20. Mai 2016, 10:40:44
Hört sich aber doch so schön nach Old-School und nachhaltig an, wenn die Glyphosat-Gegner sagen:

"Die Bauern sollen wieder mehr pflügen, statt den Boden und die Nahrung mit Pestiziden zu vergiften..."

:wall:
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: sten am 20. Mai 2016, 11:01:19
Eine Verschwörungstheorie lässt sich ja viel leichter stricken.
Weltweit hat Monsanto an einen Anteil an der Glyphosatproduktion von 10%

http://www.scilogs.de/detritus/faktencheck-bund-glyphosat/


Selber stellen Sie Ihre herbizidtoleranten Pflanzen aber gerade auf andere Wirkstoffe um.

http://www.reuters.com/article/monsanto-dicamba-idUSL1N0ZA1XN20150624
Was läge da näher, als in Europa Glyphosate verbieten zu lassen, um die eigenen Margen zu vergrössern?
Carsten


Der Italienische Ackerbau findet teilweise auf Hanglagen statt und nicht zu selten auf extremen Hanglagen.
Dazu haben die ein winterfeuchtes subtropisches Klima, mit starken Niederschlägen über den Winter. Durch die Topographie kommt es regelmäßig zu Starkregenfällen. Im Sommer kommt dann die Hitze, im Sommer wird auch viel gepflügt, meistens bergab, weil's eben so steil ist, usw, usw. Eigentlich der typische Teufelskreis. Der Boden wird immer schlechter, braucht immer mehr Bearbeitung, ...

Hier mal eine Karte: http://eusoils.jrc.ec.europa.eu/ESDB_Archive/serae/grimm/italia/erpot_large.htm


Wer von euch mag Verschwörungstheorien? :D

Sollte Glyphosat in der EU wirklich verboten werden, ist das ja nicht nur ein herber Schlag für Monsanto, weil damit Round Up Ready Pflanzen in der EU endgültig gestorben sind, sondern ergibt sich daraus auch ein positiver Effekt für die Hersteller anderer Herbizide. Wenn man nun mit Mehrkosten von 20 Euro/ha rechnet, dann sind das alleine in D Umsatzzuwächse von 240 Mio Euro. Irgendwie ist es schon komisch, dass Bayer gerade jetzt die Übernahme von Monsanto plant. Bayer ist auch der größte Konkurrent von Monsanto, wenn es um die Bekämpfung von Schadinsekten geht. Monsanto setzt auf bt-Pflanzen, Bayer auf Neonicotinoide.
Irgendwo ist es nicht von der Hand zu weisen, dass Monsanto innerhalb der Branche nicht sehr viele Freunde hat.
Auch in den USA braut sich Ungemach zusammen. Die US Zuckerverarbeiter wollen keinen Zucker mehr von GM Pflanzen. Das betrifft direkt den Anbau von GM-Zuckerrüben. Das geht so weit, dass es schon einen Engpass für GM-freies Zuckerrübensaatgut gibt. Und das trifft wiederum direkt Monsanto. Ein Kollege aus den US hat sich unlängst gefragt, ob es denn besser sei, dass die Landwirte nun wieder mit einer Mischung aus x Herbiziden mehrmals über den Acker müssen. Bei Round Up Ready Zuckerrüben war das nicht nötig.
Und was ich mir denke: Da schaufeln die Amis Kilo weise puren Zucker in sich rein, aber GMO finden sie gesundheitsgefährdent??? Das ist wie beim Bier: Angst vor Glyphosat, aber vor dem Alkohol nicht.
Georg wird jetzt sicher sagen, dass das Obama geplant hat, damit die USA wieder Zucker importieren müssen und dafür High Tech exportieren können. Es würde die Außenhandelsbilanz ausgleich. ;) ;) ;)

Möglich ist vieles. Die Realität ist fast immer bei weitem banaler.
Aber verstehen tu' ich das schon lange nicht mehr.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: BNT am 20. Mai 2016, 11:30:27
Unterliegt Dicamba noch einem Patentschutz? Das ist ja auch schon seit den 60er Jahren auf dem Markt.

Die Kombi aus Glyphosat- und Dicamba-Resistenz hat Monsanto damals mit einer Kooperation mit BASF besiegelt.

Roundup Ready Xtend ist ja auch auf Glyphosat angewiesen. Sonst bekommt man die Gräser aus dem Soja nicht raus.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: sten am 20. Mai 2016, 11:41:25
Nun mach meine Theorie nicht kaputt.....
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: BNT am 20. Mai 2016, 11:48:14
Okay, okay.
Ich hab' mir auch mal gedacht, dass die Industrie mit einem völlig neuen Totalherbizid kommt. Daraus wird aber scheinbar nichts. Entweder, es gehen uns wirklich langsam die Wirkstoffe aus, oder sie versuchen Glyphosat so lange wie möglich am Leben zu halten. Oder es geht in deine Richtung. Breite genetische Herbizidtoleranz und dann mit einer Mischung das Unkraut bekämpfen.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: jotesen am 20. Mai 2016, 11:54:49
Okay, okay.
Ich hab' mir auch mal gedacht, dass die Industrie mit einem völlig neuen Totalherbizid kommt. Daraus wird aber scheinbar nichts. Entweder, es gehen uns wirklich langsam die Wirkstoffe aus, oder sie versuchen Glyphosat so lange wie möglich am Leben zu halten. Oder es geht in deine Richtung. Breite genetische Herbizidtoleranz und dann mit einer Mischung das Unkraut bekämpfen.
Das wäre mein Verdacht. Ich glaube, Monsanto kann gut mit einem Glyphosat-Verbot leben, weil die längst sowas im Keller liegen haben.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: klausg am 20. Mai 2016, 13:04:45
Zumal das für die ohnehin nur noch im Roundup ready System ein Geschäft war - als reines Herbizid war da eh nicht mehr viel zu verdienen, seit die Patente ausgelaufen sind.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Ruebe am 21. Mai 2016, 12:05:20
http://www.ebay.de/sch/i.html?_from=R40&_trksid=m570.l1313&_nkw=roundup&_sacat=0

Wer bestellt eigentlich bei Ebay PSM? bei den Preisen doch wohl nur "OttoNormalverbraucher"

Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Stefan81 am 21. Mai 2016, 21:13:38
Man darf aber nicht vergessen das das die ganz hoch konzentrierte Form ist mit 7,2g/l Glyphosat.  ;D
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Ruebe am 21. Mai 2016, 21:27:17
??? Da gibt's auch 480er und 720er Ware
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: sten am 21. Mai 2016, 21:32:52
Da gibts ja auch Gebinde, die sicher nicht für den Hausgebrauch gedacht sind.

http://m.ebay.de/itm/20-l-NUFARM-Clinic-noch-besser-Marken-Unkrautvernichter-Glyphosat-Unkrautex-/391068573300?nav=SEARCH


http://m.ebay.de/sch/i.html?_nkw=glyphosat&isNewKw=1&_sacat=179308&cnm=Pflanzzubehör&mfs=KWCLK&acimp=0&_trksid=p2053742.m2428.l2632.R1.TR11.TRC1.Xgly&sqp=gly
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: bothsepp am 22. Mai 2016, 08:10:45
Auf eine Gargeneinfahrt passen schon einige Liter drauf.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Todde am 22. Mai 2016, 13:19:59
Zumal das für die ohnehin nur noch im Roundup ready System ein Geschäft war - als reines Herbizid war da eh nicht mehr viel zu verdienen, seit die Patente ausgelaufen sind.

Und RR-Soja ist mittlerweile auf patentfrei, damit ist das Geschäft bei reinen RR nicht mehr sonderlich lukrativ.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: RedHeath am 24. Mai 2016, 20:15:49
Hier werden in gefährdeten Kulturen oft E-Zäune gezogen.
Der ein oder andere Jagdpächter hält sie mit Glyphosat frei.
Wäre das für mich als Landwirt auf meiner Ackerfläche (nicht daneben!)
eigentlich zulässig?
Ich denke nicht, aber vielleicht irre ich mich?
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: guest176 am 30. Mai 2016, 07:49:06
wenn bis es zum ende nächten monats keine einigung gibt endet im juni  die zulassung dann endgültig ?
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Schorsch am 30. Mai 2016, 11:43:07
Laut Topagrar will die EU-Kommission am 6. Juni abermals vorübergehend verlängern.

http://www.topagrar.com/news/Home-top-News-EU-will-am-6-Juni-ueber-Glyphosat-Verlaengerung-abstimmen-3456871.html
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: NobbyNobbs am 30. Mai 2016, 22:41:03
https://m.youtube.com/watch?v=M8sgEhpHM4k

;D
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Wade am 30. Mai 2016, 23:30:40
Hab mir das Video mal angeschaut, da sind ein paar wirklich gravierende Fehler bzw gezielte Irreführung enthalten.

1. Patrick Moore (https://de.wikipedia.org/wiki/Patrick_Moore_%28Umweltaktivist%29), der Typ in dem ersten Video das Glas Roundup trinken wollte/sollte war zwar Gründungsmitglied von Greenpeace, aber ist schon lange ausgetreten und ist verfächter FÜR Gentechnik & Glyphosat.

2. LD50 Letale Dosis (https://de.wikipedia.org/wiki/Letale_Dosis). Kaum einer behauptet Glyphosat sei akut toxisch. Geht die Diskussion nicht viel eher darum dass das Zeug Krebserregend ist? Dazu sagt der Test aber gar nichts aus...
Ich bezweifle auch irgendwie dass er da wirklich Roundup getrunken hat... Und was er da immer mit seinem Fracking-Fluid hat... Es ist ja nicht das Problem was reingedrückt wird, sondern was raus kommt... Diese Abwässer & Bohrschlamm ist um einiges giftiger als das was eingepumpt wird.


Ich persönlich denke wenn Glyphosat richtig angewand wird besteht sowiso keine Gefahr für den Verbraucher, da gibts schlimmere Sachen die erlaubt sind (Alkohol, Tabak...). Nur ob man Glyphosat wirklich zur Sikkation braucht wo es danach nicht wirklich abgebaut wird frage ich mich schon. Und auch was Glyphosat mit dem Boden & Bodenlebewesen und anderem Viechzeug anstellt würde ich gerne genauer untersucht.
Aber falls Glyphosat wirklich verboten würde, kämen (mehr) Mittel zum Einsatz die noch schlimmer sind...



 
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Todde am 31. Mai 2016, 00:20:27
Hab mir das Video mal angeschaut, da sind ein paar wirklich gravierende Fehler bzw gezielte Irreführung enthalten.

1. Patrick Moore (https://de.wikipedia.org/wiki/Patrick_Moore_%28Umweltaktivist%29), der Typ in dem ersten Video das Glas Roundup trinken wollte/sollte war zwar Gründungsmitglied von Greenpeace, aber ist schon lange ausgetreten und ist verfächter FÜR Gentechnik & Glyphosat.

Gibt erschreckend viele Umweltschützer die Umweltschutz ernst nehmen, die verlassen überraschend immer Organisationen wie FOE, Greenpeace und Co und werden sachlich und sehen Potenzial für den Umweltschutz.
Mark Lynas, Miersch, Maxeiner sind weiter recht Prominente Kandidaten.

Zitat
2. LD50 Letale Dosis (https://de.wikipedia.org/wiki/Letale_Dosis). Kaum einer behauptet Glyphosat sei akut toxisch. Geht die Diskussion nicht viel eher darum dass das Zeug Krebserregend ist? Dazu sagt der Test aber gar nichts aus...

Genau das behaupten Greenpeace und FOE aber immer wieder gerne! Und Moore sollte ein Glas davon trinken.
Das "Zeugs" ist bitte wo krebserregend? Könntest Du dazu eine Studie vorlegen, die ohne toxische Vergiftung genau das belegt?
Laut Seralini ist die Wahrscheinlichkeit um 30% niediriger, wenn man 0,5% Glyphosat im täglichen Trinkwasser aufnimmt.
Bei eine täglichen Aufnahme, die für den Menschen tödlich gilt, zeigen Mäuse ein eventuelles Krebsrisiko.
Ich vermute, wenn man den Mäusen eine ähnliche Dosis an Limonen verpasst, dann wird das Krebsrisiko exorbitant ansteigen.
Von einem Limettenverbot habe ich noch nichts von vernommen.


Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Limo am 06. Juni 2016, 21:47:12
Mal eine Verständnis Frage: Glyphosat steht zur Wiederzulassung an soweit so klar... Habe eben gelesen das kyleo bis 2023 eine Zulassung hat. Bleibt uns der Wirkstoff also doch noch eine gewisse Zeit erhalten? Oder bin ich da jetzt auf falscher Fährte? :frage:
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: sten am 06. Juni 2016, 22:04:34
Ich denke letzteres.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: kronawirt78 am 06. Juni 2016, 23:34:56
Wie siehts eigentlich mit möglichen Alternativen aus, z.B. Basta oder Reglone? Hab beides noch nie eingestzt, aber das sind doch auch Totalherbizide, oder?
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Niederbayer am 06. Juni 2016, 23:56:41
wir haben vor Jahren Basta bei Zwischenreihenbehandlungen bei Gurken verwendet. Der Vorteil dabei ist, dass man nicht so exakt arbeiten muss, da ein Pflanzenkontakt nicht den Tod der Gurkenpflanze bedeutet.
Und das ist auch schon der Nachteil des ganzen, Basta hat keine systemische Wirkung. Es "brennt" dir nur die behandelten Blätter weg. Wenn Hirsen etc. dabei waren, musste man meist ein Gräserherbizid (Fusilade, Aramo) zusetzen. Wird dann halt auch ganz schön teuer.
Wir arbeiten daher seit Jahren mit Glyphosat.
Die Zulassung von Basta ist ja aktuell auch ausgelaufen, weiß aber nicht, ob es da mal wieder weiter geht.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: wissensdurst am 07. Juni 2016, 07:43:17
Basta gibts seit diesem Jahr wieder. Zumindest in Österreich. Ist jetzt "neu formuliert", was so viel heißt wie 50g weniger Wirkstoff um den selben Preis wie früher. Aber was will man machen. Ich nehms im Weinbau um die Stockzwischenräume sauber zu halten. Hat halt überhaupt keine Dauerwirkung. Was neu austreibt ist wieder da
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Ruebe am 07. Juni 2016, 08:01:44
Mal andersrumgefragt:
Glyphos soll sich im menschlichen körper anreichern und nachweisbar sein .....

.... wenn das so ist, müßten alle Importe die mit Glyphos behandelt sind verboten werden? .... denn die Gesundheitsgefährdung liegt ja im Endprodukt Nahrung und nicht in der Anwendung?

Ist so etwas überhaupt mit "freiem Handel", "Marktzugang", und letzlich auch TTIP und Co vereinbar?

Wenn ich das konsequent betrachte ist doch ein Glyphosverbot der erste Schritt zur Errichtung von Aussengrenzen und Einführung von Zöllen (Tetzel lässt grüßen)
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Sven1971 am 07. Juni 2016, 09:45:09
Umgekehrt wird ein Schuh draus:
Wenn TTIP kommt, lässt sich ein Glyphosatverbot nicht mehr aufrecht erhalten.
Denn in den USA ist erst einmal alles erlaubt, was nicht nachgewiesener Maßen schädlich ist.
Da werden dann schon entsprechende Klagen eingereicht werden...
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: BNT am 07. Juni 2016, 09:54:10
Ach, da bleibt ich lieber bei meiner Verschwörungstheorie, dass Bayer zum Einen den Preis von Monsanto drücken möchte. Dürfte Roundup Ready Erntegut nicht mehr in die EU eingeführt werden, würde das Monsanto schon sehr hart treffen. Zum Anderen spielt ein Verbot von Glyphosat auch Bayern in die Hände, weil dann doch andere Herbizide bzw. -mischungen zur Anwendung kämen. Das würde in der EU dem Umsatz um Milliarden steigern. das kann sich ja jeder von uns mal ausrechnen, wie so eine Herbizidmischung mit Totalherbizid-ähnlicher Wirkung aussehen müsste. Billig käme die nicht.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: klausg am 07. Juni 2016, 12:00:14
Mal andersrumgefragt:
Glyphos soll sich im menschlichen körper anreichern und nachweisbar sein .....

.... wenn das so ist, müßten alle Importe die mit Glyphos behandelt sind verboten werden? .... denn die Gesundheitsgefährdung liegt ja im Endprodukt Nahrung und nicht in der Anwendung?

Ist so etwas überhaupt mit "freiem Handel", "Marktzugang", und letzlich auch TTIP und Co vereinbar?

Wenn ich das konsequent betrachte ist doch ein Glyphosverbot der erste Schritt zur Errichtung von Aussengrenzen und Einführung von Zöllen (Tetzel lässt grüßen)

Genau das ist eben nicht richtig - es wurde im Urin Ampa nachgewiesen, das Abbauprodukt von Glyphos - und anderen Ammoniumverbindungen. Es reichert sich also NICHT an, sondern wird ausgeschieden.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Ede am 07. Juni 2016, 12:35:36
Genau das ist eben nicht richtig - es wurde im Urin Ampa nachgewiesen, das Abbauprodukt von Glyphos - und anderen Ammoniumverbindungen. Es reichert sich also NICHT an, sondern wird ausgeschieden.

Das alleine ist ja schon zum  :kotz: , da wird ein Abbauprodukt gefunden, was ebenso aus Waschmittel, Putzmittel etc pp kommen kann, und es wird einfach behauptet, es sei vom Glyfosat, obwohl es nicht nachverfolgbar ist??

Nur noch traurig, was hier in D mittlerweile abgeht.

Gruß
Ede
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Todde am 07. Juni 2016, 12:45:22
Ist so etwas überhaupt mit "freiem Handel", "Marktzugang", und letzlich auch TTIP und Co vereinbar?

Wenn ich das konsequent betrachte ist doch ein Glyphosverbot der erste Schritt zur Errichtung von Aussengrenzen und Einführung von Zöllen (Tetzel lässt grüßen)

Gentechnik-freies Soja wird doch auch in großen Mengen importiert,
dort werden Wirkstoffe eingesetzt, die in der EU nie zugelassen waren oder mittlerweile verboten.
Bei den Insektiziden ist das ja noch gravierender.

Weil der Einsatz eines Wirkstoffes hier nicht erlaubt ist, wird doch der Import von Erzeugnisse die damit behandelt wurden nicht verboten.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Ruebe am 07. Juni 2016, 13:00:34
Es geht mir nicht um die chem. Produkte sondern um das Endprodukt ....

Im Endprodukt (so wird behauptet) lässt sich Glyphos nachweisen .... ich stelle mir halt die Frage ob man dann den Spiess nicht umdrehen und Importe nahezu ausschliessen kann, solange keine absolute Glyphos/AMPA Freiheit nachgewiesen ist.

Das sollte man gleich machen wie mit uns Landwirten: pauschl unterstellen das es behandelt ist und der Importuer MUß den Nachweis bringen das es frei ist und gleichzeitg eine Bürgschaft über einen mehrfachen Produktpreis hinterlegen ....

Aber das ist Politik ..... ich bekomme ja schon wieder über unser Landvolk das .... die, sobald man auf die Rechtmässigkeit der Flächennachweise (Prüfer sind keine Vermesser) hinweist das es ja noch schlimmer kommen könnte und man doch ruhig bleiben sollte ....auch das Machtgefälle bei VorOrt Kontrollen ist NICHT gesund (vergl. die TA 06/16)
Ebenso in der Glyphos Diskussion sollten unsere Vertreter ganz vorne dabei sein, neue Argumente, Folgen etc .,... ich lese und höre nix .... aber irgendeeine Umwelttante schiebt die Schuld in Pölling auf den Maisanbau (bei >50 % GL Anteil) ... still ruht der See .... nur in unserer Tageszeitung stand schon wieder unser Kreislandwirt und hat über die TOLLEN Bestände gejubelt .... 6 Wochen vor der Ernte weiß der schon wies auf dem Anhänger aussieht  :frage:
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Todde am 07. Juni 2016, 13:25:54
Im Endprodukt (so wird behauptet) lässt sich Glyphos nachweisen ....

Meinst Du bei den Alternativen lässt sich nichts nachweisen?
 :rolleyes:

Kannst Dir Alachlor und Endosulfan mal als Beispiel mal raussuchen:
Zugelassene Rückstandshöchstmengen
http://www.bvl.bund.de/SharedDocs/Downloads/04_Pflanzenschutzmittel/archiv_mrl_liste_pdf.pdf?__blob=publicationFile

http://www.mvo.nl/media/voedselveiligheid/mvo_pesticiden-de.pdf

Dann doch lieber RR-Soja.

Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Ruebe am 07. Juni 2016, 13:30:45
Danke an Gerd für die Online Petition

https://www.openpetition.de/petition/online/glyphosat-zulassung-muss-verlaengert-werden
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Biobauer am 07. Juni 2016, 23:24:31
Im Endprodukt (so wird behauptet) lässt sich Glyphos nachweisen ....

Meinst Du bei den Alternativen lässt sich nichts nachweisen?
 :rolleyes:

Kannst Dir Alachlor und Endosulfan mal als Beispiel mal raussuchen:



wär ned amal was richtig schön, wenn man gar nix mehr nachweisen könnte.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Guido am 08. Juni 2016, 00:27:11
ach Biobauer
Ich hoffe du wirst sicher keine Phosfonat haltige Putz und Lösungsmittel einsetzten bei dir, das abbau brodukt von den mitteln ist AMPA.
Wenn AMPA gefunden wird heist es, es wurde Glyfosat gefunden,tolle aus sichten.
Paraqat als ersatz Produkt für Glyfosat währe eine thema ;D

gruss Guido
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Henrik am 19. Juni 2016, 12:11:09
https://www.openpetition.de/petition/online/glyphosat-zulassung-muss-verlaengert-werden

Ein paar Stimmen werden aber noch gebraucht ! Interessant wo viele Punkte und wo wenig sind.....
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: aelbler am 19. Juni 2016, 13:55:26

Naja , es sind deutlich drei bis vier,meinetwegen auch fünf hotspots auszumachen.

Was sagt uns das jetzt ?

Sind dort mit wenigen unterschriften die umweltfreundlicheren Landwirte ?
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Martin am 21. Juni 2016, 11:00:21
https://www.openpetition.de/petition/online/glyphosat-zulassung-muss-verlaengert-werden

Ein paar Stimmen werden aber noch gebraucht ! Interessant wo viele Punkte und wo wenig sind.....

Bin gerade erst darauf gestoßen.
Mittlerweile sind die Punkte doch recht flächig verteilt.
Ich denke die Häufung hängt mit der Verbreitung unter Kollegen zusammen (Mundpropaganda).
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Henrik am 23. Juni 2016, 13:14:31
https://www.openpetition.de/petition/online/glyphosat-zulassung-muss-verlaengert-werden

Ein paar Stimmen werden aber noch gebraucht ! Interessant wo viele Punkte und wo wenig sind.....

Bin gerade erst darauf gestoßen.
Mittlerweile sind die Punkte doch recht flächig verteilt.
Ich denke die Häufung hängt mit der Verbreitung unter Kollegen zusammen (Mundpropaganda).

Ja es läuft inzwischen besser.

https://www.openpetition.de/petition/online/glyphosat-zulassung-muss-verlaengert-werden

Ein paar Stimmen werden aber immer noch gebraucht.  ;)
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Mulchsaat am 23. Juni 2016, 13:15:14
http://www.topagrar.com/news/Acker-Agrarwetter-Ackernews-Glyphosat-EU-Kommission-laesst-Alleingang-durchblicken-3750542.html
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Schorsch am 23. Juni 2016, 16:00:17
OK, jetzt angenommen, die Kommission beschließt eine Verlängerung. Kann uns dann trotzdem noch passieren, dass der Bund ein Verbot erlässt?
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Henrik am 25. Juni 2016, 09:35:53
OK, jetzt angenommen, die Kommission beschließt eine Verlängerung. Kann uns dann trotzdem noch passieren, dass der Bund ein Verbot erlässt?

Verbot glaube ich nicht, aber die Anwendung so einschränken das es nicht mehr nutzen kannst vielleicht  ;)

Deshalb werden ja auch noch Stimmen dafür gebraucht:

https://www.openpetition.de/petition/online/glyphosat-zulassung-muss-verlaengert-werden
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Henrik am 26. Juni 2016, 13:21:39
Auf Fehmarn ist man sich schon einig  ;)

https://www.openpetition.de/petition/online/glyphosat-zulassung-muss-verlaengert-werden

Gibt noch einige weisse Flecken auf der Karte, wer noch nicht abgestimmt hat, sollte es gern tun.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Heiner am 26. Juni 2016, 21:04:16
Hallo,

da sind jetzt fast 5000 Unterzeichner zusammengekommen.
Es gibt da ja auch eine konträre Petition mit über 600.000 Unterzeichnern...

Heiner
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: angusy am 27. Juni 2016, 07:42:56

Nahezu alle Befragten (96 %) geben an, dass sie bereit wären, für 1 Kilogramm Äp- fel 5 Cent mehr zu bezahlen, wenn diese dafür ohne Glyphosat produziert wurden. Nur sehr wenige Befragte (3 %) sagen, dass sie dazu nicht bereit wären.

Quelle:
https://www.greenpeace.de/sites/www.greenpeace.de/files/publications/ergebnisbericht_glyphosat.pdf


Kann mir mal schnell jemand erklären, wie Glyhosat bei der Apfelproduktion zum Einsatz kommt!
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: charlie am 27. Juni 2016, 07:47:28

Kann mir mal schnell jemand erklären, wie Glyhosat bei der Apfelproduktion zum Einsatz kommt!

Das wird da sogar sehr intensiv unter den Reihen/Stämmen/Stöcken eingesetzt.
Bloß, dass es da nie mit dem Apfel o.ä in Berührung kommt, aber was interessiert das die Ökofaschisten :wall:
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Amateur am 27. Juni 2016, 07:49:15

Kann mir mal schnell jemand erklären, wie Glyhosat bei der Apfelproduktion zum Einsatz kommt!

Das wird da sogar sehr intensiv unter den Reihen/Stämmen/Stöcken eingesetzt.
Bloß, dass es da nie mit dem Apfel o.ä in Berührung kommt, aber was interessiert das die Ökofaschisten :wall:

Auch im Weinbau weit verbreitet
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: guest50797 am 27. Juni 2016, 09:14:47
Ohne Glyphosat nimmt man dann Basta  ;D
Ist ja so viel Gesünder :rolleyes:
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: angusy am 27. Juni 2016, 09:17:58

Kann mir mal schnell jemand erklären, wie Glyhosat bei der Apfelproduktion zum Einsatz kommt!

Das wird da sogar sehr intensiv unter den Reihen/Stämmen/Stöcken eingesetzt.
Bloß, dass es da nie mit dem Apfel o.ä in Berührung kommt, aber was interessiert das die Ökofaschisten :wall:

Ich dachte, die mulchen das Gras einfach weg.

Hier gibt es nur so eine Hobby-Apfelplantage!
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: charlie am 27. Juni 2016, 09:21:24

Kann mir mal schnell jemand erklären, wie Glyhosat bei der Apfelproduktion zum Einsatz kommt!

Das wird da sogar sehr intensiv unter den Reihen/Stämmen/Stöcken eingesetzt.
Bloß, dass es da nie mit dem Apfel o.ä in Berührung kommt, aber was interessiert das die Ökofaschisten :wall:

Ich dachte, die mulchen das Gras einfach weg.

Hier gibt es nur so eine Hobby-Apfelplantage!

Zwischen den Zeilen schon, aber der Streifen direkt unter den Stämmen wird um Obstbau wie im Weinbau meist frei von Bewuchs gehalten, entweder mechanisch aufwändig oder mit Totalherbizid
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: angusy am 27. Juni 2016, 09:27:46
Vom Weinbau habe ich ja gerade mal Null Ahnung, aber es wurde im Wein-Forum auch schon mal erklärt.

Aber wieso macht man das im Obstbau (insb. bei Äpfel)?

In den Streuobstwiesen stört das Gras den Apfelbaum doch auch nicht.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: sten am 27. Juni 2016, 09:52:36
In einer Streuobstwiese nicht, aber stehen denn die Bäume auf Streuobstwiesen?

Bild von Wikipedia:
https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:90915-Obstplantage_Altes_Land.JPG
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Ansgar am 27. Juni 2016, 09:56:06
Ohne Glyphosat nimmt man dann Basta  ;D
Ist ja so viel Gesünder :rolleyes:

Aber auch nicht mehr lange, denn

"Die Zulassung von Basta® mit der Zulassungsnummer 043570-00 endet am 12/31/2015.
Abverkaufsfrist für den Handel bis zum 6/30/2016.
Aufbrauchfrist für Beseitigung, Lagerung, Verbrauch bestehender Lagerbestände bis 6/30/2017."
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: angusy am 27. Juni 2016, 10:03:46
In einer Streuobstwiese nicht, aber stehen denn die Bäume auf Streuobstwiesen?

Bild von Wikipedia:
https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:90915-Obstplantage_Altes_Land.JPG

Hier weitestgehend schon. Vermutlich werden davon keine Speiseäpfel gewonnen.

Aber wieso darf jetzt beim Stamm kein Gras stehen?
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Henrik am 27. Juni 2016, 11:15:59
Hallo,

da sind jetzt fast 5000 Unterzeichner zusammengekommen.
Es gibt da ja auch eine konträre Petition mit über 600.000 Unterzeichnern...

Heiner

Ich weiss  ;)

Deshalb ja auch wichtig das abgestimmt wird. Dagegen sein ist eh immer einfacher  ;D

https://www.openpetition.de/petition/online/glyphosat-zulassung-muss-verlaengert-werden
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: angusy am 27. Juni 2016, 11:26:42

Deshalb ja auch wichtig das abgestimmt wird. Dagegen sein ist eh immer einfacher  ;D

https://www.openpetition.de/petition/online/glyphosat-zulassung-muss-verlaengert-werden

... vor allem wenn es einen selbst gar nicht direkt betrifft.

Ich wäre z.B. dafür..... der Bauindustrie den Einsatz von Diesel zu verbieten.
 ;D
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: sten am 27. Juni 2016, 11:38:36
Ich bin ja immer noch dafür, Motorradfahren zu verbieten. Macht keinen Sinn, macht aber Krebs und Krach und tötet.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: wissensdurst am 27. Juni 2016, 12:34:08
Es geht im Unterstockbereich hauptsächlich um Nährstoff und Wasserkonkurrenz.
Ein Verbot ist jetzt nicht so tragisch. Zumindest in Österreich gibt es im Weinbau weit potentere Mittel als Glyphosat. Nervig ist es natürlich trotzdem.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Mulchsaat am 27. Juni 2016, 12:37:35
Ich bin ja immer noch dafür, Motorradfahren zu verbieten. Macht keinen Sinn, macht aber Krebs und Krach und tötet.
Da bekommst du aber ärger mit JoBeck [emoji86][emoji23]
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: sten am 27. Juni 2016, 12:39:01
Da ich moralisch am längeren Hebel bin, zumindest glaube ich das, mach ich das ja nur zu seinem besten!
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: guest176 am 27. Juni 2016, 13:06:43
Da ich moralisch am längeren Hebel bin, zumindest glaube ich das, mach ich das ja nur zu seinem besten!

und ich bin gegen wohnmobile und wohwagengespanne
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Schorsch am 27. Juni 2016, 14:57:21
Da ich moralisch am längeren Hebel bin, zumindest glaube ich das, mach ich das ja nur zu seinem besten!

und ich bin gegen wohnmobile und wohwagengespanne

Du lehnst sie wahrscheinlich, genau wie ich, aus ethisch-moralischen Gründen ab.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: ThomasD am 27. Juni 2016, 16:41:00
Da ich moralisch am längeren Hebel bin, zumindest glaube ich das, mach ich das ja nur zu seinem besten!

und ich bin gegen wohnmobile und wohwagengespanne

Du lehnst sie wahrscheinlich, genau wie ich, aus ethisch-moralischen Gründen ab.

Ich auch, vor allem die mit der roten Beleuchtung an den Landstraßen  ;D
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: jotesen am 28. Juni 2016, 10:40:34
Da ich moralisch am längeren Hebel bin, zumindest glaube ich das, mach ich das ja nur zu seinem besten!

und ich bin gegen wohnmobile und wohwagengespanne

Du lehnst sie wahrscheinlich, genau wie ich, aus ethisch-moralischen Gründen ab.

Ich auch, vor allem die mit der roten Beleuchtung an den Landstraßen  ;D
Und ich lehne aus diesem Grund gelbe Felgen ab. *kopfschüttel*
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: MDW am 28. Juni 2016, 11:18:46
Die EU Kommision wird sicher noch ein paar Tage warten bis die Bevölkerung der kritischen Länder (DE, FR,) voll mit der EM beschäftigt ist. Dann kommt die Verlängerung.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: angusy am 28. Juni 2016, 11:22:02
also Samstag Abend  ;D
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: ThomasD am 28. Juni 2016, 12:13:35
Wie haben denn die Briten die letzten Male zum Thema Glyphosat abgestimmt?
Oder dürfen die vorerst trotz Brexit weiter mit bestimmen?

Gruß Thomas
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: angusy am 28. Juni 2016, 12:15:24
Oder dürfen die vorerst trotz Brexit weiter mit bestimmen?

Noch sind sie "drin". Noch haben sie wohl nicht mal einen Antrag gestellt. Und welche Folgen der Antrag bzgl. Abstimmungen in der Übergansphase hat, weiß wohl keiner, oder?
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Schorsch am 28. Juni 2016, 13:16:47
Die Briten stimmten zusammen mit 18 anderen Staaten für die Wiederzulassung des Glyphosats.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: MDW am 29. Juni 2016, 08:25:21
Na da lag ich ja mit dem Termin fast richtig.....
http://www.reuters.com/article/us-health-eu-glyphosate-idUSKCN0ZE25B

Verlängerung um 18 Monate...
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Schorsch am 29. Juni 2016, 20:27:12
http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/glyphosat-eu-kommission-verlaengert-zulassung-um-18-monate-a-1100467.html
Zitat
Jetzt ist es offiziell: Die EU-Kommission hat die Zulassung des umstrittenen Herbizids Glyphosat für 18 Monate verlängert. In dieser Zeit soll ein weiteres Gutachten zu möglichen Gesundheitsrisiken entstehen.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: NobbyNobbs am 29. Juni 2016, 20:37:53
Der Umwelt zu Liebe  :herz: :sonne:
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: guest50797 am 29. Juni 2016, 20:59:10
Der Umwelt zu Liebe  :herz: :sonne:

Knallen schon die Korken? ;D
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: NobbyNobbs am 29. Juni 2016, 21:08:14
Der Umwelt zu Liebe  :herz: :sonne:

Knallen schon die Korken? ;D

Ach Quatsch ;) Ich bin nur froh, dass ich zum Beispiel im Herbst weiterhin bunte Zwischenfruchtfelder anlegen kann, das Grundwasser und den Boden schütze, sowie kostengünstiger produziere.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: guest50797 am 29. Juni 2016, 21:12:20
Der Umwelt zu Liebe  :herz: :sonne:

Knallen schon die Korken? ;D

Ach Quatsch ;)
Achso, dazu braucht es also die 15 Jahres-Zulassung ;)

Ich bin nur froh, dass ich zum Beispiel im Herbst weiterhin bunte Zwischenfruchtfelder anlegen kann, das Grundwasser und den Boden schütze, sowie kostengünstiger produziere.
Na das ist doch schonmal etwas
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: hanns am 29. Juni 2016, 21:43:20
 info_only
#31  —  vor 4 Minuten

Fassungslos....
Das Bruesseler Monster graebt weiterhin mit einer Beharrlichkeit sondergleichen sein eigenes Grab.

Es gab vor einigen Wochen einen geschliffenen Kommentar bei ZON, leider ist mir der Name des Foristen entfallen.
In jenem Beitrag wurde darauf hingewiesen, dass das Zika-Virus in Aegypten KEINE Microencephalitis zur Folge hat.

Auch in Brasil sind die deutlichen Fingerzeige, dass Glyphosat der Verursacher von Microencephalitis ist, verpoent - zu stark ist die Monsantos-Lobby in diesem lateinamerikanischen Land geworden.

Glyphosat bewirkt Genmutationen!

Stelle ich nun den betroffenen Link ein, handele ich mir wieder absolut ueberirdische Antworten ein.
Bei Bedarf bitte Aufforderung; dann liefere ich Namen, Telefon- und Faxnummer, sowie E-Mail-Addresse. Der Autor betreffender Studie ist Wissenschaftler arbeitet in einem Londoner Forschungsinstitut.



(hier mal nen kommentar aus ZON)
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Ruebe am 29. Juni 2016, 22:57:03
hast du auch Quellen für die Behautung mit der Genmutation?

Wenn es so wäre, was ich zunächst mal nicht anzweifele, müßte JEDES chem. Produkt eine Genveränderung bewirken können
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: hanns am 29. Juni 2016, 23:07:07
hast du auch Quellen für die Behautung mit der Genmutation?

Wenn es so wäre, was ich zunächst mal nicht anzweifele, müßte JEDES chem. Produkt eine Genveränderung bewirken können
auf ZON ists gelöscht worden,weil ohne quellenangabe.
(ich bin nicht der author)
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Ruebe am 29. Juni 2016, 23:14:14
Glaubst du auch das Zitronenfalter die Zitronen falten?
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Biobauer am 29. Juni 2016, 23:54:56
Der Umwelt zu Liebe  :herz: :sonne:

Knallen schon die Korken? ;D

Ach Quatsch ;) Ich bin nur froh, dass ich zum Beispiel im Herbst weiterhin bunte Zwischenfruchtfelder anlegen kann, das Grundwasser und den Boden schütze, sowie kostengünstiger produziere.

naja, ich hab letzens mit einen technischen leiter von so einen wasserwerk gesprochen , der sah das gänzlich anders...
irgendwie erzählte er was, das euer gift sich im boden verändern würde, beeinflusst von sachen , die da im boden wären und diese veränderungen wären suboptimal.aber wahrscheinlich kannte er sich ned so aus....
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: NobbyNobbs am 29. Juni 2016, 23:59:38
Glyphosat ist ja nachweislich kein Gift. ;)
Umwandeln? Es wird im Boden abgebaut, ja.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: jotesen am 30. Juni 2016, 00:25:57
Glyphosat ist ja nachweislich kein Gift. ;)
Umwandeln? Es wird im Boden abgebaut, ja.
Alles ist ein Gift!
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Mulchsaat am 30. Juni 2016, 00:40:24
Glyphosat ist ja nachweislich kein Gift. ;)
Umwandeln? Es wird im Boden abgebaut, ja.
Alles ist ein Gift!
Ich dachte die Dosis macht das Gift? [emoji848]
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: jotesen am 30. Juni 2016, 01:22:34
Glyphosat ist ja nachweislich kein Gift. ;)
Umwandeln? Es wird im Boden abgebaut, ja.
Alles ist ein Gift!
Ich dachte die Dosis macht das Gift? [emoji848]
Sag ich ja. Alles ist ein Gift, wenn es entsprechend dosiert wird zwar erst, aber dann alles.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: kakvogl am 30. Juni 2016, 05:36:54
Nobby in den ersten 10 cm eventuell. Aber wenn mal kein Sauerstoff mehr im unteren Bereich ist wird es nicht mehr für den Abbau reichen für mein Verständnis. Warum weisen es den die Wasserwirtschaftsämter in den Grundwasservorkommen nach?
Es warden dort immer mehr Wirkstoffe gefunden. Macht dies nicht nachdenklich. Leg mal Deine Chemiebrille ab vielleicht kapierst es dann. :o
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Rohana am 30. Juni 2016, 07:01:04
Es warden dort immer mehr Wirkstoffe gefunden.
Richtig, z. B. der ganze Hormon"müll" durch die Pille und diverse Medikamentenrückstände, das landet AUCH alles im Wasser. Aber das ist ja alles so nötig weil Humanmedizin und beschränken kann man sich da auch nicht, im Gegenteil!, gibt ja nunmal keine Menschenzüchtungen auf Resistenz..  :rolleyes:
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: BNT am 30. Juni 2016, 07:38:52
in den ersten 10 cm eventuell.

Wenn du in dein Boden nur in den ersten 10 cm nennenswert Sauerstoff vorfindest, solltest du vielleicht deine Form des Ackerbaus überdenken. ;)

Die Wasserwirtschaftsämter sind bei Leibe keine Heiligen. Auch dort geht es um Macht und viel Geld und wer da wohl die schönen Jobs bekommt?  :rolleyes: Jeder, der sich mal gegen den Anschlusszwang zur Wehr gesetzt hat weiß, was da läuft.
Den letzten Fund von Antibiotikarückständen wollte man auch den Landwirten in die Schuhe schieben. Ist halt einfacher, einen anderen anzuschwärzen, als selbst seine Hausaufgaben zu machen.

Das Problem ist und bleibt in meinen Augen nicht der Eintrag, sondern die überwiegend miese Bodenqualität. Guter Boden verfügt über eine enorme Abbauleistung. Da kannst auch mal Ölwechsel auf russisch machen, ohne dass was passiert.  :-X
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: kakvogl am 30. Juni 2016, 07:41:58
Ach Leute immer auf die Anderen schauen jeder macht halt was er für richtig halt. Wenn  ich heuer die Rübenbestände in meiner Gegend ansehe spricht das Bände wie kaputt unsere Böden sind. Ich werde keinen abhalten, nur langfristig bin ich überzeugt findet man sich in der Sackgasse.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: BNT am 30. Juni 2016, 08:12:32
Und das "langfristig" ist das größte Problem.
Wer denkt schon ein paar Jahrhunderte voraus... ;)
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: hanns am 30. Juni 2016, 08:27:06

naja, ich hab letzens mit einen technischen leiter von so einen wasserwerk gesprochen........,aber wahrscheinlich kannte er sich ned so aus....
mit ziemlicher sicherheit.
ich wirtschafte zwischen 3 stadtwasserbrunnen und werde im rahmen einer wasserkooperation ständig überwacht,es gab bislang keine beanstandungen.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: NobbyNobbs am 30. Juni 2016, 10:45:20
Nobby in den ersten 10 cm eventuell. Aber wenn mal kein Sauerstoff mehr im unteren Bereich ist wird es nicht mehr für den Abbau reichen für mein Verständnis. Warum weisen es den die Wasserwirtschaftsämter in den Grundwasservorkommen nach?
Es warden dort immer mehr Wirkstoffe gefunden. Macht dies nicht nachdenklich. Leg mal Deine Chemiebrille ab vielleicht kapierst es dann. :o

Meine Vorredner haben dir schon die passenden Erklärungen geliefert. Es gibt im Normalfall keinen Glyphosateintrag im Grundwasser. 
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Henrik am 30. Juni 2016, 20:24:25
https://www.openpetition.de/petition/online/glyphosat-zulassung-muss-verlaengert-werden

Umfrage läuft noch, mehr Stimmen sind immer gut  ;)
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: kaarl am 30. Juni 2016, 23:00:34
Auch wenn ihr sicherlich schon einiges gewohnt seid, in punkto Falschinformation....der heutige Nano Beitrag suf Sat3 war auch mal wieder eine völlige Bekenntnis von Nichtwissen...:(
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: WilliW am 01. Juli 2016, 06:54:00
Welches "Wissen" wurde denn da wieder verbreitet?
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: guest176 am 01. Juli 2016, 06:59:41
Auch wenn ihr sicherlich schon einiges gewohnt seid, in punkto Falschinformation....der heutige Nano Beitrag suf Sat3 war auch mal wieder eine völlige Bekenntnis von Nichtwissen...:(

http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=60068 ab 2,25 ist der bericht zu sehen , der an falschinformationen nicht zuüberbieten ist !

Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: WilliW am 01. Juli 2016, 08:22:46
Danke.

Was für eine gequirlte Scheiße :(
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: guest176 am 01. Juli 2016, 08:49:54
Danke.

