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Autor Thema: Trinkwasser-Initiative  (Gelesen 20328 mal)

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Biobauer

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Re: Trinkwasser-Initiative
« Antwort #75 am: 14. Juni 2021, 07:41:37 »

Sehr gut finde ich, dass es zu solchen wichtigen Entscheidungen Volksentscheide gibt. Viel besser als unser System.

Gruß
Martin
Naja, für was wählen wir eigentlich dann noch "Volksvertreter" in die Parlamente?
Ich stehe solchen Volksentscheide immer skeptisch gegenüber!
Da kommen sehr oft "Tagesstimmungen" zum Entscheid!
Politik muss nachhaltig sein!

mir fällt nun die Schweiz nicht unbedingt auf durch Unstetigkeit und Skandale
Da sind eher Länder dabei, die gerne und oft neue Volksvertreter wählen........
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Mit dummen Menschen zu streiten ist wie gegen eine Taube Schach zu spielen: Egal wie gut Du spielst, die Taube wird alle Figuren umwerfen, auf das Brett kacken und herumstolzieren, als hätte sie gewonnen

blumentopfbauer

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Re: Trinkwasser-Initiative
« Antwort #76 am: 14. Juni 2021, 08:11:03 »

Die CO2 Steuer wurde ja knapp abgelehnt mit 51,x%.
Die Schweiz hat aber auch das Pariser Klimaabkommen unterschrieben und ratifiziert. Jetzt bleibt eigentlich nur noch das Ordnungsrecht um die 50%ige Minderung des CO2 Ausstoßes bis 2030 hinzubekommen. Ich bin gespannt was die Eidgenossen sich da einfallen lassen.

Mal eine Frage
Was würde passieren, wenn wir es nicht erreichen?
Und allfällige Strafen einfach nicht bezahlen?
Krieg?
Welcher Staat wird es erreichen?
Einfach nur mal so, weil ich es nicht weiss.

Vielleicht wollen die Schweizer Einwohner dieses Abkommen gar nicht?

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Wade

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Re: Trinkwasser-Initiative
« Antwort #77 am: 14. Juni 2021, 08:16:01 »

Sehr gut finde ich, dass es zu solchen wichtigen Entscheidungen Volksentscheide gibt. Viel besser als unser System.

Gruß
Martin

Bis dann ein Volksbegehren gegen die eigene Meinung entscheidet. Das mit den Bienen in Bayern ist noch nicht so lange her..
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Bioland Landwirt seit 2012

Dresel

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Re: Trinkwasser-Initiative
« Antwort #78 am: 14. Juni 2021, 09:01:53 »

Mal eine Frage
Was würde passieren, wenn wir es nicht erreichen?
Und allfällige Strafen einfach nicht bezahlen?
Krieg?
Welcher Staat wird es erreichen?
Einfach nur mal so, weil ich es nicht weiss.

Vielleicht wollen die Schweizer Einwohner dieses Abkommen gar nicht?

Das weiß ich auch nicht. Ich bin aber prinzipiell schon der Meinung, dass Verträge einzuhalten sind, sonst wird's mit dem Zusammenleben schwierig.
So ganz unsinnig und unbegründet ist dieses Pariser Abkommen ja auch nicht. Eine Lenkung des Verhaltens bzw. des Verbrauchs funktioniert erfahrungsgemäß halt am effektivsten über den Geldbeutel, meiner Meinung nach.
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Grüße Dresels Walter

Rohana

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Re: Trinkwasser-Initiative
« Antwort #79 am: 14. Juni 2021, 09:05:07 »

Hätte nicht mit dieser Deutlichkeit gerechnet.

Bin froh. :)
Dabei hab ich (aus dem Ausland und mit wenig Recherche) nicht den Eindruck dass es sonderlich "deutlich" war, eher ziemlich knapp. 44% und 47% dafür, was ich gelesen habe, scheint mir viel zu viel!  :o
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blumentopfbauer

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Re: Trinkwasser-Initiative
« Antwort #80 am: 14. Juni 2021, 09:14:29 »

Hätte nicht mit dieser Deutlichkeit gerechnet.

Bin froh. :)
Dabei hab ich (aus dem Ausland und mit wenig Recherche) nicht den Eindruck dass es sonderlich "deutlich" war, eher ziemlich knapp. 44% und 47% dafür, was ich gelesen habe, scheint mir viel zu viel!  :o
Ich finde mehr als 60% nein Stimmen bei der TWI und Pestizid Initiative eigentlich schon sehr klar.
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wollomo

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Re: Trinkwasser-Initiative
« Antwort #81 am: 14. Juni 2021, 09:18:59 »

Ein wichtiger Tag, für konventionelle und biologisch wirtschaftende Betriebe.
Grundsätzlich bin ich schon dafür das Volk mit einzubeziehen. Komplexe Zusammenhänge kapiert aber leider nicht jeder. Wir haben Volksvertreter die uns eigentlich, wie der Name schon sagt, Vertreten sollen. Leider traut sich in Deutschland keiner dieser Vertreter wirklich seinen Mund aufzumachen und laut zu diskutieren. Macht es jemand doch ergeht es ihm wie Palmer bei den Grünen und ist weg. Das machen übrigens nicht so, es gibt genügend Beispiele auch bei anderen Parteien.

