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Autor Thema: Getreidekühlgerät  (Gelesen 1771 mal)

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Gust

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Getreidekühlgerät
« am: 04. April 2021, 22:57:50 »

Wir überlegen ein Getreidekühlgerät anzuschaffen das wir auch vermieten würden. Über die Zielgruppe sind wir uns noch nicht so ganz im klaren, aber am interessantesten dürfte es bei uns für Betriebe sein die so 200-500 to zu kühlen hätten.
Kühlen ist jetzt ja nichts das zwingend sofort nach der Einlagerung passieren muss, da hat man ja bissl Spielraum, außer es sind absolut grenzwertige Partien, daher würde sich die Vermietung über einen bissl längeren Zeitraum ziehen. Abrechnung wäre gemäß dem Stundenzähler am Gerät plus Basispreis pro Standtag.
Geräte die 60 - 120 to/Tag kühlen können kommen mit 32A aus, alles was drüber geht braucht einen 63A Anschluss. Das ist halt ein Kriterium was die größeren Geräte fast uninteressant macht.

Kennt das jemand von euch dass Kühlgeräte vermietet werden, oder hat sich schon mal gedacht dass das eigentlich ganz praktisch wäre wenn man eines ausleihen könnte?
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halbspaenner

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Re: Getreidekühlgerät
« Antwort #1 am: 05. April 2021, 08:22:45 »

Moin Gust,
find den Gedanken bestechend, aber den Bedarf in Deinem Umfeld kannst selbst am besten abschätzen.
Wenns nicht so weit wär zu Dir, hättest mit mir schon einen Kunden, denn ab Anfang August sind die kühlen Nächte zum Belüften doch sehr rar, da wär für das eine 500 to-Lager eine Kühlmöglichkeit schon gut. Außerdem stell ich die Belüftungsgebläse aufgrund der Innerortslage erst gegen 6 h morgens an und laß sie laufen, bis die ominösen 5°C Temperaturdifferenz dem ein Ende setzen.
Gruß aus Deiner zeitweiligen zweiten Heimat ;), Rudolf
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Ihr werdet die Schwachen nicht stärken, wenn Ihr die Starken schwächt.
Abraham Lincoln

Mettigel

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Re: Getreidekühlgerät
« Antwort #2 am: 05. April 2021, 09:00:00 »

Wo läuft denn so eine Kühlung preislich hin? Wo soll es preislich zum leihen liegen?
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Stanky

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Re: Getreidekühlgerät
« Antwort #3 am: 05. April 2021, 09:01:22 »

Moin,
ich sehe das nicht ganz so wie Rudolf. Aber das ist ja betriebsindividuell. Wenn das Getreide trocken ist, muß es bis spätestens Ende Oktober im einstelligen °C Bereich sein. Bis jetzt habe ich das immer so spielend hin bekommen. Die Frage ist ja auch, wie viele kwh brauche ich um 1t Getreide um z.B. 10°C zu kühlen, gibt's da Zahlen? Ich muß ehrlich zugeben das ich da auch keine belastbaren Zahlen habe.
Mit einem Kühlaggregat das max. 22kw elektrische Leistung hat, wie weit bekommt man da 300m³/h Luft mit 10°C und 70% relative Luftfeuchte runter gekühlt?
Was ich hier auch beobachte ist das alle Betriebe, die mal so ein Ding hatten, das verkauft haben oder es irgendwo in der Ecke steht. Ich sitze auch mitten im Dorf, habe meine Gebläse aber so gekapselt, das ich bis jetzt zu jeder Tages- und vorallem Nachtzeit kühlen kann.
Gruß
Frank
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De een hett een Rittergut, de anner ritt dat Gitter rut.

sten

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Re: Getreidekühlgerät
« Antwort #4 am: 05. April 2021, 11:38:46 »

Einen weiteren Kunden hättest Du hier. Die Wirkstoffe zur Bekämpfung von Lagerschädlingen werden immer weniger und Getreide kühlen bremst auch die Lagerschädlinge. Bisher konnte ich mich noch nicht zu einem Kauf durchringen, aber wenn jemand jemanden kennt, der so ein Ding rumstehen hat und mal versuchsweise verleihen würde, immer her mit den Kontaktdaten.
Carsten
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charlie

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Re: Getreidekühlgerät
« Antwort #5 am: 05. April 2021, 12:17:33 »

