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  • #1 von tomtex am 28 Aug 2021
  • Hallo!
    Bei uns entwickelt sich der Getreideanbau (insgesamt ca 40ha) zu mehr Vielfalt, kleineren Partien und Selbstvermarktung. Da wir bisher nur Dinkel direkt an die Mühle abgeliefert haben und selbst Winterweizen und Hafer/Gerste/Erbsen Gemenge als Hühnerfutter hatten fehlt uns eigentliche sämtliche Nacherntetechnik. Für das Hühnerfutter nutzen wir im Moment das Lager eines pensionierten Nachbarn, dort gibt es allerdings keine Möglichkeit zur Vorreinigung.
    Außer den oben genannten bauen wir inzwischen zwei alte Sommerweizen und einen Winterweizen sowie Emmer und Hafer an. Alles zwischen 1 und 4ha, also z.T. nur 2t pro Partie. Zusätzlich bauen wir gerade bei den alten Sorten selbst nach, also zusätzlich noch von jeder Sorte extra Saatgut abzwacken.

    Unsere Vorstellung ist es alles selbst Vorreinigen zu können, unser Saatgut selber aufzubereiten, auch kleine Partien trocknen/belüften zu können (für alles über 6t könnten wir uns auch bei Nachbarn Trocknungshilfe mieten, vorausgesetzt die Kapazität reicht) und vor allem die momentan 8 Partien sauber voneinander getrennt bewegen und lebensmittelhygienisch lagern zu können. Dinkel, Emmer und Hafer selbst zu schälen wäre dann der nächste Schritt, da wir von der Mühle die Spelzen nicht zurückbekommen, die aber bei den Hühner eigentlich gut einzusetzen wären.

    Vorreinigung lässt sich wohl recht einfach auch mobil lösen. Beim Saatgut bin ich mir schon unsicher ob alte renovierte Petkus oder neue günstige Maschinen aus Ost der bessere Weg ist. Sortenreine Förderung und Lagerung sind noch ein ziemliches Fragezeichen, genauso wie Trocknung/Belüftung der kleinen Mengen.

    Welche Erfahrungen habt ihr und wie würdet ihr das Lösen?



  • #2 von nofear am 28 Aug 2021
  • Bei solchen Mengen würde ich evtl. wie ne Art Kartoffelkisten einsetzen mit Belüftungsboden wo ich einzeln Gebläse/Schläuche (evtl mehrere Abgänge pro Gebläse) anschließen kann.
    Keine Ahnung obs da was fertig gibt.
  • #3 von Stanky am 28 Aug 2021
  • Moin,
    ich habe mir gerade auf die schnelle eine einfache Anhängertrocknung gebaut um Sonderpartien einzel trocknen zu können. Ein Gebläse, das mir mal zugelaufen ist, habe ich fest an den Anhänger montiert und dann einfach Belüftungskanäle auf den Anhängerboden gelegt. Ein Siebboden wäre noch besser, aber wie so oft mußte es bei mir schnell gehen.
    Gruß
    Frank Wenn das mal einer bitte wieder richtig dreht.
  • #4 von Wade am 28 Aug 2021
  • Sind die Teile aus Australien?  ;D ;D


    Wie man das am besten löst hängt stark von den örtlichen Gegebenheiten ab. Ob man Altgebäude nutzen will, oder ob man große Hallen mit Flachboden hat etc.
    Wir haben alte Sandsteingebäude mit mehreren Zwischenböden aus Holz. Dazu Gosse, Elevatoren und Redler. Entleerung und Befüllung der Saatgutreinigung dann entweder mit Elevator+Redler, oder wenns aufm Holzboden liegt händisch mit Getreidekarre. Für kleine Partien ist das noch ok und man ist Flexibel. Größere Partien mit der Hand ist aber heute nicht mehr Zeitgemäß.
    Früher wurde auch viel mit Körnergebläse gearbeitet, das ist auch flexibel umsetzbar und arbeitet Sortenrein. Das ist natürlich nur ne Technik wenn man Altgebäude nutzen will.

