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Autor Thema: In-Vitro-Fleisch und ähnliches  (Gelesen 9575 mal)

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bayernfarmer

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In-Vitro-Fleisch und ähnliches
« am: 04. Oktober 2019, 09:18:04 »

Hallo,
was vielfach verschwiegen wird bei der Produktion von In-Vitro-Fleisch ist, das das Nährserum aus Föten von trächtigen Kühen gewonnen wird, die geschlachtet werden.
Über ethische und moralische Aspekte sollte man da nicht diskutieren.
Über den Energieverbrauch zur Produktion der Fleischfasern ist nur bekannt, das er deutlich höher ist als angenommen und wahrscheinlich über dem der konventioneller Fleischerzeugung.
Bleibt nicht mehr viel übrig was dafür spricht, zuerst Tiere schlachten, damit das Schnitzel nicht vom lebenden Tier kommt?

Bleibt einzig der Vorteil, das keine Fläche zur Produktion gebraucht wird, was eigentlich der Hintergrund für die Überlegungen war diese Art der produktion von tierischen proteinen zu voran zu treiben.

mfg

fritz
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Dresel

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Re: In-Vitro-Fleisch und ähnliches
« Antwort #1 am: 04. Oktober 2019, 09:27:26 »

Danke Fritz, das hat mich schon immer mal interessiert, von was das Fleisch “Invitro“ wächst. Ich habe mittlerweile schon fast geglaubt Luft und Liebe würden da reichen.
Vielleicht weiß da ja wer genaueres darüber zu berichten?
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Grüße Dresels Walter

bayernfarmer

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Re: In-Vitro-Fleisch und ähnliches
« Antwort #2 am: 04. Oktober 2019, 10:04:38 »

Hallo,
google einfach, dann kannst du den ganzen Tag lesen.

mfg

Fritz
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nofear

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Re: In-Vitro-Fleisch und ähnliches
« Antwort #3 am: 04. Oktober 2019, 10:13:44 »

Danke Fritz, das hat mich schon immer mal interessiert, von was das Fleisch “Invitro“ wächst. Ich habe mittlerweile schon fast geglaubt Luft und Liebe würden da reichen.

der liebe Gott, muss da seinen Finger schon auch noch dranhalten  ;)

Im übrigen finde ich es gut Fritz, dass du hier wieder mehr und Tacheles schreiben möchtest und schon tust  :daumen1:
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„Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier.“ (M. Gandhi)

„Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.” (R. Niebuhr)

granola

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Re: In-Vitro-Fleisch und ähnliches
« Antwort #4 am: 04. Oktober 2019, 11:07:18 »

Hallo,
was vielfach verschwiegen wird bei der Produktion von In-Vitro-Fleisch ist, das das Nährserum aus Föten von trächtigen Kühen gewonnen wird, die geschlachtet werden.
Über ethische und moralische Aspekte sollte man da nicht diskutieren.
Über den Energieverbrauch zur Produktion der Fleischfasern ist nur bekannt, das er deutlich höher ist als angenommen und wahrscheinlich über dem der konventioneller Fleischerzeugung.
Bleibt nicht mehr viel übrig was dafür spricht, zuerst Tiere schlachten, damit das Schnitzel nicht vom lebenden Tier kommt?

Bleibt einzig der Vorteil, das keine Fläche zur Produktion gebraucht wird, was eigentlich der Hintergrund für die Überlegungen war diese Art der produktion von tierischen proteinen zu voran zu treiben.

mfg

fritz
wenn ich  schon im Büro sitze und das Knie schone während draussen die Mannschaft bei ungemütlichem Wetter Granola rodet  möchte ich wenigstens einen sehr interessanten Beitrag nochmal hervorheben
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Falk

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Re: In-Vitro-Fleisch und ähnliches
« Antwort #5 am: 04. Oktober 2019, 11:51:43 »

Mal ne Frage.... Ich verstehe das als Gentechnick...
Ist das so?
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Rohana

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Re: In-Vitro-Fleisch und ähnliches
« Antwort #6 am: 04. Oktober 2019, 12:22:29 »

Hallo,
was vielfach verschwiegen wird bei der Produktion von In-Vitro-Fleisch ist, das das Nährserum aus Föten von trächtigen Kühen gewonnen wird, die geschlachtet werden.
[...]
Trächtig geschlachtete Kühe gibts nicht so viele - und noch viel weniger, wenn es keine reguläre Rindfleischproduktion mehr gäbe... ! Wie soll das funktionieren?  :frage:  Bist du dir sicher bei dieser Information?