Dann wären wir in der Region BS, WF, BÖ, HZ schon drei  ;)
Auch bei mir läuft das aktuell mit Belüftung und so manches mal wäre einem eine Kühlung lieber um schneller die Temperaturen bei nicht idealen Außenbedingungen runter zu kriegen, gerade wie sten schreibt um auch den Lagerschädlingen das Leben zu erschweren...
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Gruß

Charlie

Nicht immer sind die, die das Gras wachsen hören, auch bereit, es zu mähen.

sten

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Re: Getreidekühlgerät
« Antwort #6 am: 05. April 2021, 12:30:46 »

Na, dann sollte ich wohl in eine große Anlage investieren....
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Ruedi

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Re: Getreidekühlgerät
« Antwort #7 am: 05. April 2021, 13:16:06 »

Einen weiteren Kunden hättest Du hier. Die Wirkstoffe zur Bekämpfung von Lagerschädlingen werden immer weniger und Getreide kühlen bremst auch die Lagerschädlinge. Bisher konnte ich mich noch nicht zu einem Kauf durchringen, aber wenn jemand jemanden kennt, der so ein Ding rumstehen hat und mal versuchsweise verleihen würde, immer her mit den Kontaktdaten.
Carsten


Habe letztens eines in einer Ecke gefunden, will das eigentlich wieder in Gang bringen . Steht da wohl schon gefühlt 10 Jahre rum .


Gruß

Rüdi

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Auf geht es in die neue Herausforderung.

Peter83

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Re: Getreidekühlgerät
« Antwort #8 am: 05. April 2021, 13:25:18 »

Wir kühlen unser Flachlager mit einem älteren Modell recht schnell nach der Ernte. Wollen dieses auf jeden Fall auch weiterhin tun. Gerade, wenn die Außtemperaturen nicht so mitspielen, frisst das ganze erheblich Strom, bis das Getreide kalt genug ist.

Unser Modell wäre aber nicht (weit) transportfähig. DIe ganze Kiste ist recht empflindlich und die Wartung teuer. Da müsstet ihr dann ggf. drauf achten, dass das ganze gut gefedert oder gelagert ist und auch mal weiter gefahren werden kann.
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Gust

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Re: Getreidekühlgerät
« Antwort #9 am: 05. April 2021, 16:26:58 »

Die Geratemiete würde sich so ca. auf 8-10 €/h belaufen, dazu noch im Mittel 9 KWh Strom, dann wär man am Schluss mit Transport irgendwo bei 12 - 15€/h bei 2-4to/h Leistung. Also irgendwo Kosten von 0,40 - 0,60 €/dt. Das sind jetzt mal grobe Richtwerte die rein auf die Herstellerangaben basieren.
Größere Geräte wären auf die to gerechnet günstiger, aber da ist halt das Problem mit dem 63A Anschluss den halt die wenigsten haben und vermutlich auch nicht extra installieren lassen würden.
Was die Haltbarkeit betrifft würd ich mir bei einem modernen Gerät eigentlich wenig Sorgen machen.
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Markus

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Re: Getreidekühlgerät
« Antwort #10 am: 05. April 2021, 20:05:35 »

Die Geratemiete würde sich so ca. auf 8-10 €/h belaufen, dazu noch im Mittel 9 KWh Strom, dann wär man am Schluss mit Transport irgendwo bei 12 - 15€/h bei 2-4to/h Leistung. Also irgendwo Kosten von 0,40 - 0,60 €/dt. Das sind jetzt mal grobe Richtwerte die rein auf die Herstellerangaben basieren.
Größere Geräte wären auf die to gerechnet günstiger, aber da ist halt das Problem mit dem 63A Anschluss den halt die wenigsten haben und vermutlich auch nicht extra installieren lassen würden.
Was die Haltbarkeit betrifft würd ich mir bei einem modernen Gerät eigentlich wenig Sorgen machen.
Hallo,
Wir haben seit 2011 ein Granifrigor von Frigor Tec und würde die Kosten (v.a. Stromkosten) doch deutlich geringer einstufen. Vielleicht liegt das auch an dem frequenzgeregelten Gebläse, dass die Drehzahl anpasst/reduziert, wenn die Kompressorleistung am Limit ist. Ganz wichtig ist die Nacherwärmung der Luft (die beim Abkühlen den Taupunkt erreicht). Bei trockenem Getreide reicht 1 Grad C aus. Stellt man diese auf 4 Grad, so kann man mit 16,5 bis 17 % Kornfeuchte Einlagern. Das bringt oft wertvolle Durchstunden/Tage mit sich.
Gruß
Markus
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