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Autor Thema: Zwischenfrucht  (Gelesen 1329423 mal)

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angusy

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Umbruchzeitpunkt Zwischenfrucht
« Antwort #2775 am: 05. September 2021, 13:15:48 »

Dieses Jahr habe ich hinsichtlich Zwischenfrucht mal ein "Luxusproblem". Während sie aufgrund Trockenheit in den Jahren zuvor meist gar nicht gekeimt, geschweige denn gewachsen ist, steht in 2021 sogar die Sommerzwischenfrucht sehr schön.

Im Details:
Sommerroggen nach Raps ein schöner Bestand, wird wohl bald Ähren schieben

Hafer, Sommerroggen, Buchweizen, Ramtillkraut und Klee nach Winterweizen sind auch schöne Bestände in denen z.Zt. richtig Leben drin ist.


Frage:

Wann und mit welcher Technik sollte ich umbrechen?

Es soll Winterweizen folgen, der mit Scheibenschardrille und Kreiselegge in ein brauchbares Saatbett soll!
Also so Ideen wie walzen und einschlitzen sind nett aber unbrauchbar. Weizen soll so gegen Ende Oktober gedrillt werden.

Es stehen Mulcher und KSE und Grubber zur Verfügung.
Sollte ich mulchen? Wie lange liegen lassen bevor ich es einarbeite?
Oder sollte ich alles mit der KSE einmischen?
Wann?

(Pflügen könnte ich auch noch - will ich aber nicht)
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johndeere820

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Re: Umbruchzeitpunkt Zwischenfrucht
« Antwort #2776 am: 05. September 2021, 14:58:49 »

Dieses Jahr habe ich hinsichtlich Zwischenfrucht mal ein "Luxusproblem". Während sie aufgrund Trockenheit in den Jahren zuvor meist gar nicht gekeimt, geschweige denn gewachsen ist, steht in 2021 sogar die Sommerzwischenfrucht sehr schön.

Im Details:
Sommerroggen nach Raps ein schöner Bestand, wird wohl bald Ähren schieben

Hafer, Sommerroggen, Buchweizen, Ramtillkraut und Klee nach Winterweizen sind auch schöne Bestände in denen z.Zt. richtig Leben drin ist.


Frage:

Wann und mit welcher Technik sollte ich umbrechen?

Es soll Winterweizen folgen, der mit Scheibenschardrille und Kreiselegge in ein brauchbares Saatbett soll!
Also so Ideen wie walzen und einschlitzen sind nett aber unbrauchbar. Weizen soll so gegen Ende Oktober gedrillt werden.

Es stehen Mulcher und KSE und Grubber zur Verfügung.
Sollte ich mulchen? Wie lange liegen lassen bevor ich es einarbeite?
Oder sollte ich alles mit der KSE einmischen?
Wann?

(Pflügen könnte ich auch noch - will ich aber nicht)

Die grüne ZWF würde ich nicht mulchen, da wären mir die Nährstoffverluste zu hoch. Erfahrungsgemäß kriegt die KSE sowas auch gut zerkleinert. Wenn der Boden nicht zu weich ist, würde ich die KSE ganz flach stellen und zügig damit über die Fläche fahren. Das Material wird zerkleinert und ganz leicht mit Boden vermischt. Je nachdem wie das Ergebnis aussieht, kann man dann vielleicht sogar schon reinsäen oder wenn nötig vorher nochmal flach mit dem Grubber alles durchmischen.
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Melf

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Re: Zwischenfrucht
« Antwort #2777 am: 05. September 2021, 15:13:50 »

Längs walzen und quer mit der KSE durch bei der grünen Zwischenfrucht (oder umgegehrt)? Den Sommerroggen evtl als GPS verhökern, wenn befahrbar.

Gruss

Melf
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JM

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Re: Umbruchzeitpunkt Zwischenfrucht
« Antwort #2778 am: 05. September 2021, 16:24:48 »

Dieses Jahr habe ich hinsichtlich Zwischenfrucht mal ein "Luxusproblem". Während sie aufgrund Trockenheit in den Jahren zuvor meist gar nicht gekeimt, geschweige denn gewachsen ist, steht in 2021 sogar die Sommerzwischenfrucht sehr schön.

Im Details:
Sommerroggen nach Raps ein schöner Bestand, wird wohl bald Ähren schieben

Hafer, Sommerroggen, Buchweizen, Ramtillkraut und Klee nach Winterweizen sind auch schöne Bestände in denen z.Zt. richtig Leben drin ist.


Frage:

Wann und mit welcher Technik sollte ich umbrechen?

Es soll Winterweizen folgen, der mit Scheibenschardrille und Kreiselegge in ein brauchbares Saatbett soll!
Also so Ideen wie walzen und einschlitzen sind nett aber unbrauchbar. Weizen soll so gegen Ende Oktober gedrillt werden.

