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  • #61 von Heico am 28 Aug 2021
  • Erfahrungsgemäß tritt der Senf nur auf wenn die Bestände im Herbst lückig sind. Bei lückenlosen Beständen, die im November gesät sind haben wir wenig Senf.

    Nährstoffe in den Untergrund zu bringen dauerte bei uns ca 30 Jahre.

    @JM, du kannst doch an jedes Parallelogramm mindestens 3 Schare montieren. So haben wir das früher mal gemacht, als ich Lein hacken wollte.
    Ist nur eine provisiorische Lösung aber geht.
  • #62 von tomtex am 28 Aug 2021
  • Naja…also Distelbekämpfung mit der Hacke is ne Illusion, die treibt dann in den reihen um so stärker durch… der einzige Weg für mich mit der Distel fertig zu werden ist Bodenbearbeitung und Fruchtfolge zu optimieren und eventuell in Unterboden abgesackte Nährstoffe wieder zu heben.

    Beim Ackersenf seh ich eher n Herbststriegelgang als zielführende an
    Richtig, Distelwachstum hat nichts aber auch gar nichts mit Samen und Samenpotential zu tun. Das rauszupfen könnt ihr euch sparen. Hab auch noch nie gesehen dass sich Distel in Hauptwindrichtung weiterverbreitet. Distel zeigt ganz klar ein Problem im Boden auf, und zwar auf den cm genau. Auf dem Bild war Vorfrucht Gemüse, Grünkohl und Rosenkohl den wir im Matsch ernten mussten. In der Mitte ein Beet (1,6m breit) mit Dill, das nicht befahren wurde. Vorfrucht und Bodenquälerei sind Auslöser für Distelwachstum. Mechanisch oder chemisch bekämpfen ist Augenwischerei. Meiner Ansicht nach gilt das auch für sämtliche andere Unkräuter, bei Distel ist es nur sehr offensichtlich.
  • #63 von Heico am 28 Aug 2021
  • Hier auch so, dass die Samen von den Disteln nicht das Problem sind. Die Knollen sitzen im Untergrund und warten auf eine gute Gelegenheit.
    Auch bei Konv. sind sie über Jahrzehnte im Untergrund und warten auf die Chance.
  • #64 von Raider am 01 Oct 2021
  • MAl eine Frage in die Runde: Hat jemand Erfahrung mit Stgriegeleinsatz im HERBST bei Weizen
  • #65 von sten am 01 Oct 2021
  • Drei Jahre setze ich den Striegel im Herbst ein, bei mir geht das wunderbar.
  • #66 von Raider am 01 Oct 2021
  • Drei Jahre setze ich den Striegel im Herbst ein, bei mir geht das wunderbar.

    Ich bin da noch Neuling und will mich da etwas herantasten. Habe bisher noch NIE blind gestriegelt und habe da etwas Bauchweh was Überfahrschäden angeht. MAcht man da keien Schäden am Keimling wenn man da kurz vorm spitzen (in meinem Fall) alle neun Meter drüber fährt?
  • #67 von sten am 01 Oct 2021
  • Ich wirtschafte auf einem Standort mit gut zu striegelnden Böden.
    Blind striegeln habe ich bis auf Null-Parzellen als Standardmassnahme gesehen und die Null-Parzellen geben mir da recht. Ich fahre ohne Fahrgassen mit breiten Reifen leicht schräg zur Drillrichtung und breche so die Dämme, die die Andruckrolle gemacht hat. Die Saat ist tendenziell etwas tiefer und ich fahre mit ca 8 kmh bei der Saat auch langsamer als früher.
    Versuche bei einem Konvikollegen, bei dem ich Striegeln sollte, haben das auch als richtig bestätigt, denn bei höheren Geschwindigkeiten nimmt die Ablagegenauigkeit stark ab, zumindest beim Doppelscheibenschar. Trotzdem haben wir gestriegelt und obwohl mir nicht ganz wohl dabei war, sah man im Getreide nachher keine Schäden im Vergleich zum ungestriegelten.

    Mein Fazit: Breite Reifen, trockene Witterung, Striegel über dem Horizont der Keimlinge und es gibt kein Problem.
    Das kann auf anderen Standorten mit klutigeren Saatbett oder lockereren Böden natürlich anders aussehen.

    p.s: Weizen steht bei mir nur nach guten Vorfrüchten und meine Aussaatstärke ist erhöht, sodass eine fehlende Pflanze nix ausmacht. Generell geh ich davon aus, bei jedem Gang Pflanzen zu verlieren. Ob das wirklich so ist, weiss ich nicht, aber der Sicherheitspuffer ist bei der Aussaat mit angelegt.