Was für eine gequirlte Scheiße :(

die scheiße ist schon übbel "der viermalige einsatz in einem jahr auf einem feld" oder das anheben des"grenzwertes "  :wall: :wall:

hätten sich die verantwortlichen dieses machwerkes einmal die mühe gemacht und sich die gebrausanweisung durchgelesen .........
warum darf in diesem meinem land einfach ungestraft vorsätzlich die unwarheit durch die medien  verbreitet werden ? :(
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: BNT am 01. Juli 2016, 08:59:35
Ich glaube, ihr seid die letzten, die sich sowas überhaupt noch ansehen.
TV ist ja komplett tot und bedient auch nur mehr seine Brötchengeber = Politiker, die dafür sorgen, dass GEZ fließt.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: bluna am 01. Juli 2016, 16:42:07
http://www.ebay.de/itm/20L-Roundup-Flex-PowerFlex-Unkrautvernichter-Glyphosat-Druckspruher-5L-/272271223137?hash=item3f64a12961:g:2c0AAOSwmtJXXonu

Dieses Set läßt mich befürchten, dass die Zugelassene Aufwandmenge überschritten wird.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Mulchsaat am 01. Juli 2016, 17:12:15
Ca. 30ml auf die 5l Spritze und dann ca. 100m2...

Reicht also eine Weile im Garten [emoji848]
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: guest50797 am 01. Juli 2016, 18:23:14
http://www.ebay.de/itm/20L-Roundup-Flex-PowerFlex-Unkrautvernichter-Glyphosat-Druckspruher-5L-/272271223137?hash=item3f64a12961:g:2c0AAOSwmtJXXonu

Dieses Set läßt mich befürchten, dass die Zugelassene Aufwandmenge überschritten wird.
Die Großgebinde sind doch nicht mal für den Haus- und Kleingartenbereich zugelassen... :o

Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Uli0815 am 01. Juli 2016, 19:10:12
http://www.ebay.de/itm/20L-Roundup-Flex-PowerFlex-Unkrautvernichter-Glyphosat-Druckspruher-5L-/272271223137?hash=item3f64a12961:g:2c0AAOSwmtJXXonu

Dieses Set läßt mich befürchten, dass die Zugelassene Aufwandmenge überschritten wird.


Naja wenigstens Verkauf nur an Personen mit sachkundeausweis.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Mabbi am 15. März 2017, 18:40:12
Das ist dann wohl der Gong für die nächste Runde.

http://www.tagesschau.de/wirtschaft/glyphosat-189.html

https://www.agrarheute.com/news/echa-gutachten-glyphosat-krebserregend

BUND, Greenpeace und die anderen Kasper hatten jetzt ein dreiviertel Jahr Zeit Munition zu sammeln. Mal schaun was kommt...
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Ruedi am 15. März 2017, 21:47:59
Ich hoffe das Zeug wird mal deutlich teurer, wenn ich so sehe wie damit teilweise sinnlos rumgespritzt wird, geht mir echt der Haut hoch.
Wo es Sinn macht ist alles ok.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Manfred am 16. März 2017, 09:24:18
Das ist dann wohl der Gong für die nächste Runde.

http://www.tagesschau.de/wirtschaft/glyphosat-189.html

https://www.agrarheute.com/news/echa-gutachten-glyphosat-krebserregend

BUND, Greenpeace und die anderen Kasper hatten jetzt ein dreiviertel Jahr Zeit Munition zu sammeln. Mal schaun was kommt...

In dem oben eingefügtem Link www.tagesschau.de heisst es, ich zitiere,:

"Ein neues Gutachten stuft den umstrittenen Unkrautvernichter Glyphosat als nicht krebserregend ein. Diese Bewertung der Europäischen Chemikalienagentur ECHA ist von großer Bedeutung, weil die EU die weitere Zulassung der Chemikalie davon abhängig machen wollte."

Der Ökologische-rechtliche Rundfunk suggeriert hier also, dass diese Bewertung der ECHA nun nicht bei dem anstehenden Zulassungsverfahren für Glyphosat berücksichtigt werden soll.

Andere Medien berichten hier nicht so tendenziös, z.B.:

http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2017-03/glyphosat-echa-europaeische-chemikalienagentur-pflanzenschutzmittel-krebserreger-gutachten

http://www.spiegel.de/gesundheit/ernaehrung/glyphosat-eu-behoerde-stuft-pestizid-als-nicht-krebserregend-ein-a-1138889.html

Wie auch immer, sollte der Wirkstoff in der EU erneut zugelassen werden, wird sich in Deutschland sicherlich eine Ethikkommision damit befassen und das gewünschte Ergebnis liefern. An was erinnert mich das gerade?

Typisch Deutschland im Jahre 2017: Wissen wird durch Glauben ersetzt; wozu brauch ich Fakten, wenn ich Fantasie habe?. :boing:

Gruß
Manfred
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: sven69 am 16. März 2017, 12:01:45
Glyphosat mal wieder als nicht nicht krebserregend eingestuft. [ironie an] Ich habe gehört man kann auch Blähungen davon bekommen.[/ironie aus]

MfG
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: tuning Esel am 16. März 2017, 12:38:45
Vieleicht solte man ne neue Sekte gründen um das Volk wieder in geregelte "Bahnen"zu bringen um dem öko Theror zu entkommen..
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: guest176 am 16. März 2017, 13:14:03
Ich hoffe das Zeug wird mal deutlich teurer, wenn ich so sehe wie damit teilweise sinnlos rumgespritzt wird, geht mir echt der Haut hoch.
Wo es Sinn macht ist alles ok.

jaja ,
immer die anderen machen alles falsch !
ich habe es in der vergangenheit eingesetzt und werde es auch weiterhin tun !
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Schorsch am 16. März 2017, 13:36:22
"Ein neues Gutachten stuft den umstrittenen Unkrautvernichter Glyphosat als nicht krebserregend ein. Diese Bewertung der Europäischen Chemikalienagentur ECHA ist von großer Bedeutung, weil die EU die weitere Zulassung der Chemikalie davon abhängig machen wollte."

Der Ökologische-rechtliche Rundfunk suggeriert hier also, dass diese Bewertung der ECHA nun nicht bei dem anstehenden Zulassungsverfahren für Glyphosat berücksichtigt werden soll.

Ich kann aus dem, was Innerhalb der Anführungszeichen steht, anders als Du, NICHT herauslesen, dass sich an der Absicht, anhand der ECHA-Bewertung eine Entscheidung fällen zu wollen, etwas geändert hätte.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: FFFlorian am 16. März 2017, 19:23:03
was spricht den für eine wiederzulassung außer das vermutlich dierektsaat fast unmöglich wird ?

Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: FFFlorian am 16. März 2017, 19:35:06


BUND, Greenpeace und die anderen Kasper hatten jetzt ein dreiviertel Jahr Zeit Munition zu sammeln.

Ich denk man muss nicht diese leute als Kaspern bezeichnen, sind leute mit anderen ansichten, lest doch mal ein BUND Magazin, ich wette 90% von euch teilen 90% der Meinungen. Zb pladtikmüll, gesunde Ernährung in schulen, umweltbildung der jugend, pflege von nicht extensiv Grünland, streuobstwiesen, usw.

Gerade die Initiative save the soils erachte ich als sehr sinvoll an.


Man kann m A n BUND durchaus als berechtigt ansehen, die bewegen echt was gerade in den Ortsvereinen. Im Gegensatz zu Peta ist in m A n bei den meisten noch ein Mindestmaß an vernunft zu sehen.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: muh am 16. März 2017, 19:46:01
Haha, sehr witzig, wenn ich da unseren ortsvorsitzenden anschaue was der so macht schreibt und sagt, und DAS auch noch verteilt....

Da kriegst eine faust in der hose.

Das is ein radikaler!
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: guest176 am 16. März 2017, 19:59:46


BUND, Greenpeace und die anderen Kasper hatten jetzt ein dreiviertel Jahr Zeit Munition zu sammeln.

Ich denk man muss nicht diese leute als Kaspern bezeichnen, sind leute mit anderen ansichten, lest doch mal ein BUND Magazin, ich wette 90% von euch teilen 90% der Meinungen. Zb pladtikmüll, gesunde Ernährung in schulen, umweltbildung der jugend, pflege von nicht extensiv Grünland, streuobstwiesen, usw.

Gerade die Initiative save the soils erachte ich als sehr sinvoll an.


Man kann m A n BUND durchaus als berechtigt ansehen, die bewegen echt was gerade in den Ortsvereinen. Im Gegensatz zu Peta ist in m A n bei den meisten noch ein Mindestmaß an vernunft zu sehen.

hast du was geraucht was du nicht vertragen hast ?
ich habe diese woche montag  meinen feierabend für diese *** vom bund geopfert !
was gibt eigentlich jeder  *** aus dieser öko**vereinigung das recht  jedem konventionell arbeitenden landwirt vorzuwerfen das er alles falsch macht ?

***Aufgrund einer Meldung eines anderen Users die Kraftausdrücke entfernt***
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: FFFlorian am 16. März 2017, 20:29:01


BUND, Greenpeace und die anderen Kasper hatten jetzt ein dreiviertel Jahr Zeit Munition zu sammeln.

Ich denk man muss nicht diese leute als Kaspern bezeichnen, sind leute mit anderen ansichten, lest doch mal ein BUND Magazin, ich wette 90% von euch teilen 90% der Meinungen. Zb pladtikmüll, gesunde Ernährung in schulen, umweltbildung der jugend, pflege von nicht extensiv Grünland, streuobstwiesen, usw.

Gerade die Initiative save the soils erachte ich als sehr sinvoll an.


Man kann m A n BUND durchaus als berechtigt ansehen, die bewegen echt was gerade in den Ortsvereinen. Im Gegensatz zu Peta ist in m A n bei den meisten noch ein Mindestmaß an vernunft zu sehen.

hast du was geraucht was du nicht vertragen hast ?
ich habe diese woche montag  meinen feierabend für diese *** vom bund geopfert !
was gibt eigentlich jeder  *** aus dieser öko*** vereinigung das recht  jedem konventionell arbeitenden landwirt vorzuwerfen das er alles falsch macht ?

Gibt hald überall solche und solche.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Gast 225 am 16. März 2017, 20:47:39


BUND, Greenpeace und die anderen Kasper hatten jetzt ein dreiviertel Jahr Zeit Munition zu sammeln.

Ich denk man muss nicht diese leute als Kaspern bezeichnen, sind leute mit anderen ansichten, lest doch mal ein BUND Magazin, ich wette 90% von euch teilen 90% der Meinungen. Zb pladtikmüll, gesunde Ernährung in schulen, umweltbildung der jugend, pflege von nicht extensiv Grünland, streuobstwiesen, usw.

Gerade die Initiative save the soils erachte ich als sehr sinvoll an.


Man kann m A n BUND durchaus als berechtigt ansehen, die bewegen echt was gerade in den Ortsvereinen. Im Gegensatz zu Peta ist in m A n bei den meisten noch ein Mindestmaß an vernunft zu sehen.

Vollkommen richtig , meine Bewunderung für deine Einstellung und Sichtweise . Bin ja auch stolz was man heute so gutes an den Schulen lehrt und besonders in richtung gesunde Ernährung . Konnte ja selbst vor kurzem wärend meines REHA Aufenthaltes bei gesunde Ernährung lernen das man BIo kaufen soll , bei meiner Rückfrage was den der Unterschied zwichen Bio und Konvi sei hab ich gelernt das BIo gesund und Konvi gift sei .  Schade danach war die Unterrichtsstunde zu ende .
Du wirst dich doch sicher von deinen angelegten Pflanzenversuchen selbst ernähren können ??

Nimm nicht alles so ernst was ich schreibe .
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Gast 225 am 16. März 2017, 20:50:30


BUND, Greenpeace und die anderen Kasper hatten jetzt ein dreiviertel Jahr Zeit Munition zu sammeln.

Ich denk man muss nicht diese leute als Kaspern bezeichnen, sind leute mit anderen ansichten, lest doch mal ein BUND Magazin, ich wette 90% von euch teilen 90% der Meinungen. Zb pladtikmüll, gesunde Ernährung in schulen, umweltbildung der jugend, pflege von nicht extensiv Grünland, streuobstwiesen, usw.

Gerade die Initiative save the soils erachte ich als sehr sinvoll an.


Man kann m A n BUND durchaus als berechtigt ansehen, die bewegen echt was gerade in den Ortsvereinen. Im Gegensatz zu Peta ist in m A n bei den meisten noch ein Mindestmaß an vernunft zu sehen.

hast du was geraucht was du nicht vertragen hast ?
ich habe diese woche montag  meinen feierabend für diese *** vom bund geopfert !
was gibt eigentlich jeder  *** aus dieser öko*** vereinigung das recht  jedem konventionell arbeitenden landwirt vorzuwerfen das er alles falsch macht ?

Entschuldigung Joe !!!

aber ist denn immer noch kein Mod hier um diesen Bericht mit verbalen kraftausdrücken zu richten ?????
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Ruebe am 16. März 2017, 21:07:43
joe hat sich noch sehr freundlcih zu den Ökofaschisten geäussert ...

Von der Diskussionsleitung kam nach einem Vortrag die Äusserung:

" .... also sind wir uns einig das die ethisch moralische Verantwortung für die Tiere bei den Landwirten liegt ...."

Mitten aus dem Zusammenhang gerissen ... einfach nur als Einwurf .... das ganze in einem Ton nach dem Motto: Piep Piep Piep, wir ham uns all lieb ...

Mit dem Uhenhaut konnte man Argumente austauschen, die Mirtglieder wollen einfach nur billig fressen ...

Mein Vorschlag doch wieder 35% statt 12% vom Netto für Lebensmittel auszugeben wurde mit:
Die Landwirte bekommen doch SOOOOOVIEL Subventionen ....

Noch Fragen? gegen diese Linken Ökogaschisten hilft nur ....
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Biobauer am 16. März 2017, 21:20:56

" .... also sind wir uns einig das die ethisch moralische Verantwortung für die Tiere bei den Landwirten liegt ...."



bei wen sonst??


die negativmeinungen zum BUND teile ich allerdings  voll und ganz
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Ruebe am 16. März 2017, 22:07:50
es ging vorher um Betriebsgrößen .... das war einfach aus dem Zusammenhang gerissen ...

Den meisten anwesenden BUND Mitgliedern ging es m M gar nicht um die Landwirstschaft,

ich will meine idyllische Landschaft
am liebsten gesundes Essen, aber Billig
der Strom kommt aus der Steckdose und den Müll holt die Müllabfuhr, LKW, Straßen, Landwirte brauchen wir nicht .... im Ökoladen um die ecke ist alles da ...und wenns da zu tueer ist gehen wie zu Aldi oder EDeKA

Erschrecken ist das ein Vortragender und Buchautor so schlecht recherchiert das er Halbwahrheiten bewusst verbreitet
Es ging gar nicht um Fakten, 5 Schkagworte reichen aus um da zu mobilisieren ... echt Sch...
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Wade am 16. März 2017, 23:10:44
Mag sein dass Glyphosat wirklich nicht krebserregend ist, mag sein dass es keine Nebenwirkungen auf Flora & Fauna hat...

ABER, es hat schon nen derben Beigeschmack wenn man dann liest dass Monsanto an zahlreichen Studien "mitgearbeitet" hat, was ja nichts anderes bedeutet als dass dort Einflussnahme & womöglich sogar manipuliert wurde...

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/glyphosat-monsanto-soll-glyphosat-studien-beeinflusst-haben-1.3420577


Wenn das doch so ungefährlich ist, wiso hat dann Monsanto die Finger im Spiel?
Das kotzt mich an dass versucht wird alles schön zu reden und dass negative Wirkungen bestritten werden. Nichtmal wenn es reproduzierbare Versuche gibt wird es zugegeben (siehe Glyphosat Wirkung auf Folgefrucht bzw schlechte Jugendentwicklung wenn davor Glyphosat eingesetzt wurde)

 
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Cyberlui am 16. März 2017, 23:39:39
wisst ihr eigentlich das Kaffee auch als wahrscheinlich Krebserregend" eingestuft ist???
Soviel zu diesen vielen Aussagen :basta:
Vielleicht ist das "Leben" als solches Krebserregend???
Gäbe es keine Menschen auf dem Planten, gebe es vermutlich auch keine Krebserkrankungen???? :ironie:

Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Mabbi am 16. März 2017, 23:45:12
Das Unternehmen versuchen Einfluß zu nehmen, ist doch alltäglich. Sei es über Werbung, Lobbyarbeit, oder eben auch Studien. Gelogen das es kracht, wird da überall.

Im Grunde ist es erst mal Wurscht, wer eine Studie in Auftrag gegeben hat, oder wer sie bezahlt, solange die Studie nach den Grundsätzen für wissenschaftliche Arbeiten - insb. was Transparenz, Vollstänigkeit und Reproduzierbarkeit betrifft - verfasst wird.

Das Problem ist doch eher, dass die Nachricht auf Seite 1 und der Widerruf auf Seite 48 steht. Bei der Umschlaggeschwindigkeit die Nachrichten inzw. haben und auf der anderen Seite der vgl.weise enorm lange Zeit die für ein Peer-Review benötigt wird, ist die (falsche) Nachricht schon lange verschwunden, die Verbindung wird im Kopf der (Nachrichten-)Kosumneten nicht mehr oder nur noch sehr vage hergestellt.
Sachliche Diskussion ist nicht mehr erwünscht, die Beispiele der letzten Jahre zeigen das doch ziemlich klar. Wen wunderts also, dass gelogen und vertuscht wird, denn diskussionswürdige Fakten führen eben nicht zur Diskussion, sondern zum Shitstorm.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Mabbi am 16. März 2017, 23:51:34
wisst ihr eigentlich das Kaffee auch als wahrscheinlich Krebserregend" eingestuft ist???
Soviel zu diesen vielen Aussagen :basta:
Vielleicht ist das "Leben" als solches Krebserregend???
Gäbe es keine Menschen auf dem Planten, gebe es vermutlich auch keine Krebserkrankungen???? :ironie:

Kaffee auch? Ich weiß, dass heißer Matetee, der Friseurberuf und Schichtarbeit im allgemeinen in der gleichen Kategorie 2A aufgeführt werden wie Glyphosat.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Rohana am 17. März 2017, 06:22:27
von Alkohol und Tabak ganz zu schweigen, oder gar WURST... alles (sicher!) krebserregend. So what?
Ich bin froh drum dass Glyphosat angewendet werden kann, weil es in bestimmten Fällen auch bei uns die beste Lösung für ein Problem ist.


FFFlorian: Mag sein dass man als Landwirt durchaus mit 90% der Inhalte von BUND übereinstimmen kann. Dummerweise sind wir deren ausgemachtes Feindbild, deshalb reichen mir die letzten 10% und die ganzen Halbwahrheiten und teilweise Lügen, die dort gerne verbreitet werden, um BUND als Ganzes nicht (mehr) zu mögen. Lokale Vertreter sicher ausgenommen, da können auch ganz vernünftige Menschen dabei sein, aber der Verein... geh mir fort damit. Spiegelt halt auch die Gesellschaft: Vernünftige Positionen reichen nicht mehr, es muss extrem sein um Aufmerksamkeit zu erregen.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: BNT am 17. März 2017, 07:59:35
Da man dem BUND zwangsläufig niedere Beweggründe unterstellen muss, spielt es keine Rolle, ob man mit ihm inhaltlich 90% konform geht oder nicht.

Finger weg von Ideologien. Wahrer Natur- Umwalt- oder was auch immer -schutz sieht anders aus.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: FFFlorian am 17. März 2017, 12:54:53
Da man dem BUND zwangsläufig niedere Beweggründe unterstellen muss, spielt es keine Rolle, ob man mit ihm inhaltlich 90% konform geht oder nicht.

Finger weg von Ideologien. Wahrer Natur- Umwalt- oder was auch immer -schutz sieht anders aus.
Wie denn ?
Soll nicht heißen das ich die BUND Projekte als perfekt ansehe.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Stanky am 17. März 2017, 13:10:21
Moin,
die wahren Natürschützer, und das sind wir Bauern und die Jäger, die haben die Ideologen von Bund, Grünen und diesen anderen linksorientierten Vereinigungen, gar nicht auf dem Schirm. Die wollen in erster Linie Spenden generieren. Irgenwer hat's doch schon geschrieben: Letzten Endes hat der Verbraucher es in der Hand/ im Portemonaie, wie viel im die Ernährung wert ist.
Aber wichtiger und weniger umweltschädlich ist es jährlich mit dem Flieger zum Ballermann oder sonst wo hin zu fliegen.
Gruß
Frank
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Gast 225 am 17. März 2017, 13:19:43
Moin,
die wahren Natürschützer, und das sind wir Bauern und die Jäger, die haben die Ideologen von Bund, Grünen und diesen anderen linksorientierten Vereinigungen, gar nicht auf dem Schirm. Die wollen in erster Linie Spenden generieren. Irgenwer hat's doch schon geschrieben: Letzten Endes hat der Verbraucher es in der Hand/ im Portemonaie, wie viel im die Ernährung wert ist.
Aber wichtiger und weniger umweltschädlich ist es jährlich mit dem Flieger zum Ballermann oder sonst wo hin zu fliegen.
Gruß
Frank

Ein sehr Treffender Bericht , der in kurzen Worten die allumfassende Wahrheit trifft 👍👍👍
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: FFFlorian am 17. März 2017, 20:21:00
Klar es gibt auch amdere Bereiche in denen es evtl sogar mehr einsparpotential gibt.
Flugreisen
LKW Transporte (Langstrecken)
usw.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Ruebe am 17. März 2017, 21:33:51
Florian, es geht um viel mehr als nur einen bereich ....

es geht um die Selbstbestimmung als Unternehmer, die Art des Wirtschaftens etc ..... und dann kommt von den Gegnern der konventionellen Lawi statt der Fakten die Gefühlsargumente dazu ....

"Ich rauche, na und, das mache ich ja freiwillig, aber Pestizide möchte ich nicht im Essen ...."

"Ich bin veganer .... du mußt es auch machen, aber auf das "vegane Schnitzel" will keiner verzichten .... wie die Rohstoffe für das vegane Schnitzel produziert werden, ist dann zweitrangig, Hauptsache vegan und meinem benachbarten Landwirt Vorschriften machen ...."

.... und hier fängts an pervers zu werden, bei Rückständen die von PSM oder Reinigungsmnittel kommen können wird laut nach einem Verbot geschrien, weil die Bauern ja SOOOOOOOOVIEL Subventionen bekommen .....aber was an Chemie im veganen (Fr)Essen ist, ist egal

Auch die Unterstellungen der nicht nachhaltigen Wirtschaftsweise etc geht an die Nieren ....wenn du davon leben mußt und gewisse Zusammenhänge wie Nährstoffe, Bodenzustand, Bearbeitung und Ertrag in Relation bringen kannst .... allein schon die "Nitrat Brunnen", das Messnetz und die daraus folgende DüVO sind für unsere Böden "tödlich"
Aus Erfahrungen andere Länder braucht man ja nicht zu lernen ..... siehe DK .....

Zumindest bei uns werden die schweren Böden wieder ärmer werden ....und letzlich wird ein Minimieren von Nährstoffen zunächst ein maximieren der Bearbeitung hervorrufen weil damit kurzfristig Nährstoffe freigesetzt werden ... iwann fallen dann die Erträge einfach ab ..... diese Erfahrungen haben viele Brandenburger machen müssen die von Kühen auf BGA umgestellt haben .... damit einher geht dann ein verminderter Ertrag, mehr Nährstoffe zum Humusaufbau sind nicht mehr erlaubt .... also sinkt die Speicherfähigkeit der Böden für Wasser und Nährstoffe und dmait werden wieder mehr Nährstoffe freigesetzt .... das ist genau die falsche Richtung, man erreicht genau das Gegenteil von dem was man erreichen will .... wir können in 10 Jahren gerne wieder darüber diskutieren.

Sinken aber die Erträge in D, wird D für Importe interessanter, Importe die nicht nach den D Standards hergestellt sind .... bestes Beispeil am Montag der BUND und Käfigeier
"Wir haben die Käfighaltung in D erfolgreich verhindert  .... wir kaufen nur noch Bodenhaltungseier" ..... meinte einer der Landwirte "Essen sie noch Nudeln?"
"Na klar"
"Dann erzählen sie mir nicht das sie keine polnischen Käfigeier mehr essen, die deutschen Eier sind für Nudeln zu teuer" ....

Und so wird es mit mehr Bereichen kommen ....

Hauptsache billig und nicht vor meiner Haustür
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: explicit am 17. März 2017, 21:53:29
Wobei man fairerweise dazu sagen sollte, dass sich BUND&Co schon lange für eine Kennzeichnungspflicht auch auf Nudeln aussprechen. Dann würde mMn ähnliches passieren, wie bei den normalen Eiern. Zumal gehobenere Marken wie Birkel schon länger keine Käfigeier mehr verwenden.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Ruedi am 18. März 2017, 04:05:50
Dies ganze Diskutieren müsste gar nicht nicht ob BUND oder sonstwer auf uns rumhackt.
Denn wenn alle verantwortungsbewusst mit Glyphosat umgehen würden , dann hätten wir die Probleme nicht .
Es kann doch nicht sein das einigen Berufskollegen es hinbekommen nach der Ernte einmal mit Kurzscheibenegge über den Raps bzw. Getreidestoppel fahren und dann den Aufwuchs 6 Wochen lang wachsen lassen . Das hat mit Feldhygiene nichts zu tun und macht große Probleme für den Nachbarn.
Erstens Mäuse, Schnecken und beim Rapsdurchwuchs noch zusätzlich den Erdfloh fördern.
Ich habe es im Herbst 2015 selbst erlebt , Nachbar hat den großen Raps angespritzt , ich hatte gegenüber neuen Raps gedrillt und wunderte mich weswegen der auch nach 2 maligen spritzen mit Insektizid immer noch nicht spritzen wollte, aber genau dort wo in seiner Flächenhöhe sein ehemaliger Raps stand, meine Fläche ging noch weiter bei anderen Vorbei die Getreide hatten und dort ist er gewachsen wie es sein sollte.
Abspritzen macht Sinn wen ich ein Grasproblem habe, und etwas regulieren möchte . Aber ein immer egal wann das Mittel einzusetzen finde ich wirklich nicht schön.
Deswegen währe es sinnvoll das der Lieter min. 10 € kosten sollte damit jeder mal darüber nachdenkt ob ich nicht doch wieder mehr den Grubber einsetze.
Dann passt auch wieder die Feldhygiene und der Einsatz des Wirkstoffes wird nicht mehr soviel eingesetzt und das Landschaftsbild wird nicht durch Gelbe abgespritzten Flächen gestört. Und das Futter für BUND  und anderen Personen geht aus.

Gruß Rüdi
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Rohana am 18. März 2017, 06:26:18
Denn wenn alle verantwortungsbewusst mit Glyphosat umgehen würden , dann hätten wir die Probleme nicht .
Selbst wenn, utopischerweise, wir alle in dieser Hinsicht perfekt wären, würde das Stöckchen über das wir laut BUND, Greenpeace & Co zu springen haben, nur höher gelegt. MEHR fordern geht immer - das Ende der Fahnenstange beim Naturschutz ist noch lange nicht erreicht! Oder glaubst du wirklich die geben sich irgendwann zufrieden?

... natürlich geht es nicht an, wie teils mit Glyphosat umgegangen wird. Verbieten ist trotzdem keine Lösung!
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: guest176 am 18. März 2017, 06:59:17
Dies ganze Diskutieren müsste gar nicht nicht ob BUND oder sonstwer auf uns rumhackt.
Denn wenn alle verantwortungsbewusst mit Glyphosat umgehen würden , dann hätten wir die Probleme nicht .
Es kann doch nicht sein das einigen Berufskollegen es hinbekommen nach der Ernte einmal mit Kurzscheibenegge über den Raps bzw. Getreidestoppel fahren und dann den Aufwuchs 6 Wochen lang wachsen lassen . Das hat mit Feldhygiene nichts zu tun und macht große Probleme für den Nachbarn.
Erstens Mäuse, Schnecken und beim Rapsdurchwuchs noch zusätzlich den Erdfloh fördern.
Ich habe es im Herbst 2015 selbst erlebt , Nachbar hat den großen Raps angespritzt , ich hatte gegenüber neuen Raps gedrillt und wunderte mich weswegen der auch nach 2 maligen spritzen mit Insektizid immer noch nicht spritzen wollte, aber genau dort wo in seiner Flächenhöhe sein ehemaliger Raps stand, meine Fläche ging noch weiter bei anderen Vorbei die Getreide hatten und dort ist er gewachsen wie es sein sollte.
Abspritzen macht Sinn wen ich ein Grasproblem habe, und etwas regulieren möchte . Aber ein immer egal wann das Mittel einzusetzen finde ich wirklich nicht schön.
Deswegen währe es sinnvoll das der Lieter min. 10 € kosten sollte damit jeder mal darüber nachdenkt ob ich nicht doch wieder mehr den Grubber einsetze.
Dann passt auch wieder die Feldhygiene und der Einsatz des Wirkstoffes wird nicht mehr soviel eingesetzt und das Landschaftsbild wird nicht durch Gelbe abgespritzten Flächen gestört. Und das Futter für BUND  und anderen Personen geht aus.

Gruß Rüdi

also ich habe weder einen grubber noch eine kse allein schon bei der eingesparten abschreibung kann der liter glyphos mehr als 10 euro kosten  ;D
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Ruebe am 18. März 2017, 07:23:23
Dem BUND &Co geht es NICHT um echten Umweltschutz, Erhaltung der Landschaft, Wahrung der Natur .... das sind einige wenige Basismitglieder

Hauptsächlich geht es darum Geld/Spenden zu generieren ..... das müssen wir uns erstmal ganz klar machen, man muß sich nur die vielen Naturschutzprojekte ansehen ..... da wird viel Geld kassiert, die Pflege machen dann die Ehrenamtlichen "Basismitglieder" und der GF macht sich in den Zeitungen breit

Nun kommt lange nix und dann kommt der echte Umweltschutz ... und dem echten Schutz, Verringerung des PSM EInsatzes etc stehen die derzeitigen Gesetze gegenüber.

Angefangen von der Mistabdeckung, Einarbeitung von Mist (nicht Gülle), über die Erlaubnis zu schlegeln bis hin zum Verbot des PSM Einsatzes auf ÖVF .... alles ist generell geregelt mit möglichst vielen komplizierten Fallstricken um iwo nen Landwirtz zu erwischen der es falsch macht

Mistabdecken => keine Insekten => keine Nahrung für Vögel
Schlegeln nur ab 01.07. => was meinst du wie es dann überall heisst Mulcher frei => schlagartig sin die Flächen leer .... alle auf einmal
Anwendung PSM: um Mittel zu sparen könnte man konzentrierter fahren (siehe Frankreich), offiziell sind aber nur Ausbringmengen > 200 l/ha erlaubt
ÖVF: Aussaat bis 30.03 => keine saubere, ordentliche Bestellung => schlechter, wenig Aufwuchs, besonders bei uns auf den Rendzina brauchst du im März nicht anfangen

Wenn die fachliche Seite wirklich FACHLICH wäre, hätte ich vollstes Verständnis

Übrigens wirst du immer wieder "schwarze Schafe" finden .... warum gibt es denn soviel Blitzer, Handyfahrer etc ... die halten sich alle nicht dran ....

Zum Glypho:
Bei uns könnte ein Einsaat der ÖVF ab Mitte April nach "guter fachlicher Praxis" erfolgen, tw. ANfang Mai, packst du da vor der Aussaat etwas Glyphos drunter, eine geringe Menge Dünger hast du Ende Mai einen super sauberen Bestand .... ohne gelbe Flächen!
Z. Zt. drücken wir Ende März iwas mit Gewalt rein, das vertrocknet in den Schlitzen, das bisschen was kommt blüht dann ab Ende Mai und du hast die Probs mit dem Aussamen ... => Gesetzliche Reglung erfüllt, Zweck verfehlt

Und genau dieses "Zweck verfehlt" gibt es immer öfter und immer mehr .... jedem passionierten Landwirt der egal ob ÖVF oder Hauptfrucht vernünftige Bestände haben will, kann nur noch mit dem Kpf schütteln ...und ,am stumpft auch ab ... dann wird halt im Dezember auf ÖVF noch Glyphos gespritzt und im Frühjahr wirds gelb ... Gesetze erfüllt, Zweck verfehlt
 
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: deewag am 18. Mai 2017, 09:12:35
http://www.n-tv.de/politik/EU-wirbt-fuer-Glyphosat-Verlaengerung-article19847100.html

"In der konventionellen Agrarindustrie wird das Mittel zur Ertragssteigerung eingesetzt."

Mein Gott da blutet mir der Arsch bei solchen Aussagen
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: wolf am 18. Mai 2017, 10:58:56
http://www.n-tv.de/politik/EU-wirbt-fuer-Glyphosat-Verlaengerung-article19847100.html

"In der konventionellen Agrarindustrie wird das Mittel zur Ertragssteigerung eingesetzt."

Mein Gott da blutet mir der Arsch bei solchen Aussagen

Man könnte auch schreiben:
"Da das Produkt frei verkäuflich war, wurde es häufig von Laien unsachgemäß
auf versiegelten Flächen, z.B. Pflaster angewandt und mit dem nächsten Regenschauer in die Kanalisation eingeleitet"

Dieses Tendenziöse, manchmal auch einfach dadurch, dass man einen Teil der Wahrheit weglässt, ist auch eine Form von Lügenpresse.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: NobbyNobbs am 18. Mai 2017, 12:04:31
http://www.n-tv.de/politik/EU-wirbt-fuer-Glyphosat-Verlaengerung-article19847100.html

"In der konventionellen Agrarindustrie wird das Mittel zur Ertragssteigerung eingesetzt."

Mein Gott da blutet mir der Arsch bei solchen Aussagen

Man könnte auch schreiben:
"Da das Produkt frei verkäuflich war, wurde es häufig von Laien unsachgemäß
auf versiegelten Flächen, z.B. Pflaster angewandt und mit dem nächsten Regenschauer in die Kanalisation eingeleitet"

Dieses Tendenziöse, manchmal auch einfach dadurch, dass man einen Teil der Wahrheit weglässt, ist auch eine Form von Lügenpresse.


Grüne Mafia, sage ich doch. So welche hätten hier letzte Woche mal am tiefsten Punkt vom Dorf wohnen müssen. Da gönne ich doch jedem mal direkt einen ganzen Keller voller Schlamm.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: charlie am 18. Mai 2017, 13:34:16
@Nobby
Den Zusammenhang können die doch gar nicht herstellen...
Wenn denen der Keller voll läuft, war es doch sowieso die böse industrielle Landwirtschaft MIT dem Glyphosat  :wall: :boing: :crazy:
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Feldmeister am 18. Mai 2017, 13:55:04
Ein deutlich besserer Artikel und das in der Welt.  ;D

https://www.welt.de/debatte/kommentare/article155454800/Die-Glyphosat-Panik-der-Oeko-Lobby-ist-laecherlich.html (https://www.welt.de/debatte/kommentare/article155454800/Die-Glyphosat-Panik-der-Oeko-Lobby-ist-laecherlich.html)
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Euro-T am 18. Mai 2017, 14:07:39
Ich weiß nicht, ob nur mir es so vorkommt, als hätten die Ökoterroristen den Bogen mittlerweile etwas überspannt?

So um mich rum geht das gefühlt den Meisten (auch nicht LW) mittlerweile nur noch auf den Keks, kaum Einer nimmt das noch für voll.

OK, mein Umfeld bewegt sich überwiegend im ländlichen Raum, das muß ich freilich anmerken.

Umso besser, wenn sich die Medien doch ab und an mal an einer korrekten Darstellung, oder wenigstens einer neutralen Berichterstattung versuchen.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Euro-T am 20. Juni 2017, 14:08:22
https://www.agrarheute.com/news/neue-daten-stellen-glyphosat-bewertung-who-infrage (https://www.agrarheute.com/news/neue-daten-stellen-glyphosat-bewertung-who-infrage)

Bin mal gespannt, was den Gegnern nu wieder so alles einfällt.

Schon schlimm, wenn man eigentlich niemandem mehr glauben kann...

Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Komet am 25. August 2017, 02:20:25
Man beachte den letzten Satz des Beitrages.... Bitte weiterleiten.....

http://www.br.de/mediathek/video/sendungen/abendschau/bier-glyphosat-muenchner-umweltinstitut-100.html (http://www.br.de/mediathek/video/sendungen/abendschau/bier-glyphosat-muenchner-umweltinstitut-100.html)
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Ruebe am 25. August 2017, 07:28:38
der Beitrag ist z Zt nicht aufrufbar, egal mit welchem Browser ....
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: JueLue am 25. August 2017, 07:43:10
auf download  (http://cdn-storage.br.de/iLCpbHJGNLT6NK9HsLo6s61luK4C_2rc5H1S/_-dS/_A4p5y4p571S/e7da14e6-a4fe-4d30-b93f-9afa18dd3315_C.mp4)tippen, dann läuft es...

Der Schlusssatz lässt wirklich hoffen.

JueLue
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Ruebe am 25. August 2017, 09:48:42
naja ....

Kann die Studie Glyphosat nachweisen?? oder das Abbauprodukt AMPA?

Da AMPA ein Abbauprodukt von Phophonaten ist (Glyphosat = Phosphonatsalz, Spülmittel = Phosphonat) sollte man zunächst mal klären woher die Abbauprodukte kommen ...

Oder liegt es daran das die Flaschnerinigung auch ein Kostenfaktor ist und am Spülwasser gespart wird .... m W wurden nur Glasflaschen untersucht .... wie sieht es bei Bier in Plastikflaschen aus ...
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: JueLue am 25. August 2017, 10:06:02
Ja, alles sehr populistisch und voller Ungereimtheiten.

- Man findet nirgens einen Hinweis, ob wirklich Glyphosat (wohl eher nicht) oder ein Abbauprodukt gefunden wurde
- Die Angaben zur Konzentration sind in Mikrogramm Glyphosat/Liter, was wiederum die Frage aufwirft, wird da irgendwas auf Glyphosat zurückgerechnet, oder sind das Mikrogramm Ampa/l oder was auch immer?

Was mich am meisten wundert: wenn man überall im Bier was findet, warum untersucht man nicht einfach mal die Komponenten (Braugerste, Hopfen, Wasser, Hefe). Wollen die Brauer nicht, dass herauskommt dass ihre Spülmittelreste im Bier landen?

JueLue
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: guest176 am 25. August 2017, 10:15:07
naja ....

Kann die Studie Glyphosat nachweisen?? oder das Abbauprodukt AMPA?

Da AMPA ein Abbauprodukt von Phophonaten ist (Glyphosat = Phosphonatsalz, Spülmittel = Phosphonat) sollte man zunächst mal klären woher die Abbauprodukte kommen ...




zwei dumme ein gedanke !
ich bin kein chemiker aber um glyphosat nachweisen zu können , müsste glypohsat doch direkt mit bier oder flasche in kontakt gekommen sein !?
ist das bier aus flaschen oder aus den lagertanks untersucht worden ?
wie wurden die tanks gereinigt ?
oder wurde mal bier aus einer einwegverpackung untersucht , gibt es da einen unterschied zu gehalten in mehrweg verpackungen ?
passend zum thema https://www.youtube.com/watch?v=P0ASPfzz2MA
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Schorsch am 25. August 2017, 16:53:47
ich bin kein chemiker aber um glyphosat nachweisen zu können , müsste glypohsat doch direkt mit bier oder flasche in kontakt gekommen sein !?

Ein Weg des Eintrags wäre Malz, das aus Getreide hergestellt wurde, das eine Vorerntebehandlung erfahren hat. Ob solches Getreide allerdings zur Malzherstellung überhaupt noch hinreichend keimen würde, ist eine andere Frage, die zu klären wäre.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: sten am 25. August 2017, 17:06:34
Aber gerade beim Malz sind die Brauer doch empfindlich. Es muss doch Rückstellproben geben. Carsten


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Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: kronawirt78 am 25. August 2017, 18:47:10
Ich hab mal versehentlich den zum Nachbau vorgesehenen Weizen mitbehandelt. Den genauen Wert hab ich nicht mehr im Kopf, aber die Keimfähigkeit war damals deutlich unter 50%. Zum Glück mit ner Keimprobe ermittelt und nicht aufm Acker...
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: canuck am 25. August 2017, 19:02:32
Die Keimfaehigkeit hat mehr mit der nicht natuerlichen abreifung zu tun.
Glyphos beschleunigt die letzte phase der Abreifung, etwas aehnliches wie Totreife bei trockenem Wetter.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Ruebe am 25. August 2017, 19:48:39
Zitat
Aber gerade beim Malz sind die Brauer doch empfindlich. Es muss doch Rückstellproben geben.

wenn sich in den Rückstellmustern etwas finden liesse, würde die Mälzer und Brauer ein ganz anderes Fass aufmachen. ... ich wette die Rückstellmuster sind sauberer als ein Kinderpopo

Kann mir einer mal erklären warum (angeblich) Leute die NUR BIO essen Glyphos im Urin haben? ... wenn das auf dem Weg der Nahrungskette oder Kontamination während der Ausbringung verteilt werden würde, hätten es alle ...

... da es aber nur ein paar wenige sind liegt der Verdacht des AMPA Nachweises nahe

.... und selbst wenn Glyphos das meistverkaufte Mittel ist ..... Toyota ist auch das weltweit am Meisten verkaufte Auto
Beim Rauchen WISSEN wir das es nicht nur angeblich Krebserregend ist, bei Benzin genauso .... kommt da einer auf die Idee des Verbotes?
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Wade am 26. August 2017, 13:23:08
Beim Rauchen WISSEN wir das es nicht nur angeblich Krebserregend ist, bei Benzin genauso .... kommt da einer auf die Idee des Verbotes?

Natürlich, nur sind da auch mächtige Lobbys dahinter die das zu verhindern wissen. Ein Artikel in der Bild wie scheiße Elektroautos sind und dass die Grünen eine Verbotspartei seien reicht doch schon aus dass der deutsche Michel sein Kreuz an der "richtigen Stelle" macht...

Die grünen wollen beides verbieten, Rauchen in der Öffentlichkeit als auch "Benzin"
http://www.rp-online.de/nrw/landespolitik/nichtraucherschutz-nrw-opposition-will-rauchverbot-lockern-aid-1.6687679
https://www.swr.de/swraktuell/abschied-vom-verbrennungsmotor-gruene-stellen-sich-gegen-kretschmann/-/id=396/did=19731684/nid=396/oe49g/index.html

Ich würde das aber eher nicht über Verbote machen, sondern ganz einfach mit dem Verursacherprinzip und Erhöhung der Steuern/Abgaben.
Rauchen verursacht imense Folgekosten im Gesundheitssystem. Viel mehr noch als durch die relativ hohen Steuern herein kommt. Also Rauchen so teuer machen dass alle Folgekosten abgedeckt werden, dann ist das wenigtens Monteär bewertet und jeder der die Freiheit des Rauchens genießen will, kann das immernoch tun. Aber eben zu einem Preis der die Folgen seines Handels abdeckt.
Genauso Verbrennungsmotoren. Nicht nur durch CO2 (-> Klimawandel) sondern auch die anderen Schadstoffe verursachen Folgekosten. Ich glaub die Kosten pro gefahrerem km müssten doppel so hoch sein wie bislang um alle Kosten abzudecken. Dann wären Elektroautos heute schon wirtschaftlicher als die Verbrenner die ihren Dreck kostenlos in die Luft und die Gesichter der Passanten ballern.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: monsato am 26. August 2017, 13:49:50
hay

wenn sich in den Rückstellmustern etwas finden liesse, würde die Mälzer und Brauer ein ganz anderes Fass aufmachen. ... ich wette die Rückstellmuster sind sauberer als ein Kinderpopo


der meinung bin ich auch .

und wenn sie was finden dann in dem gelump das sie aus dem ausland billig herkarren und mit unserer qualität mischen.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: BNT am 26. August 2017, 13:51:06
Dann müsste Biodiesel und vor allem Ethanol aber wieder konkurrenzfähig günstig werden.

Sind Raucher doch keine Nullsummenrechnung? Rente brauchen die ja keine. ;)


Verschneiden könnte man ja nur in so weit, dass die Keimfähigkeit noch passt. Ist das realistisch?
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Wade am 26. August 2017, 23:59:10
Dann müsste Biodiesel und vor allem Ethanol aber wieder konkurrenzfähig günstig werden.

