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Verbraucher fragen Landwirte => Informationen aus erster Hand => Thema gestartet von: manis am 01. Januar 2016, 11:51:06

Titel: Maschinen ausleihen
Beitrag von: manis am 01. Januar 2016, 11:51:06
Immer wieder mal fragen mich Mitarbeiter um Maschinen (nicht Kleinzeug) zum ausleihen. Mal Schlepper mal mit Wagen mal Lader weil Sie für sich was machen wollen.
Wie schauts da Versicherungstechnisch aus, nicht wenn Sie einen Unfall bauen das der Fremdschaden bezahlt wird sondern es geht um meinen Schaden.

Ich sag immer so wie geholt so auch zurückgebracht, reicht das oder muss man sich was unterschreiben lassen.
Es ist vielen nicht klar das Sie da ein Fahrzeug ausleihen das 100 oder 200.000 Euro kostet. Wie soll ein Fabrikarbeiter Schaden von 200.000 Euro bezahlen.
Es ist ein Risiko das die nicht einschätzen.

Wie soll man da vorgehen.


mfg
manis
Titel: Re: Maschinen ausleihen
Beitrag von: bluna am 01. Januar 2016, 11:58:34
Kauf einen Schlepper für 3000 und einen Anhänger für 300€ und verschenke das.

Ausleihen ist großer Mist.
Deine Versicherung haftet natürlich nicht, wenn das Gerät von anderen bedient (Bediener  ist dann gleich Besitzer) wird.
Kannst ja mal anfragen, was eine Maschinenbruchversicherung für ausgeliehene Geräte kostet.

Titel: Re: Maschinen ausleihen
Beitrag von: Michi am 01. Januar 2016, 13:01:42
und bei grüner nummer ist nix mit mal eben sand holen für den garagenneubau. das wird unter umständen teurer als der ganze bau.
Titel: Re: Maschinen ausleihen
Beitrag von: sten am 01. Januar 2016, 13:23:53
ich bin da sehr  vorsichtig geworden, da jemand, der es eigentlich besser wissen sollte, meinen Schlepper anschleppen wollte.
Der Batteriekontakt war nicht ganz in Ordnung und der Schlepper sprang nicht mehr an. Ich hab zum Glück gesehen, wie das Stahlseil aus der Werkstatt geholt worde. Wenn da ernsthaft versucht worden wäre, den Schlepper anzuschleppen, wäre der Schaden groß gewesen und ich weiß nicht, ob ich das Geld für die Reperatur wiedergesehen hätte.

Frohes Neues,
Sten
Titel: Re: Maschinen ausleihen
Beitrag von: Biobauer am 01. Januar 2016, 13:39:57
Maschinen und Frauen verleiht man nicht
Titel: Re: Maschinen ausleihen
Beitrag von: bayernfarmer am 01. Januar 2016, 13:41:29
Hallo,
Abgesehen von den Schäden die durch unsachgemäße Bedienung entstehen bis du damit einfach im gewerblichen Güterkraftverkehr und Vermietergeschäft unterwegs!
Somit gelten die Gesetze dieser Branche! Und die Neider werden da immer größer - da haste schneller ne Anzeige in manchen Regionen als das ein Schaden durch s Ausleihen entsteht.
Finger weg.
mfg
fritz
Titel: Re: Maschinen ausleihen
Beitrag von: Ceres am 01. Januar 2016, 13:51:14
Maschinen und Frauen verleiht man nicht

Hallo Bio

das ist ja Ansichtssache,so mancher wäre froh wenn er seinen Schlepper verleihen könnte

Ceres
Titel: Re: Maschinen ausleihen
Beitrag von: Schorsch am 01. Januar 2016, 15:51:34
ich bin da sehr  vorsichtig geworden, da jemand, der es eigentlich besser wissen sollte, meinen Schlepper anschleppen wollte.
Der Batteriekontakt war nicht ganz in Ordnung und der Schlepper sprang nicht mehr an. Ich hab zum Glück gesehen, wie das Stahlseil aus der Werkstatt geholt worde. Wenn da ernsthaft versucht worden wäre, den Schlepper anzuschleppen, wäre der Schaden groß gewesen und ich weiß nicht, ob ich das Geld für die Reperatur wiedergesehen hätte.

Frohes Neues,
Sten

Was hätte denn passieren können?

Bei uns kann man nur die alten Kisten anschleppen, die keine Lastschaltung haben. Bei den anderen würde man sofort merken, dass kein Kraftschluss erfolgt und sich wieder der Elektrik widmen.
Titel: Re: Maschinen ausleihen
Beitrag von: Michi am 01. Januar 2016, 15:55:40
keine schmierung im getriebe usw., da gibts genaue angaben in den BA auch zum schleppen und anschleppen.

dem nachbarn kann man seine maschine sicher schon mal überlassen, allerdings musst du auch gucken was der steuerberater dazu sagt.
Titel: Re: Maschinen ausleihen
Beitrag von: sten am 01. Januar 2016, 15:59:09
Ich bin bis eben davon ausgegangen,  dass bei dem Lastschalter ein Kraftschluss möglich ist, wenn dieser mit eingelegter Vorwärts raste stehen gelassen wurde? Ist das nicht so? Ein Claas.Monteuer meinte auf Nachfrage, dass man mit.einer.solchen Aktion ein Getriebe schrotten kann. Wenn nicht, wenn dem nicht so ist, hab ich wieder.was dazugelernt.
Titel: Re: Maschinen ausleihen
Beitrag von: Michi am 01. Januar 2016, 16:04:11
nein, auf keinen fall. die ls kupplungen werden alle hydraulisch geschlossen, den kannste ziehen bis meppen, der motor macht nicht eine umdrehung.
Titel: Re: Maschinen ausleihen
Beitrag von: Mulchsaat am 01. Januar 2016, 16:13:40

nein, auf keinen fall. die ls kupplungen werden alle hydraulisch geschlossen, den kannste ziehen bis meppen, der motor macht nicht eine umdrehung.

Beim Ziehen bis Meppen kommt dann aber die Sache mit der Schmierung zum Tragen [emoji16]
Titel: Re: Maschinen ausleihen
Beitrag von: manis am 01. Januar 2016, 16:31:43
Ihr redet alle am Thema vorbei

Ein Mitarbeiter der sowieso bei mir Schlepper fährt der weiß schon wie er umgehen muß das er den nicht anschleppen kann.
Das er keine Kies fahren darf für seinen Garagenbau wissen wir auch.

Was soll ich meinen Mitarbeitern nicht fremden Leuten sagen, ausleihen geht nicht.