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(Pflügen könnte ich auch noch - will ich aber nicht)

Wie sieht es mit dem lockerungsbedarf deiner Böden aus ?
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Jens

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Re: Zwischenfrucht
« Antwort #2779 am: 05. September 2021, 23:30:41 »

Da der Boden anscheinend Weizenfähig ist, wird es wohl ein entsprechender Lehmboden oder aufgrund des späten Saattermins auch ein Tonboden sein?

Ich würde nicht alles auf eine Karte setzen, sondern eher verschiedene Sachen probieren.
Wobei ich den Roggen schon eher zeitnah beseitigen würde, in meinen Augen ist das doch keine Zwischenfrucht, wenn danach ein Getreide folgen soll.
Gerade in Hinblick der üppigen Entwicklung und den warmen Witterung. Tendenziell würde ich den Roggen auch aufgrund der stetigen Reife der Halme platt machen, nicht das das Zeug zu strohig wird.

Wenn man "nur" Standardtechnik hat, ist wohl mulchen und einmal Scheibenegge, das einfachste um alle Optionen offen zu halten. Dann kann man relativ zügig den Boden später saatfertig machen, außerdem hat man die schönen Tage jetzt etwas genutzt - wer weiß was in 4 Wochen ist.
Bei guter Bodengare und gut bearbeitbaren Böden kann man evtl. riskieren, das man den ganzen Salat im Spätherbst mulcht und dann eingrubbert oder umpflügt.

Umwalzen bringt ein doch nicht weiter, gerade wenn der Bestand schon 20cm ist oder noch größer. Das kriegt man doch weder vernünftig gegrubbert, noch gepflügt. Und ob die Scheibenegge nach dem Walzen so der Bringer ist, muss jeder entsprechend seiner Technik selbst entscheiden.
Bei guten Bedingungen gehts vielleicht durch die Kreiselegge, aber die Scheibenschare kriegen den Weizen dann doch nicht mehr vernünftig in den Boden.
Warum überhaupt so spät drillen?
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tomtex

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Re: Zwischenfrucht
« Antwort #2780 am: 06. September 2021, 06:49:57 »

Mulchen und unmittelbar danach KSE möglichst flach. Danach 10-14 Tage warten und dann säen, wenn nötig das Saatbett dann entsprechend vorbereiten. Aus der Erfahrung die wir hier gemacht haben würde an deiner Stelle aber verschiedene Varianten machen um schneller zu lernen was gut geht und was nicht. Also z.B. ne Variante mit flach Pflügen, tief Grubbern, nur KSE, direkt Kreiselegge/Sämaschine usw.
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Raider

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Re: Umbruchzeitpunkt Zwischenfrucht
« Antwort #2781 am: 06. September 2021, 07:26:26 »

Dieses Jahr habe ich hinsichtlich Zwischenfrucht mal ein "Luxusproblem". Während sie aufgrund Trockenheit in den Jahren zuvor meist gar nicht gekeimt, geschweige denn gewachsen ist, steht in 2021 sogar die Sommerzwischenfrucht sehr schön.

Im Details:
Sommerroggen nach Raps ein schöner Bestand, wird wohl bald Ähren schieben

Hafer, Sommerroggen, Buchweizen, Ramtillkraut und Klee nach Winterweizen sind auch schöne Bestände in denen z.Zt. richtig Leben drin ist.


Frage:

Wann und mit welcher Technik sollte ich umbrechen?

Es soll Winterweizen folgen, der mit Scheibenschardrille und Kreiselegge in ein brauchbares Saatbett soll!
Also so Ideen wie walzen und einschlitzen sind nett aber unbrauchbar. Weizen soll so gegen Ende Oktober gedrillt werden.

Es stehen Mulcher und KSE und Grubber zur Verfügung.
Sollte ich mulchen? Wie lange liegen lassen bevor ich es einarbeite?
Oder sollte ich alles mit der KSE einmischen?
Wann?

(Pflügen könnte ich auch noch - will ich aber nicht)


Tatsächlich stehe ich vor der fast identischen Fragestellung. Habe ein Sommer-ZF aus Alexandrinerklee, Sparriger Klee, Öllein, Perserklee und Phacelia Anfang Juli nach GPS direkt in die Stopel gedrillt. Es soll nun Weizen folgen. Wollte Anfang Oktober mit der KSE flach und schnell durch und dann mal schauen. Im Optimalfall direkt rein säen (Kreiselegge-Drillkombi mit Scheribenschar). Aber die Frage ist ob die ZF tatsächlich eine Bodenbearbeitung spart. Bisher wurde ja quasi nichts bearbeitet. Oder ich müsste vorher doch nochmal mit dem Grubber durch?
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Kuhbauer

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Re: Zwischenfrucht
« Antwort #2782 am: 06. September 2021, 08:38:37 »

wir können vermutlich jetzt ein Fläche übernehmen, auf der stand relativ magere Gerste. Es soll Mais folgen. Stoppelsturz wurde gemacht, es steht jetzt eine sehr üppige Gerstenwiese.
Was mach ich denn jetzt am besten?
Glypho möchte ich vermeiden.
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angusy

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Re: Zwischenfrucht
« Antwort #2783 am: 06. September 2021, 09:20:09 »

Warum überhaupt so spät drillen?

