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Autor Thema: In-Vitro-Fleisch und ähnliches  (Gelesen 12452 mal)

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Frankenpower

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Re: In-Vitro-Fleisch und ähnliches
« Antwort #75 am: 04. Mai 2021, 16:11:20 »

Sicherlich in der Mehrheit pro. Deutlich besser fürs Klima, vermutlich auch weniger Futter nötig und die ganze Debatte über Massentierhaltung, Gülle etc fällt auch weg

wenn es am Schluss (besser) schmeckt und billig ist, dann wird es auch gefressen....

und es erspart auch solche Entwicklungen....

https://www.agrarheute.com/markt/tiere/china-baut-schweine-hochhaeuser-mega-schweinestaedte-fakten-580912


und hier noch was neues zum Essen...

https://www.zeit.de/politik/ausland/2021-05/insekten-lebensmittel-mehlwuermer-eu-zulassung-ernaehrung-protein-snack
« Letzte Änderung: 04. Mai 2021, 16:21:01 von Frankenpower »
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Die Hoffnung stirbt zuletzt....

klausg

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Re: In-Vitro-Fleisch und ähnliches
« Antwort #76 am: 04. Mai 2021, 17:20:59 »

Das ganze ist das Ziel der Lebensmittelindustrie - Herstellung von Lebensmitteln aus anonymen Rohstoffen. Jederzeit austauschbar. Künstliches Zusammensetzen von chemischen Rohstoffen. Und sie werden dafür gefeiert. Die Veggie Wurst ist ja auch ein reines Kunstprodukt - im Labor zusammengestrickt. Wenn man das ganze dann evtl. auch noch mit Produktionsabfällen erzeugen kann - um so besser.
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BNT

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Re: In-Vitro-Fleisch und ähnliches
« Antwort #77 am: 05. Mai 2021, 07:00:33 »

Einheitliche Ware, klare Lieferketten, keinerlei Hygieneprobleme (Schweinepest, Zoonosen), alles schön sauber dokumentiert und wenn man sich ansieht, welche Partner da im Boot sitzen; auch solche wie Müller Milch.
Was das für's Land bedeutet? Dort, wo bisher die Tierhaltung dominiert, wird es spannend. Die Ackerbauern werden ihre Vorteile ziehen. Wie könnte die Umnutzung von Grünland aussehen? Biogas wird bis da hin vermutlich in der Bedeutungslosigkeit verschwunden sein. Vielleicht wird es dann doch sehr viele Freiland-PV-Anlagen geben.
Bei uns im Dorf würde sich nicht viel ändern. Der GVE Bestand würde halt noch mehr in Richtung Pferde kippen. Wir haben jetzt schon einen größeren Pferdebestand als um 1950. :P
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nofear

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Re: In-Vitro-Fleisch und ähnliches
« Antwort #78 am: 05. Mai 2021, 12:01:03 »

Wenn man aktuell Kinder in Ausbildung hat, sollte man sich vielleicht schon überlegen, ob man den Schwerpunkt noch in Richtung Tierhaltung legen soll.

Der Schwerpunkt der Ausbildung sollte auf anderem Gebiet als LW erfolgen... ;) :angel:
dann könnts auch irgendwann mit der LW evtl besser laufen, das bissel fachlich kannst später von nem Praktiker oder woanders her lernen. Ob unser Fach- und Hochschulen derzeit komplett am Puls der Zeit sind weiß ich auch nicht. Zu meiner Ausbildungszeit lag der Schwerpunkt aus heutiger Sicht nicht ganz richtig. Aber gut, das wandelt sich eh immer und lernen ist lebenslang angesagt. Man muss halt nur aufpassen, dass es das richtige ist :)
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„Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier.“ (M. Gandhi)

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nofear

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Re: In-Vitro-Fleisch und ähnliches
« Antwort #79 am: 05. Mai 2021, 12:04:43 »

Fleischproduktion ist maximal ineffizient. ;)

Das ist relativ. Laut meiner Milchmädchenrechnung kann man pro m² Acker und Jahr 750 Kalorien in Form von Hähnchenfleisch erzeugen, oder 100 Kalorien in Form von Spargel.

Spargel ohne Zunge ist doch auch nix... ;D
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nofear

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Re: In-Vitro-Fleisch und ähnliches
« Antwort #80 am: 05. Mai 2021, 12:17:33 »

Das ganze ist das Ziel der Lebensmittelindustrie - Herstellung von Lebensmitteln aus anonymen Rohstoffen. Jederzeit austauschbar. Künstliches Zusammensetzen von chemischen Rohstoffen. Und sie werden dafür gefeiert. Die Veggie Wurst ist ja auch ein reines Kunstprodukt - im Labor zusammengestrickt. Wenn man das ganze dann evtl. auch noch mit Produktionsabfällen erzeugen kann - um so besser.