Mfg
Titel: Re: Maschinen ausleihen
Beitrag von: Schorsch am 01. Januar 2016, 16:39:11
Bei uns werden seit vielen Jahren Muldenkipper, Mulchgerät, Cambridgewalze, Grubber, Frontpacker, Maisdrille, Kreiselschwader, Grünlandschleppe, Güllefass, Holzspalter, Güllemixer, Hackgerät und auch schon Traktoren ver- und entliehen. Ich kann nicht sagen, dass wir damit bisher echte Probleme hatten.
Natürlich sind auch schon Schäden entstanden. Die hat immer der Verursacher behoben, bzw. beheben lassen. So kam man bisher immer gut miteinander aus. Man macht sowas natürlich nicht mit Leuten, die man eh schon nicht leiden kann und denen man einen Vernünftigen Umgang mit den Sachen nicht zutraut.
Titel: Re: Maschinen ausleihen
Beitrag von: Michi am 01. Januar 2016, 16:56:59

nein, auf keinen fall. die ls kupplungen werden alle hydraulisch geschlossen, den kannste ziehen bis meppen, der motor macht nicht eine umdrehung.

Beim Ziehen bis Meppen kommt dann aber die Sache mit der Schmierung zum Tragen [emoji16]

wichtig ist langsames abschleppen, deere sagt zb. maximal 10km/h. und wenn vorhanden musst du erstmal parksperren lösen usw. was ohne öldruck und strom je nach getriebeart ne schöne fummelei sein kann. gute stromversorgung ist das a und o. oftmals ist ne platte batterie und schlechte lima eine fehlerquelle für viele andere funktionen.
Titel: Re: Maschinen ausleihen
Beitrag von: JD Bochum am 01. Januar 2016, 17:13:35
Moin

Das Problem der meisten die Geräte verleihen ist "Nein" zu sagen ohne sich zu schämen. Wie oft verleiht man etwas weil man Gefragt wird aber ärgert sich die ganze Zeit weil man es doch nicht machen wollte :-X.

Ich sag bei manchen Geräten ganz klar nein wenn ich gefragt werde. Habe aber kein Problem wenn ich um Hilfe gebeten werde die Maschinen mitzubringen. Das ist für mich die beste Lösung auch wenn es mich vielleicht etwas Zeit kostet.

Wie sieht es denn bei euch aus? Würdet ihr alle Maschinen verleihen oder habt ihr bestimmte Personen die die Maschine mitnutzen dürfen.

JD Bochum

Titel: Re: Maschinen ausleihen
Beitrag von: Walter am 01. Januar 2016, 17:27:47
Hallo,


Ich trenne das mit dem Verleihen..

Ich habe 3-4 Berufskollegen, die kriegen Maschinen ohne Wenn und Aber. Ich weiß wie die damit umgehen, und kriege bei denen auch Maschinen.
Sind aber Landwirte. Außerdem bestehe ich da auf eine Leih- und Obhutversicherung (die hier aber jeder hat wegen dem Maschinenring bzw WBV)

Dann gibt es 2 Personen, die kriegen auch Maschinen, sind aber keine Berufskollegen. Sind aber enge Freunde, die wissen was mit der Maschine geht und die fahren höchstens mal das eigene Brennholz ausm Wald heim.

Zum dritten gibt es Maschinen nur mit mir als Fahrer. Bestes Beispiel ist da der Weidemann zum Stall misten. Kann ich besser und schneller als anderen, außerdem ist son Schmalspurlader nix für ungeübte Fahrer (Kippgefahr).

Und zum Schluss gibt es welche die nix kriegen.


MfG
Titel: Re: Maschinen ausleihen
Beitrag von: derKarsten am 01. Januar 2016, 17:35:50
Ihr redet alle am Thema vorbei

Ein Mitarbeiter der sowieso bei mir Schlepper fährt der weiß schon wie er umgehen muß das er den nicht anschleppen kann.
Das er keine Kies fahren darf für seinen Garagenbau wissen wir auch.

Was soll ich meinen Mitarbeitern nicht fremden Leuten sagen, ausleihen geht nicht.

Mfg

Ich finde das Thema läuft etwas auseinander.
Wie genau ist denn deine Situation?
Du hast einen Landwirtschaftlichen Betrieb mit mehren Mitarbeiten und dort leiht sich der ein oder andere MA dann Maschinen aus. Bewegt der sie mit dem eigenen Schlepper, da er vom Hofe kommt und darauf zurückgreifen kann, oder wird dein Schlepper mit ausgeliehen, oder wie muss man sich das vorstellen?
Wenn ich mir jetzt vorstelle das der MA deinen Schlepper mit Mulcher mitnimmt um Bekanntem den Bauplatz zu mulchen, oder im Frühjahr einer Bekannten die Pferdewiese mit der KE planiert, dann kann ich mir auch Wege vorstellen wie man da bei größeren Schäden verfährt -oder welchen Umfang hat das Leihen?
Titel: Re: Maschinen ausleihen
Beitrag von: Biobauer am 01. Januar 2016, 17:43:37
weil hier immer a paar rumunken wegen steuer und finanzamt und sowas, mir ist kein einziger fall  bekannt, wo sowas jemals geahndet worden wäre bzw wo sich ein polizist überhaupt dafür interessiert hätte
zum andern, egal ob das der beste freund oder sonstwer ist, sowas geht nur schriftlich, und zwar mit voller übernahme des risikos durch den ausleiher. stellt euch mal einen richtig grossen schaden vor, da werden aus besten freunde erbitterte feinde....
Titel: Re: Maschinen ausleihen
Beitrag von: angusy am 01. Januar 2016, 18:00:32

Ein Mitarbeiter der sowieso bei mir Schlepper fährt der weiß schon wie er umgehen muß das er den nicht anschleppen kann.
Das er keine Kies fahren darf für seinen Garagenbau wissen wir auch.

Was soll ich meinen Mitarbeitern nicht fremden Leuten sagen, ausleihen geht nicht.


Wie passt das denn zu:

Es ist vielen nicht klar das Sie da ein Fahrzeug ausleihen das 100 oder 200.000 Euro kostet. Wie soll ein Fabrikarbeiter Schaden von 200.000 Euro bezahlen.


Was hast Du denn für Mitarbeiter, die den Wert der Fahrzeuge nicht einordnen können?

Außerdem würde ich mal den steuerlichen Aspekt nicht außer acht lassen: Es handelt sich hier ganz klar um einen geldwerten Vorteil, den Du gewährst. Darauf ist Lohnsteuer abzuführen. Alles andere erfüllt (mindestens) den Tatbestand der leichtfertigen Steuerverkürzung!
Titel: Maschinen ausleihen
Beitrag von: Mulchsaat am 01. Januar 2016, 18:02:30
Wo kein Kläger, da kein Richter, lasst mal die Kirche im Dorf...