Ich halte in-vitro-Fleisch eh für Unfug was die Klimabilanz angeht, ohne Ressourcen funktioniert auch da nichts, zum einen, und zum anderen ist ein Tier ein hochkomplexes Wesen. Sicher kann man einzelne Gewebearten züchten, aber das Rind besteht ja nicht nur aus Muskel bzw. einer Art von Muskel, da brauchts Fett und Bindegewebe und nicht zu vergessen die Suppenknochen und das Mark... nichts kann so effektiv "Tier machen" wie ein Tier.
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bayernfarmer

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Re: In-Vitro-Fleisch und ähnliches
« Antwort #7 am: 04. Oktober 2019, 12:37:57 »

Hallo,

dann google mal, kommst auch auf die seiten von VierfPoten.

Serum aus Ersatzprodukten funktioniert noch nicht, obwohl da viel Geld reingesteckt wurde.
Ausserdem bekommst du nur Fleischfasern, die dann zu Fleischteilen gepresst werden.
Nein is keine Gentechnik, da Stammzellen das Ausgansmaterial ist, welche in die Petrischale kommen und mit der Nährlösung ernährt werden.
Such hier nicht die ganzen Links zusammen, kann jeder selber machen.

mfg

Fritz
« Letzte Änderung: 04. Oktober 2019, 12:51:52 von bayernfarmer »
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Panta rhei

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Re: In-Vitro-Fleisch und ähnliches
« Antwort #8 am: 04. Oktober 2019, 13:29:53 »

[
Trächtig geschlachtete Kühe gibts nicht so viele - und noch viel weniger, wenn es keine reguläre Rindfleischproduktion mehr gäbe... ! Wie soll das funktionieren?  :frage:  Bist du dir sicher bei dieser Information?

Rohana,
ist das dein Ernst?

Denkst ein Unternehmen mit x Millionen Invest wartet drauf, das irgendwo eine trächtige Kuh geschlachtet wird?

Die halten eine Herde nur für den Zweck.
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Es sind nicht die schlechten Jahre, die uns Probleme bereiten, es sind die falschen Entscheidungen in den guten Jahren!
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Wade

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Re: In-Vitro-Fleisch und ähnliches
« Antwort #9 am: 04. Oktober 2019, 14:02:01 »

Vorweg, nur weil es heute noch nicht funktioniert oder Wirtschaftlich ist, bedeutet ja nicht automatisch dass es für immer so bleiben wird. Vor allem mit der Gentechnisch stehen da einige sehr schlagkräftige Werkzeuge zur Verfügung um alle möglichen Veränderungen vorzunehmen damit man zb auf die Stammzellen der Föten verzichten kann.
Verglichen mit der Evolution steht das ganze ja noch nichtmal in den Kinderschuhen.

Und das ganze wird ja im Prinzip nur gemacht um es möglichst Fleischähnlich zu bekommen, damit die Konzistenz sich so anfühlt wie echtes Fleisch. Aber etwas weiter gedacht, muss es das überhaupt sein? Hamburger oder Bratwürste oder allgemein Wurst hat auch nicht die Konsistenz eines Steaks, aber es gibt nur wenige die sagen das ess ich nicht weil es anders ist. Hack & Wurst wurde ja eh nur gemacht um auch die nicht edlen Teile eines Tieres "verwursten" zu können.
So nen Leberkäs schmeckt ja auch anders als nen Steak, aber is wesentlich leichter "künstlich" herzustellen weils eh keine natürliche Struktur mehr hat.


Und wenn man noch 2 Schritte weiter denkt:
https://www.forschung-und-wissen.de/nachrichten/chemie/co2-mithilfe-von-solarenergie-in-nahrungsmittel-umgewandelt-13373231
https://www.welt.de/wissenschaft/article157383755/So-holen-wir-CO2-aus-der-Atmosphaere-wieder-zurueck.html

Es wird ja schon daran geforscht Nahrung künstlich zu erzeugen, also gänzlich ohne Ackerbau & Tierhaltung. Dazu braucht es im großen und ganzen nur CO2, Wasser und Mineralstoffe. Und natürlich Energie in Form von Elektrischem Strom um Wasserstoff herzustellen.
Photosynthese bzw Pflanzen liefern im Schnitt wesentlich weniger Energie als zb eine Photovoltaikanlage die auf der selben Fläche steht. Für Photosynthese müssen erstmal grüne Pflanzen auf der Fläche stehen und die nötigen Nährstoffe und vor allem Wasser zur Verfügung haben. Ist es zu heiß (40-50°) oder kalt (<0°) funktioniert Photosynthese auch nicht.

