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Autor Thema: Argumente pro Jagd  (Gelesen 730 mal)
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cara
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« am: 25. Februar 2010, 18:48:02 »

So, meine lieben Jäger, dann wollen wir doch mal sehen, was ihr mir liefern könnt... ;o)

Ich befürchte, dass ich mich in eine Diskussion mit Jagdgegnern reingerissen habe und suche dann jetzt lieber schon mal Argumente, mit denen ich bestehen kann..

Wie ich das bisher beobachtet habe, wird wohl sicherlich kommen:

1. Die Regulation der Wildtierbestände erfolgt nicht durch die Jagd, sondern reguliert sich selbst mit Geburtenrate zurückfahren etc.

2. Jagd bedeutet eine Störung des natürlichen Gleichgewichts der Öko-Systeme

3a. Forschungen zeigen, dass so genannte Beutegreifer nicht für die Regulation, d.h. die zahlenmäßige Kontrolle ihrer Beutetiere, verantwortlich sind. Beutegreifer erbeuten bevorzugt alte, kranke und schwache Tiere bzw. fressen Aas und tragen so zu einem gesunden Wildbestand bei.
3b. Durch die Beendigung der Bejagung durch Menschen werden sich die Bestände an Beutegreifern in Wald und Flur (Füchse, Marder, Wiesel, Iltisse usw.) wieder erholen, d.h. ein normales Revierverhalten reguliert die Nachwuchszahlen

4. Funktionsweise in Gebieten ohne Jagd wie z.B. italienische Nationalparks..


den übrigen Argumenten komme ich selbst bei...

ich hätte jetzt gerne wissenschaftlich fundierte Antworten oder konkrete Fallbeispiele, wo z.B. Überpopulationen Schaden angerichtet haben.

Ich hoffe auf Euch und danke schon mal vorweg!
« Letzte Änderung: 25. Februar 2010, 18:53:36 von cara » Gespeichert

LiGrüss cara

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« Antworten #1 am: 25. Februar 2010, 18:56:37 »

das gibt doch nur wieder stress.
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cara
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« Antworten #2 am: 25. Februar 2010, 19:15:28 »

ich weiss, aber manchmal brauche ich das ;o))
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LiGrüss cara

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« Antworten #3 am: 25. Februar 2010, 19:18:49 »

wieso stress, wir wissen das du nen jagdgegner bist, solange du ned militant wirst, kannste das auch gerne sein .  Zwinkernd

cara, mit normalen durchschnittsmenschen kann man sowas durchaus diskutieren, die nehmen noch argumente an,  mit nen richtigen jagdgegner wirst du nie auf nen grünen zweig kommen,die sind beratungsresistent.

http://www.anti-jagdgegner.de/index.php?tp=warumjagd

hier mal nen paar argumente pro

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Jochen
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« Antworten #4 am: 25. Februar 2010, 19:24:16 »

Hi cara

Schaden durch Überpopulation verursachen hier Krähen massivst - das kann dir hier jeder bestätigen - diese Tiere stehen je nach genauer Art auch noch unter Naturschutz weil man sie ja als Singvögel eingestuft hat - wem das Wohl eingefallen ist?? Huch

Hasen und Fasanen sind hier sehr dezimiert worden weil die Krähen alles töten was dennen unter den Schnabel kommt, auch auf Rehkitze etc. gehen die Los und zerfleischen sie das nix übrig bleibt - wenn ein Schwarm von 200 Vögeln ankommt kann sich jeder ausrechnen was übrig bleibt

Diese Tiere sind so intelligent das sie eine Vorratshaltung besitzen - zb Hasen werden nicht alle gleich getötet sondern dennen picken sie die Augen raus damit eine Flucht ausgeschlossen ist so haben sie später auch noch was - das Tier hat keinen natürlichen Feind


Wissenschaftlich belegen damit tue ich mir jetzt schwer - es sind lediglich Beobachtungen welche ich selber und ein paar gute Bekannte von mir gemacht haben

ein Beispiel von mehreren
Wildschweine machen auch große Probleme - bei uns sind sie zum Glück abgezogen

