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Autor Thema: Johnson Bioreaktor  (Gelesen 944 mal)

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Nobbi

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Johnson Bioreaktor
« am: 10. Juni 2021, 18:24:15 »

Ich interessiere mich für Johnson Bioreaktoren. Leider sind Informationen dazu im Netz relativ spärlich.
Hat hier schon jeman damit Erfahrungen gesammelt?
Wäre es denkbar, sowas auch "in Groß" - etwa in einem Fahrsilo - aufzuziehen?
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Rohana

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Re: Johnson Bioreaktor
« Antwort #1 am: 10. Juni 2021, 19:55:39 »

Meinst du dieses Teil? https://www.csuchico.edu/regenerativeagriculture/_assets/documents/johnson-su-bioreactor.pdf

Bestimmt kann man das in der Grösse variieren, aber der Bau-Aufwand ist halt dementsprechend  :o
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Panta rhei

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Re: Johnson Bioreaktor
« Antwort #2 am: 10. Juni 2021, 20:06:24 »

Das kann man kaum in der Größe verändern, sonst  stimmen die Abstände der luftführenden Kanäle nicht mehr.
Wenn das nicht passt, entstehen anaerobe Zonen und das ist bei dem System kontraproduktiv.
Wieso sollte man es verändern?
Das System ist ja nicht gedacht, 1.000t im Jahr zu verarbeiten.
Ein, zwei oder drei Chargen reichen um Komposttee in gewaltigen Mengen zu produzieren.
« Letzte Änderung: 11. Juni 2021, 06:34:05 von Panta rhei »
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Es sind nicht die schlechten Jahre, die uns Probleme bereiten, es sind die falschen Entscheidungen in den guten Jahren!
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AgrariaBavaria

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Re: Johnson Bioreaktor
« Antwort #3 am: 11. Juni 2021, 08:43:18 »

Solche Biomeiler interessieren mich schon lange- besonders jedes Jahr im Herbst, wenn ich bei mir die Heizung anschmeissen muss um eine
warme Bude zu haben. Dann gehe ich aus dem Haus und sehe unseren Energie(mist)haufen, der mit seinen 60 Grad Temperatur vor sich hin dampft.
Aber ich habe keinerlei Plan, wie man ein kontinuierliches System mit einigermaßen vorhandenem Wirkungsgrad - also ohne viel Beschicken und Entleeren und den damit
verbundenen Stillstands und Anlaufzeiten realisieren könnte.
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Rohana

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Re: Johnson Bioreaktor
« Antwort #4 am: 11. Juni 2021, 08:46:10 »

Das kann man kaum in der Größe verändern, sonst  stimmen die Abstände der luftführenden Kanäle nicht mehr.
Deshalb meine ich ja, dass man es bestimmt in grösser machen kann, aber mit krassem Aufwand um eben diese Abstände einzuhalten. Mir erschliesst sich ebenfalls der Sinn eines grösseren Baus nicht.
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Nobbi

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Re: Johnson Bioreaktor
« Antwort #5 am: 11. Juni 2021, 10:14:23 »

Das kann man kaum in der Größe verändern, sonst  stimmen die Abstände der luftführenden Kanäle nicht mehr.
Deshalb meine ich ja, dass man es bestimmt in grösser machen kann, aber mit krassem Aufwand um eben diese Abstände einzuhalten. Mir erschliesst sich ebenfalls der Sinn eines grösseren Baus nicht.
Naja, ich hab was gehört, dass man am besten ca. 500kg pro Hektar des fertigen Substrates ausbringen sollte. Da muss ich zwangsläufig ein wenig "größer" denken.
Oder habe ich den Sinn von dem Ganzen noch nicht richitg erfasst? Gibt es da irgendwelche Homepages, die sich mit dem Thema befassen (am besten auf deutsch)?  Ich finde das so spannend.
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tomtex

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Re: Johnson Bioreaktor
« Antwort #6 am: 13. Juni 2021, 21:49:36 »

Das kann man kaum in der Größe verändern, sonst  stimmen die Abstände der luftführenden Kanäle nicht mehr.
Deshalb meine ich ja, dass man es bestimmt in grösser machen kann, aber mit krassem Aufwand um eben diese Abstände einzuhalten. Mir erschliesst sich ebenfalls der Sinn eines grösseren Baus nicht.
Naja, ich hab was gehört, dass man am besten ca. 500kg pro Hektar des fertigen Substrates ausbringen sollte. Da muss ich zwangsläufig ein wenig "größer" denken.
Oder habe ich den Sinn von dem Ganzen noch nicht richitg erfasst? Gibt es da irgendwelche Homepages, die sich mit dem Thema befassen (am besten auf deutsch)?  Ich finde das so spannend.
die 4-500kg/ha ist wenn ich mich richtig erinnere eine eher zufällige Zahl die in einem Versuch von David Johnson zustande kam. Er hatte X kg Kompost für Y Fläche und hat einfach verteilt. In größeren Versuchen haben sie ca 2-2,5l/ha Kompostextrakt bei der Saat injiziert. Es geht weniger um die Menge als um die Qualität, den Boden mit (pilzdominiertem) Mikrobiom zu "impfen" ist das Ziel. In einem seiner Vorträge ist er nicht viel auf seine Kompostierungsmethode eingegangen sondern hat immer wieder betont dass die Biodiversität und das Mikroleben und da das Verhältnis von Pilzen zu Bakterien entscheiden sind. Ein einmaliger Input scheint zu genügen solange man das System nicht wieder mit Bearbeitung und anderen Inputs zerstört.

Für großflächige Anwendung von Kompostextrakt sind wohl Ian und Dianne Haggerty in Australien und Axten Farms in Kanada gute Inspiration. Was man allerdings dann mit dem Rest vom anfallenden Festmist macht, irgendwie muss man den ja auch in eine brauchbare Form kompostiert bekommen?
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