    Wenn nur Halle mit einem Boden vorhanden sind, würde ich wohl auch eher Getreidekisten nutzen.
  • #5 von tomtex am 28 Aug 2021
  • Haha, so nen Wagen haben wir auch gebaut, allerdings mit Siebboden und nem alten Heugebläse. Und den Rädern nach unten ;) Allerdings auch keine gute Lösung 5 solche Wagen zu haben die im restlichen Leben doch recht eingeschränkt sind. Meistens drischt man schon die nächste Sorte und der Wagen ist auch noch nicht wieder frei...

    Wir haben sowohl Altgebäude die man umfunktionieren kann als auch die Möglichkeit neue Gebäude dafür (an)zubauen. Getreidekisten klingen durchaus interessant, das wäre auch eine bessere Lösung als BigBags für die Aussaat. Gibt es da Hersteller die gute Lösungen haben oder muss man da selber kreativ werden? Kleincontainer/Kisten mit Belüftungsboden wären ja schon ne gute Lösung, man könnte ja im Notfall sogar ne Wärmekanone vor das Gebläse stellen. Solange man Wärmemenge zu Luftmenge vernünftig regulieren kann ginge das ja auch zum schonend trocknen.

    Förderung mit Gebläse ist wohl die einfachste sortenreine Möglichkeit - der Staub nervt eben ein bisschen. Muss man wohl immer am Ende nen Abscheider ranhängen?
  • #6 von klausg am 28 Aug 2021
  • Im Amiland gibts sowas: - da wird sogar Saatgut damit vertrieben.

    https://www.bulkcontainerexpress.com/p/BH574565-HB.html
  • #7 von DJ am 28 Aug 2021
  • Guckst mal bei hdt:

    Vielleicht auch nicht immer billig aber doch:

    https://www.hdt-foodmachines.at/hdt_content/HDT%20Containertrockner.pdf

    Ich empfehle dir nur die Container mit dem Lochblechboden.

    Die Trichtercontainer mit dem Belüftungskreuz sind zur Trocknung nicht brauchbar (zumindest für mich)
  • #8 von nofear am 28 Aug 2021
  • Haha, so nen Wagen haben wir auch gebaut, allerdings mit Siebboden und nem alten Heugebläse. Und den Rädern nach unten ;) Allerdings auch keine gute Lösung 5 solche Wagen zu haben die im restlichen Leben doch recht eingeschränkt sind. Meistens drischt man schon die nächste Sorte und der Wagen ist auch noch nicht wieder frei...

    Wir haben sowohl Altgebäude die man umfunktionieren kann als auch die Möglichkeit neue Gebäude dafür (an)zubauen. Getreidekisten klingen durchaus interessant, das wäre auch eine bessere Lösung als BigBags für die Aussaat. Gibt es da Hersteller die gute Lösungen haben oder muss man da selber kreativ werden? Kleincontainer/Kisten mit Belüftungsboden wären ja schon ne gute Lösung, man könnte ja im Notfall sogar ne Wärmekanone vor das Gebläse stellen. Solange man Wärmemenge zu Luftmenge vernünftig regulieren kann ginge das ja auch zum schonend trocknen.

    Förderung mit Gebläse ist wohl die einfachste sortenreine Möglichkeit - der Staub nervt eben ein bisschen. Muss man wohl immer am Ende nen Abscheider ranhängen?

    Ich denk bei so 1-2t pro Container (so man die bewegt bekommt) ist Luft- und Wärmenenge zu regeln nicht ganz so entscheidend/schwierig wie bei größeren Stapeln, wo durch Abkühlung im Stapel eher Kondenszonen entstehen können. Gut uberhitzen sollte wohl für Saatgut vermieden werden, aber sonst denk ich unproblematisch auch mit zu trocknen.
  • #9 von tomtex am 28 Aug 2021
  • Haha, so nen Wagen haben wir auch gebaut, allerdings mit Siebboden und nem alten Heugebläse. Und den Rädern nach unten ;) Allerdings auch keine gute Lösung 5 solche Wagen zu haben die im restlichen Leben doch recht eingeschränkt sind. Meistens drischt man schon die nächste Sorte und der Wagen ist auch noch nicht wieder frei...

