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Autor Thema: Warum bauen die Bauern lieber Mais an?  (Gelesen 42742 mal)

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manis

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Re: Warum bauen die Bauern lieber Mais an?
« Antwort #30 am: 17. August 2010, 14:18:37 »

Ich weiß nicht was ihr alle gegen  Maisanbau habt?
Mais unproblematisch 1 x düngen säen spritzen fertig.
Warum regt sich keiner auf weil soviel Weizen angebaut wird. Weizenanbaufläche ist viel höher wie Mais!!!!!!!!
Zu den Pachtpreisen folgendes, ein langjähriger Mitarbeiter (30 Jahre) hat blöderweise einen Hof geerbt ca 80ha, das hab ich nicht zu pachten gekriegt ein Gemüsebauer zahlt
1200 Euro Pacht, mein Nachbar  10 ha hügelig ein Gemüsebauer 750 Euro. Schweinebetriebe zahlen 800 Euro. Da kann ein Biogasler nur mitmischen keineswegs aufmischen!
Thema Biogas:
Warum regen sich immer soviele über Biogasler auf, ist das vieleicht Neid. Wenn Ihr glaubt das die alle Geld schäffeln dann macht es doch auch!  Nicht lange hinterher jammern. 

Etwas zünisch aber es ist so.

Mfg
Manis
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Georg

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Re: Warum bauen die Bauern lieber Mais an?
« Antwort #31 am: 17. August 2010, 14:50:59 »

Ich bin ja auch bekanntlich parteipolitisch nicht "grün angemalt"!
Muss allerdings Bio ein wenig helfen! Ansgar, die Mehrheit Hatte/hat wieder so gewält und nun ist es so! Ich weiß, wenn´s den Einzelnen so wie DIch dann direkt betrifft, ist ein richtiges Problem und auch zum "aus der Haut fahren"!

Mein "Brot und Buttergeschäft war ja beaknntlich bis vor 2 Jahren 15 Jahre lang die Entwicklung und der Verkauf von HArd und Software an Agrarbehörden zur EU AUgleichszahlungskontrolle und zur Lebenmittelqualitätskontrolle.

Ich hab davon eigentlich nicht schlecht exisitiert, hab mich dann in den letzten JAhren aber dermaßen über offensichtliche Mißstände mit politischer Deckung (ja vor allen DIngen auch in Deutschland!!!!) geärgert udn auch mit Hinweßen jglicher Art bis hin zum Bundesministerium auf "taube" Ohren gestoßen, das ich mich vor 2 Jahren einfach demoralisiert zurückgezogen habe!

Es gibt nach wie vor die gleichen Unregelmäßigkeiten in der EU und in Deutschland, aber ich hab eingesehen, das die "Allgemeinheit" das so will!

Ansgar, es gibt nicht wenige LAndwirte in dem Bundesland in dem Du wirtschaftest, die mit Bärbel Höhn sogar sehr zufrieden waren!

Mir persölich ist es inzwischen total egal wer wann wo politisch regieren wird! Längerfristige Entscheidungen werden eh von der Deutschen Bank und von der Ministerialbürokratie getätigt! Politiker haben meist nicht vielnicht viel Sachahnung, und sind kurzfristig austuaschbar. Oder, hat sich durch Schwarz Gelb gegenüber der großen Koalition geändert? Den detuschen WIrtschaftsaufschwung nach der Krise haben die Duetsche Bank und die Industriebosse auf Kosten der deutschen Bevölkerung gemacht ! Nicht die politische Führung!

Und Ansgar: Du hast in Deinem Bundesland mit die größten Schlachthäuser Europas! War da nicht vieleicht ein Deal zwischen Tönies udn Höhn? Ich weiß es nicht, aber alles war/ist möglich!

Ansgar träume doch nicht! Glaubst Du etwa wirklich das inzwischen bie der Grünen Führung nur noch ein FUnken um Ideologie geht wie z.b umweltgerechtere Schweinehaltung? Das ist ne satt etablierte Partei, da gehts um reinen MAchterhalt einzelner Personen! Fertig aus! Blöd ist halt, wennso ein Machterhalt auf kosten einige Einzelner , wie im damaligen Falle auch bei Dir geht!
Du kannst veruschen Dich au den Kopf zu stellen, udn veruchen dann mit de A.... Fleigen zu fangen, ändern kannst Du es nicht! Zumindest ich habs aufgegben!
Ich hab angefangen, solches Tun  zu verstehen, und verusche meine Fahne nach dem Wind zu hängen. Es lebt sich so wesentlich leichter!
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Ansgar

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Re: Warum bauen die Bauern lieber Mais an?
« Antwort #32 am: 17. August 2010, 14:55:10 »

Hallo Herbert,

schon klar, dass die Entwicklung in den zurückliegenden Jahren weiter gegangen ist - bei den konventionellen Tierhaltungsverfahren aber auch!