Sind Raucher doch keine Nullsummenrechnung? Rente brauchen die ja keine. ;)

Ne das ist nur nen Mythos, die Raucher gehen durchschnittlich früher in Rente und zahlen deshalb weniger ein.

Laut dem ersten google Treffer verursachen Raucher jährlich 'Kosten in Höhe von 80Mrd €. Aber Hey, die persönliche Freiheit muss ja gewahrt werden  :rolleyes:
http://www.tagesspiegel.de/politik/wirtschaftlicher-schaden-durch-tabakkonsum-studie-raucher-kosten-jaehrlich-80-milliarden-euro/11658760.html
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: BNT am 27. August 2017, 09:51:57
Aber Hey, die persönliche Freiheit muss ja gewahrt werden  :rolleyes:

Das muss doch kein Widerspruch sein. Einfachste Lösung: Rauchen = höhere Versicherungsprämie. ;)
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Ansgar am 31. August 2017, 11:30:10
Frankreich beabsichtigt gegen eine weitere Glyphosat-Zulassung zu stimmen. Damit wird das Abstimmungsverfahren ganz schön eng ausgehen.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Rabe am 31. August 2017, 23:23:50

Wie sieht der aktuelle Zeitplan aus?
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Felix am 01. September 2017, 08:05:32

Wie sieht der aktuelle Zeitplan aus?

Anfang Oktober wird in Brüssel abgestimmt, und die EU Komission schlägt eine Zulassung für 10 Jahre vor ... aber ähnlich wie Ansgar bereits sagte glaub ich das es ganz schön eng wird  :rolleyes:
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: NobbyNobbs am 01. September 2017, 08:19:56

Wie sieht der aktuelle Zeitplan aus?

Anfang Oktober wird in Brüssel abgestimmt, und die EU Komission schlägt eine Zulassung für 10 Jahre vor ... aber ähnlich wie Ansgar bereits sagte glaub ich das es ganz schön eng wird  :rolleyes:

Und dann sind wir da wo wir vor 16 Monaten waren- keine Entscheidung. Wieder vorläufige 18 Monate? 
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: huabermaxl am 01. September 2017, 12:14:46
Denke ich nicht, der derzeitig Zuständige Kommissar hat ja bereits angedeutet, das wenn die Staaten sich nicht einigen, es keine Verlängerung mehr gibt...
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Euro-T am 01. September 2017, 13:29:04
...und das, obwohl mittlerweile rauskam, das bei der alles auslösenden Studie des IARC entscheidende Untersuchungen zurückgehalten wurden...
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Mathias am 01. September 2017, 14:25:25
...und das, obwohl mittlerweile rauskam, das bei der alles auslösenden Studie des IARC entscheidende Untersuchungen zurückgehalten wurden...

was für untersuchungen wurden da zurückgehalten?

oder hast du was zum nachlesen in kurzform?
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Euro-T am 01. September 2017, 14:27:57
...und das, obwohl mittlerweile rauskam, das bei der alles auslösenden Studie des IARC entscheidende Untersuchungen zurückgehalten wurden...

was für untersuchungen wurden da zurückgehalten?

oder hast du was zum nachlesen in kurzform?

Hier:

http://www.glyphosat.de/gtf-statements/iarc-vorsitzender-hielt-vermutlich-daten-zurueck-glyphosat-nicht-krebserregend (http://www.glyphosat.de/gtf-statements/iarc-vorsitzender-hielt-vermutlich-daten-zurueck-glyphosat-nicht-krebserregend)
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: BNT am 01. September 2017, 15:28:45
Wahrscheinlich will Frankreich wieder mal die EU erpressen.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Rabe am 01. September 2017, 17:10:06
Wahrscheinlich will Frankreich wieder mal die EU erpressen.

Wie meinst du das?
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Wade am 01. September 2017, 17:59:26
...und das, obwohl mittlerweile rauskam, das bei der alles auslösenden Studie des IARC entscheidende Untersuchungen zurückgehalten wurden...

was für untersuchungen wurden da zurückgehalten?

oder hast du was zum nachlesen in kurzform?

Hier:

http://www.glyphosat.de/gtf-statements/iarc-vorsitzender-hielt-vermutlich-daten-zurueck-glyphosat-nicht-krebserregend (http://www.glyphosat.de/gtf-statements/iarc-vorsitzender-hielt-vermutlich-daten-zurueck-glyphosat-nicht-krebserregend)

Genauso kann man auf der anderen Seite argumentieren. Da wurden auch Studien zurückgehalten bzw wegen angeblicher Viruserkrankungen weggelassen die eine krebserregende Wirkung bei Tieren zeigten.

http://www.deutschlandfunk.de/zweifel-an-eu-studien-glyphosat-gegner-kritisieren.697.de.html?dram:article_id=390993

Mir ist es mitlerweile eigentlich wurscht ob es verboten wird oder nicht. Ich brauchs eh nimmer und auf der anderen Seite gibts schlimmeres und die Alternativen wären auch nicht besser.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: farming.ch am 01. September 2017, 18:10:22
Wahrscheinlich will Frankreich wieder mal die EU erpressen.

Wie meinst du das?

Wohl irgend ein Kuhhandel, wie oft in der Politik- gibst Du mir, geb ich Dir oder so ?!
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: guest176 am 01. September 2017, 21:02:10
Wahrscheinlich will Frankreich wieder mal die EU erpressen.

Wie meinst du das?

nicht zu vergessen ist das wir vorher noch bundestagswahlen haben !
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Rabe am 01. September 2017, 22:20:37
Wahrscheinlich will Frankreich wieder mal die EU erpressen.

Wie meinst du das?

nicht zu vergessen ist das wir vorher noch bundestagswahlen haben !

Die alte Regierung ist aber zum Zeitpunkt der Abstimmung noch die im Amt. Frau Hendricks ist gegen Glyphosat, der Schmidt dafür, es gibt einen Patt und Deutschland enthält sich. Da Frankreich gegen Glyphosat ist gäbe es so keine Zulassung mehr.
Pro Glyphosat will sich leider niemand die Finger verbrennen weil nur eine Minderheit davon profitiert
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: BNT am 01. September 2017, 23:10:07
Ja, ich denke da an einen Kuhhandel.
Nachdem die EU Agrarpolitik jetzt wegen des Brexit auf dem Prüfstand steht, gibt es dazu Möglichkeiten genug.

Frankreich hatte sich, wie Italien, beim letzten mal der Stimme enthalten. Erstaunlich ist das schon, wenn man bedenkt, dass beides Staaten mit einer starken Bauernvertretung sind.

EDIT: Ach verdammt, jetzt sehe ich erst, wer neuerdings Frankreichs Umweltminister ist: Nicolas Hulot. Na toll.  :rolleyes:
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Stefan81 am 02. September 2017, 07:07:10
Vielleicht wird es ja eine Marktunterstützende Maßnahme und der Glyphosatwert wird in den landwirtschaftlichen Produkten so weit herunter gesetzt das Ware aus Übersee nicht mehr tauglich ist. Das würde eine extreme Aufwertung von heimischen Legus zur Folge haben und es könnten viele Betriebe davon profitieren.
Aber so richtig glaub ich das auch nicht.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: sten am 02. September 2017, 08:28:52
Ein Einfuhrverbot für Roundupready Produkte wäre nur konsequent. Dann könnte ich die Entscheidung zur Nichtwiederzulassung auch zumindest verstehen, auch wenn ich es fachlich für falsch halten würde. Aber dazu wird es nicht kommen.

Vielleicht wird es ja eine Marktunterstützende Maßnahme und der Glyphosatwert wird in den landwirtschaftlichen Produkten so weit herunter gesetzt das Ware aus Übersee nicht mehr tauglich ist. Das würde eine extreme Aufwertung von heimischen Legus zur Folge haben und es könnten viele Betriebe davon profitieren.
Aber so richtig glaub ich das auch nicht.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: BNT am 02. September 2017, 11:46:50
Ich denke, dass das Probleme mit den diversen Freihandelsabkommen gäbe.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Ruebe am 02. September 2017, 12:59:55
Jetzt seid Ihr genau da, was ich schon vor einigen Wochen geschrieben habe:

Im Handelsprodukt muß das nichterwünschte Mittel/Herbizid wie auch immer Nachweisbar sein .... ist es das nicht, ist es nach internationalen Regeln handelbar .... also kann jeder die deutschen Produkte, insbesondere BIO unterbieten ... alles andere, Stoffstrombilanz und wie das alles heist ist bei Importprodukten nicht das Papier wert auf dem es steht

Entweder die Produkte sind "sauber", dann ist alles OK, auch die BIO Siegel, oder sie sind mit XYZ kontaminiert, dann gelten Grenzwerte

Und das über Deutschland oder sogar die EU eine Käseglocke gestülpt wird mit Schutz vor unerwünschten Mittelchen, das glaubt nur der der auch daran glaubt das Zitronenfalter Zitronen falten
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Wade am 03. September 2017, 00:49:25
Bio ist doch nicht nur, ob das Endprodukt frei von PSM etc ist. Es geht doch auch vielmehr darum wie das Produkt hergestellt wurde...

Ein Stück Schinken wirst du kaum ansehen ob das Schwein auf Vollspalten oder in Freiland gehalten wurde. Oder ob es mit Gensoja von gerodeten Urwaldflächen gefüttert wurde oder mit Bohnen vom Acker um die Ecke... Oder ob der

Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Ruebe am 03. September 2017, 07:39:28
@wade:
du hast es erfasst ... genau DAS ist das Problem bei Importprodukten .... den deutschen Bauern kannst du drangsalieren bis zum Aufgeben (hier haben wieder drei 40, 52, 88 ha Eigentums Betriebe wegen zuviel Bürokratie aufgegeben, Betriebsleiter zwischen 45 und 55)

Jetzt haben wir aber Freihandelsabkommen etc .... wie will/soll der "deutsche Michel" denn die Herkunft von LKW/Schiffsladungen nachverfolgen? entweder wir machen unsere Grenzen dicht, oder alles von wegen Bio ist nur Makulatur .... Fipronil hat es ja ziemlich eindeutig bewiesen .... es geht nur über Analyse der Produkte

EDIT:
Zitat
Es geht doch auch vielmehr darum wie das Produkt hergestellt wurde
aber nur solange kein Preis drunter steht ..... steht ein Preis drunter ist die Herstellung egal

Nochmal: wir müssen uns mit Importprodukten vergleichen .... die Herstellung der Importprodukte ist nicht nachvollziehbar, also können wir nur "besser" sein wenn wir Rückstände in den Importen nachweisen können .... können wir das nicht, entscheidet der Preis. Das wird jeden Biobetrieb hier in D treffen wenn Bio mehr als 15...20% vom Massenmarkt (Getreide, Zucker...) ausmacht .... ihr glaubt gar nicht wieviel Länder dann mit einem Mal Bio produzieren .... zumindest auf dem Papier

Auch der "Dieselskandal" hat es gezeigt: solange die Werte auf dem Papier stimmen, ist alles OK, erst wenn der tatsächliche Beweis erfolgt das es nicht passt, geht es den bach runter .... ein Auto existiert  .... da kannst du jederzeit nachmessen, Lebensmittel sind mit einem Mal weg .....
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: farming.ch am 03. September 2017, 10:18:40
@wade:
du hast es erfasst ... genau DAS ist das Problem bei Importprodukten .... den deutschen Bauern kannst du drangsalieren bis zum Aufgeben (hier haben wieder drei 40, 52, 88 ha Eigentums Betriebe wegen zuviel Bürokratie aufgegeben, Betriebsleiter zwischen 45 und 55)

Jetzt haben wir aber Freihandelsabkommen etc .... wie will/soll der "deutsche Michel" denn die Herkunft von LKW/Schiffsladungen nachverfolgen? entweder wir machen unsere Grenzen dicht, oder alles von wegen Bio ist nur Makulatur .... Fipronil hat es ja ziemlich eindeutig bewiesen .... es geht nur über Analyse der Produkte

EDIT:
Zitat
Es geht doch auch vielmehr darum wie das Produkt hergestellt wurde
aber nur solange kein Preis drunter steht ..... steht ein Preis drunter ist die Herstellung egal

Nochmal: wir müssen uns mit Importprodukten vergleichen .... die Herstellung der Importprodukte ist nicht nachvollziehbar, also können wir nur "besser" sein wenn wir Rückstände in den Importen nachweisen können .... können wir das nicht, entscheidet der Preis. Das wird jeden Biobetrieb hier in D treffen wenn Bio mehr als 15...20% vom Massenmarkt (Getreide, Zucker...) ausmacht .... ihr glaubt gar nicht wieviel Länder dann mit einem Mal Bio produzieren .... zumindest auf dem Papier

Auch der "Dieselskandal" hat es gezeigt: solange die Werte auf dem Papier stimmen, ist alles OK, erst wenn der tatsächliche Beweis erfolgt das es nicht passt, geht es den bach runter .... ein Auto existiert  .... da kannst du jederzeit nachmessen, Lebensmittel sind mit einem Mal weg .....

Naja, wir in CH füttern jedenfalls praktisch gentechfrei, vor allem Soja betrifft das. Scheint gut zu klappen. Eine Zeitlang produzierten sie in Südbrasilien für die CH, jetzt bald wohl alles von der Donau-Region... Europa lebt.

Herkunftsnachweise sind möglich. Bedingt aber eine gute Kontrolle, klar. Auch vor Ort. Und auch Analysen. Die sind ja so gut heutzutage, dass man eine Tränentropfen im Mittelmeer nachweisen kann ;-).

Skandale und Krisen sind natürlich Rock 'n' Roll, oft für die Bauern sehr problematisch. Sie bringen das Ganze aber auch vorwärts.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: charlie am 03. September 2017, 10:41:47
Mal ein kleiner externer Beitrag zum Thema: "Wissenschaftliche Studien und ihre Aussagekraft, Bewertung und Finanzierung"

https://www.mimikama.at/volksverpetzer/glyphosat-gekauft/ (https://www.mimikama.at/volksverpetzer/glyphosat-gekauft/)

Ich lasse das betont kommentarfrei und jeder kann sich selbst eine Meinung bilden
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: BNT am 03. September 2017, 11:16:30
Der Witz an der Sache ist, dass man den universitären Bereich (mit Ausnahme politisch genehmer Richtungen) ausgehungert hat und sich dann wundert, dass es fast nur mehr Studien von Seiten der Industrie gibt? Ja was denn sonst?
In den USA geht's ohnedies nicht anders, weil sich die Hersteller so gut wie möglich absichern müssen (Verursacherprinzip). Was denkt ihr, was bei Monsanto los wäre, wenn die ohne zu wissen, welche Risiken Glyphosat in sich birgt, viele Mio in die Entwicklung von Round Up Ready Pflanzen investieren und dann raus kommt, dass Glyphosat die Zulassung zu entziehen ist? Raus kommt sowas nämlich immer - die Realität hat kein Platz für Verschwörungstheorien.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Ruebe am 03. September 2017, 12:26:31
https://www.mimikama.at/volksverpetzer/glyphosat-verboten/

mM gut auf den Punkt gebracht
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: tuning Esel am 04. September 2017, 06:31:25
Bio ist auch nur nen nischenmarkt, und hoffe es bleibt auch so, den wen BIO zum Standart wirt, dan  ist ertigmit CH Landwirtschaftprodukte ... den wenman mal die 30 % Markt überwunden hat, dan ghet es nur noch bergapmit dem preis, man sehe in der CH hat es schon zuviel Futtergetreide BIO ,zuviel Bio Milch und Fleisch,
Bei den Verbrauchern spielt der Preis immer mehr die rolle, egal von wo es kommt(es ist ja Standart und geprüft..) wie gesagt wen Bio mal über 30% vomMarkt kommt, dan geht es nur noch Bergap mit dem Preis..und wir sind da  gleich wie die  "anderen"..
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: guest176 am 12. September 2017, 14:22:30
Wahrscheinlich will Frankreich wieder mal die EU erpressen.

Wie meinst du das?

nicht zu vergessen ist das wir vorher noch bundestagswahlen haben !

Die alte Regierung ist aber zum Zeitpunkt der Abstimmung noch die im Amt. Frau Hendricks ist gegen Glyphosat, der Schmidt dafür, es gibt einen Patt und Deutschland enthält sich. Da Frankreich gegen Glyphosat ist gäbe es so keine Zulassung mehr.
Pro Glyphosat will sich leider niemand die Finger verbrennen weil nur eine Minderheit davon profitiert

https://www.topagrar.com/news/Acker-Agrarwetter-Ackernews-EU-verschiebt-Glyphosat-Entscheidung-8681342.html
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Rabe am 12. September 2017, 14:24:06
Wahrscheinlich will Frankreich wieder mal die EU erpressen.

Wie meinst du das?

nicht zu vergessen ist das wir vorher noch bundestagswahlen haben !

Die alte Regierung ist aber zum Zeitpunkt der Abstimmung noch die im Amt. Frau Hendricks ist gegen Glyphosat, der Schmidt dafür, es gibt einen Patt und Deutschland enthält sich. Da Frankreich gegen Glyphosat ist gäbe es so keine Zulassung mehr.
Pro Glyphosat will sich leider niemand die Finger verbrennen weil nur eine Minderheit davon profitiert

https://www.topagrar.com/news/Acker-Agrarwetter-Ackernews-EU-verschiebt-Glyphosat-Entscheidung-8681342.html

Ja die Hoffnung stirbt zu letzt
https://www.topagrar.com/news/Acker-Agrarwetter-Ackernews-Frankreichs-Agrarverbaende-wenden-sich-wegen-Glyphosat-an-Macron-8468551.html

Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Christian2 am 12. September 2017, 15:26:29
Ich bin ziemlich pessimistisch, was die weitere Zulassung von Glyphosat angeht. Merkel wird das Thema für Deutschland in ihrer bekannten Art abräumen:
 Für die "gesellschaftliche Befriedung" und um dem politischen Gegner ein Thema zu nehmen wird sie dafür sorgen, dass Deutschland gegen eine Zulassungsverlängerung stimmt.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Felix am 12. September 2017, 15:41:01
Gedanklich hab ich mich davon ebenfalls verabschiedet ... und überlege wie ich mit der Technik ohne grßen Aufwand eben meinen Betrieb daran anpassen kann.

Ich hoffe nicht das StripTill zu Mais darunter leiden wird ... das Verfahren funktioniert hier bei uns sehr gut.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: brookie am 12. September 2017, 16:03:11
Glyphosat weg, Flufenacet weg, Diflufenican weg, Isoproturon weg,
Fop verbraucht, Dim verbraucht, Sulfonyl verbraucht, Pinoxaden verbraucht

Langsam sollte ich mich gedanklich mit Weidehaltung der Schweine beschäftigen.

Bisher war ich froh über jeden langfristigen Pachtvertrag, das könnte sich vielleicht die nächste Jahre ändern.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: nofear am 12. September 2017, 16:07:56
Meine Gedanken brookie, meine Gedanken...
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: NobbyNobbs am 12. September 2017, 16:10:34
Das wird nicht funktionieren. Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Es geht weiter.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: brookie am 12. September 2017, 16:15:25
Nobby, ich habe die letzten 10 Jahre in der Tierhaltung so viel erlebt, wo jeder gesagt hat, das können sie (Regierung) nicht machen. Und da wurde auch jeder Punkt, der auf der Agenda stand, knallhart durchgezogen.
Ein Argument dieser knallharten Gangart: Warum soll das nicht gehen, andere können es doch auch!!

Es gibt doch Weltweit genügend Betriebe, die ohne Pflanzenschutz auskommen, also warum nicht auch wir?


Edit: Ich weiss dass es genügend Argumente gibt, die dagegen sprechen. Ein völliger Verzicht wird auch nicht kommen. Aber das ganze in einer so abgeschwächten Form, was Pflanzenschutz angeht, dass es mir wahrscheinlich keinen Spass mehr machen wird.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Christian2 am 12. September 2017, 19:20:36
Vernunft und Argumente zählen heute in der Politk nicht mehr, es zählt nur, was Stimmen und Zustimmung in den Medien bringt. Damit sieht es für Glyphosat schlecht aus.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Euro-T am 12. September 2017, 20:03:19
Das wird nicht funktionieren. Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Es geht weiter.

Die Hoffnung stirbt zuletzt...

Erst heute las ich aus unserer Kanzerlins Munde den Ausspruch, das es ein Deutschland ohne Landwirtschaft nicht geben darf.

Welcher Art Landwirtschaft hat sie allerdings wohl nicht gesagt...
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: guest50797 am 12. September 2017, 20:08:08

Die Hoffnung stirbt zuletzt...
Aber sie stirbt  ;D

Es wird doch so vieles totgeschwiegen und ausgesessen,
warum kann man das Thema Glyphosat denn nicht einfach einschlafen lassen,
im Hinterkämmerchen die Zulassung verlängern
und bis es dann einem auffällt in es schon vorrüber?

Ja, ich weis ist nur Wunschdenken
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: BNT am 12. September 2017, 20:34:55
So etwas wie Kontinuität und Planungssicherheit wurde scheinbar abgeschafft.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Gery79 am 12. September 2017, 23:05:19
So etwas wie Kontinuität und Planungssicherheit wurde scheinbar abgeschafft.

Stimmt, aber genau diese Worte wie Planungssicherheit und Kontinuität bekommt man bei jeder Veranstaltung mit landwirtschaftlichen Hintergrund eingetrichtert, genau wie unsere angebliche Interessensvertretungen, deren Standardantwort auch jedes mal lautet: Ohne uns wäre alles schlimmer, wir haben das schlimmste verhindert.
Was man dann glauben darf, bleibt jedem selber überlassen.
Eines ist sicher, schön langsam macht das alles keine Freude mehr :(


Mfg Gerald
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: superuser am 13. September 2017, 08:44:17
Hallo!

Was machen eigentlich die Landmaschinenhersteller? Wie bringen die sich in die Diskussion mit ein? Wenn man überlegt, wieviel Umsatz die doch machen, auch mit dem Hintergrund der reduzierten Bodenbearbeitung. Diese partizipieren nicht nur davon, sondern sind auch stark davon abhängig! Auch die Schlepperhersteller. 400 PS brauche ich nur an einem 6 oder 7m Grubber - Pflügen mit 7 Schaaren geht auch mit 250 PS.

Beste Grüße
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Euro-T am 13. September 2017, 08:50:39
Hallo!

Was machen eigentlich die Landmaschinenhersteller? Wie bringen die sich in die Diskussion mit ein? Wenn man überlegt, wieviel Umsatz die doch machen, auch mit dem Hintergrund der reduzierten Bodenbearbeitung. Diese partizipieren nicht nur davon, sondern sind auch stark davon abhängig! Auch die Schlepperhersteller. 400 PS brauche ich nur an einem 6 oder 7m Grubber - Pflügen mit 7 Schaaren geht auch mit 250 PS.

Beste Grüße

Müsste es nicht eher umgekehrt sein?

Ein Wegfall von Glyfos würde doch einen weitaus größeren Absatzmarkt eröffnen?

Für sieben Schare langen zwar 250PS (mancherorts..), aber um einen sieben Meter Grubber zu ersetzen, braucht es dann eben auch drei so Kaliber - und drei Schlepper...und drei Fahrer...
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Puszta am 13. September 2017, 09:15:15
Unter der Prämisse, dass es mehr Bodenbearbeitung und mechanische Pflege braucht wird wohl die Landtechnikbranche nichts dagegen haben. Blöd wird es für jede, die ihren Hauptmarkt in der PS-Technik haben und der Absatz zu einem großen Teil in der EU stattfindet. Aber von denen gibt es wohl nicht so arg viele.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: BNT am 13. September 2017, 09:58:00

unsere angebliche Interessensvertretungen


Ja, nur ist die Agrarpolitik seit jeher in konservativer Hand und bis auf ein paar Grüne redet denen auch keiner drein.


Es ist ja wirklich verrückt! Wer kauft sich heute bitte eine Direktsaatmaschine um 120 tsd Euro, wo ein Verbot von Glyphosat innerhalb der nächsten 12 Monate im Raum steht?
Noch viel schlimmer ist es beim Stallbau. Wer heute baut, sollte/müsste eigentlich für die nächsten 40 Jahre planen. Das ist heute unmöglich, selbst wenn man einen Umbau im 20 Jahre Rhythmus einplant.

Wer pflügt, kauft kein Lenksystem um 25 tsd. ;)
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: nofear am 13. September 2017, 10:10:54
Wer pflügt, kauft kein Lenksystem um 25 tsd. ;)

Ach doch, der Acker muss doch auch nicht "irgendwie" eingerissen werden und gedrillt  ;D
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Rabe am 13. September 2017, 10:13:24
Es wird doch so vieles totgeschwiegen und ausgesessen,
warum kann man das Thema Glyphosat denn nicht einfach einschlafen lassen,
im Hinterkämmerchen die Zulassung verlängern
und bis es dann einem auffällt in es schon vorrüber?

Weil sich die Medien, NGOs und auch teile der Parteien drauf eingeschossen haben.

Müsste es nicht eher umgekehrt sein?

Ein Wegfall von Glyfos würde doch einen weitaus größeren Absatzmarkt eröffnen?

Für sieben Schare langen zwar 250PS (mancherorts..), aber um einen sieben Meter Grubber zu ersetzen, braucht es dann eben auch drei so Kaliber - und drei Schlepper...und drei Fahrer...

Das sehe ich auch so. Wenn Glyphosat weg fällt brauche ich einen Federzinkenegge alla Allrounder der mir im Frühjahr das Abspritzen ersetzt.
Mit Ausfallgetreide wird auch er so seine Probleme haben. d.h. ich fahre mehrmals drüber, oder ich Pflüge vor der Zwischenfrucht. Da ich zukünftig aus Fruchtfolgegründen auf 50% Sommerungen gehen will brauche ich dann noch einen neuen Pflug. Bei Strohmulch habe ich so meine Bedenken ob da im Frühjahr noch ausreichend Masse da ist. Immerhin müsste ich im Herbst 4 mal grubbern um das Aufallgetreide kurz zu halten.
Wenn Glyphosat bleibt käme ich mit meinem 3- balkigen Grubber und meiner Kreiseleggen- Drillkombi aus. Mein alter Pflug würde als Reserve ausreichen.

Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: NobbyNobbs am 13. September 2017, 10:36:29
Das wird nicht funktionieren. Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Es geht weiter.

Die Hoffnung stirbt zuletzt...

Erst heute las ich aus unserer Kanzerlins Munde den Ausspruch, das es ein Deutschland ohne Landwirtschaft nicht geben darf.

Welcher Art Landwirtschaft hat sie allerdings wohl nicht gesagt...

Olli ist doch einfach. 400 ha Blümchen machen, die grüne Weste anziehen und bei dir in der Werkstatt Bierchen zischen. Den ganzen lieben Tag lange. Deine Boliden kannst du dann für Besucher ausstellen. Geregelte Öffnungszeiten, Bratwurst, Kaffee und Kuchen angeboten und fertisch is der Lack.
Da dieser ganze Unsinn natürlich staatlich extremst subventioniert werden müsste, beuten wir die Steuerzahler noch richtig aus und kaufen unser Fressen aus Übersee. Wo ist denn das Problem? Wenn diese grüne Drecksgesellschaft das so will machen wir's halt. Aber wenn nichts mehr geht, gibst in dieser superreichen Bananenrepublik eben irgendwas in der Art. Wahrscheinlich ging's dir mit viel weniger Arbeit finanziell genauso gut. Lass sie doch bluten, wirklich passieren wird hier nichts.

Edit: Oh sorry, das Bratwurst muss da weg! Vegane Sojawurst aus Südamerika...wie konnte ich nur...Schande über mich....
   
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: brookie am 13. September 2017, 10:58:02
Für die 400 Hektar Blümchen hätte Olli vor ein paar Tagen aber nicht noch nen zusätzlichen Mitarbeiter einstellen brauchen.
Du redest das alles so schön einfach, genau das Gegenteil ist der Fall. Viele Betriebsleiter hier, sind nicht nur für sich, sondern auch noch für so manchen Mitarbeiter verantwortlich, der auch eine Familie zu ernähren hat.
Auch das Thema Subventionen wird nicht ein endloser Brunnen bleiben, aus dem wir alle fleissig raus schöpfen können.
Sollten viele Herbizide verboten werden, warum soll da der Staat dir dafür eine Entschädigung bezahlen? Näturlich geht es immer irgendwie weiter, aber glaub mir, das irgendwie wird immer komplizierter werden.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Rabe am 13. September 2017, 11:00:28

Noch viel schlimmer ist es beim Stallbau. Wer heute baut, sollte/müsste eigentlich für die nächsten 40 Jahre planen. Das ist heute unmöglich, selbst wenn man einen Umbau im 20 Jahre Rhythmus einplant.

Wer pflügt, kauft kein Lenksystem um 25 tsd. ;)

Wo gibts ein Lenksystem für 25 tsd€  :o :o
Warum musst du beim Stallbau auf 40 Jahre planen? Die steuerliche Abschreibung ist das eine, aber betriebswirtschaftlich muss das ganze nach 20 Jahren spätestens gegessen sein.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: EWD am 13. September 2017, 11:04:29
5000 Jahre ohne Agrarchemie und 50 Jahre mit,
solange wir es uns leisten können andere auszubeuten,
was solls?
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: NobbyNobbs am 13. September 2017, 11:07:58
Für die 400 Hektar Blümchen hätte Olli vor ein paar Tagen aber nicht noch nen zusätzlichen Mitarbeiter einstellen brauchen.
Du redest das alles so schön einfach, genau das Gegenteil ist der Fall. Viele Betriebsleiter hier, sind nicht nur für sich, sondern auch noch für so manchen Mitarbeiter verantwortlich, der auch eine Familie zu ernähren hat.
Auch das Thema Subventionen wird nicht ein endloser Brunnen bleiben, aus dem wir alle fleissig raus schöpfen können.
Sollten viele Herbizide verboten werden, warum soll da der Staat dir dafür eine Entschädigung bezahlen? Näturlich geht es immer irgendwie weiter, aber glaub mir, das irgendwie wird immer komplizierter werden.

Ich tue das weil ich weiss das es weiter geht. Ich weiss nicht wie aber ich es geht auch irgendwie weiter. Gejammert wurde immer und trotzdem gibt es noch Landwirtschaft.
Die Vorstellungen hier im Lande, seitens der Politik oder auch der Verbraucher, sind unrealistisch und nur subventioniert bis hinter beide Ohren vorstellbar, keine Frage. Aber wenn es so kommt, kommt es so. Wir können es uns ja scheinbar leisten. Alternativ könnte man sicher auch extra für uns noch die ein oder andere Steuer erhöhen. Ich möchte ja auch schon angemessen entlohnt werden wenn ich Blümchenbauer werde. So sechs- bis achthundert Euro/ha finde ich angemessen....hmhm. 
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: halbspaenner am 13. September 2017, 11:11:55
5000 Jahre ohne Agrarchemie und 50 Jahre mit,
solange wir es uns leisten können andere auszubeuten,
was solls?
Moin,
5000 Jahre 0,5 Arbeitskräfte/ha, 50 Jahre 0,05 Arbeitskräfte/ha ;), wer beutet nun wen aus :frage:?!
Gruß, Rudolf
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: NobbyNobbs am 13. September 2017, 11:15:54
Für die 400 Hektar Blümchen hätte Olli vor ein paar Tagen aber nicht noch nen zusätzlichen Mitarbeiter einstellen brauchen.
Du redest das alles so schön einfach, genau das Gegenteil ist der Fall. Viele Betriebsleiter hier, sind nicht nur für sich, sondern auch noch für so manchen Mitarbeiter verantwortlich, der auch eine Familie zu ernähren hat.
Auch das Thema Subventionen wird nicht ein endloser Brunnen bleiben, aus dem wir alle fleissig raus schöpfen können.
Sollten viele Herbizide verboten werden, warum soll da der Staat dir dafür eine Entschädigung bezahlen? Näturlich geht es immer irgendwie weiter, aber glaub mir, das irgendwie wird immer komplizierter werden.


Stell dir mal die Vielfalt vor. Der eine baut lieber rote Blümchen an, der andere eher gelbe...da kriegt das Wörtchen Konkurrenzkampf um die Marktstellung gleich eine ganz andere Farbe. Wir müssen sicher in zehn Jahren um jede Biene streiten, so viele Blümchen gibt's dann hier. Auch ein Verbot des privaten Anbaus von Blumen (gelb und rot) ist vorstellbar. Man muss ja schauen, dass alles im Gleichgewicht bleibt. Geruchsimmissionen könnten ein großes Thema werden. Grade wenn vermehrt Dinge wie Lavendel, Flieder oder Tuberose angebaut werden. Da kommen ganz neue Probleme auf uns zu, Junge Junge
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: brookie am 13. September 2017, 11:21:45
Zitat

Die Vorstellungen hier im Lande, seitens der Politik oder auch der Verbraucher, sind unrealistisch und nur subventioniert bis hinter beide Ohren vorstellbar, keine Frage. Aber wenn es so kommt, kommt es so. Wir können es uns ja scheinbar leisten.

Ich brauche ja niemandem erkläre, was eine Abhängigkeit von Subventionen für einen Rattenschwanz nach sich zieht. Zum Schluss bin ich in keinster Weise mehr Herr über mein Eigentum. Alleine die Laufzeit einer Massnahme schränkt mich in meiner Flexibilität so dermaßen ein, dass vielleicht unterm Strich sogar weniger übrig bleibt.
Nein nein, auf so etwas kann und will ich mich nicht einlassen, auch wenn es im ersten Augenblick noch so attraktiv ausschaut.


Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: brookie am 13. September 2017, 11:23:25


Zitat


Stell dir mal die Vielfalt vor. Der eine baut lieber rote Blümchen an, der andere eher gelbe...da kriegt das Wörtchen Konkurrenzkampf um die Marktstellung gleich eine ganz andere Farbe. Wir müssen sicher in zehn Jahren um jede Biene streiten, so viele Blümchen gibt's dann hier. Auch ein Verbot des privaten Anbaus von Blumen (gelb und rot) ist vorstellbar. Man muss ja schauen, dass alles im Gleichgewicht bleibt. Geruchsimmissionen könnten ein großes Thema werden. Grade wenn vermehrt Dinge wie Lavendel, Flieder oder Tuberose angebaut werden. Da kommen ganz neue Probleme auf uns zu, Junge Junge

Bei deinem Ideenreichtum mache ich mir um Dich wirklich keine sorgen... ;D ;D
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: NobbyNobbs am 13. September 2017, 11:24:31
Zitat

Die Vorstellungen hier im Lande, seitens der Politik oder auch der Verbraucher, sind unrealistisch und nur subventioniert bis hinter beide Ohren vorstellbar, keine Frage. Aber wenn es so kommt, kommt es so. Wir können es uns ja scheinbar leisten.

Ich brauche ja niemandem erkläre, was eine Abhängigkeit von Subventionen für einen Rattenschwanz nach sich zieht. Zum Schluss bin ich in keinster Weise mehr Herr über mein Eigentum. Alleine die Laufzeit einer Massnahme schränkt mich in meiner Flexibilität so dermaßen ein, dass vielleicht unterm Strich sogar weniger übrig bleibt.
Nein nein, auf so etwas kann und will ich mich nicht einlassen, auch wenn es im ersten Augenblick noch so attraktiv ausschaut.

Von Wollen kann keine Rede sein, vielleicht aber von Müssen; und dann? Umschulen?
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: NobbyNobbs am 13. September 2017, 11:25:29

Bei deinem Ideenreichtum mache ich mir um Dich wirklich keine sorgen... ;D ;D

Stell dir mal die Vielfalt vor. Der eine baut lieber rote Blümchen an, der andere eher gelbe...da kriegt das Wörtchen Konkurrenzkampf um die Marktstellung gleich eine ganz andere Farbe. Wir müssen sicher in zehn Jahren um jede Biene streiten, so viele Blümchen gibt's dann hier. Auch ein Verbot des privaten Anbaus von Blumen (gelb und rot) ist vorstellbar. Man muss ja schauen, dass alles im Gleichgewicht bleibt. Geruchsimmissionen könnten ein großes Thema werden. Grade wenn vermehrt Dinge wie Lavendel, Flieder oder Tuberose angebaut werden. Da kommen ganz neue Probleme auf uns zu, Junge Junge

Bio Blumenbauer Nobby- da wo die Blume noch Blümchen sein kann!
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: brookie am 13. September 2017, 11:30:12
Das schöne an unserem Beruf ist ja, dass ich gar nichts MUSS.

Aber du hast schon recht, manchmal stellt sich die Frage gar nicht, ob wir WOLLEN, weil es keine Alternative dazu gibt.

Aber wieder zurück zum Kernthema, kein Glyphos mehr, was nun?

Zitat

Bio Blumenbauer Nobby- da wo die Blume noch Blümchen sein kann!

definitiv, um dich mach ich mir keine Sorgen... ;)
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: NobbyNobbs am 13. September 2017, 11:33:07
Das schöne an unserem Beruf ist ja, dass ich gar nichts MUSS.

Aber du hast schon recht, manchmal stellt sich die Frage gar nicht, ob wir WOLLEN, weil es keine Alternative dazu gibt.

Aber wieder zurück zum Kernthema, kein Glyphos mehr, was nun?

Zitat

Bio Blumenbauer Nobby- da wo die Blume noch Blümchen sein kann!

definitiv, um dich mach ich mir keine Sorgen... ;)

Variante ggunter mit flachem Fräsen?
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: brookie am 13. September 2017, 11:37:37
Zitat

Variante ggunter mit flachem Fräsen?

Vor der Herbstaussaat für mich definitiv keine Option. Letztes Jahr versuchsweise 2 Flächen 14 Tage später gedrillt als der Rest, und 2 Tage vor Saat eine flache Bearbeitung vor geschaltet. Im Bezug auf AFU undenkbar.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Schorsch am 13. September 2017, 11:37:40
5000 Jahre ohne Agrarchemie und 50 Jahre mit,
solange wir es uns leisten können andere auszubeuten,
was solls?

Das bedeutet jetzt was genau? Bitte nochmal ein wenig konkretisieren - Danke.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Ruebe am 13. September 2017, 11:39:27
ist doch alles OK ....

Im Gegenzug schaffen wir alle chemisch hergestellten Medikamente ab .... sollen doch alle verrecken und dann passt auch wieder das Verhältnis von Gesunden, arbeitsfähigen Leuten und der Fläche die ausreichend (Fr)Essen hergibt

Seniorenresidenz? ..... alles weg .... gabs bis vor 50 Jahren auch nicht, stellt euch mal die Entlastung der Rentenkassen vor wenn alle wieder mit <55 beigekuhlt werden ...

*IRONIE AUS*
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Wade am 13. September 2017, 12:13:29
Boa mein Gott ist stellt das echt hin wie das Ende der Welt  :rolleyes:

So ein Gesülze wenn ich höre... Manchmal Denk ich mir: Selbst Schuld, genauso wie bei der Düngeverordnung. Muss denn im Herbst noch cm-Dick die Gülle aufn Acker gefahren werden? Natürlich kommt dann irgendwann der Bomerang zurück.
Jahrelang Glyphosat zur Sikkadierung, vermutlich nichtmal die Wartezeiten eingehalten. Natürlich steigen dabei die Werte im Getreide an weils nicht mehr abgebaut werden kann. Dazu die ganze Geschichte mit Monsanto, Gentechnik, Patente auf Saatgut/Pflanzen. Viele bringen das in Verbindung mit Roundup, weil das eben die der ersten weit verbreiteten Gentechnik inkl Patentschutz war. Viele Bürger haben wohl Angst dass in Deutschland genauso Landwirtschaft wie bei den Amis betrieben wird.


Dass in Deutschland der große Hunger oder der große Import stattfinden würde halte ich auch für einen Mythos. Wir könnten vermutlich rein biologisch genug Nahrung erzeugen dass es für alle in Deutschland mehr als genug gibt. Noch dazu wenn man "bio light" macht, also z.T. Stickstoff Düngemittel zulässt und vor allem das Phosphat aus Klärschlamm zurückgewinnt und damit eine Kreislaufwirtschaft ermöglicht.
Würde man den importierten Soja nicht den Schweinen vorwerfen sondern daraus Tofu machen, könnten sich damit 3x mehr Menschen ernähren als mit dem Schweinefleisch. Wobei ich auch keinen Tofu mag, aber es gibt viele vegetarische Gerichte die ich lieber esse als Fleisch...


Ich finde es auch lustig dass beim Verbot von Glyphosat auf wissenschaftliche Erkenntisse verwiesen wird und man doch bitte nach den wissenschaftlichen Fakten entscheiden soll. Beim Klimawandel, Dieselskandal usw juckt euch (bzw viele hier) das auch nicht, Hauptsache den eigenen Lebenstil nicht verändern müssen....  :rolleyes:
Die Gesellschaft ist ständig im Wandel. Wer den Wandel nicht mitmacht wird wohl auf der Strecke bleiben.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Wade am 13. September 2017, 12:15:47
Btw mir wäre es auch lieber wenn Glyphosat erlaubt bleiben würde. Dann hat Bio einen Kaufanreiz mehr. Und es würden vermutlich in Zukunft weniger auf Bio umstellen -> weniger Konkurrenz für mich. Also aus egoistischen Gründen könnte Glyphosat von mir aus erlaubt bleiben.  ;)
 Aber eigentlich ist es mir ziemlich wurscht, kann ich eh nicht ändern sondern mich nur auf die jeweilige Situation einstellen...
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Ruebe am 13. September 2017, 12:29:49
Zitat
Würde man den importierten Soja nicht den Schweinen vorwerfen sondern daraus Tofu machen, könnten sich damit 3x mehr Menschen ernähren als mit dem Schweinefleisch. Wobei ich auch keinen Tofu mag, aber es gibt viele vegetarische Gerichte die ich lieber esse als Fleisch...

genau wade .... das Soja ist ja auch biologisch grün angehaucht produziert, ohne Urwaldrodung, ohne Pflanzenschutzmittel, ohne RoundUp ready Saatgut, ohne weltweite Transporte, ohne Dünger .... aus dem Augen aus dem Sinn ... alles was von Aussen kommt ist NATÜRLICH erzeugt .... leb weiter in deiner biolinkenöko Traumwelt
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: BNT am 13. September 2017, 12:34:01

Wo gibts ein Lenksystem für 25 tsd€  :o :o

Bei Fendt, weil du dann Profi Plus mit einer ellenlangen Aufpreislisten kaufen musst.


Zitat
Warum musst du beim Stallbau auf 40 Jahre planen? Die steuerliche Abschreibung ist das eine, aber betriebswirtschaftlich muss das ganze nach 20 Jahren spätestens gegessen sein.

Weil nach 20 Jahren das Geldverdienen beginnt. ;)
Und weil's doch schade wäre, einen Stall nach 20 Jahren platt zu machen.


Im Übrigen: 5.000 Jahre Hungersnöte, 50 Jahre Völlerei. ;)

Deutschland komplett autark mit Bio ernähren? Das müsste man mal berechnen. Fleisch gibt's dann aber nur mehr zu Feiertagen.
Bio light klingt gut. N-Dünger zulassen, dann noch PSM - was braucht man mehr? :D
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Schorsch am 13. September 2017, 12:53:03
Muss denn im Herbst noch cm-Dick die Gülle aufn Acker gefahren werden? Natürlich kommt dann irgendwann der Bomerang zurück.

Du verstehst aber doch, dass ich, als einer, der seit langer Zeit die Gülle ausschließlich im Frühjahr und Sommer nur Millimter-dick ausbringt, mich darüber ärgere, jetzt Zwischenfrüchte und Raps nicht mehr annähernd bedarfsgerecht versorgen zu dürfen, während unser Wasser vor Ort 30 mal weniger Nitrat enthält als dem Grenzwert ensprechen würde.


Jahrelang Glyphosat zur Sikkadierung, vermutlich nichtmal die Wartezeiten eingehalten.

Und Du verstehst doch, dass ich, als einer, der mithilfe des Glypho die regelmäßige massive Erosion unserer Hangflächen, nahezu vollständig in den Griff gekriegt hat, nie jedoch eine Sikkation durchgeführt hat, mich darüber ärgere, dass wir womöglich künftig die Erosionsresistenz unserer Flächen wieder regelmäßig in Grund und Boden grubbern, eggen und hacken müssen.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: EWD am 13. September 2017, 13:00:27
Ob Bio ohne Rückführung von Nährstoffen auch 50 Jahre funktioniert?
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: NobbyNobbs am 13. September 2017, 13:25:56
Ob Bio ohne Rückführung von Nährstoffen auch 50 Jahre funktioniert?

