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Autor Thema: Hackschnitzelheizung, Hargassner <:> KWB Multifire  (Gelesen 3045 mal)

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anrho

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Hackschnitzelheizung, Hargassner <:> KWB Multifire
« am: 18. Januar 2021, 22:48:54 »

Moin,

hat jemand Erfahrung mit den oben genannten Anlagen (50kw)?
Beide Anlagen können ja im laufenden Betrieb entaschen.
Bei Hargassner habe ich einige Male von Stabilitätsproblemen an der Austragung gelesen, was aber angeblich bei den aktuellen Anlagen verbessert wurde.
An der KWB finde ich das System mit dem Raupenbrenner genial, allerdings bereiten mir die vielen beweglichen Teile im Brennraum etwas Sorgen.

Gruß
Andreas
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Rainman

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Re: Hackschnitzelheizung, Hargassner <:> KWB Multifire
« Antwort #1 am: 19. Januar 2021, 08:35:36 »

Hallo Andi,

habe seit drei Jahren den KWB mit 50 kw und Zwischenbehälter, noch ohne Rauchgasfilter.
Gut gefällt mir der Zwischenbehälter, da dann die Austragung aus dem Bunker nicht jedes Mal beim Beschicken der Brennkammer mit anläuft.
Die Umwälzpumpe in der Heizung wurde schon zweimal getauscht, ist eine Wilo, Ursache für Funktionsausfall nicht bekannt.
Das Teil macht, was es soll, würde aktuell wieder kaufen. Langzeiterfahrungen mit dem Raupenbrenner kann es ja noch nicht geben.

Viele Grüße

Markus
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John Deere 7830

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Re: Hackschnitzelheizung, Hargassner <:> KWB Multifire
« Antwort #2 am: 19. Januar 2021, 08:38:44 »

Ich habe eine KWB Multifire. Die läuft jetzt den neunten Winter und ist somit noch die alte Version (der Raupenbrenner kam erst 1 oder 2 Jahre später). Hat für mich auch zu viele bewegliche Teile und Verschleißteile die spätestens nach dem zweiten Winter getauscht werden müssen. Ich bin da immer wieder erstaunt, aber laut zwei unabhängigen Kundendienstlern ist das tatsächlich normal.
In der Verwandtschaft läuft eine 50kw (ich hab 25kw) die hat diese Probleme nicht.
Wenn ich mit Leuten rede die andere Marken (Hargassner, Fröhling, eta) haben, haben die bei weitem nicht so viel Wartungsaufwand wie ich bei der kwb.
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Nur wer seinen eigenen Weg geht, kann Spuren hinterlassen.

whoknows

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Re: Hackschnitzelheizung, Hargassner <:> KWB Multifire
« Antwort #3 am: 19. Januar 2021, 09:13:20 »

Meine Eltern haben seit 2009 eine Hargassner, ich glaube 25 kW, da bis jetzt noch nichts defekt.
Der Zwischenbehälter vom KWB hätte mir gut gefallen, aber platzmäßig hat die Hargassner besser gepasst.
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klausg

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Re: Hackschnitzelheizung, Hargassner <:> KWB Multifire
« Antwort #4 am: 19. Januar 2021, 11:40:41 »

Mit diesem Raupenbrenner wäre ich vorsichtig - wenn mal Hackschnitzel mit hohem Rindenanteil oder eben Brennstoff mit niedrigem Ascheschmelzpunkt verbrannt werden, wird das  Teil den Löffel abgeben. Wir haben aktuell einen Heizomat RHK AK in 50 kw. Da geht auch mal Getreide- oder Rapsabputz mit durch. Ohne Probleme. Robuste Technik ohne Schnick Schack. Außer einem Rauchgasgebläse wurde da noch  nix getauscht. Läuft jetzt seit 2010. Hargassner oder KWB waren mir zu Filigran. ETA war bei mir auch noch in der engeren Wahl.
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wollomo

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Re: Hackschnitzelheizung, Hargassner <:> KWB Multifire
« Antwort #5 am: 19. Januar 2021, 12:50:10 »

