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Tier und Stall => Geflügel => Thema gestartet von: Günni am 14. April 2011, 13:07:12

Titel: Hähnchenmast
Beitrag von: Günni am 14. April 2011, 13:07:12
Hallo,
bin neu hier im Forum und wollte mal fragen ob sich hier auch Hähnchenmäster tummeln mit denen man sich mal austauschen könnte.
Grüße aus dem Norden
Günni
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: Georg am 14. April 2011, 14:11:44
Chickenherbert ist der "Gogerl Fachmann" hier im Forum!
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: Euro-T am 14. April 2011, 15:21:30
Hallo,
bin neu hier im Forum...............
Grüße aus dem Norden
Günni

Hi Günni,

ich kann zwar zu deinem Thema so rein garnix beitragen, aber ein "Herzliches Willkommen im Forum" habe ich parat!   ;D
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: Josef am 14. April 2011, 18:52:29
Hallo,
na ein paar haben wir auch zu bieten :D :D ;D

wir mästen für Wiesenhof, erzähl mal mehr von dir
Gruß Josef
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: Heico am 14. April 2011, 23:07:38
Ich bin von der Konkurrenz und mäste 100 Stück im Jahr in 3 Sätzen.
Der relative Erfolg ist dabei in der Vermarktung zu finden und nicht in der Mast.
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: John Deere 7830 am 02. Januar 2016, 22:29:32
Mit welchen Kosten kann man derzeit für einen 40000 Maststall rechnen pro m2?
Geht mir nur um einen Richtwert ohne besonderer Auflagen. Hab einen Wert aus 2010 und ein Bekannter rechnet mit dem doppelten an Kosten. Würde mich interessieren  wer näher liegt.
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: Biobauer am 02. Januar 2016, 22:32:12
Ich bin von der Konkurrenz und mäste 100 Stück im Jahr in 3 Sätzen.
Der relative Erfolg ist dabei in der Vermarktung zu finden und nicht in der Mast.

die essen wir ja schon fast selbst
was für welche mästest du, ich hab bressen, und altsumtaler, steh auf zweinutzung ;)
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: John Deere 7830 am 02. Januar 2016, 22:33:16
Mit welchen Kosten kann man derzeit für einen 40000 Maststall rechnen pro m2?
Geht mir nur um einen Richtwert ohne besonderer Auflagen. Hab einen Wert aus 2010 und ein Bekannter rechnet mit dem doppelten an Kosten. Würde mich interessieren  wer näher liegt.
Pro Stallplatz natürlich
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: Heico am 03. Januar 2016, 01:33:16

die essen wir ja schon fast selbst
was für welche mästest du, ich hab bressen, und altsumtaler, steh auf zweinutzung ;)

Würden wir auch gerne selber essen, aber die Kundschaft reisst sie uns aus den Händen.
Es sind  ISA JA 757 weiß. Verkaufsgewicht von 2,5 bis 3 kg.
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: Jan am 03. Januar 2016, 07:52:14
Mit welchen Kosten kann man derzeit für einen 40000 Maststall rechnen pro m2?
Geht mir nur um einen Richtwert ohne besonderer Auflagen. Hab einen Wert aus 2010 und ein Bekannter rechnet mit dem doppelten an Kosten. Würde mich interessieren  wer näher liegt.
Pro Stallplatz natürlich

Sollte so um und bei 12 Euro liegen. Ohne Abluftfilter.
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: Josef am 03. Januar 2016, 08:30:25
Mit welchen Kosten kann man derzeit für einen 40000 Maststall rechnen pro m2?
Geht mir nur um einen Richtwert ohne besonderer Auflagen. Hab einen Wert aus 2010 und ein Bekannter rechnet mit dem doppelten an Kosten. Würde mich interessieren  wer näher liegt.
Pro Stallplatz natürlich

Sollte so um und bei 12 Euro liegen. Ohne Abluftfilter.

Hallo,,
Ich denke damit kommst du nicht mehr hin, geh man lieber von 14 bis 15€ aus, wenn das überhaupt noch reicht. 40000 ohne Abluftwäscher dürfte schwer werden!
Hier werden über 15 Jahre alte Ställe für bis zu 17€ je Platz verkauft, da muss man anschließend noch renovieren.
Gruß Josef
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: Stefan81 am 03. Januar 2016, 08:49:37
Mit welchen Energieträger werden Hähnchenställe geheizt?
Geht das auch mit Fußbodenheizung und Hackschnitzelheizung oder wird da nur mit Warmluft-Gaskanonen geheizt?
Wie hoch sind die jährlichen Heizkosten für eine 40000er Anlage?
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: Josef am 03. Januar 2016, 10:08:11
Mit welchen Energieträger werden Hähnchenställe geheizt?
Geht das auch mit Fußbodenheizung und Hackschnitzelheizung oder wird da nur mit Warmluft-Gaskanonen geheizt?
Wie hoch sind die jährlichen Heizkosten für eine 40000er Anlage?

Bei uns mit Erdgas und Gaskanonen.
Fußbodenheizung ist schon wieder Out, hat die Erwartungen nicht erfüllt.
Natürlich gehen auch Hackschnitzel, Gaskanonen bekommst du nicht mehr genehmigt ( offene Flamme im Stall)
Du kannst etwa so ganz grob von 10 bis 14000€ ausgehen. Aber Energie ist nur ein Kostenfaktor, da gibt es viel bedeutendere!
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: John Deere 7830 am 03. Januar 2016, 10:17:06
Danke für den Wert. Meiner war aus 2008 mit 10€, der Kollege rechnet  mit 20€. Wenn ich jetzt davon ausgehe dass das hier Neuland ist und nix "von der Stange" kommt, wird das schon passen.
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: John Deere 7830 am 03. Januar 2016, 10:18:18
Mit welchen Energieträger werden Hähnchenställe geheizt?
Geht das auch mit Fußbodenheizung und Hackschnitzelheizung oder wird da nur mit Warmluft-Gaskanonen geheizt?
Wie hoch sind die jährlichen Heizkosten für eine 40000er Anlage?

Bei uns mit Erdgas und Gaskanonen.
Fußbodenheizung ist schon wieder Out, hat die Erwartungen nicht erfüllt.
Natürlich gehen auch Hackschnitzel, Gaskanonen bekommst du nicht mehr genehmigt ( offene Flamme im Stall)
Du kannst etwa so ganz grob von 10 bis 14000€ ausgehen. Aber Energie ist nur ein Kostenfaktor, da gibt es viel bedeutendere!
Ein ehemaliger Schulkollege hat jetzt nach 3 oder 4 Jahren eine Fußbodenheizung eingebaut.
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: Josef am 03. Januar 2016, 10:28:20
Mit welchen Energieträger werden Hähnchenställe geheizt?
Geht das auch mit Fußbodenheizung und Hackschnitzelheizung oder wird da nur mit Warmluft-Gaskanonen geheizt?
Wie hoch sind die jährlichen Heizkosten für eine 40000er Anlage?

Bei uns mit Erdgas und Gaskanonen.
Fußbodenheizung ist schon wieder Out, hat die Erwartungen nicht erfüllt.
Natürlich gehen auch Hackschnitzel, Gaskanonen bekommst du nicht mehr genehmigt ( offene Flamme im Stall)
Du kannst etwa so ganz grob von 10 bis 14000€ ausgehen. Aber Energie ist nur ein Kostenfaktor, da gibt es viel bedeutendere!
Ein ehemaliger Schulkollege hat jetzt nach 3 oder 4 Jahren eine Fußbodenheizung eingebaut.

Nachrüsten?
Boden raus, nach unten isolieren und wieder neu aufbauen?? Das wird teuer!
Wenn der Boden sowieso erneuert werden muss ok, aber nach drei Jahren? Eine Fußbodenheizung ist zu träge, bis die reagiert dauert es lange, zum Aufheizen top aber wenn da eine Schicht Einstreu drauflegt?
Die Einstreu wird auch schnell mal zu Asche, gut für die Fußballen, schlecht für die Staubbildung, da bekommt man schnell Atemwegserkrankungen.
Ich hab mich in der letzten Zeit auch für Hackschnitzelheizung interessiert, mein Fazit nach drei Wochen Recherche, die Gaskanonen sind doch garnicht mal so schlecht und preislich immer noch Top.
( liegt sicher daran das ich keine Warmeasserheizung habe)
Wie sagen die Gärtner immer zu mir: Du mit deinem kleinen Bedarf ( über 500000kW ) kannst am Besten bei Gas bleiben.  Die Gärtner haben da ganz anderen Bedarf, und sind trotzdem noch beim Gas.
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: Jan am 03. Januar 2016, 11:58:51
Sehe ich ähnlich, wer nicht gerade Biogas oder sonstige Abwärme zur Verfügung hat nimmt am einfachsten Gas. Vom Preis her kommen keine Hackschnitzel und co mit und man sollte auch die Einsatzsicherheit bedenken. Bei 4 Gaskanonen pro 45tsd Stall kann zur Not mal eine ausfallen. Wenn alles von einem Ofen kommt braucht man auf jeden Fall eine Ersatzheizung.

Wie schon gesagt, es gibt wichtigere Stellschrauben als die Energiekosten.
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: Gallus gallus! am 03. Januar 2016, 12:30:23
Danke für den Wert. Meiner war aus 2008 mit 10€, der Kollege rechnet  mit 20€. Wenn ich jetzt davon ausgehe dass das hier Neuland ist und nix "von der Stange" kommt, wird das schon passen.

Wichtige Variablen sind Farmgröße (also Stallanzahl), Bauart der Wände, Heizsystem und -nicht zu vergessen- der Standort und damit die Erschließungskosten.
Ich würde es mal auf 15-17,50 € eingrenzen.
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: MUKUbauer am 03. Januar 2016, 15:20:39
Ich bin von der Konkurrenz und mäste 100 Stück im Jahr in 3 Sätzen.
Der relative Erfolg ist dabei in der Vermarktung zu finden und nicht in der Mast.

Verkaufen könnte ich auch deutlich mehr hier, nur ist mir der Aufwand den die Behörden für´s Schlachten und Fleisch verkaufen haben wollen mir eigentlich zu hoch, bzw. wer Rupft dir deine Hühner ?

Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: Biobauer am 03. Januar 2016, 15:26:05
Ich bin von der Konkurrenz und mäste 100 Stück im Jahr in 3 Sätzen.
Der relative Erfolg ist dabei in der Vermarktung zu finden und nicht in der Mast.

Verkaufen könnte ich auch deutlich mehr hier, nur ist mir der Aufwand den die Behörden für´s Schlachten und Fleisch verkaufen haben wollen mir eigentlich zu hoch, bzw. wer Rupft dir deine Hühner ?

hier gibts eu zugelassene geflügelschlachthöfe, termin machen , hinbringen, ne halbe stunde später küchenfertig mitnehmen, gockel 1,50, gans 5 euro. und wegen verkaufen, bei mir sind das bis jetzt noch geschenke bzw eigenverbrauch, abe rich hab hier auch für mein wild einen zugelassenen schlacht und zerlegeraum, so schlimm ist das nicht
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: Heico am 03. Januar 2016, 18:35:26
Ich bin von der Konkurrenz und mäste 100 Stück im Jahr in 3 Sätzen.
Der relative Erfolg ist dabei in der Vermarktung zu finden und nicht in der Mast.

Verkaufen könnte ich auch deutlich mehr hier, nur ist mir der Aufwand den die Behörden für´s Schlachten und Fleisch verkaufen haben wollen mir eigentlich zu hoch, bzw. wer Rupft dir deine Hühner ?

Handarbeit zu hause. Das ist zu aufwändig, aber man sieht, dass es sich von der Maschinenarbeit abhebt.
Da werden die Kunden trotz des Preises immer mehr.
Keine Ahnung, wie weit man den Preis anheben sollte. Wir sind jetzt bei 10 €/kg, also 30 €pro schlachtfertiges Hähnchen.
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: Karlos1 am 15. Januar 2016, 15:54:48
Hallo Josef

Ich überlege auch gerade einen Maststall zu errichten.
Aus welchen Gründen ist die Fußbodenheizung bei euch wieder "out"
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: Josef am 15. Januar 2016, 17:45:13
Hallo Josef

Ich überlege auch gerade einen Maststall zu errichten.
Aus welchen Gründen ist die Fußbodenheizung bei euch wieder "out"

Hallo nur kurz:
Zu teuer und zu unflexibel !! Wenns mal kalt wird und du schnell nachheizen musst ist es zu langsam.
Im Sommer wird der Boden sehr trocken gleich zu staubig.
Habe mir heute einen neuen Stall angeschaut, hatte 4 RGAs als Heizung drin.
Gruß Josef
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: Meisteringenieur am 15. Januar 2016, 21:15:20
Ja aber wohl das einzige Heizverfahren  das Niedertemperaturwärme nutzen kann. 
Sprich Wärmepumpe oder Erdwärme oder Restwärme aus Prozessen etc.
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: John Deere 7830 am 06. Januar 2017, 17:40:32
Ein ehemaliger Schulkollege hat jetzt nach 3 oder 4 Jahren eine Fußbodenheizung eingebaut.

Nachrüsten?
Boden raus, nach unten isolieren und wieder neu aufbauen?? Das wird teuer!
Wenn der Boden sowieso erneuert werden muss ok, aber nach drei Jahren? Eine Fußbodenheizung ist zu träge, bis die reagiert dauert es lange, zum Aufheizen top aber wenn da eine Schicht Einstreu drauflegt?

Kommando retour  :police:
Es war die Überlegung eine Fußbodenheizung nachzurüsten weil der Boden aufgrund eines Materialfehlers auszutauschen war. Wurde dann aber nicht eingebaut.

Ein anderer Stall mit Abwärme aus der BGA hat jetzt aber eine eingebaut.
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: Gallus gallus! am 01. Mai 2017, 13:00:53
Hallo Josef

Ich überlege auch gerade einen Maststall zu errichten.
Aus welchen Gründen ist die Fußbodenheizung bei euch wieder "out"

Hallo Karlos,

bist du mit deinen Überlegungen schon weiter?
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: John Deere 7830 am 24. August 2017, 18:52:10
Habe auch mal wieder eine Frage: Habe heute einen einseitigen Bericht gelesen, da war vom Mistanfall die Rede. Hier im Forum gibt es ja einige die auch Mist verkaufen müssen. Wie viel Tonnen fallen da je Durchgang an?
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: Gallus gallus! am 24. August 2017, 19:07:43
10 - 11 kg pro Stallplatz und Jahr.
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: John Deere 7830 am 24. August 2017, 20:29:49
Danke,
also weit weg von den 3kg pro Huhn pro Mastdurchgang
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: Gallus gallus! am 24. August 2017, 20:48:51
Ja. Eher 1,25 kg.
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: Josef am 24. August 2017, 21:35:13
Ja. Eher 1,25 kg.

Ja die Zahl passt! Bei uns ähnlich!

Nur müssen wir den Mist leider nicht verkaufen sondern eher abgeben mit Zuzahlung, aktuell steigt die auf 4€ je to.
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: Henrik am 20. September 2017, 18:57:19
Habe aus den beiden letzten Themen mal extra Themen draus gemacht, denke wenn man was sucht findet man das besser.

einmal die Junghähneaufzucht

http://www.agrowissen.de/de/forum/index.php?topic=22550.0

und einmal die Manegementprogramme für die Hähnchen

http://www.agrowissen.de/de/forum/index.php?topic=22549.0

Gruss

Henrik
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: 309CA am 12. Mai 2018, 12:58:13
Wie hoch sind die Schlachtgewichte und wie viel % haben die Gewichte ???
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: Josef am 12. Mai 2018, 13:03:07
Wie hoch sind die Schlachtgewichte und wie viel % haben die Gewichte ???

Weiß nicht genau was du meinst!?
Wir schlachten mit 1500 und 2100gr vor ( demnächst) und streben zum Ende Geeichte um die 2800 gar an.  Was du mit% meinst verstehe ich nicht, wenn du die Ausschlachtung meinst, wir verkaufen nach Lebendgewicht!
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: Gallus gallus! am 12. Mai 2018, 13:20:39
Bezahlt werden die lebenden Tiere. Je nach Integration gibt es dann Abzüge für z.B. Schmutz auf dem LKW oder verworfene Tiere.
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: 309CA am 12. Mai 2018, 22:18:27
Ich würde gern wissen wie die Schlachtgewichte sind und wie viele z,b 800 gramm haben und wie viel 1000 gramm je Lieferung oder im jahr
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: Gallus gallus! am 12. Mai 2018, 22:44:18
Ich würde gern wissen wie die Schlachtgewichte sind und wie viele z,b 800 gramm haben und wie viel 1000 gramm je Lieferung oder im jahr

Je höher das Lebendgewicht, desto größer die Ausschlachtung. Bei Tieren mit 1.600 g Labendgewicht liegt sie bei knapp 70 %, bei Tieren mit 2.500 g Lebendgewicht liegt sie schon bei rund 72 % (bei gleicher Verwendung des Schlachtkörpers). Ob das deine Frage beantwortet, weiß ich aber nicht. Worum geht es dir?
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: Jan am 13. Mai 2018, 08:19:40
Ich würde gern wissen wie die Schlachtgewichte sind und wie viele z,b 800 gramm haben und wie viel 1000 gramm je Lieferung oder im jahr


Schlachtgewichte sind viele möglich. Von alle weg bei 1600gr bis wenig einstallen und bis 3000gr ohne Vorgiff.
Je nach Programm des Schlachthofes.
Grob kann man sich das selber ausrechnen, du darfst ja nicht über 35 Bzw 39kg Besatzdichte kommen.
Bei 2000qm und drei Ausstallungen werden dann 46000 eingestallt, bei 1550gr gute 20-22 Prozent abgegeben. Dann nochmal bei 2100gr ca 20prozent verkauft und der Rest bis 2800-3000gr
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: Josef am 13. Mai 2018, 08:41:41
Ich würde gern wissen wie die Schlachtgewichte sind und wie viele z,b 800 gramm haben und wie viel 1000 gramm je Lieferung oder im jahr

Du meinst die Schwankungen? Man sagen das ich das gar nicht weis! Nur Tiere die viel zu leicht und nicht zu verwerten sind werden auch nicht bezahlt. Vom Schlachthof bekommen wir nur Stückzahl und Durchschnittsgewucht. Das muss in der „Maske“ liegen. 
Die Gewichte schwanken alleine schon weil wir Hennen und Hähne haben!
Wie Jan schreibt alles ist denkbar und wird nach Absprache mit dem Schlachthof/Integration geplant und gemästet,  jeder das was er für das beste hält!
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: 309CA am 13. Mai 2018, 19:52:29
Ich würde gern wissen wie die Schlachtgewichte sind und wie viele z,b 800 gramm haben und wie viel 1000 gramm je Lieferung oder im jahr


Schlachtgewichte sind viele möglich. Von alle weg bei 1600gr bis wenig einstallen und bis 3000gr ohne Vorgiff.
Je nach Programm des Schlachthofes.
Grob kann man sich das selber ausrechnen, du darfst ja nicht über 35 Bzw 39kg Besatzdichte kommen.
Bei 2000qm und drei Ausstallungen werden dann 46000 eingestallt, bei 1550gr gute 20-22 Prozent abgegeben. Dann nochmal bei 2100gr ca 20prozent verkauft und der Rest bis 2800-3000gr


Und die mit 2800 - 3000 werden dann für Schlegel verwendet, und die leichtere für 800 Gramm und 1200 Gramm ganze Hähnchen wobei ganze Hähnchen wahrscheinlich nicht mehr der Verkaufsschlager sind....
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: Heico am 13. Mai 2018, 20:11:06
Unsere wenigen (100 p.a.) Hähnchen haben ein Schlachtgewicht von 2,5 bis 3,5 kg Netto.
Sie werden hauptsächlich draußen und Nachts im Stall gehalten. Im Winter sind sie auch gerne mal für ne Weile draußen.
Sie leben 3 Monate und dann kommt das jähe Ende. Zum Geldverdienen ist das nix aber die schmecken sehr gut und werden gerne gekauft.
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: 309CA am 13. Mai 2018, 20:30:34
Unsere wenigen (100 p.a.) Hähnchen haben ein Schlachtgewicht von 2,5 bis 3,5 kg Netto.
Sie werden hauptsächlich draußen und Nachts im Stall gehalten. Im Winter sind sie auch gerne mal für ne Weile draußen.
Sie leben 3 Monate und dann kommt das jähe Ende. Zum Geldverdienen ist das nix aber die schmecken sehr gut und werden gerne gekauft.