Kommt drauf an was man unter "funktioniert" versteht. Ich kenne Biobauern die 20 Doppelzentner Weizen aus dem Unkraut fahren und es funktioniert- wenn auch nicht in meinen Augen. 
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Wade am 13. September 2017, 13:56:33
Zitat
Würde man den importierten Soja nicht den Schweinen vorwerfen sondern daraus Tofu machen, könnten sich damit 3x mehr Menschen ernähren als mit dem Schweinefleisch. Wobei ich auch keinen Tofu mag, aber es gibt viele vegetarische Gerichte die ich lieber esse als Fleisch...

genau wade .... das Soja ist ja auch biologisch grün angehaucht produziert, ohne Urwaldrodung, ohne Pflanzenschutzmittel, ohne RoundUp ready Saatgut, ohne weltweite Transporte, ohne Dünger .... aus dem Augen aus dem Sinn ... alles was von Aussen kommt ist NATÜRLICH erzeugt .... leb weiter in deiner biolinkenöko Traumwelt

Was ist das für ne Argumentation?? Wenn man den Soja für Schweine importiert ist das ok, aber wenn man den Soja für Tofu importiert (und weniger für den gleichen Nährwert braucht) ist der Soja auf einmal des Teufels Übel??
Fleischkonsum & Tierhaltung braucht nunmal mehr Rohstoffe als wenn man das Zeug direkt fressen würde. Und wenn die Produktion schlecht für die Umwelt ist, dann ist es besser weniger davon zu produzieren indem man es effizienter Nutzt...

Man könnte auch sage: schmeißt die Biogasanlagen auf den Müll, baut auf den Flächen Leguminosen an und wir haben sehr viel Eiweiß dass man nicht importieren muss.

In Zukunft gibts vielleicht auch andere Möglichkeiten hochwertiges Eiweiß zu produzieren, mit Hinblick auf die ganze Geschichte mit den Insekten/Maden etc...
Und vielleicht kommt auch das Gemüse bald aus der Fabrik, mit minimalstem Input an PSM & maximaler Ausnutzung von Nährstoffen, Wasser & auch der benötigten (Grund-)Fläche: http://dasfilter.com/gesellschaft/japan-salat-aus-der-fabrik-fujitsu-machts-moeglich
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: wolf am 13. September 2017, 14:28:21
....
Erst heute las ich aus unserer Kanzerlins Munde den Ausspruch, das es ein Deutschland ohne Landwirtschaft nicht geben darf.

Welcher Art Landwirtschaft hat sie allerdings wohl nicht gesagt...

Doch Olli, hat sie.
Ich habe die Sendung gesehen und sie hat sich ausdrücklich auch zur konventionellen Landwirtschaft bekannt. Die Michbäuerin, die bei der Frage jetzt schon wieder eine staatliche Stütze/Regulierung für den Michpreis wollte, fand ich aber zum fremdschämen. Frau Merkel hat sich da sehr diplomatisch ausgedrückt, eigentlich hätte sie auch sagen können, "Willkommen in der Marktwirtschaft". Gleichzeitig war ich erstaunt, dass sie doch Kentniss vom aktuellen Milchpreis und der Entwicklung hatte. 

Allerdings verstehe ich einige hier auch nur bedingt. Ihr tut hier - und auch im Vögel/Insekten-Thread - so, als ob alles eitel Sonnenschein wäre. Ich denke auch die Landwirte müssen begreifen, was gesellschaftlich/politisch erwünscht ist und was nicht. Dann kann man sich darauf einstellen und gut. Wir sind in der Minderheit, basta.

Ich denke, dass es einen breiten Konsens in der Bevölkerung gibt, dass das kleine Deutschland nicht den Weltmarkt mit billigem Fleisch/Milch/Käse überschütten sollte. Denn mittels importiertem Soja und heimischem Futtergetreide wird hier im kleinen Deutschland eine Überproduktion erzeugt und dann exportiert. Nur: die (zusätzlichen) Belastungen der Luft, des Bodens und der Umwelt, die bleiben hier. Das wollen die Leute nicht und das kann ich auch verstehen.
Ich bin sehr davon überzeugt, dass wir mit extensiverer Wirtschaftsweise, eigener Eiweißproduktion unsere Bevölkerung gut ernähren können und trotzdem bei gleichem Umfang der Flächennutzung mehr Umweltschutz hinbekommen. Das muss jetzt nicht zwingend bio sein. Da kann man vielleicht auch mal Richtung Schweiz schielen. Euere Äußerungen, dass dann alle nur einen auf Blümchenwiese machen, ist purer Sarkasmus und bringt sicher keinen weiter.
Dass jetzt ausgerechnet Glypho das Problem sein soll wage ich auch zu bezweifeln. Für Leute, die nicht den tiefen Einblick in die Materie haben, steht es wohl für Intensivierung, Industrialisierung, wie auch immer. Das hat wohl auch einen gewissen Symbolcharakter, auch wenn es fachlich nicht korrekt ist.

Gruß
Wolf
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: BNT am 13. September 2017, 14:30:18
Ob Bio ohne Rückführung von Nährstoffen auch 50 Jahre funktioniert?


Dazu gibt es Dauerfeldversuche. Die Erträge pendeln sich nach einigen Jahrzehnten auf einem sehr niedrigen Niveau ein. 15 dt Roggen usw.
Ich kenne solche Böden. Humusgehalt unter 1%.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Schorsch am 13. September 2017, 14:54:45
Ob Bio ohne Rückführung von Nährstoffen auch 50 Jahre funktioniert?


Dazu gibt es Dauerfeldversuche. Die Erträge pendeln sich nach einigen Jahrzehnten auf einem sehr niedrigen Niveau ein. 15 dt Roggen usw.
Ich kenne solche Böden. Humusgehalt unter 1%.

Es wird wohl sehr Standort-abhängig sein. Z. B. wurde in einer Schwarzerde Jahrtausende lang org. Substanz akkumuliert, die m. E. dafür sorgen wird, dass die Fruchtbarkeit solcher Böden, auch ohne oder mit geringer Nährstoff-Rückführung, sehr lange auf einem guten Niveau bleibt.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Ruebe am 13. September 2017, 15:45:31
@wade:
dir geht es doch um die PRODUKTIONSMETHODE, nicht um das Produkt .... genau darauf habe ich abgezielt das doch die Produktionsmethoden der importierten Produkte denen der einheimischen Produkte entsprechen müssen ....

Ist das anders, haben die Importprodukte immer einen wirtschaftlichen Vorteil da die Auflagen und damit die Kosten der Produktion deutlich geringer sind ....

Das zeigt aber deine Weitsicht .... alles was von Aussen kommt ist gut, weil man nicht weiß wie es produziert ist ... da ist ja auch egal ob RoungUpo Ready Soja kommt ...

Das was wir selber unter höchsten Standards produzieren ist schlecht ...  :frage: :frage: :frage:
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: canuck am 13. September 2017, 15:46:40
@ wade
Die aus Spielerei Bio- Konvi solltest du nicht in diesem Forum  vorantreiben.
Gut die boesen Amis mit Monsanto, der Klimawandel die sind ja an meisten schuldig, nach deiner Version.
Aber wieder spreche dich nicht mit deinem Satz : Die Gesellschaft ist ständig im Wandel. Wer den Wandel nicht mitmacht wird wohl auf der Strecke bleiben.

Ein Grund zum Misstrauen gegen Glyphos.Round-up killt fast alle Pflanzen, darum muss es ja giftig sein. So wird es von vielen Leuten angeschaut.
Das selbe mit Gen-tech.Ein Gen im Soya zu verändern , ist nicht mehr weit weg um jedes Lebewesen zu verändern. So denkt die Allgemeinheit. Dazu kommen dann noch Roundup und Gensoya etc.
Vieles kann von den meisten Leuten nicht mehr verstanden werden.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Schorsch am 13. September 2017, 16:08:03
.... alles was von Aussen kommt ist gut, weil man nicht weiß wie es produziert ist ...

Das hat er nicht geschrieben und sicher auch nicht gemeint.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Euro-T am 13. September 2017, 16:27:50
....
Erst heute las ich aus unserer Kanzerlins Munde den Ausspruch, das es ein Deutschland ohne Landwirtschaft nicht geben darf.

Welcher Art Landwirtschaft hat sie allerdings wohl nicht gesagt...

Doch Olli, hat sie.
Ich habe die Sendung gesehen und sie hat sich ausdrücklich auch zur konventionellen Landwirtschaft bekannt.

Na dann sind wir mal gespannt, wohin das nach der Wahl führt..

Zitat
Ich bin sehr davon überzeugt, dass wir mit extensiverer Wirtschaftsweise, eigener Eiweißproduktion unsere Bevölkerung gut ernähren können und trotzdem bei gleichem Umfang der Flächennutzung mehr Umweltschutz hinbekommen.

Dazu zwei Anmerkungen:

Diesen Weg können wir gerne gehen, aber dann muß das übersatte Deutschland auch den kompletten Welthandel ignorieren und diese Dekadenz zu zahlen bereit sein.

Weiterhin geht es gegen meine innere Überzeugung, auf den besten Böden der Welt, unter den besten Standarts in der Welt immer weniger produzieren zu dürfen - und das noch auf Kosten der Bodenqualität.

Aus eigener, betriebswirtschaftlicher Sicht gedacht, wären es natürlich gerade die besten Böden, die den längsten Atem für einen ökologische, viehlose Bewirtschaftung hätten, aber wie weit kann man aus sich heraus, gerade wenn die intrinsische Motivation einen der Hauptfaktoren zum Erfolg darstellt?

Zitat
Ich denke auch die Landwirte müssen begreifen, was gesellschaftlich/politisch erwünscht ist und was nicht. Dann kann man sich darauf einstellen und gut. Wir sind in der Minderheit, basta.

Es beunruhigt mich in hohem Maße, das heutzutage der Glaube über dem Wissen steht und Meinung von Vielen über Sachverstand von Wenigen.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Christian2 am 13. September 2017, 17:33:49
Zitat
Ich denke auch die Landwirte müssen begreifen, was gesellschaftlich/politisch erwünscht ist und was nicht. Dann kann man sich darauf einstellen und gut. Wir sind in der Minderheit, basta.

Es beunruhigt mich in hohem Maße, das heutzutage der Glaube über dem Wissen steht und Meinung von Vielen über Sachverstand von Wenigen.


Genau das ist auch meine Meinung. Der Sachverstand wird heute in weiten Teilen der Politik komplett ausgeblendet, nicht nur in der Agrarpolitik. Statt ernsthaft Fakten zu diskutieren und Vor- und Nachteile abzuwägen erfolgt die Unterordnung unter die "gesellschaftlichen Wünsche".

Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Komet am 13. September 2017, 17:43:25
Ich glaub ich habs schon mal geschrieben, aber Harald Lesch sagt:

"Wissen besteht, aber Meinung herrscht."
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: charlie am 13. September 2017, 17:53:59
@Wade
Ich bitte dich mit verallgemeinerten Anschuldigungen keinen Keil zwischen alle ordentlich wirtschaftenden Konvis und nachhaltig wirtschaftenden Bios zu treiben.
Dieses schwarz-weiß bringt keinen von uns weiter. Die Zusammenhänge und Facetten sind schon schwer an Nicht-Fachleute zu vermitteln, da sollten wir das aber hier schon hinkriegen...

Muss denn im Herbst noch cm-Dick die Gülle aufn Acker gefahren werden? Natürlich kommt dann irgendwann der Bomerang zurück.

Im Gegenzug könnte ich Bioanbau als Nährstoff auslaugende und humuszehrende, degradierende Behandlung fruchtbarer Böden darstellen. Denn genau diese Erfahrung muss ich mit Flächen in den letzten 3 Jahren machen, die vorher knapp 20 Jahre mehr schlecht als recht biologisch bewirtschaftet wurden. Quecke, Sauerampfer und Schachtelhalm lassen grüßen, ebenso Grundnährstoffe im A oder B Bereich und Humusgehalte um 1%

Jahrelang Glyphosat zur Sikkadierung, vermutlich nichtmal die Wartezeiten eingehalten.

Ebenso könnte ich dem Bioanbau jahrelange Anreicherung von Schwermetallen im Boden ohne Rücksicht auf Höchstmengenverordnungen unterstellen.

Die, die mich kennen, werden aber wissen, dass ich dies nicht generell einem Anbausystem, sondern eher der Unfähigkeit Einzelner anlaste. Umgekehrt solltest du etwas zurückhaltender mit Pauschalurteilen und Verallgemeinerungen sein, da ich davon ausgehe, dass du hierzu fachlich in der Lage bist
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: BNT am 13. September 2017, 18:43:04
Es wird wohl sehr Standort-abhängig sein

Definitiv!
Versuchsfläche Bad Lauchstädt (Schwarzerde): Corg Abbau von 1902 bis 2000 = von 1,8% auf 1,6%;
Versuchsfläche Thyrow (leicht schluffiger Sand): Corg Abbau von 1937 bis 2000 = von 0,7% auf 0,35%. Diese 0,35% sind absolut unabbaubar. Das ist richtiger Dauerhumus.

In Bad Lauchstädt konnte der Corg Gehalt mit durch Mineraldüngung auf konstant gehalten werden, mit org Düngung auf maximal 2,3% gesteigert.
Erträge in Bad Lauchstädt: Ohne Düngung von 30 dt auf 55 dt Weizen, mit Düngung von 30 dt auf 85 dt Weizen, wobei es dabei keine Rolle spielt, ob organisch oder mineralisch gedüngt wurde.
Man sieht also, wie stark guter Boden kompensieren kann. Das gibt einem, der auch Grenzertragsboden hat, schon zu denken. Unglaublich eigentlich, aber auch logisch. 

Erträge in Thyrow heute ohne Düngung 11 dt Weizen, mit Düngung 45 dt.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: farming.ch am 13. September 2017, 19:37:58
Es wird wohl sehr Standort-abhängig sein

Definitiv!
Versuchsfläche Bad Lauchstädt (Schwarzerde): Corg Abbau von 1902 bis 2000 = von 1,8% auf 1,6%;
Versuchsfläche Thyrow (leicht schluffiger Sand): Corg Abbau von 1937 bis 2000 = von 0,7% auf 0,35%. Diese 0,35% sind absolut unabbaubar. Das ist richtiger Dauerhumus.

In Bad Lauchstädt konnte der Corg Gehalt mit durch Mineraldüngung auf konstant gehalten werden, mit org Düngung auf maximal 2,3% gesteigert.
Erträge in Bad Lauchstädt: Ohne Düngung von 30 dt auf 55 dt Weizen, mit Düngung von 30 dt auf 85 dt Weizen, wobei es dabei keine Rolle spielt, ob organisch oder mineralisch gedüngt wurde.
Man sieht also, wie stark guter Boden kompensieren kann. Das gibt einem, der auch Grenzertragsboden hat, schon zu denken. Unglaublich eigentlich, aber auch logisch. 

Erträge in Thyrow heute ohne Düngung 11 dt Weizen, mit Düngung 45 dt.

Interessant ! Sind denn das auch richtige Bio-Ackerbau-FF mit optimaler Menge Leguminosen ? Oder "nur" konvi-extrem-extensiv-FF ?

Wenn die Legus optimiert sind in der FF ist wohl am ehsten Phosphor limitierend, nebst der Auswaschung von Ca und Mg... Las mal einen Wert von ca. 40kg P2O5 / Jahr die vom Boden nachgeliefert werden können durch den Abbau der schwerstlöslichen Reserven (Gestein, Sand).

Wobei man im Bio auch Rohphosphat, Dolomit, Kalk, Schwefel düngen darf... Wenn einer düngt im Bio-Ackerbau, so ist in der Regel der N der limitierende Faktor. Richtig nachaltig bezüglich Humus und einfacher bezüglich N und Unkraut wird es erst bei ca. 20 Jahresprozente Kleegras  und mind. 5-monatige Gründüngungen. Das soll laut alter Forschung (glaube ein Herr Rauhe aus der DDR) den Humusgehalt erhalten. Bei mehr % steigt der Humusgehalt... Sepp Braun hat mit ausgefeilten Anbaumethoden, unter anderem 40% Kleegras in der FF, den Humusgehalt innert 20ig Jahren um 2 Prozentpunkte erhöht.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: tuning Esel am 13. September 2017, 19:40:53
Ihr mischt da ein wenig alles untereinander...
Bio Funktioniert zu 100%(5000Jahre hat es ja geklapt..),nur ob man alle Satt bekommt... andere Frage..und zu welchen preis..wen man dem Bio die Beiträge streicht, dan ist schnell schluss(gut die Konvi auch..)
Wen man nur so etwas mehr als 50Jahre zurück schaut, da gabe es grossen Hunger, zum Teil Wegen Kriege(hat mit LW nichts zu tun also lassen wir es mal weg), dan wahren noch Pilze, seuchen, Kranheiten, zb Bei den Kartofeln da gabe es ja Jahre da gabe es gar nichts.. weil man nichts entgegen setzten könnte,oder kannte, oder auch nasse Jahre  weiss jeder hier was da in Getreide los ist, wen man nichts machen kann.. dan sieht es mager aus..
darum wurde die Forschung (chemie...) darauf los gelassen, mit seht guten ergenbnis, in der Gleichen Zeit hat die Gleiche Chemie aber auch unzählige böse Chemie auch Medikament entwikelt, ohne diese währe nicht mal die halben unter uns jetzt..,ich versteh ehrliche gesagt nicht warum die Grünen da nicht  was degegen tun, in Krankenhäuser sterben ja am meisten Leute und die sind fast immer unter den bösen Medis.. das solte sofort verboten werden..(ist jetzt nur ironisch, aber es zeigt wie man polarisiert), aber zurück zum Thema,wen man nun die ganzen Pflanzenschutzmittel(Pestizide gibt es gar nicht, wer hat das erfunden??) aufgibt , haben die Bio als erster gar nicht mehr zu lachen weil sie dan nicht merh was anderes, besseres haben, sondern das gleiche 0815 wie alle anderen, dan gibt es noch Hunger usw... das hält nicht lange an, da kommt es nur auf Ausland  an wie lange die uns durchfuttern können , hmm, aber halt mal, war da nicht mal ein natur Gesetzt das  das Land das dass andere ernährt dan dem ersten unterteilt wirt weil es in ja Ernährt..???oder anders gesagt es im Untergeben ist, was meint was los ist wen die den "Hahn" zu machen..

Ich könnte noch lange so weiter schreiben, meiner ansicht nach ist das die grösste sackgasse , aber die Leute Heute haben ja keine probleme mehr(ja ich armer verdiene etwas weniger als B, oder ich hätte gerne ein schöneres Auto usw.)das sind keine Probleme, Hunger, Durst, Obdachlos das sind Probleme! vieleicht müssen wir mal soweit gehen bis  Herrn Durchschnit  selber darauf kommt...und die lieben Grünen ne Lösung finden...


Zum Anderen ist Politik nur noch auf Populismus und Meinugen basiert, Fachwissen oder erfahrung wirt verpöhnt..
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Wade am 13. September 2017, 19:46:36
@Wade
Ich bitte dich mit verallgemeinerten Anschuldigungen keinen Keil zwischen alle ordentlich wirtschaftenden Konvis und nachhaltig wirtschaftenden Bios zu treiben.
Dieses schwarz-weiß bringt keinen von uns weiter. Die Zusammenhänge und Facetten sind schon schwer an Nicht-Fachleute zu vermitteln, da sollten wir das aber hier schon hinkriegen...

Muss denn im Herbst noch cm-Dick die Gülle aufn Acker gefahren werden? Natürlich kommt dann irgendwann der Bomerang zurück.

Im Gegenzug könnte ich Bioanbau als Nährstoff auslaugende und humuszehrende, degradierende Behandlung fruchtbarer Böden darstellen. Denn genau diese Erfahrung muss ich mit Flächen in den letzten 3 Jahren machen, die vorher knapp 20 Jahre mehr schlecht als recht biologisch bewirtschaftet wurden. Quecke, Sauerampfer und Schachtelhalm lassen grüßen, ebenso Grundnährstoffe im A oder B Bereich und Humusgehalte um 1%

Jahrelang Glyphosat zur Sikkadierung, vermutlich nichtmal die Wartezeiten eingehalten.

Ebenso könnte ich dem Bioanbau jahrelange Anreicherung von Schwermetallen im Boden ohne Rücksicht auf Höchstmengenverordnungen unterstellen.

Die, die mich kennen, werden aber wissen, dass ich dies nicht generell einem Anbausystem, sondern eher der Unfähigkeit Einzelner anlaste. Umgekehrt solltest du etwas zurückhaltender mit Pauschalurteilen und Verallgemeinerungen sein, da ich davon ausgehe, dass du hierzu fachlich in der Lage bist

Meine Beispielen sollten keinen Keil treiben oder Bio vs Konvi sein, sondern eher verdeutlichen dass daran nicht nur die "Grün-Links*Piep*e" Bevölkerung schuld ist, sondern dass es auch Ursachen aus de eigenen Reihen gibt. Das ist kein Argument für oder gegen Konvis, sondern ein Argument warum vielleicht Glyphosat verboten wird und es jetzt ALLE ausbaden müssen (das impliziert doch schon dass nicht alle Schuld dran sind)
Es gibt genug schwarze Schafe die sich nicht an die Auflagen halten, jetzt dürfen alle die Folgen davon tragen (vor allem in der DüVO, bei Glyphosat ist das nicht so dramatisch, da spielt ja noch viel mit rein). Ich kenne zahlreiche Beispiele die noch in den letzten Jahren Gülle & Gärrest nach Silomais und Zuckerüben im späten Oktober gefahren haben. Oder im Herbst auf Stoppelfelder und direkt rein geackert um dann im nächsten Jahr Mais anzubauen.

Außerdem: ICH hab nicht mit dem Bio vs Konvi gebashe angefangen! Mein Argument im ersten Post sollte nur widerlegen dass ohne Glyphosat oder PSM allgemein in Deutschland der große Hunger ausbricht oder wir noch mehr Soja Importieren müssen.
Ruebe hat dann daraus direkt irgend ne Bio-vegane Weltverschwörung losgetreten, nur weil ich geschrieben habe man könnte den importierten Soja auch zu Tofu machen. Tofu hat ja erstmal nix mit Bio zu tun, aber das wird natürlich schön alles in einen Topf geschmissen und kräftig umgerührt...
 


 
Ob Bio ohne Rückführung von Nährstoffen auch 50 Jahre funktioniert?
Welchen Ökologische Landbau kennst du der 50 Jahre ohne Rückführung wirtschafte will?? Das ganze ist also ein reines Scheinargument zur Diffamierung von Bio, denn auch im Biobereich SOLLTE sogar gedüngt werden wenn die Nährstoffe knapp werden. siehe zb hier: https://www.oekolandbau.de/erzeuger/pflanzenbau/spezieller-pflanzenbau/gruenland/duengung/stickstoff-phosphat-und-kali/
Wenn das nicht gemacht wird hat das nix mit Bio zu tun, sondern mit schlechten Bauern oder Subventionsabgreifern.

Wieder mal: Wer treibt hier Keile zwischen Konvi & Bio mit sau dämlichen Argumenten? Ich bins nichts, ich hab sogar angesprochen dass ich ein "bio-light" gut finden würde bei dem man mehr düngen dürfte. Und die Sache mit dem Phosphat trifft nicht nur Bios, auch Konventionelle haben in ein paar Jahrzehnten keinen Dünger mehr wenn nicht schnellstens mehr aus dem Abwasser zurückgewonnen wird...
Mehr Entzug als Ausbringen ist nicht nachhaltig. Ich seh bei mir aber auch, dass man nur mit Düngung ohne PSM auf 60-80% der Erträge von Konventionell kommen kann.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: farming.ch am 13. September 2017, 19:48:43
Ihr mischt da ein wenig alles untereinander...
Bio Funktioniert zu 100%(5000Jahre hat es ja geklapt..),nur ob man alle Satt bekommt... andere Frage..und zu welchen preis..wen man dem Bio die Beiträge streicht, dan ist schnell schluss(gut die Konvi auch..)
Wen man nur so etwas mehr als 50Jahre zurück schaut, da gabe es grossen Hunger, zum Teil Wegen Kriege(hat mit LW nichts zu tun also lassen wir es mal weg), dan wahren noch Pilze, seuchen, Kranheiten, zb Bei den Kartofeln da gabe es ja Jahre da gabe es gar nichts.. weil man nichts entgegen setzten könnte,oder kannte, oder auch nasse Jahre  weiss jeder hier was da in Getreide los ist, wen man nichts machen kann.. dan sieht es mager aus..
darum wurde die Forschung (chemie...) darauf los gelassen, mit seht guten ergenbnis, in der Gleichen Zeit hat die Gleiche Chemie aber auch unzählige böse Chemie auch Medikament entwikelt, ohne diese währe nicht mal die halben unter uns jetzt..,ich versteh ehrliche gesagt nicht warum die Grünen da nicht  was degegen tun, in Krankenhäuser sterben ja am meisten Leute und die sind fast immer unter den bösen Medis.. das solte sofort verboten werden..(ist jetzt nur ironisch, aber es zeigt wie man polarisiert), aber zurück zum Thema,wen man nun die ganzen Pflanzenschutzmittel(Pestizide gibt es gar nicht, wer hat das erfunden??) aufgibt , haben die Bio als erster gar nicht mehr zu lachen weil sie dan nicht merh was anderes, besseres haben, sondern das gleiche 0815 wie alle anderen, dan gibt es noch Hunger usw... das hält nicht lange an, da kommt es nur auf Ausland  an wie lange die uns durchfuttern können , hmm, aber halt mal, war da nicht mal ein natur Gesetzt das  das Land das dass andere ernährt dan dem ersten unterteilt wirt weil es in ja Ernährt..???oder anders gesagt es im Untergeben ist, was meint was los ist wen die den "Hahn" zu machen..

Ich könnte noch lange so weiter schreiben, meiner ansicht nach ist das die grösste sackgasse , aber die Leute Heute haben ja keine probleme mehr(ja ich armer verdiene etwas weniger als B, oder ich hätte gerne ein schöneres Auto usw.)das sind keine Probleme, Hunger, Durst, Obdachlos das sind Probleme! vieleicht müssen wir mal soweit gehen bis  Herrn Durchschnit  selber darauf kommt...und die lieben Grünen ne Lösung finden...


Zum Anderen ist Politik nur noch auf Populismus und Meinugen basiert, Fachwissen oder erfahrung wirt verpöhnt..

Ja, dass die weggeworfenen und durch den Toilettengang ausgeschiedenen Medikamente ein vielleicht grösseres Problem für die Menschen und die Umwelt sind als das In-Thema Glyphos hab ich hier in AW schon mal gebracht, inkl. Studie...

Bei Deiner Beurteilung von Bio hast Du etwas vergessen, dass das Bio heute und morgen nicht das gleich mehr ist wie Landwirtschaft vor 50ig Jahren. Stellt Euch nur mal vor, wenn alles Geld das heute in Konvi- und IP-Züchtung fliesst, nur für Bio-Züchtung gebraucht würde. Andere Zuchtziele und bessere Resultate bezüglich Resistenzen und Standfestigkeit.....
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Wade am 13. September 2017, 19:50:05
und während ich den letzten Post geschrieben hab gabs nochmal 3 neue posts.
Ich wollte hier echt keine Agumentation von Bio vs konvi lostreten, die gabs schon oft genug  :rolleyes:


Darum weiter mit Glyphost:
Rein wissenschftlich sehe ich ein Verbot von Glyphosat auch kritisch, aber wie gesagt spielen da auch noch viele Gesellschaftliche Aspekte mit rein. Eben der zusammenhang zwischen Round-UP Ready GVO & Patentschutz auf Pflanzen. Das wird in der Bevölkerung alles unter einen Hut gesteckt und ist alles ziemlich kritisch betrachtet.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: NobbyNobbs am 13. September 2017, 19:59:25
und während ich den letzten Post geschrieben hab gabs nochmal 3 neue posts.
Ich wollte hier echt keine Agumentation von Bio vs konvi lostreten, die gabs schon oft genug  :rolleyes:


Darum weiter mit Glyphost:
Rein wissenschftlich sehe ich ein Verbot von Glyphosat auch kritisch, aber wie gesagt spielen da auch noch viele Gesellschaftliche Aspekte mit rein. Eben der zusammenhang zwischen Round-UP Ready GVO & Patentschutz auf Pflanzen. Das wird in der Bevölkerung alles unter einen Hut gesteckt und ist alles ziemlich kritisch betrachtet.

Also grade dieses Jahr, hier mitunter extrem feucht und das schon sehr lange, ist ein gutes Beispiel für die Wichtigkeit dieses Wirkstoffes. Selbst die härtesten Bodenbearbeitungsfreunde haben hier erkannt, dass es mehr Sinn macht, erstmal die Altverunkrautung auf der Stoppel zu killen. Wenn's nass ist kommt ja auch direkt was durch, ja. Gibt einige, die hatten nach'm Dreschen massiv grünes Scheißzeugs unten drin. Sah aus wie eine Untersaat. Bodenbearbeitung hätte nicht nur diesbezüglich keine Effekte gehabt, sie wäre auch einfach aus allerlei anderer Sichtweise schädlich gewesen. Nicht zuletzt wären schon wieder Hänge massig erodiert, die Befahrbarkeit fürchterlich und massiv die Struktur geschädigt worden. "Unpassend" ist sie zwar auch jetzt noch (ich habe noch überhaupt keine Bodenbearbeitung gemacht und werde wohl auch in mein erstes "100 % Direktsaatjahr" starten) aber es war schon wirklich auffallend, dass alle über den Wirkstoff dankbar waren.
Grade in solchen Extremjahren braucht es für jeden Alternativen, nicht nur für so hardcore Kratzer und Schlitzer wie mich.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Euro-T am 13. September 2017, 20:18:00
Selbst die härtesten Bodenbearbeitungsfreunde haben hier erkannt, dass es mehr Sinn macht, erstmal die Altverunkrautung auf der Stoppel zu killen.

OT:
 ;-p ;-p ;-p
OT Ende
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: NobbyNobbs am 13. September 2017, 20:31:06
Selbst die härtesten Bodenbearbeitungsfreunde haben hier erkannt, dass es mehr Sinn macht, erstmal die Altverunkrautung auf der Stoppel zu killen.

OT:
 ;-p ;-p ;-p
OT Ende

???
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Stanky am 13. September 2017, 20:35:14
Moin,
passt jetzt nicht ganz in die Diskussion, aber ich habe heute beim Arzt im Wartezimmer einen Spiegel gelesen. In dem Artikel ging es um uns ach so böse Bauern. Wenn ich mal von der wirklich grottenschlechtet Recherche absehe, finde ich es interssant, das einem als Bauer verwehrt wird Geld verdiehnen zu wollen. Weswegen geht denn ein Arbeitnehmer arbeiten? :frage:
Leider konnte ich den Artikel nicht zu ende lesen, ich bin dran gekommen. ;D
Gruß
Frank
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Euro-T am 13. September 2017, 20:35:43
Selbst die härtesten Bodenbearbeitungsfreunde haben hier erkannt, dass es mehr Sinn macht, erstmal die Altverunkrautung auf der Stoppel zu killen.

OT:
 ;-p ;-p ;-p
OT Ende

???

Ei, für dich bin ich doch auch so ein Erdbewegungsfanatiker  ;D
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: NobbyNobbs am 13. September 2017, 20:36:26

Ei, für dich bin ich doch auch so ein Erdbewegungsfanatiker  ;D

Bei dir geht's noch, gibt viel Schlimmere  ;D ;D
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Wade am 13. September 2017, 20:37:57
Selbst die härtesten Bodenbearbeitungsfreunde haben hier erkannt, dass es mehr Sinn macht, erstmal die Altverunkrautung auf der Stoppel zu killen.
hab ich auch gemacht, zwangsläufig ohne Glyphosat sondern einfach mit nem Mulcher, danach ging alles ohne Stopfen durch meinen popeligen Terrano. Aber ich weiß auf was du hinaus willst.


Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: BNT am 13. September 2017, 20:44:29
Sind denn das auch richtige Bio-Ackerbau-FF mit optimaler Menge Leguminosen ? Oder "nur" konvi-extrem-extensiv-FF ?

Alles konventionell und eher klassisch. Also Weizen/Kartoffeln oder Weizen/Raps usw.


Zitat
Wenn die Legus optimiert sind in der FF ist wohl am ehsten Phosphor limitierend, nebst der Auswaschung von Ca und Mg... Las mal einen Wert von ca. 40kg P2O5 / Jahr die vom Boden nachgeliefert werden können durch den Abbau der schwerstlöslichen Reserven (Gestein, Sand).


Im Mangel ist langfristig alles, wenn kein Ausgleich erfolgt. N spürt man halt am schnellsten und ist auch am schwierigsten zu bekommen. Düngen darf man meines Wissens bei Bio ja alle Nährstoffe, aber aus welchen Quellen... ;)

Zitat
Richtig nachaltig bezüglich Humus und einfacher bezüglich N und Unkraut wird es erst bei ca. 20 Jahresprozente Kleegras  und mind. 5-monatige Gründüngungen. Das soll laut alter Forschung (glaube ein Herr Rauhe aus der DDR) den Humusgehalt erhalten. Bei mehr % steigt der Humusgehalt... Sepp Braun hat mit ausgefeilten Anbaumethoden, unter anderem 40% Kleegras in der FF, den Humusgehalt innert 20ig Jahren um 2 Prozentpunkte erhöht.

Diese 2% sind allerdings kein Dauerhumus, sondern wenn, dann Nährhumus. Es gibt da ja auch Experten, die Wurzeln und Stroh zum Humus rechnen.
20% Kleegras in der FF sind doch ein wenig wenig, oder? So viel N bindet das ja nicht, aber wenn man eine wenig N bedürftige FF fährt. Nicht jeder baut E-Weizen an. ;)


@Wade: Zur Frage, ob es Ökobetriebe gibt, deren Nährstoffhaushalt unausgeglichen ist? Da kenne ich einige. Sogar einer der größten österr. Biobetriebe verfolgt kein nachhaltiges Konzept. 25% Luzerne, 30% Ölkürbis, 45% Winterweizen auf einem Hochertragsstandort.


Das größte Problem bei Öko ist der Flächenbedarf. Global lässt sich alles einfacher beschaffen, als Ackerland. N haben wir faktisch ohne Ende. Das Haber-Bosch-Verfahren wurde von "Nature" zur wichtigsten Erfindung des letzten Jahrhunderts gewählt. "Brot aus Luft". Dank Haber und Bosch kann die Pflanzenproduktion bei weitem effizienter erfolgen. Faktor 10!
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Heico am 13. September 2017, 21:36:35
Ihr mischt da ein wenig alles untereinander...
Bio Funktioniert zu 100%(5000Jahre hat es ja geklapt..),nur ob man alle Satt bekommt... andere Frage..und zu welchen preis..wen man dem Bio die Beiträge streicht, dan ist schnell schluss(gut die Konvi auch..)
Wen man nur so etwas mehr als 50Jahre zurück schaut, da gabe es grossen Hunger, zum Teil Wegen Kriege(hat mit LW nichts zu tun also lassen wir es mal weg)
....................................................................................

Also hungern musste man vor 50 und 60 Jahren nicht. Vor 70 Jahren war es in den großen Städten noch etwas knapp.
Die Erträge waren damals unter unseren heutigen Bioerträgen.

Wie @Wade schon schreibt, von nur 1 Mittel weniger geht die Welt nicht unter, es wird nur etwas anspruchsvoller gegenüber heute. Gute Ackerbauern stecken so was ohne Probleme weg. Vor 30 Jahren wurde das Mittel nicht eingesetzt, obwohl es zur Verfügung stand.

Der Bioanbau sorgt markttechnisch dafür dass es nicht noch mehr Überschüsse gibt, die auf die Preise drücken.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: BNT am 13. September 2017, 21:51:00
Die letzte große Hungersnot gab es bei uns im Winter 1946/47.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: hanns am 13. September 2017, 22:01:51
.... Vor 30 Jahren wurde das Mittel nicht eingesetzt, obwohl es zur Verfügung stand.

Der Bioanbau sorgt markttechnisch dafür dass es nicht noch mehr Überschüsse gibt, die auf die Preise drücken.
vor 35 jahren übernahm ein aussteiger mit geld den nachbarhof und baute einen kleinen biohof mit hofladen auf.
bevor er ackerte,hatte er erstmal roundup eingesetzt  ;D
hiesiger bioanbau spielt markttechnisch keine rolle,weil zu wenig angeboten wird.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: EWD am 13. September 2017, 22:37:29
Ich will keineswegs einen Keil zwischen Konventionell und Bio treiben,
ganz im Gegenteil finde ich diese Marktnische hoch interessant.

Ich bin nur so kritisch, weil ich Statistiken von Bodenuntersuchungen
gesehen habe, die mehr als alarmierend sind.

Desweiteren wird von den hochgebildeten Experten jegliche Form der
mineralischen Düngung als nichtbiologisch gesehen.
So hat mein Biokollege böse Ärger von seinen Kapitalgebern bekommen,
als ich für ihn mal Kali gestreut habe.

Auch ohne Glyphosat dreht die Erde sich weiter, Nobby hat ja schon
nette bunte Alternativen aufgezeigt.

Übelst ist nur die ganze ideologische Diskussion.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Wade am 13. September 2017, 22:44:01
.... Vor 30 Jahren wurde das Mittel nicht eingesetzt, obwohl es zur Verfügung stand.

Der Bioanbau sorgt markttechnisch dafür dass es nicht noch mehr Überschüsse gibt, die auf die Preise drücken.
vor 35 jahren übernahm ein aussteiger mit geld den nachbarhof und baute einen kleinen biohof mit hofladen auf.
bevor er ackerte,hatte er erstmal roundup eingesetzt  ;D
hiesiger bioanbau spielt markttechnisch keine rolle,weil zu wenig angeboten wird.

Er meint wohl die ~10% Bio drücken schon nicht auf die konventionellen Preise. Genauso die 10-15% Fläche die für Biogas angebaut wird. Wobei es vermutlich egal ist, im Vergleich dazu was man importieren könnte sind das ja nur Peanuts.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: jotesen am 13. September 2017, 22:49:41
Immer wenn es um den möglichen Zulassungsentzug von Glyphosat geht und konventionelle Kollegen an der Disskudion beteiligt sind, muss ich unweigerlich da dran denken:

https://www.youtube.com/watch?v=kV4vHpqrj6E


Nehmt euch ein Beispiel an Nobby. Das Ärgern über den Wegfall eines Wirkstoffs ist ein Zeichen von mangelnder Kreativität.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Euro-T am 13. September 2017, 23:18:16
Immer wenn es um den möglichen Zulassungsentzug von Glyphosat geht und konventionelle Kollegen an der Disskudion beteiligt sind, muss ich unweigerlich da dran denken:

Es geht - zumindest mir - nicht um das ob, sondern um das WIE.

Denn:
Wenn Glyfos als einer der untoxischsten und bestüberwachtesten Wirkstoffe fällt, dann fällt auch bald der Rest, Bananenrepublik Olè!

Zitat
Nehmt euch ein Beispiel an Nobby. Das Ärgern über den Wegfall eines Wirkstoffs ist ein Zeichen von mangelnder Kreativität.

Es würde ihn härter in seiner Schaffenskraft treffen, als man vermuten würde, dessen bin ich mir sicher.

Nobby ist kein Blümchenmann.

Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: tuning Esel am 14. September 2017, 04:02:02
Ich will auch keinen keil zwichen Bio und Konvi, ganz im gegenteil, es braucht beide.., nur ich wolte sagen wen wir Glyphosat verbieten, dan kommt die salami taktik, was einmal .. dan wirt X verboten dan Z bis es nichts mehr gibt, dan sind Bio und Konvi auf gleicher höhe und Bio hat dan sein + an den anderen verloren..

Es geht ja schon lange  nicht mehr um die sache öko, da wirt ein wundert Punkt in der Politik ausgenutzt  , und wir sind die  Opfer..
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: tuning Esel am 14. September 2017, 04:10:38
Und die Politik hat ja kein besseres Wahlthema... das breit nimt Arbeitlose gibt es nicht viele und  bedroht werden wir auch nicht dan muss halt die Bauern dran glauben..da könnte man noch sparen...
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: JueLue am 14. September 2017, 08:01:10
...

Es geht - zumindest mir - nicht um das ob, sondern um das WIE.

Denn:..
Wenn Glyfos als einer der untoxischsten und bestüberwachtesten Wirkstoffe fällt, dann fällt auch bald der Rest, Bananenrepublik Olè!
...

Genau das ist es auf den Punkt gebracht.

Das Problem ist, dass man früher sagen konnte:
 
Es wird das gesetzlich von allen getragene Verfahren zur Risikobewertung durchgezogen, und wenn alle Auflagen erfüllt sind, kommt das Produkt auf den Markt. Wenn sich neue Erkenntnisse ergeben wird es wieder vom Markt genommen.

Heute wird hinter jedem Gutachten eine Verschwörung gesehen.
Wir bewegen uns weit weg von wissenschaftlich nachvollziehbaren Entscheidungen hin zu gefühlsbetonten Entscheidungen.

Auf das gleiche Problem trifft man bei Bauanträgen. Früher konnte man in etwa vorhersage, ob ein Projekt im Stallbereich genehmigt werden wird. Heute können Bürgerinitiativen und Medien mit entsprechender Reichweite Politik und Verwaltung so unter Druck setzen, dass eine rationale Entscheidung nicht vorausgesetzt werden kann.


Das ganze ist emotional so aufgeladen, dass es schwer fällt auf ein wissenschaftliches Niveau zurückzufinden.

Das 2. Problem ist das der Gewichtung von Risiken. Es wird geraucht und Alkohol konsumiert, obwohl zweifelsfrei nachgewiesen ist, dass das Krebs erzeugt. Aber Spuren von Abbauprodukten von Glyphosat weit unterhalb der Menge die die WHO als lebenslange verträgliche tägliche Aufnahme anerkennt werden als Weltuntergang empfunden.

Ein weiteres Problem, von dem ich mir nicht sicher bin, ob man es an die große Glocke hängen sollte, ist dass man im Prinzip heute durch die modernen Methoden in jedem Endprodukt praktisch jeden Umwelteinfluss - also jedes verwendetet PS-Mittel bzw. dessen Abbauprodukte aber auch die Lage des Feldes in Bezug auf Straßen, Industriegebiete usw. nachweisen kann.

Sollten wir uns wirklich in Richtung 0-Toleranz in Bezug auf PS-Mittel Rückstände und deren Abbauprodukte bewegen, dürfte klar sein, dass das das Aus für den chemischen PS ist.

Dann können die Ökos allerdings ihre Schwermetall-Anwendungen als Fungizid auch vergessen.

JueLue
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: NobbyNobbs am 14. September 2017, 08:05:23
Wenn die Entscheidung so einfach wäre, gäbe es die Zulassung schon nicht mehr. Ganz so schwarz sollte man erstmal auch nicht malen.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Desperado am 14. September 2017, 08:23:55
Boa mein Gott ist stellt das echt hin wie das Ende der Welt  :rolleyes:

So ein Gesülze wenn ich höre... Manchmal Denk ich mir: Selbst Schuld, genauso wie bei der Düngeverordnung. Muss denn im Herbst noch cm-Dick die Gülle aufn Acker gefahren werden? Natürlich kommt dann irgendwann der Bomerang zurück.
Jahrelang Glyphosat zur Sikkadierung, vermutlich nichtmal die Wartezeiten eingehalten. Natürlich steigen dabei die Werte im Getreide an weils nicht mehr abgebaut werden kann. Dazu die ganze Geschichte mit Monsanto, Gentechnik, Patente auf Saatgut/Pflanzen. Viele bringen das in Verbindung mit Roundup, weil das eben die der ersten weit verbreiteten Gentechnik inkl Patentschutz war. Viele Bürger haben wohl Angst dass in Deutschland genauso Landwirtschaft wie bei den Amis betrieben wird.