Wir haben eine 120kw Hargassner, ist normal der gleiche wie der potentielle 50kw Kessel. Das Teil läuft sehr viel aber auch sehr zuverlässig. Wir haben einen Wartungsvertrag (ca. 200€/Jahr), ansonsten wird nichts daran gemacht außer die Asche entleert. Ab und zu hat man mal einen Spreizel der sich in der Zuführung einklemmt, das ist aber eben "normal". Ansonsten ist die Heizung wirklich robust und störungsunanfällig.
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Limpurger

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Re: Hackschnitzelheizung, Hargassner <:> KWB Multifire
« Antwort #6 am: 19. Januar 2021, 13:32:04 »

Habe keinen der beiden - warum? Zu KWB: Alles was sich im Glutbett befindet/bewegt unterliegt einer höheren thermischen Belastung --> ist potentiell verschleißgefährdeter! Von den Hargassner-Anlagen waren damals Probleme bei der Austragung bekannt, also auch kein "Will-haben-Faktor". Darum kamen beide nicht in die engere Auswahl. Wenn Du mit keinem der beiden "verheiratet" bist wäre es eventuell angebracht mal über den Tellerrand zu schauen. Beim KWB gibt es noch immer viele Teile im Glutbett, und ob beim Hargassner heute die Stabilitätsprobleme ausgestanden sind kann ich nicht beurteilen. Aber es gibt eben auch Anlagen ohne eine derart belastete Technologie oder Historie. Warum dann nur diese zwei vorbelasteten Hersteller in der engeren Auswahl? Mache hier keine Werbung für den Hersteller meiner Anlage, von Ausssagen "meine ist die beste" halte ich grundsätzlich nichts. Sehe das ganze eher neutral so daß die Farbe eigentlich keine Rolle spielt. Aber wenn dann nur diese 2 vorbelasteten Anbieter zur Auswahl stehen verweise ich doch gerne auf die zahlreichen Marktbegleiter ohne derartiges Erbgut. Aber ist deine Entscheidung, viel Glück.
Gruß, der Limpurger
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anrho

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Re: Hackschnitzelheizung, Hargassner <:> KWB Multifire
« Antwort #7 am: 19. Januar 2021, 14:25:54 »

Danke für die vielen schnellen Antworten!

-Scheint ja als könne ich mit der Hargassner nicht soo viel falsch machen, abgesehen von der Unsicherheit ob die Austragung heute wirklich stabiler ist...

Wie gesagt habe ich mit der Haltbarkeit des  Raupenbrenners auch meine Bedenken, allerdings soll er ja theoretisch gerade auch Schlacke brechen und problematische Brennstoffe gut verarbeiten können.
-Ähnlich wie der Stufenrost von Guntamatic, welcher auch bewegliche Teile hat, aber nachweislich trotzdem sehr gut und dauerhaft arbeitet. Den Kessel finde ich auch interessant, das Problem ist nur dass ich hier keinen Heizungsbauer finde der die Anlagen einbauen will. Und wenn ich einen dazu schon quasi nötigen muss, finde ich das nicht die beste Voraussetzung. Daher meine Fixierung auf die beiden oben genannten, da habe ich Heizungsbauer für, bzw der Hersteller.
Für Herz Heizungen scheint es hingegen noch einen Monteur hier in der Gegend zu geben, womit ich aber noch keinen Kontakt hatte, -falls zu dem Kessel noch jemand was sagen kann...
Gibt es denn ansonsten noch Hersteller mit denen ich mich Eurer Meinung nach unbedingt befassen sollte? -Limpurger...?
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Hein

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Re: Hackschnitzelheizung, Hargassner <:> KWB Multifire
« Antwort #8 am: 19. Januar 2021, 14:39:53 »