  • #68 von Raider am 01 Oct 2021
  • Ich wirtschafte auf einem Standort mit gut zu striegelnden Böden.
    Blind striegeln habe ich bis auf Null-Parzellen als Standardmassnahme gesehen und die Null-Parzellen geben mir da recht. Ich fahre ohne Fahrgassen mit breiten Reifen leicht schräg zur Drillrichtung und breche so die Dämme, die die Andruckrolle gemacht hat. Die Saat ist tendenziell etwas tiefer und ich fahre mit ca 8 kmh bei der Saat auch langsamer als früher.
    Versuche bei einem Konvikollegen, bei dem ich Striegeln sollte, haben das auch als richtig bestätigt, denn bei höheren Geschwindigkeiten nimmt die Ablagegenauigkeit stark ab, zumindest beim Doppelscheibenschar. Trotzdem haben wir gestriegelt und obwohl mir nicht ganz wohl dabei war, sah man im Getreide nachher keine Schäden im Vergleich zum ungestriegelten.

    Mein Fazit: Breite Reifen, trockene Witterung, Striegel über dem Horizont der Keimlinge und es gibt kein Problem.
    Das kann auf anderen Standorten mit klutigeren Saatbett oder lockereren Böden natürlich anders aussehen.

    p.s: Weizen steht bei mir nur nach guten Vorfrüchten und meine Aussaatstärke ist erhöht, sodass eine fehlende Pflanze nix ausmacht. Generell geh ich davon aus, bei jedem Gang Pflanzen zu verlieren. Ob das wirklich so ist, weiss ich nicht, aber der Sicherheitspuffer ist bei der Aussaat mit angelegt.

    Vielen Dank für die ausführlichen Informationen.

    Ich habe Weizen auf relativ leichtem Sand. Davor war eine gut entwickelte Sommer-ZF die gemulcht und ein gegrubbert wurde. Ich denke wenn es die Witterung zu lässt werde ich mal mein Glück probierne
  • #69 von Raider am 14 Oct 2021
  • Ich muss das Thema Blindstriegeln im herbst nochmal hoch holen ;-)

    Ich wollte mal bei einer Teilfläche von 3 ha probieren. Herausgekommen sind knapp 1ha, dann habe ich wieder aufgehört. Ich denke die Schäden die ich da (mangels Erafhrung?) verursacht habe waren größer als der Nutzen. Ich bezweifele mittlerweile sogar dass es überhaupt einen Nutzen hat. Ich beseitige mit viel Glück die erste Unkrautwelle und schaffe optimlae Bedingungen zur Keimung der zweiten Welle. Da der Weizen jetzt im herbst auch nicht mehr losmaschiert und zu macht bringtd ann auch der Vorsprung wenig... Oder sehe ich das komplett falsch?
  • #70 von Leonhard am 14 Oct 2021
  • Welche Schäden hast du denn Verursacht?
  • #71 von DerJo am 15 Oct 2021
  • Ich muss das Thema Blindstriegeln im herbst nochmal hoch holen ;-)

    Ich wollte mal bei einer Teilfläche von 3 ha probieren. Herausgekommen sind knapp 1ha, dann habe ich wieder aufgehört. Ich denke die Schäden die ich da (mangels Erafhrung?) verursacht habe waren größer als der Nutzen. Ich bezweifele mittlerweile sogar dass es überhaupt einen Nutzen hat. Ich beseitige mit viel Glück die erste Unkrautwelle und schaffe optimlae Bedingungen zur Keimung der zweiten Welle. Da der Weizen jetzt im herbst auch nicht mehr losmaschiert und zu macht bringtd ann auch der Vorsprung wenig... Oder sehe ich das komplett falsch?

    Zumindest auf meinen Böden ist das Blindstriegeln im Herbst schwierig. Ich versuche spät zu säen. Danach ist Boden nicht mehr oft in striegelfähigem Zustand.

    Natürlich regt man mit jedem Striegelgang neue Samen zum Keimen an. Aber trotzdem verschafft man damit der Kultur den möglicherweise entscheidenden Vorsprung.
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