Dass in Deutschland der große Hunger oder der große Import stattfinden würde halte ich auch für einen Mythos. Wir könnten vermutlich rein biologisch genug Nahrung erzeugen dass es für alle in Deutschland mehr als genug gibt. Noch dazu wenn man "bio light" macht, also z.T. Stickstoff Düngemittel zulässt und vor allem das Phosphat aus Klärschlamm zurückgewinnt und damit eine Kreislaufwirtschaft ermöglicht.
Würde man den importierten Soja nicht den Schweinen vorwerfen sondern daraus Tofu machen, könnten sich damit 3x mehr Menschen ernähren als mit dem Schweinefleisch. Wobei ich auch keinen Tofu mag, aber es gibt viele vegetarische Gerichte die ich lieber esse als Fleisch...


Ich finde es auch lustig dass beim Verbot von Glyphosat auf wissenschaftliche Erkenntisse verwiesen wird und man doch bitte nach den wissenschaftlichen Fakten entscheiden soll. Beim Klimawandel, Dieselskandal usw juckt euch (bzw viele hier) das auch nicht, Hauptsache den eigenen Lebenstil nicht verändern müssen....  :rolleyes:
Die Gesellschaft ist ständig im Wandel. Wer den Wandel nicht mitmacht wird wohl auf der Strecke bleiben.


Natürlich ist die Gesellschaft und ihre Weltanschauung ständigen im Wandel. Vieles davon beruht aber auf Propaganda. Wenn die Menschen wüssten, was ein europaweites Glyphosatverbot für weitreichende Folgen hätte, würden sie sich das aber sehr schnell anders überlegen.

Der Treibstoffverbrauch würde sich pro Flächenenheit verdoppeln, und wenn man pro Flächeneinheit noch nicht mal die Hälfte erntet (30 <-> 75dt/ha auf unseren schwächeren Böden), dann braucht man gar das Vierfache an Treibstoff (Diesel), um den selben Ertrag zu erwirtschaften. Von der höheren Erosionsgefahr und den damit verbundenen Kosten, will ich gar nicht erst reden.

Da sich die landwirtschaftliche Nutzfläche aber nicht verdoppeln lässt und auch immer mehr Fläche bebaut und für immer versiegelt wird, muss man Einsparungen machen. Dann werden entweder Abstriche bei der Biogasproduktion oder (und) bei der Nutztierhaltung gemacht und die Fleischpreise werden sich mehr als verdoppeln, was insb. die sozial Schwächsten - für die Du ja auch ein Herz hast - zu spüren bekommen, insb. weil bei einem Mangel die Spekulanten verstärkt einsteigen.

Ich gehe mal davon aus, dass bei einem Verbot von Glyphosat und anderer wichtigen Wirkstoffe (Bodenherbizide und Azole) viele auf Bio umsteigen werden und dann diesen Markt kaputt machen, zumal dann auch die Subventionen etwas bescheidener ausfallen werden.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: BNT am 14. September 2017, 09:56:01
Immer wenn es um den möglichen Zulassungsentzug von Glyphosat geht und konventionelle Kollegen an der Disskudion beteiligt sind, muss ich unweigerlich da dran denken:



Ganz im Gegenteil. Ich denke, dass wir bei diesem Thema und der Thematik an sich noch viel härter unserer Standpunkt klar machen sollten.
Es geht hier auch nicht um Mimosenhaftigkeit, sondern darum, wie wir Landwirtschaft zukünftig betreiben wollen.

Die Frage ich ja auch, wie es weiter geht? Was kommt als nächstes dran? Wir bei den Fungiziden aufgeräumt, oder bei den Insektiziden? Und das alles nicht aufgrund wissenschaftlicher Erkenntnisse, sondern auf Basis von Ideologien?

Kompensieren kann man viel, anpassen muss man sich sowieso, aber wo wird die Grenze gezogen? Sollen wir alle Ökos werden? Das würde deinem Betrieb aber sehr arg zusetzen. Schlechtere Preise, weniger Ernte Qualitativ wie Quantitativ. Denn auch du profitierst davon, dass deine Nachbarn ihre Flächen sauber halten.
Und wenn wir dann alle Bios sind, geht's weiter: Demeter als nächstes Ziel, Flächenstilllegungen? Behördlich verordnete Fruchtfolgen? Tierhaltungszwang oder Tierhalungsverbot? You name it.  :o

Ich frage mich schon seit längerem, warum wir nicht ganz normal wie andere Menschen auch unseren Job machen dürfen.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Euro-T am 14. September 2017, 10:00:16

Ich frage mich schon seit längerem, warum wir nicht ganz normal wie andere Menschen auch unseren Job machen dürfen.

Weil wir etwas tun, worauf jeder Mensch angewiesen ist, aber viel zu wenig darüber weiß.

Deswegen lässt sich da fast jeder über kurz oder lang zur Stimmungmache missbrauchen.

Das haben Kräfte gemerkt und benutzt, bevor wir selber es verstanden haben, es uns zunutze zu machen.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: BNT am 14. September 2017, 10:02:11
Ist so bissl wie jetzt bei der Deutschen Automobilindustrie, wo ein Abmahnverein die Konzerne unter dem Gejohle der Bürger vor sich her treibt. ;)
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Schorsch am 14. September 2017, 11:18:36
Es ist ja erst gut 200 Jahre her, als bei uns mit großer Begeisterung Hexen verfolgt wurden. Das Volk wollte es halt so.

Glücklicherweise gibt es das heute nicht mehr. Und die fraglichen Damen sind mittlerweile größtenteils in die Politik gegangen ...
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: bayernfarmer am 14. September 2017, 11:36:12
Warum wir nicht in Ruhe arbeiten können.
Weil wir für alles Geld ausgeben. Für pachten, schönes buntes Blech, usw , aber nicht für Öffentlichkeitsarbeit und Werbung. Um das Ding zu drehen braucht es Jahre und viel Geld.
Und keine skrupell in der Lobbyarbeit.
MFG
Fritz
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: hanns am 14. September 2017, 11:39:06

Ich frage mich schon seit längerem, warum wir nicht ganz normal wie andere Menschen auch unseren Job machen dürfen.

weil wir nur produzieren und kein marketing betreiben,weil wir als einzelkämpfer keine marktmacht haben.
(jotesen z.b. lässt vermarkten,was sicherlich im verbund vorteile hat)
weil wirs mit uns machen lassen wegen der "subventionen",die keine sind.
weil der bauernverband "wachsen oder weichen" als ziel ansieht,eine bestimmte partei favorisiert,
aber nicht in der lage ist,durch eine taskforce verbal einzugreifen,wenn
ngo`s oder parteien verunglimpfen.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: jotesen am 14. September 2017, 11:40:05


Der Treibstoffverbrauch würde sich pro Flächenenheit verdoppeln,

Warum sollte er?  :frage:

Ich gehe mal davon aus, dass bei einem Verbot von Glyphosat und anderer wichtigen Wirkstoffe (Bodenherbizide und Azole) viele auf Bio umsteigen werden und dann diesen Markt kaputt machen, zumal dann auch die Subventionen etwas bescheidener ausfallen werden.

Dann ist ja gut, dass ich als Bio schon den entscheidenden Wissensvorsprung vor den Umstellern habe.  ;D
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Wade am 14. September 2017, 13:13:50
Ist so bissl wie jetzt bei der Deutschen Automobilindustrie, wo ein Abmahnverein die Konzerne unter dem Gejohle der Bürger vor sich her treibt. ;)

Naja wenn man sich die Abgaswerte anschaut liegt der "Abmahnverein" aber völligst im Recht, und das "Gejohle" der meisten Bürger beschränkt sich doch auch darauf: Naja ist ja alles nicht so schlimm, das bisschen was mein Diesel raushaut macht ja nix.

Wenn bei Glyphosat die Überschreitungen und Schäden genauso klar wären wie beim Diesel wäre das schon 3 mal verboten...
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: BNT am 14. September 2017, 16:51:40
Die Schäden sind ja auch beim Diesel-PKW alles andere als klar. Das soll nicht das Thema sein und natürlich ist der Abmahnverein im Recht. Ein Tierschutzverein mit Verbandsklagerecht darf einem Landwirt, der einen Stall bauen möchte, auch das Leben schwer machen. Das ist alles legal. Aber ob ein Zusammenleben auf dieser Basis erfolgen soll, das stelle ich schon sehr in Frage.
Das ist so wie mit jenen Nachbarn (jeder kennt sie), die regelmäßig mit einem Rechtsanwalt anrücken, jede Kleinigkeit und selbst offensichtliche Nichtigkeiten zur Anzeige bringen... das ist das gleiche.

Es gibt schon Zertifikate, die von Tierschutzvereinen vergeben wird. Aldi führt so ein Label. Einer der beteiligten Tierschutzvereine ist ein Verein, der gegen jede Form der Tierhaltung ist. Die kommen über die Hintertür rein.


Marketing, PR und Lobbying - möchte ich nicht machen müssen. Ist das nicht mit ein Grund, warum man sich für die Produktion anonymer Massenware entschieden hat? Ich möchte als Kostenführer mit dem Weltmarkt konkurrieren. Mehr nicht.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: guest50797 am 14. September 2017, 16:55:09
Zitat
Wenn bei Glyphosat die  genauso klar wären wie beim Diesel wäre das schon 3 mal verboten...
Und die
Zitat
Überschreitungen und Schäden
wären?
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: bayernfarmer am 14. September 2017, 17:25:49
@ BNT,
bist du mit deinen Nachbarn schon total zerstritten, auf dem Feld und im stall Asylanten und Osteuropäer denen du die Pässe abgenommen hast. Dir droht man mit dem Tod? Nein, dann hast du noch einen weiten weg zur kostenfüherschaft.
Drumm ist es besser geld  für PR aus zu geben. In Mitteleuropa, vor allem wenn du dich in der Gesellschaft frei bewegen willst ist dies der sinnvollere weg.
MFG
Fritz
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: BNT am 14. September 2017, 17:37:56
Ich denke, dass er Weg zur Kostenführerschaft auch ein ehrlicher sein kann.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Wade am 14. September 2017, 17:39:30
Zitat
Wenn bei Glyphosat die  genauso klar wären wie beim Diesel wäre das schon 3 mal verboten...
Und die
Zitat
Überschreitungen und Schäden
wären?

Überschreitungen der Emissionsgrenzwerte: zb hier der Audi A8 mit 2000 anstatt 80mg/km: http://www.br.de/nachrichten/audi-a8-schadstoffe-100.html

Resultierende Schäden:
https://www.swr.de/abgasalarm/wie-schaedlich-die-luftverschmutzung-wirklich-ist-8-fakten-zu-feinstaub-und-stickoxiden/-/id=18988100/did=18971804/nid=18988100/12nqid0/index.html
Zitat
Die US-Umweltbehörde EPA hat im vergangenen Jahr alle verfügbaren Belege für mögliche Wirkungen von Stickoxiden auf die Gesundheit zusammengestellt. Auf dieser Basis haben Wissenschafter im Mai 2017 im Fachmagazin Nature errechnet, dass in der EU rund 38.000 Menschen vorzeitig gestorben sind, weil Dieselfahrzeuge die gesetzlichen Abgaswerte nicht einhalten.

Wenns dich interessiert, hier ist die ganze Studie dazu:
http://www.nature.com/nature/journal/v545/n7655/full/nature22086.html?foxtrotcallback=true
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: BNT am 14. September 2017, 17:55:01
Dazu muss man aber sagen, dass die wirklich relevanten Grenzwerte jene sind, die in den Städten an den Luftmessstationen ermittelt werden. Wie viel ein einzelner PKW ausstößt, ist da nicht direkt relevant, sondern erst die Summe aller Emissionen.
Zum Thema Feinstaub wurde ja letztens stark relativiert. Rate mal, wer da als Hauptverursacher gilt. ;)

Der Link von Nature ist gut, vor allem der letzte Satz: "Most of these benefits can be achieved by implementing Euro VI standards where they have not yet been adopted for heavy-duty vehicles."
Das bedeutet, dass wir kein Dieselverbot brauchen und auch keine Schadenersatzklagen, sinnlose Nachrüstaktionen, Umstiegsboni oder ähnliches, sondern müssten die Hersteller einfach richtige Euro 6 Fahrzeuge bauen.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: nofear am 14. September 2017, 18:34:06
Ich denke, dass er Weg zur Kostenführerschaft auch ein ehrlicher sein kann.

Kostenführerschaft in deinem Bereich/Region, aber sicher nicht weltweit gesehen oder?
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Ruebe am 14. September 2017, 18:38:00
@wade:
wenn das alles stimmen würde, würde die Arbeitsplatzverordnung nicht die 20fachen Mengen an Schadstoffbelastungen (Feinstaub, CO2 etc) zulassen ....

Wieso darf der "gemeine" Arbeiter regelmässig mehr inhalieren als der Stadtbewohner bei Extremwetter?
Warum gilt bei Feinstaub ein "Grenzwert" der in/von der Natur häufig überschritten wird?

Ist jetzt oO. aber das wade ja so nette "Gutachten" vorweist, frage ich einfach mal nach dem "gesunden Menschenverstand" der einigen offensichtlich abgeht
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: BNT am 14. September 2017, 18:51:34
Kostenführerschaft in deinem Bereich/Region, aber sicher nicht weltweit gesehen oder?

Im Rahmen dessen, was halt möglich ist.
Die mitteleuropäische Landwirtschaft hätte sicher auch das Zeug zur globalen Kostenführerschaft, wenn man sie ließe.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: guest50797 am 14. September 2017, 19:12:53
Zitat von: SWR
Dabei handelt es sich um Rußpartikel, Reifen-, Kupplungs-, Bremsenabrieb, Plastikteilchen, Rückstände aus der Düngung oder Abfallbeseitigung, Pollen, Staub von Baustellen oder der Schüttgutverladung. Baustellen-Staub sorgt genauso für erhöhte Feinstaubwerte wie der Abrieb von Bremsen und Reifen.
Der Feinstaub aus der Dünung ist mir zwar ein Rätsel, aber dee zeigt doch das die Feinstaubbelastung nicht allein AIS dem Endrohr kommt...

Der Ruß aus den alten Dieselmotoren, der ist doch kein Feinstaub oder? Schließlich fällt bei den alten Dieseln das Brikett fertig aus dem Auspuff...

@Wade
eigentlich war meine Frage auf das Glyphosat bezogen und nicht auf die Dieselfahrzeuge...
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Wade am 14. September 2017, 19:23:56
@wade:
wenn das alles stimmen würde, würde die Arbeitsplatzverordnung nicht die 20fachen Mengen an Schadstoffbelastungen (Feinstaub, CO2 etc) zulassen ....

Wieso darf der "gemeine" Arbeiter regelmässig mehr inhalieren als der Stadtbewohner bei Extremwetter?
Warum gilt bei Feinstaub ein "Grenzwert" der in/von der Natur häufig überschritten wird?

Ist jetzt oO. aber das wade ja so nette "Gutachten" vorweist, frage ich einfach mal nach dem "gesunden Menschenverstand" der einigen offensichtlich abgeht

Und wieder mal wird die Wissenschaft schlecht gemacht. Und hier wundert man sich warum man nicht Sachlich über Glyphosat diskutiert wird, wenn ständig MEINUNG > FAKTEN gestellt wird. Ruebe ist genau so einer der dazu beiträgt dass wissenschaftliche Erkenntnisse nicht mehr ernst genommen werden!

mal ein paar Gedanken zu deiner Aussage:
Vielleicht wird in den Stahlwerken billigend in Kauf genommen, dass dort nur gesunde Männer/Menschen in mittleren Alter für ein paar Stunden pro Tag arbeiten (Keine Kleinkinder, Kranke & Renter)
Vielleicht hat deren Lobby auch tiefere Grenzwerte verhindert? Vielleicht ist denen bewusst dass es Schädlich ist aber es juckt die Verantwortlichen nicht? In nem AKW darfst ja auch höhere Strahlung abbekommen als in der Stadt... Da sterben auch nachweislich mehr Arbeiter an Krebs, sollte jetzt lieber im AKW der Grenzwert runter gesetzt werden oder in der freien Umwelt hoch?  :frage: :rolleyes:
Vielleicht sollte man den NOX Grenzwert bei der Arbeit auch lieber runter setzten als den in den Städten hoch...  :rolleyes:

Da sagt auf jeden Fall mein gesunder Menschenverstand.

Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Wade am 14. September 2017, 19:26:49
Zitat von: SWR
Dabei handelt es sich um Rußpartikel, Reifen-, Kupplungs-, Bremsenabrieb, Plastikteilchen, Rückstände aus der Düngung oder Abfallbeseitigung, Pollen, Staub von Baustellen oder der Schüttgutverladung. Baustellen-Staub sorgt genauso für erhöhte Feinstaubwerte wie der Abrieb von Bremsen und Reifen.
Der Feinstaub aus der Dünung ist mir zwar ein Rätsel, aber dee zeigt doch das die Feinstaubbelastung nicht allein AIS dem Endrohr kommt...

Der Ruß aus den alten Dieselmotoren, der ist doch kein Feinstaub oder? Schließlich fällt bei den alten Dieseln das Brikett fertig aus dem Auspuff...

@Wade
eigentlich war meine Frage auf das Glyphosat bezogen und nicht auf die Dieselfahrzeuge...

Da ist es eben wissenschaftlich nicht so klar ob und wie schädlich das ganze überhaupt möglicherweise ist. Deswegen hab ich ja geschrieben: wenn es bei Glyphosat genauso deutlich wäre wie beim Diesel, wäre es schon längst verboten.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Desperado am 14. September 2017, 19:46:54


Der Treibstoffverbrauch würde sich pro Flächenenheit verdoppeln,

Warum sollte er?  :frage:

Ich gehe mal davon aus, dass bei einem Verbot von Glyphosat und anderer wichtigen Wirkstoffe (Bodenherbizide und Azole) viele auf Bio umsteigen werden und dann diesen Markt kaputt machen, zumal dann auch die Subventionen etwas bescheidener ausfallen werden.

Dann ist ja gut, dass ich als Bio schon den entscheidenden Wissensvorsprung vor den Umstellern habe.  ;D


Ich sprech natürlich primär von unseren Verhältnissen. Wir haben hier sehr schwere, z.T. recht flachgründige Böden mit hohem Tonanteil, die man insb. unter feuchten oder sehr trockenen Bedingungen nur sehr schwer feinbekommt. Und je tiefer ich in den Boden reingehe und je mehr Kluten ich hochhole, desto mehr Überfahrten brauch ich auch, um genügend Feinerde zu produzieren.

Idealerweise bearbeitet man unseren Boden nach der Ernte nur flach - gerade so intensiv, dass auch das Ausfallgetreide nebst Ungräsern/Unkräutern gut auflaufen kann, lässt dann alles wachsen und spritzt den Aufwuchs zwei Wochen vor der Saat ab. Dann braucht man nur noch vor der Saat den Boden ca. 10cm tief zu lockern (da reicht ein Ferderzinkengrubber) und kann dann 1-2 Tage später auch schon säen. Wenn es feucht ist und der Boden nicht so schnell abtrocknet, muss man auch mal ne Woche einkalkulieren (wird wohl dieses Jahr der Fall sein).

Man muss aber keine 10 Wochen den Boden schwarz halten und 3-4 mal grubbern oder pflügen und 2x vorkreiseln, wie das hier z.T. der Fall ist (nicht nur bei den Bios, sondern auch bei einigen Konvis), denn dabei geht sehr viel Zeit und Geld drauf. Da verdoppelt sich auch ganz schnell der Treibstoffverbrauch.

Ich weiß, Du hast gute Böden, die sich auch gut bearbeiten lassen. Insofern trifft diese Aussage auf Dich nicht zu. Und wahrscheinlich ist auch der Krankheits- und Lagerdruck in Eurem trocken-kontinental geprägten Klima geringer. Insofern wirst Du wohl auch eher 65 - 70 dt/ha als 30 dt/ha dreschen.
Dennoch sind meine Aussagen nicht falsch.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Ruebe am 14. September 2017, 20:17:15
@wade: mal an die eigene Nase fassen ...

Wieso nimmst du die wissenschaftlichen Untersuchen nicht ernst, die belegen das Glyphosat NICHT schädlich ist, zumindest nicht über "Gebühr" ... es ist ja mittlerweile erwiesen das die Ergebnisse das Glyphos nicht krebserregend ist mit Absicht nicht in das Gutachten aufgenommen sind ...

Und wenn wir beim Feinstaub, NOX etc sind ... dann müßte eigentlich Bio verboten werden.
Um möglichst wenig Schadstoffe durch Abgase zu produzieren, muß die Effizienz im Feld so hoch wie möglich sein .... verbietet man Glyphos geht nach Wissenschaftlichen!!! Untersuchungen der Kraftstoffverbrauch um den Faktor 2 ... 4 hoch, gleichzeitig sinkt der ertrag so das pro Einheit erzeugter Produkte vom Acker ca. die 2 .... 4 fache Menge an Energie = Kraftstoff verbraucht wird ....

EDIT: wer in diesem Jahr keine Rüben erntet macht iwas grundlegend falsch ....
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: tuning Esel am 14. September 2017, 20:28:35
Bernd, das hat damit zu tun das die Linke FRaktion unter dem Motto lebt;- Meinungsfreiheit ist nur solange tolerierbar, das sie unsere gleich ist...

Habe heute was im Radio mit bekomen, da ging es um Freifischen am Blausee da sol an nem Tag imherbst jeder Fischen dürfen, nur hat der Tierschutzfereinbern da das verboten, und verloren vor Gericht, da sagte die Tierschutzbeauftragte das sei ein sehr schweres vergehen gegen die Tier(Fisch) freieheit und das bringe enormes Tierleiden wen die Fische nicht von Profis gefischt werden, das sei ein herber rückschlag gegen den Tierschutz und muss geandet werden...

Na ja, die Fische überleben es ja eh nicht... :rolleyes:
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: ggunter am 14. September 2017, 21:20:06
wir haben eine Saison ohne Glyphosat hinter uns,, Gründe habe ich hier oft genannt.
Wir trauern dem nicht nach. Mehrverbrauch Diesel max 10 Prozent.
Dafür weniger Probleme.
Sehe allerdings auch die Gefahr einer fast willkürlichen Serie von Verboten.

Müssen wir als Landwirte die Welt zwangsernähren?
So höre ich das manches mal raus.
Für die LW im allgemeinen wäre oftmals weniger mehr!

gg
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: NobbyNobbs am 14. September 2017, 21:31:37
wir haben eine Saison ohne Glyphosat hinter uns,, Gründe habe ich hier oft genannt.
Wir trauern dem nicht nach. Mehrverbrauch Diesel max 10 Prozent.
Dafür weniger Probleme.
Sehe allerdings auch die Gefahr einer fast willkürlichen Serie von Verboten.

Müssen wir als Landwirte die Welt zwangsernähren?
So höre ich das manches mal raus.
Für die LW im allgemeinen wäre oftmals weniger mehr!

gg


Abwaaaarten. Ein Jahr ist kein Zeitraum.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: ggunter am 14. September 2017, 21:50:41
stimmt Nobby,

 ich erwarte größere positive Auswirkungen.

gg
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: NobbyNobbs am 14. September 2017, 22:05:25
stimmt Nobby,

 ich erwarte größere positive Auswirkungen.

gg

Möglich. Möglich, und wahrscheinlich, ist aber auch, dass das Ganze in mehr als nur die eine Richtung geht.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: BNT am 14. September 2017, 22:29:27
Ich kenne Betriebe, deren Flächen überhaupt noch nie Glyphosat sahen. Geht also bestimmt auch ohne.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: NobbyNobbs am 14. September 2017, 22:43:15
Ich kenne Betriebe, deren Flächen überhaupt noch nie Glyphosat sahen. Geht also bestimmt auch ohne.

Keine Frage.
Es wird schwieriger wenn ein Minimalbodenbearbeitungssystem betrieben wird, die Fruchtfolge nicht stimmt oder in der Vergangenheit grobe Fehler gemacht wurden.
Aber nur weil etwas gehen könnte, muss es nicht gut sein. ;)
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Wade am 14. September 2017, 22:45:58
@wade: mal an die eigene Nase fassen ...

Wieso nimmst du die wissenschaftlichen Untersuchen nicht ernst, die belegen das Glyphosat NICHT schädlich ist, zumindest nicht über "Gebühr" ... es ist ja mittlerweile erwiesen das die Ergebnisse das Glyphos nicht krebserregend ist mit Absicht nicht in das Gutachten aufgenommen sind ...

Und wenn wir beim Feinstaub, NOX etc sind ... dann müßte eigentlich Bio verboten werden.
Um möglichst wenig Schadstoffe durch Abgase zu produzieren, muß die Effizienz im Feld so hoch wie möglich sein .... verbietet man Glyphos geht nach Wissenschaftlichen!!! Untersuchungen der Kraftstoffverbrauch um den Faktor 2 ... 4 hoch, gleichzeitig sinkt der ertrag so das pro Einheit erzeugter Produkte vom Acker ca. die 2 .... 4 fache Menge an Energie = Kraftstoff verbraucht wird ....

EDIT: wer in diesem Jahr keine Rüben erntet macht iwas grundlegend falsch ....

Was laberst du denn für eine scheiße da zusammen??

ich zitier mich mal selbst, ich weiß nicht wie du drauf kommst dass ich Glyphosat verbieten will oder die wissenschaftliche Diskussion dahinter nicht ernst nehme, ich hab schon mehrmals geschrieben dass ich aus wissenschaftlicher sicht ein Verbot kritisch sehe:
Darum weiter mit Glyphost:
Rein wissenschftlich sehe ich ein Verbot von Glyphosat auch kritisch, aber wie gesagt spielen da auch noch viele Gesellschaftliche Aspekte mit rein. Eben der zusammenhang zwischen Round-UP Ready GVO & Patentschutz auf Pflanzen. Das wird in der Bevölkerung alles unter einen Hut gesteckt und ist alles ziemlich kritisch betrachtet.


Zu deinem Argument dass angeblich Relevante Studien weg gelassen wurden gibt es auch Anschuldigungen von der Gegenseite die genau das Gegenteil aussagen. Studien die eine krebserregende Wirkung beweisen.
http://www.deutschlandfunk.de/zweifel-an-eu-studien-glyphosat-gegner-kritisieren.697.de.html?dram:article_id=390993

ABER: Auch hier bin ich so Neutral um zu sagen: Auch wenn Glyphosat krebserregend sein kann, bis zu welchen Grenzwerten ist es noch vertretbar und wie schauen die Alternativen dazu aus...
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: BNT am 14. September 2017, 23:12:31
Glauben kann man ohnehin nichts und niemandem mehr.
Man muss sich schon, wenn man es wirklich wissen, selbst in die Materie einarbeiten und das ist mit sehr sehr viel Arbeit verbunden.
Alleine die Frage, ob man Stoffe als "wahrscheinlich krebserregend" einstufen soll, ist alles andere als unbestritten. Das wäre in etwa so, als würde man sagen, dass es beim Stoff XY eine letale Dosis gibt, aber nicht sagt, wie hoch die ist.
Klar kommen die meisten Studien von der Industrie. Aber er sonst soll es machen? Von staatlicher Seite gibt es ja niemanden, der den Job erledigen könnte. Alles finanziell ausgehungert.
Die hiesige Behörde ist ja schon mit einfachen Fragen der Medikamentenzulassung überfordert. Und dann sollen die etwas erforschen, worüber weltweit vielleicht hundert Leute tieferes Verständnis haben?

Eines der Hauptprobleme ist halt, dass in Europa das Vorsorgeprinzip nicht verstanden wird; vor allem nicht von den üblichen Verdächtigen.

Und seit Juncker Anne Glover abserviert hat, sollte jedem klar sein, welches Spiel hier gespielt wird.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: EWD am 17. September 2017, 23:04:52
.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Euro-T am 25. September 2017, 14:04:46
Frankreich macht ernst:
http://www.zeit.de/amp/wissen/umwelt/2017-09/glyphosat-unkrautvernichtungsmittel-frankreich-verbot

...und wir bekommen Jamaika..😞
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: BNT am 25. September 2017, 14:41:52
Fühlt sich nicht so toll an, wenn man zum Spielball der hohen Politik wird. Daumen rauf, Daumen runter.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: dirkk am 25. September 2017, 18:05:40
Kurz gesagt :

Ganz ehrlich , man sollte sich jetzt schon mit dem Gedanken anfreunden , dass die Zulassung zum Jahresende ausläuft , m.M .

gruss
dirkk
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: guest176 am 25. September 2017, 19:18:44
Kurz gesagt :

Ganz ehrlich , man sollte sich jetzt schon mit dem Gedanken anfreunden , dass die Zulassung zum Jahresende ausläuft , m.M .

gruss
dirkk

so wird es kommen !
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Niederbayer am 25. September 2017, 19:21:43
Kurz gesagt :

Ganz ehrlich , man sollte sich jetzt schon mit dem Gedanken anfreunden , dass die Zulassung zum Jahresende ausläuft , m.M .

gruss
dirkk

so wird es kommen !

wie wird es dann eig. mit Aufbrauchfrist?
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: bayernfarmer am 25. September 2017, 20:00:20
Hallo,
kannste ja an den Sammelstellen abgeben, wenn du jetzt noch vorkauftst dein Pech.
mfg
fritz
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Euro-T am 25. September 2017, 20:32:37
Kurz gesagt :

Ganz ehrlich , man sollte sich jetzt schon mit dem Gedanken anfreunden , dass die Zulassung zum Jahresende ausläuft , m.M .

gruss
dirkk

so wird es kommen !

wie wird es dann eig. mit Aufbrauchfrist?

Das wird von der Regelung abhängen - bei sofortigem Zulassungsentzug ist Schicht im Schacht und du kannst vorgekaufte Mengen entsorgen.

Oder aber es wird eine Aufbrauchfrist beschlossen, dann gilt eben die.

Ich persönlich glaube fest an Letzteres, wenngleich ich nicht an eine lange Frist glaube.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: nofear am 25. September 2017, 21:30:00
Hier wurde/wird soviel auf der Stoppel genutzt wie lange nicht... ich glaub die meisten haben das schon geahnt/im Raum stehen sehen und wollen nochmal "klar Schiff" machen...

Aber: Verstehen muss man in diesem Affenzirkus nix mehr oder?

Frage: Warum hat der Reichstag in Berlin ne Kuppel?
Antwort: Schonmal nen Zirkus mit Flachdach gesehen?
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: NobbyNobbs am 25. September 2017, 22:31:41
Wer oder was würde denn für den Fall klagen? Die Konzerne?
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Schorsch am 26. September 2017, 08:26:36
Kurz gesagt :

Ganz ehrlich , man sollte sich jetzt schon mit dem Gedanken anfreunden , dass die Zulassung zum Jahresende ausläuft , m.M .

gruss
dirkk

so wird es kommen !

Ich glaube es immer noch nicht dass man Glyphosat verbietet.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Puszta am 26. September 2017, 08:56:13
Die österreichische Position dazu ist wahlkampfbedingt noch nicht ganz klar, die Tendenz zur nicht Verlängerung ist aber zu erkennen. Die SPÖ spricht sich klar für ein Verbot aus, der Landwirtschaftsminister (ÖVP) hat über die AGES (die ist in Österreich für solche Fragen zuständig) einen Forderungskatalog: https://www.ages.at/service/service-presse/pressemeldungen/glyphosat-oesterreichs-forderungen-im-sinne-des-verbraucher-und-umweltschutzes/ (https://www.ages.at/service/service-presse/pressemeldungen/glyphosat-oesterreichs-forderungen-im-sinne-des-verbraucher-und-umweltschutzes/) erstellt der kommen muss, damit er für eine Wiederzulassung ist. Angeblich wurde bisher darauf nicht eingegangen.

Meine subjektive Einschätzung: Österreich wird gegen eine erneute Zulassung stimmen.
Man wird gut beraten sein, wenn man sich langsam wirklich Gedanken macht welche Werkzeuge und Verfahren am jeweiligen Betrieb und Standort möglich sind um diesen Wirkstoff zu substituieren.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Heico am 26. September 2017, 09:04:44
Ich kann es mir auch noch nicht ganz vorstellen, aber die Franzosen haben sich ja fest entschlossen das Mittel aus dem Verkehr zu ziehen und (er)warten jetzt, dass Deutschland mitmacht. Frankreich sieht wie D die Wettbewerbsnachteile beim Verbot. Politisch ist es für D jetzt sehr einfach mit auf den Zug zu springen. Andere Länder werden dann nachkommen.

Dann könnte es global von Vorteil sein für den Export unserer Produkte.
Unsere Produkte aus Mittel und Nordeuropa haben in USA einen sehr guten Ruf, weil ohne Gentechnik. Das Verbot würde den Ruf unserer Europäischen Ware noch weiter aufwerten.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: BNT am 26. September 2017, 09:34:44
Die österreichische Position dazu ist wahlkampfbedingt noch nicht ganz klar

Rupprechter hat gesagt, dass er nur einer Zulassung zustimmen wird, wenn den österr. Forderungen nachgekommen wird.


Glyphosat Freiheit als Marketinginstrument? Ob das wirklich zieht?


Der französische Sämaschinenhersteller Novag ist dann wohl erledigt.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: treckeripaq01 am 26. September 2017, 11:10:48
Wer oder was würde denn für den Fall klagen? Die Konzerne?
Ohne ist dein System dahin [emoji23]


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Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Sty_ am 26. September 2017, 11:22:12
Die österreichische Position dazu ist wahlkampfbedingt noch nicht ganz klar, die Tendenz zur nicht Verlängerung ist aber zu erkennen. Die SPÖ spricht sich klar für ein Verbot aus, der Landwirtschaftsminister (ÖVP) hat über die AGES (die ist in Österreich für solche Fragen zuständig) einen Forderungskatalog: https://www.ages.at/service/service-presse/pressemeldungen/glyphosat-oesterreichs-forderungen-im-sinne-des-verbraucher-und-umweltschutzes/ (https://www.ages.at/service/service-presse/pressemeldungen/glyphosat-oesterreichs-forderungen-im-sinne-des-verbraucher-und-umweltschutzes/) erstellt der kommen muss, damit er für eine Wiederzulassung ist. Angeblich wurde bisher darauf nicht eingegangen.

Meine subjektive Einschätzung: Österreich wird gegen eine erneute Zulassung stimmen.
Man wird gut beraten sein, wenn man sich langsam wirklich Gedanken macht welche Werkzeuge und Verfahren am jeweiligen Betrieb und Standort möglich sind um diesen Wirkstoff zu substituieren.

Ö Lösung wird sein gar nix dazu zu sagen und warten was aus Brüssel kommt

aber welche Wirkstoffe sind die nächsten?
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: NobbyNobbs am 26. September 2017, 11:56:36
Wer oder was würde denn für den Fall klagen? Die Konzerne?
Ohne ist dein System dahin [emoji23]


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Zumindest in Teilen, das ist Fakt.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: BNT am 26. September 2017, 12:13:40
Tja, wie soll das dann in Zukunft aussehen? Erst mal Unkräuter und -gräser bestimmen gehen um dann eine Brühe aus selektiven Herbiziden anzumischen? Selbst, wenn man damit Erfolg hat, ist die Kostenseite dann in den meisten Fällen eine ganz andere Hausnummer als beim Glyphosateinsatz.

Der österr. Bundeskanzler Kern hat heute zusammen mit einem Vertreter einer NGO eine Pressekonferenz gegeben. Er will unseren Landwirtschaftminister per Mehrheitsbeschluss dazu verpflichten, gegen die Zulassungsverlängerung zu stimmen.
Es ist Wahlkampf und er wird diesen Beschluss vermutlich hin bekommen. Bis auf die ÖVP und die Neos sind in Österreich nun alle gegen Glyphosat.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Henrik am 26. September 2017, 12:36:05
aber welche Wirkstoffe sind die nächsten?

Insektizide......

Tja, wie soll das dann in Zukunft aussehen? Erst mal Unkräuter und -gräser bestimmen gehen um dann eine Brühe aus selektiven Herbiziden anzumischen? Selbst, wenn man damit Erfolg hat, ist die Kostenseite dann in den meisten Fällen eine ganz andere Hausnummer als beim Glyphosateinsatz.

Der österr. Bundeskanzler Kern hat heute zusammen mit einem Vertreter einer NGO eine Pressekonferenz gegeben. Er will unseren Landwirtschaftminister per Mehrheitsbeschluss dazu verpflichten, gegen die Zulassungsverlängerung zu stimmen.
Es ist Wahlkampf und er wird diesen Beschluss vermutlich hin bekommen. Bis auf die ÖVP und die Neos sind in Österreich nun alle gegen Glyphosat.

Natürlich bekommt er das hin. Die NGO´s haben doch derzeit ausser Landwirtschaft kein Ziel mehr........

Fachliche Praxis oder Stellungnahmen von Instituten interessieren doch nicht mehr.  >:(
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: BNT am 26. September 2017, 13:38:49
Natürlich wird noch ein Totalverbot von Neonicotinoiden angestrebt.

Mit all dem Blödsinn darf sich auch echt keiner wundern, wenn die Motivation abhanden kommt. Wozu sich bemühen, wenn regelmäßig Querschüsse kommen?
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: guest176 am 26. September 2017, 14:08:34
Wer oder was würde denn für den Fall klagen? Die Konzerne?
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nicht nur seines und zum lachen finde ich das keineswegs !
wenn mir der wirkstoff nicht mehr zur verfügung steht , dann stehe ich vor entscheidungen die ich eigentlich nicht treffen möchte  :( >:(
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: treckeripaq01 am 26. September 2017, 14:32:14
Wer oder was würde denn für den Fall klagen? Die Konzerne?
Ohne ist dein System dahin [emoji23]


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nicht nur seines und zum lachen finde ich das keineswegs !
wenn mir der wirkstoff nicht mehr zur verfügung steht , dann stehe ich vor entscheidungen die ich eigentlich nicht treffen möchte  :( >:(

Denn wenigstens noch die Bioprämie kassieren [emoji15][emoji12][emoji23]


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Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: NobbyNobbs am 26. September 2017, 14:34:51
Das wäre der schlimmste Fall, irgendwann mal bio machen zu müssen. Wovon ich nicht überzeugt bin, kann ich keine Leistung bringen.
Wenn Bio dann richtig. Blumenweiden, kassieren, Eier schaukeln und eben als Ingenieur n bisschen mehr arbeiten. Noch Heu für die Pferde machen und entspannt leben. Ginge, ich will's bloß nicht.


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Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: BNT am 26. September 2017, 14:40:46
Man hat halt nicht immer die freie Wahl und wenn man Glück hat, kann man auch wo anders glücklich werden. Millionen von Arbeitnehmern machen das so. Dienst nach Vorschrift und gelebt wird dann im Hobby.
Ist halt schade, wenn Förderungsoptimierung zur ersten Wahl wird.
Pferde sind langweilig - wie wär's mit einem Gnadenhof?  :rolleyes:
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: NobbyNobbs am 26. September 2017, 14:44:25
Man hat halt nicht immer die freie Wahl und wenn man Glück hat, kann man auch wo anders glücklich werden. Millionen von Arbeitnehmern machen das so. Dienst nach Vorschrift und gelebt wird dann im Hobby.
Ist halt schade, wenn Förderungsoptimierung zur ersten Wahl wird.
Pferde sind langweilig - wie wär's mit einem Gnadenhof?  :rolleyes:

Langweilig aber lukrativ.

Ich werd' ganz einfach Bio-Blümchen-Berater.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Sty_ am 26. September 2017, 14:46:34
Wer oder was würde denn für den Fall klagen? Die Konzerne?
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nicht nur seines und zum lachen finde ich das keineswegs !
wenn mir der wirkstoff nicht mehr zur verfügung steht , dann stehe ich vor entscheidungen die ich eigentlich nicht treffen möchte  :( >:(

Denn wenigstens noch die Bioprämie kassieren [emoji15][emoji12][emoji23]


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Wenn alle in der EU Zwangsbio sind - wird es aber keine Prämien dafür geben
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: NobbyNobbs am 26. September 2017, 14:49:28
Dann nimmt das Ganze ein schnelles Ende. Das wäre doch die Ideallösung.


Ich würde bei Zwagsbio wohl erst mal alles grün machen, das saut wenigstens die Flächen nicht ein. Schön Gras und Kleegras. Das sitze ich auch aus dann, denn Zukunft hat der Gedanke nicht.   


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Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: guest176 am 26. September 2017, 14:59:58
Wer oder was würde denn für den Fall klagen? Die Konzerne?
Ohne ist dein System dahin [emoji23]


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nicht nur seines und zum lachen finde ich das keineswegs !
wenn mir der wirkstoff nicht mehr zur verfügung steht , dann stehe ich vor entscheidungen die ich eigentlich nicht treffen möchte  :( >:(

Denn wenigstens noch die Bioprämie kassieren [emoji15][emoji12][emoji23]


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#

genau das ist die entscheidung die ich treffen müßte !
im ernst ich müßte sehr viel geld in die hand nehmen und in technik zur bodenbearbeitung samt schlepper investieren und das auf unseren grenzertragsstandorten !?
dann lieber eine maximale extensivierung und prämienoptimierung
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: BNT am 26. September 2017, 15:01:36
Wenn du alles grün machst, kannst du Pferde-Weidehaltung vermarkten. Quasi das upgrade zum Aktivstall.
Alle heiligen Zeiten ziehst du den Pflug durch, machst Bio Soja für die Veganen und gut isses.

Im ÖPUL gibt es ein nettes Programm. Nennt sich "Bewirtschaftung gemäß Projektbestätigung der Naturschutzbehörde,
optional Einbindung in regionalen Naturschutzplan oder ergebnisorientierten Naturschutzplan."
Als Ingenieur ist man für sowas ja perfekt geeignet. Erst mal viel Papier erzeugen, damit ein paar Projektordner gefüllt sind und dann los legen. Wir mit 700 bis 900 Euro pro ha gefördert. Quasi Blümchenwiese 2.0. Machst halt Weide für Schmetterlinge, Bienen und Hummeln. Das kommt immer gut an. Stellst am Ackerrand ein paar Informationstafeln und Sitzbänke auf. Wenn du Sozialkontakt möchtest, bietest du dazu noch ein paar Führungen an und verkaufst Honig.

Bei Joe mit seinen Grenzertragsstandort passt das doch perfekt. Streusand als Biotop für seltene Schmetterlinge.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: NobbyNobbs am 26. September 2017, 15:01:38
Ja klar, bio geht nur so. Alles mitmachen was angeboten wird. Richtig aussaugen. Da muss man schnell sein wenn's so weit ist und in alles und jedes Programm rein


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Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: tuning Esel am 26. September 2017, 15:03:45
Was sagt die SNCF(Bahn) dazu?? die sind ja die grösten Glyphosat benutzer..
Heute steht in der reg Zeitung das Asche von Holzfeuerungen  Crom 6 oder so enthalten und als Sondermüll...
hmm mit was sol man den heizen? öl darf man nicht mehr Elektrisch ist verboten, Holz sondermüll ..
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: guest176 am 26. September 2017, 15:07:17
Was sagt die SNCF(Bahn) dazu?? die sind ja die grösten Glyphosat benutzer..
Heute steht in der reg Zeitung das Asche von Holzfeuerungen  Crom 6 oder so enthalten und als Sondermüll...
hmm mit was sol man den heizen? öl darf man nicht mehr Elektrisch ist verboten, Holz sondermüll ..

ich wüßte auf anhieb etwas , aber ich werde mich hüten es hier zu schreiben  :hmpf:
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: NobbyNobbs am 26. September 2017, 15:11:40
Heizen heizen, ich hör' nur heizen! Wäre ich bei den Grünen würde ich vorschlagen sich wieder mehr Fell wachsen zu lassen. Unsere Vorfahren konnten das ja auch. Von wegen Haare schneiden, Intimbereich oder Gesicht rasieren...pipapo dies das jenes.... Ökologisch sinnvoll ist bloß die Körperbehaarung. Allerdings müssen wir im Gegensatz zu früher  dann schauen, dass wir auf's Bärenfell verzichten. untragbar! 
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Puszta am 26. September 2017, 15:40:08
Heizen heizen, ich hör' nur heizen! Wäre ich bei den Grünen würde ich vorschlagen sich wieder mehr Fell wachsen zu lassen. Unsere Vorfahren konnten das ja auch. Von wegen Haare schneiden, Intimbereich oder Gesicht rasieren...pipapo dies das jenes.... Ökologisch sinnvoll ist bloß die Körperbehaarung. Allerdings müssen wir im Gegensatz zu früher  dann schauen, dass wir auf's Bärenfell verzichten. untragbar!