Auch ich hatte hier keinen Heizungsbauer, der mein Fabrikat führt. Eingebaut und angeschlossen hat er die Anlage dennoch, auch unter erschwerten Bedingungen.(Es war Anfang Winter, die alte Heizung hatte einen Schaden, der Umbau musste zügig vonstatten gehen.) Allerdings gab er mir schon vorher zu verstehen, dass er keine speziellen Ersatzteile hat und nur Reparaturen mit Standart teilen machen kann.
Der Verkäufer meinte später, dass er nur selten eine so gute Einbauarbeit sieht. (Ist eine Heizung von AlaTalkkari)
Wir haben die Anlage nun 8 Jahre drin und kaum Schwierigkeiten damit. Geheizt haben wir gepresste Späne, Getreidereste,  getrocknete Kirschkerne, Industriepellets und auch Hackschnitzel.
Speziell bei Getreide sollte ein 'besseres' Abgasrohr verwendet werden, wir haben V4A mit Beschichtung gewählt.

Um es mal ganz deutlich zu sagen : einbauen kann dir das der Heizungsbauer deiner Wahl, ist keine Raketentechnik.
« Letzte Änderung: 19. Januar 2021, 14:51:11 von Hein »
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Schorsch

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Re: Hackschnitzelheizung, Hargassner <:> KWB Multifire
« Antwort #9 am: 19. Januar 2021, 14:42:50 »

Hast du vor, besonders Schlacke-bildendes Heizgut zu verfeuern? Wenn nicht, dann funktionieren doch die gängigen Anlagen einwandfrei.

Es kommt viel mehr darauf an, dass du vor Ort einen Heizungsbauer hast, der sich mit seinem Fabrikat auskennt und gängige Teile lagernd hat. Eine Heizungsanlage muss bei Störungen auch am Wochenende kurzfristig in Gang gebracht werden.
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Limpurger

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Re: Hackschnitzelheizung, Hargassner <:> KWB Multifire
« Antwort #10 am: 19. Januar 2021, 17:58:16 »

Die Erfahrung deiner Heizungsbauer mit den jeweiligen Fabrikaten dürfte sich auf die Bedienoberfläche der Steuerung des jeweiligen Herstellers begrenzen! Um hier wirklich aktiv auf die Einstellparameter zu nehmen bedarf es schon sehr viel Erfahrung mit der Anlagentype, die haben die Heizungsbauer idR. aber aufgrund der geringen Stückzahlen nicht. Da rufen die dann auch beim Hersteller an, das kannst Du bei Bedraf aber auch selbst. Zu den Herstellern: Guntamatic hast du schon selbst ins Spiel gebracht, interessanter Kessel mit dem Treppenrost der wirklich funktioniert! Marktführer bei Biomasseheizungen soll ja Fröling sein, deren aktueller Kessel unterscheidet sich nur wenig zu dem von ETA (Firmengründer waren einstmals Mitarbeiter bei Fröling). Diese beiden haben wohl den größten Verbreitungsgrad. Dann gibt es noch Hersteller wie Biokompakt/Gerlinger, Heizomat, Sommerauer&Lindner und HDG, die eher aus dem Anlagen- oder Maschinenbau kommen. Nur aus der Hüfte geschossen ohne jede Wertung oder Anspruch auf Vollständigkeit. Bei Interesse einfach mal in die Positiv-Liste der aktuellen Biomasseförderung schauen, hier sind die gängigen und förderfähigen Anlagen aufgelistet. In der Regel liefern die Hersteller die Anlagen und bauen diese auch auf/ein, Bunker usw. ist deine Baustelle bzw. muß bauseits erfolgen. Zumindest habe ich noch keinen Heizungsbauer einen Bunker bauen sehen. Dein Heizungsbauer muß die  montierte Anlage nur noch hydraulisch (heizwassertechnisch) nach vom Anlagenhersteller vorgegebenen Schema anschließen und in seiner Verrohrung die notwendigen Sensoranschlüße vorsehen. Die Steuerung ist kpl. im Kessel integriert, diese benötigt nur einen Netzanschluß. Die erforderlichen Sensoren sind in der Regel im Lieferumfang der HS-Anlage dabei, ein Raumbediengerät für die Wohnung kann ggf. optional erworben werden. Die meisten Hersteller bieten eine Fernüberwachung der Anlage über das Internet an, dazu muß die Anlage mit dem Internet-Router gekopplet werden. Ist alles kein Hexenwerk, das bekommen der Hauselektriker und Heizungsbauer heute gebacken. Im Zweifelsfall kann er ja jederzeit beim Anlagenhersteller rückfragen! Für den Heizungsbauer muß es egal sein ob er eine rote, gelbe oder grüne Kiste anschließt, das technische Angebot wird von den Werksvertretern ausgearbeitet und verantwortet und ist daher für den Installateur nur ein durchlaufender Posten. Spezifische Ersatzteile haben die wenigsten im Lager liegen, im Fall des Falles kommt dann eh der Werkskundendienst bzw. sind die gängigen Ersatzteile beim Großhändler lagernd. So zumindest meine Erfahrung. Grundsätzlich würde ich mir von den für mich aus technischen Gründen in Frage kommenden Anlagen von den Herstellern 2 Referenzadressen (1 ist keine) geben lassen und diese vor Ort anschauen. Da kannst du dann neben Erfahungen mit den einzelnen Fabrikaten auch sehr viel Anregungen zur baulichen Integration und diversen Detaillösungen mitnehmen. Ist aktuell vielleicht etwas schwierig aber auch das sollte kein Problem sein. Zahlt sich nach meinen Erfahrungen aber aus!
Gruß, der Limpurger
PS: Bin mit meinem Anlagenhersteller zufrieden, könnte aber genausogut eine andere Farbe haben! Daher keine Werbung an dieser Stelle.
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Kleiner

