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Klaus
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« Antworten #105 am: 06. Mai 2009, 10:55:44 » |
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Hallo Georg,
das ganze Phänomen spielt sich regional unterschiedlich ab. Im Grunde haben wir hier das Problem nicht. An Sortenunterschiede mag ich ja noch glauben, an die Auswirkungen des letzten Winters jedoch nicht ganz und auch nicht so recht an das "Erinnerungsvermögen" des Rapses, denn die Anzahl der Seitentriebe wird sehr viel früher angelegt.
Ich habe u.a. auf ca. 20 ha Raps stehen, den meine Kollegen im Herbst schon umbrechen wollten. Durch mehrere negative Begebenheiten, wie z.B. Massen an Wintergerstenstroh der Sorte Highlight, das zudem nicht allzu gut gehäckselt wurde, starke Regenfälle nach der Herbizidbehandlung im Vorauflauf usw., hatte der in Mulchsaat gesäte Raps arge Probleme zu wachsen. Dazu kommen noch Lücken im Bestand, die durch einen Schaden (Aussetzer) im Getriebe der Drillmaschine entstanden sind. Durch die Druckrollen hinter den Säscharen meiner Drillmaschine ergibt sich ein trapezförmiges Profil auf dem Acker, die Pflanzen stehen in den ca. 2-3 cm tiefen "Tälern" der Druckrollen. Von der Seite betrachtet, also quer zur Arbeitsrichtung, waren Ende Oktober kaum Pflanzen zu erkennen. Dieser Raps, Sorte Visby, ist natürlich von mir im Herbst, wenn auch nur verhalten, mit N gepuscht worden und hat ansonsten aber die gleichen Behandlungen erhalten wie der "normale". Also auch die 1,1 l/ha Caramba im Splitting. Als es jetzt im Frühjahr warm wurde ist gerade dieser Bestand förmlich explodiert. Aus den im März immer noch kleinen Pflänzchen sind mittlerweile große, starke Pflanzen geworden. Heute sagen mir die Kollegen, dass sie, von den Lücken einmal abgesehen, gern ihren Raps gegen meine 20 ha eintauschen würden.
Mein durchaus nicht neues Fazit daraus ist, dass man mit Art und Höhe der Andüngung und passendem Pflanzenschutzmitteleinsatz zur rechten Zeit gerade im Raps so einiges ausbügeln kann.
Gruß Klaus
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Walter
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« Antworten #106 am: 14. Mrz 2010, 16:23:43 » |
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Hallo,
Muss das Thema mal wieder hervorholen...
Bin Heute mit dem Hund spazieren gegangen und bin dabei an einen Rapsschlag vorbei gekommen. Der Schlag ist mir. Musste mit erschrecken feststellen, dass der Raps vor 14 Tage noch ganz anders aussah, und zwar viel besser. Habe mal eine Pflanze rausgezogen und fotografiert. Was ist das für eine Krankheit? Jede 3. Pflanze sieht so aus. Was unternehmen? Die Wurzel sieht aus und fühlt sich an wie einen Schwamm.
Paar Infos zu dem Acker. Gedrillt am 22.08. 2009, Sorte Vision, 50 Körner/m². Acker wurde gepflügt. Vorfrucht Hafer, Stroh abgefahren, Vorvorfrucht Triticale. Düngergabe im Herbst mit 54 Kg N (KAS), 2l Butisan Top am 1.09; Schneckenkorn, am 2.10 0,8 l Folicur+ 1 L Fusilade Max und 1,5 l Bor/ha. Raps ist gut im Winter reingegangen, und kam vor knapp 3 Wochen auch gut unterm Schnee raus. Spuren von Mäuse sind keine erkennbar. Schlag ist jungfräulich insache Raps.
MfG
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Igel
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« Antworten #107 am: 14. Mrz 2010, 17:00:43 » |
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Hallo,
sieht nach Kohlhernie aus, wenn das alles Beulen an der Pfahlwurzel sind, da kannst du so erstmal gar nix machen, das ist ein Bodenbürtiger Erreger, den du nur mit einer weiten Fruchtfolge ohne Kreuzblütler und angepasstem bzw. hohem pH-Wert entgegen kommen kannst.