 ;D
Genial - darf ich das verwenden?
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: NobbyNobbs am 26. September 2017, 15:43:34
Heizen heizen, ich hör' nur heizen! Wäre ich bei den Grünen würde ich vorschlagen sich wieder mehr Fell wachsen zu lassen. Unsere Vorfahren konnten das ja auch. Von wegen Haare schneiden, Intimbereich oder Gesicht rasieren...pipapo dies das jenes.... Ökologisch sinnvoll ist bloß die Körperbehaarung. Allerdings müssen wir im Gegensatz zu früher  dann schauen, dass wir auf's Bärenfell verzichten. untragbar!

 ;D
Genial - darf ich das verwenden?

Ach klar, aber dann musst du dich auch wirklich für die Verfellung des Menschen einsetzen! 
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Puszta am 26. September 2017, 15:45:34
Glaube mir, in meinem Fall ist eine Verfellung kein Problem ;D
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: NobbyNobbs am 26. September 2017, 15:48:18
Glaube mir, in meinem Fall ist eine Verfellung kein Problem ;D

Herzlichen Glückwunsch, Sie sind ein ökologisch wertvoller Mensch.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: bayernfarmer am 26. September 2017, 16:00:34
Hallo,
Tante Hofreiter machts ja vor, nur ganz oben ist alles schon ein bischen dürr. Nur ganz traut er sich noch nicht, trägt immer noch Hose und Hemd mit Jacke.
Bevor ich ne Blumenwiese mach, kauf ich nen großen Cat Bagger, ne Cat D9, nen Dumper und nen Quadtrac mit Scrapperbox und mach nen großen Sandkasten für die Bigbosse mit ihren veganen Tussies. Daneben nen kleinen normalen Sandkasten für die Kids und hinten ne Massageoase mit Thaimasage, Indern und anders Farbigen für die gelangweilten Damen, 1 Tag für 10.000 € oder in den Maschinen nen Kreditkartenabrechener, die Minute für 10 €, zu trinken gibts Wasser vom Kilimanscharo für 10 € den Liter, weil der soviele gesunde Mineralien hat und zum Essen glutenfreie Brötchen aus Quinoa und Amarant, dann ist der Absatz meiner Kolegen auch gesichert, am Ausgang verkaufe ich Sojamilch aus Donausoja und von 5 glücklichen Hühnern mit drei Gockel täglich 100 Eier als Mitbringsel
Abgehohlt werden die Tussies mit ner Strechlimosine und weis gekleideten Chaufeuren in Bad Griesbach und die möchtegern rauen Kerle mit nem Hummer in Militärausführung - das hat Stil.
Zur Erinnerung gibts dann noch nen 15 Minuten Video mit Musik hinterlegt - je nach Geschmak für die Damen romantisch und für die Herren mehr ACDC oder Ramstein, für die Kids mit Heidimusik, das Stück exklusiv für 1000 € im Dreierpack für unschlagbare 2100 €.
Vermarkten werde ich das ganze über Lifestyle Magazine alla Wiener oder Pariseur und Landlust etc.
Die Inserate können die Hotels in der Umgebung bezahlen, da sie ja wieder richtig Auslastung bekommen, verbunden mit der Bedingung nur Regionale Küche aus einem Umkreis von 20  km anzubieten.
Am Abend geh ich dann erst mal in den Keller zum Brüllen vor lauter lachen über unsere verlogene und bigottische Welt und Dukaten zählen.
Im November flieg ich dann nach Glenvar/ Australien um dort Drescher zu fahren auf 20000 ha und Abstand zu gewinnen von einer durch Socialmedia verdummten und Wohlstandüberfressen Gesellschaft die Wasser predigt, aber beim Spass hemmungslos ist.
Im Januar Ski fahren mit den Jungs wie immer, weil das am meisten Spass macht.

Wenn Freizeitpark in Deutschland, dann richtig abkasieren!!!

Warum ichs bis jetzt nicht mache, weil mir der Boden einfach für sowas zu Schade ist, aber für ein paar Allmosen ne Heidilandschaft vorgaukeln zu billig und wenn dann will ich diese z.T. perverse Gesellschaft richtig abgreifen.
 ;)
mfg
fritz
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: tuning Esel am 26. September 2017, 17:06:39
Aber wer am meisten"verliert" am Glyphos verbot, das sind die Bio Bauern, weil jetzt dürfen die anderen ja nicht mehr Pestizide spritzen..
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Schorsch am 26. September 2017, 17:19:14
hmm mit was sol man den heizen? öl darf man nicht mehr Elektrisch ist verboten, Holz sondermüll ..

ich wüßte auf anhieb etwas , aber ich werde mich hüten es hier zu schreiben  :hmpf:

Du meinst augediente Radlader-Reifen, oder?
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Heico am 26. September 2017, 17:21:32
Nehmt euch zusammen, wenn das mal Außenstehende lesen :) So kann es nicht weitergehen, Kopf hoch. ;D
Wegen so einem Mittelverbot geht die Welt doch nicht unter und es muss auch keiner Hungern.

Wo ihr Recht habt ist, dass wenn viele Mittel verboten werden und mehr Bio gemacht wird, wird der Markt für Bio härter umkämpft.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Schorsch am 26. September 2017, 17:27:59
Aber wer am meisten"verliert" am Glyphos verbot, ...

Ich bleibe dabei: Der Hamburger SV steigt NICHT ab und Glyphosat wird wieder zugelassen!
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: halbspaenner am 26. September 2017, 17:32:41
hmm mit was sol man den heizen? öl darf man nicht mehr Elektrisch ist verboten, Holz sondermüll ..

ich wüßte auf anhieb etwas , aber ich werde mich hüten es hier zu schreiben  :hmpf:

Du meinst augediente Radlader-Reifen, oder?
Moin,
ne, kleiner niedlicher Atomreaktor, sozusagen die Volksausführung für die Westentasche. Den Müll würd ich anschließend im Wald entsorgen, mach ich ja mit den abgefahrenen Reifen und Altöl ja auch schon seit Jahrzehnten so, da kommts auf so´n bißchen auch nich mehr an!
Gruß, Rudolf
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Schorsch am 26. September 2017, 17:47:41
hmm mit was sol man den heizen? öl darf man nicht mehr Elektrisch ist verboten, Holz sondermüll ..

ich wüßte auf anhieb etwas , aber ich werde mich hüten es hier zu schreiben  :hmpf:

Du meinst augediente Radlader-Reifen, oder?
kleiner niedlicher Atomreaktor ...

Die Lösung schlechthin: Dezentral, volle Kraft-Wärme-Kopplung - kein Tagebau, keine regulierten Flussläufe, keine Windkraftanlagen, keine Freiflächenanlagen, keine Trassen. Die Reststoffe werden dann in russischen Brutreaktoren verwertet.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: bayernfarmer am 26. September 2017, 18:05:12
Hallo,
wenn die Hamburger nicht absteigen und wir über 2018 Glyphosat verwenden dürfen
gibts bei mir ein Agrowissentreffen - Essen und Trinken frei!!!!!!!!!!!!!!
Das gilt.
Fritz
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: tuning Esel am 26. September 2017, 18:23:42
Wette Gilt... ;D
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: John Deere 7830 am 26. September 2017, 18:44:15
Hallo,
wenn die Hamburger nicht absteigen und wir über 2018 Glyphosat verwenden dürfen
gibts bei mir ein Agrowissentreffen - Essen und Trinken frei!!!!!!!!!!!!!!
Das gilt.
Fritz
Man muss das ganze zitieren damit es später nicht geändert werden kann. ;D
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: bayernfarmer am 26. September 2017, 18:52:46
Hallo,
no Problem,
aber ihr habt die Hamburger nicht im Griff. ;D ;D ;D ;D ;D
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: tuning Esel am 26. September 2017, 19:32:56
Aber es ist schon verückt..
Kenne nen Landwirt der hat nen Neuen schönen Laufstall mit Roboter, alles tip top, nur er hat sehr viel Tauben im Stall, vor 3 jahren hatte er ne kranke Kuh , die war mit Salmonellen verseucht, ergenbnis der Hof war fast 4 Monate unter Kanrantäne  und beobachtung über 1 Jahr lang
 er Fragte sein vetter(der Jäger ist..) so das er ein paar Tauben schiesst im Stall(es hat enorme viel sowas hab ich noch nie gesehen) das Ging auch paar Tage gut bis ein Tierschützer das sah und die Polizei alarmierte die kammen mit 4 Streifenwagen(die dachten da will einer ein Bluttbad..) die Waffe wurde beschlagnamt und Jagt Lizens weg, nach 2 Jahren ist der Vetter (cousin)an dem Gestorben , die wahren  x malVor Gericht, Gnaze Tage lang im verhör und vor Paar Wochen hat der Anwalt  voe Bundesgericht velroren, dass Heisst der Vetter solte wegen grober Tierkwälerei verurteiltwerden(gefängnis!!) Waffen Verbot au Lenbens ende und ne Geld Straffe
Wo Leben wir eigentlich??
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: guest50776 am 26. September 2017, 19:37:19
Hallo,
wenn die Hamburger nicht absteigen und wir über 2018 Glyphosat verwenden dürfen
gibts bei mir ein Agrowissentreffen - Essen und Trinken frei!!!!!!!!!!!!!!
Das gilt.
Fritz
Da würd ich sogar einen Kasten Carl mitbringen...
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: 309CA am 26. September 2017, 20:25:33
Aber es ist schon verückt..
Kenne nen Landwirt der hat nen Neuen schönen Laufstall mit Roboter, alles tip top, nur er hat sehr viel Tauben im Stall, vor 3 jahren hatte er ne kranke Kuh , die war mit Salmonellen verseucht, ergenbnis der Hof war fast 4 Monate unter Kanrantäne  und beobachtung über 1 Jahr lang
 er Fragte sein vetter(der Jäger ist..) so das er ein paar Tauben schiesst im Stall(es hat enorme viel sowas hab ich noch nie gesehen) das Ging auch paar Tage gut bis ein Tierschützer das sah und die Polizei alarmierte die kammen mit 4 Streifenwagen(die dachten da will einer ein Bluttbad..) die Waffe wurde beschlagnamt und Jagt Lizens weg, nach 2 Jahren ist der Vetter (cousin)an dem Gestorben , die wahren  x malVor Gericht, Gnaze Tage lang im verhör und vor Paar Wochen hat der Anwalt  voe Bundesgericht velroren, dass Heisst der Vetter solte wegen grober Tierkwälerei verurteiltwerden(gefängnis!!) Waffen Verbot au Lenbens ende und ne Geld Straffe
Wo Leben wir eigentlich??

Da hat sich mal einer der in Berlin arbeitet verplappert hat gemeint die Ökos und NOGs würden mit den Tieren auch Sex usw haben. Die normalen Menschen denke vermutlich so über die NOGs....
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: guest176 am 26. September 2017, 20:33:02
hmm mit was sol man den heizen? öl darf man nicht mehr Elektrisch ist verboten, Holz sondermüll ..

ich wüßte auf anhieb etwas , aber ich werde mich hüten es hier zu schreiben  :hmpf:

Du meinst augediente Radlader-Reifen, oder?
Moin,
ne, kleiner niedlicher Atomreaktor, sozusagen die Volksausführung für die Westentasche. Den Müll würd ich anschließend im Wald entsorgen, mach ich ja mit den abgefahrenen Reifen und Altöl ja auch schon seit Jahrzehnten so, da kommts auf so´n bißchen auch nich mehr an!
Gruß, Rudolf
leute , ihr liegt sowas von dameben  ;D
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: bayernfarmer am 26. September 2017, 20:41:32
Hallo joe
Gott sei dank, sonst würdest du noch aufkommen mit deinen Gedanken. ;D ;D ;D ;D ;D
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: nofear am 26. September 2017, 21:07:20
Sehenden Auges gegen die Wand... zumindest die die noch etwas Sachverstand haben sehen die Wand kommen.
Klar wird's irgendwie weitergehen. Aber dann lieber wirklich gleich Bio. Wenn immer mehr Wirkstoffe wegfallen, Resistenzmanagement nicht mehr möglich. Afu lässt grüßen und es wird nochmehr.
Wenn wir alle Bio machen wird's keine neuen Resistenzen mehr geben, zumindest ist mir noch nix von ner Stahlresistenz bekannt.
Und die vermeintliche Überproduktion in Europa hätte sich mit der Halbierung der Erträge dann auch gleich mit erledigt.
Kosten und Erlöse lassen wir uns mal überraschen.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Mathias am 26. September 2017, 21:11:01
Wenn ihr alle umstellen wollt, dann bleib ich bei Konvi und hoffe das der Markt kippt.
Konvi wird dann besser bezahlt als Bio und die Förderung ist auch doppelt so hoch wie Bio ;D ;D ;D
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: bluna am 26. September 2017, 21:14:27
Ich brauche das Glyphosat eigentlich nur zur Queckenbekämpfung.
Gibts dafür Alternativen?
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: tuning Esel am 26. September 2017, 21:15:38
Wen wir mal so phantasieren..
Angenommen  den grossteil wirt Bio, angenommen die Erträge halbieren sich, dan solten ja die preise durch die Decke...
 Goldgräberstimung.. ;D ;D
Aber ,nehmen wir an die lebensmittel preise  vervierfachen sich(wen es das Rohprodukt verdopelt..)
Dan haben aber die Politiker ein grösseres problem..
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Corpy am 26. September 2017, 21:19:26
Ich brauche das Glyphosat eigentlich nur zur Queckenbekämpfung.
Gibts dafür Alternativen?

Im Raps lässt sich Quecke ganz gut bekämpfen.

Aber auf vielen meiner Sandkästen wächst kein Raps  ;D

Ich werde noch mehr Mais anbauen. Glaube, dass kommt gut. Mit Getreide verdiene ich ohnehin kein Geld.  :-X
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Euro-T am 26. September 2017, 21:20:38
Hallo,
wenn die Hamburger nicht absteigen und wir über 2018 Glyphosat verwenden dürfen
gibts bei mir ein Agrowissentreffen - Essen und Trinken frei!!!!!!!!!!!!!!
Das gilt.
Fritz

..so eine Einladung hätte ich ja im Glyfos Zusammenhang eher von jemand anderem vermutet - aber umso besser, die Gegend von Fritz kenne ich noch nicht so gut, wie die andere  ;D
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: BNT am 26. September 2017, 21:23:22

Wenn wir alle Bio machen wird's keine neuen Resistenzen mehr geben, zumindest ist mir noch nix von ner Stahlresistenz bekannt.


In diesem Fall könntest du zusehen, wie die Resistenzen gegen Pilzerkrankungen der Reihe nach fallen würden.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: 309CA am 26. September 2017, 21:24:06
Einzelne Wohlstandsländer(Exportländer) wollen eine grüne Insel und der Rest der Lebensmittel (diejenigen die sich nicht leisten können)kommt dann aus anderen Ländern ich glaub die ÖKO NOGs werden von der Industrie gefördert...
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Rabe am 26. September 2017, 22:27:41
Ich brauche das Glyphosat eigentlich nur zur Queckenbekämpfung.
Gibts dafür Alternativen?

Pflügen, und dann x mal mit ner Federzinkenegge ohne Packer drüber damit die Rhizome austrocknen.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: klausg am 26. September 2017, 23:21:01
Mehrfach fräsen mag sie auch nicht
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Henrik am 26. September 2017, 23:25:11
Hallo,
wenn die Hamburger nicht absteigen und wir über 2018 Glyphosat verwenden dürfen
gibts bei mir ein Agrowissentreffen - Essen und Trinken frei!!!!!!!!!!!!!!
Das gilt.
Fritz

Und wenn nicht kommen wir trotzdem und bringen was mit 😀😊
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: guest10686 am 27. September 2017, 20:33:18
Einzelne Wohlstandsländer(Exportländer) wollen eine grüne Insel und der Rest der Lebensmittel (diejenigen die sich nicht leisten können)kommt dann aus anderen Ländern ich glaub die ÖKO NGOs werden von der Industrie gefördert...

Richtig.

Und das ist mir heute bewusst geworden als ich in eine glyfosierte Rapsstoppel Weizen quasi im Standgas gesät habe.
Den Weizen mit weniger als 20 l Diesel seit der Rapsernte bei schönster Bodengare gesät. Ich habe es nochmal genossen und mir graut vor der Zukunft. Vielleicht sollte man Glyphosatanwender doch besser auf dem Scheiterhaufen verbrennen.

Unterscheidet eigtl. im Zulassungsverfahren noch irgendeine  :schwein: zwischen Vorernte - und Nachernteanwendung ?
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Wade am 27. September 2017, 21:39:58
naja beim Raps kannst ja einfach mit nem Allrounder vor der Saat reinen Tisch machen. Braucht 4l/ha Diesel

Wo hast du 20l gebraucht? Pro ha beim Säen??
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Rainman am 27. September 2017, 21:49:32
Mit 1 mal Allrounder wird das bei uns nix mit dem reinen Tisch.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Jens am 27. September 2017, 21:55:55
Mit 1 mal Allrounder wird das bei uns nix mit dem reinen Tisch.

Einmal reicht, man muss nur viermal vorarbeiten ;D
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: BNT am 27. September 2017, 22:14:44
Ich habe gar nicht mit bekommen, das NGOs neuerdings auch selbst Recht sprechen.

http://de.monsantotribunal.org/


Das ist schon bizarr.
Prominente Unterstützerin, wie könnte es anders sein: Renate Künast. Die hat's scheinbar mit der Rechtsstaatlichkeit nicht so sehr. Und das von einer ehemaligen Ministerin. Hat die nicht Jura studiert?
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: NobbyNobbs am 27. September 2017, 22:47:12
Mit 1 mal Allrounder wird das bei uns nix mit dem reinen Tisch.

Einmal reicht, man muss nur viermal vorarbeiten ;D

So sieht's aus. Dann kommt auch das mit den 4 l/ha hin. :rolleyes:
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Ruebe am 27. September 2017, 23:13:17
.... gab neulich iwo nen Artikel über die größten politischen Lügen ....

Ganz vorne stand der Menschgemachte Klimawandel!!! Immer an Grönland = Grünland denken ... das war mal sehr fruchtbar, vielleicht wirds ja wieder fruchtbar => Klimawandel gabs immer .... in Ermangelung von sicheren Zahlen kann niemand beweisen in wlecher Geschwindigkeit eine Klimaänderung stattfindet, die Schreiber meinten es könne eine logarithmische Funktion sein, die sich iwann umkehrt, sicher sei aber, das wir wieder eine Kaltzeit bekämen, schneller als uns lieb ist.

Dann kam Waldsterben .... wenn wir den NGOs, damals noch Grünen glauben dürften, gäbe es heute keine Wälder mehr .... Ergebnis der Politik: wir müssen wieder Schwefel ausbringen ... und der Wald braucht auch demnächst Schwefel. so die ersten Untersuchungen

Schlimm ist, das gegen alles was nicht dem PC entspricht, regelrecht Hexenjagd und Verleumdungen gemacht wird ....

EDIT:
@wade: hol schon mal den Sonnenschirm raus ... wir sehen zu das wir ein Bärenfell bekommen .... ;D ;D ;D ;D
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Wade am 27. September 2017, 23:29:19
Boa bitte Ruebe, was soll das?
1. Ja es gab schon immer Klimawandel, wird es auch immer geben. ABER nicht in der Dramatik & Geschwindigkeit wie er aktuell vonstatten geht. Das ging über Jahrtausende was heute innerhalb weniger Jahrzehnte abläuft.
 
2. Grönland war noch niemals richtig Grün: https://www.klimafakten.de/behauptungen/behauptung-groenland-war-frueher-eine-gruene-insel


Wenn du schon "Verschwörungstheorien" verfallen bist, wiso dann eine bei der tausende von Klimaforschern eine Intrige schmieden müssten, physikalische Grundgesetze manipulieren müssten, Weltweite Temperaturen manipulieren dazu Gletscher schmelzen lassen und Meeresspiegel steigen lassen...

Ich hab hier eine neue für dich:
http://www.deutschlandfunk.de/die-oelindustrie-auf-der-anklagebank-smoke-and-fumes.1247.de.html?dram:article_id=392476

Exxon wusste das schon seit 40 Jahren. In den ersten Jahren haben die rein aus wirtschaftlicher Interesse daran geforscht, was passiert wie und wann. Die hatten da sogar schon in Erneuerbare Energien geforscht um techologieführer zu sein wenn es soweit ist... Aber dann wurde das Geld lieber in Kampagnen gesteckt um den Klimawandel zu leugnen. z.T. sind und waren da sogar die gleichen Leute beschäftigt die auch für die Tabakindustrie "Werbung" gemacht hat und alle Folgen von Rauchen geleugnet haben. Die sind so gut dass Leute geglaubt haben Mentholzigaretten sind gesund...

Und heute manipulieren sie eben die Menschen hinsichtlich Klimawandel. In Deutschland ist da vor allem das EIKE "Institut" zu nennen. Das ist aber kein Institut, sondern nur nen Postkasten irgendwo an ner Hauswand und ne Internetseite. Die verbeiten allerei Müll der auch regelmäßig von richtigen Wissenschaftler aufgegriffen und richtig gestellt wird. Aber das lesen halt so Leute wie du nicht, ihr lest nur das was die Leugner puplizieren ohne mal drüber nachzudenken...

Kannst dir ja auch mal hier die Sachen durchlesen: https://www.klimafakten.de/fakten-statt-behauptungen/fakt-ist
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Wade am 27. September 2017, 23:35:08
Mit 1 mal Allrounder wird das bei uns nix mit dem reinen Tisch.

Einmal reicht, man muss nur viermal vorarbeiten ;D

So sieht's aus. Dann kommt auch das mit den 4 l/ha hin. :rolleyes:

Zum Ausfallraps abtöten? Wennde da einmal fährst hast >90% weg, den Rest macht dann die Sämaschine... Ich seh schon, wer schon keinen Ausfallraps ohne Glyphosat weg bekommt wirds in Zukunft wirklich schwer haben  :rolleyes:
 
Mich würde aber immernoch interresieren wie man 20l/ha beim säen verbrauchen kann? Mit meiner Solitär mit Kreiselegge hab ich bei der Zwf Saat ~8l gebraucht... Da ist der Schlepper aber nicht nur so dahingetuckert...
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: NobbyNobbs am 27. September 2017, 23:46:24
Mit 1 mal Allrounder wird das bei uns nix mit dem reinen Tisch.

Einmal reicht, man muss nur viermal vorarbeiten ;D

So sieht's aus. Dann kommt auch das mit den 4 l/ha hin. :rolleyes:

Zum Ausfallraps abtöten? Wennde da einmal fährst hast >90% weg, den Rest macht dann die Sämaschine... Ich seh schon, wer schon keinen Ausfallraps ohne Glyphosat weg bekommt wirds in Zukunft wirklich schwer haben  :rolleyes:
 
Mich würde aber immernoch interresieren wie man 20l/ha beim säen verbrauchen kann? Mit meiner Solitär mit Kreiselegge hab ich bei der Zwf Saat ~8l gebraucht... Da ist der Schlepper aber nicht nur so dahingetuckert...

In welcher Welt funktioniert das? Kommst du früh und erreichst wirklich 90 % dann überleben 10 % und du vermehrst massenhaft alles Viehzeugs und Kohlhernie. Kommst du spät, sinken die Wirkungsgrade. Die zweite Welle müsstest du auch noch abtöten und und und...also das ist Träumerei.
Gibt da nichts über Glypho. Da spielt es seinen ganzen Wert aus- ökologisch und ökonomisch.   

20 l/ha ist allerdings extrem viel. 
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Ruebe am 28. September 2017, 06:15:30
....und dann kommt noch der Standort Faktor ...

den berücksichtigen weder hier noch bei der DVO die schlauen Leute .... es gibt Standorte, da kann man (noch) alles machen, die verkraften das, es gibt aber Standorte, Minutenböden, alle extremen Standorte, da funktionieren viel Sachen nur wenn auf den Punkt kommen ....

Einige der hier vertretenen Bio Betriebe würden auf einem Standort wie bei joe, bei mir, oder bei halbspaenner gnadenlos untergehen ....

Landwirtschaft auf TOP Standorten kann jeder, da darf man nur nicht das Säen und ernten vergessen, bzw. auf einer Stelle stehen bleiben (dann wächst man an) .... auf den Grenzertragsstandorten scheiden sich die Geister ...

Und genau diese Grenzstandorte hängt man mit jeder Einschränkung weiter ab .....


.... und wenn jetzt ein sehr Schlauer meint "hör doch auf" ..... meinst der die anderen betriebe können mehr? .... die haben vielleicht mehr "bessere" Flächen ..... dank DVO kommen wir zu sehr standortbezogenen Auswertungen, damit fallen die Grenzstandorte nach hinten runter, dank Standortbezogner DVO erst recht .... weniger Ertrag, weniger Dünger, noch weniger Ertrag ..... und dann?
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: guest176 am 28. September 2017, 07:20:49
Mit 1 mal Allrounder wird das bei uns nix mit dem reinen Tisch.

Einmal reicht, man muss nur viermal vorarbeiten ;D

So sieht's aus. Dann kommt auch das mit den 4 l/ha hin. :rolleyes:

Zum Ausfallraps abtöten? Wennde da einmal fährst hast >90% weg, den Rest macht dann die Sämaschine... Ich seh schon, wer schon keinen Ausfallraps ohne Glyphosat weg bekommt wirds in Zukunft wirklich schwer haben  :rolleyes:
 
Mich würde aber immernoch interresieren wie man 20l/ha beim säen verbrauchen kann? Mit meiner Solitär mit Kreiselegge hab ich bei der Zwf Saat ~8l gebraucht... Da ist der Schlepper aber nicht nur so dahingetuckert...

willst du uns jetzt erklären wie der ackerbau funkioniert ?

neulich wollten  mir zwei notillfaschisten aus dem ösiland erklären wie man erfolgreich dauerhaft direktsaat auf meinen böden betreibt .......
ich bin mir sicher das die beiden das auch ohne gyphos können .......
mit dem mund zumindest !
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: halbspaenner am 28. September 2017, 07:36:27
Moin,
Jens :wink: weiß es ja aus erster Hand, bzw. aus eigenem Erleben, die erste und einzige bis zum heutigen Tag überhaupt mögliche Stoppelbearbeitung nach der WW-Ernte ging hier auf etlichen Hektaren nur mit Glyphosat, da braucht man sich keine Gedanken über den Einsatz des richtigen Geräts zu machen :rolleyes:.
Und u.a. für solche Fälle sollte der Einsatz des Glyphosats auch weiterhin möglich sein!
Aber die "Schlauschnacker-Fraktion" vom Schreibtisch mit ideologischer Verblendung, auch hier im Forum ;), weiß dat ja besser....
Gruß, Rudolf
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: guest10686 am 28. September 2017, 07:45:06
Punkt 1
Und genau diese Grenzstandorte hängt man mit jeder Einschränkung weiter ab .....

Punkt 2
20 l/ha ist allerdings extrem viel. 

Ich hatte geschrieben weniger als 20 l seit der Rapsernte.
ca. 2 l Ränder und unschöne Stellen mulchen
ca. 2 l Gly Ausbringung
ca. 7 l grubbern
ca. 7 l Saat mit Bestellkombi
und noch ein paar Tropfen für logistische Dinge 1 l
alle Angaben incl. An- und Abfahrt.

macht pi mal Daumen 19 l.
Ach ja Realteilungsgebiet.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: NobbyNobbs am 28. September 2017, 07:46:06
Passt


Gesendet von iPhone mit Tapatalk
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: BNT am 28. September 2017, 07:48:19
http://cdn-storage.br.de/iLCpbHJGNL9zu6i6NL97bmWH_-bf/_-QS/_A4H52xp9U1S/170926_1805_IQ---Wissenschaft-und-Forschung_Wie-gefaehrlich-ist-Glyphosat-Streit-um-ein.mp3
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: ggunter am 28. September 2017, 08:21:32
ein alter Indianerspruch sagt,,,,, steig ab wenn dein Pferd tot ist!

Vielleicht wärs besser drüber nachzudenken wie es auch ohne geht als sich hier die Köpfe einzuschlagen.

gg
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Henrik am 28. September 2017, 08:23:44
ein alter Indianerspruch sagt,,,,, steig ab wenn dein Pferd tot ist!

Vielleicht wärs besser drüber nachzudenken wie es auch ohne geht als sich hier die Köpfe einzuschlagen.

gg

So ist es. Habe meine Strategie und Investitionen soweit möglich ganz klar daran angepasst. Komme auch wieder ohne aus.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: BNT am 28. September 2017, 08:26:21
Das wurde ja die Seiten vorher schon besprochen.
Ich habe mir auch eine Liste zusammen gestellt, wie entsprechende Herbizidmischungen aussehen müssen.

Aber das Problem bleibt halt, dass wir zum Spielball der NGOs werden.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: WilliW am 28. September 2017, 08:43:36
ein alter Indianerspruch sagt,,,,, steig ab wenn dein Pferd tot ist!

Vielleicht wärs besser drüber nachzudenken wie es auch ohne geht als sich hier die Köpfe einzuschlagen.

gg

So ist es. Habe meine Strategie und Investitionen soweit möglich ganz klar daran angepasst. Komme auch wieder ohne aus.

Sicher gehts auch ohne. Ging früher ja auch.
Aber ich weiß nicht, wie das dann mit den Quecken klappen soll?
Die stehen auf unsere leichten Sande, die sich auch mit dem Pflug kaum wenden lassen.

Das geht dann nur noch mit Schälpflug und zig Mal Feingrubber, Verzicht auf Gründünger und Schwarzbrache übern Winter.
Kostet reichlich Diesel, baut Humus ab und fördert Erosion.

Quecken in Hackfrüchten zu bekämpfen, ist utopisch. Man bekommt die für das Jahr unterdrückt, nachhaltig bekämpft ist da aber nix.
Grundsätzlich steigt der Herbizidaufwand erheblich.

Auch muss wieder mehr gepflügt werden. In einem Jahr wie diesem bedeutet das Strukturschäden und die Gefahr, nicht vorm nächsten Regen fertig zu werden, steigt erheblich.
Grasuntersaaten lassen sich auch nicht ohne Glypho beherrschen - also fliegen die auch raus.

Zusammen mit der neuen DüVo werden unsere Böden leiden und verarmen. Aber ich muss ja nur noch ein paar Jahre. So lange kann ich noch vom mühsam aufgebauten Humus zehren.

Willi
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: hubsl1 am 28. September 2017, 08:50:43
@joe natürlich funktioniert es auch ohne glyphos. etwas komplizierter, aber möglich. wenn du hilfe brauchst kannst du dich ja melden.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: BNT am 28. September 2017, 09:07:36

Das geht dann nur noch mit Schälpflug und zig Mal Feingrubber, Verzicht auf Gründünger und Schwarzbrache übern Winter.
Kostet reichlich Diesel, baut Humus ab und fördert Erosion.



So sehe ich das auch.
Du kannst dann x Maschinen aus dem Bio Bereich ausprobieren, die dir möglichst viele Wurzeln an die Oberfläche zum Trocken legen und und und. Aber da steckt richtig Aufwand dahinter, wenn du viel Fläche hast.

Wirkstoffe: Sulfurone, Mesotrione, Thiencarbazone, Cycloxydim - alles nicht so berauschend.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Grenzstein am 28. September 2017, 09:43:25
Eine mögliche Alternative um die es sehr ruhig geworden ist wäre doch das Elektroherbizid von Zasso?
Finde den Ansatz sehr interessant. In letzter Zeit aber nicht viel davon gehört.

Beim Stöbern auf deren Homepage bin ich auf eine Felddemonstration am Donnerstag nächste Woche (05.10.2017) bei Stendal in Sachsen-Anhalt gestoßen.
http://zasso.eu/event-extern/zassos-electroherb-saxony-anhalt/

Evtl. hat jemand Zeit und kann sich das mal anschauen und hier berichten?
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Schorsch am 28. September 2017, 10:10:07
Kostet reichlich Diesel, baut Humus ab und fördert Erosion.

Genau so würde sich ein Glyphosat-Verzicht auch bei mir auswirken.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Schorsch am 28. September 2017, 10:12:46
Eine mögliche Alternative um die es sehr ruhig geworden ist wäre doch das Elektroherbizid von Zasso?

Hochgradige Verseuchung unserer Nahrung mit Elektrosmog. Was halten eigentlich die Regenwürmer davon?
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: BNT am 28. September 2017, 10:27:25
Oder wie es in den 90ern im Biolandbau beliebt war: Abflämmen oder Fumigation mit Wasserdampf.
Aber mit einer Energiebilanz, die mehr als übel ist. 
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Christian2 am 28. September 2017, 10:52:29
ein alter Indianerspruch sagt,,,,, steig ab wenn dein Pferd tot ist!

Vielleicht wärs besser drüber nachzudenken wie es auch ohne geht als sich hier die Köpfe einzuschlagen.

gg

Dann kannst du aber gleich in die Bioschiene einsteigen. Denn Glyphosat ist in gesundheitlicher Hinsicht einer der harmlosesten Wirkstoffe, die wir haben. Wenn jetzt Glyphosat aus rein ideologischen Gründen verboten wird, dann werden alle anderen Wirkstoffe folgen.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Jonny B.Goode am 28. September 2017, 10:56:05
Eine mögliche Alternative um die es sehr ruhig geworden ist wäre doch das Elektroherbizid von Zasso?
Finde den Ansatz sehr interessant. In letzter Zeit aber nicht viel davon gehört.

Beim Stöbern auf deren Homepage bin ich auf eine Felddemonstration am Donnerstag nächste Woche (05.10.2017) bei Stendal in Sachsen-Anhalt gestoßen.
http://zasso.eu/event-extern/zassos-electroherb-saxony-anhalt/

Evtl. hat jemand Zeit und kann sich das mal anschauen und hier berichten?

Ich kenne den Modifizierer des Gerätes.Das Grundgerät ist aus Brasilien.Das Gerät wird demnächst noch mal hier sein.Schreib dann mal was dazu.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Ruedi am 28. September 2017, 14:20:08
Mit [emoji1135] kann ich mir das gut vorstellen .


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Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: tuning Esel am 28. September 2017, 19:22:53
Das wirt wie früher kommen,Pflugg ,wenden und dan drillen..
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: NobbyNobbs am 28. September 2017, 21:01:36
Das wirt wie früher kommen,Pflugg ,wenden und dan drillen..

Das ganz sicher nicht 😂
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: BNT am 28. September 2017, 21:09:27
Klar wird das kommen. Das ist für viele der einfachste Weg, das Problem am Betrieb zu lösen.
Nachdem bei uns auch alle gegen GVO sind, wird's auch mit den neuesten Herbiziden nichts werden. Es gibt da sehr vielversprechende biotechnologische Herbizide.

Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Owler am 28. September 2017, 21:13:16
Jetzt wirds interessant...
http://www.zeit.de/politik/ausland/2017-09/europaeisches-parlament-monsanto-papers-lobbyisten-zugang-entzogen

Und die Stellungnahme von Monsanto:
http://www.sven-giegold.de/wp-content/uploads/2017/09/Monsanto-declining-EP-invitation-29082017.pdf
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: ggunter am 28. September 2017, 21:20:38
ein alter Indianerspruch sagt,,,,, steig ab wenn dein Pferd tot ist!

Vielleicht wärs besser drüber nachzudenken wie es auch ohne geht als sich hier die Köpfe einzuschlagen.

gg

Dann kannst du aber gleich in die Bioschiene einsteigen. Denn Glyphosat ist in gesundheitlicher Hinsicht einer der harmlosesten Wirkstoffe, die wir haben. Wenn jetzt Glyphosat aus rein ideologischen Gründen verboten wird, dann werden alle anderen Wirkstoffe folgen.

Vor Glyphosat im Bier und in der Muttermilch habe ich auch keine Angst.
Unsere Pflanzen haben das gelegentlich schon anders gesehen.
Wir sind trotzdem noch weit weg von Bio weil wir unsere Pflanzen nicht ernähren können.

gg
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: BNT am 28. September 2017, 21:27:54
Jetzt wirds interessant...
http://www.zeit.de/politik/ausland/2017-09/europaeisches-parlament-monsanto-papers-lobbyisten-zugang-entzogen

Und die Stellungnahme von Monsanto:
http://www.sven-giegold.de/wp-content/uploads/2017/09/Monsanto-declining-EP-invitation-29082017.pdf

Liest sich so, als hätt's Monsanto mit der EU aufgegeben.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: granola am 29. September 2017, 08:32:11
Das wirt wie früher kommen,Pflugg ,wenden und dan drillen..

Das ganz sicher nicht 😂
ganz sicher wieder mehr Pflug. und weniger Probleme!
gerade wieder Kartoffelsaison, das ganze blöde Zeug das den Garten- und Kleinanbauern aufgeschwätzt wird, überdüngte, schnecken- und Drahtwurm - zerfresssene blaufleckige Kartoffeln   (hier geht es mehr um den Spaten, aber beides macht Sinn: Grobe Winterfurche!
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: NobbyNobbs am 29. September 2017, 08:33:16
Jo dau Kadoffel, mach' ich Kadoffel?


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Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Wade am 29. September 2017, 08:44:34
In welcher Welt funktioniert das? Kommst du früh und erreichst wirklich 90 % dann überleben 10 % und du vermehrst massenhaft alles Viehzeugs und Kohlhernie. Kommst du spät, sinken die Wirkungsgrade. Die zweite Welle müsstest du auch noch abtöten und und und...also das ist Träumerei.
Gibt da nichts über Glypho. Da spielt es seinen ganzen Wert aus- ökologisch und ökonomisch.   

20 l/ha ist allerdings extrem viel.
Ich hatte geschrieben weniger als 20 l seit der Rapsernte.
ca. 2 l Ränder und unschöne Stellen mulchen
ca. 2 l Gly Ausbringung
ca. 7 l grubbern
ca. 7 l Saat mit Bestellkombi
und noch ein paar Tropfen für logistische Dinge 1 l
alle Angaben incl. An- und Abfahrt.

macht pi mal Daumen 19 l.
Ach ja Realteilungsgebiet.

Ich grab das nochmal aus.
Erstens: mein erster Post sollte eigentlich die Diskussion wieder etwas antreiben. Einmal gesagt es könnte auch ohne Glyphosat gehen und zack 10 Anworten warum es nicht klappt und die Welt untergeht. Man könnte auch sage ich hab da bissl getrollt, entschuldige mich dafür aber es ist bei dem Thema irgendwie viel zu einfach  ;D

Zweiten: Das hat sich so angehört dass Hillside gar nichts gemacht hat außer einmal mit Glyphos drüber und dann 20l beim säen verbraucht hat. Mit den Zahlen macht das dann natürlich mehr Sinn.
ABER: Eigentlich bestätigen die meine Aussage auch in Gewisser weiße. Es ging ja schon einmal mitm Grubber drüber, bin mir sicher dass da das Glyphosat durchaus mit nem weiteren, ganzflächigen Grubberstrich hätte ersetzt werden können. Nach 2x Grubber + Säemaschine (wenns nicht nur reinschlitzt) sollte kein Raps mehr übrig bleiben.

Natürlich ist das nur für diese eine Situation bezogen. Wenn da nicht nur Raps steht sondern auch anderes Gemüse (Distel, Quecke, Knöterich, Winde etc) geht das mit Glyphosat natürlich wesentlich eleganter. Auch wenn man keine Bodenbearbeitung macht (Direktsaat) oder keine machen kann (zu nass) dann gehts ohne Gyphosat kaum...
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Wade am 29. September 2017, 08:51:07
Daher hier ein paar Gedankengänge:

Es wird einfach zu viel Glyphosat eingesetzt, weil es eben drecks billig ist. Es gibt aber Situationen wo man ohne Glyphosat kaum zurecht kommt, ich sehe daher ein Verbot auch kritisch. Will man aber die ausgebrachten Mengen einschränken, is der logische Schritt das Zeug entweder zu verbieten ODER man geht den Marktwirtschaftlichen Weg und macht Glyphosat ganz einfach teurer.

Wenn Glyphosat keine 15€/ha kosten würde sondern 150€ (frei erfundene Zahl zur Veranschaulichung), dann wüden sich viele überlegen auch ohne Auszukommen. Aber derjenige der eben nicht darauf verzichten kann, kann es ja weiterhin einsetzen.

Außerdem gehört es im privaten Bereich verboten (oder so nen Fläschchen auch für 100€ verkauft), was da an Mengen rausgeballert werden ist ja nicht mehr sauber. Dazu auf versiegelte Flächen wo nichts abgebaut wird...
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: EWD am 29. September 2017, 08:54:12
Wade, hast du schon mal Raps angebaut?
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: BNT am 29. September 2017, 09:09:01
Wenn man Beschränkungen einziehen will, dann wohl am besten in derlei Hinsicht, es auf ausreichend Grünmasse und intakte Böden zu beschränken.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: nofear am 29. September 2017, 09:53:49
Auch das mit der ausreichenden Grünmasse ist nicht zielführend bei einem Afu-Problem z.B. wo ich vor der Saat nochmal ohne Bodenbewegung die aufgelaufenen Pflänzchen beseitigen möchte.
Da kann und will ich doch nicht erst nen Teppich heranwachsen lassen.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: BNT am 29. September 2017, 10:28:45
Du musst dann halt sicher stellen, dass der Wirkstoff auch wirklich bei der Pflanze ankommt und nicht im Boden versickert.
Mit guter Anwendertechnik ist das ja nicht so das Problem.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Schorsch am 29. September 2017, 11:36:30
Außerdem gehört es im privaten Bereich verboten (oder so nen Fläschchen auch für 100€ verkauft), was da an Mengen rausgeballert werden ist ja nicht mehr sauber. Dazu auf versiegelte Flächen wo nichts abgebaut wird...

Gerade im privaten Bereich werden bisher auf breiter Basis die bereits bestehenden Verbote missachtet. Was sollen da weitere Verbote bringen? Eine extreme Verteuerung für Privatpersonen dürfte zur Etablierung eines Schwarzmarktes führen.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Sty_ am 29. September 2017, 12:08:04
http://www.biohelp-profi.at/gemeinden/biohelp-finalsan.html

Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Ede am 29. September 2017, 13:15:17

Gerade im privaten Bereich werden bisher auf breiter Basis die bereits bestehenden Verbote missachtet. Was sollen da weitere Verbote bringen? Eine extreme Verteuerung für Privatpersonen dürfte zur Etablierung eines Schwarzmarktes führen.

Den Schwarzmarkt gibt es jetzt schon. Ein Nachbar kam an und meinte, ob ich ihm nicht Roundup besorgen könne. Auf mein verneinen und Erklären bzgl. Pflanzenschutzausweis, Sachkunde etc pp und das ich das nicht dürfe war es dann auch ok und er zog von Dannen. Ein paar Wochen später erzählte er dann, wär auch kein Problem gewesen, ein Arbeitskollege hätte ihm was aus Polen mitgebracht.  :rolleyes:

Scheint mal wieder so, als würden in deutschland Papiertiger gezüchtet und woanders auf den ganzen Sachkundesch... n Haufen gesetzt.

Gruß
Ede
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Ede am 29. September 2017, 13:20:34
http://www.biohelp-profi.at/gemeinden/biohelp-finalsan.html

Jetzt mal auf uns umgemünzt: Empfohlene Anwendungsmenge 166l/ha in 1000l Wasser  :rolleyes:

Gruß
Ede
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Wade am 29. September 2017, 13:23:31
kommt drauf an was das zeug kostet... da kannst ja mitm Güllefass los fahren  ;D
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: BNT am 29. September 2017, 14:04:25
Hat auch keine Wurzelwirkung. Sprich, alles was grün ist, wird verbrannt, die Pflanze treibt kurz darauf wieder neu aus.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: NobbyNobbs am 29. September 2017, 14:05:15
Obacht bei für  den Biobereich zugelassenen Pflanzenschutzmitteln. Meistens hohe Toxizität gegeben. Des Weiteren kann man hier tatsächlich von Umweltgiften sprechen. Anreicherungen belasten das Ökosystem nachhaltig.

