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Autor Thema: Zwischenfrüchte - Winterbegrünungen  (Gelesen 11562 mal)

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JD8200

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Re: Zwischenfrüchte - Winterbegrünungen
« Antwort #15 am: 02. September 2019, 08:31:48 »

Naja das ist aber sehr kurzsichtig gedacht, vielleicht will die folgende Generation ja wieder Raps in die FF aufnehmen. Die bedankt sich dann wunderbar über Kohlhernie verseuchte Flächen. Also wenn schon Raps in der ZF dann ebenfalls mit einem entsprechenden Anbauabstand wie bei Raps als Hauptfrucht.
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Dieser Text wurde mit keiner anderen Person abgesprochen. Diesen habe ich aus freiem Willen und ohne Nachfrage bei anderen Moderatoren, Vereinsvorständen, Vereinsmitgliedern oder sonstigen Personen geschrieben.

steyr

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Re: Zwischenfrüchte - Winterbegrünungen
« Antwort #16 am: 29. April 2020, 21:34:38 »

Hallo ZF-Experten,
für eine ZF.-Mischung nach Getreide hätte ich folgendes Saatgut zur Verfügung.  Buchweizen, Phazelia, Ölrettich , Sommerwicken oder Erbsen. Wie würdet ihr daraus in % je Sorte eine Mischung machen?  Wieviel KG/HA soll ich davon säen? Angebaut wird mit KE-Sämaschine nach grubbern oder ackern und die erste Bodenbearbeitung
wird ca. 2Wochen vor dem Maisanbau im Frühjahr gemacht. SH ca. 480m, wenig Niederschlag in den Sommermonaten. Ab mulchen im Herbst ist meist nicht notwendig.
Danke für fachliche Beiträge
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johndeere820

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Re: Zwischenfrüchte - Winterbegrünungen
« Antwort #17 am: 29. April 2020, 22:17:20 »

Hallo ZF-Experten,
für eine ZF.-Mischung nach Getreide hätte ich folgendes Saatgut zur Verfügung.  Buchweizen, Phazelia, Ölrettich , Sommerwicken oder Erbsen. Wie würdet ihr daraus in % je Sorte eine Mischung machen?  Wieviel KG/HA soll ich davon säen? Angebaut wird mit KE-Sämaschine nach grubbern oder ackern und die erste Bodenbearbeitung
wird ca. 2Wochen vor dem Maisanbau im Frühjahr gemacht. SH ca. 480m, wenig Niederschlag in den Sommermonaten. Ab mulchen im Herbst ist meist nicht notwendig.
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Am einfachsten ist es, den gewünschten Samenanteil mit der Reinsaatstärke zu multiplizieren. Buchweizen, Phacelia und Ölrettich sind erfahrungsgemäß konkurrenzstärker als Sommerwicken und Sommererbsen. Bei Ölrettich und Buchweizen würde ich jeweils maximal 10 % Samenanteil kalkulieren. Sommerwicken und -erbsen sind relativ teuer und je nach Witterung nicht die sichersten Bestandsbildner, daher auch hier keine zu hohen Samenanteile wählen. Mache dir ruhig die Mühe und ergänze noch weitere Arten: Neben klassischen Futtergräsern kannst du z.B. Roggen, Hafer, Weißklee, Rotklee, Inkarnatklee, Winterwicken, Wintererbsen, Winterackerbohnen und Winterrübsen zumischen. Statt Ölrettich bietet sich Meliorationsrettich an, der hat mir bisher deutlich besser gefallen. Sonnenblumen, Ramtillkraut, Alexandrinerklee, Perserklee, Sorghum und Sudangras wären weitere abfrierende Arten, die allerdings relativ früh nach der Getreideernte gesät werden sollten, damit vor dem ersten Frost noch ein ordentliche Bestand gebildet werden kann. Generell gilt: je vielfältiger desto besser. Bei früher Aussaat wärmebedürftige Arten (Warm Season Grasses, Warm Season Broadleafs) nehmen, bei späterer Aussaat die Anteile an Cold Season Grasses und Cold Season Broadleafs erhöhen. Vor Mais gehören auch winterharte Arten. Du kannst ja auf einer Teilfläche winterharte Arten zumischen und im Frühjahr mal die Bodenstruktur zwischen komplett abfrierender ZWF und zumindest teilweise winterharter ZWF vergleichen. Der Unterschied ist erfahrungsgemäß recht deutlich sichtbar!
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Thomas

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Re: Zwischenfrüchte - Winterbegrünungen
« Antwort #18 am: 30. April 2020, 05:09:56 »

Hallo ZF-Experten,
für eine ZF.-Mischung nach Getreide hätte ich folgendes Saatgut zur Verfügung.  Buchweizen, Phazelia, Ölrettich , Sommerwicken oder Erbsen. Wie würdet ihr daraus in % je Sorte eine Mischung machen?  Wieviel KG/HA soll ich davon säen? Angebaut wird mit KE-Sämaschine nach grubbern oder ackern und die erste Bodenbearbeitung
wird ca. 2Wochen vor dem Maisanbau im Frühjahr gemacht. SH ca. 480m, wenig Niederschlag in den Sommermonaten. Ab mulchen im Herbst ist meist nicht notwendig.
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Warum willst du selbst mischen anstatt einer Fertigmischung?

