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Autor Thema: Einwanderung exotischer Pflanzen und Tiere  (Gelesen 8762 mal)

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cara

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Einwanderung exotischer Pflanzen und Tiere
« am: 28. Juni 2007, 16:45:26 »

Die Globalisierung und der Klimawandel bringen auch einen Wandel der Artenvielfalt mit sich.

Pflanzen und Tiere, die es früher in Deutschland nicht gab, breiten sich aus und verdrängen oftmals einheimische Lebewesen.
Diese "Zugereisten" haben selten natürlichen Feinde, was ihre Ausbreitung noch begünstigt.

Gerade Pflanzen haben ihren Weg in unsere Natur durch die Gärten der Häuser gefunden.
Importiert eigentlich zum hübsch Aussehen am Gartenzaun, gelangen sie schnell in die Natur und finden dort ihren Platz.
Sie bergen aber auch manchmal ein gewisses Risiko, wie zwei Beispiele aufzeigen:

da ist einmal der Riesenbärenklau (Heracleum mantegazzianum), sehr dekorativ mit schöner Blüte. (guck)
Der Pflanzensaft dieser Pflanze kann schwere Verbrennungen auslösen, in den Städten wird versucht, dieser widerspenstigen Staude wenigstens in der Nähe von Spielplätzen Herr zu werden.

eine weitere problematische Pflanze ist die Beifuß-Ambrosie (Ambrosia artemisiifolia) ( guck)
Die Ambrosie kam in Vogelfutter als Verunreinigung aus den USA nach Deutschland.
Ihre Pollen sind hochallergen, d.h. schon kleinste Mengen können ausreichen, um eine allergische Reaktion hervorzurufen, ausserdem ist sie als Beikraut in der Landwirtschaft auch nicht gern gesehen.
Die Bundesregierung überlegt sogar, ob sie Gartenbesitzer auffordern kann, diese Pflanze auszurotten.

Welche kennt ihr noch? Habt ihr schon von Erdmandel und Knöterich gehört?
Gibt es auch in der Landwirtschaft Probleme mit den sog. "invasiven Arten"?

zum weiterlesen:
ambrosiainfo.de
floraweb.de
« Letzte Änderung: 02. Juli 2007, 18:52:10 von cara »
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Biobauer

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Re: Einwanderung exotischer Pflanzen und Tiere
« Antwort #1 am: 28. Juni 2007, 17:25:12 »

Hallo,ich weiss nur ,das hier in den gartenbauvereinen ein massiver rückbau stattfindet zu heimischen gehölzen,die ganzen ausländischen pflanzen solln weg.
an tierarten kenn ich als jäger zb den marderhund,den mink und den waschbären.breiten sich immer weiter aus,unterliegen aber  keiner schonzeit,der gesetzgeber ist sich anscheind der gefahr bewusst ,die von solch eingeschleppten tieren ausgeht.erschreckend find ich immer diese berichte von den schnapschildkröten,die ausgesetzt werden,sind ja schon gruselige viecher.
servus
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Henriette

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Re: Einwanderung exotischer Pflanzen und Tiere
« Antwort #2 am: 28. Juni 2007, 18:04:15 »

Ja, das hochgiftige Kreutzkraut ist inzwischen auch im hohen Norden angelangt und wird mühsam von Weideflächen entfernt.
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clara

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Re: Einwanderung exotischer Pflanzen und Tiere
« Antwort #3 am: 28. Juni 2007, 18:57:56 »

Ach herr je, jetzt habt ihr aber ein Thema hier aufgetan...  ;) ;) ;)

Stellt euch andererseits mal vor, wie arm unsere Speisekarte ohne die Kartoffel oder die Tomate wäre und auch die Getreidearten sind nicht ursprünglich hier heimisch gewesen... Es hat früher halt nur länger gedauert, bis manches zur Plage wurde, weil es den regen Luftverkehr noch nicht gab und ein Ochsen- oder Pferdegespann ist nu halt mal langsamer...

Liebe Grüße Anja
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Ein deutsches Sprichwort sagt: "Alles verstehn- heisst alles verzeihn." - Nur gut, dass ich nicht alles versteh. *lächel und zwinker* Landwirtschaft ist kein Perpetuum mobile, auch wenn es mancher denkt...