Wenig hinzuzufügen...
betrieblich wird's mich nicht groß tangieren. Es wird sich schon was finden... Ackerbau in diversen Richtungen, Blümchen, Pferdeheu,...
notfalls wird sich hoffentlich noch einer finden, ders unbedingt (hoffentlich teuer) pachten will ;)

Persönlich halt ich nix von. Ich tendiere zu (notfalls selbserzeugtem) natürlichem wenig (und wenn doch dann am besten auch selbst) verarbeitetem Premiumfood :angel:
Ich hab mal so bissel überschlagen, mit wie wenig heimischen Grundrohstoffen man sich doch auch halbwegs ausgewogen und gesund ernähren kann und es früher wohl auch tat.
Fazit: 80% der Supermarktregale kann man streichen ;D
Einen Haken hat das ganze aber: Zeit! Man benötigt doch etwas mehr davon zur Zubereitung. Aber mMn ist das gut genutzte (slow)food-Zeit
 
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stoppelrübe

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Re: In-Vitro-Fleisch und ähnliches
« Antwort #81 am: 05. Mai 2021, 14:52:19 »


Einen Haken hat das ganze aber: Zeit! Man benötigt doch etwas mehr davon zur Zubereitung. Aber mMn ist das gut genutzte (slow)food-Zeit [/quote]

Ein Roastbeef braucht nur 5-10min  ;D dafür aber 14 Tage Reifung :oma:

Solange ich noch an Tiere zur Schlachtung habe oder rankomme, kommt mir so etwas nicht auf den Teller :kotz: Zum Glück ist meine Kundschaft der gleichen Meinung.
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Biobauer

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Re: In-Vitro-Fleisch und ähnliches
« Antwort #82 am: 05. Mai 2021, 15:18:43 »

Fleischproduktion ist maximal ineffizient. ;)

Das ist relativ. Laut meiner Milchmädchenrechnung kann man pro m² Acker und Jahr 750 Kalorien in Form von Hähnchenfleisch erzeugen, oder 100 Kalorien in Form von Spargel.

Spargel ohne Zunge ist doch auch nix... ;D


Hatten wir eben...
Da wir sowieso äußerst wenig Fleisch kaufen, tangiert uns das wenig. Für die Landwirtschaft wird's ein Quantensprung sein, ich weiß nur noch nicht in welche Richtung gesprungen wird
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nofear

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Re: In-Vitro-Fleisch und ähnliches
« Antwort #83 am: 05. Mai 2021, 17:56:55 »


Einen Haken hat das ganze aber: Zeit! Man benötigt doch etwas mehr davon zur Zubereitung. Aber mMn ist das gut genutzte (slow)food-Zeit

Ein Roastbeef braucht nur 5-10min  ;D dafür aber 14 Tage Reifung :oma:

Solange ich noch an Tiere zur Schlachtung habe oder rankomme, kommt mir so etwas nicht auf den Teller :kotz: Zum Glück ist meine Kundschaft der gleichen Meinung.
[/quote]

Du weist wie ichs meine... für den convinience-Konsument ist jeder Kochvorgang bei dem mehrere Bestandteile eines Essens separat gekocht werden müssen/dürfen zeitaufwändig  :angel:
Und für den ist das denk ich in erster Linie gemacht/gedacht denk ich
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stoppelrübe

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Re: In-Vitro-Fleisch und ähnliches
« Antwort #84 am: 05. Mai 2021, 19:31:50 »

@ nofear
Da ich auch gern koche, genieße ich nicht nur beim Essen sondern auch das zubereiten.  :mampf: Gern auch mit einen :wein: ;D
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farming.ch

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Re: In-Vitro-Fleisch und ähnliches
« Antwort #85 am: 28. September 2021, 15:30:14 »

Anscheinend dauert es noch einige Zeit, bis zur Kunstfleisch-Revolution, zum Glück :-). Wenn überhaupt.
Die für die Schweiz entscheidende Frage nach der Nachhaltigkeit kann auch noch nicht beantwortet werden.

https://www.schweizerbauer.ch/politik-wirtschaft/international/laborfleisch-forscher-sehen-viele-offene-fragen/

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Dresel

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Re: In-Vitro-Fleisch und ähnliches
« Antwort #86 am: 28. September 2021, 20:32:55 »

Dieser Professor sieht das ein wenig optimistischer, also pro In-Vitro-Fleisch.

https://www.topagrar.com/markt/news/prof-lin-hi-fleisch-aus-dem-labor-wird-kommen-12695679.html
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Grüße Dresels Walter

Dresel

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Re: In-Vitro-Fleisch und ähnliches
« Antwort #88 am: 19. November 2021, 22:30:09 »

Hat mir youtube letzte Woche vorgeschlagen, sind ein paar interessante Aspekte dabei...

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