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Autor Thema: Rotopack Nachläufer  (Gelesen 11662 mal)

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Ceres

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Re: Rotopack Nachläufer
« Antwort #30 am: 19. März 2021, 09:29:19 »

Nach meinen Erfahrungen ist gegen Quecken kein Nachläufer der bessere Nachläufer.
Ich habe noch einen alten Doppelherzschargrubber (11 Zinken, 2,20m breit, ohne Nachläufer) den häng ich manchmal an um auf Feldern aussen rum eine Spur zu bearbeiten. Manchmal reicht eine Überfahrt zum richtigen Zeitpunkt. Die Quecken Rhizome werden in langen Stücken rausgerissen und nicht kleingemacht.
Das hat vor 40 Jahren schon so funktioniert in unserer Gegend und ich habe das vom Großvater so abgeschaut. In den 90er Jahren ist es immer mehr Mode geworden die Ränder mit Glyphosat zu behandeln. Das war aber auch nicht nachhaltig.

Hallo,

genau diese Erfahrung mit dem Gruber habe ich auch gemacht und das Jahrelang, es war ein Rabe 2,8 m gefederter Gruber mit 15 Doppelherzzinken aber mit Nachläufer
eine 2 reihige Spatenrollenegge in der Mitte geteilt.  Der hat die Schnüre von den Quecken herausgezogen und einfach aufgerollt, leider war es sehr mühsam die Walzen freizuschneiden.

https://www.landwirt.com/gebrauchte,2471603,Rabe-GRF-112.html

Gruß
Ceres
« Letzte Änderung: 19. März 2021, 09:34:00 von Ceres »
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Hugos

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Re: Rotopack Nachläufer
« Antwort #31 am: 19. März 2021, 22:04:13 »

Hallo,

ich bin ein richtiger Fan vom Pöttinger Rotopack geworden.
Wir fahren diesen Nachläufer schon so ungefähr 20 Jahre am Synkro Grupper. Zuerst Pöttinger Synkro 2600, dann Synkro S 2600 (verstärkt) und aktuell seit 2011 einen gebrauchten Landsberg/Pöttinger Synkro S 3000 Bj 2002.

Jedes Mal, wenn ein neuer (gebrauchter) Synkro auf den Hof kam, wurden als erstes die beiden Stachelwalzen des Rotopack umgedreht (im Gegensatz zur Auslieferung/Prospekt von Pöttinger), so das die Walzen "auf Griff" arbeiten. Und auf engsten Abstand montiert.

Wir sind seit 30 Jahren bei Bioland. Ich mache im Herbst nur Mulchsaat nach 2 bis 3maligem Grubberstrich: Kleegras, Zwischenfrüchte und Wintergetreide.
Wir arbeiten immer so flach wie möglich, egal ob Grupper oder Pflug, möglichst 10cm oder flacher.

Warum gefällt mir der Rotopack Nachläufer:
- er führt den Grupper gut. Es stimmt aber, daß wenn die Zinken des Rotopacks noch neu sind, er manchmal oben drüber "reitet", wenn der Boden zu trocken ist. Bei mir hat die Zinkenlänge aber mittlererweile von 16cm auf 11-12cm abgenommem, da ist es kein Problem mehr.
- er krümmelt sehr gut, die beiden Stachelwalzen laufen wegen größerem und kleinerem Durchmesser unterschiedlich schnell, zwischen den Walzen wird "richtig gearbeitet". Außerdem sind die Eggenzinken auf einer Walze kreisförmig aufgeschweißt, auf der anderen schneckenförmig.
- das Beste als Biobetrieb: die Stachelwalzen schütteln Unkrautpflanzen von der Erde frei und legen sie oben ab, so daß sie austrocken und bei mehrmaliger Grupperbearbeitung absterben, insbesondere auch die Wurzeln des Ampfers.
- nur ca. 400kg schwer

Nachteile:
- manchmal klemmen sich Steine zwischen die Walzen und dann wird Boden aufgeschoben.
- Bei Näße machen die Walzen relativ schnell dicht, aber da ist es dann eh zu naß und man macht besser keine Bodenbearbeitung...
- durch den kleinen Durchmesser der Walzenrohre laufen die Walzen ziemlich schnell, d.h. gut schmieren und ab und zu auch ein neues Lager.

Seit wir mit dem Synkro mit Rotopack arbeiten, haben wir kein Problem mehr mit Schnürgras/Quecken obwohl ich eigentlich mit der Kultiegge gar nicht mehr fahre.

OK, soweit von mir.

P.S.: ich will mir demnächst nochmal einen neuen Pendelrotopack kaufen, weil die Zinken wirklich solangsam sehr kurz werden. Außerdem hab ich vor ein paar Jahren auf der Agritechnica einen Pöttinger Außendienstler mal gefragt wieviele solche Walzen sie verkaufen. Da hat er gemeint, in ganz Deutschland ca. 9 Stück pro Jahr. Da hab ich Angst, daß sie die Walze irgendwann gar nicht mehr produzieren;)
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AgrariaBavaria

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Re: Rotopack Nachläufer
« Antwort #32 am: 09. April 2021, 11:40:04 »

Oder vielleicht erlebt dieser Nachläufer wieder eine Renaissance..wenn ich mir da die Stachelwalze von Kerner dagegen anschaue, ist der Rotopack ja schon ein wenig einsatzsicherer...
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JM

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Re: Rotopack Nachläufer
« Antwort #33 am: 09. April 2021, 13:44:40 »

Hallo,

ich bin ein richtiger Fan vom Pöttinger Rotopack geworden.
Wir fahren diesen Nachläufer schon so ungefähr 20 Jahre am Synkro Grupper. Zuerst Pöttinger Synkro 2600, dann Synkro S 2600 (verstärkt) und aktuell seit 2011 einen gebrauchten Landsberg/Pöttinger Synkro S 3000 Bj 2002.