Weil Ende Oktober nicht spät ist!
Weil nicht ganz so frühes Drillen hinsichtlich Ungräsern besser ist!
Weil die Zwischenfrucht möglichst lange stehen soll!
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angusy

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Re: Zwischenfrucht
« Antwort #2784 am: 06. September 2021, 09:23:25 »

Was ich wohl vergas zu schreiben:

Zur Zwischenfrucht ist keine Bodenbearbeitung erfolgt!

D.h. sowohl Rapsstoppeln als auch Weizenstoppeln stehen noch auf den Flächen.
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Raider

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Re: Zwischenfrucht
« Antwort #2785 am: 06. September 2021, 12:15:39 »

Was ich wohl vergas zu schreiben:

Zur Zwischenfrucht ist keine Bodenbearbeitung erfolgt!

D.h. sowohl Rapsstoppeln als auch Weizenstoppeln stehen noch auf den Flächen.

ist bei mir ähnlich. Deshalb Frage: Meinst DU, dass ein Bodenbearbeitung im "klassischen Sinne" übverhaupt erfolgen muss. Oder lediglich eine flache Einarbeitungd er ZF?
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angusy

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Re: Zwischenfrucht
« Antwort #2786 am: 06. September 2021, 12:41:20 »

Naja....

Beim Raps wird eine gewisse Tiefe schon nötig sein, damit der aufgelaufene Ausfallraps nicht munter weiter wächst.

Und auch bei der Getreidestoppel wird  es nur mit „flach“ nicht funktionieren. Das habe ich bei der Rapssaat gemerkt. Dort waren auf einer „Versuchsfläche“ auch Klee und Stoppeln. Das gab dann eine organische Masse, in die ich mit der „normalen“ Drille niemals hätte reinsäen können.


Bei der derzeitigen Witterung mit der KSE oder dem Grubber durch, wäre natürlich super einfach und würde bestimmt hinsichtlich Weizenaussaat „erfolgreich“ sein.
Aber eigentlich widerstrebt mir das, wo es gerade so schön wächst.

Wie sagt Charlie immer: Spannungsfeld der Gegebenheiten (oder so ähnlich).
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johndeere820

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Re: Zwischenfrucht
« Antwort #2787 am: 06. September 2021, 13:22:53 »

wir können vermutlich jetzt ein Fläche übernehmen, auf der stand relativ magere Gerste. Es soll Mais folgen. Stoppelsturz wurde gemacht, es steht jetzt eine sehr üppige Gerstenwiese.
Was mach ich denn jetzt am besten?
Glypho möchte ich vermeiden.

Was soll den auf der Fläche bis zur Maissaat noch passieren? Und welche Technik steht zur Verfügung?

Wenn die Gerste sehr üppig steht, kann es notwendig sein, zwei Arbeitsgänge zur Beseitigung einzuplanen. Vor Mais lässt sich ja auch sinnvoll noch eine etwas später gedrillte ZWF etablieren, wenn man auf die richtigen Arten setzt.
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Kuhbauer

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Re: Zwischenfrucht
« Antwort #2788 am: 06. September 2021, 15:36:59 »

der Mais sollte pfluglos bestellt werden.

eine tiefe Lockerung würde ich gern noch vornehmen wollen mittels Paraplow (haben da auf unseren Sandböden rel. gute Erfahrungen mit), auch um die Pflugsohle zu brechen. Würde sich ja anbieten, die jetzt noch zu machen. Vielleicht auch erst abwarten, ob sich die ZF noch gut entwickelt und dann im Bestand lockern ?

Mist steht zur Verfügung, könnte auch jetzt noch zu einer ZF ausgebracht werden.

Im Frühjahr dann Gülle mit Bomech in die ZF und mittels Scheibenegge einarbeiten. Dann Kreiselegge und Schleppschardrille. (Mulcher  falls vorab nötig vorhanden).


habt ihr Empfehlungen für die ZF?   
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Panta rhei

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Re: Zwischenfrucht
« Antwort #2789 am: 06. September 2021, 17:30:48 »

Ich würde die Gerste stehn lassen und im Bestand mit dem Paraplow lockern.
Wenn Du jetzt eine andere Zwischenfrucht aussäst, läuft die frühestens Mitte September auf. Da ist nicht mehr in jedem Jahr viel Zuwachs zu erwarten.
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