Gruß
Thomas
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Heiner

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Re: Zwischenfrüchte - Winterbegrünungen
« Antwort #19 am: 30. April 2020, 06:58:40 »

Hallo ZF-Experten,
für eine ZF.-Mischung nach Getreide hätte ich folgendes Saatgut zur Verfügung.  Buchweizen, Phazelia, Ölrettich , Sommerwicken oder Erbsen. Wie würdet ihr daraus in % je Sorte eine Mischung machen?  Wieviel KG/HA soll ich davon säen? Angebaut wird mit KE-Sämaschine nach grubbern oder ackern und die erste Bodenbearbeitung
wird ca. 2Wochen vor dem Maisanbau im Frühjahr gemacht. SH ca. 480m, wenig Niederschlag in den Sommermonaten. Ab mulchen im Herbst ist meist nicht notwendig.
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Hallo steyr,

eine Frage bleibt noch vorweg, und zwar die wieviel Stickstoff der Zwischenfrucht zur Verfügung steht.
Mit der Ortsangabe SH und der angegebenen Höhenlage vermute ich mal dass wir nicht über Schleswig-Holstein reden sondern Österreich...

Ich handhabe das so dass ich mir zu jeder Fruchtart die Saatstärke bei Reinsaat dieser Art zu Grunde lege und dann %-Sätze der Reinsaatstärke für die Fruchtart nehme woraus sich die Saatmenge dann errechnet :

100% Erbse => ca. 200 kg/ha => 10% Anteil in der Mischung => 20 kg/ha
100%Phacelia => ca. 10 kg/ha => 10% Anteil …. => 1 kg/ha
...

Wenn Du wenig N-zur Verfügung hast bzw. nicht düngen darfst, solltest Du den Anteil an Leguminosen möglichst um 50% ansetzen, damit Du Pflanzen hast die "normal" wachsen.
Bei Buchweizen sollte Dir bewusst sein, dass der sehr früh ist und sehr schnell Samen bildet, andererseits kann er gut mit Trockenheit zurecht kommen.

Beim Mischen solltest Du noch darauf achten dass die Mischungspartner sehr unterschiedliche Korngrößen haben, und die Mischung nicht extrem ist : schwierig ist viel kleinkörniges wie Klee, Buchweizen, Phacelia, Ramtillkraut und dann dazu besonders großkörnige Arten wie Erbse und Wicke zu mischen, da diese Mischung sich entmischt. Von daher sind dann Samen wie Sonnenblume und Hafer etc. die eine mittlere Korngröße habe gute Mischpartner um die Mischung technisch zu stabilisieren.

Heiner
« Letzte Änderung: 30. April 2020, 07:03:52 von Heiner »
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steyr

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Re: Zwischenfrüchte - Winterbegrünungen
« Antwort #20 am: 30. April 2020, 20:34:30 »

Danke vorerst.
johndeere: da meist erst ca.mitte August nach Mähdrusch ZF gesät werden kann, bleibt Klee sehr klein, daher gebe ich keinen in die Mischung.

Thomas:Selbermischen da alle  Mischpartner( ausser Ölrettich) von Landwirten in der Nähe sind, daher etwas günstiger.

Heiner: ja Österreich, Erbsen u. Saatgut mit kleinen Körnern würde ich eh nicht mischen. Erbsen würde ich mit dem Rauch 20,1W streuen und die restl. ZF-Mischung gemeinsam mit der Säkombi einarbeiten. Es geht ca. nur um 10HA pro Jahr um keine Arbeitszeit Diskussion auszulösen. Geackert wird deshalb manchmal, da der Sulfonylharnstoff im PSM durch die Trockenheit, sehr schlechte Begrünungen wachsen läßt.
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juliusjr

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Re: Zwischenfrüchte - Winterbegrünungen
« Antwort #21 am: 29. Juni 2021, 10:38:14 »

Ich plane gerade meine Zwichenfrüchte die ich aufgrund rotes Gebiet bis mind. 15 Januar stehen lassen muss. Jetzt meine Frage:
Wie wirkt sich der Leguminosenanteil auf die Bedarfsermittlung im nächsten Jahr aus? Bis 75% Leguminosen mit 0 kg und darüber mit 10 kg? Klar ich könnt es im Bearfsermittlungspogramm testen, aber vielleicht weis es ja auch so jemand.
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Melf

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Re: Zwischenfrüchte - Winterbegrünungen
« Antwort #22 am: 29. Juni 2021, 13:04:37 »

In Schleswig-Holstein sind Leguminosen scheinbar erst ab einem Anteil von 50% anzurechnen.

Gruss

Melf
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