Jochen

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Re: Einwanderung exotischer Pflanzen und Tiere
« Antwort #4 am: 28. Juni 2007, 20:03:15 »

Chinesisches Springkraut ist auch so ein plagegeist - rund um unser vielen flüsse bäche ist alles voll mit dem scheiß

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elke

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Re: Einwanderung exotischer Pflanzen und Tiere
« Antwort #5 am: 28. Juni 2007, 20:27:37 »

schwaerze spanische nacktschnecken
baeh, nicht schoen
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cara

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Re: Einwanderung exotischer Pflanzen und Tiere
« Antwort #6 am: 29. Juni 2007, 18:21:19 »

elke, die mögen ja noch nicht einmal die Vögel... :rolleyes:

clara, ich empfinde Kartoffeln nicht als Plage, ich denke, wir sind wohl doch in der Lage, zwischen eingeführten Nutzpflanzen und invasiven Arten zu unterscheiden...
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lilly

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Re: Einwanderung exotischer Pflanzen und Tiere
« Antwort #7 am: 29. Juni 2007, 20:51:18 »

tierarten fallen mir noch ein: die kastanienminiermotte
deutlich an den erkrankten blättern der kastanie im spätsommer/frühherbst zu erkennen.
frühzeitiges absterben des laubes.

und der nandu
beheimatet zwischen meck-pomm und schleswig-holstein.
wenige tiere sind vor jahren ausgebrochen und haben sich artig vermehrt.
ein abschussplan für diese tiere existiert nicht.
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Johann Schinder

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Re: Einwanderung exotischer Pflanzen und Tiere
« Antwort #8 am: 10. Juli 2007, 21:58:47 »

dieses phänomen gibt es auch in anderen teilen der welt.in neuseeland zum beispiel wurde die lupine eingeführt und verbreitet sich dort seit vielen jahrzehnten ungehemmt zulasten der heimischen pflanzen.
und es gibt dort sogar bürgervereine die sich an wochenenden treffen um gemeinsam gegen den gelben stechginster vorzugehen der ganze landstriche wie eine monokultur vereinnahmt.

lg
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cara

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Re: Einwanderung exotischer Pflanzen und Tiere
« Antwort #9 am: 11. Juli 2007, 18:55:07 »

da bietet sich Australien ja auch an.. man denke nur an die Kaninchen und diese komischen Baumwollkäfer-Frösche...
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Re: Einwanderung exotischer Pflanzen und Tiere
« Antwort #10 am: 12. Juli 2007, 00:39:26 »

Haette da auch noch den Amaranthus retroflexus L. (zurueckgekruemmter Fuchsschwanz). In Nordamerika hat man berichtet, das Rinder sich vergiftet haben, die den in grosser Menge gefressen haben. hier mal ein interessanter Link dazu

http://www.floraweb.de/neoflora/handbuch.html

lg elke
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lilly

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Re: Einwanderung exotischer Pflanzen und Tiere
« Antwort #11 am: 28. Oktober 2007, 12:43:29 »

der enok, oder zu deutsch marderhund macht sich ja nun auch immer breiter in deutschland.
in meck-pomm sind in einem 1000 ha jagdrevier in diesem jahr schon 40 tiere abgeschossen worden.
wenn wir dieser hundeart nicht bald einhalt gebieten,
dann werden die sicher noch zu einer richtigen plage.
die sonstige abschussquote war in dem revier bis jetzt zwischen 5-10 tiere/jahr.

da die alttiere bei uns keine natürlichen feinde haben und den einheimischen tieren die ernährungsgrundlage streitig
machen, sollte hier mal richtig konsequent gegen angegangen werden.

noch weiß keiner, welche auswirkungen diese massen auf das biologische gleichgewicht haben  :-\
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cara

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Re: Einwanderung exotischer Pflanzen und Tiere
« Antwort #12 am: 29. Oktober 2007, 21:02:36 »

gibt es denn Jagdzeiten für die?
Ich meine, Waschbären dürfen in Nds das ganze Jahr über geschossen werden...
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lilly

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Re: Einwanderung exotischer Pflanzen und Tiere
« Antwort #13 am: 29. Oktober 2007, 23:16:05 »

auch ganzjährig, außer (wie bei allen jagdbaren wild) führende muttertiere.

ich finde solche zahlen bedrohlich  :-[
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joe

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Re: Einwanderung exotischer Pflanzen und Tiere
« Antwort #14 am: 30. Oktober 2007, 07:30:52 »

der enok, oder zu deutsch marderhund macht sich ja nun auch immer breiter in deutschland.
in meck-pomm sind in einem 1000 ha jagdrevier in diesem jahr schon 40 tiere abgeschossen worden.
wenn wir dieser hundeart nicht bald einhalt gebieten,
dann werden die sicher noch zu einer richtigen plage.
die sonstige abschussquote war in dem revier bis jetzt zwischen 5-10 tiere/jahr.

da die alttiere bei uns keine natürlichen feinde haben und den einheimischen tieren die ernährungsgrundlage streitig
machen, sollte hier mal richtig konsequent gegen angegangen werden.

noch weiß keiner, welche auswirkungen diese massen auf das biologische gleichgewicht haben  :-\

hallo lilly

auch bei uns niedersachsen ist der maderhund zur plage gewurden.
eine beobachtung in unsererem revier : der fuchs macht sich rah.
mein bruder versucht seit längeren einen dachs zu schießen kommt aber jedes mal mit einem maderhund nach hause.

joe 
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....... den Rest mußt du bezahlen !
 

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