Ich habe das Miese Gefühl auch bei uns stünde eine solche oder ähnliche Entscheidung bald an. Spätestens wenn die Grünen mit an der Macht sind, was zu 99,9% im Herbst der Fall sein wird.
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blumentopfbauer

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Re: Trinkwasser-Initiative
« Antwort #82 am: 14. Juni 2021, 09:39:27 »

Sehr gut finde ich, dass es zu solchen wichtigen Entscheidungen Volksentscheide gibt. Viel besser als unser System.

Gruß
Martin
Naja, für was wählen wir eigentlich dann noch "Volksvertreter" in die Parlamente?
Ich stehe solchen Volksentscheide immer skeptisch gegenüber!
Da kommen sehr oft "Tagesstimmungen" zum Entscheid!
Politik muss nachhaltig sein!

mir fällt nun die Schweiz nicht unbedingt auf durch Unstetigkeit und Skandale
Da sind eher Länder dabei, die gerne und oft neue Volksvertreter wählen........

Das sind meist keine von der Tagesform abhängige Entscheidungen.
Du bekommst 3-4 Wochen vorher alle Unterlagen, Stimmausweis und die Abstimmungszettel/Wahlzettel. Jeder der sich damit befassen will, hat auch genügend Zeit dafür.

Ihr müsstet mal an einer Gemeindeversammlung dabei sein. Da müssen wir als Gemeinderäte für Budget und Rechnung geradestehen und wenn es nicht passt, kann der Stimmbürger die Rechnung oder Budget nicht abnehmen und an uns zurückweisen. Der Gemeindesteuersatz, wird bei uns, an der Gemeindeversammlung jedes Jahr festgesetzt. Auch Projekte, z.B. Strassen, Wasserleitungen, Renaturierungen... müssen von der Gemeindeversammlung genehmigt werden. Jede Gebühr, Wasser, Abfall... muss von der Gemeindeversammlung abgenommen werden, auch das Salär der in der Gemeinde tätigen.
Wir, sind es uns vielleicht eher gewohnt, Entscheidungen zu treffen, die nicht genau dem Gusto jedem einzelnen entspricht, aber der Allgemeinheit dient. Dies ist nicht, weil wir klüger oder sonst besser wären, sondern uns das so gewohnt sind.
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BNT

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Re: Trinkwasser-Initiative
« Antwort #83 am: 14. Juni 2021, 09:47:22 »

Vielleicht bekommen die Wähler auch so langsam mit, was das alles bedeuten würde.

Ich war gerade in unserer Altstadt. Da habe ich schon gestaunt, was da zwischen den Pflastersteinen für eine Wiese raus wächst. Die Dame vom Bauamt sagt, dass die Mitarbeiter mit dem Heißwassergerät einfach nicht der Arbeit nach kommen.
Tja. Glyphosat müsst man haben.
Und da sprechen wir obendrein von einem kritischen Bereich, weil es sich um versiegelte Flächen handelt.
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Stone

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Re: Trinkwasser-Initiative
« Antwort #84 am: 14. Juni 2021, 10:40:51 »

Mal eine Frage
Was würde passieren, wenn wir es nicht erreichen?
Und allfällige Strafen einfach nicht bezahlen?
Krieg?
Welcher Staat wird es erreichen?
Einfach nur mal so, weil ich es nicht weiss.

Vielleicht wollen die Schweizer Einwohner dieses Abkommen gar nicht?



Das weiß ich auch nicht. Ich bin aber prinzipiell schon der Meinung, dass Verträge einzuhalten sind, sonst wird's mit dem Zusammenleben schwierig.
So ganz unsinnig und unbegründet ist dieses Pariser Abkommen ja auch nicht. Eine Lenkung des Verhaltens bzw. des Verbrauchs funktioniert erfahrungsgemäß halt am effektivsten über den Geldbeutel, meiner Meinung nach.


Natürlich sind Verträge einzuhalten, das Problem ist wenn sie schlecht verhandelt sind. Ich behaupte mal dass wir es auch nicht schaffen ohne schwere wirtschaftliche Einbußen. Und wenn das mal in der breiten Masse ankommt gute Nacht.

Letzte Woche habe ich beim Umschalten eine Sendung mit Sven Plöger im Interview gesehen. Auf die Frage wie lange das Klima brauchen würde um sich wieder zu erholen wenn man sofort CO2 neutral wäre antwortete er: 50-100 Jahre.
Das heißt doch im Umkehrschluss wir werden einen wirklichen Wandel nicht erleben. Wir bauen ab - die anderen eine Mehrfaches zu.

Deutschland hat seine Ziele doch bisher auch nur erreicht weil das Bezugsjahr 1990 war und wir in den neuen Ländern viele marode Kraftwerke stillgelegt haben. Nur als Westen wäre das nie möglich gewesen. Schau mal hier in Frankfurt die ganze neuen Internetknoten an, was die Dinger Strom schlucken. Jetzt soll alles digitaler werden, 5G beim Internet und die Autos sollen auch noch mit Strom fahren. Un die vorhandene Technologie Atomkraftwerk schalten wir auch ab.

