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Autor Thema: Buchweizen  (Gelesen 1235 mal)

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tuning Esel

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Buchweizen
« am: 01. September 2021, 08:59:20 »

ich habe immer mehr Freunde die nicht Landwirt sind und Buchweizen als Superfood essen, das wirrt ziemlich teuer gehandelt und daher auch immer die Frage warum machst du keins..
wen ich so Umfrage haben es einige versucht ,ist aber keiner konnte es ,es wirrt sehr ungleich reif, es mag gar keine kälte, und braucht nen Boden am besten Sandig, kein Lehm oder so wie wir hier haben
Aber so richtig kenne ich keinen der das im grossen Stil macht ausser Garten Grösse
Hat es hier jemand der erfahrung hat damit??
Mfg Roland
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JoBeck

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Re: Buchweizen
« Antwort #1 am: 01. September 2021, 09:26:35 »

Hallo,

hab 3 ha draussen, man sollte ihn erst ab 12grad Bodentemperatur aussähen. Im Moment reift er sehr gleichmässig ab!
Zudem hab ich noch 2 ha nach Wintergerste stehen! mal sehen was das gibt!

JoBeck
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tuning Esel

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Re: Buchweizen
« Antwort #2 am: 01. September 2021, 12:20:15 »

wahn denkst du zu dreschen? wirt es Oktober ??
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JoBeck

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Re: Buchweizen
« Antwort #3 am: 01. September 2021, 12:33:45 »

ne denk so in 14 tagen den vom Juni!
Der andere evtl November oder auch nicht  ;D
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tomtex

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Re: Buchweizen
« Antwort #4 am: 01. September 2021, 13:02:47 »

Anbauen ist nicht so das Problem, schälen soll dagegen eher die Herausforderung sein...
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tuning Esel

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Re: Buchweizen
« Antwort #5 am: 01. September 2021, 21:03:14 »

Dreschen mit Glypho oder Schwad??
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Gerd

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Re: Buchweizen
« Antwort #6 am: 01. September 2021, 21:23:11 »

Wir haben damals aus dem Stand ohne Glypho gedroschen. Problem ist wie schon jemand geschrieben hat die sehr ungleichmäßige Abreife von oben nach unten.
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Biobauer

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Re: Buchweizen
« Antwort #7 am: 01. September 2021, 22:18:11 »

Dreschen mit Glypho oder Schwad??


was soll das mit Glypho, er soll doch in die menschliche Ernährung, oder ??

Buchweizen hört nie das blühen , wachsen auf, irgendwann musst in den sauren Apfel beissen und ihn durchn Drescher jagen, er ist zumindest reinigungsmässig recht einfach zu dreschen

Nachfrage ist durchaus gegeben, man muss sich bissl umtun beim vermarkten
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Mit dummen Menschen zu streiten ist wie gegen eine Taube Schach zu spielen: Egal wie gut Du spielst, die Taube wird alle Figuren umwerfen, auf das Brett kacken und herumstolzieren, als hätte sie gewonnen

Dresel

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Re: Buchweizen
« Antwort #8 am: 01. September 2021, 22:52:13 »

Ist der Buchweizen denn was für den Konvibauern? Hier heißt es bei den Vermarktern, dass ist ne Sache für Bio, da ohnehin keine Pflanzenschutzmittel zur Verfügung stehen.
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Grüße Dresels Walter

Gameorg

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Re: Buchweizen
« Antwort #9 am: 02. September 2021, 20:49:58 »

Es spricht vieles gegen die Hauptsaat (Unkraut, Bestäubungskonkurrenz, Abreife, Blattläuse!, Sonneneinstrahlung, zu gute Böden...). Vieles für eine Zweitansaat, wenn man das geeignete Gebiet dazu hat. Hier die Begrünung/Zweitansaat mit dem Düngerstreuer und eingescheibt mit dem Stoppsturzgang. Voriges Jahr war die (erstmalige und wohl auch letztmalige) Hauptansaat mit -140 und -190 € stark defizitär und die Zweitansaat ein kleines Körberlgeld mit ca 100 € DB (Trotz Hagel). Ich warte noch auf das Jahr wo es sich so richtig auszahlt. Vielleicht wird es ja heuer mal.

Nach Raps


Nach Gerste (Die wurde später entfernt)


Blühbeginn vom Feldrand (das Feld vom 1. Foto)

« Letzte Änderung: 02. September 2021, 21:06:28 von Gameorg »
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Tim

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Re: Buchweizen
« Antwort #10 am: 03. September 2021, 08:54:13 »

@gameorg

Das Muss doch unheimlich wasser kosten,  gerade bei eurem Trockengebiet?