Keine schlafenden Hunde wecken.
Titel: Re: Maschinen ausleihen
Beitrag von: tuning Esel am 01. Januar 2016, 18:12:40
Hier werden viel und regelmässig Maschinen ver-gemietet, Probleme gibt es eigentlich nicht, wen  was kaputt geht muss man  schauen was es ist, zb ne Kolision oder zuviel Power Davor ist dan ne Haftplicht sache was Auch von der versichrung vom Mieter bezahlt wirt,  verschleis sachen wie zb ne Kratzboden kette  die reist ist dan am maschien besitzer zu bezahlen..

Ich habe noch ne extra versicherung für gemietete Machien wo  in Kollision fall..(habe Auch immer mehr Fahrer was die dan zustande bringen..) kostet nicht die Welt und so ist man sicher.. habe Auch ne Bruchverischerung für Machinen die  ich ausleie(habe da nen Kunde wo eben die Verischerung nicht mehr Zahlen will weil er eben sehr viele Schaden hat)und  letzten Sommer hat mir dieser eben die Wiesenegge geschrottet, der Versicherungs Mann kamm schon , nur habe noch nichts gehört von denen(sie haben gesagt dauert ein Moment, aber muss man mal nachhacken..)aber er wolte den restweg mir auszahlen, war aber vom Preis nicht so sicher weil die 5 Jahre alt  viel teuerer war als Heute da wusste der mann nicht so recht..
Titel: Re: Maschinen ausleihen
Beitrag von: Thomas am 01. Januar 2016, 18:22:17
Moin

Das Problem der meisten die Geräte verleihen ist "Nein" zu sagen ohne sich zu schämen. Wie oft verleiht man etwas weil man Gefragt wird aber ärgert sich die ganze Zeit weil man es doch nicht machen wollte :-X.

Ich sag bei manchen Geräten ganz klar nein wenn ich gefragt werde. Habe aber kein Problem wenn ich um Hilfe gebeten werde die Maschinen mitzubringen. Das ist für mich die beste Lösung auch wenn es mich vielleicht etwas Zeit kostet.

Wie sieht es denn bei euch aus? Würdet ihr alle Maschinen verleihen oder habt ihr bestimmte Personen die die Maschine mitnutzen dürfen.

JD Bochum

Es gibt sehr wenige, handverlesene Berufskollegen, die bei mir eine Maschine geliehen bekommen. Das ist dann mal ein Mähwerk oder die Scheibenegge oder der Grubber oder ein Hänger zum Strohfahren. Da bekomme ich die Maschinen immer in Ordnung und korrekt zurück und wenn ich sage, das muss hinterher gewaschen werden, dann ist das Teil auch sauber. Ich schreibe eine Rechnung über MR-Satz und gut.
IDR sind das auch Saatgut-Kunden, da wäscht dann eine Hand die andere.

Gewisse Maschinen verleihe ich prinzipiell nicht, Muldenkipper, Schlepper, Kartoffeltechnik, MD versteht sich von selbst.
Bei Bedarf biete ich an, dass ich die Arbeit selbst mit meinen Maschinen gegen Rechnung übernehme. Wenn ich dass grundsätzlich nicht möchte, sage ich dann, ich habe keine Zeit. was dann meistens auch so stimmt.



Zur Ausgangsfrage: Ich habe noch nicht verstanden, wo und für wen denn deine Mitarbeiter mit deinen Maschinen arbeiten wollen. Das ist wohl das Entscheidende.

Gruß
Thomas
Titel: Re: Maschinen ausleihen
Beitrag von: Rabe am 01. Januar 2016, 18:52:46
@manis

Kann in deinem Fall nicht die Haftpflichtversicherung deiner Mitarbeiter einspringen?
Titel: Re: Maschinen ausleihen
Beitrag von: Cyberlui am 01. Januar 2016, 19:45:58
Maschinen an Kollegen verleihen wenn seh ich auch weniger ein Problem, Hab letztes Frühjahr auch von einem die walze geliehen und beim zusammenklappen 3 Walzenringe geschrottet . hab es ihm gleich gesagt als ich sie wieder brachte und gefragt ob er sie bestellen will oder ob ich es machen soll, Hab sie dann selber bestellt und ihm gebracht und natürlich angeboten beim einbauen zu helfen, so was gehört sich für mich eigentlich. schwieriger seh ich das  bei teureren Maschinen so Schlepper oder so, Wenn du den Schlepper vom Nachbarn leihst und aus irgendeinem Grund verreckt das Getriebe oder ähnlich Teureres. Was Dann???
Titel: Re: Maschinen ausleihen
Beitrag von: manis am 01. Januar 2016, 20:04:14
konkret jetzt im moment, will ein Fahrer von mir einen Schlepper um Bäumen aus seinem Wald zu Säge zufahren, ein anderer brauchte den lader weil er beim seinen Bau was hoch heben mußte, ein anderer wollte noch eine alte Gruben für Oberflächenwasser auspumpen eben solche Sachen wo man einen Fahren immer schwer ablehnen kan. Hier geht es überhaupt nicht um Steuersachen, hier geht es einfach um Schäden die enstehen können z.B der eine schmeißt den Telelader um. das zahlt keine Vollkasso und warum auch er war ja nicht in meinem Auftrag unterwegs.

 
Titel: Re: Maschinen ausleihen
Beitrag von: angusy am 01. Januar 2016, 20:46:08
Hier geht es überhaupt nicht um Steuersachen,

Das wird das Finanzamt ganz anders sehen!
Titel: Re: Maschinen ausleihen
Beitrag von: John Deere 7830 am 01. Januar 2016, 21:03:10
Kann mal jemand  erklären wie man den Traktor  in Deutschland anmelden  müsste um z.b. Schotter transportieren  zu dürfen und was das dann im Gegensatz zur grünen Nummer mehr kostet?
Egal was ich da in den letzten  Jahren gelesen habe,  aber wenn's um Traktor und nicht Löw. Arbeiten gelesen  hab, hab ich mir mind. einmal  aufs Hirn gegriffen.
Titel: Re: Maschinen ausleihen
Beitrag von: ulli am 01. Januar 2016, 21:23:41
Von den Leuten die hier regelmäßig aushelfen kann auch jeder regelmäßig Maschinen ausleihen, da hat hier keiner ein Problem mit. Wenn die nicht damit umgehen könnten, bräuchten die hier ja auch nicht fahren. Und was mögliche Schäden angeht: Bis dato ist hier noch nichts von "unseren Jungs" defekt wieder abgeliefert worden. Sollte es dazu kommen, ist doch immer fraglich was kaputt ist. Fahre ich nen Spiegel ab so ist das zu bezahlen und fertig, wir haben aber z.B. einen Nebenerwerbslw. der bei uns aushilft, wenn der unser Gespann zum Pflügen mitnimmt weil es einfach schneller geht, und der hat bei uns 50ha gepflügt und auf seinen 2ha die er dannach macht verreckt der Schlepper, so würde ich es nicht als sein Problem ansehen, wenn er bei uns weitergemacht hätte wäre es ja dann 2h später wohl auch zu dem Schaden gekommen... Immer vorrausgesetzt die Leute können mit den Maschinen umgehen und es werden nicht von jemandem der vielleicht 2h im Jahr auf einem 50PS Hinterradschlepper sitzt auf einmal mit 200 Pferdchen irgendwelche "Spezialmissionen" gefahren.
Mit Berufskollegen geht das ganze auch ganz gut, wenn auch nicht mit allen. Aber auch da kennt man doch diejenigen wo ich weiss das die Maschine zum vereinbarten Zeitpunkt sauber und abgefettet etc. wieder in der Halle steht. Im Umgekehrten machen wir es genauso, und dann kann man auch schonmal gegenrechnen und braucht nicht jede Stunde abrechnen finde ich...
Titel: Re: Maschinen ausleihen
Beitrag von: charlie am 01. Januar 2016, 22:09:10
Hier geht es überhaupt nicht um Steuersachen,