Vorsicht vor den Biogiften 
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: granola am 29. September 2017, 15:42:05
Jo dau Kadoffel, mach' ich Kadoffel?


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:frage:vielleicht isst Du ja gelegentlich mal welche.... :police: kannst aber viel lernen beim Kartoffelanbau! vor allem lernst Du Deine Flächen richtig gut kennen. fahr mal ne Runde mit auf dem Roder....
Nobby wenn das war so gemeint: Pflügen bzw. graben im Garten ist eine ziemlich aufwendige Sache, das war früher auch nicht anders. Im gartenbereich gibt es viele tolle Empfehlungen wi man sich das Graben sparen kann. Dafür wird den Leuten ne Menge tolles Zeug verkauft, und zum Schwitzen gehen sie dann ins Fitnesstudio...
Als wir "alten" Kartoffelbauern vor 25,30 Jahren mit unseren Vätern diskutiert haben war eines der wichtigsten Themen "weniger Pflug" (Glyphosat war damals übrigens im Verhältnis zu Diesel, Arbeitskraft, Werkstattstunde usw. exorbitant teuer. Mittlerweile kenne ich Betriebe die nur für eine Kultur den Pflug haben!
Ich finde es klasse das Leute intensiv probieren ohne Glyphosat auszukommen, auch ohne gleich wieder den Pflug rauszuholen. Vorrausschauend gedacht! versuche gerade ähnliches mit 3 Wirkstoffen im Kartoffelbereich, auch weil ich glaube dass sie in ein paar Jahren "weg" sind. Was da auch bedeuten kann: die Kunden fragen nach!
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: John Deere 7830 am 29. September 2017, 15:50:35

Gerade im privaten Bereich werden bisher auf breiter Basis die bereits bestehenden Verbote missachtet. Was sollen da weitere Verbote bringen? Eine extreme Verteuerung für Privatpersonen dürfte zur Etablierung eines Schwarzmarktes führen.

Den Schwarzmarkt gibt es jetzt schon. Ein Nachbar kam an und meinte, ob ich ihm nicht Roundup besorgen könne. Auf mein verneinen und Erklären bzgl. Pflanzenschutzausweis, Sachkunde etc pp und das ich das nicht dürfe war es dann auch ok und er zog von Dannen. Ein paar Wochen später erzählte er dann, wär auch kein Problem gewesen, ein Arbeitskollege hätte ihm was aus Polen mitgebracht.  :rolleyes:

Scheint mal wieder so, als würden in deutschland Papiertiger gezüchtet und woanders auf den ganzen Sachkundesch... n Haufen gesetzt.

Gruß
Ede
Und das wundert dich?

Was mir widerfahren ist schreib ich besser nicht in ein öffentliches Forum. Auch wenn es für mich keine Konsequenzen hätte, die Schuldigen waren an anderen Stellen.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: bluna am 29. September 2017, 16:26:36
Ein Bewohner meines Ortes kam auch zu mir und wollte Roundup.
Ich sagte, dass ich ihm dass nichte geben kann: Sachkunde, Zulassung, Abgabe....

Er hat es dann anscheinend auch im Internet organisiert.
Als das Gras nach einem halben Jahr wieder kam, sagte er zu mir :"Das Roundup ist auch nicht mehr dass, was es mal war." :o
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Jonny B.Goode am 29. September 2017, 17:57:48
http://www.biohelp-profi.at/gemeinden/biohelp-finalsan.html


 Hiesige Gemeinde setzt Perlagonsäure auf Pflaster ,Asche usw. ein.Stinkt und klebt und beisst in den Augen. wirkt am besten bei praller Sonne und 35 Grad.
 Ad blue wird hier auch mit rumgekaspert.Soll wohl auch funktionieren.

Bild unten ..3 Stunden nach Einsatz von dem Zasso Gerät,was nächste Woche in Saxonia ist.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Jonny B.Goode am 29. September 2017, 18:10:46

   Und noch Bilder von ner Distel un Ölrettich nach dem Elektroschocker..mal schauen wie der Kram nächste Woche aussieht.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: sten am 29. September 2017, 18:56:24
Das Problem bei solchen Sachen wie adblue und diversen Säuren ist, dass diese zwar wirken, aber auch keine Zulassung haben. Ist für uns daher keine Alternative. Nur so am Rande, ich habe bei mir alten Bilder aus den 30 und 40 Jahren von unsrer Straße. Wenn das heute so begrünt aussehen würde, würde ich Post vom Landkreis bekommen.....
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: BNT am 29. September 2017, 19:32:28
Was mir widerfahren ist schreib ich besser nicht in ein öffentliches Forum. Auch wenn es für mich keine Konsequenzen hätte, die Schuldigen waren an anderen Stellen.

Kann ich bestätigen.
Dazu gab es ja sogar mal eine gut gemacht Fernsehdoku. Grauimporte aus China usw...
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: charlie am 29. September 2017, 23:20:59
@Wade

Ohne jetzt auf Glyphosat und evtl. Krebsrisiken, angeblichen Belastungen von Grundwasser etc. einzugehen...
Die Alternative mehr Bodenbearbeitung oder Pflug ist ja gerade im Sinne der Klimaschutzdiskussion kontraproduktiv.
Es ist also weniger die Frage OB und WIE man ohne Glyfos auskommt, sondern eher, ob das auch sinnvoll ist....
Vor allem die Erosionsgefahr intensiver bearbeiteter Böden (auch im Flachland) bei den durch den Klimawandel dann häufiger auftretenden Wetterextremen, u.a. auch Starkregen, stellen dann ein weiteres Problem dar.
Humusabbau und damit erhöhte CO2-Freisetzung wäre noch ein weiteres Argument...
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: jotesen am 29. September 2017, 23:54:46



Humusabbau und damit erhöhte CO2-Freisetzung wäre noch ein weiteres Argument...

Was noch zu beweisen ist, dass das überhaupt ein Argument und nicht nur eine Meinung ist.

Gesendet von meinem E5823 mit Tapatalk

Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: BNT am 30. September 2017, 11:42:39
Was ist schon oft genug beweisen worden. Wäre das nicht so, würdest du als Biobauer fast gar nichts ernten. Dein System basiert ja auch Nährhumusaufbau und -abbau.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Ruebe am 30. September 2017, 12:01:53
Zitat
Was noch zu beweisen ist, dass das überhaupt ein Argument und nicht nur eine Meinung ist.

Das in dem BioSystem massive Probleme (welche lasse ich mal offen, ist aber sicher die Summe diverser Nährstoff Mangelsymptome, zuviel Bearbeitung, falscher Bearbeitung etc) bestehen, sieht man an den Erträgen .....ging ja gerade auch durchs Forum ....

wäre es anders, wäre der Boden und das Pflanzenwachstum ein Perpetum Mobile .... und das ist ja bekannterweise noch nicht erfunden ....
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: guest176 am 30. September 2017, 12:12:41
Zitat
Was noch zu beweisen ist, dass das überhaupt ein Argument und nicht nur eine Meinung ist.

Das in dem BioSystem massive Probleme (welche lasse ich mal offen, ist aber sicher die Summe diverser Nährstoff Mangelsymptome, zuviel Bearbeitung, falscher Bearbeitung etc) bestehen, sieht man an den Erträgen .....ging ja gerade auch durchs Forum ....

wäre es anders, wäre der Boden und das Pflanzenwachstum ein Perpetum Mobile .... und das ist ja bekannterweise noch nicht erfunden ....

wie kannst du den mytos des nachhaligen ackerbaus nach biologischer dynamischer wirtschaftsweise in frage stellen ,den  medien , ngo´s und bioanbauverbände zu bewahren versuchen ? :ironie:
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: NobbyNobbs am 30. September 2017, 12:37:18
;D
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: BNT am 30. September 2017, 12:44:34
Klar funktioniert die ökologische Wirtschaftsweise. Das wird doch unbestritten sein.
Die Frage ist, was man dafür tun muss und da gehen sie Sichtweisen sehr weit auseinander.
Viele sehen halt das schnelle Geld und benehmen sich wie Glücksritter. Aber das ist ja überall so.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: NobbyNobbs am 30. September 2017, 12:48:28
Um geht/geht nicht geht es nicht. Was geht muss nicht sinnvoll sein, siehe Glyphosatverbot.
Bio geht auch, trotzdem ist bekannt dass ich es nicht für sinnvoll halte. Aber: Es ist halt eben auch Meinungssache. Leben und leben lassen.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: jotesen am 30. September 2017, 12:59:48
Zitat
Was noch zu beweisen ist, dass das überhaupt ein Argument und nicht nur eine Meinung ist.

Das in dem BioSystem massive Probleme (welche lasse ich mal offen, ist aber sicher die Summe diverser Nährstoff Mangelsymptome, zuviel Bearbeitung, falscher Bearbeitung etc) bestehen, sieht man an den Erträgen .....ging ja gerade auch durchs Forum ....

wäre es anders, wäre der Boden und das Pflanzenwachstum ein Perpetum Mobile .... und das ist ja bekannterweise noch nicht erfunden ....

Wir können in allen Anbauvarianten von verschienen Problemen sprechen und diese diskutieren.
Hier ging es explizit um Humus und der Behauptung, dass der Verzicht auf Glyphosat und zunehmender Bodenbearbeitung eben jenen Humus abbauen würde. Diese generelle Aussage bezweifel ich ganz vehement. Hier geht es nichtmal um Bio und konventionell, es ging einzig um die vermehrte Bodenbearbeitung, die mit dem Verzicht auf Glyphosat einhergehen würde.
Jeder, der behauptet, dass deswegen automatisch Humus abgebaut werden muss, ist in meiner Sicht deutlich zu kurzsichtig. Nur weil man selbst als Unternehmer das nicht besser kann, muss es nicht generell so sein! Ab und zu kann man auch mal den Fehler bei sich suchen.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: BNT am 30. September 2017, 13:14:05
Jotesen, Direktsaat, ich meine die echte, hat als wesentliches Ziel den Aufbau und die Erhaltung von Dauerhumus.
Wenn du nun einen Direktsaatbetrieb hast und der nun auf intensive Mulchsaat oder Pflügen umstellt, dann wird er wieder zwangsläufig einiges an Humus abbauen, bis er auf seinem alten Niveau wieder angekommen ist. Wir sprechen hier vom Delta zwischen dem, was wir unter langjähriger konventioneller Wirtschaftsweise finden und dem, was wir dann halt unter Direktsaat vorfinden.
Es wird dafür gerne mal Ackerland mit Grünland verglichen. Da liegt das Delta oft bei 100%.
Das ist jetzt natürlich eine unpräzise Aussage, weil es von Standort zu Standort erhebliche Unterschiede gibt. Vergiss nicht, dass du auf einem perfekten Standort wirtschaftest.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Schorsch am 30. September 2017, 13:19:19
... Aber: Es ist halt eben auch Meinungssache. Leben und leben lassen.

Sehr gut!

Es gibt eine Nachfrage nach Bio-Produkten. Damit ist auch die Sinnhaftigkeit von Bio-Landwirtschaft gegeben. Es gibt nunmal einen Teil an Verbrauchern, die es Wünschen, dass bei der Erzeugung auf einen Teil des Fortschritts der letzten 80 Jahre verzichtet wird. Diese Leute können und wollen sich diese Art von Luxus-Premium-Segment leisten und die Gesellschaft kann das gut verkraften. Illegitim wird es da, wo Versprechungen bezüglich Umweltschung und Nachhaltigkeit gemacht werden, die die Bio Landwirtschaft nicht erfüllen kann. Wenn dann noch falsche Informationen verbreitet werden, um die integrierte Witschaftsweise schlecht zu machen und gar noch in der Bevölkerung unbegründete Ängste geschürt werden wird es asozial.

Ich bin auch der Meinung, dass intensivere Bodenbearbeitung zum intensiveren Umsatz von Humus beiträgt und damit dafür sorgt, dass die Humusgehalte ein niedrigeres Niveau erreichen. Ich kann das jedoch aus dem Stegreif nicht belegen. Nichts spricht gegen eine Debatte über dieses Thema, aber bitte fachlich fundiert und unter Verzicht auf Schuldzuweisungen.

Leben und leben lassen.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: charlie am 30. September 2017, 14:16:01



Humusabbau und damit erhöhte CO2-Freisetzung wäre noch ein weiteres Argument...

Was noch zu beweisen ist, dass das überhaupt ein Argument und nicht nur eine Meinung ist.

Gesendet von meinem E5823 mit Tapatalk

@Jonas, du weißt, dass es mir hier nicht um die leidige Diskussion Bio vs Konvi ging.
Ich wollte nur darstellen, das die Forderung nach einem Glyphosat-Verbot ohne die Beachtung der Folgen und Zusammenhänge ebenso kurzsichtig ist.
Die Sinnhaftigkeit unterschiedlicher Wirtschaftsweisen unter Beachtung der Standortfaktoren ist halt nicht so einfach darstellbar.

Die Glyphosat-Diskussion ist und bleibt ja nur ein Stellvertreter-Kampf gegen "moderne industrielle Landwirtschaft", ohne dabei zu sagen wo sich ein sinnvolles Ziel befindet.
Ich finde, wir als Fachleute hier sollten das auf hohem Niveau, wie schon Schorsch angemahnt hat, diskutieren können.

Und nochmal zum Humusabbau durch mehr Bodenbearbeitung. Die These ist vereinfacht dargestellt und entspricht dem Stand der Wissenschaft, wenn nicht dem entgegenwirkende Maßnahmen ergriffen werden.
Dies kann man dann anzweifeln wie anthrpogene Klimaveränderung und entsprechende Gegenbeispiele finden.
Ebenso könnte ich den Beweis für die schädliche Wirkung von Glyphosat einfordern und dann diese generelle Behauptung vehement anzweifeln. Das bringt uns aber hier nicht weiter...

Was uns weiterbringt, ist der Austausch von Beobachtungen, Problemen und Lösungsansätzen.
Dann können wir uns gegenseitig weiterhelfen
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Ruebe am 30. September 2017, 16:57:43
Zitat
Zitat von: Ruebe am Heute um 12:01:53
Zitat
Was noch zu beweisen ist, dass das überhaupt ein Argument und nicht nur eine Meinung ist.

Das in dem BioSystem massive Probleme (welche lasse ich mal offen, ist aber sicher die Summe diverser Nährstoff Mangelsymptome, zuviel Bearbeitung, falscher Bearbeitung etc) bestehen, sieht man an den Erträgen .....ging ja gerade auch durchs Forum ....

wäre es anders, wäre der Boden und das Pflanzenwachstum ein Perpetum Mobile .... und das ist ja bekannterweise noch nicht erfunden ....

Wir können in allen Anbauvarianten von verschienen Problemen sprechen und diese diskutieren.
Hier ging es explizit um Humus und der Behauptung, dass der Verzicht auf Glyphosat und zunehmender Bodenbearbeitung eben jenen Humus abbauen würde. Diese generelle Aussage bezweifel ich ganz vehement. Hier geht es nichtmal um Bio und konventionell, es ging einzig um die vermehrte Bodenbearbeitung, die mit dem Verzicht auf Glyphosat einhergehen würde.
Jeder, der behauptet, dass deswegen automatisch Humus abgebaut werden muss, ist in meiner Sicht deutlich zu kurzsichtig. Nur weil man selbst als Unternehmer das nicht besser kann, muss es nicht generell so sein! Ab und zu kann man auch mal den Fehler bei sich suchen.
 Gespeichert

Jede Bearbeitung setzt Nährstoffe frei (Stichwort Oxidation, "kalte Verbrennung") .... Wasser und Nährstoffe kann aber NUR im Humus gebunden sein, nie im Boden selber .... bearbeitet man viel, setzt man viel frei ... bearbeitet man zuwenig, setzt man zuwenig frei ... also ist der richtige Mittelweg zu finden ....

Dieser "richtige" Mittelweg hängt vom Boden ab, Schwarzerde Böden, Böden mit sehr hohen Humusanteilen reagieren darauf deutlich sensibler als Böden die nichts (mehr) haben ...

Will man also den umgekehrten Weg gehen und Humus aufbauen, zumindest in geringem Masse, geht das nur mit einem Nährstoffüberschuß und weniger Bearbeitung .... zumindest wenn man den Vorlesungen glauben kann ...

Reduzieren wir die Düngung, erhöhen wir die Bearbeitung gehen wir den umgekehrten Weg .... dementsprechend ist das einfache Verbot von Glyphos lediglich "Salz in die Augen streuen" ...

Und entschuldige wenn ich jetzt persönlich werde (Ich möchte  jotesen gleichzeitig meinen allerhöchsten Respekt für seine Offenheit zollen!!): 35 to/ha ZR in diesem Jahr zeigen deutliche Mangelsymptome ... da ich meine das Ihr schon länger Bio wirtschaftet, geht das also offensichtlich doch an die Substanz des Bodens .... nur an falscher Bearbeitung kann es nicht liegen, Herbizid Schäden sind ausgeschlossen  ....
Ich fahre selber viel Roder und wir haben jetzt einige Schläge im Bereich Elm, Wolfenbüttel, Braunschweig mit deutlich über 80 to/ha gerodet, die Roderfahrer die z. Zt Richtung Harz unterwegs sind kommen bei 800 m Schlaglänge tw nicht ans Ende!!! d. h. auf 0,21 ha 45 m³ Rüben (T4-40 Bj.17) ..... das entspricht je nach Schmutzanteil 22 ... 28 to RR ....

EDIT: das driftet ab .... nur ich möchte endlich mal von den Cracks Lösungsansätze hören ....zum Probieren, Spielen und testen sind die preise zu schlecht

Übrigens stellt sich der Landhandel auf 30% weniger Dünger und 30% geringere Ernte 2018 ein .... einige Landläger sollen 2018 zu bleiben ....

Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: guest176 am 30. September 2017, 17:15:36
@bernd ,
 
bezugnehmend auf deinen letzten satz , wo genau ist der grund dafür zu suchen düvo ? oder was ?

nur hören sagen oder verlässliche aussagen ?
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: nofear am 30. September 2017, 18:07:28
....zum Probieren, Spielen und testen sind die preise zu schlecht

Übrigens stellt sich der Landhandel auf 30% weniger Dünger und 30% geringere Ernte 2018 ein .... einige Landläger sollen 2018 zu bleiben ....

Punkt eins ist wohl so.

Punkt zwei würde uns allen zugutekommen wenn es so wäre/käme. Hätte ich jetzt keine Angst vor  ;)
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: tuning Esel am 30. September 2017, 18:55:04
Wen das Glyphosat verboten wirt, dan wirt die Welt nicht stehen bleiben...
Es geht auch ohne, aber eben, mit mehr kosten und Arbeit.. wer zahlt uns das??? da liegt das problem..
Ich mache ja auch ein teil ohne herbizide und ohne Glyphosat(gibt in der CH so programme wo man dan beiträge bekommt) ,ich bin ehrlich gesagt sehr erstaunt wie gut es funktioniert hat, habe sogar Dinkel direkt ohne Glyphosat gedrillt, Nachbar hat auch alles Ohne Herbizde gemacht(er pflügt aber alles) ,dazu muss ich sagen das es ein sehr trockenes Jahr war, da geht dass ohne grosse probleme
Ertrag, war durchschnitlich so 5T/Ha , 16Protein und 79 HL, gut wir sind hier so Randgebiet nicht super Böden, und dazu muss ich noch sagen Extenso ,spricht kein Fungizide und regulatoren, habe nur Wuxal P gespritzt und Iodus 40

Bio, Ich komme ja zu sehr vielen landwirte, und sehe auch viel..
Es gibt Top Bio betriebe, meist sehr lange  Bio und haben auch sehr viele leute da, und extrem vielseitig sind die auch,leider nur ne Minderheit.., dan gibt es die , sagen wir mal faulen, wo es nur wegend en Beiträge machen .. das sind die die sagen  wir mal dazu beitragen werden das früher oder später mal ne Bombe platzen wirt weil was die produzieren , ich am liebsten nicht konsumieren möchte , mal vorsichtig ausgedruckt...
dan sind noch die die gezwungen werden(in der CH wen man nen kredit will oder Hilfe vom Staat, dan wirt  die bedingung gesetzt auf Bio...), da gibt es einige die sich recht gut machen, aber die meisten scheitern, da habe ich schon paar mal gesagt Bio sei die letzte Etage vor dem Fall..
Bio Ackerbauer  schaffen es viel besser als zb Kuhbauern, warum weiss ich auch nicht..

Zum Thema  Erträge, wen man weniger Spritzt, muss es nicht umbeding weniger ertrag haben, die Pflanzen arbeiten nach dem gesetzt des Minimum.. Unkraut kann man  auch anders als Chemich bekämpfen..
und wen es weniger gibt, da auf ne Goldgräber stimmung zu hoffen, na ja  das kommt  nicht, man sieht es ja  schon wen es mal ein Schlechtes jahr  war, da wirt einfach das Zeug von der anderen Seite der Erde super billig ran-ge-kart..
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Heico am 30. September 2017, 19:26:06


Jede Bearbeitung setzt Nährstoffe frei .......
............

Will man also den umgekehrten Weg gehen und Humus aufbauen, zumindest in geringem Masse, geht das nur mit einem Nährstoffüberschuß und weniger Bearbeitung .... zumindest wenn man den Vorlesungen glauben kann ...

Und entschuldige wenn ich jetzt persönlich werde (Ich möchte  jotesen gleichzeitig meinen allerhöchsten Respekt für seine Offenheit zollen!!): 35 to/ha ZR in diesem Jahr zeigen deutliche Mangelsymptome ... da ich meine das Ihr schon länger Bio wirtschaftet, geht das also offensichtlich doch an die Substanz des Bodens .... nur an falscher Bearbeitung kann es nicht liegen, Herbizid Schäden sind ausgeschlossen  ....
Ich fahre selber viel Roder und wir haben jetzt einige Schläge im Bereich Elm, Wolfenbüttel, Braunschweig mit deutlich über 80 to/ha gerodet, die Roderfahrer die z. Zt Richtung Harz unterwegs sind kommen bei 800 m Schlaglänge tw nicht ans Ende!!! d. h. auf 0,21 ha 45 m³ Rüben (T4-40 Bj.17) ..... das entspricht je nach Schmutzanteil 22 ... 28 to RR ....

Die Erträge von @jotesen wurden doch nicht durch die Nährstoffe eingeschränkt sondern von einem etwas verdichtetem Boden und etwas zu viel Unkraut, so weit aus den Bilder ersichtlich war.

Du weißt doch selber wieviel Aufwand gemacht wird für 80t/ha.
Wenn du nicht mehr ganz jung bist, dann müstest du wissen dass die Rüben vor 30 Jahren in Nds 50 bis 60 t gebracht haben. Wenn man dann N weggelassen hat, kam man mit mehr Zucker und weniger Ertrag auf fast den gleichen Ertrag.
Was sich mächtig geändert hat ist der "Züchtungsfortschritt" mit seinen höheren Erträgen und ständigen Blattkrankeiten,
die früher nicht zu Buche schlugen. Das war eben der Preis für die Erträge. Ich hab ja noch den Umschwung von Poly auf Mono mitgemacht, da war das Blatt supergesund und viel Blatt gab es bei Strube/Dieckmann und wenig bei KWS
Man kann nicht einfach ein Merkmal verbessern ohne andere zu opfern!!
Ich beobachte das "Spielchen" schon lange, erstmal 18 Jahre Konventionell mit ZR als Schwerpunkt und dann noch 30 Jahre Bio ohne ZR.

Humusabbau und Aufbau ist nicht so einfach wie du meinst.
Beim Humus kann man trefflich drüber streiten, wie er weniger oder mehr wird. Wissenschafler leben einfach nicht lange genug, um der Sache näher auf die Spur zu kommen. ;D
Oder wie erklärt es sich, dass im Biobetrieb mit jährlicher Pflugfurche der Humusgehalt ansteigt?

Vergesst es, allesOT. Wir sind mit dem Thema im falschen Forum, aber löschen will ich jetzt nicht mehr. :)
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Sty_ am 30. September 2017, 20:16:23
http://www.biohelp-profi.at/gemeinden/biohelp-finalsan.html

Jetzt mal auf uns umgemünzt: Empfohlene Anwendungsmenge 166l/ha in 1000l Wasser  :rolleyes:

Gruß
Ede

es wird für gewisse Anwendung Alternativen geben
wobei ich das gly verbot nicht für richtig halte bzw. so wie es läuft auf dem weg zum verbot
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Wade am 30. September 2017, 20:26:23


Jede Bearbeitung setzt Nährstoffe frei .......
............

Will man also den umgekehrten Weg gehen und Humus aufbauen, zumindest in geringem Masse, geht das nur mit einem Nährstoffüberschuß und weniger Bearbeitung .... zumindest wenn man den Vorlesungen glauben kann ...

Und entschuldige wenn ich jetzt persönlich werde (Ich möchte  jotesen gleichzeitig meinen allerhöchsten Respekt für seine Offenheit zollen!!): 35 to/ha ZR in diesem Jahr zeigen deutliche Mangelsymptome ... da ich meine das Ihr schon länger Bio wirtschaftet, geht das also offensichtlich doch an die Substanz des Bodens .... nur an falscher Bearbeitung kann es nicht liegen, Herbizid Schäden sind ausgeschlossen  ....
Ich fahre selber viel Roder und wir haben jetzt einige Schläge im Bereich Elm, Wolfenbüttel, Braunschweig mit deutlich über 80 to/ha gerodet, die Roderfahrer die z. Zt Richtung Harz unterwegs sind kommen bei 800 m Schlaglänge tw nicht ans Ende!!! d. h. auf 0,21 ha 45 m³ Rüben (T4-40 Bj.17) ..... das entspricht je nach Schmutzanteil 22 ... 28 to RR ....

Die Erträge von @jotesen wurden doch nicht durch die Nährstoffe eingeschränkt sondern von einem etwas verdichtetem Boden und etwas zu viel Unkraut, so weit aus den Bilder ersichtlich war.

Du weißt doch selber wieviel Aufwand gemacht wird für 80t/ha.
Wenn du nicht mehr ganz jung bist, dann müstest du wissen dass die Rüben vor 30 Jahren in Nds 50 bis 60 t gebracht haben. Wenn man dann N weggelassen hat, kam man mit mehr Zucker und weniger Ertrag auf fast den gleichen Ertrag.
Was sich mächtig geändert hat ist der "Züchtungsfortschritt" mit seinen höheren Erträgen und ständigen Blattkrankeiten,
die früher nicht zu Buche schlugen. Das war eben der Preis für die Erträge. Ich hab ja noch den Umschwung von Poly auf Mono mitgemacht, da war das Blatt supergesund und viel Blatt gab es bei Strube/Dieckmann und wenig bei KWS
Man kann nicht einfach ein Merkmal verbessern ohne andere zu opfern!!
Ich beobachte das "Spielchen" schon lange, erstmal 18 Jahre Konventionell mit ZR als Schwerpunkt und dann noch 30 Jahre Bio ohne ZR.

Humusabbau und Aufbau ist nicht so einfach wie du meinst.
Beim Humus kann man trefflich drüber streiten, wie er weniger oder mehr wird. Wissenschafler leben einfach nicht lange genug, um der Sache näher auf die Spur zu kommen. ;D
Oder wie erklärt es sich, dass im Biobetrieb mit jährlicher Pflugfurche der Humusgehalt ansteigt?

Vergesst es, allesOT. Wir sind mit dem Thema im falschen Forum, aber löschen will ich jetzt nicht mehr. :)

Bei den Zuckerrüben spielen so viele weitere Faktoren eine Rolle außer Nährstoffversorgung. Bodenverdichgung und Unkrautdruck wurden ja schon angesprochen, dazu noch das Viechzeug. Wenns dumm läuft macht der Erdfloh alles nieder, auch wenn NPK überall Versorgungsstufe E hat. Einen geringen Rübenertrag als Grundlagen des Arguments "Bio zert den Boden auf" zu nehmen steht auf sehr sehr wackeligen Beinen.

Man könnte auch anders Argumentieren: Bei Bio hat man wesentlich weniger Entzug bzw Abfuhr vom Acker. Mit 30-40dt Dinkel fährt man weniger vom Acker als mit 80-100dt Weizen, aber hat trotzdem einen höheren DB. Noch dazu hat man im Biobereich entweder sehr viel Gründüngung oder Kleegras. Bringt auch Humus. Es wird viel mit Gülle, Mist & Kompost Gedüngt -> Humusmehrend.

Wenn man will kann man auch im Biologischen Ackerbau Humus aufbauen, trotz Pflug oder mehrfacher Bearbeitung... Hier wurden für nem Humus Screening bei einem langjähriger Biobetrieb Bodenproben gezogen. Angeblich liegt er bei vielen Proben im Spitzenfeld von Bayern.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: jotesen am 30. September 2017, 20:28:19


Jede Bearbeitung setzt Nährstoffe frei .......
............

Will man also den umgekehrten Weg gehen und Humus aufbauen, zumindest in geringem Masse, geht das nur mit einem Nährstoffüberschuß und weniger Bearbeitung .... zumindest wenn man den Vorlesungen glauben kann ...

Und entschuldige wenn ich jetzt persönlich werde (Ich möchte  jotesen gleichzeitig meinen allerhöchsten Respekt für seine Offenheit zollen!!): 35 to/ha ZR in diesem Jahr zeigen deutliche Mangelsymptome ... da ich meine das Ihr schon länger Bio wirtschaftet, geht das also offensichtlich doch an die Substanz des Bodens .... nur an falscher Bearbeitung kann es nicht liegen, Herbizid Schäden sind ausgeschlossen  ....
Ich fahre selber viel Roder und wir haben jetzt einige Schläge im Bereich Elm, Wolfenbüttel, Braunschweig mit deutlich über 80 to/ha gerodet, die Roderfahrer die z. Zt Richtung Harz unterwegs sind kommen bei 800 m Schlaglänge tw nicht ans Ende!!! d. h. auf 0,21 ha 45 m³ Rüben (T4-40 Bj.17) ..... das entspricht je nach Schmutzanteil 22 ... 28 to RR ....

Die Erträge von @jotesen wurden doch nicht durch die Nährstoffe eingeschränkt sondern von einem etwas verdichtetem Boden und etwas zu viel Unkraut, so weit aus den Bilder ersichtlich war.

Du weißt doch selber wieviel Aufwand gemacht wird für 80t/ha.
Wenn du nicht mehr ganz jung bist, dann müstest du wissen dass die Rüben vor 30 Jahren in Nds 50 bis 60 t gebracht haben. Wenn man dann N weggelassen hat, kam man mit mehr Zucker und weniger Ertrag auf fast den gleichen Ertrag.
Was sich mächtig geändert hat ist der "Züchtungsfortschritt" mit seinen höheren Erträgen und ständigen Blattkrankeiten,
die früher nicht zu Buche schlugen. Das war eben der Preis für die Erträge. Ich hab ja noch den Umschwung von Poly auf Mono mitgemacht, da war das Blatt supergesund und viel Blatt gab es bei Strube/Dieckmann und wenig bei KWS
Man kann nicht einfach ein Merkmal verbessern ohne andere zu opfern!!
Ich beobachte das "Spielchen" schon lange, erstmal 18 Jahre Konventionell mit ZR als Schwerpunkt und dann noch 30 Jahre Bio ohne ZR.

Humusabbau und Aufbau ist nicht so einfach wie du meinst.
Beim Humus kann man trefflich drüber streiten, wie er weniger oder mehr wird. Wissenschafler leben einfach nicht lange genug, um der Sache näher auf die Spur zu kommen. ;D
Oder wie erklärt es sich, dass im Biobetrieb mit jährlicher Pflugfurche der Humusgehalt ansteigt?

Vergesst es, allesOT. Wir sind mit dem Thema im falschen Forum, aber löschen will ich jetzt nicht mehr. :)

Bei den Zuckerrüben spielen so viele weitere Faktoren eine Rolle außer Nährstoffversorgung. Bodenverdichgung und Unkrautdruck wurden ja schon angesprochen, dazu noch das Viechzeug. Wenns dumm läuft macht der Erdfloh alles nieder, auch wenn NPK überall Versorgungsstufe E hat. Einen geringen Rübenertrag als Grundlagen des Arguments "Bio zert den Boden auf" zu nehmen steht auf sehr sehr wackeligen Beinen.

Man könnte auch anders Argumentieren: Bei Bio hat man wesentlich weniger Entzug bzw Abfuhr vom Acker. Mit 30-40dt Dinkel fährt man weniger vom Acker als mit 80-100dt Weizen, aber hat trotzdem einen höheren DB. Noch dazu hat man im Biobereich entweder sehr viel Gründüngung oder Kleegras. Bringt auch Humus. Es wird viel mit Gülle, Mist & Kompost Gedüngt -> Humusmehrend.

Wenn man will kann man auch im Biologischen Ackerbau Humus aufbauen, trotz Pflug oder mehrfacher Bearbeitung... Hier wurden für nem Humus Screening bei einem langjähriger Biobetrieb Bodenproben gezogen. Angeblich liegt er bei vielen Proben im Spitzenfeld von Bayern.
Pass bloß auf, sonst wird das noch als Alternative Fakten angesehen. [emoji3][emoji3][emoji3]

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Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Ruebe am 30. September 2017, 20:59:02
Zitat
Die Erträge von @jotesen wurden doch nicht durch die Nährstoffe eingeschränkt sondern von einem etwas verdichtetem Boden und etwas zu viel Unkraut, so weit aus den Bilder ersichtlich war.

Du weißt doch selber wieviel Aufwand gemacht wird für 80t/ha.
Wenn du nicht mehr ganz jung bist, dann müstest du wissen dass die Rüben vor 30 Jahren in Nds 50 bis 60 t gebracht haben. Wenn man dann N weggelassen hat, kam man mit mehr Zucker und weniger Ertrag auf fast den gleichen Ertrag.
Was sich mächtig geändert hat ist der "Züchtungsfortschritt" mit seinen höheren Erträgen und ständigen Blattkrankeiten,

...und genau nur vom verdichteten Boden kann so eine Mißernte in diesem Jahr nicht kommen .... genau das ist der Punkt der mich so nachdenklich macht, egal ob Fungi oder nicht .... die ZR sind alle recht gut, nicht überragend, aber gut ....
...und vom Unkraut auch nicht .... da haben wir auch schon Konvi Bestände mit sehr viel Unkraut gerodet wo noch richtig was drunter stand ....

Würde ich nicht soviel Roden und unterwegs sein, würde ich Euch glauben ....
Am Donnerstag hatte ich ne Fläche an der ich verzweifelt bin, dichtes, gleichmässiges Blatt aber extrem viel kleine Rüben die nicht sauber zu köpfen waren .... als dann der Anbauer dabei war meinte er nur: zu früh und zu nass vorgearbeitet, zu früh gedrillt, dann zu trocken .... aber dieses Jahr machen die Rüben alles gut, da durfte man nur das Säen nicht vergessen, selbst da wo die 3. Hebrizid  Masnahme zuende weil die Spritze leer war, standen richtig Rüben drunter ...

Ich fahre jedes Jahr ausreichend Roder ... da sieht man schon einiges ....

....und um jetzt zu dem Boden und Glyphos zurück zu kommen ..... langjährig Bio, fehlende Nährstoffe, aufgrund (zuviel) Bearbeitung weniger Humus als auf dem Standort normal ... und als Krönung die Bearbeitung.
....und genau davor habe ich Respekt, das wir extrem viel rumwühlen müssen, damit die mühsam aufgebaute Struktur und mit wenig Bearbeitung viel erreichen,  Erosionsschutz = Schutz vor Nährstoffverlust

Achso: in der Ecke haben die früher den Boden im Frühjahr extrem häufig geschleppt, befahren, fein und trocken bearbeitet. Als dann im Fj 90 die ersten Landwirte mit Saatbett Kombi, tw sogar KE und einer sauberen Frühjahrsfurche die ZR ausgesät haben, sind die Erträge extrem gestiegen, obwohl oder gerade die hohen Düngergaben durch den riesen Maststall zurück gefahren wurden ...

Damals haben wir 3scharig mit 100 PS und Allrad gepflügt, heute fahren Nachbarn 4scharig mit 150 ....200 PS .... wollen wir dahin zurück? wo sind die schlauen Cracks die mir zeigen können wie man auf unseren Standorten vernünftig bearbeiten kann .... weniger ist mehr, gar nix ist auch gar nix ...

Wir haben früher auf diesen Standorten auch Rüben gebaut, waren da aber nie unter 50 to/ha .... im Herbst vorgearbeitet, im FJ die Kleine mit Schneidscheiben und dann Glyphos .... oben drauf trocken und unten drin Pampe .... tw. konnte man im Herbst noch die Drillspuren anhand der helleren Blätter erkennen => Strukturschaden .... und sowas will ein wade mal so eben drie/viermal bearbeiten? .... er kann auch jetzt gerne kommen .... Pampe, da geht gar nix, nur meine absolut nicht bearbeitete Fläche könnte in der nächsten Regenpause gedrilt werden ...

Achso die Gebieteskulisse mit min 20 m Mulchsaatstreifen, Verbot der offenen Fläche über Winter etc (ich kenne ehrlicherweise die Auflagen nicht genau, da wir 100% Mulchssat/Minimal machen) haben wir auch noch .... also hiesse das bei uns wieder ein Schritt in die Richtung stille Enteignung ....und wenn jetzt die Erträge um 30% sinken .... sinken dann auch die Grundsteuern?

Jeder Schritt in Richtung Auflage ist ein Sargnagel an JEDEM Betrieb der nicht von extern Geld (Kräutertee) bekommt ....
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: MartinNT am 30. September 2017, 21:22:56
https://www.be.ch/portal/fr/veroeffentlichungen/publikationen.assetref/dam/documents/VOL/LANAT/de/Landwirtschaft/Bodenschutz/Bodenbericht_2017.pdf

Schaut einmal ab Seite 32

Gruss

Martin NT
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: NobbyNobbs am 01. Oktober 2017, 08:39:09
Bedachtes Nicht-Rumwühlen ist der erste Schritt hin zu unfassbar konstanten Böden- jedenfalls hier. Das wird mir Jahr für Jahr deutlicher. Was ich hier inzwischen anstellen kann und trotzdem wachsen top Bestände, das kommt nicht von irgendwo her. Die Entwicklung ist für mich der Hammer, mein Schätzchen. Ich werde das so einfach nicht hergeben und den Hebel wieder umkehren in Richtung grob fahrlässiger Gewaltwirtschaft. Genau das wird aber eigentlich gefordert.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: tuning Esel am 01. Oktober 2017, 10:13:39
Ich muss dazu mal was loswerden, Patend-system wie sie uns verkauft werden, gibt es nicht, es ist sehr unterschiedlich von Region und nutzen, was ich sagen will ist man Heute schon soweit ist das man  No-Till ohne Chemie  funktioniert, aber nur unter bestimmten Umständen wie abgefrorene Z.F., aber   bei Gemischt Betriebe wie bei mir  brauchen wir  Futter für die Tiere, ja ist es den gewollt das man den Boden 6Monate nichts entnehmen kann dafür Futter zukauffen muss??
Es gibt kein System das überall funktioniert, No Till funktioniert sehr gut wen es Trocken ist, in nass-kalten Jahren hat es vielmehr mühe, auch wegen Pilz oder krankheit  ist es besser den Boden zu wenden, weil es so die Sporen,erreger  dan nicht mehr auf der Bodenoberfläche sind


Anderseits, die Landwirtschaft war ja lange  ne sehr arme Gesselschaft, bis vor so 60 Jahren, dan wurde Industrialisiert und man hat guttes Geld gemacht, nun wollen einige Kreise sich das ganze Unter den nagel zu reissen , wie macht man das... Genau wie man die Kapitalisierung gemacht hat, man macht Gesetze um das was man haben will illegal zu machen, so kann man die Leute dan ganz legal los werden und dan fast zwangs enteignen.. und das Passiert ja im Moment..


Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Ruebe am 01. Oktober 2017, 10:48:24
Zitat
Anderseits, die Landwirtschaft war ja lange  ne sehr arme Gesselschaft, bis vor so 60 Jahren, dan wurde Industrialisiert und man hat guttes Geld gemacht, nun wollen einige Kreise sich das ganze Unter den nagel zu reissen , wie macht man das... Genau wie man die Kapitalisierung gemacht hat, man macht Gesetze um das was man haben will illegal zu machen, so kann man die Leute dan ganz legal los werden und dan fast zwangs enteignen.. und das Passiert ja im Moment..

Sehr gut auf den Punkt gebracht ....
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Merkur am 01. Oktober 2017, 11:48:06
Was mich am meisten an der ganzen Geschichte stört ist das immer mehr nach idiologischen Gesichtspunkten gehandelt wird. Beim Glyphosat werden die wenigen Studien die von einer Gefahr (für was auch immer)  ausgehen als wichtigstes Instrument für ein Verbot dargestellt. Dabei ist es ganz normal das ein gewisser Anteil der Studien zu anderen Ergebnissen kommt (Stichwort P Wert).  Wenn die Mehrheit der Wissenschaftler durch nachvollziehbare Experimente zu dem Schluss kommt das ein  Mittel das 40 Jahre lang ohne erkennbaren Probleme gute Dienste geleistet hat auf einmal verboten gehört dann würde ich das auch akzeptieren. Wenn nicht soll mann aber auch die Eier seitens der Politik in der Hose haben und sagen die Mehrheit der Bevölkerung wünscht das so.
Dann aber auch bitte keine Lebensmittel mehr einführen die mit dem Zeugs produziert wurden,  das würde jedes Verbot ad absurdum führen.
Letzte endlich muß man sich auch eines vor Augen führen das Volk braucht Brot und Spiele wen ich ersteres durch idiologische Gesetzgebungen verteuere wird das spätestens bei einer Knappheit hinterfragt werden. Gegessen wird  immer da sitzen wir Landwirte trotz aller Widerrichkeiten am längeren Hebel.
Aufgrund des Klimawandels und (wie schon hier aufgeführt) resistenz Managements ist es eigentlich unverantwortlich eine so mächtige Waffe wie Glyphosat aus den Händen zu geben.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: canuck am 01. Oktober 2017, 15:19:31
Merkur und Tuning Esel ihr habt es genau auf den Punkt gebracht.
Bei jedem Verbot und Regelung solcher Art gibts nur ein Verlierer und das ist die Landwirtschaft
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: tuning Esel am 01. Oktober 2017, 15:37:26
Ist ja alles nur Populismuss..
Wen die Chemie so gefährlich und Umweltverschmutzend ist, warum bekommt es dan jeder als medikament vom Arzt verschrieben?? da gibt es auch resistenzen(und nicht wenige..)und extrem viel gelangt in die Umwelt(normal solte es nicht weil  in Kläranlage..)
Warum darf den jeder mit Motorad rum fahren(nur zur info, ein Motorrad stosst bis zu 20 ma lmehr Schadstoffe aus wie ein Moderner PKW oder LKW..)
Warum werden den die  Littering macher(die die den Müll aus dem Autofenster entsorgen..)nicht geandet und bestraft..

Ich kann noch ne lange Liste machen, aber das sind nun mal Wähler(hmm die Landwirt doch auch..)
Aber ich lasse es mal ..
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Wade am 01. Oktober 2017, 18:39:08
Zitat
Anderseits, die Landwirtschaft war ja lange  ne sehr arme Gesselschaft, bis vor so 60 Jahren, dan wurde Industrialisiert und man hat guttes Geld gemacht, nun wollen einige Kreise sich das ganze Unter den nagel zu reissen , wie macht man das... Genau wie man die Kapitalisierung gemacht hat, man macht Gesetze um das was man haben will illegal zu machen, so kann man die Leute dan ganz legal los werden und dan fast zwangs enteignen.. und das Passiert ja im Moment..

Sehr gut auf den Punkt gebracht ....

Es ist kurz und knapp, das ist aber auch schon alles. Selten so einen Blödsinn gelesen. Veschwörungstheorie ohne irgend eine sachliche Grundlage.  Oder meint ihr die Grünen wollen jetzt Glyphosat verbieten um sich dann von euch die Äcker abzukaufen?? Oder wen meint ihr mit "einige Kreise"? Und wiso sollten die die Äcker dann kaufen wenn man da ohne Glyphosat nichts mehr verdient?

