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Autor Thema: Spielregeln bei der Umstellung von Konvi auf Bio !  (Gelesen 29234 mal)

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klausg

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Re: Spielregeln bei der Umstellung von Konvi auf Bio !
« Antwort #90 am: 28. Dezember 2018, 23:48:51 »

Wie wo was BMI Pleite - hab ich irgendwas verpasst?
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Cyberlui

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Re: Spielregeln bei der Umstellung von Konvi auf Bio !
« Antwort #91 am: 29. Dezember 2018, 00:04:57 »

Berliner Milch einfuhr oder wie das geheißen hat
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Biobauer

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Re: Spielregeln bei der Umstellung von Konvi auf Bio !
« Antwort #92 am: 29. Dezember 2018, 00:14:40 »

Berliner Milch einfuhr oder wie das geheißen hat

ja da hats ein paar hin verschlagen, deren örtliche molkerei keine bioschiene laufen hat, blöde sache, die "müssen " in meinen augen rückumstellen.

ansonsten, rückumsteller so gut wie keine,wenn wirklich mal welche verschwinden , hörn sie auf, auch bei bio ist hofnachfolge ein riesen thema, neubetriebe sehr sehr viel, und mittlerweile nicht mehr die kleinen , sondern ich kenn jetzt in bayern schon welche mit 4stelligen hektarzahlen, 3stellig kommt sehr oft vor. es bleibt spannend...
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Mit dummen Menschen zu streiten ist wie gegen eine Taube Schach zu spielen: Egal wie gut Du spielst, die Taube wird alle Figuren umwerfen, auf das Brett kacken und herumstolzieren, als hätte sie gewonnen

guest50797

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Re: Spielregeln bei der Umstellung von Konvi auf Bio !
« Antwort #93 am: 29. Dezember 2018, 00:32:03 »

Berliner Milch einfuhr oder wie das geheißen hat

ja da hats ein paar hin verschlagen, deren örtliche molkerei keine bioschiene laufen hat, blöde sache, die "müssen " in meinen augen rückumstellen.

ansonsten, rückumsteller so gut wie keine,wenn wirklich mal welche verschwinden , hörn sie auf, auch bei bio ist hofnachfolge ein riesen thema, neubetriebe sehr sehr viel, und mittlerweile nicht mehr die kleinen , sondern ich kenn jetzt in bayern schon welche mit 4stelligen hektarzahlen, 3stellig kommt sehr oft vor. es bleibt spannend...
Sicher braucht der Bio-Markt die Menge die diese Betriebe produzieren,
aber sind diese Betriebgrößen von der Verbänden öfftlich gewollt?
Schließlich verbinden die meisten Verbraucher mit einem Biobetrieb eher einen Ein-Mann Betrieb mit 30-40 Kühen und 100ha, was ja auch durch die verbandseigene Werbung suggeriert wird
und nicht einen Betrieb mit 1000ha, 500 Milchkühen und 1000 Stück Vieh in Aufzucht und Mast wo der Chef "nur" noch Drehstuhl fährt.
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Heico

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Re: Spielregeln bei der Umstellung von Konvi auf Bio !
« Antwort #94 am: 29. Dezember 2018, 06:30:08 »

Wäre ja gut, wenn es nur 1 Verband gäbe, dann müssten sie nicht jeden Betrieb wegschnappen.
(ist natürlich nicht realistisch, denn das führt zu Monopolbildung)
Wenn die "Großen" mitmachen, kommt das Problem der Vermarktung und es werden dazu Discounter und LEH benötigt.
Leider zahlen die Bioläden den Preis dafür und die Preise kommen durch das Discounter-System weiter unter Druck.
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BNT

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Re: Spielregeln bei der Umstellung von Konvi auf Bio !
« Antwort #95 am: 29. Dezember 2018, 08:30:10 »

Schließlich verbinden die meisten Verbraucher mit einem Biobetrieb eher einen Ein-Mann Betrieb mit 30-40 Kühen und 100ha,

Da kannst du getrost noch mal eine Null weg streichen.
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derhauderer

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Re: Spielregeln bei der Umstellung von Konvi auf Bio !
« Antwort #96 am: 29. Dezember 2018, 11:15:01 »

ich denke eher das die verbände mittlerweile angst haben die waren unter die leute zu bringen, bioland geht ja auch mmit lidl in die kiste.

ich denke vor lauter mit gewalt wachsen gehen da die eigenen prinzipien verloren. is ja eh so das die langjährigen betriebe hinten anstehen was vermarktung und abnahme von waren angeht. die umsteller und neubios wollen ja bei stange gehalten werden.

ich wurde dieses jahr in der ernte von meinem langjährigen erfasser im regen stehen gelassen. (mitten in der ernte angeblich kein platz mehr um meinen restlichen weizen zu erfassen) was soll man davon bloß halten...
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309CA