Das wird das Finanzamt ganz anders sehen!

Das kannst auch vorübergehend ändern...
Du musst es nur unverzüglich ans Hauptzollamt melden, also sogar nachträglich...

Und hier kann man den ganzen Krempel nachlesen...

https://www.landkreis-harburg.de/medien/dokumente/merkblatt_land_und_fortwirtschaftliche_fahrzeuge.pdf?20140212120510 (https://www.landkreis-harburg.de/medien/dokumente/merkblatt_land_und_fortwirtschaftliche_fahrzeuge.pdf?20140212120510)
Titel: Re: Maschinen ausleihen
Beitrag von: bayernfarmer am 02. Januar 2016, 00:01:43
Hallo,
ein abgefahrener Spiegel oder ne Schramme, auch der Getriebeschaden nach 1,5 Std ist das kleinere Probelm.
Konkret was mir bekannt ist. Schlepper mit Anhänger ausgeliehen, Aushub in der Wohnsiedlung geladen, aus der Garagenausfahrt auf die Straße und Unfall mit Personenschaden -seitlich in ein Auto und Beifahrer verletzt- . Haftungsfrage!!!!!!!!!!!!!!!!
Gewerblicher Transport, Steuerhinterziehung, Vermietung des Schleppers durch Versicherung nicht gedeckt (billigstes Marklerangebot, Bedingungen nie gelesen), 8 to Kipper nicht angemeldet und versichert. Resultat für den Verleiher: ca 7500 € Anwaltskosten, Strafe, Schadenersatz und Schmerzensgeld,Rausschmiss aus allen Versicherungen beim Haftungsnehmer, Einschaltung der BG Fahrzeughaltung und Vermietung - wirst behandelt wie Sixt und Co. Hauptzollamt - Steuernachzahlung, Anhänger ohne Versicherungsschutz, Schlepper ohne ausreichenden Versicherungsschutz, BAG - keine EU lizenz etc.
Wenn nix passiert ist immer gehts ja - Aber sobald was los ist werden alle Register gezogen. Leider, drumm verleihen wir nichts, wir erledigen mit EU-Lizenz und entsprechenden Versicherungen - aber auch für den notwendigen Preis.
mfg
fritz
Titel: Re: Maschinen ausleihen
Beitrag von: Swissfarmer am 02. Januar 2016, 09:23:51
Armes Deutschland.......... 8) 8) 8)
Titel: Re: Maschinen ausleihen
Beitrag von: Biobauer am 02. Januar 2016, 09:34:55
Armes Deutschland.......... 8) 8) 8)

inwiefern

und jetzt komm bloss nicht mit weniger vorschriften und regeln bei den eidgenossen, weil dann muss ich nämlich herzlich lachen.
ansonsten seh ich es genauso wie fritz, wehe es passiert was
Titel: Re: Maschinen ausleihen
Beitrag von: kitkat1975 am 02. Januar 2016, 09:41:26
ich verleihe keine schlepper und leihe mir auch keine.
auch bei uns ist es schon vorgekommen das der traktor kaputt war und man z.b. den mischwagen füllen musste. da kommt dann der nachbar mit seinem schlepper und macht das und bekommt geld dafür. genauso umgekehrt...
anbaugeräte und kipper uns so werden ganz normal über den maschinenring geliehen
Titel: Re: Maschinen ausleihen
Beitrag von: Swissfarmer am 02. Januar 2016, 11:01:36
Armes Deutschland.......... 8) 8) 8)

inwiefern

und jetzt komm bloss nicht mit weniger vorschriften und regeln bei den eidgenossen, weil dann muss ich nämlich herzlich lachen.
ansonsten seh ich es genauso wie fritz, wehe es passiert was

genau darum die smilys...........
Titel: Re: Maschinen ausleihen
Beitrag von: hanns am 02. Januar 2016, 20:19:34
Armes Deutschland.......... 8) 8) 8)
ja stimmt,aber nur was gelder aus D betrifft,die bei EUCH versteckt werden und IHR das schamlos ausnutzt
 ;D 8) :angel:
Titel: Re: Maschinen ausleihen
Beitrag von: derhauderer am 02. Februar 2021, 21:59:58
Ich hänge das mal an dieses Thema an... Da es mit ner leihmaschine zu tun hat.

Mein Nachbar, bei dem ich viel im Pflanzenbau mache. Hat lkw zum Mais dreschen bestellt. Der lu kann am dem Vormittag nicht und schlägt vor seinen Dreiachser Lkw Anhänger und n Einachser von meinem Nachbarn voll zu dreschen. Da mein Nachbar keinen passenden schlepper hat zeih ich den Anhänger zum Feld. Und dann am nächsten Tag zu mir an den Hof zum mit der Schnecke umladen.
Rückwärts an die Schnecke, Kornschieber auf, und als es nachlässt mit Maisstrom Kippen wir rückwärts an, aber nach der ersten Stufe vom Stempel geht nix mehr. Also lassen wir das weiterlaufen und als der Maisstrom wieder nachlässt und wir grad anheben wollen gibt der Anhänger nach. Auf Höhe des Kippzylinders ist der Rahmen abgeknickt. Gelände waren ca 23 to bei ca 16 to Nutzlast.
-Der Lohni will seinen Anhänger vergoldet haben
-die Versicherung von meinem Nachbarn will mir das Ding anhängen
-und ich hab keinen Bock für meine gutmütigkeit noch zu zahlen.

Hat jemand Erfahrung mit sowas?