Gruß
jochen



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fiddy
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« Antworten #5 am: 25. Februar 2010, 19:26:17 »

Hallo Cara

wie willst du denn die Schweine regulieren,fahr mal raus und sprech mit Landwirten die ständig Wildschaden haben ich denke du würdest dich auch nicht freuhen wenn man dir ständig in Portemonei greift.Füchse gibt es auch genug diese richten im Niederwildbestand schaden an.Krähen picken die Maissaat aus und haben keine Natürlichenfeinde.Komorane fressen die Teiche und Flüsse leer.Rehe und Rotwild verbeissen den Wald.

fiddy
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cara
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« Antworten #6 am: 25. Februar 2010, 19:32:47 »

fiddy,

wissen tue ich das auch, aber wenn man mit einem Jagdgegner diskutiert, muss man schon mit mehr kommen als mit solchen "Stammtischparolen"...
ausserdem habe ICH ja nichts gegen Jagd, so ein lekka Wild ist immer was feines auf dem Teller..

@Bio
danke für den link!
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LiGrüss cara

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« Antworten #7 am: 25. Februar 2010, 20:25:04 »

Achtung OT aber

@ Jochen: Kannste mir mal verraten was Ihr veranstaltet habt, dass die Schweinchen abgezogen sind?
Falls es hilft lass ich auch was springen Zwinkernd

MfG nofear
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Jochen
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« Antworten #8 am: 25. Februar 2010, 20:26:58 »

Die Krähen in Ruhe gelassen  Grinsend
ne weiß keiner 2 Jahre waren die da und dann wars ihnen anscheinend zu fad bei uns oder zuviel Verkehr...
Ich will es nicht verschreien aber ist um die Biester Ruhig geworden

mfg
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« Antworten #9 am: 25. Februar 2010, 20:43:15 »

War bei uns ähnlich, seit vor 4-5 Jahren mal paar weggeschossen wurden war mal Ruhe, aber letztes Jahr  zeter nee nee nee der Ausbund

 
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christian79
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« Antworten #10 am: 25. Februar 2010, 21:37:41 »

@ Jochen: habt Ihr vielleicht ne Biogasanlage in der Nähe?

Unsere Jäger fragen immer, ob in unserer Gegend jemand eine Biogasanlage bauen wolle, da durch den Geruch das Wild vertrieben wird. Ob das jetzt bei allen Wildarten der Fall ist kann ich aber nicht sagen.

gruß
christian
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« Antworten #11 am: 26. Februar 2010, 09:17:38 »

@ Jochen: habt Ihr vielleicht ne Biogasanlage in der Nähe?

Unsere Jäger fragen immer, ob in unserer Gegend jemand eine Biogasanlage bauen wolle, da durch den Geruch das Wild vertrieben wird. Ob das jetzt bei allen Wildarten der Fall ist kann ich aber nicht sagen.

gruß
christian


ne biogasanlage ist  normal der supergau für jede jagd. mais mais mais
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Jochen
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« Antworten #12 am: 26. Februar 2010, 15:31:45 »


Ja schon gibt ne BGA - aber 100m dran ist ein Ausgleichsgebiet im Natura 2000 Gebiet - sprich eine Wiesenlandschaft
und Herbert Mais Mais als Fruchtfolge gibts hier schon seit gut 20 Jahren  Zwinkernd

Und warum der Geruch von Silage damit was zu tun haben soll kann ich mir nicht vorstellen?
Würde ich unseren Silo nicht dicht machen würde ich mehr Wild wie Rinder füttern

mfg
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Henrik
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« Antworten #13 am: 26. Februar 2010, 20:37:42 »

Jagd ist ein Wirtschaftsfaktor.

Jäger hegen pflegen die Natur, das Jagen wird immer in den Vordergrund gerückt aber zeitlich doch die wenigste Zeit.

