www.agrowissen.de  
www.agrowissen.de  
Bitte loggen sie sich ein oder registrieren sie sich.

Einloggen mit Benutzername, Passwort und Sitzungslänge
Erweiterte Suche  

Neuigkeiten:

Autor Thema: Explodiert jetzt der Preis für Biogetreide?  (Gelesen 17115 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

granola

  • Vereinsmitglied
  • ***
  • Offline Offline
  • Beiträge: 2 769
  • Beruf: Landwirt mit Passion
Re: Explodiert jetzt der Preis für Biogetreide?
« Antwort #30 am: 14. Februar 2017, 13:44:52 »

@ biobauer : gerade die bio-pioniere sind es doch die dann von den bio-Prämienjägern die Märkte kaputtgemacht bekommen!
Sorry, das sind bei mir keine Zahlen"spielchen" sondern das Nachdenken über die Zukunft. Dem Verbraucher aufs Maul schauen, vor allem den nachwachsenden, weniger auf das was rauskommt sonndern auf das was man ins Mäulchen so hineinbefördert. Meiner Meinung nach ist nachhaltig nur der der sein Einkommen am Markt erwirtschaften kann. Und da halte ich es für einen Aberwitz dass genau die Märkte die sich Pioniere erobern oft mit Förderung zur Überversorgung entwickelt werden.
Konkret zum Getreide: ich wundere mich ja auch immer wieder dass ich immer "noch" in erster Linie vom Weizen lebe. Würde ich auf Bio umstellen ginge der Getreideanteil erst mal runter. zu Heicos ausgedachter Fragestellung:Explodierende Biogetreidepreise wären für meinen Betrieb nach einer Umstellung sicher nicht das grosse Problem. ob bio oder konventionell- der tatsächliche Anteil des Getreidepreises "ab Landwirt lose" bewegt sich doch eh im Prozentanteil der FDP-Wählerschaft. und hier wie dort: wenn es deutlich mehr ist steckt noch etwas anderes dahinter, das wahre Potential ist immer deutlich unter der 5%-Hürde.
Ich müsste mir für einen Bio Betrieb eher Gedanken um weitere Produkte machen, wenn ich hier am Standort bleibe. weil der Pachtmarkt so  schnell nicht andersrum dreht.

Gespeichert

Wade

  • Hero Member
  • *****
  • Online Online
  • Geschlecht: Männlich
  • Beiträge: 2 980
  • Beruf: Landwirt
Re: Explodiert jetzt der Preis für Biogetreide?
« Antwort #31 am: 14. Februar 2017, 13:48:41 »

Kann mir mal einer verraten wie man bei 1000€ Pacht & Getreideanbau noch irgendwas übrig hat? Da isses wurscht ob Bio oder Konvi, das kann sich doch gar nicht rechnen oder erntet man da 150dt Weizen im Schnitt? Ohne Sonderkulturen ist da doch nix mehr verdient...

Wenn die Bio-Getreidepreise halbwegs stabil auf aktuellem Niveau bleiben, würde mir das reichen. Bzw um Wettbewerbsfähig mit Konvis zu sein bräuchte ich ~ doppelten Preis von Konventionell (grob übern Daumen).


Bio ist lange Zeit kaum gewachsen weil man eben nicht wollte dass Bio auch beim Discounter angeboten wird. Man wollte etwas besonderes sein und sich dem Preisdruck von oben nicht bieten lassen, denn gegen Aldi & Co hat die Landwirtschaft keine Change. Aber seit Bio auch bei den großen Ketten angeboten wird, sind die Zuwachsraten enorm gestiegen. Die schlechten konventionellen Preise haben das übrige dazu beigetragen. 2015 und 2016 warens jeweils ~10% Zuwach http://www.bioland.de/im-fokus/hintergrund/detail/article/2016-war-ein-gutes-jahr-fuer-die-deutsche-biobranche.html

Ich denke die Bio Preise werden (mittel - langfristig) nicht explotieren. Es ist ja immernoch Marktwirtschaft, und wenn überdurchschnittlich hohen Preise locken steigen auch mehr Ackerbauern um und drücken mit mehr Angebot den Preis wieder runter. Denn selbst Futter Umstellungsware kostet nur ~2€/dt weniger als anerkannte Bioware. Dazu hat man in den ersten Jahren noch deutlich höhere Erträge, da gestaltet sich die Umstellungsphase einfacher als danach die langfristige Ökologische Erzeugung.