Grüße
Titel: Re: Maschinen ausleihen
Beitrag von: klausg am 02. Februar 2021, 22:19:07
Rechtsanwalt einschalten - für Überladung ohne Waage ist der Belader zuständig - also der LU selbst. Dein Nachbar war der Ausleiher und war ebenfalls für die Beladung verantwortlich. Du hast ja nur im Auftrag gehandelt.
Titel: Re: Maschinen ausleihen
Beitrag von: Dresel am 02. Februar 2021, 22:51:05
So scheixxe es ist, aber Klaus hat recht, Rechtsanwalt nehmen.
Titel: Re: Maschinen ausleihen
Beitrag von: Geba am 02. Februar 2021, 23:51:17
Rechtsanwalt einschalten - für Überladung ohne Waage ist der Belader zuständig - also der LU selbst. Dein Nachbar war der Ausleiher und war ebenfalls für die Beladung verantwortlich. Du hast ja nur im Auftrag gehandelt.
Der Fahrer ist genau so schuldig wie der Belader!
Er hätte so nicht fahren dürfen.
Eigentlich sollte man vom Besitzer eines Anhängers verlangen können,daß er sieht wieviel geladen ist.
Habe seit letztem Jahr einen neuen Anhänger.Nach den ersten 2-3 Fuhren wusste ich wieviel ich draufdreschen kann,daß man mit dem Gewicht hinkommt.Außerdem schreibe ich auf jeden Wiegezettel von welchem Acker die Fuhre kommt und mit welchem Anhänger gefahren wurde.

Zum eigentlichen Thema
Bei mir fährt auch gelegentlich einer aus dem Ort.Der fährt beruflich LKW (Straße,Baustelle,Abroller mit Kran,Winterdienst mit Seitenpflug,...). Nebenher auch noch bei einem Biogaser und kann mit Maschinen umgehen.
Wenn der was braucht,fragt er bei mir und bekommt das auch.Wenn er einen Schlepper (Frontlader) oder Anhänger für die Feuerwehr braucht,bekommt er das sowieso (Feuerwehr wird unterstützt -wenn ich schon selbst nicht bei dem Verein bin).
Wichtig ist,wie diverse Transporte deklariert werden.
Eben mein "Fahrer" wollte einen Schlepper mit Anhänger um mit seinen Floriansjüngern etwas zu entrümpeln und das direkt zur Müllverbrennung zu fahren.Aus besagten Gründen kam er mit dem Gerümpel erst zu mir.Anhänger mit mit Silofolie voll gemacht und es war ein Transport aus der Landwirtschaft in meinem Auftrag.
Bei einem Vortrag zum Thema gab der Referent einen kleinen "Tip".
Wenn man für andere Holz,Schotter oder sonstwas transportiert und die silberblauen im Spiegel hat,immer nach Hause fahren.Im aller schlechtesten Fall am Hof abkippen und später halt wieder aufladen.
Titel: Re: Maschinen ausleihen
Beitrag von: Stone am 02. Februar 2021, 23:52:38
Ein Bekannter von mir hatte das ähnlich vor 2 Jahren. Sein Mitarbeiter hat Schotter für den Hallenbau geholt. Irgendwann beim 20. oder 30. Zug war ein anderer Radladerfahrer im Steinbruch und der haut da 2-3 Schaufeln zu viel drauf. An der Waage haben sie es bemerkt und zurückgeschickt zum Abladen, dabei ist der Kipper gestorben. Zylinderhalterungen im Rahmen verbogen.

Es war ein älterer 3 Achser Anhänger, Versicherung vom Steinbruch hat es übernommen. Es gab zwar etwas Diskussion mit der Wertermittlung, aber ansonsten war der Verursacher klar und die Regulierung erfolgte problemlos.

stone
Titel: Re: Maschinen ausleihen
Beitrag von: canuck am 03. Februar 2021, 06:13:09
Wenn dann noch Körperverletzung dazu kommt,kann es eine finanzielle Nightmare werden.
Alles schon dagewesen bei abgerissenen Armen oder Füssen an der Förderschnecke,die Gefallens
halber dem Nachbarn zum brauchen gegeben wurde.
Wegen defektem Schutz zahlte der Eigentümer der Schnecke.
Titel: Re: Maschinen ausleihen
Beitrag von: J-P-K am 03. Februar 2021, 07:25:18
Moin,

Wenn Ihr alle erwachsene Leute seid, werdet ihr euch schon einigen.

Zitat
-Der Lohni will seinen Anhänger vergoldet haben
-die Versicherung von meinem Nachbarn will mir das Ding anhängen
-und ich hab keinen Bock für meine gutmütigkeit noch zu zahlen.

Mein Vorschlag: Versicherung bezahlen lassen und dein Nachbar kauft den Schaden zurück. Dann ist das bei dir Neutral und du wirst nicht hochgestuft. Oder den Anhänger reparieren lassen und Lohner/Nachbar teilen sich das. Ein 100 jahre alter Dreiachser ist jetzt auch keine Reichtümer mehr wert.

Ich hatte sowas letztes Frühjahr, da hat sich ein Berufskollege meinen Trecker mit Fräse geliehen, um sein Kartoffelland fertig zu machen. Auf dem Heimweg hat er einen entgegenkommenden Bus gestriffen. Das hat meine Haftpflicht bezahlt, Ich bekam ein Rückkauf Angebot (ca. 1500 €), Er hat die 1500 an die Versicherung bezahlt und damit war das Thema erledigt. Darüber waren wir uns auch ziemlich schnell einig.

mfg
Titel: Re: Maschinen ausleihen
Beitrag von: JueLue am 03. Februar 2021, 07:48:41
Also das Verhalten des Lohners finde ich aus mehreren Gründen grenzwertig.

1. Wenn tatsächlich der (Fahrer des) Lohner gedroschen hat und den Anhänger gefüllt hat, ist der zumindest mit/überwiegend Schuld an der Misere. Als Kunde habe ich doch zunächst garkeinen Einfluss darauf wieviel auf dem Anhänger landet. Ich komme zum Feld und finde den Anhänger gefüllt vor von jemandem der sich besser auskennen muss als ich.
2. Wenn ein Kipperrahmen im Stillstand durch den Hubzylinder abgeknickt werden kann, dann ist entweder der Hubzylinder gnadenlos überdimensioniert, oder der Rahmen vorgeschädigt.
3. Wenn mein Lohner sich so verhalten würde, wäre das mein letzter Auftrag für ihn gewesen.
4. Immer Vorausgesetzt, alles hat sich wirklich so abgespielt wie beschrieben.