Mfg Tim
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Gameorg

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Re: Buchweizen
« Antwort #11 am: 03. September 2021, 09:30:51 »

Kommt denke ich darauf an, was anschließend gesäht wird. Wir sind natürlich hier niederschlagsärmer unterwegs, 450-500mm~, aber es sind keine nordburgenländische Verhältnisse wo es auch mal 300mm sein können. Dafür haben wir aber etwas was die Zweitansaat braucht, viel Sonne. Aber ja es gab bei uns Sommer ohne nennenswerte Niederschläge in den letzten Jahren.

Daher ging die Zwischenfrucht in 2 von 8 Jahren garnicht richtig auf. Daher fahre ich eben diese Low-Cost Methode. Tendenziell weiß ich mittlerweile schon ganz gut, wann ich sähen soll und wann ich eher noch zuwarten muss. Der Erfolg mit dem Buchweizen steht und fällt mit dem Niederschlag nach der Ernte. JE schneller das Ausfallgetreide/Raps keimt, desto sauberer wird nachher der Buchweizen. Und meine Methode ist sicher die wassersparsamste, mit Saat in die Stoppel. Mein Nachbar pflügt und kreiselt seinen Buchweizen (nach Raps  :o). Das ist mmn. immer Lotterie mit dem Wetter. Aber er hatte Glück, sein Buchweizen ist eine Augenweide.

Zwischenfrüchte haben eine negative Wasserbilanz laut Studien. Aber andererseits trocknet der nackte Oberboden ohnehin aus, macht es dann wirklich so einen großen Unterschied? Die Zwischenfrucht bedeckt den Boden und verhindert sicherlich auch einiges an Verdunstung. Jetzt haben wir schon Tauwasser das genutzt wird.

Letztendlich die Hauptfrage was nach der Zweisaat kommt: zu 80% bei mir Buchweizenernte --> Pflug --> Mais. Ich denke da macht es nicht so einen großen Unterschied. Auch wenns natürlich schade ist, denn lockeren Oberboden zu pflügen ;). Voriges Jahr hatte ich das erste mal dann auch einen Weizen mit Mulchsaat nach Raps-->Buchweizen. 500KG war der Weizen hinter den Durchschnittserträgen, allerdings auch eine andere Sorte und einer meiner leichtesten Böden. Damit gilt es noch zu experimentieren. Ich sehe hier eher den Nährstoffentzug als Thema. Ich könnte mir vorstellen die N-MIN Werte sind sehr niedrig. Die Erträge in den Folgekulturen gibt es zu beachten, ich denke darauf zielt deine Frage ab oder? Ich rechne meine DB's immer für jede Fläche aus, in 2-3 Jahren kann ich dann wohl mal langjährig Vergleiche machen ob die Zwischenfrucht eine Auswirkung hat. Meine Tendenz bisher, bei Mulchsaat hat es eine Auswirkung. Ob es am Wasser liegt, an den Nährstoffen, oder an den Ernteresten? Daher tendenziell Pflug nachfolgend.

Beim Buchweizen selbst gibt es aber auch noch Steigerungspotential bei mir, bisher hatten wir immer relativ dünn gesäht, weil das ganze eher als Zwischenfrucht mit Erntepotential behandelt wurde, oft das Saatgut knapp war etc. Jetzt wurde es wie eine richtige Zweitsaat behandelt und die Bestände sind merklich kompakter. Irgendwie macht es einfach Spaß, viel auszuprobieren und es dauert ein paar Jahre bis man so eine Zwischenrfrucht perfekt in sein System eingepasst hat.


PS: Ein nicht zu unterschätzender Faktor beim Buchweizen Ertrag ist die Bestäubung. Laut Studien hat jede einzelne Blüte nur einen bestimmten Tag an dem sie bestäubt werden kann. Daher wird nur ein sehr kleiner Teil der Blüten auch zu Körnern ausgebildet. Zusätzlich gehen die Bienen nur bis maximal 14 uhr drauf weil dann die Blüte austrocknet. Ich habe Flächen mit Bienenstöcken und ohne und bin sehr gespannt ob es einen Unterschied macht.

« Letzte Änderung: 03. September 2021, 10:01:27 von Gameorg »
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Biobauer

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Re: Buchweizen
« Antwort #12 am: 03. September 2021, 12:45:22 »



PS: Ein nicht zu unterschätzender Faktor beim Buchweizen Ertrag ist die Bestäubung. Laut Studien hat jede einzelne Blüte nur einen bestimmten Tag an dem sie bestäubt werden kann. Daher wird nur ein sehr kleiner Teil der Blüten auch zu Körnern ausgebildet. Zusätzlich gehen die Bienen nur bis maximal 14 uhr drauf weil dann die Blüte austrocknet. Ich habe Flächen mit Bienenstöcken und ohne und bin sehr gespannt ob es einen Unterschied macht.


Lass dir ein Glas Honig geben, die einen lieben Buchweizenhonig, die andern bringen ihn nicht runter.... ;) ;)
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tuning Esel

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Re: Buchweizen
« Antwort #13 am: 03. September 2021, 13:10:57 »

was bekommt ihr so für den Buchweizen ? ich meine Euro/Tonne??
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