Und der normale Verbraucher denkt das ist ein Suppenhuhn weil das Fleisch nicht ganz so zart ist und noch mit Zähnen gegessen werden muss
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: Jan am 13. Mai 2018, 20:53:02
was sind Schlegel?
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: Biobauer am 13. Mai 2018, 21:01:36
was sind Schlegel?

ausgelöste beine
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: Josef am 13. Mai 2018, 21:50:05
was sind Schlegel?

Ich wusste es auch nicht,  8) und wir haben Sachkunde  ;D
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: 309CA am 13. Mai 2018, 21:56:07
was sind Schlegel?

Ich wusste es auch nicht,  8) und wir haben Sachkunde  ;D

Im Schwabenland gehen auch die Füße fast bis zum Bauchnabel ;D
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: Gallus gallus! am 16. August 2018, 15:58:12
Moin,

ich hatte gerade ein Überraschungsaudit. Der Auditor meinte, im Emsland würden jetzt zwei größere Maqstbetriebe in die Zwangsversteigerung gehen. Angenommen es stimmt, wird dann die Luft langsam dünn (betriebswirtschaftlich), oder liegen die Gründe außerhalb der Mast?
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: Josef am 16. August 2018, 17:55:59
Bevor ihr fragt ich bin es nicht!  ;D

Ich denke die Hähnchenmast läuft sehr gut! Die Schlachthöfe suchen händeringend Tiere, aber es gibt immer welche die nicht mit den Rahmenbedingungen nicht klar komme!
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: Gallus gallus! am 20. September 2018, 15:44:24
Moin,

bei mir kommt es oft vor, dass beim Ausstallen die Tiergewichte steigen, je weiter wir im Stall nach hinten kommen. D.h. zwischen dem ersten LKW und dem letzten liegen gern mal 60 g / Tier. Ich kann es mir nicht erklären. Eigentlich müsste es doch anders rum sein. Die letzten Tiere bekommen nicht unbedingt was von der letzten Fütterung und haben zum Zeitpunkt der Verwiegung länger genüchtert, weil sie länger im Stall waren.
Entmischt sich das Futter auf 90 m Stalllänge so sehr, dass hinten die besseren Bestandteile ankommen und für höhere Zunahmen sorgen?

Die LKW-Fahrer meinten, das kommt auch bei anderen vor. Habt Ihr auch die Erfahrung gemacht?
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: Josef am 21. September 2018, 10:53:18
Hallo,
kann das auch sein das die Stückzahl variiert ?? Also je LKW!

Wir haben Tunnellüftung, die Abluft geht hinten raus. Man hat immer das Gefühl das Hinten weniger Tiere sind als Vorne.
Das hat ja natürlich auch Einfluss auf das Wachstum.
Frage ist ja auch immer wie bewegen sich die Tiere im Stall, sind die hinteren immer da oder wandern sie durch den Stall?

Das Futter entmischt sich doch eher wenig, die Behälter werden doch nacheinander gefüllt. Außerdem sollten sich die Pellets nicht entmischen, da bliebe ja nur der ganze Weizen!

Gruß Josef
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: vario am 21. September 2018, 12:11:03
Hallo,
es ist so , das die weibliche leichteren und fitteren Tiere nachdem vorfangen nach vorne laufen, deswegen sind die Gewichte hinten meistens höher.
Wir merken das extrem seitdem wir 2 X vorfangen , nachdem die Griller raus sind , sind die Mittelschweren bei der nächsten Schlachtung dann nach der Futterverwertung zu leicht. 
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: Ede am 21. September 2018, 12:29:03
Frage ist ja auch immer wie bewegen sich die Tiere im Stall, sind die hinteren immer da oder wandern sie durch den Stall?

Markier doch einfach mal welche mit Viehzeichenspray oder so und beobachte das!?

Gruß
Ede
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: Chiggn am 21. September 2018, 13:18:15
Moin,

bei uns sieht's genauso aus, dass die Tiere hinten im Stall etwas schwerer sind.
Und das in jedem Stall ( verschiedene Fütterungen, Lüftungen und Wasserlinien...)
Da wir keine Gewichtsstaffel bei unserer Schlachterei haben, stört es mich aber auch nicht weiter.

MfG Chiggn
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: Josef am 21. September 2018, 13:20:10
Frage ist ja auch immer wie bewegen sich die Tiere im Stall, sind die hinteren immer da oder wandern sie durch den Stall?

Markier doch einfach mal welche mit Viehzeichenspray oder so und beobachte das!?

Gruß
Ede

  ;D genau solche Ideen hatten schon mehr.
Das klappt leider nur bedingt, da dieses Tier dann sehr auffällig wäre und von den andern die ganze Zeit bearbeitet werden würde und so automatisch aktiver wäre!

Das nach dem Vorfangen vorne nur weibliche Tiere sind (mehr) kann ich laut aktueller Beobachtung nicht bestätigen!
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: Josef am 21. September 2018, 13:22:07
Moin,

bei uns sieht's genauso aus, dass die Tiere hinten im Stall etwas schwerer sind.
Und das in jedem Stall ( verschiedene Fütterungen, Lüftungen und Wasserlinien...)
Da wir keine Gewichtsstaffel bei unserer Schlachterei haben, stört es mich aber auch nicht weiter.

MfG Chiggn

Es zählt ja sowieso nur der Durchschnitt!
Bei Wiesenhof muss der Durchschnitt aller Ställe die an einen Tag geschlachtet werdenzur Maske passen!
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: Gallus gallus! am 21. September 2018, 20:25:26
Mich stört es auch nicht wirklich. Es fiel mir nur auf.
Bevor ich dem Schlachthof eine Gewichtsprognose abgebe (wenn die gut ist, gibt es einen Bonus), wiege ich per Hand. Dabei nehme ich Gewichte auf der ganzen Stalllänge; bzw. zum Vorgriff nur vorn. Ich werde mal drauf achten, ob ich es da schon feststellen kann.
Im Stall mit der Tunnellüftung kommt es auch oft vor, dass auf den ersten zwei Dritteln die Besatzdichte höher ist. Aber höhere Gewichte hinten habe ich auch im anderen Stall mit Firstentlüftung.
Das mit den Hennen ist ein guter Ansatz. Darauf werde ich mal ein Auge werfen.

Tiere anzeichnen mag ich nicht. Ich habe Angst, dass es dann zu Kannibalismus kommt.

Anbei eine Übersicht über den EU- und weltweiten Geflügelmarkt. Die kam heute per Mail.
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: Ede am 21. September 2018, 21:12:04
  ;D genau solche Ideen hatten schon mehr.
Das klappt leider nur bedingt, da dieses Tier dann sehr auffällig wäre und von den andern die ganze Zeit bearbeitet werden würde und so automatisch aktiver wäre!

Aaahhh ok!
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: meinsherdamit am 31. Oktober 2018, 21:09:45
Nachdem wir gerade unsere Bodenplatte für den Stall betoniert haben... mal wieder eine Baufrage.

Wie habt ihr eure Dehnungsfugen verfugt? Irgendwie habe ich immer noch nicht keine für mich ideale Lösung bekommen...
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: Gallus gallus! am 31. Oktober 2018, 21:11:21
Die wurden rein geschnitten, gefast und dann mit Sicaflex versiegelt.
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: Gallus gallus! am 02. Januar 2019, 09:24:38
Moin,

weiß jemand von euch, wie viel kW Heizleistung ein Stall mit 1.800 m² im Normalbetrieb ungefähr benötigt? Also beispielsweise bei 28 °C innen und 5 °C außen? Mein Stallcomputer sagt mir nur, dass zu x % der Zeit die Wärmetauscher laufen. Das hilft mir aber ja nicht weiter.
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: Josef am 02. Januar 2019, 09:48:23
Moin,

weiß jemand von euch, wie viel kW Heizleistung ein Stall mit 1.800 m² im Normalbetrieb ungefähr benötigt? Also beispielsweise bei 28 °C innen und 5 °C außen? Mein Stallcomputer sagt mir nur, dass zu x % der Zeit die Wärmetauscher laufen. Das hilft mir aber ja nicht weiter.

Ich hätte jetzt spontan gesagt verbrauchtes Gas am Tag mal die Energie die drin steckt durch 24 Stunden?...?
Aber ich denke das größte Problem wird sein zu definieren was ist „normal“!
Ich habe pro Stall 280kW installiert, die laufen mal mit 10%, mal mit 60%, um deine Bedingungen von 28 Grad bei 5 Grad außen zu erfüllen!  Es kommt ja immer drauf an, ist es windig, feucht oder schönster Sonnenschein bei trockener Luft.
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: Jan am 02. Januar 2019, 10:49:16
Moin,
Soweit ich weiß rechnet man ca 10qm/kw bei Kesseln und co. Wenn es knackig kalt ist und bei Ausfall zum Beispiel von Hack Schnitzel Heizungen braucht man ja noch eine Alternative, meist mit Gas.
Was hast du denn vor?
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: vario am 02. Januar 2019, 11:40:40
Wir fahren aktuell mit 83watt/m2 bei knapp 29C°  Stall und 4,1 Grad aussen.  Haben aber Biogaswärme , wenn du Gas kaufen musst,   kommst du auch mit  10-15 % weniger aus .

Wie hoch ist denn die maximalleistung?   wenn der WT 100kw hat und er 30% läuft , würde ich sagen 30 kw ,oder?
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: Gallus gallus! am 02. Januar 2019, 12:08:51
Danke für die Antworten.
Mitte / Ende Dezember (2. - 14. Masttag) hatte ich einen Gasverbrauch, der umgerechnet eine durchschnittliche Leistung von 75 kW ergibt.