JueLue
Titel: Re: Maschinen ausleihen
Beitrag von: derhauderer am 03. Februar 2021, 08:54:34
Naja, ich seh das auch so wie juelue.
Mein Nachbar auch... Der hat das dann weil der lohni mitm Anwalt und Gutachten kam an die seine Versicherung gemeldet. Die wollen das ganze aber jetzt auf mich abwälzen weil der Anhänger an meinem Schlepper hing...

Achso, und der Chef selbst hat den Anhänger voll gedroschen. Und hat nach dem Schaden gemeint ich hätte den Anhänger vor dem kippen händisch teilentladen müssen.
Titel: Re: Maschinen ausleihen
Beitrag von: JueLue am 03. Februar 2021, 09:36:25
...

Achso, und der Chef selbst hat den Anhänger voll gedroschen. Und hat nach dem Schaden gemeint ich hätte den Anhänger vor dem kippen händisch teilentladen müssen.

Wenn sich bei uns ein Lohner so äußern würde, dann wäre das in der Nachbarschaft innerhalb von 24h rum, und der könnte sich ein anderes Einzugsgebiet suchen.

JueLue
Titel: Re: Maschinen ausleihen
Beitrag von: J-P-K am 03. Februar 2021, 09:57:24
Moin,

das sehe ich genau so wie JueLue.

Das grenzt ja schon an ein schlechtes Schauermärchen....händisch entladen, weil der Dussel den zu voll gemacht hat...

Ganz ehrlich: So eine Aussage würde sich hier, mir gegenüber zumindest, keiner trauen!

mfg
Titel: Re: Maschinen ausleihen
Beitrag von: derhauderer am 03. Februar 2021, 10:22:47
Aber wer is jetzt der haftbare?
-Der Lohni der überladen hat
-der Nachbar der den Wagen geliehen hat
-oder ich, der den Wagen im Rahmen der Nachbarschaftshilfe bewegt hat?
Titel: Re: Maschinen ausleihen
Beitrag von: JueLue am 03. Februar 2021, 10:36:06
Die Antwort nach gesundem Menschenverstand hast du doch schon.
Jetzt musst du noch einen Juristen fragen.  ;D

Ich würde sagen, klassischer Fall für die Rechtschutzversicherung.

Ich glaube übrigens nicht, dass da eine deiner Versicherungen eintritt, trotzdem würde ich da mal nachfragen.
Wenn doch könnte man das des lieben Friedens willen darüber laufen lassen, und ggf. Hochstufung dem Lohner aufdrücken.

Aber was ich von dessen Verhalten halte habe ich ja schon gesagt.

JueLue
Titel: Re: Maschinen ausleihen
Beitrag von: Friedhelm am 03. Februar 2021, 10:58:15
Aber wer is jetzt der haftbare?
-Der Lohni der überladen hat
-der Nachbar der den Wagen geliehen hat
-oder ich, der den Wagen im Rahmen der Nachbarschaftshilfe bewegt hat?

Das ist Auslegungssache und da nimm dir einen Anwalt.
Hast du eine Gewahrsamsversicherung, am betsen in Kombo mit Rechtsschutzversicherung? Dann mach das über die.....
Das Dumme könnte nur sein das du dann auch deinem Nachbar damit einen auswischt.....

Ist das Fahrzeug sicher gestellt bzw. wurde da schon was dran gemacht? 
Wenn das Getreide oder Körnermais war und die erste Stufe war schon ausgefahren dann waren wieviel% der Ladung schon raus?
Das fliesst doch in der Regel fast wie Wasser......
Daher wird das wohl auf einen Gutachter hinauslaufen der den Zustand des Fahrzeuges überprüft auf Vorschädigungen, der den Schadenshergang bewertet und beurteilt und zur Wertermittlung.

Vermutlich wird es dann einen Gegengutachten geben und der ganze Bumms geht vor Gericht..... da wird man, wenns nicht eindeutig ist, versuchen eine gütliche Einigung zu erzielen.

Das könnte man vorher auch selber versuchen, aber der Drops scheint wohl schon gelutshct zu sein.....

Viel Glück, das wird noch nervig werden!



Titel: Re: Maschinen ausleihen
Beitrag von: stephanmh am 03. Februar 2021, 11:47:28
Aber wer is jetzt der haftbare?
-Der Lohni der überladen hat
-der Nachbar der den Wagen geliehen hat
-oder ich, der den Wagen im Rahmen der Nachbarschaftshilfe bewegt hat?

Auf alle Fälle ist das vorgespannten Zugfahrzeug und der Bediener erstmal in der Haftung. Würde den Schaden erstmal deiner Versicherung melden, um die Fristen einzuhalten. Die Versicherung wird bei so einem "großen" Schaden mit Sicherheit erstmal einen Gutachter raus schicken.
So wie ich das verstanden habe, hast du auf ebener Fläche den Anhänger hinten bereits teilentladen, dann bis zur ersten Stufe angekippt und weiter entladen. Erst danach ist der Anhänger beim weiteren Ankippen "zerbrochen". Zu dem Zeitpunkt muß der Anhänger doch schon 1/3 bis 1/2 entladen gewesen sein - also kann von einer Überladung zum Schadenszeitpunkt nicht ausgegangen werden. Eine sachgerechte Bedienung unterstelle ich jetzt mal.
Denke, da wird schon ein Vorschaden - alter Riss, nachgeschweißt, etc. - vorgelegen haben. Aber das wird der Gutachter schon rausfinden. Das der Anhänger nur bis zur ersten Stufe gehoben hat, deutet doch darauf hin, das er für den Einsatz zu schwach ausgelegt war, was eventuell durch Veränderungen am Fahrzeug, zB. größerer Aufbau, hervorgerufen worden ist. Damit wäre der Hersteller wegen unsachgemäßen Gebrauchs auch schon mal außen vor.
Für den Eigentümer ist es natürlich ärgerlich, das sein Fahrzeug zerstört wurde. Aber so wie ich es heraus gelesen habe, handelt es sich schon um ein älteres Fahrzeug mit "geringen" Wert. Eigentlich kann er froh sein, das alles ohne größere Schäden, besonders ohne Personenschäden ausgegangen ist.
Titel: Re: Maschinen ausleihen
Beitrag von: Georg am 03. Februar 2021, 13:07:02
Ich hänge das mal an dieses Thema an... Da es mit ner leihmaschine zu tun hat.

