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Autor Thema: Bauantrag  (Gelesen 3231 mal)
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Ditz
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« am: 28. Dezember 2009, 12:13:05 »

Hallo,

also, ich spiele mit dem gedanken einen bullenstall zu bauen. jetzt frag ich hier mal ganz dumm wie geht man da am besten vor? hab bislang noch nichts gebaut und somit mit dem ganzen antragswesen noch nichts zu tun gehabt.

dachte eigentlich erstmal eine bauvoranfrage zu stellen, kann ich die selber stellen oder brauch ich dafür schon nen architekten?
wie verbindlich ist so eine bauvoranfrage, oder wie sicher kann ich sein das mir der stall an dem standort auch genehmigt wird?
was kostet sowas? was miuß diese alles beinhalten?

Ditz
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Biobauer
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Beiträge: 2 909


« Antworten #1 am: 28. Dezember 2009, 13:50:07 »

bauvoranfrage stellen, formloses schreiben an gemeinde, ohne architekt, kostet nix.
weckt mitunter schlafende hunde, aber man weiss schon wohin die reise geht
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Meisteringenieur
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Beiträge: 879


« Antworten #2 am: 28. Dezember 2009, 17:38:42 »

Lass die Bauvoranfrage sein und reich direkt nen Plan ein dann gibts kein langes Überlegen.
Auch wenn du dir noch nicht 100 % sicher bist, ne Tektur kannst immer noch hinterherschieben.
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Georg
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« Antworten #3 am: 28. Dezember 2009, 17:53:37 »

Ne Bauvoranfrage ist nicht das Papier Wert! Darüber berät lediglich der Gemeinderat und der hat eh keine Entscheidungsgewalt! Entscheiden tut das LAndratsamt! Auch wenndie Gemeinde ablehnensollte, heißt das noch gar nichts! Sie muss es eh gut begründen!

Und auch wenn die Gemeinde Einer Voranafrage zustimmt, und DU gegen das Immisionsrecht verstößt, schmeißt DIr das LAndratsamt Deinen Plan in den Papeirkorb!

Am einfachsten DU gehst zum Bauberater des LAndwirtschaftsamtes oder KAmmer, der sagt Dir was Du bei welcher Wohngebietsentfernung Was bauen darfst! Wenn´s bei den Abständen und der Tierzahl keine Probleme gibt,kannst Du fast bauen wo und wieviel Du willst´bzw. Du Geld hast! Als Landwirt sind Deine Bauvorhaben immer priviligiert!

Bei uns hat es ein LAndwirt nun sogar geschafft ne Biogasanlage mit 200KW 180 Meter neben ein Nuebaugebiet genehmigt zu bekommen! Gemeinde und Landratsamt waren dagegen, das Gericht war dafür. Fertig aus!
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PN´s werden von mir nur beantwortet, wenn darin der vollständige Name und eine E-Mail Adresse enthalten ist, da ich nur noch über E-Mail antworte!
Norbert
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« Antworten #4 am: 28. Dezember 2009, 18:29:53 »

hallo ditz
zeichne eine grobe skizze von deinem gebäude und reiche sie mit einem lageplan als bauvoranfrage bei der gemeinde ein.
die gemeinde muss mit hilfe des landratsamt den antrag bearbeiten.
vorteil: das kostet dir nichts und du hast eine verbindliche aussage.
diese aussage gilt für bayern.
gruß norbert


georg: du hast sicher noch keine bauanträge gestellt.
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lilly
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lilly inner blümchenwiese ;o)


« Antworten #5 am: 28. Dezember 2009, 18:37:13 »

hat die gemeinde denn überhaupt eine entscheidungsbefugnis bei  landwirtschaftlichen bauten?
stichwort: priviligiertes bauen.

das letzte von mir "begleitete" bauvorhaben hat die gemeinde erst mit genehmigter baugenehmigung erfahren.
amt für landwirtschaft und bauamt vom kreis haben das "unter sich" ausgemacht.

daher mein (halbwissender) rat: das amt für landwirtschaft anrufen, termin ausmachen, dort vorsprechen und mit denen
die genaue vorgehensweise absprechen.  Smiley
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Liebe Grüße von lilly
Thomas
Beirat
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Facit omnia voluntas.


« Antworten #6 am: 28. Dezember 2009, 18:46:19 »

Die Gemeinde hat auch zuzustimmen, aber entscheidend ist das Landratsamt. Die Gemeinde kann nur bei belastbaren Gründen ablehnen. Die Entscheidung, ob ein Bauvorhaben priviligiert ist, muss das Landratsamt treffen.

Eine belastbare Bauvoranfrage wird das Landratsamt beantworten, ich vermute mal gegen Gebühr. Ich habe bisher nur direkt einen Bauantrag gestellt, daher kann ich das nicht mit Bestimmtheit beantworten. Aber (so habe ich das mal gelernt): Die Kosten einer Bauvoranfrage werden beim Bauantrag angerechnet, sodass sowas unterm Strich nichts kostet.