Sieht aber auch so aus, dass die Pflanzen kaum Feinwurzeln haben wg. Übernässe, das habe ich hier auch auf den nassen Teilflächen...ich hoffe, dass es diese Woche warm wird und der Raps mal mit wachsen anfängt, dann sieht man mehr.
Gruss Henrik
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Heiner
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« Antworten #108 am: 14. Mrz 2010, 19:44:13 » |
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Hallo Walter,
um ehrlich zu sein, es ist von hier aus schwer zu diagnostizieren.
Auf den ersten Blick sieht das nach Kohlhernie aus. Untypisch daran ist aber die Fäulnis, und auch die Tatsache daß es sich um in Sachen Raps jungfräuliche Böden handelt. (Es sei denn da wurden viele andere Kohlpflanzen wie Senf Ölrettich Rüben etc. angebaut)
Aufgrund der Fäulnis und auch der fehlenden Feinwurzeln, könnten da auch die Larven der Kohlfliege dran gewesen sein, und der Raps hatte im Herbst noch versucht neue Wurzeln zu treiben. Aber auch hier ist das Symptom nicht eindeutig...
Heiner
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Walter
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« Antworten #109 am: 15. Mrz 2010, 08:07:17 » |
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Hallo,
Die Knoten auf dem Bild sind Erde. Feinwurzeln sind zwar ein paar da, aber die bleiben im Boden stecken wenn man die Pflanze rauszieht. Auch Senf, Rüben oder Ölrettich waren noch nie auf der Fläche. Gegen Kohlfliege wurde nicht behandelt. Will noch mal abwarten wie es in den nächsten 14 Tagen weiter geht; soll jetzt Frühling werden. Das Herzblatt ist jedenfalls da, dunkelgrün und lässt sich nicht rausziehen.
MfG
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agricola
Frischling
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« Antworten #110 am: 15. Mrz 2010, 20:21:08 » |
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Hallo Walter,
du müßtest mal eine Wurzel der Länge nach mit dem Messer aufschneiden, dass man mal sieht wies im innern aussieht. Möglicherweise war da im Herbst der Erdfloh dran, und durch den Fraß der Larven in der Wurzel und aufgrund der Beschädigung der Wurzel, sieht das ganze nach Frostschaden aus. Musst mal schauen ob du noch Larven in der Wurzel findest.
Hab an einem Acker, genau die gleichen Symptome, war auch noch nie zuvor Raps drauf. Bis vor zwei Wochen war alles in Ordnung. Gruß Volker
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Walter
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« Antworten #111 am: 15. Mrz 2010, 20:35:16 » |
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Hallo,
Pflanze habe ich aufgeschnitten; keine Frassspuren dran. Der Raps war, soweit ich das noch weiß, Premiumgebeizt. Heute war mein Ackerbauprofi da und hat sich das ganze mal angeschaut. Der ist der Meinung, wäre Frostschaden. Kohlhernie wäre es jedenfalls nicht. Mal sehen wie der Bestand in 14 Tagen da steht.
MfG
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piotri
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« Antworten #112 am: 21. Mrz 2010, 10:14:30 » |
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Hallo
Habe eine Frage an die Rapsprofis von euch.
Wann ist eigentlich der beste Zeitpunkt den Raps einzukuerzen im Fruehjahr damit er schoen verzweigt?
Gruss
piotri
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Klaus
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« Antworten #113 am: 21. Mrz 2010, 15:14:01 » |
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Hallo Piotri,
bei 25 cm Wuchshöhe des Rapses solltest Du die Maßnahme abgeschlossen haben.
