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Autor Thema: WKA mit privilegiertem Baurecht  (Gelesen 1172 mal)

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Gallus gallus!

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WKA mit privilegiertem Baurecht
« am: 18. August 2021, 11:38:51 »

Moin,

ich überlege mal wieder, wie ich in meinen Ställen die Heizkosten senken könnte. Eine Idee ist, eine gebrauchte und überholte WKA aus dem Repowering zu bauen und mit dem Strom Warmwasser zu bereiten.
Ich habe gehört, dass man mit privilegiertem Baurecht relativ einfach eine Anlage bis 250 kW genehmigt bekommt, sofern man mindestens 50 % des erzeugten Stroms betriebsintern verbraucht.
Stimmt das so?

Wie finde ich heraus, wie viele kWh ein Windrad je kW und Jahr produziert? Es hängt ja vom Windrad selbst und vom Standort ab. Gibt es zum Standort irgendwo freie Daten? Mir würden auch erstmal Richtwerte reichen, um rechnen zu können.

Wie könnte ich den überschüssigen Strom einspeisen? Muss ich da einen Abnehmer finden? EEG wäre vielleicht gar nicht so wichtig. Es wäre nur schade, die WKA anzuhalten, wenn der Pufferspeicher voll ist.
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Wade

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Re: WKA mit privilegiertem Baurecht
« Antwort #1 am: 18. August 2021, 12:54:52 »

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Josef

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Re: WKA mit privilegiertem Baurecht
« Antwort #2 am: 18. August 2021, 14:10:59 »

Moin,

ich überlege mal wieder, wie ich in meinen Ställen die Heizkosten senken könnte. Eine Idee ist, eine gebrauchte und überholte WKA aus dem Repowering zu bauen und mit dem Strom Warmwasser zu bereiten.
Ich habe gehört, dass man mit privilegiertem Baurecht relativ einfach eine Anlage bis 250 kW genehmigt bekommt, sofern man mindestens 50 % des erzeugten Stroms betriebsintern verbraucht.
Stimmt das so?

Wie finde ich heraus, wie viele kWh ein Windrad je kW und Jahr produziert? Es hängt ja vom Windrad selbst und vom Standort ab. Gibt es zum Standort irgendwo freie Daten? Mir würden auch erstmal Richtwerte reichen, um rechnen zu können.

Wie könnte ich den überschüssigen Strom einspeisen? Muss ich da einen Abnehmer finden? EEG wäre vielleicht gar nicht so wichtig. Es wäre nur schade, die WKA anzuhalten, wenn der Pufferspeicher voll ist.

Ein paar Bekannte haben so ein Windrad in deiner geplanten Größe, die 20 Jahre sind um, aber die Technik läuft noch......!!
Sie sagen mir immer, wenn was Großes kommt, ist Ende, eine Reparatur lässt sich schwer rechnen!
Ob Du nun mit so einen alten Schinken glücklich wirst, wage ich zu bezweifle, da man ja zB Fundamente und Anschluss neu legen muss.
Hinzu kommt das dein Wärmebedarf immer periodisch ist! 
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postman

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Re: WKA mit privilegiertem Baurecht
« Antwort #3 am: 18. August 2021, 14:29:05 »

Stubbendiek kann da evtl. mehr zu sagen.
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FendtISBR

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Re: WKA mit privilegiertem Baurecht
« Antwort #4 am: 18. August 2021, 15:19:18 »

Ich habe von jemandem gehört der für sowas 4 Buderus Brennstoffzellen eingebaut hat. Die machen aus Erdgas Storm, etwa 13000KW pro Jahr und werden grade gut gefördert ( jede wird einzeln gefördert, 4 Geräte = 4 mal Förderung sagte der Buderus Vertreter). Ein wenig Wärme fällt auch ab dabei.  Ich wollte sowas auch einbauen zwecks Stromversorgung, rechnet sich aber wirklich nur wenn man den Strom komplett selbst verbraucht. Da ich schon PV habe macht es für mich keinen Sinn.