Aber ich würde bei einem Bullenstall direkt einen Bauantrag stellen. Änderungen sind auch nachträglich möglich.

Bei Baurechtlichen Fragen habe ich eine Bekannte, die Bauzeichnerin ist und auch Bauanträge stellen kann. Die weiß in solchen Dingen recht gut Bescheid. Vielleicht gibt es da auch jemanden in deiner Nähe, den du einfach mal anrufen kannst. Sowas kostet dann i.d.R. auch nichts.

Wo siehst du denn Probleme bei der Genehmigung?

Gruß
Thomas
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FarmPartner der FarmSaat AG
Hon
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« Antworten #7 am: 28. Dezember 2009, 19:10:51 »

Ich kann den anderen nur zustimmen: Besorg dir ne positive Bauvoranfrage! Damit hast du rechtlich schon die Sicherheit, dass dem Bau nichts im Wege steht und manchmal können auch kleine Überraschungen kommen.

Ich hab dieses Jahr den Kram auch hinter mir.

Mein Tip: Informiere dich rechtzeitig bei der Wasserbehörde, welche Entwässerungsmöglichkeiten erlaubt werden und wie die entstehende Dungmenge berechnet wird, das hat sich gerade geändert. (War bei mir zumindest eine sehr nervende Behörde)
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JoBeck
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« Antworten #8 am: 28. Dezember 2009, 20:06:12 »

Keine bauvoranfrage!!

Ich hab noch eine laufen, (auf raten von ner stallbaufirma) und du hast nur ärger damit wenn die gemeinde nicht zustimmt, mit meiner gemeinde war ich deswegen schon vor gericht, ich hab sogar ohne probleme gewonnen, jetzt klagt die gemeinde weiter, mit der begründung, dass ich ja bei ner bauvoranfrage eh keinen schadenserstatz und verdienstausfall einklagen kann!
Ausserdem wenns ein BIMSCH verfahren wird, bringt dir das ja sowieso nichts!! Ich lass das mal laufen, und schaue was dabei rauskommt!
Habe aber mittlerweile nen bauantrag für einen neuen standort gestellt, da sich meine betriebliche entwicklung anderst entwickelt hat! Gibt aber auch genug ärger, hab ne bürgerinitiative am hals, und die machen mir nicht wirklich eine freude, (TV, Radio, Zeitung, alle waren schon da!)wobei das mit dem amt wohl in ordnung geht, allerdings mit extrem viel auflagen!

Gruß

JoBeck und genug ärger mit dem ganzen kram
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Walter
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Vlaams Brabant


« Antworten #9 am: 28. Dezember 2009, 20:09:57 »

Hallo,


Bei mir ging es in Hessen in 2009 folgendermaße.
Bauvoranfrage haben wir uns gespart, geht nur an die Gemeinde und die hat nix zu entscheiden, da das Bauvorhaben a) Ausserhalb des Ortsbebauungsbereich lag und b) ich priviligiert bin, und dann gehts direkt zum Landratsamt.

Ich bin VORHER mit meinem Vorhaben bei der UNB und bei den Wasserbehörden gewesen, habe da alles erzählt und um einen Vororttermin gebeten. Beide Behörden waren da, und sehr glücklich, dass Sie endlich mal vorher gefragt wurden. Beide Behörden haben den Bauantrag innerhalb 1 Woche für mich positiv entschieden, mit allen Ausnahmen drin wie vor Ort besprochen. Es hat mir Spass und Freude bereitet, mit diesen Behörden zusammen zu arbeiten, obwohl vor allem die UNB bei uns einen lädierten Ruf hat. Kann es aber nicht bestätigen.
Baugenehmigung war nach 3 Wochen per Einschreiben da, hat knappe 700€ gekostet.

Gemeinde hat mich irgendwann angeschrieben, dass Sie in Kenntnis gesetzt worden wäre, dass ich eine Baugenehmigung erhalten hatte. Anzuzeigen ist nur der Baubeginn bei Gemeinde und Kreisverwaltung; Bauende bei der Kreisverwaltung und UNb, damit die die Ausgleichsmaßnahmen prüfen können. (14 hochtstämmige altdeutsche Obstbäume pflanzen, mindestens 3 verschidene Sorten und 150 meter Bachlauf renaturisieren - hat der Gemeindebauhof eh gemacht, obwohl noch gar nicht am bauen)

Bauantrag ist alles halb so wild, hat bei mir alles der Architekt gemacht.


