Feld und Flur > Sonderkulturen & Co.

Sklerotinia im Freilandgemüse

(1/9) > >>

Tim:
Hallo an alle Gemüsebauern.

Ich bin durch Zufall auf das Thema Sklerotina aufmerksam geworden , insbesondere im Anbau von Chicoreewurzeln.

Im Grunde bin ich davon ausgegangen das gerade mit landwirtschaftlichen Fruchtfolgen, also den Getreidepausen usw., doch sehr gute Bedingungen bestehen gesunde Produkte zu erzeugen - doch gerade bei Sklerotinia scheint das nicht der Fall zu sein!

ich zähle mal zu vermeidende Wirtspflanzen auf ...

Tabak, Bohnen, Feldsalat, Möhren, Zwiebeln, Porree, Sellerie, Chicoree, Dill, Petersilie, Fenchel, Koriander, Winterkresse, Zierpflanzen, Winterraps, Sonnenblumen, Kartoffeln, Rotklee ...

im Grunde muss man Erbsen, Soja und Phacelia auch noch dazu zählen ...  :gruebel:


Contans WG , hat genauso unzureichende Lücken wie die Fungizide in der Bekämpfung - bacillus amyloliquefaciens ist sicher auch auf passende Umstände im Boden angewiesen (Thema Boden/Luftfeuchte)


Zu viel Stickstoff im System befeuert die dauerhafte Entwicklung in der Fruchtfolge.


Das mal als grundlegende Zusammenfassung  - mich würde da jetzt interessieren wie das reine Gemüsebaubetriebe - oder beispielsweise so intensive Anbaugebiete wie in Holland hinkriegen Wurzeln herzustellen, die nicht gleich nach ein paar Tagen im Lager Weiss wuchern?

Heico:
Hab selber Sklerotinia an der Malve und wird angeblich immer mehr, wenn man das Saatgut nicht wechselt. Es kommt also schon mit dem Saatgut aufs Feld.

Tim:
kann schon sein - wenn man bei grossen Lagerhäusern beim Rapsreinigen mal in die Staubkammer guckt ist der Grossteil auch voll mit den schwarzen knubbeln...

mir gings halt da drum das grad Stickstoff/Nitrat im reinen Gemüsebau (selbst in Öko) immer relativ hoch ist und (bis auf Zuckermais?!?) so ziemlich alles zum Wirtsspektrum gehört. Grossflächig verbreitet hat er sich sicherlich  durch dem flächigen Rapsanbau.
Deswegen glaub ich da nicht mehr recht an Fruchtfolge als Lösung.

Tim:
Schade das man da kaum Literatur findet.

Ich könnte mir Vorstellen das Kalkstickstoff kurzfristig helfen könnte - langfristig evt auch der Einsatz von Contans über die gesamte Fruchtfolge?

Das absenken des N-Levels wird sicher die Rahmenbedingungen für Sklerotinia und andere Pathogene wie Erwinia und Rizoctonia senken können , Feuchtigkeit und Bodentemperatur kann man aber nur marginal beeinflussen...

Einen Einfluss des Saatgutes konnte ich bisher noch nicht finden - beim Thema Chicorée könnte ich mir vorstellen das Ernte und Nacherntebehandlung der Wurzeln im Lager und in der Treiberei Schlüsselstellen sind.

farming.ch:
"Im Gegensatz zur Graufäule geschieht die Hauptverbreitung der Sclerotinia über den Boden. Daher sind Massnahmen zur Erhöhung der Bodenaktivität, wie zum Beispiel der Einsatz von Kompost und chitinhaltigen Düngern geeignet, die Verbreitung einzudämmen."

Nebst Contan WG und Fruchtfolge.

Quelle: https://www.bioaktuell.ch/pflanzenbau/gemuesebau/pfschutz-gem/krankheiten-gemuese/sclerotinia-faeule.html

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

Zur normalen Ansicht wechseln
Mobile View