Künstliche Nahrung könnte man dagegen fast überall Herstellen, in Steppen, Wüsten, Gletscher und sogar im All oder auf dem Mond.

Ich halte in-vitro-Fleisch eh für Unfug was die Klimabilanz angeht, ohne Ressourcen funktioniert auch da nichts, zum einen, und zum anderen ist ein Tier ein hochkomplexes Wesen. Sicher kann man einzelne Gewebearten züchten, aber das Rind besteht ja nicht nur aus Muskel bzw. einer Art von Muskel, da brauchts Fett und Bindegewebe und nicht zu vergessen die Suppenknochen und das Mark... nichts kann so effektiv "Tier machen" wie ein Tier.
Naja wenn das ganze funktioniert ist die Klimabilanz auf jeden Fall wesentlich besser. Allein wenn man die Klimagasemissionen mindern kann die bei der Tierhaltung (zb Methan bei Widerkäuer) zwangsläufig anfallen ist viel gewonnen.
Und so nen Tier verbraucht auch viel Energie neben dem Fleischaufbau, vor allem Bewegung und es muss selbst Wärme erzeugen damit es nicht erfriert.
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Frankenpower

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Re: In-Vitro-Fleisch und ähnliches
« Antwort #10 am: 04. Oktober 2019, 14:35:13 »

Wandert hier mittlerweile jeder Thread in die Richtung EE sind der Retter der Welt?

Ich mache auch EE, aber ich würde ganz gerne in den jeweilgen Threads ganz gerne über das Thema in der Überschrift diskutieren, und nicht immer komplett in eine Richtung abdriften.

So kann man ein Forum auch killen.... :hope:
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Wade

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Re: In-Vitro-Fleisch und ähnliches
« Antwort #11 am: 04. Oktober 2019, 14:44:49 »

Lagert einfach alle posts aus die im invitro Fleisch geht, Problem gelöst...

Das forum wird nicht gekillt durch allgemeine posts, sondern durch persönliche Anfeindungen die hier einige immer wieder anbringen...
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Rohana

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Re: In-Vitro-Fleisch und ähnliches
« Antwort #12 am: 04. Oktober 2019, 15:52:55 »

Lagert einfach alle posts aus die im invitro Fleisch geht, Problem gelöst...
Voilà.

Die halten eine Herde nur für den Zweck.
Ah, natürlich, da hätte ich gleich drauf kommen müssen - Tiere züchten und töten, um Fleisch zu züchten damit keine Tiere getötet werden müssen...  :boing: Bin gespannt ob und wann sich da Alternativen finden, wenn Produkte aus in-vitro-Fleisch schon in 3 Jahren zu moderaten Preisen erhältlich sein sollen wie bei der Quelle von Bayernfarmer genannt.
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Ede

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Re: In-Vitro-Fleisch und ähnliches
« Antwort #13 am: 04. Oktober 2019, 15:59:42 »

Mal ne Frage.... Ich verstehe das als Gentechnick...
Ist das so?

Nein, das ist eher Biotechnik oder so.
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Thomas T.

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Re: In-Vitro-Fleisch und ähnliches
« Antwort #14 am: 04. Oktober 2019, 16:03:06 »

Vorweg, nur weil es heute noch nicht funktioniert oder Wirtschaftlich ist, bedeutet ja nicht automatisch dass es für immer so bleiben wird. Vor allem mit der Gentechnisch stehen da einige sehr schlagkräftige Werkzeuge zur Verfügung um alle möglichen Veränderungen vorzunehmen damit man zb auf die Stammzellen der Föten verzichten kann.
Verglichen mit der Evolution steht das ganze ja noch nichtmal in den Kinderschuhen.

Ich kann mich hier nur anschließen. Technologie wird erst gut und effektiv, wenn es sich mehr und mehr der Breite öffnet und damit mehr Menschen daran arbeiten und ihre Ideen und Fähigkeiten einbringen.
Das In-Vitro-Fleisch steht noch ganz am Anfang ...und ehrlich die ersten Autos würde heute auch keiner mehr Fahren wollen  ;)
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