Mein Nachbar, bei dem ich viel im Pflanzenbau mache. Hat lkw zum Mais dreschen bestellt. Der lu kann am dem Vormittag nicht und schlägt vor seinen Dreiachser Lkw Anhänger und n Einachser von meinem Nachbarn voll zu dreschen. Da mein Nachbar keinen passenden schlepper hat zeih ich den Anhänger zum Feld. Und dann am nächsten Tag zu mir an den Hof zum mit der Schnecke umladen.
Rückwärts an die Schnecke, Kornschieber auf, und als es nachlässt mit Maisstrom Kippen wir rückwärts an, aber nach der ersten Stufe vom Stempel geht nix mehr. Also lassen wir das weiterlaufen und als der Maisstrom wieder nachlässt und wir grad anheben wollen gibt der Anhänger nach. Auf Höhe des Kippzylinders ist der Rahmen abgeknickt. Gelände waren ca 23 to bei ca 16 to Nutzlast.
-Der Lohni will seinen Anhänger vergoldet haben
-die Versicherung von meinem Nachbarn will mir das Ding anhängen
-und ich hab keinen Bock für meine gutmütigkeit noch zu zahlen.

Hat jemand Erfahrung mit sowas?

Grüße

So ganz weit würde ich an Deiner Stelle den Mund nicht aufmachen, das Gleiche gilt für den Lohner als Eigentümer des Anhängers der ihn ja geladen hat!
Fakt ist, der Hänger war mit 50% überladen!
1. Du hättest den Hänger so überladen nicht bewegen dürfen
2. Der Lohner ( als Drescherfahrer) war der Lademeister, und ist für das Überladen des Hänger verantwortlich.Erscher3kd kommt hinzu,dass er auch noch Eigentümer des Hänger ist.
3. Der Lohner hätte Dich explizit darauf hinweisen müssen, dass
A. Der Hänger um 50% überladen ist, und jegliches Bewegen des Hänger auf Dein Risiko geht.
B. Die Kippeinrichtung erst  betätigt werden darf, nachdem ca 8 to entladen wurden!

Das sind die rechtlichen Punkte.
Aber so ganz einfach ist es für Dich dann auch wider nicht! Man wird Dir unterstellen, das Dir als Fachmann die 50% Überladung bekannt sein musste!

Wenns wirklich zum Streiten kommt, habt Ihr beide die A........Karte!
Das sollte Euch beiden bewusst sein!
Eigentlich braucht Ihr beide einen Mediator zum Einigen!
Titel: Re: Maschinen ausleihen
Beitrag von: derhauderer am 03. Februar 2021, 14:13:58
Aber wer is jetzt der haftbare?
-Der Lohni der überladen hat
-der Nachbar der den Wagen geliehen hat
-oder ich, der den Wagen im Rahmen der Nachbarschaftshilfe bewegt hat?

Auf alle Fälle ist das vorgespannten Zugfahrzeug und der Bediener erstmal in der Haftung. Würde den Schaden erstmal deiner Versicherung melden, um die Fristen einzuhalten. Die Versicherung wird bei so einem "großen" Schaden mit Sicherheit erstmal einen Gutachter raus schicken.
So wie ich das verstanden habe, hast du auf ebener Fläche den Anhänger hinten bereits teilentladen, dann bis zur ersten Stufe angekippt und weiter entladen. Erst danach ist der Anhänger beim weiteren Ankippen "zerbrochen". Zu dem Zeitpunkt muß der Anhänger doch schon 1/3 bis 1/2 entladen gewesen sein - also kann von einer Überladung zum Schadenszeitpunkt nicht ausgegangen werden. Eine sachgerechte Bedienung unterstelle ich jetzt mal.
Denke, da wird schon ein Vorschaden - alter Riss, nachgeschweißt, etc. - vorgelegen haben. Aber das wird der Gutachter schon rausfinden. Das der Anhänger nur bis zur ersten Stufe gehoben hat, deutet doch darauf hin, das er für den Einsatz zu schwach ausgelegt war, was eventuell durch Veränderungen am Fahrzeug, zB. größerer Aufbau, hervorgerufen worden ist. Damit wäre der Hersteller wegen unsachgemäßen Gebrauchs auch schon mal außen vor.
Für den Eigentümer ist es natürlich ärgerlich, das sein Fahrzeug zerstört wurde. Aber so wie ich es heraus gelesen habe, handelt es sich schon um ein älteres Fahrzeug mit "geringen" Wert. Eigentlich kann er froh sein, das alles ohne größere Schäden, besonders ohne Personenschäden ausgegangen ist.

der anhänger is eingeknickt bevor wirs nochmal vesucht haben...
also anänge kipperstempelstufe eins ausgefahren , geht nimmer weiter, und bevor wir nochmal den schlepper gestartet haben ums nochmal zu versuchen is der einfach weggeknickt...
Titel: Re: Maschinen ausleihen
Beitrag von: derhauderer am 03. Februar 2021, 14:18:13
Ich hänge das mal an dieses Thema an... Da es mit ner leihmaschine zu tun hat.

Mein Nachbar, bei dem ich viel im Pflanzenbau mache. Hat lkw zum Mais dreschen bestellt. Der lu kann am dem Vormittag nicht und schlägt vor seinen Dreiachser Lkw Anhänger und n Einachser von meinem Nachbarn voll zu dreschen. Da mein Nachbar keinen passenden schlepper hat zeih ich den Anhänger zum Feld. Und dann am nächsten Tag zu mir an den Hof zum mit der Schnecke umladen.
Rückwärts an die Schnecke, Kornschieber auf, und als es nachlässt mit Maisstrom Kippen wir rückwärts an, aber nach der ersten Stufe vom Stempel geht nix mehr. Also lassen wir das weiterlaufen und als der Maisstrom wieder nachlässt und wir grad anheben wollen gibt der Anhänger nach. Auf Höhe des Kippzylinders ist der Rahmen abgeknickt. Gelände waren ca 23 to bei ca 16 to Nutzlast.
-Der Lohni will seinen Anhänger vergoldet haben
-die Versicherung von meinem Nachbarn will mir das Ding anhängen
-und ich hab keinen Bock für meine gutmütigkeit noch zu zahlen.

Hat jemand Erfahrung mit sowas?

Grüße

So ganz weit würde ich an Deiner Stelle den Mund nicht aufmachen, das Gleiche gilt für den Lohner als Eigentümer des Anhängers der ihn ja geladen hat!
Fakt ist, der Hänger war mit 50% überladen!
1. Du hättest den Hänger so überladen nicht bewegen dürfen
2. Der Lohner ( als Drescherfahrer) war der Lademeister, und ist für das Überladen des Hänger verantwortlich.Erscher3kd kommt hinzu,dass er auch noch Eigentümer des Hänger ist.
3. Der Lohner hätte Dich explizit darauf hinweisen müssen, dass
A. Der Hänger um 50% überladen ist, und jegliches Bewegen des Hänger auf Dein Risiko geht.
B. Die Kippeinrichtung erst  betätigt werden darf, nachdem ca 8 to entladen wurden!

Das sind die rechtlichen Punkte.
Aber so ganz einfach ist es für Dich dann auch wider nicht! Man wird Dir unterstellen, das Dir als Fachmann die 50% Überladung bekannt sein musste!

