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Autor Thema: AgroWissen und BGA - paßt das zusammen???  (Gelesen 14340 mal)

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Henrik

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Re: AgroWissen und BGA - paßt das zusammen???
« Antwort #15 am: 09. März 2017, 18:08:05 »


Ich habe mir vorgenommen, die nächsten Tage/Wochen das Thema Biogas
hier bei AgroWissen etwas anzuschieben ...

... das Thema ist etwas provokant formuliert, aber nur so locke ich Euch
doch hinterm Ofen hervor  ;)

Wie steht ihr dazu ... macht es Sinn, Energie und Zeit in das Thema zu stecken
oder sollten wir BGA`ler hier weiterhin inkognito bei AW mitlesen ohne tiefer
in die Materie einzusteigen.

Und es sind hier doch einige Biogaskollegen unterwegs ... ich freue mich auf
eine erste Diskussion.


ade
tomiq

Finde ich super Tomiq  :)

Nur wer fragen stellt kann auch antworten bekommen, egal in welchem Thema.

Gruss

Henrik
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Ede

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Re: AgroWissen und BGA - paßt das zusammen???
« Antwort #16 am: 09. März 2017, 19:42:02 »

Was dagegen etwas übertrieben wird ist die "Nicht-Nennung" von Firmen oder Produkten. Wobei es natürlich schwierig ist nicht zur "Werbeplattform" zu werden, in dem Bereich wohl noch mehr als sonst. Da ist es sicherlich schwierig einen passenden Mittelweg zu finden.

@ulli
Das siehst Du etwas zu schwarz.
Firmennennungen kannst Du zu überall im Forum finden. Wie oft fallen Namen von Schlepper- und Landmaschinenherstellern, die Autoindustrie ist ebenso gut vertreten wie z.B. auch die Firma Linde in Bezug auf Gabelstapler.
Du darfst grundsätzlich jeden Namen nennen und jede Firma verlinken, schwierig wird es allerdings dann wenn Du für eine Firma arbeitest, oder sie dir gar gehört. Da wird dann schnell aus einem Hinweis Werbung in eigener Sache, und da schreiten wir dann ein.
Schau dir z.B michi, Walter, Friedhelm oder die Experten aus dem GPS-Bereich an, dass was sie schreiben ist in Sachen Werbung völlig unproblematisch. Georg hat das Problem auch jahrelang erfolgreich umschifft, bis es dann doch mal "geklingelt" hat.

Ich denke, Ulli bezog sich mit seinem Post auf das Schlattmann-Forum.
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FFFlorian

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Re: AgroWissen und BGA - paßt das zusammen???
« Antwort #17 am: 09. März 2017, 19:42:48 »

Hallo AW`ler,
jetzt bin ich doch etwas erstaunt, wieviele positive Resonanz das Thema hier in
der doch relativ kurzer Zeit erhalten hat.

Mir geht es, wie schon oben beschrieben nicht darum, hier etwas "überzustülpen" ...
vielmehr beschäftigt mich grundsätzlich die Fragen zu  Biogas und ob wir hier nicht miteinander und
öffentlich gemeinsam Diskutieren können bzw wollen???

Natürlich gibt es immer wieder BGA`ler die am liebsten aus Ihren Anlagen eine
art BlackBox machen wollten ... damit die ganze Sache nach außen hin etwas
geheimnisvoller und schwieriger wirkt als es am Schluß ist.

Aber wollen wir BGA`ler dass wirklich?

Natürlich gibt es in AW sicherlich Kollegen, die das Thema BGA sehr kritisch beäugen
und sicherlich manche Diskussion erschweren werden.

Aber stecken dahinter nicht oftmals Unsicherheiten bzw. nur subjektive Meinungen
und Empfindungen contra BGA`s?

Natürlich sind vielleicht aber auch "Fachspezialisten" zu denen ich die Biogasler durchaus zählen
möchte, für Kritik und Anregungen etwas zu Empfindlich eingestellt und können
/wollen dann die Diskussion nicht annehmen?

