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Autor Thema: Unfälle in der Landwirtschaft  (Gelesen 412226 mal)

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Ede

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Re: Unfälle in der Landwirtschaft
« Antwort #780 am: 21. Juni 2021, 14:07:35 »

Der angebaute Düngerstreuer ist dann auf eigenes Risiko auf der Straße.

Wieso auf eigenes Risiko? Denke, das ist doch klar ausgedrückt oben bei Charlie: der angebaute Düngerstreuer hat ne Nutzlast angegeben, die nicht überschritten werden darf. Ebenso das zGG und die zulässigen Achslasten des Schleppers nicht. Wenn das eingehalten wird, dann ist alles ok.

Gruß
Ede
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Georg

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Re: Unfälle in der Landwirtschaft
« Antwort #781 am: 21. Juni 2021, 14:45:22 »

Ich habe heute früh aufgrund der Diskussion hier mal an einen zuständigen Herren eines  Landes - Verkehrsministeriums
folgende Anfrage geschickt:

Sehr geehrter Herr XXXXXXX

Es kam bei einer DIskussion unter Landiwrten folgende Fragen auf:
1.Darf man auf einem Siloballenwickler einen Ballen auf der Straße mitnehmen? Ja oder nein?  Ich bin mir da nicht so sicher!? Ein Siloballenwickler ist angehängtes Anbaugerät (meist auf einer Achse und ungebremst da leicht genug) Also darf mit einem Anbaugerät nichts transportiert werden.
2. Darf der Korntank eines Mähdreschers auf öffentlicher Straße gefüllt sein? Der Drescher ist ja eine selbstfahrende Arbeitsmaschine und darf als solche keine Ladung auf öffentlicher Straße transportieren?!
3. Und nun wird es spannend: Wie ist es mit einer gefüllten Pflanzenschutzspritze oder einem gefüllten Düngerstreuer auf öffentlicher Straße??? Beides sind klassische Anbaugeräte, demzufolge ja nicht zum Transport von Gütern auf öffentlicher Straße gedacht bzw. zugelassen? Oder doch?

Sehr geehrter Herr Dürrstein,

Arbeitsmaschinen bzw. –geräte dürfen durchaus in gewissen Rahmen mit Ladeflächen ausgestattet sein, d. h. es können dann auch entsprechen Güter befördert werden. Genau festgelegt ist dieser Rahmen natürlich nicht, der Zweck der Verrichtung von Arbeit muss jedoch deutlich im Vordergrund stehen. Die sonstigen Vorschriften bleiben selbstredend unberührt.

In den von Ihnen geschilderten Fällen 1 u. 2 wird in aller Regel das Problem sein, dass die zulässigen Achslasten u. Gewichte bei Fahrt mit Ladung nicht eingehalten werden; damit erübrigt sich natürlich jeder weitere Gedanke. Im Fall 3 ändert das angebaute Anbaugerät i. d. R. nichts an der Einstufung des Zugfahrzeugs, insoweit entsteht hier i. d. R. kein Problem, es sei denn, andere Vorschriften werden nicht eingehalten.


Hmm. ist halt ne nichtssagende Ministeriumsauskunft, bei der sich Jede(r) raussuchen kann wie es gerade für Ihn/Sie passt? Entscheiden tut dann vor Ort bei Sachschäden die Polizei und bie Personenschäden der Richter?!




 


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Meisteringenieur

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Re: Unfälle in der Landwirtschaft
« Antwort #782 am: 21. Juni 2021, 16:49:40 »

Du darfst theoretisch glaub ich nicht mal ein Folgekennzeichen an die Spritze machen. Ist ja kein Anhänger.
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klausg

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Re: Unfälle in der Landwirtschaft
« Antwort #783 am: 21. Juni 2021, 17:53:51 »

Du darfst theoretisch glaub ich nicht mal ein Folgekennzeichen an die Spritze machen. Ist ja kein Anhänger.