MfG
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Früher hatte ich Zeit und Geld. Jetzt habe ich Landwirtschaft.
Heiner
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« Antworten #10 am: 28. Dezember 2009, 20:40:24 »

Hallo Ditz,

die Bauvoranfrage kannst Du ohne Architekt stellen.
Zuständig ist der Kreis, Abt. Bauen und Wohnen.
Zur Bauvoranfrage brauchst Du eine brauchbare Zeichnung mit Angaben über Breiten und Höhen,
einen Lageplan in dem der Planbereich eingezeichnet ist
und das Antragsformular hier :
https://pdf.form-solutions.net/servlet/com.burg.pdf.FillServlet?param1=05974000-0001-0004&query=1&knr=05974000-0001&template=NW600000&save=1&sec=000000000&t=k.pdf

Kosten richten sich nach den Kosten des Bauvorhabens. Daher nur die wichtigsten Bestandteile in der nachgefragten Kostenaufstellung aufführen  Zwinkernd

Wenn ich das richtig im Kopf habe wird ein Teil der Kosten für die Bauvoranfrage mit den Kosten für die Baugenehmigung verrechnet.

Heiner
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Ditz
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« Antworten #11 am: 28. Dezember 2009, 22:52:59 »

Hallo,

erst mal danke für die antworten, die meinungen gehen hier ja doch ziemlich auseinander.

also das problem ist das mein betrieb zum teil im überschwemmungsgebiet liegt, ein weiteres problem ist das ich mitten im ort liege (habe allerdings 3ha platz nach hinten raus, welche allerdings zum teil überschwemmungsgebiet sind)
somit könnten die nachbarn probleme machen, vor allem einer der schon manches bauvorhaben von kollegen verhindert hat.

also für eine direkte baugenehmigung müßte ich dann ja einen architekten beauftragen, der läßt sich das ja so weit ich weiß prozentual von der bausumme bezahlen.
ich bin mir allerdings auch noch nicht 100% sicher ob ich bauen soll, ich würde mir nur gerne den standort sichern.

Ditz
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« Antworten #12 am: 28. Dezember 2009, 23:05:15 »

Hallo,

stelle einfach eine Bauforanfrage, die kostete vor zwei Jahren bein uns 150,-- Euro und dasGeld bekam man gutgeschrieben, wenn man innerhalb von zwei Jahren dann einen "richtigen" Bauantrag stellt. Eine genemigte Bauvoranfrage ist bindend und hier stehen dann auch die eventuellen Auflagen drin. Architekt brauchst Du dafür nicht, da hier nur grob der geplante Bau vorangefragt wird, also keine Statik etc.

Allerdings gehen hier die Meinungen dazu weit auseinander, vielleicht ist das regional Unterschiedlich. Vielleicht schreibst Du noch mehr, wie Standort, Außerhalb/innerhalb Bebaungsplan, etc. dann kann Dir vielleicht besser geholfen werden. Ich denke innerorts wird es schwierig heutzutage einen neuen Stall genemigt zu bekommen, außerorts schwierig mit den Anschlüssen, Strom und Wasser. Das kann nochmal unsummen verschlingen beim Bau, meine leidige Erfahrung.

Gruß
Klaus
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Woidherr
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« Antworten #13 am: 29. Dezember 2009, 08:58:00 »

Hallo,

das mit der Bauvoranfrage würde ich auch lassen, da dies bei uns in Bayern nicht bindend ist.
Ich hatte  2008-2009 das Vergnügen mit der Naturschutzbehörde wodurch sich mein Bauvorhaben um ein knappes Jahr verzögerte.
Diese Stelle hat auch bei uns einen sagen wir mal nicht so guten Ruf ( inkompetente Mitarbeiter die nicht bereit sind Lösungswege zu suchen, Ortstermine von denen man nicht in kenntnis gesetzt wird, bis hin zur verweigerung von Gesprächsterminen)

woidherr
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Georg
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« Antworten #14 am: 29. Dezember 2009, 11:50:00 »

hallo ditz
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diese aussage gilt für bayern.
gruß norbert


georg: du hast sicher noch keine bauanträge gestellt.

Ich weiß ja nicht inwelchem Teil Bayerns Du lebst. Ich weiß, das es zum Teil recht verschlungene politische Wege und Konstellationen auch auf Kommunalebene gibt.
Rechtlich ist ne Bauvoranfrage, die der Gemeinderat zustimmt, zumindest in userem Teil Bayerns noch nichtt mal das Papier wert! Wert hat nur ne Baugenehmigung die vom Landratsamt abgestempelt ist! Denn nur in so einer Genehmigung wurden alle "Randbehörden" gefragt und haben auch zugestimmt!
Du hast recht, ich habe auf meinem Namen noch keinen BAuantrag gesteltt! Unser Immobilienbesitz gehört rechtlich meiner Frau, und demzufolge laufen Bauanträge auch nciht auf meinem Namen Grinsend
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