Wo Bio überhaupt noch nicht richtige Fuß gefasst hat ist beim Schweinefleisch. Da liegt der Anteil bei 0,4%. Wenn da nen großer Mastbetrieb umsteigt bricht der Markt zusammen und er kann sofort wieder Rückumstellen (schonmal so geschehen).

Wir wollten eigentlich unsere Schafe auf Bio Umstellen, aber das wäre nen einziges drauf-leg Geschäft. Es gibt für die Flächen nicht mehr Geld (Bioprämie kombiniert sich nicht mit Kulap/VNP) und Bio Lammfleisch liegt genau bei den gleichen Preisen.
Gespeichert
Bioland Landwirt seit 2012

Stanky

  • Vereinsmitglied
  • ***
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Männlich
  • Beiträge: 4 918
Re: Explodiert jetzt der Preis für Biogetreide?
« Antwort #32 am: 14. Februar 2017, 14:06:20 »

Moin,
Nach meiner Erfahrung ist Futtergetreide knapp und im Moment sehe ich nicht, dass hier im Norden viele Ackerbauern umstellen. Prämienoptimierer gibt es doch bei uns allen, Biotierhaltung und selbst keine ÖKO-Ackerumstellung, weil das rechnet sich nicht finde ich kurz gedacht. Mal sehen, wann über die hohen Getreidefutterpreise geklagt wird.....
im Gegenteil, mir fallen da eher Betriebe ein, die vom biologischen Anbau wieder zum konvetionellem zurückgekehrt sind. Werten kann ich das aber nicht, da ich mich damit absolut nicht beschäftigt habe.
Gruß
Frank
Gespeichert
De een hett een Rittergut, de anner ritt dat Gitter rut.

tuning Esel

  • Hero Member
  • *****
  • Online Online
  • Geschlecht: Männlich
  • Beiträge: 2 288
Re: Explodiert jetzt der Preis für Biogetreide?
« Antwort #33 am: 14. Februar 2017, 14:07:24 »

Ja in D fehlt die zwichenlösung, wie zb http://www.ipsuisse.ch/?lang=1&ResetCache=l
ich produziere schon 20Jahre Weizen Dinkel und nun auch gerste bei denen an ist der Goldige-mittelweg..

Ob Bio Getreide fehlen wirt, ja es wirt weil es immer mehr Tiere auf Bio umgestellt werden, und nicht zu vergessen, im Bio ist der Ertrag kleiner..
Ob der preis steigen wirt?, ich sage da klar nein, weil die Landwirtschaft schon lange nur noch abhängig ist vom Handel(es sollte umgekehrt sein..) das problem wirt mit Importe von sehr weit weg geregelt werden(und wo keiner genauer hinschaut.. ;D)

Die Bio Landwirtschaft sehe ich persönlich nur als direktvermarkter, sonst wirt die  wie die Konventionelle unter  dem Handel erdrückt werden...
Gespeichert

Felix

  • Vereinsmitglied
  • ***
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Männlich
  • Beiträge: 2 294
  • Beruf: Produktmanager
Re: Explodiert jetzt der Preis für Biogetreide?
« Antwort #34 am: 14. Februar 2017, 15:02:28 »


Wo Bio überhaupt noch nicht richtige Fuß gefasst hat ist beim Schweinefleisch. Da liegt der Anteil bei 0,4%. Wenn da nen großer Mastbetrieb umsteigt bricht der Markt zusammen und er kann sofort wieder Rückumstellen (schonmal so geschehen).


Na dann bin ich gespannt was mit dem Umsteller bei uns im Ort geschieht. Hat letzten Herbst ca. 30 ha für 1000+x€ neu dazu gepachtet und stellt auf geschlossenes System um ... hat allerdings schon festgestellt das Bio-Sauen ziemlich teuer sein müssen.

Ansonsten gibt es bei uns nur sehr sehr vereinzelt Betriebe die ökologisch wirtschaften, mag auch vielleicht an der hohen Veredelungsdichte liegen
Gespeichert
Great minds discuss ideas; average minds discuss events; small minds discuss people.

Schorsch

  • Vereinsmitglied
  • ***
  • Offline Offline
  • Beiträge: 5 602
Re: Explodiert jetzt der Preis für Biogetreide?
« Antwort #35 am: 14. Februar 2017, 15:19:08 »

... Bzw um Wettbewerbsfähig mit Konvis zu sein bräuchte ich ~ doppelten Preis von Konventionell (grob übern Daumen).

Der Biobauer müsste doch am Dünger und an Pflanzenschutzmitteln sparen, weniger Transportaufwand haben und weniger Lagerraum benötigen. Auf der Einnahmenseite sollten doch höhere Direktzahlungen eintreffen.