Und noch was zur Landwirtschaft & Armut: Die Bauern mit Grund und Boden waren es in den letzten Jahrhunderten vermutlich die Reicheren in den Dörfern. Die Mägde & Knechte die für die Landwirtschaft gearbeitet haben hatten nichts. Aber so nen Gutshofbesitzer konnte doch wohl kaum klagen.

Und dass man in der Landwirtschaft heute leichter arbeiten kann als um 1900 liegt nur an der Chemischen Keule & Chemischen Dünger?? Oder vielleicht auch dran dass man heute nicht mehr auf 1PS rumreiten oder hinter nem Ochsen hinterherlaufen muss, sondern weil man ganz entspannt 300 Pferde mit dem kleinen Finger bedienen kann? Oder wollen die genannten "einige Kreise" auch die Technik und sonstigen Fortschritt in der Landwirtschaft abschaffen??
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Cyberlui am 01. Oktober 2017, 20:24:51
nee Wade,
aber solange Kaffee der auch als "wahrscheinlich Krebserrengend" eingestuft ist auch bedenkenlos in jeder menge gekauft und getrunken werden darf stellt sich halt die Frage was will die Gesellschaft.
Beim Glypho im Bier war die wahrscheinlichkeit von Alkohol in Bier zu sterben deutlich höher als von Glyph darin,  aber gegen den Alkohol hat keiner was gesagt?
Das ist die eigentliche schizophrenie der ganzen Diskussionen.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: sebastian am 01. Oktober 2017, 21:51:50
Zitat
Anderseits, die Landwirtschaft war ja lange  ne sehr arme Gesselschaft, bis vor so 60 Jahren, dan wurde Industrialisiert und man hat guttes Geld gemacht, nun wollen einige Kreise sich das ganze Unter den nagel zu reissen , wie macht man das... Genau wie man die Kapitalisierung gemacht hat, man macht Gesetze um das was man haben will illegal zu machen, so kann man die Leute dan ganz legal los werden und dan fast zwangs enteignen.. und das Passiert ja im Moment..

Sehr gut auf den Punkt gebracht ....

Es ist kurz und knapp, das ist aber auch schon alles. Selten so einen Blödsinn gelesen. Veschwörungstheorie ohne irgend eine sachliche Grundlage.  Oder meint ihr die Grünen wollen jetzt Glyphosat verbieten um sich dann von euch die Äcker abzukaufen?? Oder wen meint ihr mit "einige Kreise"? Und wiso sollten die die Äcker dann kaufen wenn man da ohne Glyphosat nichts mehr verdient?

Und noch was zur Landwirtschaft & Armut: Die Bauern mit Grund und Boden waren es in den letzten Jahrhunderten vermutlich die Reicheren in den Dörfern. Die Mägde & Knechte die für die Landwirtschaft gearbeitet haben hatten nichts. Aber so nen Gutshofbesitzer konnte doch wohl kaum klagen.

Und dass man in der Landwirtschaft heute leichter arbeiten kann als um 1900 liegt nur an der Chemischen Keule & Chemischen Dünger?? Oder vielleicht auch dran dass man heute nicht mehr auf 1PS rumreiten oder hinter nem Ochsen hinterherlaufen muss, sondern weil man ganz entspannt 300 Pferde mit dem kleinen Finger bedienen kann? Oder wollen die genannten "einige Kreise" auch die Technik und sonstigen Fortschritt in der Landwirtschaft abschaffen??


Wade,

ich finde deinen Beitrag etwas unverschämt.

Meine Vorfahren (Urgroßvater väterlicherseits mal außen vor) waren keine "Großgrundbesitzer" sondern mußten ihre Arbeit selber tun. Und die Frauen oft noch mehr als die Männer. Und so wirds wohl bei vielen Agrowissen-Usern gewesen sein (und immer noch so sein).


Zum Thema nur zwei Anmerkungen von mir; die "interessierten Kreise" gibts schon; sind von Kommunen über Banken, Versicherungen und Industrielle all jene, die Angst vor der Währung haben und ihr Geld anderweitig anlegen wollen/müssen.  :(
Und die allesamt genug Einfluss haben, um den dummen Bauern auch in den nächsten Jahren noch genug Knüppel zwischen die Beine zu schmeißen das weiterhin ausreichend Land auf den Markt kommen wird....

Und zum zweiten;
ich würde mir bei den zahlreichen Funden von Glyphosat überall einfach mal wünschen das jemand auch sagen muß, worauf untersucht wurde - den Wirkstoff oder die (vermeindlichen?!?) Abbauprodukte.

Aber es kann natürlich nicht sein das in einem Bio-Bier womöglich Rückstände der Flaschenwaschanlage als Pflanzenschutzmittel gedeutet werden...  :-X

 ;)
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Wade am 01. Oktober 2017, 23:09:40
nee Wade,
aber solange Kaffee der auch als "wahrscheinlich Krebserrengend" eingestuft ist auch bedenkenlos in jeder menge gekauft und getrunken werden darf stellt sich halt die Frage was will die Gesellschaft.
Beim Glypho im Bier war die wahrscheinlichkeit von Alkohol in Bier zu sterben deutlich höher als von Glyph darin,  aber gegen den Alkohol hat keiner was gesagt?
Das ist die eigentliche schizophrenie der ganzen Diskussionen.

Darüber hab ich doch kein Wort gesagt. Ich habe versucht zu widerlegen dass jetzt Glyphosat und sonstige Mittel in der Landwirtschaft verboten werden um den Landwirten zu schaden damit irgendwelche obszönen "Kreise" das Land kaufen können... Da Argument strotzt ja nur so von Unlogik

Was hier für abstruze Theorien entwickelt werden um zu erklären warum PSM verboten werden ist schon krass...
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: canuck am 02. Oktober 2017, 02:25:59
Um ueber Glauben oder Politik zu diskutieren bringt meist wenig.
Und diese Diskussion geht genau in diese Richtung .
Ebenfalls ist noch kein zulassungsentzug,will den dieEU ihre Landwirtschaft benachteiligen gegen ueber dem Rest der Welt ?
Und das mit nur einigen billigen sog. Grundlagen. Tatsache ist dass immer noch eine wesentliche Mehrheit aller Profis keine Gefahr sehen.
Auch wird das ganze von nicht landwirtschaftlichen Kreisen diskutiert und eben auch entschieden.
Sogar die Schadenfreude gewisser Bauern kann man richtig spueren.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: tuning Esel am 02. Oktober 2017, 04:02:23
sehr gut auf den Punkt.. Canuck...
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Sty_ am 02. Oktober 2017, 06:54:49
Um ueber Glauben oder Politik zu diskutieren bringt meist wenig.
Und diese Diskussion geht genau in diese Richtung .
Ebenfalls ist noch kein zulassungsentzug,will den dieEU ihre Landwirtschaft benachteiligen gegen ueber dem Rest der Welt ?
Und das mit nur einigen billigen sog. Grundlagen. Tatsache ist dass immer noch eine wesentliche Mehrheit aller Profis keine Gefahr sehen.
Auch wird das ganze von nicht landwirtschaftlichen Kreisen diskutiert und eben auch entschieden.
Sogar die Schadenfreude gewisser Bauern kann man richtig spueren.

 :daumen:

Würde es echt um gefährlichkeit gehen und was mehr leute Tötet hätte man Zigaretten schon lange verboten, alkohol auch
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: charlie am 02. Oktober 2017, 07:51:59
Über fachlich wissenschaftliche Hintergründe, weitergehende ackerbauliche Zusammenhänge usw. herrscht hier schon ein gewisser Konsens. In politischen und landwirtschaftsfernen Gesellschaftskreisen schaut das ja ein wenig anders aus....

Deswegen beschleicht mich gerade mit dem doch schwierigen Ergebnissen der Bundestagswahl das Gefühl, dass eine zukünftige Bundesregierung so etwas wie Glyphosat, das ja nur wenige direkt betrifft, dazu benutzt/missbraucht um eine „Handlungsfähigkeit“ nach Meinung des „Volkes“ zu beweisen  :rolleyes:
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Settembrini am 02. Oktober 2017, 23:04:35
Ich weiß nicht , ob der Link nicht schon mal in diesem Zusammenhang gepostet wurde , aber interessant und als Argumentationshife wertvoll :

https://www.novo-argumente.com/artikel/wo_sind_die_beweise
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Felix am 06. Oktober 2017, 10:37:45
Die Abstimmung wurde wiedermal verschoben ... nächster Termin ist der 23. Oktober.


Schadenersatzpflicht droht

Das Treffen habe «keine Änderung der Situation» ergeben, verlautete in Brüssel. Allerdings habe die Kommission den Entscheidungsdruck zu erhöhen versucht. Die Brüsseler Behörde habe in der Sitzung dargelegt, dass die EU sich bei einer Nichtverlängerung der Zulassung gegenüber den Herstellern schadenersatzpflichtig machen könnte.

Quelle: https://www.agrarheute.com/pflanze/glyphosat-abstimmung-erneut-verschoben-539091 (https://www.agrarheute.com/pflanze/glyphosat-abstimmung-erneut-verschoben-539091)


Ich bin der Meinung, dass wenn es wirklich verboten werden sollte, dann aber auch bitte keine Produkte mehr importieren die 1. aus Ländern mit Zulassung kommen und 2. in denen das Abbauprodukt nachweisbar ist ...

Im Gegenzug liest man dann [...Seit 2012 hat sich der jährliche Absatz um 37 Prozent verringert. ...]

Quelle: https://www.agrarheute.com/pflanze/getreide/glyphosatabsatz-geht-deutlich-zurueck-538989 (https://www.agrarheute.com/pflanze/getreide/glyphosatabsatz-geht-deutlich-zurueck-538989)
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: BNT am 06. Oktober 2017, 10:56:25
Eigentlich schon krass, dass im Grunde drei Staaten alles blockieren können: Deutschland, Frankreich, Italien.
Das ist bei den GMO doch genau das gleiche. Drei Staaten pushen wie blöde dagegen und schon haben wir den Salat. Importe hingegen - absolut kein Thema. Eine Kennzeichungspflicht ebenso nicht.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Manfred am 10. Oktober 2017, 18:00:54
Und wieder eine "Horrormeldung" von diesem "Wissenschaftler":

https://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/infoline_nt/brennpunkte_nt/article169493603/Glyphosat-in-Speiseeis-Unilever-nennt-Ware-sicher.html

Beim BfR glaubt diesem Seralini niemand mehr, aber bei unseren Qualitätsmedien wird ihm immer noch der rote Teppich ausgelegt.

Kopfschüttelnde Grüße

Manfred

Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: BNT am 10. Oktober 2017, 19:25:37
Seralini hat sich doch als Wissenschaftler völlig diskreditiert.
Dem darf man kein bisschen glauben.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Euro-T am 10. Oktober 2017, 19:31:48
Seralini hat sich doch als Wissenschaftler völlig diskreditiert.
Dem darf man kein bisschen glauben.

Du nicht, ich nicht - bei Nobby bin ich mir noch nicht sicher...

Spielt aber keine Geige, der mainstream saugt alles nahezu unreflektiert auf.

Ich für meinen Teil hab aufgehört mich drüber aufzuregen und suche mir Alternativen.
Denke damit verbringe ich die Zeit sinnvoller und wenns doch nicht so kommt...- hab ich mir wenigstens Gedanken gemacht und kann je nach Situation mehrgleisig agieren.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: BNT am 10. Oktober 2017, 20:03:12
Du hast ja recht.
Den Mehraufwand bezahlt uns natürlich niemand; sind nette Summen, die da zusammen kommen. 
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Corpy am 10. Oktober 2017, 21:05:43
Vor allem: Ein Wissenschaftler der sagt: Der Gehalt stellt wahrscheinlich ein Gesundheitsrisiko dar.

Sowas würde ein seriöser Forscher nie schreiben. Ein paar Grundzüge wissenschaftlicher Arbeit bringen sie einem sogar im Landwirtschaftsstudium bei  :rolleyes:

Die Ergebnisse werden natürlich auf einer der Pressekonferenz der GRÜNEN in Brüssel veröffentlicht.  :frage:

Aber ihr habt recht. Nicht aufregen! Irgendwann kommt der Bumerang für die jetzige Politik und Ideologie!
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Wade am 10. Oktober 2017, 21:25:06
Vor allem: Ein Wissenschaftler der sagt: Der Gehalt stellt wahrscheinlich ein Gesundheitsrisiko dar.

Sowas würde ein seriöser Forscher nie schreiben. Ein paar Grundzüge wissenschaftlicher Arbeit bringen sie einem sogar im Landwirtschaftsstudium bei  :rolleyes:

Die Ergebnisse werden natürlich auf einer der Pressekonferenz der GRÜNEN in Brüssel veröffentlicht.  :frage:

Aber ihr habt recht. Nicht aufregen! Irgendwann kommt der Bumerang für die jetzige Politik und Ideologie!

Das würde ich gar nicht ankreiden. Das ist doch gängige Praxis auch in der Wissenschaft. Mal angenommen seine Untersuchungen & Ergebnisse würden stimmen, was soll er denn sonst sagen? Natürlich sagt er nur dass es mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit ein Gesundheitsrisiko darstellt.
Weiter unten steht:
Zitat
Der Forscher Séralini meinte, die offiziellen Grenzwerte seien überholt: Auch Glyphosatwerte, die zehnmal unter den festgestellten Konzentrationen lagen, hätten in Versuchen bei regelmäßigem Verzehr ernste Leber- und Nierenerkrankungen ausgelöst.

Ich will seine Untersuchungen gar nicht verteidigen, kp was der alles gemacht hat oder gedreht hat um solche Aussagen tätigen zu können. Aber wenn alles korrekt war ist seine Aussage "wahrscheinlich Gesundheitsgefärdent" wissenschaftlich korrekt.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: NobbyNobbs am 10. Oktober 2017, 21:32:14
Seralini hat sich doch als Wissenschaftler völlig diskreditiert.
Dem darf man kein bisschen glauben.

Du nicht, ich nicht - bei Nobby bin ich mir noch nicht sicher...

Spielt aber keine Geige, der mainstream saugt alles nahezu unreflektiert auf.

Ich für meinen Teil hab aufgehört mich drüber aufzuregen und suche mir Alternativen.
Denke damit verbringe ich die Zeit sinnvoller und wenns doch nicht so kommt...- hab ich mir wenigstens Gedanken gemacht und kann je nach Situation mehrgleisig agieren.


Wie bei mir bist du dir nicht sicher?
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: NobbyNobbs am 10. Oktober 2017, 21:37:09
Mir ist völlig egal ob die Grenzwerte zu hoch oder zu tief sind. Wer macht die denn fest? Ich würde die Grenzwerte nach Gefühl um das 5-Fache erhöhen, da Glyphosat nachweislich "keine" akute Toxizität aufweist. Alles andere ist ohnehin Augenwischerei und Spekulation.

Alle Alternativen sind giftiger, das muss man bedenken.

An der Stelle höre ich auf über die Toxizität von Glyphosat nachzudenken. Alleine schon, weil ganz augenscheinlich durch die grüne Brille fast verzweifelt versucht wird, eine schlimme Wirkung zu finden.
Ich habe die Beweggründe dahinter lange lange verstanden.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: BNT am 10. Oktober 2017, 21:46:04
Vor allem wieder mal "bis zu 1,23 Nanogramm pro Milliliter".  ;D :rolleyes:
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Cyberlui am 10. Oktober 2017, 23:13:43
mal ganz ehrlich, ist das Leben als solches nicht ein Risiko???
und vermutlich Krebserregend?
Wenn du Lebst kannst du krank werden, zu dick, zu mager, zu groß, zu klein,..8und was weiß ich noch alles)
Am besten wäre es doch ganz auf die Menschheit zu verzichten, wo kein Mensch da keine Veränderung, oder doch????
Mein Vater sagte des öfteren "Nichts ist stetiger als der Wandel", er hatte die vermutlich größte Veränderung der Landwirtschaft (Geburtsjahr 1934) am eigenen Leib miterlebt, so eine Veränderung werden wir alle nicht mehr erleben (z.B. vom Drerschflegel zum Mähdrescher, vom verhungern bis zum Überfluß).
Und was ist das jetzt alles? wo wollen wir festhalten?
Der Mensch hat schon immer seine Umgebung verändert?
Wollen wir an der Zeit vor der Düngung festhalten? oder im Mittelalter? was war denn die "gute alte Zeit"?
eine Zeit von Entberungen und Mangel.

entschuldigt das ihr grad meinen Frust lesen müsst, aber mich kotzt diese ganze Diskussion immer mehr an und immer mehr werden wir, die eigentlich das Wichtigste auf der Welt erzeugen zum Spielball von Ideologen.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Euro-T am 10. Oktober 2017, 23:17:45
Seralini hat sich doch als Wissenschaftler völlig diskreditiert.
Dem darf man kein bisschen glauben.

Du nicht, ich nicht - bei Nobby bin ich mir noch nicht sicher...

Spielt aber keine Geige, der mainstream saugt alles nahezu unreflektiert auf.

Ich für meinen Teil hab aufgehört mich drüber aufzuregen und suche mir Alternativen.
Denke damit verbringe ich die Zeit sinnvoller und wenns doch nicht so kommt...- hab ich mir wenigstens Gedanken gemacht und kann je nach Situation mehrgleisig agieren.


Wie bei mir bist du dir nicht sicher?

Dochdoch, bei dir mit am Meisten!  ;)

Ich dachte eigentlich, das man uns und wir uns so lange kenn(t;en), das meine Aussage auch ohne Smilys richtig ankommt.

Ich gelobe, nicht mehr so viel zu denken.  ;D
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: NobbyNobbs am 10. Oktober 2017, 23:48:01
Dann dachte ich doch richtig! Aber grade weil der Smiley fehlte, machte mich das stutzig. Normalerweise wäre nämlich mal mindestens der:  ;D an dieser Stelle gekommen.
;D
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Frankenpower am 11. Oktober 2017, 11:46:02

http://www.br.de/nachrichten/unterfranken/inhalt/hassfurt-verbietet-glyphosat-100.html

...so wird es immer mehr kommen....teure Pacht bezahlen für Einschränkungen in der Bewirtschaftung....

...leider hat jeder Hunz und Kunz mehr Ahnung von Landwirtschaft als es die Bauern haben (zumindest denken es diese selbsternannten "Umweltschützer")...."Bauernstand"....das war mal...

Mit Jamaika wird die Landwirtschaft nach 4 Jahren ganz anders aussehen wie bisher.....so langsam sollte ich mich auch mit der Umstellung auf Bio beschäftigen, aber wenn es alle mit Bio machen...Was kommt dann als nächstes Bashing gegen die Landbewirtschaftung (vielleicht zu viel Feinstaub wegen staubende Bodenbearbeitung/Striegeln????  :irre:)?

Nicht mal eine Dürre (mit steigenden Preisen) wird uns helfen, denn wenn das Fressen dann teuer wird.....dann heisst es.....jetzt zocken uns die bösen Bauern ab.....egal wie, zu gewinnen (Wertschätzung) gibt es nichts mehr da....

....keine Ahnung wann der "Break Peak" der Landwirtschaft in der Öffenlichkeit war, jedenfalls gehts immer schneller nach unten.......
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Ruebe am 11. Oktober 2017, 13:09:19
das beschleunigt nun den Strukturwandel nochmal extrem ....
In spätestens 10, wahrscheinlich sogar 5 Jahren gehören Betriebe <100 ha und als Familienbetrieb geführt der Vergangenheit an.

Die "Groß" Betriebe ala KTG, Investoren etc scheren sich eine Kehrricht um iwelche gesetze und machen was sie wollen ... wenn es dann doch mal knallen sollte, kommt das Argument Arbeitsplätze .... Investorengeführt => niemand ist persönlich haftbar ... die, die noch persönlich haftend sind machen die Ökoterroristen mit Anklagen und Schadenersatzforderungen fertig ... die "Großen" freuen sich

Das was Roland (tuning-esel) neulich geschrieben ist näher als Ihr befürchtet
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Ruebe am 11. Oktober 2017, 13:37:54
Achso:
ein neues Feindbild haben die Ökos auch schon .... Private Tierhalter, im besonderen die Pferdehalter ....
Pferde sollen nur noch in Gruppen gehalten werden ..... mehr als zwei fallen unter die DVO, ... da ist iwas am Gären, hab ich nur am Rande mitbekommen
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Henrik am 11. Oktober 2017, 13:40:21
das beschleunigt nun den Strukturwandel nochmal extrem ....
In spätestens 10, wahrscheinlich sogar 5 Jahren gehören Betriebe <100 ha und als Familienbetrieb geführt der Vergangenheit an.

Die "Groß" Betriebe ala KTG, Investoren etc scheren sich eine Kehrricht um iwelche gesetze und machen was sie wollen ... wenn es dann doch mal knallen sollte, kommt das Argument Arbeitsplätze .... Investorengeführt => niemand ist persönlich haftbar ... die, die noch persönlich haftend sind machen die Ökoterroristen mit Anklagen und Schadenersatzforderungen fertig ... die "Großen" freuen sich

Das was Roland (tuning-esel) neulich geschrieben ist näher als Ihr befürchtet

Das schreibe ich ja schon länger, war doch abzusehen. Deshalb ja neulich auch mein Hinweis mit Verpachten, der keinesfalls böswillig etc. gmeint war.

Das  dicke Ende kommt dann doch bald mit den Prämien usw. die dann auch runter gehen. Habe für mich vor der Ernte ja überlegt was mir 2020 an Geld fehlen könnte, bin da mit Auflagen, Prämien runter usw. hier auf 300 € pro ha gekommen. Da haben mich nicht alle ernst genommen. Jahrelang war es nicht so schlimm wie gedacht, nun wird es schlimmer als gedacht. Leider!!! Wird man aber nicht ändern können.  >:( :(
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: klausg am 11. Oktober 2017, 14:43:50
Das Ziel ist, intensive Bewirtschaftung zurück zu drängen. Landwirtschaft ist ein Störfaktor im freien Naturgenuss und bei Outdoor Freizeitbeschäftigung. Die Versorgung kann auch leicht durch Importe gedeckt werden.
Nicht umsonst spenden die großen Konzerne alle recht grosszügig an die Bauern bashing NGOs. Da schlägt man gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe: Platz frei machen für die durch die eigenen Agrarabteilungen importierte Ware aus Kompensationsgeschäften, freie werdendes Land billig als Kapitalanlage einsacken und gleichzeitig geben die bösen Bauern dann auch weiter Flächen frei Gewerbe, Indstrie und Wohnbaugbebiete.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Ruebe am 11. Oktober 2017, 17:12:17
Klaus, dann sollen die das auch offen sagen ....

@Hendrik: tu nicht so arrogant .... auch deine Betriebsgröße steht in den nächsten Jahren zur Disposition weil alles zentral verwaltet wird .... denk an Fritz .... damit bekommt man jeden Betrieb kaputt
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Kai-Uwe am 11. Oktober 2017, 17:40:39
das beschleunigt nun den Strukturwandel nochmal extrem ....
In spätestens 10, wahrscheinlich sogar 5 Jahren gehören Betriebe <100 ha und als Familienbetrieb geführt der Vergangenheit an.

Die "Groß" Betriebe ala KTG, Investoren etc scheren sich eine Kehrricht um iwelche gesetze und machen was sie wollen ... wenn es dann doch mal knallen sollte, kommt das Argument Arbeitsplätze .... Investorengeführt => niemand ist persönlich haftbar ... die, die noch persönlich haftend sind machen die Ökoterroristen mit Anklagen und Schadenersatzforderungen fertig ... die "Großen" freuen sich

Das was Roland (tuning-esel) neulich geschrieben ist näher als Ihr befürchtet

Fake NEWS?  Gibt's was konkretes dazu irgendwo? Wer plant das?

Edit: hab falsches Zitat erwischt : ich nein die sache mit den Pferden von ruebe...
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: NobbyNobbs am 11. Oktober 2017, 21:19:53
Ou die können gerne die ganze Hobby-Pferdehaltung verbieten, ob unsinnig oder nicht. Dann wird die Offenstallbox/Gruppenhaltung hier gleich mal 200 % teurer.  8) 🤗🤗🤗
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: klausg am 11. Oktober 2017, 23:05:59
Klaus, dann sollen die das auch offen sagen ....

@Hendrik: tu nicht so arrogant .... auch deine Betriebsgröße steht in den nächsten Jahren zur Disposition weil alles zentral verwaltet wird .... denk an Fritz .... damit bekommt man jeden Betrieb kaputt

Die werden da mit Sicherheit nix offen sagen - da könnte ja sonst jemand eine Entschädigung wollen.
 In Holland gibts derzeit bis zu 500 000€, wenn einer seinen Schweinebetrieb stillegt und seine Produktionsrechte zurück gibt.
In D werden die Bauern solang drangsaliert, bis sie von selbst ohne Entschädigung hin schmeissen.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Ansgar am 12. Oktober 2017, 07:30:26
Vor allem wieder mal "bis zu 1,23 Nanogramm pro Milliliter".  ;D :rolleyes:

Annähernd 20.000 l Eiscreme müsste jeder Mensch mit 80 kg täglich verspeisen, um gesundheitlich bedenkliche Mengen an Glyphosat in seinem Körper anzureichern. Noch irgendwelche Fragen? >:( :boing:
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: guest176 am 12. Oktober 2017, 07:38:17
Vor allem wieder mal "bis zu 1,23 Nanogramm pro Milliliter".  ;D :rolleyes:

Annähernd 20.000 l Eiscreme müsste jeder Mensch mit 80 kg täglich verspeisen, um gesundheitlich bedenkliche Mengen an Glyphosat in seinem Körper anzureichern. Noch irgendwelche Fragen? >:( :boing:

wenn es denn wirklich glyphosat ist und kein ampa
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Felix am 12. Oktober 2017, 07:57:31
Vor allem wieder mal "bis zu 1,23 Nanogramm pro Milliliter".  ;D :rolleyes:

Annähernd 20.000 l Eiscreme müsste jeder Mensch mit 80 kg täglich verspeisen, um gesundheitlich bedenkliche Mengen an Glyphosat in seinem Körper anzureichern. Noch irgendwelche Fragen? >:( :boing:

wenn es denn wirklich glyphosat ist und kein ampa

Am besten noch von "Ben & Jerry´s" ... da biste eher Pleite als das du die Menge essen kannst  :bruell: :ironie:
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Ruebe am 12. Oktober 2017, 08:43:19
Zitat
die sache mit den Pferden von ruebe

... ich bin normalerweise niemand der auf "hat gehört" reagiert .... war allerdings vor zwei Wochen zu einem 60sten in einer Reithalle mit entsprechendem Publikum und da war Thema Nr1 Anzeige der PETA gegen einen Pferdehalter und Meldung der PETA an die LWK wegen Mist ..... wie gesagt, ist gehört, kenne die Infos nicht persönlich, da es aber den Abend DAS Thema war, steckt da sicher einiges an Wahrheit hinter

Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Settembrini am 12. Oktober 2017, 13:36:11
Ist interessant hier zu lesen !
http://www.theeuropean.de/edgar-ludwig-gaertner/12883-der-streit-um-glyphosat-geht-weiter
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Puszta am 12. Oktober 2017, 14:20:24
In diesem Zusammenhang empfehle ich die zugegebener Maßen doch recht trockene Lektüre der Auswertung der Kosultation zur jetzigen GAP.
https://ec.europa.eu/agriculture/sites/agriculture/files/consultations/cap-modernising/summary-public-consul.pdf

Spannend zum Threadthema ab Seite 109 bis 122.
Zusammenfassung: Mehr in Richtung Verringerung von PSM und Mineraldünger über die GAP und/oder Gesetzte und Verordnungen.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: guest176 am 13. Oktober 2017, 06:36:36
https://www.chiemgau24.de/chiemgau/traunstein/traunstein-ort29586/glyphosat-traunsteiner-landwirt-rueffel-molkerei-8766372.html

das hat inzwischen schon etwas von hexenjagd  >:( mal schauen  wie es weiter geht  :(
ich selbst bin gestern bei der aussaat auf einer gyphostierten weidelgrasfläche auf das  aller übelste von  einer spaziergängerin beschipft worden  :-X
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Ruebe am 13. Oktober 2017, 07:02:17


Beitragstext wegen völlig unpassenden Vergleichs gelöscht! Klaus
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Ruebe am 13. Oktober 2017, 08:16:34
Klaus, das Löschen ist eine Sauerei Sondergleichen ...

Wo liegt der Unterschied zwischen
Kauft nicht beim .... und ... kauft nicht beim Glyphosat Landwirt?

EDIT: genau so hat es angefangen ....
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Heico am 13. Oktober 2017, 08:24:43
Der letzte Absatz aus dem Bericht von chiemgau24.de:

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Das geht zu weit und gibt unweigerlich Ärger.



Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: sten am 13. Oktober 2017, 08:31:40
Klaus, das Löschen ist eine Sauerei Sondergleichen ...

Wo liegt der Unterschied zwischen
Kauft nicht beim .... und ... kauft nicht beim Glyphosat Landwirt?

EDIT: genau so hat es angefangen ....
Das Löschen war richtig. Mit solchen Vergleichen machst Du Deine eigenen Argumente unglaubwürdig.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Heico am 13. Oktober 2017, 08:32:27
Klaus, das Löschen ist eine Sauerei Sondergleichen ...

Wo liegt der Unterschied zwischen
Kauft nicht beim .... und ... kauft nicht beim Glyphosat Landwirt?

EDIT: genau so hat es angefangen ....

Es gibt große Unterschiede, nur du merkst sie nicht mehr und das Forum wird ruiniert.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: bayernfarmer am 13. Oktober 2017, 08:34:29
Der Blockwart siegt und freut sich über seine Wiedergeburt.
Bezieht sich auf den Aufruf werde leserreporter.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Ruebe am 13. Oktober 2017, 08:38:10
ich habe vor einem halben Jahr geschrieben das die LaWi unter dem Deckmantel der Umwelt enteigent werden wird .... wenn wir uns bayernfarmer ansehen treten diese Zustände früher als befürchtet ein ...

Bitte, wenn ich dieses Forum kaputt mache, erklärt mir bitte warum und wo der Unterschied in der Hetze liegt? zwischen ... (ihr wißt schon ...), Landwirts Hetze und ....
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: JueLue am 13. Oktober 2017, 10:51:15
Klaus, das Löschen ist eine Sauerei Sondergleichen ...

Wo liegt der Unterschied zwischen
Kauft nicht beim .... und ... kauft nicht beim Glyphosat Landwirt?

EDIT: genau so hat es angefangen ....
Das Löschen war richtig. Mit solchen Vergleichen machst Du Deine eigenen Argumente unglaubwürdig.

Zustimmung (zu sten)

JueLue
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Klaus am 13. Oktober 2017, 11:23:54
Klaus, das Löschen ist eine Sauerei Sondergleichen ...

Wo liegt der Unterschied zwischen
Kauft nicht beim .... und ... kauft nicht beim Glyphosat Landwirt?

EDIT: genau so hat es angefangen ....

Moin Bernd,

jetzt bleib mal ehrlich und komme nicht mit verdrehten Vergleichen!

Deinen Telefonanruf habe ich abgebrochen weil Du eh schon erregt warst und deine Stimme immer lauter wurde.
Sehe es bitte als Schutz vor dir selbst an, und anschreien lasse ich mich schon gar nicht.

@all
Bernd hatte, in seinem von mir gelöschten Text, die heutige Situation von uns Landwirten mit den damaligen Greueltaten aus der NS Zeit verglichen.
So etwas lassen wir nicht dauerhaft in diesem Forum stehen, denn entspricht nicht den Tatsachen!

Ich will damit aber nicht ausdrücken das unsere Lage rosig ist. Das was da abgeht ist sehr bedenklich, hat aber nichts, aber überhaupt nichts mit dem gemeinsam was hier in Deutschland vor gut 70 Jahren geschehen ist.
Wer das nicht einsehen mag, der darf sich gern eine andere Spielwiese suchen.

Viele Grüße
Klaus
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: BNT am 13. Oktober 2017, 12:06:20
Ja, es kommen eh immer die gleichen Vergleiche und dann noch diverse andere Verschwörungstheorien.
Das hilft uns hier aber nicht weiter.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Rohana am 13. Oktober 2017, 19:59:44
Das einzige was - möglicherweise - hilft, ist Aufklärung der Leute. Bloss ist die weder schnell geschehen noch *will* ein Grossteil der Bevölkerung von Bauern und/oder Wissenschaftlern etwas erklärt bekommen. Diese Barrieren in den Köpfen der Leute, die sind das eigentliche Problem, nicht Glyphosat hin oder her. Ohne Glyphosat gäbs halt das nächste "grosse Böse" auf dem Feld, wird sich schon was finden...
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: tuning Esel am 13. Oktober 2017, 20:40:30
https://www.bauernzeitung.ch/sda-archiv/2017/ip-suisse-verbietet-glyphosat/

 da bin ich auch drin.. so gehts .. schneller als man denkt
Ich habe Bernds Beitrag nicht gesehen, aber der vergleich wie vor 70 Jahren ist gar nich so daneben
Heute hat mir ein Landwirt gesagt das er die Tierschützer einlade, sie dürfen kommen wen sie wollen, unter 1 bedingung, er will auch den Hausschlüssel und Adresse von denen und er wirt dan bei innen auch genau schauen.. bis jetzt habe noch keiner angebissen... ;D
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: guest176 am 13. Oktober 2017, 20:49:06
https://www.bauernzeitung.ch/sda-archiv/2017/ip-suisse-verbietet-glyphosat/

 da bin ich auch drin.. so gehts .. schneller als man denkt
Ich habe Bernds Beitrag nicht gesehen, aber der vergleich wie vor 70 Jahren ist gar nich so daneben
Heute hat mir ein Landwirt gesagt das er die Tierschützer einlade, sie dürfen kommen wen sie wollen, unter 1 bedingung, er will auch den Hausschlüssel und Adresse von denen und er wirt dan bei innen auch genau schauen.. bis jetzt habe noch keiner angebissen... ;D

ist das ein landhandel bzw eine genossenschaft ?
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Ruebe am 13. Oktober 2017, 22:41:08
@Klaus: dreh mir nicht die Worte im Mund um .....wenn, dann beschreib es richtig
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: blumentopfbauer am 14. Oktober 2017, 09:08:27
Hallo

Erstens: Glyphosat ist in meinen Augen ein wichtiges Instrument, um Felder sauber zu halten.
Richtig eingesetzt erfüllt es eine sehr wichtige Aufgabe.

Ich kann aber auch die Skeptiker ein bisschen verstehen.
Vor meinem Hof hat sich folgendes abgespielt:
Es wurde im Herbst und im Frühjahr für Mais "gestripptilt", Vorfrucht Zuckerrüben, dann mit Glyphosat abgespritzt, Mais gesät, Mais mit Herbizide behandelt, geerntet, gemulcht, wieder mit Glyphosat behandelt, Weizen direkt gesät (Direktsaat, keine Bodenbewegung) und nun noch eine Herbstbehandlung mit Herbizid.
Der Acker war und ist nicht mit Unkraut gesegnet, sondern eigentlich von aussen sehr sauber. Es handelt sich auch nicht um ein Standort mit extremen Bodenverhältnissen (lehmiger Sand bis sandiger Lehm, eben, keine Steine).
Ich finde das ein bisschen überzogen. Und gerade in den Zeiten in denen wir wirtschaften müssen, nicht sehr hilfreich.

Natürlich wurde nicht mit dem "bösen" Pflug gearbeitet und nur minimal Boden bewegt, aber z.B. die Gülle (natürlich mit Schleppschlauch) und Mist wurde mehrmals einfach obendrauf gelegt in die pralle Sonne.

Das ist nur ein Beispiel, dass ich verfolgen konnte, aber wenn wir solches Gebahren an den Tag legen, nur um möglichst viel Beihilfen zu erhaschen und möglichst wenig Traktorstunden zu gebrauchen, dann kann man nur auf Kritiker warten.

Gruss

Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: guest176 am 14. Oktober 2017, 10:12:20
Hallo

Erstens: Glyphosat ist in meinen Augen ein wichtiges Instrument, um Felder sauber zu halten.
Richtig eingesetzt erfüllt es eine sehr wichtige Aufgabe.

Ich kann aber auch die Skeptiker ein bisschen verstehen.
Vor meinem Hof hat sich folgendes abgespielt:
Es wurde im Herbst und im Frühjahr für Mais "gestripptilt", Vorfrucht Zuckerrüben, dann mit Glyphosat abgespritzt, Mais gesät, Mais mit Herbizide behandelt, geerntet, gemulcht, wieder mit Glyphosat behandelt, Weizen direkt gesät (Direktsaat, keine Bodenbewegung) und nun noch eine Herbstbehandlung mit Herbizid.
Der Acker war und ist nicht mit Unkraut gesegnet, sondern eigentlich von aussen sehr sauber. Es handelt sich auch nicht um ein Standort mit extremen Bodenverhältnissen (lehmiger Sand bis sandiger Lehm, eben, keine Steine).
Ich finde das ein bisschen überzogen. Und gerade in den Zeiten in denen wir wirtschaften müssen, nicht sehr hilfreich.

Natürlich wurde nicht mit dem "bösen" Pflug gearbeitet und nur minimal Boden bewegt, aber z.B. die Gülle (natürlich mit Schleppschlauch) und Mist wurde mehrmals einfach obendrauf gelegt in die pralle Sonne.

Das ist nur ein Beispiel, dass ich verfolgen konnte, aber wenn wir solches Gebahren an den Tag legen, nur um möglichst viel Beihilfen zu erhaschen und möglichst wenig Traktorstunden zu gebrauchen, dann kann man nur auf Kritiker warten.

Gruss


warum eigent lich fast alles richtig gemacht bist auf die "fruchtfolge " , die gyphosatnwendung nach mais (oder war eine grasuntersaat im mais ?) und das bei kopfdüngung mit organischen dünger auf passenedes wetter geachtet werden muss .
ansonsten mache ich es genau so
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: blumentopfbauer am 14. Oktober 2017, 10:32:28
nein keine Untersaat. Wurde auf fast blanken Boden gespritzt. Ein Grubberstrich oder KSE oder sonst was flaches, und es wäre auch sauber vor und nach dem Mais.
Warum macht man das nicht? Würde doch der Rotte der Maisstängel auch zuträglich sein?
Es war diese Jahr auch nicht zu nass, das man das nicht machen konnte.

Zur org. Düngung: es verging Zeit, bis es einmal wieder Regnete. Der Schluffanteil im Boden sorgte für einen wasserabweisenden Deckel, da musste sich die Sonne ums abtrocknen der Gülle bemühen.

Das ist nur ein Beispiel, das ich sehen und verfolgen konnte. Verstanden hab ich es nicht.

Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: tuning Esel am 14. Oktober 2017, 11:59:24
Ip Suisse https://www.ipsuisse.ch/?lang=1&ResetCache=l

Ist ne Label Organisation von nem grossen Detailhändler https://www.migros.ch/de.html

Gibt bessere Preise dafür mehr Tierwohl und weniger Umweltbelastungen und "gesündere " Lebensmittel..
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Ruebe am 14. Oktober 2017, 14:07:45
Nochmal, dann halt mit anderem text

Ich habe kein problem mit Löschen, das habe ich schon mehrmals betont, wohl aber ein Problem mit Löschen und anschliessender Falschdarstellung des gelöschten Textes, also ich mag Verleumdungen nicht

Genau das, womit die Landwirtschaft zu kämpfen hat, machen die Landwirte schon untereinander
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: lilly am 19. Oktober 2017, 13:19:17
Auch wenn es nicht bindend ist, evtl. Richtungsweisend  :frage:

https://www.derstandard.de/story/2000066311811/glyphosat-eu-abgeordnete-wollen-zulassung-nur-fuer-drei-jahre
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: guest176 am 19. Oktober 2017, 13:46:47
Auch wenn es nicht bindend ist, evtl. Richtungsweisend  :frage:

https://www.derstandard.de/story/2000066311811/glyphosat-eu-abgeordnete-wollen-zulassung-nur-fuer-drei-jahre

danke das du mir den tag versaut hast !
 ;D :ironie:
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: tuning Esel am 19. Oktober 2017, 19:33:35
Aber zum Thema, was gibt es für alternativen?? ich meine jetzt mit welchen coktail  könnte man ne Wiese sauber bekommen zur Direksaat??
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Ruedi am 19. Oktober 2017, 19:44:31
Aber zum Thema, was gibt es für alternativen?? ich meine jetzt mit welchen coktail  könnte man ne Wiese sauber bekommen zur Direksaat??

Die anderen Gräsermittel aus dem Rüben und Rapsanbau


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Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: NobbyNobbs am 19. Oktober 2017, 20:09:23
Aber zum Thema, was gibt es für alternativen?? ich meine jetzt mit welchen coktail  könnte man ne Wiese sauber bekommen zur Direksaat??

Fast gar nicht, nur mit immensem Aufwand.
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: kitkat1975 am 20. Oktober 2017, 06:14:10
es ist nicht gewollt wiesern zur direktsaat sauber zu bekommen so begreift das doch endlich... :rolleyes:
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Ansgar am 22. Oktober 2017, 16:11:41
Mir schwillt schon wieder der Kamm! :wall:

https://www.topagrar.com/news/Acker-Agrarwetter-Ackernews-Bundesregierung-ringt-weiter-um-Glyphosat-8784101.html

Wie lange wollen die beiden darüber eigentlich noch debattieren? Ist es nicht an der Zeit, dass Mutti mal von ihrer Richtlinienkompetenz Gebrauch macht? Sie  ist es doch, die auf dem Bauerntag hat verlauten lassen, dass sich die Union für den Erhalt von Glyphosat innerhalb der EU stark machen will. Naja, wahrscheinlich alles nur wieder abgedroschene Phrasen und keine Eier in der Hose! :hmpf: (stimmt ja :rolleyes:)

https://de.reuters.com/article/eu-glyphosat-merkel-idDEKBN19J29B
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Kai-Uwe am 22. Oktober 2017, 18:26:19
Meine Meinung zum Thema: Glyphosat wird wegfallen. Es wird einfach zuviel (auch falsches) darüber berichtet. Das Verbot wird in Deutschland ein Geschenk von der CDU and die Grünen zur Jamaika Koalition....

Fakten zählen in unserer schnellen digitalen Welt nicht mehr viel.

Aber ich denke es wird in zukunft chemische Alternativen geben
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: aelbler am 24. Oktober 2017, 08:36:54
Heute in der Südwest-Presse

Paris : Befristete Zulassung von Glyphosat möglich
          Frankreich strebt Kompromiss für zb. drei Jahre an.


 Günter
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: BNT am 24. Oktober 2017, 09:50:38
Der Markt regelt das von alleine. ;)

http://www.br.de/nachrichten/molkerei-will-glyphosat-verbot-durchsetzen-100.html
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: Franzl am 24. Oktober 2017, 10:58:51
Der Markt regelt das von alleine. ;)

http://www.br.de/nachrichten/molkerei-will-glyphosat-verbot-durchsetzen-100.html



Diese ganze Geschichte zeigt doch nur noch einmal wieder, wie wenig Ahnung scheinbar sogar die Verantwortlichen in der Molkerei haben. Wie viel Zeit vergeht von der Glyphosat-Anwendung bis zum ersten Schnitt der neu angelegten Wiesen? Bis es soweit ist, findet man nix mehr von Glyphosat bzw. dessen Abbauprodukten.


Wenn Glyphosat verboten wird, dann aber bitte auch alle Importe aus Ländern, wo es noch erlaubt ist. Hier regt man sich schon auf, obwohl Glyphosat nur nach der Ernte bzw. vor der Saat zur Anwendung kommt und deswegen überhaupt nicht mit der Kulturpflanze in Kontakt kommt. Aber GVO-Importe, die zig mal mit Glyphosat geduscht werden, sind in Ordnung?  :boing: :boing: :boing:
Titel: Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
Beitrag von: farming.ch am 24. Oktober 2017, 11:05:05
Der Markt regelt das von alleine. ;)

http://www.br.de/nachrichten/molkerei-will-glyphosat-verbot-durchsetzen-100.html


Wenn Glyphosat verboten wird, dann aber bi