Warum?
Ich habe über ein Gas-BHKW nachgedacht. Ich habe es aber verworfen. Der Gesamtwirkungsgrad sit ähnlich hoch wie bei einer Heizung. Ein Teil ist elektrische Leistung. Es lohnt, sich bestimmt, wenn man die gut verwerten kann. Speißt man den Strom ein, bekommt man aber nur ein paar Cent. Das BHKW würde nur laufen, wenn Wärme benötigt wird. Wird Wärme benötigt, brauche ich aber kaum Strom, da nur wenige Lüfter laufen. Der Bedarf von Wärme und Strom korreliert bei mir also nicht.
Daher verwerfe ich die Idee wieder.
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: Josef am 02. Januar 2019, 13:25:29

Warum?
Ich habe über ein Gas-BHKW nachgedacht. Ich habe es aber verworfen. Der Gesamtwirkungsgrad sit ähnlich hoch wie bei einer Heizung. Ein Teil ist elektrische Leistung. Es lohnt, sich bestimmt, wenn man die gut verwerten kann. Speißt man den Strom ein, bekommt man aber nur ein paar Cent. Das BHKW würde nur laufen, wenn Wärme benötigt wird. Wird Wärme benötigt, brauche ich aber kaum Strom, da nur wenige Lüfter laufen. Der Bedarf von Wärme und Strom korreliert bei mir also nicht.
Daher verwerfe ich die Idee wieder.

Das passt besser zur Sauenhaltung wo meist das ganze Jahr über Wärme für die Ferkelnester verbraucht wird!
Als Hähnchenmäster hat mal zu lange Phasen in denen nichts gebraucht wird!
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: vario am 02. Januar 2019, 15:38:29
Hallo Gallus,
du hast vermutlich bei den 75 kw Durchschnittsverbrauch Gas , die Heizleistung des Wärmetauschers vergessen
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: Gallus gallus! am 02. Januar 2019, 16:10:48
Hallo Gallus,
du hast vermutlich bei den 75 kw Durchschnittsverbrauch Gas , die Heizleistung des Wärmetauschers vergessen
Das ist ein Mißverständnis. Mit Wärmetauscher meinte ich diese hier:
https://www.reventa.de/de/produkte/gefluegelstaelle/heizen/luft-wasser-waermetauscher/heat-x-fuer-gefluegelstaelle/

Das was du meinst, habe ich leider nicht.
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: klausg am 02. Januar 2019, 22:51:45
Warmwasser Heizregister. Wärmetauscher macht bei Rein - Raus keinen Sinn - es sei denn, man betreibt zwei Ställe mit unterschiedlichen Altersgruppen nebeneinander.
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: ar9280 am 03. Januar 2019, 08:20:21
Hähnchenstall 1800m2 : Wärmequelle Biogas und 250kw Gasbetriebener Heizkessel für Spitzen bzw Notgebrauch, Jährlicher Wärmeverbrauch ca 380000KW, beim aufheizen und einstallen in der Spitze 150KW/Std kurz vorm ausstallen selbst bei -10Grad Außentemperatur 0KW/Std Bedarf
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: Gallus gallus! am 26. Januar 2020, 14:07:51
https://www.br.de/nachrichten/bayern/tierwohl-im-haehnchenstall-wird-nicht-bezahlt,Rnqe3Md

Privathof scheint gerade nicht recht zu laufen.
Wie steht es um die Zukunft des Labels?
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: Chiggn am 26. Januar 2020, 23:34:40
In Holland sind ja auch schon einige Mäster wieder zur normalen Mast zurück gekehrt, da die Schlachtereien ihre Beter Leven-Tiere nicht mehr in dem Umfang absetzen können.
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: ar9280 am 27. Januar 2020, 08:16:44
Wir haben über drei Jahre max 29kg/qm ohne Vorausstallung im Rein-Rausverfahren und 35 Tage Zyklos gemästet. Abnehemer der Ware bei unserer Schlachterei war eine Firma in der Schweiz. War ne tolle super sache, über 30 Durchgänge fast ohne Antibiotika, in den heißen sommer tagen stressfrei und weniger wärmebedarf im winter. die firma in der schweiz hat aber die zusammenarbeit und abnahme vor kurzem eingestellt mangels nachfrage solches hähnchenfleischs   :'(
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: Josef am 27. Januar 2020, 12:10:33
https://www.br.de/nachrichten/bayern/tierwohl-im-haehnchenstall-wird-nicht-bezahlt,Rnqe3Md

Privathof scheint gerade nicht recht zu laufen.
Wie steht es um die Zukunft des Labels?

Also ich hab vor ein paar Jahren gedacht das wir in Zukunft alle nach diesen Standards mästen werden! Weit gefehlt!
Als ich vor Jahren nachgefragt habe wurde von Seiten Wiesenhof`s gleich abgewunken! " Hier im Norden kommt das erst mal nicht" so war die Aussage!

Dieses Video sagt für mich aber aus wie es um den Markt steht, daran ändern ein paar laute Schreihälse auch nichts,        leider ( möchte ich klein hinzufügen, das mästen nach Privathofvorgabe macht bestimmt Spaß- siehe ar9280 !)
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: Josef am 27. Januar 2020, 12:11:59
In Holland sind ja auch schon einige Mäster wieder zur normalen Mast zurück gekehrt, da die Schlachtereien ihre Beter Leven-Tiere nicht mehr in dem Umfang absetzen können.

Genau so ist es, selbst in den holländischen Läden sieht man es nicht mehr ausschließlich. Geiz ist halt anscheinend überall geil!
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: meinsherdamit am 28. Januar 2020, 20:32:57
Haben auch Privathof.

Ja was soll man sagen. Der Hauptabnehmer ist abesprungen und ein anderer Interessent hat sich kurzfristig anders entschieden. Die Betriebe die wieder konventionell mästen wollten, wurden vorerst wieder umgestellt. Das mit den drei Wochen Leerzeit wird sich noch bis zum Sommer ziehen... Auszahlungspreise sind eigentlich wie die konventionellen gefallen.

Ist jetzt der meine ich dritte Absacker den das Label erlebt. Wird auch ein Süddeutsches Phänomen bleiben. Eigentlich schade, da die Tiere und auch die Haltungsform eine schau sind...

Sehe mitunter das Hauptproblem darin, dass viele LEH Privathof unter Eigenmarken verkaufen und keine Werbung für das Label, bzw. die Haltungsform machen. Da wird seitenweise rießengroß mit mit geil, Aktion, Dauertiefpreis geworben und irgendwo in der Theke, liegt dann "teueres" Privathof. Durch die ganzen Label ist der Verbraucher sowieso überfordert. Wenn man mit den offensichtlich "leicht überforderten" Verbraucher ins Gespräch kommt meint z. B. jeder, dass ITW und Tierschutzlabel das gleiche ist

ITW, Tierschutzlabel, Qualität aus Bayern, regional, GVO frei, Haltungsstufen... und dann noch ein paar Hinweise auf die Haltungsform... ist einfach zu viel Text unter dem sich viele nichts vorstellen können...

Nächste Problem liegt darin, dass es die Eigenmarken nur Regional in den Märkten gibt und nicht flächendeckend...
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: Hilko am 28. Januar 2020, 21:08:15
In Holland sind ja auch schon einige Mäster wieder zur normalen Mast zurück gekehrt, da die Schlachtereien ihre Beter Leven-Tiere nicht mehr in dem Umfang absetzen können.

Genau so ist es, selbst in den holländischen Läden sieht man es nicht mehr ausschließlich. Geiz ist halt anscheinend überall geil!

Hallo,

es ist eine einfache Fragestellung, wieso sollte ein Laie (Verbraucher) das "teure" Fleisch kaufen wenn das günstige daneben identisch aussieht und es nicht signifikant anders schmeckt? Die andere Haltung sehe ich dem dort liegendem Körper nicht an. Wir hatten im Bekanntenkreis letztens ein interessantes Gespräch zu dem Thema und den meisten ist es auch einfach egal - wenn es nicht so wäre, hätte ich schon eine Direktvermarktung.

Mit freundlichem Gruß

Hilko
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: meinsherdamit am 28. Januar 2020, 21:33:59
Gerade bei Hähnchnefleisch über teuer zu sprechen ist eigentlich schon lächerlich. Ganz einfach, weil der "Laie" Tierwohl fordert.

Und genau deswegen muss man es ihm auch zum kaufen anbieten. Damit ist man als Hähnchenmäster (auch wenn man "konventionell" mästet) oder als Vermarkter in einer sachlichen und fachlichen Diskussion aus der Bringschuld...
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: Josef am 28. Januar 2020, 22:16:50
Gerade bei Hähnchnefleisch über teuer zu sprechen ist eigentlich schon lächerlich. Ganz einfach, weil der "Laie" Tierwohl fordert.

Und genau deswegen muss man es ihm auch zum kaufen anbieten. Damit ist man als Hähnchenmäster (auch wenn man "konventionell" mästet) oder als Vermarkter in einer sachlichen und fachlichen Diskussion aus der Bringschuld...

DU hast recht wenn du sagst das wir aus der Bringschuld sind ( naja nicht ich als einzelner kleiner Mäster sondern eher Wiesenhof zB ) aber dann muss auch eine Kaufschuld von den Verbrauchern erbracht werden! Und das tuen sie ja anscheinend nicht! Ich finde diesen Bericht im BR sehr gut für die Argumentation in Zukunft! Wir haben es Euch angeboten aber Ihr wollt ja nicht! Sondern Ihr kauft nur nach den Preis, Tierwohl spielt keine Rolle!
Aber gibt es bei diesen Thema eine fachliche Diskussion?
3% der  Bevölkerung ( die anscheinend dauernd in den Medien sind ) stellen Forderungen auf und behaupten das die Masse das so will! Nur hat es der Maße anscheinend keiner gesagt!
Also alles Humbug? Weiter sowie bisher? Darf ich dann Tierwohl auch in Frage stellen?

@ Hilko Die Qualität der Hähnchen unterscheidet sich ( zumindest optisch im Kühlregal ) nicht! Wie auch?
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: meinsherdamit am 29. Januar 2020, 10:20:18
Ja das mit der Qualität ist so eine Sache. Das Problem, welches eigentlich auch kein Problem ist, liegt darin dass wir in Deutschland quer durch alle Haltungsformen, sehr hohe Qualitäten fahren. Etwas gutes noch besser zu machen ist einfach schwierig.