Jedes Mal, wenn ein neuer (gebrauchter) Synkro auf den Hof kam, wurden als erstes die beiden Stachelwalzen des Rotopack umgedreht (im Gegensatz zur Auslieferung/Prospekt von Pöttinger), so das die Walzen "auf Griff" arbeiten. Und auf engsten Abstand montiert.

Wir sind seit 30 Jahren bei Bioland. Ich mache im Herbst nur Mulchsaat nach 2 bis 3maligem Grubberstrich: Kleegras, Zwischenfrüchte und Wintergetreide.
Wir arbeiten immer so flach wie möglich, egal ob Grupper oder Pflug, möglichst 10cm oder flacher.

Warum gefällt mir der Rotopack Nachläufer:
- er führt den Grupper gut. Es stimmt aber, daß wenn die Zinken des Rotopacks noch neu sind, er manchmal oben drüber "reitet", wenn der Boden zu trocken ist. Bei mir hat die Zinkenlänge aber mittlererweile von 16cm auf 11-12cm abgenommem, da ist es kein Problem mehr.
- er krümmelt sehr gut, die beiden Stachelwalzen laufen wegen größerem und kleinerem Durchmesser unterschiedlich schnell, zwischen den Walzen wird "richtig gearbeitet". Außerdem sind die Eggenzinken auf einer Walze kreisförmig aufgeschweißt, auf der anderen schneckenförmig.
- das Beste als Biobetrieb: die Stachelwalzen schütteln Unkrautpflanzen von der Erde frei und legen sie oben ab, so daß sie austrocken und bei mehrmaliger Grupperbearbeitung absterben, insbesondere auch die Wurzeln des Ampfers.
- nur ca. 400kg schwer

Nachteile:
- manchmal klemmen sich Steine zwischen die Walzen und dann wird Boden aufgeschoben.
- Bei Näße machen die Walzen relativ schnell dicht, aber da ist es dann eh zu naß und man macht besser keine Bodenbearbeitung...
- durch den kleinen Durchmesser der Walzenrohre laufen die Walzen ziemlich schnell, d.h. gut schmieren und ab und zu auch ein neues Lager.

Seit wir mit dem Synkro mit Rotopack arbeiten, haben wir kein Problem mehr mit Schnürgras/Quecken obwohl ich eigentlich mit der Kultiegge gar nicht mehr fahre.

OK, soweit von mir.

P.S.: ich will mir demnächst nochmal einen neuen Pendelrotopack kaufen, weil die Zinken wirklich solangsam sehr kurz werden. Außerdem hab ich vor ein paar Jahren auf der Agritechnica einen Pöttinger Außendienstler mal gefragt wieviele solche Walzen sie verkaufen. Da hat er gemeint, in ganz Deutschland ca. 9 Stück pro Jahr. Da hab ich Angst, daß sie die Walze irgendwann gar nicht mehr produzieren;)

Arbeitet ihr nur mit dem syncro oder pflügt ihr die Flächen auch einmal im Jahr? 
Ich hatte auch schon mit dem Gedanken gespielt meinen flachgrubber damit nachzurüsten,  denn ich habe hier noch einen  neuwertigen 3m  Pendelrotopack auf dem Hof stehen  , aber einen gleichwertigen in 3m zu bekommen ist nicht so einfach , auch das teilen wäre sehr aufwändig  .
mein grubber hat 6m und ist dreiteilig , was bedeutet das ich die beiden seitlichen Felder jeweils nach hinten versetzen müsste um flächig arbeiten zu können , dann kann ich aber mein zugmaul nicht mehr nutzen um die walze anzuhängen wenn wir mit dem grubber zwischenfrüchte direkt in die stoppel säen .
Deshalb habe ich den Gedanken wieder verworfen .....
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Ruebe

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Re: Rotopack Nachläufer
« Antwort #34 am: 10. April 2021, 08:02:50 »

Wer so ne Sternwalze in neu, mit verschiedenen Durchmessern, pendelnd etc haben will, sollte mal bei Wallner schauen ...

https://wallner-maschinen.de/nachlaufgeraete/
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Hugos

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Re: Rotopack Nachläufer
« Antwort #35 am: 24. November 2021, 20:56:54 »

Wir pflügen die Kleegrasflächen, die umgebrochen werden sollen, Ende Oktober zur Saat von Winterweizen.
Im Frühjahr, Ende Februar/März, pflügen wir die Zwischenfruchtbestände, wenn der Boden nicht mehr zu naß ist. Und säen dann sofort die Sommerfrüchte direkt in die Pflugfurche ohne weitere Bodenbearbeitung, um das Wasser zu halten.
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