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Re: Hackschnitzelheizung, Hargassner <:> KWB Multifire
« Antwort #11 am: 20. Januar 2021, 09:32:08 »

Hallo,
Ich beschäftige mich auch mit einem Tausch meiner Hackschnitzelheizung.
Die Angebote, die ich bis jetzt in Händen halte ist meist die Aufstellung und Inbetriebnahme durch den Hersteller abgedeckt. Der Installateur ist für die hydraulische Anbindung zuständig.
Aber, natürlich kann ein Installateur auch die gesamte Anlage aufstellen und auch in Betrieb nehmen.
 
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Schorsch

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Re: Hackschnitzelheizung, Hargassner <:> KWB Multifire
« Antwort #12 am: 20. Januar 2021, 09:45:54 »

Um hier wirklich aktiv auf die Einstellparameter zu nehmen bedarf es schon sehr viel Erfahrung mit der Anlagentype, die haben die Heizungsbauer idR. aber aufgrund der geringen Stückzahlen nicht. Da rufen die dann auch beim Hersteller an, das kannst Du bei Bedraf aber auch selbst.

Du brauchst dauerhaft einen durchgehend verfügbaren Vor-Ort-Service, nicht für die Optimierung von Einstellungen, sondern bei Störungen bzw. schadhaften Komponenten. Mir ist es lieber, mich nicht ausschließlich auf einen überregionalen Herstellerservice zu verlassen, sondern zusätzlich einen Fabrikats-kundigen Betrieb vor Ort zu haben.
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Limpurger

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Re: Hackschnitzelheizung, Hargassner <:> KWB Multifire
« Antwort #13 am: 20. Januar 2021, 11:18:55 »