Aber was könnte Wiesenhof z. B. machen? Der Markt gibt vor was und wie produziert wird. Da hat man sich mit dem Wiesenhendl schon die Finger verbrannt... Privathof ist und wird eine Niesche bleiben. Mit der Bedingung dass die Kaufkraft der Bürger erhalten bleibt... Gut so einige Wiesenhofeigene Farmen müsste man einfach mal dicht machen (Stichwort Großraum Berlin)

ITW kann man gewiss auch in Frage stellen, wenn ich schon wieder höre, dass nach Weihnachten in den Schlachthöfen Sonderschichten gemacht werden mussten, um die enorme Nachfrage zu decken. Aber aufgrund der Auslandsware keine Preiserhöhungen möglich waren/sind...
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: Heico am 29. Januar 2020, 11:06:49
Was ist eigentlich bei einem Hähnchen an Gewinn im Durchschnitt der Betriebe?
Stallgröße ist immer 40.000 St?
Egal was dabei herauskommt.
Ich schlage vor, dass der Gewinn pro Stall sich um 50% erhöht und die Menge geviertelt wird.
Auslauf natürlich Pflicht.
Ich schätze ihr schätzt die Kaufkraft der Brüger nicht richtig ein. Es sind 8% fürs Essen mit abnehmender Tendenz.
Die Krankenkasse kostet mittlerweile 3 x so viel wie das Esssen.
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: Rohana am 29. Januar 2020, 11:27:48
An der Kraft liegts bei den wenigsten, eher am Willen.  :rolleyes:
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: Josef am 29. Januar 2020, 13:25:09
An der Kraft liegts bei den wenigsten, eher am Willen.  :rolleyes:

Genauso ist es!
Geiz ist geil, das ändern wir nicht so schnell! Wahrscheinlich gilt dieser Satz seit eh und je, nur der Elektrohändler hat es mal ausgesprochen!
Ich glaube da nimmt sich keiner aus, auch nicht wir Landwirte!
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: meinsherdamit am 30. Januar 2020, 18:07:11
Was ist eigentlich bei einem Hähnchen an Gewinn im Durchschnitt der Betriebe?
Stallgröße ist immer 40.000 St?
Egal was dabei herauskommt.
Ich schlage vor, dass der Gewinn pro Stall sich um 50% erhöht und die Menge geviertelt wird.
Auslauf natürlich Pflicht.
Ich schätze ihr schätzt die Kaufkraft der Brüger nicht richtig ein. Es sind 8% fürs Essen mit abnehmender Tendenz.
Die Krankenkasse kostet mittlerweile 3 x so viel wie das Esssen.

Es ist aktuell kaum möglich, bei geviertelter Menge, die Gewinne zu erzielen, welche man mit "konventioneller" ITW Haltung macht, ohne Auslauf. Wie soll das funktionieren, vor allem marktübergreifend und flächendeckend? Und wie möchtest du das marktrechtlich regeln? Abschottug der Märkte ist nicht möglich. Da stößt die Marktordnung schon wegen ganz anderen Lappalien an ihre rechtlichen Grenzen...

Wenn ich mir die Thematik mit der Ammoniakreduktion ansehe, wird egal bei welcher Tierart, das Thema Auslauf, Wintergarten etc. sowieso alles Geschichte sein. Da trifft es dann die Biolandwirte als erstes und zwar mit voller wucht. Die nächsten Verlierer sind dann die konventionellen Tierwohlställe...

Die Gewinner extrem große geschlossene Ställe mit hoher Tierzahl, damit sich ein Luftwäscher rechnet... also alles, das man eigentlich offiziell überhaupt nicht möchte...
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: Currywurst am 31. Januar 2020, 12:42:21
Was ist eigentlich bei einem Hähnchen an Gewinn im Durchschnitt der Betriebe?
Stallgröße ist immer 40.000 St?
Egal was dabei herauskommt.
Ich schlage vor, dass der Gewinn pro Stall sich um 50% erhöht und die Menge geviertelt wird.
Auslauf natürlich Pflicht.
Ich schätze ihr schätzt die Kaufkraft der Brüger nicht richtig ein. Es sind 8% fürs Essen mit abnehmender Tendenz.
Die Krankenkasse kostet mittlerweile 3 x so viel wie das Esssen.

Es ist aktuell kaum möglich, bei geviertelter Menge, die Gewinne zu erzielen, welche man mit "konventioneller" ITW Haltung macht, ohne Auslauf. Wie soll das funktionieren, vor allem marktübergreifend und flächendeckend? Und wie möchtest du das marktrechtlich regeln? Abschottug der Märkte ist nicht möglich. Da stößt die Marktordnung schon wegen ganz anderen Lappalien an ihre rechtlichen Grenzen...

Wenn ich mir die Thematik mit der Ammoniakreduktion ansehe, wird egal bei welcher Tierart, das Thema Auslauf, Wintergarten etc. sowieso alles Geschichte sein. Da trifft es dann die Biolandwirte als erstes und zwar mit voller wucht. Die nächsten Verlierer sind dann die konventionellen Tierwohlställe...

Die Gewinner extrem große geschlossene Ställe mit hoher Tierzahl, damit sich ein Luftwäscher rechnet... also alles, das man eigentlich offiziell überhaupt nicht möchte...

Klingt realistisch, jedoch rechne ich seitens der Politik damit, dass Biobetrieb von Natur aus gut sind und entsprechend als sauber gelten und nichts ändern müssen (siehe Greening).
Zu de aktuellen Preisen: letzte Woche Freitag kam zum ersten Mal seit dem Sommer ein Fax mit einer Preiserhöhung um 0,5 Cent/kg  :) Wenn nur nicht kurz vorher das Futter angezogen hätte...
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: Hilko am 31. Januar 2020, 15:20:29
@ Hilko Die Qualität der Hähnchen unterscheidet sich ( zumindest optisch im Kühlregal ) nicht! Wie auch?

Moin,

und genau DAS ist halt das Problem.

Menge verkauft Menge und das Umfeld ist entscheidender als die Ware selbst (weswegen hat Aldi seine Märkte renoviert und woran ist Schlecker kaputt gegangen?)... ...wenn das Fleisch in einer billigen Umgebung liegt und nicht ein Gefühl der Höherwertigkeit mit zu verkaufen ist, wird das nie etwas werden.

Mit freundlichem Gruß

Hilko
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: Josef am 31. Januar 2020, 16:00:49
@ Hilko Die Qualität der Hähnchen unterscheidet sich ( zumindest optisch im Kühlregal ) nicht! Wie auch?

Moin,

und genau DAS ist halt das Problem.

Menge verkauft Menge und das Umfeld ist entscheidender als die Ware selbst (weswegen hat Aldi seine Märkte renoviert und woran ist Schlecker kaputt gegangen?)... ...wenn das Fleisch in einer billigen Umgebung liegt und nicht ein Gefühl der Höherwertigkeit mit zu verkaufen ist, wird das nie etwas werden.

Mit freundlichem Gruß

Hilko

Mag sein das das hilft, aber soll dann die normale "konventionelle" Ware in den schlechten altmodischen Teil des Ladens verkauft werden! ;D
Selbst das wird nichts helfen, siehe Holland! Die großen Ketten haben nur noch Beter leven angeboten und draußen vor dem Markst steht ein Wagen der "das standart ohne Label Fleisch" verkauft! Und der macht das Geschäft seines Leben! Das haben sich die Ketten nicht lange angeschaut!
Das beste Beispiel hier im Nachbarort hat ein gelernter Schlachter Fleisch verkauft, leichte halbe Schweine vom Schlachthof gekauft, selbst zerlegt und wirklich billig verkauft. Der Laden lief wie verrückt, daran änderte auch nicht viel das er von Amtswegen 2mal dicht gemacht wurde. Und das Ambiente war sicher auch nicht das schönste, um es mal so auszudrücken! ;D Da waren alle Einkommensstufen als Kunden vertreten!

Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: meinsherdamit am 01. Februar 2020, 13:37:56

Klingt realistisch, jedoch rechne ich seitens der Politik damit, dass Biobetrieb von Natur aus gut sind und entsprechend als sauber gelten und nichts ändern müssen (siehe Greening).
Zu de aktuellen Preisen: letzte Woche Freitag kam zum ersten Mal seit dem Sommer ein Fax mit einer Preiserhöhung um 0,5 Cent/kg  :) Wenn nur nicht kurz vorher das Futter angezogen hätte...

Können Immissionschutzrechtlich schon garkeine "Besserstellung" bekommen...

Bekommen bis mitte Februar 2x 0,5 Cent, dafür kostet das Futter ab Montag 0,50€/dt mehr. Preiserhöhung ausschließlich um die Futterpreise auszugleichen. Wegen der "angespannten" Lage...
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: meinsherdamit am 01. Februar 2020, 13:45:57

Mag sein das das hilft, aber soll dann die normale "konventionelle" Ware in den schlechten altmodischen Teil des Ladens verkauft werden! ;D
Selbst das wird nichts helfen, siehe Holland! Die großen Ketten haben nur noch Beter leven angeboten und draußen vor dem Markst steht ein Wagen der "das standart ohne Label Fleisch" verkauft! Und der macht das Geschäft seines Leben! Das haben sich die Ketten nicht lange angeschaut!
Das beste Beispiel hier im Nachbarort hat ein gelernter Schlachter Fleisch verkauft, leichte halbe Schweine vom Schlachthof gekauft, selbst zerlegt und wirklich billig verkauft. Der Laden lief wie verrückt, daran änderte auch nicht viel das er von Amtswegen 2mal dicht gemacht wurde. Und das Ambiente war sicher auch nicht das schönste, um es mal so auszudrücken! ;D Da waren alle Einkommensstufen als Kunden vertreten!

Haben die Ketten dann selber vor ihren Märkten die normale Ware angeboten? Oder wie kann man sich das vorstellen? Vor den meisten Discountern sind doch die einzigen Abstellplätze ihre eigenen rießen Parkplätze... aber ok, wenn ich mir bei uns die Leute ansehe, die nach dem Einkauf wenn ihr Lieblingsbrot ausverkauft war, in die nächste Filiale fahren, weil unter den anderen 10 Sorten Brot nichts zufriedenstellendes dabei ist...
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: Josef am 01. Februar 2020, 22:28:16

Mag sein das das hilft, aber soll dann die normale "konventionelle" Ware in den schlechten altmodischen Teil des Ladens verkauft werden! ;D
Selbst das wird nichts helfen, siehe Holland! Die großen Ketten haben nur noch Beter leven angeboten und draußen vor dem Markst steht ein Wagen der "das standart ohne Label Fleisch" verkauft! Und der macht das Geschäft seines Leben! Das haben sich die Ketten nicht lange angeschaut!
Das beste Beispiel hier im Nachbarort hat ein gelernter Schlachter Fleisch verkauft, leichte halbe Schweine vom Schlachthof gekauft, selbst zerlegt und wirklich billig verkauft. Der Laden lief wie verrückt, daran änderte auch nicht viel das er von Amtswegen 2mal dicht gemacht wurde. Und das Ambiente war sicher auch nicht das schönste, um es mal so auszudrücken! ;D Da waren alle Einkommensstufen als Kunden vertreten!