Ich denke auch Dir ist bekannt, dass Ferkelerzeuger mit unter 20 abgesetzten Ferkeln/Sau und Jahr zumindest in der konventionellen Schiene ganz klar zum schlechteren Viertel zählen - ein positiver Unternehmergewinn ist dabei in weite Ferne gerückt. 24 Ferkel/Sau und Jahr sind diesbezüglich als das Minimum zu betrachten, einige Betriebe schaffen es auch,  26 oder gar auch 30 Ferkel aufzuziehen. Das selbe gilt für die Tageszunahmen: Mit 700 g wirst Du heute keinen Hering mehr vom Teller ziehen. Dieses Leistungspotential ließe sich mit Sicherheit nicht - und jetzt bediene ich mich mal der Ausdrucksweise dieser Gruppen - in Ställen mit tierquälerischer Massentierhaltung realisieren. Es mag ja sein, dass die Latte in der Bioschiene nicht so hoch angesiedelt zu sein scheint, aber auch dort wachsen die Bäume nicht in den Himmel, was Du sicherlich auch bestätigen kannst bzw. es hier auch bisweilen schon des öfteren zum Ausdruck gebracht hast.

Was ich aber eigentlich mit meinem Beitrag, auf den Du Dich beziehst, ausdrücken will, ist doch folgendes: Fundamentales Praxiswissen und -verstand, erworben durch den jahrzehntelangen, über Generationen hinweg gepflegten Umgang mit den Tieren u.a., zählt bei den grünen Spinnern nicht, wenn´s nicht in deren ideologische Schiene passt. Damit könnte ich ja im Zweifel noch leben, aber wenn solche Leute in Regierungsverantwortung sind, dann Gnade uns Gott! Wir haben es hier in NRW schon fünf Jahre lang erleben müssen: Höhn hat in ihrer Amtszeit der hiesigen Landwirtschaft mehr Schaden zugefügt, als Künast dies auf Bundesebene gemacht hat. Und nun stehen wir in NRW schon wieder vor so einem Dilemma, denn wenn ich mir die Homepage des für uns zuständigen neuen Ministers zu Gemüte führe, heißt das nichts Gutes: www.johannes-remmel.de/landwirtschaft.php (der erste Satz dort sagt doch schon alles, wohin nach seinem Willen die Reise gehen soll!) oder www.johannes-remmel.de/tierschutz.php

Bei den grünen Politikern bilden falsche Illusionen und Wunschdenken die Basis für ihre Regierungsarbeit, die Realität haben sie ausgeblendet - NRW ist keine Insel! Die Erzeugung von Lebensmitteln nach biologisch-ökologischen Richtlinien wird immer eine Nische bleiben, die Verbraucher können dazu nicht gezwungen werden, nur noch alternativ erzeugte Lebensmittel zu kaufen, zumal vielen einfach das dazu notwendige Geld fehlt. Es sollte doch wohl auch schon dem letzten eingefleischten Grünen bis in die hintersten Wandungen der Gehirnzellen eingedrungen sein, dass allen Bekundungen zum Trotz an der Kasse immer noch die Geldbörse entscheidet, was auch ganz aktuell vom Institut für Handelsforschung aus Köln wieder einmal untermauert wird: www.ifhkoeln.de/billig-discounter_in_der_kritik_ifh-studie_belegt.php

Aber vielleicht lohnt es sich der besseren Übersicht wegen, diesbezüglich mal ein eigenes Thema aufzumachen.

Gruß
Ansgar
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Biobauer

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Re: Warum bauen die Bauern lieber Mais an?
« Antwort #33 am: 17. August 2010, 16:31:06 »

ansgar, mag  sein , das manche leistungen höher sind, wer am schluss mehr im geldbeutel hat , ist entscheident. das spitzenleute 25 ferkel aufuiehen mag schon sein , dann verdoppelst mal die säugezeit, mal sehn wie die zahlen dann aussehn . es mag auch sein das welche 1000 gr zunahme erreichen , aber zu was für kosten. ich hab zb im quartal pro sau mal eben 2 euro strom udn wasserkosten, ok, is nen brunnen dabei, aber das ist schon mal geld, was ich mir gegenüber den klimatisierten stall spare bzw gar nicht verdienen muss , da ich es ned ausgebe.
zum eigentlichen thema, ich hab nun den mais für biogasanlagen aus meiner wildschadenspauschale rausgeworfen, gab zwar von nen paar spezies gehüpfe, aber ich sehe nicht ein warum ich diesen betriebszweig noch unterstützen soll.
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Mit dummen Menschen zu streiten ist wie gegen eine Taube Schach zu spielen: Egal wie gut Du spielst, die Taube wird alle Figuren umwerfen, auf das Brett kacken und herumstolzieren, als hätte sie gewonnen

gpi

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Re: Warum bauen die Bauern lieber Mais an?
« Antwort #34 am: 17. August 2010, 18:44:36 »