Wenns wirklich zum Streiten kommt, habt Ihr beide die A........Karte!
Das sollte Euch beiden bewusst sein!
Eigentlich braucht Ihr beide einen Mediator zum Einigen!
ich weiß das ich den hänger so nicht hätte bewegen dürfen, aber woher soll ich das wissen wenn die die plane zu ist und ich den hänger auch nicht gewohnt bin? und vom lohnunternehmer kamen die hinweise leider erst hinterher...
Titel: Re: Maschinen ausleihen
Beitrag von: JueLue am 03. Februar 2021, 14:30:08
Ich würde mir die Sache von einem Juristen (Rechtschutzversicherung?) auseinanderdröseln lassen, und dann mit diesem Wissen nochmal das Gespräch mit dem Lohner suchen.
 
Eigentlich kann der aus den verschiedenen dargelegten Gründen doch gar nicht so doof sein, dass er nicht erkennt, dass er am Ende damit nicht gewinnen kann, sondern nur die Gutachter. Strafanzeigen wegen bewusstem Überladen usw. können doch auch noch kommen, der Schaden kann eigentlich nur vergrößert werden, wenn man sich so anstellt.

Ein intakter Anhänger mit dazu passendem Hydraulikzylinder knickt im Stillstand nicht unter einer Last ein, die die erste Stufe des Zylinders kippen kann.

JueLue
Titel: Re: Maschinen ausleihen
Beitrag von: Stanky am 03. Februar 2021, 15:04:31
Moin,
wenn ich das so lese, drängt sich mir der Verdacht auf, das da vorher schon irgendwelche Sachen im zwischenmenschlichen Bereich im Argen gelegen haben. Wenn ich ein gutes Verhältnis zueinander habe regel ich solche Sachen ohne Personenschaden doch ohne Probleme. Es hört sich für mich so an, das das die Sitze des Eisberges ist.
Gruß
Frank
Titel: Re: Maschinen ausleihen
Beitrag von: derhauderer am 03. Februar 2021, 16:42:22
mit dem lohni hab ich nix zu tun, und mitm meinem nachbarn komm ich gut aus... mach dem viele arbeiten im pflanzenbau
Titel: Re: Maschinen ausleihen
Beitrag von: wollomo am 03. Februar 2021, 17:23:06
Der Lohner kann doch auch nicht den Kipper, auch noch den eigenen, vollknallen bis oben hin und anschließend sagen der soll nicht mehr bewegt werden. Du warst eben der Arme der den Nachbarn helfen wollte und bist jetzt der Dumme!

Wie viel war der Kipper vor dem Unfall wert?
Titel: Re: Maschinen ausleihen
Beitrag von: JueLue am 03. Februar 2021, 17:30:42
Zitat
Achso, und der Chef selbst hat den Anhänger voll gedroschen. Und hat nach dem Schaden gemeint ich hätte den Anhänger vor dem kippen händisch teilentladen müssen.

Was hätte der Lohner den wohl gesagt, wenn du ihn angerufen hättest und gesagt. "Ich bin jetzt zu Hause, du kannst den Anhänger händisch teilentladen"  :rolleyes:.

JueLue
Titel: Re: Maschinen ausleihen
Beitrag von: derhauderer am 03. Februar 2021, 18:22:06
Der Lohner kann doch auch nicht den Kipper, auch noch den eigenen, vollknallen bis oben hin und anschließend sagen der soll nicht mehr bewegt werden. Du warst eben der Arme der den Nachbarn helfen wollte und bist jetzt der Dumme!

Wie viel war der Kipper vor dem Unfall wert?

was is den so n alter 20 tonner dreiachser wert? denke der is 40 oder 50 jahre alt...
Titel: Re: Maschinen ausleihen
Beitrag von: derhauderer am 03. Februar 2021, 18:23:28
Zitat
Achso, und der Chef selbst hat den Anhänger voll gedroschen. Und hat nach dem Schaden gemeint ich hätte den Anhänger vor dem kippen händisch teilentladen müssen.

Was hätte der Lohner den wohl gesagt, wenn du ihn angerufen hättest und gesagt. "Ich bin jetzt zu Hause, du kannst den Anhänger händisch teilentladen"  :rolleyes:.

JueLue

eigentlich hätte ich den anhänger im feld stehen lassen müssen, und dann anrufen das der lkw da is wo er denn jetzt mit seiner schaufel bleibt...
Titel: Re: Maschinen ausleihen
Beitrag von: Egon am 03. Februar 2021, 23:27:30
Ich denke, alle beteiligten sollen froh sein, daß das Ding aus dem Verkehr gezogen ist und niemand zu Schaden gekommen ist.
Titel: Re: Maschinen ausleihen
Beitrag von: Peter83 am 03. Februar 2021, 23:40:35
Wenn der Lohni wirklich so frech ist, wies hier klingt, frag ihn mal was er von versuchtem Betrug oder vorsaetzlicher Schaedigung (an dir) haelt..
Titel: Re: Maschinen ausleihen
Beitrag von: J-P-K am 04. Februar 2021, 08:58:28
Moin,

mal kurze Frage, ich gehe davon aus, der Anhänger war nicht Zugelassen und auf 25km/h Schild?

Ergo besteht dafür auch keine (Kasko) Versicherung?

mfg
Titel: Re: Maschinen ausleihen
Beitrag von: Besucher am 04. Februar 2021, 10:10:18
In dem Zusammenhang ist es sehr empfehlenswert, in der Betriebshaftpflicht mal genau nachzuschauen, was versichert ist. Oft sind Gewahrsamsschäden und darin  Betriebs-, Brems- und Bruchschäden nicht abgedeckt!

Titel: Re: Maschinen ausleihen
Beitrag von: wollomo am 04. Februar 2021, 16:39:55
Gewahrsamsschäden mit abdecken kann ich auf alle Fälle empfehlen. Nur soviel - mein Ausbildungsbetrieb hatte eine Haftpflicht die Gewahrsamsschäden übernimmt, der hat auch ein Güllefass geliehen und hatte  mich dazu als Auszubildenden :o ;D...
Ein Nachbar hatte einen ähnlichen Fall. Das kann man nur empfehlen und erspart viel Streit.

Wenn der Fall so ist wie von dir geschildert ist das vom Lohnunternehmen schon wirklich frech! Ich kann nicht meinen eigenen Kipper vollknallen bis er bricht und anschließend Geld fordern. Hier zieht auch nicht die Ausrede man hätte das Gesamtgewicht nicht schätzen können. Das lass ich mir bei einen gut ausgestatteten 12 der 14 to Kipper eingehen auf den dann eben 14 to geladen werden weil der Mähdrescherfahrer von einen 18to ausgeht.