Von welcher Ertragsrelation zwischen konventionellem und ökologischem Landbau gehst Du aus, wenn Du das doppelte Preisniveau benötigs, um ähnlich rentabel zu sein?
Gespeichert

Matze

  • Full Member
  • ***
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Männlich
  • Beiträge: 386
  • Beruf: Landwirt
Re: Explodiert jetzt der Preis für Biogetreide?
« Antwort #36 am: 14. Februar 2017, 16:12:16 »

Der Ökobauer hat in den meisten Fällen in seiner Fruchtfolge ein Jahr mit kaum bis keinem Verkaufsertrag, das Jahr mit den Leguminosen wie Klee. Ich kenne nur einen Betrieb, Öko, der ohne Kleegrasjahr auskommt, Jotesen auf einem vermutlich günstigen Standort.  ;D
Bei meinem Betrieb ohne Tierhaltung tragen die Verkaufsfrüchte der Marktfruchtfelder, also z.B. 3 das Feld mit dem Kleegras mit. Bei gleicher Pachthöhe versteht sich. Beibehaltungsprämie 230 Euro hier und einem Ertragsunterschied von meist 50 bis 60 % und das jedes Jahr zu konventionell wirtschaftenden Betrieben. Das Jahr ohne Verkaufsernte macht den Unterschied und Kleegras ist hier in der Marktfruchtgegend nicht wirklich als Verkaufsfrucht gesucht. Kein Jammern mache es ja freiwillig, aber bei dem aufbauenden Kleejahr in der Fruchtfolge reicht die Prämie nicht aus als Ausgleich. Im Süden sind die Ertragsunterschiede aber anders und es lassen sich auch andere Früchte anbauen, vielleicht erreicht die Soja ja noch die Ostsee.....
Gruss Matze
Gespeichert
Done is better than perfect
SH Ostseeküste, sandiger Lehm, 60 BP, 744 mm Niederschlag (2018 = 469 mm)

Wade

  • Hero Member
  • *****
  • Online Online
  • Geschlecht: Männlich
  • Beiträge: 2 980
  • Beruf: Landwirt
Re: Explodiert jetzt der Preis für Biogetreide?
« Antwort #37 am: 14. Februar 2017, 16:28:50 »

... Bzw um Wettbewerbsfähig mit Konvis zu sein bräuchte ich ~ doppelten Preis von Konventionell (grob übern Daumen).

Der Biobauer müsste doch am Dünger und an Pflanzenschutzmitteln sparen, weniger Transportaufwand haben und weniger Lagerraum benötigen. Auf der Einnahmenseite sollten doch höhere Direktzahlungen eintreffen.

Von welcher Ertragsrelation zwischen konventionellem und ökologischem Landbau gehst Du aus, wenn Du das doppelte Preisniveau benötigs, um ähnlich rentabel zu sein?

Das war nur ne ganz grobe Hausnummer. Haben hier sonst auf den besseren Böden (60-70bp) 80-90dt Weizen gerntet, da gehe ich davon aus dass wir nach der Umstellungsphase auch mindestens 40dt Ernten. Auf den schlechteren Flächen (20-30bp) werden wir im Schnitt wohl auch nur die Hälfte ernten (20-30dt anstatt 40-60). Da merkt man dann aber schon die zusätzliche Bioprämie.

Man darf aber halt nicht vergessen dass man ~20% Kleegras in der Fruchtfolge hat, das zieht den Gesamt DB etwas runter (uns fehlt meist das Wasser im Sommer um da gescheite Zwischenfrucht mit Leguminosen hinzubringen).
Bei PSM spart man natürlich auch, hat dafür wieder etwas höhere Kosten bei Bodenbearbeitung/mechanische Unkrautbekämpfung
Transport & Lagerkosten fallen bei mir untern Tisch. Das sind eigentlich nur Peantus. Lager habe ich sowiso ausreichend, man lagert zwar weniger aber die Lagerhygiene (vor allem in Altbauten) wird schon schwieriger ohne Actellic. Dreschen geht normal auch schneller (steht ja nur die Hälfte), aber wenns grün durchwächst gehts auch mal langsamer. Dann muss auch mal mehr getrocknet werden. Denke das wiegt sich so ungefähr wieder auf.


