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Autor Thema: Bruderhahn  (Gelesen 2643 mal)

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Tim

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Re: Bruderhahn
« Antwort #15 am: 24. April 2021, 22:14:54 »

mmh

Mindestschlachtalter gibts auch noch

Für Hühner 81 Tage , für Kapaun 150 Tage .. aber für Bruderhahn? (ich bin in der Geflügelmast eher von so 45 Tagen ausgegangen?)???
Eine Lohmann Tradition oder Lohmann Brown Henne wiegen mit 17 Wochen ca. 1,4 kg.
Ich weiß nicht ob man an einen Hahn mehr ran bekommt.

Selbst bei einem Joel Salatin kommt genau der gleiche Grundtenor raus - da muss schon viel Herzblut dabei sein um sowas zu rechtfertigen - wirklich logisch ist es nicht wenn man die Mastrassen kennt.
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Josef

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Re: Bruderhahn
« Antwort #16 am: 24. April 2021, 22:36:16 »

mmh

Mindestschlachtalter gibts auch noch

Für Hühner 81 Tage , für Kapaun 150 Tage .. aber für Bruderhahn? (ich bin in der Geflügelmast eher von so 45 Tagen ausgegangen?)???

Die Bruderhähne können geschlachtet werden wenn die dazu gehörigen Junghennen anfangen zu legen!
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Josef

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Re: Bruderhahn
« Antwort #17 am: 24. April 2021, 22:39:56 »

mmh

Mindestschlachtalter gibts auch noch

Für Hühner 81 Tage , für Kapaun 150 Tage .. aber für Bruderhahn? (ich bin in der Geflügelmast eher von so 45 Tagen ausgegangen?)???
Eine Lohmann Tradition oder Lohmann Brown Henne wiegen mit 17 Wochen ca. 1,4 kg.
Ich weiß nicht ob man an einen Hahn mehr ran bekommt.

Selbst wenn er etwas schwerer ist, er hat ja viel weniger Brustfleisch!  Und das ist ja das einzigste was der Verbraucher wirklich will!
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meinsherdamit

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Re: Bruderhahn
« Antwort #18 am: 25. April 2021, 01:12:12 »

Weil der Verbraucher an sich dumm ist und sich gern verarschen lässt. Da braucht man kein Blatt vor dem Mund nehmen.

Also beim Hähnchen ist mir alles lieber als die Brust. Wobei man sagen muss, dass diese bei langsam wachsenden Rassen finde ich doch "saftiger" ist.

Zu den "Bruderhahn-Programmen"... also wenn man bei uns in verschiedensten Läden Eier kaufen möchte, bekommt man diese leichter als z. B. Freilandeier, die je nach marketing auch mal schnell vergriffen sind. Daneben liegen im Verhältnis überproportional viel "Bruderhahneier". Ok wie eben bei allen "Bio- und/oder Tierwohlprodukten".

Finde, dass "Bio" über den "Burderhahn" einfach eine "höherwertige" Haltungsform etablieren wollten, was offensichtlich ja nicht so wirklich gut lief. Durch die nahende Geschlechtsbestimmung im Ei löst sich dieser Gedanke in Luft auf. Aber irgendwie braucht man ja händeringend ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber der konventionellen Haltung. Diese nähert sich ja tierhaltungstechnisch stetig an den Biobereich, währenddessen dieser nicht unbedingt mit Neuerungen glänzt...
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Josef

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Re: Bruderhahn
« Antwort #19 am: 25. April 2021, 08:15:05 »

Ich habe mal nachgefragt was es einen Legehennen Halter kostet wenn sich ( hier unsere Genossenschaft ) um die Aufzucht der Brüder gekümmert wird. 

Pro Legehenne muss man mit 6,50€ rechnen. Die Bestimmung im Ei soll noch teurer sein!!!
Und dann werden nicht die unbedingt die tatsächlichen Brüder aufgezogen sondern nur die Stückzahl!
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Tim

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Re: Bruderhahn
« Antwort #20 am: 25. April 2021, 09:47:39 »

Tja ,mal schauen - läuft wahrscheinlich eher in der Richtung - ich hör mir das alles mal an , mit grossen Klimmzügen würde ich dort nicht einsteigen - ist sicher anders wenn da schon jmd im buisness steckt.

Mich schreckt gerade ab das wir den Stall heizen müssten - Partiell für die ersten Tage wäre das sicher kein Problem - aber das ganze gebäude war nun mal ein Kuhstall - und jeglicher Eingriff in den Grundaufbau zieht Rattenschwanz an kosten nach sich.

Ausserdem sind die 4m² Auslauf je Huhn/Hahn festgemeisselt (aber 10 Tiere je m² Stallfläche) ... keine Ahnung wie man das einteilen kann - 
War Klassischer Stall hier mit 3m Mistgang an den Aussenwänden Lang , Dann kamen die Fressliegeboxen und in der mitte befestigter Futtertisch.