... und ziehen sich dann in geschlossene Bereich oder eigene  Foren zurück - aber ist das
wirklich der Wunsch der breiten Masse, da wie Cyperlui schon gut beschrieben hat,
doch ein gewisses Grundinteresse an der Materie Biogas besteht?


Ich freue mich jetzt schon über das rege Interesse und werde die Tage aus den
angesprochenen Thematiken hier sukzessive Themen eröffnen ... ich bin bespannt
auf Euch!


ade
tomiq

Ich will das Thema ja nicht aufheizen- aber soviel ich als Ausländer verstanden habe, werden BGA's zum Teil kritisch gesehen hier bezüglich Pachtlandmarkt und wohl auch bezüglich öffentliche Gelder die da fliessen...

Beides sind wohl kaum nur subjektive Fakten. Allerdings muss ich, wiederum als Ausländer ;-) dazu sagen, einen Pachtlandmarkt der ausser Rand und Band gerät, könnte man auch regulieren. Da ist die Agrarpolitik in D in der Pflicht.

Und die BGA's sind für ein Land wie D mit relativ viel Fläche pro Kopf schon eine tolle Sache für die Landwirtschaft. Das bedeutet Absatz und Einkommen.
Was würde es bedeuten, wieder auf BGA's zu verzichten in Zukunft, und dann mehr Raps, Weizen, Mais auf den landwirtschaftlichen Markt zu werfen ? Wohl nicht ein sehr angenehmes Szenario...
Die Fläche schwindet aber auch immer mehr, Erschließungen, bauprojekte, Naturschtuzflächen, und die Ausländer (klingt parolisch ist aber ein ernst zu nehmen des Problem besonders bei "guten "Ackerflächen kommen die Genossen, kassieren die fetten Schweizer Subventionen und genießen die Billigen Pachten, die Verpächter und Verkäufer sind da aber auch nid ganz unschuldig...

Mit Russland, neuseeland können wir uns auch nicht messen.
Längst braucht Deutschland nochmal so viel landw. Nutzfläche im Ausland damit der Nahrungsmittelbedarf gedeckt ist. (Quelle agrar eg hedersleben)

Ich will keine Alten Wunden aufreißen aber für den Anbau des Maises als Energiepflanze ist meiner Ansicht nach absolut nicht zukunftsfähig.
Ich nehme es keinem von euch übel, ihr müsst schauen das auch Geld rein kommt, das wäre aufgabe der Politik Alternativen zu Förden.

Um die Energie die eine 1 h große freifeld solaranlage im Jahr erzeugt zu erereichen braucht der Biogaser 10 ha Silomais. (Quelle Weltbodenatlas 2014)

Ich glaube wir können uns biogas in 100 jahren nicht mehr leisten, höchstens für "abfallstoffe".
Allerdings ist Biogas eine sehr wertvolle Emergie, da Grundlastfähig, speicherbar, als Kraftstoff in Autos, schleppern usw einsetzbar . Also sehr befeutsam für den reibungslosen Ablaif der Energiewende.

Ist alles weng OT.

Finde es gut das ihr euch hier austauscht.
Zur Speicherung. Hab mit meinem Onkel mal ausgrechnet für die 100kw Anlage bräuchte für 24h über 1000 cm speicher was für hin schwer zu realisieren wäre bzw nur mit einen Riesen ballon evtl ümsetzbar wäre.
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guest50797

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Re: AgroWissen und BGA - paßt das zusammen???
« Antwort #18 am: 09. März 2017, 19:57:35 »

Zitat
Längst braucht Deutschland nochmal so viel landw. Nutzfläche im Ausland damit der Nahrungsmittelbedarf gedeckt ist.
Die haben wir doch,
sonst wäre deine Mittagessensportion (rechnerisch) heute mittag nur halb so groß gewesen
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FFFlorian

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Re: AgroWissen und BGA - paßt das zusammen???
« Antwort #19 am: 09. März 2017, 20:41:03 »