    Wir haben sowohl Altgebäude die man umfunktionieren kann als auch die Möglichkeit neue Gebäude dafür (an)zubauen. Getreidekisten klingen durchaus interessant, das wäre auch eine bessere Lösung als BigBags für die Aussaat. Gibt es da Hersteller die gute Lösungen haben oder muss man da selber kreativ werden? Kleincontainer/Kisten mit Belüftungsboden wären ja schon ne gute Lösung, man könnte ja im Notfall sogar ne Wärmekanone vor das Gebläse stellen. Solange man Wärmemenge zu Luftmenge vernünftig regulieren kann ginge das ja auch zum schonend trocknen.

    Förderung mit Gebläse ist wohl die einfachste sortenreine Möglichkeit - der Staub nervt eben ein bisschen. Muss man wohl immer am Ende nen Abscheider ranhängen?

    Ich denk bei so 1-2t pro Container (so man die bewegt bekommt) ist Luft- und Wärmenenge zu regeln nicht ganz so entscheidend/schwierig wie bei größeren Stapeln, wo durch Abkühlung im Stapel eher Kondenszonen entstehen können. Gut uberhitzen sollte wohl für Saatgut vermieden werden, aber sonst denk ich unproblematisch auch mit zu trocknen.
    Ich mach mir auch eher Sorgen ums Überhitzen, weder bei Saatgut noch Brotgetreide ist das populär...
  • #10 von J-P-K am 29 Aug 2021
  • Moin,

    Gerade für solche kleinen Partien ist ein Kistenlager doch die richtige wahl.

    Ich fahre auch immer mal wieder als Sprdituer Saatgutvermehrung für so eine Öko Bude, die haben auch so ein Kistenlager für Hunderte Partien und über Alle Kulturen, von Buchweizen bis Bohnen.

    https://oeko-korn-nord.de/

    Ist auf dem Eingangsbild schon ganz gut zu sehen im Hintergrund. Allerdings glaube ich, wird die Partie vorher getrocknet und dann erst in die Kisten eingefüllt. Bei interesse kann ich auch mal die Nummer von dem BL in Uelzen rausrücken, der kann da bestimmt paar fragen zu beantworten.

    mfg
  • #11 von Cat-Driver am 29 Aug 2021
  • Moin,

    denke auch das Kisten die richtige Wahl währen.

    hier hat ein Berufskollege Saatgut in Kisten gelagert. Ist schon was her, so 70er bis 90er Jahre. Kisten hatten einen Metallrahmen + Spanplatten & Lochboden. Die wurden dann mitm Gabelstapler bewegt. Entleerung ähnlich wie bei Kartoffelkisten, per Drehgerät, das war in einer Art Aufzug, somit wurde ich 3(?)m Höhe in einen großen Trichter entleert, von da dann in die Aufbereitung.

    Zitat
    https://oeko-korn-nord.de/

    So ähnlich sah das bei Ihm auch aus, Kisten wären größer, denke 2m breit und 1 tief und 1 hoch, Seiten geschlossen, damit das mit dem Trocknen und Lochboden funktioniert.

    Grüße
  • #12 von Tournesol am 29 Aug 2021
  • Hier noch ein Container für Kleinmengen mit konischem Siebboden :

    https://www.a-schmelzer.com/agrartechnik/trocknungstechnik/
  • #13 von tomtex am 30 Aug 2021
  • Container scheinen wirklich eine gute Lösung für die kleinen Mengen zu sein. Welche Silos würdet ihr für die größeren Mengen 10-50t bevorzugen (mal unabhängig von Alt- oder Neugebäude).
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