Die Alternative wäre, wie beim Mähdrescher Name und Adresse drauf zu schreiben. Da ist mir bei der Spritze das Folgekennzeichen lieber.
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Stanky

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Re: Unfälle in der Landwirtschaft
« Antwort #784 am: 21. Juni 2021, 18:28:41 »

Moin,
doch, bei der Anhängespritze gehört ein Folgekennzeichen, sie darf sogar mit 40km/h und Folgekennzeichen gefahren werden, wenn sie die technischen Voraussetzungen erfüllt. Begründen kann ich das nicht, ich habe mich aber vor vier Jahren damit befaßt und das so in Erfahrung gebracht.
Warum ein Großflächenstreuer zugelassen sein muß und die Spritze nicht, erschließt sich mir nicht, aber das ist so! :basta:
Gruß
Frank
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muh

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Re: Unfälle in der Landwirtschaft
« Antwort #785 am: 21. Juni 2021, 18:30:01 »

Du darfst theoretisch glaub ich nicht mal ein Folgekennzeichen an die Spritze machen. Ist ja kein Anhänger.

Darfst du m.W. schon.
Sogar mit 40kmh. Ist eine angehàngte Arbeitsmaschine.
Kommt jedoch drauf an, was der Hersteller deklariert hat.

Georg kann das ja mal bei seinem Ministerialbeamten nachfragen. Dann bekommen wir bestimmt die passende rechtskonforme Antwort.
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tuning Esel

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Re: Unfälle in der Landwirtschaft
« Antwort #786 am: 21. Juni 2021, 18:57:07 »

Dass ist immer ne darstellungsfrage..
Hier gab es vor Jahren paar schlaue die den Pferdeanhänger als Hobbygeräte einslöten, da zahlt man fast keine Steuer in der CH da es wie ein Arbeitsgerät besteuert wirrt und nicht zum Transport dient, dass ging solange gut bis die Personnen mal im Landhandel paar Ballen Strohr oder Futter säcke holeten damit, dass wurde dan sehr sehr teuer.. ich weiss von nem fall der vor Gericht endete mit knapp 15000.- SFR kosten..Steuer hinterziehung, Dokumente fälschung, illegale Transport mit Arbeitswerkzeug usw.. Macht heute keiner mehr hier.. Polizei nam fast jeden Pferdeanhänger raus um zu schauen was auf den Papieren stand..
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Peter83

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Re: Unfälle in der Landwirtschaft
« Antwort #787 am: 21. Juni 2021, 19:04:37 »

Moin,
doch, bei der Anhängespritze gehört ein Folgekennzeichen, sie darf sogar mit 40km/h und Folgekennzeichen gefahren werden, wenn sie die technischen Voraussetzungen erfüllt. Begründen kann ich das nicht, ich habe mich aber vor vier Jahren damit befaßt und das so in Erfahrung gebracht.
Warum ein Großflächenstreuer zugelassen sein muß und die Spritze nicht, erschließt sich mir nicht, aber das ist so! :basta:
Gruß
Frank

??icu dacht, gerade die geht ohne. Da blickt doch keiner durch. Soll amazone mir sagen, wenn die neue kommt.

Bej der Catros war ich auch verwundert, warum sie ueber 3,5t keine Bremsebraucht. Auch sone sonderegel (Achslast Geraet im Verhaeltnis zum Gewicht desSchleppers)
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Swissfarmer

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Re: Unfälle in der Landwirtschaft
« Antwort #788 am: 21. Juni 2021, 19:08:19 »

bei meinem Ballenwickler steht explizit im Fahrzeugausweis das damit keine Ballen transportiert werden dürfen.
ich besitze ein gezogenes Mähwerk und einen Wurmschwader, der Schwader hat sogar Tüv und sind beide ohne mech. Transportsicherung ausgerüstet. zur strassenfahrt schliesse ich die Kugelhahn an der Steckkupplung.