Wir haben in 20 Jahren nicht mal flächendeckend schnelles Internet geschafft, aber die Stromleitungen und die Erzeugung sind flupp da? Der Weg ist vom Grundsatz her richtig, die Umsetzung in der kurzen Zeit nicht möglich - oder wir verzichten auf Bürgerrechte, dann werden halt Kabeltrassen und Windräder unter Kriegsrecht gebaut.

stone
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Friedhelm

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Re: Trinkwasser-Initiative
« Antwort #85 am: 14. Juni 2021, 12:22:35 »


Das sind meist keine von der Tagesform abhängige Entscheidungen.
Du bekommst 3-4 Wochen vorher alle Unterlagen, Stimmausweis und die Abstimmungszettel/Wahlzettel. Jeder der sich damit befassen will, hat auch genügend Zeit dafür.

Ihr müsstet mal an einer Gemeindeversammlung dabei sein. Da müssen wir als Gemeinderäte für Budget und Rechnung geradestehen und wenn es nicht passt, kann der Stimmbürger die Rechnung oder Budget nicht abnehmen und an uns zurückweisen. Der Gemeindesteuersatz, wird bei uns, an der Gemeindeversammlung jedes Jahr festgesetzt. Auch Projekte, z.B. Strassen, Wasserleitungen, Renaturierungen... müssen von der Gemeindeversammlung genehmigt werden. Jede Gebühr, Wasser, Abfall... muss von der Gemeindeversammlung abgenommen werden, auch das Salär der in der Gemeinde tätigen.
Wir, sind es uns vielleicht eher gewohnt, Entscheidungen zu treffen, die nicht genau dem Gusto jedem einzelnen entspricht, aber der Allgemeinheit dient. Dies ist nicht, weil wir klüger oder sonst besser wären, sondern uns das so gewohnt sind.

So weiß aber jeder was es kosten wird, wie es geplant war und was es nachher gekostet hat und warum...... Da gibt es dann keine Legendenbildung und keiner kann behaupten er hätte von nix gewusst.
Da hat dann jede Entscheidung auch direkten Einfluss auf jeden und jeder kann nach voll ziehen warum das jetzt so ist und soviel kostet.
Kann man auch viel schlechter jemand anderem die Schuld geben.....
Das hat schon was ................
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Uwe

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Re: Trinkwasser-Initiative
« Antwort #86 am: 14. Juni 2021, 12:34:25 »

Letztlich kann man sich auch beim Volksentscheid darauf berufen, dass man nicht vernünftig über das Thema informiert wurde.

Beispiel:

"Die Grünen haben doch gesagt, dass hat keinen Einfluss auf die Selbstversorgung, wenn wir nur noch Öko machen!"

Dann kann der einzelne sich doch wieder schön aus der Verantwortung zurückziehen und die anderen sind wieder Schuld.
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canuck

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Re: Trinkwasser-Initiative
« Antwort #87 am: 14. Juni 2021, 14:35:56 »

Ich selber erlebte die direkte Demokratie der Schweiz und nachher Demokratie in Kanada.Wie man die hier auch immer nennen will.
Natürlich ist die direkte Demokratie näher beim Volk.Hat aber auch entscheidende Nachteile.
Wie schon Uwe sagte,niemand ist eigentlich verantwortlich.Es wird immer auf das Volk gezeigt,die es ja selber beschlossen haben.Das bewirkt das mit zu wenigen Unterschriften über fast alles ein Referendum ergriffen wird.Das jedes Gesetz oder Vertrag,jahrelang verhandelt und diskutiert wird.
Der Rahmenvertrag mit der EU ist das beste Beispiel.
Es ist sicher wunderbar über vieles abzustimmen.Aber Demokratie und Freiheit ist deswegen in der Schweiz für den normalen Joe keineswegs grösser.
Auswüchse wie die Kuhhorn Initiative,gehören meines Erachtens nicht vors Volk.
Handelsabkommen sind auch eine sehr komplexe Sache,wenn manche Abgeordnete im Parlament nicht mal genau wissen um was es da geht,wie sollte da jeder Bürger es wissen?
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Biobauer

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Re: Trinkwasser-Initiative
« Antwort #88 am: 14. Juni 2021, 15:39:46 »

.
Wie schon Uwe sagte,niemand ist eigentlich verantwortlich.Es wird immer auf das Volk gezeigt,die es ja selber beschlossen haben.

wann wurde den jemals hier einer zur Verantwortung gezogen??

Scheuer Andi mit seinen Mautdeasaster,
Flintenuschi setzt zig Millionen für Beratung in den Dreck, aber Hauptsache, es bleibt in der Familie
bei den Masken, zigfacher Betrug, Testzentren ebenfalls, ok ein paar mussten zturücktreten, aber unser Gesundheitsminister schiesst einen Bock nach den andern, der macht lustig weiter

und da gehts insgesamt wahrhaft nicht um peanuts......
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