Ich weiß nicht was Du so an Strom brauchst, aber vielleicht schaust Du dir die Option mal an.
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Re: WKA mit privilegiertem Baurecht
« Antwort #5 am: 18. August 2021, 16:15:13 »

Moin,

ich überlege mal wieder, wie ich in meinen Ställen die Heizkosten senken könnte. Eine Idee ist, eine gebrauchte und überholte WKA aus dem Repowering zu bauen und mit dem Strom Warmwasser zu bereiten.
Ich habe gehört, dass man mit privilegiertem Baurecht relativ einfach eine Anlage bis 250 kW genehmigt bekommt, sofern man mindestens 50 % des erzeugten Stroms betriebsintern verbraucht.
Stimmt das so?

Wie finde ich heraus, wie viele kWh ein Windrad je kW und Jahr produziert? Es hängt ja vom Windrad selbst und vom Standort ab. Gibt es zum Standort irgendwo freie Daten? Mir würden auch erstmal Richtwerte reichen, um rechnen zu können.

Wie könnte ich den überschüssigen Strom einspeisen? Muss ich da einen Abnehmer finden? EEG wäre vielleicht gar nicht so wichtig. Es wäre nur schade, die WKA anzuhalten, wenn der Pufferspeicher voll ist.

Ein paar Bekannte haben so ein Windrad in deiner geplanten Größe, die 20 Jahre sind um, aber die Technik läuft noch......!!
Sie sagen mir immer, wenn was Großes kommt, ist Ende, eine Reparatur lässt sich schwer rechnen!
Ob Du nun mit so einen alten Schinken glücklich wirst, wage ich zu bezweifle, da man ja zB Fundamente und Anschluss neu legen muss.
Hinzu kommt das dein Wärmebedarf immer periodisch ist!

Klar, gebraucht ist nicht neu. Aber preislich liegen da natürlich auch Welten zwischen. Sollte es dazu kommen, wird die WKA selbstverständlich überholt, bevor sie montiert wird.

Die "alten" Heizungen bleiben natürlich und sollen die Spitzen abfangen. Die WKA soll einen Pufferspeicher (min. 100 m³) aufheizen. Von da geht es zum Pufferspeicher (1 m³) im Stall, den auch die Gasthermen beheizen. Ab da geht es in den Stall. Soviel zur Theorie.

Ich denke, so müsste ich 75 % vom Flüssiggas einsparen können.
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Re: WKA mit privilegiertem Baurecht
« Antwort #6 am: 18. August 2021, 16:16:10 »

Ich habe von jemandem gehört der für sowas 4 Buderus Brennstoffzellen eingebaut hat. Die machen aus Erdgas Storm, etwa 13000KW pro Jahr und werden grade gut gefördert ( jede wird einzeln gefördert, 4 Geräte = 4 mal Förderung sagte der Buderus Vertreter). Ein wenig Wärme fällt auch ab dabei.  Ich wollte sowas auch einbauen zwecks Stromversorgung, rechnet sich aber wirklich nur wenn man den Strom komplett selbst verbraucht. Da ich schon PV habe macht es für mich keinen Sinn.

Ich weiß nicht was Du so an Strom brauchst, aber vielleicht schaust Du dir die Option mal an.

Danke für deinen Beitrag und willkommen im Forum.

Strom brauche ich nicht mehr so viel. Ich habe auch eine PV-Anlage.
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Re: WKA mit privilegiertem Baurecht
« Antwort #7 am: 16. September 2021, 16:54:33 »

Moin,

um die Sache zu Ende zu bringen, hier die beiden Dolchstöße:

- Nach kleinem Baurecht kann man als Landwirt nur bis 30 m Nabenhöhe bauen. Das würde die Leistung zu stark drücken.

- Es gibt so eine Art technisch-legale Laufzeit. (Ich hab den eigentlichen Begriff gerade vergessen.) Jedenfalls kann ich eine WKA nicht einfach auf meinen Hof stellen und so lange betreiben, bis sie mir abbrennt oder umfällt. So wie ich es verstanden habe, gibt es für WKA nur zeitlich befristete Genehmigungen.

Es ist wie so oft in Deutschland:
Technisch ginge viel, aber die gesetzlichen Regelungen verhindern einen Teil davon.
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