Haben die Ketten dann selber vor ihren Märkten die normale Ware angeboten? Oder wie kann man sich das vorstellen? Vor den meisten Discountern sind doch die einzigen Abstellplätze ihre eigenen rießen Parkplätze... aber ok, wenn ich mir bei uns die Leute ansehe, die nach dem Einkauf wenn ihr Lieblingsbrot ausverkauft war, in die nächste Filiale fahren, weil unter den anderen 10 Sorten Brot nichts zufriedenstellendes dabei ist...

Das macht der Discounter nicht selbst, da findet sich wohl ein findiger Geschäftsmann!
Wie soll  es auch verhindert werden!
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: Gallus gallus! am 17. Februar 2020, 12:49:31
Moin,
weiß jemand, wo man günstig Sensoren bekommt; speziell DOL 19 (CO2) und DOL 114 (Feuchte)?
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: Chiggn am 17. Februar 2020, 18:44:43
Bei wem hast du sie denn bisher bezogen?

Ansonsten einfach bei den Stalleinrichtern anfragen.
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: Gallus gallus! am 17. Februar 2020, 22:13:50
Bei wem hast du sie denn bisher bezogen?

Ansonsten einfach bei den Stalleinrichtern anfragen.

Der Stalleinrichter ist für gewöhnlich da auch meine erste Adresse. Aber über 500 € für den CO2 Sensor? Da schau ich gern mal links und rechts.
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: Josef am 17. Februar 2020, 22:16:47
Bei wem hast du sie denn bisher bezogen?

Ansonsten einfach bei den Stalleinrichtern anfragen.

Der Stalleinrichter ist für gewöhnlich da auch meine erste Adresse. Aber über 500 € für den CO2 Sensor? Da schau ich gern mal links und rechts.

Die kaufen ja auch nur bei verschiedenen Zulieferer ein, die Frage ist nur ob die auch direkt an Endkunden verkaufen!
Bei LUBING bin ich auch gescheitert.
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: Karlos1 am 01. April 2020, 17:44:45
CO2 Sensor wäre so einer http://downloads.epluse.com/fileadmin/data/product/ee820/Datenblatt_EE820.pdf
bei Fancom passt er ca. 320.-
Grüße

 
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: meinsherdamit am 13. Mai 2020, 22:15:50
Was sprechen bei euch eigentlich die Auszahlungspreise und Futterkosten?

Erste Tendenz fallend, letzteres Tendenz steigend?
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: Gallus gallus! am 14. Mai 2020, 00:14:21
Was sprechen bei euch eigentlich die Auszahlungspreise und Futterkosten?

Erste Tendenz fallend, letzteres Tendenz steigend?
Tiere werden billiger. Zum Futter kann ich wenig sagen, stecke in einem Kontrakt. Aber ich habe was von 50 - 51 ct / kg Zuwachs gehört, bei non-GMO Futter.
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: ar9280 am 14. Mai 2020, 08:03:57
Integration Plukon: Schlachtpreise fallen wieder nach einen kleinen hoch in den letzten 8 Wochen, Grund (angeblich) Corona,
Futterpreise sind gestiegen, Grund (angeblich) gestiegene Sojapreise und zusatzkomponenten wie mineralstoffe sind zur zeit schwer zu beschaffen.
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: Josef am 14. Mai 2020, 11:49:46

Sind hier alle in Integrationen oder gibt es hier auch freie Mäster?

Würde gerne mal hören wie das da aktuell läuft? Hier vor Ort gibt es einige aber man hört nichts konkretes! Also ob Vorfang oder nicht, oder Preise!
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: Currywurst am 14. Mai 2020, 20:17:17
Schlachtpreise sind jetzt zweimal etwas gesunken, die Futterpreiserhöhung war auch vor 3-4 Wochen, begründet mit den Rohstoffpreisen...
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: meinsherdamit am 15. Mai 2020, 14:19:20
Auszahlungspreise sind wir nach einen kleinen Anstieg von 0,005€ wieder auf dem Niveau von Anfang März.
Naja, solange die Futterkosten nicht weiter steigen... (letzte mal vor ca. 5 Wochen 0,5€/dt non-GMO)

Angeblich haben ja viele freie Mäster Richtung niederländischer Grenze auf non-GMO umgestellt und beliefern aktuell deutsche Integrationen.

Ein Bekannter mästet konventionell in einer Integration. Stallte wegen ITW bei einem Vorgriff, 10 - 20% weniger Tiere als genehmigt ein. Aktuell meinte die Integration volle Tierzahl plus zwei Vorgriffe. Aber nebenbei sagt man, Preiserhöhungen sind nicht möglich, da alle Tiefkühlhäuser rappenvoll sind. Irgendetwas passt da nicht zusammen. Oder die wissen schon mehr und befürchten Engpässe, wie auch immer?
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: Gallus gallus! am 15. Mai 2020, 15:07:38
Angeblich haben ja viele freie Mäster Richtung niederländischer Grenze auf non-GMO umgestellt und beliefern aktuell deutsche Integrationen.

Kann ich mir kaum vorstellen. Falls doch, dann nur zu absoluten Kampfpreisen.
Meine Integration stallt bei eigenen Ställen jetzt 10 % weniger ein. Es würde mich sehr wundern, wenn sie dann auf dem Spotmarkt zukaufen.
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: Josef am 15. Mai 2020, 20:40:36
Angeblich haben ja viele freie Mäster Richtung niederländischer Grenze auf non-GMO umgestellt und beliefern aktuell deutsche Integrationen.

Kann ich mir kaum vorstellen. Falls doch, dann nur zu absoluten Kampfpreisen.
Meine Integration stallt bei eigenen Ställen jetzt 10 % weniger ein. Es würde mich sehr wundern, wenn sie dann auf dem Spotmarkt zukaufen.

Werde das Montag mal abfragen!  Beratungsring wird das Wissen  ;D
Vorstellen kann ich mir es nicht!

@Jochen, kann durchaus sein das die Ware zukaufen, wenn es billiger ist als selbst zu mästen!
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: Chiggn am 18. Mai 2020, 07:27:53
Moin,

Wir sind frei und liefern nach Holland.

Unsere Auszahlungspreise sind in den letzten 7 Wochen um ca. 7ct gefallen.
Futter leicht erhöht um ca. 40ct je dt.

Wir können die volle Menge einstallen und liefern, allerdings bei etwas verringerten Schlachtgewichten (ca. 200g je Tier weniger).

MfG Andreas
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: meinsherdamit am 22. August 2020, 11:17:31
Mal zum Thema "Hitzestress" durch hohe Aussentemperaturen >32°...

Welche "Hausmittel" haben sich da bei euch bewährt, bzw. gebt ihr da vorbeugend, oder während der Hitzephasen Vitamin C oder ähnliches über das Tränkesystem?
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: Gallus gallus! am 22. August 2020, 11:30:07
[...] gebt ihr da vorbeugend, oder während der Hitzephasen Vitamin C oder ähnliches über das Tränkesystem?

Ja. Das sollte aber alle vier Stunden frisch angerührt werden.
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: Currywurst am 22. August 2020, 21:13:25
Mal zum Thema "Hitzestress" durch hohe Aussentemperaturen >32°...

Welche "Hausmittel" haben sich da bei euch bewährt, bzw. gebt ihr da vorbeugend, oder während der Hitzephasen Vitamin C oder ähnliches über das Tränkesystem?

Vitamin C funktioniert gut. Ich habe auch schon mit Menthol in der Tränke und der Sprühkühlung rumgetestet, da habe ich aber noch keine großen Erfolge mit gehabt (außer Düsen dicht und brennende Augen bei mir)

Beim Vit.C nehme ich Pulver das löst sich besser auf als die Tabletten und ist auch günstiger.
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: Josef am 22. August 2020, 21:27:46
Mal zum Thema "Hitzestress" durch hohe Aussentemperaturen >32°...

Welche "Hausmittel" haben sich da bei euch bewährt, bzw. gebt ihr da vorbeugend, oder während der Hitzephasen Vitamin C oder ähnliches über das Tränkesystem?

Vitamin C funktioniert gut. Ich habe auch schon mit Menthol in der Tränke und der Sprühkühlung rumgetestet, da habe ich aber noch keine großen Erfolge mit gehabt (außer Düsen dicht und brennende Augen bei mir)

Beim Vit.C nehme ich Pulver das löst sich besser auf als die Tabletten und ist auch günstiger.

Ich hatte auch Dosierer an der Sprühkühlung, allerdings nie gebraucht.

Vitamin C setzen wir auch oft ein, wenn es um den Transport geht auch mal gerne Vit E
Gibt auch noch Hydrolaktabletten ( Agravis ), die funktionieren auch gut.
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: meinsherdamit am 29. August 2020, 00:11:33
Habe so noch nie Propleme mit hohen Temperaturen bis 32° im Stall, höchstens 2 bis 4 Stunden. Aber diesmal hatte ich für knapp 4 Stunden nicht ganz 34°, was eher grenzwertig war... beim Transport hatten wir haltungsbedingt noch nie Probleme, da wir ausschließlich um frühestens um 22:30 bis 24:00 fangen...
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: Josef am 30. August 2020, 08:32:37

Ich schätze ihr schätzt die Kaufkraft der Brüger nicht richtig ein. Es sind 8% fürs Essen mit abnehmender Tendenz.
Die Krankenkasse kostet mittlerweile 3 x so viel wie das Esssen.

