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Autor Thema: Mais- und Getreidetrocknung  (Gelesen 1837 mal)

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Heico

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Re: Mais- und Getreidetrocknung
« Antwort #15 am: 19. November 2021, 16:42:51 »

Am effizientesten sind geschlossene Systeme, wo die Luft entfeuchtet und Wärmepumpen genutzt werden, aber die sind so teuer, dass sie für einfache Erzeugnisse nicht in Frage kommen.
Für meine Teetrocknung habe mal nachgefragt. Fängt bei 600.000 € an.
Wir sind noch bei Erdgas. Ölbrenner waren zu störanfällig, Flüssiggastank war immer Freitag Mittag leer.
Der nächste Schritt ist die Luftentfeuchtung und Geld hat ja praktisch keinen Wert mehr. ;)
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Tim

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Re: Mais- und Getreidetrocknung
« Antwort #16 am: 19. November 2021, 18:08:41 »

Weil mich jetzt hier nicht dazwischen drängen , ist dirkk's Thema - trotzdem meine 5cent

Teuer an der Heutrocknung von agricompact war die Planung! Da hat halt das know how drin gesteckt - bauliche Ausführung war wenig kompliziert

Letztlich lief es darauf hinaus das über den Heizungsbauer/Sanitärbetrieb, der auch unsere Wärmeleitung gelegt hatte, ein Wärmetauscher mit 10 kw Gebläse gekauft wurde (~10.000€)

Im Bergeraum  haben wir, im Haufen, mais mit 28%TS getrocknet. Der Haufen musste dazu komplett umgesetzt werden - viel Steuern konnten wir nicht - Endergebnis war "staubtrocken und sehr warm"
Eine Charge von 70t ackerbohnen sind uns dabei auch mal an den Rändern hochgegangen (Schimmelpilze+schwarz) .. war unachtsamkeit ! ... aber halt auch nie wirklich etwas genaues,  das heutrocknen war zum schluss auch eher absicherung , die grünguttrocknung die da anfänglich jeder im kopf hat , geht so nicht -

Das war eben aber ein ansatz,  ich hatte immer das Gefühl,  wenn wir den Bereich des zu trocknenden Gutes in der Halle hätten isolieren können , damit die temperatur dort komplett höher ist wie im restlichen Raum - wäre das, gerade in den ersten Stunden besser gegangen.

War halt auch eine kernaussage von agricompact - kompletten trocknungsraum mit Trockengut zuerst aufheizen (ölbrenner - 70° Vorlauf) , dann auf 40° runter und die Luft zum Trockner zurückführen und trocknen.

Hatte daraufhin auch mit Kumpel gesprochen der meinte dass sie das auch gezielt so machen das Getreide wenn es viel ist Auf Haufen kippen und ins schwitzen kommen lassen , da es dann auch einfacher mit dem trocknen geht (wird dann natürlich umgesetzt!) ..  deswegen wundert mich das immer wenn so eine trocknung so "frei" steht ...
« Letzte Änderung: 19. November 2021, 21:03:36 von Tim »
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Meisteringenieur

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Re: Mais- und Getreidetrocknung
« Antwort #17 am: 19. November 2021, 19:42:47 »

wer ist der Hersteller von diesen Rührwerk ?

Diese Mischbalken halben bei uns auch manche auf den Abrollcontainern.
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DJ

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Re: Mais- und Getreidetrocknung
« Antwort #18 am: 20. November 2021, 06:10:39 »

Warum macht man eigentlich eine Riesentrocknungsbox, anstatt einen leistungsfähigen üblichen Trockner, der die gleiche Leistung hat?
Wie angegeben 140 t/6 Tage entspricht gut 20 t/Tag, das ist nun wirklich nur ein kleiner Trockner ...
(Ich mache auf Flachrost mit Rührwerk bei der angegebenen Feuchtigkeit 100 t/Tag - nur zur Info)

Zu Lasco: Hat Suuper Prospekte und suuper Marketing, ist aber vor allem eines: TEUER!

Meine schlechten Erfrahrungen mit der Fa. gerne per PN ;-)
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dirkk

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Re: Mais- und Getreidetrocknung
« Antwort #19 am: 20. November 2021, 07:52:18 »

Moin !

Ein Durchlauftrockner o.ä. braucht auch eine Infrastruktur , wie Vorratssilo , Trockensilo + Fördertechnik , damit das Ganze bei unseren betrieblichen Verhältnissen eingegliedert werden kann - das sprengt das Budget bei weitem ( Haben wir durchgerechnet )  . Fast das gleiche gilt für einen Silotrockner , der bei Mais auch nicht immer unproblematisch ist und mit Mais auch nur um 2 m hoch gefüllt werden dürfte .
 Hauptfrucht ist bislang immer noch der Weizen , der in den meisten Jahren zu 3/4 trocken rein kommt . Dafür lohnt es nicht , eine Trocknungsanlage mit Silos usw. aufzustellen . Und wir haben auch nicht vor ,Körnermais in Riesenmengen anzubauen ........  es sei denn , die Klimaentwicklung bringt uns dazu . Zusätzlich können wir die Hackschnitzel aus dem eigenen  Wald verwerten , für die es am Markt keinen vernünftigen Preis gibt .
Weiterhin haben wir für die Wohnhäuser seit 10 Jahren schon eine Hackschnitzelheizung anderen Fabrikates und Erfahrung damit , so daß wir eine Art Service für Öfen nicht mehr unbedingt brauchen ......

Der Mischbalken ist wirklich der von Wellenbrock !

gruss
dirkk
« Letzte Änderung: 20. November 2021, 07:58:13 von dirkk »
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DJ

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Re: Mais- und Getreidetrocknung
« Antwort #20 am: 21. November 2021, 05:53:27 »

Guten Morgen!

Ok. Bei großen Mengen und minimaler "Überfeuchtigkeit" macht das natürlich Sinn.

Ich mache ja hauptsächlich Produkte, die oft sehr feucht sind.
Gerade bei "teureren" Spezialkulturen, aber auch bei wirklich großen Feuchtigkeiten ist meiner Erfahrung nach wichtig, dass die Hautpfeuchtigkeit in relativ kurzer Zeit entzogen wird.
Sonst kriegt man Probleme mit Fäulnis-, Schimmel- oder sonstigen unerwünschten mikrobiellen Prozessen.
Geht entweder über höhere Temperaturen oder große Luftmengen.
Sofern man günstiges Heizmaterial (Hackschnitzel) verwenden kann und nicht viele Produkte - wie z.B. Saatgut - hat, die nur sehr niedriege Temperaturen vertragen, machen Luftentfeuchtungsanlagen auch nicht wirklich Sinn.
Meist zu kurze Einsatzzeiten, hohe Stromaufnahme, hohe Investitionskosten.

Gruß, DJ
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Tim

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Re: Mais- und Getreidetrocknung
« Antwort #21 am: 21. November 2021, 06:47:45 »

Warum wird eigentlich keine geothermie für sowas verwendet?
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Uli0815

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Re: Mais- und Getreidetrocknung
« Antwort #22 am: 21. November 2021, 11:24:22 »

Gibts noch andere Hersteller die Solche Hackgutofen bauen wie Landritherm / Lasco?
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Habe mir gerade Bauklötze und ein Dreirad bestellt, fange nochmal ganz von vorne an.