- Mistgang als Wintergarten - ehem Liegefläche Als Kaltstall - Futtertisch als Warmstall ? kann man sowas so aufteilen bei Geflügel ( so wie man es bei schweinen macht?) , also in Zonen?
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Leonhard

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Re: Bruderhahn
« Antwort #21 am: 25. April 2021, 10:14:11 »

Ich (ebenfalls Naturlandbetrieb) beschäftige mich seit einiger Zeit intensiv mit dem Thema Geflügelhaltungd, da wir entweder in Legehennen oder in die Mast investieren wollen. (als zweites Standbein zu Milchvieh)
Bei Beuserhähnen wirst du deutlich querfinanziert durch die Legehennenhalter die einen Betrag pro verkaufem Ei abführen an die Mastbetriebe. Naturland will meines Wissen ab Ende 2021 keine Küken mehr töten, also wird das sehr intensiv in der Beratung forciert Betriebe zur Bruderhahnmast zu finden. Falls es dir nicht gefällt kannst auch "relativ" einfach auf normale Masthähnchen umsteigen, da die Vorgaben an den Stall meines Wissens identisch sind.
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RedHeath

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Re: Bruderhahn
« Antwort #22 am: 25. April 2021, 10:36:33 »

Weil der Verbraucher an sich dumm ist und sich gern verarschen lässt. Da braucht man kein Blatt vor dem Mund nehmen.


Ich weiß wohl, wie diese Aussage gemeint, finde sie aber sehr arrogant. Zeugt von einer Abliefermentalität, im Gegensatz zu einer Verkäufermentalität.
"Der Verbraucher" hat einfach Wünsche. Das hat doch nichts mit ökonomischen Entsheidungen zu tun.
Der eine kauft ein Auto für 100.000€, das auch nicht schneller fährt als eines für die Hälfte.
Der andere kauft halt Bruderhahnfleisch, für das doppelte Geld wie Hähnchenfleisch.
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Rohana

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Re: Bruderhahn
« Antwort #23 am: 25. April 2021, 12:54:38 »

Der andere kauft halt Bruderhahnfleisch, für das doppelte Geld wie Hähnchenfleisch.
Ja ne... wer sagt denn dass Bruderhahnfleisch doppelt so viel kosten darf?   ;D
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Tim

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Re: Bruderhahn
« Antwort #24 am: 25. April 2021, 13:26:59 »

nochmal blöde Frage ...

gibt es für die Küken eine Art saisonalen Höhepunkt? Oder läuft die Legeperiode der Elterntiere/Brütereien 365 Tage im Jahr kontinuierlich?
« Letzte Änderung: 25. April 2021, 13:57:00 von Tim »
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Josef

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Re: Bruderhahn
« Antwort #25 am: 25. April 2021, 14:07:54 »

nochmal blöde Frage ...

gibt es für die Küken eine Art saisonalen Höhepunkt? Oder läuft die Legeperiode der Elterntiere/Brütereien 365 Tage im Jahr kontinuierlich?

Das sollte das ganze Jahr über laufen!
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meinsherdamit

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Re: Bruderhahn
« Antwort #26 am: 25. April 2021, 14:26:48 »

Weil der Verbraucher an sich dumm ist und sich gern verarschen lässt. Da braucht man kein Blatt vor dem Mund nehmen.


Ich weiß wohl, wie diese Aussage gemeint, finde sie aber sehr arrogant. Zeugt von einer Abliefermentalität, im Gegensatz zu einer Verkäufermentalität.
"Der Verbraucher" hat einfach Wünsche. Das hat doch nichts mit ökonomischen Entsheidungen zu tun.
Der eine kauft ein Auto für 100.000€, das auch nicht schneller fährt als eines für die Hälfte.
Der andere kauft halt Bruderhahnfleisch, für das doppelte Geld wie Hähnchenfleisch.

Der Verbraucher darf auch Wünsche haben... Da gibt es nur zwei Möglichkeiten. Entweder ein überwiegender Teil der Verbrauch ist mit der Art und Weise der Tierhaltung in Deutschland zufrieden, da fragt sich dann jedoch warum wir ständig irgendwelche Diskussionen führen müssen... Und irgendwie bei jedem der gleiche Konsens bemerkbar ist...

Oder "der Verbraucher" lügt sich selber an. Denn wenn er sich ein 100.000€ Auto gönnen möchte, macht der es einfach und sagt nicht zum Händler "nö zu teuer gibt auch ein anderes, das 4 Reifen und einen Motor hat und nur 50.000€ kostet..."

Aber zurück zum Thema...
auf jedenfall bei so Nieschenprodukten immer so planen, dass man von heute auf morgen genehmigungs-, wie auch bautechnisch umschwenken kann...
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Tim

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Re: Bruderhahn
« Antwort #27 am: 25. April 2021, 16:48:03 »

auf jedenfall bei so Nieschenprodukten immer so planen, dass man von heute auf morgen genehmigungs-, wie auch bautechnisch umschwenken kann...

Naja , ob Bruderhahn jetzt noch als Niesche zu bezeichnen ist? Im Grunde sind das jetzt veränderte Rahmenbedingungen die umgesetzt werden , Enten ist ein Nieschenprodukt - Bruderhahn läuft schon jetzt eher unter standardisiert , vom Gefühl her.

Das mit dem Input , ja - baulicher Aufwand wird wohl notwendig sein, naja entweder man machts oder man lässt es bleiben  :frage:
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meinsherdamit

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Re: Bruderhahn
« Antwort #28 am: 25. April 2021, 17:37:28 »

Bruderhahn wird vielleicht bei gewissen Bioverbänden Standart, aber bei allen sprich EU-bio und weis der Teufel was? Spätestens wenn man Bruderhahn vs. konventionell im jährlichen pro Kopf Verbrauch stellt, sind wir beim Stichwort Niesche...
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