Hallo Heico, keine Ahnung ob du das hier liest!
Wir diskutieren doch gerade über 35€ mehr pro Kopf! Und nicht einmal das werden wir schaffen!
Wo soll das Geld für teurere Lebensmittel herkommen? Ich habe den Glauben verloren! ( Siehe unsere Diskussion über Privathof bei den Tränkelinien.
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: Gallus gallus! am 23. November 2020, 13:30:32
Moin,

ich habe demnächst zweieinhalb Wochen Leerstand, so lang wie noch nie. :-[

Hat jemand Erfahrungen, wie man da mit der Heizung am besten verfährt? Lohnt es sich, eine gewisse Temperatur, z.B. 15 °C, zu halten, damit der Fußboden nicht auskühlt?
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: Jan am 23. November 2020, 13:52:20
Ganz neue Situationen mit Corona😁
Lasse alles aus bis 2 Tage vorher, dann Heizung auf Maximum und der Boden hat wieder 20grad.
Allerdings kommt der Stall in 14 Tagen auch nicht unter 20grad, im Boden ist viel gespeichert.
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: meinsherdamit am 28. November 2020, 17:52:17
Habe zwar keine Bodenheizung, bin als Privathof des öfteren 21 Tage leer gewesen. Da kam auch der Satz unter 20 bis max 15 Grad fällt er nicht. War schon in den Übergangszeiten totaler Schwachsinn. Habe ich einmal gemacht... nie wieder. Da hat man im Verhältnis einfach zu viele schlecht isolierte Flächen, Fenster, Wandventile Wintergartenausläufe...

Vor der Aufheitzphase war ich da schon mal bei knappen 10°. Da kannst du dann Tagelang richtig reinballern.
Den darauf folgenden Leerstand habe ich auf ca 20Grad gehalten und trotzdem untern Strich weniger Gas verbraucht...
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: Gallus gallus! am 26. Januar 2021, 15:20:11
Aus den zweieinhalb Wochen Leerstand wurden (freiwillig) sieben Wochen. Hatte die Heizung in den Ställen aus, bis acht Tage vor Einstallung. Die Lufttemperatur ging nie unter 12 °C. Aufheizen ging sehr gut bis ca. 28 °C. Ab dann wurde es schwieriger. Letztendlich ging aber alles gut. Zur Sicherheit hab ich etwas dicker eingestreut.
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: Josef am 26. Januar 2021, 21:20:04
Aus den zweieinhalb Wochen Leerstand wurden (freiwillig) sieben Wochen. Hatte die Heizung in den Ställen aus, bis acht Tage vor Einstallung. Die Lufttemperatur ging nie unter 12 °C. Aufheizen ging sehr gut bis ca. 28 °C. Ab dann wurde es schwieriger. Letztendlich ging aber alles gut. Zur Sicherheit hab ich etwas dicker eingestreut.

Sieben Wochen, fast ein ganzer Durchgang ;D
Wir haben nur 7 Tage längeren Leerstand gehabt, jetzt wieder normale Pause. Ob es sich gelohnt hat zeigt die DB Rechnung!
Wir haben wie gewohnt zweimal Vorgefangen, aber teilweise hört man auch das bei anderen Integrationen ohne Vorfang gearbeitet wurde. Unser Berater sagte nur da hätten die Betriebe besser leer stehen lassen können! Kein positiver DB!
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: meinsherdamit am 01. Mai 2021, 02:40:53
Um das Thema Hähnchenmast aufzugreifen...

Welche Erfahrungen habt ihr mit enterococcus cecorum is es bei euch (Bundeslandumgreifend) ein (zunehmendes) Problem?

Werden "euere" Elterntierherden bereits geimpft? Erfolg?

Wie geht ihr mit dem Thema um, bzw haben bei euch irgendwelche "Strategien" einen spürbaren Erfolg gebracht?
Wachstumsbremse und Vermeidung von Stresssituationen ist ja Grundvoraussetzung...

Kommt es euch auch so vor, dass die Bestände einfach im allgemeinen bei sehr guten Leistungen "unruhiger" werden?
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: Gallus gallus! am 14. Juli 2021, 18:54:43
Der Sommer ist vorbei!

Zwei der vier größeren Integrationen lassen die Schlachtpreise nicht weiter steigen. Die Luft ist dann wohl raus für dieses Jahr.
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: wollomo am 14. Juli 2021, 19:55:11
In wie weit ist die Aufzucht der Legehennen Brüder bei den Hähnchenmästern ein Thema?
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: Josef am 14. Juli 2021, 20:59:43
Der Sommer ist vorbei!

Zwei der vier größeren Integrationen lassen die Schlachtpreise nicht weiter steigen. Die Luft ist dann wohl raus für dieses Jahr.

Der Schlachtpreis ist ja eigentlich gut! Wenn das Futter bzw. der Preis nicht so hoch wäre!
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: Josef am 14. Juli 2021, 21:03:04
In wie weit ist die Aufzucht der Legehennen Brüder bei den Hähnchenmästern ein Thema?

Naja ein Thema ist es hier schon, machen ein paar Betriebe teilweise mit älteren Ställe. 
Man hätte einen Vertrag machen sollen, war aus heutiger Sicht sehr lukrativ.
Futter und Tiere wurden gestellt, man musste nur teilweise die anderen Kosten tragen.

Aber es ist so nicht mit der Hähnchenmast vergleichbar, ist schon sehr speziell!
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: wollomo am 15. Juli 2021, 10:55:17
Danke dir. Ja das Thema geistert bei uns Legehennenhalter zur Zeit ziemlich herum. Einige Aufzüchter berichten von schlechten Preisen bei normalen Masthähnchen. Aber in wie weit man Hähnchenhalter langfristig binden kann lässt keiner heraus.
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: Nobbi am 15. Juli 2021, 11:14:30
Kann jemand was dazu sagen, wie derzeit der Bedarf/Markt für Bio-Hähnchenmast aussieht? Gibt es hier eine "eigene Linie" z.B. bei Wiesenhof, oder muss man sich da nach spezialisierten Bio-Schlachtbetrieben umsehen?

Wie ist der Arbeitsaufwand ggü. Schweinezucht und Schweinemast anzusehen?
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: Gallus gallus! am 15. Juli 2021, 13:35:46
Der Sommer ist vorbei!

Zwei der vier größeren Integrationen lassen die Schlachtpreise nicht weiter steigen. Die Luft ist dann wohl raus für dieses Jahr.

Der Schlachtpreis ist ja eigentlich gut! Wenn das Futter bzw. der Preis nicht so hoch wäre!

Mehr als eine leichte Entspannung ist da nach der Ernte in Deutschland nicht zu erwarten. Die Hoffnung liegt auf Südamerika im November.
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: Gallus gallus! am 15. Juli 2021, 13:41:41
Wie ist der Arbeitsaufwand ggü. Schweinezucht und Schweinemast anzusehen?

Das hängt natürlich von der Betriebsgröße ab.

Ganz wichtig: Es gibt feste Termine für Ein- und Ausstallung. Die lassen sich kurzfristig nicht verschieben. Das sollte man wissen, wenn man in die Geflügelmast einsteigt.
Beispiel: Montag fielen bei mir Einstallung und Mähdrusch auf einen Tag. Da musste der Drescher dann für ein paar Stunden im Stand abtanken, denn wir waren alle im Stall.
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: meinsherdamit am 15. Juli 2021, 15:01:57
Kann jemand was dazu sagen, wie derzeit der Bedarf/Markt für Bio-Hähnchenmast aussieht? Gibt es hier eine "eigene Linie" z.B. bei Wiesenhof, oder muss man sich da nach spezialisierten Bio-Schlachtbetrieben umsehen?

Da würde ich mich eher an Bioverbände wenden. Größere Integrationen und Bio passen irgendwie nicht zusammen. Denen eilt ihr Ruf meistens voraus. Da hat eine größere Integration schon mit ihrer extensiven Haltungsform zu kämpfen. Angefangen von voreingenommenen Verbrauchern bis hin zur SOKO, als sie dieses Programm intensiv bewarben.

Bei uns suchte letztes Jahr ein "kleinerer" Geflügelschlachter, für den einige Betriebe mästen und auch selber Ställe betreibt in die Bio-Schiene mit "Vertragsmästern" eingestiegen. Wie Nachhaltig die ganze Sache ist... wage ich jedoch zu bezweifeln... Lass die Leute wieder ihr Geld "verleben" , bei zusätzlicher angespannter finanzieller Lage, Klimasteuern, Verlust von Arbeitsplätzen... etc. Da wird dann bei Lebensmittel am ersten gespart. Nebenbei machen die Discounter Bio zur Ramschware und bewerben nebenbei aktuell die Ersatzprodukte massivst, teilweise über 4 komplette Seiten der Prospekte!!!

Hätten Sie das mal früher mit Tierwohl gemacht. Unvorstellbar
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: Nobbi am 15. Juli 2021, 15:57:33
Kann jemand was dazu sagen, wie derzeit der Bedarf/Markt für Bio-Hähnchenmast aussieht? Gibt es hier eine "eigene Linie" z.B. bei Wiesenhof, oder muss man sich da nach spezialisierten Bio-Schlachtbetrieben umsehen?

Da würde ich mich eher an Bioverbände wenden. Größere Integrationen und Bio passen irgendwie nicht zusammen. Denen eilt ihr Ruf meistens voraus. Da hat eine größere Integration schon mit ihrer extensiven Haltungsform zu kämpfen. Angefangen von voreingenommenen Verbrauchern bis hin zur SOKO, als sie dieses Programm intensiv bewarben.

Bei uns suchte letztes Jahr ein "kleinerer" Geflügelschlachter, für den einige Betriebe mästen und auch selber Ställe betreibt in die Bio-Schiene mit "Vertragsmästern" eingestiegen. Wie Nachhaltig die ganze Sache ist... wage ich jedoch zu bezweifeln... Lass die Leute wieder ihr Geld "verleben" , bei zusätzlicher angespannter finanzieller Lage, Klimasteuern, Verlust von Arbeitsplätzen... etc. Da wird dann bei Lebensmittel am ersten gespart. Nebenbei machen die Discounter Bio zur Ramschware und bewerben nebenbei aktuell die Ersatzprodukte massivst, teilweise über 4 komplette Seiten der Prospekte!!!

Hätten Sie das mal früher mit Tierwohl gemacht. Unvorstellbar
Wenn ich nochmal Geld in Tierhaltung investiere, dann nur noch in Bio. Da Schweinehaltung in Deutschland aus religiösen Gründen immer mehr verschwinden wird, sehe ich für mich  nur Zukunft in Geflügelhaltung. Entweder Bio-Legehennen oder Bio-Masthähnchen. Mal gucken.
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: Georg am 15. Juli 2021, 16:08:08
Kann jemand was dazu sagen, wie derzeit der Bedarf/Markt für Bio-Hähnchenmast aussieht? Gibt es hier eine "eigene Linie" z.B. bei Wiesenhof, oder muss man sich da nach spezialisierten Bio-Schlachtbetrieben umsehen?