Georg,verbiege nicht deinen Charakter,du musst nicht die Fahne nach den Wind stellen,was Unrecht ist bleibt Unrecht,was damals in NRW los war alle Domänen sollten bei Neuverpachtung auf Bio umstellen.Die hatten alle ein an der KlaTSCHE.Und jetzt geht es von Vorne los.Denk mal im Moment an Pakistan Wer spendet das meiste Geld die US A aber wer wird am meisten angefeindet von den Moslimen die USA Wenn wir Pakistan mit Nahrung unterstützen sollen woher kommt es denn?Von unseren fruchtbaren,gedüngten und gesprizten Flächen.Dann sind wir für die Welternährung wieder die gefragten Leute.Aber was sollst, Biobauer kann ja seinen 50euro/dz nach Pakistan schicken,mein Hochachtung hätte er auf alle Fälle
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Ansgar

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Re: Warum bauen die Bauern lieber Mais an?
« Antwort #35 am: 17. August 2010, 21:01:57 »

(...) Ansgar, die Mehrheit Hatte/hat wieder so gewält und nun ist es so! Ich weiß, wenn´s den Einzelnen so wie DIch dann direkt betrifft, ist ein richtiges Problem und auch zum "aus der Haut fahren"!
(...)
Mir persölich ist es inzwischen total egal wer wann wo politisch regieren wird! (...)
(...)
Blöd ist halt, wennso ein Machterhalt auf kosten einige Einzelner , wie im damaligen Falle auch bei Dir geht!
Du kannst veruschen Dich au den Kopf zu stellen, udn veruchen dann mit de A.... Fleigen zu fangen, ändern kannst Du es nicht! Zumindest ich habs aufgegben!
Ich hab angefangen, solches Tun  zu verstehen, und verusche meine Fahne nach dem Wind zu hängen. Es lebt sich so wesentlich leichter!

Hallo Georg,

ich weiß nicht, ob ich Dir das alles so abnehmen kann, jedenfalls nicht, wenn ich mir mal so den ein oder anderen Beitrag von Dir aus der letzten Zeit Revue passieren lasse, wie z.B. diesen hier:
Ehrlich gesagt, mir könnte es eigentlich egal sein da ich ja kein Milcherzeuger bin und mich um mein Geschäft kümmernmuss.
Leider kann es mir nich tegal sein, da anscheined 50% meiner Kunden Micherzeuger waren oder sind! Wennich so durch meine Kundenliste schaue, dann kommts auch so ungefähr hin!
Nun könnt Ihr Euch vorstellen was das für mein Geschäft bedeutet? Die Milcherzeuger sind als Kunden in disem Jahr fast ganz ausgefalen! Das heißt 50% weniger Umsatz! OK, ich konnte das durch einige andere Vekäufe fast kompensieren! Aber ich weiß von einigen Landmaschiennehändlern das sie derzeit einen EInbruch von bis zu 50% haben, in den Milchgebieten auch noch mehr!