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Re: Spielregeln bei der Umstellung von Konvi auf Bio !
« Antwort #97 am: 29. Dezember 2018, 13:07:44 »

Bei der Milch ist es doch so das keine mehr aufgenommen werden wenn sie keine Abnehmer finden(ist ja momentan schon so) oder gibt's da auch schon eine Überproduktion und die überflüssige Milch geht zu Konvimilch ?? Beim Ackerbau gibt ja wohl keine Beschränkung durch Verbände deshalb gibt's da wohl mehr Rückumsteller bevor die LW hops geht
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Warum gibt es Gülleauflagen ? wäre es Umwelttechnisch nicht besser wenn möglichst viel der Arbeitnehmer usw mit öffentlichen Verkehrsmittel fahren müssen ?  Viele Schweine-viele Scheine. Zuviel Schweine-zu wenig Scheine.

derhauderer

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Re: Spielregeln bei der Umstellung von Konvi auf Bio !
« Antwort #98 am: 29. Dezember 2018, 14:20:21 »

ja bei der milch ist es mitlerweile so das die beratung es empfiehlt sich vor der umstellung ein erfasser zu suchen.

aber bei fleisch und marktfrucht ist das eben alles nicht geregelt, und wir kommen aus einem über lage zeit recht ausgeglichen markt.
es ist eben zZ. nicht absehbar was da in den nächsten jahren auf dem markt einschlägt.
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farming.ch

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Re: Spielregeln bei der Umstellung von Konvi auf Bio !
« Antwort #99 am: 29. Dezember 2018, 15:20:56 »

Berliner Milch einfuhr oder wie das geheißen hat

ja da hats ein paar hin verschlagen, deren örtliche molkerei keine bioschiene laufen hat, blöde sache, die "müssen " in meinen augen rückumstellen.

ansonsten, rückumsteller so gut wie keine,wenn wirklich mal welche verschwinden , hörn sie auf, auch bei bio ist hofnachfolge ein riesen thema, neubetriebe sehr sehr viel, und mittlerweile nicht mehr die kleinen , sondern ich kenn jetzt in bayern schon welche mit 4stelligen hektarzahlen, 3stellig kommt sehr oft vor. es bleibt spannend...
Sicher braucht der Bio-Markt die Menge die diese Betriebe produzieren,
aber sind diese Betriebgrößen von der Verbänden öfftlich gewollt?
Schließlich verbinden die meisten Verbraucher mit einem Biobetrieb eher einen Ein-Mann Betrieb mit 30-40 Kühen und 100ha, was ja auch durch die verbandseigene Werbung suggeriert wird
und nicht einen Betrieb mit 1000ha, 500 Milchkühen und 1000 Stück Vieh in Aufzucht und Mast wo der Chef "nur" noch Drehstuhl fährt.

Für mittlere und kleinere Betriebe geht kein Weg an was ähnlichem wie Fairtrade vorbei, wenn sie gegen Grossbetriebe und vor allem die Abnehmer / LeH bestehen wollen.

Biolandbau nur als Oekolandbau zu verstehen wird nicht reichen, war auch nie so gedacht, und der Verbraucher erwartet dies auch nicht.

Biolandbau war in den Anfängen auch sehr viel mehr sozialökonomisch bedingt als ökologisch.

Dazu diese Wikipedia-Zitat zu Dr. Hans Müller, einem der Begründer des organisch-biologischen Landbaus:

https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_M%C3%BCller_(Politiker,_1891)
"Hans Müller (* 4. Oktober 1891 in Hasle bei Burgdorf; † 5. Dezember 1988 in Grosshöchstetten) war ein Schweizer Agrarpolitiker und Agrarwissenschaftler."

"Um 1927 gründete er die schweizerische Jungbauernbewegung (auch: Bauernheimatbewegung), die er in der Folge auch führte. Müller war Mitglied der Bauern-, Gewerbe- und Bürgerpartei (BGB) und vertrat vor allem die Interessen der kleinbäuerlichen Landwirtschaft, davon 1928 bis 1947 als Schweizer Nationalrat. Mit möglichst geschlossenen Betriebskreisläufen und qualitativ hochwertigen landwirtschaftlichen Erzeugnissen wollte er die Existenz der Bauern sichern, die sich Anfang des 20. Jahrhunderts durch die industrielle Landwirtschaft bedroht sahen. 1932 eröffnete die Bauernheimatbewegung auf dem Möschberg bei Grosshöchstetten die Bauernheimatschule. Wegen seiner radikalen Forderungen im Bereich des Bodenrechts und der Unterstützung der Kriseninitiative der SP und der Gewerkschaften kam es 1935 zum Bruch Müllers mit der BGB und zur Abspaltung der Bauernheimatbewegung."
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guest50797

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Re: Spielregeln bei der Umstellung von Konvi auf Bio !
« Antwort #100 am: 29. Dezember 2018, 19:25:41 »