Wenn ich das doppelte Preisniveau habe fahre ich mit Bio sicherlich besser, hab den Vorteil einiges an Grünland im Betrieb zu haben und kann damit sehr viel Dünger in Form von Mist zukaufen und auf die Ackerflächen ausbringen. Gesamtbetrieblich max 40 kg N/ha, wenn man also 50% Grünland hat kann man schon 80kg N aufn Acker bringen. Kleegras & Leguminosen bekommen auch nichts also bekommt der Rest schon >120kg N  ;) 
Gespeichert
Bioland Landwirt seit 2012

guest176

  • Gast
Re: Explodiert jetzt der Preis für Biogetreide?
« Antwort #38 am: 14. Februar 2017, 16:30:46 »

Hallo!
Zum anderen kommt noch dazu das Heute eher richtung gesundes Essen , richtung Vegan, Früchte,Gemüse geht als Bio Fleisch und Bio Milch..
Das fällt durchaus auf, die gesamte Ernährung ist wichtiger, als das ein paar Zutaten "biologisch" erzeugt wurden. Und der Anteil der veganen Bevölkerung, die sich nur von heimischer Biokost ernähren dürfte wohl marginal sein  ;D
Ansonsten muss ich Frank zustimmen, deine Beiträge sind meistens sehr informativ und interessant, aber manchmal etwas schwer zu verstehen  :-X

Weiterhin versteh ich diese ganze Diskussion auch immer nicht wirklich, der Bioanteil an der gesamten (inkl. Grünland) landwirtschaftlichen Fläche ist in den letzten 20 Jahren um 5 % gestiegen und liegt derzeit bei 7 %. Einerseits zeigt das für mich, dass die Nachfrage schlicht und einfach nicht in dem Umfang existiert, wie das gerne behauptet wird. Ziemlich sicher dürften die ökologischen Betriebe einen überdurchschnittlich hohen Anteil an Grünland bewirtschaften und wenn auf den Ackerflächen ganz grob dann die Hälfte der konventionellen Erträge über die gesamte Fruchtfolge geerntet wird, dürften es also nichtmal 2-3 % der Deutschen Getreideproduktion sein, die aus "biologischer" Produktion stammen. Wenn diese dann mit 100.000 ha aus fragwürdiger Herkunft gemischt werden hat das schon durchaus einen Einfluss auf die Marktpreise, ist ja ganz klar. Trotzdem bleibt die gesamte Menge immer noch gering.

Wahrscheinlich hat auch "Bio-Getreide" für den Verbraucher längst nicht den Stellenwert wie "Bio-Gemüse" oder Fleisch von "Bio-Tieren"

Solange man also nicht prämiengetriebene Pachtfanatiker in der Nähe hat (die es ja aber auch aus anderen Bereichen gibt), könnte es den konventionellen Kollegen doch eigentlich recht egal sein, was mit "biologischer" Landwirtschaft ist, solange man nicht ständig von irgendwelchen Leuten (und leider auch gelegentlich Bio-Kollegen) gesagt bekommt, was man für ein schlechter Mensch/Umweltvernichter/Tierquäler/und-sonst-noch ist, was natürlich nur an der Betriebsform liegt.

Und wenn konventionelle erzeugtes Getreide aus Süd-ost Europa unter extensiven konventionellen Bedingungen angebaut wird, aufgrund der Witterung sowieso praktisch keine Fungizide benötigt, wie sollen dann da auch irgendwelche "Rückstände" gefunden werden können, anhand derer man die Existenz nachweisen kann? Wenn es dann auch nur in sekundärer Form als tierisches Produkt auf dem Teller landet, gibt es doch eigentlich überhaupt keinen Unterschied mehr. Selbstverständlich wird der findige kriminelle seine Chance erkennen  ;D

Mfg
Niedersachse

Die Nachfrage wäre ja hier, in D, glaube ich. Sie wird aber durch Import gedeckt. Es fehlt vielleicht in D ein so richtig deutsches Biolabel- also nur ein Verband und eine Marke für bio-organisch wie in A und CH.... Damit wäre die Marktmacht der Bauern auch deutlich grösser !
Was mir immer auffällt ist, es gibt wohl in D keinen Mittelweg zwischen konvi und Bio ? Marken-Weizen der nicht Bio ist ?

etwas ot aber passt vielleicht zu deinem post http://www.agrar-tvnews.de/sendungen/die-nordstory-besser-ohne-bio/
Gespeichert

Schorsch

  • Vereinsmitglied
  • ***
  • Offline Offline
  • Beiträge: 5 602
Re: Explodiert jetzt der Preis für Biogetreide?
« Antwort #39 am: 14. Februar 2017, 19:30:36 »