Auch mir, Georg, kann diese in meinem Fall politische Entwicklung nicht egal sein. Nicht etwa, weil ich mit meiner Pflanzenschutzspritze so manchen Grünen ein Dorn im Auge bin, diesbezüglich habe ich (noch) die geringsten Befürchtungen.
Um bei Deiner Argumentationsweise zu bleiben, zeige ich mal folgendes Szenario auf:
Remmel hat ja schon kurz nach seiner Amtseinführung angekündigt, dass die derzeitig gängige Genehmigungspraxis für Stalleinheiten auf jeden Fall der Vergangenheit angehören wird. Die Hürden, einen neuen Stall genehmigt zu bekommen, werden auf jeden Fall ungleich höher sein, als sie es jetzt schon sind. So hoch, dass die ein oder anderen wachtumswilligen Betriebe im Bereich der Tierhaltung davon sogar Abstand halten werden, so wie´s in den Jahren 2000 bis 2005 unter Rot-Grün auch abgelaufen ist - Stallbauten wurden so gut wie gar keine mehr durchgeführt. Wenn landwirtschaftliche Betriebe weiter wachsen wollen, indem sie die Viehhaltung intensivieren, geht das i.d.R. nur, wenn sie zusätzliche Arbeitskräfte einstellen (sofern kein Junior als Hofnachfolger mit einsteigt) oder einen Teil der anfallenden Arbeiten (z.B. den Ackerbau) auslagern. Der größte Teil meiner Kunden betreiben viehintensive Betriebe und haben definitiv keine Zeit, um sich draußen um ihre Bestände in der Art zu kümmern, wie ich es für sie anbiete. Und siehst Du, Georg, hier schließt sich für mich der Kreis und das sind unsere Gemeinsamkeiten: Geht´s der Landwirtschaft gut, können wir davon auch profitieren. Jeder nicht genehmigte Stall bedeutet rein theoretisch im Umkehrschluss auch weniger Aufträge für mich (ob ich in der derzeitigen Konstellation noch in der Lage bin, großartig weitere Aufträge überhaupt noch annehmen zu können, steht dabei zunächst auf einem anderen Blatt Papier). Und deswegen kannst Du nicht von mir erwarten, dass ich mich dem grünen Klientel kampflos ausliefere und dann aufgebe. Dir kann ich´s nun auch überhaupt nicht zutrauen - dafür sind wir beide zu sehr Unternehmer und Unternehmer kommt von unternehmen und nicht von unterlassen!

Gruß
Ansgar

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jochen53

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Re: Warum bauen die Bauern lieber Mais an?
« Antwort #36 am: 17. August 2010, 23:53:22 »


Zitat

dafür sind wir beide zu sehr Unternehmer und Unternehmer kommt von unternehmen und nicht von unterlassen!

Gruß
Ansgar


Irgendwie habe ich ein Problem damit wenn sich Selbständige aus Branchen, deren Einkommen sich zum großen Teil aus Subventionen oder staatlich garantierten Mondpreisen und Abnahmegarantien generiert, sich als Unternehmer bezeichnen. Wenn das Unternehmer sind, was sind dann die Selbständigen die wirklich schutzlos dem freien Markt ohne jede Lobby ausgesetzt sind und in diesem Haifischbecken überleben?
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Ansgar

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Re: Warum bauen die Bauern lieber Mais an?
« Antwort #37 am: 18. August 2010, 00:20:03 »


Zitat

dafür sind wir beide zu sehr Unternehmer und Unternehmer kommt von unternehmen und nicht von unterlassen!

Gruß
Ansgar


Irgendwie habe ich ein Problem damit wenn sich Selbständige aus Branchen, deren Einkommen sich zum großen Teil aus Subventionen oder staatlich garantierten Mondpreisen und Abnahmegarantien generiert, sich als Unternehmer bezeichnen. Wenn das Unternehmer sind, was sind dann die Selbständigen die wirklich schutzlos dem freien Markt ohne jede Lobby ausgesetzt sind und in diesem Haifischbecken überleben?

Boah, Jochen, jetzt hast Du aber ein Fass aufgemacht! :runter:

Wie gut, dass Georg und ich überhaupt nicht in Deine Schublade passen und uns auch nicht angesprochen fühlen, weil wir beide wirklich Selbständige sind,
die ... schutzlos dem freien Markt ohne jede Lobby ausgesetzt sind und in diesem Haifischbecken überleben!
Georg noch mehr als ich.

Ich selbst will auf diesen harten Tobak aber gar nicht näher drauf eingehen, dass sollen diejenigen machen, denen Du damit an die Karre fahren willst!  :kloppe:

Gruß
Ansgar
« Letzte Änderung: 18. August 2010, 00:38:28 von Ansgar »
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Thomas

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Re: Warum bauen die Bauern lieber Mais an?
« Antwort #38 am: 18. August 2010, 08:18:45 »

Vielleicht kann Jochen uns ja mal die Produkte mit den staatlich garantierten Mondpreisen und Abnahmegarantien aufzählen.

Das ist ja schon starker Tobak.

Gruß
Thomas
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MF6170

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Re: Warum bauen die Bauern lieber Mais an?
« Antwort #39 am: 18. August 2010, 08:56:03 »

Jetzt sind wir soweit, wie nach der Veröffentlichung der Fördergelder im Internet. Weil man die Hintergründe nicht kennt werden dann kleinkarierte Neiddiskussionen entfacht.