Berliner Milch einfuhr oder wie das geheißen hat

ja da hats ein paar hin verschlagen, deren örtliche molkerei keine bioschiene laufen hat, blöde sache, die "müssen " in meinen augen rückumstellen.

ansonsten, rückumsteller so gut wie keine,wenn wirklich mal welche verschwinden , hörn sie auf, auch bei bio ist hofnachfolge ein riesen thema, neubetriebe sehr sehr viel, und mittlerweile nicht mehr die kleinen , sondern ich kenn jetzt in bayern schon welche mit 4stelligen hektarzahlen, 3stellig kommt sehr oft vor. es bleibt spannend...
Sicher braucht der Bio-Markt die Menge die diese Betriebe produzieren,
aber sind diese Betriebgrößen von der Verbänden öfftlich gewollt?
Schließlich verbinden die meisten Verbraucher mit einem Biobetrieb eher einen Ein-Mann Betrieb mit 30-40 Kühen und 100ha, was ja auch durch die verbandseigene Werbung suggeriert wird
und nicht einen Betrieb mit 1000ha, 500 Milchkühen und 1000 Stück Vieh in Aufzucht und Mast wo der Chef "nur" noch Drehstuhl fährt.

Für mittlere und kleinere Betriebe geht kein Weg an was ähnlichem wie Fairtrade vorbei, wenn sie gegen Grossbetriebe und vor allem die Abnehmer / LeH bestehen wollen.

Biolandbau nur als Oekolandbau zu verstehen wird nicht reichen, war auch nie so gedacht, und der Verbraucher erwartet dies auch nicht.

Biolandbau war in den Anfängen auch sehr viel mehr sozialökonomisch bedingt als ökologisch.

Dazu diese Wikipedia-Zitat zu Dr. Hans Müller, einem der Begründer des organisch-biologischen Landbaus:

https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_M%C3%BCller_(Politiker,_1891)
"Hans Müller (* 4. Oktober 1891 in Hasle bei Burgdorf; † 5. Dezember 1988 in Grosshöchstetten) war ein Schweizer Agrarpolitiker und Agrarwissenschaftler."

"Um 1927 gründete er die schweizerische Jungbauernbewegung (auch: Bauernheimatbewegung), die er in der Folge auch führte. Müller war Mitglied der Bauern-, Gewerbe- und Bürgerpartei (BGB) und vertrat vor allem die Interessen der kleinbäuerlichen Landwirtschaft, davon 1928 bis 1947 als Schweizer Nationalrat. Mit möglichst geschlossenen Betriebskreisläufen und qualitativ hochwertigen landwirtschaftlichen Erzeugnissen wollte er die Existenz der Bauern sichern, die sich Anfang des 20. Jahrhunderts durch die industrielle Landwirtschaft bedroht sahen. 1932 eröffnete die Bauernheimatbewegung auf dem Möschberg bei Grosshöchstetten die Bauernheimatschule. Wegen seiner radikalen Forderungen im Bereich des Bodenrechts und der Unterstützung der Kriseninitiative der SP und der Gewerkschaften kam es 1935 zum Bruch Müllers mit der BGB und zur Abspaltung der Bauernheimatbewegung."

Egal wie, am Ende des Tages muss ausreichend Geld verdient sein.
Und von Idealismus konnte ich bis jetzt noch keine Brötchen kaufen.
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BNT

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Re: Spielregeln bei der Umstellung von Konvi auf Bio !
« Antwort #101 am: 29. Dezember 2018, 19:42:53 »

Die Lösung heißt Hobby. ;)

Es gibt viele Menschen, die sich das leisten können.
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Pauli-ZT

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Re: Spielregeln bei der Umstellung von Konvi auf Bio !
« Antwort #102 am: 29. Dezember 2018, 20:23:32 »

Hallo liebe Forumler
Für mich hat die Ökoumstellung mehr mit (m)einer politischen Grundeinstellung zu tun. Dies merkt man auch an der neuen Nervosität von den Bio-Verbänden.
Gruß
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Tim

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Re: Spielregeln bei der Umstellung von Konvi auf Bio !
« Antwort #103 am: 29. Dezember 2018, 20:26:31 »

Politisch? Sozioökonomisch??

Das ist schwierig zu verstehen , warum steigert das die Nervosität der Verbände?

Wenn ich es richtig in Erinnerung hab hast du komplett notill gearbeitet - und jetzt kommt der komplette Wandel oder nur teilbetrieb?
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Pauli-ZT

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Re: Spielregeln bei der Umstellung von Konvi auf Bio !
« Antwort #104 am: 29. Dezember 2018, 20:38:39 »

Hi Tim
Was ist daran schwer zu verstehen? Die Verbände erlassen eiligst Regelungen und Satzungsänderungen um ihre Mitglieder wieder los zu werden.
Gruß
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