Jäger legen Biotope an und sorgen auch für Naturschutz
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Man sieht sich immer zweimal im Leben, außer in der Landwirtschaft da vier mal im Jahr.
Schwabe
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« Antworten #14 am: 09. Mrz 2010, 09:43:30 »




Jagd ist kein Luxus
Dass Jagd aber heute keineswegs mehr „ein Vergnügen
der gehobenen Stände ist “hat schon 1957 das Bundesverfassungsgericht
klargestellt. Und Erhebungen zur Mitgliederstruktur der Landesjagdverbände
belegen, dass die Jagd heute vor allem von „Durchschnittsverdienern“
ausgeübt wird. Zudem ist Jagd kein Privileg oder Luxusvergnügen einiger
weniger, sondern eine Tätigkeit in öffentlichem Interesse.

Jagd ist notwendig zur Vermeidung von Schäden in Land- und
Forstwirtschaft

Aus Sicht der Land- und Forstwirtschaft ist die Jagd, insbesondere die
Bejagung des Schalenwilds, unbedingt notwendig, um den wirtschaftlichen
Betrieb aufrecht zu erhalten bzw. den Anbau bestimmter Feldfrüchte nicht
betriebswirtschaftlich in Frage stellen zu müssen (z.B. ansonsten verheerende
Schwarzwildschäden an Getreide und Grünland) Der in Baden-Württemberg
angestrebte Waldumbau in naturnahe Mischwälder ist auf angepasste
Bestände von wiederkäuendem Schalenwild angewiesen.

Jagd dient der Sicherung der Artenvielfalt
Jäger sind gesetzlich zur Erhaltung eines artenreichen und gesunden
Wildbestandes und zur Sicherung und Verbesserung seiner
Lebensgrundlagen verpflichtet. Deshalb dient nachhaltige Jagd und Hege
auch Interessen des Naturschutzes. Nicht zuletzt deshalb ist der
Landesjagdverband Baden-Württemberg e.V. (so wie alle Landesjagdverbände) nach § 67 NatSchG anerkannter
Naturschutzverband.

b]Jagd dient der Vorbeugung gegen Seuchen:[/b]
Die Jäger wirken bei der Bekämpfung und Verhütung von Seuchen und
Wildkrankheiten mit, die für Menschen und Haustiere gefährlich werden
können, z.B. Tollwut, Fuchsbandwurm, Schweinepest oder Vogelgrippe.

 Bergen und Entsorgen von Unfallwild entlastet die öffentlichen
Haushalte

Obwohl nicht dazu verpflichtet entsorgen die baden-württembergischen Jäger
tausende von überfahrenen Wildtieren auf Bundes-, Landes-, Kreis- und
Gemeindestraßen. Sie entlasten damit die jeweiligen Träger der
Straßenbaulast. Würde diese inzwischen als Selbstverständlichkeit
angesehene freiwillige Leistung von den Jägern eingestellt, würde der dafür
notwendige Aufwand bei den Behörden den Ertrag der Jagdsteuer erheblich
überschreiten:
Im Jagdjahr 2006/2007 wurden – wenn man nur die Schalenwildarten
betrachtet – 18.941 Stück Opfer des Verkehrs. Wenn man pro Stück nur 150
Euro an Entsorgungskosten zu Grunde legt, wird schon ein Betrag erreicht,
der manche (sowieso leere) Kreiskassesprngt, wenn man Füchse, Hasen
und Marder noch mitberücksichtigt, liegen die Entsorgungskosten weit über
ohnehin nicht geplanten Kostenbudget...

Für meinen Teil muß ich sagen, dass ich gerne zur Jagd gehe.
Es ist dabei nicht das "mit der Wumme durch den Wald laúfen" das mir Spaß macht.
Ich freue mich an der Natur, hege und pflege mit dem Eindeutigen Ziel auch am Ende zu "Nutzen" - ich will Beute machen.

Jagd ist, denke ich die älteste Art der Nutzung von Grund und Boden. Zeitgemäß und mit (gegenseitigem) Repekt ausgeübt hat sie sicherlich auch in Zukunft einen festen Platz in der Gesellschaft...


Gruß,

Schwabe
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