Zitat
Längst braucht Deutschland nochmal so viel landw. Nutzfläche im Ausland damit der Nahrungsmittelbedarf gedeckt ist.
Die haben wir doch,
sonst wäre deine Mittagessensportion (rechnerisch) heute mittag nur halb so groß gewesen
Sie war vermutlich normal groß.
Ohne die landw. Nutzfläche im Ausland wäre sie halb so groß...
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Kai

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Re: AgroWissen und BGA - paßt das zusammen???
« Antwort #20 am: 09. März 2017, 20:51:32 »

Zitat
Längst braucht Deutschland nochmal so viel landw. Nutzfläche im Ausland damit der Nahrungsmittelbedarf gedeckt ist.
Die haben wir doch,
sonst wäre deine Mittagessensportion (rechnerisch) heute mittag nur halb so groß gewesen
Sie war vermutlich normal groß.
Ohne die landw. Nutzfläche im Ausland wäre sie halb so groß...

weil wir uns das auch leisten können !
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Re: AgroWissen und BGA - paßt das zusammen???
« Antwort #21 am: 09. März 2017, 21:17:43 »

Zitat
Längst braucht Deutschland nochmal so viel landw. Nutzfläche im Ausland damit der Nahrungsmittelbedarf gedeckt ist.
Die haben wir doch,
sonst wäre deine Mittagessensportion (rechnerisch) heute mittag nur halb so groß gewesen
Sie war vermutlich normal groß.
Ohne die landw. Nutzfläche im Ausland wäre sie halb so groß...

weil wir uns das auch leisten können !
Können ja aber sollen. Ich finde es jedenfalls nicht wir sollten Ackerflächen in Deutschland unter bestandschutz stellen, Wege finden ein ökologisches Vorbild zu sein, vorweg gehen (ich benutze zwar den Slogan von RWE, halte nebenbei aber als hohle phrase von denen).
Wir können doch nicht Gerechtigkeit und Umweltschutz uns auf die fahnen schreiben und land. Produkte im Ausland wo die Einheimischen hungern. Nach dem Bodenatlas stehen bei fairer Verteilung jedem Erbewohner 2 000 m2 zur Verfügung, das wäre fair momentan benötigt der durchschnittliche deutsche rund 5000-6000m2. Nach adam Riese mit 16 000 000 ha land Nutzfläche in D müsste es demnach grob ohne Import von land Produkten gehen. Klar Dinge die bei uns reihn gar nicht wachsen müsste man Importieren, diese dinge machen aber auch nicht die masse aus...

Können ja
Müssen sollen oder dürfen diese Frage kann jeder selbst für sich beantworten, für meinen teil habe meine Position klar gemacht.

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Biobauer

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Re: AgroWissen und BGA - paßt das zusammen???
« Antwort #22 am: 09. März 2017, 21:21:36 »

Zitat
Längst braucht Deutschland nochmal so viel landw. Nutzfläche im Ausland damit der Nahrungsmittelbedarf gedeckt ist.
Die haben wir doch,
sonst wäre deine Mittagessensportion (rechnerisch) heute mittag nur halb so groß gewesen
Sie war vermutlich normal groß.
Ohne die landw. Nutzfläche im Ausland wäre sie halb so groß...

weil wir uns das auch leisten können !
Können ja aber sollen. Ich finde es jedenfalls nicht wir sollten Ackerflächen in Deutschland unter bestandschutz stellen, Wege finden ein ökologisches Vorbild zu sein, vorweg gehen (ich benutze zwar den Slogan von RWE, halte nebenbei aber als hohle phrase von denen).
Wir können doch nicht Gerechtigkeit und Umweltschutz uns auf die fahnen schreiben und land. Produkte im Ausland wo die Einheimischen hungern. Nach dem Bodenatlas stehen bei fairer Verteilung jedem Erbewohner 2 000 m2 zur Verfügung, das wäre fair momentan benötigt der durchschnittliche deutsche rund 5000-6000m2. Nach adam Riese mit 16 000 000 ha land Nutzfläche in D müsste es demnach grob ohne Import von land Produkten gehen. Klar Dinge die bei uns reihn gar nicht wachsen müsste man Importieren, diese dinge machen aber auch nicht die masse aus...