Gruss Christian
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Geba

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Re: Unfälle in der Landwirtschaft
« Antwort #789 am: 22. Juni 2021, 00:37:46 »

Ich weiß gar nicht warum man da ewig diskutieren muss?!
Ein Wickelgerät ist ein angebautes/angehängtes Arbeitsgerät und darf keine Ballen transportieren  :basta:
Spritze und Düngerstreuer sind ebenfalls angebaute/angehängte Arbeitsgeräte, die zur Ausführung der vorgesehenen Arbeiten beladen gefahren dürfen (unter Berücksichtigung der zulässigen Achslasten und Gesamtgewicht).
Dürfte man damit beladen nur im Acker fahren, wäre man beim Umdrehen auf einem Grasweg schon in der Strafe.
Unser Pferdeanhänger hat auch eine grüne Nummer. Damit wurde auf Turniere gefahren. In diesem Fall sind die Pferde Sportgeräte und dürfen mit grüner Nummer steuerfrei gefahren werden. Alles ganz legal.
Allerdings weiß ich nicht ob ich damit auch eine Palette Saatgut oder Anderes in der Landwirtschaft fahren dürfte -funktionieren tut's auf jeden Fall... :pfeiff:
...angehängtes Anbaugerät...
Ja wie jetzt?
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Cat-Driver

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Re: Unfälle in der Landwirtschaft
« Antwort #790 am: 22. Juni 2021, 21:39:52 »

Zitat
Spritze und Düngerstreuer sind ebenfalls angebaute/angehängte Arbeitsgeräte, die zur Ausführung der vorgesehenen Arbeiten beladen gefahren dürfen

Nicht ganz: Spritze ist ein Arbeitsgerät, darf ohne Zulassung, beladen (im erlaubten Rahmen), ohne Zulassung bis 40km/h (je nach Hersteller,  mein Schwader darf 50) gefahren werden.

Dung/Düngerstreuer/Güllefass etc. gilt als Transportgerät, sprich mit Folgekennzeichen/ohne Zulassung nur 25km/h (gilt übrigens nur für Landwirtschaft!!! Lohnunternehmer, Gewerbebetrieb etc. müssen ab 6km/h zulassen). Mehr als 25 km/h muss zugelassen werden. Gewerbliche Transporte vom Landwirt ebenfalls nur mit Zulassung. Beispiel: Biogasanlage kauft Mais ab Feld = gewerblicher Transport. Beim Kauf ab Biogasanlage ist der Transport landwirtschaftlich.

Zitat
Allerdings weiß ich nicht ob ich damit auch eine Palette Saatgut oder Anderes in der Landwirtschaft fahren dürfte

Nein, noch nichtmal Futtermittel für´s Pferd
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Ede

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Re: Unfälle in der Landwirtschaft
« Antwort #791 am: 23. Juni 2021, 08:49:05 »

Zitat
Allerdings weiß ich nicht ob ich damit auch eine Palette Saatgut oder Anderes in der Landwirtschaft fahren dürfte

Nein, noch nichtmal Futtermittel für´s Pferd
Dann ist der aber für Sportzwecke auf grüner Nummer zugelassen, oder? Ich hab einen auf grüner Nummer für die Landwitschaft, damit darf ich doch Saatgut holen!?
Halt keine Möbel aus dem Möbelhaus oder sonstwas, oder?

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Ede
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Peter83

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Re: Unfälle in der Landwirtschaft
« Antwort #792 am: 23. Juni 2021, 08:58:33 »

Zitat
Allerdings weiß ich nicht ob ich damit auch eine Palette Saatgut oder Anderes in der Landwirtschaft fahren dürfte

Nein, noch nichtmal Futtermittel für´s Pferd
Dann ist der aber für Sportzwecke auf grüner Nummer zugelassen, oder? Ich hab einen auf grüner Nummer für die Landwitschaft, damit darf ich doch Saatgut holen!?
Halt keine Möbel aus dem Möbelhaus oder sonstwas, oder?