Gruß Klaus
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tom82
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« Antworten #114 am: 25. Mrz 2010, 19:46:50 » |
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Hallo Leute durch das lange liegen bleiben des Schnee´s hat bei uns das Wild(Hirsch und Reh) im Wald nichts mehr gefunden, so haben sie angefangen meine Rapsflächen abzufressen  kein Blatt nichts mehr dran gelassen teilweise bis runter zum Boden abgebissen... meine Frage .... wenn beim Vegetationskegel oben das letzte drittel abgebissen wurde ist von so einer Pflanze noch was zu erwarten, also quasi nur noch 80% Vegetationskegel da .... gruss Tom
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Heiner
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« Antworten #115 am: 25. Mrz 2010, 21:00:23 » |
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meine Frage .... wenn beim Vegetationskegel oben das letzte drittel abgebissen wurde ist von so einer Pflanze noch was zu erwarten, also quasi nur noch 80% Vegetationskegel da ....
Hallo Tom, die Erfahrung des letzten Jahres hat gezeigt, daß Raps der massivst durch Taubenfraß geschädigt wurde doch noch ganz ordentliche Erträge bringen kann. Wichtig ist daß der Raps die Möglichkeit hat sich zu regenerieren und nicht weiterhin ständig "kurz" gehalten wird. Heiner
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lovelyjuergen
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« Antworten #116 am: 25. Mrz 2010, 21:12:09 » |
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Hallo Leute durch das lange liegen bleiben des Schnee´s hat bei uns das Wild(Hirsch und Reh) im Wald nichts mehr gefunden, so haben sie angefangen meine Rapsflächen abzufressen  kein Blatt nichts mehr dran gelassen teilweise bis runter zum Boden abgebissen... meine Frage .... wenn beim Vegetationskegel oben das letzte drittel abgebissen wurde ist von so einer Pflanze noch was zu erwarten, also quasi nur noch 80% Vegetationskegel da .... gruss Tom Früh er sah es bei uns so aus, das Landwirte auf Schlägen die eine zu starke Vorwinterentwicklung hatten im Herbst noch Schafe weiden liessen. Ich denke mal, Schaf und Hirsch machen da nicht so viel Unterschied ? Gruss Jürgen
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agricola
Frischling
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« Antworten #117 am: 27. Mrz 2010, 20:29:40 » |
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Hallo, ich hätte mal ne Frage an Walter und an die Anderen.
Bei meinem Rapsanbau ist die Sorte Excalibur von Dekalb stärker ausgewintert als mein anderer Raps. Möglicherweise kanns am Acker liegen, da an manchen Stellen stauende Nässe vorhanden ist. Nun wollte ich mal von euch wissen welche Sorten bei euch Frostschäden haben. Vielleicht sind die Auswinterungen auch ein bischen Sortenbedingt.
Mfg Volker
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Walter
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Vlaams Brabant
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« Antworten #118 am: 28. Mrz 2010, 13:48:15 » |
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Hallo,
Habe dieses Jahr nur Vision im Anbau. Auswinterungsschäden nur auf gepflügten Flächen, von Totalausfall (5 Ha) die ich jetzt mit Sommergerste gedrillt habe, bis zu Nester die weg sind. Komischerweise bestocken diese Nester wieder, soll heißen, Die Stängel bilden neue Blätter. Der Totalausfallraps stand auf Flächen ohne Staunässe. Problem war hier, dass bei uns bis Ende Februar Schnee lag, dann wurde es warm und als der Schnee weg war, gab es noch mal 4 Nächte ordentlich Kahlfrost mit bis zu -15 Grad. Die nicht geschützte Ecken sind dabei über den Jordan gegangen. Die gepflügte Flächen wurden im Herbst mit KAS gedüngt, die Mulchsaatvariante hat vor der Saat 20m³ Rinderghülle gekriegt. Ansonnsten alles gleich. Nachher mal Bilder machen. MfG
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Walter
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« Antworten #119 am: 28. Mrz 2010, 16:29:11 » |
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Hallo,
Spaziergang mit Hund genutzt zum Bilder machen.
Bild 1: Mulchsaat Raps. Bild 2: Nahaufnahme Bild 3. Vereinzelte Fehlstellen beim Mulchsaat Bild 4: Totalausfall Raps auf gepflügte Fläche Bild 5: Grenzwürdig: Umbrechen oder nicht? Ich tendiere dazu den Raps stehen zu lassen.
MfG
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