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  • #91 von nofear am 10 Nov 2021
  • Zitat
    Würde mich interessieren wie ihr das löst.
      Ich wollte früher die Blühflächen in die Fruchtfolge integrieren , aber das hab ich abgeblasen ( Phacelia im Raps , Sonnenblumen in Leguminosen - letztes Jahr waren da auch Sulfonylresistente dabei , wie ich in Soja feststellte ) . Die Blühbrachen kommen jetzt auf die schlechtesten Parzellen /Teilflächen des Betriebes und bleiben dort auch . Dabei soll das Ganze auch nicht zu zersplittert sein .
     Den Aufwuchs lasse ich überwintern - freut sich das Wild und im Frühjahr wird zweimal schwarz gemacht ( falsches Saatbett )und neu eingesät . Dies Jahr sind auf einer 8ha- Fläche dann jetzt die letzten Wochen die ersten 50 m am Feldweg die Sonnenblumenkörbe "abgeerntet" - brauchen einige Vogelfutter ......  wenn sie nicht zuhause verschimmeln .

    So haben die (Teil-)Flächen , wo im Trockenjahr nur 4 to Weizen wachsen , eine sinnvolle Verwendung .

    Streifen gibt es bei mir nur am Waldrand , wo es jagdlich auch Sinn macht und die Gewässergrasstreifen . Letztere haben den Vorteil , das etliche Mittel mit Randauflagen jetzt nicht mehr "beachtet" werden müssen . Ich denke z.B nur an das Diflufenikan im Getreide , wo ich sonst jeden Herbst eine Extraspritze gemacht habe . Das fällt jetzt weg  .

    gruss
    dirkk

    Exakt so läufts hier auch :daumen1:
  • #92 von Dresel am 10 Nov 2021
  • lässt die Insektenlarven in den Stängeln überwintern. Im kommenden Frühjahr werden wir flach Pflügen. Letztes Jahr nur Federzinkengrubber bzw. Scheibenegge. War im Bezug auf Quecke und Distel nicht optimal. Daher jetzt einmal Pflugfurche.

    Ich würde prinzipiell alles unterschreiben was du gesagt hast aber was bringt den Insektenlarven die Schonung vor Winter, wenn im Frühjahr der Pflug folgt?
  • #93 von Tim am 10 Nov 2021
  • So Projekt mit weiter Reihe in Getreide und untersaat .. oder eben Getreide mit Wildblumen, ohne Pflanzenschutz macht keiner von euch?


  • #94 von Farmer_Sam am 11 Nov 2021
  • Hallo,
    wir haben jetzt zwei Jahre die ehemaligen Stilllegungen (Grenning) und ein paar wertlose Waldränder (Nordrand) bzw. kleine Flächen zwischen Gebüschen im SABA (Saum und Bandstrukturen im Ackerbau) Programm. Läuft noch weitere 3 Jahre. Ich würde niemals rotieren oder eine Fruchtfolge mit Blühflächen machen. Sehe auch für die Natur eher einen Sinn, die Maßnahme an der gleichen Stelle zu lassen.  Wir machen es genau wie Dirkk. Über Winter bleibt alles stehen, bietet dem Niederwild Unterschlupf und lässt die Insektenlarven in den Stängeln überwintern. Im kommenden Frühjahr werden wir flach Pflügen. Letztes Jahr nur Federzinkengrubber bzw. Scheibenegge. War im Bezug auf Quecke und Distel nicht optimal. Daher jetzt einmal Pflugfurche.
    Das "Abernten" der Sonnenblumen ist hier auch normal. Der Immagegewinn für uns Bauern ist aber auch messbar (hörbar). Die Jäger sind viel freundlicher, da die Haupt- Risikoflächen jetzt wegfallen. Dann kann man ohne große Diskussionen auch die echten Schäden mit Ihnen abrechnen.
    Gewässerrandstreifen sind mit Gras eingesät und werden von den angrenzenden Viehbetrieben mit gemäht. Hatte genau die gleichen Gründe dafür wie Dirkk.
    Momentan kann man bei uns mit den Vergütungen auf schwachen Flächen (und günstiger Pacht) noch Geld verdienen. Bei Greening nur 50-100 € /ha, weil 380€/ha abgezogen werden.
    Was mich vor  3 Jahren dazu bewogen hat, war die Insekten-Diskussion in der Öffentlichkeit und der Umstand das die normalen Stillegungen im Sommer gemulcht werden müssen, wenn gleichzeitig die Getreideflächen geräumt werden und der Mais noch stehende nicht wirklich "insektenfreundlich" ist.   
    Gruß
    Markus

    Hast du einjähriges oder mehrjährige SABA?
  • #95 von Markus am 11 Nov 2021
  • Ich würde prinzipiell alles unterschreiben was du gesagt hast aber was bringt den Insektenlarven die Schonung vor Winter, wenn im Frühjahr der Pflug folgt?
    Ich gehe stark davon aus, dass bis Mitte April die Insekten geschlüpft sind...... Plane die Saat wieder um den 1. Mai

    Hatte mich für jährliche Neueinsaat entschieden, um Quecken und Distelkulturen nach dem zweiten Jahr zu vermeiden......
  • #96 von halbspaenner am 12 Nov 2021
  • Moin,
    war beim schnellen, oberflächligen Lesen nur auf "Streifen" fixiert. Diese Randstreifen werden in Niedersachsen bis jetzt mit dem Faktor 1,5 auf das sog. Greening angerechnet. Somit kann ich diese 5% Verpflichtung nahezu vollständig mit den Streifen erfüllen.
    Zusätzlich habe ich 10 ha Blühflächen auf kaum lohnenden Ackerflächen, mehr geht nicht, da 10 ha Obergrenze/Betrieb. Hierfür gibt es 700 €/ha plus "normale" Prämie, es muß aber jedes Jahr neu eingesät werden (BS 11). Die ersten 2 Jahre kann man mit viel Phantasie ;) noch von "Blühflächen" sprechen, dann gibts nur noch Disteln und Quecken. Über Winter bleiben die Flächen unberührt.
    Solche Sachen sollte man m.E. nur auf Flächen machen, die in absehbarer Zeit nicht mehr in Produktion genommen werden!
    Gruß, Rudolf   
     
  • #97 von Currywurst am 12 Nov 2021
  • Ich habe bisher nur Blühflächen auf Schlägen unter 1 ha. Die Laufen über das nieders. Agrarumweltprogramm. Ich darf einen Teil der Flächen im Herbst mulchen, der Rest muss bis Februar stehen bleiben. Anfangs habe ich alles stehen gelassen, seit ich mulche und vor allem im Frühjahr mehrfach mit Scheibenegge oder Grubber arbeite, halten sich Disteln und Blühmischungen die Waage, vorher waren die Disteln in Überzahl.
    Mal sehen was ich in Zukunft mache, ich habe jetzt an allen wasserführenden Gräben Platz für Blühstreifen oder Brache gelassen.
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