Da würde ich mich eher an Bioverbände wenden. Größere Integrationen und Bio passen irgendwie nicht zusammen. Denen eilt ihr Ruf meistens voraus. Da hat eine größere Integration schon mit ihrer extensiven Haltungsform zu kämpfen. Angefangen von voreingenommenen Verbrauchern bis hin zur SOKO, als sie dieses Programm intensiv bewarben.

Bei uns suchte letztes Jahr ein "kleinerer" Geflügelschlachter, für den einige Betriebe mästen und auch selber Ställe betreibt in die Bio-Schiene mit "Vertragsmästern" eingestiegen. Wie Nachhaltig die ganze Sache ist... wage ich jedoch zu bezweifeln... Lass die Leute wieder ihr Geld "verleben" , bei zusätzlicher angespannter finanzieller Lage, Klimasteuern, Verlust von Arbeitsplätzen... etc. Da wird dann bei Lebensmittel am ersten gespart. Nebenbei machen die Discounter Bio zur Ramschware und bewerben nebenbei aktuell die Ersatzprodukte massivst, teilweise über 4 komplette Seiten der Prospekte!!!

Hätten Sie das mal früher mit Tierwohl gemacht. Unvorstellbar

Weisst Du eigentlich wie das mit den Werbungen bei Aldi, Lidl, Edeka etc. funktioniert?
Wer in so einem Werbeblatt wie und wo platziert wird und wie bzw. Auf welcher Grundlage die ( Sonder) Preise gemacht werden?
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: meinsherdamit am 15. Juli 2021, 16:17:08
Der Hersteller wird wohl die Kosten der Werbung tragen müssen und von seiner Marge abrücken... :frage:
Dank den ganzen Eigenmarken im Frischfleischbereich, ist schonmal eine "Eigenwerbung" katastrophal bis nicht durchführbar...


Müssten im Rinderberich eigentlich auch mal was machen, aber da verfallen wir jetzt mal die nächsten ~5 Jahre in Totenstarre und beobachten das mal von der Seitenlinie.
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: landmann14 am 17. Juli 2021, 09:47:42
Wenn ich nochmal Geld in Tierhaltung investiere, dann nur noch in Bio. Da Schweinehaltung in Deutschland aus religiösen Gründen immer mehr verschwinden wird, sehe ich für mich  nur Zukunft in Geflügelhaltung. Entweder Bio-Legehennen oder Bio-Masthähnchen. Mal gucken.

Bei Investitionen bin ich auch beim Geflügel jetzt schon vorsichtig und skeptisch. Ich habe ein Angebot zur Nachrüstung der vom LEH gewünschten ( aber derzeit nicht genehmigungsfähigen ) Wintergärten vorliegen, nur da nochmal 400.000 € investieren und dann hören, dass der LEH den Verbrauchern keine höheren Preise zumuten will. Da von unseren Töchtern doch wohl keine den Betrieb weiterführen wird, bin ich mit fast 50 in diesen unsicheren Zeiten manchmal genauso nahe an der Betriebsaufgabe, wie an der Weiterführung. Immer mehr Anforderungen und Auflagen und dass bei geringem Preisausgleich und schwindendem Ansehen in der Bevölkerung nehmen mir manchmal den Glauben an die Zukunft.
Aber da ich eigentlich überzeugter Landwirt bin, schaue ich wahrscheinlich doch eher positiv nach vorne und versuche, den Betrieb zukunftsfähig zu halten und dann vielleicht mal einen jungen Landwirtssohn suchen, der den Betrieb dann fortführen möchte. Irgendwie wird es doch eine Zukunft geben müssen. 

*Zitat repariert
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: ar9280 am 17. Juli 2021, 10:05:04
Bei Investitionen bin ich auch beim Geflügel jetzt schon vorsichtig und skeptisch. Ich habe ein Angebot zur Nachrüstung der vom LEH gewünschten ( aber derzeit nicht genehmigungsfähigen ) Wintergärten vorliegen, nur da nochmal 400.000 € investieren und dann hören, dass der LEH den Verbrauchern keine höheren Preise zumuten will. Da von unseren Töchtern doch wohl keine den Betrieb weiterführen wird, bin ich mit fast 50 in diesen unsicheren Zeiten manchmal genauso nahe an der Betriebsaufgabe, wie an der Weiterführung. Immer mehr Anforderungen und Auflagen und dass bei geringem Preisausgleich und schwindendem Ansehen in der Bevölkerung nehmen mir manchmal den Glauben an die Zukunft.
Aber da ich eigentlich überzeugter Landwirt bin, schaue ich wahrscheinlich doch eher positiv nach vorne und versuche, den Betrieb zukunftsfähig zu halten und dann vielleicht mal einen jungen Landwirtssohn suchen, der den Betrieb dann fortführen möchte. Irgendwie wird es doch eine Zukunft geben müssen.
Warum nicht genehmigungsfähig? wie kommste auf die 400000€ Invest?

*Zitat repariert
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: landmann14 am 17. Juli 2021, 14:06:31
Unsere vorhandenen Ställe sind nach BImSchG genehmigt und wenn wir dort jetzt etwas ändern ( z.B. Wintergarten nachrüsten ), dann verlieren wir den Bestandsschutz und neu bekommen wir nichts genehmigt, da die Privilegierung für uns nicht mehr gilt.
Ich hatte mir in diesem Frühjahr ein Angebot zur Nachrüstung von 1600qm Wintergarten erstellen lassen, was komplett 400.000 € kosten sollte. Das Baurecht soll für Tierwohlmaßnahmen ja vielleicht mal angepasst werden, und dann mal schauen, wie es weitergeht.
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: meinsherdamit am 17. Juli 2021, 18:04:51

Warum nicht genehmigungsfähig? wie kommste auf die 400000€ Invest?

*Zitat repariert

Ist eben immer eine Frage der Größe  ;)

In Norddeutschland wurden bzw. werden jetzt ja auch Privathoftiere gemästet...
Habe gehört die fallen schon vom glauben ab, weil die einfach nicht wachsen wollen  :D

Naja, hoffentlich waren die bei den Wirtschaftlichkeitsberechnungen nicht leichtgläubig..
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: vario am 17. Juli 2021, 18:17:54
Das wichtigste bei der Vermarktung sind verlässlichiche und ehrliche Partner .
Wiesenhof ( Privathof ) zähle ich nicht dazu.
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: meinsherdamit am 17. Juli 2021, 18:21:52
Das wichtigste bei der Vermarktung sind verlässlichiche und ehrliche Partner .
Wiesenhof ( Privathof ) zähle ich nicht dazu.

Gibt es wirklich so große Unterschiede in den Integrationen?

Kochen doch auch nur alle mit dem gleichen Wasser.
Gut, wobei sich Wiesenhof verhältnismäßig schon extrem breit aufstellt...
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: Gallus gallus! am 17. Juli 2021, 18:47:28
Am Ende sind sie doch alle Viehhändler.  ;)
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: Nobbi am 17. Juli 2021, 19:06:40
So wie ich das sehe, ist mit Hähnchen immer noch ordentlich Kohle verdient. In den letzten Jahren haben hier Viele zum bestehenden Betrieb noch einen Hähnchenstall dazugestellt.
Und alle sagen, es wäre die beste Entscheidung gewesen.

Wenn man das Ganze dann noch in Bio macht, ist man für die Zukunft gerüstet.

Geflügelverzehr ist stark steigend, und auch Bio hat satten Zuwachs.
Da potenziert sich das Potenzial.
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: meinsherdamit am 17. Juli 2021, 20:50:48
So wie ich das sehe, ist mit Hähnchen immer noch ordentlich Kohle verdient. In den letzten Jahren haben hier Viele zum bestehenden Betrieb noch einen Hähnchenstall dazugestellt.
Und alle sagen, es wäre die beste Entscheidung gewesen.

Wenn man das Ganze dann noch in Bio macht, ist man für die Zukunft gerüstet.

Geflügelverzehr ist stark steigend, und auch Bio hat satten Zuwachs.
Da potenziert sich das Potenzial.

Am besten ist immer, dass man mindestens 200km besser noch mehr wegfährt, wenn man die Wahrheit hören möchte.
In der Nachbarschaft (bis auf wenige Ausnahmen) hat doch jeder den Traktor der nie defekt ist, im Stall läuft auch alles rund... Aber wehe man kommt mal zufällig in der Werkstatt vorbei, oder redet mit den Tierärzten. Da relativiert sich alles schnell.

Dass der Geflügelverzehr zunimmt ist realistisch. Ganz so blauäugig würde ich das jedoch nicht sehen. Natürlich ist man im Gegensatz zum "Schweinebereich" aktuell der Einäugige unter den Blinden...

Man möchte es nicht schlecht reden, aber ein paar nicht ganz so unerhebliche Punkte sehe ich schon auf die (deutsche) Geflügelbranche, auch Bio zukommen...
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: landmann14 am 18. Juli 2021, 07:30:56
@Nobbi:
Wenn du in die Hähnchenmast neu einsteigen willst, nur "um ordentlich Kohle zu verdienen", dann kann es ein langes Berufsleben werden. Das Interesse und die Freude an den Tieren ist mindestens genauso wichtig.
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: Nobbi am 18. Juli 2021, 09:42:40
@Nobbi:
Wenn du in die Hähnchenmast neu einsteigen willst, nur "um ordentlich Kohle zu verdienen", dann kann es ein langes Berufsleben werden. Das Interesse und die Freude an den Tieren ist mindestens genauso wichtig.

Keine Sorge.
Wenn ich kein Interesse an Tueren hätte, wäre ich nicht Ferkelerzeuger und früher Milchbauer geworden.
Dagegen sind Masthähnchen pillepalle.
Titel: Re: Hähnchenmast
Beitrag von: Gallus gallus! am 22. Juli 2021, 13:56:52
Bei Plukon dreht sich das Personal-Karussell mal wieder:
https://www.agrarzeitung.de/feedmagazine-kraftfutter/feedmagazine-nachrichten/broering-manager-wechselt-das-unternehmen-96685

Die haben einen hohen Verschleiß an Geschäftsführern.