Du brauchst dauerhaft einen durchgehend verfügbaren Vor-Ort-Service, nicht für die Optimierung von Einstellungen, sondern bei Störungen bzw. schadhaften Komponenten. Mir ist es lieber, mich nicht ausschließlich auf einen überregionalen Herstellerservice zu verlassen, sondern zusätzlich einen Fabrikats-kundigen Betrieb vor Ort zu haben.
Genau da liegt das Problem: Wie viele HS-Anlagen hat denn der einzelne Monteur beim Installateur schon gesehen? Warum werden die Anlagen idR. vom Hersteller geplant und installiert? Wenn es darum geht eine Gastherme oder einen Ölkessel zu installieren haben die Monteure bestimmt Routine, das ist bei denen Tagesgeschäft bzw. laufen in entsprechender Stückzahl daß sich hier auch Produktschulungen für den Installateur rechnen. Bei den Pelletanlagen kommen mittlerweile auch entsprechende Stückzahlen zusammen, mit den stark wechselnden Qualitäten der genormten (!) Pellets haben aber viele Anlagen Probleme die der Installateur dann ohne die Unterstützung des Herstellers nicht wirksam abstellen kann. Bei den HS-Anlagen sind wir davon aber sehr weit entfernt, die Anlagen sind schon aufgrund der verschiedensten Installationsorte, unterschiedlichsten Brennstoffqualitäten und anderer Faktoren weit komplexer. Da ist mir dann ein Heizungsbauer der offen sagt er macht die Hydraulik, den Anlagenservice und Reparaturen soll der Hersteller machen lieber als der allwissende der dann mit Halbwissen zuwerke geht und im Endeffekt nur eine Verschlimmbesserung im Ergebnis vorweist. Es gibt wenige Heizungsbauer die HS-Anlagen in nennenswerter Stückzahl im Kundenkreis haben. Sicher gibt es auch ganz gute Installateure, wenn man einen solchen hat kann man sich glücklich schätzen. Aber die Historie zeigt eben dass da oftmals schon die Einbindung eines Puffers beim Stückholzkessel trotz vorliegendem Schema des Kesselherstellers zu ungeahnten Problemen führen kann. Und in so einem Fall ist man dann doch froh dass es einen funktionierenden Herstellerservice gibt. Der hat dann die gängigen Ersatz- und Verschleißteile im Servicewagen oder zumindest in der Niederlassung, lediglich spezifische Anlagenteile wie Komponenten der Austragung (individuelle Längen) oder selten benötigte Teile müssen im Werk geordert werden. Dieses Servicenetz haben die meisten Hersteller ja nicht grundlos eingerichtet, da ist schon auch Bedarf da! Und genauso wie bei der Lüftungsanlage im Sauenstall, dem Melkstand oder dem Mähdrescher ist man eben oft von denen abhängig. Man selbst oder der Dorfschmied kann den Halmteiler am Mähdrescher noch zusammenschweißen und auch einen gebrochenen Austragarmträger reparieren oder ein defektes Lager austauschen. Wenn die Heizleitung leckt oder die Heizkreispumpe streikt ist der Installateur in seinem Element, bei Problemen mit der Austragung oder schlechten Abgaswerten bei der routinemäßigen Messung ist dann eben oft schnell Schluß. Deshalb interessiert es nur zweitrangig was der Installateur gerne einbauen möchte.Es muß technisch und auslegungsmäßig passen, dafür steht der Hersteller und nicht der Heizungsbauer! Und diesen Service leisten die Hersteller schon aus Eigeninteresse, es gibt nichts schlechteres als einen unzufriedenen Kunden der in der Kälte sitzt. Aber jeder ist hier seines Glückes eigner Schmied!
Gruß, der Limpurger
« Letzte Änderung: 20. Januar 2021, 12:09:32 von Limpurger »
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klausg

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Re: Hackschnitzelheizung, Hargassner <:> KWB Multifire
« Antwort #14 am: 20. Januar 2021, 16:34:06 »

So dramatisch sehe ich das auch nicht. Teile sind per Nachtexpress am nächsten Tag da. Wenn die Luft wirklich brennen sollte -( hab ich ehrlich gesagt in 30 J Hackschnitzelheizung noch nicht oft erlebt) - ist aber z. B. auch der Service von Heizomat spätestens am nächsten Morgen - wenn nicht schon am gleichen Tag da. Mein Heizungsbauer hat auch Leute, die von der Materie Ahnung haben, da hier im Umkreis mehr als 20 Anlagen laufen. Rede und Antwort steht mir da im Zweifelsfall auch die Werksvertretung. Auch er hat gängige Teile wie mal ein Rauchgasgebläse oder eine Zündeinheit liegen.
Wenn man sich mit der Technik befasst und die Zusammenhänge begreift, kann man auch mal Einstellungen ändern, wenn sich z. B. der Brennstoff ändert.
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