Gruß
Ede

Wenn Futter auf dem Sportpferdehänger ist - ist es dann Fahren ohne Zulassung anstelle von Steuerhinterziehung?!
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Jumby10

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Re: Unfälle in der Landwirtschaft
« Antwort #793 am: 23. Juni 2021, 10:28:46 »

Diese ganze Geschichte mit der landwirtschaftlichen grünen Nummer wird doch recht weit ausgelegt.
Ich wurde vor ein paar Jahren, mit einem, mit grüner Nummer zugelassenen PKW-anhänger auf dem ich meinen Motorroller zur Werkstatt transportierte, von der Polizei angehalten.
Der ältere der beiden Beamten meinte gleich etwas süffisant "mal schauen was der jungen Kollege vorhat".
Ich befürchtete Ladungssicherung, doch er war der Meinung Steuerhinterziehung. Auf meine Angaben das ich den Roller als Flurfahrzeug nutzen würde verzichtete er erstmal auf darauf eine Anzeige zu schreiben und den Vorfall erst mit den Finanzbehörden und Staatsanwalt klären wolle.
Das Ende vom Lied war das der Vorgang niedergelegt wurde, jedoch die Behörden darauf bestanden das er sich die Arbeit machen musste eine Anzeige zu schreiben und diese dann gleich wieder niederzulegen.
Ein Polizist der bei uns in der Nachbarschaft meinte damals auch gleich das da nichts dabei rauskommen werde.
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Georg

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Re: Unfälle in der Landwirtschaft
« Antwort #794 am: 23. Juni 2021, 11:39:39 »

Diese ganze Geschichte mit der landwirtschaftlichen grünen Nummer wird doch recht weit ausgelegt.
Ich wurde vor ein paar Jahren, mit einem, mit grüner Nummer zugelassenen PKW-anhänger auf dem ich meinen Motorroller zur Werkstatt transportierte, von der Polizei angehalten.
Der ältere der beiden Beamten meinte gleich etwas süffisant "mal schauen was der jungen Kollege vorhat".
Ich befürchtete Ladungssicherung, doch er war der Meinung Steuerhinterziehung. Auf meine Angaben das ich den Roller als Flurfahrzeug nutzen würde verzichtete er erstmal auf darauf eine Anzeige zu schreiben und den Vorfall erst mit den Finanzbehörden und Staatsanwalt klären wolle.
Das Ende vom Lied war das der Vorgang niedergelegt wurde, jedoch die Behörden darauf bestanden das er sich die Arbeit machen musste eine Anzeige zu schreiben und diese dann gleich wieder niederzulegen.
Ein Polizist der bei uns in der Nachbarschaft meinte damals auch gleich das da nichts dabei rauskommen werde.

Du schreibst ja: ... vor ein paar Jahren......
Und es ist heute noch meist so wenn DU von einer "normalen Polizeistreife" kontrolliert wirst! Jde Anzeige mach tihm eigentlich nur unnütze Arbeit, weil er gar nicht weiß wie er die Anzeige richtig schreiben soll, damit der Staatsanwalt auch aktiv wird, also lässt er es leiber gleich und winkt Dich durch... ;D

Aber, komme mal in eine Kontrolle bei der Polizeibeamte dabei sind die genau auf diese Materie geschult sind! Gutes Beispiel sind Kontrollen auf der Autobahn!
Da hat mir doch vor 3 JAhren mal einer 2 Punkte und ensprechender Strafe aufgedrückt weil ich mit dem Anhänger 100 km/h (so zugelassen) gefahren bin aber die Reifen des Anhängers zu alt waren!  Hallo gehts noch? Wer schaut bitte dorthin! Ja ein Polizist der darauf geschult ist oder die BAG!

Wenn von so einer Seite eine Anzeige kommt, kann man sich den Anruf bei nem Anwalt gleich sparen!
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