Der Ökobauer hat in den meisten Fällen in seiner Fruchtfolge ein Jahr mit kaum bis keinem Verkaufsertrag, das Jahr mit den Leguminosen wie Klee. Ich kenne nur einen Betrieb, Öko, der ohne Kleegrasjahr auskommt, Jotesen auf einem vermutlich günstigen Standort.  ;D
Bei meinem Betrieb ohne Tierhaltung tragen die Verkaufsfrüchte der Marktfruchtfelder, also z.B. 3 das Feld mit dem Kleegras mit. Bei gleicher Pachthöhe versteht sich. Beibehaltungsprämie 230 Euro hier und einem Ertragsunterschied von meist 50 bis 60 % und das jedes Jahr zu konventionell wirtschaftenden Betrieben. Das Jahr ohne Verkaufsernte macht den Unterschied und Kleegras ist hier in der Marktfruchtgegend nicht wirklich als Verkaufsfrucht gesucht. Kein Jammern mache es ja freiwillig, aber bei dem aufbauenden Kleejahr in der Fruchtfolge reicht die Prämie nicht aus als Ausgleich. Im Süden sind die Ertragsunterschiede aber anders und es lassen sich auch andere Früchte anbauen, vielleicht erreicht die Soja ja noch die Ostsee.....
Gruss Matze

Ok, da hab ich das System nicht komplett fertig gedacht. Ich erinnere mich noch an die Diskussion zu diesem Thema auf AW vom vergangenen Jahr. Da hatte ich geschätzt, dass der Ertrag eines Bio-Ackerbauern bei uns etwa halb so hoch sei als bei den Konventionellen, woraufhin mir heftig widersprochen wurde.
Gespeichert

Heico

  • Vereinsmitglied
  • ***
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Männlich
  • Beiträge: 3 497
Re: Explodiert jetzt der Preis für Biogetreide?
« Antwort #40 am: 14. Februar 2017, 19:37:04 »

Wenn man den Fruchtfolgeertrag rechnet, dann sind es bei Getreide nur 35 bis 40%, da das Kleegras mit eingerechnet werden muss.
Bei den Viehhaltern ist das Verhältnis besser weil da das Kleegras genutzt wird.
Gespeichert

tuning Esel

  • Hero Member
  • *****
  • Online Online
  • Geschlecht: Männlich
  • Beiträge: 2 288
Re: Explodiert jetzt der Preis für Biogetreide?
« Antwort #41 am: 14. Februar 2017, 20:21:08 »

Passt irgendwie dazuhttps://www.youtube.com/watch?v=45Mf8xy9hYM
Gespeichert

jotesen

  • Vereinsmitglied
  • ***
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Männlich
  • Beiträge: 5 385
  • Beruf: Betriebsleiter
Re: Explodiert jetzt der Preis für Biogetreide?
« Antwort #42 am: 15. Februar 2017, 22:36:25 »

Der Ökobauer hat in den meisten Fällen in seiner Fruchtfolge ein Jahr mit kaum bis keinem Verkaufsertrag, das Jahr mit den Leguminosen wie Klee. Ich kenne nur einen Betrieb, Öko, der ohne Kleegrasjahr auskommt, Jotesen auf einem vermutlich günstigen Standort.  ;D
Ich weiß sofort noch 5 andere. Alle nicht hier vertreten, davon aber 3 in meiner Umgebung.
Gespeichert
- = Ökologischer Landbau in der Magdeburger Börde und der Heide = -

Wer mir was gutes tun will, findet hier meine Amazon Wunschliste.

Heico

  • Vereinsmitglied
  • ***
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Männlich
  • Beiträge: 3 497
Re: Explodiert jetzt der Preis für Biogetreide?
« Antwort #43 am: 15. Februar 2017, 22:44:56 »

War heute auf der Biofach in Nürnberg. Das Biogetreide ist ausverkauft. Mal sehn was passiert.
Gespeichert

jotesen

  • Vereinsmitglied
  • ***
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Männlich
  • Beiträge: 5 385
  • Beruf: Betriebsleiter
Re: Explodiert jetzt der Preis für Biogetreide?
« Antwort #44 am: 15. Februar 2017, 22:51:46 »

War heute auf der Biofach in Nürnberg. Das Biogetreide ist ausverkauft. Mal sehn was passiert.

Ich kann dir versprechen, dass es nicht ausverkauft ist. Dinkel liegt noch einiges in sehr vielen Lägern. Von meinem Mais ist auch erst ein Teil verkauft, wird aber sicher auf der Biofach seine Abnehmer finden.
Gespeichert
- = Ökologischer Landbau in der Magdeburger Börde und der Heide = -

Wer mir was gutes tun will, findet hier meine Amazon Wunschliste.