Gruß Günter
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Günter

jochen53

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Re: Warum bauen die Bauern lieber Mais an?
« Antwort #40 am: 18. August 2010, 10:01:47 »

Vielleicht kann Jochen uns ja mal die Produkte mit den staatlich garantierten Mondpreisen und Abnahmegarantien aufzählen.
Aber gerne doch. Nehmen wir mal als Beispiele Biogasanlagen, Windmühlen oder Solaranlagen. Die Hersteller dieser Produkte bekommen zumeist keine Subventionen, wohl aber deren Kunden, u.a. die Landwirte. Ohne diese Subventionen (Mondpreise für erneuerbare Energien bei vorrangiger Abnahmegarantie, zahlbar von allen Stromkunden inkl. Hartz IV Empfänger und Kleinrentner) gäbe es keine einzige dieser Anlagen und damit auch keine Herstellerfirmen. Gleichzeitig hätten in Deutschland 82 Millionen Bürger deutlich mehr Geld zum Konsum anderer Produkte zur Verfügung.

Ich kann ja durchaus verstehen dass viele Landwirte diese politisch gewollten Subventionen gerne mitnehmen, aber was hat das mit freien Unternehmertum zu tun?
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Georg

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Re: Warum bauen die Bauern lieber Mais an?
« Antwort #41 am: 18. August 2010, 10:19:02 »

Tja, "des einen Not,des anderen Brot"!!

Ich hab bisher in den letzten JAhren auch den Hauptteil meines EInkommens indirekt bzw direkt über Subventionen oder Ausgleichszahleungen bezogen!

Ohne die Ausgleichzahlungkontrolle in der EU würde es meine Firma wohl nicht geben. Von 1997 bis 2005 hab ich fast ausschließlich von Verkäufen an EU Behörden. Nbenbei auch noch an LAndwirte für Flächenvermessung für den AUsgleichszahlungantrag.

Der Markt ist derzeit zeimlich gesätigt, deshalb konzentriere ich maihc nun halt schon siet einiger Zeit auf Neuentwicklungen für die "normale" Feldarbeit.

Ohne Ausgleichszahlugnen oder Subventionen hätte aber wiederum kein EU Landwirt Geld, (gilt auch für USA und vielen anderen nicht EU Ländern) um meine "Spielzeuge" zu kaufen
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BNT

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Re: Warum bauen die Bauern lieber Mais an?
« Antwort #42 am: 18. August 2010, 10:24:16 »

Jochen meint doch sicher solche Kandidaten:

http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/kordiconomy/529056/index.do

Alles vom Freistaat Bayern finanziert. ;)


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extra-wurst

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Re: Warum bauen die Bauern lieber Mais an?
« Antwort #43 am: 18. August 2010, 12:01:56 »

Gleichzeitig hätten in Deutschland 82 Millionen Bürger deutlich mehr Geld zum Konsum anderer Produkte zur Verfügung.

Schon mal von dem Merrit-Order-Effekt gehört.
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Thomas

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Re: Warum bauen die Bauern lieber Mais an?
« Antwort #44 am: 18. August 2010, 12:55:26 »

Vielleicht kann Jochen uns ja mal die Produkte mit den staatlich garantierten Mondpreisen und Abnahmegarantien aufzählen.
Aber gerne doch. Nehmen wir mal als Beispiele Biogasanlagen, Windmühlen oder Solaranlagen. Die Hersteller dieser Produkte bekommen zumeist keine Subventionen, wohl aber deren Kunden, u.a. die Landwirte. Ohne diese Subventionen (Mondpreise für erneuerbare Energien bei vorrangiger Abnahmegarantie, zahlbar von allen Stromkunden inkl. Hartz IV Empfänger und Kleinrentner) gäbe es keine einzige dieser Anlagen und damit auch keine Herstellerfirmen. Gleichzeitig hätten in Deutschland 82 Millionen Bürger deutlich mehr Geld zum Konsum anderer Produkte zur Verfügung.

Ich kann ja durchaus verstehen dass viele Landwirte diese politisch gewollten Subventionen gerne mitnehmen, aber was hat das mit freien Unternehmertum zu tun?

Mehrere Dinge passen da nicht:

Erstens: Die weitaus größte Anzahl der Photovoltaikanlagen wird von Nicht-Landwirten betrieben.

Zweitens: Ich bezweifle, dass das Großteil des Einkommens der deutschen Landwirtschaft mit erneuerbarer Energie erzielt wird.

Drittens: Die Einnahmen aus den erneuerbaren Energien werden zunächst mal dazu verwendet, diese Anlagen zu bezahlen. Dies Geld fließt demnach in die Wirtschaft und sorgt dort für Arbeit und Einkommen.



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