Können ja
Müssen sollen oder dürfen diese Frage kann jeder selbst für sich beantworten, für meinen teil habe meine Position klar gemacht.

nunja, das die leut da hungern hat aber weniger mit fläche zu tun, eher mit umverteilung und eben geld. wir werden wahrscheinlich immer soviel kohle haben , das wir nicht hungern müssen und wennste ganz d mit büschen anpflanzt
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tomiq

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Re: AgroWissen und BGA - paßt das zusammen???
« Antwort #23 am: 09. März 2017, 23:06:17 »

Zitat
Allerdings ist Biogas eine sehr wertvolle Emergie, da Grundlastfähig, speicherbar, als Kraftstoff in Autos, schleppern usw einsetzbar . Also sehr befeutsam für den reibungslosen Ablaif der Energiewende.

... also FFFlorian, dein Ansichten in aller Ehre und ich gebe dir Recht, Biogas kann Grundlast -
dies ist aber das letzte Argument pro Biogas. Dazu ist der Strom einfach zu teuer - das können
andere (Wind plus Photovoltaik) genauso gut und vor allem billiger.

Ich sehe den großen Vorteil der Biogasanlagen darin, sehr schnell und flexibel zur dezentralen
Netzstabilität beitragen zu können ... ein BHKW ist ein Motor, den du wunderbar mit dem Gaspedal
ganz schnell regeln kannst.

Ein Auto kann ja auch mehr wie Standgas oder Vollgas ... und die vielen Betriebszustände zwischendrin
machen die Sache interessant!


ade
tomiq
« Letzte Änderung: 09. März 2017, 23:46:41 von tomiq »
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Kamile

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Re: AgroWissen und BGA - paßt das zusammen???
« Antwort #24 am: 10. März 2017, 00:30:10 »

Ich bin Nachbar und Ex-Mitarbeiter bei einer großen Maisbiogasanlage und ab 09. März 2017 Ex-Mitarbeiter bei einer Biogasanlage die mit Kartoffel betrieben wird. Nach meiner Meinung gibt es weder Grund die Betreiber einer Biogasanlage zu hassen noch zu beneiden. Gleichwohl haben es einige Betrteiber trotzdem  nötig auch von aussen kritisch beäugt zu werden. Wenn das Thema hier diskutiert wird find ich das sehr gut, weil es mir hilft meine Entzugserscheinungen zu lindern. Ich komme aus einer Gegend in der Viehhalter Exoten sind und ohne diese schafft es eine Biogasanlage alleine nicht den Pachtmarkt aufzupuschen. Im Gegenteil jeder Ackerbauer ist froh über eine zusätzliche Absatzmöglichkeit. Früher hatten wir einmal Absatzmöglichkeiten an die Konservenindustrie oder konnten Zichorie anbauen. Niemand hat gefordert dies abzuschaffen um den Pachtmarkt zu entlasten. Angesichts der Aussicht auf ein monatliches Altersgeld von 500 € im Monat bin ich für jede Wertschöfpfung dankbar die mithilft  die Pacht zu einem weiteren Zubrot  für mich zu machen. Wer meint Maisanbau wäre ethisch nicht vertretbar braucht nur zu sorgen dass Weizen pro dt 40 € kostet und der Maisanbau ist schnell vergessen ( nur weil auch Müller und Mälzer dies manchmal behaupten). Also Biogaser bitte mit offenem Visier und wehenden Fahnen ab in die Diskussion.
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WilliW

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Re: AgroWissen und BGA - paßt das zusammen???
« Antwort #25 am: 10. März 2017, 06:54:42 »

Ganz ehrlich?
In einem Biogasboard habe ich keine Lust, das Für und Wider dieser Technik abermals zu diskutieren.
Da sollte es darum gehen, wie man es macht und wie es andere machen und nicht ob.
Denn die Entscheidung dazu ist vor Jahren gefallen und steht bis die 20 Jahre um sind.

Willi
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sten

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Re: AgroWissen und BGA - paßt das zusammen???
« Antwort #26 am: 10. März 2017, 07:47:23 »

Ein Biogasboard würde doch hier super hinpassen. Vielleicht schaffen wir es, dass die, die keine Ahnung haben und Grundsatzdiskussionen führen wollen, das im Politikboard machen.
Sind doch alles Erwachsene hier, oder?
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charlie

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Re: AgroWissen und BGA - paßt das zusammen???
« Antwort #27 am: 10. März 2017, 08:06:09 »

Ein Biogasboard würde doch hier super hinpassen. Vielleicht schaffen wir es, dass die, die keine Ahnung haben und Grundsatzdiskussionen führen wollen, das im Politikboard machen.
Sind doch alles Erwachsene hier, oder?

:daumen: dem kann ich nur zustimmen!
Natürlich mache ich mir als nicht Biogaser, aber Interessierter auch grundsätzliche Gedanken ob und wie so ein System in die politisch-gesellschaftliche Diskussion, als auch in die Landwirtschaft generell passt.
Das gehört aber nicht direkt hierher, sondern ist eher ein Politik-Thema.
Davon unabhängig finde ich es aber hochinteressant, wie diese politischen Vorgaben von den Betroffenen angegangen werden, und auch wie technisch mit diversen Herausforderungen umgegangen wird.
Offenheit für andere Meinungen ist doch das, was uns hier weiterbringt.
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Gruß

Charlie

Nicht immer sind die, die das Gras wachsen hören, auch bereit, es zu mähen.

Panta rhei

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Re: AgroWissen und BGA - paßt das zusammen???
« Antwort #28 am: 10. März 2017, 09:38:29 »

Ich bin mir recht sicher, das ab diesem oder nächsten Jahr die Zahl der Biogasanlagen in Deutschland rückläufig sein wird.
Der Rückbau, die Stilllegungen oder Insolvenzen werden die Zahl der Neuanlagen übersteigen.

Biogas hat vor einigen Jahren den politischen Todesstoß erhalten! :o

Nach der 20 jährigen Vergütungsgarantie wird nur für eine sehr begrenzte Zahl von Anlagen ein Überleben möglich sein.
Die angedachten Effekte der Speicherung und Spitzenlaststomproduktion werden in wenigen Jahren besser und billiger mit Batterien und/oder Smartgrids  machbar sein.

R.I.P. Biogas

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Es sind nicht die schlechten Jahre, die uns Probleme bereiten, es sind die falschen Entscheidungen in den guten Jahren!
Standort: westliches Moseltal

Wade

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Re: AgroWissen und BGA - paßt das zusammen???
« Antwort #29 am: 10. März 2017, 12:15:11 »

Um ehrlich zu sein hat Biogas auch nicht den Schritt zur Wettbewerbsfähigkeit nicht geschafft. Es war eigentlich von Anfang an das Ziel mit Biogas Regelenergie bereit zu stellen, bzw einen erneuerbaren Energieträger um eine Dunkelflaute zu überstehen. Wenn dann noch Nawaros eingesetzt werden, die bei der Erzeugung imens Flächen & Ressourcen verbrauchen muss man sich schon die Sinnhaftigkeit hinterfragen.
Wenn man heute nen HGÜ Netz 5000km in jede Richtung baut glättet man damit richtig brutal die EE-Erzeugung sowie den Verbrauch. In dieser Dimension gibts auch keine 100% Flaute, irgendwo weht da immer Wind. Noch dazu können damit >100TWh (Pump)Speicher in Norwegen, Schweden & Alpen eingebunden werden. Damit kann man auch einiges überbrücken.

Ich finde Abfall- & Reststoffanlagen (Mist, Gülle, Ausputz, Stroh usw) sinnvoll. Wenn das Zeug damit nochmal Energetisch genutzt wird bevor es auf dem Acker landet und dazu quasi Emissionsfrei gelagert wird find ich das ne gute Sache.

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Bioland Landwirt seit 2012